Preis dierteljäbriq 1 fl. 12 kr. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig I fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Mnzeige- und Mmtsölatt für den Kreis Kielen. Nr. Sonntag den 27. November 1870. 26. November. In der öffentlichen Meinung Frankreichs scheint, nachdem man Vie Bedeutungslosigkeit des Erfolges Der toirearmce erkannt hat, das 23er langen nach Beendigung des Krieges an Boden zu gewinnen. Pariser Blätter wögen cö, die Regierung zu tadeln, daß sie nicht Asics aufgeboten habe, um einen Waffenstillstand herbeizuiührcn. Der Ruf nach Wahlen unv nach dem schleunigen Zusammentritt einer Nationalversammlung erhebt sich täglich lauter. Man fängt an, der Prahlcreien und der donnernden Reden Gambetta's überdrüssig zu werden. Die Männer, welche das Ruder des Staats in einem verhängnißvollen Augenblick an sich gerissrn haben, besitzen nicht bas Vertrauen des Landes, ja sie haben sogar das Vertrauen derer verloren, die ihnen Anfangs zugejauchzt und sie als die berufenen Retter des Vaterlandes begrüßt haben. Der Glauben an ihre Kraft und Fähigkeit ist geschwunden. Man suhlt, daß sie die Last der auf ihnen ruhenden Vcrantwortlichkeit'Mchf-'tragen können, daß ihre Stellung viel zu schwach ist, um die KricgSmission, die sie erdalten und für deren Durchführung sie sich verpflichtet haben, in eine Friedensmission zu verwandeln. Immer eindringlicher flieht sich daher das Verlangen kund, daß Frankreich sein Geschick selbst in die Hand nehme, daß die Vornahme ter Wahlen unter allen Umständen, selbst bei Fortdauer des Kriegszustandes, angeordnet, daß endlich eine Staatsgewalt hergestellt werde, die man als wahre Vertreterin des Landes ansehen kann, unv vie als solche Vie Vollmacht besitzt, auch unter solchen Bevingungen Frieden zu schließen, für welche die gegenwärtigen tumultarisch ernannten und jedes RechtStitels entbehrenden Regenten die Verantwortung nicht auf sich nehmen könnten. Zu diesen Bedingungen zählt man aber bereits — und VaS ist ein besonders beachtenswerthes Symptom der rasch fortschreitenden Umstimmung — die Abtretung ves Elsaß unv Deutsch-LoihringenS. Edmonv About im „Soir" erklärt jeden weiteren Widerstand für eine Unmöglichkeit; er findet die Forderung, Paris während des Waffenstillstandes zu verproviantiren, ganz lächerlich, unv Vankt Herrn v. Bismarck, vaß er die Pariser nicht in die Lage versetzt habe, ihren unnützen Widerstand ein oder zwei Monate werter forlsetzen zu können. Es sei sofort die Wahl einer constituirenden Versammlung vorzunehmen, die tn 24 Stunden den Frieden zu unterschreiben habe, wenn sie nicht wolle, vaß 2 Millionen Menschen den Hungertod sterben. Favre freilich könne, ohne eines Mein» eives sich schuldig zu machen, nicht einen Friedensvertrag unterzeichnen, der noth- wenviger Weise die Abtretung des Elsaß und Lothringens in sich schließen muffe; man muffe ihn deshalb ersetzen. Daß ein Chauvinist wie About die Abtretung zweier Provinzen als unvermeidlich ansieht, ist bezeichnend für die Ernüchterung der Stimmung, die ihrer- seitö die natürliche Folge ves Dranges der Umstände ist. Zu diesen zwingenden Umständen gehört unter anderen die fortschreitenve innere Zersetzung des Landes, Vie Frankreich mit völligem Zerfall, mit der politischen Vernichtung bedroht. Es muß doch auch dem eigensinnigsten Fanatismus einleuchten, vaß es besser ist, zwei Provinzen aufzuopfern, als das Land dem Untergänge Preis zu geben. Frankreich bleibt auch nach dem Verluste dieser Provinzen stark und mächtig, wenn es ihm gelingt, rasch der inneren Schwierigkeiten Herr zu werden, die sich aus dcm Kriege ergeben. Sollte vagegen an den äußern Krieg eine Periode der Bürger- kriege und ter intiern Zersetzung sich anschließen, so würde Frankreich ohne Zweifel auf lange Zeit hin das Loos M einst weltgebietenden Spaniens theilen; es würde aus der Reihe der Mächte ersten Ranges vcrschwiNden und seine Kräfte in vem Kampfe wider Vie staatsfeindlichen Mächte in feinem Innern abnutzen. Aber von größerer Einwirkung auf die Gemüther als die Erwägung dieser Eventualität ist offenbar der gegenwärtig jedem Einzelnen fühlbare Druck der militärischen Lage gewesen. So lange Paris mit Lebensmitteln versorgt war, hielt man die Stadt für uneinnehmbar, zumal da man an einem Ent,atz Vei> selben von Außen nicht zweifelte. Jetzt gehen die Lebensrnittel zu Ende, und jetzt sieht man auch ein, daß der Hunger ein unwiderstehlicher Feind ist. Man ist auf einen P rnct anzelangt, wo man nicht mehr Wochen lang auf Entsatz warten kann. Die Rettung muß augenblicklich kommen, oder sie kommt zu spät. Die Nkttung wurde von der Loirearmee gehofft, aber die Loireacmee bleibt aus, ihr tüchtiger Führer hat alle Wachsamkeit und Energie aufzubieten, um sich einer Umzingelung durch Vie von allen Seiten anrückenden deutschen Heeresmassen zu entziehen; cie Hoffnung, den Parisern rasch zu,Hilfe zu kommen, ist ihm, das läßt sich wohl mit Sicherheit annehmen, völlig abgcschnitten. Und vor Allem die pariser Bevölkerung selbst glaubt nicht mehr an eine Hülfe von Außen. Sie erwartet ihre Rettung nur von dem schleunigen Abschluß eines Friedens. Ob auch Trochu bereits alle Hoffnung auf einen Entsatz durch AurelleS Paladine aufgegcben bat, ist zweifelhaft; unv ebenso ungewiß ist eS, ob er sich noch für sta.k genug hält, um eine Diversion der Loirearmee durch einen Maffen- auSfall zu unterstützen. Bei seiner Zähigkeit läßt sich indessen erwarten, daß er an der Hoffnung so lange festhaltcn wird, als Vie Loirearmee im Stande ist, vaS Feld zu halten. Hierin liegt Die große, entscheidende Bedeutung der gegenwärtig im Süden und Westen von Puris sich abspielenden kriegerischen Ereignisse. Die Nachricht von einer Niederlage der Loirearmee, von einem Abzug derselben aus der Umgebung der Hauptitadt würde ohne Zweifel sofort den letzten Widerstands- gedanken in den Parisern ersticken unv Vie Eapitulation von Paris zur unmittelbaren Folge haben. Daher ist denn auch die außerordentliche Spannung, mit der ganz Deutschland toeuerai Nachrichten von Dem Kriegstheater zwischen Loire unD Seine ent- gegensteht, vollkommen gerechtfertigt. Denn auf diesem Schauplatz wird um Den Besitz von Paris gekämpft, und Die Besitznahme von Paris ist bei der seit Kurzem in Frankreich herrschenden Stimmung der Friede. Die deutsche Bundesarmee wird nach dem Zutritt der süddeutschen Staaten demnächst aus 15 Armeekorps und eimm Gardecoips bestehen. Die 12 ersten Armeecorps sind aus den Truppen der bisherigen norddeutschen Bundes- staaten und Hessens gebildet. Die Nummern 97, 98 und 99, welche bei der bisherigen Numeriruug der norddeutschen Armee ausgefallen waren, werden nunmehr durch die hessischen Regimenter ausgesüllt, die jetzt in drei Linicn-Re- gimenter, ä drei Bataillone, zusammengeschmolzen werden, während die hessische Division bisher aus 4 Regimentern ä 2 Bataillonen bestand. Die Nummern von 109 bis 124 erhalten Die bayerischen Regimenter, die Nummern von 125 bis 136 sind durch die badischen und würtembergischen Truppen auSgefüllt. Die deutsche Armee zählt somit j-tzt 136 Linien-Infantcrie.Regimenter und 9 Garde- Infanterie Regimenter. (Bei Antritt der Regierung des Prinz-Regenten zählte die preußische Armee nur 45 Infanterie-Regimenter.) Das 13. und 14. Armee- corps wird aus den beiden bayerischen Armeecorps gebildet, das 15. aus der badischen und würtembergischen Division. Die badische Division bleibt unverändert, die würtcmbergische Division, die bisher 8 Linien-Infanterie-Regimeuter ä 2 Bataillone und 3 Iägerbataillone zählte, wird künftig 6 Linien-Jnfanterie- Regimenter ä 3 Bataillone und 4 Iägerbataillone zählen, so daß dann 30 Iägerbataillone vorhanden sind, von denen Norddeutschland 16, Bayern 10 und Wür- temberg 4 stellen. — - Im Ganzen zählt danach das deutsche Heer in Zukunft: 465 Linienbataillone, 145 Ersatzbataillon^ 216 norddeutsche, 32 bayerische, 6 würtembergische und 4 badische Landwehrbataillone, zusammen also 862 Bataillone Infanterie, ausschließlich derjenigen Streitkräfte, die später aus Den waffenfähigen Mannschaften des Elsaß unv Lothringens gebildet werden. Von beiden Seiten schemen alle Kräfte um Paris zusammengefaßt werden zu sollen. Nach französischen Nachrichten wird sogar VaS 14. deutsche ArmeecorpS des Generals v. Werder als von Dijon in der Richtung nach Paris aufgebrochen bezeichnet. Gewiß ist, daß im Umkreise der französischen Hauptstadt von Orleans über Dreux bis St. Denis sich jetzt außer Der eigentlichen deutschen Belagerungsarmee noch das dieser unmittelbar einverleibte 2. preußische Armeecorps, die Garde- und 2. Landwehrdivision, der Haupttheil der früheren ersten deutschen Armee und dir von Dem Prinzen Friedrich Karl herangeführten Corps massirt befinden. Wider das bestimmte diesseits gehegte Erwarten ist es französischerseits gelungen, nicht nur noch eine wirkliche und jedenfalls nicht unbeträchtliche Armee ins Feld zu stellen, sondern auch aus den in Paris eingeschlossenen Streitkräften die für den Feldkampf geeigneten Elemente in der sogenannten zweiten Pariser Armee zu vereinen, und so einen Durchbruchsversuch derselben vorzubereiten, oder doch wenigstens als möglich hinzustellen. Es liegen sowohl für die Starke und Zusammensetzung dieser Armee von Paris, wie auch für Die der neuen Loirearmee fran- zösische Mittheilungen vor, von Denen Die über die erste Armee, welche in den Pariser Zeitungen von General. Trochu veröffentlicht worden sind, als officiell gelten können, während die anderen mindestens für die Stärke, welche die französische Regierung ihrer eigentlichen Feldarmee noch geben zu können meint, einen ungefähren Anhalt gewähren. Die zweite Armee von Paris würde demnach in 8 Infanteriedivisionen unv einer Cavalleriedivision aus etwa 70,000 bis 80,000 Mann bestehen, zu welcher nach einer neueren Bestimmung als eine neunte Infanteriedivision die bisher Der dritten nicht mobilen Armee von Paris zugetheilten Marinetruppen jetzt noch hinzugetreten sind. Die eigentliche Armee der Loire wird hingegen als aus dem 15. und 16. französischen Armeccorps bestehend angegeben, deren Stärke sich bei einer Zusammensetzung aus 5 Infanterie- unv einer Cavalleriedivision, resp. 9 InfantcrD» und 3 Cavalleriebrigaven, die mittleren Etatzahlen dabei zu Grunde gelegt, auf 60,000 Mann und zwar 52,000 Mann Infanterie, 5400 Reiter und 3000 Mann Artillerie berechnen würde. Andererseits wird diese Armee jedoch zu 80,000 und selbst zu 100,000 und 120,000 Mann geschätzt, welcher Unterschied durch die Zutheilung von Mobilgarden und Franktireurs bedingt erscheinen möchte. Noch sollen nach den französischen Angaben aber zu dieser Armee das 17. Corps des Grafen Keratry und das 18. Corps des General Bourbaki stoßen, welche zusammen zu 15 Infanterie- und 2 Cavalleriebrrgaden, also zu Vcr Stärke von etwa 90,000 Mann angegeben werden. Wie weit diese letzten Corps sich schon formirt befinden, und ob ihre Vereinigung glücken wird, muß allerdings abgcwartet werden Alles scheint demnach auf einen letzten entscheidenden Schlag hinzudrängen, ob dieser Schlag aber noch vor oder erst nach dem Falle von Paris erfolgen wird, das ist die Frage. Im letzteren Falle darf damit wohl die Niederlage auch dieser französischen Feldarmee als nahezu gewiß vorausgesetzt, und eben auf Die Erzielung dieses Vor- theils zweifelsohne das vorläufige abwartende Verhalten der Deutschen Armee zu- rückgeführt werden. Gewiß erscheint andererseits aber, daß dieser große französische Entsatzversuch Den Fall von Paris noch bis zum Aeußersten verzögern wird, doch sind jetzt von Seiten Der Franzosen sowohl für Den Durchbruchsversuch aus Paris, wie für Die Fortsetzung Der am 9. und 10. d. M. angetretenen Offensivoperation bereits weitere 14 Tage verloren worden, und eS bleibt deshalb abzuwarten, ob für Paris dieser äußerste Termin nicht bereits eingetreten, oder doch ganz nahe bevorstehend ist. Die „Provinzial-Correspondenz" begrüßt Die bevorstehenDe außerorDentliche ReichStagssession mit nachstehender Betrachtung: Kriegsnachrichten. Die schwierige Frage bleibt Der Reichstag, welcher in seiner dreijährigen Thätigkeit so Bedeutendes ge- schaffen, ist berufen, auch noch an der Lösung dieser, der höchsten nationalen Auf- gäbe, mitzuwirken; in dem Bewußtsein der bisherigen glücklichen Erfolge bringt er zugleich die Zuversicht auf das endliche volle Gelingen zu der jetzigen Arbeit mit. Die Verfassung des Norddeutschen Bundes hat nach allen Seiten hin ihre Feuerprobe bestanden: in den Einrichtungen für die Wehrkraft de- Landes, in der Förderung rüstigen Fortschrittes auf den Gebieten der Gesetzgebung und der Volks- wtrthschaft, in der anziehenden Kraft auf alle dem höchsten vaterländischen Streben zugewandten Geister. Für den Norddeutschen Bund liegt die herrlichste Bewährung in der Thatsache, daß derselbe nach kurzem Bestehen sich in der Lage findet, seine Verfassung ohne eine wesentliche Veränderung zu einem Grundgesetz für das gemeinsame Staatswesen Deutschlands zu erweitern. Es gilt jetzt, den Bedürfnissen eines Volkes zu genügen, in welchem das unwiderstehliche Verlangen nach einer festen nationalen Einheit mit der Liebe für ein fruchtbares Stammesleben Hand in Hand geht, und im Anschluß an die gegebenen Grundlagen das zukünftige Gedeihen unseres Vaterlandes sicher zu stellen. Der Reichstag wird sich durch die Erfüllung seiner letzten und erhabensten Aufgabe einen hervorragenden Platz in der parlamentarischen Geschichte aller Zeiten erwerben, als Mitbegründer eines innerlich starken und nach Außen mächtigen, aber mit seinem vollen Kraftbewußtsein für den Frieden einstehenden Deutsch- Vertretung Frankreichs der Friede abgeschlossen werden?" Nachdem sich fest herausstellte, daß die kleine Besatzung von Bitsch nicht auszuhungern und die Festung auch mit Erfolg nicht zu beschießen sei, ist schon seit einigen Wochen die sämmtliche Artilleiie von dort abgezogen und hat sich „Durch die Anforderungen einer großen Zeit findet sich der Reichstag des Norddeutschen Bundes berufen, zum dritten Male im Laufe diese- Jahres srtne verfassungsmäßigen Befugnisse auszuüben. Außerordentlich ist die bevorstehende Session, nicht blo- durch die ungewohn- liche Zelt der Berufung, sondern vor Allem durch die gewaltigen Ereignisse, welche die Berufung herbeigesührt haben, und durch die hochwichtigen Ausgaben, deren Lösung dem Reichstage obliegt. Mit freudiger und dankbarer Begeisterung blickt Deutschland auf die großen Thaten, die seit Schluß der vorigen Session in einem viermonatlichen Zeiträume vollbracht worden sind. Was die einmüthige opferwillige Erhebung der Natron, was das Zusammenwirken aller edlen Kräfte von den Hütten bis zu den Thronen erhoffen ließ, das hat sich in herrlichster Weife erfüllt. Die deutschen Heere haben unter ihrer bewährten Führung Erfolge errungen, vor deren Glanz die rühm- vollsten Thaten der Vergangenheit zurücktreten. Aber die Waffen unserer Truppen haben dem Vaterlande nicht blo-Sicherheit, Ehre und Macht erkämpft; nach dem verheißungsvollen Wort de- Königs Wilhelm sprießt aus der blutigen Saat des Krieges noch eine andere von Gott gesegnete Ernte: aus dem Lager des deutschen Oberfeldherrn, aus welchem die Mittheilungeu über eine ununterbrochene Reihe von Siegen ohne Gleichen kamen, ergeht jetzt die Freudenbotschaft von der Er- süllung reifender Einigung Deutschlands. Das Werk, dessen Grund im Jahre 1866 gelegt wurde und für dessen Fortentwickelung eine ebenso vorsichtige, wie feste Hand unablässig thätig war, geht jetzt der Vollendung entgegen; die Scheidegrenze de- Mains, über welche die Sehnsucht der Nation schon längst Hinwegtrug, ist durch die Ereignisse unwiderruflich gebrochen, und die Stämme de- deutschen Volkes haben in treuer Waffenbrüderschaft mit ihrem Blute besiegelt, daß es ihnen heiliger Ernst mit dem Entschlüsse ist, fortan in Leid und Freud, in Krieg und Frieden durch das Band innigster Lebensgemeinschaft verbunden zusammen zu stehen. Der nächsten Zukunft gehört die Aufgabe, das im freien Einverständniß der Regierungen nut den Wünschen der Nation beschlossene Werk der Einigung auf den schon erprobten Grundlagen zu gestalten und zu befestigen. landS. Aus Tours vom 20. Nov. wird der „Independance belge" nun auch ein- stitutionen und den Dekreten der allgemeinen Concilien, insbesondere den Tri- dentinischen, verhängten katholischen Censuren und Strafen verfallen seien." Die Mehrzahl der englischen Morgenblätter brachte am 22. Nov. eine Zusammenstellung über die Waffenausfuhr von Amerika nach Frankreich bis zum 16. November. Die Quelle dieser Mittheilung ist nicht angegeben, doch wird dieselbe als durchaus zuoerlässig bezeichnet. DaS erste Cargo von Bedeutung, welches auf einem französischen Dampfer verschifft wurde, bestand aus 2500 Ge- wehren und Carabinern, die am 3. September, also am Tage nach der Schlacht bei Sedan, an Bord des in Newyork vor Anker liegenden Dampfer- „Pereire" gebracht wurden. Nach diesem Tage nahmen die Verschiffungen bedeutend an Umfang zu. Am 20. lichtete der Dampfer „Lafayette" die Anker mit 6000 Ge» wehren und Carabinern, so wie 3,000,000 Patronen. Am 8. October nahm die „Ville de Paris" 90,000 Gewehre und Carabinern mit 8,000,000 Patronen an Bord, und das letzte Cargo, bestehend aus 90,000 Gewehren und Carabinern, nebst 18,000,000 Patronen beförderte der „Ontario". Demnach stellt sich die Gesammtsumme der verzeichneten Ausfuhr auf 378,500 Stück Infanteriegewehre und Carabiner, 45,000,000 Stück und 11,000 Kisten Patronen, 55 Kanonen, 5 Gatling-Batterien und 2000 Pistolen, doch ist es nicht unwahrscheinlich, daß außer den aufgeführten Posten noch andere nach Frankreich befördert worden sind. „Daily News" macht zu diesen Zahlenangaben die folgenden Bemerkungen: „Wir erwähnen diese Thatsachen weder, um uns zu entschuldigen, noch um die Verein. Staaten anzuklagen. Die Vereinigten Staaten haben ja auch für ihre streng billigen und ehrenvollen internationalen Beziehungen einen guten Ruf erlangt und ihre Waffenausfuhr ist so offen betrieben worden, wie im gewöhnlichen und berechtigten Handelsverkehr Sttte ist. In der That ist es aber etwas hart, daß die Beschwerden Deutschlands ausschließlich, oder doch zum größten Theile gegen uns gerichtet worden sind, denn die spärliche Auskunft, welche über unsere eigene Waffenausfuhr zu Tage gelangt ist, lassen sie ganz sicher weit kleiner erscheinen, als die der Vereinigten Staaten. Wir wollen indessen nicht die Entschuldigung vorbringen, daß unsere Sünden im Vergleich mit denen unseres Nächsten nur leicht sind. Dem individuellen Risico des Exporteurs ausgesetzt, ist in dieser Form des Handelsverkehrs nichts Gesetzwidriges. Ob eS Wünschenswerth sei, sie für die Zukunft durch ein Abkommen unter den Nationen als gesetzwidrig zu erklären, ist eine ganz andere Frage, und zwar eine Frage, über die eine Einigung lange ersten Anleihe zu vollziehen, haben demnach nur die halbe Wahrheit gesagt: die erste Anleihe ist schon wieder erschöpft, Gambetta angelt nach einer neuen Anleihe, auch der Geniegencral v. Butz, welcher dort anwesend war, mit derselben entfernt. Der Pfarrer einer Vorstadtgemeinde von Marseille hat dem VerthetdigungS- handelt sich nunmehr nur darum, die Besatzung in Schach zu halten, daß sie Comite eine Glocke, der Cercle de l'Athenee in Marseille 5000 Fr. für eure der keinerlei Angriffe auf die Proviant- und Munitionstransporte auszuführen vermag. Mobilgarde zu stellende Kanone, der Bürger Albert Blanc und die Bürgerin (5- ist tte Festung zu diesem Zwecke nur von drei Seiten cernirt, so daß der Tuiel jeder 500 Fr. für Ankauf einer Mitrailleuse zu demselben Zwecke geschenkt. Verkehr der Stadtbevölkerung und der Landbewohner mit den BesotzungStruppen Das französisch-polnische Comite ruft die polnischen Flüchtlinge zur Bildung eines e{n ganz ungehinderter ist. ES fällt auch kein Schuß mehr aus dem Felsennest ReitercorpS auf. auf die Cernirungstruppen und ist ebenso von unserer Seite alles Schießen ein- Die Excommunication gegen den König von Italien ist — wie der Wie- gestellt. Den Dienst vor Bitsch versehen abwechslungsweise je zwei Bataillone ner „Volksfreund" berichtet — erfolgt in einer Encyclika vom 1. Nov. d. I. des 4. und 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Die Lebensmittel werden zur Der heilige Vater hat zwar die Urheber und Theilnehmer an der Invasion des Zeit olle durch den Requisitionswcg beschafft, und wird das Schlechteste geliefert, Kirchenstaates und Roms nicht namentlich angeführt, aber er bat sie genau be- was die Leute nur aufzutreiben vermögen, wie überhaupt auch die Soldaten von zeichnet, indem er sagt: „Wir erklären Euch, ehrwürdige Brüder und durch Euch der Bevölkerung sehr ausgebeutet und übervortheilt werden. (Würzb. Z) der gesammten Kirche, daß alle diejenigen, in was immer für einer, auch ganz Aus Rambouillet, 19. Nov., meldet ein Telegramm an die Großherzogin besonderer Erwähnung werthen Würde sie glänzen mögen, welche die Invasion, von Sachsen-Weimar: „Gestern Vormittags siegreiches Gefecht bei Chateauneuf. Usurpation, Occupation was immer für einer Unserer Provinzen und dieser Un- 94. Regiment und besonders Füsilier-Bataillon sich sehr ausgezeichnet. Verlust serer hehren Stadt, oder etwas daran verübt haben, und ebenso ihre Auftrag- nicht unbedeutend. Großherzog von Mecklenburg. geber, Begünstiger, Helfer, Rathgeber, Anhänger und alle Anderen, welche die Ein Correspondent aus Tours im „Journal de Bruxelles" gibt die Stärke Ausführung der erwähnten Dinge unter irgend einem Vorwand und auf was der Armee unter dem General d'AurelleS auf 18 Divisionen regulärer Infanterie, immer für eine Weise befördern, oder sie selbst ausführen, der größeren Excom- 5 Divisionen regulärer Cavallerie und 150,000 Mann unreguläre Truppen, wie munication und den anderen von den heiligen Canoneö, den apostolischen Con- Mobilgarden, Freischützen und mobilisirte Nationalgarden an. Die regulären abgereist, um neue Verhandlungen einzuleiten." Die Londoner Depeschen, welche Saurier nur wieder in London eintreffen lassen, um die Formalitäten wegen der Verfasser des obigen Schreibens meldet schließlich: „Die Anleihe hat über die Steuer in den Regierungskreisen gesiegt; Herr Saurier ist wieder nach London nicht wahrscheinlich ist." gestanden, daß Gambetta keine Wahlen will, weil „die Massen, die Landleute, sich noch nicht vertraut genug mit der Idee der Republik gemacht haben; man hat ihnen so viel Angst vor diesem Worte eingcflößt und man hat das rothe Gespenst so viel spielen lassen, daß sie kein Vertrauen dazu haben, kurz, die In- teressen der Bauern sind gegen die Republik." Aber Gambetta verläßt sich auf die Mittelklasse, „die unter dem Kaiserthume zwischen einer Aristokratie der Condottieri und den Herden des Dorfes eingekeilt war, sich jetzt aber aufrichtet und das Ruder der Regierung wieder ergreift; die unterrichteten Classen, die Arbeiter, Kaufleute und Fabrikanten, wollen keine imperialistische Restauration und sind aus diesem Grunde mehr als je für die Erhaltung der Republik. Ich sage nicht: Der „Bad. Landesztg." wird aus Versailles, 20. Nov., geschrieben: „Die Absicht, Paris zu beschießen, wenn sie jemals ernstlich bestanden hat, ist jetzt entschieden fallen gelassen; man hofft, durch die bloße Einschließung Paris zu Falle zu bringen, und zwar in kürzester Zeit. Das mag mit der allgemeinen Annahme, Paris werde sich noch Wochen lang halten, in schroffem Widerspruch stehen, trotzdem glaube ich Ihnen diese Nachricht nicht vorenthalten zu sollen, da sie mir von durchaus glaubwürdiger Seite bestätigt wird. Ich möchte aber nicht dafür die Verantwortung übernehmen, und ausdrücklich mache ich mich nur zum Träger des „man sagt", wenn ich meiner Quelle nacherzähle, daß nicht bloß die Uebergabe von Paris noch in diesem Monat erwartet wird, sondern daß auch bereits die Vorbereitungen zum Rückmarsch des größern TheileS des Heeres für Mitte De- cember getroffen werden. Es gehört dahin nicht nur die Magazinirung der von dem Rückmarsch berührten Etappenstraßen, sondern hauptsächlich der ins Auge gefaßte Verkauf des Fuhrparks der Armee. Bekanntlich sind die Proviantcolonnen der einzelnen Armeecorps zum kleineren Theile aus Staatsfuhrwerken, zum größten Theile aus Privatgespannen zusammengestellt; letztere wiederum sind theils für Rechnung des Staats angekauft, theils gegen eine Entschädigung von 3—4 Thlr. für den Tag gemietet. Alle diese Privatfuhrwerke sollen Mitte nächsten Monats in Elsatz und Lothringen zu billigen Preisen zum Verkauf gestellt werden, und zwar hauptsächlich, um den Rückmarsch der Truppen möglichst schnell zu bewerkstelligen, dann aber auch, um die bedeutenden Futter- und Miethkosten zu ersparen und um den von Pferden und Wagen fast ganz entblößten, an Deutschland fallenden Provinzen eine kleine Aufhülfe zu gewähren. Mit den Besitzern der Miethsuhrwerke sind bereits die nöthigen Unterhandlungen eingeleitet, die bei dem traurigen Zustande der Gespanne leicht zum befriedigenden Abschluß gelangen Frankreich ist republikanisch; ich sage aber: Frankreich ist nicht mehr monarchisch werden. Daran knüpft sich eine dem Grafen Bismarck in den Mund gelegte gesinnt." Diese Auffassung mag begründet oder mit Illusionen behaftet sein, so Aeußerung, die er den abreisenden süddeutschen Diplomaten mit auf den Weg ge- erklärt sie doch, weßhalb Gambetta in feinen Organen fortwährend gegen den geben haben soll. „Auf Wiedersehen in Berlin", rief er den Scheidenden zu; Imperialismus donnern und das Berliner Cabinet als mit Napoleon auf Wilhelms- „zum Reichstage kann ich leider nicht dort fein, aber bald nachher, und dann höhe confpirirend, verdächtigen läßt. Die Regierung der Nationalvertheidigung werden wir die Unterhandlungen weiter führen!!" Nebenbei verdient erwähnt zu fetzt den Krieg zur Vertheidigung der Republik fort: diese soll bei dem fortgesetzten werden, daß für den Einmarsch in Paris die Bestimmungen bereits dahin getroffen Volkskriege Wurzel fassen und „die Herden des Dorfes" sollen erst an die Re- sind, daß nur der Kronprinz mit seiner Armee die Stadt, besetzt, ^das Haupt- publik gewöhnt werden, ehe man ihnen die Stimmzettel in die Hand gibt. Der quartier des Königs aber in Versailles verbleibt. D' '' ' ? **' M *■c* *• ' **" nur immer die: mit wem soll bei dem vollständigen Mangel einer rechtmäßigen Truppen bestehen ihm zufolge größtentheils aus den ehemaligen Soldaten von 25 bis 35 Jahren, die gemäß Decret vom 11. August wieder einberufen worden sind. Bremen, 22. Nov. Nachstehende auf zuverlässigen Angaben beruhende Mittheilung dürfte im Interesse vieler Betheiligten der weiteren Verbreitung durch die deutsche Presse zu empfehlen sein: „Miederholentlich sind seit Ausbruch des deutsch-französischen Krieges Gerüchte auögesprengt worden, wonach mehrere der Dampfer des Norddeutschen Lloyd von französischen Kreuzern molestirt, einige sogar gekapert sein sollten. Da derartige Angaben, welche nebenbei gesagt regelmäßig von englischen, mit Bremen concurrirenden Hafenplätzen in leicht zu errathender Absicht ausgingen, stets durch deutsche und fremde Tagesblätter verbreitet worden sind und das beteiligte Publicum dadurch immer wieder aufs Neue beunruhigt wurde, so ist es vielleicht nicht überflüssig, ausdrücklich zu erwähnen, daß von den Dampfern des Norddeutschen Lloyd bis jetzt kein einziger durch feindliche Schiffe weder gekapert noch angehalten, noch auf irgend eine Weise molestirt, oder auch nur seit Aufhebung der Blokade an seiner Abreise gehindert worden sei. Vielmehr haben alle seit dem 1. October, dem Datum der Wiederaufnahme der Fahrten, expedirten Dampfschiffe, so weit sie bis heute fällig sind, ihre Bestimmungsorte glücklich und ungehindert erreicht. Aus Great Jarmuth wird gemeldet, daß die französische Corvette „Renard", welche am vergangenen Donnerstag von dort ausgelaufen war, wiederum außerhalb der dortigen Sandbänke gesehen worden ist. Man vermuthet, daß dieses Erscheinen einer preußischen Bark gilt, welche beim Auslaufen de- „Renard" zum Hohne die Nationalflagge aufhißte. Im Uebrigen wird gemeldet, daß sich zwei ober drei französische Panzerschiffe längs der Ostküste Englands umhertreiben. und brachte denselben nicht unbeträchtlichen Verlust bei. Diesseitiger Verlust gering. v. Podbielskp. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieren, a. Evangelische Gemeinde. Kopulirte. Den 20. November. Kaspar Balser, Kutscher aus Reiskirchen, des dasigen Ortsbürgers und Ackermanns, Johannes Balser II., ehelicher Sohnund Marie Schmidt, des verstorbenen Bürgers und Taglöhners zu Lich, Johannes Schmidt, eheliche Tochter. Den 24. November. Heinrich Christian Georg Karl Brück, Bürger und Goldarbeiter dahier, des verstorbenen Bürgers und Schneiderme sters, Karl Wernhard Brück, ehelicher Sohn; und Agnes Kappes, des hiesigen Bürgers und Wirths auf der Liebigshöhe, Kaspar Kappes, eheliche Tochter. Getaufte. Den 20. November. Dem Bürger und Lithographen dahier, Karl Brühl, ein Sohn, Johann Adalbert Carlo, geboren den 16. October. Denselben. Dem Bürger in Hungen und Heizer an der Oberhessischen Bahn dahier, Wilhelm Bender, ein Sohn, Wilhelm Kaspar Georg, geboren den 20. Septbr. Denselben. Eine uneheliche Tochter von hier, Wilhelmine Henriette Elisabeth, geboren den 9. October. Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Johannes Bernhardt, eine Tochter, Karoline Luise, geboren den 26. September. Denselben. Dem Bürger und Metzgermeister, Emil Geismar, eine Tochter, Bertha Karoline, geboren den 7. October. Den 22. November. Dem Bürger und Cigarrenfabrikanten, August Weidig, ein Sohn, Georg Heinrich Hermann, geboren den 14. October. Telegraphische Depeschen. A Bordeaux, 20. Nov. Die hier erscheinende Militärzeitung bringt Folgendes: Beim Ausbruche dieses Krieges bestand die französische Armee aus 8 Garde-Infanterie-Regimentern, 1 Bataillon Chasseurs de la garde, 100 Linien- Jnfantecie-Regimentern, 3 Zuaven-Regimcntern, 20 Bataillone Chasseurs, 3 Bataillone leichter Jnfanierie, 3 Regimenter Turcos, 1 Fremdenlegion. Davon haben am 29. October die Waffen gestreckt: 8 Garde-Infanterie-Regimenter, das Bataillon Garve-Chaffeurs, 94 Infanterie-Regimenter, 3 Zuaven- und 3 TurcoS- Regtmenter und 20 Bataillone Chasseurs. Es bleiben sonach in Frankreich zur ferneren Vertheidigung des Landes: 4 aus Algier herüber geholte Infanterie- Regimenter, 3 Bataillone leichter Infanterie und die Fremdenlegion. Die 4 zuerstgenannten Infanterie-Regimenter wurden der Loire-Armee zugetheilt. Die aus Rom gehören dermalen zur Pariser VertheidigungS-Armee. Die erst neugebildeten Regimenter bestehen aus jungen conscribirten und älteren, bereits ausgedienten Soldaten. A Brüssel, 24 Nov. Aus Pariser Ballonbriefen vom 20. d. ist die Ursache zu ersehen, welche die Hoffnungen des Volkes von Neuem belebte. Picard's Organ, der „Electeur libre" meldet nämlich unter Reserve, daß am Mittwoch 17. d. die europäischen Mächte eine Collectivnote in Versailles überreicht hätten. A Brüssel, 25. Nov. Ein Telegramm der „Inddpendance" aus Luxem- bürg meldet, daß Thionville capitulirt hat. — Louvain und Ulric de Fonvielle sind mittelst Luftballon aus Paris in Belgien eingetroffen. Nach den neuesten Berichten soll die Stimmung dort noch sehr sanguinisch sein. A London, 25. Nov. Ein Telegramm der „Times" aus Konstantinopel meldet, daß der Sultan den russischen und den englischen Botschafter am Sonntage empfangen habe. A Pest, 24. Nov. In der Delegation wurde bezüglich der Stellung, welche Oesterreich in der Frage des schwarzen Meeres einnehmen werde, eine Monstre-Interpellation an den Reichskanzler Grafen Beust gerichtet. A Havre, 24. Nov. Ein Börsenanschlag meldet, daß die gesammte Flot- ten-Division des Admiral Peuhoet in Cherbourg nach gefahrvoller stürmischer Fahrt in der Nordsee mit 7 Schiffsprisen nach Cherbourg zurückgekehrt sei. Nur die „Guyenne" mußte wegen Havarie in Dünkirchen zurückbleiben. Nach Aufnahme von Kohlen und Lebensmitteln wird die gesammte Flotten-Division zur Ablösung der Flotten-Division Gueydon's in die Nordsee zurückfahren, wo eventuell eine Ueberwinterung stattfindet. Luxemburg, 24. Nov. Gestern und heute Nacht wurde das Bombardement Thionville's fortgesetzt. Ein Theil der Stadt brennt. Pest, 25. Nov. Eine im Unterhause eingebrachte Vorlage der Regierung beziffert den bei Ausbruch des deutsch-französischen Krieges behufs Complettirung des Heeres gemachten Aufwand auf 19 Millionen. — Graf Beust verzichtet auf die Bewilligung eines Dispositionsfonds zu Preßzwecken. Hamburg, 25. Nov. Der „Hamburgische Korrespondent" meldet aus Deal vom 24. d.: Das Hamburger Schiff „Lord Brougham" ist durch einen französischen Kreuzer genommen und hier zu Anker gebracht. Brüssel, 25. Nov. Ein Pariser Luftballon ist in Löwen mit Fonvielle angekommen. A Brüssel, 25. Nov. Abends. Fonvielle, der per Ballon emgetroffen ist, brachte den Temps vom Donnerstag mit, aus dessen Situationsartikel hervorgeht, daß außer Fleisch und Oel, die Gesammtlebensmittel reichlich bis zum Januar vorhanden sind. , A Wien, 25. Nov. Die Beantwortung der Interpellation wegen der Pontusfrage ist wegen Nichteintreffens der Petersburger Depeschen vertagt worden. Stimmung entschieden türkenfreundlich und friedfertig. In den Sectionen ist ein ernster Meinungskampf wegen Budget und Haltung der Reichskanzlei zu erwarten. — Die ungarischen Delegationen werden erst demnächst eröffnen. Officielle militärische Nachrichten. Hayange, 25. Nov. Heute Morgen um 11 Utjr ist Fhion- ville von unseren Truppen beseht worvcn. 200 Geschütze genommen und 4000 Gefangene gemacht. Diesseitiger Verlust während des Bombardements gering. , 10• am e Versailles, 25. Nov. Am 24. vertrieb Dberst v. Lüdentz halbwegs zwischen Roye und Amiens die Mobilgarden, welche mit Zurücklassung ihres Gepäcks gegen Bray entflohen. Eine spätere be- cognoscirung desselben mit 2 Compagnieen, 4 Escadrons und 2 Geschützen stieß bei Mezieres auf 6 feindliche Bataillone mit Artillerie Beerdigte. Den 4. November. Katharine Henriette Heller, des Bürgers zu Beuern und Schlosser an der Köln-Gießener Bahn dahier, Johann Georg Heller, eheliche Tochter, alt 10 M- 11 T., gestorben den 2. November. Den 18. November. Marie Stierberger, des verstorbenen Corporals zu Pirmasens, Simon Stierberger, eheliche Tochter, alt 83 I., gestorben den 16. Noobr. Denselben. Heinrich Friedrich Wilhelm Christian Kraft, Bürger und Kreis- amtsgehülfe dahier, alt 57 I. 9 M- 21 T-, gestorben den 16. November. Denselben. Anna Christine Auguste Marie Bertram, des Bürgers zu Biedenkopf und Schlossers dahier, Wilhelm Bertram, eheliche Tochter, alt 1 I. 6 M- 7 T-, gestorben den 16. November. Den 19. November. Heinrich Kahn, des Bürgers zu Launsbach und Bremsers an der Köln-Gießener Bahn dahier, Georg Kahn, ehelicher Sohn, alt 1 I. 1 M- 19 T-, gestorben den 17. November. Den 20. November. Friedrich Schober, pensionirter Major im Großherzoglichen IV. Jnfanterie-Regimente, alt 62 I. 6 M- 26 T-, gestorben den 18. November. Den 21. November. Friedrich Ludwig Wilhelm Heinrich Krauskopf, Großherzoglicher Hofgerichts-Advokat dahier, alt 39 I. 1 M- 27 T-, gestorben den 19. November. Den 23. November- Wilhelm Jakob Reetz aus Rumbske, Kreis Stolpe, Regierungsbezirk Cöslin, Gefreiter im 1. Hanrrövrischen Jnfanterie-Regimente Nr. 74, alt 23 I. 4 T., gestorben den 21. November. Den 24. November. Eine uneheliche todtgeborne Tochter von auswärts, geboren den 20. November. Den 25. November. Johann Heinrich Thiel aus Niederingelbach, Kreis Altenkirchen, Regierungsbezirk Coblenz, Füsilier im 3. Rheinischen Jnfanterie-Regimente Nr. 29, alt 21 I. 1 M- 7 T., gestorben den 23. November. Denselben. Emil Christian Ludwig Martin Mootz, des Bürgers und Bahnhofsarbeiters, Karl Mootz, ehelicher Sohn, alt 3 I. 4 M- 12 T-, gestorben den 23. November. b. Katholische Gemeinde. Getaufte Den 6. November. Ein unehelicher Sohn, Karl Emil Konrad Engelbert, geboren den 30. August. Den 13. November. Dem Privatdocenten vr. Max Joseph Höfner, ein Sohn, Max Philipp Adam, geboren den 10. October. Den 20. November. Dem Bremser bei der Köln-Gießener Bahn, Johann Büllesbach, eine Tochter, Maria Johanna, geboren den 20. October. Beerdigte. Den 7- November. Anna Antonie Drux, Tochter des Bremsers Karl Drux dahier, alt 9 M-, gestorben den 6. November. Den 8. November. Karl Theodor Halfmann, Soldat in dem königl. preuß. Westphälischen Artillerie-Negimente Nr. 7, aus Rhymern, Regierungsbezirk Arnsberg, alt 22 I. 8 M- 16 T-, gestorben den 6. November. Den 15. November zu Laubach. Friedrich Möller, Gefreiter in dem königl. preuß. Hannövrischen Füsilier-Regimente Nr. 73, aus Münster in Westphalen, alt 29 I. 2 M- 11 T-, gestorben den 13. November. Den 20. November zu Laubach. Wilhelm Scherf, Pionnier in der königl. preuß. I. Feld-Pionnier-Compagnie, aus Statzaun, Regierungsbezirk Minden, alt 27 I., gestorben den 19. November. Börsennachrichten. 24. November 1870. Actien. Gest. Creditact. 232 50/o östr. F. St. E. B. 3521/2 Lombard. Bahn 1673/4 Ludwigsh.-Bexbach 152*/2 Maxbahn 107i/2 Bayer. Ostbahn 123 Hess. Ludwigsb.-Act. 131 */2 Alsenzbahn-Actien — Oberhessen „ 66 Wechsel. Amsterdam k. S. 1003/ö Augsburg k. S. 100 Berlin k. S. 1047/g Bremen k. S. 963/4 Cöln k. S. 1047/g Hamburg k. S. 88 Leipzig k. S. — London k. S. 119 Lyon k. S. — Paris k. S. — Wien k. S. 95% ditto m. S. — ditto 1. S. — Disconto 4O/o G. Preuss. 41/2(> o Oblig. 905/a Frankf. Z^/o Obi. 78Vz Nass. 4‘/2° o Obi. 91 Kurhess. 4% „ 82 Gr. Hess. 5% Obi. — „ n 4% » 947/8 n n 3>/2% „ - Bayer. 5% » 951 2 „ 4'/z o/o 1jährige 91 */2 „ 4% V4 jährige 85*/2 Wiirtemb. 4*/2 °/o Obi. 91 Baden 41/2°/0 Oblio. E. L. 91 Gestern Silberrente 53 „ Papierrente 45 „ 5% M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881 r 955/s n n I882r 933/4 n » 1885r 93‘/4 „ „ 1887r 93 Spanier, neuest. 3% 30 Va Prioritäten. 3°/q öster. Stsb.-Prior. 55,/2 3°/0 öst. s. Lombard 451/4 3% Livorneser 30*/'4 50/g Toscaner — 5% Elisabeth.-Prior. 75 do. II. Emiss. 74 Geldsorten. Pr. Cassen-Soh. 1 447/8-451/ö Sächs. „ — Div. Gassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 15—46 „ doppelte 9 45—46 Holl. fl. lOSt. 9 55 Ducaten . . 5 36—38 20 Frankenst. 9 321 2—33 Vz Engi. Sover. 11 57—59 Kuss. Impor. 9 48—50 Dollar in Gold 2 26*/2—271/2 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 64 Nassau 25 fl. — 4% bayr. Präm.-Anl. 1061 2 Ansbacher 7 fl. 12*/g 40/0 badische Loose 105 Badische fl. 35 Loose 59l/2 Oestr. fl. 250 v. 1839 — 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 733/4 1864r „ 1091/2 Braunschweiger 16*/2 Stadt Madrid 213/4 Adieu. Frankf. Bank 131 Frankf. Vereins-Kasse 100 Darmst. Bankact. 312 Wien Bankactien 688 Galizien 223 Vz Allgemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachungen. 4951) Die erste Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Oppenheim in Rheinhessen, mit welcher außer freier Wohnung ein Jahresgehalt von 535 fL, sowie für Besorgung der Stelle eines Bibliothekars 100 fl. und weitere Nebenverdienste ver- bunden sind, und welche statutenmäßig mit einem evangelischen Philologen oder Theologen zu besehen ist, steht dermalen offen und soll baldthunlichst wieder besetzt werden. Concurrenzfähige Bewerber werden andurch eingeladen, ihre deßsallsigen Gesuche, unter Anschluß der betreffenden Zeugnisse, bei Großherzoglicher Oberstudien- Direction zu Darmstadt, oder bei der unterzeichneten Stelle binnen 14 -tagen einzureichem ~ A . Oppenheim, den 20. Novbr. 1870. Großherzogliches Kreisamt Oppenheim. Schmidt. ____ (5 dictall adunq. 5002) Da die gesetzlichen Erben des am 1. September d. I. verstorbenen Professors Johann Friedrich Lange von hier dessen Erbschaft unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten haben, so werden etwaige Gläubiger dieses Nachlasses aufgefordert, im Termin den 31. k. Mts., Vormittags 10 Uhr, Contumaz.-Zeit, ihre Forderungen so gewiß anzumelden, als sie sonst bei Aufftellnng des Inventars unberücksichtigt bleiben. Marburg, am 18. November 1870. Königliches Amtsgericht, Abth. I. Kehr. Zur Beglaubigung: ____________________________________Textor. 91 u f f o r b e r u n g. 4699) Nachdem der Nachlaß des am 19. v. Mts. dahier verstorbenen Lieutenants im Großherzoglichen H. Infanterie- Regiment, Heinrich Hartmann, unter der Rechtswohlthat des Inventars anqe- treten worden, sind Forderungen und Ansprüche an diesen Nachlaß so gewiß binnen 4 Wochen dahier anzumelden, als sonst dieselben bei Regulirung der Verlassenschaft nicht berücksichtigt werden. Gießen, den 2. November 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Becker, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 5001) Montag den 28. November, Nachmittags 2 Uhr, wird durch den Unterzeichneten im „Cafe Noloff" am Lmdenplatz dahier eine beveu- tende Ouantität Champagner in kleineren Partieen freiwillig versteigert. Proben werden wahrend der Versteigerung verabreicht. Gießen, den 25. November 1870 M. Pilger. KsiigsboLKKes., § Frische Schellfische bei Bäcker Vogt, Wallthorstraße. | Ärautfaffer empfiehlt H. Schmoll, Lindenplatz. ß Seefische: Frische Egmontcr Schellfische treffen, so lange keine stürmische Witterung, wieder wöchentlich dreimal ein. Für Cabliauen, Zungen und Turbots erbitten wir uns Aufträge mehrere Tage vor Gebrauch. — Heute frische Schellfische I. A. Busch Söhne. 4964) Patent - Schrauben - Schlittschuhe in den neuesten, verbesserten Arten empfiehlt I. G. D. Bapst. 4770) Der auf den 29. und 30 November d. I. der Stadt Gießen bewilligte Vieh- u. Krä- mermarkt wird an diesen Tagen abgehatten. Gießen, den 7. November 1870 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. W erfieigerun gen !! Für Wirthe!! Kohlensäure- und Luftdruck- Apparate zum Verzapfen von Bier rc. liefere zu Fabrikpreisen. Ein Luftdruck-Apparat neuester Construclion ist bei mir zur Ansicht aufgestellt (4823) Karl Fuhr, Kirchenplatz. 4960) Zwei Papageien (australische Nymphen) nebst schönem Käsig sind zu verkaufen. Wo? sagt Ausg. d. Vltts. 4831) Am Seltersberg ist eine Wohnung von 5 bis 6 Zimmern mit llen Bequemlichkeiten zu vermiethen. Näheres bei Herrn Polizeidiener Blitz am Neuenweg. 5009) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Wallthorstraße Lit. A Nr. 140. 4921) Bei Wirth Kahl an der Klein- Lindener Chaussee ist ein Familicnlogis zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Vermischte Anzeigen Filmilien-Penhonat zu Darmstadt. 5008) In einer aus nur wenigen Mitgliedern bestehenden häuslichen Forlbil- dungs-Anstalt finden noch 1 bis 2 junge Mädchen freundliche Aufnahme. Zweck der Anstalt ist eine Vereinigung der wissenschaftlichen und.wirthschaftlichen Ausbildung, die den Forderungen der Zeit an die gründlich gebildete und praktisch tüchtige Hausfrau entspricht. Näheres auf gefällige Anfragen unter der Chiffre A. B. Z. durch die Exped. d. Bltls. Prospekte gratis. 5007) Heute Abend: Generalversamm lung. Der Vorstand. 4982) Gesucht wird für einen Offizier ein Logis von zwei Zimmern (unmöblirt.) Gefällige Offerten mit Preisangabe bittet man bei der Exped. d. Bltts. abzugeben.________________________ 4929) Ein anständiges Frauenzimmer, welches mit allen häuslichen Arbeiten vertraut ist, sucht für hier oder auswärts eine Stelle. Franko - Offerten bittet mau bei der Exped. d. Bltts. abgeben zu wollen. 4988) Wegen fortdauernder Kränklichkeit habe ich die Erhebung meiner Ausstände an Herrn Julius Roth dahier (wohnhaft Lir. A- Nr. 138, vis-ä-vis der Brandgasse) übertragen und bitte daher von heute an Zahlungen an denselben leisten zu wollen. Gießen, den 24. November 1870. Fr. v. St. George, __________________________Avotbeker. 5013) Von einem armen Soldaten wurde ein leinenes Beutelchen mit Geld verloren. Der redliche Finder wird gebeten, solches gegen eine Belohnung an die Exped. dieses Blattes abzugeben.________________________ 5019) Ein Negenfchirm mit rundem Griff wurde vorigen Sonntag Abend entweder im Club (Garderobe zum Lesezimmer) oder bei Lotz stehen gelassen. Wer ihn in Verwahrung genommen, wird freundlichst gebeten, solchen auf Gr. Polizeibüreau abz ugeben._______________________________ 5004) Zwei Schneidergesellen finden dauernde Beschäftigung bei Schneidermeister Metzger, ____________________________in Lich._________________ Preismedaille von S....... ch. (-vefsentliche Anerkennung.) | Fasten bretzei. Was kraucht dort in der Eck' herum, Ich glaub', das ist der Bretzeljung'; Der Bretzeljung' von Emil Roll Die besten Bretzeln haben soll. Herbei! Herbei! an unfern Tisch, Denn Deine Bretzeln sind stets frisch; Die kommen aus dem Ofen warm, Und sind auch nicht so klein und arm. D'rum lobet sie auch Jedermann, Wer nur noch Bretzeln kauen kann; Und wenn sie tüchtig knuppern soll, Kauft man sie nur bei Emil Noll. Ein Faftenbrctzel-Freund. | Tanz - Unterricht Mein bereits angekündigter Tanz-Cursus beginnt: Für die Damen: Montag den 12. December d. I. 1. Abtheilrmg von 6—8 Uhr Abends, 2. „ „ 8-10 „ Für die Herren: Dienstag den 13. December von 8—10 Uhr im Saale des Gasthofs zum Einhorn. Zugleich erlaube ich mir anzuzeigen, daß ich auch einen Cursus für Kinder, Mädchen und Knaben, eröffne. Anmeldungen beliebe man in meiner Wohnung bei Herrn Georg Herbert vor dem Neustädter Thor baldigst zu machen. 3u zahlreicher Betheiligung ladet ergebenft ein Emilie Pietsch, ______________________________________Ta' z - und Anstandslehrerin._______ Lotterie Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 4946) Montag den 28. November d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Diftric- ten Philosophenwald, Venusberg und Neumark, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 8Vz Stecken Nadel-Schcidholz, 36 „ „ Prügelholz, 67% „ „ Stockholz, 2478 Wellen „ Reisholz, 1 Stecken Eichen-Scheidholz, 5% „ « Prügelholz, 4*/z „ „ Stockvolz, 720 Wellen „ Neisholz, 463 Nadel-Stämme mit 13700 Cubikf., 28 Eichen- „ „ 1036 „ 93 Nadel-Stangen „ 491 „ Die Zusammenkunft ist auf dem Trieb. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. April 1871 gestattet. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen za lassen. Gießen, den 21. November 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 4610) Frische Sendungen in Saidincs in PicleS, Sardine« a l’liuile, Anchovis, Mixed - Piclcs, Eaviar, Champignons, Trüffeln, Gothaer Cervelatwurst, Neuen Holland. Vollhäringen, Genueser Sardellen, Bückingen zum Rohessen, KönigS-Neisstärke empfehlen I. A. Busch Söhne. 5006) Ein junger Neufundländer Hund (ächte Race), 3/4 Jahr alt, schön gezeichnet, steht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. £ ru verkaufen bei 5 <^41 Vt-1 Ehr. Lony, Bierbrauerei. Stickereien. 4959) Wegen Aufgabe dieses Artikels zu sehr billigen Preisen verkauft Karl Wenzel. 5015) Auf bevorstehende Weihnachten empfehle einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum mein ganz neu assoltirtes Lager in allen Sorten Puppen-Köpfen und -Gestellen rc. zu den billigsten Preisen. Georg Nöber, am K>euz. VermrethRngen. 5010) Ein Logis von 4 Zimmern, Küche und 2 Kabinetten ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei _________ Ehr. Reiber, am Kreuz. 4860) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet, vor dem Wallthor Lit. A. Nr. 164, ebener Erde, mit getrenntem Eingang, ist alsbald zu vermiethen.______________________ 4979) Ein möblir tes Zimmer ist zu vermiethen bei Schreiner Werner, Neustadt. 5003) Vor dem Wallthor in Nr. 161 ist im dritten Stock ein schönes Zimmer, auf Wunsch auch mit Cabinet, zu vermiethen. 5005) Eine neu eingerichtete Familienwohnung ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Mühlgasse Nr. 72. 4975) Eine schöne geräumige, an frequenter Straße liegende neu erbaute Wohnung , bestehend aus 6 Zimmern, Küche, Magdkammer, Keller und Speicher, ist bis zum 1. Januar k. I. zu beziehen. Wo? (sagt die Exped. d. Bltts. der Casseler 3nöuftrie - Ausstellung, Ziehung am 1. December 1870. Yoofe ä 1 Thalcr sind noch bis nächsten Dienstag bei Unterzeichnetem zu haben, woselbst Listen der, für die Verloosuug angekaufteu, fast durchaus prämiirten Gegenstände zu haben sind. 5000 Thater des Ertrages sind für die hinterlassenen Wittwen unserer gefallenen Krieger bestimmt. (5017)_____________Karl Fuhr. Wilseschießcn. 5020) Bei günstiger Witterung wird nächsten Montag !Rad)’ mittag fertig geschossen._____________________________________________________ Geschäfts-Verlegung. 5016) Einem verehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich meine Werkstätte in das Hellmold'sche Haus in der Löwengasse verlegt habe. Georg Völckner, Kupferschmied. NB. Meine Wohn u ng befindet sich Marktstrafie D. 211. Lotterie der allgemeinen Industrie- Ausstellung. Cassel 1870. 5014) Loose ä 1 Thaler versendet nur ^Noch kurze Zeit ________der Vorstand. Butzbacher Katharinenmarkt-Ball. 4993) Montag den 28. d. Mts. findet, wie seither: Ball in meinem Saale statt, wozu höflichst einladet: | A. Joutz (Hessischer Hof.) Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. mit ? N R> abgehfic S anzeign 1 Reichst, Buntes ziemlich dir tut tlhitlt, bevorste land a Ivilffung möglichst Regier»» schast de funden [ itn ikriei Hittgebut MonOtre kuppm utib Waj, N turc totitn ty Bunbtsve Vorzug Ä fein. , Bit, s*«.