Preis vierteljährig 1 fL 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzleiberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. Samstag den 26. November 1870. i i um — »in im wmimwi ■■■«—— Brodpreife vom 26. November bis 3. December 1870, e nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 20 y2 fr. 2 Pfund gemischtes Brod 10V4 fr. 4 Pfund Roggenbrod 17i/2 fr. 2 Pfund Roggenbrod 83/4 fr. Amtlicher T h e i l. Gefundene G e g e n st a n d e : Ein Portemonnaie mit einer franz. Münze und drei metallenen Figuren, Heilige darstellend, eine Brille mit Futteral und ein hornener Schuhanzieher. Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später za Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Gießen, den 25. November 1870. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Politischer T h e i i. 25. November- „Der Vertrag des norddeutschen Bundes mit Baden und Hessen über die Gründung eines deutschen Bundes ist am 15. November in Versailles unterzeich. net worden und zwar für den Bund von dem Grafen Bismarck, dem Freiherrn v. Friesen und Minister Delbrück, für Hessen von den Herren v. Dalwigk und Hofmann und für Baden von den Ministern v. Freydorf und Jolly. Der Vertrag besteht aus einem Protokoll und aus der deutschen Verfassung, über welche sich die contrahirenden Thcile verständigt haben. Diese Verfassung soll, vorbehaltlich einiger Maßgaben, mit dem 1. Januar 1871 in Wirksamkeit treten, die Ratification demgemäß nach eingcholter verfassungsmäßiger Zustimmung des Reichs' tags, sowie der Landesvertretungen Badens und Hessens bereits im December erfolgen. In Anbetracht der großen Schwierigkeiten, welche theils die vorgerückte Zeit, theils die Fortdauer des Krieges, theils endlich die in einigen betheiligten Staaten bereits erfolgte Regulirung des Landesbudgets der Aufstellung eines Etats für die Militärverwaltung des deutschen Bundes für das Jahr 1871 entgegen- stcllen, ist man übereingekommen, daß die Gemeinschaft der Ausgaben für das Landheer erst mit dem 1. Januar 1872 beginnen soll. Bis zu diesem Tage wird daher der Ertrag der, im Artikel 35 der neuen Verfassung bezeichneten gemeinschaftlichen Abgaben nicht zur Bundesfasse fließen, sondern den Staatskassen Badens und Hessens, letzterer rücksichtlich des auf Südheffen fallenden Antheils verbleiben und es wird der Beitrag dieser Staaten zu den Bundes-Ausgaben durch Matrikular-Beiträge aufgebracht werden, wegen deren Feststellung dem im nächsten Jahre zu berufenden Reichstage eine Vorlage gemacht werden wird. Auch in Betreff der Oberleitung der Post- und Telegraphenverwaltung Badens auf den Bund ist eine Frist bis zum 1. Januar 1872 vereinbart. In Betreff dieser Verwaltung ist übrigens Baden, was die daraus zu erzielenden Einnahmen angeht, von einem Ausfälle durch Zusicherung eines Minimalsatzes geschützt worden. Es sollen Bundesconsulate überall da errichtet werden, wo dies das Interesse auch nur eines Bundesstaates erheischt. Die Kriegsbundesanleihe geht Baden und Hessen nichts an und das Gesetz wegen der Gotthardbahn soll nur nach Abänderung seines Inhalts zum Bundesgesetz erhoben werden können. Es sind endlich Baden einige Erleichterungen wegen der UebergangSabgaben von Branntwein und Bier gemacht worden. Die Besteuerung des inländischen Branntweines und Biers bleibt in Baden der LandcSgesetzgebung Vorbehalten. Was Hessen angeht, so soll, so lange die jetzige Besteuerung dcS BierS dort fortbesteht, nur der dem Betrage der norddeutschen Braumalzsteuer entsprechende Theil der hessischen Biersteuer in die Bundeskasse fließen. Die zwischen dem norddeutschen Bunde und Hessen abgeschlossenen Post- und Telegraphenverträge werden durch diese Befassung nicht aufgehoben; erst vom 1. Januar 1876 ab soll die Zahlung des Kanons und der Chausseegeldentschädigung wegfallen und von diesem Zeitpunkt' ab soll auch ein anderer Modus in Betreff der postalischen Benutzung der Eisenbahnen rc. eintreten. Doch bleibt dies späterer Verständigung Vorbehalten. Die Zahl der Mitglieder des Handelsgerichts soll schon im Jahre 1871 vermehrt werden. Alle diese und noch einige andere Erläuterungen sind in dem Protokoll nitdergelegt. Als die wesentlichsten Abänderungen der norddeutschen Bundesverfassung werden uns folgende bezeichnet: In Art. 4., der diejenigen Angelegenheiten aufführt, welche der Beaufsichtigung des Bundes und dessen Gesetzgebung unterliegen, ist als neue Nummer 16 hinzugefügt: „Die Bestimmungen über tue Presse und das Vereinswesen." — Während die Nordd. B.-V. bestimmt, daß nur in Ge- setzesvorschlägen über das Militärwesen und die Kriegsmarine die Stimme des Präsidiums bei Meinungsverschiedenheiten den Ausschlag gibt, wenn sie sich für die Aufrechthaltung der bestehenden Einrichtungen ausspricht, soll nach der neuen Verfassung diese Bestimmung auch auf die Art. 35 der Verf. bezeichneten Abgaben (Salz, Tabak, Branntwein, Bier, Syrup, Zucker) ausgedehnt werden. — Iw BundeSrathe erhält Hessen 3 und Baden 3 Stimmen (jetzt hat Hessen nur eine Stimme). Die Zahl der Stimmen erhöht sich also auf 48. Die Art. 6 und 7 der neuen Verfassung haben mannigfache Abänderungen theils redaktioneller, theils fachlicher Natur erfahren. Es sind die Materien zusammengcsaßt und aus- gezählt, über welche der Bunvesrath zu beschließen hat und als neu ist hinzugefügt, daß bei der Beschlußfassung über eine Angelegenheit, welche nicht dem ganzen Bunde gemeinschaftlich ist, die Stimmen nur derjenigen Staaten gezählt werden, denen die Angelegenheit gemeinschaftlich ist. Analog dieser Bestimmung ist später auch für den Reichstag festgesetzt, daß bei der Beschlußfassung über eine Angelegenheit, welche nach den Bestimmungen dieser neuen Verfassung nicht dem ganzen Bunde gemeinschaftlich ist, nur die Stimmen derjenigen Mitglieder gezählt werden, die in Bundesstaaten gewählt sind, welchen die Angelegenheit gemeinschaftlich ist. — In ;edem der sieben ständigen Ausschüsse sind außer dem Präsidium mindestens vier Staaten vertreten (jetzi nur zwei). Die neue Verfassung bestimmt, daß zur Erklärung des Krieges im Namen des Bundes die Zustimmung des Bundesraths erforderlich fein soll, es sei denn, daß ein Angriff auf das Bundesgebiet oder dessen Küsten erfolgt. — Die neue Verfassung hält den Ar- tikel über die Bundesexecution viel allgemeiner und schweigt über deren Voll- strecklllig. — Vorläufig und bis eine Vermehrung der Zahl der Abgeordneten in Folge der steigenden Bevölkerung durch das Gesetz bestimmt fein wird (§. 5 al. 3 des Wahlgesetzes für den Reichstag vom 31. Mai 1869) wählt Hessen südlich des Mains 6 und Baden 14 Abgeordnete, der Reichstag zählt dann also 317 Mitglieder. —- Im Abschnitt VI. (Zoll- und Handelswesen) sind Abänderungen gelroffen, über welche uns weitere Mittheilungen in Aussicht gestellt sind. — In Abschnitt VIII. (Post- und Telegraphenwesen) ist Art. 51 der norddeutschen Bundesverfassung, der sich aus das Post- und Telegraphenwesen in den Hansestädten bezieht, weggefallen. — Die Flagge der Kriegs- und Handelsmarine bleibt fchwarz-weiß-roth. Die neue Verfassung ändert den Artikel 78 der norddeutschen Bundesverfassung dahin ab, daß Veränderungen der Verfassung im Wege der Gesetzgebung erfolgen, zu denselben aber im BundeSrath nicht mehr eine Mehrheit von 2/3 der vertretenen Stimmen, sondern eine solche von drei Viertheilen erforderlich sein soll. — Art. 79 lautet jetzt nur: „Der Eintritt eines dem Bunde nicht angehörigen deutschen Staates in den Bund erfolgt aus den Vorschlag des Bundespräsidiums im Wege der Bundesgesetzgebung." — Endlich sind in einem neuen Art. 80 alle diejenigen Gesetze des norddeutschen Bundes aufgestellt, welche theils am Tage des Beginns der Wirksamkeit dieser neuen Verfassung, theils am 1. Januar 1872 zu Bundesgesetzen erhoben werden. Zu letzterer Kategorie gehört das Gesetz über die Ausgabe von Banknoten, das Strafgesetzbuch, die Gesetze über das Post- und Posttoxwesen, über die Portofreiheiten, die Telegraphenfreimarken. Für Südhessen tritt das Gesetz wegen Schließung der Spielbanken sofort, das über den Unterstützungswohnsitz am 1. Juli 1871 in Kraft." Bezüglich der militärischen Sonderstellung Bayerns im deutschen Bunde gehen uns von kompetenter Seite Mittheilungen zu, denen zufolge im § 63 der Bundesverfassung vorzugsweise nur Satz 2 und 3 beanstandet worden sind, wozu dann noch der § 64 in seinem ganzen Inhalte hinzutritt. Es sind demnach die nach dem erwähnten Satz 2 geforderte gemeinsame Uniformirung des Bundes- Heeres, wie die fortlaufenden Nummern der Bundesarmee, und die durch Satz 3 beanspruchte Oberaufsicht des Bundesfeldherrn in Krieg und Frieden, worin Bayern sich eine Selbstständigkeit gewahrt hat, wohl sollen hingegen die ebenfalls durch Satz 3 bestimmte Einheit der Bundesarmee in der Organisation, Formation, den Commandos, Signalen rc. der Verfügung des Bundesfeldherrn durch ein Separatobkommen überwiesen werden. Ebenso wird dem BundeSfeldherrn das unbedingte Recht der Jnspicirung überwiesen. Der Wegfall oder mindestens durch die wohlfeile Modificirung des § 64 ist durch die Militärconventionen mit den einzelnen Staaten außer Sachsen auch Mecklenburg bereits zugestanden worden. In der Hauptsache laufen die von Bayern erhobenen Umstände demzufolge auf die Bewilligung einer noch etwas weiter als bei Sachfcn gefaßten Militärconvention hinaus, doch sollen sich in der Forderung der bayerischen Regierung außer dem Wegfall, resp. der Abänderung der genannten beiden Paragraphen auch noch einige auf die anderen Militärbestimmungen der Bundesverfassung bezügliche Ne- benpuncte mit enthalten finden. Uebernommen werden demnach von diesem Staate § 11 dieser Verfassung, welcher dem BundeSfeldherrn das Recht, Krieg zu erklären und Frieden zu schließen, zugesteht, §§ 62, 65, 66, 67, 68, 69 und 73, wie nicht minder auch die §§ 53 und 55, welche die Verhältnisse der Bundeskriegs, armee behandeln. Mit § 55 würde dabei auch die Bestimmung der bisher Norddeutschen, nunmehr zeDoch Deutschen ^riegsflagge in schwarz-weitz-roth übernommen worden sein. Ebenso werden fortan für Bayern auch die §§ 57—60 über die Wehrpflicht, den Ersatz und die Friedenspräsenz zu gelten haben. Nach einer glaubwürdigen Mittheilung steht indeß für diese letzten drei Paragraphen eine den gesummten deutschen Bund betreffende Aenderung zu gewärtigen. Andererseits soll in Betreff des Satz 2 des § 63 von Bayern die Uebernahme der fortlaufen- den Regimentönummern für die gesonderte bayerische Armee in Aussicht gestellt worden sein. Speciell würden nach den Etats des Norddeutschen Bundesheeres die gegenwärtig vorhandenen 4 bayerischen Artillerieregimenter voraussichtlich die Umwandlung in 2 Feld- und 2 Festungsartillerieregimenter genau nach dem norddeutschen Vorbilde erfahren. Die Gesammtstärke der künftigen norddeutschen Armee wirb mit 150 Infanterie- und 96 Kavallerieregimentern angegeben, wonach noch eine Errichtung von 3 neuen Infanterie- und 3 Cavallene-Regimentern erfolgen mutzte. Die Umformation der württembergischen und hessischen Infanterieregimenter nach norddeutschem Muster zu je 3 Bataillonen wird als unmittelbar nach erfolg- tem Friebensschlutz bevorstehend bezeichnet. Der Ersatz der Verluste des gegenwärtigen Feldzugs soll, wie verlautet, im Umfange des ganzen BunoeSheereS durch Einziehung von Mannschaften der ersten Ersatzreserve gedeckt werden, doch bleiben die Angaben hierüber noch zweifelhaft. Die Friedensstärke des künftigen deutschen Heeres würde sich nach den Etats für die oben angeführte Stärke auf etwa 380,000 Mann berechnen und danach ziemlich genau mit dem bisher von dem Nordbunve und den deutschen Süvstaaten zusammen unterhaltenen Truppenstande übereinstimmen. (Post.) Die N. Fr. P. schreibt: „Trotz der officiellen Erklärung aus München, datz Oesterreich nicht den geringsten Versuch gemacht habe, Bayern zum Widerstande gegen den Eintritt in den neuen deutschen Bund zu ermuntern, hält die „Süddeutsche Presse" ihre Nachricht aufrecht, datz österreichische Noten unlängst in München und Stuttgart eingetroffen seien, in denen bas Recht Oesterreichs auf Grund des Artikels IV. des Prager Friedens betont wird. Nun, wir würden nichts so Schreckliches darin finden, wenn Oesterreich in der That eine solche Note abgesendet hätte. Nicht an Oesterreich ist es, sich zu entschuldigen, wenn es auf ein ihm eingeräumtes Recht sich beruft (womit übrigens nicht gesagt sein soll, datz wir dem Reichskanzler eine Einsprache gegen das Versailler Einigungswerk empfehlen); Preutzen würde es vielmehr obliegen, sein Abgehen von dem Artikel IV. des Prager Friedens zu rechtfertigen, Oesterreichs Zustimmung, die wohl nicht ausbleiben würde, einzuholen. Thut es dies nicht, dann verfährt es nicht anders, als Rußland gegenüber dem Pariser Frieden." AuS Pesth wird geschrieben, datz sich im Schootze der ungarischen Delegation gegen den Kriegsminister Kuhn ein sehr heftiger und auf schlagende Argumente gestützter Angriff vorbereite, dem derselbe kaum wird Stand halten können. Auch das 15-Mllllonen-Vorschutzgeschäft Des Reichsfinanzministers welches bereits im ungarischen Abgeordnetenhause so großen Staub aufgewirbelt hat, dürfte in der Delegation auf's Neue vorgebracht werden. Wie versichert wird, hat Rußland ganz neuerdings über seine Absichten in der orientalischen Angelegenheit beruhigt. Es soll dies mündlich durch feine Vertreter geschehen sein. Aus diesem Grunde schon werden die Angaben aus Peters- bürg in belgischen Blättern, nach welchen Rußland eine Demonstration mit Panzerschiffen un Schwarzen Meere unternehmen wolle, stark bezweifelt. Rußland wird einen solchen Schritt aus freien Stücken, wie jene Petersburger Schreiben ihm die Absicht zuschreiben, schwerlich auSsühren. Es scheint richtig, daß Ovo Ruffel in Versailles eine Erklärung Preußens über seine Stellung zum Pariser Vertrage Hervorrufen soll. Was über die wahrscheinliche Antwort vorhergesehen wird, wurde Ihnen schon gemeldet. Das mit dem französischen Conflicte vollauf beschäftigte Preutzen hat in der Sache vorzugehen ersichtlich keine Veranlassung. Sollte sich die Nachricht der France bestätigen, daß England die Waffenausfuhr verboten hat, so würde dieser späte Entschluß vielleicht dem Einwurfe begegnen sollen, datz Englands Haltung während des Krieges die Declaration Rußlands erleichtert habe. Die Maßregel würde aber auch nachträglich die deutsche Ansicht recht- fertigen, daß England jenes Ausfuhrverbot zu erlassen durch die bestehenden Gesetze in der Lage war. Die Thatsache, daß es sich während so langer Zeit dagegen gesträubt hat, so wie seine ganze Haltung während des Krieges ist von Rußland verwerthct worden, und die späte Erkenntniß in London kann daran wenig ändern. — Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung sieht den Anschluß Bayerns als gesichert an. lieber die Bedingungen, unter welchen derselbe Statt findet, gehen die verschiedenartigsten Gerüchte. Nach einer Lesart soll Bayern im Reichs- tage nur an denjenigen Gegenständen Theil nehmen, die bis jetzt im Zollparlamente verhandelt werden und die durch einige andere, wie Münzeinheit und dgl., vermehrt wären. Daraus würde folgen, daß, während die Nichttheilnahme an den Berathungen im Reichstage und im Bundesrathe für Baden, Württemberg und Hessen die Ausnahme ist und nur bei der Getränkesteuer in Frage kommt, sie für Bayern gleichsam die Regel wäre. Dies wäre ein eigenthümliches Er- gebniß der langwierigen Verhandlungen, und man wird diese Version, obgleich sie in politischen Kreisen verbreitet ist, bis auf Weiteres bezweifeln dürfen. Die Erwartungen von Bayerns Bereitwilligkeit waren allerdings für den Augenblick nicht groß. Bei der vorhin skizzirlen Combination würde indessen das Resultat sich im Wesentlichen fast darauf beschränken, daß durch die Betheiligung Bayerns an den bezeichneten Gegenständen der Apparat des Zollparlaments, der im anderen Fall nur für Bayern erhalten werden müßte, in Wegfall käme. Näheres wird abzuwarten sein, zumal die Instanz des Reichstages noch aussteht. — Gelegentlich der Sendung Ovo Russel's im Hauptquartier hört man, es fei Herrn Ruffel ein bedeutender Posten Seitens der englischen Negierung zugedacht. Die France vom 21. Nov. meldet, daß ein Decret der Regierung die Milizen in den Sivil-Territorien von Algerien unter die Autorität des Civil-Gouver- neurS stellt. Wie gemeldet wird, hat der Präfect der Vendöe alle Schlosser und Mechaniker des Departements für die Arbeiten in den Militärwerkstätten re- quirirt. Für den vielgeschmähten Marschall Bazaine nimmt in den Spalten der Times der greife Feldmarschall Sir John Bourgoyne das Wort und erklärt die gegen denselben geschleuderten Vorwürfe als geradezu unbegreiflich. Sir John hält eS als alter Kamerad des Marschalls aus der Krim her für seine Schuldig- fett, seine Ansicht in dieser Beziehung dem Publicum mitzutheilen. Seine Gründe für diese Ansicht sind allgemeiner Natur und hinlänglich bekannt. Der Norddeutsche Lloyd hat durch den Krieg einen Schaden erlitten, welcher selbst mit dessen Abschluß sein Ende nicht finden wird. Nachdem nämlich der vom General-Postmeister für die SuSpendirung in der Beförderung der englischen Post bewilligte Termin von zwei Monaten verlaufen ist, ohne daß die genannte Linie im Stande gewesen wäre, die englische Post wieder zu besorgen, hat das amerikanische Ober-Postamt einen Contract auf zwei Jahre mit der Inman-Linie abgeschlossen. Falls also der Norddeutsche Lloyd den Abgang seiner Dampfer nicht auf einen Tag verlegt, für welchen keine andere Linie Contract hat, wird er in Zukunft nur die deutsche Post befördern. / Kriegsnachrichten. Der „Weser-Zeitung" schreibt man aus Versailles, 18. Nov.: „Vor Pans ist es seit einigen Tagen ganz ruhig geworden, alle Forts schweigen beharrlich und gönnen uns armen Menschenkindern für erliche Stunden Schlaf. Die Tage der provisorischen Regierung scheinen gezählt zu sein und das Eldorado unserer Wünsche, bald in Paris zu sein, sich binnen nicht zu langer Zeit erfüllen zu sollen. Ich kann Ihnen aus bester Quelle geschöpft mittheilen, daß man auf allen Seiten im großen Genesalstabe die Anschauung theilt: Paris wird, sei es durch die eiserne Nothwendigkeit des Hungers, sei es durch innere Conflicte, gelungen sein, spätestens in den ersten Tagen des December seine Thore uns öffnen zu muffen. Fast alle gestern hier eingetroffenen Pariser Journale bekritteln die vollständige Unfähigkeit der Regierung und dringen auf Einberufung einer Nationalversammlung." Versailles, 18. Nov. Wir werden eines Morgens, davon bin ich überzeugt, mit der Beschießung, von der Niemand etwas weiß, einfach überrascht werden. Graf Moltke hat nicht die Gewohnheit, dergleichen voraus durch Maueranschläge bekannt machen zu laffen. Nach Westen zu erwartet man seit einigen Tagen einen Zusammenstoß, doch scheinen die Franzosen auSzu- weichen. Wir können cs jedenfalls ruhiger abwarten als die Pariser, die seit 4—5 Tagen keinen Schuß mehr von sich geben, wohl um die Kanonen der Entsatzarmee nicht zu überhören. Mit Nahrungsmitteln siebt cs wieder besser hier aus, Zucker nament<^ ist herbeigekommen, und die Existenz ist ganz ertrag- lich. Die Stadt Versa.Am^wird übrigens angehalten, sich auf etliche Monate mit Waaren zu versehe becheil bei dem Aufgehen von Paris die Concurrenz an ihren bisherigen Bezugsquellen sonst hier Theurung Hervorrufen könnte. Möglicherweise wird sich die Stadt durch Vermittlung der hiesigen Präfectur an deutsche Waarengeschä^te wenden, und sie darf wohl in diesem Fall einer freundlichen und reellen Behandlung gewiß sein. Am besten wäre wohl Mannheim dafür gelegen. Die „Allg. Ztg." schreibt: „Daß man in französischen Osfizierskreisen den Punct des Ehrenwortes nicht sehr ernst nimmt, ward schon mehrmals hervor- gehoben. Alles übersteigt aber folgende Stelle des „Siecle" vom 14., die den Schluß des Berichtes eines Offizier- der Bazaine'schen Armee bildet, der selbst, wohl ebenfalls mit Bruch seines Ehrenwortes, entschlüpft war: „Ahmet jenen 1200 Offizieren nach, die aus Metz entflohen sind, wo die Bazaine'sche Cenvention sie auf Ehrenwort festhielt, und die jetzt nach Tours eilen, um sich einschreiben zu laffen und gegen den Feind zu marschiren, obwohl sie wiffen, datz sie erschossen werden, wenn sie verwundet oder gefangen in die Hände der Preußen fallen sollten." Also eine offenbare Verherrlichung der verrätherischen Wortbrüchigkeit. Man scheint die deutschen Heere geradezu zwingen zu wollen, die Regeln, welche die Menschlichkeit und ein gewisses ritterliches Gefühl bisher für die Kriegführung unier civilisirten Nationen eingeführt hat, ebenfalls außer Acht zu lassen und rücksichtslos die Macht des Siegers geltend zu machen. Angesichts solcher That- sachen ist jene fortgesetzte Milde, wie sie in unbegreiflicher Weise noch kürzlich bei der Capitulation von Verdun zu Tage trat, übel angebracht." Aus AutUN, dem Hauptquartiere Garibaldi's, liegt in „Daily News" ein Brief, d. d. 14. Nov., vor, welcher in militärischer Beziehung zwar nichts Neues meldet, aber gleich einem anderseitigen Berichte im nämlichen Blatte die Wühlerei der Geistlichkeit gegen die Garibaldianer constatirt. Sobald es bekannt wurde, datz Garibaldi sein Hauptquartier nach Autun verlegen werde, verbreitete die Geistlichkeit die Ansicht, datz selbst eine preußische Invasion einem solchen Unglück vorzuziehen fei. Die Rothhemden haben denn auch Kirchen und Klöster mit Beschlag belegt, und bei einer Haussuchung beim Bischof, die einige von ihnen auf eigene Faust unternommen hatten, kamen zwei goldene Uhren abhanden. Kassel, 21. Nov. Kaiser Napoleon hatte heute eine längere Unterredung mit Marschall Bazaine, und zwar in der Wohnung desselben. Der Marschall wurde zu dem Ende aus dem Hotel du Nord, wo er mit seiner Gemahlin zu Mittag speiste, nach der von ihm bezogenen Villa gerufen, woselbst Napoleon bereits anwesend war. Man vermuthet, datz Besprechungen Über die jüngsten Vorgänge in Paris stattgefunden haben. — In wenigen Tagen wird eine Broschüre des Marschalls Bazaine, welche sein Verhalten in Metz vom 14 August bis zum 27. October rechtfertigen soll, in Brüssel erscheinen. — In den letzten Tagen sind wieder mehrfache Besuche in Wilhelmshöhe beim Kaiser angelangt, unter andern Mercier de l'EstangeS, früher französischer Gesandter in Madrid. Darmstadt. Der „Franks. Ztg." wird von hier unterm 20. d. geschrieben : Nachdem der Ministerpräsident v. Dalwigk und Geh. Legationsrath Hofmann gestern aus Versailles zurückgekehrt, fand heute Vormittag ein Zusammentritt Der Civilministerien statt, bei welchem, gutem Vernehmen nach, die Constituirung eines deutschen Bundes und der bevorstehende Eintritt des ganzen Großherzog- thums in denselben verkündet wurde. Zur Berathung und Beschlußfassung über die in Versailles getroffenen Vereinbarungen werden die Stände des Landes noch im Laufe dieses oder spätestens zu Anfang des nächsten Monats zusammentreten. Berlin, 24. Nov., Mittags 1 Uhr. Der Reichstag ist soeben von dem Staatsminister Delbrück mit folgender Rede eröffnet worden: „Geehrte Herren vom Reichstage des norddeutschen Bundes! Se. Maj. Der König von Preußen hat mir Den Auftrag zu ertheilen geruht, Den Reichstag des nordDeutfchen BunDes im Namen Der verbündeten Regierungen zu eröffnen. Es würde Sr. Majestät zu hoher Befriedigung gereicht haben, heute in Ihrer Mitte zu fein, um an Dieser Stelle Gott für Die Erfolge zu Danken, mit welchen Die Waffen Der Deutschen Heere gesegnet worden sind, und um Ihnen auszusprechen, welchen Ankheil die nationale Haltung und die Einmüthigkeit Des Reichstages bei Bereitstellung Der zur Führung Des Krieges erforderlichen Mittel an Diesen Erfolgen gehabt haben. Durch Die in Der Kriegsgeschichte beispiellosen Siege, welche nach Gottes Willen Die helDenmüthige Tapferkeit und die einsichtige Führung Der Deutschen Heere er- Von der Handelskammer in Havre ist bet der Ne- ch Tours, 23. Nov. bet evangelischen Gemeinde j u Gießen. Gottesdienst am 1. Advent, den 27. November (Collccte für die Stadtkirche.) Advents-Gottesdienst in der Hospttalkirche: Mittwoch den 30. November, Nachmittags um 3 Uhr: Pfarrer Landmann. Die Pfarrgcschäfte für diese Woche (vom 27. November bis 3. December) besorgt Pfarrer Dr. Seel. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Feier des heiligen Abendmahls. Nachmittags: Mitprediger Drescher. ^"^^^^xj^tagseröffnung im weißen Saale wohnten etwa 130 Wt0ltct>cr des Reichstages bet Vom BundeSratbe waren anwesend die Herren v. Delbrück, v. Friesen, Leonhardt, Hofmann, v. Bülow, v. Camphausen. In ^der^hronrede^ zugehende Vorlage soll diese Verfassung und sollen die auf Gesetze über die Grenze ausgedehnt werden, welche bisher unsere suddeutschen Brüder von uns schied. Der große nationale Gedanke, -welcher Sie stets bei Ihren Berathungen leitete, wird durch die letzte Berathung, zu welcher Sie zu- sammentreten, so Gott will, um einen entscheidenden Schritt seiner vollen Verwirklichung näher geführt werden; und so erkläre ich, auf allerhöchsten Prasiv^l- befehl, im Namen der verbündeten Regierungen den Reichstag des Norddeutschen fochten haben, ist der Angriff, den Frankreich im Juli auf Deutschland unernahm, wurde mit besonderem Beifall der Passus von den süddeutschen Staaten auf- zurückgcworfen worden. Das französische Volk muß die Uebcrzeugung gewonnen genommen. — Die erste Sitzung des Ncichstage« wurde vom Präsidenten Simson haben, daß seine jetzige Kriegsmacht, nach der Vernichtung der gegen uns aufge- mit folgenden Worten eröffnet: „Seit dem letzten Zusammensein haben unsere stellten Heere, der geeinten Wehrkraft Deutschlands nicht gewachsen ist. Wir Heere unter weiser Führung die Fahnen bis ins Herz des feindlichen Landes könnten daher den Abschluß des Friedens als gesichert betrachten, wenn unser un- getragen unter den Beweisen unerhörter Tapferkeit und der Darbringung schwerer glückliches Nachbarland eine Regierung hätte, deren Träger ihre eigene Zukunft Opfer. Wenn Gott weiter Segen gibt, so können wir schon jetzt einen Frieden als untrennbar von der ihres Landes betrachteten. Eine solche Negierung würde ahnen, würdig und entsprechend den schweren Kämpfen und schweren Opfern, jede Gelegenheit ergriffen haben, die Nation, an deren Spitze sie sich aus eigener Lassen Sie uns versuchen, schon jetzt ein Resultat des Krieges heimbringen zu Machtvollkommenheit gestellt hat, zur Wahl einer Volksvertretung und durch diese helfen: die Einigung Deutschlands in Verfassung und Freiheit! Ferne liegt, was zur Aussprache über die Gegenwart und die Zukunft des Landes in den Stand uns trennte und zerriß. Wenn die trennenden Elemente geeinigt sind, dann können zu setzen. Aber die Actenstücke, welche Ihnen, meine Herren, von dem Präsidium wir mit Erfolg die Resultate des Friedens genießen. In diesem Sinne lassen des Bundes vorgelegt werden sollen, werden Ihnen den Beweis liefern, daß die Sie uns an die Arbeit gehen, ohne Rast, aber auch ohne Hast, zum Heile und jetzigen Machthaber in Frankreich cs vorziehen, die Kräfte einer edlen Nation Wohle des Vaterlandes." Der Präsident verkündigt den Eingang der Vorlagen einem aussichtslosen Kampfe zu opfern. Die unverhältnißmäßige Erschöpfung und über den Credit von 100 Millionen und die Verträge Badens und Hessens mit Zerrüttung welche für Frankreich die Folgen der Fortsetzung dieses Kampfes un- der Verfassung des deutschen Bundes. Das Haus nimmt auf den Antrag ter den gegenwärtigen Umständen sind, müssen zwar die Kraft des Landes in dem v. Bcrnuth's die Wiederwahl des bisherigen Präsidiums ohne Zettelwahl an. Maße schwächen, daß dasselbe zu seiner Erholung längerer Zeit bedürfen wird, Nächste Sitzung Samstag. Tagesordnung: Die Creditvorlage. als bei einem regelmäßigen Verlaufe des Krieges der Fall gewesen wäre. Die verbündeten Regierungen haben aber mit Bedauern der Uebcrzeugung Telegraphische Depeschen. Ausdruck zu geben, daß der Friede zwischen den beiden großen Nachbarvölkern, $ 24. Nov. Die „Correspondenz Hoffmann" meldet: „Der auf dessen ungetrübte Dauer sie noch vor weniger als einem halben Jahre zahlten, Vertrag über den Abschluß eines Verfassungsbündnisses wurde gestern von den durch die Erinnerungen, welche die Eindrücke dieses Krieges in Frankreich hinter- Staatsministern in Versailles vorbehaltlich der Ratification des Königs unterzeichnet." lassen werden, nur um so sicherer gefährdet sein wird von dem Augenbl cke an, London, 24. Nov. Aus Boston sind Nachrichten hierher gelangt, denen wo Frankreich durch die Erneuerung der eigenen Kraft oder durch Bündnisse mit ^folge auf den dortigen NegierungSwerfteu 12 amerikanische Kriegsschiffe eiligst anderen Mächten sich stark genug fühlen wird, den Kampf wieder aufzunehmen. Seedienst ausgerüstet werden. Unter denselben befinden sich folgende Die Bedingungen, unter welchen die verbündeten Regierungen zum Frieden bereit 9 Monitors: „Wassuc", „Miantonomoh", „Shawnee", „Piconderoga", „Woraster", sein würden, sind in der Oeffentlichkeit besprochen worden. Sie muffen zu der ^W^bach", „Niagara", „Sabine" und „California". Das Gerücht bezeichnet Größe der Opfer, welche dieser ohne jeglichen Grund, aber mit der Zustimmung Schiffe als von Rußland angekauft. der gcsammten französischen Nation, unternommene Krieg unserem Vaterlande auf- -j. Tours, 23. Nov. Von der Handelskammer in Havre ist bet der Ne- erlegt hat, im Verhältniß stehen; sie müssen vor allen Dingen gegen die Fort- yjx dringliche Vorstellung eingelaufen, dieselbe möge zur Beruhigung der setzung der von allen Machthabern Frankreichs seit Jahrhunderten geübten Er- ^o„,'ösischen Handelswclt, welche auf den Antillen sehr bedeutende Interessen zu oberungspolitik eine vertheidigungsfähige Gränze Deutschlands dadurch Herstellen, roQ()rcn ^be, sofort eine Ordre an sämmtliche Antillenstationen ertheilen, wonach daß sie die Ergebnisse der unglücklichen Kriege, welche Deutschland in der Zeit Da6 gefährliche preußische Kriegsschiff „Meteor" zu verfolgen sei, um jene Breiteseiner Zerrissenheit nach Frankreichs Willen führen mußte, wenigstens theuweise grQt)^ eg Handel so viel Schaden zufügen könne, von seiner Gegenwart rückgängig machen und unsere süddeutschen Brüder von dem Drucke der drohenden gefreien. Angesichts des Umstandes, daß die französischen Marineoffiziere sich Stellung befreien, welche Frankreich seinen früheren Eroberungen verdankt. Die Lande so vorzüglich bewährt haben, werden durch ein Circular des Ministers verbündeten Negierungen haben das Vertrauen zu dem norddeutschen Reichstag, qqc diejenigen Marineoffiziere aufgefordert, in die Landarmee einzutreten, welche daß derselbe ihnen die Mittel, welche zur Erreichung dieses Zieles noch erforder- t)flrjn dem Vaterlande nützlich zu sein erachten. lid), nicht versagen werde; sie sind gewiß, jetzt, wo cs gilt, die erlangten Erfolge Brüssel, 24. Nov. Aus Pariser Ballonbriefen vom 20. d. wird erst zu sichern, bei Ihnen der nämlichen patriotischen Hingebung zu begegnen, welche erjannt woher der wunderbare Volkösanguinismus neuerlich Nahrung schöpft, sie fanden, als es darauf ankam, die heute gewonnenen Erfolge zu erreichen. Es Pickards Organ der „Electeur libre" meldet unter Reserve: Die ge- ist ihr lebhafter Wunsch, daß es möglich werde, jene Mittel nicht im vollen Um- fammlen europäischen Mächte hätten am Mittwoch den 17. dS. eine Collectivnote fange zu verwenden. — Um Ihnen einen vollständigen Ueberblick der politischen Versailles überreicht- Lage zu gewähren, werden Ihnen die Mittheilungen vorgelegt werden, welche dem A Brüssel, 24. Nov. Die Londoner „Morning Post" dementirt die Nachauswärtigen Amte bezüglich des Pariser Friedensvertrages vom 30. März 1856 D(c Türkei mit Rußland in direkten Verhandlunge» stehe. — Die neuerdings zugegangen sind, und an welche die verbündeten Negierungen den Aus- Times" informirt die Unterzeichner des Vertrages davon, daß GortschakoffS druck ihrer Hoffnung knüpfen, daß die Wohlthaten des Friedens den Völkern er- ^irculQr jn Konstantinopel ein peinliches Aufsehen erregt habe, und erbittet die halten bleiben werden, welche sich derselben bisher erfreut haben. Fort- ^ter-stützung der Mächte, die den Pariser Frieden unterzeichnet haben, zur Ver- dauer des Krieges hat eine friedliche Arbeit nicht verhindert. Das Gefühl der h^derung eines Actes, der nur die internationalen Relationen stören könne. Zusammengehörigkeit, welche durch gemeinsame Gefahr und durch gemeinsam er- ----------------- fämpfte Sieg- belebt ist - da« BewuMn der Stellung, welche Deutschland »um Officiellc militärische Nachrichten. as — ssr»ss •»- Deutschland« das Bermächtniß dieser Zeit der Opfer und der Thaten gesichert gestern begonnen; ans der Festung wtrv and 7b Geschützen geschossen, werden könne, haben schneller und allgemeiner, als noch vor Kurzem denkbar er- Die Stadt brennt seit vorgestern Nachmittag. Die Avantgarde der schien, das deutsche Volk und seine Fürsten mit der U li Mosse München in Bremen ^Nürnberg Anzeigen a n alle Zeitungen für genanntes Haus entgegennehme, und dieselben zu Originalpreisen , prompt ohne Spesen befördere. Karl Fuhr. FVaeHtdmese für die Mam Weser-, Cöln-Mmdeuer und Oberhessische Etsenbabn, sowie sä amtliche zollamtlichen Foenrnlatee, sind zu baden bei W. Klee, am Markt. Das Strnmpfwaaren - Garngeschäft der I. A. Busch Söhne empfiehlt für die Winterfaifon ihr reichhaltiges Lager aller in dieses Fach einschlagenden ^lrtikeln und erlaubt sich die ergebene Anzeige, daß durch Aufstellung mehrerer Fa^on-Strickmaschinen Aufträge aller Art, durch geübte Arbeiter rasch erledigt, namentlich alle Sorten ivollene und baumwollene Strümpfe sowohl neu angefertigt als auch angestrickt werden. __'___________________________(4612) Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.