i toat bk. er Nacht i hatten ung von und des indigem, er Vor- rtkn ton 'm An. nördlich Jhnif ge, die Ler. tf zn D«. ’rung. nnHschrn ilgarden d’Oe in erraschte lgte ihn Gepäck !lsky. Präsictin ruin und 'ng habi lS, fotoit 'n Nach. >ß durch mti Ma> ^flbolo, gemacht, 'n toieber 'n. Dir bki Marten im Montag, icht noch in ilanatt, daß Treiet W tkn, hat ein Mle, die daß dieser cn }u suchen weäich uoch n dem tiefer a dem alten arte Weller- h eo- nomie-Handwerkern Cerfelben an den geeigneten Etappenorten grosse Centra -Dküi. tärwerkstätten errichtet Worten. Auch sollen derartige Arbeiter - Colonnenden deutschen Heertheilen je nach der Veränderung ihrer Opera,ivnSbasi» nachgesende «X Als da« weitaus wichtigste Winterbedütsn.ß müssen eracht, werden, an welchen ft» zugleich bei den Marschen im ausgeweichten Boden und der nachherigen Einwirkung ter Hitze des Bivouakieuer» «ut ras durchnässte Leder ein ganz enormer Verbrauch herausstellt. Dank der Emrich.ung, dass sich äusser den erwähnten Central-MiMärwerlstätten, welche vorzugsweise den> Neube. dars an Kleidungsstücken und Schuhwer, zu liefern bestimmt sind, besondere Ar- beiter-Abiheitungen den Truppe» selbst beigegeben finden soll bis jetzt dies r Le darf ausreichend haben gedeckt «erden können. Der erste Bedarf an Flanellhem- den, wollenen Unterjacken, Strümpfen, Unterbeinkleidern, Decken ubr,wiegend durch Requisition in den occupirtcn Landesthcilrn gedeckt worden, wog gen In- und Auslande ausgeschriebenen Lieferungen als Ersatz dienen muffen- die Qualität namentlich der in Deutschland aufgegebenen Wollenwaaren - L fe run^n scheinen die Klagen ziemlich allgemein zu sein. Für den Vorposten tenst sollen jeder Compagnie eine Anzahl Petze beigegeben werden und ist tue» sudu Corps von Paris bereit» in Ausführung gebracht worden. Die den Mar ein hinzugesügten Kaputzen, welche sich im dänischen Kriege von 1864 so vortrefflich bewährt b-ben, sind durchgebends bei allen deutschen Truppenchetlen wieder etn- geführt worden. Ein Hauptgewicht für die Ertragung ter WitterungSeinflusse »irt> zugleich noch aus eine möglichst nahrhafte Verpflegung gelegt und werden unausgesetzt die äussersten Anstrengungen ousgeboten, um diese für sammtstche im Felde stehenden Truppentheile bewirken zu können. Aus den Mann werten tobet je nach dem mehr oder weniger angestrengten Dienst desselben, etn bis ein und ein halb Pfund Fleisch täglich gerechnet. Wo die Verhältnisse eS irgend gestatten, findet sich auch der Wein in den regelmässigen Verpflegungsetat ausgenommen. Dass es gelungen ist die Belagerung von Metz ohne einen massenhaften Tpphusausbruch namentlich bei den in der Moleiniederung lagernden Truppen zu Ende zu führen, wird vorzugsweise dieser kräftigen Ernährung zugeschneben, und auch vor Paris muss ein Haupt.heil des im Grossen und Ganzen ziemlich gun- stigen Gesundheitszustandes der deutschen Truppen auf diese Fürsorge zuruckge fuhrt werden. ErwähnungSwerih erscheint, daß der Most und junge We,n, we chen bei allen früheren Invasionen sich den ,n Frankreich eingebrcdcnen feinbl »en Heersäulen so ^verderblich erwiesen haben, diesmal grade umgekehrt als gesund- beit förderndes Mittel benutzt worden sind. Es tst die» dadurch grs^en,dass die deutschen Soldaten unter möglichst ost erneutem Hmwe>» °usv>e Schädlichkeit des Genüsse« dieser Stoffe in ihrem ursprünglichen 3^^ , ausgefordert worden sind, dieselben al» Wein/juppe zu geniessen. Auch sind tbneri ju tte(er Bereitung«!orm Zucker und Gewürz, soweit dtefickben herbe.zufchaffen waren,flt liefert worden. Grade diese Weinsuppen aber sollen in erster Rethe die Bekam Gießener Anzetger Brei? vierteljährig 1 st 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. f 1870 Sonntag den 25. December Nr. ISO Des Weihnachtsfestes wegen wird die nächste Nummer des Gießener Anzeigers erst am Mitt, woch Abend, den 28. December, ansgeqeben. D i e (*• r p <- D 111 o 1t. _ ___ Bekannt m a ck un g. Betreffend: Ersatz-Geschäft für 1871. 3m Anschlusses die Bekanntmachung vom werden m Fol'ge höherer Anordnung nachstehende das Ersatz-Geschäft für 1871 betreffende Bestimmungen zur ÄenntmS ^er$Set|edt^ten ^ebr^t ^abrn^ae" ?»X"bb.«»@baS C®7oM=riog^ch?^§andwehr - Bezirks - Commando Rekruten - Urlaubspässe 2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche die Brrechtlgang zum -sniahr.g. frelw g n,r ber 151 »nd folgende der Ersatz - Jnstruetion, bet ^iÄ=®eÄ ^‘nÄSn^Z^n " er^oK6 n|men DieHermine für die Einreichung der Gesuche an die PsüfMlgs^Commission, Wirfür wird Ni», im Anschlüsse an das Kreis-Ersatz-Geschäft stöttfinden t vielmehr ein bestndere^ Ternun ^»^raumt und begannt gemacht werden ^„is - Ersatz-Geschäftes beginnen. Gichen^7en^D"7mb!rA^^^L ^chi^sitzende'der'Gro^erz^lichL Kreis-Ersatz - Commission Gießen. K e k u l e, Kreisassessor.------------------------------------------------------------------------- * Beka n n t m a ch n n q. Ä und 155 der erwähnten Militär-Ersatz-Jnstruetion^ zum M der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im März k. I. ftat.finbenben Prüfung zu unterziehen beabstchtigen. Der Meldung sind |(u6 (in)i b) eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder des Vormundes, A -N r von ^BbeKn^SiuIene(®nmnafien'^ jiealfcbulen, Pro-Gymnasien und höheren Bürgerschulen) von dem Direetor, beziehungsweise Reetor der betreffenden nicht st°"Nnigen, welche auf die ergangene Meldung den Berechtigungsschein nicht zugeschickt erhalten, haben demnächst zur Prüfung zu erscheinen, da eme Ipectelle Einladung hierzu nicht erfolgt SBrüfung sowie das Local, worin dieselbe norgenommen wird, kann erst später bekannt gemacht werden. Die Unterzeichnete CEMissia» macht aufierdei^ aus solgende Bestimmungen ^ausd^oUcküch^^aufm^r sam Etz bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum eintreten, wenn der tessallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher der bethe.ligte Militär. pflichtige ^esuche^mn n Wiederoerle^hung^^der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berücksichtigung sind an die zuständige ftd» > Crf'lP «<*m> rGnoÄon^r,b8ei ^e'kgeS zu erklären haben. Sie nehmen an der Loosung mcht ^hecl. Grotzheriogliche Prüfungs-Commission für emiahng Frelwcllige. Darmstadt, den 15. December 1870. Pa b ft. Streck e r.____________________ pfung der Ruhr ermöglicht haben, welche bekanntlich vor Metz ebenfalls schon aus- gebrochen war, und die ohne dies leicht zu beschaffende und wohlschmeckende Heilmittel sicher auch diesmal, wie schon so ost früher viele tausende von Opfern gefordert haben würde. Der preußische Handelsminister hat die königlichen Eisenbahn-Directionen angewiesen, beziehungsweise die Directionen der Privatbahnen ersucht, den Ehe. frauen und Eltern verwundeter Soldaten bei amtlich nachgewiesener Mittellosigkeit einmalige freie Hin- und Rückfahrt zu den Lazaretden zu gewähren, sofern die letzteren sich im Inlande befinden und die Dringlichkeit des Besuches nachgewiesen ist. _ , Man schreibt dem „Echo du Luxembourg", daß man sich in Luxemburg mit der Idee trage, der König werde sein Großherzogthum an den Prinzen Heinrich obtreien, der somit aus einem Statthalter zum wirklichen Fürsten würde. Das Großherzogthum werde dann in den Deutschen Bund eintreten. Dieses Project sei schon vor drei Jahren von dem Prinzen Heinrich selbst aufgesiellt worden, damals aber hätten es die Umstände nicht verwirklichen lassen. Die Frage wegen der Neutralität sei nur angeregt worden, um dieses Project wiederum aufs Tapet zu bringen. Da Prinz Heinrich kinderlos ist, so würde stipulirt werden, daß nach seinem Tode das Großherzogthum an den König von Preußen fallen solle. Wir geben diese Mittheilung, ohne derselben ein größeres Gewicht beizulegen. Eine andere Correspondenz desselben (belgischen) Blattes sagt: „Diejenigen, welche sich am meisten entrüstet zeigen, sind, wie immer, die, welche schweigen und sich ver- bergen sollten." Es sind hier (in Luxemburg) Journale gegrüuoet worden, um die französischen Interessen zu vertheidigen, ohne anderen Zweck, als die französi- scheu Annexionsbestrebungen zu fördern und zu verbreiten. Diese Journale haben dem Großherzogthum den größten Schaden zugefügt und die gegenwärtige Lage herbeigeführt. Der Aufruf an die FranctireurS, welchen der „Omnibus" am 24. November in großen Lettern an der Spitze seiner Chronik abdruckte und in welchem er in gewisser Weise zur Ermordung aller Preußen in Frankreich auf- forderle, hat eine große Erbitterung in Deutschland hervorgerufen, und eS wäre nicht zu verwundern, wenn Herr v. Bismarck durch seine Note an unsere Regie- rung diesem Gefühle Genugthuung habe geben wollen. Wenn die Regierung ihre Pflicht gethan Härte, so wäre sie gegen alle die antinationalen Wühlereien einge- schritten, die seit 1867 hier ganz offen vorgenommen wurden, und gegen die compromittirenden Handlungen, die neuerdings am Hellen Tage auSgr-führt wurden. Kriegsnachrichten. Der Commandant des Fort Mont Valerien, General Noel, hat nachsiehen' den Rapport an den Gouverneur von Paris gerichtet: „Mont Valerien, 3. Dec., 2 Uhr 35 Min. Abends. Gestern haben Marodeurs, der Mehrzahl nach den CorpS der Mobilen angehörig, meine Vorposten überschritten und sind nach Rueil gegangen, um sich zu betrinken und Verwüstungen in den dortigen Woh- nungen anzurichten. Andere, ungefähr dreihundert an der Zahl, haben sich in Nanterre Herumgetrieben und die Häuser zerstört. Fünf dieser Elenden sind ver haftet worben, und ich hoffe, daß man mit ihnen kurz und bündig verfahren wird. Ich habe Befehl gegeben, ohne Erbarmen auf jedes Individuum, Soldat oder nicht, zu schießen, welches die Vorpostenlinie zu durchbrechen versuchen sollte. In Betreff der Plünderer, so wird über denjenigen, der, aufgeforteit, sich gefangen zu geben, Miene macht, ferneren Widerstand zu leisten, sofort Kriegsgericht gehalten und er wird erschossen. Ich hoffe, Herr Gouverneur, daß L>ie gern diesen energi- schen, aber nothwendigen Maßregeln Ihre hohe Sanclion ertheilen werden, denn ich denke, daß die Zeit des Schonens endlich vorüber sein muß. Ich habe ziemlich 7000 Mann unter meinen Befehlen, ich haste für ihren ausgezeichneten Geist, aber ich kann mich nicht dagegen wahren, daß nicht einige Elende sie anstecken. Ich bitte um die Genehmigung, auf dem Mont Valerien ein Kriegsgericht errichten zu dürfen." — Als Antwort auf diese Depesche hat der Gouverneur Instructionen zur Bildung eines Kriegsgerichts erlassen. Berlin, 21. Dec. Die „Prooinzialcorrespondenz" schreibt: Mancherlei Anzeichen lassen darauf schließen, daß unsererseits, falls nicht in bestimmter naher Zeit die Uebergabe von Paris erfolgt, zum förmlichen Angriff der Forts über- gegangen werde. Köln, 21. Dec. Von den bei Deutz untergebrachten Kriegsgefangenen wurden gestern 20 in der Domkirche gefirmt und einer zur ersten Communion geführt. Königsberg, 17. Dec. Die „K. H. Z." meldet folgenden Crawall: Durch das Verlangen eines kriegsgefangenen französischen Offiziers nach einem militärischen Gruß von einem an dem Hotel du Nord vorbeigehenden verwundeten preußischen Krieger entstand am Mittwoch Abends ein großer Auflauf vor dem Hotel, der den Offizier veranlaßte, sich schleunigst in dasselbe zu begeben. Die Menschenmenge verlief sich, doch nach etwa einer Stunde, als man annahm, die in jenem Hotel en mässe speisenden Franzosen toürcen dasselbe nach eingenommenem Mahle verlassen, war wiederum eine Menschenmenge versammelt, und es kam, als einzelne Offiziere die Straße betraten, zum Handgemenge. Die Polizeibeamten wa- ren erfreulicher Meise rasch bei der Hand, sie veranlaßten die Franzosen zum Zurücktreten ins Hotel, worauf sie die Menge auseinanderbrachten. Kirchen a. d. Sieg, 20. Dec. Am 18. d. M. Abends langten auf dem Bahnbofe zu Kirchen mit dem Güterzuge 18 Kisten mit einem Gewichte von circa 23 Centnern an; declarirt waren dieselben als Baumwollen-Garn k. und adressiirt an einen Kaufmann in Freusburg. Durch Umsicht des Güter-Expeditions- Gehülfen Dudler, dem die Sache etwas verdächtig schien, da die Kisten theilweise das roihe Johanniterkreuz trugen und eine Kiste aufsprang, gelang es beim Ausladen obiger Kisten schon, Verdacht auf den Inhalt zu schöpfen. Auf eine dieser- halb an den BahnhofsJ-n pector und den Bürgermeister gemachte Anzeige wurde im Beisein dieser beiden Herren ein Theil der Kisten polizeilich eröffnet und fanden sich anstatt Baumwollen-Garn folgende Gegenstände in denselben vor: eine Parthie wollene Deck-n, Halstücher, Leibb nden, Strümpfe, Unterhosen, Unterjacken, Falten- Hemden der f.insten Sorte, Chocoladc von Stollwerck in Köln, Liebig's F.eisch. Extract, feine Bestecke für Aerzte, Bücher einer Diaconissenanstalt, Taback, Cigarren, Pfeifen, Kämme, Haaröl rc. Sofort wurden die Kisten, die unterschlagene Liebes- gaben für die preußischen Militärlazarethe enthielten, mit Beschlag belegt und wird die gerichtliche Untersuchung das Weitere ergeben. Die Gegenstände sollen von Metz über Mainz biö K rchen transportirt worden sein. Hamburg, 21. Dec. In Gemäßheit btS durch die zahlreichen Desertionen französischer Oifizicre und ihr sonstiges Betragen veranlaßten Befehls des General- Gouvernements, wonach die französischen Offiziere für das Verhalten eines jeden Einzelnen unter ihnen solidarisch verantwortlich gemacht und, wenn ein Offizier desertirt, sofort 10 Mitgefangene auSgeloost und so lange in Sonderhast gebracht werden sollen, bis der betreffende Deserteur eingebracht worden ist, sind bereits 20 Offiziere als Geißeln für zwei Deseiteure aus Schleswig nach Stade gebracht worden. ___________________ Telegraphische Depeschen. 4- Worms, 22. Dec. Die „Wormser Zeitung" schreibt: Gestern langte folgendes Telegramm aus Versailles an den hiesigen Stadtvorstand an: „Ich nehme mit herzlichem Dank das Ehrenbürgerrechr der altehrwürdigen deutschen Stadt Worms an. Brief folgt nach. Graf Moltke." A Brüssel, 23. Dec. Die „Jndepend." weist nach, daß die Umwandlung des Zollvereins m ein deutsches Reich der bisherigen Situation Luxemburgs ein Ende machen müsse, weshalb die luxemburgische Kammer Anspruch auf Erklärungen der Regierung bezüglich der Zukunft des Landes habe. A Bordeaux, 21. Dec. Aus Paris wird (ohne Datum) gemeldet: „Das „Journal officiel" v. 15. ds. veröffentlicht ein Dekret, wonach das 147. Bataillon der Nationalgarde aufgelöst wird. Dasselbe hatte den Befehl erhalten, nach ArSny zu gehen, es erschien aber bloß in einer Stärke von 109 Mann, von denen die meisten ohne Waffen waren. — Ein Decret vom 16. Dec. ordnet die Jnstituirung der Rechtsfakultät in Bordeaux an. General Vinoy hat das Großkreuz der Ehrenlegion erhalten. — Die Situation ist befriedigend. (?) Die Hauptnahrungsmitlel, Brod und Fleisch sind reichlich vorhanden. Die Brod- quaniität, welche zum Verkaufe gelangt, wird keine Verminderung erhalten, aber es kann nur eine einzige Sorte Schwarzbrot» gebacken werden. Man darf mit Recht sagen, daß man nach einer Belagerung von drei Monaten dieses Resultat der Klugheit und dem Patriotismus der ebenso auf Entbehrungen gefaßten als in der Gefahr heroischen Bevölkerung verdankt. (?) Konstantinopel, 18. Dec. Eine Deputation aus Bulgarien bat den Groß- vezir, die bulgarische Kirchensrage nicht dem ökumenischen Concil, sondern einem bulgarischen Congresse zur Entscheidung zu überlassen. General Jgnatiew unterstützt diese Wünsche und die Pforte ist geneigt, ihnen zu entsprechen. Die Convention mit Rußland wegen des Pontus soll nächster Tage unterschrieben werden. Offtcielle militärische Nachricht. Versailles., 23. Dec. Die 19. Division rückte am 21. bis zur Brücke von Tours vor, fand Widerstand durch die Bevölkerung und warf deßhalb 30 Granaten in die Stadt. Diese zog darauf die weiße Fahne auf und bat um preußische Besatzung. Die Division begnügte sich jedoch, Ihrer Instruction gemäß, mit Zerstörung der Eisenbahn und bezog die ihr angewiesenen Eantonnements. v. P o v b i e l s ky. Vermischtes. Darmstadt, 18. Dec. Gestern Nacht lüste sich in dem 20 Minuten langen Eisenbahn- tunnel bei Höchst im Odenwald bei Entfernung des HolzgerüsteS eine ungeheure Erdmasse ioS und verschüttete zwei Arbeiter aus der Rheinpfalz. Die Wegschaffung des Schuttes wird voraussichtlich mehrere Wochen Zeit erfordern, und erst dann möglich fein, die Leichen der Unglücklichen zu erreichen. Worms, 20. Dec. Heute Nacht erschossen sich in der Nähe deS SchießhauseS dahier zwei junge Bursche. Als Ursache wird unzureichender Verdienst angegeben. Aus dem Briese eines deutschen Apothekers in Kairo vom 8. December: „Uns Deutschen im Auslanve, Die wir doch viel schneller und auffallender, als die Deut|chen in der Heimath, die reichen Frückte dieses Kampfes ernten, war eS, mit Ausnahme derer, die zu den Fabnen eilten, nur vergönnt zu wünschen, zu hoffen und zu sammeln. Letzteres ist wohl überall reichlich aeschehen, und auch in Kairo sind wir nicht hinten geblieben und werden eS nicht bleiben. Eine theatralische Vorstellung, zum Besten der Verwundeten und der Hinterbliebenen, durch vorzüglich befähigte Deutsche, die in Kairo weilen, ist im Werke. Außerdem wild der Ertrag der Neujahr-, Lotterie, die wi-r jährlich zum Besten der Krankencasse veranstalten, diesmal nach Deutschland gehen, da diese Caffe, Gott sei Dank, feiten in Anspruch genommen wird. Die in Kairo lebenden Franzosen urtheilen über die Kueaseretgniffe gerade so unbegreiflich verkehrt, w'e so viele in Frankreich. So z. B-, daß alle Ausfälle aus Paris abgeschlagen, d:e Nordarmee zersprengt, die Loirearmee geschlagen sei und selbst der arme alte Garibaldi fein Heil in der Flucht gesucht habe, — „tout ccla sont des mensonges, qui vivra, verra!“ — Gegenüber dem Auslande sind die Erfolge deS Krieges schon jetzt heivo>tretend. Fangen doch die Türken an, deutsch zu lernen! Nur schade, d^ß sic und die Araber noch kein Wort für „deutsch" haben, sie kennen nur „preußisch" und „österreichisch", und haben wir jetzt erst daS Wort Germanin erfunden und in Umlauf zu setzen angefangen." Die Einquartierung tit der Stadt Gießen. Nach dem Gesetze wegen der Kriegsleistungen und deren Vergütung vom 11. Mai 1851 tritt von dem Tage ab, an welchem die Armee auf Befehl des Königs mobil gemacht wird, die Verpflichtung des Landes zu allen Leistungen für Kriegszwecke nach den Bestimmungen dieses GkseyeS ein (§. 1.) In §. 9 wird bezüglich der Natural-Verpflegung ungeordnet: Für die Natural-Verpflegung an Offiziere, Militärbeamte und Soldaten, die auf Märschen und in Kantonnirungen gewährt werden muß, insoweit die Verpflegung nicht aus Magazinen stattfinden kann, wird den Gemeinden resp. Quartierträgern eine Entschädigung gewährt, pro Tag und Kopf: a. wenn das Brod ans den Magazinen in natura empfangen werden kann, von 3 Sgr. 9 Pf.; b. wenn auch das Brod vom Quartierträger verabreicht werden muß, von 5 Sgr." Im Anschluß an diese und andere darauf bezügliche Bestimmungen hat die Ministerial-Jnstruction vom 8. Januar 1854 u. a. verfügt: ,.§. 2. Das Garnison-Verhältniß hört mit dem Eintritt der Mobilmachung auf und alle Truppen, mobile wie immobile, sind von diesem Zeitpunkte an als in Kantonnirungen oder im Standquartier stehend zu betrachten. §. 8. Für alle marschirenden und nicht langer als drei Tage k a n t o n n i r e n d e n Truppen erfolgt die Naturalverpflegung durch die Wirthe. Bei Kantonnements von längerer Dauer tritt entweder die Verpflegung aus M a g a z i n v o r r ä t h e n oder — wie im Frieden — die Gewährung des zur S e l b st b e f ch a ff u n g der Verpflegung erforderlichen extraordinären GeldzuschufseS ein." itbeit Riitr W «ritt ■ ge. «»fite »34 lschen lung 1 tin irun- tlbtt; 147. “Iten, hnn, rbntt : das (<) 8rod. ober i mit sultat n als Nroß, einem unter* Gon* erben. . bis gund weiße nügte ^bahn sky. ikvbahv- sjt lot vorai-- üctlichm litt jtoei n« Deut, Nkimatb, Fabnen mldlich n. Sire f füglich ^ujahrs« -utitUnl io leben, i viele in rtjt, die *t bade, t find die u lernen! ttniW imlauf j° l!g W« !f(|f »gen liir mb Solen muß, vird tt" pro । gerben )tn Mi hat dir m Li,"' wie i«' Iti* II drri ■i«tur(* $«'» <» «* Wechsel. Amsterdam k. 4% S. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 1003/g 997a 105 967g 1047/8 88‘/4 104i3/16 119i/8 Augsburg Berlin Bremen Cöln Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto 8. 951/jt 8. — 8. - G. Actien. Frankf. Bank 1317g Franks. Vereins-Kasse 1011/4 Darmst. Bankact. 322 Wien Bankactien 695 Galizien 228 b. Katholische Gemeinde. Nichts angemeldet. Actien. Oest. Creditact. 234/, Sgr. Vergütung ein rein willkürlicher. E« hat die« bereit« dem Landtags-Abgeordneten der Stadt Gießen, Herrn A. Heß, sowie dem Abgeordneten Dr. Bindewald Veranlassung gegeben', am b' 2)7fn d» Standekammer zu Darmstadt folgende Interpellation an da« Großh. Kriegs-Ministerium einzureichen: „Wie in andern Städten des Großherzogthums sind in Gießen, weil die Kaserne für Kriegsgefangene in Anspruch genommen ist, die dort 1 kantonnirenden Truppen bei den Einwohnern einquartiert. Entgegen dem Gesetze vom II. Mai 1851 u f.ro. sind diese Truppen in Gießen mit t Naturalverpflegung einquartiert, während in den übrigen Garnisonö- ftadten nur Quartier von den Einwohnern verlangt wird. Es leisten also die Einwohner den nach dem Gesetz, insofern die Verpflegung nicht aus Magazinvorräthen erfolgen kann, vom Staate zu gewährenden extraordinären Geldzuschuß zur Selbstbeschaffung der Vrpflegung, nur in weit höherem Maße, als dies vom Staate geschehen würde. Den Einwohnern von Gießen erwächst dadurch eine in der Kriegskostenausgleichung nicht zu berücksichtigende Auflage von ca. 10,000 fl monatlich, welche um so schwerer auf denselben lastet, als die freudige Opferwilligkeit für die großen Ziele des Krieges die Kräfte eine« Jeden nach Richtungen hin, nach welchen der Staat nicht genügend eintreten kann, wie Pflege von Verwundeten, Unterhaltung von Lazarethen, Unterstützung unversorgter Familien u. s. w., noch lange in Anspruch nehmen wird. Ich erlaube mir daher die Frage: „ob Großh. Kriegs. Ministerium K-nntniß von dieser auffälligen Prägravation der Stadt Gießen hat und ob dasselbe nicht ab- helfen kann?" Eine Antwort auf diese Interpellation ist bis jetzt noch nicht erfolgt, obwohl diese Antwort anläßlich der erneuten Anforderung an die Stände auf Bewilligung eines weiteren Credits zur Fortführung des Kriegs mit Frankreich im Betrage von 3.622,000 fl. füglich hätte gegeben werden können und nach meinem Ermessen bei der Dringlichkeit der Sache hätte gegeben werden müssen. Leistet der Staat die Naturalverpflegung oder gewährt der Staat den zur Selbst- Verköstigung erfo.derlichen Gelezuschuß, so steigt zwar einerseits das Mehrbedürfniß . an bereiten Geldmitteln zur Kri'gführung, — es kommen aber auch andererseits diese Mehrausgaben demnächst bei dem F r i e d e n s s ch l u ß mit Frankreich in der Normirung der Höhe der Kriegskosten-Entschädigung in An- schlag, — während der Aufwind, den die Privaten im vorliegenden Falle für Kriegszwecke zu machen genöthigt werden, nicht ersetzt wird. Eine Ant- wort und etwaige Abhilfe nach dem Aufbören der Einquartierung oder gar nach dem Friedensschluß ist aber selbstverständlich zwecklos. Prioritäten. 3°/o öster. Stsb.-Prior. 553/4 3% öst. s. Lombard 453/e 3% Livorneser 307g 5% Toscaner 49 5% Elisabeth.-Prior. 75i/2 do. II. Emiss. 757g AnlelieiiNloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 623/4 Nassau 25 fl. 38s/8 4% bayr. Präm.-Anl. 106 Ansbacher 7 fl. 111/4 4% badische Loose 1051 /4 Badische fl. 35 Loose 583/4 Oestr. fl. 250 v. 1839 — 1858r Prioritätsloose 155\2 1860r Loose 751/4 1864r „ 108 Braunschweiger 163/< Stadt Madrid 217„ Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. a. Evangelische Gemeinde. Getauft. ssLWLK Wä-'äw Beerdigte. c -l 17-5) c c c m b e r. Eleonore Muller, des Bürgers in Alt-Buseck nnh 1ÄÄ manin ™acr- eWi«£ Tvch.er', alt 3 3. W19 ben babler$aItf50bCc?' 5sebeCLa£. Gwtzherzaglichen Gymnasium oayier, atr du b M. 3 £ , gestorben den 15. December. ® cn .18. December. Karl Emil Wusetzky, Großberwalicher fSntaerichtR- Advokat dahier, ollt 41 I. 7 M- 1 T-, gestorben den 16 December. , /~,en „d- D kcember. Theodor Scrida, Feldwebel und Fechtmeister im Groß- herzoglichen II. Jnfanteriereglmente dahier, alt 30 I. 27 T-, gestorben den 1™ Decbr. ^en 21. 2)ccentber. Pdilipp Atzbach, des Ortsbürgers in Hausen und Bau- aeftoÄen 18 SecembT ' tW)tt ®°On' ““ 7 7 2i BörsennachrichleD. 23. December 1870. Preuss. 4i/2 °,o Oblig. 89 */4 Frankf. 31/20/0 Obi. 79‘/4 Nass. 4>/2o g Obi. 917g Kurhess. 4% „ 82 */4 Gr. Hess. 570 Obi. — » » 4% „ 92i/2 0 „ 3 72% „ - Bayer. 5% „ 961/2 » 4 72 % 1jährige 91 n 40/o Vzjährige 85’/4 Würtemb. 4*/2% Obi. 901/2 Baden 4»/20/0 Obi. c. E. L. 91 Oesterr. Silberrente 53*/4 „ Papierrente 45 ’/2 „ 5% M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881 r 96*/2 Ä „ 1882r 941/4 „ „ 1885r 933/4 n n 1887r 937g Spanier, neuest. 3% 30 Allgemeiner Anzeiger. Versteigerungen. Arbeits-Versteigerung bei der Stadt Gießen. 6309) An den nachbemerkten Terminen werden auf dem Rarhhause dahier folgende Arbeiten und Lieferungen vergeben: Am 28. December 1870, Vormittags 9 Uhr: der Taglohn; Vormittags 10 Uhr: der Fuhrlohn; Vormittags 10V2 Uhr: die Holzbeifuhr; Vormittags 11 Uhr: daS Kleinmachen des Holzes; Nachmittags 2 Uhr: daS Auf- und Abschlagen des Geländers am Badeplatz, veranschlagt zu 15 fl.; Nachmittags 2'/2 Uhr: das Aufräumen der Fluthgräben in der Gemarkung Gießen; Nachmittags 3 Uhr: das Reinigen der Oefen im Nathhaus, veranschlagt zu 5 fl. 30 fr., auf dem Thurm, veranschlagt zu 5 fl., in den städtischen Schulen und der Turnhalle, veranschlagt zu 33 fl. 30 fr. Am 29. December 1870, Vormittags 9 Uhr: der Taglohn bei Reparatur des Pflasters; Vormittags 10 Uhr: Pflastereraroeit, veranschl. zu 28 fl. 48 fr.; Vormittags 10Vz Uhr: Dachdeckerarbeit, veranschl. zu 109 fl.; Nachmittags 2 Uhr: die j$ur Chaussirung eines Theils des Gleiberger Wegs erforderlichen Arbeiten, als: a) Steinbrechen, veranschl. zu 84 fl., b) Stemfahren, „ „ 252 „ c) Chaussirardeit, „ „ 230 „ Am 30. December 1870, Vormittags 9 Uhr: die zur Unterhaltung der Straßen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, als: a) Steinbrechen, veranschl. zu 234 fl. — fr. b) Steinfahren, „ „ 679 „ 12 „ e) Steinschlagen, „ „ 1040 „ — „ d) Kieslieferung, „ „ 327 „ — „ Nachmittags 2 Uhr: das Reinigen der öffentlichen Plätze, veranschlagt zu 455 fl. 10 fr. Gießen, den 21. December 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt. Mobilieu - VersteiFeruuq. 6281) Die Unterzeichneten wollen Mittwoch den 28. December 1870, von Morgens 9 Uhr an, versteigern: 1) Wagen, Pflüge, Eggen und sonstige Oeconomiege« äthschaslen; 2) Möbel aller Art, Bücher, Bilder rc. rc. Kesselbach, den 19. December 1870. Rentmeister Engel. Inspektor Hain le in. Pferde-Dersteigerung. 6220) Donnerstag den 29. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, beabsichtige ich zwei kräftige Arbeitspferde auf dem Viehmarktlatze zu Wetzlar öffentlich meistbietend, wegen Mangel an Beschäftigung, zu verkaufen, wozu Kaufliebhaber einladet Obernbiel bei Wetzlar, im Decbr. 1870. Der Bauunternehmer: Schultheis. KeitgsdoLenLS. 6158) Siechten alten Arrac, Feinsten Iamaica-Nnm, Rum- und Arrac Punsch Essenz, Ehineslschen Thee, grün u. schwarz, lose und in Paqueten, Ehocolade von Gebr. W a l d b a u e r empfiehlt Carl Hoffmann. 6342) Ein fast noch neuer Winterrock ist zu verkaufen. Kaplansgasse C. 221. 6332) Täglich fiisch abgekochten Schinken und Frankfurter Bratwürstchen der Hermann Euler. Der Lahrer Hinkende Bote, , Landtalender, / pr» Halls freund- und { 1871 Gustav-Adolfs-Kalender 1 (6325) bei Aug. Balser. 631!) Ich bringe meinen Ausverkauf von Handcigarren zu Fabrikpreisen in cmpfchlende Er- tnnerung._________H. Rübsamen. 6328) - Unterzeichneter empfiehlt sich im An- und Verkauf neuer und alter Kleider bestens. Besonders mache ich auf eine Parthie Sackröcke, Ueberzieher rc. auf- merksam.___________Heinrich Frech I. I Wohl;u bradjtrn. E. Kröning, Mechaniker in Ballenstedt a. Harz, empfiehlt sein ärztlich airerkanntes PoUutions - Verhinderungs- Instrument, das beste, einfachste, existirende Mittel, um die häufigen nächtlichen Samenabsonderungen zu ver- büten. Preis mit Gebrauchsanw. 1 Thlr. 6333) Blattpflanzen und blühende Topfgewächse, unverwelkliche Bouquets von getrockneten Blumen, Goldfische empfiehU die Kunst - und Handelsgärtneret von Carl Deines, Mäusbürg. | Vorzügliche (Cigarren i n 23- und 30-Stuck-Kistchen, zu BZeihnacht-S-Geschenken sehr aeeignet, empfiehlt zur gefälligen Abnahme Carl Louy. berechtigt, mit unser Du gestalteten Inhalt V Neugestal mit den der deuts Ruches z Frieden, damals < und vor zu pslege! der beide sicht geni würden, nationale Huna i haben m der Erne knüpft. ! welchen k ihren Ab Norddeut kbemeM, PrelS vier mit Sring Post be? tn den gl Dertehrsi geben, d Europa u dern mit rrich-Ung bie Hand ungarisch, druck iu Dien erg Dt »Dflö flu 7. d. N. mittlung derben (t den unr behörden Ermittel, Ulinghaiy ^lbst mankre.c M untc Holle Un6 Haber ,""S ein । '"S'ergut i , Die 2? lchou ha ^d'ere be schuld Busch Söhne Die Handlung der Z. A 6173) Ananas- „ >• rsNz>°th^ Oberhessische Etftnbayu, sowie samnn«^ mn Markt. _«■ M . A^ ... l» Zt J TSy X ■ k- • V* • im Ausbessern und Verändern 6ereitimgcn getroffen Äeo".v S— ständen - Bestellungen auf ganz neue, Garnituren werden auf das Geschmack - Ln Nilliatte auSaefuhrt. o 6347) Die seither van Herrn Conrad 6S4b^AManga- Erlernung 10. März k. I. °n zu b^hen.^ @aiL ..CoiMOHlia«" 6329) Heiliger Abend, präeis 9 Uhr: für die J 93 e f d> e e r u n g. 1 Feiertag, Nachmittags 4 Uhr Versammlung der S-s-" Besprechung übeAntauf van Staatslaasen. Der Vorstand. HAASENSTE1N & VOGLER «usgesührt von Zeitungs-Annoncen-Expedition, r™ in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. - Neuerwall, 50 ; 6346) WeihnachtSguben für■ «g J» A^Mts" __ ________ H-sfif-he" Truppen gehen W «f