Gießener Anzeiger 96 Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kichem Dienstag den 25. Octobcr L87G Nr. 136. .hl bei der Expedition, Canzleiberg B-1, als auch rd den Land-Postboten entgegen genommen. 24. October. i Za-eckur •flifiir. rr. eingetroffen sein erfolgen. tclober ni jr's W Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Ttläti Hausarbeit ’ umuigdien M, nniaiorciWEm- < t>n tzxveb Mein sehr theurcr Louis! Ich schreibe Dir aus dem Nil während der Reise nach (unleserlich). Es wäre keineswegs die Wahrheit, Dir zu sagen, daß wir es hier kühl hätten, aber Die Hitze ist sehr erträglich, denn der Wind weht; in der Sonne freilich ist es etwas Anderes. Übrigens melde ich Dir telegraphisch den Stand der Temperatur. Ich empfange alle Tage durch den Telegraphen Deine und Louis' Nachrichten; oas ist bewunvcrnswcrth und sehr angenehm für mich, da ich immer durch dies Band, das mich an alle meine Neigungen fesselt, mit dem theuren jenseitigen Ufer in steter Verbindung gehalten werde. Ich bin entzückt über unsere reizende Reise und ich würde sie Dir beschreiben, wenn nicht bereits klügere und angenehmere Erzähler als ich ras gethan hätten; es scheint mir deshalb gut, mich stumm in meine Bewunderung zu hüllen. Der gestrige Tag und der Gedanke, Dich ohne mich in Paris zu wissen, hat mich sehr geängstigt, aber so viel ich aus der Depesche ersehe, ist Alles gut gegangen. (Der 26. October war der Tag, an welchem der gesetzmäßige Termin zur Wicdercinberufung der Kammern ablief, ohne daß er von der Regierung respcctirt worden wäre. Red.) Menn man die andern Völker sieht, beurtheilt und schätzt man die Ungerechtigkeit des unseren noch viel richtiger. Ich denke trotz alledem, daß man den Muth nicht sinken lassen und auf dem Wege fortschreiten muß, den Du feierlich geweiht hast (hier macht die Gute einen bösin orthographischen Schnitzer, indem sie schreibt: la voie, que tu as inaugure) , der gute Glaube an die gegebenen Concesstonen, wie man es üorigens denkt und sagt (comme du reste on le pense est dis), ist eine hübsche Sache; ich hoffe also, daß Deine Rede in diesem Sinne sein wird; je mehr man später die Gewalt nöthig haben wird, um so nothwendiger ist es, dem Lande zu zeigen, daß man Ideen hat und nicht Auswege. Ich bin zu entfernt und seil meiner Abreise zu unkundig der Dinge, um so sprechen zu dürfen, aber ich bin innig überzeugt, daß die Folgerichtigkeit in den Ideen die wahre Stärke ist; ick liebe nicht die gewaltsamen Schläge (les äcoups) und ich bin überzeugt, daß man nicht zweimal unter derselben Regierung Staatsstreiche macht; ich schwatze in den Tag hinein, denn ich predige einem Bekehrten, der damit länger Bescheid weiß, als ich. Aber ich muß wohl etwas reden, wäre es nur (ne fut-ce que) um zu beweisen, was Du weißt, daß mein Herz bei Euch beiden ist, und wenn in ten Tagen der Ruhe mein schweifender Geist es liebt, in den Welträumen spazieren zu gehen, fo liebe ich es, bei Euch zu sein in den Tagen der Unruhe und Sorge. Fern von Menschen und Dingen atbmet man eine Ruhe, die wohl thut, und durch eine Anstrengung der Einbildungskraft denke ich mir, daß Alles : gut geht, weil ich Nichts weiß. Amüsire Dich, ich halte die Zerstreuung für un- । erläßlich, man muß die Stimmung ausbessern, wie man eine geschwächte Consti- ! tution stützt, und eine beständige Idee endet (fmie) damit, das bestorganisirte : Geh-rn adzunutzen. Ich habe die Erfahrung gemacht, und an alles das, was in meinem Leb»n die schonen Farben meiner Illusionen getrübt hat, will ich nicht mehr denken; mein Leben ist beschlossen, aber ich lebe noch einmal in meinem Lohn, und ich glaube, daß das die wahren Freuden sind, die durch sein Herz in mein Herz gehen. Inzwischen genieße ick (je joui) meine Reise, Sonnenuntergänge (couches du soleil), diese wilde Natur, die in einer Breite von 50 Mlres auf bcicen Ufern bebaut ist, und im Hintergründe die Wüste mit ihren In der dritten Lieferung der Tuilerienpapiere findet sich unter dem Titel „Was eine Taufe kostet" folgende Rechnung: Diamanten-Mevaillons 25,000 Fr. Honorar für die Aerzte 62,000 Fr., für die Hebamme 6000 Fr., an die Gesellschaft der dramatischen Autoren und Componisten 10,000 Fr., eine gleiche Summe erhielten die Gesellschaften der Schriftsteller, der dramatischen Künstler, DerJDiu- siker, der Maler und Bildhauer, der industriellen Erfinder, der Aerzte im Seinedepartement; an die WohlthätigkeitSbureaus in Paris und den Communen, wo die Krongüter liegen, 93,000 Fr., für Kinderwäsche 100,000 Fr., Gratifikation an die Diener der Kaiserin 11,000 Fr., freies Theater am 18. März 1856 44,000 Fr., Unterstützung für Eltern der am 16. März geborenen Kinder 58,000 Fr., Medaillen an die Dichter und Componisten der Jubelcantaten, an die Truppen und Zöglinge der Lyceen 85,000 Fr., Pathenbriefe 20,000 Fr., Taufzcug 172,000 Fr., Gratifikation an die Arbeiter des kaiserlichen Hauses 160,000 Fr., in Summa 898,000 Fr. Derselben Quelle entnehmen wir folgenden hübschen Brief der Exkaiserin an ihren Mann. Eugenie schreibt: Auf dem Nil an Bord der „Imperatrice", 27. October 1869. soll, geht der , Gazette de France" zufolge das Geld aus. Die Abreise des Hrn. ; .... 3 1 / dort welches aufzutreiben. Wenn an die Regierung stets die Aufforderung richtet, der Politik des v'3. * „ M Danton Erscheint täglich, nut Ausnahme MontagS. Expedition . Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. lov', i ioo 1 •1043 d>- 97 104V, * 8. 87t 8- IO41 ' 8. 118k Bestellungen uns den Giestener Mnzeiger» bei^allen^Post-Expeditionen uni 1 Die bereits erschienenen Nummern werden nachgeliefert. gewandte Stifte eltbt löOflGüun:: dem Unter on Ctlfarbtnbnii m sofort anzeM Mann kann laü ■Nennt i (»ottron IL bad) bei 3W anbanblunfl.) _ in von 3- C. Osi- nebhnd), W sowohl nach N nbien IRoöeUen, ju Damen. 'schm entsprech^ m der Neni^- "rt- Wit DOllftCL: Regenmänteln.t ^'.und Derjpr^ ÄU5tüt)rung, s»^ o t b enberger, *rs fram/ais ‘ours de lang« de s'adresser a V. Plaut, ie Walllhor, •vis le Cafe Leib, iorortigem ®ntm lcht, welches fer Äche grünhlii ? sagt die W. 1 Abonnenten, welche den Anzeiger bei ber Erpedition abboien lassen, erhalten denselben pro IV. Quartal 1870 zu i ft. .. UL. -J1L~ IUI !»illl!!»)l«l!l! I !■ "IB 1,ontn? < 1 44) A. ior- 9 57ä_ J eite 9 43 St- 9 55 ’ ■ 5 35-3; n5L » 28« ...29, H 52-56 1 *' 9 4547 01d 2 25i/r26i, Versailles. - In Versailles, dem stolzen Herrschersitze der Bourbonen, dem prachwollen . Denkmal, das jener ländergierigste und ruhmsüchtigste der französischen Könige | Ludwig XIV. sich und seiner Größe und Herrlichkeit errichtet hat, versammeln t sich um den König von Preußen die Staatsmänner Süddeutschlands, um der in der Stunde der Gefahr geborenen, im blutigen Siegesläufe herrlich erprobten deutschen Einigung den staatsrechtlichen Abschluß zu geben, der es vor der Welt bekunden soll, daß' niemals wieder ein fremder Eroberer es hoffen darf, < die Zersplitterung Deutschlands zum Fußgestell seiner Größe zu machen. Ern ' wunderbares, ergreifendes Schauspiel, wie die Welt deren wenige ^gejehen hat. . cYn diesem Versailles, auf dessen Palaste die Fahne des deutschen Siegers weht, 1 wurde die Brandfackel entzündet, welche die Städte und gesegneten Fluren der Pfalz verwüsten sollte, hier wurden jene Reunionsedicte entworfen, welche neuen , Raub zu dem alten Raub fügten, hier wurde der Plan geschmiedet, das deutsche Straßburg mitten im Frieden zn überfallen und der französischen Monarchie «inzuverleiben, vou dieser Stätte der Pracht und Ueppigkett gu.gen alle die Stürme aus, die ein halbes Jahrhundert hindurch verheerend über Europa da- bin brausten, hier erschallten die geistreichen und die plumpen Schmeicheleien, i iie den allmächtigen Urheber aller dieser Großthaten feierten Hier aber auch, wurden in wüsten Orgien die überspannten Kräfte Frankreichs eychopft, hier - seine Reichthümer verpraßt, seine Sitten zerstört und vergiftet. Hier verkündete Mirabeaus Donnerstimme den Untergang des bourbomschen Frankrclchv. Und nicht weit von diesem Denkmal der bourbonischen Größe und des bourbomschen Kalles liegt St. Germain en Lane, wo jener Frieden geschlossen würbe, der ben von seinen Verbündeten in Stich gelassenen großen Kurfürsten von Lrandenbnrg um die Früchte seiner herrlichen Siege über Schweden brachte, bei dcsscu Untcr- ieichnung er aber prophetisch auf den Rächer hinwies, der aus seiner Asche ihm erstehen werde. Der alte Königssitz ist das Hecreslager der Streitmacht des gelammten Dentschlands, das geeinigt den Besitz zurücksordert, der ihm )n seiner Zersplitterung entrissen ist. Der Nachkomme des großen Kurfürsten fuhrt die deutschen Heere. Deutschland hat keinen Bunbesgeuosten, es hat allem und mit eiqenn Kraft das Strafgericht über den unversöhnlichen Feind vollzogen und Niemand wird diesen vor den Folgen seines herausfordernden Uebermuthes schützen. Unser ist die That und wir verlangen keinen Rath, weder darüber, wie wir uns Frankreich gegenüber zu verhalten noch wie wir unser eigenes Haus einzurichten, welche Grundlagen wir der deutschen Einheit zn geben haben. Der Angriff Frankreichs hatte den doppelten Zweck: von Steuern deutsches Gebiet bem französischen Staat einzuverleiben unb die Anfänge desdeutfchen Emigungs- Werkes zu zertrümmern, den Staat aber, der allein dies Werk vollendm konnte, wie er a auch den Grund gelegt hat, auf den Rang eurer Mittelmacht herab- rudrücken. Und jetzt kommen die Vertreter der süddeutschen Regierungen m dem preußischen Hauptquartier vor dem Thore der feindlichen Hauptstadt, mdem alten fmnzösischen Königssitz zusammen, um nut dem Preußischen Staatsmanne über den Abschluß der Einigung, die der französische Angriff für immer durch, kreuzen sollte, zu verhandeln. Ein weltgeschichtlicher Act steht im Begriff, sich auf e7ne!u großen Schauplatz zu vollziehen. Die Verhandlungen beginnen unter alückverkündenden Vorbedeutungen, inmitten des geeinigten Volkes ui Waffen, da tider Welt so eben gezeigt hat, was die geeinigte deutsche Kraft vermag. Die" Verhandlungen werden zu einem guten Ziele fuhren musien, denn wer vermöchte Angesichts dessen, was oas einige Deutschland geleistet hat, unter dem frischen ^drucke der herrlichsten Siege, engherzigen und eigennützigen Vedeiiken Raum ui neben? Wer möchte die Verantwortung für das Scheitern von Verhandln^ aen auf sich nehmen, denen das Vaterland mit gespanntester Erwartung und ulaleich mit festestem Vertrauen entgegensieht! Es gibt Augenblicke, so groß daß sie^anch den Widerwilligen auf die rechte Bahn lenken und auf derselben feft kaltem Um so rascher und sicherer wird es den Staatsmännern die mäst Widerwille die vielmehr mit patriotisch gehobenem, echt nationalem Sinne sich in ^Versailles versammeln, gelingen, üb-r N°benPunkte leicht hinw-gzukommen, ba ste in ben Hauptpunkten, wie man wohl glauben bars, ewig sind. Denn d Grundlage ber Einigung ist ja nicht erst zu ®- - . . ■ - sassnng des Norddeutschen Bundes. Der uuguckliche: O. , l B z Santhögiln, und alle« b leuchtet r.vä) eine glühende Sonne. Auf Wiedersehen, zertrümmern, um eiu neues Deutschland auf mcr noch zu ft.cheudt-n^nt:u°n gr(untf(taft ganj ergebenen Eugenie. »SiÄ 7/rtrt7mpfinde?wa?sie dkr in diesem Bunde lebendig wirkenden Der Regierung in Tours, bei welcher Gambe.ta w.-d-r und or'ganisirten Kraft verdankt, die^ eS mit voller' Klarheit^tt deutschen Laurnr'nach Lonvon soll den Zweck haben Anschluß an den Bund der einzig mögliche J . snddeutscken Staaten!tie „France" an die Regierung stets die 5...,,. _.v , .. , Einheit ist. Die Abänderungen, welche der Eint * L t berühren Zögerns und der Unentscklossenheit ein Ende zu machen, so können wir dies blos nöthig macht, werden und können das Wesen dieselben soffen. M diese vaun reuten, daß der Regierung zugerufen werden soll: Sapere audel Faßt und wir dürfen daher auf eine ra che Einigung f ^.«elle Erlediauna verbuch ein H.rz und seid so vernünftig, nachzugeben, nachdem jeder Widerstand Einigung unter den Cabinet en gew/rden ist; denn jede andere Zurnutdung hüße doch so viel, old von Angelegenheit nach den Bestimmungen der Verfassung leicht ) mi.m Lahmen verlangen, er solle Sprünge machen. Da- griechische Ministerium hat neulich zwei Berichte veröffentlcht, welche eben nicht einen tröstlichen Inhalt haben. Der eine enthält eine statistsche Tabelle über alle gefangenen, getövteten und zersprengten Räuber und eine aus« führliche Liste aller Verurtheilungen, die im Laufe dieses Jahres stattgefunlen. Der zweite Bericht beschreibt die Lage der griechischen Finanzen. Seit dem Jchre 1862, seit der October-Revolution, war der Geldmangel stets die größte Geßel des kleinen griechischen Staates. In den Provinzen konnten die Steuern nur mit der größten Schwierigkeit eingetrieben werden; da- Deficit wurde mit jedem Jahre größer, die Ausgaben mehrten sich, besonders während der Jahre des kretischen Ausstandes, unv Schulden häuften sich auf Schulden. Die Schuld seit dem Jahre 1862 ist zu der Ungeheuern Summe von 70 Millionen Drachmen arge- schwollen, und das Defic-t von 2 Millionen auf 3 und für das nächste Jahr sogar auf 4 Millionen gestiegen. Pensionen wurden seit 7 Monaten nicht mehr bezahlt, und die armen ehemaligen Beamten, welche darauf Anspruch Halen, steyen arm und verlassen vor den geschlossenen Thüren der Pensionskasse. lieber die Krisis, die in China, was das Verhältniß zu den Fremden be« trifft, sich ankündigt, wird berichtet: Der französische Gesandte, Graf Roche- chouart, hatte, was einige Zeit zweifelhaft war, in Folge des Massacres von Tientsin ein Ultimatum gestellt und man sah dem völligen Bruche entgegen. Die chinesische Regierung wäre willig gewesen, Geldentschädigungen zu leisten und eine Anzahl der am Blutbade unmittelbar Betheiligten mit dem Tode zu strafen. Auf die Forderung, ihre Beamten preiszugeben, wird sie nicht eingehen. Bei den gepflogenen Verhandlungen trat die Spaltung der Regierung in zwei Parteien deutlich hervor: die eine, allem Anscheine nach stärkere Partei ist entschieden den Fremden feindlich und kriegslustig: die andere, zu der Prinz Kung, der gegenwärtig noch an der Spitze der Geschäfte steht, und einige wenige andere Mandarinen gehören, wenn auch nicht den Fremden freundlich, doch friedlich und vorsichtig. Unterliegt Prinz Kung, so befürchtet man das Schlimmste, nicht blos für die Franzosen, sondern auch für alle anderen Fremden. Schon jetzt tvirO die Stellung der sämmtlichen fremden Gesandten in Peking täglich unangenehmer, der Verkehr mit den Behörden schwieriger, die Stimmung der Chinesen gereizter Mehr und mehr ergibt sich, daß das Blutbad von Tientsin eine tiefere Bedeutung als die eines bloßen Straßenkrawalls hatte, und daß der Mangel an Einmüthigkeit und einer aus dem Gefühl der Solidarität hervorgehenden Energie unter den fremden Vertretern die persönliche Sicherheit dieser und die Lage aller Fremden ohne Unterschied der Nationalität gefährdet. Die Nachrichten über den in Europa ausgebrochenen Krieg ermuthigen nächstdem die fremdenfeindliche Partei und so gestaltet sich die Situation immer bedenklicher. Ein Gewitter steht drohend über Peking und wird vielleicht zuerst wieder in Tientsin losbrechen. Einige Missionäre haben sich bereits von Peking geflüchtet. Der englische und der norddeutsche Bundesconsul in Shangai haben, die Initiative ergreifend, ihre Minister gebeten, sich nach Shangai zu begeben. Kriegsnachrichten. Versailles, 22. Oct. Osficiell. General Wittich hat am 21. d. Chartres besetzt. Vor Paris hat sich der Feind nach seinem gestern abgeschlagenen Angriff völlig ruhig verhalten. Vor Metz treffen täglich französische Ueberläufer in größerer Zahl bei unseren Vorposten ein. Kintzheim, 23. October. Vergangene Nacht 1. Parallele gegen die Süd- west-Front von Schlettstadt auf 5—700 Schritt ausgehoben. Diesseits stehen 32 Geschütze im Feuer. Verlust nur drei Mann. gez. von Schmeling. Aus Lille, 22. Oct., wird telegraphisch gemeldet: „Die Preußen sind gestern Vormittag 10 Uhr nach einer halbstündigen Kanonade in St. Quentin eingerückt. Angesehene Bürger jener Stadt sind heute früh mit einem Extrazuge hier eingetroffen, um sich bei der Bank die vom Feinde requirirte Summe von zwei Millionen zu beschaffen, und sind um 7 Uhr wieder zurückgekehrt. Die Eisenbahnverbindung mit Amiens ist unterbrochen; die Züge müssen bei der Station Albert anhalten." Tours, 21. Oct. Der Moniteur vom 19. Oct. schreibt: „Chalons wurde eine Coutribution von 1,600,000 Francs auferlegt, fast 1000 Francs per Kopf. Wüßten die anderen Nationen, was sich jetzt in Frankreich begibt, alle ausnahmslos würden sich waffnen und zu Hülfe eilen!" Der „Siecle schreibt: „General Mazure, Excommandant von Lyon, hat sich in Tours aufgehalten. Eine Armee-Division der Loire-Armee soll ihm übertragen worden sein"; die „Liberty" : „Der Maire von Beaugenay wird füsilirt werden, er hat dies wohl verdient und sollten die Generale, die über ihn zu richten haben, dies nicht thun, so sind sie eben so strafbar, wie er selber. Man erwartet stündlich ein Decret der Regierung, daß Jeder füsilirt werden soll, der dem Feinde was immer offerirt." Der an der Spitze des Armeewesens als Gam- betta's Secretär gestellte Ingenieur Freysinet hat, laut einem Communique in den heutigen Journalen, seine Wirksamkeit damit begonnen, die Generalstabskarte von Frankreich photographiren zu lassen, um damit „jetzt sämmtliche Offiziere der französischen Armee zu versehen". „Werden dann", sagt ein Blatt, „künftighin unsere Landeskinder fast eben so genau das Kriegsterrain kennen, wie die preußischen Offiziere?" Garibaldi's Schwager, Canzio, ist mit mehreren Freunden in Marseille eingetroffen. Garibaldi's Söhne werden nach dem „Siecle" noch erwartet. Tours, 22. Oct. Depeschen aus Lille zufolge ist gestern St. Quentin vom Feinde besetzt worden. Die Preußen marschiren nach Amiens in zwei Colonnen, die eine von Breteuil, die andere von Montdidier aus. Toms, 22. Oct. Gambctta hat an Stelle des Präfecten von Marseille, E-quiros, als Generalcommiffär der Bouches du Rhone Marc Dufresne ernannt. Derselbe ist aber von der Nationalgarde festgenommen und nach Marseille in's Gefängniß geworfen worden. Belgischen Blättern entnehmen wir folgende deutscherseits noch nicht gemeldete Nachrichten: „Etoile" vom 19. d. sagt: „Eine aus Lille und Valenciennes angekommene glaubwürdige Person versichert, in Lille sei unter dem Vorsitz des Präfecten des Norddepartements, Testelin, ein Kriegsrath gehalten und in demselben beschlossen worden, St. Quentin solle den Feinden keinen neuen Widerstand entgegensetzen. A. de la Forge, welcher dem Kriegsrathe beiwohnte, habe lebhaft gegen den Be- schluß protestirt und sei sofort nach Tours abgereist. Der Beschluß de- Kriegs- raths gründete sich auf die Nachricht, daß 25,000 Mann Preußen von der Blo- kade von SoiffonS sich auf Saint Quentin richteten. Saint Quentin ist gestern von den Preußen besetzt worden." Poitiers, 19. Oct. Der „Liberal de Cambrai" verlangt, daß die Regierung die Altersklasse 1871 zum Kriegsdienste schon jetzt einberufe. — Die „Liberte de Rouen" meldet: „Der Maire von Gisors, Mr. Lepöre, drohte den Nationalgarde-Offizieren, ihre Namenslisten den heranrückeuden Preußen mitzutheilen, wenn sie durch ihren Widerstaudsversuch Unglück über das Städtchen bringen wollten. Als die Offiziere daran sich nicht kehrten, führte dieser des Namens unwürdige Maire seine Drohung aus und zwang dadurch die be- klagenswertheu Opfer der Denunciation zur Flucht." Aus Gibet, 20. Oct., wird gemeldet, daß das Bombardement von Me- ziores begonnen habe. Brüssel, 20. Octbr. Hier eingetroffene Marseiller Nachrichten constatiren, daß sich die dortige Lage trotz der Abberufung Esquiro's nicht gebessert hat. Die Einwohnerschaft befürchtet eine Plünderung durch die unteren Volksclassen. Die Banquiers und Kaufleute schicken ihre Sachen in's Ausland. Die Rheder schicken ihre Fahrzeuge nach Genua zum Löschen. — Der Lyoner „Salut Public" fährt fort, die Zuchtlosigkeit der Truppen zu rügen. — Die aus Tours eingetroffene „France' fordert die Regierung auf, die Politik des Zögerns und der Unentschlossenheit zu beendigen. Brüssel, 22. Oct. Dem Journal „Le Fran^ais" zufolge wäre die Reise Gambetta's nach den Vogesen durch ernstliche zwischen General Gambriel und Garibaldi auszebrochene Zwistigkeiten veranlaßt worden. Garibaldi beanspruche das Obercommando. Trotzdem Gambetta gegen Garibaldi entschieden habe, sei es sicher, daß Gambriel seine Entlassung geben werde. Brüssel, 22. Oct. Berichten aus Lyon zufolge hat die dortige Bevölkerung den Befehl erhalten, sich auf zwei Monate zu verproviantiren. Aus Marseille wrrd gemeldet, daß die daselbst angeordnete Austreibung der Jesuiten auf das ganze Departement ausgedehnt worden ist. Brüssel, 22. Oct. Die „Jndependance belge" bringt einen vollständig verbürgten Expreßbcricht aus London, wonach dirccte Friedensunterhandlungen zwischen Bazaine und Trochu einerseits und Bismarck andererseits geführt wurden und bereits bis zur Unterzeichnung der Dokumente gediehen waren, als Bismarck den Einmarsch der Deutschen in Paris als alleinige materielle Garantie des Vertrages verlangte und Trochu nun die Unterzeichnung nicht wagte. — Bazaine wird in den nächsten Tagen capituliren müssen. General Boyer ist bereit- nach Metz zurückgekehrt und hat den Donnerstag bei der Exkaiserin zugebracht. Brüssel, 23. Oct. Die „France" sagt, daß die Bevölkerung von Tours mit großer Angst den Bewegungen der preußischen Loire-Armee folgt. — Die „Gazette de France" erzählt, Thiers habe nichts Beruhigendes von feiner langen Reise berichtet; in Florenz habe er keine gute Aufnahme gefunden. — Die „Liberte" versichert, Bazaine habe Verbindungen mit Thionville hcrgestellt. Dasselbe Blatt veröffentlicht einen langen Brief Girardin's an Bismarck. Der „Elbs. Ztg." wird aus dem Hauptquartier der III. Armee geschrieben: Versailles, 15. Oktober. Gestern habe ich einen großen Theil unserer PositionS- geschützo selbst gesehen, lauter prachtvolles Material, und so placirt, daß es den Wirkungen des feindlichen Feuers entzogen ist, im Augenblick des Bedarfs aber sofort in die geuerlinie gebracht werden kann. Näherer Angaben muß ich mich enthalten; obschon kaum noch die Gefahr vorliegt, daß der Feind aus unseren Notizen Vortheil für sich ziehen kann, ist eS doch immer besser, über gewisse Dinge Schwelgen zu beobachten. Ich zweifle nun nicht mehr, daß unsere gezogenen Mörser und 24pfünvigen Kanonen recht bald ein verständliches Wort gegen Paris sprechen werden. Wenn diese Ansprache von allen Punkten des großen Feuergürtels zugleich beginnen wird, dürste es wohl Vielen schwül und bange werden in der Riesenstadt, und es scheint in der That, daß man schon jetzt alle diese Unerträglichkeiten vorempfindet und der heißen Luft Abzug verschaffen will. Von früh bis Abend hört das Feuern von den Forts und in der französischen Vorpostenkette nicht auf. Vorgestern früh versuchten sie wiederum einen Vorstoß gegen unsere Stellung bei Chatenay unv waren mit den Baiern fast den ganzen Tag über engagirt. Das Gefecht begann gegen 10 Uhr des Vormittags und zwar gingen feindliche AngriffScolonnen von den Forts Jffy, Vanvres und Montrouge gegen Clamart und Villejuis vor. Die genannten Forts eröffneten zugleich ein heftiges Artilleriefeuer gegen die diesseitige Stellung, das auf die ganze Linie bis nach Villeneuve-le-Roi und noch weiter ausgedehnt gewesen zu sein scheint. Unsererseits fuhren vier baierische Feldgeschütze in der vorwärts von Chatenay gelegenen Schanze auf (dieselbe wurde am 19. Sep^ tember den Franzosen abgenommen) und feuerten mit vielem Erfolg aus die feindlichen Bataillone. Der Kampf hielt bis zum Einbruch Der Dunkelheit an. • Gleichwohl ward es für uns nicht einmal nöthig, die Reserven heranzuziehen, und die Franzosen gingen zum Schluß in Unordnung hinter die Forts zurück; um 6 Uhr 50 Minuten fiel der letzte Schuß. Die Verluste waren bei den Baiern nicht erheblich (eines ihrer Geschütze war Demontirt worden) ; dagegen scheinen die Franzosen viele Todte und Verwundete verloren zu haben. Sic brachten die letzteren noch wahrend der Nacht bei Fackelschein in die Stadt zurück und suchten andern Morgen- zur Bestatlung Der Gefallenen um einen Waffenstillstand bis Nachmitags 5 Uhr nach, der ihnen gewährt wurde. Hier zeigt sich in einem kleinen Zuge wieder die Hallunkerei der Franzosen, denen jeder anständige Kriegsgebrauch absolut fremd zu sein scheint. Ich hatte mir gestern Nachmittag einen Wagen nach Chatenay genommen, um da- Gefechtsfeld vom Tage vorher und unsere eigene Stellung Dort anzusehen (vor Dem Eintritt in Den Ort begegnete mir ein französischer Parlamentär, Civilift, Der mit verbundenen Augen von einem baienschen Jäger auf die Straße nach Versailles entlang geführt wurde). In Chatenay wurde ich benachrichtigt, daß bi- 5 Uhr Nachmittags Waffenruhe fei, und daß ich bis dahin die Hochgelegene Schanze besichtigen könne; zwei Telegraphenbeamte und ein preußischer Militärarzt begleiteten mich. Wir waren kaum auf Der Höbe angelangt, von Der man einen Theil de- Gefechtsfeldes übersehen kann, und standen noch ca. 100 Schritt hinter Der Schanze, als schon — unsere Uhren zeigten übereinstimmend 473 Uhr, Der - Waffenstillstand lief also noch eine halbe Stunde — in Der französischen Linie das Feuer wieder aufgenommen wurde, ohne daß es von unserer Seite auch nur - in der geringsten Weise provocirt worden wäre. Da- ist französische Ritterlich- : feit! Ehe wir ee uns versahen, Pfiffen die Kugeln mit jenem bekannten unheim- i lichen Tone uns um Die Köpfe, und wir traten natürlich Den Rückweg an, weil . wir Den französischen Buschkleppern nicht das Vergnügen machen wollten, ihnen als Zielscheiben für ihre Schießübungen zu dienen. Der Weg von Chatenay zur Schanze und zurück führt fast nur durch Gärten mit reizenden Anlagen. Die auf dieser Seite gelegenen Häuser und Villen haben aber vom Granatfeuer — zuerst am 19. September — bedeutend gelitten; viele von ihnen sind dem Einstürze nahe. , Aus dem Hauptquartier Versailles, 16. Oct., wird der „Wes.-Ztg. BSrseußachrichteD. 22. October 1870. Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . • n doppelte Holl. fl. 10 St. Duoaten . • 20 Frankenst. 9 571/2-58Vs 9 43 Gld.fehl 9 43 • „ „ 9 55 5 35-37 9 28Vr29Vi zum Klappen kommen wird." Di? „Bcrlingske Tidende" bringt ein Telegramm aus London, des Inhalts, daß Metz nicht ferner zu halten, daß Rouen sehr bedroht sei, daß aber die fran- geschrieben: „Die wiederholten Conferenzen, welche der Abgesandte Bazaine's gestern mit dem Grafen Bismarck und General v- Moltke hatte, scheinen zu einem Definitivum noch nicht geführt zu haben; indessen soll man sich sehr genähert haben und glaubt, daß die Uebergabe der Festung Metz in wenigen Tagen gewiß erfolgen dürfte, Bazaine, dessen politischer Ehrgeiz und Herrschsucht bekannt ist, hat durch seinen Parlamentär hier leise Andeutungen auf eine Restauration der Napoleoniden auf den französischen Thron machen lassen. Bazaine's Combination und Lieblingsidee ist, beu kaiserlichen Exprinzen, nach förmlicher Verzichtleistung des Kaisers auf den Thron Frankreichs, auf denselben zu erheben und sich als Regent zur Seite zu stellen. Bazaine hält sich heute noch als den einzigen Vertreter Frankreichs, mit dem Deutschland in Zriedensverhandlungen treten kann. Die Männer der provisorischen republikanischen Regierung vollständig verläugnend, sieht er mit Schrecken die Anarchie über Frankreich hereinbrechen und ist der festen Ueberzeugung, daß momentan nur ein straffes Regiment im Stande sei, vielleicht noch manches herbe Schicksal seinem Vaterlande zu ersparen. Die mit dem Parlamentär bis jetzt gepfloge- Engl. Souver. 11 52-56 Rusa. Imper. 9 45-47 Doll, in Gold 2 25i/a-26‘/t benütze». — In der letzten Zeit ist wiederholt das Gerücht aufgetreten, die Hessische Division werde vom 9. Armeecorps getrennt und statt der 22. Division m:t dem 11. Armeecorps vereinigt, somit nach Paris befördert werden. Ob düs sich bewahrheiten wird oder nicht, kann ich nicht beurtheilen. Nichtig ist, das die 22. Division mit der Loire-Armee verbunden wurde. Die „Aach. Ztg." entnimmt einem Feldpostbriefe aus dem Lager vor Metz vom 18. October folgende sehr bemerkenswerthe Stelle: „Wir haben uns die letzten Tage beständig zum Ausrücken bereit halten müssen, weil es in Metz an- fängt, sehr unruhig zu werden. Die Einwohner haben nämlich offen demonstrirt und verlangen von Bazaine Uebergabe von Metz, um aus ihrer peinlichen Lage erlöst zu werden. Auch die Soldaten fangen an zu murren; die Deserteure meh- ren sich und vorgestern soll ein Offizier mit seiner ganzen Feldwache übergetreten sein. Das sind böse Zeichen und man kann jetzt wohl annehmen, daß eS bald 9(fübit wurtti tn' als Bisinaij «Mik dk- $tI, ■fite. — BaM r iß bereit« nach 'gebracht. lung sen Tm folgt. - lii »n seiner lang« - De „Liberte* dasselbe Blatt *IL 8« 9«. 3e|uittn auf Ä !ment von Ak. J? tönhtirii hat. bj's ^fter ftyfa ‘ ,ln9ttrofa "nc «5 I? J“ "* 411 »»«ftnitt Vermischtes. Den fiamefsicken Zwillingen wird jetzt durch ein zweiköpfiges Mädchen, das gegenwärtig in den Vereinigten Staaten von Nordamerika zur Schau gestellt wird, eine starke Evncurren; bereitet. Das Mädchen ist 17 Jahre alt und als Sclavin in Columbus County in Nordcarolma aeborcn - fie ist von Heller Mulattcnfarbe und hat zwei von einander völlig unabhängige, gut entwickelte Köpfe mit nur einem &ib. Ei- spricht, singt, ißt und trinkt zugleich m.t led.mMunde; spricht zu gleicher Zeit mit zwei Personen über zwei verschiedene Gegenstände; singt recht hübsch zweistimmig oder spricht und singt zugleich. Im Umgänge ist fie freundlich, hat feinen Tact und ist sehr verständig. Obgleich sie bei zwei Armen vier Füße hat, die fie sammtlich oder zur Halste zum Gehen oder anmuthigen Tanz benutzt, so erklären u.A. Aerzte des Jefferson Medicmalcottege in Philadelphia sie doch für keine Monstrosität, sondern für em interessantes Naturwunder. Nach jenen Urtheilen übertrifft das Naturspiel das der siamesischen Zwillinge bedeutend und ist lieblicher anzuschauen. Nicht unwahrscheinlich dürfte es sein, daß die ungenannte Miß auch den alten Con- ttnent mit ihrem Besuch beehrt. (Huhu.) ~ inner gtförieh: »öftrer Mont, art, taß es in les Bedarfs ober >en ll.utz ich mich . eint aus uofenn t, übrr getvifst lax iinftrt gt« Itn ^un!ttn W fielen schmi unt , tstz man schon Lüft Sbjng 6tv. zorts nnt in t« tten fie vielem n mit tnt Baien [tgtn 10 Uhr ttl ktt öcrts 3fr gtmnnici esseitige Ltelluug, weiter ausgelehnt ellg-f-vhe innrer tze am 19- Erfolg auf die u Dunkelheit an. ich btranifljie^”/ p,e -orts pnhf; 5t waren bei Vw pcrOCl)) Wg - ,fi haben- eit « Pie Statt |0- jflnten «" äbrt vurie. gW«' ttö , 34 He mit Dal AMi' te° IC» M ,'»k 4'.L,N "r Hl'"1*, !*» Kdn«" wlil f‘ ttz«" " '° Si-l"" M «,1,8» Preuss. 41/2% Obi. 92 Frankf. 31/2% Obi. 791/4 Nass. 41/2% Obi. 91% Kurh. 40/0 Obi. 82'/2 Hess. 40/a Obi. b. Roths. 92i/4 „ 31/2% do- do- 871/2 Bayer. 5% Obi. 97i/2 „ 41/30/0 1jährige 917/8 n 4O/o i/2jährige 851/4 Würtemb. 4i/2% Obi. 91 Baden 4V2% Obi. c. E.L. 92 Oestr. 50/g b. B. 547/g „ 50/g National 7 4 Vs „ 50/g Metall. Obi. — w 50/g M. steuerf. — jlmer. 60/g 1882r Bds. 951/2 „ 60/q 1885r 94yfl__ Actlen. Frankf. Bank 1283/4 Oester. Bank 692 „ Creditaot 245 V» Darmßt. Bankaot. 324 '/j Priorfit Aten. 50/g östr.F.St. E. B. 3731/2 Ludwigsh.-Bexbach 162i/2 Maxbahn 1073/4 Bayer. Ostbahn 1231/2 Hess. Ludwigsbahn 136 30/g östr. Stsb.-Prior. 56i/2 3% östr. e. Lombard. 45i/2 30/g Livomeser 32 50/g Tosoaner 51 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 50/g Elisabeth-Prior. 771/4 do. II. Emiss. 74i/2 Anlefitensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 63V2 Nassau fl. 25 b. Roth. 39i/4 Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. — 4% bayr. Präm. Anl. 1063/@ 40/g badische Loose 1041/2 Badische fl. 35 Loose 57 1858r Prioritätsloose 149 */2 1860r Loose 757/8 1864r „ 109 Wechsel. Amsterd. k. 8. 1001/4 Augsb. k. 8. 997/8 Berlin k. 8. 1057/g Bremen k. 8. 97 Cöln k. 8. 1043/4 Hamburg k. 8. 88 Leipzig k. 8. 1043/4 London k. 8. 1187/e Lyon k. 8. — Paris k. 8. — Wien k. 8. 95% Disconto 40/g G. Geldüorten. Pr. Cass. Sch. 1 443/<-45 Pompackrs w7rd-n^ lMe ihr7 Forrfttzung 8 jösische, Regierung hartnäckig allen Rathschlägen gegenüber auf der Ablehnung Der „Köln. Ztq." wird aus Scdllll, 19. Oct., über den räthselhaften levcr Gebietsabtretung verharre. ~ r Vorfall in Stenay Näheres gemeldet. Wir nennen den Vorfall räthselhaft, Nancy, 16 Oct- Was strenge Maßregeln vermögen, haben d e m Folge weil es uns nicht denkbar ist, wie man die Festung Montmedy ohne Ceruirung der Attentate au Gcnsd'armen m Flavegny und Vezelrse erg ngee»Drchun- sich überlassen konnte, oder wie die 800 Manu der Besatzung, bei vorhandener gen bewresen. Nachdem die Ermordung des erneu Geusd armen mrt hoher Geld- Serniruna durch brechen konnten. Man schreibt i Richtig ist, daß am 11. c., büße gesühnt war, hat die Ankündigung der Einäscherung der berden Communen früh 5 Uhr, bei dichtem Rebel etwa 8U0 Manu "der Besatzung Montmedy's für den Fall der Nichtauslieferung der sechs gefangenen Gmsd armen^ das Re- i,r Stenay eingefallen, dort den Etappeu-Commandanten nebst seinem Adjutan- sultat gehabt, daß diese letzteren, welche beinahe schon bis Lyon transportirt teu, zwei zufällig dort anwesende Artillerie-Offiziere, einen Jntendanturbeamten, waren, heute hierher wohlbehalten zuruckgckehrt su d. (B. C.) Saarbrücken circa 100 Wehrleute der 5. Compagnie des Bataillons Brühl, circa 40 Wehr- London, 22^Oct. Emer Depesche der„Da,lNews, aus Saarbrücken teilte des Landwehr-Bataillons Borken und 40 Kranke gefangen genommen infolge sanv-n ,n Metz anläßlich der 6 ^un« hiTirr Unsererseits wurden überdies hierbei ein Utttcroistüer schwer und meh- Unter den halbverhungerten «vleaten finden zahlreiche Discriionen Natt. „«UN eLer und meldet- Di- Admiralität hat da« Kriegsschiff HeU on" nach Havre beorder , wo Schlauheit ist es zu danke», daß vier Offiziere - n. A. der Premier-Lieute- die Bevölkerung englische mit Lebensrnittel befrachtete Schiffe mit Gewalt nant v. Wuuster aus Köln und Lieutenant Hillebrandt aus Mimstereifel — Auslaufen verhindert. w . Borsenballe" aus Cur- mit dem Rest zweier Compagnie» nach Monzon entkamen. In der Behausnug Hamburg, ^. O-t. Na» einem Telegran,m der Bor nhalle aus Eut des Etappeu-Command-iirs fand man -ine Casse mit circa 10,000 Francs, die Haven 'st das. r°Ni°stscoe G, schwad-r n 18. d. , AbE 7/, Uhr , wefino d natürlich mit nach Montmedy geschleppt wurde. Um 8 Uhr Morgens war westlich von Helgoland, westwärts steuernd, gesehen worden. Heut- find das Intermezzo zu Ende. Am nämlichen Tage gingen von hier aus sechs feindilchen Schiffe gejeyen. 24-Pfünder (französische Geschütze) nebst Bedeckung über Stenay, Dun sur la --------— Meuse nach Bras bei Verdun; diese Colonne bivouacirte die Nacht vom 11. 19 Ortbr. Soeben langten, schreibt die „Ess. Ztg.", von der zirm 12. in und um Steuay herum, wobei N-chtfeuer angczrmdet waren, ,ener -ntr ' jDe ,,(j fibln ^mmend, unter starker Escorte, dazu empfangen von Reisende hat wahrscheinlich diese für ein Jnbrandfetzen des Städtchens Stenay Infanteristen und Ulanen hiesiger Garnison, etwa 500 TurcoS gehalten! Hier in Sedan versehen dl- Bataillone Deutz und Bruhl den <6e» f n .^£8 ^frührerischen, disciplinarwidrigen Verhaltens in den nicht leichten Wachtdrenst; die Bataillone Siegburg nnd Neuß liegeir vor Me- gQf[rnen fcer ()ie/t8en gltabEae, abgeschnitten und fern von >edem Verkehr, intet- Mes; die morgen ablaufende Wassenrnhe ist franzostschersetts gekündigt wor- toirten s^en Die phantastischsten Gestalten mit wahren Galgengesichtern, den. Die 1. Compagnie Deutz steht bei Bras vor Verdun und hat sich bei Schwarze sah man unter diesen modernen Trägern der Civilisation. Die der Belagerung der trotzigen Festung ausgezeichnet. .... in den Kasernen bisher gelegenen Soldaten haben riesen Völkern weichen müssen Courcclles, 18. Oct. Gegenüber verschiedenen Gerüchten von einer Hebet- den Bürgern einquartirt. Man erwart» hier noch 7000 Gefangene, gäbe von Metz theile ich Ihnen mit, vaß man tn militärischen Kreisen viese Dresden 19. Oct. Die bedeutendste unseret Handelskammern,-die Leipzigs, Zllusion nicht nur nicht theilt, sondern sich auf einen <°ngwiengen Winterfeldzug jn . ' Sitzung vom 17 d. dahin ausgesprochen, daß sie in dem An- vorbereitet. So werden, außer wollenen Sachen, ea. 6—1000 eiserne Oefen in B01) ei^c u:,c Lothringen an den Zollverein keine Gefahr für die deutsche Deutschlanv für das Metzer Eernlrungseorps getauft. Auffallend ist, was auch I 8 « fte sich einstimmig für folgenden Antrag von anderer Seite gemeldet wird, daß die Lteferungsverirage für Die deutschen “ 8 Truppen in Frankreich noch keine Erneuerung ersahren haben, obgleich der Er- Die Etaatsregierung walle ihren Singuß dabin verwenden, daß bei dem Friedenivertrag neuerunastermin mit dem 20. d. M. abläuft. Sämmtliche Vorräthe der Liefe- Frankreich beziehentlich bei der Erneuerung des Handelsvertrages eine billige Reciprocität und ranten sind nach Epernay dirigirt. das Princip einfacher specifischer Zölle gewahrt, insbesondere die französischen Eingangszolle für Ans dem Lager vor Metz wird der „Augsb. Allg. Ztg." unter dem 8. d. Garn Grassier de Saint Simon betonte im Mini- der Belagerung von Metz verdient unter vielen herrlichen Thaten auch sterium des Auswärtigen den Abgang so vieler Freiwilligen nach Le morten welckie das 10 Armeeeorps bisher einnahm. Die Franzosen mußten mit den englischen Volksvereinen über Unterstützung »erhandeln. - Ein konig- ein blutige« Treffen bei les Tapes an der Mosel. Die Landwehr hielt sich Pracht- 1 tcß, die Artillerie gab ihre Granaten dem Feinde hageldicht. Plötzlich aber sausten auch die französischen Granaten von mehreren Seiten unter die preußischen Geschütze. In einem Augenblick hatte der Premier - Lieutenant, welcher tn der ersten leichten Reserve-Batterie de« 11. Artillerie-Regiments den ersten Zug führte, QA seinen beiden Geschützen von zwölf Pferden nur noch zwer auf den Beinen, die anderen zehn lagen niedergeschmettert im furchtbaren Gcwirre, ihm selbst wurde sein Pferd unter dem Leibe erschossen, ein Protzkaften zertrümmert, Rad und Dnchlel rerschossen. Aber rasch springt der Offizier hinzu, ruft alle Mannschaft herbei, den gefallenen Pferden werden in Eile die Halfterketten und Zugel abgenssen, und die ganze Mannschaft legt sich an die Stränge und schleppt mit ungeheurer Anstrengung, die fallenden Kanonen haltend und richtend, beide bis h'uter ein nahes Gebäude. Hier vor den Kugeln einigermaßen gesichert, wird bas Räderwerk an den Geschützen mit den Halfterketten und dem Riemenzeug, so gut es ;n ter Schnelligkeit gehen will, zusammengeflickt, wiederum legen sich die starken Männer in« Geschirr und schleppen glücklich beide Geschütze aus dem Geftchte, bis sie gerettet sind. Nicht blos der Offizier - Prem.er-Lieutenant Fortsch, Sohn tt« GpmnasialdireetorS in Naumburg — sondern auch zwer seiner Leute, die ihm in der Bedrängniß am wackersten beisprangen, wurden mitt dem Eisernen Kreuze geschmückt. „Der eiserne Zug" war alsbald mit neuen Pferden versehen, d,e Beschädigungen an den Geschützen wurden ausgebeffert, und am Morgen des 7. Oktober, als die Franzosen in derselben Richtung mtt verstärkter Gewalt den Stoß wiederholten, stand der Zug wieder bereit zum Gorze, 19. Oct. Der Correspondent des „M- Abdbl. schreibt. Oestern Abend kehrte der nach Versailles gesandte Parlamentär Bazame s nach Metz zurück. Seit Samstag nimmt die Zahl der Ueberlaufer, welche aus Metz herauskommen, täglich zu. Dieselben haben einstimnug erzählt, daß m Dietz em- psindlicher Mangel an Lebensmitteln herrsche, daß die Bewohner gegen Bazame zu revoltiren begännen, weil derselbe fixirte Rationen auch für die Bewohner vorschreibe. .Krankheiten herrschten keine in Metz, vielmehr befanden sich Alle auffallend wohl, trotz der schmalen Nahrung. Unter den Soldaten herrsche auch gute Disciplin, indem Bazaine mit eiserner Strenge dieselben zilsammen- halte, die Leute überdieß ein unerschütterliches Vertrauen zu semem Feldherrn- t alente hegten. Der 18. October, an den wir überdieß durch das in der 9iahe siegende große Gehöfte Leipzig erinnert werden, verlief hier vor Metz ganz in der Stille, obwohl man glaubte, Bazaine würde diesen Tag zu einem Ausfälle Ne. 1 oer- Best« Deins Daheim Fsilgebotenss. (•9 2 •e. | 4549) Regulir-Oefen (A 40/X.) Redaclion, SDcutf und Verlag der Brühl'schcn Un-ivDruckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 1) 2) 3) 4) 5) 6) 250 60 circa Stück Weißkraut, „ Wirsing, Ctr. Sauerkraut, r-S t=ln 2,5- (?irf Tajcfientud) Die ( Gäter ju (8 (8ieß Im Saale des Cafv Leib. osmorama 51460) Bei D. Carl in Ebsdorf (Kurheffen) sind vorzügliche Tyroler Krauthobel (mit 2, 3 und 6 Meilern) wieder angekommen, für deren Aecht- heit garantirt wird._________________ 3) ungebleichte Leinwand (sog. Futterleinen), 4) gebleichtes Leinengarn Nr. 2) (sind Muster einzusenden), 5) blaues und graues Leinengarn Nr. 20, 6) Hessenzwilch, 7) Halstücher und Sacktücher, 8) Arbeitsutensilien für Schuhmacher, Schneider und Näherinnen, 9) Stahl und Eisenwaaren, 10) Leim (sind Muster einzureichm), 11) Seilerwaaren, 12) Dielen und Latten, 13) Holzbohlen in verschiedenen Sorten, 14) Roßhaare, 15) einfaches Fensterglas tn verschiedenen Dimensionen, 16) Eichenholzdauben zu Küferwaaren, 17) Spiritus, 18) Soda (calcinirte), 19) Boy, . 20) ausgeschnittenes Leder zu Fußbekleidungen, Rindleder, Schafleder und Weberschurzfelle. Alle Forderungen sind nach dem neuen Maaß- und Gewichtssystem des norddeutschen Bundes zu machen und die Offerten in den vor dem Directorial-Bureau aufgehängten „Soumissionskasten" einzulegen. Die Lieferungsbedingungen sind täglich von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 6 Uhr Nachmittags auf dem Directorial-Bureau einzusehen. Maricnschloß, den 14. October 1870. Großherzogliche Landeszuchthaus-Directipn. Scriba. Vermischte Anzeigen 4542) Zum augenblicklichen Eintritt suche ich einen anständigen und tüchtigen Wirth- schafts-Jungen. Louis Busch Wiltwe. Ui ! leistenden T Ui uns über fi 4527) Alle Sorten Petroleum-Lampen, als: Tisch-, Hänge-, Wand- und Küchenlampen, verzinnte Kuchcn- aeräthschaften, Messer und Gabeln, Kaffeemühlen, lackirte Blechwaarcn und alle in dieses Fach einschlagende Ärmel empfiehlt unter Garantie zu den billigsten Preisen. Carl A u g. Faber, Spengler, am Markt. 3 ysi'fiechnm 4519) Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neuenweg Lit. B- Nr. 194. Besondere Bekanntmachung. Den Feldschutz in der Gemarkung Gießen. 4534) Dem Publikum dient zur Nachricht, daß der hiesige Bürger Philipp Dörr als Feldschütze der Gemarkung Gießen verpflichtet und in seinen Dienst eingewiesen worden ist. Gießen, den 22. October 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. LI Die Nr. 3, die neueste Kriegs- $1 nummer, enthält: = = Der Generalstabschef der II. deutschen Armee. Mit Porträt des Generals von Stichle — Amata. (Forts ) Novelle von Hans Tharan. — Vom Füsilier Kutschte. Mit seinem Porträt. — Im großen Hauvt- quartier des Königs. Von unserm Berichterstatter Dr. Hans Blum. Mit Illustration. — Eine Fahrt im September durch das Elsaß. — Straße in Wörth am Tage nach der Schlacht. Von unferm Special artiste» E- Hunten. — Skizzen vom Kriegsschauplatz. Von unserm Berichterstatter Georg Hiltl. VI. Von Wörth nach Weißenburg. — Am Familientische: Das Franzosenlager in Minden. — Das Münster zu Straßburg. Gedicht von Julius Sturm. — Zwei Siegesbotschaften. Zu den Bildern: Moltke, den Sieg von Gravelotte verkündend; und: Nächtliche Beschießung Straßburgs. — An Straßburg- Gedicht von Karl Stieler- Preis pro Nummer 2‘/2 Sgr Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E- Heinemann, I. Ricker. WersSsigsrANgeN. 4439) Mittwoch den 26. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden dahier für 1871 zur Lieferung Bekanntmachung. 4535) Die Lieferung des ' nächstjäbrigen Bedarfs der " Main-Weser-Bahn an: Bu- ' chenscheidholz, Reiserwellen, w Coaks, Braunkohlen, Lampendochte, Mb öl, roh und raffinirt, Vul- canöl, Petroleum, Stearinlichter, Pechfackeln, Zündhölzer, Hanfheede (Werg), Reiserbesen, Kern- und Harzseife, Schoch leinen, Makulatur, Streusand, Chlorkalk, Waschleder, Putztücher, Terpentinöl, Talg, Kupfervitriol, Bindfaden, Fruchtgummi und Plomben, — soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Termin hierzu wird auf Montag den Y4. November d. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Geschäftslokale der unterzeichneten Direction auf dem Bahnhofe zu Cassel anberaumt. Die Offerten, deren Eröffnung in Gegenwart der etwa persönlich erschienenen Submittenten stattfindet, sind fran- cirt, versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Lieferung von Betriebsmaterialien" versehen, vor dem bezeichneten Termine hierher einzureichen. Die Lieferungsbedingungen nebst zugehörigen Bedarfsnachweisungen liegen bet unseren Betriebsmaterialien-Verwaltungen zu Cassel, Gießen und Frankfurt a. M. zur Einsicht auf, auch können Exemplare derselben, auf portofreies Ansuchen von den genannten Dienststellen, gegen eine Gebühr von 4 Sgr. pr. Stück bezogen werden. Cassel, den 14. October 1870. Königliche Direction der Main-Weser-Bahn. Kunst-Aussttllung von Glas-Photagrophiten. Dasselbe ist täglich geöffnet, und zwar von Morgens 10 bis Abends S Uhr. — EnirSe 12 fr. A. Förster. 435Von diesen Oefen, welche für einen ganzen Tag und länger nur ein Mal gefüllt werden, unterhalten wir große Auswahl in Form und Größe, für gewöhnliche Zimmer bis zu den größten Gastzimmern, Arbeitssälen und Wartesälen. AMjg MlUlUUg & jSÖljUt „zur Neichskrone" in Frankfurt a. M. steigert: 1000 1 4547) Allen Denjenigen, we.lche unfern geliebten, unvergeßlichen Gät- M ten, Vater, Bruder, Schwiegersohn Mund Schwager, Philipp Jäger, iBI zu seiner letzten Ruhestätte begleitet M haben, unfern innigsten Dank- 'S Gießen, den 23. October 1870. M Die trauernden Hinter- (l M bliebcnen. ] Wo Manner, wie! ^Professor I. Moschelcs — Hofcapett-S Enteister Julius Nietz — Hofcapell- Zmeifter Karl Krebs die ehrendsten lUtthcile über die fchönftcn Walzer: Iugendträume" (PreiScompofitton) «von O. Hübner-TramS. — ^Vur- ^schcntänze" von Jobs. Schondorf. — E„Frühlingsreigeu^ von Julius Lam- #mev6 abgebcn, da darf man versichert Mein, daß diese Pi«cen auch wirk- 61rd)c Cabiiretsslückesind — Preis pro IOpus (4 Bogen starb) nur 12 V? Sgr. Zu beziehen von Robert Apitzsch^ in Leipzig und durch alle Buch- und Musikalienhandlungen. (4S46) | Vorläufige Anzeige. 4548) Einem hochgeehrten Publikum in Gießen die ergebene Anzeige, daß ich Anfangs December d. I. einen Tanz Cursus, verbunden mit gesellschaftlicher An- standslchre, im „Gasthof zum Einhorn" Hierselbst eröffnen werde. ' Preis für 16 Stunden 2 fl. 42 fr- ä Schüler. Alles Nähere besagt die Anfangs December circulirende Subscriptwnsliste. . Anmeldungen können schon letzt m meiner Wohnung bet Herrn Zimmermeister Herbert vor dem Neustädter Thor gemacht werten. 4u recht zahlreicher Betheiligung ladet ergebenst ein Emilte Pietsch, Tanz- und Anstandslehrerin. 58 Ctr- Ochsenfleisch,. 16 „ Schweinenfleisch, 16 „ Kalbfleisch, 7) „ 15 „ Schweinenschmalz. Marienschloß, den 14. October 1870. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. Scriba. W. ! toirO viel ( Itretenden F I gestellt und IM Lothrir : list unrichtig ikand, das Ihinaus juri ptrf«, stnde •I)ie persöni ttiicht gecinbk iterigen Ttc sNl ruhn — Dar R 'Die Plebst ides öffentli kinj-ln- Ife, f,„ ■ 3nh«f[e Vf Ihtrn fön, ^eil des L ru bringen, ^^lüruna “n>ri ^echt dre ; iannahnie l tst die Ern 15nfr ö£i Mme von ht Volker. !lnt schk r lole dj, t ”Öe" an9, ■ ??• ‘inen 4516) Ein Mädchen, welches Hausarbeit versteht und mit Kindern umzugehen weiß, wird gegen guten Lohn zum sofortigen Eintritt gesucht. Von wem? sagt die Exped. dieses Blattes. 4544) Zwei Herren können Kost und Logis erhalten. Schloßgasse Lit. A. Nr. 255. 4545) Ein ordentliches Mädchen, welches kochen kamt und sonstige Hausarbeiten versteht, wird zum sofortigen Eintritt gesucht- Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4539) Ein braves Dienstmädchen, welches mit häuslichen Arbeiten bewandert und mit Kindern umgehen kann, wird auf Weihnachten gesucht. Näheres in Lit. B. Nr. 149, Neuenweger Thor. 4537) Cinquartirung nimmt an Joseph Stein Wittwe, Hintergasse. Preis viertehc mit Bring"" Post bezöge' 4515) Zwei freundliche Zimmer, mit oder ohne Möbel, sind zu vermiethen und sogleich zu beziehen. , Postsecretär Hill, Seltersthor. 4538) Das seither von Herrn Oberlieutenant Winter bewohnte Logis, bestehend aus 4 Zimmern, 1 auch 2 Mansarden, 2 Kammern, Küche, Keller rc., ist zu vermiethen bei Chr. Löb er, Fabrikant. 4488) Oefen und Herde zu Holz- und Steinkohlenbrand, Füll - Negulir - Oefen, sowie Feuerungs-Geräthschaftcn, Ofenschirme rc., empfiehlt , r m _ _________Emtl Ptstor. 3627) Allen Malaga, Port- wein, Tokaycr', sowie gute, unverfälschte Rothweine, em- pfehlen I. A. Busch Sohne. 4198) Flanellhemden, Unterjacken, Unterhosen, Hcrrntücher empfiehlt billigst L. Kattretm 4372) Ein Logis im Nebenhause von drei Zimmern rc. ist an 'ine stille Familie zu vermiethen und alsbald zu beziehen bet ______________Flick & Kröll. 4505) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bet Krauskopf, ______Hofgerichts-Advokat. 4467) Zwei freundliche Parterre-Zimmer auf dem Seltersberg, in der Nähe der Eisenbahn. sind mit oder ohne Möbel, sogleich zu vermiethen bei K. Heusler, Ptarrer, im Pepplcr'schen Hinterhause. 4509) In dem Müller'schcn Hause in der Kaplansgasse ist ein Familienlogis zu vermiethen. Näheres bei E. Ottmann, Schloßgasse. Mobitien-Dersteigerung. 4536) Montag den 31. October, Morgens 9 Uhr, sollen die zum Nachlaß des verstorbenen Adam Koob auf der Steinmühle bei Bieber gehörenden Mobilien öffentlich meistbietend versteigert werden, als: 1) drei gut gehaltene Oeconomiewagen, ein Spazierwägelchen, zwei Pflüge, zwei Eggen, eine Fegemühle, eine Hobelbank, eine Drehbank, ein Sopha, eine Com- mode, fünf bis sechs Bettstellen, mehrere Kisten und Kleiderschränke, drei Tische, Stühle, Bänke und allerlei Haus- und Küchengeräthschaften, sowie sämmtlicbes Weißzeug, Bettwerk und sonstige Kleidungsstücke; 2) sämmtl-ches Holz aller Art. worunter sich drei Hackbretter befinden, ferner 20 bis 30 Centn er Heu und 20 bis 30 Centner Grummet. Rodheim, den 22. October 1870. Der Vormund: Christian Schlierbach HI. 4438) Donnerstag den 27. October l. I-, Vormittags 10 Uhr, werden dahier für 1671 im Soumissions- wege zur Lieferung vergeben: 1) Reiserbesen (sind Muster einzusenden), 2) Papier und sonstige Schreibmaterialien (sind Muster einzusenden), 4378) Einige schöne möblirte Zimmer, mit ober ohne Cabinet, sind im Zinßer'-^ scheu Garten zu vermiethen.______________ 4495) Ein freundliches möblirtes Zimmer ist zu vecmiethen bet C- Rah n- 4150) Ein Logis von 4 Zimmern, 2 Ca- bineten und allen dazu nöthigeu Räumen ist durch den Wegzug des letzten Miethers noch Frankfurt anderweit zu vermiethen und sogleich zu beziehen. _______Chr. Reiber, am Kreuz. 4543) Mehrere möblirte Zimmer sind zu vermiethen. Neustadt Lit- D- Nr. 57. Wermisthungen 4540) In meinem neu eingerichteten pauie in der Löwengasse sind einige Familienlogis zu vermiethen- _________________Th eodor Vogt- 3740) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net, in einer freundlichen Gartenwohnung, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar-1 Das Nähere bei der Exped. d. Bltts-__ 4550) Möblirte Zimmer zu vermiethen bei I. Becker Wittwe, Neuenweg B- 195. 4049) Im Cafe Kuhlmann sind möblirte Zimmer an ledige Herren zu oer- miethen und sogleich zu beziehen. Wohnung»-Veränderung. 4472) Meinen geehrten Kunden und Gönnern hiermit zur Nachricht, daß ich meine seitherige Wohnung verlassen habe und nnnmchr in der Schloss gasse, im Hinterhause des Herrn Bäcker M. Lenz, wohne. Ein braver Jnnge kann bei mir in die Lehre treten. I. Erb, Schnhmacher. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtlichk zollamtlichen Kormulare, ssnd zu haben bei W. Klee, Marktstraße. Oefen und Herde zu Holz- und Steinkohlenbrand, Feuc- rungs - Requisiten und alle Arten Kochgeschirre empfiehlt "(4541) __________I- G- D- Bap st- 3798) Für Militärs empfehlen wir wollene Jucken im Preise von I fl. 6 kr., 2 fi. fr., 1 fl. 18 fr. ic. ic., ferner Leibbinden in verschiedenen Sorten. I. A. Busch Söhne.