1870. Dienstag sm 27. September /II gäbe des Reglements vom 1. Juli 1868 zu j Besondere Bekanntmachung. befördern. 1ft7n soll in dem Gießener Stadtwalde, Distr l°b . ttn ibie» , auf ** (it btrübt*1" (taff «< jltttßk wn mein«’ V f übet n- verzeichnetes Holz öffentlich meistbietend versteigert werden, als: 199", Stecken Nadel-Prügelholz, 137-/4 » .. Stockholz, Wellen „ Neisholz, „*•». w- SKMÄiSÄgÄ"** Gießen, den 26. September 1870. Dr G o l d m a n n. P o l i z e i v e r o r d n u n g, 9lad)bew in der Mrohherzoglich Hessischen Provinz Obechessen Rmderpch^usoebrochm ist. P »erorbnen Gesetzes'»»^ Ap°ril"l88g, M^atzregÄ ^^^Es,'.i^"tbe»t.t7ein^iFabr^wä"ch7^un^rworfene) Wolle? Haare und Borsten, S?itI)nbof^ffleblateeflatltieufinb^n?tobaU We S^iefc^ feine™ öftere Strafe oorschreiben - einer Geldbuße »an 2 bis ,u 3) Zuwiderhanblungen Segen M Unvermögens verhältnißmaßige Gesängmßstrafe tritt. 41 «VäÄÄ’ÄÄat gegenwärtige Verordnung keine Anwendung. ___________________ Koblenz, den 22. September 187». _ __ ' Bekanntmachung, die Rinderpest betreffend. „ _. efinri£btUna der in unserer Bekanntmachung vom 21. d. M. erwähnten Desiufectionsstation zu Rodhenn ifl von dem ------ - Bekanntmachun g. Ä ÄSW»**- bl- ...... 30. S-P.-mb» er. WM - »« 24. MM. 18T0. •*»*** ***■ Major und Bezirks-Commandenr. tfcs- Einladung MM Abonnement. Mit dem 1. October 1870 beginnt ein neues 1*4^^C^2lbt>l^C jCnt -erstlbe «W eUX |4f ÄÄ & «tomiiren Uen. beträgt der 14»* 1 fl. 33 fr. incl. Postaufschlags. aufmerffam, daß nur dann voll- .bau-.., wem, sie fd,ru fetz, bei ber Poft ihr das Blatt auch im IV. Quartal 18/0 Winven Ervedition des Gießener Anzeigers, heben lassen. kl. DO Wieldll'^" Den l ö Arbl 4155) Süßer Aepfelweän 3 H. Schmall, Lindenplatz. bei Fabrikant Löb er. finden. 4134) Ein kräftiger Mann wird gegen werden. Hierauf Reflectirende wollen sich in meine Wohnung, Neuenweg Nr- 139, ^hen Lohn zur Pflege eines Kranken gesucht- Von wem? sagt die Exped d. Bl- bemühen. B- Katzenstein. abhängen? stät 04 GO V V mit teng, richt l id A <5? <0 r v Pl an 4131) Ein Laden mit Wohnung gleicher Erde ist zu vermie- then und sogleich zu beziehen bei Wilh. Nagel. Allen Frauen, deren Männer; allen Eltern, deren Söhne; allen Familien, deren Angehörige vor dem Feinde stehen, dringend zur Bea Dtung em- Das Marmor - Geschäft von e@. F. Rossbach in Mainz 3798) Für Militärs empfehlen wir wollene Jacken im Preise von 1 fl. 6 kr, 1 fl. 12 ft , 1 fl. 18 fr. rc- re., ferner Leibbinden in verschiedenen Sorten. I. A. Busch Söhne. 4168) Ein braves Dienstmädchen wird gegen guten Lohn gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts- 4103) Ein gebildetes Frauenzimmer, gesetzten Alters, bestens empfohlen, sucht eine Stelle zur selbstständigen Führung eines Haushalts, oder als Gesellschafterin bei einem älteren Herrn oder einer Dame. Nähere Auskunft bei der Exped. d. Bltts. 4135) Ein braves Mädchen, welches kochen kann, robb zu sofortigem Eintritt gesucht. i wem? sagt die Exped. d. Bltts. Dienstags in der Flachsbach und vor der Neustadt. Grünberg, den 23. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Arnold. empfiehlt sich in Anfertigung von Marmor-Arbeiten aller Art, namentlich auch von Cheminees, Grabdenkmälern etc. UeilgebotenLS. 4144) Oefen, Herde, Kohlenfasten, Feueraeräthe rc- empfehlen Flick L Kröll. Vor den todtbringenden Geschossen des Feindes gibt es keinen Schutz, roohl aber vermag schnelle und geeignete Hilfe die tyeuren Angehörigen vor den bedeutend größeren Gefahren der jetzt in Metz ausgebrochenen Cholera — dieser schrecklichen Seuche, die 1866 so viele, von den feindlichen Kugeln verschont gebliebene, theure Leben dahinraffte — zu schützen. — Das feit 23 Jahren rühmlichst bekannte »r. Radway’s Ready- Relief ist ein Specialmittel gegen diese Seuche und wird, sofort nach Vorschrift angewandt, in fast jedem Fall den Patienten retten- Was aber noch wichtiger ist, der tägliche Gebrauch be§ ‘ Ready-Relief schützt vor jedem Anfall der Cholera, rother Ruhr, die jetzt ja gerade bei den deutschen Truppen, in Folge des vielen Obstes, grassiren soll, Diarrhoe rc. MitWasser verdünnt, ist dasselbe ein vollständiger Ersatz des Branntweins und besser wie alle Magenbitter rc. Hieraus geht hervor, daß das Relief jedem einzelnen Soldaten unentbehrlich und diesen viel willkommener wie Geld ist, denn in fast allen besetzten Städten Frankreichs kann man für Geld nichts mehr haben! Außer von Taufenden Privatpersonen wurde die außerordentliche Wirksamkeit des Ready-Relief auch von vielen hohen Militärs, unter Anderen von den Generalen Grant, Shermann, Mr- Chellan rc- rc. rühmlichst anerkannt. Um nun einem Jeden Gelegenheit zu bieten, seinem vor dem Femde stehenden Verwandten oder Freunde schleunigst dieses bewährte Mittel zugänglich machen zu können, habe ich je eine Flasche Ready-Relief feldpo st mäßig in Leinen-CouvertS verpacken lassen und versende solches gegen Einsendung des Betrags per Postanweisung (1 fl- 12 fr.) sofort an die Armee ab, wobei es aber nöthig ist, daß die Adresse des betr- Militärs ganz genau angegeben wird und muß ich um gef. ganz ausführliche Adresse um fo dringender bitten, als ich in Folge der täglich einlaufenden Nachbestellungen *) und außerordentlich zahlreichen neuen Bestellungen keine Zeit für Anfragen wegen manaelhafter Adressen verlieren darf- Da ich den Herren Auftraggebern stets über erfolgte Absendung Poftquittung einsende und außerdem Herr Dr. Radway in New-York für den Erfolg garantirt, so dürfte dadurch roohl von vornherein jeder Zweifel in die Reellität des Relief beseitigt sein. Wer helfen will, der helfe aber schnell, denn wie leicht kann nicht von dem früheren Eintreffen das Leben elneS thcuren Angehörigen F. Adolph Richter in Duisburg a. Rh., Gencrnl-Depositair des Ready Relief. 3 sind rin n UNd ger, den Me. "Bitten 4. 5. 11. VI. 15. 22. Weg 413s) Reqcnröcke, Flanellhcmdcn, Unterjacken, Unterhosen, Leibbinden und Socken in reicher Auswahl bei Carl Wen;el. von Frrm Mathilde Werffenlmch. 4183) Das Wintersemester beginnt Donnerstag den 29. d. Mts., Morgens 9 Uhr Anmeldungen werden jederzeit entgegen genommen. Mit diesem Semester soll ein Eursus her italienischen Sprache seinen Anfang nehmen; Theilnehmerinnen sind gebeten, im Laufe der Woche sich anmelden zu wollen. Gießen, 26. September 1870. Die Vorsteherin 4049) Im Cafe Kuhlmann sind möblirte Zimmer an ledige Herren zu ver-ikann miethen und sogleich zu beziehen. jVon Verpachtung von Triebvierteln. 4179) Freitag den 30. Septbr. d. I., Nachmittags von 2 Uhr an, werden bei der Stadt Gießen circa 160 Stück leihfällige Triebviertel anderweit verpachtet. Zusammeuknnft am Nassauer Hof. Gießen, den 26. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Die 6 lern ihre sei selben, welc vielleicht be nächste Ze t der technisch Arbeit und Die' soll aber bi Im Falle )i lichein Zw« bindung zu die Äeweeb« Büreaux zu Arb Eolche, rot hierher mit wel bD aus c)\ für <01 ob e) i ivel 'X,rl koiMN Va °X 4170) Die mit der Casseler Industrie - Ausstellung verbundene DbftDerfteigcrunfl- 4142) Donnerstag den 29. September I- I., von Morgens 9 Uhr an, soll das hiesige Gemeinde-Obst, bestehend in Aepfeln und Zwetschen, unter den dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Ort auf dem Kreuz. Annerod, am 22. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Groß. Obstversteigmmq. 4175) Donnerstag den 29. September l. I., des Vormittags um 9 Uhr anfangend, soll das hiesige Gemeinde-Obst, größten- theils aus Aepfeln von vorzüglicher Qualität bestehend, öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist beim Teich, im oberen Theil des Orts. Rödgen, am 24. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Rödgen. Jnderthal. der hervorragendsten Ausstellungsgegenstände enthält 5081 G» Winne, ä Nthlr.'5000, 3000, 2000, 1500, 1000 rc. Vom Ertrage sind Rthlr. 5000 zum Besten der Hinterbliebenen gefallener deutscher Krieger bestimmt. . _ Loose ä 1 Rthlr. versendet der Vorstand der Allgemeinen Industrie-Ausstellung. Die Ausstellung ist noch bis 3. October geöffnet. Vermuthu Mobilgarl Dinoy wu Wolfen un Blätter vl mit Schau 22. waren wo von t Kanonen- Die bürg, wel Forts mit Acht Nach wieder im bürg gelan m Der Grund, d was die R der Armee nnem Zvk Zöchte. Di N^lands e ^«ntriren |0| h* M ®'l d.m„' "eal'schen Santtäls-Earps. 4180) Sämmtliche hier anwesende Mitglieder werden zu einer Versammlung auf Mittwoch den 28. September, Abends 8 Uhr, in den Biersaal deS Herrn Lony dringend eingeladen. Gingang von der Schoor aus. F. d. A.: Nübsamen. M au- ( 7" Lono *6 deui l^ung bl un M &l9tn" ^natiktz । (4184) Für Auswanderer. 4139) Am 1- October beginnt die Post-Dampf __________Schifffahrt wieder »ach Rew-9)ork, Baltimore und? New Orleans — Da der Andrang von Passagieren voraussichtlich für die ersten Expeditionen sehr stark sein wird, so ersuche ich Neflectanten, sich zeilig bei mir zum Abschluß von Ueberfahrls-Verträgen zu melden. Die Haupt-Agentur von G. W. Dietz, am Markt. I 4185) Welches Entzücken erregt- -nicht bei Jung und Alt ein schöner^ »Walzer! — Alles schwebt und un-! kwiderstehlich erheitert sich jedes Ge-^ rsicht. — Ohne überschwenglich zu) stfein rathcn wir daher zum Ankaufs ^dreier Phänomen dieses Genre's —3 «Es sind dies: Jugendträume von? kO. Hübner-TeamS (Preiscomposi-J xtion) — Burschentänze von Johannes | LSchondorf—Frühlingsreigcn von Ju Ä ZliuS Lammers. — Preis pro Pi«?ez |(1 Bogen stark) 12Vz Sgr. und zu^ ^beziehen durch Robert Apitzfch in« ALeiprig und durch alle Buch- und8 ^Musikalienhandlungen-^ i Große steinerne Einmachtöpfe, sowie alle Sorten steinernes Geschirr, sind wieder angekommen. (4076) I- H- Fuhr. P. 8. Von den Hunderten Briefen hier nur einer: Hilden, Rheinprovinz, 13. Sept. 1870. Aus der Zeitung ersehe Ew- Wohlgeboren schönes und patriotisches Unternehmen per Feldpost Bestellungen Ihres ausgezeichneten Ready-Relief an die Truppen ausführen zu wollen. Daher ersuche ich Ew- Wohlgeboren, meinem Sohne Peter, dessen genaue Adresse unten folgt, 3 Fl- Ready-Relief und 3 Packete Tabak zukommen zu lassen rc. rc- ... Genehmigen Sie außerdem den Dank meiner ganzen Familie und besonders Ihres ganz-ergebenen (4171) Anton Schleyer. •) Der beste Beweis für die Güte des Relief- 4174) Meine Wohnung am Seltersthor nebst Garten ist vom 1. November an zu oermiethen. Dr. Kraft- 4097) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen in Lit. A- Rr. 179 vor Dem Wallthor. Vermischte Anzeigen Stelle-Gesuch. 4167) Ein junger Mann (20 Jahre alt) aus achtbarer Familie, mit geheiltem Fußleiden, welcher gute Schulkenntnisse besitzt und eine schöne Hand schreibt, wünscht Placirung auf einem Büreau oder Comptoir. Nähere Auskunft er- theilt die Exped. d. Vltts. 4177) Ein braves Mädck-m, welches kochen kann, wird gegen guten Lobn gesucht. Hofgerichts-Advocat Lauer. 4165) Das landw. Bureau von C. Er- ler in Dresden, Wilsdr. Str. 13, placirt günstig 4 Wirthschaftcrinnen, 1 Aufseher, 2 Gärtner, 2 Obermüller, 1 Braumeister, 2 Förster, 4 Verwalter und 2 selbstständige Oeconomie-Inspectoren. 4181) Drei jüngere Mädchen können sofort in meiner Kautabakfabrik Beschäftigung Vermiethuugsu 4166) Auf der Neuen Anlage sind zwei möblirte Zimmer zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________________ 3707) Das von Herrn Oberlieutenant Winter bewohme Logis, bestehend aus 4 Zimmern, 1 Mansarde, 2 Kammern, Küche, Keller rc., ist zu vermiethen und Den 20. October zu beziehen. ______________CH r. Löber, Fabrikant 4105) Meine freundliche Mansarden- Wohnung und ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. _________________Karl Kaspar. 4176) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei P. Herbert, Neuenweg. 4117) Eine freundliche Familienroohnung ist wegen Wegzugs der Frau Verwalter Hain anderweit zu vermiethen. E. Kreiling Wittwe, am Kreuz. 3740) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net, in einer freundlichen Gartenwohnung, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 4150) Ein Logis von 4 Zimmern, 2 Ca- bineten und allen dazu nöthigen Räumen ist durch den Wegzug des letzten Miethers nach Frankfurt anderweit zu vermiethen und sogleich zu beziehen. ___________Ehr. Reiber, am Kreuz. 3412) Eine freundliche Familienwohnung ist zu vermiethen bei Gärtner Schaum, vor dem Seltersthor. 4098) Ein Familienlogis im Vorderbause, Mitte Deccmber beziehbar, sowie ein Familienlogis im Nebenhause, Anfangs October beziehbar, zu vermiethen bei Flick & Kröll. 3843) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen. Wallthorstraße Lit. A. Nr. 227. 3990) Zwei freundliche Parterre-Zimmer auf dem Seltersberg, in der Nähe der Eisenbahn, sind mit oder ohne Möbel vom 1. October d. I an zu vermiethen. Nähe- res bei der Exped. d. Bltts.__ 3852) Mehrere Familienwohnungen sind in der früheren Katzeustei n'schen Besitzung zu vermiethen und können alsbald bezogen 3627) Allen Malaga, Portwein, Tokayer, sowie nute, unverfälschte Rothweine, empfehlen 3- A Busch Söhne. Oofeu und Herde zu Holz- und Steinkohlenbrand, Feue- rungS - Requisiten und alle Arten Koch- gefchirre empfiehlt (4121)_______________I- G. D. Bap st. 3507) Gothaer Cervelatwurst empfehlen I. A. Busch Söhne. 4148) Gute Honigbirnen sind zu haben bei Peter Plank, Wolkengasse. 'm uQum, ^"cknstho'r. °elche8 *."■■• gesucht. li)öocat Lauer reau von C. @c_. ■ 13, placirt mtIb 1 Aufseher, r > Braumeister, lb 2 selbstständige adcken können so- lbrik Beschäftigung brikant Löb er. ienstmädchen wird • Don wem? sagt Frauenzimmer, ge- apfoblen, sucht eine m Führung eines Jesellschafterin bei oder einer Tame. !T 5rptb. b. Bltts. Mann wirb gegen einessanken ge- bit ßxpeb b. Bl. djtn, wtlditi toditn n Emttiil gesucht. V Ms. lieber werden . September, suv dringend eNung d. A.: samen. r Art, namentlich MV' &WS d t», w,! taü 5081 Srttägc „(*'8**" iv*"y ,, «*'■ § Die KnabenSehr - Anstatt beginnt das Wintersemester am Montage, 3. October, des Vormittags 8 Uhr. Anmeldungen neuer Schüler können noch im Laufe der Ferien stattfinden. D i e ck m a n n. k Dampfschiff- Z J-~ -r*~ Expeditionen. W W Dcn 1. October Dampfer Hansa von Bremen nach New-Aork. i, 4. r r Calabria r Liverpool v v v , 5. V V Silesia , Hamburg v „ , „ 11. V V Palmyra , Liverpool „ „ v , 12- V V ? „ Bremen „ Baltimore. , 15. V V ? „ Bremen „ New-OrleauS. r 22. V V Bavaria „ Hamburg v ,z „ £ ■ Wegen Auskünften und Passagen wende man sich gefälligst an (4184) C h r. Wallenfels, jun. Arbeit- und Arbeiter-Nachweisungs - Stelle. ~ ‘1 Unterzeichneten sind in der Absicht zu einem Comitö zusammengetreten, eine Ausl^.-st^üelle für Arbeitsuchende und für Arbeitgeber zu bilden. Die gegenwärtige Gcschäftsstockung in vielen Gewerben entzieht manchen Arbeitern ihre seitherigen regelmäßigen Beschäftigungen und ihren Verdienst. Diejenigen ber selben, welche für Uebernahme ländlicher Arbeiten geneigt und befähigt find, könnten Vielleicht bei den Erndte- und bei sonstigen landwirthschaftlichen Geschäften für die nächste Ze t angemessene Verwendung finden. Außerdem aber könnte auch innerhalb der technischen und landwirthschaftlichen Gewerbe eine Ausgleichung des Angebots von Arbeit und der Nachfrage nach Arbeitern vermittelt werden. Die Thätigkeit des Comitö's soll sich zwar auf das ganze Land erstrecken, es -oll aber hierdurch der Wirksanckeit von Local-Commissionen nicht vorgegriffen werden. Im Falle solche Commissionen sich bereits an einzelnen Orten zu gleichem oder ähnlichem Zweck gebildet haben, ober noch hüben wollen, bitten wir, sich mit uns in Ver- fcinbung zu setzen. Die Großherzoglichen Centralstcllen für bie Lanbwirthschaft unb für die Gewerbe haben bie thunlichste Unterstützung bes Unternehmens zugesagt unb ihre Büreaux zur Mitwirkung zur Verfügung gestellt- Arbeitgeber — Landwirthe unb Gewerbtreibenbe — welche Arbeit suchen, ober Solche, welche Beschäftigungen nachzuweisen vermögen, find gebeten, dies schleunigst hierher mitzutheilen unb babei insbesonbere anzugeben: a) welcher Anzahl von Arbeitern sie Beschäftigung gewähren können: d) auf welche Zeitdauer sich diese Verwendung voraussichtlich erstrecken wird; c) für welche Verrichtungen die Arbeiter bestimmt werden wollen; d) ob den Arbeitern Schlafstelle und Kost gegeben werden will oder nicht; c) welcher Lohn in Aussicht gestellt werden kann. Arbeitsuchende wollen uns ihre Anmeldungen mit nachstehenden Angaben komttt.en lassen: \ 1) Alter; 2) Art der seitherigen Beschäftigung oder des erlernten Gewerbs; 3) Bezeichnung anderer Arbeiten, zu deren Ausführung sie sich etwa befähigt halten; 4) Lohnansprüche. Den Bewerbern bleibt anheim gegeben, behufs Erleichterung der Vermittelung Zeugnisse über ihre seitherige Beschäftigung und Führung ihren Anmeldungen beizufügen- Alle Anträge und Gesuche, sowie alle Correspondenzen sind zu richten, entweder: „9Xn das Büreau der Großherzoglichen Eentral stelle für die Landwirth- schaft rc in Darmstadt;" ober: »An das Büreau der Grostherzoglichen Cen- tralstclle für die Gewerbe rc. in Darmstadt." Wir richten an Alle die dringende Bitt., uns in unsern Bestrebungen unterstützen zu wollen. Das Vertrauen in die Kraft unb Ausbauer ber bcutschen Nation zur Verthei- bigung bes gemeinsamen Vaterlanbes ist in allen Kreisen ein so lebenbiges, baß wir Grunb haben zu erwarten, es werbe dieses Vertrauen unb bas Bewußtsein ber Stärke unterer tapferen Armeen unb ber gerechten Sache, wofür sie kämpfen, auch barin Ausdruck finden, daß im Gebiete des Geschäftsverkehrs Jeder sich bestrebt, seine Verbindlichkeiten lhunlichst pünktlich und ordnungsmäßig zu crmtten Zur Erleichterung dieser Bestrebungen unb der regelmässigen Fortführung der Geschäftsbetriebe, will überdies bie Großh. Staatsregierung, ähnlich wie bies bereits für bas Gebiet bes Norbbeutschen Bunbes geschehen ist, Einrichtungen treffen, wodurch der momentanen Störung in ber Circulation der Zahlungsmittel im Verkehr begegnet wird. Wir hoffen, baß hierburch ber regelmäßige Geschäftsbetrieb, ba wo er gestört ist, halb roieber hergestellt wirb. — Den Arbeitern rathen wir, auch ihrer Seits möglichst auszuharren unb namentlich bei momentanen Geschästsstockungen nicht sofort ihre Arbeitsstätten zu verlassen, so lange sie mehr ganz arbeit- unb verbienstlos geworben finb- Vertrauen unb Ausdauer, Opferwilligkeit von allen Seiten fordert heute bas Vaterlanb von allen seinen Söknen. Darmstabt, ben 1. August 1870. G g- Avpel, Oeconom und Beigeordneter; v. Bechtold, wirklichel Geheime Rath; Berg ft räßer, Domänenpächter auf Hof Heina; H. Blumenthal, Maschinen-Fabrikant; Dr. Der nburg, Hofger.-Adv.; Fink, Commerz.-Rath; Jordan, Rentamtmann; v,-. Krämer, Oecon.-Rath; F-Pitthan, Gutspächter zu Carlshof; Riedlinger, Bauunternehmer; Schleiermacher, Minist.-Rath; Venuleth, Maschinen-Fabrikant. Was bedürfen unsere siegreichen Truppen jetzt am nöthigsten? Welchen Entbehrungen dieselben ausgesetzt sind, ist hinlänglich bekannt und wird diesem Nebel auch von ben Comitö's rc. durch Zusendungen aller Art möglichst^abzu- helfen gesucht. Was aber weniger bekannt sein dürste, ist, daß unsere braven Soldaten durch die in Metz ausgebrochene Cholera jetzt ber Gefahr ausgesetzt finb, ebenfalls von biefer schrecklichen Seuche heimgesucht zu werben, unb dürfte deshalb für alle unsere Krieger ein Mittel am nöthigsten sein, das sie vor dieser Seuche schützt euent solche schnell beseitigt. Unsere Armeeverwaltung thut alles Mögliche, um sofort einem solchen Nebel energisch entgegentreten zu können, sie kann aber bei der ungeheuren Truppenzahl unmöglich jeden einzelnen Soldaten mit einem derartigen Präservativ versehen und ist es deshalb wohl die Pflicht ber betr. Angehörigen, für ein solches zu sorgen. — Wir hatten nun früher schon Gelegenheit in Dr. Radway’s Ready-Relief ein Mittel kennen zu lernen, das sich nicht allein gegen Cholera, sondern auch als probat auf Märschen bei Ohnmächten, Marodigkeit, wunden Füßen, luchten Wunden rc. glänzend bewährt hat, unb begrüßen baher freubtg bie von bcm General-Depositair besselben, Herrn F. Adolph Richter in Duisburg, getroffene Einrichtung, das Relief feldpostmäßig zu verpacken und den Truppen nachzusenden *), nicht zweifelnd, daß diese günstige Gelegenheit von Allen, denen das Wohlbefinden ihrer in Feindesland stehenden Angehörigen am Herzen liegt, häufig benutzt werden wird. (4186) *) Vergleiche die bezügliche Annonce in heutiger Nro. >!! Illi III' $ e H t i f e 25. September. Wenn wir die letzten Depeschen aus Ferneres vergleichen, so liegt die Wermuthung nahe, daß der Kamps, der in Paris ausgebrochen, zwischen der Mobilgarde und den Linientruppen Statt sand. Die vier Divisionen Linie unter Vinoy wurden am 19. September in voller Flucht hinter die Forts zurückge- toorfen und verbreiteten Schrecken bis ins Innere der Stadt hinein. Die pariser Blätter vom 22. erheben nun die Mobilgarde aus Kosten der Linie, welche sie mit Schmähungen überhäuften. Die Nachrichten und Artlkel der Nummern vom 22. waren am 21. geschrieben und gedruckt worden, also an demselben Tage, tvo von den durch die Deutschen besetzten Höhen vor Paris aus ein starkes Kanonen- und Gewehrfeuer in der Hauptstadt wahrgenommen wurde. Die »Kreuzzeitung" veröffentlicht einen Brief des Herzogs von Mecklenburg, welcher die Thatsache feststellt, daß Unterofstziere von der Artillerie des Forts mit oder ohne Wissen des Commandanten die Pulverkammer in Laon angesteckt haben. Nach Berichten au- Mühlhausen ist die Eisenbahnverbindung bis Colmar wieder im Betriebe. Der Commissär der Republik, Valentin, soll nach Straßburg gelangt sein. Der „Allgem. Ztg." geht folgender Bericht zu: Die Pforte hat allen Grund, den Rath Englands zu befolgen, welcher lautet: „Das Gefcheioteste, was die Regierung des Sultans jetzt thun kann, ist die möglichste Verstärkung der Armee und Vermehrung des Kriegsmaterials." Es unterliegt kaum mehr einem Zweifel, daß Rußland den Vertrag von 1856 durchlöchern möchte. Die Pforte hat genaue Mittheilungen über sehr beträchtliche Rüstungen Rußlands erhalten. Außer den Truppen, welche sich in und bei Warschau «oncentriren, sind in Podolien zwei verschanzte Lager errichtet, und in Elisa- bethgrad sollen allein 30,000 Mann Infanterie unb Cavallerie einquartiert sein. In Bessarabien sind zwei Armeecorps in der Formation begriffen. Riesige Lieferungen an Mehl, Schlachtvieh, Speck u. s. w. sind vergeben worden. Dabei muß bemerkt werden, daß in aller Stille die Mobilisirung der Don'schen und Ural'schen Kosaken angcordnet und vollzogen wird. Diese Vorgänge können natürlich die Regierung des Sultans nicht gleichgültig lassen. Sie rüstet daher auch aus allen Kräften. Nebenbei wirb eifrig nach Allianzen gesucht, und zwischen London, Wien und Constantinopel spielt der Telegrapd fast unaufhörlich. Indeß deuten noch manche Anzeichen darauf hin, daß nur eine unmäßige Verzögerung de« deutsch-französischen Kriegs das russische Cabinet zu einer unmittelbaren Action bestimmen würde. Jedenfalls hängt vieles von dem Bericht ab, den persönlich zu erstatten General Jgnatiew nach Petersburg berufen wurde. Der General hatte beim Sultan eine lange Audienz vor Der Abreise, worin e« M abermals um bie Modifikation des Pariser Vertrages gehandelt haben soll. Jgnatiew soll indeß unbefriedigt den Palast verlassen haben. Vom Kriegsschauplatz. Meaux, 21. September. Favre's Ansinnen, auch in den wccupirten Landestheilen zur Constituante wählen lassen zu dürfen, M n d f d? a A. wurde prcußischerseits zurückgewiesen. — Die Preußen besetzten St. Cloud. Ferrier es, 23. September, 101/2 Uhr Abends. Vorgestern ließ sich von den besetzten Höhen vor Paris beobachten, daß in den Straßen der Stadt starkes Kanonen- und Gewehrfeuer stattfand. Wer die kämpfenden Parteien oder Truppentheile waren, ist bis jetzt noch nicht zu ermitteln gewesen. Schwerin, 24. September. Nach einem Telegramm des Großherzogs sind bei der Einnahme Touls diesseits fast keine Verwundete. Ecrouves, 24. September. Durch die Capitulation von Toni sind 109 Offiziere, 2240 Mann gefangen. Ferner sind 120 Pferde, 1 Mobilgardeadler, 197 Broncegeschütze, darunter 48 gezogene, 3000 Gewehre, 3000 Säbel, 500 Cürasse, sehr bedeutende Munitions-Ausrüstungsvorräthe, 143,025 Tagesportionen, 51,949 Tagesrationen in unsere Hände gefallen. v. Krenski. Ferrier es, 25. September. Außer einigen unbedeutenden Patrouillengefechten vor Paris nichts Neues. v. Podbielski. Ein Telegramm aus Versailles vom 25. September giebt die Aufstellung der III. Armee vor Paris an und fügt hinzu: Der Feind unternimmt nichts Ernstliches; er zeigt Kanonenboote auf der Seine und überall sind Verschanzungen und Barrikaden bemerkbar. Karn atz. Aus Rouen, 22. Sept., wird der „Jndepenbance beige" telegraphier: „Die Preußen haben zwei Dörfer in Branb gestickt und Maules beschossen, dazu brennen ansängt." Wenn diese Nachrichten wahr sind, was wir abwarten wollen, so werden es die Bewohner wohl wie die in BazeilleS verschuldet haben. Eine Depesche des brusseler Echo du Parlement aus FerriöreS meldet: „Die Disciplin ist sehr gelockert unter den Truppen von Paris; die Soldaten schießen aus ihre Officiere." Auf dem Schlosse von Versailles, auf dem von Trianon und auf ten Gebäuden der Kriegsschule von Saint - Eyr weht die weiße Lazarctbfabne mir dem rotben Krcuze; Die weiten Säle sind zur Aufnahme von Verwunderen eingerichtet unb bereits ist auch eine Anzahl von Betten ausgestellt. Aus Rouen, 22. Scpt., wird tclegraphirt: Montes'(bei Poris) bcm- bardirt und in Brand gesteckt. In Orleans unb im Aube-Departement sind noch feine Deutschen. Die 2000 angeblich bei Montbwry g.schlogeyen Preu- ß^n seien, h ißt es, in PuhivicrS, MUcöheroeS und Puiseaux, bereit, sich zu ergeben. (!) < Siebaction, Druck und f erlaa der Brühl',»« Unt-.-Druck-r-t (Fr. Ehr..Ptetsch> in wtwr,. ^"satcelona herrscht grafie Aufregung, weil da« S-lb' Fieb»- gebrochen ist. Schon eiwn 1000 Anfall- sind sonjttommtn. mit .örtlichem Ausgange, f* f“" h"’A "" ""aniick-n 24. September. Die .Kieler Zeitung" meldet: Die städtischen Collegien von Had-r«l-ben haben an den König tit Bette g-ncht-t, ««'«H ttt deutschen Siege den Bann zu lösen, welcher in golfle m §■ 5 de« Praß» Stieben« auf Nordschleswig laste. — Die städtischen (SoOegten von Klei haben Eingabe an den König beschlossen, in welcher der Wunsch ausgedruckt wird dak unsere Siege zur Beseitigung der di- Abtretung norcschltSwigisch-r Distrikte betreffenden Brstiwrnung ke» Prager Friedens fuhren wogen. Die nordlichen Diffricie Heidt es in der Eingabe, sind stets -in integrirender Th-'l Schleswig» aewefen.' Die Schleswig-Holsteiner wollten nie ihr Schicksal von rem ihrer nördlichen Brüder trennen und brdauerten die die Abtretung beireffende B-- stimmung, da sich die Unmöglichkeit ergeben habe, eine der Gerechtigk-ii ent- Au« Tour», 22. S.ptbr-, wird der .Jndependanee belge» telegraphirt: \ 1 Utantn sind auf dem Marsche nach Bloi« durch Orleans gekommen. Man i fit " d"n Feind7n Tour, ein.reff.n zu sehen. Die Postverwal.ung w.rd nflrh Pa« di- Reaieruna nach Toulouse verlegt werden. Tours, 23. Septbr. Bureau Havas meldet: Dre preußischen Truppen seien aus Dourdan und Arpajon wieder abgezogen und auf LrmourS [tret Mellen fuCtt'dli» wn yati.nn «^sch.rt.^ ^,ic: „Die Bewaffnung unserer Fort» mit weittragenden Geschützen ist jetzt so gut wie vollbrachte Thatsache. Die vor. aefchobenen Erdwällc, welche die Annäherung de« Feinde» verhindern sollen, werden mit Eifer betrieben. Wenn e» einem Armeekorps kinfallen sollte, uns einen Besuch zu machen, so würde man bis zur Ankunft in unserer Bannmeile, ohne sich zu sehr übereilen zu müssen, Zeit genug Haden, t,e Stadt: gegen seint Mörser decken zu können. Die Etnreihung der Freiwilligen in Lyon ist Gange. Man zählte gestern bereits 18,000 Mann allein für 8»0It Au» Bouillon, 21. September, wird dem „Journal de Liöge tele- oraphirt • ,Der Maire von Sedan zeigt den Einwohnern an, daß die pr-ußifth-n Behörden nickt mehr gestatten, auf dem Schlachtfeld- umher zu gehen Man bat mir die Abschrift eines Befehles vom belgischen KiiegS-MlNlster gezeigt, d rch w-lcken neue Transporte von Berwundeten verhindert werden. Au» Laon wird gemeldet, daß die Preußen bei der Ausräumung der Cüadelle noch 400 Gentner Pulver fanden, da- nicht Feuer bei der Explosion fing Auf Befinden der Offizier-, daß diese» Pulver Nicht von flutet.Qual .tat, fei e» im Teiche von Ardon ersäuft worden. General Theremin d Hame liegt ’ A in Laon und ist noch überwacht. Au» KebO 20. Sept., schreibt man der „B. Ld»,.": Au» der mir t>or- liegenden'NE-r de» „Niederrhein. Kur." vom 16. Sept, ersehe ick, daß -rll- «eacn ter weitverbreiteten Ansicht, al« ob man in «traßburg «°n d-n Erfolg u der deutschen Heere nickt gehörig unterrichtet sei, alle Einzelheiten d-» l> Sr-'-h-n ouae6 tort bekannt sind; so ist daselbst au» der „Times eine Befthrcibung der Schlacht von Sedan, ferner die Kundmachung des Generals v. WiMpffen und au» dem „Journal de» DebatS" der Einzug der Preußen in Rheim» ^gedruckt. Der an diesem Tage noed die Geschäfte führende Bürgermeister Humann th-Ut- nach demsrlben Blatte in der Sitzung der Äem-mvek°mm,ssi°n einen Brief de« General» v. Werder an dieselbe mit, in welchem e« unter Andern, gegenub^ ®ntm Gesuche heißt: .Unter den gegenwärtigen Verhältnissen ist die» Gesuch um so weniger von mir zu bewilligen, da di-deutsche Armee unter Befehl Sr. Ma . de» König« vor Paris angelangt ist. So lebhaft ich den Wunsch Deutschland so nahe stehende Stadt Straßburg vor sernerem Unheil bewahren so sehr bedauere ich aber auch, daß die nunmehr naher liegende Bedingung der Festung und Stadt weitere» und größere» Unglück h-ibeisuhr-n muß. Unter den Ortsnackricht.n führt dasselbe Bla«, an daß die zunächst den Thor n gelegenen Stadltheile fortwährend arg heimgesucht sind, in letzter Zeit besonder» die Fisch, rstaden. Da» Hau» Kroely, da» Hau« Kap» wurden in Brand g. Neckt letztere» durch Löschen noch gerettet. Da« Hau» Zabern und da« Hau» Wiith sind beinahe zerstört. Auch führt da« Blatt die Namen einer Reihe von verwundeten Privatpersonen auf. - Nach dem Rücktritt von Humann ist der Professor Küß zum Bürgermeister und Hr. Börsch, der Redakteur de« „Kurier« , zum Präsccten ernannt worden. juu Ansaue pnv vutynvu.u.v.i, darunter ein Di Es soll durch den cubanischen Dampfer Marias sprechende Theilung«linie zu finden und »on Dänemark Garantien zu erlangen. In der Eingabe wird schließlich da« Vertrauen auigesprochen, daß e« der Mei«, beit Sr Majestät gefallen werde, in dem Augenblicke, wo da« gesammte Deutsch, land vereinigt die westlichen Grenzen und deren deutsche Bewohner durch Er. kämpfung eine» dauerhaften Frieden» schütze, auch dem Norden Deutschland, d-i, erschnt^Frwden zunickzu^eb^ Nachr." wird au» München teil, araphirt, daß von preußischer Seite beabsichtigt werde, denjenigen französisch,« Departement», welche bereit» oekupirt seien oder noch oekupirt werden möchte«, eine gemeinsame Jn,erim«regierung zu geben, an deren Spttze der Großherzoz von Mecklenburg treten soll. . c ffiien, 24. Sept. Thier- hatte heute Vormittags eine anderthalbstun- dige wuer^cdung mit Beu§ und reift noch heute Abend nach Petersburg ob. Nächste Woche kehrt er hierher zurück. Troppau, 21. Sept. Der „Presse" wird telegraphirt: „Der hiesig, Gemeinderath ernannte heute den wegen feiner Abstimmung im Abgeordneten, hause gemaßregelten verfassungstreuen Landeschef Baron PlllerStorff einstimmig rum Ehrenbürger von Troppau, und sprach seine Mißbilligung wegen der Amts, enthebung desselben aut. Durch die ganze Bevölkerung geht ein Schrer dn Entrüstung, Kundgebungen aus ganz Schlesien stehen bevor/ Aus Tours, 22. September, wird gemeldet: „ES geht das Weruät, daß unter den Araberstämmen im Süden von Algerien ein Aufstand ausgebr^ | sei. Die Chasseurs d'Asrique, welche in Marseille auögeschifft worden, stn i O"" T o u^s^24. Sept., Abends. Die Wahlen sind vertagt, da Preu^i entschlossen ist, den Krieg sortzusetzen. - Die Regierung hat eine Proclar aus Tours den 23. September catirt, erlassen, welche besagt: „Jules yavit wollte den Grafen Bismarck sehen, um die Absichten de« Feindes kennen zu lernen. Wir wissen nun, was Preußen beabsichtigt, es will den Krieg fortletzen und Frankreich zu einer Macht zweiten Range« herabdrucken; e- will den Elsaj und Lothringen bis Metz kraft des Rechtes der Eroberung. Für dre Gewährung einer Waffenstillstandes begehrt Preußen die Uebergabc Straßburgs, Touls uni tt6 Forts Mont Valerien. Paris wird sich eher unter seinen Mauern begraben lassen: auf solche Forderungen kann nur durch die Fortsetzung des Kampfes gl- antwortet werden. Frankreich nimmt den Kampf auf und rechnet auf feint Kinder." Tours, 24. Sept. Ein Gerücht, dem zufolge Jules Favre nach W. zurückgekehrt war, erregte gestern nicht wenig Unruhe. Heute betätigt der Dai!, Telegraph diese Angabe, fugt aber hinzu, vaß dann Nicht em Abbruch du Verhandlungen zu lesen sei, vielmehr handle es sich lediglich um eine Confem, zwischen Jules Favre und der provisorischen Regierung, deren Nothwendigtl,. unter den Verhältnissen Jeder begreifen werde. Dem AuSgange der Er^rteruG sobald dieselbe sich mit den Hauptfragen beschäftige, sieht der Daily Lelegia^ Übrigens mit schweren Besorgnissen entgegen. D . Graf Palikao passirte Lüttich in der Nacht vom 22. zum 23. Sep.emvkt, Berlin, 24. September. Die „Nordd. Allg-m. Zig." schreibt: Mögen die Franzosen den Wahn aufg-b-n, durch fortgesetzten Widerstand einen biffern Krieden w erkaufen. Mit jedem neuen Opfer de» Kriege» mehrt sich der UnwMcn Deutschland», mehren sich die Ansprüche, die wir zu machen b-rech. tifll ri8crlin, 24 September. Au« glaubwürdiger Quell- wird un»F°l- gende« mitgetheilt: „Vor einigen Tagen ging einer unserer Offizier- al» Paria, m-ntär zu Bazaine, um ihm da» Aufhören de» mörderischen und völlig nutzlosen Vor- vost naÄänke'S anb-imzug-ben. Die- wurde soso.t verabred..; dann verhandel man Weller über die Lage, und Bazaine gab die rund- Erklärung, daß er di- Arm-e und di- Festung dem Kaiser zu erhalten streb- und von der Republik nichts wisse" Man hört auch sonst von den Regungen de« BonapartiSmuS, und ganz unmöglich ist es also nicht, daß die napoleonische Dynastie aus den bevorstehenden Wirren in Frankreich noch einmal als Sieger hervorgehe. Schon in 9)ari6 dm ft- e», wenn e« nickt balo in unsere Hände fallt, bei zun-hm-nd-r Notb lcickt zum Parteikampfe kommen. Wenn die Krippen leer sind, beißen sich die Pseide. Un« gehen diese inneren Slrelligkiiten nicht» an, von denen so viel gewiß ist, daß sie Frankreich« Wi°-,stand«kraft nicht erhöhen werden. Die R-aittuna in Tour« hat übrigen«, nachdem sie Preußen« Forderungen Vernon., men, tiefe al« unannehmbar verworsen und zum Volkskriege aufgescrdert, mit d,rn'-» hoffentlich nicht viel weiden wird. $ Stuttaart, 22. September. Die etwa- umständliche Art und Weise, womit in Baiern, wie e» scheint, die Verhandlungen wegen de« deutschen Ver- safflina-werk-S angefaßt werden, findet hier s-lbst in R-gi-rungSkreisen Miß- billiaung Hier ist man entschieden geneigt, schnell, w,e -« der Sachlage ent- fvricht reinen Tisch zu machen; und gerade bezüglich der völligen militärischen Einigung, die in Baiern noch besondere Bedenken erregen soll, ist man bin des beften Willen«. Man hat nicht Lust, auf» Neue die kn-g.tucht g- Organisation und die damit zusammenhängende Di-ciplin von den demokratischen Agitationen a-fäbrden zu lassen. Der König, obwohl ein Mann von friedlichen Neigungen, ift dock ein Freund der Soldaten und freut fick außerordentlich der Tüchtigkeit seiner^Wülltemberger / wie sie fick in diesem Kriege unter preußischer Führung UM sich nach Kassel zu begeben. Tours, 24. September. Die Regierung verbreitet folgende Version Bismarck habe Favre gegenüber al- Vorbedingung weiterer Verhandlungen d.. Uebergabc der Festungen des Elsaß und Lothringens sowie des Forts M Valerien gefordert. Die Regierung halte diese Bedingungen für unannehmb- __ Der hiesige RegierungSauSfchuß wird einen Aufruf erlassen, welcher die S tuation darlegt und weitere Maßregeln zur Erhöhung der Verthetdigung auf« führt __ Die Wahlen zur Constituante sollen vertagt werden. ' * Die Frauen von Pari, haben in allen Th-ilen der Stadt Comllt. y bildet und erklären in einer eben veröffentlichten Aö-,ss-,d°ßsiebkr.it sich als Pflegerinnen zu sungiren, wo und wann man ihrer Hulse bttajf, oOT a wie ihre Schwestern in Psalzburg (?) mit dem Schwerte in der Hand Ml Feinde zu begegnen. Brüssel, 23. Septbr. „Jndependanee belge" veröffentlicht die Antl»ll de» Genera,- Wimpffen aus da» Schreiben der Adjutanten Napoleon» 1 General versichert, der Kaiser habe dem ihm gemachten Vorschlag-, dürch ® neral Lebrun den Durchbruch in der Richtung aus Carignan zu versuchen, 6 bei der Kaiser durch sein Erscheinen in der Mitte der Truppen anseuern s° nicht zugestimmt; derselbe habe ohne Wissen de» General« d,e weiß- F4- aushißen und nicht b-rabnehmen lassen, trotz de« Proteste» re» General». Florenz, 22. Sept. Ossieiell. Der G-sammtverlust de, Truppen bei der Besetzung Rom« betragt 21 Todte, darunter 3 Offiziere » I t 7^ Verwundete. Die Anzahl der von den italienischen Truppen g-ma^ G-sangen-n beliff." M -( 4800 einheimische und 450CHnmkr- vorher gemachten Gefangenen gerechnet, so betragt io 700. — In Folge von Unruhen tn der leommschen Ctot)t sordert den General Cadorna auf, Truppen zur Aufrechthaltung der Drtn-t in die leoninische Stadt zu senden. Cadorna leistete der Aufforderung Fo Florenz, 24. Sept. Die Volksabstimmung über Rom 'st auf « 2‘ DC®enu^24.‘ S-»k. Fünfhundert Garibaldian.r unter Major W im Begriff nach Marseille abzugehen, wurden von den königlichen Tm London, 22. Sept. Auf die Anfrage der englischen Regierung Hal französisch- Marineministir an Lord Lpon« erklärt, daß t'. franz°sisch- S auch in der Osts-e den Befehl zur Rückkehr erhalten habe; naher- Mlltheilii . über di- Au-sührung de« B.s-Hl- seien inveß n°a> abzuwart-n. London, 25. September. Der Obs-rver ist ermächtigt, die Ang I d-menllr-n, daß'die Okkupation de» Mont Valörien eine der deutschen Journals sagt: „Die fremden Mächte ermutigen nicht den Widerstanv v r 8^ zosen." Das Journal billigt die Bedingungen, welche Deutschland s Waffenstillstand gestellt. —