VreiS vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme MontagS. Expedition: Canzleiber Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. Nr. 161 Mittwoch den 23. November 187«. Amtlicher Th eL k. Nr. 46 des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 11. November 1870, enthält: (Nr. 585.) Bekanntmachung, betreffend die Ausgaben verzinslicher Schatzanweisungen im Betrage von 10,000,000 Thalern. Vom 7. November 1870. (Nr. 586 ) Die Ertheilung des Exequatur an den Schw edifch-Norwegifchen Vizekonsul zu Papenburg. Nr. 47 des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 17. November 1870, enthält: (Nr. 587.) Verordnung, betreffend die Einberufung des Reichstages des Norddeutschen Bundes. Vom 12. November 1870- Gießen, den 19. November 1870. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. G o l d m a n n. 22. November. Deutschland und die orientalische Frage. Die Kündigung T h e L l. des die Neutralisirung des Schwarzen Meeres betreffenden Vertrages von Seiten Rußlands ist, wenn sie auch, wie mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten steht, zunächst keine kriegerische Verwicklung im Orient zur Folge haben sollte, doch unter allen Umständen ein Ereigniß von großer Tragweite, das denn auch nicht verfehlt hat, die öffentliche Meinung und die europäischen Cabinete lebhaft auszuregen. Europa wird durch diesen Schritt Rußlands von Neuem daran erinnert, baß es eine orientalische Frage giebt, daß durch den Krimkrieg dieselbe keineswegs gelöst, die Lösung vielmehr nur vertagt ist. Dir Zustände des türkisches Reiches sind im Wesentlichen die alten geblieben; die Fähigkeit desselben, auf eigenen Füßen zu stehen, hat nicht zugenommen; die Machtmittel der Pforte haben sich nicht in dem gehofften Maße entwickelt; die oft pomphaft angckündigten civilisatorischen Bemühungen der türkischen Regierung, wenn sie überhaupt ernsthaft gemeint waren, sind stets im Sande verlaufen; jeder Windstoß von Norden her verbreitet Schrecken am Bosporus, und in Wien und London fragt man sich bestürzt, ob der Augenblick der Katastrophe wirklich hereingebrochcn sei. So tragisch liegen die Dinge nun wohl allerdings noch nicht, es sei denn, daß die übergroße Aengstlichkeit und Aufregung der Cabinete Rußland auf dem eingeschlagenen Wege weiter treibe, als es selbst zu gehen beabsichtigt. Rußland will offenbar nicht durch Herbeiführung einer Katastrophe einen Weltbrand entzünden; aber es will sich in eine Stellung bringen, die es befähigt, in dem Augenblick einer ohne sein Zuthun hereinbrechenden inneren Katastrophe des türkischen Reiches, seine Interessen wahrzunehmen und sich vorkommenden Falles .einen maßgebenden Einfluß auf die Neugestaltung der staatlichen Verhältnisse auf der Balkanhalbinsel zu sichern. Rußland macht sich bereit für künftige Ereignisse, die es für unvermeidlich hält, aber es denkt nicht daran, den Eintritt derselben zu beschleunigen. Durch den soeben gekündigten Vcrtrag war Rußland den Westmächten gegenüber in offenbaren Nachthcil gesetzt. Diese können jederzeit in den türkischen Gewässern die gewaltigsten Seestreitkräftc concentriren; sie können, etwa unter dem Vorwande, daß es zum Schutze der Türkei nöthig sei, in das neutrale Schwarze Meer einlaufen und Rußland an seinen verwundbarsten Stellen bedrohcn, ohne daß dieses die Macht hat, sich solchem Vorgehen zu widersetzen. Denn der drückende Vertrag hindert es ja, sich mit den dazu nothwcndigcn Machtmitteln im Voraus zu vcrsehcn, und Flotten und Flottenstationen lassen sich nicht im Augenblick der Gefahr improvisiren. Sollte also der Zersctzungsproceß des türkischen Reiches in seinem weiteren Fortgänge plötzlich einen acuten Character annehmen, so wären die Westmächte im Stande, mit Hilfe Oesterreichs Rußland von jeder Theilnahme an der Regu- lirung dcr Erbschaft des kranken Mannes auszuschlicßen. Denn wer das Schwarze Meer unbedingt beherrscht, verfügt auch über das Schicksal der Meerengen, und vorausgesetzt, daß er zugleich auf eine starke Armee, die Oesterreich liefern würde, sich stützen könnte, über das Geschick ter ganzen Halbinsel. Indem Rußland also den Vertrag kündigt, sucht es zunächst nur die Partie gleichzumachen, und sich in eine Lage zu bringen, die ihm für künftige Eventualitäten eine Concurrenz mit den Westmächten ermöglicht. Der Schritt, den es gethan, mag man auch an der Form Vieles auszufetzen haben, war durch seine Lebensintereffen erheischt. Die Rußland auferlegte Beschränkung war uner- träglich, und das lonconer Cabinet hat keine Ursache, sich darüber zu wundern, daß die große nordische Macht die günstige Gelegenheit ergreift, um sich ihrer Fesseln zu entledigen. Die orientalische Frage ist durch Rußlands Vorgehen, auch wenn dasselbe keineswegs an eine Beschleunigung der Krisis denkt, allerdings wieder auf die Tagesordnung der europäischen Politik gesetzt; sie ist wieder eine brennende Frage geworden, zu der jede der europäischen Mächte Stellung zu nehmen haben wird. Auch Deutschland, wenngleich seine Interessen von der orientalischen Frage nicht unmittelbar berührt werden, kann der Gestaltung der Dinge auf der Balkanhalbinsel nicht gleichgilttg zuschauen. Welche Stellung es im Laufe der Zeit einnehmcn wird, das hängt, eben weil es nicht unmittelbar betheiligt ist, lediglich von seinem Verhältniß zu den unmittelbar betheiligten Mächten ab, und für jetzt steht nur so viel fest, daß es sich in dieser Frage nicht mit der Rolle des rein passiven Zuschauers begnügen wird. Es ist nothwendig, daß eine feste und einflußreiche deutsche Politik in der orientalischen Frage sich herausbilde. Dazu bedarf es aber vor Allem einer streng einheitlichen Leitung dcr deutschen Politik. Ohne Einheit, keine Kraft, kein Einfluß! Wenn Bayern zwischen preußischen und österreichischen, vielleicht gar französischen Einflüssen unsicher hin und her schwankt, wie soll da Deutschland im Stande sein, in der europäischen Politik seine Interessen zur Geltung zu bringen, wie soll es im Stande sein, seine mit den ungeheuersten Opfern verknüpfte Macht zu Gunsten einer friedlichen Entwickelung der Dinge in die Wagschale zu werfen, was doch offenbar der hohe Beruf des verjüngten Deutschlands ist. Einheit der deutschen Politik, das ist das unbedingt Nothwendige, was die Nation als Frucht der deutschen Siege zu fordern hat. Und Angesichts der Entwicklung, die sich, wenn auch vielleicht langsam, im Osten vorbereitet, werden die bayerischen Staatsmänner selbst erkennen müssen, daß eine mittelstaatliche Politik neben der Vundespolitik unhaltbar, daß sie unmöglich, baß sie ein Unding ist. Und wenn wir den in den letzten Tagen cinge- laufenen Nachrichten über eine günstige Wendung der Verhandlungen in Versailles Glauben schenken dürfen, hat sich diese Erkenntniß bereits Bahn gebrochen. Der Ernst der europäischen Lage und die immer entschiedener sich kund gebende Stimmung des bayerischen Volkes scheinen den Sieg über einen den gegenwärtigen Verhältnissen in keiner Weise entsprechenden Standpunkt davon getragen zu haben. Hoffen wir, daß die guten Nachrichten sich in vollem Maße bestätigen. Dann werden wir mit dem Gefühle der Sicherheit und der Ueberzeugung, daß Deutschland überall sein Recht finden und seine Interessen bei jeder Gelegenheit und unter allen Umständen kräftig wahren wird der Zukunft entgegenfehen können. Man schreibt der „K. Z." aus München, 17. Nov.: So scheint denn doch in der zwölften Stunde der gute Genius unseres Vaterlandes noch in das Geschick Bayerns die rechte Entscheidung gebracht zu haben. Der Minister des Innern, Herr v. Braun, ein Mann, gegen den Sie wohl nur den Vorwurf gehört Haben, daß er von seiner liberalen und deutschen Gesinnung andersstrebenden Collegen gegenüber nicht den vollen energischen Gebrauch macht, hat dem ersten Bürgermeister von München osficiel erklärt, daß eine Annäherung zwischen dem Norddeutschen Bunde und Bayern erzielt sei und in den nächsten Tagen die Publikation des Vertrages erfolgen werde. Ueber den Inhalt der Vereinbarung konnte der Minister natürlich noch tune Mittheilung machen und wir sind daher auf Conjccturen angewiesen. Ich wiederhole es, das bayerische Volk in seiner großen Mehrheit — natürlich nicht diejenigen, welche den klerikalen Blättern nachbeten oder allerdings in winziger Zahl auf dem Standpunkte der Herren ( Kolb und Jacoby stehen — wird keinen Abschluß für erträglich halten, der ihm nicht die Gemeinschaft des nationalen Parlaments bringt. Was sonst für Con- ccssionen oder Modifikationen erzielt sein mögen, um den Uebergang aus unseren bisherigen Verhältnissen in ein angestrengteres aber auch lebenskräftigeres Staatsdasein in Gemeinschaft mit ganz Deutschland zu vermitteln, wird noch von der nationalen Partei Bayerns selbst in seinen Nebenzugeständniffen hingenommen werden, weil in politischen Dingen auch der Schein und der Glaube respectirt werden muß. Aber die deutsche Nation im Reichstage vereinigt, ist das Alpha und Omcga des nationalen Programms, dem gottlob jetzt alles zustimmt, was nickt im Bann des Clerus liegt. Die Sache muß, nach manchen Anzeichen zu schließen, nicht oder nicht mehr so stehen, als es einige Tage den Anschein hatte. Ist wirklich, was wir bis auf Weiteres dahingestellt fein lassen, den Ministern oder Einzelnen unter ihnen mit dem Mißtrauen Unrecht geschehen, so haben die Betreffenden sich diese Unannehmlichkeit selber zuzuschreiben. Wer sich von der Augsburger Postzeitung gelobt sieht und sich nicht unmittelbar — wozu gibt cs denn Telegraphen? — gegen eine solche Ehre feierlich verwahrt, hat es sich selber zuzuschreiben, wenn man sagt: Tel maitre tel valet, oder umgekehrt, da es dann schwerer ist, Herr und Knecht zu unterscheiden. Die „Wiener Abendpost" dementirt in entschiedener Weise die Gerüchte von einem bevorstehenden Rücktritte des Grafen Beust und versichert, „daß alle in Bezug auf diesen Riicktr'tt in Umlauf gesetzten Gerüchte, so wie alle daran geknüpften Umstände und Motive durchweg auf müßiger Erfindung beruhen." Ein Brief des Generals Trochu an den Papst ist dem römischen Correspon- deuten der „Pall Mall Gazette"' zufolge in Rom eingetroffen. Derselbe wurde aus Paris durch Ballon und weiterhin durch Courier befördert. In diesem Schreiben spricht der General sein Mitgefühl für den heiligen Vater in den über ihn verhängten Drangsalen aus und beklagt, daß die gegenwärtige Lage Frankreichs es unmöglich mache, ihm zu Hülse zu kommen, äußert jedoch die Ueberzeugung, daß bald ein Umschwung der Dinge eintreten werde. Er selbst sei ent- Au« Metz, vom 16. No»., erhält die „K. Z.» über den dortigen Gesund- nicht den bei Unter den sämmtlichen im lau- In TourS kann Kriegs Nachrichten. Um den über den Gesundheitszustand in Metz coursirenden, größtenteils unbegründeten Gerüchten ein Ziel zu setzen, bringe ich hiedurch auf Veranlassung Stadt zurückzuziehen. Bei Dreux (auf der Landstraße von Dreux nach Chartres) ist am 11. No- -- ' * . Die preußischen Ulanen fingen den Ballon, letzten Tagen nicht ganz wohl. Eine leichte Erkältung zwang ihn, zwei Tage lang auf seinen täglichen Spazierritt zu verzichten. Jetzt ist er indeß völlig wieder hergestellt. (K. Z.) Zwei Militär-Executionen fanden am 15. November in Autun Statt. (Dort befindet sich jetzt Garibaldi.) Eine ministerielle Depesche kündigt an, daß acht Ulanen, welche in der Umgebung von Ferneres eintrafen, von der Nationalgarde senden Monat Neuerkrankten des 7. Armeecorps befinden sich etwa 5 pCt. am Die Ruhr ist im steten Abnehmen begriffen und dürfte voraus- vertrieben worden sind. Aus Tours vom 20. November wird gemeldet: Osficiel. Die Preußen sind auf Dreux und Nonancourt marschirt und haben am 19. Evreux angegriffen. Der Widerstand der Nationalgarde hat sie genöthigt, sich in die Umgebung dieser London, 19. Nov. Stuart Mill mahnt England ab vom Kriege wegen russischen Formfehlers. Die Time« schreibt: Wenn Rußland die Ankündigung Gortschakow's unverwirklicht läßt, wird England es bei dem Proteste Granville'« bewenden lassen; die Pflicht Englands dagegen wäre unabweisbar, wenn Rußland die Befestigungen am Schwarzen Meere vermehrte und Kriegsschiffe baute. London, 19. Nov. Aus Florenz, 17. d., wird der Times telegraphirt, das italienische Ministerium habe es, wie man sage, entschieden abgelehnt, mit England und Oesterreich diplomatisch gemeinschaftliche Sache gegen Rußland zu machen. London, 19. Nov. Der Times wird aus Schanghai, 27. October, ge. neu creirten Armeen noch fünfmal so stark und hätten sie eine zehnmal zahlreichere Artillerie", mit den Preußen aufnehmen zu wollen. Das „Journal de Pans" wirst den Mitgliedern der Regierung vor, sie wollten es besser als Bazaine verstehen „und zwischen hier und acht Tagen die letzte Karte ausspielen"; aber: „Wenn kein Wunder geschieht, wird dann nichts übrig bleiben, als auf jeden Preis und ohne Bedingungen zu capituliren." Das „Journal Officiel" antwortet nach Konstantinopel abgereist. Aus Smyrna, 12. Nov., wird gemeldet: „Das französische Levantegeschwader . f,a Befehl erhalten haben, nach Toulon MÜckzukehren." --mb« nn B°^^n,edergefalle»^^^ Uschlag. Ein an. ------------------- derer Ballon, der von Rouen abging und sich nach Paris begeben wollte, fiel bei Mouscron nieder. Man meldet von der französisch-belgischen Gränze vom 17. November: Ein Geschütz einziger Art und zu seltener Bestimmung ist, wie die „Ess. Z." „Seit einiger Zeit hatte die größtentheils aus Mobilgarden bestehende Garnison schreibt, in diesen Tagen aus dem Krupp'schen Etablissement abgegangen: ein von Montm6dy die Gewohnheit angenommen, täglich Ausfluge zu machen und Gußstahlgcschütz von 1V9 Zoll Durchmesser im Seelcnraum und circa 5 Fuß die Umgegend in einem Umkreise von 10 bis 15 Kilometer zu durchstreifen. Bei Länge, welches auf einer Säule ruht und sich nach jeder Richtung hin drehen einem solchen Streifzuge fiel ihnen auch Stenay in die Hande, wo sie 200 Preußen, und abfeuern läßt. Zweck desselben ist, zur Beschießung der von Paris aus ab- darunter einen General, zu Gefangenen machten. Auf die Lange der Zeit konnte gelassenen Luftballons verwandt zu werden, da die Tragweite und Sicherheit dieses dieses aber nicht gut thun. Gestern, 16. November, zogen des Morgens zwei leichten Geschützes eine ganz außerordentliche sein soll. Compagnieen Mobilgarden aus, obgleich man benachrichtigt worden, daß em Versailles, 17. Nov. Jedermann erwartet mit Zuversicht den Ausgang starkes preußisches Corps längs der ganzen Granze aufgestellt worden war. Die der Schlacht, der man für morgen entgegensieht. Nicht der Prinz Friedrich Karl beiden Detachements wurden vernichtet oder zu Gefangenen gemacht. Von dem mit den Seinen, sondern der Großherzog von Mecklenburg mit den 43,000 Mann, einen kamen zwölf Mann, von dem anderen sieben zurück. Wie man erzählt, fiel die er commandirt, steht seit gestern in Rambouillet. In wenigen Tagen wird der Offizier, ein junger Mann, der eine der Abtheilungen befehligte, an der Spitze auch General von Manteuffel d.rect im Norden von Paris angelangt sein, und seiner Truppe. WaS den preußischen General anbelangt, der in Stenay gefangen was Prinz Friedrich Karl anbetrifft, so wäre cs gar nicht unmöglich, daß er in genommen wurde, so soll dieser ein naher Verwandter Bismarcks sein. Gestern der Zwischenzeit sich von Etampeö weiter südlich bewege, um sich die Besatzung wurde die Eisenbahnbrücke gesprengt, die zwischen Grand-Verneuil und Montmedy von Orleans einmal genauer anzuschen. Im Grunde weiß nämlich das hiesige über die Chiöre führt." Publicum nicht genau, woher eigentlich die französischen Truppen gekommen, welche Aus London, 19. Nov., wird der „Jndependance Belge" telegraphirt: „Die jetzt, w>e man sagt, 60,000 Mann sta.k, zwischen Chartres und Dreux massirt Uebergabe von Paris wird als nahe bevorstehend betrachtet. Bereits wurden stehen sollen. Glaubt man französischen Nachrichten, so wäre es weder die Loire- Befehle gegeben, Lebensmittel für die Bevölkerung, wie es kurz vor der lieber- Armee, noch auch Bourbaki — sondern Kdratry und Charette an der Spitze des gäbe von Metz der Fall war, aufzuhäufen." vend^er und brctagner Landsturms, die da von Westen herangerückt seien. Weichen die Franzosen nicht absolut einer Schlacht aus, so muß der morgende Tag die Entscheidung darüber bringen. In militärischen Kreisen amusirt man sich nicht wenig über die prophetische Aussage einiger Ueberläufer, welche bis zum 20. d. Ms. für alle um Paris liegenden Deutschen eine neue Bartholomäus-Nacht in Aussicht stellten. Da man jedoch auch in Frankreich mit Wasser kocht und keine Suppe so heiß gegessen wird, als sie auf den Tisch kommt, so darf man an- nehmen, daß bei diesen Planen, falls sie wirklich existirten, auch die Deutschen noch ein Wörtchen mitzusprechen haben werden Der Bundeskanzler war in diesen schloff.» gewesen, sich zurückzuziehen, sobald -r feine Ausgabe in Pari« erfüll. Au« Metz, vom 16 N°«, « al. d.e „K. d." Uder Den oomgen — Iä "! "“"Ä' ÄÄ- >. .,»»». hob. >hn veranlaßt, dief.n Entschluß fz g , .urückzustellen — Bri.s. unbegründeten Gerüchten ein Ziel zu setzen, bringe ich hiedurch auf Veranlassung Pflicht «achten, dem Papst, die c * t 5 n^meu von allen Seilen ce« königlichen General-Cammando'« de« 7. Armercorp« zur Kenntniß, daß der- und B-ii-id-adressen, b ,d>t t ter ffort fron» nt", bi. ihn säst f.lbe in genannter Stadt unter den obwaltenden Verhältnissen al« ein ganz be- jum ®aticnn unt »WUn$ )>P H g^„de», daß er sich friedigender zu bezeichnen ist. Flecken.pphu« und Hosp.talbrand sind, auch nicht 8 Ä hat*”He «66.« Srcbinmun ication gegen Victor Emanuel in vereinzelt.,. Säuen, weder unter den preußischen, noch unter den zur Zeit noch '"‘W:#R"aÄ.Ä in £ einzieh. Trotz dies« feindliche» Haltung hier befindliche» verwund...» und kranken französischen Soldat.», »och unter »« ausjusprech.n, sobald ders R ” i A Hauptstadt zu machen und hiesigen Bevölkerung vorgekommen. Auch der gewöhnlich. Typhu« ,st hier keine«- NS»"«»« »«r.inzuz /h. T "inL Tagen .ttiatte « einer'hohen Person , weg- so vorherrschend, al« man in der Hcima.h glaubt und nimm, in Man bat mich dreimal von Rom ferngehalten. Jetzt ist es mein, und ich will Weitem me.sten Fallen einen günstigen Verlauf. Unter 1 lieber sterben, als es aufgeben." P. Beckx, der Jesuiten-General, hat vom Papste Neuerkrankten des 7. Armeecorvs befind SS «tos«« — RSS '• Ä... ». mmri ... D...,........ M °Ein Schreiben au« Bordeaux in der „Jndependance Belge" gib. einige „Jndependance Belge», die Bedeutung nich. haben, die ihm von Preußischer Sette w hi (^Hmmnnn in Frankreich Wie dasselbe behauptet, ist man zugeschrieben worden, denn außer den zwei Depeschen aus Evreux und Chateaudun, dm Städten im Allgemeinen ukd M von Paris für die welche melden, daß am 18. November, also am Tage nach dem Gefechte eine ftortfefcuna des Kampfes Anders sei es jedoch auf dem Lande, wo man des feindliche (preußische) Colonne bei Rosny Stellung genommen habe und daß © h H i unb nur wünschte daß die Zustände sich schnell so ge- Reiterei bei Bonneval erschienen, aber von den Franzosen zuruckgeschlagcn worden falt daß^man wieder Aen Ld feineziehen und verkaufen sei, zeige nicht, daß die Bewegung gegen Le Mans fortgesetzt wurde : L * goÄ h,e Geistlichkeit anbelange, so kümmere sich dieselbe nur noch wenig scheine die Regierung auch keineswegs beunruhigt und CiU zu haben, den Sitz um dmÄea und S ein L enJ afleh von der Lage des Papstes in Anspruch der Delegation zu verlegen; sie treffe energische Maßregeln, affe au- dem Depar- ^eg nv , g Geistlichkeit im Interesse des Papstes bl.ebe tement Endre-et-Loire die Unbequemen und Verdächtigen vertreiben, bevollmächtige übriaens nicht ohne Wirkung. Ungeachtet der schlimmen Lage, in der Frankreich zahlreiche standrechtliche Hinrichtungen, um die Disciplin in der Armee herzustellen, sich aeacnwärtia befindet, gingen doch tagtäglich bedeutende Geldsummen nach und bedrücke mehr als je die Presse, um ihr auch die geringsten Andeutungen sich gegenwärtig veslnoer, g g ) 8 b Über Truppenbewegungen zu untersagen. Die Errichtung eines verschanzten Lagers Plätter aus Paris vom 12. November, die man in Versailles erhielt, zei- bet Orleans deute an, daß man entschlossen sei, diese Stadt mit Nachdruck zu linn , es mu ien z w # # Ra vie sich seit einigen Tagen in Lyon befand, ist wieder zur Loire-Armee abgegangen. Dieselbe weigerte sich, unter Garibaldi zu kämpfen, dessen Corps sie bei- gegeben werden sollte. Die Truppen, welche jetzt durch Lyon kommen, sind besser gekleidet und bewaffnet, als die, welche früher durch unsere Stadt kamen. Auch die Cavallerie und Artillerie hat ein gutes Aussehen. Man organisirr jetzt hier ein neues Freiwilliaen-Bataillon. Dasselbe führt den Namen: „Les fils de 1792“. richten- Wie ganz Paris, so trägt auch die Negierung die schrecklichen Folgen viel anmaßt und ganz nach Gutdünken schaltet und waltet- Di. Bewohner von der Einschließung, und icotz wiede.haiter Anstrengungen ha. sie di.feib.n »ich. Mühlhausen von 20 bi« 40 Jahren, welche, wie alle Franzosen von °"s-m Ai «, überwinden können Die Reg'erunt läßt regelmäßig Depeschen abgehen. Wah- zu den Waffen berufen sind, haben ungeachtet der preußischen Occupatron Marsch- ^^"erL7Loch^°v7«.Sg^rhiei^e einig? An.wor.en, welche L-sehl ermatten. Ein Tbc., derselben soll auch Mühlhausen verlassen haben und sofort veröffentlicht wurden; seit der Depesche vom 24. Oct. aber, welche am 26. ver. über die Schweiz nach Lyon gehen wollt», um sich den französisch.n Behörden öffentliche tourte, ist Ihr keine Antwort zugrgangen .rotz wiederholter dringender zur Verfügung zu stellen. Im großen 2W« von Lyon hat eine Vorstellung Bitten und ohne daß sie sich diese schmerzliche Tha,fache erklären kann." Roche- Statt gefunden. Vom Ertrage derftlbea soll eine große Kanone^ gegossen weroen, fori hat im Rappel" folgende«, vom 9. Nov. datirte« Schreiben veröffentlicht, welche den Namen fuhren werd: „U Grand Ihdatre de Lyon . ' Jch hatte mir vorgenommen, mich zurückzuziehen, ohne ein Wort zu sage», Tours, 19. Nov. EinDecret vom 7. ermacht.gt den M.n.ster de« Innern ich habe aber so viele Briefe erhalten, die mich fragen, ob ich den Mrtgltcdern auf den Antrag des Polizer-DtreclorS, )edesJndtvtduum, welches fern Domtctl der Regierung der Nationalvertheidigung wirklich meinen Austritt angezeigt habe, nicht in dem Lotre und Indre hat, auszuweisen, wenn mchtzwct Bewohner des- daß?genbchigs bin ci» für alle Mal zu erklären: Ja, ich habe am 1. Nov. selben für e« gu.sagen Ein Freiwilliger der Gar.baldram .«'g'«" «°'d- '« meine Entlassung gegeben und denke nicht daran, sie zurückzunehmen. Lager von Sathonay bei Lyon erschossen^, weil er^zur Meuterei^ a^relzt ^tte. Am 13. November ward in Athen die griechische Zndustrie-AuSstellung eröffnet. Das Schwurgericht in ChalkiS hat den berüchtigten Räuberhauptmann Krikelas zum Tode verurtheilt. Aus Konstantinopel, 17. Nov., wird der wiener „Presse" telegraphirt: „Das gesummte Cabinet soll gewillt sein, Nußland's Forderungen um jeden Peets zurückzuweisen. Die Flotte im Mittelmeer wird bedeutend verstärkt." Der russische Gesandte, General Jgnatiew, ist am 16. November von Odessa militärische Nachrichten. Officielle Local-Notizen. 72 meldet: Sechzehn Kulis sind enthauptet und 23 verbrannt worden. Die Fran- rosen erhalten 500,000, die chinesischen Christen 10,000 TavlS Entschädigung. Der französische Gesandte Rochechouart hat sich damit zufrieden erklärt und Peking verlassen. Der russische Gesandte aber ist nicht zufrieden. aus Amerika erwartet. f . Brüssel, 21. Nov. Das „Echo du Nord" bestätigt, daß Bourbaki das Oberkommando des 18. Armeecorps erhalten hat und nach Revers marschiren soll, um Friedrich Karl entgegenzutreten. Tours, 20. Nov. Die Regierung hat angeordnet, daß alle Vertheldlg- ungscvmtte«, welche auf eine nicht regelmäßige Weise eingesetzt sind, dem durch Decret vom 14. October gebildeten Bertheidigungscomlte unterstellt werden sollen. — Der „Moniteur" erklärt, die Negierung werde auch ferner alle Capitäne der aufgebrachten Handelsschiffe als Kriegsgefangene behandeln. /X Tours 20. Nov. Im Sonnabend-Conseil ist die Ansicht Gambetta S, daß die Berufung der Constituante momentan inopportun sei, wieder durchgedrungen. — Ein Regierungstelegramm meldet, daß die Vereinigung der Armeen v. d. Tann's, des Großherzogs von Mecklenburg und des Prinzen Friedrich Karl, in einer Stärke von 135,000 Mann, gelungen sei. — Die Regierung fährt fort, die Capitäne deutscher Handelsschiffe als Kriegsgefangene zu betrachten. △ Tours, 20. Nov. Aus L6mur wird unterm 19. d. oificiell gemeldet: Der Feind wurde von garibaldischen Truppen, unter Ricciotis Commando, bei Chatillon überrascht. Die Truppen der feindlichen Abtheilung wurden entweder getödtet oder zu Gefangenen gemacht. Die Zahl der Letzteren ist 700 bis 800. △ Rouen, 20. Nov. Der „Nouvelliste de Rouen" glaubt zu wissen, Thiers werde gelegentlich der neu aufgetauchten orientalischen Frage mit der Erneuerung der Waffenstillstandsverhandlungen gleichzeitig auch eine andere wichtige Mission zu erfüllen haben. — Die „France" vom Sonntag erklärt, in Betreff der orientalischen Angelegenheiten wäre das Schicksal Europas in Preußens Händen und müsse dessen Haltung abgewartet werden. Florenz, 17. Nov. Die Regierung verweigerte angeblich auf das Ent- schiedenste das diplomatische Vorgehen mit England und Oesterreich gegen Rußland. , r , , Konstantinopel, 19. Nov. „Levant Herald" glaubt zu wissen, daß Die Pforte die Einberufung der Rediffs (Landwehr) angeordnet habe. General Jg- natieff und Hali Pascha sind hier eingetroffen. ein Munitions-Magazin _ . „ Verwundete. Ursache und Details bis jetzt noch unbekannt. v. Löwenfeld. Metz. 21. Nov. Im Fort Plappeville ist heute früh 9^ Uhr in die Luft geflogen. Einige Todte und 4 In ganz kurzer Frist dürfte die Erscheinung einer beträchtlichen russischen Escadre, aus den in den Vereinigten Staaten gekauften Schiffen bestehend, welches an Rußland für die Ucberlaffung seiner nordamerikanischen Colonien von der Union entrichtet würde, zu erwarten sein. Ebenso dürfte eine imposante militärische Machtentwicklung an unserer südwestlichen Grenze stattfinden, wenn man in Wien oder Konstantinopel sich weniger, als mau erwartet, disponirt suhlen wird unfern Wünschen nachzukommen. Der General Ignatieff ist bezüglich dec etwa bevorstehenden Krisis, mit den nöthigen Instructionen versehen. Die offent- liche Meinung verlangt schon seit langer Zeit lebhaft die Schritte, welche dir Regierung nunmehr gethan hat und der Fürst Gortschakoff, welcher durch seine abwartende Haltung in dem französisch-preußischen Conflict schon etwas von seiner Popularität verloren hatte, ist wieder der Held der nationalen und liberalen Parte, geworden. In Betreff der Eventualität eines Kriege- zeigt sich Alles vollkommen beruhigt. Man weiß, daß die neue Bewaffnung vollendet und unser Kontingent mehr als eine Million Soldaten beträgt, und jedenfalls denjenigen von 1655 m intellektueller Beziehung überragt. Außerdem rechnet man auf Aufstande der fla- vifchen Völkerschaften Oesterreichs und der Türkei, sobald uns diese Machte den Krieg erklären würden. Hoffentlich wird indessen noch ein friedlicherer Ausgang möglich sein. Die Haltung Englands kann hierzu das Meiste beitragen. Die jetzige britische Regierung ist, wenn wir uns nicht täuschen, wenig geneigt, den Absichten unserer Regierung entgegenzutreten, aber man scheint hier auf der englischen Gesandtschaft zu fürchten, daß eine nächsthin stattfindende ministerielle Krise, indem sie Gladstone und seine Freunde beseitigt, nur das Signal zur Erneuerung eines Torry-Mintsteriums sei, welches sich weniger entgegenkommend zeigen wurde. Der türkische Gesandte Rustem Bey und der ungarisch österreichische Gesandte Graf Chotek haben bisher noch durch nichts ein Urtheil in der Sachlage ab- aeaeben und nehmen noch eine reservirte Haltung. Brüssel 21. Nov. Die „Liberty schreibt unter dem 18. Nov.: Bordeaux ist definitiv zum zukünftigen Sitz der Negierung gewählt. Die „France" theilt mit, die Negierung habe an die neutralen Mächte eine Note gerichtet, worin sie für die guten Dienste dankt. Das Nanter Journal „Phare" meldet, vom 1. October bis 10. November seien 215,000 Gewehre und 2,650,000 Patronen aus Amerika in Havre und Brest angelangt; demnächst würden weitere Lieferungen Versailles. 21. Nov. Die bei Dreux und Chateauneuf geschlagenen Mobilgarden flüchteten nach Westen und Nord-Westen. Landwehr-Bataillon Unna und zwei Escadrons 5. Reserve-Husaren- Regiments am 19. in Chatillon angegriffen, haben sich nut Verlust von 120 Mann und 70 Pferden auf Chateauvilain zurückgezogen. Von den Armeen liegen sonst keine Meldungen von Bedeutung vor. v. Podbielskp. Telegraphische Depeschen. v Berlin, 21. Nov. Wie der „Nreuzzeitung" aus Stuttgart geschrieben wird, sind die Aussichten auf den Eintritt Württembergs in den neuen deutschen Bund durchaus günstig. Daß auch die Verhandlungen mit Bayern wegen derselben Angelegenheit keineswegs abgebrochen sind, erfährt die „Kreuzzeltung aus München. Die Verhandlungen des norddeutschen Reichstages werden nach der „Kreurreitung" durch Staatsminister Delbrück eröffnet und geleitet werden. Die würtkembergffchen Minister v. Suckow und v. Mittnacht sind heute Morgens ^Stuttaart, 21. Nov. Der heutige „Staatsanzeiger" meldet: „Die Mi- nister v. Mutnacht und v. Suckow haben nach vorgängigen längeren Bcrathungen des GesammtministeriumS am 19. November dem Könige einen eingehenden Bor- 1 trag über das Ergcbniß der in Versailles stattgehabten Verhandlungen erstattet und sind am 20. November im Auftrag des König- nach Berlin gereist, um dort die Verhandlungen zum Abschluß zu bringen." . ' Dresden, 21. Nov. Das „Dresd. Iourn." schreckt: Der Staat-Minister Friesen ist gestern Nachmittag von Versailles zurückgekehrt und heute Nachmittag nach Berlin abgereist. — Der Generalgouverneur macht bekannt, daß zwei kriegS- gefangene französische Offiziere ihr schriftlich g-g-bcn-S Ehrenwort gebrochen haben und gestern desertirt sind. ~ c . Brüssel, 20. Nov. Die „Jndäpendance" meldet aus Petersburg, daß demnächst das Erscheinen einer russischen Panzerflotte in den Dardanellen bevorstehe, die in den Vereinigten Staaten für den Verkaufspreis der russischen Colomen in Nordamerika angekauft sei. General Ignatieff wird im Falle von entstehenden Schwierigkeiten von Konstantinopel abreisen. Oesterreich beabsichtigt, imposante Demonstrationen an der Donau und am Pruth zu machen. △ Brüssel, 21. Nov. Man schreibt der „Indep." aus St. Petersburg: Ich machte schon die Mittheilung, daß General Ignatieff beauftragt worden war, von der türkischen Regierung die Autorisation zur Einfahrt einer Panzer- Escadre in das schwarze Meer, zum Zweck der Ueberwinterung zu erhalten. Ein umfangreicher neugebauter Kriegshafen zu Kertsch, am Eingänge des Agaff schen Meeres, ist bereit, die Flotte aufzunehmen. Allein, nach einer peremtorischen Weigerung der hohen Pforte, hat eö unsere Regierung ihrer Wurde schuldig zu sein geglaubt, eine feierliche Erklärung ihrer Absichten einer so gewaltsamen Handlung, wie der Einfahrt einer russischen Escadre in das schwarze Meer voraus- 21. Nov. .Wenn das Dorf abgebrannt ist, reparirt man die Feuer- svriüen." Aehnlich geht es so mit einem Th eil unserer Stadt hinsichtlich der Straßen- beleucktuna Nachdem vier Unglücksfälle am Oswald'schen Garten stattgefunden, rvobeNnit genauer Roth zwei der betreffenden„Personen vom Tode^t^ eine Laterne an den Schulberg in der Nahe des Oswald tchen Gartens zu ireyen. (9s ist dem ftauvtübelstanbe dieser Passage em wenig, wenn auch nicht viel, abge- ^lfen ^LeuU handelt es^sich nun um die Beleuchtuna der Hintergasse. Die Hinter- ga e eine ber fTeqUenteftm Straßen hiesiger Sttckt, besitztz Mn Laternem Der yrjjt nnm ß-.cfe des Sattler Ferber bis an das Schuhmacher Walthersche Haus is?völlia^dunkel^gelassen indem die am Hirsch schon Hause besindl.Ae Laterne nur ein Fragment von Lichtschein in die betreffende Straße wirft Die Entfernung der beidm^LaUrnen^vom Hirsch'schen Hause bis zum. W al einmal soviel als bei fast sämmtlrchen Laternen hiesiger Stadt. Zudem, dasaUadend- l die Fabriken von Hornberger, Gail 2c. chr Contmgent in Masse von Fabrik- nrbeiiern lief rn ferne?das Droschken- und übrige Fuhrwesen dieser Strafe ziemlich belanareick ist ist es auch der kürzeste Weg vom Wallthor nach bem ©etter^berß, resn dem Bahnhof Es wäre hiermit schon in sittenpolizeilicher Hinsicht geboten, eine LiterneUngefähr an das Haus ber Wittwe Stein ober Schuhmacher Wagner anzubringen mb em schon zu wiederholten Malen sehr große Ex c ess e ge gen. F a br i f ar b et- terinnen stattgefunden haben. Von wahrhaft lebensgefährlicher Arbeit ist es imanch- u-Vänd^ ttchen Stadtvorstande sehr zum Danke verpflichten, wenn diesem arg gesuhlten Miß- qk /uHtkpn ,,nd 70 Gulden ausgegeben wurden, vom 1. ^anuar ioh an vpu ö : weÄos werden und behufs der Einlösung jedenfalls vor dem 31. Deeember d. I. i bei der Staatsschulden-Tilgungskasse zu Darmstadt zu prasentlren sind. Die Börse eröffnete mit einigen Schwankungen, später festere Tendeüz. Der Schluß der Börse war auf Londoner Friedensgerüchte besser. Eine solche Erklärung konnte nicht stattfinden, ohne daß die russische Re» gierung alle Maßregeln getroffen hätte, um ihre Kundgebungen und Thatsachen folgen zu lassen. Und diese Thatsachen können nur die demnächstige Einfahrt einer russischen Escadre in das schwarze Meer sein, stark genug, um nöthigenfalls die Fahrt durch die Dardanellen erzwingen zu können und die Concentrirung unserer Truppen an den Grenzen von Oesterreich und der Türkei, welche am meisten rnteressirt sind, gegen die Erklärung des Fürsten Gortschakoff Protest einzulegen. Die einfachste 9 Logik beweist, daß ohne dies jene Erklärung nur eine unnütze und selbst gesayr- liche Manifestation gewesen wäre und lediglich die Mächte gewarnt hatte, aus Börsennachrichten. 21. November 1870. Actien. Oest. Creditact. 234—235 50/g östr. F. St. E. B. 349 Lombard. Bahn 16 V4 Ludwigsh.-Bexbach 162Vz Maxbahn — Bayer. Ostbahn 120 Hess. Ludwigsb.-Act. — Alsenzbahn-Actien — Oberhessen M — Wechsel. Amsterdam k. S. 1003/g Augsburg k. S. 100 Berlin k. S. 1043/4 Bremen k. S. 97 Cöln k. S. 1047/g Hamburg k. S. 88 Leipzig k. S. — London k. S. H87/s Lyon k. S. — Paris k. S. — Wien k. S. 94V2 ditto m. S. — ditto 1. S. — Disconto 40/g G. Preuss. 41/2% Oblig. — Frankf. 31/2 °/o Obi. — Nass. 41/2° 0 Obi. 9O’/2 Kurhess. 4% „ 82 V4 Gr. Hess. 5% Obi. 101V? „ , 40/o n 927/8 „ „ 3Mo n - Bayer. 5% n 95 „ 41/2% 1jährige 90‘/2 „ 40/g 1/4 jährige — Wiirtemb. 4^2°/o Obi. 89 V4 Baden 41/2O/o Oblic. E. L. 9O‘/2 Oesterr. Silberrente 52'/g n Papierrente 44 Vs n 5% M. steuerf. — Amerik. Bonds 188Ir 95l/s „ „ 1882r 93 n „ 1885r 92i/4 „ „ 1887r 92t/2 Spanier, neuest. 3% 30Vs Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 541/2 3°/0 öst. s. Lombard 44 3% Livorneser 293/4 50/g Toscaner — 5% Elisabeth.-Prior. — do. II. Emiss. — Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 44a/g Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 45—46 „ doppelte 9 45—46 Holl. fl. lOSt. 9 55 Ducaten . . 5 36—38 20 Frankens!. 9 323/4 Engi. Sover. 11 57—59 Russ. Imper. 9 48 50 Dollar in Gold 2 26 V2—2 Anleliensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. — 40/g bayr. Präm.-Anl. 1054/4 Ansbacher 7 fl. — 40/g badische Loose 105 Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250^v. 1839 — 1858r Prioritatsloose — 1860r Loose 71V2 1864r n , — Braunschweiger — Stadt Madrid 21V4 Actien. Frankf. Bank — Frankf. Vereins-Kasse 100 Darmst. Bankact. 312 Wien Bankactien 690 Galizien 221 494' Besondere Bekanntmachung habe zu vermiethen. P it th an. ver- Stccken Vermischte Anzeigen rung pfiehlt Emil Pi stör. 8-5.»« 8.8» 8.8.8.?. 8.5.&&8.&8.8.&8.&8.8I -C> g Allerneuestes ich Geschäfts-Empfehlung Annonce 4761) Eiebr. Schlörb, aus Schotten. 325) Für die Port -, Renten- und Lebensversicherungs- Anstalten, sowie für Auswanderung können Agenturen, nach Wunsch auch einzeln, unter a & a a Wellen Stecken mann. Hoffmann. ä a a a a a a Amerikanisches Glanz-Stärke Vermiethvngen 4008) Eine neu eingerichtete Wohnung mit 3 Zimmern, Vorplatz, großem Boden, Aussicht in das Freie, ist zu vermiethen. Ein großes Zimmer davon kann allenfalls möblirt abgegeben werden. Emil Pi stör. für, Eeforsurp hi Stelle eins Bibliothekars 1(0 st. und weitere Nebenverdienste ver- bui.dcn sind, ui t wclct e fiatr termoßig mit einem erorgcliscken Philologen oder Theologen ?u besetzen ft, steht deimalen osten und soll baidihunlickst wieder besetzt werden. Concunenzfahige Bewerber werden andurch eu geladen, ihre deßfallsigen Gest che, unter Anlchluß der betreffend en Zeugnisse, bei Großheizogl cher Obcrstudien- Tircction zu Tarmstadt, oder bei der unterzeichneten Stelle binnen 14 Tagen einzureichcn. Nadel-Scheidholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Eichcn-Scherdholz, n Prügelholz, „ Stockholz, 4935) Revolver von 14 st. an, tyifto len, Lcfauchcux-Patroncn, Cramer'- sches Iagdpulvcr, Patcntfchrot re. em- Lindener Chaussee ist ein Familienlogis zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Grotzherzoglrche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 4951) Tie erste Lebr er stelle cn der höheren L ür gerschnle zu Oppenheim in■ 9 leinI tssln, n il n»Icker ouß«r freier Wohnung ein 5n,n.en m ein nr Zujammer fünft ist auf dem Trieb. Gegen vonchristsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. April 1871 gestattet. Tie Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 21. November 187V. Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt. I. Versicherung steigender Renten, arlf Gleichberechtigung und Erbverbrüde- v beruhend, wobei volle Einlagen von 100 st., sowie in den jüngeren Altersklassen Theileinlagen von 10 bis 60 fl. und Nachzahlungen von 5 st. an zulässig sind. Die jährliche Rente einer vollen Cinlag kann bis zu 150 fl anwachsen. II. Lebensversicherung, und zwar die Versicherung sowohl von Kapitalien auf den Todes- und Lebensfall, und zu Ausstattungen, als auch von Leibrenten, Wittwenpensionen u. s. w. Die Versicherungsbeiträge sind gering und der Versicherte ist zu keinerlei Nachzahlung verpflichtet- Außer der rechnungsmäßigen, noch um 10 pCt. verstärkten und vollständig sicher gestellten Prä- mien-Reserve ist das bedeutende, in steter Zunahme begriffene, Rentenkapitalvermögen für alle aus dem Lebensversicherungsgeschäft entstehende Verbindlichkeiten der Anstalt haftbar. Nicht zu übersehen! Mchiere französische Long-Shawls habe in Händen und veikaufe solche billigst. K. Grüne bau in, Pfandanstalt. Oppenheim, den ^0. Norbr. 1870. Großherzogliches Kreisamt Oppenheim. Schmidt. 4929) Ein anständiges Frauenzimmer, welches mit allen häuslichen Arbeiten vertraut ist, sucht für hier oder auswärts eine Stelle. Franko - Offerten bittet man bei der Exped. d. Bltts. abgeben zu wollen. DML" BernhanFs Alpenkräuter-Laqueur (feinstes Magenbitter) vorzüglich crprobus Haus- und Magen-Niiitel feit Jahren rühmlichst bekannt und von vielen Aerzten glänzend begutachtet, halte ich stets auf Lager und empfehle denselben bestens. Preis pr. 1/2 Flacon 36 kr., pr. ’/i Flacon 1 ff. 6 Fr. Gebrauchsanweisungen gratis. Ernst Hermes. 4930) Den Bewohnern der Stadt und des Kreises Gießen hiermit zur Kenntniß, daß wir nunmehr unser Spinnerei- und Appretier-Geschäft auf dem Georgen-Hammer bei Lautern (Kreis Grünberg) dem Betriebe übergeben haben. — Wir bringen dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß wir Parthieen Wolle sowohl zum Spinnen, wie zum Kämmen, annehmen und prompt besorgen. Die Wolle beliebe man bei Herrn H. Heerz zur Walkmühle bei Lautern abzugeben, an welcher Stelle man auch das Garu^in Empfang nehmen kann. Georgen-Hammer, am 8. November 1870. 4535) Ein Stück Rüben zum Füttern steht billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Vaterländische Feuer - Versicheruugs - Actieu- Geselllchaft pi Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billigen und festen Prämien. F. Hoff Firma: Carl. 4885) Ein Mädchen, welches im Klei- kstren gesucht. Für Feuer-, Hagel-, Trans- i dermachen und Weißzeugnähen erfahren ist, A- “"v wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Auch wird von demselben. -■<>------------------------ . Wasche zum Waschen und Bügeln angenom- vortheilhaften Bedingungen dargeboten wer- men und bestens besorgt. Zu ei fragen bei . den. Näheres auf portofreie Zuschrift be: der Exped. d. Bltts. K. Bernhardt, Jnspector in Darm- Fi adt. 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(4948) 1 4933) 8557' Wir find Verehrer^ guter Tanzmusik, leiden jedoch in^ jetziger Zeit an einer wahren Ucbcr ■fd;tocniniunfl von schlechter Tanz-ß musik, die uns jeden Genuß vcrlci- idet. - Werden doch derartige Tanze ;daS Stuck für 1 Schill, das Dutzend für 8 Schill und bei Hunderten noch billiger auSgcboten! — Rühmend muffen wir daher — fo sagt die Hamburger Zwischenact Zeitung — die drei ausgezeichneten Walzer : »Früh lingSreigen^ von Julius Lammers. v— „Burschcntänze" vonIohS Schon- sdorf. — „Ingendträume" (Preis- ^Gompofition) von O. Hübner-Trams, hcrvvrhcbcn. — Preis pro Opus (4 -Bogen stark) nur 12'/- Sgr Zu i beziehen von Robert Apitzsch in s Leipzig und durch alle Buch- und Musikalienhandlungen. 4944) Eine Stube nebst Bodenraum ift[ 4938) Ein Familienlogis ist ,u vermie- zu vermiethen. Asterweg Nr. 191. !thcn bei Christian Vogt, Kirchenplatz. L'/r 36 673/4 2478 1 53/4 4*/2 720 463 28 93 Die I 4936) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- : bin et ist zu vermiethen bet Louis Petri II., Neuenweg 4860) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet, vor dem Wallthor Lik. A. Nr. 164, ebener Erde, mit getrenntem Eingang, ist alsbald zu vermiethen. 4949) Eine Familienwohnung und ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bet P. Herbert, Neuenweg. 4789) Eine möblirte Stube mit Cabi- net ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Th. Rauten st rauch, an der Schoor. Frische Egmonter Schellfische treffen, fv lange keine siuimische Wittetung, wieder wöchentlich biemial ein. Für Eabliancn, Zungen und Turbots erbitten wir uns Aufträge mehrere Tage vor Gebrauch. — Heute frische Schellfische. ______________Ä- A. Busch Söhne. 4909) Palm - Damen -Körbe, sowie Puppen- und Linker-Wagen, empfiehlt Louis Senner, Sattler, ,________________Seltersweg.__________ 4610) Frische Sendungen in SardineS in Piclcs, Sardine# a 1’lBuile, Anchovis, Mixed - Piclcs, Gaviar, Champignons, Trüffeln, Gothaer Cervelatwurst, Neuen Holland. Vollhäringen, Genucs-Sardcllen, Bückingen zum Rohesten, Königs Rcisftärkc empfehlen I. A. Busch Söhne. Versicherungsanträge werden entgegengenommen, Statuten und Prospecte unentgeltlich verabfolgt, sowie Aufschlüsse bereitwillig ertheilt von dem Agenten der Anstalt: Buchbinder Ä. L. Balser zu Gießen. 4942) Bei der am 9. d. 9Nts. stattgefundenen Gemeinderathswahl zu Steinbach wurden in der HI Abtheilung 70 Stimmen abgegeben, und wurde der Großh. Bürgermeister Horn einstimmig gewählt. Es ist dies sowohl für den Gewählten, als auch für die Gemeinde, welche so das Verdienst ihres in jeder Beziehung achtbaren Bürgermeisters würdigt, ein ehrendes Zeugniß. x Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietfck) in Gießen.