Gießener Anzeiger Dienstag den 22. März 1870. Nr. 33. !U1)| lonirteS weisen in ^steigung ee in Cen- Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 4» fr. Derselbe erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet in Gießen vierteljährlich 36 Kreuzer frei in'ö Haus geliefert. - Für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post oder den Landpostbotcn abonniren können, beträgt der ^jährige ^ibonnementsvreis LS Kreuzer incl. Postaufschlags. , Die auswärtigen Abonnenten machen totr darauf aufmerksam, daß nur dann vollzählige Nummern des Blattes geliefert werden können, wen» sie schon jetzt bei der Poft ihr Abonnement erneuern. Den Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im II. Quartal 1870 zusenden und den Abonnementbetrag wie seither durch Quittung erheben lassen. Die Expedition des Gießener Anzeigers. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Ltt. B Nr. 1. ?, Men Be- ■fibtt: Unb 'tt »«mit djx, Id), t» ifcsr Einladung nun Abonnement. Mit dem 1. April 1870 beginnt ein neues ^jähriges Abonnement auf den othcn" ^Meinem Wrltkrm. i 27. April, ledrer. Man elder. ige, to/j ich frr ®ithve litt. die Dividende Perfid)erungenf 9 Procent utcnmäßig bei l'ellschast.' . Busse. Tc0ziehender Dinctoi. enl in Gießen, ania." Hiniftmum des tli Übemagen- ^inania"- id> m ib bin zur Bedingungen zn il m 11 i d> c 58 e t a ii n t tu e d> n n fl e n. 4. 2. 3. Bekanntmachun g. Das am 20. MLrz v. I. von uns erlassene, nachstehend wiederhol! abgcdrnckte Regnlativ wurde mit Rücksicht darauf, -daß sehr viele Hausbesitzer durch dasselbe nt baulichen Veränderungen gcnöthigt werden und daß man hierbei jede irgend mögliche Nachsicht walten lassen wollte, im vorigen Jahre nicht zwangsweise durchgeführt; die massenhaft eingelaufeuen Anzeigen waren zwar an Großherzogliches Stadtgericht abgegeben, indessen hatten wir auf den Wunsch des Stadtvorstandes später das Gericht ersilck-t die Anzeigen beruhen zu lassen, indem wir hofften, daß cs gelingen werde, auch ohne Strafen und sonstige Zwangsmittel den Zweck des von allen technischeu Behörden für notbwendig erkannten Regulativs zu erreichen. Da nunmehr die Jahreszeit soweit vorgeschritten ist, daß Bauarbeiten vorgenommcn werden komien, so fordern wir unter nochmaliger Hublication des Regulativs hiermit zu dessen pünktlicher Befolgung auf. Zur Ausführung der zu 1 bis 7 vorgcschricbcnen Aenderungen und Anlagen bestimmen wir eine letzte Frist bis zum 1 Juli l. I., nach deren Ablauf gegen alle Hausbesitzer, welche dem Regulativ nicht nachgekommen sind, Anzeige erhoben und weiter vorgeschritten werden wird; die Bestimmungen unter 9 und 10 sind sofort zu befolgen, und cs ist die Polizei angewiesen, unnachsichtlich Anzeigen zu erheben. Gießen, den 18. März 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen. p ' Dr. Goldmann- Regulativ, die Anlesiuiig und Einrichtung ber Abtritte, Abtrittsgruben und Dungstätten in brr Provinzialhauptstabt Gießen, unb bas Reinigen berselben betrrffeub. Zur Beseitigung qesnndheitsschädlicher Einflüffe wird nach Anhörnng des Gemeinderaths unb mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 29 September 1868 zu Nr. M. d. I. 10265 unb 10302 auf Grnnb ber Art. 136, 137 u. 310 des Polizcistrafgesetzes, sowie des §. 13 der Verordnung vom 4. Februar 1857, die von den Bauhandwerkcrn zn beobachtenden technischen Vorschriften betreffend, Folgendes verfugt: 1 Keine Abtritte dürfen in die städtischen Kanäle oder Bäche ihren Ausgang haben. Wo dies der Fall ist, muß die Ausmnndnng ■ i„ bett Kanal oder Vach zuqemauert, und entweder eine transportable Tonne (Kübel) unter der Abtrittsröhre angebracht oder cnie Abtrittsgrube angelegt werden Wo eine «umauerung der Ausmündung in den Kanal oder Bach nach den örtlichen Verhältnissen nicht möglich ist, muß der Kanal oder Bach überdeckt und die Tonne auf die Ucbcrdeckuug gestellt werden. Ist auch dieses nicht ausführbar, so muß die Tomic so gestellt werden, daß der Inhalt des Abtritts vollständig in dieselbe gelangt und Nichts davon in den Kanal oder Bach fließt. , . . . , , c>n gleicher Neffe, wie zu 1 angegeben, müssen die in die Ecken und Winkel zwischen den Hausern ausmundende», sowie die innerhalb der Häuser angelegten Abtritte, in Tonnen geleitet oder mit Abtrittsgruben versehen werden. Bezüglich der Abtritts grub en wird Folgendes angeordnet: .... .. . „ a Die Grube muß.so m,gelegt werden, daß die Wände und der Grund derselben für Flüssigkeiten vollständig undurchgangig gemacht werden. Zu diesem Behnfe wird sie entweder mittelst einer doppelten Mauer aus gesinterten Backsteinen, deren ein Fuß breiter Zwischenraum nut plastischem Thon gusgestampft wird, angelegt, oder die Mauern werden in einer Dicke von 1 */2 Fuß mit ©erneut hergestellt, muffen fedoch im letzteren Fall mit einer mindestens IV, Fuß dicken' Schichte fcsteingestanipflen Lehms oder Setten überall hinterlegt werden. . ,. . b. Wo die örtlichen Verhältnisse es erlauben, sind der Boden und die Wände der Grube abznrundeu, und der Boden trichterförmig zu vertiefen, wodurch eine bessere und vollständigere Entleerung ermöglicht wird. ., , . . c. Tic Grube muß durch eine Eisen- oder Steinplatte oder einen fcstschließenden hölzernen Deckel verschlossen werden ; dieser Deckel muß, wenn die Abtrittsröhre unmittelbar in die Grube einmünbet, um bie Röhre ganz fest schließen. Die Grube muß so angelegt werden, daß ihr Inhalt nicht unterhalb der Wohimngen, sondern außerhalb der Umfangsmauern derselben sich befindet. . d Die Grube muß mindestens 30 Fuß von jedem Brunnen angelegt werden; dermalen schon vorhandene Gruben, welche m geringerer Entfernung von ‘ einem Brunnen, -der welche innerhalb der Wohnnng sich befinden, können bestehen bleiben, wenn nicht von der Polizeibehörde nach Anhörung Der Medicinalbehörde deren Entfernung für nöthig geholten wird. . r x Der §■ 47 der Bauordnung für die Stadt Gießen, insoweit er den vorstehenden Bestimmungen widerspricht, ist^hierdurch aufgehoben. Wo die Anlegung von Abtrittegrnben in der unter 3. angegebenen Art nicht möglich ist, musten zur Aufnahme des Inhaltes der Abtritte -onnen (Kübel) angebracht werden, welche auch da, wo Gruben möglich sind, den Vorzug vor denselben verdienen. SrrJZ'SÄr'S ö^rm^eifernen Reifen gefertigt werden, bie Ocffm.ng, in welche die Abtrittsröhre einmünbet, Lm °ffe7°ber mikcfiicm Irnen Giüerdeckel verschlossen, sie muß jcboch so eingerichtet fein, baß sie bei ber Entfernung ber Tonne von ihrem w°-ch° eine leichte» Handhabung unb Ausleerung gestatten. . b Das innere ber Tonne muß wrtbeert oder »erpicht oder verkohlt, oder auf sonstige Art gegen das Eindringen faulender Uiffsigkett geschützt sem. 5. Die außerhalb der Häuser angebrachten Abtriltsröhrc» oder Abtrittsgchänse müssen bis in die Gruben hcrabgesuhrt werden und d.rcet ui dieselbe» em- •**$< äSÄTStoS WÄÄ **S*Ä “ä °°., '»«0» röhren von Eisen oder Steingut angebracht werden. 7. 8. 9. 10. a. c. Gletzen i am 17. May 1870. b DK R-iniqunq nach blos v°rausg°g°ng-n-r Desiufectiou darf im Winter nicht vor 10 Uhr Abends, nnd .m Sommer nicht vor 11 Uhr Abends b-äonn-n werden, nnd mnß im Winter bis 6 Uhr Morgens, und im Sommer bis um 5 Uhr Morgens beendigt sein. Geschieht dagegen d,e (5nb iXTbiSrSeuÄ* Apparate nnd in geruchloser Weise, so kann dieselbe zu jeder Tageszeit vorgenommei, werden. Während des Reinigens muß wenn solches straßenwärts und bei Nacht geschieht, -ine Laterne nut brennendem Ächt an passender Stelle ansge- 6 ->n die Abtrittsqruben und in di- zwischen den Häusern befindlichen Winkel darf da» Regenwasser, sowie das Abfall- ' Nasser aus Küchen und Waschküchen, und die Abfalle aus Fabriken keinen Abfluß haben. a. SeSf'f« in die Winkel ergießt, mittelst Kandel» aufgefangen, und dnrch Ablaufröhren in der durch §. 34 b D^a? Ab^allw a s?e°^au s^'d e n^Küch en ^un«1 chlüV-n°darf^entw'eder nur in gut gemauerte und gedeckte Miststättcn, oder mittelst ord- b" m,ngsmäßiger Gossen in die Straßenrinnen abgeführt, und cs müssen dabei die Bestimmungen des §. 35 der Bauordnung für die Stadt Gießen beobachtet werdem ^i Abfälle aus der Haushaltung oder Küche, Kehricht u. s. w. dürfen in geschlossenen Hofen in Haufen aufgeschicht t werde». Neben öffentlichen Wegen ist die Ansammlnng dieser Stoffe nur iuigut gemauerte» und gedecktm M.ststat en gestattet. . r «lüi iae Abfälle aus Fabriken dürfen, wenn sie dünnflüfsig und geruchlos sind, auch keine gesundheitsschädlichen Bcstandthc,le enthalten, durch di- Gossen und Kanäle abflicßen. Die Entfernung anderweitiger Abfälle wird vorkommenden Falls dnrch besondere polizeiliche Vorschriften werden. Nach dieser ersten Reinigung sind: , . , a. alle Tonnen, so oft sie gefüllt sind, mindestens aber von .acht zu acht Tagen, b alle Abtrittsqruben, so ost sie zu 2/s an gefüllt sind, zu reinigen. , ,, . , ., Die Abtrittswinkel sind gleich alls in den ersten 14 Tagen nach Erscheinen dieser Verfügung, nnd nachher, so lange nicht in benfclben die unter 2 vorqeschriebenen Tonnen oder Abtrittsgruben angebracht sind, von acht zu acht Tagen zu renilgen. Außcr der vorstehend vorgeschriebenen periodischen Reinigung sind all- Winkel, Gruben und Tonnen so oft zu reinigen, als es von der Lokalpolizei- Behörde angeordnet wird. A , ®ic ©fttaVS mir eSr die Entleerung nicht auf geruchlose Weise, durch s. g. pneumatische Apparate geregelt. ^^^„j.,,^„w°rfcnc Abfälle ans Fabriken dürfen nur in dichtgemauerte» und c-mentirt-n Gruben. jedoch nicht in zu großer Masse, angesammelt, nnd müssen durch Wagen, aber so, daß keine Verunreinigung der Luft und der Straßen dadurch stattstndet, aus den Diedh^erisschen Abgänge dürfen nicht in die Abtrittsgrubm geleitet, sondern nur in festgemauerten und mit Lehm oder Letten ausgestampfte» Gruben ausbewahrt werden. . , Die Sammelbehälter für flüssige thierische Abgänge müssen fest zugedeckt fein. Neu anaeleqte Miststättcn nnd Pfuhlbchälter müssen 25 Fuß von fedem Brunnen entfernt sein. Dielen I-n Sauseigenthüm-r, welche binnen 8 Wochen von der ersten Bekanntmachung dicser Verfügung an die zu 1 bis 7 vorgeschriebenen Anlagen beiielnmqswnse Veränderungen nicht ausgcführt haben, verfallen in -in- Straf- von fünf Gulden. Außerdem wird d.e Polizeibehörde die Arbeiten aus- sübren und d e Kosten auf dem Verwaltungswege dnrch den Gemeinde-Einnehmer Beitreiben lassen. Abweickünae» von den Vorschriften unter 1 bis 7, welche bei Neubauten oder Hauptreparaturen Vorkommen, werden »ach Art. 136 des Polizei- Ktras-Keickes bestraft, und unterliegen der Bestimmnng des Art. 137 des Polizei-Straf-Gcsctzes. , . . . den ersten 14 Tagen nach Erscheinen dieser Verfügung müssen alle Abtrittsgruben und Tonnen gründlich gereinigt „ sannen- „ „ ouu/ „_______—-- 1192) Zwei tüchtige Arbeiter finden Be- fchästignna bei W^-b.r, 1H1) Ein braver Junge wird als HanS- bursche gesucht bei Bsrmiethungen Im D. Grolman'fchen Hanse in den Neuen-Bäuen ist ein großes Paterre-Zimmer zu vermiethen. ( Wbo) 1211) In Lit. D. Nr. 27 ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. _______ 1215) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet wird am 1. April oacant und ist dasselbe anderweit zu vermiethen. Roloff, Eck am Lindenplatz. 1179) Ein Familienlogis ist zu vermiethen Neuenweg Lit. B- Nr. 183. 1178) Eine Familienwohnung, aus zwei Zimmern u. s. w. bestehend, ist zu vermiethen Neichensand Lit. C- Nr. 133. 1157) Zwei möblirte Zimmer, das eine mit, das andere ohne Cabinet, sind zu ver- 1 miethen bei I- Becker Wittwe, Neuenweg Lit- B- Nr. 195. 1225) Von jetzt an wohne ich in meinem neuen Hanse am Sel- tersthor neben Herrn Photograph Ul)(. Carl Krailing, Schlosser. I Bürrzerclub ^Die Mittwoch den 23. März stattfindende Abendunterhaltung beginnt um 7 Uhr 1191) Maurergesellen und Handlanger können Beschäftigung erhalten bei 1 u Christian Haubach. 1190) Ein erfahrener Kuhschweitzer wird aesuckt- G- Schaffner, 0 t Pachter der Ludwigshöhe bei Lang-Göns. 1234) Bei Maurermeister Schmitt in Heuchelheim können mehrere Maurergesellen und Handlanger dauernde Beschäftigung erholtem__________________— 1160) Ein gut empfohlenes Kindermäd- djen, im Waschen, Bügeln und Nahen er- fahren, wird zu miethen gesucht. Von wem . sagt die Exped. d. Bltts.-------- ---- 84) Ein Mädchen vom Lande wird zu alsbaldigem Eintritt in Dienst gesucht. Von wem'/ sagt die Exped. d. BOls- -“V- PißQinfci Phosphorit-Phosphat, das rohe Kno- Zoll Durchmesser und 15 bis 50 Fuß ersetzend, Hülfsdünger. Länge, \ Gedämpftes Knochenmehl (guamsirt), unter den im Termin bekannt gemacht wer- f-j^em und gröberem Pulver, für Ge- denden Bedingungen,. versteigert werden. m । u f (zur Maschinen- und zur Lohra, den 15. Marz 1870. i p-nnhinntl Der Bürgermeister: l^a^c^cimcr Guano (Kali - Dünger), _______feines Pulver, für Getreide, Reps, Holzversteigerunq in der gürflücben|1 ^00:). ' " " Wiesen-Düngcr (Kali - Dünger). Peru - Guano - PhoSphat. (Gesäuerter 1092) Aechte Veroneser Salami, , w Macaroni, neuen Laberdan, Cabliauen und Bratbückinge, in frischen Sendungen, empfehlen I. A. Busch Sohne. Frische Egmonter Schellfische erwarten wir nächster Tage._____________ 826) Allein ächt bei Carl Frech in | Gießen zu haben: Xalinschmerie ! Eichen-Bauholz-Versteigerung. - jn 5rnnffurt a. M. IM/., u-----o -• , Sauere phosphorsauere Kalke (Super- von Vormittags 10 Uhr an, vbosphate) zur Düngung des Getreides, sollen in dem Lohraer Nutzungswalde (emc ^ bcWiesen, Gemüse, Fut- Stunde von der Elsenbahnstatron Fron-jw ächse, Reps u. s. w. in dre, Lich, am 14. Marz 1870. Fürstliche Oberförsterei Lich. Eigenbrodt. Holzversteigerung. 1224) Montag den 28. und Dienstag den 29. März d. I. soll in den hiesigen Gemeindewaldungen, Districten Hochstadt und Hardt, nachverzeichnetes Holz versteigert werden. 1213) Buchen - Scheidholz, der Korb voll 15 kr., ist zu verkaufen bei I. Anzer, . im Hause des Herrr I. Rothenberger am Lindenplatz^ 1227) Alle Sorten Kleesaat, sowie Saatwicke n, empfehlen Flick & Kröll. 1162) Drei Mehlkasten sind bauveränderungshalber zu verkaufen bei Heinrich Noll, Neustadt. 1132) Ein gut erhaltenes Tafelclavier ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Blattes._____________ 1226) Alle Sorten Saatfrüchte sind stets zu den billigsten Preisen zu haben bei Markus Engel, Kreuz. 4228) DunggY»« emofeW Strumpfstrickerei. 1229) Unterzeichnete empfiehlt sich im Anfertigen von Strümpfen re., mit oder ohne Zugabe der Wolle, zu den billigsten Preisen. Ferner bringt sie ihren großen Vorrath von Kinder- u. Mädchen-Strümpfen, sowie Socken in allen Farben, in empfehlende Erinnerung. C. Anzer, im Hause deS Herrn I. Rothenberger ___am Lindenplatz._____________ 1217) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen bei H ch. B e ck er, Neue Anlage. Viehversicherungs-Geftllschaft „Germania 1205) Nachdem uns von Hohem Großherzoglich Hessischem Ministerium des Inneren die Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb ertheilt, haben wir dem Herrn Fr. Krauskopf in Gießen die General-Agentur unserer Gesellschaft für das Großherzogthum Hessen übertragen. Dillenburg, den 16. März 1870. Die Direction der Viehversicherungs-Gesellschaft „Germania". W Hennes Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung halte ich mich zu Versiche- runasabschlussen unter sehr liberalen Bedingungen bestens empfohlen und bin zur Er- theilung jeder bezüglichen Auskunft gerne bereit. Leistungsfähige und solide Agenten werden unter vortheilhaften Bedingungen zu engagrren gesucht. Gießen, den 16. März 1870. Die G eneral-Agentur. Krauskopf, Hofgerichtsadvocat. Epilcptisck>e Krampfe (Fallsucht) heilt brieflich der Specialarrt für Epilepsie Do et O. Killisch in Berlin, Mittelstraße 6- — Bereits über Hundert geheilt. (201vgg'ggg$ä Für den verunglückten Zimmermann I o h. Feller sind bei den Unterzeichneten nachstehende Gaben eingegangen: Durch eine Sammlung in der Gemeinde Groß-Linden 61 st., aus der Nachbargemeinde Lang-Göns: a) durch eine Sammlung von Mitgliedern des Singvereins in der Gemeinde 31 fl. 41 fr., b) aus der Sparkasse daselbst 10 fl., c) von einem Ungenannten daselbst 1 fl., von C> Gossi in Frankfurt 10 fl., von N. N- in Homburg v. d. H. 17 fl. 30 fr., von der Ferber'schen Buchhandlung in Gießen 3 fl., von einem Ungenannten daselbst 1 fl., von Lina Koch daselbst 1 fl. 45 fr-, von L- S in Lich 5 fl., von Schlosser Schnabel daselbst 1 fl., aus Meisenheim (ungenannt) 3 fl. 30 fr., aus Steinbach (ungenannt) 2 fl., 30 fr., aus Hanau (ungenannt) 1 fl. 45 fr., von L. S- in Friedberg 1 fl. 45 fr., von v. E- und Dr- G- in Darmstadt 2 fl., aus Lollar (ungenannt) 1 fl. 45 fr., aus Pforzheim in Baden (ungenannt) 1 fl., aus Worms (ungenannt) 3u fr-, von Pfarrer E. in L. 48 fr-, von B- A. Körner 30 fr., von Verwalter Kilbinger 1 fl. 10 fr., von C- Hof' wann in Alsfeld 1 fl. - Im Ganzen- 162 fl. 54 fr. Wir sagen dm freundlichen Gebern herzlichen Danf und bitten zur Milderung der Noth, die über die schwer heimgesuchte Familie gefommen, um weitere Gaben. Groß-Linden, den 16. März 1870. Koch. Welfer. Menges. Für den verunglückten Zimmermann I o 6. Fellerm Großen-Linden sind weiter eingegangen: Von den Herren Andreas Weidig 1 fl August Weidiy 30 fr., N. N. 30 fr. ' Dre Exped. d. Gieß. Anz. Berichtigung. In Nr. 34 des Anzeigers vom 19. März soll es in den „Kirchlichen Anzeigen" unter derRubrck „Getaufte" Zeile 9 v. o. heißen- Holzmacher statt Holzmesser. 325) ,, # Für die Uaterläirdischc Feuer - Versicheruugs - Attieu- Geselllchrlst stl Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billigen und festen Prämien. F Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. Berichtigung. 1230) Um einer irrtümlichen Auffassung unserer Anzeige in dem Samstagsblatt vorzubeugen, wird bemerkt, daß die Activen und Passiven des früheren gemeinschaftlich betriebenen Geschäfts nicht für eigne 9tcchnung an: Wilhelm ^Ltohr übergegangen sind, sondern von demselben nur für die Gemeinschaft geordnet werden sollen. Gießen, den 19. März 1870. E. B. Stohr's Erben. Unter Bezugnahme auf Obiges bitte ich alle Geschäfts-Gläubiger, ihre Rechnungen binnen 8 Tagen mir zuzustellen und alle Geschäftsschuldner in derselben Frist Zahlung an mich zu leisten. ______,_____________W ilhelm Stohr. 212^ ~ D i e Kllnflsärberei, Wollen- und Seidenwrifcherei von Frau M orte Pietsch, wohnhaft bei Hin. Friede. Graf, Rahrnngsberg, empfiehlt sich im Waichen und Färben von wollenen und seidenen Kleidersioffen, Bändern in Seide und Sam in t, Shawls und Halstüchern. Handschuhe werden nach der neuesten Methode qewasch.n und in allen Farben gefärbt, Federn gewaschen, gekräuselt und in allen Farben gefärbt. Herrenkleider weiden gewaschen und von Flecken gereinigt. Aufträge nimmt Herr Theodor Brummer am Kreuz entgegen. Frankfurter Tageblatt und Handelseourier. . Nachdem unser Blatt (das einzige unter den Blättern der freien «-tadt, das mit Offenheit und Energie die Sache Preustens und des norddeutschen Bundes führt) erst vor Kurreine erhebliche Vergrößerung erfahren, sehei, wir uns durch zahlreiche und dr,u- gende Aufforderungen aus süddeutschen Haudelskreiseu veranlaßt, eine abermalige und sehr erhebliche Veränderung eintreten zu lassen. Unser Blatt wird vom 1. April ab täglich zweimal, Morgens und Abends, erscheinen, so daß wir im Stande sind, alle für die Handels Welt wichtigeii Nachrichten ebeiiso schnell und ebeiiso vollständig z>i liefern, wie irgend eii> anderes hiesiges Blatt. Außer einem vollstäiidigeii Coursblatt der hiesigen Börse theilen wir die Notirnngen der Effecten - Societät, die Berliner, Wiener, Hamburger, Parisers Londoner, Amsterdamer, Newporter Handelstelegramme, die Liverpooler Banmwollberichte und außerdem eine reichhaltige Auswahl von Maaren- nnb Productenb erichten aufs Schleunigste mit. Ebenso toetben wir von nun an vollständige Berloofungs- tabellen geben. Unsere Fingerzeige für Käpitalsanlage nnb Speeiilation haben sich hier nnb auswärts bereits ber beifälligsten Aufnahme zn erfreuen. ^selbstverständlich wird auch die Erweiterung iinfcreS Blattes dem polit.schen und feuilletonistischen Theile desselben zn gute kommen. Namentlich haben wir in allen wichtigen Städten Süddeiitschlands Verbindungen -geknüpft, um von dort regelmäßige Original-Correspondenzen Preis hier in Frankfurt 1 fl. 45 Fr. vierteljährlich. (Auswärts kommt bet Postanfschlag dazu.) Inserate finben wirksame Verbreitung. Wir bitten alle unsere Parteifreiinbe, die uns schoii in so reichem Maße Anerkenn,,ng und Vorschub haben zu Theil werden lassen, sich die Verbreitung nnseres Blattes auch fernerhin angelegen sein zu lassen. Frankfurt a. M., int März 1870. Die Expedition. Bibergasse 9. Telegraphischer Schiffsbericht, mitgetheilt von Chr. Wallenfels Jun. C5 Zum Anzeigen empfehlen wir Tas Krcisblatt für den Dillkrcis Dillenburg, im Mär; 1870. Die Expedition. (Amt Dillenburg). cnm ..Durch die allgemeine Verbreitung desselben im hiesigen Amte (Auflage nahem «00) sind d,e Sin,eigen stets von gutem Erfolge. Die Jnsinionsgebühr beträgt für die kleine Zeile 1 Sgr., wovon wir bei mehrmaliger Einrückung einer Anzeige entsprechen- den Rabatt gewähren. Zugleich erlauben wir uns, zum Abonnement ans das Blatt emzuloden, indem wir bemerken, daß die im Dillkreise stat,findenden Holzoersteiaerun- e.m'n bemlclben onjejeiBt nnrbett. Der Abonnementpreis beträgt pro Quartal 10 Sgr emschllepllch der Postplovlston. der Anfechtungen von Feinden einer raschen un", sichern Selbst- vustauchenden ähnlichen Hausmittel, stehen die nach 23or; 5Rrnffnhnn J°hfa Dr gewissenhaft bereiteten Stollwerck'schen Brust-Bonbons bls heute vollfommen unerreicht da! Der 30jährige stets wachsende Conium ni das beite Zeugn.ß für die Güte des Fabrifats, welches allen Brust! den den warm empfohlen zu weiden verdient. -oiuiueiom- Km L Mai 1S7O .n*Ue§ l cr H^ndelslehr- nnd Erziehungsanstalt von Aua d/l.^)wart zu Aschaffenburg a. ivr. (Bayern). — Prospecte und nähere Auskunft crtbeilen der irector und Herr Earl Btngmann in Friedberg. (1104) TH. DIETRICH«! Co. in Cassel. ANNONCEN-ßüliEAÜ I ür sämmtliche in - und ausländische Zeitungen. (914) Beachtenswerth! 76) Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie Schwächezustände der Harnblase und Geschlechtsorgane. Spezialarft Br. Kirchhoffer, in Kappel bei St. Gallen (Schweiz). 906) 3d) nehme unter günstigen Bedingungen jetzt, ober auch später, einen Vefon l'ng an. Chr. Jung, Mechanikus. ß Thlckter in ((Safe Leib.) Mittwoch den 23. März 1870. Zum ersten Male: Nur Mutter! Lustspiel in 2 Acten. Hierauf: Nachtiaail i, nsi Nichte. Lustspiel in 1 Act. Preise der Pläke: Erster Platz 36 fr Zweiter Platz 18 fr. Galftrie 9 fr. W. de Nolt e, Theaterdirector. Angekommen in New-Bork: Das Bremer Postdampfschiff America: Reisedauer 13 Tage. ' ttrt0er " Lsbn-i „ 9 / 18 Stunden. " -orenter „ Hansa; „ 11 w Abgehend: Den 26. Marz Dampfer Main von Bremen nach New York. * " „ „ Calabria von Liverpool nach New-Äorf. » o0. „ „ Holsatia „ Hamburg „ „ u *i if , y Cella „ Havre * A „ Bremen „ Baltimore. " T " Frankfurt „ „ New Orleans. n" " Cantos „ Hamburg „ Rio de Janeiro. Wegen Ausfünften und Passagen wende man sich gef. an Obigen. Telegraphischer Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dietz. 9 Postdompsschiff des Nordd. Lloyd „Hansa", Capt. E. Brickenstcin weltbes wohlbkhalten in'New-V°rk angek°,mnen.°°" °bseg°ng-n war, ist am 16. Mär» Börsfiioacferichteu. 19. März 1870. Preuss. 41/gO/o Obi. 93>/4 Frankf. 31/2% Obi. 81 ’/2 Nass. 41/2o/o Obi. 93 ’/8 Kurh. 4% Obi. 83% Hess. 40/q Obi. b. Roths. — Ti 3 */2°/o do. do. — Bayer. 5“/0 Obi. 101 /2o/o Qbl. c. E.L. 92'/° Oestr. 5% b. R. — „ 50/g National — » 5% Meuli. Obi. — „ M. steuerf. — Amer. 6% 1882r Bds. 95 V, » 6°/0 1885r 94Vg Aetirn. Frankf. Bank 127 Oejter. Bank 696 n CrediUcL 275 Darmst. Bankact. 328 9 9 5 9 n doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankenst. 48-49 54 56 36 38 29-/2-301/2 55-59 48-50 27|/2-28i/2 Wechsel. Amsterd. k. 8. 100% Augsb. k. 8. 100 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 97 */2 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 883/4 Leipzig k. S. — London k. 8. 120 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95‘/ö Wien k. 8. 96’/4 Disconto 3 > 20/Q 0. Engi. Souver. 11 Russ. Imper. 9 Doll, in Gold 2 ÄnleheiiBloose. Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau fl. 25 b. Roth. 37 Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. — 4% bayr. Präm. Anl. 106 4O/o badische Loose 1061/2 Badische fl. 35 Loose 59 1858r Prioritätsloose I08V0 1*60r Loose 80V 1864r „ 115 ‘ PriorltÄten. 50/g östr. F. St. E. B. 3731/2 Ludwigsh.-Bexbach 171 "-rkU», ,,d° an dHD il)n _ toenn Du ihn liebst/ wie- Kte « -‘Ä »°ann sehe ,ch leinen Grund ein, warum Du .hn ü 47-49 «‘en,lu „Ja, da- ist noch sehr zweifelhaft/- „eben darum bin ich zu Euch gekommen 3H f sehe es gern, wenn sääs ÄtoraÄSS-* te* •" «* - Dl* *■”" "•«“ MULssGMEW »/>»'«,'M"»» •■» •”« r* abweisen willst." , K" 䔫»”“--»ä •“ ich da« "issm? Li-ber Lehrer, w^'^'^ägenden Blick auf Charlotte, daß Schicht erblaßte un s Du ba4 nicht weißt, dann liebst sie scheu ihre Augen zu " „ unp ,ch rathe Dir, dem Manne Du nicht," sagte er dann bemüh finster, ,un° .« nicht Deine Hand ju ■ «*«. »« *''Jb Zh„lotte," fuhr er dringend Es würde Dir zum Fluche werden li nid)t Ca& Du, da doch die fort, „bist Du beinahe noch ei V sp;Qnn ketten willst, den Du nicht liebst ganze Welt Dir offen steht, Dich an men ja ein Weib auf die und der nicht einmal besondere geil g Andrea« Berger nicht liebst, Dauer fesseln können. Wenn D also» °-n Doctor « Dir gesagt Charlotte, dann gehr hm zu D m «t“be 1 u„6 da Du den Mann Nicht 6ttan,ema w 48-50 1»^ »Ich weiß nicht, wa« e« ist/- murmelte^“e,^ic/mtt"eimm ®'&-tI tfÄSiJS ÄÄ" ch Schmerz, wenn ch '".btr, ,4*“^ sie mir sagte, daß sie Jemanden kann Vir en Schatz Keine g Ruhe u legen. “'/? «s r«S%&wss sä; ässssiM y «— **• *"w X ««■ “•‘"IL’eSS» »«> »"■«■ «“«'■ ’ Trotzdem Charlotte rn chr «escheid-nhett n^w doch eine« Tage« ein langer einem schmerzlichen Abschied der dortigen italienischen Oper^sichert, u 8on vem Organisten vem elterlichen Hause, der Statte ihre Mino einE<5 Worgen« Schich" der sich im größten Schmerze ° chr r-nnte, st, $H Ihr in einem schwer bepackten Reisewage m/blia die Thürme ihrer Baterstavi KKNÄLLd?-» i»"*- »M sräst*».«- »-■«»' =?”• k liae» Zeit waren berühmte Sängerinnen an d t l I» cen hinter- L .« " L"L7l.ch".LL.?L S T.T-& •«"?- SSSÄÄ ff«“*» äs-“Sr w » W» ; x «ÄWNÄV, ä Ruhm mit der „kleinen Drut chen, Außerdem hatten sie viele Freunde, und dieselbe gesehen hotten, zu thei en- A h v Ausflug >n die Wett man versprach sich von der Char t t, d.e >h^ etnmal d machte, s-hr wenig. I«, d«^brd O g ®änile Charlotte und spornte Mühe, Charlotten« Besuch zu acktende Gegnerin feiste an, zu beweisen, daß sie leine gering z J 'wA4itm ^ati0lte zuerst mit den So war der Abend b"aiigelomm , Bangen und Zagen und beiden Gegnerinnen zugleich austret n s herankommen sehen, aber । d»ch auch wieder voll sreud.g-r E unter chrem F-nst-r vorbei horte, da ■Jgsi'fiw W «■»“ «=-»'"■ MÄL AMfiKtiSS?»»• *--„»•■/* ein werll che« Zittern durchflog ch" schlau i flirrte und fltmmer e und diese« endlose Gewirr von pf Augenblicke Signora Franccseo so ,or ihren Augen und hatte mch „iotten'S Stimme dennoch nicht gebebt lvbttisch gelächelt, wer weiß, ob h 8nd mit «oller, biegsamer SÜ Aber diese« Lächeln gab ihr d°n Muth zurück, t4 in dem Stimme setzt- si-. ihre » ««• J«'^"sen per Italienerinnen, aber weiten Raum — ln,mer ’* Bttn rle ibre Wegnerm vernichten, funkelten d auch immer gehässiger, al« »oö si Deutsche" geendet — -men An- schwarzen Augen. Und letzt hat d> 'fle»orten, M eben Schicht war wahrend iähar erwiederte mit einem Lächeln. t»»''ftysi-*--"»---»»»»®*‘”"* ix»........ Ä*-n MLMDMPM-» ^^Jetzt^lachte au» Schicht. eingestellt - und - Du Also ein Bewerber hat st» um »r * Ä» S !*• ftJR '.»> <» ... 2?Ästt L SO .... • a' in höchst komischer Verzweiflung au«.- ,ragte Schicht wre° w. ® nun willst Du endlich einen annehmen "Endlich erhob sie sich ',on l^rt"1 fX'ifte ihren Mantel umlegend, „und Lr^s^gerachm" habt,'" denn ich glaube, ich paffe doch ganz und gar nicht * ftaS’Ef verließ Charlotte Schicht^ Wohnung und dieser sah ihr seinem Fenster au« 8etanfen«otl na». _ 6ann geschah da« nie e^wS». »." ........... " den, al« sie selbst in ihren uhnst°nQuf ffe zutraten und rsäw.fc « &SKR sct W- Hä ÄÄSS mit all' ihrem Haß und ihrer Rachiucht, onnt « beruhigen, sondern C8WÄ ÄS --wagt, mit ihr zu rivalistren - .‘2 ’n JS psen hatte, ist leicht begreiflich. Aber sie ha si», tje Liebe und Stimme, als durch ihre äcj*e'C^c‘t “"otben ^und so hielt e« für Signora iduneiauna de« ge>amn>ten Pubiikum« eitoctoen, treten. Franceeco schwer, ja e« war S--adezu eme nm g ch ^^^^etenden Neid Charlotte fühlte sich aber bet bie em M « Contract zu Ende nicht glücklich, und st- wünschte' ^i^ lekkehren konnte. Ihre einzigen sein mochte und si- >n, di- geliebte l , Leipzig und die Briefe feg» VA ». Ä **• *" und sogleich in an-führircher Weise b-anlwortt . verlassen konnte - ... i *.ä sä. ää S9LNSS7 Z'»H.S ?-»•"- werde ich nie eine solche." «.werbunaen, trotz aller Bewunderung, Trotz aller auf sie e.nsturuienden V-we bung°n, . hatte die man ehr zollte - trotz der ,ehren konnte - si-wußte « * - «Ms »r sä" rs sixttrÄ *« SSE»w”ÄSLL.w.... <*“a- tien mit seinem ewig blauen Himmel zu. (Fortsetzung solgt.) in jo rcifam Maße V& bu Wittag Zrpebition. iberzasse 9. cht, 17. März. Preußen hat neuerdings in Florenz erklärt, daß es sich wegen einer Alpenbahn ausschließlich nur für den Gotthard interesstren könne, was mit den Intentionen der italienischen Regierung übereinstimmt. Wie aus guter Quelle verlautet, hat der österreichische Gesandte in Rom, Graf Trautmannsdor ' die Weisung erhalten, die Forderungen Frankreichs beim päpstlichen Stuhle zu unterstützen; außerdem habe jedoch Oesterreich beschlossen, keinen Bevollmächtigten zum Concil zu senden. Auf ein von dem Ausschuß der nationalliberalen Partei zu Hannover ergangenes Ersuchen an den Oberpräsidenten, eine amtliche Bestätigung des in den officiösen Blättern enthaltenen Versprechens her- beizusühren, daß die zurückkehrenden sogenannten Welfenlegionäre sich einer milden Behandlung versichert halten dürften, ist folgendes, an den Vor- sitzenden des Ausschusses, Obergerichtsanwalt Dr. Nicol, gerichtetes Schreiben des Oberpräsidenten eingegangen: „Hannover, den 9. März 1870. Au' die gefällige Zuschrift vom 21. v. Mts. erwiedere ich Ew. Wohlgeboren und den übrigen Herren Unterzeichnern derselben ergebenst, daß nach den an Allerhöchster Stelle ausgesprochenen Intentionen zwar die Ertheilung der Zusicherung straffreier Rückkehr an die Mitglieder der sogenannten Hannover'schen Legion nicht zu erwarten ist, daß jedoch alle Diejenigen, gegen welche besondere gravirende Momente nicht vorliegen, auf eine nachsichtige und milde Be- Handlung rechnen können. In letzterer Beziehung erlaube ich mir auf die Thatsache zu verweisen, das im Laufe der letzten Monate bereits viele Legionäre m die Provinz zurückgekehrt sind, welche fast aus- nahmslos, d» sie nicht besonders gravirt erschienen, außer gerichtlicher Verfolgung geblieben sind. Otto Graf zu Stolberg." Dem „Regsb. Mgbl." schreibt man aus Rom unterm 7. März, dem Tage, an welchem das Un- fehlbarkeitSschema vertheilt' wurde: Daß an ent- scheidenter Stelle man nicht an eine Vertagung des ConcilS denkt, zeigt u. A. ein Decret der R-ituscon- gregation, welchem gemäß in den Diözesen, wo we- gen Abwesenheit des Bischofs diesmal am Gründonnerstag die Oelweihe nicht stattsinden oder wo man die geweihten hl. Oele nicht leicht von einer nahen Diözese beziehen kann, die alten heil. Oele bis auf Weiteres fortgebraucht werden kann. Der „KarlSr. Z." wird ofsiciös aus Wien geschrieben: Es ist hier die freilich nicht officielle, aber vollständig verbürgte bestimmte Mittheilung eingegangen, daß der Papst allen an ihn gerichteten Vorstellungen zum Trotz, weder in eine Vertagung des Concils noch in ein Fallenlaffen des Unfehl, barkeitdogma's willigt. Wenn die österreichisch- ungarischen Bischöfe in ihren Entschließungen bisher theilweise noch schwankend waren, so sind sie es jetzt nicht mehr; sie werden so zeitig in ihre Diözesen zurückkehren, daß sie in den betreffenden Beschlüssen des Concils, die sie nicht hintanzuhalten vermögen, aus dem Wege gehen. „Bevor ich Priester wurde, war ich Oesterreicher", mit diesen Worten hat ein hervorragendes Mitglied des Episkopats seinen Standpunkt charakterisirt. 18. März. Die „Provinzial-Corresp." bestätigt, daß das Zollparlament etwa auf den 21. April einberufen wird. Die „Nordd. Allg. Ztg." rubricirt ohne besondere Bemerkungen folgende Auslassungen der Russischen Presse: Die anonyme Broschüre „l’impasse politique“ (sie ist von einem in Paris lebenden russischen Obersten a. D. von Moller) beschäftigt in der letzten Zeit die russische Presse lebhaft. Die „Mosk. Ztg." gab eine eingehende Analyse dieser ein französisch, russisches Bündniß empfehlenden Schrift, betonte nachdrücklich, daß Deutschland ein Interesse daran habe, die orientalische Frage bis zu seiner Einigung in der Schwebe zu erhalten, und schloß mit der Forderung, Rußland möge so rasch wie möglich ein Bündniß mit Frankreich schließen, wo die kaiserliche Regierung jetzt mit dem Volke ausgesöhnt sei. Das Programm der Allianz müsse lauten: Niederhaltung aller ehrgeizigen Vergrößerungsbestrebungen, welche das europäische Gleichgewicht bedrohten. Auch die „Petersburger Börsenzeitung", ein ganz entschieden preußenfeindliche- und beiläufig für zugänglich geltendes Blatt, begrüßt die Broschüre mit Wohlge- fallen und wünscht den Vorschlägen derselben alles Glück. Ein Bündniß zwischen Rußland und Frankreich sei ebenso möglich als wünschcnswerth, weil nur durch ein solches die bedrohte Existenz der deutschen Mittelstaaten gesichert werden könne. — Der „Golos" findet zwar in der Broschüre die Würde Rußlands nicht gewahrt, Hot aber gegen das Ziel derselben nichts einzuwenden. Er ist überhaupt auf Preußen nicht gut zu sprechen. Dasselbe mache, so sagt er einem Artikel über König Wilhelms Thron- rede, aus seinen Absichten auf den deutschen Süden kaum noch ein Hehl, und Oesterreich und Frankreich seien nicht in der Lage, die Mainlinie zu verthei- digen. Rußland habe zwar keinen Beruf, Europa wie im Jahre 1812 von Napoleon, so jetzt von den Händen des Grafen Bismarck zu erretten, aber es werde sich dieser Aufgabe auch nicht entziehen, wenn ihm dafür im Orient entsprechende Zugeständnisse, namentlich Aufhebung der Verträge von 1856 zuge- sichert würden. Ein mächtiger Nachbar, wie Preu- ßen zu werden drohe, sei unter allen Umständen unbequem. Nicht minder unfreundlich wie die nationalen nnd demokratischen Blätter Rußlands beurteilt der konservative „Westj" die Stellung Preußens. Daß Bayern nichts vom Norddeutschen Bunde wissen wolle, sei sehr erklärlich, 5a die norddeutschen Staaten durch Preußen um jede Spur von Selbstständig- feit gebracht worden seien. Die Sprengung des alten Bundes sei für Deutschland und Europa eine Gefahr, über die man sich nicht mehr täuschen könne, seitdem die bei Eröffnung des Reichstags gehaltene Thronrede hervorgehoben, daß Preußen in seiner Annexionspolitik fortzufahren entschlossen sei. Auf Bundesgenossen habe die Berliner Politik weder in Wien, noch in Skandinavien, noch in dem von Napoleon abhängenden Italien zu rechnen. Ein herzliches Einvernehmen könne nach der preußischen officiösen Presse zwischen Rußland und Preußen kaum noch bestehen. UebrigenS beginne im letzteren Staate selbst eine entschiedene Reaction gegen das Bismarck'- sche System. Das Herrenhaus habe seine Abnei- gung gegen die demokratischen Institutionen des neuen Bundes deutlich kundgegeben, und die Demo- kratie andererseits sei verstimmt Über das beständige Anwachsen der dem Volke aufgebürdeten Steuern und Lasten. In einer anderen Nummer (17. Februar / t. März) sagt das Blatt, der Kaiser Napoleon werde demnächst zwischen einem Kriege mit Preußen und der Niederschlagung einer Revolution zu wählen haben." Preußen. Berlin, 16. Mürz. In der Sitzung des Reichstags beantwortete der Staatsminister Delbrück die Interpellation des Abg. Hirsch und verheißt, demnächstige Bvrlagen über Arb.iter-Krankenkassen, sowie über die Haftpflicht der Unternehmer an den BundeSrath zu machen. Die Petition um Beseitigung der Zeitungs-Cautionen wurde dem Bundeskanzler zur Kenntnißnahme und weiteren Veranlassung überwiesen. — Die „Provinzial-(Korrespondenz" bestätigt, daß daS Zollparlament etwa auf den 21. April einberufen werden wird. Berlin, 17. März. Zur Geburtstagsfeier des Königs treffen Morgen Abend der Großherzog von Sachsen-Weimar, am Samstag Abend die Großherzogin Marie von Weimar und am Sonntag die Großherzogin Louise von Baden hier ein. Bayern. München, 16. März. Der Herzog von Nassau, der jüngsthin ein großes Landgut im bayerischen Oberlande angekauft hat. beabsichtigt nun hier ein Palais zu erwerben und künftig hier zu wohnen. — 3m Befinden des Prinzen Otto ist eine so erfreuliche Besserung eingetreten, daß keine weiteren Bulletins ausgegeben werden. — Das neue Bürgerwehrgesetz begegnet allgemein entschiedenem Widerwillen. Es bereiten sich — und zwar nicht zum mindesten in Gegenden wo die Fortschrittspartei unbestrittenes Feld hat — Adressen und Petitionen gegen die Einführung des neuen Instituts vor, so in Nürnberg, Lindau; auch Augsburg find in der Presse solche Stimmen laut geworden. — Dem Bäcker-Strike in Würzburg wurde, dem dortigen „Abendblatt" zufolge, dadurch ein kurzes Ende gemacht, daß die Militärbehörde sämmtliche Bäckergesellen, die sich in der Garnison als Soldaten befinden zur Disposition der Bäcker stellte, und die Polizeibehörde ferner den feiernden Gesellen, bei denen es thunlich war, die Weisung gab, die Stadt zu verlassen. München, 17. März. Der Finanzausschuß beantragt bezüglich des Militärpostulats, von der Forderung zu 376 112 fl. für den höheren Ofsizieröstand nur 176,112 fl. zu gewähren, alle übrigen Postulate des Kriegsministeriums aber zu verwei. gern, nur 22,400 fl. für Feldkochgeschirre, 14,000 fl. für daS Fouragemagazin in Nürnberg und 8000 für Schießplätze zu bewilligen, die Festung Landau aufzuheben und die badische Regierung um den Bau einer Eisenbahn von Bruchsal nach Germersheim zu ersuchen. Oesterreich Wien, 15. März. Der Oberfllandmar- chall von Böhmen, Fürst Adolph AuerSberg, ist zum LandeS- chef in Salzburg ernannt. Frankreich. Paris, 11. März. Rochefort, Pascal, Grousset und Mouront sind seit dem 2. März in geheimster Weise in der Pelagie untergebracht. — In Folge der am 9. d. M. in der Santö angestellten Untersuchungen sind 74 Per- onen als in ein Complott verwickelt nach MazaS tranSportirt worden. Paris, 18. März. Der „FrancaiS" theilt mit, der französische Gesandte beim päpstlichen Stuhl, Marquis de Ban- neville, habe heute Rom verlassen, um sich nach Paris zu begeben, wo er einige Tage zubringen wird. Nachrichten aus Madrid melden, daß der Herzog von Montpenfier gerichtlich belangt wird. Paris, 17. Marz. Die „Agence HavaS- nidbet, sämmt- llche katholische Mächte hätten sich dahin geeinigt, keinen außerordentlichen Gesandten zum Eoncil zu senden, aber den bedrohten Civilrechten mittelst der bestehenden Gesetze Achtung zu verschaffen. Paris, 16. März. Der „GauloiS" bringt die Nach, richt, daß die Verlobung des Erzherzogs Albrecht mit der ältesten Tochter des Exkönigs von Hannover binnen Kurzem eine Thatsache sein wird, nachdem die Hindernisse, welche Kaiser Franz 3osef dieser Verbindung «ntgegenstellte, überwunden find. Spanien. Madrid, 16. März. Der Leichenzug des Prinzen Heinrich von Bourbon wurde von Freimaurern begleitet; als die Priester die Freimaurer-Abzeichen sahen, entfernten sie die die kirchlichen Insignien und verweigerten den geistlichen Dienst. Kein Mitglied der Regierung wohnte dem Leichenbe- gängniß bei. Rußland. Der Stand der Bauerangelegenheit war zum 1. 3an. d. I. folgender: Von allen ehemals leibeigenen Bauern, deren Zahl für die auf größeren Gütern angesiedelten auf 9,649,254 berechnet worden waren 6,261,143 oder 64,9 pCt. freie Besitzer ihres LandeSantheileS geworden und 3,388,111 nod) in einem Pflichtverhältniß zu ihren ehemaligen Herren geblieben. Di« ganze von den bäuerlichen Besitzern durch Loskauf erworbene Landmaffe beträgt 19,738,995 Deffj., auf den Einzelnen kommen daher 3,s Dessj. Für die Deffjätine haben sie 26 R. 32 K , also für den Antheil 82 R. 90 K. zu zahlen. Die ganze Masse der von den Bauern beim Landerwerb contrahirten Schulde» beläuft sich demnach auf 519,508,821 R. Diese Summe wird in 49 Jahren durch sechs pCt. Zahlungen, die für die Dessjätine 1 R. 58 K., für den Antheil 4 R. 27 K. betragen, gedeckt. ES werden auf diese Weise jährlich 31,170,529 R. dem Fiscus für die loSgekanften Ländereien eingezahlt. England. London, 17. März. I« der Bill zum Zwecke der Herstellung der Gesetzlichkeit in Irland schlägt die Regierung weiter vor: Pistolen zu besitzen werde ganz verboten; der Besitz von Waffen überhaupt, sowie der Verkauf von Pulver nur beschränkt gestattet; verdächtige Fremde können verhaftet werden; die WirthShäuser können bei Sonnenuntergang geschloffen werden; für gewisse Vergeben wird eine summarische Aburtheilung eingeführt. Die Behörden werden er, mächtigt die Journale zu suSpeudiren, diesen jedoch die Apvel- lation gestattet. Southampton, 17. März. In der verflossenen Nacht stießen in dem Canal die englischen Schiffe „Normandy" und „Mary" zusammen. 32 Menschen verloren das Leben. Amerika. Washington, 15. März. DaS SenatS- comite für auswärtige Angelegenheiten hat sich gegen den AnnerionSvertrag mit San Domingo ausgesprochen. DaS Repräsentantenhaus genehmigte die Wiederaufnahme von TeraS in den Kongreß. Vermischtes. Darmstadt. Dieser Tage wurde ein hiesiger Silber, arbeitet daS Opfer eines fein angelegten Gaunerstreichs. Ein elegant gekleideter Fremder ließ sich silberne Eßlöffel vorlegen, wurde auch bald über ein Dutzend Löffel Handels einig, welche wie üblich in Seidenpapier eingewickelt wurden, und die der' Herr in ein seidenes Foulardtuch nochmals sorgfältig einschlug und zu sich fleckte. Beim Bezahlen deS Kaufpreises fand eS sich, daß die Baarschast deS Fremden nicht ganz reichte. Dieser strich das anfgezählte Geld wieder ein und zog daS Paquet mit dem Bemerken aus der Tasche, daß er dem Verkäufer unmöglich zumuthen könne, ihm die Löffel anzuvertrauen, man möge sie ihm in zwei Stunden in sein Hotel schicken. Dieß geschah, aber ein Herr deS angegebenen Namens war nicht zu finden, der Verkäufer glaubte anfänglich, daß der Fremde sich im Namen des Hotels geirrt, daher wurde eS Abend, eS läßt sich Niemand blicken. Da witterte der Verkäufer Unrath, wickelte das Paquet auf, welches auch richtig noch 12 Löffel, aber nicht von Silber, sondern von Zinn enthielt. Groß-Gerau, 16. März. Prof. FalbS Voraussage scheint sich bestätigen zu wollen. Während am 27. v. Mts. (zwei Tage vor Neumond) der letzte heftige Erdstoß stattfand, hat man seit vorgestern wieder häufigere Erderschütterungen wahrgeuommen, von welchen die von heute Morgen 10 Uhr 30 Min. und 11 Uhr 41 Min. sehr kräftig waren. Die Bevölkerung sieht mit einiger Besorgniß der kommenden Nacht entgegen, da nach Falb am 17. wieder starke Erderschütterungen zu erwarten und. Frankfurt. Di« diesjährige Ostermesse beginnt für den Großhandel wie für den Kleinhandel am Mittwoch den 6. April und endigt mit Dienstag den 26. April. DaS Aus- packen der Maaren darf schon am Montag den 4. und Dienstag den 5. April geschehen. Für Leder beginnt die Messe am Mittwoch den 13. April, an welchem Tage die öffentlichen Waage» zum Verwiegen desselben geöffnet werden und endigt mit Dienstag den 16. April. — In Folge der strengeren Kälte haben sich vom Argon- nerwalde her von Neuem Wölfe in den Saar- und Moselgegenden eingestellt. Bei Echternach wurden fünf dieser Raub- thiere eingekreist und Jagd darauf gemacht. Zwei derselben wurden erlegt. Die übrigen enlkamen, doch wurde einer von ihnen so angeschoffen, daß er stark schweißte. — ES wird noch in Erinnerung sein, daß der Mörder Timm Thode vor 3 Jahren seine sämmtlichen Angehörigen, Eltern und 5 Geschwister, ermordete und dann durch eine Brandstiftung den Mord zu decken suchte. Thode ist für dieß gräß, liche Verbrechen hingerichtet worden. Da der Mord hauptsächlich wegen der bedeutenden Erbschaft erfolgt war, so entstand zum Antritt dieser Hinterlassenschaft die Frage, wer von den Gemordeten der Zuletztlebende gewesen. Am jüngsten Dienstag wurde nun auf dem Kreisgerichte zu Itzehoe das letztinstanzliche Erkenntniß deS Ober-AppellationSgerichtt in Berlin publicirt. Der von dem Rechtöanwalte Schröder in Altona vertretene Großvater deS Timm, mütterlicherseits, Martin Kray in Brockdorf, ist hiernach zum Universalerben der über 100,000 Mark betragenden Erbschaft eingesetzt, da dessen Tochter, Timm Thode'S Mutter , nach Aussage des Mörders von ihm zuletzt ermordet, mithin die Zuletztlebende gewesen ist. Ein Müller in Krummendick, dem der Mörder seine Mühle und sein Gehöft ansteckte, erhält 40.000 Mark aus der ErbschaftSmaffe. Redactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.