Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen Domicrstgg den 21. April 1870 Nr. 47 unter haben. Besondere Bekanntmachung 31) seinen Namen- 11) 12) 29) 30) 6) 7) 9> 10) 60) ei) 62) 63) 64) 65) 66) 67) 68) 69) 70) 71) 72) 73) 74) 75) 76) 77) 78) Konrad Konrad NB. ensch aus sich als MO Lehr- Erscheint f t/’cf' dreimal : Dienstags, Donnir- stags und Samstags. - Expedition: Canzlcibecg Lit. V Nr. 1. PceiS vierteljährlich 36 kr. Bitt Bringerlohn Durch die Lost bezogen vierteljährlich 4U kr. Ausstellung von selbstversertiqteu Arbeiten der Handwerker und Fabrikarbeiter. Der Anmeldetermin für die Ausstellung von selbstverfertigten Arbeiten ist abgelaufen. Es haben sich im Ganzen 875 Aussteller angcmeldct und es wurde, auf Wunsch kr Mebrzabl der Lokal-Comites, beschlossen, die Ausstellung im Monat Juni l. I. abzuhalten. .... a r,.. . <., ... . C\nbcm wir dies hiermit zur allgemeinen Kcnnkniß bringen, machen wir die Herren Aussteller darauf aufmerksam, daß ihre Ausstellungsgegenstände bis Mitte Mar l. I- zur Absendung nach T aemstadt bereit sein müssen. Ueber die Zeit der Absendung und die Anordnungen hierfür, werden den Herren Ausstellern demnächst durch ihre betr Lokal-Eomitös, oder durch uns, noch besondere Instruktionen erlheilt werden. Darmstadt, den 9. April 1870. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Schleiermacher. Fink. dasigcr Gemarkung. Jost Döll's Ehefrau, Marie Dorothea von Trohe, 1X/335 Rodger Gemarkung. Johannes Cloos III. Eheleute von Rödgen, 1/1482, 111/56 Rodger Gemarkung. Simon von Trohe, IX, 325, 334 Rodger Gemarkung. Göbel, Georg Sohn, von Treis, G. 4493 dasiger Gemarkung. Johannes Kehr HI. von Treis hat anerkanntermaßen diese Parcelle bereits über die Bcrjährungszeit hinaus besessen und beantragt deren Ucbcrschreibung auf seinen Namen. 46) Heinrich Philipp Burk von Treis, D. 2712 dasiger Gemarkung. 47) Johannes Müller von Treis, C. 1620 dasiger Gemarkung. 48) Kaspar Müller von Treis, I). 2511, B. 1823 dasiger Gemarkung. 49) Philipp Kehr II. Wittwe von Treis, D. 2044 dasiger ^Gemarkung. NB. Margarethe Schirk, Ehefrau des Heinrich Reck von Treis hat die Parcellen bet Ordn.-Nr! 46 bis 49 anerkanntermaßen über die Ver)ährungszeit hinaus bereits - besessen und beantragt deren Ueberschrcibung auf ihren Namen. 50) Johann Heinrich Dapper und 72 Corüortcn zu Treis, B. 769 dasiger Gemarkung. NB. Großherzoglicher Forstfiscus resp. dessen Rcchtsvorgänger, der vormals kurhcssische Fiscus, hat anerkanntermaßen diese Parcelle über die Bcrjährungszeit besessen und beantragt Ueberschrcibung auf seinen Namen. 51) Heinrich Göbel II. Ehcleulc von Treis, C 1343 dasiger Gemarkung. NB. Bezüglich dieser Parcelle mangelt der Nachweis der Abzahlung des Kaufschillings von 10 ss. an de Beauclair’ä Erben in Marburg., 52) Jost Hofmanü 111. Ehefrau, Margarethe, von Alten-Buscck, über VIII/182, IX/6, XII/175, XXII/64, X/303 u. XIX/66 dasiger und XXX, 85 Wicsecker Gemarkung. NB. Diese Parcellen hat Jost Hofmann III. Ehefrau beschcnngtcrmaßen von ihren Eltern ererbt und bereits lange über die Lcrjährungszcit ersessen. 53) Konrad Einhäuser von Alten-Buseck, XX1V/268 dasiger Gemarkung. 54) Peter Siegfried's Wittwe von Großen-Buseck, 1/362 dasigcr Gemarkung. 55) Peter Siegfried von Großen-Buseck, XXV/465 dasigcr Gemarkung. 56) Johannes Döring von Reiskirchen, 1/858 dasiger Gemarkung. 57) Konrad Herzbergcr in Reiskirchen, V/521 dasiger Gemarkung. 58) Peter Keil von Lindcnstruth, IX/316, 346 Reiskircher Gemarkung. 59) Johannes Nagel's Eheleute von Qucckborn, IX/44, 337, XIX, 98 Reiskircher Gemarkung. Johannes Schmidt II. von Reiskirchen, V/342 dasiger Gemarkung. Ludwig Strack von Lindcnstruth, 1X/330 Reiskircher Gemarkung. Gemeinde Reiskirchen, 1/1027, 1X/389, VI,302 dasiger Gemarkung. Elisabeths Schneider von Reiskirchen, 1,890, 893 dasigcr Gemarkung. Johannes Cloos II. Eheleute von Rödgen, H/192 dasiger Gemarkung. Die Gemeinde Rödgen, V,230, 111/186, 1/1495, 111,244, 11/525, 1/1572, 1X/578, X 515 seinen Namen. Philipp Kinzenbach von Lollar, Vl/400 dasiger und 111 22 Daubringer Gemarkung. Jacob Feuster von Annerod, 1,138, 695, 696, 786, 11/431 dasiger Gemarkung. Georg Mclior's Ebcleute von Großcn-Buscck, 1 572 dasiger Gemarkung. Balthasar Pfeiffer II., Johs. S. Erben, von Großen-Buscck, XVI, 69 dasiger Gemarkung. Johannes Schmidt'ö Eheleute von Großcn-Buscck, XVI/129 dasigcr Gemarkung. Gottlieb Hintcrlang von Großcn-Buscck, XV, 854 dasigcr Gemarkung. Wilhelm Henß I. von Großen-Buseck, XX1V/285 dasigcr Gemarkung. Balthasar Dort II. von Großen-Buseck, XV/384 dasiger Gcinarkung. Die Schule zu Beuern, XllI/449, IX,668, 738, X 306, 987, XX, 542, 518, XXI/41 da- 36) Balthasar Pfeiffer von Großen-Buseck, 1/377, 392 dasiger Gemarkung. 37) Tobias Göbel von Treis, B. 960 dasiger Gemarkung. - , Yrfta NB. Johann Heinrich Benner von Treis hat anerkanntermaßen diese Parcelle bereits über die Lcrjährungszcit hinaus besessen und beantragt Ueberschrcibung derselben auf seinen Namen. m , 38) Johannes Linncstruth von Treis, F. 3823 u G. 4209 dasiger Gemarkung. NB. Von diesen Parcellen hat Johannes Will V. diejenige G. 4209 unb Konrad Göbcl die F. 3823 anerkanntermaßen bereits über d,e Verjährungszeit hinaus besessen und beantragen Ucbcrschreiben derselben auf ihren Namen. siger Gemarkung. 79) Professor de Beauclair’3 Erben zu Treis, D. 2552 dasigcr Gemarkung. NB. Simon Ziegelstein von Treis hat diese Parcclle bcscheintgtermaßen schon über die Verjährungszeit hinaus besessen, will solche veräußern, kann aber Eigcnthum nicht Nachweisen, weil die de Beauclair’g Erben nickt zu ermitteln sind. 80) Philipp Kimmel von Großcn-Buscck, 1,373, X1V;861, XXV/127, 11,446, 1,363, X/71, XI,601, XV1H 298, XIX/310, XX/287, 111/726, X1II/774, XV/779, XVII 65, XIX,326, XXI/249, XXV, 593 dasiger Gemarkung. 81) Ludwig Möbus von Bersrod, VI,27, VIII/6, 1/1102, 1 154, VI 508, VII,64, 410, 406, VIII, 197, VI,30, 11/769, 1/1228, 413, 111,346, VI/181, 574 dasiger Gemarkung. 82) Philipp Reinhard Wißncr von Großen-Buseck, 1,844, 957, XXI/337, IX/13, XIV,327, XVII/170, XX/13, XIX/95, XXVII,21, XXVIII 561 dasigcr Gemarkung. 83) Philipp Heinrich Sommerlad, PH. S. von Wieseck, 1/397, 1/458 dasiger Gemarkung. 84) Heinrich Aff von Reiskirchen, 1/65, 66 dasiger Gemarkung. 85) Wilhelm Stein I. von Beuern, V,610 dasiger Gemarkung. 86) Heinrich Bcckcr II von Treis, VIII/199 u. 201 Mainzlarer Gemarkung. 87) Friedrich Pforr s Wittwe, Christine, geb. Kehr, von TreiS, G. 4515 dortiger Gemarkung. NB. Heinrich Becker II. von Treis hat anerkanntermaßen diese Parcelle bereits über die Bcrjährungszeit hinaus besessen und beantragt Ueberschrcibung derselben auf 39) Großherzoglicher Centralfiscus, D. 1934 Treiscr Gemarkung. 40) Der Kurhessische Staat, K. 5348 Treffer Gemarkung. NB. Die Parcellen Ordn.-Nr. 39 u. 40 gehören anerkanntermaßen zum sogen. Acht- Höfe-Gut; die Eigenthümer dieses Guts haben solche auch schon über die Ber- jährungszeit hinaus besessen und beantragen solche Ueberschreiben derselben auf ihren Namen. 41) Magnus Weimar von Daubringcn, XXV/179 Alten-Busecker Gemarkung. NB. Die Wittwe des Ludwig Bettsckini von Taubringen verkauft diese Parcelle und hat wahrscheinlich gemacht, daß solche ihr von Magnus Weimar geschenkt worden. 42) Johannes Becker 111. Eheleute von Burkhardsfelden, 1/114, 111, 111,675 dasiger Gemarkung. 43) Kaspar Geißler von Ruttershausen, IV,304 Daubringer Gemarkung. 44) Wilhelm Stein II. von Beuern, 1,256 dasiger Gemarkung. 45) Heinrich Dapper von Trcis, D. 1949 dasiger Gemarkung. NB. Johannes Will V. von Treis hat anerkanntermaßen diese Parcelle bereits über die Verjährungszeit hinaus besessen und beantragt Ueberschrcibung derselben auf dasiaer Gemarkung. , 32) Jost Bellof von Großen-Buscck, XXV1I/403 dasigcr Gemarkung. 1 NB. Kaspar Damm von Beuern hat beschcinigtcrmatzen diese Parcelle schon über die Verjährungszeit hinaus bcscsscn und ist der Veräußerer. 33) Balthasar Schwalm in Lollar, X1/156 Wicsecker Gemarkung. NB. Diese Parcelle hat Johannes Schwalm in Lollar im Jahre 1843 von den Balthasar Schwalms Erben erworben; cs konnte jedoch Urkunde nicht ausgeferttgt werden, weil Eigcnthumsnachwcis nicht vorlag. 34) Heinrich Hofmann von Bersrod, VI/11 dasigcr Gemarkung. R ~ 35) Jacob Schombcr von Beuern, X/220, 146, 147, XX/43d, 436. XX/664 dasiger G maXNB.9 Konrad Leitner hat bescheinigt, daß er diese Parcelle schon über die Verjährungs- »cit hinaus besessen und ist auch der Veräußerer. 28) Friedrich ^Stumpf II. von Burkharosftlden IV,100, 252, 4*7, 433, 435 5^8 99 V/28, VI ß 246 VII 243 VII1/4, 5, IX, 154, 1/49a, d/9, 581, 11/199, 211, V11/522, 551, 816 w 115 123, IH/106, 451, V,119, 255, 291, VI/109, VII, 210, 276 286 586 663, VIII/73 110 179 240 548, IX 176, 246, 300, VII, 595, 1/204, 821 dasiger Gemarkung. ÄtiK- IX/192, V/80, lq* XX 898 II 253 VIII/446, V/279, 553, X/860, VI/246, V/550, IX,591, X/846, xvni 555 m/t50, IX/488, vi/148, l'V/251*, 11,810, X/796, VI/148, 11 203, V;632, 633, V/553, 111 251 dasiger Gemarkung. Kaspar Damms Eheleute von Beuern, 1/98, X/945, XXI/73, X/507, 1,78, 87, X/891 hneider, t(f._________________ ädchen wird igen Eintritt Ahnung des Wappen. mn bei mir Werner, incrrneisler. Ocffentliche Aufforderung. 1811) Nachstehend aufgeführte Personen beabsichtigen, die bei ihren Namen aufgeführtcn Parcellen zu veräußern re., vermögen aber bezüglich Derselben genügenden Eigcnthums- und resp. Nachweis über erfolgte Zahlung der Kaufschillinge nicht zu erbringen, nämlich: 11 ^Hannes Döpp von Rödgen, 1,28 u. 111,112 dasigcr Gemarkung. 21 c>saak Stern von ^Burkhardsfelden, VII 240, 1/712, 713, IV, 336, I 132, VIII 85, 1/117, J iojf 640, Vll/237, VIII 37, 282, 481, 495, IV,204, VH/31, 1V/416, VIII 508, 11/118, 18?' 111/577, 1V/423 dasiger Gemarkung. 3) Johannes Gans III von Großen-Buseck, 1.556 dasiger Gemarkung. 4) Heinrich Jung, Musikant von Treis, VIII, 182 Mainzlarer Gemarkung. 5) Pgjlipp Schneider's Witiwe von TreiS L 6150 dasiger Gemarkung. ' nb. Heinrich Formbals 1. von Trcis hat bescheinigt, daß er die Parcclle bereits über die Bcrjährungszeit hinaus besitzt und er ist auch der Veräußerer. Anna Marie Funk von Beuern, 11/384 u. XX 738 dasiger Gemarkung. Georg Zecher, G. S. von Trcis, 11. 4850 u. 4941 dasiger Gemarkung. Matthäus Ritter von Treis, N. 71-9 u. 7189 dasiger Gemarkung. Adam Michel's Wittwe von Trcis, N. 7116 dasiger Gemarkung. Heinrich Schmidt s Wittwe von Trcis, B. 863 dasiger Gemarkung. NB. Georg Zccher 11. von Treis hat bezüglich Ordn.-Rr. 8, 9 u. 10 bescheinigt, daß er solche bereits über dre Bcrjährungszeit besitzt und er ist auch der Veräußerer, ""es!, XV 366,2, XXIV/276, 1/829, 111/835 XIV,276, 943, XX11I 72, Vz874, IV,309, XIV,671, 832, 1,890, XXII 347, 1/1009 ' XIH 365, XIV,331, IV 564, V/129, 447, 468, 610, XVIII, 46, 333, XIX/212, 316 XXV.84, XXVII, 18, 25, XIII,141, XXIII/33, 71, XXV/474 dasiger Gemarkung. 13/ Philipp Mohr'H. von Annerod, 1,53, 11 768, 1V/481, 484, V,221, 317 dasiger Ge- smr Bin-. : Rtilntx ge- . b. Ms. in wird nn Bedingungen Mrchanikus. hme ich noch, in Petri, /meister. )chen, welches in Timst ge- pfb- d. Bl. gegm guten am Kreuz. lonialwaarm- uirö ein Lebr- ■ ffxped- d. Bl- ist osten bei - & Komp- ----- n wurde ein Der Finder m Belohnung j(Ib. Surf vchen und ein werden 8^ ;chwagtr, —- dauernde Aster W ,n röntrr* wirb zchopb^, SS ^rstrabk £lt 14) PHUippbMohr IV. von Annerod, 11/831,1 dasiaer Gemarkung. 15) Heinrich Adam Bellof von Beuern, V/964,3, VI,4, 65 dasiger Gemarkung. 16) Friedrich Rheinhardt lll. von Allendorf a. d. Loa., 11/188, 473, 474,111/529, V/58 2 6, ) XI 251 326 XII,391, Xlll/251, X1V/204, 315, 57, XV,166, XVI/253, XXV1II/44, XXIX/89, 94, 234, XXXI/206, 187, 277, XVI, 18 dasigcr Gcinarkung. 17) Kaspar Horn von Albach, Xlll,68a, XV1/93 Steinbacher Gemarkung. NB. Kaspar Horn von Albach ist identisch mit Kaspar Horn 111. von Steinbach. 18) Kaspar Horn 111. von Steinbach VI,87, XI/16, 17, 18, XII/223, 234a dasiger Ge- 19) GlÄ Schmidt von Buikh-rdsM-n V'.«^ OpP°nr°°-r Gemarkung. 20) Johannes Schmidts Eheleute von Großen-Buzcck, XXII,304, AXV/728, vz287, ai/255, 1/548, V/276, XVIII,597, XXI/438 dasiger Gemarkung. 21) Johannes Kutscher I. von Mainzlar, III 146, VII,623, X 60, 43,3 dasiger Gemarkung. 22) Melchior Junker von Reiskirchen XII,298 23) Johannes Müller I. Eheleute in Annerod, 20^1, ^, 693. 721, 727, 878, II 116 190 219, 428, 711, 751, 825, 845, 992, 111/57, 167, 211, 330, 4/2, IV/20, 31 57 193, 361, 420, 524, 605, V,96, 97, 187, VI, 99, 206, 325 dasigcr Gemarkung. 24) Johanms Weinrich s Wittwc in Alt°n-Buikck II >23 dasig-r 25) Philipp Schäfer 1. Eheleute zu Annerod, 111314,1, 1V/J90, 1VZ8O4, V/2o, 349, 53b, 1.803, 111/528,3 dasiger u. XXVI/149, 189 Wicsecker Gemarkung. 26) Konrad Leitner von Treis, G. 4432 dasigcr Gemarkung. _ 27) Adam Will, Johs. S. und Heinrich Balthaiar Becker von Treis, D. 2611, dasiger Ge- 201 Stecken Buchen-Scheidholz lr. Classe, öde SSdfretbcllbe 69 „ Buchen-u. Eicken-Prügelholz, O . n . .... 180 fl. 20 fr. zu 33 Reiser; Durch- kaltflüssig, in 30 320 132 30 Klccsaamen, lO im be- Cu- Kupferne Wsfchkelsel 340 sollen und 25 26 Sonnenschirme, Arbeitsversieigerungzu Heuchelheim. 45 30 2 163 102 11 100 100 58 2 Prugelholz, Stockholz, Reisholz, 4 80 3425 23 208 CO Astprügel, Stockholz, CO GO 218-/4 „ 90V2 „ 6102 Wellen werden, als: Maurerarbeit, veranschl. Steinhauerarbeit, „ Dachdeckerarbeit, „ Sckreinerarbeit, „ Schlosserarbeit, „ Weißbinderarbeit, „ Tapezierarbeit, „ Planirarbeit, „ 102 42 125 tionsbezirke Marburg. I) Bei Erfurtshausen. 1819) Montag den 25. April d. I., Zusammenkunft Vormittags 11 Uhr Wirthshause zu Erfurtshausen. empfeble ich mein Lager der allein ächten pntcntirtcn Alizarin - Copir - Tinte, Anilin-Tinte, Tintcn-Extract, DreS: dener veilchenblauschwarze Schreib- unb Copir - Tinte, rothe und Maut Prima - Qualität, empfiehlt Ernst Hermes, Mäusburg. Holzversteigeruug in der Fürstlichen Oberförstern Hohensolms. 1818) Künftigen Montag, den 25. d. Mts., Morgens 9 Uhr, soll im District „Helfholz", in dem sog. Dachsboden anfangend, folgendes Gehölz 1823) Die Ausputzreiser von den Bäumen an den Schooren und dem Friedhof messer, Schock doppelte Dachlatten, Stück Stangen zu starken Heubäumen und Gerüsten und Stück Stangen, zu Leiterbäumen brauchbar. Pflasterarbeit, „ „ Lieferung von Pflastersteinen und Sand, veransckl. zu Steinbrechen, Fahren, Setzen und Zerschlagen derselben, Holzversteigeruugen in den Gräflich Solms-^aubach'scheu Waldungen. Freitag den 22. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, messer, l‘/4 Klafter starke, 9 Fuß lange Nutzholz-Prügel, N adel holz (Fickten): 31 Stück Bauholz-Abschnitte = 301 Cu- bikfuß, von 21 bis 54 Fuß Länge und 5 bis 9 Zoll mittlerem Durch- 138 „ dergl. Stockholz, 5025 Wellen dergl. Reitzholz, 61 Eichen-Baustämme von 6 bis 16 Zoll Durchmesser und 10 bis 30 Fuß Länge = 1546 Cubikfuß, 5 Buchen-Werkbolzstämme = 385 Cbfß. Alsdann wird nächsten Dienstag, den 26. d. Mts-, Morgens 9 Uhr, stets das Neueste, eigenes Fabrikat, in größter Auswahl. Stoffe in allen Gattungen, zum Ueberziehen derselben, bei W. Frank. „ dergl. Stockholz, „ dergl. Reisholz, geringe Eichen-Stämme mit 176 Cbfß., Stück Eichen-Stangen, zu Wagner- und Grubenholz geeignet, mit 608 130 30 93 21 14 13 42 80 jJeciQ Dörr, am Kirchenplatz, empfiehlt zur Saison seinen Cubikfuß. Hohensolms, am 19. April 1870. Fürstliche Oberförsterei Hohenholms. Dörmer, Förster. stehende Bauarbeiten, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich in Accord gegeben 256 „ „ Reiser. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Holzschlage bei den ersten Holznummern. Laubach, am 17. April 1870. Thu m, Gräfl. Oberförster. Eichen: circa 42 Klafter.Scheite, Stamm- von Selters- und Sodawasser etc., sowie seine Niederlage in Flaschen aus der Gießener Mineralmasscrsadn! O r i g i n a l p r e i f e. Selters- und Soda-Wasser etc. aus der Gießener Minrralwasscr - Fabrik tu Fabrikpreisen empfiehlt IuliuS Wallach. Schock Zopfreis-, 2Vr Klafter Anbruchholz und 18 Klafter grüne Erdstöcke. Das Holz unter I lagert in den Waldorten Seift, Abtheilung a, Dikes, Buchwald, Abtheilung a und c, und ist der Forstmitaufseher Schick zu Mardorf angewiesen, Kaufliebhabern dasselbe auf Ver- 1756) Repskuchen bei I. G. D. Bapst. im District „Jselscheiv", auf der Staatsstraße zunächst Fellingshausen anfangend, folgendes Gehölz versteigert: ' Stecken Buchen- u. Eicken-Prugelholz, 1822) Die Lieferung der zu den Kleidern für arme Confirmanden, sowie für die Hospitaliten nothwendigen Stoffe, bell) Bei Roßberg. Dienstag den 26. April d. I., von Morgens 9 Uhr an, im Schnei-er'schen Wirthshause zu Roßberg. Frachtbriefe für die Liam-Weser^, Cöln-Mindener ni Ober-Hessische Eisenbahn, sowie fämmtliche zsllanrrlich« Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Marktstraße. 2) Weidenau: 40 Fichtenstangen von 3 bis 5 veranschlagt zu . . Heuchelheim, den 17. April 1870. GroßherzoglicheBürgermeisterei Heuchelheim I- A-: 1820) Zum Ausgebote kommen: I. Donnerstag den 5. Mai l. I. in den um Freienseen gelegenen Distncten: 1) Eichelgarten: 90 Stecken Buchen-Scheidholz, „ „ Stammprügel, „ Hainbuchen- „ von 6 bis 8 Zoll Durchmesser, Stecken Buchen-Astprügel, „ „ Stockholz, 1708) Eiserne Tragbalken, Säulen, Abtrittsrohre, Kamin iusputz-Thüren u. -Schieber, Dachfenster, gebrauchte Eisenbahnschienen und alle aus Eisen darstellbaren Baugegenstände einpfiehlt ° I. G. D. Bapst. Astprügel, Schock Zopfreis-, Klafter Anbruchholz und Klafter grüne Erdstöcke. Buchen: Klafter Scheite und Stammprügel, stehend in: schwarzem Tuch, schwarzem Orleans, Flanell, Futter, Knöpfen, 8 Pfund wollenem Garn, 38 Ellen Kattun, 40 Stück Sacktüchern, soll Montag den 25. L Mts, Vormittags 10 Uhr, im Bürgerhospital dahier versteigert werden. Gießen, am 19. April 1870. Der Rechner: Wittich. langen vorzuzeigen. Das Holz unter 11 dagegen lagert im Waldorte Eisenberg, Abtheilung b, und ist der Unterförster Koch zu Wermertshausen angewiesen, Kauflicbhabern dasselbe au Verlangen vorzuzeigen. Roßberg, am 13. April 187Q. Der Oberförster: Schulz. messer, 569 Fichtenstangen von 2" Durchmesser, 3400 Stück Fichten-Bohnenftangen; 3) K r e u z s e n n e r b e r g : 225 Stecken Buchen-Stainmprügel, 234 „ „ Reisholz. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr an der Elchwiese im Eichelgarten. II. Freitag den 6. Mai l. I-, in dem Districte Hirschroth, zwischen Fricd- richshütte und Ulfa: 360 Stecken Buchen-Scheidholz, Carmin - Tinte. Ferner ganz neue Schwarze Dokumenten-Tinte, diese nach einer neuen Methode angesertiglr Tinte hat den großen Vormg, daß sie gleich schwarz aus der Feber fließt, ein Vortheil, bcn namentlich solche zu würdigen wissri, werden, welcke an schwachen Augen leiben, l sie greift die Stahlfedern nickt an. ist unzerstörbar und gibt schöne und kräftige Copien. Feinste Salon-Tinte, eine angenehme, feuerig violette, in der Farbe unveränderliche Schreib- und Copir-Tinte, aus der rühmlichst bekannten Fabrik von August Leonhards in Dresden, in den verschiedensten Füllungen zu den bekannten Preisen. (1271)__Carl Frech. 1709) Eiserne Gartenmöbel, Flaschcn- schränke, Bettstellen, Grab-Geländer und -Kreuze empfiehlt I. G- D. Bapst. 88) Heinrich Meßner I. von Beuern, X/232, 673, XX/48, III/30, X/612, XVIII/303, XX/143, 89) 1/292, 111/303, 902, V/496, V/50, VI1/141 dösiger Ge- 90) Johannes Rau von Ruttershausen, 1V/175, 558, 441), 440, 441, 557, 652 und 11/265 dasiaer Gemarkung. 91) Se nrick Dietz von Mainzlar, 1V/558, VIII/64 dasiger Gemarkung. 92) Philipp Christ von Großen-Buseck, IV, 176, 1V/213 dasiger Gemarkung. 93 Philipp Mohr IV. von Annerod, 11/832, 1 dasiger Gemarkung. 94) Philipp Mohr IV., Werner s Sohn, von Annerod, 1, 594, 804, 807, 63, 11/768, III/502, 1V/316, 554, 481, 484, V/221, 317, 369 dasiger Gemarkung. 95) Konrad Mengel I. von Albach, IX/32, 103 dasiger Gemarkung. NB Diese Parcclle hat bescheinigtermaßen die Ehefrau des Georg Kloos, Anna Maria, geb. Mengel, von den Konrad Mengel I. Eheleuten ererbt, über die Verjährungszeit hinaus besessen und beantragt solche Ueberschreibung auf ihren Namen. 96) Konrad Schmidt von Annerod, 11,321 dasiger Gemarkung. NB. Diese Parcellen haben bescheinigtcrmaßcn Johannes Mohr II. Eheleute von Annerod von Konrad Schmidt käuflich übernommen, über die Verjährungszelt hinaus besessen und beantragen solche Ueberschreibung auf ihren Namen. ______ 97) «^Hannes Gans III. von Großen - Buseck, V/422, XVIII/265, XXV,470,5, XIII/617, 1 XV/389, XVI 350, 352, XlX/127, XVII, 184, XXVII/190 dasiger Gemarkung7 »nd werden darum alle Diejenigen, welche Ansprüche irgend welcher Art an diese Pareellen zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche sogewiß binnen 4 Wochen bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als sonsten nach Ablauf dieser Frist oa, wo es erforderlich, die Löschung der Bemerkung „beschränkt" verfugt, ebenso die Ueberschreibung der betreffenden Parcellen aus den Namen derjenigen, welche solche ersessen, angeordnet und weiter die Elgenthumsurkunden gencht- lich bestätigt und die Ueberschreibung der Verkaufsgegenständc auf den Namen der neuen Erwerber wird verfügt werden. , . Gießen, am 1. April 1870. Großherzogliches Landgcncht Greßen. Bötticher. l/2- unb '..-Pfund- 1817) Samstag bcn 23. April, Nachmittags um 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nach- versteigert werden: 157 Kiefern- und Fichten-Stämme, 2771 Cubikfuß enthaltend, 294 Kiefern- und Fichten-Stangen, 848 Cubikfuß enthaltend. Das Brennholz wird des Vormittags und das Stamm- und Stangenholz des Nachmittags versteigert. Der Anfang ist an dem Weg am Hangelstein. Wiescck, den 16. April 1870. Grobherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. in allen Großen bei August Schlesstuger, (1696) CO OO GO H D 4 »» F einet Partie Sonnenschirme von vorigem Jahre, in Seide « 48 fr. an, sowie meines Laaers von Parfümeriee», Seif« und Cölnischem Waffer. W. Frank. 1777) Zu verkaufen: ein schöner großer Küchen sch rank mit Aufsatz unb ein neuer Reisekoffer I. Rothenberger, Linbenplatz. 182-i) Fertige Bauhölzer (Flößen» in allen Dimensionen, per Cubikfuß 20 kr., offerirt die Hch Handlung S. Katzen sie in. 1594) Holländisches Rothkrnut empfehlen I. A. Busch Söhne. 1745) Reines Buchcln-Ocl bei H- E- Jughardt, Marktplatz. Berfteigerzragea. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 1681) Montag ben 25. April 1870, von Vormittags 9 Uhr an, soll in bem Gießener Stabtwalbe, Distr ct Hangelstein, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werben. A. Brennholz: 403/i Stecken Buchen-Prügelholz, 211/2 „ „ Stockholz, 1750 Wellen „ Reisholz, 21/2 Stecken Eichen-Scheibholz, IV2 „ „ Stockholz, 500 Wellen DornenReisholz; B. Bau-, Werk- unb Nutzholz: 2 Eichen-Stämme mit 81 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ist im Hangelstci- ttcr Stetnbruch. Gegen vorsckriftsmäßige Bürgschaft rotrb bas Holz bis 1 Rovbr 1870 verborgt. Die Großh. Bürgermeistereien ber um- liegenben Orte werben ersucht, bies in ihren Gemeinben bekannt machen zu lassen. Gießen, ben 9. April 1870. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. öffentlich versteigert werben. Der Anfang wirb am Neuenweger Thor gemacht unb bemerkt, baß sich die Reiser zu Zuckererbsenreisern eignen. Gießen, ben 20. April 1870. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V. b. B.: Felsing, lr. Beigeorbneter. Holzversiejgeiung im Wiesecker Gemeindewalde. 1821) Freitag ben 22. b. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in bem Wiesecker Gemeinbewalde, District Haide, nachoerzeichnete Holzsortimente versteigert werden, als: 2 Stecken Nadel-Scheidholz, Dosen, bei Ernst Hermes, Mäusburg. 1711) Rothen, weißen und ewigen Kleesaamen, Wicken, Dunggyps unb künstlichen Dünger empfiehlt I. G- D. Bapst. 1-V2.5) Bux wird abgegeben bei S. Katzenstein. 1597) Baumwachs, Körner, Bezirksbauauffeher. Eichen- u. Buchen- rc. Bau-, Geschirr- u. Brennholz-Versieigerung in der Königlichen Staatswaldung der Oberförsterei Roßberg, im ßorstinspec- Eichen: 14 Stück Bauholz-Abschnitte = 368 biksuß, von 16 bis 30 Fuß Länge unb 9 bis 19 Zoll mittlerem Durch- 1648 billige» und festen Prämien. (1694) Sandgasse. k Vermischte Auzeigeu 1812) Ein gewandter junger Mann kann . . f ... cnithot hör (YV; BeschKigung°find7n.°«es bet der Ex- Sötlifl a.N Wallth°r. Dr. Winckler, pedition d. Bltts. Großh. Kreisveteriuärarzt. GO GO Militär-Vorbereitungsinstitut. Cassel. F Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. 1612) Eine Lehrlingsstelle ist offen bet Franz Peppler & Eomp. len, empfehle ich mich bestens. Zugleich suche ich ein Logis, am liebsten gleicher Erde, zu miethen. E. Klemm, Korbflechter, 1738) Meine Wohnung befin> det sich in dem Nebenhause der 1844) Mädchen, welche das Kleidcrma- chen und sonstige Näharbeiten zu erlernenj wünschen, können jederzeit emtreten; auch wird nach einer neuen Methode das Klet- dermachcn in 4 Wochen gelehrt aus einem Buche welches nach vollendeter Lehrzeit verabreicht wird. Um recht zahlreiche Betheiligung bittet PH- Frei, Kleidermachertn, in dem v. Grol- man'schen Hause in den Neuenbäuen. 1828) Gartenwerkzeuge, Roscuschee- rcn rc. von Gebr. Dittmar m Heilbronn bei Emil Pistor. Wohnunsisveränderunsi. 1843) Meine Wohnung befindet sich jetzt in dem n. Grolman'scheu Hause in den Neuenbäuen. A- Frei, Schneidermelstcr. 325) Für die Vaterländische Feuer - Versicherungs - Attten- Geselllchast Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu Thkrükr in Gießen. (Caf^ Leib.) 1845) Heute Donnerstag den 21. April: Vorletzte Vorstellung. Gastspiel der Fräul. M a r i e N e n s e l d aus Wien- Zum E r st e n m a l e: Selters- und Soda-Wasser rc. aus der Girstencr Minrralwasser-Fadrik zu Fabrikpreisen empfehlen Gebrüder Wenzel. neue Krame 16, der Börse gegenüber, Frankfurt a. M._____ Buchhalter - Gesuch. 1815) Für ein Wein- und Liqueur-Ge- schäft wird ein durchaus tüchtiger, unver- heiratheter Buchhalter, evang. Confession, cu mvv vlv v ......_ nung «„-»-» und —* »»' d,m Ast-,»-« in befördert die Exped. d. Bltts. ________________________________— Das Neueste in: Damcnjacktll und Paletots, Reise- u. Promenade-Costüine für Damen, oder: Die Tochter der Freiheit. Vaudeville in 3 Acten. Musik von E U in a r. Morgen Freitag den 22. April: Letzte Vorstellung. Auf allgemeines Verlangen: , Die schöne Galath«. Hierauf zum Erstcnmale: Eine gebildete Köchin. Posse mit Gesang in 1 Act. Schluß der Saison. Die Direktion. Gebrüder Hessel, N. Wilhelmsh. Allee 119 /2. 1113) Gründliche Vorbereitung für die | Examen zum Einjährigen, Fähnrich, See-| kadetten und Officier in kürzester Zeit. — g Prospecte auf Verlangen. zu Strolie, Rittmeister a. D. j Sammetpätetots, seidene Üafctots, .Kcgriuimiitel für Damen empfehlen in größter Auswahl 1897) Ein größeres Familienlogis, nebst mumen, - 1839) Zu einer französischen und einer englischen Privatstunde wird noch em nehmer gesucht. Von wem? sagt die Expe.d dieses Blattes- 1832) Ein Familienlogis ist zu vermtc then bei Wendel. 1757) Ein junger Mensch aus guter Familie, welcher sich als Kellner ansbilden will, kann Lehrlingsstelle finden im Gasthof zum Rappen. 1778) Ich wünsche noch einige Tage in der Woche im Weißzeugnähen rc. besetzt zu haben. Elise Beyer, aus Frankenberg bei Marburg, wohnhaft bei Herrn Bauaufseher Schmitt. 1830) Ein möblirtes himmer ist zu ver- miethen bet "Wallthorstraße. Musee des arts und Mechanisches Theater von 1673) In eine auswärtige feine Bier- wirthschaft wird ein gewandter Kellner gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Wohniuigs - Veränderung. 1652) Meinen geehrten hiesigen und auswäitigrN Geschäftsfreunden hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine seitherige Woh- Frau Marie Pietsch, wohnhaft bei Hin. Friedr. Graf, Nnhruugsberg, empfiehlt sicb im Waschen und Färben von wollenen und seidenen Kleiderstoffen, Bändern in Seide und Sammt, Sbawls und Halstüchern. Handschuhe werden nach der neuesten Methode gewaschen und in allen Farben gefärbt, Federn gewaschen, gekräuselt und in allen Farben gefärbt. Herrenk lei- der werden gewaschen und von Fleeken gereinigt. Aufträge nimmt Herr Th e o d o r B r u m m e r am Kreuz entgegen. § Die Handelsschule JU Bffenbach a. M. 1837) 3u vermiethen tin möblirtes Zimmer nebst Schlas-Cabinet, am 1 Mai j? beziehen. Zn erfragen rm Eafä Kuhlmann. ___ 1836) Ein großes Familienlogts tft iu vermiethen und den 15. Juli d. ^ beziehen; sodann ist sofort eine große Stube mit oder ohne Möbel zu beziehen I. Mann berg er, Neuenweg 1766) Im Repariren und Auflackireu i§i2) Die Eröffnung des von mir übernommenen von Korbwaaren, sowie im Stuhlflcch- Isturg sfrüher Hötel Henckel) zeige ich hiermit an. Bad Nauheim, tm Apr.l 1870. %ean Iburg. Bon Großherzoglicher Oberstudien-Direcrion concesfionirtes Lehr- und Handels-Institut )u Esipell in der Wetterau 1184) Das Sommerscmcstcr in unserer Anstalt beginnt ben 27. Apnl. Unterricht in philosophischen und kaufmännischen Fächern durch 6 Lehrer, lllcan beliebe Anmeldungen recht frühzeitig an uns gelangen zu.lassen. Prospecte gratis! 8b 1765) Zwei schön möblirte Zimmer mit Cabinet sind ,u °°rmiechen^.^ KuuWrberei, Wollen- und Seidenwascherei 1835) Zwei möblirte Ztmmer. das et ne mit Cabinet, sind zu vermtethen Neustadt Lit. D- Nr- 57. ---------------- 1834) Bei Frau Dr. Hanstein ist ein möblirtes Zimmer mit Cabtnet zu ver- miethen._______ Edmont Couprant. TÄnTtrfi nnn 6 bis 10 Ubr mi sehen. Sonntag den 24. April zum letzten Male. Pre.s?°d°erVÄe'r Wer wMV 3"»^& Mechaniker und Besitzer des Musee des arts. 1847) Korn- und Waizen-Kleie, so- wie Holzkohlen, sind stets zu haben bei Hernr. Plank, Backer, in der Neustadt. 1816) Morgen, Freitag den 22. und Samstag den 23^Aprils find am Gwßener Bahnhöfe noch Kartoffeln, das Malter -u ' tl. 48 kr.,^n h-b-n.^ dstmustadt. 1733) Zwei Aecker auf der Weißerde sind zu verpachten bei I- B e ck e r Wtttwe Neuenweg Ltt. B- Nr- 19o. 1379) Ein Stückchen Land im Altenfeld Ist zu verkaufen. Bei wem? sagt dte Exped- d- Bltts. ____ BermiethringsR 1833) Bei Eduard Ottmann in der Schloßgasse ist ein möblirtes Ztmmer zu vermiet hen-_____— 1846) Sämmtliche Ziegen bescher von Wieseck werden auf Samstag den 23. d. Mts. bei Wirth Jean Schneider dringend __ einaeladen. Besprechung wegen Anschaffung eines Gemeinde-^ocks. AnMasteilkra'.lips,Verdauinigs- ' «eindm schwache rc. rc. Leidenden ____________________________________^'1|[lit wird das fast 50 Jahre segensreich wir- kende vr. msck. voecrlLs'ichc Heilmittel em- 2121 l v pfohlen. Schrift darüber gratis in der --- " * ...... Erp. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch ?lpoth. Doecks, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (Iw) ?!'. WM Epileptische Krämpfe (Fallsucht, MM s*SB!äte- H WS«! 1826) Eine Partie Korn - und Wat- zenstroh, sowie Oeconomie - Gerätschaften, Pflug, Egge, Pferdegeschirr, alle Arten Ketten u. s. w., habe ich zu verkaufen. ÄCtte 1 H. Becker, Anlage. 1829) Bahnschieuen, Tragbalken, Säulen, Treppen und Balkongelander, Krippen, Raufen, Water - Closets, Rohren aller Art Uefert^ll.gs^ 1840) Ein zweitstillendeAmmc wird gesucht. Näheres bei der Erped. d. Bltts._______________________________ 1841) Ein braves Dienstmädchen wird gesucht. Näheres Turnhalle.__ Z Slrohhüle Junt Waschen und Fa^onniren werden angenommen von _ B LouiS Gail, Mausburg. 1838) Ein zuverlässiger Arbeiter findet dauernde Beschäftigung bei S. Katzcnstetn, Holzhandlung. 18. Avril. Eine Kopenhagener Correspondenz VcS Brüsseler „Nord" schreibt: „Es war nicht schwer zu errathen, Daß die außerordentlichen Anstrengungen der dänischen Regierung, ihr Land gegen einen Handstreich des südlichen Nachbars sicher zu stellen, nicht zur Wiederherstellung ter guten Beziehungen beitragen konnten, ohne welche die Ausführung VeS Art. V eine Demüthigung für Preußen wäre .... Man muß blind sein, um nicht in dem Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." eine cntschi dcne Kriegserklärung und Drohung gegen die Existenz Dänemarks selber zu finden. Der Moment ist geschickt gewählt. Frankreich und Oesterreich sind durch innere Fragen von der höchsten Bedeutung absorbirt .... und überall in Europa gewinnt das Interesse der eigenen Sicherheit die Oberhand über die moralischen Verpflichtung gen, welche d.-.s alte Völkerrecht den Staaten auf- erlegte . . . Die Danen haben alle ihre Sympathien dem Napoleonischen Kaiserreiche zugewandt, welches sie als ihren natürlichen Vertheidiger betrachten Seit Jahren haben die Kopenhagener Liberalen keine Ge- legenheit vorübergeben lassen, ohne zu versichern, daß jede Intervention Rußlands ein v rkleidetes Attentat auf die Sicherheit Skandinaviens sein müsse und diese Sicherheit nur durch eine enge Verbindung mit den Westmächten gewährleistet werden könne." Alsdann wird in der betreffenden Correspond nz auSgesührt, daß das dänische Cabinet nicht mit den Bestribungen der nationalen Partei, welcher dessen versöhnlicher Geist als Furchtsamkeit erscheine, identisicirt werden dürfe und daß auch die Milnärreorganisation eigentlich von keinem Belange sei und von Dänemark lieber batte vermieden werten sollen, um Preußen keinen Vorwand zu feindlichen Demonstrationen zu geben. Die „Wiener AblNtpost" bringt einen längeren Art'k.l über das Programm und die Ziele des neuen Ministeriums. Dasselbe — hebt das genannte Blatt hervor — befinde sich in einer schwierigen Lage, weil es fein parlamentarisches sei. Das Cabinet werte in dem ActionSgedanken ein Mittel zur Klärung sich durchkreuzenter Rechtsansprüche bieten und hierbei streng versassungsmäßig vergehen; das Cabinet beklage, daß nicht mehrere Mitglieder des Ministeriums Hasner eingetreten seien, und erstrebe und erwarte seine baldige Completirung im Interesse des hochwichtigen deutschen Nationalelementes. Das Ministerium, sa, l die Abentpost weiter, identificire sich mit dem österreichischen StaatSgedonken und crk.nne in demselben das Problem des zu erhoffenden Erfolges, welchen eS nicht gegen die Verfassung, sondern zum Schutze derselben, zu ihrer allgemeinen Anerkennung anstrebe. Das Ministerium erwarte von seinen Thaten das Heranwochsen des gesunkenen Vertrauens und sei sich seiner Verantwortlichkeit bewußt. Allgemeine Anerkennung und Ucbung des gemeinsamen Rechtes und Begründung der gemeinsamen Freiheit erkenne das Ministerium als die einzigen Zielpuncte der Action. Der „Dziennik Polski" macht ein Geständniß, das einen interessanten Beitrag zur Geschichte ter letzten Ministklkrisis lufert. Er sagt: „Wir waren nur aus dem einzigen Grunde gegen einen Austritt aus dem Reichsrathe, weil wir der Ansicht waren, es wäre gefährlich mit einem mächtigen Feinde den Kampf zu beginnen. Da aber der Gegner, wie es Ende Marz eben der Fall, ganz entkräftet und feine Gefahr vorhanden war, ließ sich kein vernünftiger Grund gegen den Austritt vorbringen. Seit vier Monaten war es nämlich allen unseren Abgeordneten bekannt, daß nach Erledigung des Budgets und anderer unaufschiebbarer Angelegenheiten der Reichsrath aufgelöst, Hasner und Comp. entlassen und Potocki ein neues Ministerium zu bilden berufen werten wird. Wurde ja doch noch vor dem Austritte der galizischen Abgeordneten aus dem Reichsrathe Graf Potocki nach Wien berufen." 20. April. Der bekannte bayerische Abgeordnete Kolb erklärt in einem Manifest an seine Wähler, das Mandat für das Zollparlament niederlegen zu wollen. Er unter* zi ht in diesem Schriftstücke die Thätigkeit des Zoll- Parlaments einer eingehenden und nichts weniger als freundlichen Kritik. Man zollt dieser Versammlung von Vertrettrn des deutschen Volkes — sogt Kolb unter Anderm, — sogar äußerlich eine so geringe Rücksicht, daß die Abgeordneten nicht einmal acht Tage vor dem Zusammentritt in der fernen preußischen Hauptstadt das CinberufungSschreiben erhalten. Man läßt den norddeutschen Reichstag mitten in die Zollparlamentsselsion hinein tagen, so daß der Körper, welcher für eine Vertretung der gesammten deutschen Nation gelten soll, nicht einmal ein 93er- sammlungSlocai besitzt, so ost eine Reichstagssitzung beliebt wird. Man beantragt foriwädrend und systematisch Aenderungen in den Zolltarifsätzen, unbeküm- wert um die Nachtheile, welche für die Industriellen durch die absichtlich herbeigeführten Ungewißheiten und Schwankungen entstehen — stets mit dem Bestreben, gegen kleine Zollherabsetzungen weit mehr ertragende anderweite Zugeständnisse zu erlangen. Denn dann liegt das Geheimniß der wichtigsten Aenderungen. Man tragt endlich fein Bedenken, Vorschläge, welche dieses angebliche Parlament nicht ein-, sondern zweimal verworfen Hot, sogar zum drittenmale vorzulegen, wobl selbst unter Beifügung von noch gehässigeien Auflagen als die abgelehnten gewesen waren. Damit ergiebt sich eine, nach meinen Begriffen für eine deutsche National-Repräsentation unwürdige Stellung." 3um Schluß erinnert Kolb an einen Satz in Rud- Harts Geschichte der bayerischen Landstände: „Es ist besser gar feine Repräsentation, als eine solche nur zum Schein." Der Wortlaut des von der Senatscommission aus- gearbeiteten und am 12. dem Senat überreichten Entwurfs zur Revision der französisch n Verfassung liegt nun vor. D>e w chtigsten Bestimmungen lauten in diesem Entwurf folgendermaßen: Abschnitt III. Von der Form ter Regierung des Kaisers. Art. 10. Der Kaiser regiert mit der Unterstützung der Minister, des Senats, des gesetzgebenden Körpers und des Staatsrathes. Art. 11. Die gesetzgebende Macht wird collectiv vom Kaiser, dem Senat und dem gesetzgebenden Körper auSgeübt. Art. 12. Die Initiative zu den Gesetzen gehört dem Kaiser, dem Senat und dem gesetzgebenden Körper an. Die aus der Initiative des Kaisers hervorgehenten Gesetze können nach seiner Wahl dem Senat oder dem gesetzgebenden Körper zugesandt werden. Indeß muß jedes Sttuer- gefetz zuerst vom gesetzgebenden Körper votirt werden. IV. Vom Kaiser. Art. 13. Der Kaiser ist vor dem französischen Vo ke verantwortlich, an das er immer einen Ausruf erlassen kann. Artikel 19. Der Kaiser ernennt die Minister und setzt sie ob. Die 'Minister beschließen im Conseil unter dem Vorsitze des Kaisers. Sic sind verantwortlich. Sie können nur durch den Senat oder den gesitzgcbenden Körper in Anklage- zustand versetzt werden. V. Dom Senat. Art. 26. Die Senatoren sind unabs tzbar und auf Lcb.nszeit ernannt. Art. 27. Die Zahl der Senatoren kann auf zwei Drittel jener der Mitglieder des gesetzgebend den Körpers, mit Einbegriff derer, welche es von Rechts wegen sind, gebracht werden. Der Kaiser kann nicht mehr als zwanzig Senatoren jährlich ernennen. Art. 28. Der Präsident und die Vice- Präsidenten werden vom Kaiser ernannt. Sie werden aus den Senatoren gewählt. VI Vom gesetzgebenden Körper. A-t. 35. Der gesetzgebende Körper erwählt bei der Eröffnung einer jeden Session die Mitglieder seines Vorstandes. VIII. Allgemeine Bestimmungen. Art. 45. Die Befassung kann nur durch das Volk auf Antrag des Kaisers abgeändert werden. Art. 46. Die Abänderungen und Zusätze, welche die gegenwärtige Verfassung dem Plebiscit Dom 20. und 21. December 1851 bringt, werden der Zustimmung des Volkes unterbreitet." Hessen. Darmstadt, 17. April. Der Besuch vcS GroßberzogS in Berlin ist, sicherem Vernehmen nach, nunmehr zweiffellvS und die Abreise auf den 24. d. M. festgesetzt. Der Aufenthalt in Berlin wird vier Tage dauern. Von da begibt sich der Großherzog zu kurzem Besuche nach Dresden. Auf der Rückreise findet in Gießen eine Begegnung mit dem Kaiser At.rander von Rußland statt. Kaiser Alerander wird bis zum 25 3»ni zur Kur in EmS verweitm und sich dann zu achttägigem Aufentbalt nach Jugenheim bei Darmstadt begeben. Mainz, 16. April. Wegen eines bei der neulichen Abstimmung vorgekommenen Formfehlers hat der Gemeinderath in seiner vorgestrigen Sitzung mit 19 gegen 8 Stimmen bezüglich der Stadterweiterung den Beschluß gefaßt, 4 Millionen Gulden zur Zahlung an Preußen für Entfernung der nordwestlichen FestungSwerfe, 420,000 st. zur Bestreitung der Scklet- fnn.rskosten, 1 Million zur Einlösung der älteren städtischen Obligationen mit höherem Zinsfuß und 600,000 fl. für die TilgungSkaffe zu verwenden. Zu diesem Zweck ist gestern mit der Wiener Bolkebank ein Vertrag über eine Prämienanle he von 6 Millionen Gulden abgeschlossen worden. Die Ludwigs, bahn hat sich im Hinblick aus die Vortheile, welche die Ver- leaung der Festungswerke auch ihr gewährt, bereit erklärt, der Stadt als Zuschuß zu der Erweiterung 500.000 fl. zu zahlen. ücftcrrcid). Wien, 17. April. Dem übermorgen beginnenden Stuke der Bäckergesellen, zu dessen Abwendung indeß noch Hoffnung ist, sieht man nach den getroffenen Maßregeln mit großer Ruhe entgegen. Eine Masse fremder Gehülsin ist auk dem Wege nach Wien, um eventuell sofort in die erledigten Plötze einzniücken, die Landbäcker haben sich bereit und im Stande erklärt, jederzeit das Dreifache ihres jetzigen Betriebs in die Stadt zu führen, und das Kriegsministerium hat nickt bloS die sümmtlichen für den Bedarf der Garnison arbeitenden Kräfte, sondern auch die Bäckerei, in welcher täglich nickt w niger als 120,000 Laib Brod durch Dampfkraü erzeugt werden können^ zur Verfügung gestellt. Gegen den Führer der Ges.llen übrigens, der sich unsichtbar gemacht, ist ein Hafibefehl ausgeferrigt worden. Frankreich. Paris, 15. April. Das »Journal „offu cielle" enthält ein kaiserliches Decret vom 14. d. M., duich w-lckeS der bisherige Unt.rricktsmmister EegriS zum Fma z- minister ernannt wird, an Stelle Buffets, d.ssen Demiifion angenommen ist; ferner wird der Großsiegelbewohrer nut der interimistischen Leitung des Ministeriums deS Aeußere» an Stelle des Graf.n Dar«, dessen Enllassung ebenfalls angenommen ist, betraut und schließlich Richard die interimistische Leitung deS Unterrichtsministeriums übertragen. Paris, 15. April. In dem Arondissement Tour du-Pin lJföie Departement) haben 6—7000 Weber ihre Arbeiten eingestellt. Dieselben verlangen, daß man ihnen die Hälfte deS Lohnes gebe, welchen die Lyoner Weber erhalten, und daß man ihnen itn Arbeitsbuch bewillige. In FavergeS (Savoyen) haben die Weber ebenfalls ihre Ai beiten eingestellt. Die Töpferei- arberter von GisorS. Feysin, Port d'Alai und Tcmue Lune (Eure Departement) st.tten morgen ihre Arbeiten ein, wenn die Fabrikbesitzer die von ihnen gestellten Forderungen nicht bewilligen. Paris, 18. April. In der heutigen Sitzung deS Senate- wurde die zweite Derathung über den ScnatSconsult begonnen. Lagueronni^re hielt eine längere Rede, in welcher er das Plebiscit vertheidiate und in brr es heißt: „ES genügt nickt, daß Frankreich stark ist. sondern Europa muß auck an seine Stärke glauben. Der Erfolg deS Pttbiecitö wird die Täuschung ge- wiper Ge ster in Europa zerstreuen, welche glauben, Frankreich sei durch die liberale Bewegung geschwächt." Die Debatte wird morgen fortgesetzt. Italien. Palermo, 13. April. In San Giorgio wurden 1000 Kartätschen und Material für weitere 20,000 aufgefunden. Die lebhafteste Bewegung h.rrsckt in der Umgebung ; die Unabhängigkeitspartei ist hier überaus stark. Es sind Truppen, und Flott.nve stärkuna'N hier eingetroffru. Spanien. Bayonne. 12. April. Wie versickert wird, haben einige hervorragende Carlistenckrfs den spanischen Boden betreten. Man folgert daraus, daß die so oft in Aussicht gestellte carlistische Bewegung demnächst in einzelnen Provinzen ihren Anfang nehmen wird. Amerika. New 3)orf, 17. April. Nach den hier en iKtioffenen Negierungsdepescken dauert auf Cuba nur noch der Guerillakrieg fort. Ottava, 13. April. Das Unterhaus von Canada berieth über die Aufhebung der Habens corpus-Vlete Die Besorgnisse wegen eineS Einfalles der Fenier mehren sich, ein Militär- R giment wurde an die Ostgrenze und eine Feldbatterie an den Clairfluß entsendet. Rio de Janeiro, 25. März. Aus dem brasilischen Lar ger am Aquidaban wird gemeldet, daß außer Lopez auch sein ältester Eobn auf dem Scklacktfelde den Tod gefunden habe. Graf von Eu, der Ober B.fehlsbab.r des verbündeten HeereS in Paraguay, wird gegen Ende April hier zurückerwartet. Vermischtes. Gießen, 20. April. Wir hatten gestern Gelegenheit, einen Besuch dem, im Oswald''cken Garten ausgestellten, Kunstmuseum des Herrn Edmont Couprant abzustatten. Blendete uuS schon die äußere elegante Ausstellung der Hatte mit ihren Hunderten von stehenden unb sich schlangenartig drehenden Licktern, so war aber daS Ange wie gebannt bei dem Anblick, der sich uns im Innern der Halle darbot. Fangen wir mit unserem Velocipödereiter an, bewundern wir den über einem piachtvollen Blumenbouquet flatternden Schmetterling, besuchen toir die mechanische Werfstätte mit ihren arbeitenden Schlossern, Schmieden u. s. w., bewundern wir die arisgezeichnete Landschaft, daS sich hebende und senkende Meer mit seinen darauf sich bewegenden Schiffen, und so noch vieles Andere, was zu beschreiben nicht gut möglich ist, sondern nur durch den Augenschein empfunden weiden muß. Wenn wir dieses Alles vor unseren Blicken ausgebreitet s hen, so kommt uns der Gedanke nahe, daß wir es hier mit einem Werke zu thun haben, welches I nur ein Genie, ein mit besonderen Vorzügen begabter Mensch zu schaffen vermochte. Herr Edmont Couprant stellt sich u> S als den Verfertiger dieses Werkes dar, und wie wir auch aus der, bei der Halle desindlicken, mechanischen Werkstätte gesehen haben, arbeitet derselbe noch ununterbrochen an der Fertigung von Apparaten, welcke dem Museum cinverkibt werden sollen. — Wir macken unsere Leser um so mehr auf den Besuch dieses Museum? aufmerksam, weil, wie uuS zu Ohren gekommen, daß dafsilre nur noch bis kommenden Sonntag geöffnet ist. — ((Sin «ufe« Sujet für einen Possenscherz.) Jüngst kehrte eine Pariser Dame zur Essenszeit nach Hauke zurück. Sie mackte einen Abstecher in die Küche, um nachzusehen, wie es dort best.ttt sei und, da die Jnspection nicht das gewünschte Ergebnis hatte, sandte sie Justine, ihre Magd, um einige Kücheningredienzien fort. Plötzlich wurde an der Thür geklingelt, und als die Dame aussckloß, stü zte ein Mann in die Küche und schwang mit den Worten: „Daö Silbe«; ug oder das Leben!" d>obend ein Messer. In stummem Schrecken zeigte die Dame auf einen in der Küche stehenden großen Schrank; vielleicht wollte sie nur Zeit gewinnen, denn das Silber war in demselben gar nicht verwahrt. Der Ränder eilte auf den Schrank loS, öffnete — aber zu seinem Schreck.n entwand sich d.m Innern ein riesiger Gardegrenadier, der d.n Räuber entwaffnete und ihn mit führte, um ihn in sicheren Gewahrsam zu bringen, zuvor aber noch zur Dame sp-ach: I „Enischuldigen Sie mich, Bürgerin, ich erwartete da drinnen I Justine!" — Den 11. April, Morgens halb 11 Uhr, erklang in Lan- । sänne plötzlich die Lärmglocke der Cathedrale. Eine Menge M.nschen sammelten sich aus den Straßen, um zu vernedmen, in welcher Richtung daS Feuer ausgebrochen sei; einige Feuer- svritzen rasselten schon über die Straßen. Da aber der Thnrm- wäwter stumm blieb, so erstieg der Polizeichef den Tburm und sand da einen Engländer, der noch immer an der Glocke zog und auf die Fraae, was das zu bedeuten habe, erklärte, daß «r vergleichende Studien über den Klang der Glocken auf dem Co tinent anstelle. Er hatte für seine Versuche 12 Franken zu zabl.n. Redaction, Druck und Verlag her Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Feuilleton. • UVIIk l6dfi(tligt !al -°iß. du.ch ftlfl. 1, nii't hb * ^niaie- ^nnrn. ' P!k- md'f, baß "« Stöife iju $ ük- ftunhficfy balle wird a ©iorqio rt 20,COO ler llniqt- k- Sr sind (kert wirb, l'fn Boden luffiifct ge- Pwv>n;en 1 Uft (IQ: w noch der ala beriith Brw'qvjse B ÜUilluL- mt an den A schen 8a: 3 auch sein ;nteu habe. kn tytiti urkt. -ele^enbeit, kn, .fluni- lei dem An- ^an^cn wir udri einem U, bdntfan Stlosiern, knete Land, intn darauf ie, was;a ttn Augen, l Sii.« rot ter S-danke bin, weitet bkr SR-ntä eilt sich “B* - >ir oud) au» lötk prseben er Ädi-gung amen, daß s,-scher;.) t Hau't !»> yqä'rui'hen, i»l da» Jt, -Maud, BlB an der «« JRan« ec^l-s m etkkkl'N irffi -roße» irnn n« Cd «* g. itt, bd»'- .. fi»;” ■a-r< in * -M' "L n°r°" Ib-n-unl : 12 erhört!" rief Aims freudig erschrocken; als aber gleich darauf die Wittwe eintrat und ihr befahl, sich reisefertig zu machen, da ihre Gefangenschaft nun beendigt sei und sie zu ihrem Bater zurückkehren solle, da sank, vom Gefühle de» Dankes und der Freude erfüllt, Aim6 im stillen Gebet auf ihre Kniee, erhob sich dann wunderbar gestärkt und eilte auf ihre Wärterin zu. ,, „Wenn Ihr wahrgesprochen," rief sic in freudiger Aufregung, so verzeche ich Euch, den stummen Werkzeugen einer bösen Macht und will Euch noch belohnen, wenn Ihr Euch einst zu erkennen gebt; aber sollte dies «ne ^au* schung sein, die Ihr mir zu meinem Verderben bereitet, so denkt daran, vag Ihr der gerechten Strafe für solch ein Verbrechen gewiß nicht entgehen werdet, und daß der Meinigen Rache Euch sicher finden wird." Ihr seid frei!" — entgegnete die Wittwe ernst — „nur mußt Ihr Euch gefallen lassen, mit verbundenen Augen wieder von hier sortgebracht zu werden, wie Ihr gekommen. Euer Stübchen hat Euch nichts gezeigt, als jene hohe Mauer, die dies Haus von den übrigen Gebäuden trennt, und Ihr wißt nicht, ob Ihr in Paris oder irgend einer anderen Stadt seid, auch werdetIhr nie erfahren, wer Euch entführt und gefangen gehalten; aber soviel kann ich Euch sagen, daß dies alles gcfchthen, um Euch den Weg zu hohem Gluck und sehr großen Ehren zu bahnen; Ihr aber habt nicht verstanden, es zu benutzen. Und ehe Aimö hieraus antworten konnte, schlang Vie Warten« »hr ein Tuch um tu Augen, umhüllte mit einem Uebcrwurs ihr Haupt und führte sie I einem im Hose de« Hause» bereit stehenden Wagen, welcher bald daraus sich raschen ^LauftS^entfe^^, totld)(m mü Anbruch de« Morgen» Aimä ihr Se- sängniü oerlasien hatte, erhielt ter Garde-Kapilain Trousier, al« er gegen Vor. mittag neun Uhr nach tem Palast te« Grasen Crotffy gehen wollte, durch seinen D.en.r ti° Nachricht, bah etn Unbekannter ihm ein Schreiben übergeben habe, I welches er sogleich in seines Herrn Hände liefern füllte. Hastig entriß der Kapttain tiese« Schreiben te» Diener» Händen und la». „Heute Vormittag neun Uhr wird die Comieffe Crotffy >m Gast- Hose „Zum Dauphin", auf der Straße nach ««■»“ »■«» ■s *• - .s - twÄ & wessen od^ sie schwarz oter blont ist; genug, wenn ich Dir sage, daß man von i ä" kJ Lffdi Aber icb muß wissen, wer m meinem Gasthofe logtrt» S SÄ' SÄ Ä s?sä,“ vra»’'*-. - S'Uf<1UnÄBÜtd> faaem$i't, Pierre, Du sollst und darfst diese sunge schöne Dame . b. Äen » entgegnete tie Wirthin, unt stampfte tabei tnti tem Süße >.*« « - -3* »Z x?'.“'Ä Ä’. B Ä* ÄSS! ",r.Ä »AÄ Sä L ä*“' ------ » Ä -- k,.«. ... -- <■“ w " - Erzählung inne hielt. ^Fortsetzung folgt.) Maurtpa» staut. Die tritte Partei war die ter Maitresse unt te« Herzog» von Richelieu mit deren Günstlingen unt ten Kammertienern te» König». Die Abreise te« König« sollte zur Rettung ter Tochter te» Grossen Croissy führen, unt noch nie hatte ter listige Le Bel sich so arg in seiner Be- richnung geirrt, al« bei tiefer Entführung, Venn ter König war diesmal ernstlich ungehalten über ten bei jenem Hoffeste verübten Frevel, hielt den Zelt- tränt für absichtlich angelegt, um tie Entführung ter jungen Gräfin zu bewirken, welche nebst mehreren ter vornehmsten Damen unt Herren te« Hofes ein Opfer tiefe« Braute« hätte werten können, unt gab feinem Kammertiener sehr teutlich mit anzichören, taß er tenjenigen feiner Diener, ter dabei die Haut mit im Spiele gehabt, zeitlebens in ten tiefsten Kerker der Bastille mür»e sperren lassen; eine Sehnsucht nach tem geraubten schönen Matchen gab sich non Seiten Luvwig» auch nicht futtt, unt tie Abreise zur Armee beschas. tiate ihn so vollstäntig, taß selbst die Herzogin von Chateaurour nebst deren Schwester, tie Herzogin von Lauraguais, beim Abschiebe den königlichen Lieb- hader weniger zärtlich als je sanden, unt in nicht geringer Besorgniß blieben tau tiefe Trennung auf längere Zeit die Liebe des Königs wohl gar erkalten lassen dürfe. Die Chateaurour drang daher in Le Bei, ehe ter Monarch zur Abreife sich rüstete, Slime, ohne Aufsehen zu erregen, in 6 väterliche Hau» zurück gelangen zu lassen, woraus Le Bel um so williger einging, «>S er m Lner Hont lag, alle Schult tiefe« Gewaltstreiche» von sich ab auf die Herzo | gin zp werfen, wenn später begrünteter Verdacht aus i^ni fallen unt er je te«« balb^jur Verantwortung gezogen werten sollte. Er beschloß daher, die unge Giäün au« ihrer Gefangenschaft zu befreien, welche in einem versteckt liegenden Gattenhause der Altstadt von Vetsaille« zwar an Nichts Noth litt, und von einer ältlichen Frau und deren Tochter auf das bemäntelt tt)urt>e, jener Gelegenheit zur Flucht aber sich beraubt sah, und auch nicht wußte, tn Ler Stadl sie sich befinde. Denn während jene» Zeltbrande» ha le A.mö, ®„tr Ohnmacht nahe, sich tlötzlich von kräftigen Armen ergriffen gesuhlt, ->« Tuch wat ihr über ten Kopf geworfen worden, und ba in "°u°rstenAugen. htirten ibr aus Angst und Schrecken die Sprache versagt, so hatte man sie wiberstanbSlo« in einen Wogen getragen, welcher unweit be« S-Hl°ss-- m em°m Siitenhose bereit gestanden, halte ^.^n'si:^t'r^un^r:g7i^ir^^hau- geführt, welche» tUr*$Ht1teinttibr« LNkJugen°t'chrkMÜtter verloren unt würbe- M. Gegenstand zärt^sten Liebe S !id,t\S«0Mr ffiraf au» Rücksicht für seine Tochter freundlich ausgenommen und ihres BaterS ^ener aus jiu v furchtbarer muute daher auch im Besitz de« reichsten Erbengluck», und um so , q ba» Erwachen nach lenem ereigniß^ch J n)U bj( Manschen, welche sie nung befanb, bie ^r fremb w , Sitten unb Thränen, sie toieber zu um sich sah- lairEn vergeben» bie verlockenbsten Versprechun- ihrem Sätet »uruckgelangen j“ laffen, 8 mU (yolD föhnen würde, gen, daß Gras ISioiffp tljre ÖwoUe. — Eine Wittwe unb beten Tochter wenn man ihr zur Freiheit verh s £ Bel'S unb von bieftm knech- waren ihre Wät.erinnen unb bc b Kteaturm de^^^^ mit ,^t Ull6 tis» von biesem abyangig. Mutte y au6 jh„r Gefangenschaft ver- suchten sie zu «v^n; aber n rtd) nid)t ruhig verhalten wolle, sie langte, tann trohten Beto, ß> t.rfam gebracht werben müsse. Aimd'S in noch engern und unsreuntlichetn Kummer eihre« Vater», an ben Schmerz V-rzweiflung bei Ge°an < z,lle gewiß nicht» unversucht lassen Trousier'«, an bie Angst Fett , > nij, jUr Entdeckung des- würden, um ihrenAufenthalt z soft > und schon würbe bie selben gelangen könnt n, »« 8 ^tfan6tn£ könne erkranken und bie Wittwe ängstlich, "">1 sie bftutch , tyr * » Slufent^alt entbedt würbe, ü'TÄt.*“ÄSTÄ 5ÄÄ «• i--.» -•- beruhigen unb zu ermutigen. flössen; die rosigen Wangen be« vor Acht Sage waren «ul dies Wesse vetsioi, ' ' "Machen» waren vor Kurzem noch f« .,u6C"cl'* ?Auaen entzündtt unb von unzähligen Thranen Gram unb Schreck gebleicht, ihre 8 j fdilafloler Nächte, unb in dumpfe» toäbrenb langer, gualvo er Tage und ban t, s» afl beim Sinnen versunken saß Amiü nach ch 'net ang,^ blickte sehn- Anbruch de« Sage« vollständig ange lei D ta6 „ste Sch>m- suchtsvoll durch bie esserntn (Bitter ihrer Sen|ter, tu w unt „j, mein be« etwachenben .^"chSzehnjähftge« Mädchen, deren schielender Tochter der Wittwe, ein Hagelsr,wa» Unheimliche« verlieh, näherte r- "»»'■ "t'S'i"«' ”» S — -”1"* 8"’“ 20. April. Lagueronniere, Duvernois und Emil Girardin, die man die drei Zukunftsminister nennt, haben zur Beeinflussung des PlebiscitvotumS ein Centralcomite gebildet. Dasselbe erließ ein Manifest, welches folgendermaßen beginnt: Die Freiheit einerseits, die Re- volution andererseits sind vor euch hingestellt. Auf der Fahne der Freiheit steht „Ja" geschrieben, auf der Fahne der Revolution: „Nein." Die internationale Commission zum Austrag der türkisch-montenegrinischen Grenzstreitigkeiten hat sich constituirt und wird auf Grund der ihren Mitgliedern durch die betr. Gesandtschaften in Konstantinopel er- theilten Instructionen sofort ihre Arbeiten beginnen. Alle Instructionen lguten dahin, keine Zeit mit theoretischen Erörterungen zu verlieren, sondern eine möglichst rasche und jedenfalls eine praktisch durchführbare Lösung zu finden. Von den Vorschriften der Bundesverfassung kommt Art. 19 in Betracht, welcher lautet: „Wenn Bundesglieder ihre verfassungsmäßigen Bundespflichtcn nicht erfüllen, so können sie dazu im Wege der Exe- cution angehalten werden. Diese Execution ist a) in Betreff militärischer Leistungen, wenn Gefahr im Verzüge, von dem Bundesfeldherrn anzuordnen und zu vollziehen; b) in allen anderen Fällen aber von dem Bunvesrathe zu beschließen und von dem BundeS- felvherrn zu vollstrecken. — Die Execution kann bis zur Sequestration des betreffenden Landes und seiner Regierungsgewalt ausgedehnt werden. In den unter a bezeichneten Fällen ist dem BundeSrathe von Anordnung der Execution unter Darlegung der Beweggründe, ungesäumt Kenntniß zu geben." Der Vertreter des GroßherzogthumS Hessen hat im BundeSrathe vor Kurzem Gelegenheit genommen, die Stellung seiner Regierung zu den Bündniß-Ver- trägen gegen den Schein einer Zweideutigkeit zu wahren. Es war die Meinung geäußert worden, daß der Gehorsam der hessischen Truppen gegen den Bundesfeldherrn von der Auslegung des Trutz- und Schutzbündnisses im einzelnen Falle abhängig gemacht werden könne. Darauf erwiderte der hessische Bevollmächtigte: „Meine Herren, das zeugt von einer vollständigen Verkennung der Verhältnisse. Die hessischen Truppen stehen im Frieden und im Kriege unter Dem Oberbefehl« Sr. Maj. des Königs von Preußen als VUtt».rvsrioherrn oyne alle Rücksicht auf ein Schutz- und Trutzbündniß; sie stehen unter dem Oberbefehle des Bundesfeldherrn im Frieden und im Kriege ver- möge der Bundesverfassung und vermöge der Mili- tärconvcntion, die zwischen Preußen und Hessen abgeschlossen ist. Die ganze Frage der Auslegung des Schutz- und Trutzbündnisses kommt also hier gar nicht in Betracht. Wenn man gleichwohl von der Möglichkeit eines Zwiespalts der Pflichten gesprochen hat, so liegt eben darin ein Zweifel an der Bundes- und Vertragstreue der hessischen Regierung, es liegt darin eine Verdächtigung der hessischen Regierung, die ich mit aller Entschiedenheit als durchaus unbegründet zurückweisen muß." Der fünfjährige parasitische Krieg ist in der That beendet. Eine amtliche Mittheilung des brasilianischen Generals Samara, geschrieben auf dem linken Ufer ces Aquidaban am 1. März und von schwer anzufechtender Echtheit, läßt keinen Zweifel mehr an der Sache. Sie ist an den Kriegsminister gerichtet und lautet: „Ich schreibe Ihnen aus Lopez'Lager in der Sierra. Der Tyrann wurde geschlagen, und da er sich nicht ergeben wollte, vor meinen Augen getödtet. Ich forderte ihn auf, sich zu ergeben, als er völlig besiegt und ernstlich verwundet war, und da er sich weigerte, fand er den Tod. Ich beglückwünsche Ew. Excellenz zu der Beendigung des Krieges und zu dem vollkommenen Siege, den Brasilien über den Tyrannen von Paraguay errungen hat. General Resquin ist mit anderen Officieren in unsere Gefangenschaft gefallen." Nach weiteren Mittheilungen sind auch der Sohn des Dictators, Oberst Lopez, wie auch der Vicepräsident Sanchez und der Minister Caminos gefallen. Auch die Begleiterin des Dictators, Frau Lynch, soll mit vier Kindern in brasilische Gefangenschaft gerathen fein. Siebenzehn Kanonen nebst viel Kriegsvorrath und Gepäck wurden von den Siegern erbeutet. 22. April. Wer noch etwa glaubt, daß die Stärke der Kriegs- rüstung im Norddeutschen Bunde bedingt wird durch die Rüstungen der anderen europäischen Großmächte, der kann sich vom Gegentheil überzeugen in einer eben erschienenen Schrift eines preußischen Generalstabsoffi- ciers über die HeereSorganisation der europäischen Großmächte. Es ist diese Schrift von Kummer das erste Werk neueren Datums, welches die großen Umwälzungen in der Organisation des Heerwesens seit 1866 übersichtlich behandelt. Wir erfahren zunächst, daß die Kriegsstärke des Norddeutschen BundeSheereS gegenwärtig die ungeheuere Ziffer von 944,321 Köpfen, also über 3 pCt. der Bevölkerung erreicht. Rechnet man die alliirten Armeen von Bayern, Württemberg und Baden in ihrer gegenwärtigen Kriegsstärke von 142,406 Köpfen dazu, so bekommt man eine Streitmacht von 1,126,727 Köpfen. Nach Abzug der vorerst im Lande zurückbleibenden Ersatztruppen und Besatzungstruppen ist die Feldarmee des Norddeutschen Bundes 551,993 und die Feldarmee der genannten süddeutschen Staaten 107,796 Mann stark. Vergleichen wir damit die Feldarmee anderer Staaten, insbesondere des zunächst in Betracht kommenden Frankreichs und Oesterreichs. Nach französischen Angaben betrug Armee und Reserve am 1. Oct. v. I. 647,172 Mann, also kaum zwei Drittel der norddeutschen Streitmacht. Nach den Berechnungen Kummer's beträgt davon die französische Feldarmee nach Abzug der BesatzungS- und Reservetruppen höchstens 300,000 Mann, würde also nicht viel mehr als halb so stark wie die norddeutsche Feldarmee sein. Die österreichische Armee würde nach Annahme des Verfassers in der nächsten Zeit nur dieselbe Zahl von Feldtruppen wie 1866 stellen können, nämlich 300,000 Monn. Darnach wäre also die norddeutsche Feldarmee gegenwärtig nahezu so stark wie die öfter- reichische und französische zusammengenommen. Dazu kommt noch, daß es Norddeutschlanv ein Leichtes ist, seine Ersatz- und Besatzungstruppen, wie dies 1866 namentlich bei der Mainarmee der Fall war, im Felde mit zu verwenden. Von Oesterreich urtheilt der Verfasser, daß es in Folge seiner inneren Verhältnisse heute geringere Kräfte „in die Wagschale werfen könne, als 1866, die Wirkungen der neueingeführten allge- meinen Wehrpflicht würden sich erst nach vielen Jahren bemerkbar machen." Rußland könne nach etwa zweimonatlicher Rüstung höchstens 150,000 Mann an der Westgrenze concentriren, und es erscheine deßhalb die Behauptung gerechtfertigt, daß die russische Armee sowohl in qualitativer als quantitativer Beziehung nicht vor Verlauf von 5 — 6 Jahren in ähnlicher Verfassung auftreten könne, wie die Armeen der übrigen Großmächte. Das italienische Operationsheer endlich ratzt sich nach vem Versager auf ZUO,UOO Mann berechnen. Zudem ersehen wir, baß die gegenwärtige Friedenspräsenzstärke bet uns noch über den Rahmen der obenangegebenen Kriegsstärke hinaustritt. Die gegenwärtige Ausbildung ergibt nach Completirung eines Kriegsheeres von 944,321 Köpfen noch einen Ueberschuß von 55,400 Dienstpflichtigen, ist also rund auf ein Kriegsheer von einer Million berechnet. Wie trotzdem das Princip der allgemeinen Wehrpflicht bei der dreijährigen Dienstzeit nicht nur zur vollständigen Geltung gelangt, erhellt daraus, daß im Ersatzjahr 1868 bis 1869 von 110,000 Diensttauglichen nur 88,823, also nur ein Fünftel zur Einstellung gelangten. Preußen. Berlin, 19. April. Die „Krzztg." meldet, daß Graf Bismarck in Varzin erkrankt ist. Sein hiesiger Arzt ist heute von hier nach Varzin abgereist. Wie eS heißt, leidet der Minister an der Gelbsucht. Berlin, 2Ö. April. Wie die „Provinzial-Correspondenz" mittheilt, wird daS Zollparlament wegen der Erkrankung deS Bundeskanzlers durch Staatsminister Delbrück eröffnet werden. Das genannte Blatt bezeichnet als die Hauptaufgabe des Zullparlaments die Fortbildung deS Zolltarifs, die Vereinfachung des Zollwesens, und die Erleichterung des Verkehrs; zugleich sei ein Ersatz für die Ausfälle in den Zolleinnahmen nöthig, wozu eine mäßige Erhöhung des Kaffeezollö am zweckmäßigsten erscheine. — Zum Studium norddeutscher Armeeverhältniffe find am Mittwoch hier drei junge japanesische Officiere, Mihori, Jama- kata und Nakamonra, von Hamburg kommend, eingetroffen. Dieselben werden sich einige Wochen aufhalten, um unsere militärischen Einrichtungen und Etablissements kennen zu lernen. Von hier beabsichtigen die Herren sich zu gleichem Zwecke nach Paris zu begeben; sie sprechen fertig englisch und ziemlich gut französich. Oesterreich. Wien, 14. April, Nachm. Wie man vernimmt, wird eine Amnestie Politisch Compromittirter vorbereitet. Das allgemein verbreitete Gerücht, daß Graf Elam Martinitz zum Statthalter Böhmens ernannt fei, gilt in unterrichteten Kreisen für völlig grundlos. Schweiz. Von der Schweizer-Gränze wird der „KarlSr. Ztg." berichtet: Prinz Peter Bonaparte traf nebst Familie am 15. d., Abends 8 Uhr, mit der französischen Ostbahn in Basel ein, übernachtete im „Hotel Schweizerhof" und setzte am 16. früh die Reise nach Florenz fort. Frankreich. Paris, 17. April. Mehrere Blätter versichern, daß alle stimmberechtigten Franzosen einen Brief des Kaisers im Abdruck erhalten werden, in welchem der Kaiser die Bedeutung deS VlebiScitS auseinandersetzt. Italien. Rom, 7. April. Dem „StaatSanz. f. Wür- temb." wird geschrieben: Der seit mehreren Jahren hier eta- blirte Bildhauer Kopf aus Biberach wurde bekanntlich im Jahr 1868 auf Grund einer Denunciation des Bildhauers Schäfer aus Trier wegen Verleitung eines päpstlichen Soldaten zur Desertion in Haft und Untersuchung gezogen. Dank der energischen Verwendung des damaligen würtembergischen ConsulatS- verweserS Hrn. Rast wurde Kopf zwar nach kurzer Zeit aus der Haft entlassen, die gegen ihn eingeleitete Untersuchung ist aber bis zur Stunde noch nicht beendigt und drohte in den letzten Tagen — in Folge der rastlosen Bemühungen Schäfer'S — eine für Kopf gefährliche Wendung zu nehmen. Kaum hatte die würtembergische Negierung von dieser Sachlage Kenntniß erhalten, so beauftragte sie ihren Gesandten am K. Italienischen Hof, sich nach Rom zu begeben und Kopf nach Kräften beizustehen. Zur großen Beruhigung der zahlreichen Freunde deS Bedrohten ist Baron Ow bereits gestern hier eingetroffen, um in Verbindung mit dem würtembergischen Eonsul I. Nast-Kolb die nöthigen Schritte zum Schutz unseres Landmanns zu thun. Mailand, 18. April. Die Polizei hat eine heimliche Patronenfabrik entdeckt. Vier Personen wurden dabei verhaftet. Einer der Betheiligten entkam, nachdem er einen der Polizei- beamten schwer verwundet hatte. Ein ganzer Karren voll Pulver und Patronen wurde nach dem Eastell abgeführt. England. London, 13. April. Mit der gestrigen Nachmittags-Sitzung hat das Parlament seine Arbeit für die Osterzeit eingestellt und wird erst am Montag den 25. d. M. wieder zusammentreten. Der dieserhalb von Gladstone gestellte und natürlich genehmigte Antrag war ein Nagel, an welchen viele Mitglieder ihre Beschwerden über die Vernachlässigung einzelner Vorlagen hingen, die ihnen gerade besonders an'S Herz gewachsen find. Dagegen ermahnte Bernal Oöborne daS Haus, seine Thätigkeit auf die Hauptaufgaben und besonders auf die irische Landgesetzgebung zu concentriren und fie nicht durch allerlei untergeordnete Geschäfte, besonders aber nicht durch die kleinen, aber wegen ihrer Unzahl sehr zeitraubenden Interpellationen aller Art zu zersplittern. Griechenland. Athen, 13. April. Nach einem bet Marathon zwischen Genkd'armen und Briganten fiattgefundenen Conflicte nahmen die Briganten den englischen und italienischen LegationSsecretär, ferner noch andere drei reisende Engländer und zwei Frauen gefangen und verlangen ein hohes Lösegeld. Vermischtes. Mainz, 19. April. Zwei Knaben im Alter von 9 und 9Vz Jahren ertranken am Samstag Abend im Rheine in der Nähe des FischthoreS. Die Kinder hatten zuerst auf dort liegenden Kähnen geschaukelt und wollten dann von einem Nachen aus Fischchen fangen. Der eine der beiden beugte fich zu weit über, verlor das Gleichgewicht, stürzte über Bord und rlß auch seinen Gefährten, an den er fich im Fallen anklammcrn wollte, mit in den Strom. ES gelang bis jetzt nicht, der Leichen der beiden unglücklichen Kinder habhaft zu werden. In Stenzla bei Dirschau lebten seit langer Zeit drei Frauen, in weitem Umkreise als „Heren" verschrieen. Sie waren sämmtlich Wittwen, standen in ziemlich hohem Alter und wohnten gemeinsam in einer vom Gutsherrn ihnen angewiesenen Wohnung. Hebet das Stillleben, das fie dort führten, sind besondere Nachrichten nicht ausbewahrt. Um die Martini- zcit btiji.. " ö^nbt btt ."SttlF«, nB1 1 31 Oiaft.-Loid lanni ju lhu». . {‘De hnmlichr ®Qbfi vrrhastet, « b« Polizei- ' ^rrm voll dgrsührt. «’btit vk bit dt° 25. b. M. Ubjione gestrllti a« vrlchtn ^nachlLstgukig besonbekS fln’< >1 Lrhornk ba< u°d btionbm unb ßr nicht (Ii aber nicht st itiitaubtnbtn Nach einem bei 1 daltgkfunbevev Mb ilalieviichev isevdr Svglönber »bei Lösezeld. Itet von 9 und i Rheine in b« auf botl litgen- i ein.« Nachei igtt sich zu weit >rb unb riß auch Kammern wollte, , ba Leichen btt anzer Zeit bron ihnen gemiß- nlersehtt, kräftige jchwarz gekieldei mit einer weißen ;in;t Erscheinung , nzllplrolle Mil 'm. °-t schell lm-rr ge- babeii. Sie «- ■utttn niiBbanb'lt ,[i aelabenen E .chalb beschwören- ,b,n unb fie p ।e -iltenlbtt Um in einer $55 ZK ** t'AS di/ na<6* - *2ä* äs rikr. ' - 1929) 4 42,386,321 (1273) Landmann. Strack. 4 gelehri. Offerten X- 100 Exp- d. Bl. Place du Molard^ 2. 12 13 11,145,427 6,021,799 Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallon, Genf, Neuerwall, 50; Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11 ; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B *, Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; von dem Blech-Sertett der hiesigen Regimentsmnsik. Anfang halb 4 Uhr. Entree ä Person 6 ft. 1934) Einige Wagen Schutt gegen gute Bezahlung gesucht von Decker M-thod- wirb $cfte ^lbststänbig 4 Wochen in b-n Stanb a-!-tzt, i-b-s b-'i-b g- « -«>u «Wohnung am Lmb-n- anziifcrtigen. G-sällig- Anm-ibung-n n-hm- tagim)^. Roth-nb-rg-r. platz entgegen. Lmiccrtaujklye. M d,°»— !«■ - s— üSÄ "" w*"»»»w«-. Stadt znm Abonnement ciitnlircn zu lasten. e q e 11, Musikmeister. Gießen, im April ivit-. _—---- Zur gef. Berichlung! 1936) Um ferneren Jrrthümern vorzubengen, bemerke ich, baß von heute ab ein 5Ueid zu waschen mit 30 bis 48 fr. berechnet wird und zwar nach Stoff. Ausgabestelle bei §errn Th. Brummer am Kreuz. Marie Pietsch. 1037) Sonntag den 24. April, Nach- mittags 4 Uhr: Versammlung der schreiner- gehülfen im Gasthaus zum Löwen. Abrechnnug des Balles. Der Vorstand. ________ Geschäftsempfehlung. 1925) Eine Frau sucht eine Stelle als! 1939) Einem hiesigen Publikum und Amme, täglich drei-bis viermal zumSttllen4^bi^e„ aechrten Kunden mache ich die Zn -rsrag-n im Hause b-s Schreiner Weber . J5 s^ige, daß ich das Manrer- Neuenbauen.---------------------- z-fchäft und alle in dieses Fach ein- 1926) Aus b-m Wege von Krosborf Arbeiten für mich betreibe. Gießen wurde am 3- Osterfeiertage euiI Georg Kann, Maurer, wohnhaft bei Louis Loos Wittwe. H. Frech, Seltersthor. 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