VretS vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohu. Durch die Post bezogen^ vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Lanzleiberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Nr. 184> Dienstag den 20. Dccember 1870. Einladung )itm Abonnement auf den Gießener Anzeiger. Der gegenwärtige Krieg und die in Folge dessen mit Spannung erwarteten Nachrichten vom Kriegsschauplatz machten der Mehrzahl unserer geehrten Abonnenten ein tägliches Erscheinen des „Gießener Anzeigers" Wünschenswerth. Wir schmeicheln uns diesem Wunsche insofern vollkommen entsprochen zu haben, als wir die neuesten Nachrichten stets so rasch veröffentlichten, wie es die Umstände hier in Gießen nur immer erlaubten, denn wenn auch manche größere Zeitung durch die günstigere Lage ihres Erscheinungsortes eine Nachricht früher brachte als wir, so hatte doch selbst ein solches Blatt immerhin nur einen Vorsprung von wenigen Stunden. Allerdings waren uns solche Leistungen nur möglich durch das rege Interesse unserer geehrten Abonnenten, was wir hiermit mit aufrichtigem Dank anerkennen, und indem wir uns unter solchen Umständen bereit erklären, auch dem neuerdings wiederholten Wunsche unserer geehrten Abonnenten ganz in der bisherigen Weise zu entsprechen, erlauben lvir uns hiermit zum Abonnement für das I. Quartal 1871 ergebenst einzuladen. . Der Abonnementpreis in der Stadt Gießen beträgt vierteljährlich 1 fl. 12 kr. frei »n s Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im I. Quartal 1871 zusenden und den Abonnementsbctrag wie früher durch Quittung erheben lassen. Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fl. pro Quartal. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 27 kr. incl. Postaufschlags. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des Blattes am 1. Januar 1871 bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies schon jetzt bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostbotcn zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, nach dem 1 Januar erfolgende Abonnements mit vollständigen Exemplaren zu bedienen. Die Redaction. Amtlicher Theil. B e k a n n t in a ch u n g. Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1871 findet zu Giessen im Rathhaussaale an den nachgenannten Tagen, jedesmal von acht Uhr Vormittags an, statt, und zwar Montag den 2. Januar 1871 Musterung dxr Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Allendorf a. d. Lahn, Allendorf a. d. Lda., Alt-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden, Daubringen, Dorf-Gill und Eberstadt. Dienstag den 3. Januar desgleichen der Gemeinden Ettingshausen, Garbenteich und Gießen. Mittwoch den zu Januar desgleichen der Gemeinden Groß-Buseck, Groß-Linden, Grüningen, Hattenrod, Hausen, Heuchelheim, Holzheim und Klein-Linden. Donnerstag den 5. Januar desgleichen der Gemeinden Lang-Göns, Leihgestern, Lich, Lollar, Mainzlar, Münster, Nieder-Besfingen und Ober-Besfingen. Freitag den 6. Januar desgleichen der Gemeinden Ober-Hörgern, Oppenrod, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Steinbach, Treis a. d. Lda. und Trohe. Samstag de« 7. Januar desgleichen der Gemeinden Watzenborn mit Steinberg und Wiescck. Montag den 9. Januar Loosziehung. 1) Zur Musterung haben sich bei Meldung der gesetzlichen Strafen, die aus den nachfolgend abgedruckten Bestimmungen der Militär- Ersatz-Justruction für den Norddeutschen Bund vom 26. März 1868 zu ersehen sind, zu stellen: Diejenigen, dem Großhcrzogthum Hessen oder dem Norddeutschen Bunde angehörigen Militärpflichtigen, welche a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domicil — ihre Heimath oder ihren ständigen Wohnsitz — haben und sich nicht in einem anderen Theilc des Großherzogthums Hessen oder einem Staate des Norddeutschen Bundes in einer der nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaft aufhaltcn; bj in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- und Wirthschaftsbeamten, Handlungsdtene» und Lehrünge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft aufhaltcn, oder die Universität Gießen oder das Gymnasium daselbst oder eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen; e) in einer Gemeinde des Kreises-Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörtcn im Auslande geboren sind, und weder im Großhcrzogthum Hessen noch in einem anderen Staate des Norddeutschen Bundes Domicil besitzen oder sich aufhalten: und im Jahre 1851 geboren sind; fcrnct Sämmtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1870, bezw. 1869 znrückge stellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nummer disponibel geblieben, d. h. nicht einberufen worden sind. Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst ertheilt worden ist. Militärpflichtige, welche um die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachzusuchen beabsichtigen, oder um dieselbe zwar nachgcsucht, die Berechtigung aber noch nicht erhalten haben, haben sich zur Musterung zu gestellen. 2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- oder drittenmale erscheinen, haben ihre Loosungs- und Gestellungsatteste mitzubringen. 3) Wenn von einem Militärpflichtigen, oder für einen solchen von seinem Vater, oder seiner Mutter, Zurückstellung in Anspruch genommen wird, welche übrigens während der Dauer des Kriegs nur in Ausnahmefällen gewährt werden kann, so ist für Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten Thatsachen erforderlichen Nachweise und Zeugnisse in dem zur Musterung anberaumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Kreis-Ersatz-Commission einzufinden. Zurückstellungsansprüche sind vor dem Musterungstermine bei der Großherzoglichcn Bürgermeisterei oder spätestens in dem Termin vorzubringen. Verspätete Gesuche haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. 4) Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche u. s. w., so ist dieß durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugnisse des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. s. w. nachzuweisen. Das Vorhandensein von Epilepsie ist durch vie eidliche Erklärung von mindestens drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten. 5) An der Loosziehung persönlich Theil zu nehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für Diejenigen, welche bei dem Aufrufe nicht anwesend sind, zieht ein Mitglied der Kreis-Ersatz-Commission das LooS. 6) Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben sämmtliche ihrer Gemeinve angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellungspflichtige Militärpflichtige — die auswärts sich aufhaltenden schriftlich — auf Grund der ihnen k. h. wieder zugehenden Stammrollen zu der Musterung vorzuladen. Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinden anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die Letzteren zur bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Mustcrungsgeschäftes ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist, und sind deßhalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Die Verhandlungen über Zurückstcllungsansprüchc sind von den Großherzozlichen Bürgermeistereien, soweit es noch nicht geschehen, bald thunlichst und spätestens in dem Musterungötermine an die Kreis-Ersatz-Commission gelangen zu lassen. Im Anschluß an das Kreis-Ersatz-Geschäft findet Montag den 9. Januar k. I. nach der Loosziehung dieKlassificirung der Reserve- und Landwehr-Mannschaften rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt. HEs haben daher diejenigen Reservisten und Landwehrmänner, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu können glauben, auf den bezeichneten Tag, Nachmittags 3 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen. Gießen, den 12. December 1870. Der Civil -Vorsitzende der Kreis-Ersatz-Commission des Kreises Gießen. In Vertretung: Kekule, Kreis-Assessor. Auszug aus der Militär-Ersatz-Jnstruction für den Norddeutschen Bund. §. 176. Strafe für unterlassene Meldung zur Berücksichtigung der Stammrolle, bezw. für unterlassene Gestellung zu den Musterungs- oder Aushebung«- Terminen. 1) Militärpflichtige, welche die im 59 vorgeschriebenen An- und Abmeldungen zur Berichtigung der Stammrollen unterlassen, werden auf den Antrag der mit der Führung der Stammrolle beauftragten Behörden mit Geldstrafen bis zu 10 Thalern belegt, welchen im Falle des Unvermögens Gefängnißstrafe zu substituiren ist. 2) Militärpflichtige, welche nach den Vorschriften der §§. 71, 98 und 115 erlassenen Aufforderung, sich zur Musterung oder Aushebung vor die Kreis- Departements- oder Marine-Ersatz-Commission des Bezirks, in welchen sie nach §. 20 gestellungspflichtig sind, zu stellen, keine Folge leisten, oder bei Aufrufung chrer Namen im Musterungs- oder Aushebuugs-Locale nicht anwesend sind, werden auf den Antrag des Civilvorsitzenden der Kreis- bezw. Departements-(Marine)- Ersatz-Commission mit einer Geldstrafe bis zu 10 Thalern belegt, welchen im Falle des Unvermögens Gefängnißstrafe zu substituiren ist. 3) Unabhängig von den vorstehend ad 1 und 2 gedachten Strafen werden die Militärpflichtigen, welche die Anmeldung zur Stammrolle unterlassen, oder sich nicht vor die Ersatz-Behörden stellen, durch die in den nachstehenden §§. 177 bis 179 enthaltenen Bestimmungen betroffen, über deren Anwendung lediglich die Ersatz-Behörden zu entscheiden haben. §. 177. Folgen der unterlassenen Anmeldung zur Stammrolle, bezw. der unterlassenen Gestellung zu den Musterungs- und Aushebungs-Terminen. 1) Militärpflichtige, welche die im §. 59 vorgeschriebene Meldung zur Eintragung ihres Namens in die Stammrolle unterlassen haben, können je nach dem Grade der Fahrlässigkeit oder Absichtlichkeit, welcher die unterlassene Anmeldung zuzuschreiben ist, unter Verlust: a) der Berechtigung an der Loosung Theil zu nehmen, b) des aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruchs auf Zurückstellung bezw. Befreiung vom Militärdienst, vorzugsweise zum Militärdienst herangezogen werden. $2) Militärpflichtige, welche ohne einen genügenden Entschuldigungsgrund der Aufforderung, sich zur Musterung bezw. Aushebung zu stellen, keme Folge leisten, verlieren: a) die Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen, b) den aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruch auf Zurückstellung bezw. Befreiung vom Militärdienst. Wer ohne einen genügenden Entschuldigungsgrund bei Aufrufung seines Namens im Musterungs- bezw. Aushebungs-Locale nicht anwesend ist, verliert die vorstehend ad 1 gedachte Berechtigung. . Alle diese Militärpflichtigen werden wie unter Passus 1 bezeichneten vorzugsweise zum Militärdienst herangezogen event. als unsichere Heerespflichtlge nach Vorschrift des §. 179 behandelt. §. 178. Anwendung der Vorschriften der §§. 176 und 177 auf disponibel gebliebene Militärpflichtige. Militärpflichtige, welche in den Vorjahren ihrer Loosnummer nach disponibel geblieben, sind den im §. 179 enthaltenen Strafbestimmungen unterworfen; die Vorschriften des §. 177 finden jedoch nur in dem Falle auf sie Anwendung, wenn sie in dem Aushebungsbezirk, in welchem sie zur Zeit der unterlassenen Anmeldung zur Stammrolle oder zur Zeit der unterlassenen bezw. verspäteten Gestellung nach §. 20 gestellungspflichtig waren, bei dem Zurückgreifen auf die Disponiblen ihrer Altersklasse, ihrer Loosnummer nach in der vorgeschriebenen Reihenfolge ebenfalls zur Aushebung gekommen wären. Sobald sie hiernach zur Einstellung gelangen müffen, gehen sie auch der Vergünstigung verlustig, welche ihnen aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsen würden. Politischer Theil. ward besiegt; eine nächste Folge des Sieges war die Entblößung des Kirchen- 19. December. Die Nemesis der Geschichte. Vom Krieg resp. Siez der Franzosen über die Deutschen erwartete der UltramontaniSmuS einen großen Sieg des PapstthumS über den Protestantismus. Im Vorgefühl dieses Sieges unternahm man in Frankreich eine große Protestantenhetze. Wie ist's geworden? Napoleon weltliche Herrschaft sicherten. Die Italiener rückten darauf in Rom ein und der Papst verlor den letzten Rest seiner weltlichen Herrschaft. Eine zweite Folge davon war die Proklamation der französischen Republik. In Folge davon hat sich die Protestantenhetze in eine Priester- und Mönchshetze verwandelt. Wie in Rom hat man auch in Frankreich die Jesuiten auSgewiesen, — im protestantischen wulv VH„Ö1) ..... „MkV|4V UV.ÖV .............p_.ö........... Genf fanden sie Zuflucht vor den Gewaltthaten des Volkes, denen sie die allein- staates von französischen Truppen, welche dem Papste seit zwanzig Jahren seinejseligmachenve und völkerbeglückende Kirche erhalten und zur Alleinherrschaft dringen V aber nach 48 Stunden Haft wieder haben beschlossen —--ein Meeting auf dem Trafalgar Einheit der Süvslaoen, datirend seit dem Bestände des Volkes, lebte Jahrhunderte der Weltereignisse ununterbrochen im Gefühle des Volkes manifestirt sich gegenüber den anderen Volkern in der Einheit der dem Journal „Lorace" eine es für unklug, nach Amiens Südslaven, welche unter den verschiedenen Namen von Slovenen, Kro- Serben in den Ländern der Habsburgischen Monarchie leben, fühlen gleiche nationale Bedürfniß. Um diesem zu genügen und so den Be- wollten und wie man zuvor die Protestanten mißhandelte, fing man an die Priester, Mönche und Nonnen zu prügeln und auSzutreiben. Womit Einer sündigt, damit wird er auch gestraft. Schil- zurück- Die durch alle fort und Sprache. Die aten und heute das freigegeben worden. Der Redakteur der Verite, welcher in derung des Gefechts bei Amiens gegeben, hielt zukehren und hat sich nach Douac begeben. Der Staatsmann, der in den letzten fünfzehn Jahren die auswärtige Politik Rußlands leitet, sagte nach dem pariser Frieden, der dem Krimkrieg ein Ende machte: „Rußland sammelt sich!" In der That hat dieses Reich auch sich soweit gesammelt und innerlich gekräftigt, daß es Europa erklärt, seine eigene Kraftentwickelung könne sich durch die beschränkenden Bestimmungen jenes Friedensvertrages nicht mehr einschränken lassen. Wenn sich Rußland gesammelt hat, so kann man von Oesterreich sagen, daß es sich sucht, aber sich noch nicht gefunden hat. Es kennt den Sitz seiner Seele nicht; es weiß nicht, ob diese in Wien, Pesth, Prag oder in einem sla- vonischen Winkel haust. Mau weiß nicht, worüber diese Seele brütet. Gewiß ist nur, daß eine Gesammtseele, die alle Glieder durchzieht und belebt, noch nicht entdeckt ist, eine Staatsidee nicht aufkommen will und die einzelnen Glieder sich gruppenweise aneinander zu fügen suchen, um zu sehen, wie sie sich durch die Welt schlagen oder sich unter einander doch noch verständigen mögen. Das meiste Aufsehen macht in dieser Beziehung das Programm, welches im Anfang des jetzi- gen Monats zu Laibach auf der südflavischen Conferenz von Vertretern aus Krain, Istrien, Dalmatien, Kroatien, Slavonien und der Militärgrenze vereinbart wurde. In dieser Declaration heißt es unter Anderm: A Valenciennes, 16. Dec. Der „Courrier du Nord" schreibt in Die zahlreiche Correspondenz der 320,000 französischen Kriegsgefangenen, welche sich in den verschiedenen Gegenden Deutschlands befinden und zu denen neuer Zuschub von Orleans her zu erwarten steht, verursacht der Postverwaltung nicht geringe Schwierigkeiten. Mittels Postanweisungen aus Frankreich sind durch Vermittlung der belgischen und schweizerischen Posten allein in der letzten Woche ppr. 100,000 Thlr. an die norddeutsche Postverwaltung zur Auszahlung an die Kriegsgefangenen überwiesen worden, welche dieses Geld in Deutschland verbrauchen. Der Schw. Merkur, der seine Süddeutschen kennt — und auch für Nord- deutschlanb wird, glauben wir, das von ihm Gesagte zutreffen —, schreibt über die Herstellung der Kaiserwürde: „Diese Würde ist ein mächtiges und wirkungs- fähiges Institut unseres künftigen StaatSlebenS. Man versetze sich nur in die Seelen derjenigen Männer, die ihrer Stellung nach nur selten mit der nationalen Partei gehen können, die in der Regel die besten Stützen des Particularismus sind. Die junge Bauernschaft in Altbayern wird ein ganz anderes Gefühl für den deutschen Staat bekommen, wenn sie im Fahneneide neben ihrem eigenen Landesherrn nicht dem Bundes-Oberfeldherrn, König von Preußen, sondern dem Kaiser von Deutschland Gehorsam zu schwören hat. Die katholischen Theile unserer Nation werden nicht mehr so leicht durch ultramontane Einflüsse gegen die preußische Regentenfamilie aufgereizt werden können, wenn aus dieser die höchste Obrigkeit im Reich, der kaiserliche Herrscher, hervorgeht. Unsere Fürsten, die sich noch vor wenigen Jahren unter keinen Zollern beugen wollten, werden dem Rufe eines Kaisers leichter folgen und weniger zu widersprechen vermögen als dem Worte eines Bundespräsidenten und Oberfeldherrn. Der Kaisertitel macht in den (Sa- fernen und Schulen, bei zahllosen Beamten und Geistlichen und selbst in den Ministerien und Höfen unserer Einzelstaaten Propaganda für das einige Reich deutscher Nation. Den Kaiser darf und wird jeder gute Sachse oder Schwabe als seine höchste Obrigkeit neben seinem besonderen Landesherrn ehren und feiern, und wenn wir aus der deutschen Verfassung auch manchen particularistischen Paragraphen fortwünschten, die deutsche Kaiserkrone soll und wirb uns manchen davon aufwiegen." Es stellt sich nach den jetzt in dankenswerther Weife veröffentlichten Bericht tigungen zu den früheren Verlustlisten die erfreuliche Thatfache heraus, daß wohl 60 Procent und darüber aller Verwundeten, Leicht- und Schwcrverwundetc zu- fammengefaßt, geheilt und entweder zum Regiment zurückgekehrt ober dem Ersatzbataillon überwiesen worden sind. stand der Nation zu sichern, vereinigen sie alle ihr moralischen und materiellen Kräfte und wollen sie dieselben im Interesse ihrer Einheit auf literarischem, öcono» mischcm und politischem Gebiete anwenden. Die Südslaven in der habsburgischen Monarchie werden ihre Thätigkeit auch in der Richtung entwickeln, wie sie ihren Brüdern gleichen Namens jenseits der Grenze in den gleichen Bedürfnissen behilflich sein könnten. In Folge dieser Beschlüsse sollen der cisleithanische Reichsrath wie der un- garische Reichstag beseitigt werden und an ihre Stelle Delegationen mit erweitertem Wirkungskreise, General- oder Gruppenlandtage, für die Südslaven mit wechselndem Sitz in Agram, Laibach, Zara, und Provinziallandtage treten. Zur Entwerfung einer alle diese Forderungen und Wünsche enthaltenden Adresse an den Kaiser wurde ein ständiges Agitations-Comite eingesetzt, welches sich demnächst in Agram versammeln und die Gutachten Stroßmayer's, Rieger's und Palacky's vor der Abfassung der Adresse einholen wird. Kurz, die nationale Agitation zieht in Oesterreich immer weitere Kreise und geht darauf auS, an die Stelle des Dualismus eine Trias von Deutschen, Slaven und Magyaren zu setzen. Wahrscheinlich wird sie auch erst, nachdem sie dies Resultat erreicht hat, zur Ruhe kommen und die österreichische Monarchie dann auf dieser Grundlage sich consolibiren. Mit besonderer Spannung sieht man den nächsten Nachrichten vom Kriegs- fchauplatze entgegen. Auch ministerielle Blätter lassen durchblicken, daß die Annahme, die Bezwingung von Paris sei absolut und ausschließlich auf den Weg des Abschneidens von Lebensmitteln verwiesen, sich als irrthümlich erweisen könnte. Versailler Correspondenzen englischer Blätter haben seit einigen Tagen die Anwendung entgegengesetzter Mittel wieder in Aussicht gestellt. Das Interesse, mit welchem das Für und Wider der Bombardementsfrage gerade jetzt bebattirt wird, ist daher begreiflich. die Leiche des bei Ham getödteten Capitans Petit (von den Franktireurs) abholen sollte, war von den Preußen festgenommen, von RheimS aufgehoben. Dieser Erfolg der Nordarmee ist von guter Vorbedeutung für deren künftige Operationen. Die preußischen Depeschen können nicht mehr sagen, daß die Armee im PaS-de-Calais zerstreut ist und nicht zur Organisation gelangen kann. Wir sind überzeugt, daß diese heldenmüthige Armee ren preußischen Telegrammen noch oft blutige Dementis geben wird." — Das Blatt berichtet ferner, daß ihm ein durch die Pariser Ballonpost in ganz Frankreich zu verbreitender Aufruf eines Capitains Beaurepaire zugekommen ist, in welchem zur Bildung einer Armee von Freiwilligen, „Die Tirailleure der Republik" genannt, aufgefordert wird. Es heißt in dem Aufruf: „Es handelt sich nicht um ein Freicorps, sondern um eine neue Armee, die Armee der Zukunft." A Luxemburg, 17. Dec. Bischof Adames fügte seiner Unterschrift der patriotischen Monstreadresse hinzu: „Tiefgefühlteste Dankbarkeit dem Könige für seine schönen, jeden treuen Luxemburger beruhigenden Worte." A London, 18. Dec. Der „Standard" sagt in Betreff der luxemburgischen Angelegenheit: „Lautet, wie uns versichert wird, die Antwort Granville's auf die luxemburgische Note ähnlich derjenigen, welche er Gortschakow gegeben hat, so hat England aufgehört, eine Großmacht zu fein. + Bordeaux, 17. Dec. Aus Tours wird gemeldet: Preußische Plänkler haben sich am 17. Deccmber bei Montrichard (östlich von TcmrS) gezeigt, jedoch wieder zurückgezogen. + Bordeaux, 17. Dec. Die hiesige Regierung modificirt die Blokade- Erklärung dahin, daß Rouen, Föcamp und Dieppe in Blokadezustand erklärt, der Seit der Telegraphenverkehr zwischen Europa und Amerika ganz ausschließlich auf das französische Kabel beschränkt ist, hat dieses durchschnittlich 9500 Worte per Tag befördert, und dies exclusive der Dienfttelegramme. Frankreich ist gerettet und die Deutschen können froh sein, wenn einer von ihnen die Heimath wieoersieht, denn — die internationalen Demokraten in London Telegraphische Depeschen. A Mons, 18. Dec. Man schreibt der „Gazette de MonS": „Die Deutschen haben, nachdem sie eine Demonstration gegen Havre gemacht, den Angriff auf diese zur Dertheidigung entschlossene Stadt vertagt. In diesem Augenblick scheint es dem General Manteuffel nur darum zu thun, feine Verbindung mit Paris aufrecht zu erhalten. Man vermuthet im Hauptquartier wahrscheinlich dem- nächst wieder einen Ausfall der Pariser Armee, welcher sich diesmal gegen Westen und Norden richten dürfte. In dieser Voraussicht würden die Truppen Man- ttuffel's bei einer offensiven Bewegung der Pariser Armee, der Belagerungsarmee im Nothsall als zweite Reserve dienen. A Tours, 17. Dec. General Sol hat einen Befehl der Regierung, bei Annäherung des Feindes, zur Schonung die Stadt zu räumen, mißverstehend, dieselbe bereits am 13. d. geräumt. Die Folge war die Desorganisation der Behörden und eine unbeschreibliche Aufregung. Der Präsect von Tours hat deshalb bei der Regierung schwere Anklagen gegen den nunmehr des Oberbefehls entsetzten General gerichtet. A Bordeaux, 17 Dec. Thiers ist nach Pau gereist. A Valenciennes, 16. Dec. Der „Courrier du Nord" schreibt: Nachdem wir mitgetheilt haben, daß die Journale von Amiens uns nicht mehr zukommen, haben wir aus dem Hauptorte des Sommedepartements neue Nachrichten empfangen; die Redacteure des „Journal d'Amiens", die Herren Jeunel und Tedy, sind wegen Schmähungen gegen den König von Preußen und die Armee verhaftet worden. Die preuß. Militärbehörde verlangt Frs. 50,000. Lösegeld für ihre Freiheit. (?) Lercy, Capitain der Nationalgarde von Amiens, welcher als Parlamentär ivHMini in iwnovn Hafen von Havre jedoch hiervon ausgenommen bleiben solle. — General Lecomte squar abzuhalten, Ihat gemeldet, daß er bei La Före einen Proviantzug weggenommen hat. . . Betreff der Wiederbesetzung von Ham: „Dieser Handstreich hat eine strategische Bedeutung. Der Besitz von Ham war dem Feinde nothwenbig, um mit der Eisenbahn direct nach Amiens und Rouen zu gehen. Jetzt ist dieser Weg wieder verschlossen und die Verbindung zwischen der Armee dcs General Manteuffel und dem Gouverneur gegen die preußische Invasion zu protestiren, und die englische Regierung zu bewaffnetem Einschreiten aufzufordern. Daß der Prahlhans Fonviell, angeblicher Redakteur der „Liberte", bei dieser Musik die erste Violine spielen wird, ist selbst- verständlich, und es wäre nur zu wünschen, daß die vielen hier angesessenen deutschen Arbeiter die Sache in ihrem rechten Lichte ansehen, und ihre ehrlichen deutschen Fäuste nicht dazu hergeben, bet dieser Gelegenheit den Tact zu schlagen. Einem Athener Telegramm des Londoner Bureau Reuter d. d. 9. Dec. zufolge war die vorläufige gerichtliche Untersuchung gegen die der Ermordung der englischen Reisegesellschaft angeklagten Briganten zum Abschluß gereift. Ein in Negro Ponte ansässiger Engländer, Namens Noel, und 60 Hirten wurden vor die Assifen verwiesen, alle Andern der Haft entlassen. Einem Telegramm aus Shanghai vom 26. November zufolge drohte dort der Ausbruch einer großen Handelskrisis. Einem Telegramm aus Tientsin vom 28. November zufolge sind in der chinesischen Provinz Hunan ernste Unruhen ausgebrochen. Darmstadt, 16. Dec. Die nächste Sitzung zweiter Kammer ist auf Dienstag, den 20. d., anberaumt. Die Tagesordnung führt folgende Gegenstänbe der Be- rathung auf: I. Die Vorlage Großherzoglichen Ministeriums des Großherzog- lichen Hauses und des Aeußern, Vereinbarung zwischen a) dem Großherzogthum Hessen, dem Präsidium des Norddeutschen Bundes und dem Großherzogthum Baden, b) dem Großherzogthum Hessen, dem Präsidium des Norddeutschen Bundes und dem Großherzogthum Baden einerseits und dem Königreich Württemberg andererseits, c) dem Präsidium des Norddeutschen Bundes und dem Königreich Bayern, die Gründung eines deutschen Bundes und die Verfassung desselben betr.; II. die Vorlage Großherzoglichen Kriegsministeriums, die Bewilligung eines weiteren Credits zur Fortführung des Krieges und Bestreitung der Kosten für Unterhaltung und Verpflegung der Gefangenen, für Errichtung von Reservelazarethen rc. betreffend. Koblenz, 17. Dec. Die beiden in der Nähe von Herborn vorgefundenen Briefbeutel rc. des Pariser Luftballons sind heute an das Hauptquartier nach Versailles abgesandt worden. Leipzig, 17. Dec. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft sind Bebel, Liebknecht und Hepner heute wegen Hochverraths, beziehentlich vorbereitender Handlungen zum Hochverrath, verhaftet worben. Die Tete der von Chartres aus gegen den Feind dirigirten Colonne hatte bei Droue ein siegreiches Gefecht gegen 6 Bataillone. Der Gegner verlor hier über 100 Todten. Mehrere Proviant-Wagen und viel Transport. Diesseitiger Verlust 1 Officier 35 Mann, meist leicht verwundet. Podbielsky. + London, 17. Dec. Eine Depesche der „Times" meldet: „Versailles, 46. Dec. Die Pariser Forts sinv ruhig. Deutscherseits wird die Erbauung von Batterien fortgesetzt. Ein französisches Detachement ist bei Chateaudun zurückgeschlagen." . + München, 17. Dec. Laut einer vom Könige von Bayern gestern nach Versailles obgesanvten telegraphischen Mittheilung sind der von dem Könige in der Kaiserangelegenheit ergriffenen Initiative sämmtliche deutsche Fürsten und fre'en Städte beigetreten. Officielle militärische Nachrichten. Versailles, 18. Dec. Am 16. nahm das 10. Armee-Corps frei dem Gefecht- durch welches es in den Besitz von Vendöme gelangte, 6 Geschütze und 1 Mitrailleuse. Am 17. wurde von den Teten des den Feind verfolgenden Corps Epuizay nach leichtem Gefechte besetzt, 230 Gefangene gemacht. Aufgefangene Dienstpapiere des nördlich der Loire kommandiren- den Generals Chanzy konstatiren ein Zusammenschmelzen der feind- • Wir verfehlen nicht, auf die im Jnseratentheil unfern heutigen Nummer enthaltene Ankündigung der in Berlin erscheinenden Zeitung „Die Post' nebst Gratis-Beilage „DaS HauS" aufmerksam zu machen. „Die PostV die ohnehin schon für fast den halben Preis ihren Lesern einen gleich reichen Stoff bietet, wie andere aroße politische Zeitungen, fugt diesem reichen Inhalt jeden Sonntag eine „Jllustrirte Familien-Zeitung" „Das Hau«" bei, welche nicht nur, tote andere Moden-Journale, stets das Neueste auf dem Gebiete der Mode nebst regelmäßigen Beilagen von Schnittmustern und Anleitung zu allerlei weiblichen Handarbeiten liefert, sondern auch das, was für den Haushalt von praktischem Nutzen ist, in ausführlichen Beschreibungen erörtert. „Die Post" bietet hiernach sämmtlichen Familien-Mitgliedern Stoff zur Unterhaltung und nützlichen Anwendung für den außergewöhnlich billigen Preis von 2 Thalern vierteljährlich; „Die Post" hat im fünften Jahre ihres Bestehens die ansehnliche Anzahl von 14,000 Abonnenten erlangt, was wohl am Besten für dieselbe spricht. Wir empfehlen dieselbe unseren Lesern und hauptsächlich der Frauenwelt angelegentlichst. Nummern der Familien-Zeitung „DaS Haus" werden von allen Buchhandlungen zur Ansicht geliefert. lichen Tuppeustärken auf die Hälfte. Allgemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachung. 6257) Christbäumchen zu 3, 6, 9 und 12 fr. werden von Dienstag Nachmiffag 1 Uhr an und die folgenden Tage un stadttichen Holzmagazin ausgegeben. 5 Gießen, den 19. Derember 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Oeffentliche Aufforderung bei S. Flörsheim. (6259) in großer Auswahl empfiehlt CO (Hierzu eine Beilage.) 6229) Schönes Blüthenmehl bei Bäcker Vogt, Wallthorstraße. Passende FeM schenke. K o ch b ü ck e r. 6091) Für bevorstehende Weihnachten empfehle , .. Wacbslichtor m bunt und weil;, WINTERFELD, Krieg von 1870. Soeben ist erschienen und in der Fcrlicr’schen Univ.- I o» Illuminations-Apparate, Wachsstöcke Emil Pistor. 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Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Scriba, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 6248) Cramer'sches Iaadpulver, Patentschrot, Lefaucheux-Patro- nen, Revolver, Pistolen rc. bei Em.il Pistor. UsiLgsv.orsKsS. 6158) Aechten alten Arrac, Teinstcn Iamaica-Num, Num- und Arrac Punsch-Essenz, Ehinesischen Thec, grün u. schwarz, lose und in Paqueten, Ekocolade von Gebr. Wald bau er empfiehlt Carl Hoffmann. Wachsstöcke n. Wachslichter in-verschiedenen Großen, sowie Lichterhalter an Weihnackts- bäumchen in Auswahl, empfehlen (6178) I A. Busch Sohne. Buchhandlung in Giessen vorrälhig : Vollständige Geschichte des deutsch-französischen Krieges Von 1870, von seiner ersten Entsteinrngwin/ 4 in zusammenhängender, übersichtlicher und populärer Darstellung’ nach den besten Quellen und unter Benutzung der amtlichen Berichte. Ein Gedenk- und Erinnerungsbuch für alle Zeitgenossen und Mitkämpfer von KARL WINTERFELD. 24 Bogen (384 Seiten) mit mehr als 40 Karten, Schlacht- planen und ^Porträts, sowie zahlreichen anderen Illustrationen und einer Beilage : „Facsimile des Vertragsentwurfs Benedetti’s“. Preis des bis jetzt vollst. Werkes : 54 kr. Beim Friedensschluss wird noch ein Schlussheft folgen, welches voraussichtlich 6 Druckbogen (96 Seiten) nicht übersteigen wird. Preis desselben 9 kr. Der Verfasser. Karl Winterfeld, durch seine Geschichte des Kriegs von 1866 rühmlichst bekannt, bietet hierdurch die Garantie einer vollständigen, wahrheitsgetreuen Schilderung der deutschen Siege über die Franzosen._____________________________ | Condttoreiwaaren-AussteUung. ° Für bevorstehende Christtage habe ich meinen Laden auf's Geschmackvollste mit meinen vielfachen und schönen Artikeln ausgestattet und empfehle besonders: prachtvolle große und kleine Tragantstücke, Brenden, Macronen, mehrere Sorten Schaum-, Marcipan- und Anisgebackenes, weiße Mandel-, Nürnberger-, Baseler- und gewöhnliche Lebkuchen, Torten, sowie Kuchen und Hefenbackwerk aller Art. Ferner empfehle Wachslichtchen für Christbäumchen, Knallerbsen und Bomben. Um geneigten Besuch bittet Fr.ederike Appel Witwe, Neustadt, Ecke an Oswald's Garten. Davidis, Henriette, Kochbuch. 15. Aust, elegant geb. fl. 2. 12 kr. Supp', Gerrrüs' und Fleisch. 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