Preis vierteljährig 1 fi. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit AuS- nähme Montags. Expedition : Canz lei berg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 132. Donnerstag den 20. October 1870. Bestellungen auf den Gresteuer Anzeiger Die bereits erschienenen Nummern werden nachgeliefert. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben pro IV. Quartal 1870 zu I fl. 19. October. Nachdem die Schuldhaft im ganzen Bundesgebiete allgemein aufgehoben worden, bleibt in dem Geltungsbereiche des Landrechts und der Gerichtsordnung nach fruchtlosem Ausfall der Realcxecution gegen des Schuldners Vermögen dem Gläubiger nichts übrig, als den Manifestationseid zu erlangen, durch welchen der Schuldner sein gesummtes Vermögen eidlich erhärten mutz. Dieses Mittel ist verschiedentlich «ulch^Ll^auSreichend erkannt und auch aus Handelskrcisen der Antrag an den Iustizminister gekommen, die geschehenen Manifestationen durch die Gerichte öffentlich bekannt machen zu lassen. Der Iustizminister hat nach eingehender Prüfung dieser Anträge dieselben abgelehnt, weil der beantragten Maßregel nicht zu beseitigende Bedenken entgegenstehen, zumal sie für den größeren kaufmännischen Verkehr fast bedeutungslos ist und eine Parallele mit den öffentlichen amtlichen Bekanntmachungen über die Eröffnung von Concurfen (Fallt- menten) unzutreffend erscheint. Mit Rücksicht darauf, daß viele Angehörige der im gegenwärtigen Kriege gefall'nen u. s. w. Soldaten über den Weg im Unklaren sind, den sie einzuschlagen haben, um in den Genuß der gesetzlichen (.hoffentlich durch die bevorstehende allgemein-deutsche Gesetzgebung beträchtlich zu erhöhende) Unterstützungen oder Erziehungsbeihilfen zu gelangen, hat der Minister de- Innern im Verein mit dem Kriegsministerium untern 6. d. M. die Regierungen (Lanvdrosteien) zu einer Bekanntmachung veranlaßt, daß Gesuche um Unterstützung von Wittwen der vor dem Feinde gebliebenen ober an erlittenen Verwundungen gestorbenen, so wie der im Felde beschädigten oder erkrankten und in Folge dessen bi- zum Tage der Demobilmachung resp. bis zur Auflösung der KriegSformation ver- storbenen Militärpersonen vom Feldwebel rc. abwärts, eben so Gesuche um Erziehungsbeihilfe für Kinder solcher gebliebenen u. s. w. Militärpersonen an die LandrathSämter (in Hannover: Acmtern) zu richten sind. Die „N. N." schreiben : Auf Anregung weniger Personen, ohne allen Zwang, aus eigenem freien Willen, nur gedrängt von der Liebe zu Deutschland und zur Sicherung einer ehrenhaften Stellung Baiern- haben bi- jetzt fünfhundert fünf und achtzig Gemeinden und Corporationen an den König die Bitte gerichtet: „Se. Majestät möge geruhen, durch Vereinbarung mit den verbündeten Staaten die Vollendung de- deutschen Bundesstaates auf Grundlage der Verfassung des derzeitigen norddeutschen Bunde- al- Abschluß de- opferreichen nationalen Kampfes herbeiführen". Unsere Gegner suchen den Wrrth der Avreßbewegung durch alle möglichen Mittel herabzusetzen, namentlich behaupten sie, die wenigsten Unter- zeichner wüßten, um was es sich handle. Dem gegenüber constatiren wir, daß sich unter den zahlreichen Unterzeichnungen nur drei Handzeichen befinden, während, Vie sich die Leser erinnern werden, die Handzeichen (ftt) unter den ultramon- tanen Schuladrcffen fast die Mehrzahl der Unterzeichnungen bildeten. Die ge- bildete Welt aller Stände, vom intelligenten Bauer bi- zum höchsten Beamten, schließt sich demnach der Landesadresse an und selbst die katholische Geistlichkeit betheiligt sich an derselben. Mit der Frage der Entschädigung der aus Frankreich verwiesenen Deutschen scheint man sich im Bundeskanzler - Amt nunmehr ernstlich zu beschäftigen. Es dürfte binnen Kurzem eine Executiv-Commission zusammentreten, welche mit der Prüfung der einzelnen Ansprüche resp. der Vertheilung der Entschädigungsgelder betraut werden soll. Dem Vernehmen nach soll die praktische Leitung der Arbeiten dieser Commission dem Architekten der preußischen Botschaft in Paris, Herrn Iunk aus Trier, übertragen werden. Dieser Fachmann, der wie Wenige die Pariser Verhältnisse bis in ihre kleinsten und verborgensten Details kennt, wäre um so mehr die hiefür geeignete Persönlichkeit, als er ja schon früher von großen Gesellschaften, wie dem Credit Foncier u. A. zum Experten ernannt worden ist und weil er die Finanzverhältnisse von Frankreich wie Pari- zum Gegenstände eine- ganz besonderen Studium- gemacht hat. Es würde sich empfehlen, denke ich, wenn die ring- zerstreuten Au-gewiesenen sich schon jetzt zusammenthäten, um Behufs schnellerer Erledigung ihrer Ansprüche, ihre vorläufigen Mittheilungen an genannten Herrn Iunk, der dem Hauptquartier der III. Armee, das ist der des Kronprinzen von Preußen, ganz besonder- attachirt worben ist, gelangen zu lassen. Die namentlich in Süddeutschland ansässigen Mitglieder der Pariser Gesangvereine Teutonia und Liederkranz, die Herrn Iunk mehr oder minder persönlich nahe ge- -standen, wären die geeignetsten Bindeglieder, durch deren Vermittelung die Ent- schävigungsbedürftigen sich mit dem voraussichtlichen Leiter jener Commission in 'Berührung setzen könnten. Es wäre zu wünschen, daß dieser Hinweis im Interesse der Sache, auch in andere Zeitungen, vorzugsweise tu süddeutsche, überginge. (K. Z.) Die „N. A. 3-" schreibt: „Angesichts der entsetzlichen Auflösung aller Ordnung, die durch den sinnlosen Widerstand der zeitlichen Machthaber in Frankreich, die ihrerseits wieder von dem Wahnsinn der Massen terrorisirt werden, mehr und mehr gefördert wird, ist es nicht zu verwundern, daß sich in den neutralen Ländern immer wieder Vorschläge vernehmen lassen, wie zu einem Ende des Kampfes zu gelangen sei. Darunter sind freilich sehr un- glückliche, wie z- B. der von der „Times^ gemachte, Deutschland solle sich mit einer Schleifung der französischen Festungen zufrieden geben, wofür dann die europäischen Großmächte sich verpflichten würden, beim etwaigen Ausbruch neuer Feindseligkeiten sich auf die Seite des Angegriffeneil zu stellen. Die Ermittelung, wer Angreifer, wer Angegriffener sei, ist bekanntlich nicht immer leicht, in der ganzen Weltgeschichte dürfte es aber kaum einen Fall geben, wo die Entscheidung dieser Frage klarer ui Tage lag, als bei dem letzten räuberischen Ueberfall Frankreichs. Konnten denn die Neutralen nicht damals schon durch einmüthigen Protest den Angriff hindern? Oder sollen wir uns vielleicht künftig sicherer fühlen, weil ein diplomatisches Actenstuck, sauber redigirt und paragraphirt, eine ausdrückliche Verpflichtung festsetzt? Am 10. October waren „ziemlich ernstliche FrievenSgerüchte" in Pari- verbreitet : „König Wilhelm biete 20 Tage Waffenstillstand mit der Erlaubmß, Paris wieder mit Lebensmitteln zu versehen, an, wogegen Frankreich die Constituante einzuberufen und eine Regierung einzusetzen sich verpflichte, mit welcher er den Frieden verhandeln könne." Ob wahr oder nicht, genug, „Paris ist als durch Gewalt nicht zu nehmen anerkannt", fctzt der Correspondent der Jnbepen- dance belge hinzu, die jetzt als Hauptorgan der pariser Überzeugungen dient, „und was das Aushungern betrifft, so ist aller im Gürtel verfügbarer Grund dem Gemüsebau unter Leitung des Herrn Ivigneux überwiesen; man wird Gemüse haben in dem Augenblicke, wo die anderen Lebensmittel uns ausgehen." So geschrieben am 9. October. Als Seitenstück zu dieser Leichtfertigkeit kann folgende Betrachtung des Correspondenten desselben Blattes aus Tours über die Niederlage des Generals La Motterouge bei Orleans dienen: „Jeden General, der es an' Festigkeit, Entschlossenheit und Geschicklichkeit fehlen läßt, oder der Unthätigkeit verdächtig ist, setze man ab. Ist er unschuldig, so wird Gott ihm am jüngsten Gerichte Gerechtigkeit ertheilen. Einem anderen, der Hoffnungen gibt, gebe man schnell ein Commando, und wenn er nicht reussirt, so werfe man ihn ohne Scrupel bei Seite und versuche es mit einem anderen. General dc La Motterouge war von Tours abgerückt, um die Leitung der Truppen zu übernehmen, die sich vorbereiteten, bei Orleans zu kämpfen. Wo war er gestern, was glauben Sie wohl? An der Spitze der Combattanten? Keineswegs, er war auf dem Bahnhofe und wartete, während er seine Cigarre rauchte, auf Neuigkeiten." Der „N. fr. Pr." schreibt man aus Konstantinopel: „Don den außerordentlichen Erfolgen der deutschen Waffen erwartet „La Turquie" einen heilsamen, vielversprechenden Einfluß auf den Orient. Die Hauptaufgabe der großdeutschen Zukunft-Politik in Bezug auf den Orient bedinge, den Aggrcssiv-Tendenzen Rußlands einen unübersteigllchen Damm entgegenzustellen. Da bekanntlich Herr Bor» deano vom Minlsterium des Auswärtigen infpirirt wird, so liefert uns sein Leitartikel den sicheren Beweis, daß die türkischen Staatsmänner, an deren Spitze der Großvezier, die Rolle, welche Deutschland demnächst zu spielen berufen ist, vollkommen begriffen haben. Man ist überzeugt, daß nach Frankreich die Reihe an Rußland kommt; es hat in diesem Falle Deutschland an der Türkei einen sicheren Bundesgenossen in Aussicht, dessen Armee, wenn von deutschen Offizieren geführt und deutschen Truppen unterstützt, ein durchaus nicht zu unterschätzendes (Kontingent in's Feld stellen würde und jedenfalls als dessen Allürter viel zuverlässigere und ersprießlichere Dienste leisten dürfte, als dies 1866 Italien gethan hat. Wir glauben nicht, daß es Rußland gelingt, auf dem vielleicht stattfindenden Friedenskongresse die Verträge von 1856 zu annulliren. Allerdings hat Graf Bismarck durch die Niederwerfung Frankreichs einen in der orientalischen Frage mächtigen (Soncurrenten Rußlands beseitigt; die Rolle aber, welche in allen bedeutenderen europäischen und sonstigen auswärtigen Angelegenheiten bis jetzt Frankreich gespielt, fällt Deutschland zu; eben darauf gründen wir unsere Hoffnung einer künftigen freien, ungebrückten Existenz, die nicht fortwährend durch da- stets über unfern Häuptern schwebende Damoklesschwert Rußlands bedroht werde. England hat sich in seiner langjährigen Freundschaft gegen uns stete ausdauernd und consequent bewiesen, von den gleich mächtigen Vettern dieser charaktervollen Nation sind wir also mit voller Zuversicht berechtigt, ein gleiche- Wohlwollen zu erwarten. Seit der Proclamirung der französischen Republik stehen die Griechen mit ihren Sympathien entschieden auf französischer Seite. In dem Maße, als Rußlands Politik gegen die preußischen Erfolge mißtrauischer sich zu gestalten scheint, verschwinden auch allmälig die bei Beginn diese- Krieges für Deutschland gehegten südslavischen Sympathien." Die „Russische Corresp." erhält aus Kassel vom 26. Sept, eine Mittheilung, wie sich Louis Napoleon über Favre und Bismarck, sowie über Thiers geäußert habe. Der Betreffende behauptet, diese Worte aus seinem eigenen Munde gehört zu haben. „Jules Favre", hätte der Exkaiser gesagt, „hat nicht die Kraft, mit dem Minister König Wilhelm's zu verhandeln; er wird von ihm in die Tasche gesteckt werden. ' Ich bin sehr von ihm dupirt worden, ich, dessen Feinheit und Schweigsamkeit man überall verkündigt hat. Wie soll es nun gar mit Hrn. Jules Favre gehen, dessen Gewalt nur in seiner allzu übermächtigen Beredsamkeit besteht? Alle seine Worte werden gegen ihn selbst zurückgeworfen werden unter der Form der Uebereinstimmung mit seinen friedlichen Absichten. Hr. v. Bismarck wird die Verantwortlichkeit seiner Brüssel, 18. Oct. Das die Wachsamkeit der Mobilgarde Führer der Unfähigkeit und des schossen werden. UllV j vl V viiinvy wuIüiv*v * ’ ' 0 o *7 0 o 9 r r « stimmten Zeit stellt. Wir verlangen, daß diese Todesstrafe, wenn so ausgesprochen, vollstreckt werde, sobald man des Deserteurs habhaft geworden, und daß dem Schuldigen in keinem Falle Gnade ertheilt werden dürfe. Wir verlangen ferner, daß die Güter der Deserteurs, Flüchtlinge, wie aller derer, die sich feig verstecken oder retten, Angesichts der jetzigen Gefahren des Vaterlandes, sofort confiscirt und unverzüglich zum Besten der ohne Hülfsquellen und ohne Existenzmittel in Folge des Auszuges ihrer Väter und Gatten befindlichen Frauen und Kinder untaugliche sogar nur mit 10 Francs bezahlt wurden. Das Siecle vom 14. October meldet, baß Gambetta den Gemeinderath von Dreux in Masse festnrhmen und in Tours einkerkern ließ, um die Leute vor das Kriegsgericht zu stellen. „Diese Elenden", wie Siecle meldet, „hatten nicht bloß den Beschluß gefaßt, ihre Stadt nicht vertheidigen zu wollen, sondern noch dazu Smdlinge an die Preußen abgeschickt, um diesen ihren Beschluß mitzutheilen". Wenn sich also eine offene Stadt nicht vertheidigt und dies den anrückenden Preußen anzeigt, so verfallen ihre Gemeinderäthe dem Slandrechte in TourS; und wenn nun in Folge dieses Exempels der Gemeinderäthe von Dreux die Gemeinden Exccffe begehen und von den Preußen bestraft werden, so — schreit man in TourS über „les procödäs des Prussiens!“ In Caen hat sich, wie ein Telegramm aus Lille meldet, ein VertheidigungS- ist nunmehr freigelassen. London, 17. Ott. Die „Times" wollen wissen, daß (wie schon bekannt) ein Parlamentär aus Metz im Hauptquartier des Prinzen Friedrich Karl eingetroffen und von dort weiter nach Versailles gereist sei. Das Resultat der Verhandlung sei noch nicht bekannt. — Die Viehseuche nimmt in Paris zu. London, 18. October. Laurier, der Secretär Gambetta's, ist von Tours, Earl Granville von Walmer hier angekommen. — Die „Times" enthält folgende Depesche: Versailles, 16. Oct. General Boyer, ein Adjutant Bazaine'S, 'st von Metz hier angekommen und hat zweimal Bismarck gesprochen. Oberst Lindsay ist aus Paris angekommen, woselbst er 20,000 L. den Hospitälern übergeben hat. St. Cloud ist eine vollständige Ruine. Hamburg, 17. Oct. Das französische Kanonenboot „Hancin kaperte die deutschen Schooner „Lucia" und „Concordia." v _ Petersburg, 18. Oct. Das „Petersb. Journal" meldet: General Burnfide theilte Jules Favres die deutscherseits neuerdings gestellten Waffenstillstandsbedingungen mit, welche der General für annehmbar erklärte. Dieselben wurden jedoch verworfen. Der Grund der Verwerfung ist unbekannt. „Echo du Parlernent" meldet aus Lyon, daß die dortigen Radicalen sich der Präfectur zu bemächtigen suchten, indeß durch ■ ■..... ' daran verhindert wurden. — General Mazure Schließen der Fleischerläden nöthig geworden. Schwerin, 18. Oct. Die württembergischen Truppen sind unter den Oberbefehl des Großherzogs von Mecklenburg gestellt. Vor Toul hatten die mecklenburgischen Truppen 2 Tobte und 20 Verwundete. Brüssel, 18. Oct. Ein Correspondent der „Jndependance belge" in Tours klagt über Die DiSciplinlosigkeit der französischen Truppen, welche, berauscht, ihre Verraths beschuldigen. Zwei Mann sollen er- Weiaerung auf seinen erhabenen Gebieter Aversen. Darin besteht daS Talent mann in seinem Quartier erstochen wurde, was sofort blutige Sühne erhielt. Man des Diplomaten, zu wissen, wie man auf Andere das Gewicht gefaßter Ent- hat in voriger Woche auch die unter den heutigen Umständen ganz unzuverlässigen schlüsse fallen läßt. Dieses Talent hat mir gefehlt, so lange ich in den Tuile- 200 Polizisten auf der Mairie zusammenkommen lassen, ihnen geboten, dort Hüte rien war. Ich bezahle diese Lücke in meinen politischen Fähigkeiten theuer. und Degen abzulegen, und sie bis auf Weiteres entlassen; zur Organisation Der Kanzler des Norddeutschen Bundes hat keine andere Sorge, als Europa des neuen Polizeidienstcü sind aber preußische Polizisten und Gendarmen in- alaubeu zu machen, daß das französische Volk es war, das den Krieg verlangt stallirt." _ bat während im Grunde er und ich es sind, die ihn gleichzeitig gewollt haben. Basel, 16. Oct. Wieder ist die Bahnverblndung mit Muhlhausen unter- Wenn ick Frankreich zu überzeugen gewußt hätte, daß es mich zu diesem Kriege brochen, der Postverkehr geht per Postomnibus. Muhlhausen ist noch von 1500 aetrieben so wäre ich noch in Paris, wohin ich ohne Furcht hätte zurückkehren Franctireurs besetzt, eine zweite weniger starke Truppe Mobilgarden hat sich den können ' Das Gegentheil fand statt und mein Fall und die Capitulation von Hardtwalb als Operationsgebiet auserwahlt. Gestern soll etn Gefecht der Wit- Sedan sind die Folgen dieser Stunde der Schwäche. ... Ich ward zu Bou- tenheim (in der Nähe von Mühlhausen) stattgefunden haben; indessen hat man loane überwältigt, weil ich mich in meiner Naivetät jener Zeit dem Minister hier noch keine Details darüber. - Garibaldi soll, von Oberst LourS Foagolli Louis Philipps (Thiers) anvertraute, der mir seine Hülfe versprochen hatte, begleitet, in ^bttort angekommen sein. jedoch um mich in die Falle gehen zu lassen. Ich war ihm hinderlich in Eng- Tours, 17. Ott. Gambetta, der die Stadt ver aßt , niotmrt seine durch and er hat mich nach Boulogne gelockt, um mich in Ham einzusperren." Bis die Annäherung der Preußen notwendig gewordene Abre.se m.t der Nothwen- dahin, sagt der Correspondent, war die Unterredung gelangt, als Jemand in bigkeit seiner Anwesenheit im Vogestngeb.rge. - Der S.tz der Regierung wird den Salon trat. Der Gegenstand ward verlassen und ich mußte mich nach Bordeaux verlegt werden. -- Die Patne" bemerkt tn ihrer Schilderung des Pariser Pferbemarkts vom Sonnabend u. A., daß Pferde, die sonst einen Preis von 1500—2000 Francs erzielten, nur mit 40—100 und kriegsdienst- Darmstadt, 17. Octbr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 15. d. M. geruht zu Lieutenants in der Reserve zu ernennen: m Im 2. Infanterie-Regiment: Die Vicefeldwebel Schaffer, Bair, Wolf, Strack, Lahr, Hangen und Buchheim. V Frankfurt, 18. Oct. Der Erzherzog von Darmstadt reist heute Nach, mittag per Extrazug zu mehrtägigem Aufenthalt nach Friedberg. Die Kronprinzessin Victoria von Preußen wird während dieser Zeit ebenfalls dahin gehen, um in Begleitung des Großherzogs den verschiedenen Lazarethen der dortigen Umgegend (Butzbach, Niederweiler ic.) Besuche abzustatten. — Die hiesigen General und Stabsoffiziere sowie der Polizeipräsident haben sich heute Vormittag nacy Homburg begeben, um der Königin und Kronprinzessin zum Geburtstage des Kro - Prinzen zu gratuliren. München, 16. Oct. Der König wurde nach der Einnahme von Orleans verkauft werden. Der Triester Ztg. wird aus Rom, 10. Oct., geschrieben: „Mögen sich die clericalen Blätter noch so sehr in Unkosten versetzen, um dem jungen Königreiche von Italien Schwierigkeiten zu verursachen, die italienische Nation hat mit der Besitznahme von Rom einen Sieg errungen, welcher nicht nur für ihre Einheit, sondern auch für den Triumph der liberalen Principim in ganz Europa von unverkennbarer Entscheidung und unberechenbaren Folgen ist. Wir müssen diesem jungen Staate, welcher sich auf die älteste Geschichte unserer Civilisation als auf die seiner Vorfahren stützen kann, unsere Bewunderung zollen, wenn wir zusehen, mit welcher Ordnung, mit welcher Achtung vor Eigenthum und Personen eine der größten Umwälzungen still und bescheiden in die Wirklichkeit getreten ist , die alle diplomatischen und wissenschaftlichen Größen unserer Mitwelt einer politischen Unmöglichkeit gleichstcllten. Man wende uns nicht ein, daß man gewisse Kirchen- guter einziehen wird; diese Maßregel, welche bloß Eigenthum „der tobten Hand" trifft, gehört zu dem Alphabet einer wohlverstandenen National - Oekonomie und wird in einem Lande, wo die Fruchtbarkeit des Bodens so außerordentlich und die Verwaltung der geistlichen Behörden so unverantwortlich ist, von den günstigsten Folgen für das sociale Wohlergehen sein. Kein Tag vergeht, an welchem nicht alte Mißbräuche abgestellt und neue Bequemlichkeiten dem Verkehre und den socialen Beziehungen zugeführt werden. Bald wird man in Rom nicht mehr begreifen, wie und wodurch es möglich war, noch so lange in einem mittelalterlichen Zustande zu leben. Der Schmutz, jener Gefährte religiöser Administration, welchen Vater Venillot stets unter den Schutz seines „Univers" genommen, wird nach und nach verscheucht, wie das nächtliche Gewölk von der kommenden Sonne. Die unglaublichsten Mysterien rollen sich vor dem entsetzten Tageslichte auf, an welche man nicht glauben würde, wenn sie Alexander Dumas in einem Romane erzählte, vor denen man zurückschreckt, da sie von einer väterlichen Regierung ausgeübt wurden. Denke man sich unter hundert ähnlichen Thatsachen bloß Eine. Der Hauptmann der römischen Sbirren, Baldoni, wurde hier von den italienischen Behörden verhaftet, weil, unter anderen Anklagen, folgende auf seiner polizeilichen Carriere lastet. Er wurde beauftragt im Jahre 1867, kurz vor dem garibal- dianischen Einfälle in den Kirchenstaat, 3 Personen bei St. Paolo in Rom zu verhaften. Ein geheimer Wink eines sehr hoch gestellten Prälaten genügte diesem Schergencapitäne, um jene drei zu verhaftenden Personen, deren Aussagen im Verhöre man vermeiden wollte, lieber auf dem Flecke zu tobten, was auch geschah. Heute erst rufen die Opfer priesterlicher Tyrannei nm Rache. Die Verwandten der meuchlings Erschossenen belangen den Capitän der Sbirren Sr. Heiligkeit, welcher mehr päpstliche Orden auf seiner Brust als Gewissensfunken in seiner Seele hat, erst heute wegen seiner Verbrechen. Aehnliche Geschichten werden noch zu Hunderten an das Tageslicht kommen, und man wundere sich gar nicht, wenn hler und da in dem freigewordenen Rom eine Privatrache vollzogen wird. __________________ Kriegsnachrichterr. Vom Oberrhein, 13. Oct., wird der Allg. Ztg. geschrieben: „Von nicht geringem Vorthrile wirv es bleiben, vorerst eine stramme Ordnung zu handhaben, und du6 ist um so nothwendiger, als erst dieser Tage ein preußischer Landwehr- ^"^Wi-"vkr $imt4 au6 Lyon geschrieben wirv, ist die Geistlichkeit über eine Ordre sehr erbittert, welche die sämmtlichen Priester bei einer dreitägigen Gefäng- nißstrafe auffordert, tn die Nationalgarde einzutreten. In Folge dessen hat die Manicipalität ihren Trotz in einem noch entschiedeneren Acte kundgegeben, indem sie Nlemanvem ander» als dem Erzbischöfe selbst eine Einbcrufungs - Ordre zugeschickt hat. Wie unter diesen Umstanden erklärlich, sind in den Straßen sehr wenige Geistliche sichtbar. Weber die Haltung der Geistlichen und Mobilgardisten schreibt der nämliche Berichterstatter: „Die ganze Nachbarschaft wird gegenwärtig von MoblotS durschwärmt; nicht Lyon allein, sondern auch die umliegenden Dörfer im Radius von mehreren Meilen haben Einquartierung, und zwar zum großen Mißbehagen der Einwohner, welche nicht selten Ursache zu ernstlichen Klagen über dar Betragen ihrer Gäste haben. Und doch sind die Mobilgarden noch wahre Engel im Vergleich mit den Freischützen. Der Maire von Vitry, welcher Preußen _.. . . - - - und auch Freischützen im Quartier gehabt hatte, macht öffentlich die Ankündtgung, ausschuß zum Schutz der untern Normandie gebildet, und sind zu diesem Zwecke dasi va» Verhalten der ersteren gegenüber der Bevölkerung unvergleichbar besser 300,000 Frcs. bewilligt worden. Ingenieure wurden angestellt, um die Haupt- mar als das der Mobilgardisten gegen die eigenen Landsleute. Ja, das Treiben straßen mit gefällten Baumstämmen zu verbarricadiren, und sämmtliche Fourage, der Freischützen ist allgemach so notorisch geworden, daß man e< für nöthig be- Proviant, wie Vieh und Fuhrwerke vor dem Feinde zu verstecken und wenn nöthig, funden hat, sie als ein besonderes Corps aufzulösen. zu verbrennen. Neuntausend Mann Nationalgarde werden in der Verteidigung Als Beweis, auf was man sich gefaßt zu machen, theilt die France fol- Mitwirken. . , a-nde Mitteilung der Emancipation von Toulouse mit, „welche keines Commen- Ein Pariser Brief der „Daily New»" vom 6. d. ergeht sich über die Ver- tar» bedürfe" : proviantirungSfrage, welche die beständige Aufmerksamkeit der LandesvertheldigungS- Wir verlangen, daß die Todesstrafe und ohne weitere Berufung gegen jeden Regierung beschäftigt. Die tägliche Fleischration ist auf 5% Unzen für jeden Maun- Arbeiter, Bauer, Sohn als Familienstütze, Seminaristen, Jesuiten, Mönch, Einwohner beschränkt worden. Die Fleischläden sind nur zwei- oder dreimal tn Abbä, Pfarrer oder Bischof erkannt werde, wenn er weniger als 35 Jahre zählt der Woche geöffnet und der Zudrang des Publikums ist dann enorm. Viele und ordentlich aufgefordert, sich zu den Fahnen zu begeben, sich nicht zur be- kehren nach mehrstündigem Warten leer zurück. Die Eigentümer von Wetzen — • ' - • - ~ - ■ r- ------------und Mehl haben Befehl erhalten, Ausweise ihrer Vorrathe der Regierung ein- zureichen. Das Pserdefchlachten zu Proviantzwecken hat in großartigem Maß- labe begonnen; in der letzten Woche des September wurden täglich über 200 Pferde geschlachtet. Ein anderer Coiresponvent schreibt: — „Die Fleischfrage ängt an, uns ernstliches Magengrimmen zu verursachen ; weder Rind-noch Hammel- leisch war heute zu haben, und Pferdefleisch war das einzige, das auf den Haupt- Märkten feil geboten wurde." Ein dritter Correspondent meldet, daß der Mangel an Lebensmitteln in Paris die Mairie des 9. Arrondissements — das reichste Quartier der Hauptstadt — veranlaßt hat, ein System für die Gratisvertheilung von Rationen an die Einwohner zu organisiren. Diese Maßregel ist durch das Schicksals, daß der ge- Kirchenoberhaupte seine Apanage Lichen Oberhoheit von der weltlichen Macht. lichen m Geldsorten. 9 5 9 tri & Alt a'i 55 34-36 28%-29% 50-54 45-47 25%-26% n $jris zu- iS von Tcult, 1 443/4-45 9 57V--58V, 9 43 Gld.fehl 9 43 „ , Btirsennachricbten. 18. October 1870. Pr. Gase. Sch. Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . • n doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankenst. Der Leibarzt Dee Kaiser» iiche Folge des Fortschrittes der politischen unt> moralischen Bildung - -- * ■ 'ildung mehr duldet, welche Land und Leute zum Eigenihum , sei diese nun eine einzelne oder eine Collectivperson. Dar Wechsel. Amsterd. k. 8. 100% Augsb. k. S. 100 Berlin k. S. 1043/^ Bremen k. 8. 97 Cöln k. 8. 1041/z Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 104% London k. 8. 118% Lyon k. 8. — Paris k. 8. — Wien k. 8. 95% Disconto 40/g G. Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 3651/2 Ludwigeh.-Bexbach 161% Maxbahn 107% Bayer. Ostbahn 121% Hess. Ludwigsbahn 134% 3% östr. Stsb.-Prior. 55% 3% östr. s. Lombard. 45% 30/g Livomeser 30% 50/0 Tosoaner 45% Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 50/g Elisabeth-Prior. 76% do. II. Emiss. — Engi. Souver. 11 Huss. Imper. 9 Doll, in Gold 2 nicht die weltliche Regierung de« t ilcJ^LaJ”ek£ei""2Fi^C"i von Chateau-Thierry, n \ 1" ”*!■ b V” '* ffi "‘t M M bei®“ “t« l>.l; I $011« $ Ul‘ 8««t« St '7 7" ’M»«’ k »in J '»i "‘"fei$>., Sch Q)ln6flrmtn £ katholischen Kirche mit den Feinden dieser Kirche geheime Bündnisse abschlleßett müssen um seiner weltlichen Interessen willen, und was war die weltliche Unab- hangtgkeit eines Fürsten, der sich bald mit Florenz gegen Venedig oder Neapel, bald mit diesen gegen jene verbünden mußte, bald von Spanien und bald von Frankreich Befehle annehmen und sich abwechselnd von der einen oder der anderen Vieser Machte bis in seine eigene Hauptstadt und in seinem eigenen Palaste trotzen lassen mußte, um der gegenseitigen Macht trotzen zu können! Und wie oft mußte nicht der geistliche Oberhirt, der mit diesem weltlichen Herrscher tn Liner Person vereinigt war, nach politischen Erwägungen und politischen Nothwendigkeiten seiner weltlichen Herrschaft bald Bannflüche schleudern, oder seinen Segen ertheilen, häufig genug in schnellem Wechsel denselben Staaten und denselben Personen! Und was war dann endlich dieser Staat geworden? Ein Patrimonium nicht Petri und seiner Kirche, sondern einiger römischer und italienischer AoelSfamilien ~ ... . -.u Schließlich ein unrettbar bankerotter Staatsbürger gehegt und gefordert, in Rom wurde jene L-gi,imitätalle.uaner. p 14 ^ct. Ein Ausfall mehrerer französischer B°- “nt 1,8 **** «d» S SÄ* 1 lat tiefer Mißbrauch der weltlichen Macht der Kirche zu Gunsten polNisch-re- aetionärcr Bestrebungen di- kirchliche Regierung gW? Zu'-.ngroß.n • ~ hPn intimsten Beziehungen mit einem Könige Bomba, zur Ber- ? < einer Koniain Vfabell/ zu einem sortvauernvcn, sich immer steigernden HA" Li-----»-°» die Kirche »erkundigt. Hat sich nicht am 0-""' kerckUck.weltsiche Mach, auf Corps abgewiesen. Am 15. arbeitete der Feind an den Verschanzungen von Ville- j„if und wurde durch die Feldartillerie des sechsten Corps vertrieben. , ^.^a ru Länden d„ Maire- Küß 8000 Fr., an den Bürgermeister »on und ihrer Angehörigen und Günstlinge. Schließlich e.n unrettbar baniero.t r Kelü 1400 Guloen^ qesiindt Zufolge Beschlüsse« de« Stadtverordneten-CollegiumS Staat mit nie mehr zu deckendem Deficit, ohne Erwerbsquellen, gen°th'gt, d r Kehl 14UU i «* Sb iHS** ........ W& ■’rfelW »c,t ’n ®foinnbttQij n die feilt? vor el - "daltin nich, tn» (entern noj Q6 Dil^theilen", ten anrüdenin • Tourt; uni k tie Geveinlin it man in Jomj n Dulheidigunzt, 8a diesem 3h 1 um die tuu||i amtliche gouiagi, Uno wenn notjig, ttr DertheitigW sich über tie h bk-verlheidigunzt' Unjen für jitn ' oder dreimal ii nn enorm. Aicli imer von Weizm er Regierung ein« wattigem Mas- ag/ich über 200 lit ffltifflivgt \\* hMMb 16 auf den Haupt« datz du Mangel iS - da- B-e GratitvMR igel iß MW : unter den Öti- hnuen die meiflin- u belgt" in Touri je, beraufdit, iJ11 , Kann sollen n> tt aus Lvon, M fcten, '* W _ General bekannt) ■■ eiiff«"611,1 > 1 r'l ' 1 1 oitcßt der Eommandant von Toul, Huc, ist erkrankt schlingen wolle. vtu ’** T’~ ” 1 ‘ beim freundlichen S-nn-nschnnc °tt K-^l°ner und b girt fi Jh.ben Recht, wlnn sie über Spoliation und R-ub klagen. Das Ereigniß, welche« hkrauSgezogen. Es wa^- aber^^nu ° ne Speeul^t on f'^en. Der jung ^°nne p $ « , ei'„ 6nOe macht, die Eroberung Rom« durch Victor Emanuel, war e«, der Spielkamerad d-kV« m.t seinem «„ ein Raub und -in- Spoliation sein. Aber das Ere.gn.ß .st nur d.e natur- kommen war und den der hiesige Gastwirlh für d n (iA“ stnln(, h,8 Fortschrittes der volit.schen und moralische» Bildung itt Europa, hSA dir°ct o7n Florenz wo er eine Unterredung mit Urn'Thllr« in Gegen- die küne" Staatenbildung m-h-^duldet Ministerium »on H-rrn Th.ersprasidirt wurd . ©«n«.« »leur« ,|tjTfln’f/h‘'i^t so ein Raub und eine Spoliation gewesen, wie jetzt die Eroberung durch ssl-I-rsburg, sondern gestern Abend nach Lausanne abg'retch D r I ’। bleibt für die Kirch- ganz gleichgültig, ob ein weltlicher Staat rheumatisch und hat »>cle B-schwerd-n beim Geh' . • herzlichste empfangen. Rom oder ein weltl.ch-r Staat Italien dem Kirchenoberhaupte seine Apanage Kaiserin, war mehrere Tage hier und ward »°m Ka.ser aus« herzl.chste empfangen Jiom jfJ e4 nid)t glei(6gülli0, cb Italien -in einiger consol.- ot „ m dirt-r Staat ist, oder in zwei Hälften gespalten wird durch einen Zwischenstaat, 91 V W‘ f , otr ohne eigene Macht jedem fremden Ehrgeize Thor und Thur öffnet und eine (Forts-tzung und Schluß.) TY g. ’ bilc®e fiir Macht, welche das mittelländische Meer zu ihrem Landsee Darin besteht aber da« Unglück de« ganzen Verhältnisse« zwischen P us IX. W D-ßhalb wird auch weder Preußen'noch England, noch Oesterreich u.d seinem Volke und die Ursach- de« Widerspruches zw. ch.n den ul ramo». machen wollte. wird fte -- 1815 gethan t.nen Ansichten mit der Politik der Gegenwart, derGrund, wegen dessen ,» » tvercen die J.suittnfreunde in Mecheln »ergebens b-rathen Rechel» berathen und in Fulda gebetet und ,n der ganzen Welt m nguirt wird v , « «„gebens beten, denn Gott, der d,e W-ltgeschicke BESaKÄ» Lr«- ------* sivnhft Sonias verbirat sich die politische Reaktion und Restauration. Unter der Ue der weltlichen Herrschaft de« Papst.« machte die hohe Aristokratie Europa'. Telegraphische Depeschen. den letzten schwachen Versuch, gegen da« Recht der Volker für da« theo ra >sch- Versailleg 17 ^ct. (Verspätet durch Telegraphenstörung). T^e''^n-r^Rchau»ti°^n^ in Europa, der Herstellung des General Senfft-Pilsach vertrieb am 12. d. M. 3000 Mobrlgarden Ä6r8Ä6Ä aU" Saris, 14. Oct. Ein Ausfall mehrerer französischer Ba- Kein Verlust. _ , m Versailles, 18. October. Vor Parts nichts Neues. z mu oen icoorren »... ....... ...w- General Werder meldet - Der vor mir befindliche Femd zog t hat fi* Nickit am Ende die kirchlich-weltliche Macht auf ach ssei Annäherung diesseitiger Truppen fluchtartig aus Beltort und J'ie Macht stützm mliffen,^welche »°?allen Mächten Europa'« am w-nigste-i> wirk- Bahn auf Dijon zurück. Die Eisenbahn Vesoul-Belfort wurde üchm moralischen Gehalt besaß, auf die R-gierung d.« franzch ch.n Ka.serthums? unterbrochen. Die Einwohner, vom Terrorismus ihrer Christus sagt: man kann nicht Gott drenen und dem Mammon, und mußte „ . f .f ■ rjx sxhx entgegenkommend. nicht die weltliche R'gi.rung des 'Sririfi« »r0fc^n0 war J Circa 500 gefangenen Mobilgardcn gelang es, in der Gegend A vazu g.7w7ngen,^und'mit welchen Mitteln mußte sie ihre arme Schein.ristenz 0Dtt Chateau-Thierry, «m 16. October während eines Angriffs der .mu--------»• LAS Ä SSL SÄÄÄÄaÄW* Sosgtimnt »entenp iw toi(lcn Eie geistlichen und geistigen Interessen genothigt, um weltlicher J I) Schmutze financieller TranSactionen iSauisirte, h lben unl ,u consolidiren, wa« er endlich geworden !den Kirchenstaat »u i „ l|(n$ten Mächte bestehender Staat, mit allen a?st! Ä Ä .st.......... ... Allgemeiner Anzeiger. Versteigerungen. 4116) Donnerstag den 3. November d- I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des Verwalters Georg Kuhlmann dahier: Flur Nr. □Älftr. Via 9 Hofraithe in der Wolken- gasse, i/i5o 11 Hofraum, Scheuer u. Mist- ftätte daselbst, Vi5i 4 Hoiraum (Stall) daselbst, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 20. September 1870. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler, Ortsgerichtsmann. 4475) Nächsten Montag, den 24. d. Mts-, Nachmittags 2 Uhr, soll im Schützenhofe dahier die daselbst stehende mit Brettern gedeckte Wirthshalle, nebst den darin aufgcschlagenen Tischen und Bänken, öffentlich meistbietend versteigert werden. Keilg sbsLsNetz. | Fastenbretzel, Stollen, Windbeutel, Aepfeltörtchcn, täglich frisch, bei F. Zülch Wittme, am Seltersweg. 3627) Alten Malaga, Portwein, Tokayer, sowie gute, unverfälschte Rothweine, empfehlen I. A. Busch Söhne. 4471) Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich dahier ein Lager in allen Sorten Töpferwaaren, sowie in Koch- und Backgeschirrcn, errichtet habe. Auch sind Honigtöpfe in großer Auswahl oorräthig. Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Daniel Plank, Tiefenweg. I. Becker. Oo2) Der Könrgl. Sachs. Hof-8 (Kapellmeister, Herr Julius Nietz,^ sagt über die drei schönen Walzer „FrühlingSrcigcn" von Julius Lam-2 mcrs. — »Burschentänze" von Johan 8 ncs Schondorf. — »Iugendträume"8 (PreiScomposition) von O. Hübner-A TraniS: Diese Stücke zeichnen sich« durch frische, pikante und melodiöses Erfindung sehr vortheilhaft auS, da-Z bei ist ihnen eine gewisse noble Hal-8 tung nachzurühmen, sowie auch auf« leichte, claviergemäße Spielbarkeit» Bedacht genommen ist. — Preis pro» puS (4 Bogen stark) nur 12*A> Sgr » 3» beziehen von Robert Apitzsch in» Leipzig und durch alle Buch- und» Musikalienhandlungen g 4468) Ein photographischer Apparat ist zu verkaufen. Zu erfragen bei Steuerpfandmeister Basiert. 3798) Für Militärs empfehlen wir wollene Jacken im Preise von 1 fl 6 fr., 1 fl. 12 fr-, 1 fl. 18 fr. rc. rc, ferner Leibbinden in verschiedenen Sorten. I. A. Busch Söhne. 4418) Eine einschläferige nußbaumene Bettlade und ein Kinder - Bcttlädchen (Wiege) sind zu verkaufen in Lit. B. Nr. 77. Mein Tuch- und Bukskin-Lager in empfehlende Erinnerung bringend, empfehle ich besonders: dunkelgrau melirt u. hessischgraues Tuch und Sal-in, ersteres von 1 fl. 42 fr. an, graue und blaue Tuche für Militairs und Polizei, ordinäre Winter-Düffel für Joppen und Frauenjacken, ä 1 fl. 45 fr. pr. Elle. SotNMerstoffe für Kinderanzüge von letzter Saison verlaufe ich zu herabgesetzten Preisen. Ludwig Lang, Marftstraße Lit. D. Nr. 25, (4302) vis-ä-vis dem Herrn Kaufmann Emil Pistor. | Zu Ausstattungen, sowie zum Hausbedarf, empfehle mein Lager von: Bielefelder und schlesischen Leinen in allen Qualitäten, schweren Hausmacher' und böhmischen Handgarit'Leinen. diversen gebleichten Halbleinen, namentlich zu Kinderwäsche geeignet, Handtüchern, Tischtüchern und Servietten in Hausmacher-, Jacquard- und Damast-Geweben, Kaffee- und Thee Servietten, naturell, gelb und weiß, leinenen Taschentüchern, weiß und bunt, in allen Größen, Bettörell, Federleinen, Barchend, sowie leinenen und baumwollenen Bettle zügen in verschiedenen Mustern, weißdaumwollenen Damasten, Piques, 'atin's, sowie Chirüng's in reicher Auswahl, ächtfarbigen bunten englischen Leinen, zu Kleidern und Schürzen passend, Bettdecken, bunt und weiß, in verschiedenen Sorten, Flanellen, in mehreren Farben, zu Unterröcken und Unterjacken geeignet, wollener und baumwollener Unterbekleidung, für Herren und Damen, Gardinen in Mull, Sieb und Filet, in gefchmackvollen Dessins. Gießen. Albert Uittringiiaus, Seltersweg Lit. C. Nr. 182. Ferner mache noch besonders aufmerksam auf mein Lager fertiger | Hemden, Kragen, Manschetten und leinenen Einsätzen aller Art. I ' O in Leinen und Shirting werden, wenn solche 8 ” nicht passend am Lager, schnell angefertigt. Gießen. Albert Uittringiiaus, Seltersweg Lit. C. Nr. 182. MM29) Regenröcke mit Kaputzen und Gummischuhe in reicher Auswahl empfiehlt Karl Wenzel. Strickwolle tu bekannten Qualitäten. Jmmarinirte Häringe, per Stück 6 fr. Holländische, schottische und norwegische Häringe, per Stück 3 und 4 fr. 1869r holländische Sardellen, Schweizer und Limburger Käse, Ehocolade (aus rer Fabrik von Jordan L Timaeus in Dresden), (Chinesischen Thee, empfiehlt Ehr. Wallenfels. Bermiethnngerr. 4476) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermieden bei Schuhmacher H anitsch, ______________________Kirchenplatz.__________ 4467) Zwei freundliche Parterre-Zimmer auf dem Seltersberg, in der Nähe der Eisenbahn, sind mit oder ohne Möbel, sogleich zu vermietheu bei K. Heusler, Pfarrer, im Peppler'schen Hinterhause. 4470) Zwei möblirte Zimmer mit Cabi- net sind zu oermiethen. __________________Wittwe Martin. 4426) Ein gut möblirtes Zimmer mit Eabinet zu oermiethen. Karl Wenzel, Seltersweg. 4465) In meinem neu eingerichteten Hause in der Löwengasse sind einige Familienlogis zu oermiethen. Theodor Vogt. 4442) Ein Familienlogis ist zu vermies then bei H. Kühn Wittwe, Seltersweg Nr. 177. 4463) Ein kleines Familienlogis ist bis zum 1. November zu oermiethen. Näheres bei Ehr. Ph. Euler. 4150) Ein Logis von 4 Zimmern, 2 Ca- bineten und allen dazu nöthigen Räumen ist durch den Wegzug des letzten Miethers nach Frankfurt anderweit zu vermietheu und sogleich zu beziehen. Chr. Reiber, am Kreuz. 4049) Im Cafe Kuhlmann sind möblirte Zimmer an ledige Herren zu ver- miethen und sogleich zu beziehen. 3740) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net, in einer freundlichen Gartenwohnung, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Das Nähere bei der Exved. d. Bltts. 4378) Einige schöne möblirte Zimmer, mit oder ohne Cabinet, sind im Zrnßer'- schen Garten zu oermiethen. Vermischte Anzeigen. 4474) Ein ältliches Frauenzimmer sucht in einem stillen Haushalt als Köchin eine Stelle. Näheres im Hause der Herren Flick & Kröll. 4454) Es werden 2 bis 3 Dreher, welche auf Beinarbeit geübt sind, gegen einen guten Lohn gesucht. Zu erfragen bei Berhold m Gymnasium.______________________ 4404) Ein Kindermädchen wird zum sofortigen Eintritt gesucht. S. Katzen st ein (Holzhandlung.) § Stotternde werden nach einer untrüglichen Methode in circa 14 Tagen geheilt. Unterricht und Con- versation in deutscher, französischer, englischer und holländischer Sprache. Honorar wird erst nach erfolgter Heilung beansprucht. Prospectus, Attestauszug gratis. Burgsteinfurt in Westfalen. ______________________R Veltrup. 4464) Im Gasthof zum Rappen können ein zweiter Hausknecht und ein Kellnerlehrling Stelle finden. 4390) Zur größeren Ausdehnung eines seit längeren Jahren bestehenden nachweislich rentablen Fabrik- und Engros-Geschäf- tes in Offenbach a M. wird ein thätiger Theilhaber mit einer Einlage von circa fl. 20,000 gesucht. Franco-Offerten unter D. B. 936 befördert die Annoncen-Expedition von Haa- senstein S» Vogler in Franffurt a. M Nicht zu übersehen. 4469) Junge Leute (gewandte Verkäufer mit guten Zeugnissen), welche 150 fl. Caution stellen können, werden von dem Unterzeichneten zum Verkaufe von Oelfarbendruck- Bildern mit Goldrahmen sofort angenommen. Ein gewandter Mann kann leicht täglich 5, auch 7 fl. verdienen. Anton Gottron II. zu Mombach bei Mainz, (Kunsthandlung.) 4437) Meinen geehrten Kunden zur Nachricht, daß sich mein Bureau von heute an auf meinem neuen Lagerplatz am Riegel- pfad befindet- Gießen, den 15. October 1870. S. Katzenstein. 4459) Jeden Abend Gänsebraten im Promenadehaus. 43-14) Unterzeichnete empfiehlt sich im Ausbefsern und Verändern von allen Arten Pelzwaaren, sowie auch im Waschen von weißen Pelzgegen- ständen. — Bestellungen auf ganz neue Garnituren werden auf das Geschmackvollste und Billigste ausgcführt. Katharina Belz, wohnhaft bd Herrn Zimmermann Schmidt, vis-a-vis dem Schützenhof. 4443) Ein ordentlicher Junge kann in die Lehre treten bei Karl Haas, in Steinbach. Wohmmgs - Veränderung. 4473) Meinen verehelichen Kunden zeige ich hiermit ergebens: an, daß ich meine seitherige Wohnung bei Herrn Wirth Bramm verlassen und nunmehr in meinem erfausten früher Ganß'schen Hause, Lit. A. Nr. 110, Asterweg, wohne. Gießen, den 18. October 1870. Valentin Herdt, Glaser. lUüljiuimjs - Wräiihmuig. 4472) Meinen geehrten Kunden und Gönnern hiermit zur Nachricht, daß ich meine seitherige Wohnung verlassen habe und nunmehr in der Schloßgasse, im Hinterhause des Herrn Bäcker M. Lenz, wohne. Ein braver Junge kann bei mir in die Lehre treten. I. Erb, Schuhmacher. Verkäufe und Verpachtungen von Gütern 1 Grundstücken, Fabriken, Gasthäusern etc.1 Licitatiouen, Gesuche und Offerten jeder Art, Familien-Nachrichten, Engagements etc. betreffende Ankündigungen werden ohne Provision oder Porto-Anrechnung in die für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten erfolgreichsten Zeitungen prompt und exact befördert durch Rudolf Moste, Annoncen-Expedition, 45 Zeil, Frankfurt a. M., Zeil 45, gegenüber der Post. Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen. Original-Preis-Courant und Anschläge gratis und franco. NB. Meine Provision besiehe ich als ossicieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Alleinige Jnseraten-Pacht: „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch," „Figaro." Redaction. Druck und Verlag der Brühl'schen Un-ivDruckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.