e VoW zell tit große Gk- Wx, die Genick mißfarbig, ße entsteht nie cknd wie keine mit einem er- dieses gefteffen, -rkrankte Thiere ' mit Haut und Luözepußt, der nn ein krankes t dies, um eine ergiften. Wenn betritt, selbji die Ansteckung llizt hat. Der und das Stroh, hm, bie Häute standen, über- w, di. . .Ehrungtcr tjff zu h vor en'n^ 8- Wo '• 99:/, ■ 104«/. 3. 97 104«. ■ 8. 873 5. 104t. 8. 118’/* s '»'"w 1 1 44-;, or- 9 56-58 - 9 42-44 He P 42 9 55 • 5 32-34 st 9 25-27 »•H 49-53 • 9 42-44 W 2 24-26 ■«'nitntä § 'M, 59, izustand bei llt Anzeige, orkommt. - r Bürgemeister achen. Sie ist er Behörde gerächt, hüt An- lcß bei Eigen- nchten von dem [einem sonstigen Hand vor An- astände in Haus mitteln könnten, id an sein W Ortschaften oder ien 6olte* ntlvr uni W jjieb Dtifw® in tenen Ri"d^ 6e OrlfWj jmier «"”* iiibiui “nt ot>" ti Mft W L tnauefte F m»n ** ft-: ,*ä /«A Preis vierteljährlich 36 kr. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr. Erscheint wöchentlich brei- «nal: Dienstags, Donnrr» stags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Lit. B Nr. 1. Anzeige- und Wmtsölatt für den Kreis Kießen. lri> Dienstag den 20. Leptcmbcr " V2-" Einladung /um Abonnement. •=$3? 2)7it dem 1. October 1870 beginnt ein neues ^jähriges Abonnement auf den ri6 ... ® ‘ t ß, e n e r Anzeiger in ®MmV«'°ia Dmmrstags, Freitags und Samstags, mrt kostet nur t-i J S lr1? < 4511110 oehcfert - Für auswärtige Abonnenten, welche I st. 33 kr. inet PostauffchlacK ^o^oten abonmren können, beträgt der '^jährige Abonnementsvreis „,v Die auswärtigen Abonnenten machen wir darauf aufmerksam, daß nur dann voll Äb40miement'erneuern ^UttcÖ ddlcfcrt toctbcn ^nnen, wenn sie schon jetzt bei der Post ihr sn* Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestelluna erkolat bebe/laffen ' ~UürtaI 1870 ^senden und den Abonnementbetrag wie seither durch Quittung er- pepen la,len. _________Die Expedition des Gießener Anzeigers. Amtliche Bekanntmachungen. m a ch u n g. Friedberg, am 14. September 1870. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. I)r. Goldman n. Es sind wieder Fälle der Rinberpeft in den Stellen des Friedrich Müller zu Friedberg und ferner in den Ställen des Heinrich Feldmann, Philipp Rumpf, August Sauerbier und Peter Störiko zu Butzbach amtlich constatirt und in Folge dessen Ergänzungen, beziehungsweise Verschärfungen der in unserer Bekanntmachung vom 9. d- Mts-, Oberhess. Anzeiger Nr- 107, angeordneten Maßregeln nothwendig geworden Wir verfügen daher: d) ^anbe dürfen nur bann aus dem verseuchten Orte herausgebracht denselben nur bann verlassen, wenn eine Bescheinigung ber daß sie, seit dem Ausbruch ber Seuche weber in Berührung mit den baselbst befindlichen kranken oder verdächtigen Thieren aekom- den^ f nhb' Ä ch § ftf c-,ner gehörig ausgeführten Desinfection unterworfen wor- e on.a - nn h^i?r0^ C teÖttCn ^brth ohne Abzug, wobei es ohne Einfluß ist, ob das Thier an dieser Seuche gefallen, oder auf Anordnung des Thierarztes getödtet wurde. ©träfe^rboten.CnbUn8 ^C,I: obcr Vorbauungsmittel bei der Rinderpest ist bei I. Für die Kreisstadt Friedberg: a) Hausthiere jeder Art mit Einschluß der Hunde, Katzen und des Federviehs sind innerhalb der ganzen Stadt eingesperrt zu halten und werden im lieber; tretnngsfalle getödtet. Rur Pferde sind ausgenommen. b) Der nach pos. 4 a —d unserer obengedachten Bekanntmachung gestattete Verkehr i)t für die ganze Stadt untersagt. e) Der sog. Judenplacken, die Sandgasse, die Usagasse von dem Huber'schen Hause bis zum unteren Bahnhofsthor, die Ackergasse bis zur Grödel'schen Scheune, die Bahnbofsstraße bis zum Grödel'schen Lagerhof sind in der in unserer Bekanntmachung vom 9. pos. 7 bezeichneten Art abzusperren und darf die Grenze nur am oberen und unteren Ende der Usagasse nach vorheriger Desinfeetion verlassen werden. H. Bezüglich ber Hofraithe des Friedrich Müller gilt das in gedachter Bekanntmachung unter pos. 8 Verfügte. Zuwiderhandlungen werden nach den dort angegebenen Strafbestimmungen geahndet. Hl. Für die ganze Stadt Butzbach, welche als verseucht erklärt wird, tritt die nach §. 21 der Instruction zu dem Bundesgesetz vom 26. Mai 1869 und der Großherzoglichen Verordnung vom 23. Mai 1869 vorgeschriebene Sperre ein. Es gilt hiernach: a) Alles Vieh muß im Stalle behalten, Hunde, Katzen und Federvieh eingesperrt werden. Frei umherlaufende Schweine und Federvieh werden eingefangen und geschlachtet, Hunde und Katzen werden getödtet und verscharrt. Fuhren dürfen nur mit Pferden gemacht werden. b) Für alles Vieh, Heu, Stroh und andere giftfangende Sachen ist die Ein-, Aus- und Durchfuhr verboten. c) Die gleiche Sperre ist anzuordnen für alle thierischen Stoffe (Fleisch, Talg, Häute, Haare, Wolle, Borsten, Knochen, Klauen, Hörner, Dünger, Abfälle), Nauhfutter (Heu, Oehmt, Grummet), Streumaterialien und gebrauchte Stallgeräthe. I Bekanntmachung. Es ist in der letzten Zeit vorgekommen, daß den dnrchpassirenden Soldaten, insbesondere den Gefanaenen nnf b,m „ .... nißmäßig hohen Preisen verkauft worden sind. 1 ©efangenen auf dem Bahnhof Eßwaaren zu unverhält- . , , Um diesen Ucb-rvorth-ilung-n für die Zukunft vorzubeugen und Unordnungen bei den. Verkauf derartiger Gegenstände zu vermeiden wird ank Gr- suchen der Kontgllchen Etappen-Commandantur verfugt: ö ° 1 ® vunitiven, roiw aus ist- J Nur solche Personen dürfen auf dem Bahnhof Getränke, Eßwaaren, Cigarren und dergleichen Gegenstände bprfm.fpn «mil t K Etappen-Commandantur schriftlich die Erlaubniß erhalten haben. 9 1 verkaufen, welche hierzu von der Solche Personen, welche sich durch eine solche Erlaubniß nicht ausweisen können und Waare rum Nerkank bei firft t»Kvon « “äSsä;iü **• * «** - d" «Stt, Ä** Dr. G o l d m a n n. r .. Das unterzeichnete Gönnte, welches sich die Besorgung unserer tm Felde stehenden Soldaten mit Leibwollenzeug und sonstigen un Erkaltung der ®e- sundheit n°thwendlgen Gegenständen zur Aufgabe stellte, hat zwar bereits zahlreiche dankenswerthe Gaben erhalten und zwei bed ttende^Sendung^e an unkre Dwlsion bewerkstelligen können. Allein diese Sendungen reichen selbst in Verbindung mit denjenigen anderer Vereine und Orte nM l> n m Bedürf, isi voUstand.g und nachhaltig zu beftiedigen. Man denke nur daran, daß unsere Division über 16,000 Mann stark ist und daü Strkmvke L^mden ? bet Soldaten, welche fast fortwährend in Wind und Wetter unter freiem Himmel liegen, dem raschesten Verderben ausaeseüt'si d M ° Der Bevölkerung des Großherzogthnms Hessin ist es, wenn jeder Einzelne seine Schuldigkeit thut, ein Leichtes, dem Bedürfniß nnserer Soldaten an Vegenstande,, obiger Art ununterbrochen und durchgre.fender abznhelfeu, als dies den an bestimmte Reglements und Etats gebundenen Behörden möglich Mein Tuch und Bukskin-Lager Häuserhof, an (4084) käuflich abgegeben. Kaufliebhaber wollen sich gefälligst hierher oder an Herrn Verwalter Schmidt zu Häuserhof wenden. , Echzell bei Friedberg, im Septbr. 1870. von Har nier'sche Vcrwaltung. Carl Lehr in Gladenbach, Wilh. Schäfer in Großfelda, B- Kahn in Gaudernbach und H. Hammerschlag Söhne Trais a. d. Lumda. Versteinerung. 4002) Donnerstag den 22. September, von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Pfarrhofe zu Hausen nachfolgende Gegenstände, als: 2 Bettstellen, Tische, Stühle, 1 Mehlkasten, 2 Backtröge, 1 große Waage, Fässer und sonstiger Hausrath, berg-Nidda belegen, lri Salzhausen, werden circa 500Mltr. Aepfel, bestes Tafel- und Wirthschafls-Obst ver- Sommerstoffe von letzter Saison verkaufe ich zu herabge- etzten Preisen. Ludwig Lang, Marktstraße Lit. D. Nr. 25, vis-ä-vis dem Herrn Kaufmann Emil Pistor. Besondere Bekanntmachung. 4060) Bei der Stadt Gießen ist die Stelle eines Feldschützen zu besetzen. Qualifictrte Bewerber um dieselbe haben sich binnen 8 Tagen bei uns zu melden. Das damit verbundene fixe Jahreseinkommen Beträgt 292 fl., und außerdem erhält derselbe alle zwei Jahre neue Dienstkleidung, bestehend in einem Rock, einem Paar Hosen und einer Mütze. Gießen, den 16. Septembir 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Obstversteigerunq. 4022) Mittwoch den 21. d. Mts-, von Morgens 9 Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, welche? in einer großen Quantität Aepfeln, Zwetschen und Birnen besteht, versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in Rodheim. Nodheim, am 14. September 1870. Der Bürgermeister: Bender. in empfehlende Erinnerung bringend, empfehle ich besonders: dunkelgrau melirt u. hessischgraues Tttch und Satin, ersteres von 1 fl. 42 kr. an, graue und blaue Obstversteigerung. 4035) Donnerstag den 22. September d. I-, Vormittags 10 Uhr, soll eine Quantität Aepfel und Zwetschen an den Bäumen auf dein Gute Neuhof bei Leihgestern versteigert werden._____________ 4073) Gute trockene Hefe ist täglich frisch zu haben bei Georg Busch, am Kreuz. in allen Dimensionen vorräthig bei G. Völckner, am Brand. 40-5) Gut gekochter Birnhonig wird verkauft, pr. Topf 1 ft., Marktstraße (Wetterqasse) Nr. 25. Obst-Verkauf. 4065) In der Gemeinde Fronhausen, Kreis Marburg, soll Donnerstag den 22. Septbr. d. I-, von Morgens 9 Uhr an, die diesjährige Obsterndte, bestehend in einer großen Quantität Aepfel und Zwetschen , öffentlich meistbietend versteigert werden. Fronhausen, am 17. Sept- 1870. Der Bürgermeister: Ruth. | Regenschirme in Alpacca, Zanella und Seide empfiehlt zu den billigsten Preisen I. Köhler, Seltersweg. 4013) Gut gearbeitete Kupferne Waschkessel B e k a .i n t m a ch u n g. Nack Mittheilnnq der König!. Prenß. Regierung zu Wesbaden sind die Krämer- und Biehmärkte zu Runkel und Well bürg am 20 l Mts , sowie der auf den 22. l. Mts. fallende Krämer- und Viehmarkt zu Weilmünster, aufgehoben worden. Gießen, den 17. September 1870. Großherzozliches Krersamt Gießen. p ' Dr. G o l d m a n n. 4082) Wer hört nicht gern einen schönen Walzer! Leider ist unsere Zeit an solchen, bis auf einige Ausnahmen, sehr arm, wer aber wirklich wahre (5abtnetSstücke sich anschaffen will, dem empfehlen wrr die drei nachfolgenden großen Walzerketten: Frühltngsreigen von Julius Lammers — Jugendträume von O- Hübner-Trams (PreiScompoff- tion) — Burschentänze von Johannes Schondorf — Preis pro Pie?e (4 Bogen stark) nur 12' 2 Sgr.) — Zu beziehen von Robert Apitzsch in Leipzig und durch alle Buch- und Musikalienhandlungen. 3843) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen. Wallthorstraße Lit. A. Nr. 22±. 4067) Möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei A- Schultheis, junior, Seltersweg Lit. C. Nr. beförderung an uns hierher zu senden. Möge Jeder an d.«unfre.wllrgmOpferden n « ch w hatte brmgmm.pen we Y n der deutschen Armeen, welchen unsere brave Dw.sion angehort, dst Hordendei> «mdÄ^ uA^unleren Grenzen wichst «ls Kämpfer K Ä..«U- SJJSSÄf- Ä “'S an Herrn Maschinenfabrikanten H. Blumenthal, dahrer. Oefientlche Rechenschafts-Ablage wird erfolgen. Darmstadt, 15. September 1870. Versorgung der hessischen Feldtruppen - A-Ohlv, ^rstherwer. A^Bergsträßer Schrsttführe. A. Schulz, Becker, HoMH.^ D „ 8 U>£ 3 8 8 Sittich. A. Schmidt, Steinkohlenhändler (für Besfnngen)._____________ Große steinerne Einmachtöpfe, sowie alle Sorten steinernes Geschrrr, sind wieder angekommen. (4076) __________I- H- Fuhr. Für Auswärtige! 4068) Die Tapeten u. Korden von H. Hochstätter in Gießen sind in größter Auswahl und zu Original« preisen zu beziehen durch die Herren H ch- Dietz in Lich, „ H. Klip pst ein in Langsdorf, „ Louis Schneider in Hungen, " Wilh. Jost in Nidda, I. L- Stotz in Laubach, „ Aug. Böning in Freienseen, _ Gg- Kißner in Grünberg. „ Andr. Breiter in Schotten, „ Carl Schäfer in Oberseibertenrod , Georg Graulich in Babenhausen, 4053) Der mittlere Stock in meinem neu erbauten Hause auf dem Hamm, in de in Nähe des Bahnhofs, ist zu vermietyen und sogleich beziehbar. Balth- Euler- Aepfel - Verkauf. 406« Auf d-^m °zn Ha/nIAnFZutt Mitttairs und Polizei, ordinärst Winter-Düffel >/2 Stunde von Bad jf-ppöfit und -krauenjacken, ä 1 fl. 45 kr. pr. Elle. Rllf) STDTtr. vipnrpl. ' ~ ~ r > « < 4075) Ein Büffet, eine große Leiter, eine Gartenbank und ein Viertel-Ohm- Weinfaß sind billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Blattes._____________ 4004) Drei entbehrlich gewordene, sehr gute Zugpferde sind zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Vermlethungem 3990) Zwei freundliche Parterre-Z immer auf dem Seltersberg, in der Nahe der Eisenbahn, sind mit oder ohne Möbel vom 1. October d. I. an zu vermiethen. Nahe- res bei der Exped. d. Bltts. 4072) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei R u h l, am Rathhaus. Iliuminatimis-Mmpchkn zum Aufstellen und Annageln bei !Gg. Petri, am Neuenweg, (4042)______ Parfümeriehandlung. 3627) Alten Malaga, Port- wein, Tokayer, sowie gute, unverfälschte Rothweine, em« pfehlen I. A. Busch Söhne. | Petroleum-Lampen mit Rund- und Flachbrennern, neuester Construction, empfiehlt unter Garantie Wilhelm Orbig, Neuenbäuen. NB. Reparaturen und Umänderungen an Lampen werden billigst besorgt. 4062) Holzkrahnen bei Echternach & Hanstein- 3798) Für Militär- empfehlen wir wollene Jacken im Preise von 1 fl 6 kr , 1 fl. 12 fr, 1 fl- 18 kr. rc- ic , ferner Leibbinden in verschiedenen Sorten. _________I. Ä. Busch Söhne. 4077) Täglich frische Milch bet H. E- Jughardt, __Marktplatz. 4012) Reisstärke, Waschcrhftall,Wür- felzucker bei___________Emil Pistor. 4005) Bettladen, ein- und zweischläfe- rige, stehen zu verkaufen. Brandgasse Lit. A. Nr. 202. Portland-Cement, frische Sendung aus der Fabrik von Ehr. Lothary in Mainz, empfiehlt (4074) Dan. Wirth's __________Nachfolger. 4003) Bei Th. Lotz Wittwe in Gießen ist zu verkaufen: ein Noßgang, sowie eine große hölzerne Wasserpumpe und ein noch in gutem Zustande befindlicher Braukessel, 14 bis 16 Ohm haltend.__________ ferner 1 Wagen mit eisernen Achsen und Zubehör, Pflug, Egge, 2 neue Steigleitern, Futterbank, Stoßtrog, Ketten und sonstige Oeconomie-Geräthschaften, onrie „ . 1 Fahrkuh, 2 Mastschweine, Heu, Korn, Mist und Dickwurz, öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden. Feilg ebsL^rres. Versteigerungen. Obstversteigerung bei der Stadt Gießen. 4020) Das städtische Obst, bestehend in Aepfeln und Birnen, von den Bäumen am Schiffenberger, Wiesecker, alten Anneröder und Steinbacher Weg, an der Grünberger Chaussee und in den Anlagen soll Mittwoch den 21 d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Neuenweger Thor. Gießen, den 15. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______Vogt.______ 4019) Mittwoch den 21. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhause die Mobilien der verstorbenen Jettchen Stern von Gladenbach, zuletzt bei Herrn Elkan dahier, bestehend aus Kleidungsstücken, Möbeln rc., meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 14. September 1870. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. K. Vogt. Portland-Cenrent, frische Sendung, empfiehlt (3987)______________I- G. D- Bapst. 3507) Gothaer (Servelatwurst empfehlen I. A. Busch Söhne. 4061) Vorzügliche Sorten Aepfel, zum Kochen und Trocknen geeignet, werden pr. Korb voll zu 20 kr. abgegeben bei Th. Rautenstrauch, an der Schoor. --------------------. 40S3) Eine Partie zurückgesetzter Herren-Shlipfe, ne^' m zu v 11« Äetauf I läIws nebst Gratis-Beilage „Das Hans" 13 Mal vierteljährlich erscheinende „Jllustrirtc Frauen-Zertung", entbält stets das Neueste auf dem Gebiete der Mode in tauber -msg-suhrt-n -seich- sichtti-be m-gUch°mach°" ,^e''in"den^Ze'itun"eu g-'i-i-rtm 'moden Das Haus" alle neuen Erfindungen, welche für die Wirtschaft und für den haus- l'icken Eomfort von Bedeutung sind, in bildlichen Darstellungen nebst ausführlicher &Ä 8°uiU«10n = 3111if'eI, G-dicht- 1C., dem G-schma-k der Damenwelt !°n«epabt, bieten reichen Ssoff zur Untnchaltuna. , . besondere Aus- -------087) ^ur Unterstützung der hülssbedürstigen Angehörigen der ins Feld auS= gerü(^ten)beut^^^e^^®olbatra^finb y5efxl.®e2ll.nsBücf:in0 6 ff., Dr. Schaum 3 fl. 30 ft., 19) 6d Herren Bücking und Weimersheim t , von Ungenannt 1 fl. 10 kr. von Stein 3 fl-, Dr. Glaser nachträglich 1 fl- 30 kr-, schreiner jjc- Stengel 1 fl. - 6 fl. 40 kr.; 20) bei Herrn Dr. Diehl: von W- Faber 3 sl-, n - 21) bei Herrn Ricker: G- 1 fl- 10 kr-, Fraul. Eckstein 1 fl. - 2 fl. 10 ki. 4088) Dcnienigen hiesigen Einwohnern, welche in der Lage waren, die mir gestern durch Herrn Major von Randow zugefügten groben Insulten mit auhoren zu müssens diene zur Nachricht, daß ich diesen Herrn verklagen und das Resultat der Klage veröffentlichen werde, sobald der Kriegszustand aushort. Gießen, ben 18- Septbr- 1870. ..nverwa»-? de7 dberhess. Bahnen, Gaffel. 3954) Di- Ausstellung ist bis 1. Octobcr verlängert. Alle Eumch- tungen, Concerte ic. verbleiben unv-rändert tote bisher. Der Etsenbahnverkehr nach allen Richtungen ist vollständig frei. D,e durch dle Gnade Sr. MaMat des Königs der Ausstellung zur Verfügung gestellte MitraiHeuse Danksagung. 1 4063) Allen Denjenigen, welche M unseren vielgeliebten Gatten, Vater, W Schwiegervater und Bruder, benm Schuhmacher und Spielwaarenhand- M ler, Georg Rover, zur letzten Ruhe- M stätte begleiteten, sagen wir unserenM tiefgefühlten Dank. M Gießen, den 16. September 1870. M Die trauernden Hinter- M bliebcnen. M -Nw T- Krieg Gefallener oder durch Verwundung arbeitsnnfah.g gewordene Eä - « - «■*“ - - - - ««UL m •*. w Frau Blumenthal. Wallthorstraße, Geschwister Taue m J» ? • • Seltersweg, Frl. L. Busch, Kreuz, am 8 « Uhr eröffnet. ----~ inqo) 9na Kammluna für den am 16. d. M- an der Eisenbahn verunglückten gSfeseäSssä sterbe, obige Summe seinen Angehörigen zu übersenden. $ Arriba, @iefeen, 16. September ' • Assist..nzarzt der chirurgischen Klinik- „BÄSilÄ'Kä su vcrmiethen und fönneu alsbald bezogen 'werden. Hieraus Reflecttr-nde wollen sich in meine Wohnung, Neuenweg Nr. IM, bemühen. ». Katz-nst-tn. 4080) In meinem Nebenhause ist das Mansarden-Logis, bestehend aus 7.^, Küche, Bodenkammer, Keller, sowie Mitgebrauch der Waschküche und des Bleich- platzes, zu vermiethen und bis Ende De. cember, auf Verlangen auch Mer -u herieben- Heinr. Becker, 1<8tC9 n Neue Anlage. „Die Post" d-r Politischen Ereignisse, Origmal-Corr-svo i 1 vollständigen Gewinnlisten R-ichstagssitzungen -miSM“« M-rg-nnumm-rLeitartikel, Lokal- der König!. wichtig- Entscheidungen des Obcrtnbu- nachrichten, interessante Gu'chtsverhandtung gKff^schast, Literatur, ein spannen- na!5, Berichte über Theater, Eoncerst, «u s uno^u^^te durch politische und Handes Feuilleton ic. In beiden Nummer ziuß-rdcm eine ausführliche ÄSJ5.-C:“X —...............»JWSSSUMS»»«. —»— ääwisö-—* * l-rung «ÄXtota E und W b«««kt« Wenn rntenVerlag tlt Berlin. durch Güte.__ 4056) Ein tüchtiger solider Küfer findet bei gutem Lohn sofort dauernde Beschäftigung bei Oppenheimer Sohn. m?rand. ^ager Auswanderer " nach Amerika werben, nachhem die Blockade her deut- scheu Küsten nunmehr aufgehört hat, wieder von mir bei reellster und billigster Bedienung erped und zwar am 1. October anfangend, mit dem Norddeutschen Lloyd-Postdampfschiff „Hansa". Gießen. I. M. Schulhof, am Rathhaus. 4049) Im Cafe Kuhlmann find inöblirte Zimmer an ledige Herren zu ver- miethen und sogleich zu beziehen. Vermischte Anzeigen. 4066) Bei meiner heutigen Abreise mit meinem bei Sedan verwundeten Sohne, Wilhelm Gunsthermer, vom 94-Jn- santerie-Regiment, spreche :ch hrermrt öffentlich meinen herzlichsten Dank fur bte demselben während seiner Anwesenheit in dem Lazareth der Turnhalle dahier zu Th eil gewordenen ausgezeichneten Pflege und ärztlichen Behandlung aus. Gießen, den 18. Sept. 1870. ' Ludwig Gunstheimer, aus Wickerstedt (Weunar). l. «ßartt^^S At. M- , in L. ahne tfp ^jiC' [ flm <>--—;a tir -'1' Gen PlNstv )ellersweg. „'S ä »«‘sä flffnemeine 3nöu|lrie - Kusstelluug DachÄckermeister Web er, in Haiger. für das Gesammtgebiet des Hauswesens Redactton, Druck und Verlag der Brühl'fchm Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch', in Gießen Darmstadt, 17. September. Der von Herrn Prälat 0r. Zimmermann in der Sitzung erster Kammer vom 15. d. eingebrachte Antrag lautet wörtlich: „Die großen preiswürdigen Thaten des deutschen Gesamwtheeres auf den Schlachtfeldern mahnen jedes deutsche Herz zu entsprechenden Thaten der Dankbarkeit. Und diese Mahnung ist nicht erfolglos geblieben. Die Opferwilligkeit in ver Sorge für die Kämpfenden und die aufopfernde Thätigkeit für die Verwundeten und Erkrankten, wie sie in allen Ständen sich bewähret, ist über alles Lob erhaben. Aber das deutsche Volk ist mit dieser Sorge nicht zufrieden, es gedenkt auch in Liebe und Dankbarkeit drrer, die im Kampfe invalid geworden Wir verfehlen nicht, auf die im Jnseraten-Theil unserer heutigen Nummer entj haltene Ankündigung der in Berlin erscheinenden Zeitung die „Post" nebst Gratis-Beilage das „Haus" aufmerksam zu machen. Die „Post," die ohnehin schon für fast den halben Preis ihren Lesern einen gleich reichen Stoff bietet, wie andere große politische Zeitungen, auch die vollständigen Gewinn-Listen der König!. Preuß. Klassen-Lotteri! bringt, fügt diesem reichen Inhalt jeden Sonntag eine „Jllustrirte Frauen-Zeitung' das „Haus" bei, welche nicht nur wie andere Modcnjournale stets das Neuste auf den Gebiete der Mode nebst regelmäßigen Beilagen von Schnittmustern, sondern auch alb für den Haushalt practischen Erfindungen in sauberer Beschreibung liefert. Die „Post' bietet hiernach sämmtlichen Familien-Mitgliedern Stoff zur Unterhaltung und nützliche, Anwendung für den außergewöhnlich billigen Preis' von 2 Thalern vierteljährlich; di »Post" hat im fünften Jahre ihres Bestehens die ansehnliche Anzahl von 12,000 Abon? nenten erlangt, was wohl am Besten für dieselbe spricht. Wir empfehlen dieselb, unseren Lesern und hauptsächlich der Frauenwelt angelegentlichst. Nummern bei Frauen-Zeitung das „Haus" werden von allen Buchhandlungen zur Ansicht geliefert. Vermischtes. Gießen, 17. September. Heute überreichte Herr Major von Randow persönlich dem Vicefeldwebel Freese vom Oldcnburgischen Infanterieregiment Nr. 91, welcher noch ans Bett gefesselt in Privatpflege bei Professor Lange sich befindet, das ihm von Er. Majestät dem Könige für sein wackere» Verhalten in der Schlacht bei MarS la Tour vom 16. August gnadigst verliehene eiserne Kreuz nebst einem Glückwunschschreiben seines EompagniechefS. Darmstadt, 9. September. Auch einige TurcoS find hier. Sie verstehen kein Französisch. Der einzige Mensch, der sich ihnen verständlich machen kann, ist der hiesige Rabbiner, Herr Dr. Landsberger, als tüchtiger Orientalist bekannt. Gr liest den Leuten, die sämmtlich ihre Muttersprache weder lesen noch schreiben können, den Koran vor und schreibt ihnen ihre Briefe an die Angehörigen im AtlaS. Vom 22. preuß. Regiment wi'd der Schief. Ztg. aus Reims, 6. Septbr., gesch eben: »Folgender origineller Witz ist gestern Nachmittag in der Stadt Reims vorgekommen Um 3Vz Uhr zog Se. Majestät der König Wilhelm in die Stadt ein. Das Volk strömte, um b<« Heldenkönig und seinen Minister-Präsidenten, Herrn Grafen Bismarck, zu sehen, nach dem br- treffenden Platze. Um 4 Uhr kommt der Büchsenmacher Groeger vom 2. Bataillon RegimenlSs Nr. 22 in das ihm angewiesene Quartier; vom Wirth beftagt, wer er sei, antwortet er, rr sei Büchsenmacher. Mein guter Wirth, der dies für Bismarck verstand und den Herrn Grafen BiSmarck vorher nicht gesehen hatte, glaubte, daß der hohe Herr ihm Besuch! mache. Er fiel dem Büchsenmacher um den HalS, herzte und küßte ihn. Graf BiSmarck mußtt das schönste Stübchen beziehen und hatte ein vorzügliches Quartier. Die New-Borker „Tribüne", eines der größten dortigen Tageblätter, brachte am 211 August einen ausführlichen telegraphischen Bericht über die Schlacht bei Gravelotte von einens ihrer Berichterstatter am Kriegsschauplätze, für dessen telegraphische Uebermittelung von LondoS nach New-Pock nicht weniger als 2280 Doll, in Gold bezahlt werden mußten. Dom Kriegsschauplatz. Zn Paris, 16. September, eingegangcnen Meldungen zufolge haben 5000 Mann badische Truppen mit 20 Kanonen nach kurzem Kampfe mit Franktireurs und Nationalgarden Eolmar besetzt. Die Truppen requirirten Lebensmittel und Fourage und marschirten am anderen Tage auf Mühlhausen. Nach einem Telegramme aus Fontainebleau sind Ulanen in Courcelles eingetroffcn. Aus Parts, 16. September, wird ferner gemeldet: Nach den Berichten der Regierung sind preußische Plänkler bei Villeneuve, Damartin und Plessis erschienen. 3000 Mann Preußen haben bei Villers Cotterets (Departement Aisne, Arrondissement Soiffons) Stellung genommen. 10,000 Mann stehen bei Nanteuil. Soissons wird durch Cavallerie cernirt. Nach anderweitigen Nachrichten scheinen die Preußen einen Angriff auf Vincennes vorzubereiten. Der Eisenbahnbetrieb nach Orleans ist noch nicht eingestellt. Aus Baden, 17. September. Der Präfect Jules Grosjean (Groß- hanS) war, wie Sie auch berichteten, in Colmar mit großem Enthusiasmus ausgenommen worden und hatte in einer Proclamation die AuStheilung von Gewehren versprochen, sowie zu allgemeiner Bewaffnung eingeladen. Nachdem aber vor Colmar ein Trupp Franctireurs auseinander gesprengt und einige gefangen genommen worden, hat auch der neue Präfect das Weite gesucht und zogen die badischen Truppen ohne weiteren Widerstand in Colmar ein. UebrigenS haben nicht Bayern Colmar occupirt, sondern badische Truppen unter General Keller. Der bei Müllheim gestandene Theil derselben ist am 15. bei Neuenburg über den Rhein gegangen und hat sich mit den Truppen Keller's zum Marsch auf Mühlhausen vereinigt, wo man wahrscheinlich gestern Morgens eingezogen ist. (Ist bestätigt.) Bei Ncubreisach war die Garnison, Linie und Mobil- garden, ausgezogen, hatte sich aber nach kurzem Gefechte, wobei unsererseits einige Gefangene gemacht wurden, wieder in die Stadt zurückbegeben. Von einem ernstlichen Widerstände ist nirgends die Rede. 19. September. Vierzehn italienische Abgeordnete, die in Abwesenheit des Parlaments in Florenz zusammentraten (darunter Cairoli, Loporta, Frapolli, Macchi) haben an die Demokratie Frankreichs und Deutschlands folgende Adresse gerichtet: „Florenz, 5. September. Das Kaiserreich, das den Vernichtungskrieg hervorgerufen hatte, der eben gekämpft wird, ist gefallen. Tausende von Opfern, die sich heroisch dahingegeben, haben die Ehre Frankreichs hoch gestellt. Die Republik verabscheut diesen ruchlosen Krieg. Ein schneller und für die beiden Nationen ehrenhafter Friede kann allein die Civilisation retten und das Gedeihen Europa's verbürgen. Möge Deutschland sich groß und hochherzig in seinen Bedingungen zeigen! Möge jedes Volk sich die Organisation geben, die ihm zusagt. Mögen alle Völker brüderlich zum Fortschritt der Menschheit sich vereinigen! Brüder Frankreichs und Deutschlands! Leget die Waffen nieder, wir beschwören euch im Namen der unzählbaren Opfer, die ihr beweint. Wir begrüßen euch heute auS Florenz. Italien wird euch bald von Rom aus die Hand reichen." Herr Eugen Richter berechnet die Kriegskosten, die uns Frankreich zu zahlen habe, wie folgt: 115 Millionen Thaler baare Auslagen der Staatskassen für Heer und Flotte, 3 Mill. Thaler für zwangsweise Naturalleistungen der Gemeinden, 6 Mill, zur Entschädigung der Gemeinden für Unterstützung von Reservisten und Wehrmännern, 37j/2 Mill, für Entschädigung der einbcrufrncn Reservisten und Wehrmänner, 7 Mill, für Unterstützung der Hinterbliebenen, 30 Mill, zur Invalidenversorgung, 3 Mill. Entschädigung für Kehl und Saarbrücken, 20 Mill. Schaden durch die Blokade, 6 Mill. Entschädigung für die aus Frankreich vertriebenen Deutschen, im Ganzen 227 Mill. Thaler; ferner 150 Mill, als Pauschalsumme für die allgemeine Störung aller Erwerbs- Verhältnisse durch den Krieg, mithin in Summa 377 Mill. Thaler, gleich 1425 Millionen Franken. Die Vorbereitungen zur Mobilmachung ver russischen Armee werden, wie man der „Ostsee-Ztg." aus Warschau schreibt, zwar geräuschlos, aber mit ungeschwächtem Eifer fortgesetzt. So hat das Kriegsministerium neuerdings bedeutende Summen zur Einrichtung von Feldlazarethen und zur Organisirung des militärischen Sanitätswesens angewiesen. Gleichzeitig hat der Vorstand des „Internationalen Vereines zur Pflege im Felde verwundeter Krieger" in Petersburg vom Kriegsministerium die Weisung erhalten, die Absendung von Aerzten nach dem Kriegsschauplätze in Frankreich zu sistiren, da Rußland möglicherweise in die Loge kommen könne, alle ärztlichen Kräfte für die eigene Armee in Anspruch zu nehmen. Seit Anfang dieses Jahres sind für die russische Armee statt der früheren papierenen die englischen Metallpatronen eingeführt, deren Hülsen aus englischen Fabriken bezogen und in inländischen Laboratorien mit Pulver gefüllt werden. Seit dem 1. August sind an die Armee 38 Millionen Stück Metallpatronen vertheilt worden. — Wie der „Petersburger Börsenzeitung" aus Miendzyloz gemeldet wird, stehen gegenwärtig in den südwestlichen oder sogenannten reussischen Gouvernements, außer der nöthigen Cavallerie und Artillerie, 4 Divisionen Infanterie, und zwar eine (die 12.) im Gouvernement Kiew und 3 (die 11., 22. und 33.) in den Gouvernements Volhynien und Podolien. Zur Verstärkung dieser Truppenmacht werden aus dem Militärbezirke Charkow noch zwei Infanteriedivisionen und aus dem Innern Rußlands zwei Cavallerieregimenter erwartet. E.nem von demselben Blatte erwähnten Gerüchte zufolge sollen diese Truppen längs der galizischen Grenze Quartiere beziehen. sind oder noch werden, es gedenkt auch der in Noth gerathenen Hinterbliebenen unserer Gefallenen. Fast allgemein hat sich daher der Wille des deutschen Volkes für Gründung einer allgemeinen deutschen Iuvalidenstiftung ausgesprochen, einer Stiftung zu dem Zwecke, alle durch Bethciligung an dem großen deutschen Kriege invalid oder erwerbsunfähig gewordenen deutschen Soldaten und alle bedürftigen Familien Gefallener oder ihren Wunden erlegener nachhaltig vor Mangel schützen. Bereits hat man in Berlin Statuten für diese durch freiwillige Beiträge ins Leben zu rufende Stiftung entworfen. So dankenswerth das aber I auch ist, so erscheint es doch geboten, daß der freien LiebeSthätigkeit jeder end zelne deutsche Staat helfend an die Seite tritt. „Von dieser Erwägung geleitet, erlaube ich mir an die Stände des Groß, herzogthums den Antrag zu stellen, es wolle zu diesem großen Zwecke eine entsprechende Summe von denselben verwilligt werden, und hege zu dem Patriotis- muS aller deutschen Ständeversammlungen das Vertrauen, daß sie hierbei nicht zurückbleiben. Nur wenn so die freie LiebeSthätigkeit und die Staaten sich die Hand reichen, wird diese Invalidenstiftung auf festem Boden stehen, und es werden nicht blos dürftige Almosen bleiben, die den Verstümmelten und den armen Hinterbliebenen der in diesem für das deutsche Vaterland entscheidenden Kampfe Gefallenen gereicht werden können." In Graz (Steiermark) gelangte am 9. September in öffentlicher Der- sammluug des dortigen deutsch-nationalen Vereins folgende Resolution einstimmig zur Annahme: „Die Siege Ver deutschen Waffen erfüllen uns mit patriotischer Freude; wir erwarten daß als Frucht dieser Siege ein einiges Deutschland unter der bewährten Führung Preußens entstehen toerbe. Wir erblicken im deutschen Einheitsstaate eine Kräftigung del deutschen Elementes in Oesterreich und eine sichere Garantie für die Wahrung unserer nationalen Interessen. Wir halten die Forderung Deutschlands auf Wiedereinverleibung von Elsaß unb Lothringen für berechtigt und fordern deshalb von der Regierung Oesterreichs, daß sie sich bet Friedensverhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland jeder Einmischung Brüssel, 17. September. Die „Independance belge" meldet aus Paris: „Die Panzerflotte kehrt zur Vevtheidigung von Cherbourg und Havre zurück." — Die letzte Depesche des Commandanten von Straßburg lautet sehr traurig. Man glaubt indessen, derselbe könne noch einige Zeit aushalten. — Für die Nationalgarde werden Kanoniere auSgeblldet. Jedes Bataillon erhält eine Mi- trailleuse. Die Mobilgarde soll jetzt durchweg CyaffepotS haben. Brüssel, 17. September. Aus Paris wird gemeldet: Wegen der be- klagenswerthen Mißbräuche, die unter dem Vorwand, Spione zu suchen, vor- kommen, hat der Polizeipräfect angeordnet, daß Niemand ohne richterliche Ermächtigung in Bürgerhäuser eintr.ingen und Verhaftungen vornehmen darf.— 6000 Mobilgarden, welche sich weigerten, die Republik anzuerkennen, sind in die Provinz zurückgek.hrt. Florenz, 15. September. Außer der „Unüh, Cattolica" werden auch die anderen klerikalen Blätter schwarzgerändcrt erscheinen bis zur Wiederherstellung der weltlichen Herrschaft des Papstes. — Graf Mamiani, einst Minister Pius' IX., überreichte gestern dem Ministerium eine von der Blüthe der Bürger Civitavecchia's trotz dem Belagerungszustand unterzeichnete Adresse. — Mazzint wurde wegen Complicität seines Procrsses mit dem eben in Lucca verhandelte» über den Frühlingsputsch nach dem Fort Varignano gebracht. (Allg. Z.) Florenz, 16. September. Torre Orleando bei Civita-Vecchia hat sich, ohne Widerstand zu leisten, ergeben. Die italienischen Truppen besetzten die Stadt. — Wie „Gazzerta usfiziale" meldet, sandte Cadorna gestern einen Parlamentair nach Rom, um General Kanzler aufzufordern, dem Einmärsche italienischer Truppen in Rom keinen Widerstand entgegenzusetzen. General Kanzler- gab eine ablehnende Antwort.