ießmer Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen Nr. 84 Dienstag den 19. Inti 1870 Gießen, den 16. Juli 1870. 2) 3) im Musterungsbezirk Wieseck, enthaltend die Orte und Gemarkungen: Staufenberg, Mittwoch Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Oppenrod, Steinbach. Treis a. d. Lda., Trohe, Wieseck, Winnerod. Anzeigen. rinbt Zll Kietzev. dienst. 3uIL Landmann, rn Dr. Seel. Lang-Göns, Leihgestern, Ober-Hörgern, Watzenborn mit Steinberg. Mach, Annerod, Arnsburg, Burkhardsfelden, Dorf-Gill, j» Mn. 3ull baü Stün- Christian Noll öi. Hermann Spies Mendorf a. d. Lumda, Alt-Buseck, Bersrod, Beuern, Daubringen, Gießen mit Schiffenberg, Königliche Etappen-Jnspection. v. Randow, Major. Abonnement ans den Gießener Anzeiger wird noch täglich in der Erpedition dieses Blattes entgegen genommen. Auswärtige wollen bei den ihnen znnächst gelegenen Poststellen oder den Landpostboten abonniren. Erscheint wöchentlich bi et" mal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Eanzleiberg Lit. B. Nr. 1. Preis vierteljährlich 36 fr. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr. bligp Heinrich M' und Spentzimneista Pogl von hier- :tann Karl Friedrich Privallehm W. ellehrcrs, Peter Chw edelicher Sohn; M Vtargarethe Karoline ebenen SürgtiS unb Pp Herbert, eheliche An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehende Bekanntmachung der Etappen-Jnspection theilen wir Ihnen zrrr Nachricht und Bekanntmachung in der Gemeinde mit. Gießen, den 17. Juli 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. G o l d m a n n. In Folge eingetretener Mobilmachung der ganzen Norddeutschen Bundes-Armee wird hierdurch Folgendes zur Kenntniß und Nachachtung gebracht. Kein Officier, Militärbeamter oder Soldat der Norddeutschen Bundes-Armee darf von heute ab, ohne Anweisung der Etappen-Behörde, Quartier oder Verpflegung, oder Vorspann sowie Boten und Wegweiser auf der Etappe oder in deren Rayon erhalten. Jede Requisition ohne schriftliche Anweisung der Etappen-Behörde ist ohne Ausnahme verboten und wird nach der Strenge der Gesetze bestraft. Es wird jedem Mißbrauche streng entgegengewirlt werden, weshalb sämmtliche Ortsbehörden jede Ueberschreitung sofort zur Anzeige zu bringen haben. In nicht ganz sicheren Fällen sind Rückfragen im Bureau der Etappen-Jnspection zu empfehlen. Sollten Truppenführer in außerordentlichen Fällen, z. B. bei Nachtzeit, Boten bedürfen, so werden diese ordnungsmäßig von denselben requirirt werden und haben die Requirirenden darüber sofort zu quittiren. Sollten demohnerachtet Truppenführer oder einzelne Personen zwangsweise Requisitionen vornehmen, so haben die Ortsbehörden der Etappen-Behörde davon sofort Anzeige zu machen. Jede Militärperson, welche sich ohne ausdrückliche und von der nächsten Etappenbehörde visirte Autorisation außerhalb der Etappenstraße betreffen läßt, wird als Marodeur betrachtet, sofort arretirt und Behufs Bestrafung nach dem nächsten Etappen-Ort gebracht. Der wesentliche Inhalt des Natural-Vcrpflegungs-Reglements wird später öffentlich bekannt gemacht werden. Das Bureau der Etappen-Jnspection befindet sich auf dem Bahnhofe und ist Tag und Nacht geöffnet. B e k a n n t m a ch u n g. Die Beschaffung des Bedarfs von Pferden für die Großherzogliche Division durch Aushebung. Die Musterung und Aushebung der bei der nunmehr eingetretenen Mobilmachung der Großherzoglichen Division von dein Kreise Gießen zu stellenden Pferde findet wie nachstehend angegeben statt. A. D i e Musterung 1) im Musterungsbezirk Großen-Linden, enthaltend die Orte und Gemarkungen: Alleudorf a. d. Lahn, Garbenteich, Groß-Linden, Grüningen, ; .>««»" Bekanntmachun g. Um bei den bevorstehenden Militär-Transporten auf der Eisenbahn den Dienstbetrieb nicht zu stören und Unglücksfälle zu verhüten, wird Folgendes bekannt gemacht. 1) Bei Ankunft von Militärzügen darf sich Niemand auf dem Bahnhofs-Perron befinden, der nicht dienstlich beschäftigt, oder zum Betreten des Perrons ausdrücklich autorisirt ist. 2) Das Publikum wird gebeten, den Perron bei Ankunft der Militärzüge stets freiwillig zu räumen, indem er sonst durch Militär geräumt werden müßte, was sehr leicht Unannehmlichkeiten, ja sogar Unglücksfälle herbeiführen könnte. 3) Kmder unter 14 Jahren werden vom Perron, außer bei Abgang der regelmäßigen Bahnzüge, jederzeit zurückgewiesen, worauf deren Eltern besonders aufmerksam gemacht werden. Zugleich werden Diejenigen, welche geneigt sind, den durchziehenden Soldaten freiwillig Erquickungen darreichen zu wollen, gebeten, diese im Büreau des Unterzeichneten (auf dem Bahnhof) gefälligst zu deponiren, es werden demnächst Cioil-Personen (mit den erforderlichen Binden gekennzeichnet) ersucht werden, dieselben bei Ankunft der Rüfle zu vertheilen. Gießen, den 18. Juli 1870. Bahnhofs - Etappen-Kommandantur. v. Randow, Major. .«HZ im Ajm "• Nm bei der i a ft -,m Hauptmann hn ^santniereglmmte V Zwillingstochttt, L ma. ß(bortn SLsr: " "Ä^meni. ^uTTi7n ne b« mir geladm H- Keck. B. D i e Aushebung kämmtlicher aus den 3 Musterungsbezirken zu stellende» Pferde Donnerstag den 21. Juli d. I., Norm. 9 Uhr, zu Gieße« ’ 7 auf dem neuen Marktplatze (Oswald s Garten). Die Besitzer von Pferden werden anfgefordert, alle nicht gesetzlich befreiten Pferde zur Musterung und die von der Musterungs-Commission auszu- wäblenden Pferde zur Aushebung zu den angegebenen Zeiten und au deu augegebeuen Orten bei Meidung der gesetzlichen Strafen vorzuführen. Die zur Aushebung vorzusührendcn Pferde müssen mit Halfter, Trense und zwei Stricken versehen und gut beschlagen sein. Kieken 17. Juli 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen. p ' Or. Goldman n. «Sa r bas 'j?,"1 Od, "'M bin 'Ptoblen enb ballt «“ mih?' An. H 81 '• ... KS'ä* qiJorie aus der OK fff. 20 V Hausen, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Linden, Dienstag den 19. Juli d. I., Norm. 8 Uhr, zu Groß-Linden; Ettingshausen, Hattenrod, Lich mit Kolnhausen, Hof Mach und Mühlsachsen, Mittwoch den 20. Juli d. I., Norm. 8 Uhr, zu Lich; Groß-Buseck, Lollar, Mainzlar, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, den 20. Juli d. I., Norm. 8 Uhr, zu Wiefeck ♦ L )tctz Mi 'hrts: ischen feine Sier; angebenber Kellner gesucht. Näheres r-. aioioff. .Ehrling kann ein- 'cte Univ-Druckerei. 2dia!m der ^orftflbt el ünd weiter ein- mg ö fl, Ungenannt m (Sanken 5 fl. 30 fr., Wigttn25fU2fr. fr. mkgtgen rd. d. Gieß. Anz. im Musterungsbezirk Lich, enthaltend die Orte und Gemarkungen: Eberstadt, Münster, d 2 e c z s ( t 1 l 1 ij ( B ekanntm a ch u n g. Da unter dem 16. l. M. die planmäßige Mobilmachung der Norddeutschen Bundesarmee von Sr. Majestät dem König von Preußen angeordnct ist, so tritt mit demselben Tage das Kön. Preuß. Gesetz vom 11. Mai 1851 wegen der KriegSleistung und deren Vergütung (Großh. Reg.-Blatt von 1868, S. 928 bis 933) in Anwendung. Man bringt dies zur öffentlichen Kcnntniß. Gießen, den 18. Juli 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. G o l d m a n n. Oeffentliche Aufforderung. In Folge ergangenen Mobilmachungsbefehls werden Alle augenblicklich außer Controle stehenden Mannschaften des Beurlaubtenstandes im Landwehrbataillons-Bezirk Gießen aufgefordert, sich unverzüglich bei dem nächsten Bezirksfeldwebel, resp. im Batatllonsstabsquartier anzumelden, widrigenfalls weiter gegen dieselben vorgeschritten weiden wird. Gießen, den 16. Juli 1870. Das Landwehrbezirks - Commando. Franck, Hauptmann. B e k a n n t in ii ch u 11 g. Störungen im Bahnhofe betreffend. In den letzten Tagen hat sich das Publikum so massenhaft in den Bahnhof gedrängt, daß die Bahnbediensteten in den ihnen obliegenden Verrichtungen aebindert worden sind. Da bei den bevorstehenden Truppen-Transporten noch größere Störungen zu befurchten wären, ist angeordnet worden, daß diejenigen, die nicht mit den Nabnrüaen reisen, künftig das Perron nicht betreten dürfen, was zur Nachachtung bekannt gemacht wird. 9 Gießen, 18. Juli 1870. Großherzogliche Polizei-Verwaltung Nover. B e k a u 11 t m a ch u n g. Die Regulirung der Cinkommenstener betreffend. Das Gesek die Regulirung der Einkommensteuer betreffend, vom 21. Juni d. I., enthält keine Bestimmung über die eigene Declaration der Einkommensverhältniffe Keilens der Pflichtigen, da jeder Zwang in dieser Hinsicht ausgeschlossen sein soll. Nach Art. 20 sind jedoch, was die Einkommensteuer der I. Abteilung betrifft, die etwa einlausenden freiwilligen Angaben der Steuerpflichtigen über ihre Einkommensverhältnisse zu den Hilfsmitteln bei Berechnung des Einkommens der betreffenden Pflichtigen Der Vorsitzende der Einschätzungscommission für das Steuercommissariat Gießen. Hirsch, Steuerrath. Desgl. für das Grobherzogliche Steuercommissariat Grünberg: ßimpert. Desgleichen für das Großherzogliche Steuercommissariat Hungen: Hunsinger. 0cr ch Bezugnahme auf diese Gesetzesbestimmung und im Hinblick darauf, daß auch bei Reguliruna der Einkommensteuer II. Abteilung.derartige freiwillige Auskunfts- ertbeilungen nur erwünscht sein können, werden die Steuerpflichtigen des SteuercommissariatS Gießen hierdurch ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß es ihnen in jedem Stadium der Verhandlung unbenommen ist, freiwillig über ihre Einkommensverhältnisse dem Unterzeichneten oder einzelnen Mitgliedern der betreffenden ©infd&ä&urtgS; commisstoncn^AAzungsgeschäft wesentlich erleichtern, wenn dergleichen Auskunftsertheilungen alsbald und zwar, wenn irgend thunlich, schriftlich bewerkstelligt werden. Zu diesem Behufe können Steuerpflichtige, welche ihr Einkommen speciell zu declariren beabsichtigen, bei der Bürgermeisterei ihres Wohnorts ein hierzu geeignetes Formular in Empfang nehmen. Gießen, den 18. Juli 1870. Besondere Bekanntmrschnngen. Frauenvereiu für Krankenpflege. Indem wir nachstehend die Bedingungen für die Privatkrankenpflege des Alice-Frauenvereins in Gießen zur öffentlichen Kenntniß bringen, nehmen wir die Veranlassung, zur Benutzuug der hierdurch geboteueu Gelegenheit, in Krankheitsfällen eine aufmerksame technisch gebildete Pflegerin erhalten zu können, wiederholt anfzufordern. Die Familie des Kranken ist sehr häufig nicht in der Lage, die Pflege so auszunben, wie es nach dem Stand der Krankheit und nach der Vorschrift des Arztes nothwendig ist; die Besorgung der häuslichen und Berufsgeschäfte nimmt ihre Zeit und Kraft oft ganz in Anspruch, die Sorge um den geliebten Kranken macht zur unbefangenen Beobachtung untüchtig. — Da kann nur die liebevolle sachgemäße Pflege, die der Verein bietet, helfen. Anmeldungen von Kranken, für welche die Hülfeleistung des Vereins in Anspruch genommen wird, sind durch Vermittelung des behandelnden Arztes bei der Präsidentin des Vereins, Frau Professor Wil brand zu machen. Gießen, den 17. Juli 1870. Namens des Vorstandes der Geschäftsführer: Dr. Goldman 11. B e d i 11 g u 11 g e 11 für die Privatkranfenpflege des Alice-FranenvereinS in Gießen. §. 1. Der Alice-Frauenverein steht zu deu Personen, welche von den acti- ven Mitgliedern des Vereins gepflegt werden, in einem ähnlichen Verhältniß, wie die geistlichen Genoffenschaften, deren Mitglieder die Krankenpflege ausüben. Da die activen Mitglieder des Alice-Frauenvereins, ebenso wie die geistlichen Genossenschaften, sowohl Arme wie Vermögende pflegen, so ist der Alice- Franenverein auf die Erkenntlichkeit der Verpflegten, welche nicht unbemittelt sind, angewiesen. Um in dieser Beziehung einen Anhaltspunkten geben, wird bemerkt, daß die Auslagen des Vereins für jeden Pflegetag (Tag und Nacht) mindestens 1 fl. 30 kr. bis 2 fl. betragen. Nach dem Zweck des Vereins versteht es sich von selbst, daß da, wo die pecuniären Mittel die Rückerstattung dieser Auslagen nicht ermöglichen, die Pflege auch gegen einen geringeren Betrag und im Falle der Noth ganz unentgeltlich geleistet wird. §. 2. Wer die Hülfe einer Pflegerin außerhalb Gießcu begehrt, hat derselben die Kosten der Hin- und Herreise zu vergüten. Die Beiträge zur Rückerstattung der in §. 1 erwähnten Auslagen des Vereins oder weitere Honorare für geleistete Krankenpflege sind dagegen an einen der' Geschäftsführer des Vereins direct eiuzusenden. §. 3. Die Pflegerinnen sind verpflichtet, von den Patienten und deren Familie keine Honorare oder andere werthvolle Zeichen der Erkenntlichkeit anzunehmen, sondern einen der Geschäftsführer als direkten Empfänger für die Kaffe des Vereins zu bezeichnen, und nur im Nothfall die Besorgung an diesen Letzteren zu übernehmen. §. 4. Die Pflegerinnen, welche außerhalb Gießen beschäftigt sind, erhalten die Beköstigung von der Familie des Patienten. In Gießen haben die Pflegerinnen dagegen von der Familie des Patienten keinerlei Kost oder Erfrischungen anzusprechen. Eine Ausnahme hiervon kann nur auf besondern Wunsch der Familie des Patienten dann stattfinden, wenn die Erlaubnis; hierzu durch die mit der Ordnung des Pflegedienstes von dem Centralcomitö Beauftragten ertheilt worden ist. §. 5. Reinhaltung des Zimmers, sowie weitere häusliche Arbeiten gehören nicht zu den Functionen der Pflegerinnen, und können nur iu besonderen Fällen der Noth, soweit es die Krankenpflege und die Kräfte der Pflegerinnen gestatten, übernommen werden. Das An- und Auskleiden von Leichen gehört ebenfalls nicht zu den Functionen der Pflegerinnen, es kann dies nur in Folge eines freiwilligen Anerbietens von Seiten der Pflegerinnen von denselben übernommen werden. §• 6. In allen Fällen, in welchen die Pflege einer Pflegerin allein obliegt und kein regelmäßig stattfindender Wechsel im Pflegedienst eingerichtet werden kann, gelten folgende Bestimmungen: Wenn N. .vachen nöthig sind, ist dafür Sorge zu tragen, daß die Pfle- gerinv" ' ...Zmittags 3—4 Stunden ruhig schlafen und wenigstens die 3te Nacht ungestört ausschlafen können. Wenn die Nachtwachen längere Zeit fortdauern, ist dafür zu sorgen, daß die Pflegerin nur eine um die andere Nacht zu wachen habe. Wenn Nächte mit häufig unterbrochenem Schlaf längere Zeit andauern, so ist ebenfalls die Einrichtung zu treffen, daß die Pflegerin 3—4 Stunden am Tage schlafen kann. Da es den Pflegerinnen durch den Organisationsplan der Krankenpflege des Alice-Frauenvereins zur Pflicht gemacht ist, sich jeden Tag eine Stunde Bewegung in freier Luft zu machen, so muß denselben täglich die hierzu uöthige Zeit eingeräumt werden. §. 7. Der Alice-Frauenverein sieht sich aus verschiedenen Gründen genö- thigt, die Dauer einer Privatpflege in der Regel auf höchstens 3 Monate zu beschränken. §. 8. Dem Comits des Vereins steht es zu jeder Zeit frei, die activen Mitglieder von einer Pflege zurückzurufeu und, wenn es möglich ist, durch andere Pflegerinnen zu ersetzen, insofern die Familie eine Fortsetzung der Krankenpflege von Seiten der activen Mitglieder des Vereins wünscht. Darmstadt, am 24. April 1870. Das Centralcomitö des Alice-FranenvereinS für Krankenpflege im Großherzogthum Hessen. *' bie nicht mit dm »ei-Lerwaltung nkommensgerhältnissk unfl?tufjt, die etmQ •etrenenben Pflichtigen ^iwillige Auskunfts- br, biig es tynen in Wm EinschätzungS- riftlid) drwerkstecht «n hierzu gkeigntteS mzen, nehmen wir i eibalten zu können, ib der Krankheit und Anspruch, die Ssrge ein bietet, Helsen, es behandelnden J VON rüchm *rt „ toä*mW\ । Mn d-°!-lbw^w , M-zem aOein«fr M * tragen, M di-G ,;n länger« 3elt ?Jl ® kie anbei1 v- talfclllW % en* _ gründen g^' J* 7 Monate !« fr« bi'*’ 7 i burdi * m»l'4 7 hrt M' Cinquartirung betreffend. 3345) Die Quartirträger werden darauf aufmerksam gemacht, daß nur gegen Abgabe der Quar- tirbillete demnächst Vergütung geleistet wird, diese Billete demnach sorgfältig aufzubewahren sind. Zugleich werden diejenigen Quartirträger, welche die ihnen ertragenden Mannschaften außerhalb ihrer Wohnungen verpflegen lassen wollen, nochmals eingeladen, dieses bei uns ohne Verzug anzumelden. Gießen, den 18. Juli 1870. Die Einquartirungs- Commission. Cöln-Mindener Eisenbahn- Gesellschaft. 3346) Wegen Jnanspruch- xl nähme unserer bedeckt gebau- feMfc ten Wagen zu Militärzmecken können Güter, welche in sol- dien Wagen zu verladen sind, bis aus Weiteres nur nach vorheriger Anfrage bei unseren Güter- Expeditionen zum Versand angenommen werden. Cöln, den 16. Juli 1870. Die Direktion. Zur Nachricht. 3341) Der Vicinalweg von der Staatsstraße nach Oppenrod kann wegen Erbauung einer neuen Brücke von heute an bis zum 15. August l. I. nicht befahren werden. Oppenrod, den 15. Juli 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Weis. VerKsrgeruugeK. 3339) Die bei Großhcrzoglichem Hofgericht zu Gießen für das Jahr 1871 erforderlichen Schreib- und Siegelmaterialien, als: 1) 4 Ries Briefpapier in Folio, 2) 45 „ Miltelschreibpapier, 3) 145 „ Conceptpapier, 4) 2 „ Deckelpopier, 5) 6 „ kleines Packpapier (Handpapier), 6) 1 „ großes „ (Handpapier), 7) 4 „ Maculaturpapier, 8) 1000 Stück Federkiel, 9) 70 Gros Stahlfedern, 10) 6 Dutzend Bleistifte, 11) 25 Pfund feines Siegellack, 12) 16 „ ordinäres „ 13) 8 „ Oblaten sollen in einer Gesammtlieferung, sowie 14) 30 Stück zweiklingige Federmesser, 15) 6 „ einklingige 16) 60 Pfund Kordel, ebenfalls in je einer Lieferung auf dem Soumissionswege vergeben werden und sind Lieferungsanträge mit Preisangabe gehörig bezeichnet und versiegelt bis zum Mittwoch den 7. September 1870 bei unterzeichneter Stelle, wo die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können, abzugeben. Spätere Offerten können keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 15. Juli 1870. Die Großherzogliche Hofgerichts-Canzlei- Jnspection daselbst. __Forb ach.______________ 3347) Die auf den 25. d. Mts. anberaumte Güterversteiaerung, dem Gg. Heinr. Lony gehörend, wird der eingetretenen Verhältnisse wegen bis auf Weiteres nicht abgehalten, jedoch werden einzelne Parzellen, wenn sich Liebhaber dazu finden, zu jeder Seit verkauft. Gießen, den 18. Juli 1870. FeilgeboterreS 3273) Neue Kartoffeln, sehr wohlschmeckend, sowie Kopfsalat, find zu haben bei Th Ra Uten st rauch, ________an der Schoor._____ s Strohsackleinen empfiehlt ________Augu st Haubach. Gothaer Cervelatwurst, Feinsten Emmenthaler Schweizer« und „ Limburger Käse (3244) empfehlen I. A. Busch Söhne. 3349) Flanellhemden, Unterjacken, Unterhosen und Socken empfiehlt _________Carl Wenzel. 3112) Ein noch gut erhaltenes Clavier ist zu verkaufen Reichensand Lit- C. Nr. 121. Zur Aussaat empfiehlt: Neue ächte englische runde gelbe Riesen-Futterrüben, ä 1 fl. 12 kr. pr. Pfd. (werden bis zu 15 Psund schwer) Weißrübsaamen, ächte lange rothkäpfige . . . . ä — , 36 , „ , , , , grünköpfige , . . a — , 36 , , „ (in bester keimfähiger Qualität) direct aus England eingetroffen. Darmstadt. (3344) Carl Manck, obere Elisabethenstraße Nr. 6. Z H » t e von Stroh, Filz und Seide werden gewaschen, in allen beliebigen Warben gefärbt und nach den neuesten Fotons umgearbeitet. — Auch empfehle ich eine große Auswahl neuer Hüte in allen Sorten und halte mich bei vorkommendem Bedarf bestens empfohlen. Achtungsvoll Julius Werner, Hutmacher, im Hause der Herren Gebrüder Wenzel, am Kreuz. 2948) Schwemmstein (oder Kalksand, auck) Tuffstein genannt), von 26V2, 12Vr und 8 cm. oder 10, 43/4 und 3" rhld. (mit Bicker Wasserkalk unter 60—70,000 Pfd. dargestellt), sowohl für Ausmauerung von Fachwänden, als zur Aufführung massiver Gebäude dienlich, empfiehlt Th. Wurmbach zu Herborn. Markt-Äiyeige. 3350) Einem geehrten Publikum in Gießen und Umgegend zur Nachricht, daß ich den bevorstehenden Markt wieder mit einer großen Auswahl aller Arten Bettzeuge und Leinwand beziehen und des Kriegs wegen sehr billig verkaufen werde. Leinwand, per Elle 3y2 Sgr. Hausmacher-Leinen, 6/i breit, 41/2—5 Sgr. Bettzeug, 6/i breit, ächtfarbig, 3y2—4 Sgr. Bettzeug, in ganz schwer Leinen, 5 Sgr. und noch viele schöne Sachen. Der Stand befindet sich, wie immer, auf dem Markt. Adolf Hensel aus Sachsen. 3151) Feinsten Weinessig empfiehlt__________Carl Hoffmann. 3351) Alle Sorten Johannistranben 3um Einmachen, das Pfund zu 4 kr., sind zu verkaufen Weidgasse Lit. B- Nr- 98. 3353) Krause und breite Endivien-, Kopfsalat- und Grünekohl -Pflanzen, per Hundert 6 kr., bei _________________C. Pipp. 3352) Einen 6läufigen amerikanischen Revolver verkauft Th. R o l o f f, am Wallthor. VsrmrethttngsK. 3156) Ein neues Haus ist zu vermiethen oder auch zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. ____________________ 3354) Mein neu erbautes Haus nebst Garten auf dem Seltersberg am Riegelpfad, seither von Herrn Jnspector Rieß bewohnt, ist vom 15. October an ander- weit zu vermiethen. Weilbinger. 3356) Ein neu eingerichtetes Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei Samuel Katz, _______________am Asterweg. 2326) Eine Wohnung ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Alexander Mayer. 3328) Ein Logis von 5 Zimmern ist im Ganzen oder auch getrennt zu vermiethen bei H- M- JugHardt. 3287) Ein Familienlogis, sowie eine große Stube mit Cabinet (Parterre), sind zu vermiethen und am 15. September beziehbar. C. Stohr, 5 V Marktstraße Lit. D. Nr. 207. 3289) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und den 20. August beziehbar. __H. Keck. 3267) Ein Familienlogis, bestehend aus 2 Zimmern, 1 Kammer, Küche und sonstigem Zubehör, ist in Lit. D. Nr. 78 in der Mühlgasse zu vermiethen und alsbald zu beziehen.__ 3284) Das von Herrn Postconducteur Bornträger innegehabte Logis bei Gärtner Schaum ist an eine stille Familie anderweit zu vermiethen und Anfangs October beziehbar._____________________________ 3152) Auf dem Asterweg Lit. A. Nr. 124 ist eine Familienwohnung, bestehend in vier Zimmern, einer Kammer, Küche, Keller rc-, zu vermiethen, welche den 1. October l- I bezogen werden kann._____________________ 3337) Auf meinem Büreau findet ein braver Junge, der Scribent werden will, alsbald Stelle. Engelbach H., Hofgerichts-Advocat- 3355) Ein neues Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, 1 Cabinet, Küche mit Speisekammer, Kellerraum, Holzstall, Bodenkammer und Mitgcbrauch der Waschküche, ist zu vermiethen und am 15. August d- I. beziehbar, Louis Todt, _____________________________Briefträger. 3228) Die Scheuer im Zinßer'schen Garten ist zu vermiethen. Vermischte Anzeigen. 3358) Bei mir ist die Stelle eines zweiten Scribenten zu besetzen. Dr. Schü ler, Hofgerichts-Advocat. 3340) Ein schwarzer Damenhut von Federn ist auf dem Wege von der Eisenbahn um die Schoor verloren worden. Man bittet den redlichen Finder, denselben gegen eine Belohnung im Darmstädter Haus abzugeben. 3359) Ein seidenes Sonnenschirmchen ist auf dem Lindenplatz gefunden worden. Der Eigenthümer kann dasselbe bei B a l th asa r Weller in der Hintergasse abholen. Gut Oeil! 3357) Der Turnverein Lollar fühlt sich verpflichtet, den Bewohnern und dem Turnverein Lich für ihre gastfreundliche und liebevolle Aufnahme und dein bereiteten Vergnügen bei dem am 10. und 11. d. M. stattgefundenen Turnfeste innigen Dank auszusprechen. Der Vorstand. 3312) Englisches Zinn, altes reines, kauft zu den höchsten Preisen Georg Völckner, Kupferschmied, am Canzleiberg. 3141) Ein möblirtes Zimmer, am liebsten mit Cabinet, möglichst außerhalb der Stadt zwischen Gärten gelegen, wird von einem fremden sehr ruhigen Herrn gesucht. Gefällige Offerten an W. B., Cafe Ebel, einzuse^den. 3309) Ein Mädchen, welches sogleich eintreten kann, wird gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. | Einiad u n o zu einer Besprechung über Errichtung eines SanitätS-EorpS auf heute Dienstag Abend 9 Uhr in die Turnhalle. Commaudo der sreiw. städt. Feuerwehr und Borstand des Turnvereins. i Ziuher'scher Garten. Das nächste Abonnements-Coucert, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. II. Ins.-Reg., unter persönlicher Leitung seines Dirigenten, Herrn D. Reifert, findet anstatt Donnerstag den 21. Juli, schon Dienstag den 19. Juli d. I. statt. Anfang 6 Uhr. — Entree für Nichtabonnenten ä Person 12 kr. 3342) Die Besorgung von Darlehen auf größere Werthgegenstände, sowie Werthpapiere, Gold- und Silbersachen bis zu den höchsten Werthen, übernimmt gegen sehr geringe Provision unter Zusicherung strengster Verschwiegenheit I. Rothenberger, Lindenplatz. Bemerkt wird, daß Darlehen zu sehr geringen Zinsen ausge- macht werden und bei pünktlicher Zinszahlung 2 bis 3 Jahre stehen bleiben können. Allgemeine Industrie-Ausstellung im Auepark zu Cassel. 3273) Neber 1100 Aussteller, erste Firmen Deutschlands. Täglich 2 Concerte der Mannsfeldt'schen Capelle im Auepark, bei ungünstigem Wetter im Orangerieschlosse. Zwei große Restaurationen mit der Ausstellung verbunden. Außer den Hütels mehr als 2000 Wohnungen zum Preise von 15 Sgr. bis 1 Thlr. Nachweisung derselben auf dem Bahnhofe. Jede Woche Extrazüge von Berlin, Leipzig, Hannover, Düffeldorf, außerdem bedeutende Preisermäßigungen von allen Eisenbahnoerwaltungen. Der Vorstand. Im Merlaale des Herrn Chr. Lony. 3343) Dienstag den 19. Juli: Musikalische Soirve mit Gesang der Gesellschaft Vlechschmidt. Anfang Abends 8 Uhr. / Z Magenleiden aller 9(rt, selbst die hartnäckigsten, besonders Unverdaulichkeit, Magenkrämpfe, Magendrücken, Uebelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Magensäure, Sodbrennen ?c., sowie auch Vlähungsbeschwerden und Nervenschwäche, überhaupt alle jene Uebel, welche von Schwäche des Magens und von schlechter Verdauung herrühren, werden erfahrungsgemäß sicher und schnell beseitigt durch den UiiiverwiiS - iHn - Liqueur von Franz von Metternich in Mainz. Preis: die ganze Flasche fl. 1. 24 fr., die halbe Flasche 45 fr., die viertel Flasche 24 fr. Niederlage bei (ko Lind, Hofconditor in Gießen, und PH. Dan. Kn in mich in.Friedberg. Rur noch bis über den Markt 3330) und nicht länger befindet sich das große Franzos. Automaten - Cabinet in Gießen. Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich während meines hiesigen Aufenthaltes zur Schau auf- gestellt : Das große berühmte Fr.nnösische Automaten-Cabinet. Dasselbe stellt ohne optische Gläser alle Figuren in natürlicher Lebensgröße dar, welche sich besonders durch ihre analogen Stellungen, Costüme und bewunderungswürdige Mechanik auszeichnen. i Abtheilung: Das Automaten-Cabinet. 1. Wilhelm Tell's Apfelschuß. — 2. Der sterbende Grenadier auf dem Schlachtfelde zu Waterloo. — 3. Die Schlacht bei Montereau. — 4. Die Geburt Jesu Christi zu Bethlehem. — 5. Das Helden - und Felsengrab des großen Kaisers Napoleon. — 6. Der Marquis de Bassompiere und der Marquis de Clermont. — 7. Der Mörder Traupmann. E^tra-Cabirret: 1) Die beiden siamesischen Zwillinge; 2) die berühmte Ballet- Tanzerin Julia Pastrana. Da man dies Cabinet mit Recht als das erste seiner Art in Deutschland betrachten kann, und mir der ungetheilte Beifall in allen Hauptstädten Europa's zu Theil wurde, gebe ich mich auch hier der Hoffnung hin, einer reichen Ernte entgegensehen zu können. Preise der Plätze: Erster Platz 12 fr. Zweiter Platz 6 fr. Der Schauplatz ist in der großen Bude im Osmald'schen Garten. Um freundlichen Besuch bittet ZW. Frohn. 3360) Die Mitglieder der bestandenen Sanitäts-Compagnie sind zu einer Besprechung auf Mittwoch den 20. d. Mts., Abends 9 Uhr in's Cafs Most er cingeladen. L. Chr. Nübsamen. H Epileptische Krämpfe (Fallsucht) MM heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doct. O. Kllllsch in Berlin, Louisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. (201 Li eh rer I 3310) Es wird für eine bedeutende Vorbereitungs-Anstalt ein tüchtiger Lehrer gesucht, welcher Deutsch, die Geschichle oder Mathematik lehren könnte. Nähere Auskunft ertheilt unter der Chiffre K. 8. 599 die Annon- cen-Expedition von Haasen- stein & Vogler, Frankfurt a. M. 3269) Ein tüchtiger und ordentlicher Viehwärter (Schweitzer) findet bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung bei I. I. Waldschmidt zum Niesen, in Wetzlar. Beachtenswerth! 76) Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie Schwächezustände der Harnblase und Geschlechtsorgane. Spezialarzt l>r. Kirchhoffer, in Kappel bei St. Gallen (Schweiz). AnMagenkramps, Verdauungsschwache rc. rc. Leidenden wird das fast 50 Jahre segensreich wirkende Dr. med. Vosens'sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exp. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. Doecks, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (1345) Frachtbriefe für die Matn-Weser-, Coln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, find zu haben bei W. Klee, Marktstraße. Telegraphischer SchissSbericht, mitgetheilt von Chr. Wallenfels Jubi. Angekommen in New-Bork r Das Bremer Postdampfschisf Hermann; Reisedauer 10 Tage. „ Hamburger „ Silesia; „ 9 „ 21 Stunden. Abgehend: Den 26. Juli Dampfer Aleppo von Liverpool nach New-Aork. Die Abfahrten der Bremer und Hamburger Schiffe sind bis auf Weiteres sistirt 85rsennachrichten. 16. Juli 1870 Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. — Ludwiesh.-Bexbach — Wechsel. Amsterd. k. 8. L8 Augsb. k. S. — Berlin k. 8. 104 Bremen k. 8. — Cöln k. 3. — Hamburg k. 8. — Leipzig k. 8. — London k. 8. 116% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 93 Wien k. 8. 89 Disconto 3%% G. Preuse. 41/2°/o Obi. — I Frankf. 3%% Obi. — Nass. 4%% Obi. — Kurh. 4% Obi. — liess. 4% Obi. b. Roths. — » 3i/2o/o do. do. — Bayer. 5% Obi. — „ 41/2% 1jährige — „ 41/2% Vzjährige — Würtemb. 4%% Obi. — Baden 4%% Obi. 0. E.L. — Oestr. 5% b. R. — „ 5% National — » 5O/o Metall. Obi. - „ M. steuerf. — 1 Amer. 6% 1882r Bds. 82 „ 6% 1885r — Maxbahn — Bayer. Ostbahn — Hoss. Ludwigsbahn — 3% östr. Stsb.-Prior. — 3% östr. s. Lombard. — 3% Livorneser — Toscaner — Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. — do. II. Emiss. — (■elolaorten. Pr. Gass. Sch. 1 44%-45 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 10 Pistolen . 9 44 1 „ doppelte 9 45 Holl. fl. 10 St. 9 55 Inicaten . . 5 33 20 Frankenst. 9 31-35 Engi. Souvor. 11 50 Rues. Imper. 9 45 Doll, in Gold 2 25 AnleheiiMloose. Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau ü. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. — 4% bayr. Präm. Aul. — 4% badische Loose — Badische fl. 3d Loose — 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose — 1864r „ tlctien. Frankf. Bank — Oester. Bank — „ Creditaot. 185 Darmst. Bankaot. — Geuilleton Aus blutiger Zeit. Historische Novelle von Hermann Hirschfeld. (Fortsetzung.) Verzeihen Sie mir, bat Marguerite, o, wüßten Sie, wie Ravul'S Betragen mtin Herz gebrochen hat, Sie würfen mich nicht schelten; ja, selbst jetzt noch verwirft meine Seele den Gedanken an seinen Verrath und hätte cer Bote, den ich ausgesandt, mir Kunde von ihm zu bringen, nicht mit eigenen Augen jene Schmach, hätte er ihn nicht in den Fesseln der Gräfin Montcaroil geschaut — Sie brach ab, ein Thränenstrorn rann über ihre Wangen, aber plötzlich bezwang sie sich und ihre Thranen trocknend redete sie: Es ist vorbei, frei, von keiner Fessil gehalten, stehe ich da und jene Liebe, die ich für einen Unwürdigen im Herzen trug, will ich auf mein armes Vaterland übertragen. Ist mein armes Frankreich nicht eben so beklagenswerth als ich, sind wir nicht beide verrathen, gekränkt in unseren heiligsten Rechtens Ich will veisuchen, eg zu beglücken, selbst um den Preis meines Herzens, da mir das Glüch rer Erde versagt ist. So ist's recht, rief Eugenie, so höre ich Dich gern und nun laß uns die günstige Stunde benutzen; au, zum Feste des Königs, auf, zum Siege! Mit diesen Worten zog sie das Mädchen mit sich hinweg und wenige Augenblicke später rollte d-e herzogliche Earvsse, der bewaffnete Lakaien mit Fackeln vorritten, dem königlichen Paläste zu. Die allgemeine Aufmerksamkeit der Gäste richtete sich auf Marguerite, als dieselbe an der Seite der Montpensier die prachtvollen, von Gold und Kerzen strahlenden Säle betrat, em leises Flüstern ging durch die Nethen, zwischen lenen Vie Comttffe gesenkten Auges mit leichtem Erröthen schritt und endlich an der Seite d.r Herzogin Platz nahm. Eine Trompetenfanfare kündete das Erscheinen der konigl chen H>rr,chasten und gefolgt von ihrem glänzenden Hofstaat erschien Eathanna, aus den Arm ihres Sohnes gestützt, im vollsten Glanz der königlichen Wurde, von einem hermelinoerbrämten Purpurmantel umwallt, das Haupt mit eimr strafenden Brillautkrone geziert. Unwillkührlich beugte sich ein Jever vor dieser wirklich sürplichen Erscheinung, zu welcher der Anblick des trüb und matt ausieheneen Monarchen einen Gegensatz bildete. Die Kon grn b stieg Mi Thronseffel und Heinrich nahm an ihrer Seite Platz, mit einem Ausdruck der Langeweile die Versammlung überfliegend. Aber die Gesichter der Anwesenden ichienen ihm keinen Reiz darzubieten, umsonst sandten Frauen und Mädchen ihre verführerischen Blicke nach der königlichen Estrade empor, umsontt lächelten sie und wiesen ihre rosigen Lippen, ihre perlenden Zähne; umsonst hatten die staitltchsten der jungen Offiziere sich zunächst dem Sitze des Monarchen gedrängt, der König achtete ihrer nicht, und seine Augen schließend, spielte er mit der Kette, die, aus farbigen Edelsteinen gebildet, um seinen Hals hing. Die Königin-Mutter beobachtete scharf die Richtung seiner Blicke; was hätte sie darum gegeben, hätte sie in das Herz der Familie Guise schauen können, die eben so erwartungsvoll als sie selbst die ihren auf den Monarchen geheftet hielten. Endlich flüsterte sie ihrem Sohn einige Worte zu, die sie mit einer kaum bemerkbaren Richtung der Hand nach der Stelle begleitete, wo sich Marguerite neben ihrer Cousine niedergelassen hatte. Der König folgte der Andeutung und im nächsten Augenblicke flackerte sein Blick höher auf und eine brennende Röthe überflog seine gelblich bleichen Wangen. Hastig gab er seiner Mutter einige leise gesprochene Worte zurück, die dem Antlitz Catharina's ein Lächeln entlockten. Sie wandte sich an den Marschall, der an der letzten Stufe des Thrones stand, und gebot ihm, die Herzogin von Montpensier und Mademoiselle de Vaudemont zu bescheiden. Marguerite erhob sich, eine hohe Röthe malte sich auf ihren Wangen, als sie an der Seite Eugenie's dem Throne zuschritt, und ihr Herz schlug höher bei dem Gedanken, jener Frau gegenüber zu stehen, vor der sich ganz Frankreich neigte. Erlauben mir Ew. Majestät, nahm die Montpensier das Wort, meine Cousine Marguerite de Vaudemont, die durch den Tod ihres Vaters schutzlos geworden, Ihrem erhabenen Schutze zu übergeben. Catharina erhob sich von ihrem Sitze und empfing das junge Mädchen, das eben im Begriff war, sich auf die Kniee niederzulaffen. in ihren Armen. Die Anmuth, sagte sie, ist die hohe Macht, vor der selbst Könige ihre Scepter neigen. Was bedarf diese Jungfrau des Schutzes, da alle Göttinnen ihre Gaben über sie auSgegossen? Marguerite de Vaudemont wird meinem Herzen nahe stehen. Mit diesen Worten küßte sie das Mädchen auf Stirn und Wangen, dann entließ sie die beiden Damen durch einen huldvollen Wink. Heinrich hatte während der Vorstellung kein Auge von Marguerite gewandt; jetzt erhob er sich mit Lebhaftigkeit, und auf den Sessel der Comtesse zuschreitend, sagte er, sich tief verneigend: Lassen Sie auch mich die Blume der Schönheit willkommen heißen an meinem Hose, Mademoiselle. Möge Ihre Erscheinung der Stern sein, von dem neues Licht und neue Freude durch diese Räume strahlt, und der mein Herz *mit frischer Lebenskraft erfüllt. Majestät, erwiederte Marguerite mit bebender Stimme, die Erinnerung an Jarnac und Moncontour sei der. Stern, der licht und klar die Seele meines