Anzeige- und Amtsblatt jur den Kreis Archen. 1870 Sonntag den 18. December Nr. 183, tn- nen Men Herr \\a> zu rum ‘»w» • ■ r . ? ^klicker Weile verttoken bat. Abgesehen von Den reoyusirn jiuhu- 53evotter fl i . j « .« h j»>> s p« 18b?b"eHüTr7n müff“ la^bmtn1 rotkbHn Luxemburg unter ctn Augen ter dortigen Behörden für die »„sorgen, und daß deshalb der Hunger tn kurzer Bett den Fall d°rbei uhren müsse. gedungen,wech g Regierung, wie allgemein bekannt und Sie Erfahrung hat uns das stricte Gegen,he.l gelehrt und die bisherigen Sache Franke eh« zu Tage traten, ^8^ (c Theorien über den Haufen geworfen, Eine Stadt wie Pans die das Emporium von! to der'Franzosen war, vermittelst nächtlicher üisenbahnzüge und den Stapelplatz für einen großen Theil von Frankreich bildet, ist schon unter lange si »„»roviantirt wurde, und daß die sranzösischen Confulatsbeamten die ■ntr und lieben Markt. rchsel- 108) und Lied; etzung.) - taroline Eien Origi- rchlch)- muplquar- Sedtfter Don W- i Friedrich Blätter tzte Märzlustration.- genommen Lasten. - lien Wehr- grsahr zu n. nann. Erscheint täglich, mit Abnahme Montags. Expedition: Eanzleiberg Lit. B. Nr. 1. Silber -April, Tlilden 00. _ )0. kräniie äßen für Derschen i Schemas durch bun. rr °r An- una befangen waren. . ^.y,. Es natt bislang als ein Axiom, daß eine ^tavt von nahezu Drei Millio- — Menschen sich zu einer Festung nicht eigne, daß es unmöglich fei, eine solche 1 1 , ° . «YA . . <_:_____- ««bkHAOrtbt Arn V^hPHÄtinfprhAlt 111 in der Nähe der Eisenbahnstation von Luxemburg ein Bureau unterhielten, um den rum Theil wortbrüchig aus deutschem Gewahrsam entfliehenden franzosi,chen Gefangenen den Wiedereintritt in die Heere Frankreichs zu vermitteln. Die Negierung des Norddeutschen Bundes hat sich genöthigt gesehen, in einer an die luxemburgische Regierung, wie an die bei dem Neutralitatsvertrage betheiligten Mächte gerichteten Kundgebung auf diese und ähnliche Vorgänge binzuweisen und daran die Erklärung zu knüpfen, Daß sie auf Grund dieser Thatsachen d e Neutralität Luxemburgs als von der dortigen Regierung verletzt "achten und sich selbst einem solchen Verfahren gegenüber die volle Freiheit der Entschließungen nur bis Nanteuil benutzt werden, und man war genöthigt, Millionen Centner Geschütze und Munition per Achse noch 10 bis 12 Meilen weit zu transportiren. Da Dieft Linie aber zwischen der Armee von Paris und der deutschen Heimath die einz-ge Verbindung bildete, so mußte der gesammte Nachschub an Mannschaften, Ausrüstungs. und VerpflegungSgegenständen denselben Weg passiren, wie denn auch in entgegengesetzter Richtung die Evacuirung der Kranken und Verwundeten auf demselben bewirkt werden mußte. , Wer also irgend wie einen Einblick in die Verhältnisse hat, der wird der deutschen Armeeleitung gewiß Gerechtigkeit wiederfahren lassen und bereitwillig anerkennen, daß arch hierin Großes geleistet und das Unmögliche möglich gemacht ist. «er er ■ " ro. Ungerechtfertigte Humanität gegen einen unverbesserlichen Feind wäre Grau» famkeit gegen die eigenen Angehörigen, und schon die nächsten Wochen werden den Beweis liefern, daß man in Versailles einer derartigen mattherzigen Sentimentalität nicht zugänglich gewesen ist. An die in umfassendster Weise getroffenen Vorbereitungen ist Die letzte Hand gelegt, und wenn der Hunger b,S dahin seine Schuldigkeit nicht thut, so wird man nach dem bewährten Recepte des alten Hypokrates verfahren: quod ferrum non sanat, sanat ignis, oder Eisen und Feuer zugleich. Und mit dem Dichter können wir audrufrff: „Kommen wird Der Tag, wo da sinkt das stolze Ilium. v QUr luxemburger Frage schreibt Die „Provinzial-Correspondenz": Die im i Jahr? 1867 von Seiten Frankreichs auf Die Erwerbung Luxemburgs gerichteten Bestrebungen hatten bekanntlich Den Anlaß zu einem Vertrage gegeben, durch wc - eben die europäischen Machte sich gemeinsam zur Anerkennung und Auirechterhal- tung der . Neutralität Luxemburgs verpflichteten. Beim Beginn des gegenwärtigen Krieges zwischen DeutschlanD und Frankreich war von Dem auswärtigen Amte des Norddeutschen Bundes Die Erklärung abgegeben worden, daß Deutschland diesen Verpflichtungen gewissenhaft nachkommen werde, wenn von anderer Seite die Neutralität in gleicher Weise beobachtet würbe. Durch eine Reihe offenkundiger Thatsachen ist erwiesen, daß Die luxemburgische Regierung gegen Diefe BorauS- setzung in gröblicher Weise verstoßen hat. Abgesehen von den lebhaften Kund- ' V b ° .. ■ o ' ,............. <11 SRphnrDen für Die 17. December. Die Post" schreibt: Die längst und sehnlichst erwartete und in den Bc- richten der KriegScorrespondenten wiederholt angekündigte Beschießung von Pari« bat bis jetzt noch immer nicht stattgefunden, und so fchr man IM klebrigen von der Tüchtigkeit und Genialität unserer Heerführung überzeugt ist, so stoßt man doch in Bezug auf diefe Frage selbst in patriotischen Kreisen auf Zweifel und Bedenken. Jeder Tag dieses hartnäckigen und blutigen Krieges bringt zahlreiche neue Opfer zu Wege und man »erlangt deshalb, daß durch das Bombardement von Pari« der feindlichen Hyder so schnell al. möglich der Kops zertreten «erde Man weik daß Grunde der Vernunft bei der fanatisirten Bevölkerung nicht durchschlagen und ,ordert daher, daß ihr durch den ehernen Mund durchschlagen- der Geschütze -ine da« bisherige Lügengewebe zerstörende, ernste und nachhaltige Lettion zu Theil werden. Gestützt auf die vortrefflichen Leistungen unserer Feld- arlillerie und verleitet durch die allzu sanguinischen Hoffnungen, die unmittelbar nach der Einschließung von Paris den baldigen Fall desselben tn Aussicht stellten, glaubt man, daß unberechtigte diplomatische Einflüsse oder eine zu weit getriebene Sentimentalität den Beginn des ehernen CvncertS verzögern. So begreiflich und gerechtiertigt auch das Verlangen ist, der mit den unerhörtesten Anstrengungen verbundenen Einschließung von Paris in der nachdruck. ItcMen Weise ein Ende zu machen, so sind doch alle Vorwürfe, denen man in dieser Hinsicht begegnet, durchaus unzutreffend. Wir werden nicht irre gehen, wenn wir behaupten: Man hat die Beschießung von Paris seither nicht gewollt, weil man sie bi« dato nicht mit derjenigen Intensität unternehmen konnte, die eine Garantie des Erfolges in sich schließt. . Wir brauchen aus Der Wahrheit fein Hehl zu machen und wollen nicht in den französischen Erbfehler der Lüge und Sophisterei verfallen, an Dem alle An- strenaunaen und Unternehmungen unserer Feinbe von vorn herein scheitern. ist jetzt kein Geheimniß mehr, daß wir über die fortifieatonsche Bedeutung von Pari« und über die Stärke seiner Widerstandsfähigkeit in einer völligen Tausch- mit den meisten Lebenrbedürfniffen, wie Mehl, Wein, Eolonial-Waaren und ver- aleichen auf Monate hinaus versorgt. Wenn man der Stadt Berlin in cintr Rächt plötzlich alle Zufuhren von außen abschnnden wollte, so wurde die Be- »ölkerung nicht« desto weniger Wochen lang von den vorhandenen Dorrathen zehren können und mit Ausnahme de« frischen Fleische« fast mit allen Unterhalts- noch höherem Grade trifft die« hinsichtlich Pari« zu. Dazu kommt, daß die französische Capitale mit den entferntesten Distrieten des französischen Staatsgebietes durch zahlreiche Schienenwege verbunden ist. Ein großer Theil derselben hat in Pari« seinen Mitielpunct, und dieser Umstand, so nachthettig er für Die Ausstellung und Concentration der französischen Armee an Der Grenze 'aewesen ist, hat begreiflicher Weise die nachhaltige und ausgiebige Versorgung der Hauptstadt wesentlich erleichtert. UebrigenS hat man die Verproviantirung Der- selben schon unmittelbar nach der Schlacht von Gravelotte begonnen, als Die Armee Des Kronprinzen ihren Marsch nach ChalonS antrat, und doch vergingen durch Die Flankenbewegung nach Sedan mehr als vier Wochen, ehe Die deutschen Truppen ihren Eisengürtel um Die französische Capitale vollendet hatten. Wah- rend Dieser ßeit konnten natürlich mittels Der zahlreichen Eisenbahnverbindungen sehr bedeutende Vorräthe nach Paris gezogen werden, und man hat in Der That hiervon in umfangreicher Weise Gebrauch gern cht. mirhldnivre bisher unklar gebliebene Tyatsache con|iaun, nummy v«, v«B m Aber abgesehen von der Verproviantirung bietet eine so große Stad °uck andere «» 1 mj( Würde eine« deutschen Kaisers belleidet wird, mannigsache militärische Vortheile dar. Sie ist gewissermaßen eine Welt sut sichZ^b,rb up J nicht betont worden. — Der Bundesrath de« . --------... daielbü tu finden, und J /einer Sitzung zusammen. Der BundeSralh cc« deutschen Reiches wird zusammenberusen, sobald die Vertrage von den fuD- deutschen Kammern genehmig, und die Ratificationenausgetauscht sein »»Cem Graf Bismarck hat am 3. December an den Botschafter de« Norddeutschen Bunde« in London, Grafen Bernstorf folgend- Note gerichtet: Bersa.lle«, 3. December 1870. Ew. Exc. habe ich durch mein Telegramm v. 2b. »•»<«• 6tt Einladung mitgetheilt, welche ich unter demselben Datum auf telegraphischem Wege an die Höfe von Wien, Konstantinopel, Florenz und öt. Petersburg ge- richtet hatte, um dieselben zu ersuchen, ihre Vertreter in London zu ermächtigen, mit ven dortigen Vertretern der Mächte, welche den Pariser Fr.-densvertrag vom Mit vor.». ..... f zu einer Konferenz zusammenzutrcten, um , weiche sich an Vie, von dem kaiserlich ins- uauiurr uu.u, 19./3I. October gemachten Eröffnungen knüpf. , — Diese Einladung war ergangen, nachdem das kgl. großbritannische Eadinct ch durch Herrn Odo Ruffel von seinem Einverständniß hatte versichern lass'», t'vllltll, daß auch das Cabinet von «t. Petersburg Ich kann ferner nunmehr nachstehende Mittheilungen V Die Adreßdkputation de« Reichstags hat, wie bereits gemeldet, Dienstag Abend die Kaiscrfahrt angctreten, den geehrten Präsidenten «imsor, an bei der nun zum zweiten Male einem Hohenzollern gegenüber da« Wort ,>utscher Kaiser'" zuzurusen die Ehr- hat. Damals ging Simson von Westen nach Osten, oon Frankfurt nach Berlin, beut schlägt er die entgegengesetzte Richtung ein. Da- mals schlug der Hohenzoller die Krone ans, heut ist es bereit« ofstciell feststehend, daß der König diese neue Würde angenommen hat. Oie« gehl nämlich aus dem bereits in den Zeitungen erwähnten Weimar'ichen Antrag hervor, m welchem e« heißt: ,auch Se. Majestät der König von Preußen allerhöchst sich bereit erklärt haben','diese neue Würde anzunehmen." In demselben Anträge ist "°ch nne ’ unklar gebliebene Thatsache coustalirt, nämlich die, daß da« erbliche -WD Gießener Anzeiger mannigfache militärische Vortheile dar. Sie ist gewissermaßen eine i die verschiedenartigsten Gewerke und Industriezweige sind daselbst zu find n und die Be atzung kann daher trotz der Einschließung mit dem nothwendigen Ausrüstung«- und Kriegsmaterial versehen werden. Ja noch mehr! Eine Stadt mit s zahlreicher Einwohnerschaft stellt zugleich ein nicht zu unterschätzende« Nekrutirungs- gebiet dar und Trochu, dem ein gewisse« Organisationstalent nicht abzusprcchen ist, hat die« in geschickter Weis- auszunutzen verstanden. Dem gegenüber hatte die deutsche Heercsfuhrung von Anfang an mit den unerhörtesten Schwierigkeiten zu kämpfen, und wenn es glückt, wie zu erwarten steht, die U-bergabe von Paris zu erzwingen, so durste die Cerntrung. uni, B-. sirgung dieser Riesenstadt ohne Ruhmredigkeit eine der größten und heroischsten ^^°Die'Franz°s-n"hatt-nSrfSin6un9««erfr von Pari« mit Schiff-kanonen 30. Marz 1856 unterzeichnet haben grs Ä8Ä werDen. Ohne Eisenbahnverbinbung wäre dies überhaupt nicht zu bewerkstelligen len. f M ... ....... W.ch,» ...ch .TD,, •*>» t. - - »•m" * 93 Kriegsnachrichten. Derselbe lautet: Nationalgarde des Seine-DepartementS. Tagesbefehl. Der oberste General cher allgemeinen Anklang in Belgien gefunden habe. Mainz, 13. Dee. Verflossenen Sonntag besuchte die Marschallin Mac „ , , Mahon, Herzogin von Magenta, das hiesige Militärspital für die französischen Die Frauen Gefangenen. Gerade als sie sich zum Weggehen anschickte, setzte sich der Zug zur Zustimmung des kaiserlich russischen Cabinets zu der Einladung telegraphisch zu melken. — Die königlich italienische Regierung ermächtigte am 28. November den Gesandten Sr. Majestät in Florenz, ihre Bereitwilligkeit, an der Conferenz in London Theil zu nehmen, hierher mitzutheilen. — Unter dem 1. December erklärte der Großvezir dem königlichen Gesandten in Konstantinopel, daß der türkische Botschafter in London bereits im Besitz der telegraphischen Anweisung bezüglich der Adhäsion der Pforte zur Conferenz in London sei. — Am 2. d. M. hat der österreichisch-ungarische Reichskanzler, der sich in dem Augenblick in Pesth befand, den königl. Gesandten in Wien benachrichtigen lassen, daß die Regierung in der Conferenzfrage mit England übereinstimme. — Ew. rc. ersuche ich ergebenst, den königl. großbritannischen Staatssecretär der auswärtigen Angelegenheiten ton diesen Erklärungen der verschiedenen Cabinete in Kenntniß zu sitzen und ihm unsere Be- sriedigung über die allseitige Annahme des Vorschlages zu einer Consereilz, welche ich jetzt als gesichert ansehen darf, auszusprechen. — Zugleich woller Ew. rc. demselben die Erwartung aussprechen, daß nunmehr das königl. großbritannische Cabinet, an dessen Wohnsitz sich die Conferenz versammeln wird, die weitere Förderung der Sache in die Hand nehmen und unter Bezeichnung des Tages der Eröffnung die Vertreter der Mächte zum Zusammentreten einladen werde. v. Bismarck. Dem Vernehmen nach — schreibt der „B. u. H.-Ztg." ein Wienrr Corre- spondent — ist eine Eröffnung bezüglich der deutschen Frage von Berlin aus signalisirt. Ihr Inhalt wird für Oesterreich kaum etwas Ueberraschenves bringen können und man wird sich umgekehrt in Berlin im Voraus versichert halten, daß Oesterreich weit entfernt ist, auf ein formales Recht sich steifend, dem deutschen Einigungswerke irgend welche Schwierigkeiten in den Weg zu legen. Telegraphische Depeschen. + Berlin, 15. Dec. Der König hat einen Armeebefehl, datirt Versailles, den 6. December, erlassen. Derselbe betont, wir stünden an einem neuen Abschnitte des Krieges. Alle Versuche des Feindes, die CernirungSlinie zu durch- brechen, waren vergebens, die Armeen des Feindes, welche zum Entsatz von Paris von allen Seiten hrranrückten, sind geschlagen. Der König dankt den Truppen, und wenn der Feind auf der Fortsetzung des Krieges beharrt, so wisse der König, daß die Soldaten fortfahren werden, dieselbe Anspannung der Kräfte zu bethä- tigen, welcher wir die bisherigen Erfolge verdanken, bis wir einen ehrenvollen Frieden erringen, der würdig der großen Opfer ist, die an Blut und Leben gebracht wurden. der Umgebung von Champigny gefallen war, fielen die Mobilen und Soldaten sofort über dieselben her, um sie herzurichten und zuzubereiten. Ein Pariser Schreiben, das dies mittheilt, aber zugleich behauptet, daß man in Paris in Ueberfluß lebe, bemerkt naiv: „Dank dieses unerwarteten Zuschusses an Lebensmitteln dinirten unsere braven Soldaten gestern besser als gewöhnlich, und sie hatten es wirklich nothwendig." Die tobten und verwundeten Pferde hatten es gestattet, den Vertheidigern von Paris stärkere Fleisch-Rationen zu verabreichen, denn dieselben erhielten am 3. December 150 Grammes Fle.sch statt 50 Gram- meS, woraus bis jetzt die Ration bestand. Unter den armen Classen herrscht große Roth, was aus folgender Note der Pariser Blätter erhellt: „D»r Fruuc.. •• jumwcyycycii unmnuu, jiq> oer Zug zur der Freiwilligen des 117. Bataillons stellten sich vorgestern bei ihrer resp. Mairie Beerdigung von vier gestorbenen Franzosen in Bewegung. Der die Dame be- ein, um sich die 75 Centimes Entschädigung zahlen zu lassen, welche man ihnen gleitende höhere französische Offizier fragte den anwesenden Arzt, ob alle franzö- pro Tag ausgesetzt hat. Die Lage dieser armen Frauen flößt alles Interesse ein; silchen Gefangenen im Falle des Todes mit den gleichen militärischen Ehren, wie man verweigerte ihnen aber doch diese kleine Summe und es gelang ihnen nur hier der Fall sei, beerdigt würden? Der Arzt bejahte diese Frage; nicht mit Mühe, nach drei Tagen zwei Pfund Brod für sich und die Ihrigen zu nur geschehe die Bestattung und Begleitung zum Grabe mit militärischen Ehren, erhalten." Hieraus kann man ersehen, wie schrecklich die Lage derer sein muß, sondern es werde auch, da diese Truppen eine Schlacht mitgemacht hätten, stets die kein Anrecht auf eine Unterstützung haben. - - • ..... - - Ein Tagesbefehl, welcher im „officiellen Journal" zu Paris erschien Brüssel, 14. Dee. Eine Correspondenz der „Jndependance" aus Paris vom 10. Dec. meldet: Nach einem vorläufigen Berichte betragen die französischen Verluste in den Kämpfen vom 1. bis 3. December 1008 Todte, darunter 72 Offiziere, und 5022 Verwundete, von denen 342 Offiziere. — Die Regierung hat das Bataillon der Tirailleure in Belleville aufgelöst; der Commandant desselben, Flourens, wird vor ein Kriegsgericht gestellt. Die Mannschaften des Ba- taillonS haben in den Clubs Protest gegen diese Maßregel eingelegt. — Derselben Correspondenz zufolge dürfte das Brod nächstens nur noch nach Rationen ver- theilt »erben, und zwar soll durch diese Maßregel Plünderungen vorgebeugt werden. — Die Regierung beabsichtigt, aus Mannschaften der Nationalgarde Marschbataillone zu bilden und hat deßhalb eine hierauf abzweckende Auswahl unter den CadreS der Nationalgarde getroffen. Wir entnehmen einem Schreiben aus Brüssel vom 14. December: „Eine hochgestellte Pariser Persönlichkeit, die es fertig brachte, Paris zu verlassen,"ohne einen Geleitsschein zu besitzen, ist in Brüssel angekommen. Dieselbe begab sich (zu Wagen) zuerst nach St. Cloud, wo sie die Nacht verbrachte, und dann nach Versailles, von wo aus sie die Grenze erreichte, ohne weiter belästigt zu werden. Dieser Herr war in Begleitung seiner jungen Frau. Sie wurden zwar mehrere Mal angehalten, aber da der Herr deutsch sprach, so half er sich durch. Derselbe versichert, daß sie nur Paris verlassen, weil er, falls es zur Capitulation komme, Unruhen befürchtete. Er ist der Ansicht, daß sich Pans vielleicht noch einen Monat halten kann, giebt aber zu, daß die mittleren und unteren Classen schon jetzt furchtbar leiden und daß Vie Regierung bald gen'öthigt sein wird, an △ Brüssel, 16. Dec. Die „Ind." enthält eine juridische Auseinandersetzung über die Nothwendigkeit, daß die Londoner Conferenz das Völkerrecht Der Die übliche Salve abgefeuert. Der Franzose zeigte hierüber große Rührung und — —vjvmuimi ju yunp t-iftyitn, erklärte, in Frankreich bestehe dieser Gebrauch den deutschen Gefangenen gegenerhebt sich dagegen, daß mobilisirte Nationalgardisten sich Ersatzmänner stellen, über nicht, er wolle aber Sorge tragen, daß er auch dort eingeführt werde. Derselbe lautet: V Königsberg, 12. Dec. Der „Zukunft" geht von Seiten des Vorsitzenden Nationalgarde des Seine-DepartementS. Tagesbefehl. Der oberste General- M hiesigen Arbeitervereins nachfolgende Erklärung zu: „Der Königsberger Ar- commandant erfährt aus verschiedenen Quellen, daß in gewissen Bataillonen die beiterverein spricht dem überzeugungstreuen und mannhaften Auftreten der ReichS- in die Kriegscompagnie berufenen Leute sich durch Männer der gewöhnlichen National- tagsabgeordneten Bebel und Liebknecht feine Anerkennung hierdurch aus und garde unter Bedingungen ersetzen lassen, die auf nichts weniger abzielen, als die erblickt in dem Verfahren Der Majorität und des Präsidenten des Reichstages Stellvertretung in die Nationalgarde einzuführen. Wie wünfchenswerth es auch eine Beeinträchtigung der Redefreiheit und Herabwürdigung der Volksvertretung." sein mag, daß gewisse, in besondere Familienverhältniffe gestellte Nationalgarden Alls Bayern, 11. Dec. Annexion ist jetzt die Losung! Und auch Bayern unter ihren Cameraden Männer von gutem Willen finden, um an ihre Stelle zu soll annectiren. Doch mögen Ihre Leser hierbei nicht an Elsaß oder Lothringen, treten, ebenso unzulässig ist es, daß unter dem Vorwand von Substitutionen wahre sondern an das kleine Städtchen Ostheim denken, welches mit seiner Markung Stellvertretungen stattfinden. Der oberste Commandant fordert die Bataillons- letzt noch zum Herzogthum Meiningen gehört, vom bayerischen Gebiet aber rings fuhrer auf, sich diesem Verfahren zu widersetzen, welches die Folge hat, daß in umgeben und in Handel und Wandel nur von Bayern abhängig ist. Die Ost- ein Bataillon, dessen Nummer er nicht angeben will, ein Familienvater von fünf Heimer selbst wünschen die Einverleibung dieser Enklave in Bayern, da das gegen- Kindern an die Stelle eines unverhnrathkten Mannes eintrat. Der oberste Com- bärtige Verhältniß in vielfacher Beziehung für sie und die umwohnenden Bayern Mandant macht die Bataillonsführer noch darauf aufmerksam, daß sie kein Recht störend ist. haben, einen Nationalgardisten aus den Kriegscompagnien in die gewöhnliche Bern, 13. Dec. Eine Deputation Pruntruter geht mit bundesräthlicher Nationalgarde zu versetzen, wie es einige von ihnen gethan haben. Er befiehlt Empfehlung nach Belfort, um die Hinauslassung der Weiber, Kinder und Greife ihnen, diese Leute sofort wieder in die Kategorie einzureihen, zu welcher sie ge- iu bewirken. hören. Es liegt darin ein monströser Mißbrauch der.Gewalt, welcher eine strenge Petersburg, 10. Dec. Die Kaiserin ist auf ihrer Rückreise aus der Krim Strafe verdient, wenn er sich wiederholt. Der Oberst Generalcommandant Clement am 9. December Abends in Moskau angekommen. Von dort wird dieselbe am Thomas. 11. d. in Petersburg eintreffen. Vorgestern wurde im Winterpalais das Georqen- Das „Luxemburger Wort" vom 10. Dec. schreibt: „Die Stadt war gestern gefeiert. außerordentlich aufgeregt durch das hieher gelangte Telegramm, wonach Preußen, „ Der General-Admiral der russischen Flotte bat auf Grund kaiserlicher Er- weil Luxemburg durch die Franzosen seine Neutralität habe verletzen lassen, ohne mächtigung angeordnet, daß alle diejenigen Mann schäften, welche vor dem Jahre 1857 zu protestiren, sich ebenfalls der Verpflichtung für entbunden halte, die Neutralität In den Marinedienst eingetreten sind und mithin ihr dreizehntes Dienstjahr vollendet Luxemburgs zu respectiren. Der Prinz- Statthalter hat sich an den König von haben, ohne Verzug auf unbestimmten Urlaub entlassen werden sollen. Preußen nach Versailles mit dem Ersuchen gewandt, man möge der Regierung Washington, 12. Dec. Der Senat ratificirte den schwedisch.norwegischen gestatten, sich zu rechtfertigen; wir wollen hoffen, daß die Zeit zur^echtfertigung Auswanderungsvertrag. Ein Negerkrawall fand in Atlanta, Georgia, statt, wobei 6 tobt blieben und 40 verwundet wurden. Ein Mittel, um den Muth der Pariser aufrecht zu erhalten, besteht auch ven größten Theil der Pariser unentgeltlich Nahrungsmittel zu vertheilen. Diese darin, daß man jeden Tag in den Journalen verbreiten läßt, daß die Bayern afi*1 2a0e"-L f . * erklären, sie seien des Krieges satt uno wollten sich nicht mehr schlagen. Die _ Nachdem General Chanzy sich, um nicht mit seinem HauptcorpS umzingelt guten Pariser halten ungeachtet der Lehren, welche sie in der letzten Zeit erhielten, Zu ^rden, nach „Sudwesten' zurückgezogen hat, liegt die rasche Besetzung von noch immer für möglich, auf die Uneinigkeit unter den Deutschen rechnen zu °Cr £lctat0L auf Flucht oder auf Ge» können. Ueber die Verproviantirung von Paris sagen die vorliegenden Berichte stündlich bereit halten muffen. Zunächst scheint Havre letzt das Haupt- nicht das Geringste. Nur müssen die Truppen, also auch natürlich die Bewohner, ^"st^kS Tages in Anspruch nehmen zu sollen. General Manteuffel hat bis nicht sehr gut genährt sein, denn als am 30. eine große Anzahl von Pferden in nichts Entscheidendes vorgenowmen. Dieppe wurde nur momentan be- ~ B - 5 v mhrt und wieder verlassen. Indeß erhellt über die Vorgänge im Norden bis jetzt aus den belgischen Blättern nur so viel, daß man französischerseitS durch Flankenmärsche und Diversionen die Deutschen stutzig zu machen versucht. General Faidherbe ist durch Streifzüge aus seiner Glanzepoche am Senegal berühmt; nur freilich besteht zwischen den Deutschen und den Negern äm oberen Senegal ein kleiner Unterschied. gelassen werden wird." In seiner folgenden Nummer sagt das „Wort": „Au^f die Nachricht hin, Preußen halte sich der Verpflichtung, unsere Neutralität zu respectiren, für entbunden, verbreitete sich die Meinung, das Land würde sofort in Preußen einverleibt werden. Wir können bis jetzt noch nicht diese Meinung theilen, denn gesetzt auch, die gegen uns erhobene Anklage sei begründet, so könnte Preußen nur Repressalien dafür nehmen, eiwa Truppen, Munition, Verwunvete über unsere Eisenbahnen gehen lassen, aber von einer Einverleibung unseres Landes könnte rechtlicher Weise keine Rede sein; mit dem Nichtrespectiren unserer Neulralität fällt unsere Autonomie noch nicht. Wir Luxemburger müssen allerdings der Ostbahn wenig Dank wissen; aber soll denn, was die Ostbahn gethan hat, auf unser Land zurückfallen? Preußen selbst weiß ohne Zweifel, in welchen Verhältnissen das luxemburger Land zur Ostbahn steht, und wir sollen für ihre Handlungen verantwortlich gemacht werden!" Was soll man von Der politischen SelbststänDig- fett und Autonomie eines Ländchens sagen, welches sich zur Entschuldigung Der ifoni gemachten Vorwürfe auf die „Ostbahn" beruft und dessen Regierung weniger wirkliche Macht im Lande hat, als die Direktion dieser französischen Eisenbahn- vn ivuwHtr vunrrrrm oas ^mrrrn,r Kann es etwas Lächerlicheres geben, als diese „luxemburgische Neu- Neutralen codificire, entsprechend Dem Antrag des Abgeordneten Thonnissen wel- tralttat mit ihren Ansprüchen, eine europäische politische Macht sein zu wollen? cher allgemeinen Anklang in Belgien gesunden habe. umzingelt 'tzung von r auf ®e, as Haupt, l hat bis untan be- orten bis MS durch Genera! ihmt; nur inegal ein oualgardx Auswahl ni»er 72 ^c8Urung ib”l Dl«, 'M«. D-chlbe« ( ’nen ver» 2, »Eine k ohne 'tgab sich -»nn nach u »erben. r mehreee 4- Der. ‘titulation kicht noch » Clasien wird, fln A Paris 10. Dec. (»tr Ballonpost.) Da« Journal officicll schreibt: Die Besorgnisse'über die Berproviantirung von Pari« sind durchau« unbegrunoet. Die Reaierung kann trotz der fortdauernden Cernirung noch lange allen «nsor- derungen genüge leisten. Wa« die Verarbeitung der vorhandenen Vetretdemassen betrifft, so'ist die Firma Gail u. Co. nach amtlicher Anweisung mit der H-rstel. lung von Mühlen beschäftigt, nach deren Vollendung die Ratiomrung mit Brod auch nicht für einen Thcil nothw-ndig sein wird. .. * A Bordeaur 14. Dec. Au« Havre wird officiell gemeldet, datz nachdem die Einschlietzung.armee von Havre sich schon »um Angriff bereit --macht hatte, plötzlich eine sehr entschiedene RuckzugSbewegung angetreten habe. Andere De- peschen sprechen ebenfalls von schleunigem Rückzug. (.) / Bonbon 16. Dec. Ein Berliner Telegramm der „Time« versichert, die Luxemburger Frage werde voraussichtlich ohne Complttation »crubergeijen Preußen werde nur dann Repressalien ergreifen, wenn Luxemburg offen den Feind unterstützt. j6 Die Zeichnungen auf die norddeutsche BundeSan- leihe betragen lie'r 7*/a Mill. Pfund Sterl. - Sautier ist über Cherbourg nach der Verrather von Sedan geführt. Zehn Seiten müßte ich haben, um alle unser« körperliche» und geistigen Leiden zu schildern. Unfe^ armer Garten und unser armes HauS .st wie man unS saat igeplündert und verwüstet, welche Unglück betrifft unS'. Da wollten wir in unfern alten Tagen ausr'chen. Wird diese Depesche Euch erreichen, ich übergebe sie der Ballonpost, möge Gott hn beschien und di« Lüfte auch, mög« er nicht in die Krallen unserer grausamen Feinde falle«. C is freiwilliger Mobilgardist. Was wird aus unS noch werden? Es vergeht kein Tag wo ick ncht an Euch denke. Die Hungersnoth naht. Paris ist sehr traurig, aber voll Muth und Eneqie. Die Loire-Armee naht. Gott schütze Frankreich: SS lebe die Republik. Auszug LUS den Kirchenbüchern der Stadt Gießen, a. Evangelische Gemeinde. Getaufte Den 8. December. Dem Bürger und Fabrikanten, auch Mitgliede des Ge- metrderatbs Eduard Silbereisen, eine Tochter, Elisabeth, geb. den 7. October. Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Christian Loder, eine Tochter, ßltra ^acobine Emma Minna, geboren den 26. October. . Denselben. Dem Bürger und Metzgermeister, Konrad Peppler, em Sohn, Jchann Karl, geboren den 7. November- Bordeaux gernst-bu ^ec. Ein kaiserliche« Deeret verordnet Pro 1871 die Aushebung von Reeruten, sechs von 1000 Einwohnern, welche zur Bildung einer Reserve verwendet werden sollen. Beerdigte. Den 9. December. Wilhelm Emil Christian Henkel, des verstorbenen Bür- a§s und Arbeiters auf der Main-Weser-Bahn, Wilhelm Henkel, ehelicher Sohn, 01 6 ®'e2n 11.' ®e°cremnbern b^gustt Charlotte Schwalb.des ”=^benen Gross- b rzogMen Hofg-richts-CanMbienets, Theodor Schwalb dahrer, ehelich ledige Toch- ta, alt 58 I 11 M- 10 T-, gestorben den 10- December. Offieielle militärische Nachrichten. Versailles, den 16. December. Der Feind von stärkerer diesseitiqer Avantgarde am 15. angegriffen, hat Vendöme am 16. eräumt von Podbielsky. 9 V vjjon, den 17. December. General Goltz meldet soeben aus Longeau vor Langres den 16. Dec.: Den Feind in seiner starken Stellung bei Longeau heute Mittag angegriffen und nach 3-stündigcm Gefechte in die Festung zurückgeworfen. Hauptsächlich cngagirt das Rcaiment Nr. 34 und Artillerie. Unser Verlust 1 Osfiz.er verwundet und ungefähr 30 Mann. Der Feind war 6000 Mann stark. Sein Verlust ungefähr 200 Mann, darunter 64 unverwundete Gefangene. 2 Geschütze und 2 Munitionswagen im Feuer genommen. v von Werder. b. Katholische Gemeinde. Getaufte. Den 11. December. Sasanna Margaretha Josephine Gross, Tochter beS Ktadtbaumeisters. Friedrich Carl Ludwig Groh dahier geboren den 27. November. 6 $>en 15 ® ecember. Barbara Friederike Sophie Muller, Tochter des Ober- orbeiters auf der Friedrichshütte, geboren den 4. December. Beerdigte. TiPromher Karl August Hammel, Krankenwärter in der 2ten Compagnie des Großherzoglich Hessischen IV. Ersatz-Bataillons aus Mainz, alt 20 I. 7 M. 4 £'''®enb5n ®nec3em9beüreinbeine todtgeborne Tochter de« hiesigen Bürgers und Schuhmachers, Wilhelm Hermann Philipp Heinrich Berg, geboren,den 3. December. S *essrer*. Börsennachrichten. 16. December 1870. Actien. Frankf. Bank 131 Va Frankf. Vereins-Kasse 1013/, Darmst. Bankact. 321 Wien Bankactien 697 Galizien 228 ____________ Andreas Otto ein- grosse Parthie altes Bauholz, sowie auf dem Kreuz Falzziegel und gewöhnliche Ziegel, meistbietend gegen daare Zahlung Kleider, circa 40 Töpfe Honig rc. rc., endlich verschiedene Mühlengeräthe, darunter eine große Waage, verschiedene Siebe und sonstiges Handwerksgeschirr. Hierbei wird bemerkt, daß den ersten Tag daS Vieh, Landwirthschaftsgeräthe, Heu, Stroh u. s. w., den zweiten Tag Hausrath u. s. w. zur Versteigerung kommen. Londorf, am 13. December 1870. Großherzogliches Ortsgericht Londorf. Weber. Actien. Oest. Creditact. 2343/j 5O/o östr. F. St. E. B. 360 Lombard. Bahn 1711/4 Ludwigsh.-Bexbach I631/z Maxbahn 1073/4 Bayer. Ostbahn 1231/r Hess. Ludwigsb.-Act. 1353 4 Alsenzbahn-Actien 86 Besondere Bekanntmachung. Die Pfleggelder von Waisenkindern der Stadt Gießen. 61891 lieber obenbemerkte Pfleggelder sind die Quittungen vor dem Schluise des Jahres hier abzugeben. Gießen, den 13. Dec. 1870. Großherzoglich- Bürgermeisterei Giessen. Vogt. Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 45 Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58^2—59*/, Pistolen . . 9 47 — 49 n doppelte 9 48—50 Holl. fl. 10 St. 9 54—56 Ducaten . . 5 37—39 20 Frankenst. 9 31V2—321/z Engi. Sover. 11 55—59 Russ. Imper. 9 48—50 Dollar in Gold 2 27—28 auf dem Viehmarktlatze zu Wetzlar öffentlich meistbietend, wegen Mangel an Beschäftigung, zu verkaufen, wozu Kaufueb- haber einladet , Obernbiel bei Wetzlar, rm Decbr. 1870. Der Bauunternehmer: Schultheis. WeiKeigermngen«. 6215) Mittwoch den 21. December d. I-, Nachmittags 1 Uhr, sollen in dem Hause des Herrn Bauaufseher Körner gut gehaltene Möbeln, bestehend in Sophas, Stühlen, Tischen, Bett- laden, Bettwerk, Weißzeug und sonstiges .Hausgeräthe, meistbietend versteigert werden- Gießen, den 16. December 1870. In Auftrag: Sem ml er, Ortsgerichtsmann. Papierrente 45>/z 50/0 M. steuerf. — - 1881r 96 Vs Mobilien-Dcrsteigerung. 6195) Montag den 19. und Dienstag den 20. d. Mts, jedesmal von Morgens 9 Uhr an, kommen in der sog. Schmittmuhle bet Londorf die zum Nachlaß des Ludw Pepp- ler von hier gehörigen Mobiliar-Gegenstände zur öffentlichen Versteigerung, als: 2 Kühe , I.Rind, 1. Kalb 2 E'el, 2 Mutterschweine, das eine trächtig, 2 Läufer und 11 Ferkel, 2 Gänse, 3 Enten und 8 Hühner, 2 Wagen nebit Zugehor, 2 Pflüge und 1 Egge, 1 ^se^Egesclpri, sowie sonstiges zur Landwirtschaft gebräuchliche Schiff und Geschirr, sodann 21/2 Fuder Korn-, 2 Fuder Waizen- und 2 Fuder Gerstenstroh, einige Etr. Heu und Grummet, eine Quantität Dickwurzel, Kohlraben nnb Rüben, 10 bis 15 MUr. Kartoffeln, 6 Mltr. Gerste und 2 Mltr.^Ha- fer, eine Quantität Brennholz und cmige Wagen Mist; ferner sämmtUches Hausgeräthe, worunter namentlich 2 Spar- 1 Herde, 1 Kleiderschrank, Weißzeug und Preuss. 41/2°-o Oblig. 90>/2 Frankf. 31/2% ObL 79 Nass. 4V20 0 Obi. 91 Vt Kurhess. 4°/q „ 823/4 Gr. Hess. 5 alter Kartoffeln, eine Quantität Erdgewachie, em Wagen, noch in gutem Zustand, sowie allerlei Hausgeräthe, in der Wohnung der Lazarus Rollen Wittwc öffentlich meistbietend versteigert werden. Reiskirchen, den 16. December 1870. Großherzogliches Ortsgericht Reiskirchen. Jünger. w „ 1882r 94i5/16 r 1885r 933/g " „ 1887t. 933/8 Spanier, neuest. 3% 293/4 Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 557/s 3% öst. s. Lombard 463/q ZO/g Livorneser 313/< 50/g Toscaner 493/g 5% Elisabeth.-Prior. 77 do. II. Emiss. 743/4__ Anlelieneloose. Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. 39 40/0 bayr. Präm.-Anl. 106 Ansbacher 7 fl. 113/4 4% badische Loose 1045/a Badische fl. 35 Loose 58 Oestr. fl. 250 v. 1839 — 1858r Prioritätsloose 158V2 1860r Loose 75^2 1864r „ 109 Braunschweiger 163/« Stadt Madrid 213/< Bekanntmachung. Lieferungen in das Bezirks - Gefängniß betreffend. 6213) Freitag den 23. December l. I., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Locale des unterzeichneten Gerichts die Lieferung der für das hiesige Be- zirks-Gefängniß im Jahr 1871 sich ergebenden Bedürfnisse, als: des Holzes, Strohes, Oels, der Besen, Kleidungsstücke, Hemden, Schuhe, Strohsäcke rc., öffentlich an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Bemerkt wird, daß Nachgebote nicht berücksichtigt werden. Gießen, den 15. December 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. M u h l, Stadtrichter.__ Vermischtes. (? R " erhält aus Sinn bei Herborn folgende Zuschrift^ Ich eile. Ihnen Q®flibr’tt6™ja geben übet die bereits telegraphisch gemeldete Niedeefahrt eine« m7,?r,r S„Hba IOnä Gegen l Uhr sahen wir den etwa 80 Faß hohen and 40 Faß im Durch- $ n.r nn ®anoti tonnet Aöbe von einigen 100 Faß über UN- nach südlicher Richtung fliegen Hoch erfreut, diesen ersten Fang^uf Deutschland-^ i^tnU krC%hIebahn^b?6l®aUon^ Stunde von hier gelegenen, sogenannten Mühlberg (Wald), wo der Flugbahn des -vauons i Lf »in,r Waldblöüe »wischen hohen Bäumen landete, richtig der Ballon mit f«"« I«« 3"^©dritte !on der Stell« entfernt waren, Trotz der größten Este und ch ahaeschnitten und der Ballon ging vor unS wreder in die hatten dre Franzosen die Gond sch s Reaierung in Empfang nehmen zu können, dock Äig'en'anlltumenten. -l- sie deutsche Antwort auf >hre «rag- «h wodurch er -nfpl.tzte, Den Briefsack hatten sie unmittelbar v . t auf,niesen, dann da- Gepäck der und war deßhalb unsere "-^-Arbeit dw W™ ^”(ortir'‘n. '6„ waren 4 Uhr N-»t- «"Miff-r ,u übernehmen und MH ™ wohl auch, weil sie sich auf ihrer eigenen Karte in Pan« aufgestiegen batten wegen» i , 9 * in P^ßen zu sein, und waren sehr nicht einmal gut zuiechtfinden w""ten 9 g Kaffee, die sie sich nut ihrem erstaunt, als ich ihnen ffe TO rf«« «Äirti ausgeruht hatten, ge- Cognac würzten, nahmen sie da kb , d « 1 Briefsäcke hatten die Luftsch'ffer . «rennte' Denkt"an^uns"und beklagt unS, seit drei Todesmonaten ^^.^7brU"'wEsind^'n7eLlaffen von diesen barbarischen Preußen, Dahin hat ,m« w Amsterdam eclisel. k. S. 1005/16 Augsburg k. S. 997/q Berlin k. S. 1047/ß k. S. 967/g Bremen Cöln k. S. 1047/g Hamburg k. 8. 88V8 Leipzig k. S. 104’3/16 London k. S. 1193/i6 Lyon k. s. — Paris k. s. — Wien k. 8. 96 ditto m. 8. — ditto 1. 8. - Disconto 4% G. Feilgebotenes. «ns» Die Handlung der I. A. Busch Söhne Liqneure : Creme de Vanille 9 „ „ Mokka, „ „ Rose 9 „ „ Tliee, „ „ Carvy 9 Parfait d'amour. Anise! te de Rordeaux 9 Maraschino, Kirschwasser, Hamburger Bitter, d’Absyntlie 9 enpfiehlt: Weine: Champagmr, Mouffeux, Malaga, Tokayer, Rothen Erlarer, „ «Obermgelheimer, Rüdesheimer, Niersteiner, Dürkheimer, Wachenheiuer, Bodenheime?. Letzterer ein beliebter leichter Tischwein zu 18 fr. pr- Flasche. Spiritualen und Effcnze: Rum de Jamaica 9 Arrac de Goa, Arrac de Ra