Meh’"* wrrklicht bleiben. Sollte Savoyen in Frankreich einverleibt werden, so werde man allgemein vermuthen, daß das linke Rheinufer und die sogenannten natürlichen Grenzen der nächste Zweck sein werden, und auf diese Weise wird der Kaiser em Gegenstand des Argwohns für Europa werden und eine Feindseligkeit in'- Leben rufen, welcher sein Onkel zum Opfer gefallen ist." — Wie paßt diese klare Einsicht von der Wichtigkeit der savoyer Frage, welche das englische Ministerium schon 1859 hatte, zu der Erklärung vom 24. Januar und 2. F.bruar 1860, welche dieselbe Frage unterdrückte. — Wie paßt dieses säst prophetische Erkenntniß von der Gefahr Europas zu der kleinen Handlungsweise des englischen Ministeriums, das aus Furcht vor dem Kriege schon am 12. März 1860 laut im Parlament gleichsam als Princip erklärt, daß es wo möglich Frankreich von der Einverleibung Savoyens abbringen, dafür wo möglich die Großmächte gewinnen, wo möglich die garantrrten Rechte der Schweiz wahren, aber nicht weiter gehen wolle, wenn Napoleon doch weiter gehen würde? Damit war Europa an Napoleon ausgeliefert. Wie paßt dieses schwächliche Ver- läugnen aller und jeder Pflicht Englands aus der übernommenen Garantie Sa- i?k> voyenS zu Dem zuoringlichen Vorschlag, daß wir uns heute auf eine solche Ga- Seine Abreise nach Tours hat am 7. Morgens stattgefunden. rantie verlassen sollen? — Napoleon hat einen großen Fehler gemacht, daß er Der Verlauf der Verhandlungen hat mir nur die Ueberzeugung hinter- England nicht vorher angriff, ehe er Deutschland bekriegte. lassen, daß es den jetzigen Machthabern in Frankreich von Anfang an nicht ___________________ Ernst damit gewesen ist, die Stimme der französischen Nation durch freie Wahl einer dieselbe vertretenden Versammlung zum Ausdruck gelangen zu lassen; und Der „Staatsanzeiger" publicirt das (schon telegraphisch analysirte) Circular daß cs eben so wenig in ihrer Absicht gelegen, einen Waffenstillstand zu Stande des Bundeskanzlers Grasen v. Bismarck an die Gesandten des norddeutscheu Bun- zu bringen, sondern daß sie eine Bedingung, von deren Unannehmbarkeit sic über- des über seine Besprechung mit Herrn Thiers in Versailles: zeugt sein mußten, nur darum gestellt haben, um den neutralen Mächten, auf Versailles, den 8. November 1870. deren Unterstützung sie hoffen, nicht -eine abweisende Antwort zu geben. Ew. ic. ist es bekannt, daß Herr Thiers den Wunsch ausgedrückt hatte, sich Ew. rc. ersuche ich ergebenst, sich in Uebereinstimmurg mit dem Inhalt dieser zu Verhandlungen ins Hauptquartier begeben zu dürfen, nachdem er sich mit ver- Depesche auszusprechen, zu deren Vorlesung Sie ermächtigt sind. schiedenen Mitgliedern des Gouvernements der nationalen Verthndigung in Tours v. Bismarck." und in Paris in Verbindung gesetzt haben würde. Auf Befehl Sr. Majestät des In Versailles sind einstweilen die Verhandlungen mit den bayerischen Ab- König- habe ich mich zu einer solchen Besprechung bereit erklärt, und ist Herrn geordneten unterbrochen, und wenn nicht bald — etwa durch den Prinzen Otto Thiers gestattet worden, sich zuvor am 30. v. M. nach Paris hinein zu begeben, — andere Instructionen aus Bayern im Hauptquartier eintreffen, wird vielleicht von wo er am 31. ej. ins Hauptquartier zurückgekehrt ist. beim Reichstage vorläufig nur der Sonder-Eintritt der drei anderen Südstaaten Die Thatsache, daß ein Staatsmann von der Bedeutung und der Geschäfts- beantragt werden. Man redet schon darüber hin und her, was für den Fall des erfahrung des Herrn Thiers die Vollmachten der Pariser Regierung angenom- Draußenbleibens von Bayern allein aus dem Zollvereine und insbesondere dem men hatte, ließ mich hoffen, daß uns Vorschläge gemach? werden würden, deren Zollparlamente und dem Zollbundesrathe werden mochte; ob und wie lange die- Annahme möglich und der Herstellung des Friedens förderlich sein würde. Ich selben fortzubestehen ober ob und wie umzugestalten sein mögen u. s. w. Die empfing Herrn ThierS mit dem achtungsvollen Entgegenkommen, auf welches seine national*liberale „B. A. C." meint: „Es ist immerhin besser, daß Bayern vorausgezeichnete Persönlichkeit, auch abgesehen von unseren früheren Beziehungen, läufig noch außerhalb des Bundes verbleibt, als baß man auf die Entschließung ihm den vollsten Anspruch gab. der bayerischen Regierung etwa einen Druck ausübt oder andererseits das in der Herr Thiers erklärte, daß Frankreich auf den Wunsch der neutralen Mächte norddeutschen Bundesverfassung errungene Stück deutscher Einheit zum Theile wieder bereit sein werbe, sich auf einen Waffenstillstand einzulassen. Preis gibt und die kaum anelnander gefügten Bausteine wieder lockert. Wir sind Se. Maj. der König hatten gegenüber dieser Erklärung zu erwägen, daß der Ansicht, daß die bayerische Bevölkerung die particularist'.sche Anschauungsweise jeder Waffenstillstand an und für sich für Deutschland alle die Nachtheile bedingt, der bayerischen Regierung durchaus nicht mehr in einem solchen Umfange theilt, mit denen für eine Armee, deren Verpflegung auf weit zurückgelegenen HülfSquellen als daß man nicht auf einen Wechsel dieser Anschauungsweise in einer bestimmten beruht, jede Verlängerung des Feldzuges verbunden ist. Außerdem übernahmen Frist mit Sicherheit rechnen könnte. Die Bundesverfassung ist in ihren Zugeständ- wir mit Dem Waffenstillstand die Verpflichtung der deutschen Truppenmasse, welche nissen an die Autonomie der Einzelstaaten bis hart an d-e Grenze des Zulässigen durch die (Kapitulation von Metz verwendbar geworben war, in den Stellungen gegangen; es darf drese Grenze nicht überschritten werden; vor Allem aber darf welche sie am Tage der Unterzeichnung innegehabt haben würde, Halt zu gebieten, keinem Staate eine Stellung eingeräumt werden, durch welche derselbe sich ver- und damit auf die Besetzung weiter feindlicher Länberstrecken zu verzichten, welche sucht fühlen könnte, neben dem Bundespräsidium eine Art von Mitregentschaft gegenwärtig ohne Schwertstreich ober mit Ueberwindung unbedeutenden Wider* auszuüben." Die „Volks-Zeitung" meint, es sollte nochmals der Weg von 1867 ftandes von uns eingenommen werden können. Die deutschen Heere haben einen eingeschlagen werden, indem der Widerstand des süddeutschen Particularismus am wesentlichen Zuwachs in den nächsten Wochen nicht zu erwarten. Dagegen würde leichtesten durch das moralische Gewicht einer gesammtveutschen Vereinbarungs- der Waffenstillstand Frankreich die Möglichkeit gewährt haben, die eigenen Hülfs- Versammlung würbe zu brechen fein. Unseres Erachtens habest wir zunächst die quellen zu entwickeln, die in der Bildung begriffenen Formationen zu vollenden bestimmteren Mittheilungcn und Anträge des Bundeskanzlers abzuwarten, ehe wir und, wenn die Feindseligkeiten nach dem Ablauf des Waffenstillstandes wieder über diese und andere Fragen ein Urtheil abzugeben versuchen. I densallS gebührt beginnen sollten, uns widerstandsfähige Truppenkörper entgegen zu stellen, welch- allein der Initiative des Bundeskanzlers bezüglich der Wahl der Wege für jetzt jetzt nicht vorhanden sind. der entscheidende Rathschlag und mit tiefem die wesentliche Verantwortlichkeit für Ungeachtet dieser Erwägungen ließ Se. Maj. der König den Wunsch, einen den bestmöglichen Erfolg. Es wäre doch wirklich höchst bedauerlich, sollte auch die ersten entgegenkommenden Schritt zum Frieden zu thun, vorwiegen; und ich wurde gegenwärtige opfermuthige Volksbegeisterung nur abermals ein Stückwerk deutscher ermächtigt, Herrn Thiers sofort mit de? Gewährung eines Waffenstillstandes auf Einheit zu Stande bringen. (K.Z.) 25, oder auch, wie er später gewünscht, 28 Tage auf dem Grund des einfachen Die neueste „Correspondance be Tours" meldet aus Douay, 31. October, militärischen Status quo am Tage der Unterzeichnung entgegenzukommen. Ich daß General Bourbaki daselbst zur Abhaltung einer Revue eintraf und bei dem schlug ihm vor, durch eine zu bestimmende DemarcationSlinie die Stellung der commandirenden General abstieg. Die Bevölkerung erschien vor dem Palaste und beiderseitigen Truppen, so wie sie am Tage der Unterzeichnung sein würde, ab- einige Bürger richteten Fragen an den General, der sich weigerte, dieselben zu zugränzen, die Feindseligkeiten auf 4 Wochen zu sistiren, und in dieser Zeit die beantworten. Da rief man: „Es lebe die Republik! Nieder mit den Verrätern!" Wahlen und die Constituirung der nationalen Vertretung vorzunehmen. Auf Bourbaki wollte das Haupt nicht vor der Republik entblößen. Als er nun immer französischer Seite würde diese Waffenruhe nur den Verzicht auf kleine und jeder- noch nicht bekennen wollte, welches seine Meinung sei, rief man: „Zum Tode!" zeit unglückliche Ausfälle und auf eine nutzlose uno unbegreifliche Verschwendung Da gab Bourbaki den ihn escortirenden Mobilgarvisten den Befehl, ihre Gewehre artilleristischer Munition aus den Festungsgeschützen für die Dauer des Waffen* zu laben und auf die Nationalgarde zu schießen, „aber" , heißt es wörtlich in stillstandes zur militärischen Folge gehabt haben. diesem Berichte weiter, „man gehorchte ihm nicht, da man sah, daß die National- In Bezug auf die Wahlen im Elsaß konnte ich erklären, daß wir auf gardisten gleichfalls bewaffnet waren und daß der Zusammenstoß die schwersten keiner Stipulation bestehen würden, welche die Zugehörigkeit der deutschen De- Folgen haben könnte. In diesem Augenblicke wurden einige Kohlstrünke nach partements zu Frankreich vor dem Frieoensschlusse in Frage stellen könnte, un? Bourbaki geworfen. In ArraS, Amiens und Lille war der Empfang ein ähn» daß wir keinen Bewohner der letzteren dafür zur Rebe stellen würben, daß er lichrr." Gne solche Behandlung ist allerdings nicht geeignet, Bourbaki die Bilals Abgeordneter seiner Landsleute in einer französisch-n Nationalversammlung bunz einer Nordarmee zu erleichtern. Die „Correspondance de Tours", welche erschienen sei. durch obigen Bericht die Gerüchte von Bourbakis Rücktritt erklärt findet, hat kein Ich war erstaunt, als der französische Unterhändler diese Vorschläge, bei Wort der Ermuthigung für Bourbaki, dagegen ist sie sehr aufgebracht über „den welchen alle Vortheile auf französischer Seite waren, ablehnte und erklärte, einen General, der in Besan^on commandirt uno der thut, als existire Garibaldi gar Waffenstillstand nur dann annehmen zu können, wenn derselbe die Zulassung eine» nicht, ja, ihm alles Schlimme zufügt, was nur möglich ist." Unter den letzten umfassenden Verproviantirung von Paris einschlöffe. Ich erwiderte, baß diese Nachrichten meldet die „Correspondance", daß am 6. in Tours 30 bis 40 ge- Zulaffung eine so weit über den Status quo und über jede billige Erwartung fangene Preußen ankamen und in der Caserne der Recollets untergebracht wur- hinausgehende militärische Concesfivn enthalten würde, daß ich ihn fragte, ob er den; ferner, daß bei St Avertin-les-TourS am 6. eine Schiffbrücke über den ein Aequivalent dafür zu bieten im Stande fein werbe und welches? Hr. Thiers Cher geschlagen wurde; endlich, daß man im Lager von Grammont, rechts vom erklärte, zu keinem militärischen Gegen-Anerbieten ermächtigt zu fein und die For» Boulevard desselben Namens, Winterbaracken errichtet. Henri Schneider, Der derung der Verproviantirung von Paris stellen zu müssen, ohne uns dafür etwas Sohn des Präsidenten des gesetzgebenden Körpers, traf am 7. in Tours ein. Anderes bieten zu können, als die Bereitwilligkeit der Pariser Regierung, der Die Loire, der Cher und der Verbinbungscanal gehen hoch und die Schifffahrt französischen Nation die Wahl einer Vertretung zu gestatten, aus welcher wahr- wurde wieder eröffnet. scheinlich eine Behörde hervorgehen würde, mit welcher uns über den Frieden zu Der Special-Correspondent der „Daily-News" in Amiens schreibt, daß das unterhandeln möglich sein werde. Leeret, welches ein leved en mässe anordnet, die gejammte Industrie des Platzes In dieser Lage hatte ich das Ergebniß unserer Verhandlungen dem Könige zu einem Stillstand gebracht hat, und daß die Arbeiter den Krieg herzlich ver- und seinen militärischen Rathgebern vorzulegen. wünschen. Der Aufruf der Republik hat keinen Enthusiasmus hervorgerufen, und Se. Majestät war mit Recht befremdet über so ausschweifende militärische der Wunsch nach Frieden ist allgemein und lebhaft. Bei einem Ausfluge nach Zumuthungen und enttäuscht in den Erwartungen, welche Allerhöchstberselbe an Norden Hut der Correspondent nichts von einem patriotischen ölan bemerkt, im Die Unterhandlungen mit Hrn. Thiers geknüpft hatte. Die unglaublich.' Forde- Gegentheil, das Volk schien bestürzt und erwartete die Preußen. Boulogne war rung, daß wir die Frucht aller feit zwei Monaten gemachten Anstrengungen und belebt, wenngleich der Bahnhof der Stadt einen traurigen Anblick bot; in einem errungenen Vortheile aufgeben und Die Verhältnisse auf Den Punkt zurückgeführt der Haupthotels war es schwer, eine 100 Fr.-Note gewechselt zu bekommen, werden sollten, quf welchem sie beim Beginne der Einschließung von Paris ge* Victor Hugo hat es abgelehnt, die Stelle eines Maires von Paris anzuwesen waren, konnte nur von Neuem den Beweis liefern, daß man in Paris nach nehmen. Bekanntlich speculirt derselbe auf die Präsidentschaft der Republik, und Vorwänden, der Nation die Wahlen zu versagen, suchte, aber nicht nach einer es ist daher natürlich, daß er einen so subalternen Posten zurückweist. — In Gelegenheit, dieselben ohne Störung zu vollziehen. Paris haben sich jetzt einige Läden aufgethan, welche Hunde- und Katzenfleisch Auf meinen Wunsch, vor Fortsetzung der Feindseligkeiten noch einen Versuch verkaufen. In einem kleinen Laden werden sogar auch Natten feilgeboten und t>er Verständigung auf anderen Grundlagen zu machen, hat Herr ThierS am 5. stark gekauft. d. M. in der Vorpostenlinie noch eine Besprechung mit den Mitgliedern der Pariser ___________________ Regierung gehabt, um denselben entweder einen kürzeren Waffenstillstand auf Basis Deß Status quo ober die einfache Ausschreibung Der Wahlen vorzuschlagen, ohne KriegHnachrichten. convent.ongmäßigen Waffenstillstand, in welchem Falle ich die freie Zulassung und Versailles, 9. Novbr. Die Vorräthe in Paris gehen mit rapider Schnellig- t>ie Gewährung aller mit der militärischen Sicherheit irgendwie vereinbarten Er- feit zu Ende und auch die ärgsten Pessimisten glätten wieder die Stirn und hoffen leichterungen zusagen konnte. auf den baldigen Abschluß des Krieges. Dafür spricht u. A. auch der Umstand, Heber den Inhalt dieser seiner Beiprechung mit Herrn Favre und Trochu baß, wie ich höre, in Der Nähe Des jüngst vielfach als Eisenbahnkopfstation ge- hat Herr Thiers sich nicht näher gegen mich ausgesprochen; er konnte mir als nannten Stäbtchens Nanteuil ein Barackenlager zur Aufnahme von 150,000 fran- l d"^U>en nur die erhaltene Weisung mittheilen, die Verhandlungen ab- zösischen Gefangenen errichtet wird. Es leuchtet ein, daß man zu tiefer ungc- zubrechen und Versailles zu verlassen, da ein Waffenstillstand mit Verproviantirung wöhnlichen Placirung Gefangener nicht greifen würde, wenn man dieser refpec- bon Pans nicht zu erreichen sei. fablen Truppenmacht nicht eine spätere Ausgabe zugedacht hätte, und die 23er- ... Schnei ' »nt I#* *|s & «** 19, 31. Octobtr, traf und bei bem ttm falaflt und tt, dieselben zu U er nun immer : „3um Tode!" chl, ihre Gewehre tzl es rvcrllich in tstz die National- pr die schwersten Aoblstrünke nach mpfang ein ahn- Zourbali die M- • Tones", wklse t jincet, hat kein .bracht über „den re Garibaldi gar Unter den letzten 6 30 bis 40 ge- ^nterg-brachk wur- ynctudt über den ment, recht- vom n Schneider, der 7. in Tour- etn. ,nt in @d)i|ji«6lt (dj.eibi, k4,°«' e ufltiito Wä* "x ’m ä*‘ " * ebn W«"> * ifjulojn- war tot; -- u btlem""”'..... n P-,i- ««!"' VÄ** . und aeu? un0 "fang V,tr' l“ Ufrn 11 litlb » "® - Eben. ' 4“f ®3"to dich, '""i'i Otto ' 6ltt »itta u7cn Sali "besondere itQ a'ie ,flnge die, \M- ». Die ^Qbtrn vor- !c Entschließung 1(15 das in der 101 Heile Lieder «t .Wir fo ^^nung-iveise theilt, e|ner bntimmten ^tnZ°gP»d. '»'» allein aber darf derselbe sich vn- 1 Mtregentschast r ^eg von 1867 ticularisrnus am 1 Direinbarnngs» wir zunachfl die iirarten, ehe vir ^densallS gebührt ir Wige für setzt ntvorllichkeil für ch, sollte auch die lückverk deutscher Obl. 91 823/4 Kurhess. 4% „ Amerik. Bonds Spanier, neuest. 3% 297/g Braunschweiger — Stadt Madrid 211 4 fl. 250 v. 1839 — Prioritätsloöse — Loose 74l/2 Oestr. 1858r 1860r 1864r Nass. 41/2 0 0 Anleliensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. — 40/g bayr. Präm.-Anl. IO6V2 Ansbacher 7 fl. — 40/g badische Loose lOS3/^ Badische fl. 35 Loose 59 Darmstadt, 11. Nov. Am 6. v. M. fand wiederum eine Verleihung von eisernen Kreuzen in der hessischen (25.) Division statt; es wurden decoriit. Oberst- Lieutenant v. Grolmann, die Majore Lannert, Keim, v. Buseck und v. Hessert, die Oberlieutenants v. Röder und Graf Wedel, sowie Vie Feldoberstabsärzte Dr. Böhm und Dr. Steinhäusser. — Das 9. Armeecorps, dem unsere Division an Stelle der 17. zugetheilt ist, passirte am 6. St. Dizier und rastete am 7. etwa einen Tagmarsch süowrstlich von diesem Orte. Am 8. in der Frühe begann der Vormarsch aus Troyes, wo die Töte, das hessische 4. Infanterieregiment, bereits am 9. Abends anlangte. 4 Frankfurt, 14. Nov. Von den drei Banquiers, welche, angeblich wegen Zeichnungen auf das französische Anleihen, verhaftet sind, ist trotz der angebotenen Kaution von 100,000 fl. noch keiner entlassen worden. Zwei derselben sind Frankfurter, der dritte ist ein naturalisirter, aber trotzdem ausgewiesener Deutsch-Franzose. Bonn, 12. Nov. Gestern wurde Professor Knoodt, welcher wegen seiner Haltung in der Infallibilitätsfrage bekanntlich vom Herrn Erzbischöfe von Köln a sacris suspcndirt worden ist, mit aNen gegen 5 Stimmen zum Präsidenten des um Vie Restauration der hiesigen Münsterkirche hochverdienten MartinsvereinS wie- Vergewählt. Diese an und für sich ganz unbedeutende Thatsache gewinnt unter den obwaltenden Verhältnissen eine gewisse Bedeutung, weil sie zeigt, wie die öffentliche Meinung in hiesiger Stadt die Maßregelung des genannten Herrn 1881r 95T/a 1882r 94V2 1885r 933/g 1887r 933/g Actien. Frankf. Bank — Frankf. Vereins-Kasse — Lärmst. Bankact. 320 Wien Bankactien 696 Galizien 225y2 Auge haben. △ Brüssel, 15. Nov. Das „Echo du Parlament" schreibt: Die Eisen- bahn-Viaduct von Beaugency, welcher von den Preußen zerstört worden war, ist durch einen Holzbau wiederhergestcllt worden. Die Züge fahren bereits wieder bis Orleans. /> Brüssel, 15. Nov. Depeschen aus Tours melden, daß man dort die ausschweifendsten- Hoffnungen an die Pcovocirung der orientalischen Frage Sei- lens Rußlands knüpfe. — Thiers sagt in einem Bericht an die Vertreter der Mächte über die Verhandlungen in Versailles, man könne Frankreich höchstens tadeln, sich einem Gouvernement anvertraut zu haben, welches den Frieden ge- brochen. — Der „Tours Moniteur" behauptet, daß bei Orleans 2500 Kriegsge- fangene gemacht worden sein, wenn auch nur 60 Tours passirt hätten. Brüssel, 15. Nov. Aus dem Haag wird gemeldet, daß der König ernstlich erkrankt ist. Er leidet an Blutspeien. — Van Reenen hat die Aufforderung zur Bildung eines neuen Cabinets abgelehnt. ' Aus Paris wird gemeldet, daß ein Nationalgardist, welcher ein Pamphlet über das Privatleben der Exkaiserin verkaufte, verhaftet worden fei. /x Lille, 15. Nov. Neueste Nachrichten aus Paris melden, daß feit dem 10. d. das tägliche Fleischquantum auf 50 Grammes normirt sei. — Die Franzosen haben bei Villejuis eine Redoute, mit 20 Kanonen armirt, erbeutet; eine andere zwischen Villejuis und Vitry, vor welcher Trancheen angelegt sind, die Aehnlichkeir mit denen vor Sebastobol haben. (?) △ Tours, 14. Nov. Die „Corresp. Hav is" meldet, daß die Regierung Englands den Unterstaatssecrelär des Auswärtigen nach Versailles geschickt habe, um kategorisch Erklärungen darüber zu fordern, wie Preußen die Schritte Rußlands auffasse. Petersburg, 15. Nov. Die Circulardepesche des Fürsten Gortschakoff vom 31. October enthält die Lossagung Rußlands von den Verträgen von 1856, soweit dieselben Rußlands Souveränetät aus dem schwarzen Meere berühren. Die Note betont, Rußland könne nicht zugeben, daß, nachdem so viele wesentliche Vertragsbestimmungen durchbrochen, nur diejenigen obligatorisch bleiben, welche Rußlands Interessen virect berühren. Der Kaiser beabsichtige nicht die Erneuerung der orientalischen Frage, sondern nur die Befestigung des Friedens und des curo- i päischen Gleichgewichts, welches fortan besser gewahrt sein wird, wenn ein Ver- i hältniß fortfällt, das keine Großmacht als normale Lebensbedingung acceptiren könnte. Telegraphische Depeschen. △ Saarbrücken, 15. Nov. Aus Versailles eingelangte Berichte vom 12. d. melden: „Ber dem Angriff der Loire-Armee auf das erste bayerische Corps stellten die Franzosen in erste Linie gute Truppen (algerische und römische Regimenter). Die Regimenter wurden dreimal zurückgeworfen. Der Rucken der EinschUeßungstruppen ist auch im Norden von Paris durch neu eingetroffene Truppen gesichert. Wetter kalt, Schnee und Reif. Der Pariser „Figaro" vom 11. d. spricht offen von der Unmöglichkeit weiteren Widerstandes, tritt heftig gegen Favre und Trochu auf und scheint nur in der Uebergabe von Paris einen Ausweg zu sehen." , △ Brüssel, 15. Nov. Die „Decentralisotion" meldet: Dem Vernehmen nach hat der General du Failly in der letzten Woche Balleregarde passirt, um sich in die Schweiz zu begeben. Er ist nicht angehalten worden. Die Behörde hat in Folge dessen die dortigen Polizeibeamten verhaften und nach Lyon führen Brüssel, 15. Nov. Eine Depesche aus Algerien zeigt an, daß ein Decret das Verbot Dc*- Ausfuhr von Cerealien verlängere. General Cluseret wird nächstens in St. Etienne erwartet. /X Brüssel, 15. Nov. Man meldet aus Pans, ber Maire von Pans, E. Arago, hat angeordnet, daß das Eigenthum ber aus Paris vertriebenen Deut- Im gestriqen Abentwerkehr trat ein Umschwung in der Tendenz ein, welche sich auch an heutiger Börse erhielt und schließen die meisten Speculatiunö - Effecten im Vergleich geaeu gestern mit einer merklichen Besserung der Course. Die russischen Depeschen, welche die Börsenwelt wieder allarmirte werden vom Publikum weniger pessimistisch aufgefaßt. Neue 5pEt. Bayern 95t/2_3/4, 5pCt. Württembeeger 96^4, 5 pEt. Badische 97, Elisabethbahn 204. Devisen fest, namentlich Wiener Valuta. Napoleons fl. 9. 33 —34. aufnimmt. Augsburg, 14. Nov. Die „Augeb. Abendzeitung" versichert entgegen den Mittheilungen über einen Abbruch der Verhandlungen mit den bayerischen Ministern auf das Bestimmteste, daß die Verhandlungen fortdauern und deßhalb nach einem Telegramm aus Versailles vom 13. Nov. die Minister ihren Aufenthalt verlängert haben und erst gegen Ende dieser ober Anfangs Der nächsten Woche zurückkehrcn toeroen. — Die Einberufung ber Kammer ist auf Anfang December festgesetzt. Konstantinopel, 11. Nov. General Ignatiew kommt am 19. d. zurück, und zwar, wie verlautet, mit weitgehenden Freundschafts-Vorschlägen. Die unirten Armenier treten aus der katholischen Kirche aus. (W. Pr.) Der Schwiegersohn Mehemeb Ruschci Paschas, Ex-Bngabegcneral Hussein Pascha, war als Major in französische Dienste getreten und fiel in einem der letzten Kämpfe durch eine preußische Kugel. Newyork, 14. Nov. (Kabeldepesche.) Aus Havanna wirb vom 12. Nov. telegrapdirt: Siegreiches Gefecht zwischen dem preußischen Kanonenboot „Meteor", Capitänlieutenant Knorr, und dem französischen Aviso „Bouvet". Letzteres wurde stark beschädigt und fluchtete in den Hafen von Havanna, wohin es von dem Meteor verfolgt wurde. Verlust des Meteors 2 Tobte, ein Verwunbeter. schen einer Steuer unterliege. In dem Falle, wo diese Steuer nicht bezahlt wird, wird das Mobiliar ber Abwesenben mit Beschlag gelegt. Brüssel, 15. Nov. Der „Echo du Parlament" berichtet aus Marseille vom 11. November: Gent hat die jungen griechischen Freiwilligen aufs Wärmste be- grüßt. Dieselben waren von dem Empfang, den ihnen die Franzosen und vie griechische Colonie bereitet hatten, ganz entzückt. Briefe aus Athen melden, daß Der Enthusiasmus dort für Frankreich im Steigen begriffen sei. Eine Compagnie Franctireurs aus Constantin, welche heute morgen landete, ist Abends an den tz Onihrer Bestimmung abgegingen. Die Depots der Garnison des Rhone und Irone- TheilS sind nach dem mittäglichen Frankreich geschickt worden, um dort ihre Aus» bildung zu empfangen. Die Lique du Midi, welche so viel Phrasen gemacht hat, sucht sich einen neuen Präsidenten. Gent und der Maire Valena, welchen die Präsidentschaft angeboten war, haben abgelehnt. /X Brüssel, 15. Nov. Man meldet der „France" unterm 9. d.: Preußische Reiter sind in Troyes angekommen. Vorposten, welche auf den Straßen von SenS und Auxerre aufgestellt sind, sagten aus, sie kämen von Auxerre. Bar-sur- Aube ist besetzt, hingegen wurden in den Arrondissements von Bar-sur-Seine und Nogent noch keine feindliche Truppen gesehen. Ueber die Stärke des herannahen- ben Feindes ist noch nichts bekannt. △ Brüssel, 15. Nov. Der sehr skeptisch gewordene Tours-Correspondent Der „Indep." warnt das Publikum in Tours vor Ungeduld. Auf den theuer erkauften Sieg hindeutend, sagt er, die Negierung müsse stets einen Umgehungs- plan der Loirearmee als Contrecoup, nicht aber die Entsetzung von Paris, im mutbung liegt nicht all zu fern, daß diese Armee Der tunfligen Regierung Fran . I Es gleichviel ob Republik, Napoleoniven oder Orleans, zur Stutze Dienen soll. 1 — Meine oft ausgesprochene Meinung, daß der Luftballonschwindcl Der Pariser nur zu dem Zwecke in Scene gesetzt wird, um die Aufmerksamkeit der Belagerer von Dem wahren Communicationswege abzulenken, wirb im weitesten Umfange , durch eine Verhaftung bestätigt, Die in Den hiesigen französischen Kreisen unge- । heures Auisehen erregt. Ein hiesiger höherer Gerichtsbeamter erhielt in regel- i mäßigen Intervallen Briefe von einer Privatperson zugestellt, Die Polizei bekam . davon W-nb, und als sie vor einigen Tagen einen dieser Briefe abfing, wies Derselbe das neueste Pariser Datum auf. Der Bote hatte sich zu salviren gewußt, und da Der Adressat jedwede Auskunft über den Speditionsweg verweigerte, weil, wie er sagte, viele seiner Freunde Dadurch compromittirt werden würden, erfolgte seine Verhaftung, Die, wie schon erwähnt, große Bestürzung unter der Einwohner- schäft hervorrief. (B. B. C.) , _ Königsberg, 12. Nov. Ein neuer Befehl ordnet die sofortige Mobil,sirung von 7 Compagnien Festungsartillerie an, deren Mannschaften möglichst schnell nach dem Kriegsschauplätze abzusenden sind. (N. fr. Pr.) Straßburg, 11. Nov. Die „Straßb. Ztg." meldet: „Vor einigen Tagen lief hier ein amtlicher Bericht von einem niederelsässischen Maire ein, welcher in origineller Weise das zukünftige Loos dieses Landes präjudicirte. Der Verfasser, dem die Handhabung Der Deutschen Sprache noch einige Schwierigkeiten zu bereiten scheint, schloß nämlich wörtlich mit der folgenden Formel: „Euer Hochwohlgeborenen Königlichen preußischen Majestät seine getreuen Untertanen." Vivant sequentes! — Borg ftern Abend wurde ein Feldwebel des hier stationirtcn 67. Infanterie- Regiments in Der Spießgasse, geraDe als er aus einem WirthShaufe heraustrat, von einem auf ihn geschleuderten großen Steine auf Die Brust getroffen, so Daß er besinnungslos nicderstürzte. Glücklicherweise hatte eine Brieftasche, welche Der Feldwebel auf Der Stelle trug, wo ihn Der Stein traf, Die Gefährlichkeit Des Wurfes vermindert, so Daß für sein Leben wohl nichts zu befürchten steht, dennoch ist die Verletzung so groß gewesen, Daß Der Verwundete gestern noch nicht im Stande war, weitere Auskunft über Den beklagenSwerthen Vorfall zu geben. Der Thäter ist entsprungen und man ist bis jetzt seiner noch nicht habhaft geworden. _ Gestern Vormittag sind wieDerum Drei Individuen in Kehl abgefaßt worden, welche sich von hier heimlich wegbegeben hatten, um zu Den Franktireur- Banden in den Vogesen zu stoßen. Sie wurden auf die hiesige Hauptwache abgeliefert." . . _ Bremen, 14. Nov. Vierzig französische Geißeln für das rechtswidrige Ge- fangenhal-ea von deutschen Schiffecapitänen sind hier zur Unterbringung angemelbet. London, 1.4. Nov. Briefe aus Paris vom 10. Nov. melden, Daß Daselbst Die täglichen Fleischrationen auf 50 Gramm bemessen werden. Gr. Hess. 5% Öbl. 101 Vs „ „ 4% „ 927/ti „ „ 3V2% » - Bayer. 5% n 95V1 „ 41/2 O/o 1jährige 91 Vs „ 40/g 1/4 jährige 91^4 Würtemb. 4*/2 % Obl. 91 Baden 4V2% Oblic. E. L. 911 4 Oesterr. Silberrente 5 41/5 „ Papierrente 45^ „ 50/g M. steuerf. — Actien. Oest. Creditact. 2343/4 50/g östr. F. St. E. B. 358 Lombard. Bahn 166 Ludwigsh.-Bexbach — Maxbahn — Bayer. Ostbahn 121 Vi Hess. Ludwigsb.-Act. — Alsenzbahn-Actien — Oberhessen „ 667/8 Prioritäten. 30/g öster. Stsb.-Prior. 55V2 30/g öst. s. Lombard 45V2 30/g Livorneser 31 50/g Toscaner — 50^ Elisabeth.-Prior. — do. II. Emiss. — Börscnnachrichteii. 15. November 1870. Preuss. 4V2 0 Oblig. 913/4 Frankf. 3V2°/o Obl. 791/2 Wechsel. Amsterdam k. S. 100V8 Augsburg k. S. 100 Berlin k. S. 1043/4 Bremen k. S. 97 Cöln k. S. 1047/8 Hamburg k. S. 88 Leipzig k. S. - London k. S. 119 Lyon k. S. — Paris k. 8. — Wien k. 8. 96 ditto m. S. — ditto 1. S. — Disconto 40/g G. Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 447/8-45Vs Sachs. 7, — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 45-46 „ doppelte 9 45—46 Holl. fl. lOSt. 9 55 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankenst. 9 33—34 Engi. Sover. 11 57—59 Kuss. Imper. 9 48—50 Dollar in Gold 2 26 V2—27 V2 Allgemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachung. Das vierte Ziel Communalsteuer pro 1S70 kann in den nächstfolgenden drei Zahltagen ,Samstags, Dienstags und Donnerstags'' ohne Kosten zur Stadlkasse bezahlt werden. Gießen, den 10. November 1870. Der Stadt'Rentmeister - 0*821)__ Enders. ' Versteigerungen. 4879) Freitag den 18. November, Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Wohnung der verstorbenen Wittwe Künhold, in dem Hause des Herrn Buchbinders C- Orth auf dem Kirchenplatz: Betten, Weißzeug, Frauenkleider, Hausund Küchengeräthe gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, d n 15. November 1870. Großherzogliches Ortsgcricht Gießen. K- Vogt. Bekan ntmacinlnst. 4808) Freitag den 18. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesiger Strafanstalt die abgängig gewordenen Gegenstände, als: 130 Stück Bettteppiche, circa 5 Ctr. alte Lumpen, „ 2 „ altes (j>i)en, 1 Quantität Blechgefäße, 1 Parihie altes Glas öffentlich an die Meistbietenden versteigert weiden- Marienschloß, am 7. November 1870. Großherzogliche Landeszuchthaus-Kasse. Schäfer. 4800) Künftigen Donnerstag den 17. Nov-, Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Gesrlltchaftshause dahier abgespielte Whist - und l'Hombrc Karten, sowie alte Zeitungen, gegen gleich baare Zahlung versteigert. 4870) Regcnröcke, sowie Ka- putzen zu denselben und Gummi- schuhe, in reicher Auswahl, empfiehlt Karl Wenzel. 4610) Frische Sendungen in SardincS in PicleS, Sardine* ä l'huile, Anchovis, Mixed-PicleS, Caviar, Champignons, Trüffeln, Gotnaer Cervelatwurst, Neuen Holland. Vollhäringen, Genues-Sardcllen, Bückingen zum Rohesten, Königs Reisstärke empfehlen I. A. Busch Söhne. 4884) Ein Reiscpclz ist billig zu verkaufen. Bei wem? sagt Ausg. d. Bltts. 4867) He ff. Landkalender pro 1871, ä 4 fr-, bei Aug. Balser. t Stickereien. Wegen Aufgabe dieses Artikels zu sehr billigen Preisen verkauft _______________Karl Wenzel. 4>82) Eine Kaute Mist ist zu verkaufen im „Deutschen Hof." G. Arnold. 4888) Weißkraut verkauft ___ L. Klinket. 4852) Wir lassen eine größere Parthie dickes und starkes Garn zu Socken und Strümpfe verstricken. Arbeitslohn für Socken 6, für Strümpfe 15 fr. Die Ausgabe der Garne und Empfangnahme der gestrickten Maaren findet von Mittwoch den 16. November an, täglich Nachmittags von 2—4 Uhr, in der Wohnung des Herrn Theodor Küchler (Seltersweg) Leute vom Lande resp. der Umgegend, welche Garn zum Stricken wünschen, müssen eine Bescheinigung der betreffenden Herren Bürgermeister mitbringen, daß ihnen Garn anvertram werden kann. ________________Gallische Wollenspinnerei. I 5 25% Zill stell Ersparnis bei Annoncen. Bekanntmachungen aller Art | befördert prompt in sammtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter I und Fach-Zeitschriften mit 3—23% Kosten-Ersparniß die Annoncen-Expedition von E. Schlotte in Bremen. | Ausverkauf. 4741) Eine PcMsiie zurückgcsctzte Kleiderstoffe, Unterrockstoffe, ächtfarbige Jaconctts und Organ- tins werden in meinem Netenhause zu bedeutend herabgesetzten Preisen verkauft. S. «Hirsch Sohn. 4782) Wärmflaschen und Wärm- steine empfiehlt__________I. H. Fuhr. -1887) Die erwartete Sendung neuer Caputzen, Seclcnwärmer, Echarpe'S und Hut-Fa^ons von 12 fr. an, garnir- ter Filzhüte und Winter-Handschuhe ist eing et (offen und empfehle solche zu den billigsten Preisen. H. Heß, dem Lindenplatz gegenüber. | Seefische: Frische Cgmonter Schellfische treffen, so lange feine stürmische Witterung, wieder wöchtMlich dreimal ein Für Cabliau n, Zungen und TnrbotS erbitten wir uns Aufträge mehrere Tage vor Gebrauch. — Heute frische Schellfische. I. A- Busch Söhne- 4871) Drei Oeferr, für Holzbrand eingerichtet, sind billig zu "verkaufen Lit. C. Nr. 101 Seltersweg. 4684) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen bei Bäcker Kuhn, am Kreuz. 4854) J’achete et je vends ä tont temps des objects uses. Meyer Rothenberger, rue Neuenweg B. 193. 4864) Russische Sardinen und Sardellen, sowie Stockfische und marinirte ^stsec-Haringe empfiehlt Bäcker Vogt, Wallthorstraße. 45351 Ein Stück Rüben zum Füttern steht billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d Bltts. j । । । । i । 4855) Ein großes Familienlo^is ist sofort oder den 1. Zunriai 1^71 zu vennie. loen. I. Mannberger. W e v i« i e 1' 4883) Das von Herrn Elkan bisher bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und alsbald beziehbar ______Wilhelm Plank, Mäusburg. 4831) Am Seltersberg ist eine Wohnung ..'N 5 bis 6 Zimmern mit llen Be-^ qmmltdifeiten zu rermielh'N. Näheres bei Herrn Polizeidiener Blitz am Neuenweg. , 4862) In d>m Müller'schen Hause in bir Kaplansgosse ist ein Familienlogis zu vermiethen. Näheres bei _______________E. 011m ann, Schloßgasse.1 4889) Ein Logis von 3 Zimmern und Küche ift an eine stille Familie zu vermie- bei___________H. M. Jughardt. 46-s6) An der Nabe des Bahnhofs, Lst. E- Nr. 11, sind zwei freundliche Zimmer fo= gleich zu ve>mietben. __________ 4813) In meinem muei bauten Hause ift' eine Famwenwohnung zu oeimietben unb! sogliich zu beziehen. Heinr. Möser H. 4880) Ein rnöblirtcs Zimmer ist zu ver- m’etben bei____________Joh. Müller. . 4878) Indem neuerbauten Volk'schen Hause an der Giünberger Ehausse zunächst der P i p p'schen Gartenwirthschaft, find mehre, e geräumige Familien-LogiS sogleich zu beziehen. 4842) Ein Lad n mit Comptoir ist zu vermiethen und kann dis zum 15. Februar nächsten Jahres bezogen werden. A. K. Worms. 4X50) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bet C. Rahn. 4789) Eine möbiirre Stube mit Cabi- net ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Th. Rauten st rauch, an der Schoor. 4651) Aus dem Seltersberg, im Neben- bauie von Lit. E- Nr. 4, ist eine möblirte Stube mit Cabinet zu vermiethen. Vermisste Anzeigen ^4857) Ein reinliches Mädchen kann Schlafstelle erhalten. Wo? sag die Exped- d. Bltts. | Turnverein. In Würdigung der Zeitverhältnisse, welche einem beträchtlichen Th ei le der Mitglieder die Ausübung ihrer Vereinsrechte unmöglich machen, hat der Vorstand beschlossen, für die nächste Zukunft noch weiter in Function zu bleiben; demgemäß wird bic ftatuten- mäßig abzuhaltenbe Generalversammlung bis auf eine günstigere Zeit verschoben. ________________________Der Vorftanb. 4834) Ein braves Mädchen, welches kochen kann unb bie Hausarbeit versteht, wird auf Weihnachten zu Wilh. Faber auf den Hardthof gesucht. __________ ! Stotternde werden nach einer untrüglichen Methode in circa 14 Tagen geheilt. Unterricht und Con- versation in deutscher, französischer, englischer und holländischer Sprache. Honorar wird et ft nach erfolgter Heilung beansprucht. Prospectus, Attestauszug gratis. Burgsteinfurt in Westfalen. R Veltrup. Annonce. 4886) In einer fruchtbaren Gegend wird ein Ackergut von einem nicht zu großen Umfange zu kaufen gesucht- Fran, o - Offerten unter Lit. W. F. Nr. 7 nebst Beschreibung des Guts und Preisangabe sind bei der Exped. d. Bltts. abzugeben. 4881) Ein seidener Regenschirm ist stehen geblieben und kann derselbe gegen Entrichtung der Jnseratgebühren in Empfang genommen werden- Joh. Müller. 4885) Ein Mädchen, welches im Kleidermachen und Weißzeugnähen erfahren ist, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Auch wird von demselben Wasche zum Waschen und Bügeln angenommen und bestens besorgt. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 4851) Ein Logis von 4 Zimmern, in der Nähe des Wallthors, beziehbar Anfangs März k. Js., wird von einer stillen Familie zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped- d. Bltts. (G ingesandt.) Gießen. Aus Frankreichs Boden lieben unsere Soldaten; durch ihre Tapferkeit und ihre Ausdauer haben fie einen gewaltigen Feind verhindert, die deutschen Grenzen zu überschreiten, sie haben die Schrecken des Kriegs von unS Allen abgewandt, kein deutsches Dorf wird verbrannt, keine deutsche Stadt wird beschossen, keine Eoniribution wird uns auferlegt, keine fiindliche Ging -artiernng zehrt an unserem Mark. Deß frrut sich der deutsche Bürger. Aber w>im jene deutsche Soldaten krank und wund zu unS zurückkommen, dann finden sie zwar Pflege in den Laiarethen, aber keineswegs eine ausreichende Labung und diejenige bessere Ernährung, wie sie zur Herst.llung der Gesundheit nothwendig ist. Um das, was »er Staat nicht leistet und leisten kann, zu ergänzen, haben sich de Vereine zur Pflege der kranken Soldaten gebildet und durch ihr Eintreten ist gar manche Wohltbat gewährt, gar manches Eiechthum gehoben worden. Dieser Verein hat in unserer Stadt seine Tätigkeit auf die Verbaudsstation am Bahnhöfe, wo vorüberziebende kranke und verwundete Soldaten mit Wein, Bier, Kaffee, Speisen und warmen Kleidern, auch wobl Arzneimitteln, versehen wurden, auf die Klinik, die Baracken, bie Turnhalle und das Militärhospital ausgedehnt, und groß ist die Anzahl der Soldaten, welchen die Wohllhaten des Vereins zu gut kamen. — Es liegt nun auf der Hand, daß nur mit vereinten Kräften eine andauernde Pflege unserer Soldat.» bewerkstelligt werden kann, daß die verbrauchten Mittel deS Vereins wieder ergänzt werden muffen, wenn dersilbe nicht nothgedrungen seine Thätigkeit einst.llen soll. Die Herren aber, welche solche Mittel zu sammeln sich die Mühe nahmen, sind gar vielfach übel aufgenommen mord n, so daß sie sich weiae-n, poch einmal anzupochen. Anstatt ihnen zu danken, gibt man ihnen böse Worte. DaS ift eine Schande für die, welch« nur Letztere und sonst nichts für unsere Soldaten übrig haben. Eine Schande ist eS überhaupt, durch tröget Zus.hen d.n Verein für Krankenpflege nickt zu unterstützen, ihn zur Unthätiakeit zu verdammen. Es ist car leickt, in den Wirthshäusern seiner Freude über die großen Tbaten unserer Truppen Ausdruck zu geben, auf ihr Wohllrgeh.n zu trinken, aber ein elender Mensch ist der, der nichts her- gibt, um den be mk hiende» kranken Kriegern eine Mohlthat zu beteit.n. Je länger der Krieg dauert, desto mehr Opfer erfordert er, aber wir bringen wahrlich die geringsten, die wir nur einen kleinen Th.il unserer Einnahmen auf den Altar des Vaterlandes niederlegen. Erlahmen wir, so werden auch unsere Soldaten in der Freudigkeit, dem Daterlande und damit unS selbst zu dienen, erlahmen, und bann Fann an die Stelle des Siegs noch immer auch einmal eine Niederlage treten. Euere Li-den, euere Stadt, euer ganzer Besitz und euer Wohlergehen wird auch durch die Armee in Frankreich beschützt, — darum gebet willig, gebet reichlich, damit wir ibr-n h.imkebrnd n Kranken ihre Schmerzen fortdauernd erleichtern, fie rascher, als es sonst möglich ist, der Gesundheit wieder zu'ühren können. — Jeder ist ein schlechter Mensch, der solchen Anforderungen gegenüber seinen armseligen Geldbeutel unb sein noch armseligeres Herz verschließt. — Den 93er-in und insbesondere seinen Vorstand fordern wir auf, seine segensreiche Tlrätiukeit fortzusetzen und nöthigenfallS and? die Gemeinden und vor Allen die Gemeinde Gießen zu freiwilligen Contributionen zu veranlassen. Nebaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. $rd« >lntl mit W H W c Best« Adon 6*1 Da wiesen fii Wen der 11 kch niit IWrt’htn. »Win, WHih, te, ffläl halb elkgis deutschen ( daraus, d dah es ni( xüü)ttn tot einen bloj apMchei Graf Bis klarer We dieselben die einsam öffentliche deutschen faitnfati. können, bü rechtfertigt d" gritbi Verblendur tticht an bi autzerße G thre Friedt ölständnisse über diese Dnsi z, 2Utzkstänti Bch- tal 3a •« 6on m fr * M > ^lonnentr klugen, fl St , ^derunw !? denn s° a «tn , | ^llgeinkin,. Sollen h t ter fj bk