IFT. von, fur Actien ene Dritte "AOThir Vebst s* Hages der nuthin ank Ablauf dieser ■'M vollständig sber sowie alle ?stalt ungültig ne“e Interims- kehaft zu ver- Emhaltung der als die Un- tlung nicht ermins, des n Ungültig- ?nburg, scheine 1. 991. 992. 1254. 1255. 1560. 1561. 1659. 1660. Ib62. 1863. 1874. 1880. 3344. 4509. 1584. 1596. 2086. 3320. 3407. 3419. 3431. 3443. 3522. 4345. 4938. 1571. 1583. 1595. 2085. 3201. 3406. 3418. 3430. 3442. 352 t 4344 0. 281. 282. 6. 363. 364. 1572. ^lbier- -zMt- M - |Ort w'v- Folg^ l 6' Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. - Expedition: Canzleiderg Lit. B Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. Nr. 38. Dienstag den 17. Mai Amtliche BekÄnrrtM«Ichurrgen. Neuenhagen- 1 41 9 144 1V2 57. 21 7V» 2 80 211 190 139 * 2 9 306 ” „ Reiser, „ „ Stockholz, Stecken Buchen-Scheidholz, „ „ Prügelholz, 3fG,'e(®urd>forft.), Holzversteigeruug in der Königl. Oberfärsterei Königsberg. 2344) Es werden an nachfolgenden Tagen folgende Holzsortimente öffentlich versteigert werden: . I. Montag den 23. Mar, Morgens 9 Uhr, in den Königlichen Staatsforsten Groß- Die Nachtwache betr. 2352) Von der am 9. d. Mts. erfolgten Verpflichtung des Ludwig Engel als Nachtwächter der Stadt Gießen wird das bieffae Publikum hiermit rn Kenntmß gesetzt. Gießen, den 14. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gleßm. Vogt. Holzverfteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 2354) Künftigen Montag den 23. und Dienstag den 24. d. Mts., Morgens 9 Uhr, soll im District „Münchwald" und „Mall- bach", auf dem Schlagweg am Werdenseeeck anfangend, versteigert werden: 75 Stecken Buchen-, Erchen- u. Tannen- Prügelholz, 44 „ dergl. Stockholz, , 25975 Wellen dergl. Reisholz, wobei auch Bohnenstangen und Erbsenreisig, 23 geringe Eichen-Baustämme von 205 Cubikfuß, 73 Tannen-Baustämme von 1251 Cudtr- 2204 Tannen-Stangen von 6298 Cubikfuß. Lich, am 16. Mai 1870. Fürstliche Oberförstern Lich. Eigenbrodt. Main-Weser-Bahn. 2353) Vom 1. Juni d. I. ab werden Retourbillets für alle Wagenklassen auch für die bisher ausgeschlossenen Strecken unter einer Meile ausgegeben. , Die Fahrpreise enthält der auf Zeder Station ausgehängte Tarif. Cassel, den 12. Mai 1870. Königliche Direktion der Main-Weser-Bahn. BKrmiethungen 2325) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethcn bei G. Vogt, Kupferschmied, Marktstraße. 340 Stück Nadel - Stangen von 3 bis 4 Holl mittlerem Durchmesser und 15 bis 25 Fuß Länge, mit 653 Cubikfuß, 3 Stecken Nadel-Prügelholz, und Klein-Bleidenberg: 34 Eichen-Stämme von 7*/2 bis 11 Zoll mittlerem Durchesser und 15 bis 40 Fuß Länge, mit 609 Cubikfuß, Stecken Eichen-Scheidholz, „ „ Prügelholz, Mit diesem ausgezeichneten Mittel wird man sicher pon dieser Plage befreit; alle Wanzen hören auf; garantirt- Aecht nur bei Carl Frech in Gießen zu haben. (2224) Versteigerungen. 2351) Freitag den 20. Mai, Vormittags 9 Uhr, . sollen in der Behausung des Schmied Mar n der "Neustadt die dem verstorbenen Jacob Schneider von Reddighausen gehörigen Mobilien, bestehend in einer Taschenuhr, Kleidungsstücken u. s. w-, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. ^Gießen, den 16. Mai 1870. , Großherzogliches Ortsgericht Gießen. K. Vogt. Erledigte Baumeisterstelle. 2191) Die Stadt Gießen sucht zur Führung ihres Bauwesens einen Techniker rüstigen Alters, welcher mit einer ausreichenden theoretischen Vorbildung eine gleiche Erfahrung im Civil- und Straßen-Bau rn sich vereinigt, mindestens als Bauaufseher erster Classe die Prüfung bestanden und tn seinem bisherigen Wirkungskreis als zuverlässig sich bewährt hat. Für die mit einer solchen Stelle verbundenen Leistungen, welche in der bei uns zur Einsicht vorliegenden schriftlichen Dlenstan- weifung näher bestimmt sind, setzt die St ad? ^Gießen einen Gehalt von 800 bis 1000 ft. aus. , p „ Bewerbungen um diese Stelle wollen mit Beifügung der betreffenden Zeugnisse bis 1. c'itini bei uns eingereicht werden. Gießen, den 5. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________Vogt.__ 2342) Die Holzversteigerung vom Heutigen ist genehmigt. Die Abfuhrscheine be- „ „ Reiser, „ „ Stockholz, „ Weichholz-Reiser, Stecken Buchen-Scheidholz, „ „ Prügelholz, „ „ Reiser, „ „ (Durchforst.) 1 li. F. Diiiibitz')ff)Ci | Kräuter-Liqueur *), W fabricirt von Apotheker R. F. W Daubitz in Berlin, Charlottenstraße 19» Stammholzes. , II. Dienstag den 24. Mai, Morgens 9 Uhr, in den Königlichen Staatsforsten Lehnchen, Groß- und Klein-Rothenberg: 2371) Bei Ed. Heynemann in Halle ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen, — in Gießen vorräthig bei Ferber, Ricker und Heinemann: Du Gespenster von Varzin. Groteskes Nachtstück von Ernst Eckstein. Brochirt, Preis 14 kr. 40 " „ Stockholz. Zusammenkunft im Staatsforste Lehnchen bei Nr. 1 des Nadel-Stangenholzes. Heuchelheim, den 13. Mai 1870. Der Königliche Oberförster: Geehrter Herr Daubitz! Seit 10 Jahren gebrauche ich bereits Ihren mir so sehr wohl- thurnden Kräuter-Liqucur, und würde ich wohl ohne denselben schon lange nicht mehr unter den Lebenden sein. — Der Kräu- ter-Ltqueur hat mich von einer bedeutenden Verschleimung befreit, und bis jetzt immer gesund erhalten; so daß ich ihn nicht mehr entbehren kann. Ich ersuche Sie daher u. s. w Mit Hochschätzung Jachmann, Cbausseegelderheber. Grapow, bei Woldenberg, den 22. Februar 1870. ♦) ßu haben in der bekannten Niederlage. (1762) Betr.: Ausstellung von selbstverfertigten Arbeiten der Handwerker und Fabrikarbeiter. Di- baulichen Einrichtungen und di- Vorarbeiten für die Ausstellung voniTbiä 22. Mai l. I. Ä‘8 9 “ Nachmittags 6 Uhr geöffnet; an den Sonntagen von> Vornnttags 1^ Uhibts ",^,n verbunden.^ Der Preis eines Looses beträgt 36 kr. Mit der Ausstellung wird eine Verloosung von aus der Ausstellung g I . ,0 1 20 Mai an zu haben. Gegen Einsendung des Loose sind in der Ausstellung, auf dem Bureau des Landesg-«-rbv°rems und b« abgegeben werden. Betrags und der Frankaturmarken können auch Loos- brrefl.ch von dem ® ‘ C-ntralst-lle für die Gewerbe und den Landes-Gewerbverein. Darmstadt, den U. Mar 1870. Schleiermacher. Fink. „ Stockholz, 35 „ Weichholz-Reiscr Zusammenkunft im Staatsforste Groß- Bleidenberg, Abth. 4a bei Nr. 1 des Eichen- 2218) Cemcnt, sowie Stuccatur-Gyps, empfehlen Flick & Kröll. 2280) Eine noch gut erhaltene Scheuer, welche 46' lang, 35' tief und 21' Stockhöhe hat, ist auf den Abbruch zu verkaufen. Es kann dieselbe, ihrer Größe halber, leicht zu Wohnhaus und Scheuer umgebaut werden. Das Nähere ist bei dem Unterzeichneten zu erfragen. Rodheim, den 12. Mai 1870. Bender, Bürgermeister. finden sich zur Einlösung vom 16. d. Mts. an bei Großherzoglichem Rentamt Gießen und findet die Ueberweisung des Holzes Mittwoch den 18. d. Mts., Morgens um 7 Treis Lda., den 13. Mai 1870. Großherzogliche Oberförsterei Treis a. d. Lda. A m e n d t. Besondere Bekanntmachungen. Edictalladunq. 2343) Nachdem wider den Reservisten (Corporal) Conrad Neuling, aus Gießen gebürtig, der Desertionsprozeß eröffnet ist wird derselbe hiermit aufgefordert, zu seinem Truppentheile zurückzukehren, spätestens aber in dem auf Donnerstag den 1. September 1870, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin sich zu gcstellen, widrigenfalls die wider ihn eingeleitete Untersuchung, geschlossen, er in contumaciam für einen Deserteur erklärt und in eine Geldbuße von 50 bis 1000 Thaler verurtheilt werden wird. Darmstadt, den 12. Mai 1870. Grobherzogliches ^Divistonsgericht. Lotheiß en, Divisions-Auditeur. Bekanntmachung. 2326) Eine Wohnung ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Alexander Mayer. 2304) Ein Familienlogts, bestehend aus 2 Stuben, 2 Cabineten, Küche, Keller, Holzplatz und Mitgebrauch der Waschküche, ist zu vermiethen und den 1. Juli beziehbar bei Adam Kalbfleisch, Steinmetz, Neuenweger Thor B. 150. 2158) Das von Herrn Hofgerichts-Advo- caten Fuhr bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und Anfangs Juli zu beziehen. I. G. Faß, __________________Neuenbäueu Nr. 73. 2289) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Karl Becker, Nothgerber. 2266) Ein Familienlogis mit allen Bequemlichkeiten ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. _______________ 1870) In meinem Nebenhause sind 4 große ineinandergehende Zimmer mit Küche .und Bodenraum, sofort beziehbar, zu oex- miethen. E Pitthan. 2248) Pensee, großblumige, in den prachtvollsten Zeichnungen und Farben, empfiehlt die Handelsgartnerei von Carl Deines. 2268) Täglich frisch gestochene Spargel, ä Pfd. 18 kr., bei Gärtner I. Schaum. FeilgsbsLe«es 2219) Alle Arten Kochherde zu Holz- und Steinkohlenfeuerung empfehlen Flick & Kroll- 2367) Mein Lager in Nähmaschinen bringe in empfehlende Erinnerung mit dem Bemerken, daß ich zum Fabrikpreise verkaufe. I. Katz en st en, __________Neuenweg Nr. 139. 2355) Fliegenschränke, zum Hängen und Stellen, sowie Draht- flcflcdttc und Drahtgcwebe, sind stets vorräthig bei M. Weißbacker. OBERHESSISCHE EISENBAHN - GESELLSCHAFT m M. Herrn JML Königs war ter< M der Wiirttembergischen Vereinsbank Solche Interimscertificate, 2360) Giessen, den 10. Mai 1870. Der Verwalümgsnith: 2373 der mit der Di 2361 iUP Wg Gießen, den 13. Mai 1870. SEpißeptifckie Krämpfe (Fallsucht) heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doct O. Hilllsclt in Berlin, Louisenstraßc 45. — Bereits über Hundert geheilt. (201 )flfiEB Prei mach CQ n )) Y) )) n n y> auSy unlet gtnd eine Giessen Frankfurt a. ru hc GO 2213) In ein Schreiner - Geschäft kann ein junger Mensch als Lehrling eintreten, bei A d ol f H o ß, Sandgasse. A. Nicker, Agent der Feuerversicherungsbank f. D- in Gotha. » Darmstadt Berlin Stuttgart zu leisten. Ferdinand Fürst zu Isenburg. Vice-Präsident. 2 gesehen A ZnO'r ' ■ D W'" ® Dritte Einzahlung. In Gemässheit des §. 4 der Statuten und mit Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 21. Februar d. J. werden die Besitzer der nachstehend verzeichneten Interimscertificate für Actien der Oberhessischen Eisenbahngesellschaft, auf welche die zum 19. April d. J. ausgeschriebene dritte Einzahlung von zwanzig* PrOCCllt des Nominalbetrages der Actien, oder von fl. 70 = 40 Thlr. per Stück rückständig verblieben ist, hiermit aufgefordert, diese rückständige Einzahlung nebst sechs Procent jährlicher Verzugszinsen und einer Conventionalstrafe von fünf Procent des Betrages der Einzahlung binnen zwei Monaten nach Ablauf des vorerwähnten Einzahlungs-Termins, mithin Unterrichts-Anzeige. 2348) Im Weißzeugnähen, Sticken, sowie in allen anderen feinen weiblichen Arbeiten, wird täglich gründlicher Unterricht ertheilt. Gefällige Anmeldungen beliebe man Nachmittags zwischen 3 und 5 Uhr, Seltersberg E. 56 zu machen. tneh weit vesi 5 co pi * Den ich den § Otcund per SM werthen. Die Besitzer der nachstehend verzeichneten Interimscertificate werden auf die Einhaltung der obigen nachträglichen Einzahlungsfrist um so nachdrücklicher aufmerksam gemacht, als die Ungültigkeit der Interimscertificate, auf welche die dritte Einzahlung nicht innerhalb dieser Frist geleistet wird, lediglich mit Ablauf des Endtermins, des 1 9. Juni 1 8 7 0, eintritt, ohne dass es erst noch einer ausdrücklichen Ungültigkeits-Erklärung bedarf. * Fir Feuerversicherungsbank für Deutschland in Gotha. 2356) Nach dem Rechnungsabschlüsse der Bank für 1869 beträgt die Ersparniß für das vergangene Jahr 73 Prozent der eingezahlten Prämien. Jeder Banktheilnehmer in hiesiger Agentur empfängt diesen Antheil nebst einem Exeniplar des Abschlusses vom Unterzeichneten, bei dem auch die ausführlichen Nachweisungen zum Rechnungsabschlüsse zu jedes Versicherten Einsicht offen liegen- Denjenigen, welche beabsichtigen, dieser gegenseitigen Fenerversicherungs - Gesellschaft beizutreten, giebt der Unterzeichnete bereitwilligst desfallsige Auskunft und vermittelt die Versicherung. Nummern Verzeichnis« 3. Einzahlung ä 20 pCt. noch rückständigen Interimsscheine der Oberhessischen Eisenbahngesellschaft. Lackirer und Weißbinder finden dauernde Beschäftigung bei I. S. Fries Sohn, Frankfurt a. M., Sch ul st raße 13. bezüglich deren der gegenwärtigen Aufforderung vor Ablauf dieser mit dem 19. Juni 1870 endigenden nachträglichen Einzahlungsfrist nicht vollständig nachgekommen ist, verlieren ihre Gültigkeit; die darauf bereits geleisteten Einzahlungen aber sowie alle Anrechte daraus verfallen zu Gunsten der Gesellschaft. Die Nummern der solchergestalt ungültig gewordenen Interimscertificate werden veröffentlicht. Der Verwaltungsrath ist befugt, neue Interimscertificate für die solchergestalt -erloschenen auszufertigen und für Rechnung der Gesellschaft zu ver- Barou 16. von Erlanger. Präsident. spätestens am 19. Juni 1870 bei unserer Ilauptkasse, Herren Gebrüder Bethmann, „ von Erlanger . Mai. Abonnements-Concert, ausgeführi vom ganzen Musik-Corps des Großh. Hess II Jnsi-Reg. unket persönlicher Leitung seines Dirigenten, Herrn D. Reifert 1 P «ntana 4 Ubr. — Sntrcc für Nichtabonnenten - Person 12 kr. Di- verebr/en Abonnenten werden ireunblichst ersucht, ibre Karim nntzubrmgen. (Bei günstiger Witterung jeden Donnerstag.) und treffliche Anlagen haben der Stadt ein sehr freundliches Ansehen gegeben, während der Durchbruch einer anderen Straße Licht und Luft in die Mitte der Stadt gebracht hat." — Wenn nun von auswärtigen Abonnenten des fraglichen Glattes ein solcher Artikel gelesen wird und namentlich von solchen, welche früher das Glück hatten, mehrere Jahre das Pflaster der Stadt Gießen abzutreten, so werden diese versucht zu glauben, für die Stadt habe jetzt eine neue Aera begonnen und ihr altbewährter Ruf würde doch endlich einmal gründlich zu Schanden gemacht. Dem ist aber nicht so und der Correspondent des Franks. Journals hat sich die Sache etwas zu sehr durch das Vergrößerungsglas angesehen, denn die Anlage „mehrerer neuen Straßen" beschränkt sich heute noch auf C 6u vup rW unW ।.......—x~y..o-----, die sog. Junkerstraße, — ein Durchgang von der Stadt nach der neuen An- Zellen als auch im Freien herrichte, und zwar in — der schiefen Straße um die Anlage herum und der schiefen Straße an "" '' ‘ ™ .r c o — en.".-u. früheren Hessischen Hof vorbei, während in den anderen „neuen Straßen" nur Schutthaufen die Stelle bezeichnen, welche das Projekt einer neuen Straße ahnen lassen. Eigenthümlicherweise trägt man sich hier mit dem Gedanken von Anlegung neuer Straßen und Stadtvierteln, während noch nicht einmal ein Bau-Plan existirt, der Einsicht gewährt, wie und wohin gebaut werden kann. Auch kein Alignement ist ausgenommen, welches die Baulinie an ben bereits bestehenden Straßen und Wegen bestimmt; dieselbe wird erst dann festgestellt, wenn Jemand zufälligerweise auf ein solches nn den bestehenden Weg anstoßendes Gelände bauen will. Gehen wir nach Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach oder anderen Städten, überall bestehen Bau-Pläne, welche dem Baulustigen Einsicht gestatten, wohin er bauen kann, und es ihm ermöglichen, sich einen für seinen Geschmack und Bedürfniß passenden Bauplatz herauszusuchen. Es ist zwar wahr, daß das frühere düstere Aussehen der inneren Stadt, sowohl durch den allmählig erwachenden Schönheitssinn ihrer Bewohner, — welche eifrig bemüht sind, ihren Häusern durch neuen Verputz und Anstrich ein freundlicheres Ansehen zu geben, — als auch durch Anlegung von Promenaden wesentlich zu ihrem Vorteil sich geändert hat; jedoch bleibt noch Vieles zu wünschen übrig und muß noch sehr viel von Seiten des Gemeinderaths geschehen, um unsere Stadt würdig an die Seite anderer Städte stellen zu können, und wenn der Correspondent des Franks. Journals sich zu dem Ausspruche veranlaßt fühlte, daß durch den Durchbruch einer anderen Straße Licht und Luft in die Mitte der Stadt gebracht ist," — und er kann doch nur bei Anführung dieser Straße den Durchbruch in der Schulstraße im Auge gehabt haben, — so mag er wohl eine Zeitlang Recht gehabt Haven, während ihn jetzt die abgesteckte Gaulinie in dieser Straße und die ausgeschriebene Versteigerung von Bauplatzchen belehren Dürfte, daß feine Freude über das viele Licht eine voreilige gewesen ist. Ja, es ist himmelschreiend, wenn man bedenkt, daß zum Durchbruch dieser Straße ein Kapital von nahezu 50,000 fl. im vorigen Jahre von Seiten der Stadt aufgewendet wurde, während man jetzt durch einen neuen GemeinderathSbeschluß von 7 gegen 6 Stimmen, — also eine so geringe Majorität, daß man sich hüten müßte, solchen Beschluß überhaupt nur zur Ausführung zu bringen, — ängstlich um Den Erlös von einigen Tausend Gulden für Bauplätze buhlt und die nach Dem Durchbruch etwa 60 Fuß breit gewordene. Straße wieder bis zu 40 Fuß ein engen will. Soll man hierdurch nicht versucht werden zu glauben, daß hier in Gießen, während man anderwärts überall nach Licht und Lust in den Städten , streit wieder die finsteren Zeiten des Mittelalters heraufbeschworen werden sollen . ourch Anlegung solcher Slrasien, in denen sich wieder die Nachbarn aus den Fenstern die Hände reichen können? Oder sollte man es für möglich halten, doü das Auge einiger Väter der Stadt so wenig Licht vertragen fann daß eine Straße von 60 Fuß Breite ihnen ein Gräuel ist? Und doch ist dem so, - unv wird vielfach motivirt dadurch, daß durch den Bau neuer Häuser der fragt Straße ein gefälligeres Ansehen gegeben wird, als sie freilich jetzt durch den Durchbruch erhalten hat. Aus den befangenen Kops mag wohl eine derartige Darstellung ter Sachlage feine Wirkung nicht verfehlen, aber dem vorurtheils- freien Beschauer vermag solche Entstellung nur ein mitleidiges Lächeln abzuge- winnen Ist es nicht einleuchtend, daß Häuschen von nur 20 Fuß Tiefe, auch wenn sie noch so elegant gebaut werden, immer nur einen armseligen Eindruck machen, während das Verhältniß ein anderes ist, wenn man den an diese Straße anstoßenden Besitzern von Häusern, Scheunen und Ställen etwa soviel als zur Geradelegung der Baulinie erforderlich ist, gratis gegeben und sie veranlaßt hatte, ihre Gebäude einem Umbau zu unterwerfen. Auch der Besitzer des Hauses am Eck des Marktes würde sich dann entschlossen haben, sein Haus umzubauen und die Vogelskäfige zu entfernen, während er durch die seitherige Belassung dieses Hauptmißstandes wohl die alleinige Ursache des fraglichen GemeinderathsbeschlusseS gewesen ist. Wie viel er sich dadurch geschadet hat, das kann er dadurch ermessen, Dafe er sein Haus, welches früher nur einen Kapikaliverth von 8000 fl. reprä- fentirte, jetzt (feinen eigenen Worten nach) nicht für 19999 fl. 59 kr. hergeben würde Und wird er fernerhin wohl noch auf dieser Summe stehen bleiben, wenn der fragliche Gemeinderathsbeschluß zur Ausführung kommt und sein Haus die längste Zeit die Aussicht nach Der Schulstraße gehabt bat? Das Weitere fann er sich^selbst denken. - Aber nicht allein dieses Haus wird entwerthet, sondern auch alle übrigen Häuser in der inneren Stadt; denn warum werden die Logis in den neuen Häusern außer der Stadt so rasch vermiethet und bewohnt: doch nur, weil die innere Stadt zu dumpf ist und zu wenig Licht hat, , v ; y . Im Freien sind die Wohnungen gesunder. Und nun gar diese zu verkaufenden Bauplätzchen. Welcher Bauherr wird^jo I Ar-! Lesondl ■ ? ii lieber den wichtigsten Punkt bei dem Morde von $ Vermischtes. ausgestelltes Document über- wo es ihnen freigestellt bliebe, erworbenen Reichthum wohin immer zu wenden. (Sie dürften sich auch einen an 4 beglaubigtesten Form geben, in welchem ich rung verpfände, daß geführt werden sollen, sich mit ihrem schlecht Uhu Urne Vers Der- In und auch drei Die eine nicht werten — so war damit freilich das Totes- urtheil besiegelt. Clarendon zu erörtern ...." In Malta also hätte man sie verhaftet, ihnen wohl auch das Lösegclo wieder abgenommen. Wenn diese Hinterlist den Räubern klar wurde — und schwer konnte ihnen das deren Landungsplatz als Malta wählen, doch kann ich mir kein Land denken, was sie aufnehmen würde.) In Malta würden sie, wie ich kaum erst zu bemerken brauche, verhaftet werden, doch ist dies ein Punkt, den Sie ihnen gegenüber nicht zu berühren nöthig haben. Es ist nicht möglich, daß ich wegen dieser meiner Schritte desavouirt und getadelt werden werde; da jedoch keine Zeit ist, um die Sache mit Lord Calabrien zu dirigiren. Lanza ersuchte Ricotera geblich um seine Vermittelung in Calabrien. osficiellen Kreisen glaubt man an internationale socialistische Verbindungen der Aufständischen, die mit Mazzini in Beziehung stehen. Es wurden die Ehre der britischen Rcgie- sie in Sicherheit nach Malta Briefe aus Bosnien melden unerfreuliche Dinge. Die türkischen Behörden daselbst behaupten, die Spuren einer großen slavischen Verschwörung gegen die mohammedanische Bevölkerung aufgefunden zu haben. Es sind zahlreiche Verhaftungen vorgenommen worden, u. a. die eines Archimandriten zu Mostar unter der Beschuldigung, drei mit Waffen und Pulver be- ladene Schiffe eingeschmuggelt zu haben. Es soll aus diesem Anlaß eine so große Erbitterung unter der mohammedanischen Bevölkerung gegen die Christen herrschen, daß man den Ausbruch blutiger Confliete zur Zeit des Beiramsfestes befürchtet. Die Pforte hat durch Rustem Bey den ganzen (armenischen) Antonianer Convent schleunigst nach Konstantinopel einberufen und Rustem Bey ferner angewiesen, alle in der Türkei ansässigen Bischöfe sammt ihrem ganzen Gefolge zur Abreise dringend zu veranlaffen. 14. Mai. I" Bezug auf das französische Plebiseit, aber an die Adresse der liberalen Abgeordneten in Berlin gerichtet, nicht eine Zeile habe, ermächtige ich Sie und Noel dennoch, ihnen ihre sofortige Einschiffung an Bord des hier vor Anker liegenden „Cockatrice" vorzuschlagen. Das Lösegeld soll ihnen sofort an Boro überliefert werden und würde ich ihnen ein in der 2392) nen der! Antrag f Zwecke de täglich ei rechtigend Adonnem klasse, n Ermäßig, Die fü ser Billel unseren (= und an b Cassel, Marathon fehlte bisher die Aufklärung, nämlich über die unmittelbare Veranlassung zu dem Tode der Gefangenen. In einem Briefe jedoch, den der englische Gesandte zu Athen, Mr. Erskine, an einen der Gefangenen, Mr. Herbert, richtete, findet sich eine höchst verdächtige Stelle. Der Brief enthält die Vcrspre- , chungen, die man den Räubern machte: „Es bleibt | liche Palau somit — schreibt Erskine — nur noch der Ausweg, die Räuber auf einem britischen Schiffe in's Exil zu führen, und obwohl ich darüber von Lord Clarendon sagt die „Kreuzztg.": „Eine Opposition, die in allen Regenbogenfarben schillert, rühmt sich Jahre lang, daß die französische Nation mit Scham und Unwillen das Kaiserthum und die Kaiserliche Tyrannei ertragen. Da läßt der Kaiser die Stimm-Urne aufrichten; fast neun Millionen Wähler erscheinen und von diesen stimmen fast sieben und eine halbe Millon mit: Vive FEmpereur I — Und auch die anderthalb Millionen, die gegen das Kaiserthum stimmen, folgen nicht einer, sondern zehn verschiedenen Fahnen. Das französische Volk hat den liberalen Schwätzern an der Stimm- Rumänien. Bucharest, 10. Mai. Heute fuhr der erste Personenzug von Galaz nach Zukuzin und zurück. Die Strecke Galaz-Buseo wird in 14 Tagen fertig sein. Im Ganzen sind jetzt 180 Kilometer Bahn fertig, und werden dieselben dem Betriebe übergeben werden, sobald die Bekiesung beendigt. Die Strecke Buseo-Bucharest und Tekutsch-Roman werden im Suh oder August eröffnet werden. Egypten- Alerandrien, 1. Mai. Das neue viceköniq- Palms ist abgebrannt. Die „MeffagerieS Imperial S" verließen Suez vollständig und zogen nach Port Said. Bataillone Verstärkung nach Calabrien gesendet. Flotte ist in großer Bewegung. Inzwischen ist dritte Bande aufgetaucht; man versichert jetzt, Ric- ciotti Garibaldi sei am Aufstande betheiligt. Gouverneur Medici von Palermo verlangt, durch die allgemeine Bewegung beunruhigt, dringendst weitere Verstärkungen. Marburg, 6. Mai. Bis gestern hatten sich bereits 96 neue Studirende (darunter zwei Chilenen) an hiesiger Universität einschreiben lassen, wogegen nur 60 dieselbe verlassen haben. Die Zahl von 400 ist somit schon überschritten und da weitere Anmeldungen noch fortwährend vor sich gehen, so steht ein starker Besuch unserer Universität für dieses Semester in Aussicht, wie dies nie zuvor der Fall war. (£). Z > — Aus Luxemburg meldet man folgendes Eisenbahn, Unglück. Am 8. Mai, Abends gegen 9 Uhr, hielt ein von Luxemburg gekommener Personenzug der Nordlinie im Bahnhofe zu Dommeldingen (nächste Station von Luxemburg), war aber im Begriffe, abzufahren. Der Stations-Vorsteher, voraussetzend, daß der nachfolgende Güterzug feine normale Fahrzeit inne > halten werde, telegraphirte nach Luxemburg, die Bahn sei frei. I Der hierauf von Luxemburg abgelassene Güterzug, aus 35 schwer beladenen Waggons bestehend, kam aber auf der abschüssigen Bahn mit außerordentlicher Schnelligkeit herangebraust und stieß auf. den noch nicht in Bewegung gesetzten Personenzug, den er buchstäblich zermalmte. Von den in den Coupel befindlichen Personen blieben 13 theilS auf der Stelle todt, theils starben fie nach wenigen Stunden, zum Theile noch ehe man sie aus dem ineinander geschobenen Holz- und Eisenwerke befreien konnte. Die Zahi der mehr und weniger schwer Verwundeten wird auf 15 bin 20 angegeben. Die lurcmbvrger Gerichtsbehörde hat sich noch denselben Abend an die UnglückS- fiätte begeben und Verhaftungen angeordnet. — Aus Neichen buch (Böhmen) wird vom 6. d. M. gemeldet: Gestern Nachts ist in dem 3 Stunden von hier entfernten Dorfe Neundorf (Kratzauer Bezirk) ein schauderhaftes Verbrechen verübt worden. Während der gräflich Elam-GallaS'- fcke Revierjäger F. Neumann in den herrschaftlichen Wald auf die Auerhahnbalz sich begab, sind Räuber in seine Wohnung eingebrochen, indem er als wohlhabender Mann allenthalben bekannt ist, und haben daselbst nicht nur Alles auSgeraubt, sondern auch seine Frau durch mehrere Stiche in die Brust ermordet , ihren Leichnam sodann mit Stroh bedeckt und hierauf das Haus angezündet. Die herbeigeeilten Nachbarn konnten nur wenig retten, weil das herrschaftliche Jägerhaus ziemlich weit von den Häusern des Dorfes entfernt steht. Als bewun- dc'.ungSwürdig muß hier die Treue und Aufmerksamkeit eines im Hause zurückgebliebenen Hundes bemerkt werden, der, als die FeuerSgefahr ausbrach, auf den Dachboden sich begab, um die daselbst schlafenden zwei Personen, einen Mann und einen Knaben, durch Kratzen mit seinen Pfoten zu wecken, sonst wären diese höchst wahrscheinlich mit verbrannt. Baden. Karlsruhe, 12. Mai. Die „Bad. L.-Z." meldet, daß Ende Juli durch einen preußischen Artilleriegeneral eine Besichtigung der badischen Artillerie in Karlsruhe und Rastalt, Ende Juni eine solche der Dragonerregimenter durch einen preuß. Cavalleriegeneral stattsinden und außerdem ein preuß. Genieoffizier den badischen Jngenieuroffizieren in Rastatt beigegeben werden soll. Oesterreich. Wien, 8. Mai. Es wurde vor Kurzem — und auch die Zeitungen haben damals Notiz davon genommen — die Anzeige hierher gemacht, daß die rumänische Regierung neuestens die Zurückweisung der „Juden und Vagabunden" an der Grenze angeordnet habe. Die diesseitige Regierung 2374) sollen in Hospitalve ^kltersber b'lken, 6tf- Werfört Men, Tis «tzlich m Gi°dh 2351)"- fr d 2,ber %u «Sä: Crvßh bi, 0 S Mn Marl KbM-n für liberale A-B-C-Büchcr!"— und schließt: „Freilich aber versteht es sich von selbst, daß wir Gott dafür danken, daß das Königliche Preußen sich ohne Urne zu behelfen weiß." Die insurrectionellen Vorgänge in Süd-Italien beunruhigen die Gemüther mehr und mehr. Das Austauchen zweier Banden (ehe die erstere auf dem Schauplatz erschienen war, hatte der Präfect von Catanzaro bereits die Regierung benachrichtigt, daß die republikanische Partei loszuschlagen gedenke und sich cabei auf einen Branvartikel des in Catanzaro erscheinenden Journals „Luce Calabra" berufen) scheint nicht das einzige Zeichen der Bewegung zu sein. Der Ministerrath in Florenz beschloß, Trup- penverstärkungen aus Oberitalien nach Sicilien und 13. Mai. Dem „Corresp. v. u. f. Deutschs." wird aus Berlin geschrieben: „Diesmal soll es mit der Erwerbung einer außereuropäischen Colonie für den norddeutschen Bund seine volle Nichtigkeit haben. Die Unterhandlungen mit dem malaiischen Häuptlinge von Iohore (auf der Halbinsel Malakka) wegen Ankaufs der Insel Kalamne sollen dem Abschluß nahe sein. Sonach wird der Bund eher den Ocean als den Main über- schreiten. Die Erwerbung dieser Insel steht im Zusammenhang mit der Einrichtung einer ständigen Flottenstation an der ostasiatischen Küste. Bisher war dort seit der japanesischen Expedition (1859—1862) in der Regel nur eine Corvette stationirt. Seit der Eröffnung des Suez-Canals ist zur „Medusa" noch die „Hertha" gekommen, und im nächsten Jahre soll noch eine dritte Corvette dorthin abgesandt werden. Zur Sicherstellung der Verpflegung dieser Schiffe hält man es für vortheilhafter, eigene Magazine zu errichten, was auf der neuen BundeSinsel geschehen soll. Der betreffende Häuptling hat es — vermuth- lieb der hohen Matrikularbeitra'ge wegen — abge- lehnt, norddeutscher Bundesfürst zu werden, unv will seine Hoheitsrechte gegen gutes Silber an Preußen abtreten. Das Territorium würde dann in ein ähnliches Derhältniß wie der Jahdehafen zum preußischen Staate treten; der Accessionsvertrag muß deshalb dem preußischen Landtage unterbreitet werden. Da demnächst nach dem Flottengründungsplan auch ständige Sta- tionen an der West- und Ostküste von Südamerika und an der Ostküste von Nordamerika und Westindien errichtet werden sollen, so kann dieser Vorgang zu sehr kostspieligen Erwerbungen von allerlei kleinen Colonien führen, deren Behauptung eine unabsehbare 3ohl von Händeln im Gefolge haben muß. Der „Monde" spricht sich über den Erfolg des Plebiscits mit einer gewissen ironischen Bitterkeit aus. Er sagt: „Anstatt dreier Staatsgewalten haben wir nun vier. Das Volk tritt entschlossen auf die Schau- bühne und will nicht länger hinter die Coulissen gebannt sein.... Die Theorie des allgemeinen Stimmrechts führt uns dahin. Die Mandatare ärgern sich, daß der Mandant seine Sache selbst machen will. Er wird sie ohne Zweifel schlecht machen, aber warum verständigen sich diese verschiedenen Repräsentanten, Fürst, Senat und gesetzgebender Körper, nicht? Die politische Tendenz, die sich durch das Plebiscit kund gibt, endet damit, die Zwischenglieder zu beseitigen oder doch ihre Bedeutung zu vermindern. Wenn der Fürst und das Volk einig sind, was vermag dann der Senat oder der gesetzgebende Körper?... Diese Regierungsform ist nichts anderes, als der Cäsaris- mus; denn das Volk mit seinem Willen cxistirt nur unter der Bedingung, daß Cäsar es befragt. So bleibt Cäsar der letzte Ausdruck des allgemeinen Stimmrechts, und wenn er schwach wird oder schwankt, so holt er sich neue Kräfte aus der Volksabstimmung." Es ist nicht lange her, feit die Nachricht auftauchte, daß die römische Curie damit umgehe, die katholische Kirche in Rußland und Polen als in partibus in- fidelium zu erklären. Diese Notiz entbehrte des Grundes nicht, wie jetzt die clericale „Köln. Volksztg." aus Rom erfährt. Die russische Regierung hat die projectirte Maßregel durch die Erklärung beantwortet, daß, wenn der Heilige Stuhl seine Absicht realisiren sollte, der Czaar willens sei, keinen apostolischen Vicar oder Missionsbischof die Grenze des Reiches Yassiren zu lassen. — Dem Decan Piotrowitfch, dessen Verhaftung wir gemeldet haben, ist, wie man nachträglich erfährt, das an der Küste des nördlichen Eismeeres unterm 69. Grade nördlicher Breite gelegene Städtchen Kolo als Verbannungsort angewiesen worden. % von dieser Anzeige sofort Veranlassung genommen, ihren diplomatischen Agenten in Bucharest anzuweisen, fich zu infor- mtren ob eine derartige Verfügung wirklich ergangen, und eventuell, gestutzt auf die bestehenden Verträge, welche den " "üerreichischen Untertanen ohne Unterschied der Ratio- nalrtät und des Glaubens" das Recht des freien Handels im ganzen Gebiet des vttomanischen Reiches verbürgen, mit allem Nachdruck auf deren Zurücknahme zu dringen. "'M"'- Die amtliche „Wiener Zeitung" ver- offenthd)t em kaiserliches Handschreiben, durch welches F.-M.-L. v. Koller von der Leitung der Statthalterei Böhmens unter Anerkennung feiner vorzüglichen Dienste enthoben wird. Ein zweites, von der „Wiener Zeitung" publicirteS kaiserliches Handschreiben ernennt den Fürsten Dietrichstein-MenSdorff zum (Statt, hoher von Böhmen. - Das LandeSvertheidigungSministelium erlaßt tu dem amtlichen Organ eine Kundmachung, welche bekannt gibt, daß in Folge der Aufkündigung der russischen Reglerung die Wirksamkeit deS austro russischen CartellS wegen Ausheferung von Deserteurs vom 27. Juni d. I. aufzub^ren hat. ' „5t,‘!,1«rCtd,l $orU' " Mai. Di- N«abi!d,mg d<» > « nach d-m Tage, an w-Ich-m da- offizielle Reiultat des Plebiscits dem Kaiser in feierlicher Sitzung »om gesetzgebenden Körper überreicht wird. Auch Marquis de Talhouet bleibt so lange noch im Amte. — Am gestrigen Abend, der nicht unblutig verlief, wurden 296 Meuterer gefangen genommen, und zwar von denselben Soldaten, die in der Easerne des Prinzen Eugen soeben noch mit „Nein" ge, nimmt. Die Regierung ist entschlossen, mit erbarmungsloser Strenge emzuschreiten. — Wie man jetzt erfährt, beträgt die Zahl der gestern getöteten Personen 25. Die Zahl der Verwundeten ist auch zahlreich. Alle, welche gestern verhaftet wurden, sind mehr oder weniger schwer verletzt. Die Gefangenen wurden nach einem ersten Verhör sofort nach Mazas und der (kante gebracht. ' Der Marschall Canrobert bat folgenden Tagesbefehl erlassen: Der Marschall von Frankreich, Com- mandant deS 1. Armeecorps und der 1. Militärdivision, beeilt sich, den Offizieren und Mannschaften den Brief bekannt au i£ben' ber ‘5°’Kr an tbn gerichtet hat: „Mein lieber Marschall.. Man hat über die Abstimmung der Armee von Paris so lächerliche und übertriebene Gerüchte auSgesprengt daß es wir eine Genngthuung gewährt, Sie zu bitten, den Generalen , Offizieren und Soldaten unter Ihrem Befehle zu sagen daß mein Vertrauen in sie niemals erschüttert war. Ich bitte Sie ferner, insbesondere dem General Lebrun zu sagen, daß ich chm gra füllte sowie den Truppen unter feinem Befehle ob der Festigkeit und Kaltblütigkeit, die fie in den letzten Tagen bei Gelegenheit der Unruhen, welche die Hauptstadt betrübten, be, wiesen. Glauben Sie, lieber Marschall, an meine Freundschaft. Napoleon." Offiziere und Soldaten! Wir werden mit einem Gefühle der tiefen Dankbarkeit dieses Zeugniß des Zutrauens und der Genugthuung des Kaisers entgegennehmen. Lmuptquartier Paris, 11. Mai 1870. Marschall Canrobert. Afrika. Algier, 10. Wai. Das Resultat der Abstim- mung der Armee in Algerien ergibt 30,165 mit Ja und 6029 mit Jtetn. DaS Grgebniß der Gesammtabstimmung in Algerien 41'213 Stimmen mit In und 19,484 Stimmen mit Nein. Urne einen Schlag gegeben, von dem sie sich sobald noch nicht erholen werden. Wir hoffen immerhin Gutes aus dieser Niederlage des parlamentarischen Phrasenheldenthums, das schwerlich so bald wieder 'sich * wagen wird, berufen. Der Die Ein paßlicher auf das „Volk hinter ihm" zu nur zu Nachtzeit schreit, lehrt Bescheidenheit. 2396) J AN an V nen Mio aus Groß Wlberi^ [aiftS Gießen, Großb A Sto 2395) 5 ten Glaub! zu Gießen düng des \ gement ab! die unbekai Verstattuns gefordert, gen dahier MW fragliches Gießen, Großh D Stai Die 235*2) 1 Verpflicht! Wadrtwäi tyffigetfu Gießen, Großh, Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.