;ut ^Tuylmn ju it Utbrr^xtili^ ibijhggung |ni»r Lunte an^in, i Versuch mit tu 'iffion Hüven, eia ulicn anfuntijtn. [teer Ruttsicht auf kiffe.) ino" *t itaDt^cil iaflonit icn garantiit vie »tvÄ te Chamtte intjujloffen. W ei ’Dhnino über* den, l'oncern bt* (»■ 80 i prccluinirtn cie trjagt. jn te „ä nur» j‘* , (i( $nidtnM „M d-°w B "r französische General Trochu tcm Herannahen totnnung ter Ctt guten Lezir* n. rD nach ver freu* ; mmlichn Mk- ) Cie Ähtvksitih->t iäSJJi inf^Ä 3, «M lh , tl# 'M t-r 4 S’ b,«-*q "klibet. i jtr ;. | di, I • anbei, : |tr gkmlbtt, .st i d(lttm die voll. | l6dnMten ün9e. Pfncoflimanbanten \ |utt(lliot emberu. l« iß vir Armee ni‘ Zuge dieser clttcnj und eilten I Htn an 2UO Ut. i ^ohl ohne null. I jjtfn, eine riesige i volbaten-1 tu Herzog w». etu Lache jur““' * «Ä । Posten als oster Anzeige- und Mmtsßlaü für den Kreis Kielen. Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr. ießemr Alyeiger. m-Z 1870. Donnerstag den 15. September Nr. 109. Gießen- am 14. September 1870. betreffend: Rinderpest. Das Sich n vom 7. April 1869, Maßregeln gegen die Rinderpest Landrathsamt Marburg. Polizei- Verordnung, betreffend die Maßregeln wider die Rinderpest. an dir Größtmöglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehende Bekanntmachungen wollen Sie sofort in Ihren Gemeinden veröffentlichen. Dr. G o l d m a n n. achtigen Crkrar.kuugsfall von Rindvieh in der resp. 'Gemeinde ohne Verzug ouher zur Anzeige zu bringen. -re -riorg.e .....-------» ...» — - durch die Herren Lürgermeist-r der genannten Gemeinden ^J^-en S^irflerineifter^VeS^String [jaben gegenwärtigen Erla^unverzüglich mehren Gemeinden durch die Schell- bekannt machen zu laffm. MM a y er. Bekanntmachung der Königlichen Regierung zu Wiesbaden B e k a n n t m a ch u n g. e, «, ... -x.j°dbera der Ausbruch der Rinderpest amtlich fcstgestellt ist, hat Großherzogliches Kreisamt Friedberg am 9. I. Mts. bezüglich h °r-assen, welche von uns untern. 7. l. Mts. für die Stadt und den Kreis Gießen erlasten w°r- der Stadt ^..ra^Beilaae zu Nr. 106 des Gießener Anzeigers abgedrnckt sind. fcen Ä,!, Kroükcr.oalichen Bürgermeistereien wollen dies in den Gemeinden veröffentlichen. ä; ffK'dL --- ™« »>««- betreffenb,"Ä« SÄ allgemeinen Kenntuiß und verordnen gleichzeitig was folg.: i - BB»-««*? mää. ... t r \3(nÄinbJb unb sUXn unb der Transport derselben, sowie von Rauhfutt.r, Streumaterialien und Dünger ohne besondere (Mai.bm6ld)eme ^rch unsere mad5U"0rfÄ Ä rens oder Verbreitens der Rmd P I 6 Amtsblätter veröffentlichten Polizei-Verordnungen vom 3. und 6. September d. J. oder anempfiehlt, verweil en wrr auf unsere durch die ^mtöviau Königliche Negierung, Abtherlung des Innern. Wiesbaden, den 12. September lo/u. _________________________________ ___ Da die Rinderpest in Gießen ausgebrochcn ist, so verordnen wir auf Grund des Bundesgesetzes vom 7. April 1869, Maßregeln gegen die Rinderpest betreffend, und der ^erlchstnen NMl°n ^nr^ai E, wie^solg.^^^ ^^-nh-in, Kirchhain, Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Gersfeld und Fulda tritt das Einfuhr- verbot für nachstehende Gegenstände unbedingt m Kraft: • % U L M ffJÄÄtWÄ’ tro-enem Zustande (mit Ausnahme von Butter, Milch und Käse); 3) für Dünger, Rauhfutter, Stroh und andere Streumaterialien, gebrauchte Stvllgerathe, Geschirre und Lederzeuge, Kassel, am 9. September 1870. H°a?d-nb^rg"^ Bekanntmachung. 7 a Marburg, am 11. September 1870. Im Anschluß an di- voranstehend- Polizei-Verordnung Königlicher Regierung zu Kassel vom 9a. M's , Maßregeln gegen die Rinderpest betreffend, und meine Bekanntmachung «Irijen BdreflJ m>mi 11.fi^trinnt' habcn^sich^i ihrcm^ Eintritt in den diesseitigen Kreis von den Kreisen Friedberg b «' LuLghungEW^neS^ Steges, kürz'estei? Weges nnd ohne jeglichen Aufenthalt nach^r^nh"au'se^n^zu begeben,"um sich daselbst einer DE'nf-etion in der zu diesem Zwecke errichteten Anstalt zu unterwersen. 2) Die Abhaltung von SBie6rnärften im greife OTarbur0 lft unterlaßt^ gr011haufetl, Bellnhausen, Sichertshausen, Hasfenhausen, Ilschhausen, er rbbnm Ortsvorstande und zwei ^.gliederndes Gemeinderaths, H Kbeü' me »en bk ®e nfltotuM oMieg , die Bestimmungen obiger Polizei-Verordnung zu überwachen und zeden verdächtigen ^Gemeinde 7^ Der Üg°7her zur Anzeige zu bringen. Di- erfolgte Constituirung dieser Ausstchts -Eommrsstonen ist mrr I . . B e k a n ll t m a ch u tt g. ’ÄtttÄ*- »i,d »I« .»>" ».«!.«»" »«"»—« d„ i,,°,iich fta di, W- ™» d" Jft" E^ch.- Nachdem in Gießen und Friedberg Falle von Ninderpef vorgekommen find, wird auf Anordnung dec Königlichen Regierung die Abhaltung der Biehmärkte zu Leun am 13. September, zu Hohensolms am 19. September, zu Krofdorf am 20. September und Wetzlar am 28. September hiermit untersagt. Wetzlar, den 11. September 1870. Der Königliche Landrath: v. Helldorff. Besondere Bekanntmachung. Oberhessische trfcföai Eisenbahn - Gesell- Md" schast. Bekanntmachung. 3996) Für die Beförderung von Roherzen, Steinen, Holz aller Art, Braunkohlen 2C. zwischen diesseitigen Stationen und Stationen der Main-Weser-Bahn, tritt an Stelle des Tarifs vom 15. April er., vom 15. September er. ab, ein neuer directer Tarif in Kraft. Tarif-Exemplare sind auf unseren sämmtlichen Stationen, sowie auf dem Büreau unserer Central-Verwaltung in Gießen, gratis zu haben. Gießen, den 10. September 1870. Der Verwaltungsrath. HZeksteigerrmgeM.. Güter-Nerpachtluiü 3011) Montag den 19. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathbause die Grundstücke, der Frau Block gehörig, einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden, und wird bemerkt, daß der große Acker am Wiesecker Weg in 5 Abteilungen versteigert wird. Gießen, den 14. September 1870. In Auftrag: K. Vogt, Ortsgerichtsmann. Arbeitsversteigkruiig zu Ruttershausen. 4956) Donnerstag den 15. September, Nachmittags um 1 Uhr, sollen auf der Bürgermeisterei Ruttershausen nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: 1) Planirung einer Strecke des alten Lahnbettes, veranschlagt zu 333 fl- 20 fr ; 2) Pflasterarbeit, veranschlagt zu 90 fl. Ruttershausen, den 9. September 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruttershausen. I. A.: Körner, Bezirksbauaufseher. Versteigerung. 4002) Donnerstag den 22. September, von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Pfarrhofe zu Hausen nachfolgende Gegenstände, als: 2 Bettstellen, Tische, Stühle, 1 Mehlkasten, 2 Backtröge, 1 große Waage, Fässer und sonstiger Hausrath, ferner 1 Wagen mit eisernen Achsen und Zubehör, Pflug, Egge, 2 neue Steigleitern, Futterbank, Stoßtrog, Kelten und sonstige Oeconomie-Geräthsch'aften, sowie 1 Fahrkuh, 2 Mastschweine, Heu, Korn, Mist und Dickwurz, öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden.__________________________ Obstversteigerung. 4016) Dienstag den 20. September d. I., von Morgens halb 9 Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in einer großen Quantität Aepfeln, Birnen und Zwetschen, versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Ort. Bersrod, den 13. September 1870. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Bersrod. ___Bücher.__ 3967) Donnerstag den 15. September, Nachmittags 4 Uhr, lassen wir bei unserer Fabrik die Grummet- Erndte von circa 5 Morgen und die Hafer- Erndte von circa 1 Morgen öffentlich versteigern. Gailische Wollenspinnerei FeilKebotee. e v 3960) Steinkohlen in ganzen, getheilten Waggon-Ladungen und im Einzelnen empfiehlt________________I. G. D. Bapst. 3668) Leere Stück-, Fuder und Halbstück-Faß verkaufen Gebr. Ebel. 4003) Bei Th. Lotz Wittwe in Gießm ist zu verkaufen: ein Roßgang, sowie eine große hölzerne Wasserpumpe und ein noch in gutem Zustande befindlicher Braukessel, 14 bis 16 Ohm haltend. Billige Kaffee- und Thee- Kannen in achtem Porzellan, in großer Auswahl, (4010) empfiehlt Karl Fuhr. 3998) Auf meine bekannten Sorten Aepsel nehme ich jetzt schon Bestellungen an, und bitte ich, solche an meinen Schwiegersohn A. Dill mann, im Geschäfte von Herrn G- C. Windecker, abgeben zu wollm, woselbst auch Proben einzusehen sind. Justus Klug Wittwe, zu Alt-Buseck. 3798) Für Militärs empfehlen wir wollene Jacken im Preise von 1 fl ti kr , 1 fl. 12 fr, 1 fl. 18 kr. rc. rc, ferner Leibbinden in verschiedenen Sorten. I. A. Busch Söhne. wog) Breißelbeere» bringe ich zu Ende dieser Woche wieder nach Gießen, und bitte Bestellungen bei Herrn H. E- JugHardt, Marktplatz, ab- geben zu wollen. Frau Plett, aus Erndtebrücken. 3627) Alten Malaga, Portwein, Tokayer, sowie gute, unverfälschte Rothweine, empfehlen I. A. Busch Söhne. 4012) Reisstärke, Waschcrystall, Würfelzucker bei Emil Pi stör. Portland Cemeut, frische Sendung, empfiehlt (3987) I. G. D. Bapst. 3507) Gothaer Servelatwurst empfehlen I. A. Busch Söhne. 13523) Liebigs Steppemmlch (Kumys) = heilt = ö Brust- und Lungeuleiden. g Nach dem Ausspruche der medicini- »scheu Autoritäten heilt die Steppenmilch g— genannt Kumys — rascher und siche- | rer, als alle anderen bisher in Deutsch- I land angewandten Mittel : Mageu- B und Darmkatarrh, Tuberkulose, 8 Bronchialkatarrh, Anämie (Blutlo- | sigkeit) in allen ihren Formen und 8 Folgezuständen, Scorbut, Ehlorosis, 8 Hysterie, Hypochondrie und Kör- § perschwäche. Fr. Flasche 15 Sgr., nebst Gebrauchsanweisung und Attesten von den berühmtesten Aerzten. In Kisten, ä 4—12 Flaschen, zu beziehen durch Das General-Depot von Liebigs Stepprn'.nitch (Kumys) a Berlin, Tcltowcrftr. 55c. 4004) Drei entbehrlich gewordene, sehr gute Zugpferde sind zu verkaufen. Bei wem? sagt die Expep. d. Bltts. 4005) Bettladen, ein- und zweischläfe- rige, stehen zu verkaufen. Brandgasse Lit. A. Nr. 202. 3986) 4 Pfund gutes Roggenbrod zu löVa kr. empfiehlt I. Bernhardt, Wallthor. 3983) Schöne braune und gelbe Wintersalatpflanzen, sowie noch Kopfsalat, verkauft C. Pipp. 4007) Das Grummetgras von * * 3 4/< Morgen Wiese auf der Speck ist zu verkaufen bei Emil Pi stör. 4013) Gut gearbeitete kupferne Wafdjkeflel in allen Dimensionen vorräthig bei G. Bölcknev, am Brand. 4000) Den Besitzern von Neubauten liefere ich Tapeten unter billigeren Bedingungen, als es von irgend einer Fabrik geschieht. ' H. Hochstatt er, _________________________________Eck von Brand und Schloßgafse. ~ nccuefter ßonftruction, für Hand- o "II 8-11/ * li f oder Kraftbetrieb, von 70 fl. an bei S o Z Moritz Weil jun., Frankfurt a. M., (3951) Seilerstraße Nr. 2 (Breitegasse) r5 “ BeLMiethNwgL« 3825) In unserem neuen Hause am Seltersberg ist eine Mansarden-Wohnung von 5 Zimmern, Küche, Keller rc. zu vermie- then und kann sogleich bezogen werden. __A b u m i & chwaab. 4008) Eine neu eingerichtete Wohnung mit 3 Zimmern, Vorplatz, großem Boden, Aussicht in das Freie, ist zu vermiethen. Ein großes Zimmer davon kann allenfalls möblirt abgegeben werden. ___Emil Pistor. 3843) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen. Wallthorstraße Lit. A. Nr. 227. 3852) Mehrere Familienwohnungen sind in der früheren Katzenstei n'schen Besitzung zu vermiethen und können alsbald bezogen werden. Hierauf Reflectireude wollen sich in meine Wohnung, Neuenweg Nr. 139, bemühen. B- Katzenstein. 3740) Ein möbltrted Zimmer mit Cabi- net, in einer freundlichen Gartenwohnung, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. BermißHrv AwzeijjLw. Wohnuilgs-Verällderuttg. 4018j Hiermit mache ich meinen geehrten Kunden und einem hiesigen Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich meine seitherige Wohnung verlassen habe, und von heute au bei Herrn Kirchendiener Knoll hinter der Kirche wohne. Gießen, den 15. September 1870 Heinrich Bourgeois, Buchbinder und Liniirer. „Gemüthlichkeit." 4014) Donnerstag den 15. September: Generalversammlung. ________________Der Vorstand. 3992) Unser Wasch- und Bügel- g c sch äst befindet sich von heute an in der Löwengasje im Fruchthändler Marcus Engel- (früher Westrich'schen) Hause. Bestellungen bittet man bei Heinrich Schröder, wohnhaft bei Herrn Schuhmacher Dietz, Seltersweg, zu macheu. ________Geschwister S ch m a l l. 3844) Alte Roßhaare kauft _______I. Rothenberger, Lindenplatz. 3997) Ein zuverlässiges älteres Mädchen, welches gut kochen kann, findet sofort bei Unterzeichnetem ein Unterkommen. Gießen, den 12. September 1870. ___________von Randow, Major. 3999) Für einen jungen Engländer, der deutsch spricht und Mediciner werden will, sucht man bei ei-em Professor Unterkommen, um ihn für die Universität vorzubereiten — Offerten unter Chiffre B. A. besorgt die Exped. d. Bltts. | Damen-Filzhüte werden gewaschen, gefärbt und nach neuester Faron umgeändert; auch können alte Herren-Hüte zu Damen-Hüte umgearbeitet werden. Neue nach Bestellung. Julius Werner, Hutmacher, am Kreuz. Wo hnungs - Gesuch. 3965) Man sucht 5 bis 6 Wohnungsräume mit haushaltungsgemäßem Zugehör. Gemüse-Garten erwünscht. Lage gleichgültig ; nur frei und gesund. — Adresse bei der Exped d. Bltts. | Eigarreumacher können sofort Beschäftigung erhalten bei _____________________Fabrikant Löber. 4006) Eine Türkischrothgarn-Färbcrei und Handlung des Wupperthales sucht Vertreter für Süddeutschland und würde deren Wirkungskreise am Liebsten in nicht zu große Districte eintheilen, es fei denn, daß man den Nachweis führt, daß bei Zu- theilung eines größeren Terrains die Bearbeitung der einzelnen Absatzfelder doch mit Erfolg betrieben werden kann. Es wird durchaus nur auf solche Bewerber reflectirt, Die in der zu vertretenden Branche bereits tüchtige Erfahrungen haben. Franco-Offerten mit Angabe von Referenzen nimmt entgegen sub T. B. 763 die Annoncen Expedition von Haasenstein &* Vogler in Frankfurt a. M. 4015) Ein mit guten Zeugnissen versehenes Mädchen sucht auf Michaeli eine Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3993) Im Gasthof zum Löwen wird ein Zopfjunge gesucht. I Daheim I Die Nr 50, die neueste Kriegs- ZA nummer, enthält: s” Der Commandeur der Würtemberger. Mit Porträt des General von Obernitz. — Der Marsch nach Hause. (Fortsetzung.) Erzählung von Wilhelm Raabe. — Skizzen vom Kriegsschauplätze. II. Von Kaiserslautern bis Weißenburg. (Fortsetzung.) Von un- serm Berichterstatter G. Hiltl. Mit einer Illustration von F. Kaiser. — Ein Siegesgruß aus den bairischen Bergen. Von Karl Stieler. — Eine Malerfahrt auf das Weißenburger Schlachtfeld Aus Briesen unsers Specialartisten Emil Hünteu. Mit 2 Illustrationen. — Unter dem Donner der Straßburger Geschütze. I. Von Karl Stieler. — Am Familieutische; Zur Erinnerung an unsere gefallenen Generäle. I. v. Francois, v. Doering, v. Wedell, v. Craushaar. Mit 4 Porträts. — Das 5. Jägerbataiüon bei Weißenburg. Zu dem Bilde unseres Spe- cialartisten Emil Hünten: Eroberung der ersten französischen Kanone. Preis pro Nummer 2' 2 Sgr. Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E. Heinemann, I. Ricker. G.L.JANSEN J ------- Vollständige Umzüge IVlObeliransport X per Bahn oder auf der Landstraße, einzelne Möbelfuhren G.L.JANSEN ' über Land, fowi das Abholcn von Möbeln aus den Frankfnrta/M I Eisenbahn-Waggons in Frankfurt a. M., besorge bei * ... , H i......I Garantie prompt und billigst, mittelst großer, geschlossener fczlsjp " Federwagen. Bestellungen oder Frachtbriefe erbitte Brön- ncrstraße 17, Frankfurt a. M. (203) 325) Für die Vaterländische Feuer - Verhcherungs - Attien- Geselllchaft )ii Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr z v billigen und festen Prämien. F. Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. 4001) Anmeldungen zur Aufnahme in das hiesige Großherzogliche GymnasiumiPfclz am 7. August- Wtniprfompffer sind Freitag den 30. September, Vormittags von saclsrschen Ul an en-N re ich Der Vorstand. springen noch bis zum 1. October. w 1 1 j hüte urib x\a6) w. ii) tönnm alte nt umßearbtiltl r, Humachll, mj. e'n£r Fabrik £t, ‘ Hand- Z t an Bei 2$ M.. &S Kriegsnummern der Gartenlaube. Die Nr. 37 bringt folgenbe Beiträge: Die Thurmschwalbe. Erzählung von o ■„ /s:Aitrfinn tsebuna) __ Der letzte Krieg um den Rhein. Nr. 3- Fm Bi- voüac^ sLschA T npp L Von Ernst Htg. Mit zwei Abbildungen I Das Hauptquartier des Kronprinzen von Sachsen ,n Hamburg in der «SS» flffgemeine Industrie - flusftcffimg für das Gesammtgebiet des Hauswesens C a f f c i. 3954) Die Ausstellung ist bis 1. October verlängert. Alle Einrichtungen, Concerte -c. verbleiben unverändert wie bisher. Der Eisenbahnverkehr nach allen Richtungen ist vollständig frei. Die durch dtc Gnade Sr. Majestät des Königs der Ausstellung zur Verfügung gestellte M i t r a i 11 e u s e njinbc in der Schlacht bei Wörth erobert. Die Wasser auf für das bevorstehende Wintersemester sind Freitag den 30. September, Vormittags In b-L 12 Uhr in dem Gymnasialgebäude bei der unterzeichneten Behörde zu machen, worauf die Aufnahmeprüfung Samstag den 1. October erfolgen wirb. Gießen, am 13. September 1870 . Grobherzogliche Direktion des Gymnasiums daselbst. Dr. G e i st. Ia- September- miuna. ^ornaub^ und Bügel- 1,1 heute an in tändln M a r- ^nch'jchen) ttet nian Bei wohnhaft bei - ~ ’ Nach einer Skizze von Gey. — Zur Lager des zweiten 'eaiments. Im Bivouac bei Habkirchen am L—10. Au- güft^ Nach einer Skizze von Gey. - Auf den Schlachtfeldern °°N W-itzenbnrg und sjüÄ-th Von % Leyser. — Im Lager unserer Heere. Von L. v. Coivin. ^rans poit französischer Gefangener. Nachher Natur ausgenommen von W- ~'nt s>ciuvtauartier des Prinzen Friedrich Karl. Von unserem Bericht- Srlleor™ ß rw'Eu Sch achttntag Zweiter Bries.^ Mit zwei Abbstdungen Re °gn°s°irung des Prinzen Friedrich Karl bei Rohrbach. Origmal- ^eidnung von E. Rechlin. - Prinz Friedrich Karl, Kommandeur de r zwei, ten Armee, mit dem Chef iein-s Generalstabes, General 11e i> l e. Orliinalzeichnung von Pros-ssor W. Camsthausen in Düsseldorf- Em Tag m Pont a Nousson. Mit zwei Abbildungen: Die Mairie in $ont d Das Kloster der barmherzigen Schwestern, letzt deutsche^ Lazareth in Pont 3 Mousson Nach der Natur ausgenommen. — Aus den Tagen des Kanlvses. Wochen-Rapport Nr- 3 und 4. — Blatter und Bluthen. „«Ltratz burc eine deutsche Stadl". — Vom Schauplatz des Friedens. — Der rZuhrerder rweilen Armee- — Der Generalstabschef der dritten Armee- Mit dem Portrait d^es General von Blumenthal — Prolog zur Siegesfeier des öw eit en September Am Abend des 3. September im Neuen Theater ZU Leipzig gesprochen von Fräilein Rosa Link. Von Friedrich Hofmann. - Kleiner Briefkasten. - Für die Verwundeten und Frauen und Kinder unterer unbemittelten Wehrleute. freien Abzuges der ganzen Besatzung zu unterhandeln. Diese Grundlage wurde unfererseilS str unannehmbar erklärt, freier Abzug grundsätzlich vielmehr nur den Offizieren zugestanden. Und als Uhrich hierauf nicht einging, wurde der Waffen- stillslan^abgeschl^ g , 8, @el)L , schreibt der Spccialcorresp. der „KarlSr. D,itl,nn». Auch der südlichste Canlon des Departement Niederrhein, Arron- viffements Schleltstadt, nämlich Maikolsheim, ist jetzt in unser RequisilionSge. bi« tindezogen. Widerstand ist in keiner Weise versucht und der auferlegte Betrag v"60,000 Fr. ganz in Geld entrichtet worden. Gestern kanten auch Vie ersten Frohnsuhren aus diesem Canton in Lampertheim, dem allgemeinen Sammelpunkte für dieselben, an, begleitet von einigen Ma.re^; der Maire d CantonshauptorteS hatte sich jedoch durch tote - wie e Gegend immer noch grassirenbe Prcußensurcht von der Mckreift abhalten lassen. — sta Schleltstadt denkt, wie mir »ersicheit wird, Niemand an einen ernstlichen Widerstand ; der Fall von Straßburg werde denjenigen von Schleltstadt zur un- mittelbaren Folge haben. Der Unterpräfeet hatte bis letzt fing'rtt Sieges- Nachricht N in Stadt und Umgegend verkündigen lassen. Bei der Nachrich von Per Gefangennahme des Kaisers und der Proclamirung der,Republck hattei er nichts Eiligeres zu thun, als sich au« dem «taube zu machen. Heute hatte ich wieder Gelegenheit, mit Straßburger Flüchtlingen zu verkehren, welche diesmal den höheren Ständen angehorten. Dem entsprechend begegnete ich denn auch ganz anderen, ungleich fanatischeren und stockfranzbsischeren Anschauungen als bei meinen seitherigen Gewährsmännern; selbst Frauenzimmer er lar en trotz aller au-gestandenen Angst, der Gouverneur thue nur seine Schuldigkeit und I,Hermann lobe und bewundere ihn dafür. Diese Leute waren rem deutscher Abstammung, aber in ihren Begriffen und ihrem Wesen l>ur»au- sranzosirt, auch in ihrer Sprache; deutsch sprachen sie nur schwerfällig, ee fett:enn, baß sie mit eingeboren Elsässern sprachen, wo sie sich dann de- elsässischen.Pa ms bedienten. — Nickt verschweigen will ich, daß auch andere mir aus der «tadt zugegangene Nachrichten von einer großen Erbitterung gegen dik Angreifer und einem Einverstandinsein mit d-r Verthttdigung der Stadt b,s aus - Acußerste sprechen- Angesichts der schon verursachten ungeheuren Beschädigungen habe übrigens eine Art Resignation sich der Leute bemächtigt, und man wolle nun in Gottes Namen über sich ergehen lassen, was noch kommen möge. Die dvahr- heil dürfte die fein, daß es in dieser Hinsicht sehr verschiedene Parteien unter der Einwohnerschaft gibt. Diese Nacht scheint wieder eine Sprengung stattgesunden zu haben, da- Geschützfeuer war die Nacht über und heute den ganzen Tag verhällnißmäßig matt. Die Brände in der Stadt haben au,gehört; da- neuen flebt das Dorf Königshofen wieder in Flammen. . 9 3 * * * * * 9 3„ einem Feldbriefe wird uns ein kühner Streich der preußischen leichten Eavallerie und Infanterie mdgetheitt: b(n 2 September gingen au- Volkrange einem Dörfchen i/, Meile westlich von Thionoille. 12 Jäger des Jägerbataillono Nr. g und 20 Dragoner unter Lieutenant v. ®. d-dws einer ReeognoScirung in der Richtung nach Thionoille aus. Es war 3 uhr Nachts, noch standen die Sterne am Himmel, und lautlos marfchirte die kleine gruppe auf die wohl armirte Festung los, deren Besatzung sich eines sehr gesunden Schlafes etfuuen mußte da man, ohne bemetkt zu sein, bis in die südwestliche Karstadt derselben Beauregard Banate Die kleine Truppe besetzte den Bahnhof, der harmloser We,,e ganz unbewacht war und ging bis 50 Schrille vor die FestungswäUe, auf denen man die feindlichen Geschütze in dem nächtlichen Halbdunkel unterscheiden konnte. Die Draaoncr litten nun duich zwei feindliche Lünetten bis sie an die Mosel kamen, in der sie ihre Pferde tränkten, ohne Zwe.se an derselben Stelle, an welche am Tage die in der Stadt befindlichen Rosse zur Tranke geführt wer. den Man hätte nun ruhig abziehen können, aber die Offiziere wollten wenigstens den Schlaf der braven Festungsbesatzung einigermaßen stören. Auf ihren Befehl ertönte plötzlich daS sran- oflfw- üud^uu'dos preußische Allurmsignal hell uu- der Trompete de- Drogouertrompe er-. Wie in dem Mährchen „Dornröschen" wurde nun plötzlich die ganze Festung aus den süßesten Träumen geweckt. Die nächste Folge dieser Ruhestörung war ein entsetzliches Getose in der geängstigten Stadt. Die Trompeter bliesen dem Dragoner das französische^llmmsignal freun - lick nach und außerdem wurde fürchterlich getrommelt, Nunmchr zogen sich diePnußbN zurück und bald wurde die Vorstadt von der Stadt aus nut Kleingewehrfeuer, aber w'rku .gSloS begrüßt 3m Dörfchen Tervitte, etwa 1000 Schritt von der Stadt entfernt, machte unsere kleine Truppe lachend Aalt bestellte tm Wirihshaus Kaffee, der in aller Gemüthsrube getrunken wurde, und ouberdem wurden 15 Eeuruee Hafer requ.rirt und iu froher S.immuup «tgeuommeu Kaum Holle man sich in Morsch gesetzt, ab die braven Thiouviller ihrem ub« den so iählinqS unterbrochenen Schlaf dadurch Luft machten, daß sie dem abj,el)indbn Funde einige schiech? hielte Granaten nochsoudten, die indeffeu weniger die Ruheüörer als drei ihr n'Morgen spozierqanq machende französische (Sellil.d,, störten, denen b.e eine ®r«na e >»nbemlub f.u(en|, nahe über die Köpfe wegfuhr, daß einer der würdigen Herren ent^tzt auf den Rucken fiel, und sie in Windeseile von der Bildfläche verschwanden. Die kul)neSchaar aberkehitewoh^- behalten nach Volkrange zurück, wo man erstaunt war über die Unhöflichkeit der Franzofen, die ihre Gäste erst begrüßen, wenn sie bereits auf dem Heimwege sind. 13. September.^ * 1 * Die N. fr. Pr." schreibt: Von großer Beveutung ist die Haltung der imperialistischen Elemente in dem französischen gesetzg bendea Körper und m dem Senat. Dieselben haben bas Kaiserreich nicht aufgegeben. Im Senate hat dies deutlich die Haltung des Präsidenten Rouher und noch deutlicher die Rebe ' Bu che dargeihan, «eich- dem Schiusse ter letzten Sitzung unmittelbar ^nging Ueber das, was in den Kreisen der Ma.orilät des gesetzgebenden Körpers nach dein Eindringen der Bvlksmasse in den Sitzungssaal vorging, gie P Public", das Organ Rouher's , am ersten Tage des ospeiellen L-standeS der neuen Regierung bemerkenswerthe Aufschlüsse. Die Erklärungen des Herrn Dröolle an der Spitze des genannten Blattes sind gleichzeitig ein BewelS, wie schwach oder wie human die Regierung der nationalen Vertheivigung ist, wenn sie diesem Herrn gestattet, eine solche Sprache in einem solchen 2IuöeJJbI’tfc i fübren. Herr Dröolle erklärt nämlich Folgendes: „Frankreich empfindet heute einen zweifachen gewaltigen Schmerz: die fremde Invasion und die schreiende revolutionäre Verletzung (einer souveränen Rechte. Wir empfinden t»ü Sr» . reich diesen doppelten Schmerz, und mit Bem Tone der tiefsten patriotischen En rüftung protestiren wir gegen das, was gestern nut Verachtung aller Gesetze, außerhalb aller regelrechten Gewalten, ohne Mitwirkung der Nationalvertretung, das heißt also, was auf der Straße geschehen ist." Angesichts dieser Ereignisse glaubt Herr Dröolle der neuentstandenen Regierung einen republikanischen Charak- ter nicht zuerkennen, sondern ihr nur den vorübergehenden Zweck der Landes- vertheidigung zugestehen zu können. Weit wichtiger als tie Persönliche Aufbla- Kuna tieft« an sich höchst unbedeutenden Herrn Dri-olle, der nur als blindes Werkzeug eines höheren Willens sich einen Namen uns eme-tellung eigenthum- lickcr Art in der Presse und der Kammer dis Kaiserreiches zu erwerben gewußt, ist die Mittheilung, welche er über das Verhalten Cer fiammermajorttat am Nachmittage des 4. September macht. Die Majorität, meldet D'tolle, ist mch, wie Kvrairy in seiner Proclamation bemerkt, verschwunden, sondern sie hat sich um 5 Uhr in den Salons der Präsidentschaft, 'n der Starke von 200 Mitt gliedern auf Antrag der Herrn Thiers versammelt. Dieser Versammlung woh i- >en auch Mitglieder der Opposition, wie Garmer-PaguS, Estancelm, Tachard Raspail, Grövp und Andere bei. Um 9 Uhr wurde diese Versammlung von -4ales Favre persönlich benachrichtigt, daß die Kammer von den aus dem Stadt. Hause versammelten Deputaten aufgelöst sei. Erne Protestatton gegen diesen A wurde von den anwesenden Deputirten im Namen ihrer Wähler sofort formulirk unv von 200 Namen unterschrieben. Die Londoner „Times" enthält folgendes Telegramm auS Philadelphia vom Sonnabend: Die Regierung der Verein-gten Staaten hat den Gesandten bei dem Noivdeulschen Bunde, Bancroft, instruirt, die gu ten.Dienste Amen as anzubietcn, obwohl die Regierung der Union, um den Schein der Einmischung in^die europäische Politik zu vermeiden, keine gemeinichaftlichen Vermittelungs- versucke mit den übrigen Mächten unternehmen könne. Die Pall Mall Gazette" lenkt die Aufmerksamkeit auf das Maffacre von Tientsin und glaubt, es muffe in Erwägung gezogen werden , ob nicht Ne So- livarität der Interessen es verlange, daß die neutralen Machte statt des durch dir Umstande verhinderten Frankreichs in China einschritten. , Die Preußen sind noch nicht vor Paris urd schon reducirt der Monde sein Blatt auf die Hälfte. „Die pariser Blätter", schreibt er, „haben in diesem Augenblicke die größte Mühe, sich das nöthige Papier zu verschaffen; alle wer- den^gezwungen werden und mehrere sind eS schon, ihr Format oder ihre Selten- zahl, wie wir heute, zu reduciren." Vom Kriegsschauplatz. Das durch die Capitulation von -sedan in deutsche Hande gefallene Kriegs- material repräfentirt nach ungefährer Schätzung von Militärs einen Werth von ^^Aus"Pa7i's^'12. September, wird gemeldet: Die Preußen haben gestern SoissonS zur Uebergabe aufgefordert. Der Eommandant verweiger e °"^'"Nach einer Mittheilung der „Bad. L.-Ztg." aus Brumath, 9 September, hat General Uhrich in Straßburg um einen viertägigen Waffenstillstand nach- acsnch,, nachdem ihm aus dem deutschen Hauptquartier die Nachricht über llapttulakion von Sedan und die Gefangennahme des Kaisers mitgetbei t worden war. Gleichzeitig erklärte sich Uhrich bereit, »egen der Uebergabe auf Grund -c 5 ni aH. kaust '. i!iiidmvlatz. Mädchen, -ndel fofort bei mmen. )tr 1870. >ow, Major. Engländer, der itr werben will, t Unterfommen, jorjubereiten - A- besorgt die fd ♦ S* im« esse Kriegs- 5j alt: -? rtmberger. Mit Cbemib- - nci-unfl.) Erjäh- _ efijitn ooni n Aaiserslautcm -UNg) ilion M iUL Mit einer , - Ein Sieges- cratn. AnM irt auf das W«- ,a Briefen uniers ■en. Mil 2 W onner derStrak' iarl Slieler- r.nncninflsn^ । r. jjranfois, SroE-M c^rbaraülon bei ■ uni-rre (jrobiruna W - 2', 2gr- Dicker-____ T Uhland’s Technicum ” zu Frankenberg bei Chemnitz, Königreich Sachsen. Maschinondauschiilc, Jndustrioschuko, Borboreitung.zum Frciwilligcn-Examcn. ' ’ ' hpcnftonat, eigene Maschinenfabrik. SA!‘"S,üX. .»«*>» Nach dieser Begegnung beritt ich von V23 bis y28 Uhr die ganze Armee von Sedan. Der Empfang der Truppen, das Wiedersehen des dcckmirten Garde-Corps, das Alles kann ich Dir heute nicht beschreiben; ich war tief ergriffen von so vielen Beweisen der Liebe und Hingebung. — Nun lebe wohl mit bewegtem Herzen am Schlüsse eines solchen Briefes. Wilhelm. Der Königin Augusta in Berlin. Vendres, ,üdl. Sedan, 3. Sept. 1870. Du 'bnnst nun durch meine drei Telegramme den ganzen Umfang des großen geschichtlichen Ereignisses, das sich zugetragen hat! Es ist wie ein Traum, selbst wenn man es Stunde für Stunde hat abrollen sehen. W^rn ich mir denke, daß nach einem großen glücklichen Kriege ich während meiner Negierung nichts Ruhmreicheres mehr erwarten konnte und ich nun diesen weltgeschichtlichen Akt erfolgt sehe, so beuge ich mich vor Gott, der allein Mich, mein Heer und meine Mitverbündeten ausersehen hat, das Geschehene iu vollbringen, und uns zu Werkzeugen Seines Willens bestellt hat. Nur in die- Sehr tief eingeschnittene Schluchten mit Wäldern erschwerten das Bordrin- gen der Infanterie und begünstigten die Vertheidigung. Die Dörfer Illy und Floing wurden genommen und zog sich allmählig der Feuerkreis immer enger um Sedan zusammen. Es war ein grandioser Anblick von unserer Stellung auf einer dominirenden Höhe hinter jener genannten Batterie, rechts vom Dorfe Frvnois vorwärts, oberhalb Pt. Torcy. Der heftige Widerstand des Feindes fing allmahl.g an, nachzulassen, was wir an den aufgelösten Bataillonen erkennen konnten, die eiligst aus den Wäldern und Dörfern zurückliefen. Die Kavallerie suchte einige Bataillone unseres 5. Corps anzugreifen, die vortreffliche Haltung bewahrten; die Kavallerie jagte durch die Bataillons-Intervallen durch," kehrte dann um und auf demselben Wege zurück, was sich dreimal von verschiedenen Regimentern wiederholte, so daß das Feld mit Leichen und Pferden besäet war, was wir Alles von unserem Standpunkte genau mit ansehen konnten. Ich habe die Nummer dieses braven Regiments noch nicht erfahren können. Da sich der Rückzug des Feindes auf vielen Seiten auflöste, und Alles, Infanterie, Kavallerie und Artillerie in die Stadt und nächste Umgebungen sich zufammenvrängte, aber noch immer keine Andeutung sich zeigte, daß der Feind sich durch Kapitulation aus dieser verzweifelten Loge zu ziehen beabsichtigte, so blieb nichts übrig, als durch die genannte Batterie die Stadt bombardiren zu lassen; da es nach 20 Minuten ungefähr an mehreren Stellen bereits brannte, was mit den vielen brennenden Dörfern in dem ganzen Schlachtkreise einen erschütternden Eindruck machte — so ließ ich das Feuer schweigen und sendete den Oberstlieutenant von Bronsart vom Generalstabe als Parlamentär mit weißer Fahne ab, der Armee und Festung die Kapitulation antragend. Ihm begegnete bereits ein bayrischer Offizier, der mir meldete, daß ein französischer Parlamentär mit weißer Fahne am Thore sich gemeldet habe. Der Oberstlieutenant v. Bronsart wurde eingelassen, und auf seine Frage nach dem General en chef ward er unerwartet vor den Kaiser geführt, der ihm sofort einen Brief an mich übergeben wollte. Da der Kaiser fragte, was für Aufträge er habe, und zur Ant- wort erhielt: „Armee und Festung zur Uebergabe aufzufordern", erwiederte er, daß er sich dieserhalb an den General v. Wimpffen zu wenden habe, der für Cen blessirten Mac Mahon soeben das Kommando übernommen habe, und daß er nunmehr seinen Generaladjutanten Reille mit dem Briefe an mich adsenden werde. Es war 7 Uhr, als Reille und Bronsart zu mir kamen; Letzterer kam etwas voraus, und durch ihn erfuhren wir erst mit Bestimmtheit, daß der Kaiser anwesend sei. Du kannst Dir Den Eindruck denken, Den es auf mich vor Allem und auf Alle machte! Reille sprang vom Pferde und übergab mir Den Brief seines Kaisers, hinzufügend, daß er sonst keine Aufträge habe. Noch ehe ich Den Brief öffnete, sagte ich ihm: „Aber ich verlange, als erste Bedingung, daß die Armee die Waffen niederlege." Der Bries fängt so an: „Nayant pas pu mounr ä la tete de mes troupes je ddpose mon dpäe a Votre Majestö.“ (Da ich nicht an Der Spitze meiner Truppen sterben konnte, übergebe ich mei- nen Degen Eurer Majestät.) Alles Weitere mir anheimstellend. Meine Antwort war, daß ich Die Art unserer Begegnung beklage und um Sendung eines Bevollmächtigten ersuche, mit Dem Die Kapitulation abzuschließen sei. Nachdem ich Dem General Reille Den Brief übergeben hatte, sprach ich einige Worte mit ihm als altem Bekannten, unD so endigte Dieser Akt. — Ich bevollmächtigte Moltke zum UnterhänDler unD gab Bismarck auf, zurückzubleiben, falls politische Fragen zur Sprache kämen; ritt dann zu meinem Wagen und fuhr hierher, auf Der Straße überall von stürmischen Hurrahs Der heranziehen- den Trains begrüßt, die überall Die Volkshymne anstimmten. Es war ergreifend! Alles hatte Lichter angezündet, so daß man zeitweise in einer Illumination fuhr. Um 11 Uhr war ich hier und trank mit meiner Umgebung auf das Wohl der Armee, Die solches Ereigniß erkämpfte. Da ich am Morgen des 2. noch keine Meldung von Moltke über die Ka- pitulationsverhandlungen erhalten hatte, die in Donchery stattfinden sollten, so fuhr ich verabredetermaßen nach dem Schlachtfeld um 8 Uhr früh und begegnete Moltke, der mir entgegen kam, um meine Einwilligung zur vorgeschlagenen Kapitulation zu erhalten, und mir zugleich anzeigte, daß Der Kaiser früh 5 Uhr Sedan verlassen habe und auch nach Donchery gekommen sei. Da derselbe mich zu sprechen wünschte, und sich in der Nähe em Schlößchen mit Park befand, so wählte ich dies zur Begegnung. Um 10 Uhr kam ich auf die Höhe vor Sedan; um 12 Uhr erschienen Moltke und Bismarck mit der Kapitulationsurkunbe; um 1 Uhr setzte ich mich mit Fritz in Bewegung, von der Kavalleriestabswache begleitet. Ich stieg vor dem Schlößchen ab, wo der Kaiser mir entgegen kam. Der Besuch währte eine Viertelstunde; wir waren Beide sehr bewegt über dieses Wiedersehen. — Was ich alles empfand, nachdem ich noch vor drei Jahren Napoleon auf dem Gipfel feiner Macht gesehen hatte, kann ich nicht beschreiben. scm Sinne vermag ich fein Werk aufzufaffen, um in Demuth Gottes Führuna und Seine Gnade zu preisen. 9?un folge ein Bild der Schlacht und deren Folgen in gedrängter Kürze Die Armee war am Abend des 31. und am 1. früh in Den vorqeschrieb^ nen Stellungen angelangt, rund um Sedan. Die Bayern hatten Den linken Flügel bet Bazeilles an Der Maas, Daneben Die Sachsen gegen Moncelle und Daigny, Die Garde gegen Givonne noch im Anmarsch, das 5. und 11. Corvs gegen St. Menges und Fleigneux; da hier die Maas einen scharfen Bogen macht, so war von St. Menges bis Donchery kein Corps aufgestellt, in diesem Drte aber Wurtemberger, Die zugleich Den Rücken gegen Ausfälle von Meziöres deckten. Kavalleriedivision Graf Stolberg in der Ebene von Donchery als rechter Flügel. In der Front gegen Sedan der Rest der Bayern. Der Kampf begann trotz dichten Nebels bei Bazeilles schon früh am Mor- gen und es entspann sich nach und nach ein sehr heftiges Gefecht, wobei Haus für Haus genommen werden mußte, was fast Den ganzen Tag Dauerte und in welches Die Erfurter Division Schöler (aus Der Reserve 4. Corps) einarcifen wußte. Als ich um 3 Uhr auf Der Front vor Sedan eintraf, begann die große Batterie gerade ihr Feuer gegen die Festungswerke. Auf allen Punkten ent- fpann sich nun em gewaltiger Geschützkampf, Der stundenlang währte, und wäh- renD Dessen von unserer Seite nach und nach Terrain gewonnen wurde. Die genannten Dörfer wurden genommen. ' 131 Die „Kreuzzeitung" schreibt bezüglich der muen Pariser Regierung: „Wenn wir heute diese Herren als berechtigte Regierung anerkennen wollien, wußten wir morgen mit Rochefort, übermorgen mit einem Arbeiter-Ausschuß, am Dritten Tage wieder mit Den Bonapartisten pactiren. £ie zur Zeit nach Den Gesetzen Des Staats- und Völkerrechts allem berechtigte, von Deutschland anerkannte Regierung ist die des Kaisers Napoleon. Jules Favre und Conforten existiren für Deutschland als Regierungsgewalten gar nicht." Sternen, 12. Sept. Capitän Koldewey vom Nordpoldampfer „Ger- manla" hat dem Bremer Nordpolcomitd, Vorsitzenden Mösle, folgende Mit- nm 9O9 ^waä>t: „Wir sprachen das Begleitschiff „Hansa" zum letzten Male so/ 18691 Aw 5. August betraten wir die Ostküste Grönlands, 74°, 2. nDr~,^.re‘/e unt) 180 50' westl. Länge (Greenwich), und Drangen mit unfcrm (8$iffe bis 75° 31' vor. Nordwärts fanden wir nur undurchdringliches 20- September froren wir in Der Bucht Der Sabine-Insel ein und überwinterten hier. Die größte Winterkälte war 32<> R. Auf in Schlitten unternommenen Reisen fanden wir Braunkohlen vor. Im Frühjahr 1870 unternahmen wtr neue Schlittenreisen, und erreichten 77' V nördl. Breite auf 18° westl. lange. Die Erforschung des Inlandes mit Schlitten mußte wegen des bodenlosen Schnees nach vielen vergeblichen Versuchen aufgegeben werden. Versuche von Grad,nessungen wurden hingegen mit einigem Erfolge ausgcführt. Am 11 ^se befreit. Auf einer zu Boot unternommenen $0?. nac* d" Insel Clavenng fanden wir ein von Den Bewohnern verlassenes Eskimodorf, zahlreiche Hütten und Gräber. Ende Juli machten wir einen neuen Esuch, mit Dem Schiffe nordwestwärts vorzudringen und kamen dis 75° 29', Wo W«r Die gleichen Eisschranken fanden. Wir dampften hierauf südwärts und entdeckten am 6. August 73° 13' einen tief einschneidenden Fjord, in welchen wir mit Dem Schiffe 72 Seemeilen bis 26° westl. Länge eindrangen. Die Tem- peratur des Wassers war hier 4- 4« R., der Luft 4- IO« R. Wir sanden zahl- reiche Eisberge bis zu 200 Fuß Höhe, viele und hohe Gletscher, und bestiegen »on 7000 Fuß Höhe. Der Fjord v.rzweig.e sich unabsehbar; \m Innern des Landes waren Gebirge, Deren Höhe bei der vorgenommenen Messung ?tLV^1h'OOO^U-6-er9ab*ar ^,r landen grünes Land, reife Heidelbeeren, Birken ' ^bst"ipv, Alpenvegetation, große Heerden von Rennthieren und Moschusochsen, viele Polarhasen, Schneehühner und sonstiges Geflügel. Am 15. August mußten^ wir auf weiteres Vordringen wegen lecken Dampfkessels verzichten und beschossen beßhalb sowie wegen der vorgerückten Jahreszeit die Rück- reise anzutreten, obwohl wir mit Proviant noch für reichlich ein Jahr und mit öü Tonnen Kohlen versehen waren. Das Packeis war innen lose, außen dichter. Wir überstanden einen schweren Sturm im Eis. Am 24. August waren wir ^lrel0Uf 720 nördl. Breite und 14« westl. Länge. Wir nahmen Tiefseelothun- gen bis 1300 Faden und zahlreiche Grundproben vor; den Cours nahmen wir zwischen Island, den Färöer- und Shetlands-Inseln vor, woselbst wir Mes- fungen der Tiefsee-Ternperatur vornahmen. Wir Überstanden abermals schwere Sturme, welche bis vor der Weser anhielten. Wir sahen keine Schiffe, bis wir in der Iahde-Mundung die deutsche Panzerflotte in Sicht bekamen; wir sprachen mit ihr und erhielten durch sie Lootsen und Dampfer für Die Weser. 21m 11. September 61/2 Uhr Abends landeten wir in Bremerhafen. An Bord m>rmQni,a" Alles wohl und befindet sich daselbst ein reiches wissenschaftliches Material. x .VzV Hagenau, 10. September. Vorgestern Abend hat ein verwundeter megsgefangener Zuave d,e Verwegenheit gehabt, auf der Eisenbahnlinie in der ckllchtung nach Wendenheim zahlreiche Holzstücke quer über die Schienen zu wer- ;fn; wurde auf frischer That ertappt. Das Verbrechen ist um so verruchter, a!« ohne Wachsamkeit unserer Soldaten wahrscheinlich ein Eisenbahnzug entgleist .auf dem französische Kriegsgefangene befördert wurden. Wie vorauszusehen war, hat das Kriegsgericht, welches sich sofort mit Der Sache befaßte, Den Schul- rum Tode verurtheilt und wird er vermuthlich in diesem Augenblicke schon seine wohlverdiente Strafe erlitten haben. ' Der fotöenbe rührende Geschichte vom Schlachtfelde.- ^ ^"UatSrath K. in Berlin trat als Stabsarzt in dasselbe Regiment, in welchem sein Sohn bd Ä drf Um ihm hulfreich beistehen zu fönntn. Nach der Schlacht et7uhr8fln* vermißt und der Vater suchte seinen Verbleib zu er- sorlchen, erfuhr auch bald, daß er gefallen sei. Noch in der Nacht machte sich nun der Unteroffiziers derselben Compagnie auf, um an der Stelle, wo ihn Letzterer « i>™ ®“l)" zu ®idldd>t daß noch Hülfe möglich roar I Seiber ab« ge- nv?ri cht-7r ea*E ^ ;,Un 'Wn W*“ w d» Finst.rniß b.n Sohn aufjuftnben, und unverrichteter i-ache mußte er wieder in das Vivouak rurückkebren nicht „bn- hÄß ®eßoUe" verscheucht hätte, welche alö Hyänen des Schlachtfeldes nur allrurichtia au !t«n \ ber M^gen graute, machte sichIM ffiaXSe? auf den Wcg nach dem Schlachlfelde und endlich: siehe, da laq der Sohn in der Werfen Yen n* 11 , a! cm 1 3V * iUf€ auf das linke Auge gepreßt durch LTn": b,neT batt-n ° 8 V!nb/*lf,n an 'h", denn Uhr, Medaillon, Geld und aeraubb nur hL welche er selbst von der Leiche unbewußt verscheucht bereits darnieder. ^mgerrlnge hatten sie im Stich gelassen. Der Vater liegt jetzt selbst krank < Darmstadt, 13. September. Die erste Kammer der Stände wird am kommenden Donnerstag, Vormittags 10*/2 Uhr zur Berathung des Gesetzes iber ©runbung von Darlehenskassen und Ausgabe von Darlehenskassenfcheinen zusammentreten. 8 Stuttgart, 12. September. Gutem Vernehmen nach reist Der Krügs- tier a^ im Auftrage Des Königs in Das preußische Hauptqiar- Berlin, 12. September. Sicherem Vernehmen nach entbehrt Die Nüch- rti^t, Der Gesandte Nordamerikas habe Vorschläge betreffend Die Vermittelung an Die Regierung in Washington gelangen lassen, jeDer Begründung. Ebenso unbegründet ist die Nachricht, Die Vereinigten Staaten hätten Das Anerbieten ihrer guten Dienste gemacht. Redactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Unio.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.