tu »0 B>«fn ln fiuN hi, ' bdann ^V«! "-5: «enfeM 432(Ä3,6.71-°00 «Ä 53b B« 36,377 ' thmmtn mn DZ ÄS“1“" i4I,9 Mm, ■«s?tM •* ?*' M« Bijfa '--kbk° ließ. " s Äw8ffl in frinn l *,I’«W«», d„ .'" e,rtin tn. tu, ^iidlfoto ß^vd •Mit hm ööerttt.- 1 über bn ’K5 ear Major io, r;.trt i!rini»n Pritt ; SMn. (5 t ifl rnüj Krnlbng ballt WK >ÜM«cht unt M&n Ärelfm s.hr ' Egte Nachriti anitn Dm» Piotr», ■ß falbolntbtt ®(jg: aft btun öottrtbimft iUt Ljvlrike unb bit nnll ml innere m ibhtr.114 voch Mch «■ntijrtitrt (jirralat ra ußt baffelbt aut nit Semit schm» Ril Iü Korbrrnvzai, j>r Sdtung bnnjtn in 3ma^, »as Siu: ij M aanjtt! Mini: ir lu tirwbhtbtiitn >k faailit M Mr. uh in. Sotttt n4 ic. LrlinMtzrn vud. ail, he jitnmlioi t s. i af bte BahndSM ahiff grntl rnübl. c. nbr 25 Mm ran Ihr 40 Km von bm n irr « < 16 >-°gt l:rr»ti unb et»«/® ■ nrt ihr ti< ®*»‘ j“a®aibe kocomoliri v sich bin unb i-irn ■b ÜMliit rnlß-ndr- r t tat " rin -d- ,Cd 6». Nt Bgi von brr |te« s«,. " au« i' ™ld«j C-3b,';87 ! tcHte «a» ff ";... iibultnW” . ;; 1« «■> - ” Är.’fi b*® finon d°' i *ri ui M . f, flrril €<« fipin« : - i 5 mM“ ,.-m Lbnn^ V* PreiS vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich Gießtmr Anzeiger. Erscheint wöchentlich drei- mal: Dienstags, Donner» pags und Samstags. - Expedition: Canzleibttg Ltt. B Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. 1870 Samstag den 14. Mai Nr. 57 (Ließen, den 6. Mat 1870. Brodpreife vom 1ZG bis 21 Mai 1870, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 17 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 8ya kr. 4 Pfund Roggenbrod 14ya kr. 2 Pfund Ro^genbro^T^k^ xctressend: Die Einführung des metrischen Maß- und Gewichtssystems. D a ö * , Groß herzogliche Kreioamt Gießen an Gießkn, am 29. April 1870. die Großheyoglichen Bürgermeistereien des Kreises. M8•*»•*-»-U7'z°7"7G7wi'TtTTt>««n für den Norddeutschen Bund, nebft zur Umrechnung der seitherigen Großher^glich Hestischen Maß^ und Gewichte in die durch diese Maß- und Gewichtsordnung 8 w bestimmten, sowie umgekehrt, mit Y 3 Maßredrrctions- und 7 Preisreductrons - Tafeln, bearbeitet und herausgegeben im Auftrage Großherzoglichen Ministeriums des Innern, ,uf Kosten Ihrer Gemeinden anzuschaffen, auch den Bauhandwerkern die Anschaffung derselben zu empfehlen und überhaupt auf möglichste Verbreitung s Schrift hinzuwirken. Dr Goldmann. ________________________________ »rtreffm-: Die Beitreibung der Gemeindegelder, insbesondere die desfallS im I. Quartal entstandenen Kosten. Das die Großherzoglichen Bürgermeistereien Albach, Mendorf "a. d. Lda., Bersrod, Ettingshausen, Gießen, Mainzlar, Münster und Treiö a. d. Lda. Wir erinnern Sie an Einsendung der Verzeichniffe über die durch Beitreibung der Gemeindegelder im I. Quartal 1870 entstandenen Kosten. Dr. G o l d m a n n. __________________ " Bekanntmachung, " die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem Winter-Semester 18 /70 betreffend. ©tegen, Den /• JJiarj 10/ • Haberkorn. v 7 Bekanntmachung. Versteigerungen Durch Verlegung des Orts der Geschäftsniederlassung von Gießen nach Hungen ist die Firma: „(£. Simon'sche Fabrik" und damit selbstverständlich die dem Robert Simon von Waldgirmes ertheilte Procura für Gießen erloschen. Gießen, den 11. Mai 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen- Muhl, Stadtrichter. 2196) Nach Beschluß des Gemeinde- raths soN der zur Erweiterung der 2295) Aus Anlaß der in diesem Sommer in Cassel stattfindenden Industrie - Ausstellung wird die Gültigkeitsdauer der Retour- Billets nach Cassel während der Monate Juni, Juli und August d. I. auf 8 Tage verlängert. Cassel, den 8. Mai 1870- Königliche Direktion der Main-Weser-Bahn. " - Gefundene Gegenstände: S‘SS'£« .ui w..»s<«b« »» w 1U Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Grobherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. .Gießen, den 13. Mai 1870. Nover. 2249) Die Bauholzversteigerung vom 5. und 6. Mai ist genehmigt. Die Abfuhrscheine sind vom 14. bis 18. Mar bet Großh. Rentamt Gießen einzulosen. Die Ueberweisung des Holzes findet am 16. Mai, Morgens 8 Uhr, statt. Gießen, am 8. Mai 1870. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. In Verh. des Oberförsters: Ur. Draudt, Forstmeister. 2275) Montag den 16. Mai d. I., sollen in d?r°°W°hnun/d"r"'Wittwe des! Schulstr'aß- nicht" erforderliche Raum Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Aufforderung. 2282) Elisabeths, Tochter des verstorbenen Adam He^ H- ®^.cIcut^ Leihgestern, verheiratet an Anton Bopf von Lang-Göns, seit einer Reihe von Jah- rcn unbekannt wo? in Australien abwesend, wird hiermit auf Antrag ihrer Geschwister aufaefordert, sich binnen 6 Monaten über die Antretung der Erbschaft lhrer ohne Testament verstorbenen Eltern dahier zu erklären, widrigenfalls ^rzicht auf das Erbrecht angenommen und die ganze Erbschaft ihren Geschwistern überwiesen wird. Gießen, den 7. Mai 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Oppermann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 2283) Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Kaufmanns Balth. Spruck dahier: Mobilien, ein Kinderwagen, Oeconomie- und Hausgeräthe, leere Fässer rc. meistbietend versteigert werden. Gießen, den 10. Mai 1870. In Auftrag: ______Semmler, Ortsgerichtsmann. 2192) Montag den 16. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, werden dahier 6 Gentner Hammelwolle in Ausgeboten von je 1 Gentner öffentlich versteigert und 40 Stück wollene Bettteppiche durch Soumission zur Lieferung vergeben. Muster und Lieferungsbedingungen liegen auf unserem Bureau zur Cinsicyl ^Marienschloß, den 4. Mai 1870., Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. S c ri 0 a.____________ in sechs Abteilungen verkauft werden, und ist hierzu Versteigerungstermin auf Montag den 23. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, in unserem Bureau aubcraumt worden. Kaufliebhaber werden hierzu eingeladen und wird bemerkt, daß die näheren Verkaufsbedingungen rc. vorher bei uns eingesehen werden können. Gießen, den 5. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 2124) Auf freiwilliges Ansuchen der Erben des verstorbenen Großh. Forstmeisters, Freiherrn Karl von Buseck, soll die demselben gehörige Hofraithe, als: Flur Nr. . Rlftr. 26/303,- 124 Hofraithe, 26/303,5 213 Grabgarten, Montag den 16. Mai d. I-, Vormittags 10 Uhr, auf dahiesigem Nathbause meistbietend versteigert werden. Sodann sollen Mittwoch den 18. Mai d. I. und dre folgenden Tage, jedesmal Nachmittags 2 Uhr, in der Wohnung des Verstorbenen die demselben gehörigen Mobilien, bestehend tri Möbeln, Bettwerk, Weißzeug, Haus- und Küchengeräthen, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 3. Mai 1870. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. K. Vogt. 2293) Dienstag den 17- Mai, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause 50 Säcke Korn öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, b:it 12. Mai 1870. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. K- Vogt. Main - Weser - Bahn. 2284) Die diesjährige Gras- und Klee- erndte auf den Böschungen der Bahnstrecke Gießen — Lang-Göns soll den 19. Mai L I-, unter den im Termine bekannt zu machenden Bedingungen, verpachtet werden. Die Verpachtung beginnt Nachmittags I2V2 Uhr an dem Bahnhofe zu Lang-Göns. Frankfurt a. M., den 9. Mai 1870. Königliche Betriebs-Jnspection. Funke. Arbeitsversteigerung zu Annerod. 2307) Montag den 16. Mai, Vormittags 10 Uhr, sollen im Gemeindelokal nachverzeichnete Arbeiten öffentlich an die Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. Maurerarbeit in den Gemeindewiesen, veranschlagt zu.........25 fl. 30 fr. Toglohnarbeiten das., veranschlagt zu......50 „ — „ Wagnerarbeit an der Feuerspritze, veranschlagt zu . - 28 „ — „ Schmiedearbeit das., veranschlagt zu......95 „ 9 „ Weißbinderarbeit im Schulhause, veranschlagt zu . . 5 „ 30 „ Planirarbeit an den Wegen, veranschlagt zu .... 7 „ 36 „ Chaussirarbeit das., veranschl. zu.........82 „ 20 „ Steinlieferungen das., veranschlagt zu......193 „ — „ Maurerarbeiten das., veranschlagt zu.....188 „ 30 „ Unterhaltung der Graben und Banquets, veranschlagt zu 45 „ — „ Pflasterarbeit im Backhause, veranschlagt zu . . . . 28 „ — „ Annerod, den 11. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. I- A.: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. 2216) Montag den 16. Mai d. I., des Nachmittags 1 Uhr, läßt Karl Port seinen an der Staatsstraße von Steinbach nach Gießen gelegenen Steinbruch auf Erb- und Eigenthum, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigern. Steinbach, am 4. Mai 1870. In Auftrag: Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. Horn. Holzversteigerung. 2311) Dienstag den 17. d. M-, des Morgens 8 Uhr, sollen in dem Wiesecker Gemeindewalde, District Schönerstrauch: 3050 Buchen- und Eichen-Durchfor- stungswellen versteigert werden. Zusammenkunft oberhalb der Sandkaute. Wieseck, den 12. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. Arbkitsversteiqerung zu Großen-Buseck. 2408) Dienstag den 17. i>. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisterei-Bureau nachfolgende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden. Maurerarbeit am Lciterhause, veranschlagt zu .... 21 fl. 48 fr. Steinliefern, Aufsetzen, Steinschlagen zur Unterhaltung der Ortsstraßen, veranschl. zu.........157 „ 30 „ Desgleichen zur Unterhaltung der Wege, veranschlagt zu 367 „ 30 „ Aufräumen der Graben und Herstellen der Banquets an den chaussirten Wegen, veranschlagt zu.....113 „ — „ Grubenarbeiten an Feldwegen, veranschlagt zu .... 25 „ — „ Großen-Buseck, am 11. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck- I. A.: L. Hahn, Bezirfsbauaufseher. 2315) Die diesjährige Kleeerndte auf unserem Acker neben der Spinnerei wird Mittwoch den 18. d. M., Nachmittags 4 Uhr, in Abtheilungen öffentlich versteigert. Gailische Wollenspinnerei. Fe-il gebotst es. in allen Sorten, trocken so- C>Ul VIH tvo^ , als auch mittelst Dampfkraft auf's Feinste in Oel abgc- rieben, Broncen, Blattgold, Maser- walren und Oelfarbmühlen empfiehlt Emil Fischbach, (2317) Seltersweg. 2167) Papierhüte bei Louis Schild, Hutmacher, am Kreuz (Gießen.) 2288) Holländische Tittlinge (Prima- Stockfische), feinste Harzkäse, pr. Stück 1 fr., Sardellen, Sardinen, Neunaugen rc. sind zu haben bei Bäcker Vogt, Wallthor. Billige Cigarren. 1154) Ambalema-Ausschuß mit feiner Einlage, xr. Stück 1 kr., pr. Mille 16 fl., empfehlen I. A. Busch Söhne. 2320) Sehr guter Aepfelwein ist in Zapf bei_________________Wirth Pipp. 2268) Täglich frisch gestochene Spargel, ä Pfd. 18 fr., bei Gärtner I. Schaum. 2294) Ein noch guter Nock für einen Confirmanden, sowie ein schwarzer Ueber- zieher, jeder für 7 fl., sind zu nerfaufen. Zu erfragen bei Schreiner und Bleicher Bärrn, Neustädter Thor, im Seitenbau. | Aepfelwein in befannter Güte, sowie vorzügliches Flaschenbier, bei H. Schmal!, Lindenplatz. 2321) Ein sehr gutes Glas Bier vom Faß ist im Zapf. C. Pipp. Der auf der Industrie- Ausstellung zu London 1862, zu Dublin 1865, und zu Paris 1867 prämiirte Magen-Bitter Alter Schwede von Philipp Greve-Sürnberg in Bonn, wirkt nicht abführend, sondern nur erwärmend und beruhigend auf den Magen und den Unterleib, wird selbst von Doktoren vielfach bezogen und in Familien empfohlen. Derselbe ist zu haben in Gießen bei den Herren: Ang. Noll im Stern, !Lh Lotz Wittwe, Wilh. Mos ler (Caf« Ebel), PH. Leib (Cafv Leib), Louis Weynandt (Hotel zum Prinz Carl). (913) Herr Ph. Greve-Stimbcrg in Bonn! Auf den Genuß von 2 Tassen Cho- colade und einer Erkältung wurde es mir unwohl, 2 Gläschen „Alter Schwede" haben jedoch hingereicht, mich wieder ganz herzustellen. Dauer, 18. Decembcr 1865. H. Gandner, Maurermeister. I Borsdorfer Aepfelwein Den Verkauf dieses von mir mit größter Sorgfalt gepflegten Obstweins übergab ich den Herren I. A- Busch Sohne in Gießen. Derselbe ist von ausgezeichneter Güte und dem Traubenwein geringerer Qualität vorzuziehen. Der Verkaufspreis ist per Schoppen 4 fr., in Gebinden billiger. A. Ioutz, zum Hessischen Hof, in Butzbach. i Tapeten und Borden kaust man am besten und billigsten bei Carl Frech. 2202) Daö Herrenkeider Magazin von S. Flörsheim ist auf das Reichhaltigste in allen Neuheiten ausgestattet, und empfiehlt stch unter Zusicherung solider Arbeit und reeller Bedienung. Aufträge nach Maaß werden gut und rasch ausgeführt. | Ein ärztlich empfohlenes Husten- und Katarrh-Be- !seitigungsmittel sind die Brust-Malz-Bonbons des Hoflieferanten Johann Hoff in Berlin in ihren bekannten Wirkungen bei allen Brust- und Lungcnleidcn. Durch Ihre Brustmalz-Bonbons bin ich von einem chronischen Katarrh und A lästigem Husten völlig befreit worden. Aehnliche günstige Wirkungen habe ich auch bei anderen Katarrhalkrankheiten, insbesondere bei vom Keuchhusten befallenen Kindern wahrgenommen. Dr. G M Sporer, K- K. Gubernialrath und Protomedius in Abbazzia. Senden Sie mir umgehend 1 Kartons Brust-Malz-Bonbons für einen sehr leidenden Kranken Dr. Kreutzer in Gemünd, Kreis Schleiden. Wien, 14. Februar 1870. Vor sieben Jahren von einer Lungenentzündung heimgesucht, entschloß ich mich zum Gebrauch Ihrer Brust-Malz-Bonbons und ist meine Brust jetzt nicht nur vollständig frei, sondern auch mein durch die fortwährenden Hustenanfälle gestörter Schlaf ist nun andauernd ruhig und kräftigend. M. Goldmann, Schulhof 6. Die Johann Hoff'schen Brust-Malz-Bonbons sind in Beuteln von blauem Papier ä 4 und 8 Sgr. zu haben in Des Hoflieferanten Johann Hoffs Filiale in Köln. Niederlage von Julius Wallach, am Markt, (1780) ' in Gieß. n. ! I Ausverkauf!! 2138) Da ick von nun an nur noch Schafte für Schuhe und Stiefel sabricire, so verkaufe ich mein Lager in allen Sorten von Schuhen und Stiefeln zu bedeutend herabgesetzten Preisen vollständig ans. K. G r ü n e b a u m, Kirchenplatz. jhfflelltuljleu liefert zum Zechenpreise E. Bergmann, Agent, Giesien, Seltersweg C. 72. Das Lager befindet sich auf dem Bahnhefe. <19543 1 Für Cviifirmanden sind stets schwarze Anzüge, Rock, Hose und Weste, von 14 fl. an, vorräthig bei S. Flörsheim. i Kupferne Wafchlrelfel in allen Größen bei Aufpesl ScMessinger, Musikwerke und Spieldosen von 2 bis 24 Stücke spielend, mit und ohne Glocken und Trommel, Castagnetten, Himmelsstimmen, Mandolinen zu vn-gros-Preisen, empfiehlt (1647) Georg Schäfer, Uhrenhandlung. | Daniel Schmall, vormals Daniel M o o g, Schloßgasse B. 2, empfiehlt sein wohlassortirtes Lager in Zug- und Schäften-Stiefeln für Herren und Knaben, allen Sorten Damen- und Kinder--Zeugstiefelchen jeder Farbe, sowie Pantoffeln in allen Größen. 2066) Der Unterzeichnete beehrt sich, den Herren Landwirthen erge- gebenst anzuzeigen, daß er ein Lager unterhält in: gedämpftem Knochenmehl, Superphosphaten, Kali und allen andern Speeialdüngern aus der chemischen Fabrik von Georg Karl Zimmer in Mannheim. Bernhard Bey fuß, Marktstraße. N«$in werden kann. D^g AusMungs-Comit« des LoKaignverbvereing Gichen. Mittwoch, 18. Mai, (IW) cre. •NNi»g<,rL MöbclTransport TüW < q. o> 9 H I Hammonia, Allemannia, G.LJANSEN Frankfurta/M. *25 »tt*. Ausstellung- CVY). lft7n Gießen, den 10. Marz 1870. 1 ♦ t’ fit Lchuhe und affen Sorten voll l 'Breiten Antzeayiatz. t,e*- und ta, n" dedieniin- •tyfitytt. ^**1, „> IW'3* i . '?rößeo- Westphalia, „ m?n.y Teutonia, Sonnabend, 28. Mat, Ctmbria, Mittwoch, 1 ltN mnn, Aqent, ersweg 6. 72 | >« ®‘“t’' “«"für UX Wie« «•***■ w Lollar. ö Gulden 5,250,000. „ 6,461,481. „ 5,477,811. „ 93,040,094. ' 2,975,000. „ 1,515,026. in 'Wiü — - d- ».* ». ä«.»W. 6.6 » •*** - fc” 'XtÄ.’ÄM?» ,.» 20. ».««» 1870 .» ’ ‘ 10) 1IM ™» ««. «.*.» »" *!**■ ." -HLEML. 1.....-w s“:s. „..*2Äff s" - - ' ' "* Grund-Capital Sei? Eröffnung des Geschäfts bis Ende 1869 bezahlte Versicherungssummen . - - - -...... Versichertes Capital Ende Marz 1870 • • • • JmMonMApE sind einfleaan8en 1561 Anträge auf Zestt, Mn,14 2 . ^lörsbtim. (2309) f v>e WirihIchM ^uf der Textor'schen 5)ardt ist vom Sonntag den 15. Mat an w,e- der täglich geöffnet. __ ___________ __________ — «*• - iää 82. D r o a r a m m füv tue im -zahre 1870 zu Gichm zu verannultende Ausstellung °°n G-w-rbSerzeugmff-n der Provinz Overhefsen. „ l) DO «»-ft,«»», »i,d gUcgoMch kr 1» W« *£"=$**5“ is.jn.jLffvÄ'SäMp.“»” «WV IW"' *" ™ S,«„.w„s-mmdwg « »*" ‘ TL ...10 1« «Ihn. S Ä’JÄäKÄ!- * Ä Provinz Oberhessen zu geben. ,, Großindustrie und des Klein- Bleibt den Ausstellern überlassen. _ .. 2) Aufnahmcsa - g s obu{® Bergbaues, der Fabrikate aus land- 7) Der Lokalgewerbverein zu Gießen wird Vorsorge treffen, daß zcitwei, gewerbes eni> ) ß ) „ u.- n ultj, jU weiterer gewerblicher Ver- bie Benutzung von Dampskraft unentgeltlich zur Verfügung steht. 7ffrs!L^ lö. VJLll(, . ' 23 Mai, ( ---------1 Morgens, iwoch, 1- Juni, i , 8. ^uni, \ I 7 2. | t 2. - pr 40 Hamb Subikfnß mit 15 ° u Pnmage, für orb. Guter S ä I1 und dem aPeinigen Ageuten für Bekanntmachung, die im Jahre 1S70 zu veranstaltende Ausstellung von Gewerbserzeugmsten der Provinz Oberhessen betr. f . . --WWMSNMMM- S-b«. ist, « PEnm nU. id.°n MtaJ» J “X’ÄÄS.'.t Indem das unterzeichnete, nut den Vorb^eitungen für die Ausstellung betrautt ^"^^itigung ein und verbindet damit Die ZinßerHer Gstrtcn. 9qqq\ Sonntag den 15. 9)Z ai B e i g ü ir st i g e r W i t t er« « Großes Milckn - (L onrert, ä &?-«r Herrn Reifert. Anfang 4 Uhr. Enträe ü Person 12 kr. Programm an der Kasse. Bedingungen. nft2(nvm,.Inr» ffratis burch bie Agenten unb durch Prospecte unb Antragsformulare g H^E^^ntur der Germania : Gießen, den 12. Mai 1870. Gg PH FiUmüNN >N Gießen, sowie H. Weigel in Biebenkopf, A. Schultheis in Geiß-Nibba, F. Müller in Glabenbach, PH. Zimmer in Lich, Balth. Seibert in Wieseck. ® 2310) Direkte Post-Dampfschissfllhrt zwischen Hamburg und Ncw-Aork, Satire anlaufend, vermittelst der Post-Dampfschiffe -SikM —------- ,s i Zur gefälligen Beachtung!! Einem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum erlaube ich mir hiermit, die ergebene Anzeige zu machen, daß ich auch für die diesjährige Saison mein Wellenbad, sowohl in Zellen als auch im Freien herrichte, und zwar in weit vergrößertem Maßstabe, unter Gleichstellung des Preises des Herrn R ü b- samen. Ich hoffe, somit allen Wünschen entsprechen zu können. Die Abonnentenliste erlaube ich mir in aller Kürze in Circulation zu setzen und bitte um gütigen Zuspruch. Gießen, den 13. Mai 1870. Hochachtungsvoll ______________L. W eim a r. Lensscher Felsenkeller. 2340) Sonntag den 13, Mai: C o n c e r t. Anfang 4 Uhr. — Entröe ä Person 6 kr. Pansch. § Conccrwcmn zu Gießen. In den Concerten des Sommerabonncments, welche im Clubsaale alsbald wrcn Anfang nehmen, werden zunächst und zwar hier zum erstenmal Franz Lachner's Suite m 4 Sätzen für großes Orchester (D moll) op. 113, dann die Jahreszeiten, Pastoraloratormm von Joseph Haydn, zur Aufführung kommen. Von auswärtigen Künstlern ist die Mitwirkung für sämmtliche Concerte bereits zugcsagt oder doch in Aussicht gestellt. . Sollte die in Umlauf gesetzte Subscriptiousliste nicht allen Musikfreunden, die als ordentliche Mitglied er in den Verein neu eintreten möchten, zukommen, so werden oie)eiben ersucht, M) bet den Vorstandsmitgliedern, Obereinnehmer Schuster am Seltersberg oder Ur. Wilh. Diehl vor dem Wallthore gef. anmelden zu wollen. , . y}uJ rordentliche Mitglieder, d. h. solche, welche noch keine selbststän- dige Lebensstellung emnehmen, wird in der Ricker'schen Buchhandlung eine Liste zur gef- Eluzelchnung offen liegen. Der Vorstand. Qphrfntrt fur ein feineres Detailge- schäft gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. (2143) 2305) Ein braver Zapfjunge, welcher sogleich eintreten kann, wird gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Blts. Jrifdjbädier zu gießen. Sonntag den 15. Mai. Carl Steinberger in der Löwengasse. Christian Noll Wiltwe in der Neustadt. Hermann Spies in der Wallthorstraße. 2184) Junge Leute von 14 bis 18 Jahren finden Beschäftigung bei ________F- Habenicht (Lampenfabrik.) Männer-Bade-Verein. 23^) Das Badehaus ist zur Benutzung der Mitglieder aufgeschlagen. Für neu eintretende ordentliche sowohl, wie für außerordentliche Mitglieder liegt die Lifte zur Einzeichnung auf. Der Vorstand. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Hemeinde zu Hießen. Gottesdienst. Am 15. Mai. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. (Feier des h. Abendmahls.) Nachmittags: Mitprediger-Vikar Freiensehn er. 2306) ______Sonntag 12 Uhr — Wetzlar.______ Christian Wallenfels jr. in Gießen. ot ■ Epileptische Krämpfe (Fallsucht) M ^ClIsLbV^rlf*obe-l3rpcdaIarit für ©pilepfie ®oct- O. Killigcli WKW __in ^erlrn, Louiienstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. (201)^^W 99 FZ 00 5 tx 5- Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, *5 3,0 Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. 2213) In ein Schreiner - Geschäft kann ein junger Mensch als Lehrling eintreten, bei Adolf Hoß, Sandgasse. Neuerwall, 50 ; Leipzigerstrasse, 46 ; Steinen berg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11 ; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B ; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; Place du Molard, 2. Den 8. Mai. Marie Enders aus Idelberg in Preußen, des dasigen Ackermanns, Peter Enders, eheliche Tochter, alt 15 I., gestorben den 6. Mai. Den 10. Mai. Luise Karoline Christiane Kvnradine Mathilde Löber, des Bürgers und Bäckermeisters, Wilhelm Löber, eheliche Tochter, alt 4 M. 9 T., gestorben den 8. Mai. Den 12. Mai. Karl Rispel, Ortsbür- ger in Rockenberg, alt 45 I. 2 M. 6 T., gestorben den 10. Mai. Denselben. Elisabethe Pimper, des verstorbenen Bürgers und Großherzoglichen Baukonducteurs, Heinrich Pimper, eheliche Tochter, alt 62 I. 11 M. 4 T., gestorben den 11. Mai. 2273) Ein braver Junge kann das Schuhmachergeschäft erlernen bei P. Herbert- N«, nun! Machen'« daß Sir l)rim liümmrn. AnMagenkramphVerdmlilngS- schwäche rc. rc. Leidenden wird das fast 50 Jahre segensreich wirkende Dr. med. Docchs'sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exp. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. DocckS, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (1345) Protestantenverfammlung. 2270) Sonntag den 15. d. Mts. findet im Leib'fchen großen 'Laale Nachmittags um halb 3 Uhr eine allgemeine Protestanten- Versammlung statt. Die Herren Kirchenrath Professor vr. Schenkel von Heidelberg und Hofgerichts-Advocat A. Ohly von Darmstadt haben ihr Erscheinen zugesagt; Beide werden Vorträge halten; ersterer über die Aufgaben des deutschen Protestantenvereins in der Gegenwart^; letzterer .über die besonderen Aufgaben der Protestanten- vereine in Hessens — Zu zahlreicher Betheiligung an dieser Ver- sammlung lädt freundlichst ein Gießen, den 10. Mai 1870. _______Der Protestantenverein i n Gießen. FF Die nächste Nr. 33 des laufenden KS VI- Jahrganges enthält: sf ^inr.?Abilet§intri0uc- Roman von Htlt l. (Fortsetzung.) — Deutsche Märchengestalten. ID. Die Gänsehirtin am Brun- nen. Von N. Koenig. Zu dem Bilde von Roland Nisse. - Moderne Hellenen. Von Richard Andree. — Ein Maestro der modernen Oper. Von Otto Gumprecht. (Schluß) - Ein Hasenkampf. Text und Illustration von F. Flinzer. — Aus dem Sprechzimmer eines alten Sachwalters. IV. An der Weißen Brücke. (Schluß.) - Am Familientische: Waldmeister. Von Paul Kummer. Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E- ^ernemann, I. Ricker. Denselben. Dem Bürger in Zeilbach und Gendarm zu Pferd erster Classe, Ludwig Heinrich Will, eine Tochter, Anna Margarethe Katharine, geboren den 19. April. Denselben. Dem Bürger zu Sickenhofen und Glasermeister dahier, Valentin Herdt, eine Tochter, Auguste Christine, geboren den 3. März. Denselben. Dem Bürger und Schmied- meister, Theodor Vogt, ein Sohn, Ludwig Christian Andreas, geboren den 3. April. ® CIL V1 ai. Dem Großherzoglichen Ulilversitats-Rentamtmann, Adam Schmidt, ein Sohn, Karl Friedrich Heinrich, geboren den 11. April. Beerdigte. 2063} Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich am hiesigen Platze eine Crgarren Han-luna en Ai-os et en (leimt errichtet habe. Indem ich mich bestens empfohlen halte, „L ®ctf“6c‘! sem, durch Führung guter Waare, billige Preise, reelle und prompte Bedienung mit das Vertrauen meiner verehrlichen Abnehmer zu erwerben. Bernhard Beyfuß, --------------------------------Marktstraße, neben Herrn Glaser Fillmann. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtliche» Formulare, find zu haben bei W. Klee, Marktstraße. Privatunterricht. 2329) In die verschiedenen Abtheilnngen meines französischen und englischen Privatunterrichts können für das Sommersemester noch Schüler und Schülerinnen aufgenom men werden. Lehrer Mayer. Kopulirte. Den 8. Mai. Ludwig Wilhelm Bender, Bürger in Hungen und Heizer an der Oberhessischen Bahn dahier, des verstorbenen Bürgers und Wagners in Hungen, Johannes Bender, ehelicher Sohn; u. Georgine Jakobine Elisabeth Marie Best, des hiesigen Bürgers und Schuhmachermeisters, Philipp Best, eheliche Tochter. Den ll. Mai. Jakob Emanuel Heinrich Frohnhäuser, Feldwebel im Grvßherzvg- lichen II. Jnfanterie-Regimente dahier, des Fouriers in der Leib-Schwadron des Groß- herzoglrchen Garde-Regiments Chevauxle- gers in Darmstadt, Johann Peter Frohnhäuser, ehelicher Sohn; und Auguste Dorothea Schultheiß । des verstorbenen hiesigen Bürgers und Kürschnermeisters, Kaspar Schultheis, eheliche Tochter. Denselben. Karl Ludwig Hechler, Groß- herzoglicher Districtseinnehmer zu Homberg a. d. O-, des Großherzoglichen Steuerkom- missars in Butzbach, Johann Hechler, ehelicher Sohn; und Karoline Luise Friederike Binzer, des verstarb. Großh. Criminalge- nchts-Secretärs, Friedrich Christian Binzer dahier, eheliche Tochter. Den 12. Mai. Eduard Paul Stück- rath, Mechaniker in Berlin, des Buchhändlers in Halle, Johann Heinrich Eduard Stückrath, ehelicher Sohn; und Minna Karoline Henriette Auguste Binzer, des verstorbenen Großherzoglichen Criminalgerichts- Secretärs, Friedrich Christian Binzer dahier, eheliche Tochter. Getaufte. Den 8. Mai. Dem Schneider aus Kirchenlamitz in Baiern, Johann Peter Weichsel, eine Tochter, Marie Henriette Karoline, geboren den 11. April. zum Waschen und Fa^onniren werden angenommen von Louis Gail, Mäusburg. Pfarr- Conferenz der Dekanate Gießen und Großen-Linden Mittwoch den 18. Mai, Vormittags 10 Uhr. Landmann. Strack. 2228) Ein Junge kann in die Lehre tre- ten bei_______Franz Stroh, Schreiner. Ein Schriftsetzer-Lehrling kann ein- treten in die Briihl'sche Univ.-Druckerei HAASENSTEIN& VOGLEN Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. r der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actien-Gesellschaft, des Norddeutschen ^!loyd in Bremen, der Cuuard-Linie in Liverpool und für die Häfen Antwerpen, Hüvre und Rotterdam vermittelst Post-Dampf- und Segelschiffen nach Amerika und Australien. Kommisstons-, Speditions- und Wechsel-Heschäft namentlich nach allen Theilen Amerika's. Besorgung von Auszahlungen, Auskünften, Erbschaften, Vollmachten und Spedition von Gütern, Packeten, Wein rc. durch das bekannte Handlungshaus «Follll Sättig^ 200 Broadway, in New-York. Feuilleton D ss Doppelhaus. Von der Verfasserin von „John Halifax, Gentleman" rc. Deutsch, mit Bewilligung der Verfasserin, von Marie Morgenstern. „DaS Haus ist vermiethet, Jacob." „Welches ?" fragte Mr. Rivers, ohne von feinem Teller aufzublicken, denn er wußte, daß ein Dutzend Patienten, die zum Thetl meilenweit gekommen, auf die Beendigung seines Mahle- warteten. „Nun, das Haus — das Doppelhaus. Dasselbe, das, wie man allgemein glaubte, niemals einen Miether finden könnte. Nun hat es einen." „Wen?" „Einen Dr. Merchiston, einen Arzt, zum Glück für uns aber keinen prac- ticirenden. Er ist sehr reich." .Derheirathet? — Kinder?" — „Das weiß ich wirklich nicht, glaube es aber nicht, denn ein Familienvater würde sicherlich ein so unbequemes Haus nicht miethen. Am besten würde e- für einen excentrischen Junggesellen paffen, der für sich allein in der einen Halste Hausen, die andere Halste seinen Domestiken überweisen, und die VerbindungSthür zwischen beiden, — da jede Hälfte ihren besonderen Eingang hat — nach Belieben verschlossen halten konnte. Wo aber eine Hausfrau, die Mutter einer Familie ist, — nein, da paßt das Haus nun einmal nicht; da wäre es dasselbe, in zwei verschiedenen Häu em zu wohnen. Denn das Rufen der Kinder in der Nacht könnte die in der andern Hälfte des Gebäudes schlafende Mutter sicher nicht hören; die sich unbeaufsichtigt wissenden Mägde könnten thun und lassen, was sie wollten, und —" Ich sah mich um und entdeckte zu meinem Erstaunen, daß ich vor leeren Wänden geredet hatte. Mein Gatte war verschwunden. ES war ein vergebliches Bemühen, ihm für das Doppelhaus, oder für die Leute, welche dasselbe zu beziehen gedachten, Interesse einzuflößen Ander- verhielt es sich bei den Dorfbewohnern. Alle zerbrachen sich den Kopf mit Vermuthungen, Beurtheilungen und Ansichten über die zu erwartenden Ankömmlinge. Zuerst hatten sie zu bedenken, warum ein so ernster, würdiger Herr, wie Dr. Merchiston, ein Herr, der ein so gesetztes, ruhiges Wesen hatte, und in mittleren Lebensjahren war, ein so unbequemes, sonderliches Haus zur Wohnung wählen konnte. Mit der Sendung der Möbeln erhob sich die zweite, noch verwundertere Frage, denn es zeigte sich bald, daß dieselben für zwei unterschiedliche Einrichtungen berechnet waren; — für zwei Wohn-, zwei Speisezimmer, zwei Küchen rc. Und als dann der Doctor in Begleitung einer ältlichen Person — der Dienerin Mrs. Merchiston — anlangte, und somit der Zweifel über die Existenz einer MrS. Merchiston gehoben war, als er zwei verschiedene Dienerschaften, zwei Köchinnen, zwei Hausmädchen rc. in Dienst nahm, tza war das Ganze zu einem vollkommenen Wunder geworden, das über Vermuthungen hinauSging. Und nun warteten alle auf die Ankunft des Herrn und der Dame, welche, wie wir in Erfahrung gebracht, eine weite Reise von London ab mit der Post zu machen hatten: — denn was ich erzählen will, ereignete sich vor mehr als 40 Jahren, als ich eine junge, eben verheiratete Frau war. Meine Hände waren nicht allzusehr beschäftigt, und mein Kops vermuthlich auch nicht, denn ich erinnere mich noch sehr wohl, wie ich den ganzen Tag über in lässigem NichtSthun am Fenster saß und die Ankunft meiner neuen Nachbarn erwartete, und ich will es sogar nicht verhehlen, daß ich es nicht verschmähte, die Gardinen ein wenig zur Seite zu schieben und verstohlen durch das Fenster zu blicken, als die mit vier Pferden bespannte Postchaise vorüberraffelte. Die ältliche Dienerin nahm den Vordersitz ein. Außer ihr bemerkte ich nur noch eine Dame, die ganz zurückgelehnt saß. Dr. Merchiston suchte ich vergeblich, — er war nicht da. Etwa eine halbe Stunde später, bei einbrechcnder Dämmerung, galoppirte er vorüber, schwang sich vor seinem Hause vom Pferde, und die Thüre schloß sich hinter ihm so schnell, wie sie sich hinter den Vorherangekommenen ge- schloffen hatte. „Sie sind da", sagte ich tiefaufathmend zu Jacob, als ich an demselben Abend neben ihm saß. „Wer?" fragte er so arglos, daß ich mich säst ärgerte. „Merchiston- — wer sonst? Und Niemand weiß auch nur ein wenig mehr, als vorher." Mein Gatte zeigte sein schlauestes Lächeln, — (er war ein spaßhafter Mann, Euer Großvater, Kinder!) — „Beruhige Dich — der Sonntag kommt!" sagte er. Meine Hoffnungen hoben sich. Es war ein langweiliges Leben, das ich führte, während ich allein war. Jacob war so oft fort. Sehnsüchtig hatte ich mir eine Nachbarin gewünscht, eine angenehme Nachbarin, eine wirklich gebildete Frau. Ja, das konnte nicht fehlen, wir mußten sie Sonntags in der Kirche sehen. Ein großer Kirchenstuhl war für sie gemiethet worden, und der Doctor hatte das Ansehen eines achtbaren Herrn, dessen Ktrchenbesuch zu hoffen stand. Und wirklich, als der Sonntag da war und der Gottesdienst begann, erhob sich in dem ncugepolsterten und mit Matten belegten Kirchenstuhl, Angesichts der versammelten Gemeinde, die hohe Gestalt des DoctorS. Er war in seinen besten Jahren, obgleich man von seinem Haar das sa- gen konnte, was man von den Baumblättern im September zu sagen pflegt: — sie waren in der UebergangSperiode. Er hatte ein hübsches, wohlgesormteS Haupt. Eine auffallende Breite zeigte sich auf dem Wirbel, gerade an der Stelle, wo, wie mein Großsohn mir erklärt, die Gewissenhaftigkeit ihren Sitz hat- — aber in jenen Tagen, meine Kinder, fiel es Niemanden ein, an solche Torheit wie Phrenologie zu denken. Der GesichtSzüge kann ich mich freilich nicht deutlich erinnern, aber ich weiß, daß sie im Ganzen durchaus den Aus- druck einer Willensstärke machten, die außerordentlicher Selbstbeherrschung und Selbstverleugnung fähig war. Die großen ehrlichen Augen hatten zu Zeiten viel Unruhe in ihrem Blick, verschwand dieselbe aber einmal und sie zeigten sich ruhig und stetig, dann waren es die schwermüthigsten, die ich je gesehen. Krank- liche Bläffe bedeckte sein Gesicht, doch röthete es sich einigemale, wenn er das allgemeine Anstarren gewahrte, mit dem er beehrt wurde; — em Anstarren, yas noch verwunderter wurde, als er sich laut und vernehmlich und andächtig an dem liturgischen Theil des Gottesdienstes betheiligte, in welchem die Gemeinde die ihr zufallenden Antworten gemeiniglich dem Küster und den Chorknaben allein anvertraut. Sonst konnten wir in der Erscheinung und dem Benehmen de- Doctor- nichts Auffallendes entdecken. Er saß allein in dem Kirchenstuhle und verließ denselben, wie er ihn betreten, geräuschlos, ruhig und allein. In dem Abschlag hinter demselben saßen zwei Diener und die Kammerfrau von MrS. Merchiston. Die Dame selbst kam an diesem Sonntage nicht zur Kirche. Es war eigentlich ganz ärgerlich, — denn zufolge der Etikette, die in Azedale herrschte, konnte Niemand die Dame besuchen, bevor sie nicht in der Kirche erschienen war. Aber während der Woche hörten wir, daß der Prediger den Doctor besucht habe.W Ich that mein Bestes, meinen Gatten zu veranlassen, dasselbe zu thun — eß erschien mir nur gütig und nachbarlich! — Nachdem ich ihn dem Anschein nach ohne Erfolg eine halbe Stunde lang umschmeichelt hatte, sagte er plötzlich ganz kurz: „Ich war schon bei ihm, Gretchen." „Du warst schon bei ihm? O, Jacob, erzähle mir Alle- von Anfang an. An welche Hausthür klopftest Du? An die, welche das Mefstngfchild mit feinem Namen trägt?" „Ja." ",Und Du sahst ihn? Wurdest Du in das Gesellschaftszimmer geführt, oder in die Bibliothek? Sage mir wohin?" „Bibliothek." „War er allein? War er fröhlich und angenehm? Sahst Du seine Gattin?" Zwei Kopfschütteln und ein Nicken waren die Antworten aus diese drei Fragen. „Du mein Himmel — wie wunderlich! — Hoffentlich erkundigtest Du Dich nach ihr? Wie, sagte ihr Gatte, baß sie sich befinde?" „Sehr gut." „Weiter nichts?" „Weiter nichts." „Nun — Du bist ein entsetzlicher Mann, von dem man nichts erfahren kann." „Und Du, mein liebes Gretchen, bist eine von jenen vorzüglichen Frauen, die niemals müde werden, Alles nur mögliche aufzubieten, um einem Manne da- zu entlocken, was er absolut nicht weiß." Ich lachte, — welchen Nutzen würde mir ein Streit gebracht haben? Und dann — hatte ich nicht all' die kleinen Eigenheiten meines lieben Jacobs gekannt, bevor ich ihn geheirathct? „Nur noch eine Frage, mein Lieber: — haben sie Kinder?" „Ich fragte nicht." So stand die ganze Sachlage in Bezug auf die neuen Bewohner genau, wie zuvor — bis zum nächsten Sonntage. Al- ich in die Nachmittagskirche ging, sah ich eine Dame geräuschlos aus der linken Thür des Doppelhauses treten — nicht aus der, welche da- Messtngschild trug! — und langsam und allein der Kirche zuschreiten. Auf dem Wege, der Über den Kirchhof führte, blieb sie einen Augenblick stehen. Er nahm sich so schön aus in der Nachmittagsbeleuchtung des wonnigen Mai's, die ihren bunten Wechsel von Licht und Schatten durch die großen Bäume warf, deren Wipfel sich oben berührten, und aus den stillen Pfad, der bis zur Kirchthür führte. Sie sah sich um, al- ob sie die Scene mit ihren malerischen Gruppen von zwei oder dreien bewundere und sich an ihr erfreue — diese Gruppen von Vätern und Müttern, von Ehegatten und Kindern, die langsam zurückblieben und sich leise besprachen, bis die Kirchenglocken ein feierliches Schweigen geboten. Mit offenbarem Interesse blickte sie auf Alle, bis sie gewahr wurde, daß man neugierig auf sie blickte. Dann ließ sie den Schleier fallen und trat eilig in die Kirche. Ich hörte sie leise fragen, welcher Kirchenstuhl dem Dr. Merchiston zu- komme. Ihre Stimme schien einer noch jungen Frau zu gehören. Konnte diese Dame MrS. Merchiston fein? Ich übertreibe wahrhaftig nicht, wenn ich sage, daß ich am Montag Morgen, der diesem Sonntag folgte, mehr als sechs Visiten hatte. Zu meiner großen Belästigung, denn ich war bei der Bereitung meines Schlüffelblumen- weines — mein erster Versuch dieses beliebten Liqueurs! — und das alleinige Thema der Unterhaltung war — MrS. Merchiston. „Welch' ein zierliches Frauchen!" „Wie einfach gekleidet, mit einer fast unmodernen Pelerine!" „Man sagt, sie sei jung!" „Er scheint nicht über vierzig zu sein!' „Wie sonderbar, daß er sie allein zur Kirche gehen ließ zum ersten- male noch dazu!" DaS waren die Bemerkungen, die mit einigen glücklich erhaschten That- sachen untermischt, mir über meine Nachbarn zugeflüstert wurden. „Sonderbare Leute — ein ganz außerordentliches wunderliches Benehmen. Man sollte sich nach ihnen erkundigen," das war die Quintessenz, die aus jenen Bemerkungen hervorquoll. Das ganze Dorf hielt cs für feine Pflicht, die merkwürdige Angelegenheit zu erörtern. DaS Doppelhaus, die zwiefache Einrichtung, die auffallende Thatsache, daß Dr. Merchiston seit seiner Ankunft sich täglich außerhalb deS Hauses sehen ließ, seine Gattin niemals, daß er in die Kirche gekommen, sie aber zu Hause geblieben war, bot Stoff die Hülle und Fülle. Das Resultat war der einmütige Entschluß der vorsichtigen Damen von Azedale, die gewohnten Anstandsvisiten zu verschieben, bis die Achtbarkeit der Fremden festgestellt sein werde. Ich war selbst erst neu dazwischen gekommen. Klatschsucht, Lästerung und Tadelsucht waren mir äußerst zuwider, und die Warmherzigkeit und Ungläubigkeit meiner Jugend bewog mich zu dem innern Entschluß, den nächsten Tag zu MrS. Merchiston zu gehen. Natürlich besprach ich die Sache zuvor mit meinem Gatten und wagte nach der erhaltenen Erlaubniß von ihm noch eine oder zwei Fragen, da Jacob in Folge seines Berufes und langen Aufenthaltes in der Gegend Menschen und Verhältnisse kannte. (Fortsetzung folgt.) 11. Mai. lieber die zunächst bevorstehenden Verhandlungen des Reichstages, der sich augenblicklich mit der dritten Berathung des Bundeshaushalts beschäftigt, berichtet die „Prov.-Corr.": Der Reichstag wird im Laufe dieser Woche voraussichtlich noch die Vorlagen über die Urheberrechte und den Schutz der Photographien und demnächst den Gesetzentwurf über den Unterstützungswohnsitz berathen. Letzterer wird, abgesehen von der Wichtigkeit und Schwierigkeit des Gegenstandes an und für sich, voraussichtlich auch in der Beziehung zu eingeheneen und bedeutsamen Verhandlungen Anlaß geben, als Seitens der Commission der wichtige Vorschlag der Errichtung eines besonderen Bundesamts für das Heimathswesen gemacht ist. Die entscheidenden Berathungen über den Entwurf des Strafgesetzbuchs dürften demzufolge kaum vor der Mitte nächster Woche beginnen können. lieber die General-Congregation des Concils vom 29. v. M. berichtet das „Regensb. Mgbl." : DaS wichtigste Vorkommniß war die Erklärung des Präsidenten , daß der nächste Gegenstand der Berathung die Vorlage über den Papst, einschließlich der Frage über die päpstliche Unfehlbarkeit, sein soll. Vielorts seien die Gemüther so erregt, und eS sei so viel geschehen , um auch wohlgesinnte Katholiken irre zu leiten, daß die Frage nicht länger verschoben werden könne und man einem von sehr vielen Bischöfen unterzeichneten Anträge Folge geben müsse, daß der Gegenstand alsbald in Berathung gezogen werden möge. Zu diesem Zwecke wird die Vorlage über die Lehre von der Kirche in drei dogmatische Constitutionen getheilt, deren erste die Lehre von dem Fundamente der Kirche (dem Papste), die zweite von dem Wesen und den Eigenschaften der Kirche, die dritte von dem Verhältnisse der Kirche zu der staatlichen Gesellschaft handeln wird. Zugleich wurde eine Zusammenstellung der Erinnerungen vertheilt, welche bezüglich Der Vorlage über die Lehre vom Papste (vom Primat) erhoben worden sind. Ihre Zahl beträgt 88 auf 104 Quartseiten. Am nächsten Tage wurde eine gleiche Zusammenstellung vertheilt, welche die Erinnerungen bezüglich der besonderen Vorlage über die Lehre von der amtlichen Unfehlbarkeit des Papstes umfaßt. Es sind deren 139 auf 242 Quartseiten. Die Rede, welche Fürst Czartoryski bei dem 79jährigen Gedenktage der polnischen Verfassung vor seinen Landsleuten in Paris gehalten, hat Die Bedeutung eines Manifestes. Fürst Ladislaus Czarto- rhSki gilt, wie sein Vater, als das Haupt der polnischen Emigration und als der ideelle Chef der aristokratischen Parteien der Ration. Möglich, daß die Rede nicht von ihm herrührt, daß sie ihm aus Wien von einem seiner Landsleute, vielleicht selbst von Herrn Klaczko, zugescndet worden, immerhin verdient sie volle Aufmerksamkeit in einem Augenblicke, in welchem polnische Parteiführer mit dem Ministerium über die Ausgleichsfrage conferiren. Die „Rarodni Listy" verwerfen das Programm des Fürsten Czartoryski — wie zu erwarten stand — vollständig. Sie begnügen sich nicht mit dem Maß von Autonomie, das er für die Polen verlangt, und wollen nicht, daß Böhmen eine „Provinz" sei. Sie wiederholen das alte Lied, daß die Czechen niemals in einen cisleithanischen Reichsrath gehen und in direkte Wahlen für einen solchen nie einwilligen werden. Sie lassen sich auch keine „Con- cessionen" machen — eö sei vielmehr an ihnen, solche zu bewilligen. Stolz will ich den Spanier! „Pokrok" spricht sich gleichfalls entschieden gegen das Programm Czartoryski'S aus. Der „Allg. Ztg." wird aus Berlin geschrieben: Die neulich von der officiösen „Corr, de Berlin" angekündigte gemeinschaftliche Action der europäischen Mächte gegen die griechische Regierung wird schwerlich zu Stande kommen, da Rußland aus naheliegenden Gründen einem solchen Vorhaben entschieden widerstrebt, und in diesem Widerstreben auf die Unterstützung Preußens rechnen kann. Bezeichnend für die Geneigtheit Preußens, sich den Anschauungen Rußlands in dieser Frage anzuschließen, ist auch die Erscheinung, daß die „R. A. Z.", welche bei der ersten Nachricht von den bet Marathon verübten Mord- thaten schon aus Rücksicht für Die Sicherheit der zahlreichen in Griechenland verweilenden deutschen Gelehrten ein kräftiges Vorgehen der Mächte befürwortete, seit Kurzem eine ganz andere Tonart an- schtägt und die griechische Regierung nach Kräften zu entschuldigen sucht. Im Laufe des Mai wird in Washington die Cou- ferenz der südamerikanischen Republiken stattfinden, an welcher auch Spanien sich zur Wiederherstellung des Friedens mit Peru und Chili betheiligen wird. Die Vereinigten Staaten treten hierbei als republikanische Vormacht und Schiedsrichter auf. 12. Mai. Die Commission des Reichstages zur Vorberathung des Gesetzentwurfs, betreffend den Schutz der Autorenrechte, hat nunmehr einen schriftlichen Bericht zur Begründung ihrer schon früher mitgetheilten Anträge erstattet. Diese selbst schließen sich, wie bekannt, in allem Wesentlichen der Vorlage der Bundesregierungen an. Die Commission hat in diesem Betracht also daraus verzichtet, die Vorlage und ihre Zustimmung noch nähcr zu motiviren. Die von ihr beschlossenen nicht blos redaktionellen Aenderungen sind folgende: 1) Für posthume Werke soll der Schutz 30 Jahre vom Tode des Autors ab, nicht (wie die Vorlage will) vom Erscheinen des Werkes an währen. 2) Für die Criminalstrafe des Nachdrucks wird die Streichung des Strasminimums (50 Thlr. Geldbuße) vorge- schlagen. 3) Während die Vorlage Die Aufführung gedruckt erschienener musikalischkr Werke freigeben will, schlägt Die Commission Die Beschränkung Dieser Be° sugniß auf Den Fall vor, „daß nicht Der Urheber auf dem Titelblatt oder an der Spitze Der ersten Ausgabe des Werkes sich das Recht Der öffentlichen Aufführung vorbehalten hat." 4) Der Schutz für anonym oder pseudonym erschienene Kunstwerke ist auf 30 Jahre vom Erscheinen festgesetzt. Dem „Pesther Lloyd" berichtet man aus Wien vom 6. Mai: „Verschiedene in Den Blättern umlaufende Gerüchte über angebliche Absichten Preußens in und mit Deutschland sind dem Vernehmen nach für Den interimistischen Leiter des preußischen auswärtigen Ministeriums, Hrn. v. Thile, Die — wie es scheint, nicht unwillkommene — Veranlassung ge- wesen, Dem österreichischen Gesandten gegenüber die spontane, ebenso offene, als nachdrückliche Erklärung abzugebcn, daß Preußen nicht daran denke, den Status quo, wie er Durch Den Prager Frieden und seit Dem Prager Frieden geschaffen worden, zu alte- riren. Es Darf vermuthet werden, daß eine ähnliche Erklärung auch nach anderer Seite hin erfolgt ist." Die halbamtliche „Prov.-Corr." enthält folgende Mittheilung: „Die Vorstellungen, welche die fran- zösische Regierung vor Kurzem bet Dem Papste erhoben hat, um womöglich Die Annahme von Beschlüssen Seitens des Concils zu verhüten, welche mit den bürgerlichen Gesetzen der europäischen Staaten im Widerspruche stehen würden, sind auch von Seiten deö Gesandten des norddeutschen Bundes bei Der päpstlichen Regierung unterstützt worden. Die Re- gierung unseres Königs hat, getreu Der von ihr bisher bewahrten Stellung, keine Note, auch keine zur Mittheilung bestimmte Depesche nach Nom gerichtet, sondern Den Gesandten beauftragt, Die französischen Vorstellungen auch seinerseits Dem römischen Hofe zur Berücksichtigung zu empfehlen. Der Ge- sanDte hat seine mündlichen Vorstellungen Demnächst in einem vertraulichen Schreiben an Den Kardinal Antonelli zusammengefaßt." Ein Telegramm aus Madrid meldet, daß der pro- grefsistische Cirkel sich endgültig für die Throncandi- datur des Marschalls Espartero entschieden habe. Der leitende Ausschuß der Cortesmehrheit ist mit Berathungen zur Herbeiführung einer Lösung Der schwebenden Frage beschäftigt und wird angeblich in Den nächsten Tagen feine Vorschläge der Mehrheit zur Bestätigung vorlegen. Die Budgetberathung ist durch Die Erkrankung des früheren Ministers Ardanaz, der ein wichtiges Amendement gestellt hat, vorläufig unterbrochen worden. Die Stadt Kaluszyn, im Gouvernement Warschau, war am 24. April der Schauplatz unerhörter Ge- waltthätigkeiten der Polizei gegen Die dortige jüdische Bevölkerung — einer Judenhetze, wie sie wohl seit den Zeiten des Mittelalters in einem civilisirten Staate Europas nicht mehr vorgekommen ist. Die Juden wurden von Polizeiorganen auf den Straßen und in ihren Wohnungen ohne allen Grund gewalt- sam ergriffen und nach dem Rathhause geschleppt, wo Der PolizeicommanDeur in Der Brutalität das Höchste leistete. Die ihm vorgeführten Juden wurden ohne Unterschied des Standes und Alters allen erdenklichen Mißhandlungen unterworfen: sie wurden von Polizeischergen mit Füßen gestoßen, am Barte gezaust, angespien, entblößt und blutig geschlagen. Diese schreckliche Execution wurde in Gegenwart des Magistrats vollzogen unD dauerte von 6 Uhr früh bis 1 Uhr Nachts. Schließlich wurde noch eine Anzahl Juden im Stadtgefängniß eingeschloffen. Die jüdische Bevölkerung hat eine Deputation an den Statthalter Grasen Berg abgesendet, welche Genugthuung für die an ihr verübten Gewaltthätigkeiten fordern soll. Preußen. Berlin, 12. Mai. Es werden neue Instructionen, welche das FähndrichS- und Freiwilligen - Eramen betreffen, vorbereitet jedoch sollen sie noch nicht veröffentlicht werden, sondern nur als Richtschnur für die GraminationS- Commissionen dienen. Diese Instructionen bezwecken, daß später, d. h. spätestens in 2 Jahren. nur das Abiturienten-Eramen zum Eintritt als Ofsizier-Aspiraut berechtigen solt, so daß dann die Ober-Militatr-Eraminations-Commission nur noch die Offizier-Eramina abzuhalten haben wird; in diesen 2 Jahren sollen die FähndrichS Eramina progressiv immer schwerer werden. DaS Freiwilligen. Gramen dagegen soll, um die Altpreußen gegenüber den neuen Provinzen nicht zu benachtheiligen, für die nächste Zeit etwas leichter werden, dagegen haben aber gewisse Militairbehörden die Weisung erhalten, nur höchstens den 3. Theil der Einjährig-Freiwilligen zum Gramen als Reserve- Offizier zuzulassen. Es wird diese Einrichtung gewiß alle die Eltern interesfiren, welche ihre Söhne nicht auf Gymnasien, sondern auf sogenannten FähndrichS - Pressen erziehen lassen, da diese Anstalten in nächster Zeit alle eingehen müssen, wenn sie nicht zugleich für daS Abiturienten - Gramen vorbereiten. Frankreich. Paris, 10. Mai. Die officlelle Angabe der Abstimmung mit Ausnahme von drei Bezirken ergibt 6,887,272 Ja und 1,473,147 Nein. Die bis jetzt bekannten Abstimmungen der Armee ergeben 227,336 Ja und 39,364 Nein; der Marine 23,750 Ja und 5874 Nein. Im Ganzen also 7,138,358 Ja und 1,518,385 Nein. Die kaiserliche Garde hat 22,000 Ja und nur 400 Nein geliefert. GS kann nicht fehlen, daß der so unerwartet glänzende Ausfall des PlebiScits die Spannkraft und daS Vertrauen des Kaisers auf feinen Stern wieder bedeutend kräftigen wird. — Die Neubildung des Ka- binets wird sofort beginnen. Um das Portefeuille des Auswärtigen ringen Gramont und Laguerronni^re. Parts, 9. Mai. In urterzeichneten Kreisen wird versichert, das „Journal officiel" werde morgen die Demission des GesammtcabinetS melden. Die Neubildung deS CabinetS würde unverzüglich erfolgen und Ollivier in feiner bisherigen Stellung verbleiben. Paris, 10. Mai. Vor der Caserne deS Chateau d'Gau und im Faubourg du Temple ist eS gestern Abend zu unerheblichen Ruhestörungen gekommen. Drei Barrikaden wurden aus umgestürzten Omnibus errichtet, jedoch ohne Widerstand beseitigt. Die Truppen machten einen Bajonetteangriff vor der genannten Caserne, um den Platz zu säubern. Ein Soldat ging zu den Ruhestörern über, wurde jedoch von den Truppen wieder ergriffen. Paris, 11. Mai. Die „Gazette de Tribunaur" berichtet von neuen Unruhen, welche gestern Abend in dem Faubourg du Temple stattgefunden haben; dieselben sollen einen ernsteren Charakter gehabt haben, als die Unruhen am Montag. Vier Barrikaden, welche in der Rue la Fontaine und Saint Maur gebaut waren, wurden von den Truppen genommen! Zwei der Aufruhrer wurden bet den Chargen der Cavallerie, welche den Platz des Chateau d'ean säuberten, schwer verwundet. Alle an den Faubourg du Temple angrenzenden Straßen sind abgesperrt. Einem Gerüchte zufolge hätten die Truppen auf die Aufrührer gefeuert. In allen anderen Stadttheilen von Paris herrscht vollständige Ruhe. Italien. Der Wiener „Presse" geht auS München folgendes Telegramm zu: DaS JnfalltbilitätS-Schema verdammt: 1. Wer leugnet, der päpstliche Stuhl sei unfehlbar der Stuhl Petri. 2. Wer behauptet, außer ihm gebe eS noch eine unfehlbare Kirche. 3. Wer noch die Nothwendigkeit deS göttlichen Lehramts deS Stuhls Petri für alle Menschen leugnet. 4. Wer sagt, der erwählte Papst sei nicht auch hinsichtlich des unfehlbaren Lehramts der Nachfolger Petri. 5. Wer sagt, ein ökumenisches Concil stehe in Betreff der Unfehlbarkeit deS Lehramts über oder dem Papst gleich. England. London, 10. Mai. Der Bürfenrath hat den Beschluß gefaßt, die Notirung der österreichischen Fonds wegen der rechtswidrigen Benachrichtigung (soll wohl heißen: Benach- theiligung! W. T.-C. B.) der englischen Staatsgläubiger durch die österreichische Regierung, aus dem offiziellen BörsencourS, blatt auszuschlteßen. Rußland. Petersburg, 9. Mat. Wie das Journal de St. Petersbourg mittheilt, hat Chifchkow Geständnisse abgelegt. Danach wäre schon in der dem Morde vorangegangenen Naätt der Versuch, den Prinzen zu bestehlen, gemacht worden. Den Mord selbst hätte ein gewisser Grebmenikow verübt, Chisch- kow will bloß vor dem Hanse Wache gehalten haben. Grebmenikow wurde auf diese Aussage hin verhaftet und eS wurde die Uhr d s Prinzen Arenberg bei ihm vorgefunden. AuS dem ärztlichen Leichenbefunde geht hervor, daß der Tod des Prinzen durch Erdrosselung erfolgte; der Druck auf den HalS war so heftig, daß der Tod sofort erfolgt sein muß. Der mischte s. Darmstadt, 10. Mai. Die hiesigen Schuhmacher, gesellen, welche eine Lohnerhöhung von 25 pCt. begehren und diese von den Meistern nicht verwtlligt erhielten, haben gestern Nachmittag die Arbeit eingestellt. Auch von hiesigen Maschinenarbeitern feiert bereits ein Theil. Die Dachdecker-, Schreiner und Bäckergesellen haben erhöhte Lohnansprüche eventuell Strike« in Aussicht gestellt. Groß-Gerau, 8. Mai. Die Erde hat sich noch nicht vollkommen beruhigt. Seit Gründonnerstag und Charfreitag am 14., 15. April, an welchen Tagen ich 3 Stöße notirte, habe ich keinen weitern Stoß verspürt, bis heute Morgen um 10 Uhr 20 M. ein Stoß erfolgte, der auch an andern Orten der Umgegend wahrgenommen wurde. Von andern Bewohnern unsrer Stadt wollen auch schon im Laufe der Woche leise Erderschütterungen bemerkt worden sein. Frankfurt, 10. Mai. Gestern fand der feierliche Schluß der ersten Blumen- und Pflanzenausstellung in den Palmengärten statt. Der Besuch bleibt den Aktionären und Fremden noch fernerhin gestattet. In den vier Wochen der Ausstellung wurde dieselbe von 36,200 Personen frei. Actionären besucht und beziffern sich die Einnahmen auf über 15,000 fl. Berlin, 6. Mai. Heute Vormittag wurde ein ensetzliche- Verbrechen entdeckt. Ein in der Sebastianstraße wohnender Pfandleiher Huth hat seine Frau und vier Kinder ermordet und sich dann erhängt. Bei sämmtlichen fünf Leichen (der älteste Sohn war 18 Jahre alt) fand man StrangulatiouSmale, und im Ofen deS Zimmers, das man heute früh öffnete, noch glimmende Kohlen. Die Motive der Unthat sind noch nicht klar. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Tnbananr- berichte! >t ;i Ira Faubourg '.2m tintn «ruflertn : an Kenias Bin .re uni Saint Mair i-njEBfn'. Zwei in Imllmt, weite Im r rtnraaM. Alle an ■ifn nnl aöges-mt. a auf lie Infräbt« m faril herrsch/ . ®;riroratb hat den ■ i .trn ÄouM wezen c:v\ briBtn: Btiut- L uattaliilbigrr durch Si'ritncoutl« -l Etl4 nicht -halst^ta- j/giJit votirlt' 51-.. Koltzt° ö® ^ a„t,TO Drt« -- Lr°-d^ 1 a,gjfr !ei!'^ ^ßchlij 01 8 2f,uii«n desocht ' 'VPGI t'g-brr- ,"l „bidtfl, W bie"^ ; !•*?£ ‘ ff' •t ul München toi i Steva tntammt : «rtfblfcat der Stubi - lk rf ost eine uw -rgtif M göttlichen lagnet. 4. Da i rnd'iht des unftbl Sff sagt, ein öku- le- Lehrnwir ’ ntn,. Statt 'M.rss- 1 loQ in k .Ida,tn i« 1 M kam iÄ? * •!;*» “ “«Set ■le'- • c * anf fOflt ,eh,blf|t Malten ' t°gleich / »faidlt Angabe '■Ml 6.887.272 m,7!,n Mim, nb 39.364 91,in; J.® ®M|« also i? ^'^'che Sari, , u# kann nicht ;’,‘I W flfbiM« ?“r ,nD<” Eteru .'«-bülttij lei äj. «Nmlle der Auswö,.. 1 Zeilen toirb Pet. ' die Ttmiffion der des Robinets würde blSdmgen Stellung des Ebateau b'Qau ” übend jn unerheb.- inifaten wurden aus »e Liderlland besei- rftlfangnn tot de: keen Sm Soldat rch ton den rnippen l "^ttzltch'^ sod'erdN n' fliu^ ;ir,IJ Lt< rff<’ >->^chtklsr- s kannt sind. aui Markt. 1 (2277) Carl Frech. haben bei E. Heinemann. Vorräthig bei per am Markt. (1150) Gicht, Lähmungen oder Haut- j| ä krankheiten leiden, sollen jetzt'- Waschpulver, Waschblau empfiehlt (2318) Emil Fischbach, Seltersweg. 2257) 900 bis 1000 Stück leere Cigarren - Kistchen verschiedener Grütze werden billig abgegeben. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes. 2139) Auf der Textor'schen Hardt ist ein Logis von 5 Zimmern rc. zu vermiethen und Anfangs Juni zu beziehen. Bemerkt wird, dah der grötzte Theil der Haushaltungs-Bedürfnisse im Hause selbst zu erhalten ist^_______________________ 1574) Einzig achtes persisches In- sectenpulver in Orrginaldosen mit Garantie für Wirkung ist in Gietzen zu 2312) Botanisirbüchsen in verschiedenen Größen empfiehlt Wilh. Orbig, Neuen-Bauen. 2280) Eine noch gut erhaltene Scheuer, welche 46' lang, 35' tief und 21' Stockhöhe hat, ist auf den Abbruch zu verkaufen. Es kann dieselbe, ihrer Größe halber, leicht zu Wohnhaus und Scheuer umgebaut werden. Das Nähere ist bei dem Unterzeichneten zu erfragen. Rodheim, den 12. Mai 1870. Bender, Bürgermeister. für Magenleidende bei momentanen Verdauungsstörungen, Ueblichkeiten, Nachwehen von Excessen, besonders aber schlechte Magen u. Blähungen zu kuriren, die vom schlechten und saueren Bier Herkommen, ist unstreitig der von Gebe. Mack in Neichenhall bereitete 2326) Eine Wohnung ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Alexander Mayer. | Der Extract in Flacons für 1 Bad ? | ä 24 kr. = 7 Sgr. ist in Giessen ^ | zu haben bei Herrn JuliiBS Waäiacli^ H 2279) Der Unterzeichnete bescheinigt hiermit, daß die Chocoladenfabrik von Franz Stollwcrck ö- Söhne in Köln sich für die Reinheit ihrer Waaren verbürgt und ihre Fabri- eation unter sanitätspolizeiliche Controle freiwillig gestellt hat, daß die zur Verwendung kommenden Rohmaterialien und Ingredienzien, sowie auch die fertige Waare, analisirt werden und dadurch dem Consu- menten eine reine Chocolade, d. h. pure Caeao und Zucker, garantirt wird. Köln, 1. September 1869. Dr. Hcrm. Bohl, König!. Regierungscommissär und vereidigter Chemiker. Obige mit Recht empfehlenswerthen Cho- coladen sind stets vorräthig in Giessen bei I A Busch Söhne, bei Louis Frohnhäuser und bei Carl Münch; in Allenilorf a. <1. Lda. bei Apoth. C L Harb; in Butzbach bei Val Wießler; in Friedberg bei Wil Helm Fertsch; in Hungen bei A. Buch; in Lieh bei H C. Bingmann; in Nauheim bei Conditor B. Schier. 1824) Fertige Bauhölzer Mosten) in allen Dimensionen, per Cubikfuß 20 kr., offrrirt die Holz- Handlung S. Katzenstein. Prima-Kernseife, Feinste Reisstärke, , Waizenstarke, Verkauf einer Braun- und Brauneisensteingrnbe. 2155) Samstag den 28. Mai c., lassen ö Quelle Erben in Pohl-Göns bei Butzbach ihre daselbst belegene Braun- und Brauneisensteingrube öffentlich versteigern. Termin Nachmittags 3 Uhr auf dem Bürgermeisterei- Büreau. Auskunft ertheM Gießen, Mai 1870. Q. Weidtg, Hofgenchtsadvocat. C. W. Bullrich in Berlin. Franziskaner Schwestern - Kloster MarienhauS bei Waldbreitbach, den 31. März 1870. fierrn C- W- Bullrich m Berlin. 1 Wir haben das empfangene Reimgungs- salz verbraucht und es hat viele Wirkungen getban in unsrer Genossenschaft, sowohl unter den Schwestern, wie auch bei den Kranken, welche wir im Kloster haben. Besonders verdankt unsere General-Oberm, welche schon Jahre lang an einem Magenübel gelitten und viele Arznei verbraucht hat, ihre jetzige Besserung Ihrem Remi- gungssalze; denn seit der Zeit, daß sie es braucht, kann sie wieder Speisen genießen, welche sie sonst nicht vertragen konnte. Auch hat es den Schwestern gute Dienste geleistet in der Krankenpflege, besonders bei Nervenfieber, welches schon in Typhus übergegangen war, ebenso bei Cholera, wo oft keine ärztlichen Mittel mehr hinreichten, um das Brechen zu stillen. Da wir dasselbe in Menge brauchen, so möchten wir sie bitten--(folgt Bestellung). Schwester M Agatha. z Herren - Wäsche, ah: Hemden in Leinen und Shirting, Kragen, Manschetten und Chemisetten, sowie Sommer-Unterhosen, Jacken, Socken und Handschuhe, Shlips und Cra- vatten empfiehlt in reicher Auswahl H. Nübsamen. 2168) Mein wohlassortirtes Lager in Seiden-, Fit)-, Sommerstoff- und Strohhi'ttcn btin0eKÄemPfe6lCnbe “Un°' L°uis Schild, Hutmach-r. NB Das Waschen und Färben der Filz- und Strohhüte, sowie das Umändern der Seidenhüte, wird schnell und billigst besorgt._____________________________ Alle Mene, EÄäaSSEäai IcCSBäBElSB die an Scropheln, Rheumatismus, | die vorzüglichen Reichenhaller Bermiethrrngen 2327) Ein freundliches Familienlogis ist mit den dazu gehörigen Räumlichkeiten zu vermiethen. Chr. Jughard, Brandgasie. Reinisungssalz hält stets vorräthig in Originalpaqueten Pfund 42 kr. Fr. Bieler in Gießen. 2285) Bei Musiklehrer Geller auf dem Reichensand ist ein neues und freundliches Familienloais mit allem Zugehör zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Havanna - Ansschuß- Cigarreu, per Stuck 2 kr., in Original« Kisten von je V2 Mille, per Mille 32 fl. Obige Cigarre erfreut sich eines ungeteilten Beifalls, ist gut ab« gelagert und erlauben wir uns, sie Liebhabern einer guten feinen Cigarre hiermit bestens zu empfehlen. Aufträge nach Auswärts werden franco ansgeführt. (2234) I. A. Busch Söhne. Haus- und Geschäfts- Verkauf. 2250) Jn einer lebhaften Stadt der Pro. vinz Oberhessen wird ein seit 25 Jahren mit dem besten Eriolg betriebenes Manu- factur- und Colonialwaaren-Geschäft mit lucrativem Nebenerwerb, Familienverhältnisse halber unter günstigen Bedingungen abgegeben. Mäßige Anzahlung, der Rest in längeren Terminen. Nefleetanten wollen Franco-Offerten sub Nr. 2250 an die Exped. d. Bltts. einsenden. ß Latschenkiefern-Bäder । aus der Molkenkur- und Bade- ; | Anstalt von Gebrüder Mack in | Reichenhall gebrauchen , welche g | wegen ihrer Heilkraft genügend be- e* Gänstichk Hkrstkllung. 2278) Ick halte es für meine Pflicht, Jedem, der mit hartnäckigem Husten und Engbrüstigkeit behaftet ist, den G. W- Mayer'lchen weitzen Brust-Syrup anzurathen, indem ich von 2 Fläschchen gänzlich hergestellt worden bin, was ich der Wahrheit gemäß bezeuge. Bitte dieses veröffentlichen zu lassen. Kürnbach b. Bretten, d. 25 März 1869. Jacob Arnold scn., Oeconom. Stets zu haben bei Fr Bieler, am Kreuz, in Gießen. 2300) Ein noch in ganz gutem Zustande befindlicher Confirmanden-Anzug ist im Hause des Herrn Dr. Felsing, Neuen- bäuen, zu verkaufen. ____________________ 2252) Unterricht im Zithersvielen wird ertheilt; auch sind 3 gebrauchte Zithern zu 12, 16 und 24 fl., desgl. ein Aquarium für 13 fl. zu verkaufen. Ioh. Lerch, , Sonnenstraße, bei Herrn Tapezier Bepler. 2287) Das von mir fabricirte durch seine ausaezeichneten Wirkungen seit mehr denn 20 Zähren als sicherstes Präservativ gegen Magenleiden aller Art rühmlichst be* kannte ächte C. W. Bullrich’s Universal- Das beste Mittel; weltbekannte Reichenhaller Alpciikräiiter-Magenbitter ä Flacon 45 fr. = 13 Sgr. Qu haben in Gießen bei Jul. Wallach, 2229) Das den Erben der Balth. Ganß Wittwe gehörende Wohnhaus auf dem Asterweg ist aus freier Hand zu verkaufen. Lust- tragende können nähere Auskunft erhalten bei Balth. Strauch. 2034) In Gießen ist ein gut gelegenes zu Ladeneinrichtungen und jedem stät'tffchen Geschäftsbetrieb geeignetes Haus aus freier Hand zu verkaufen. Kauflubhaber wollen sich an Herrn Hofgerichls-Advocaten Ba ist wenden, der die nöthige Auskunft erthei- len wird. Gießen, den 25. April 1870- 2319) Verlag von Eugen Ulmer in Ravensburg- Seubert, Hofrath Prof. Dr. M., Excursions- flora für Mittel - und Norddentschland. Gebunden in engl. Leinwand. Taschenformat. 1 Thlr. 5 Sgr. Diese zum unmittelbaren Handgebrauch bestimmte Flora ist in einer dem Anfänger leicht verständlichen, wie dem Geübten bequemen Form zusammengestellt und wird sich in diesem Sinne als ein nützliches Hilfs- und Förderungsmittel des Studiums unserer so interessanten einheimischen Pflanzenwelt bewähren. Besonders dienlich wird es sich in Lehranstalten und bei Excursionen erweisen. 2227) Ein Familienlogis, bestehend aus 5 Zimmern, 2 Cabineten, Kuck^ unb Zugehör, ist zu vermietben und alsbald be- »iebbar bei Wittwe Strauch, 3,^Dar D _________vor dem Selterstlwr. 2125) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und am 1. Ium beziehbar bet Bäcker Heinrich Kuhn, auf dein Kreuz. 1498) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Heinrich Sauer, Neuenweg. 2323) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethenbei Weißbinderm. Chr. Petri, ___auf dem Reichcnsand. 2208) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Lehrer Mayer, Neustadt. 2266) Ein Familienlogis mit allen Bequemlichkeiten ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.___• 2172) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, 2 Cabineten, Küche u"d Zugehör, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen Walltborstraße Nr. 199. 2313) Vogelkäfige in schöner Auswahl empfiehlt Wilh. Orbig, ___________Neuen-Bauen. 2230) Eine Partie fertige Stubenthür- Beschläge habe ich billig abzugeben. Auch kann ein Junge bei mir in die Lehre treten L. Weber, Schlossermeister. 22351 Steinkohlen, reine Stückkohlen, melkt, für Ziegeleien, Herd - und Maschinenbrand, in Ladungen und einzelnen Partieen bei Emil Pi stör. 1583) Jn der Universitätsstraße E- 78 ist im dritten Stock eine Wohnung , bestehend aus 2 Zimmern und 2 Cabineten, zu vermiethen und vom 1- Juli an zu beziehen. ________________________ 2223) Ein großes möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bet H. Bogt, Neuenweg. 2325) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei G- Bogt, Kupferschmied, Ntarktstraße. 2289) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Karl B ecker, Rothgerber- 1870) Jn meinem Nebenbause find 4 große ineinandergehende Zimmer mit Küche und Bodenraum, sofort beziehbar, zu ver- miethen._________________ (£• Pitth an. 2286) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei L. Frtebel, Sandgaffe. 2304) Ein Familienlogis, bestehend aus 2 Stuben, 2 Cabineten, Küche. Keller, Holzplatz und Mitgebrauch der Waschküche, ist zu vermiethen und den 1- Juli beziehbar bet Adam Kalbfleisch, Steinmetz, Neuenweger Thor B- 150. bie Knabenqarverobe selbst unfertigen wollen, lasse ich die bei mir gekauften Stoffe nach Maaß gratis zuschneiden, so daß jede Näherin eine gute, moderne Fa^on liefern kann. 9/. breite Bukskin von 1 fl. 10 kr. an. 4 S. Flörsheim. 2248) rensee, großblumige, in den prachtvollsten Zeichnungen und Farben, empfiehlt die Handelsgärtnerct von _____________Carl Deines. 2298) Ein schöner Glasschrank, 2 Sophas, 1 großer Spiegel mit Goldrahme, 1 Buffet- und 1 Fliegenschrank, mehrere neue Reise- föfter zu verkaufen bei I. Rothenberger, Lmdenplatz. 1484) Frisch gebrannten Kaffee in verschiedenen Sorten empfehlen w I. A. Busch Sohne. 2299) Getragene silberne Taschenuhren werden billig abgegeben bei I. Rothenberger, Lindenplatz. 2233) Ein fast noch neuer Confirmandenrock ist zu verkaufen bet C. B. Schmidt, Schneidermeister, Neuenweg. 2156) 3 bis 4 Fuder gutes Waizen- und Erbsen-Stroh, sowie eine Partie Spreu, verkauft Anton Weigel IV. auf der Burg, in Klein-Linden. Fuhbodkn-Anstrich. Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölsiccatif zum Einölen, Oclfarbcn, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Jngredtenzten zum An- streichen und Wichsen der Fußboden, empfiehlt Emil Fischbach, (2316) Seltersweg. 1897) A e ch t eS La Plata-Mschertract (Extractum Carnis Liebig), bereitet durch die Herren A- Benites & Comp. in Buenos-Ayres, ist zu haben tn Gießen bet Herrn Apotheker . A- Mettenhetmer. 2322) 3 Ctr. Grummet sind noch zu verkaufen bei mittlere Bleiche. 2098) Fertige Herren - Hemden, sowie Hemden für Conftrmanden (Knaben), un- Arröcke und Beinkleider stets vorräthig f.p; Geschw. Heerz, ____________Neuenweg. 2185) Patentirte Kochherde, aus der Fabrik des Herrn Ph. Röder in Darmstadt, geben zu Fabrikpreisen ab und können zu jeder Zeit bei uns .eingesehen werben u l 11 Jtr o 11- 21 bei in bezüglich deren der gegenwärtigen Aufforderung vor Ablauf dieser Solche Interimscertificate, Nummernverzeichniss Carl Frech. ten. pfang nehmen. Bemerkt wird, daß Heß'sches Bier zum Verzapf kommt. Zu der 2225) Als Lehrling kann ein auswärtiger junger Mann in mein Geschäft eintre- eo b- Cs» CM V) n » n V) 992. 1255. 1561. 1660. 1863. 1880. 4509. 282. 364. 1572. 1584. 1596. 2086. 3320. 3407. 3419. 3431. 3443. 3522. 4345. 4938. Giessen Frankfurt a. M. Heinrich Loth, in Trohe. n )> » » nachträglich 2290) Ein junger Pinscherhund ist mir zugelaufen. Ter Eigenthümer kann denselben gegen Erstattung der Jnseratgebüh- ren und des Futtergeldes bei mir in Cm- recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Anton Radl, vormals Kellermeister in Helschen Brauerei. y> Darmstadt Berlin Stuttgart zu leisten. OBERHESSISCHE EISENBAHN - GESELLSCHAFT. Dritte Einzahlung. In Gemässheit des §. 4 der Statuten und mit Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom Februar d. J. werden die Besitzer der nachstehend verzeichneten Interimscertificate für Actien 2296) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich die <£af6 Kuhlmanrr'sche Gartenwirthschaft, am Leihgesterner Weg, übernommen habe. Es wird mein Bestreben sein, mir das Vertrauen meiner geehrten Gäste durch prompte und reelle Bedienung zu erwerben. Eröffnung der Gartenwirthschaft Sonntag den 15. und Montag den 16. Mai bei der Oberhessischen Eisenbahngesellschaft, auf welche die zum 19. April d. J. ausgeschriebene dritte Einzahlung von zwanzig PrOCCllt des Nominalbetrages der Actien, oder von fl. 70 = 40 Thlr. per Stück rückständig verblieben ist, hiermit aufgefordert, diese rückständige Einzahlung nebst sechs Procent jährlicher Verzugszinsen und einer Conventionalstrafe von fünf Procent des Betrages der Einzahlung binnen zwei Monaten nach Ablauf des vorerwähnten Einzahlungs-Termins, mithin mit dem 19. Juni 1870 endigenden nachträglichen Einzahlungsfrist nicht vollständig nachgekommen ist, verlieren ihre Gültigkeit; die darauf bereits geleisteten Einzahlungen aber sowie alle Anrechte daraus verfallen zu Gunsten der Gesellschaft. Die Nummern der solchergestalt ungültig gewordenen Interimscertificate werden veröffentlicht. Der Verwaltungsrath ist befugt, neue Interimscertificate für die solchergestalt erloschenen auszufertigen und für Rechnung der Gesellschaft zu ver- werthen. Die Besitzer der nachstehend verzeichneten Interimscertificate werden auf die Einhaltung der obigen nachträglichen Einzahlungsfrist um so nachdrücklicher aufmerksam gemacht, als die Ungültigkeit der Interimscertificate, auf welche die dritte Einzahlung nicht innerhalb dieser Frist geleistet wird, lediglich mit Ablauf des Endtermins, des 19. Juni 1 8 70, eintritt, ohne dass es erst noch einer ausdrücklichen Ungültigkeits-Erklärung bedarf. Giessen, den 10. Mai 1870. Der Verwaltungsrath: Baron R. von Erlanger, Ferdinand Fürst zu Ysenburg, Präsident. Vice-Präsident. Anzeige für Damen. 2291) Mein Unterricht im Zuschneiden, Anmessen und Anscrtigen von Damenkleidern hat begonnen und wollen sich Damen, die noch daran Theil zu nehmen wünschen, baldigst melden. Frau Rosa Rothenberger, Lindenplatz. spätestens am 19. Juni 1870 unserer Hauptkasse, Clgarrcnmacher-Gesuch. 2338) Sechs bis neun geübte Cigarren- maä'er, welche mit der Formenarbeit vertraut sind, werden zum sofortigen Eintritt gesucht in der Cigarrenfabrik von Fcrd. David Privat, in Holzhausen bei Friedberg. 2221) Ein braves Dienstmädchen, welches alle Hausarbeiten versteht, wird gegen guten Lohn in eine kleine Familie gesucht. Zu erfragen bei Frau Orbig, Neuenweg. 2271) Ein Lehrling kann eintreten bei Heinrich Kümmel, Schreinermeister. Herren Gebrüder ISetltiiiaiiu. „ von Erlanger