~ = Gießener Anztlger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzleiberg Vit. B. Nr. 1. Unzeige- und Mmtsötatt für den Kreis Kielen. Ne. 178.Dienstag den 12. December. Die französische Republik, nachdem sie sich ohne Kampf und Mühe ÜN den Platz gesetzt, welchen das Kaiserthum geräumt hatte, stellte sich die Auf' gäbe, den von Napoleon mit offenkundiger Zustimmung Frankreichs unternomme- nen, aber beispiellos unglücklich geführten Krieg bis zur Vertreibung der deutschen Heere vom französischen Boden fvrtzusetzen. Den Gedanken, den Frieden mit einer Landabtretung zu erkaufen, verwarf sie mit aller Entschiedenheit; das Aeußerste, wozu sie sich verstehen wollte, war eine Gelventschävigung; eine Verletzung des Dogmas von der einen und unfheilbaren Republik wurde dagegen für eine Unmöglichkeit, für eine DegraE^on. Frankreichs zu einer Macht zweiten Ranges erklärt, ja gradezu der Vernichtung Mgukreichs gleichgestellt. Die Republik ging an die Lösung der übernommenen schwierigen Aufgabe mit keckem Selbstvertrauen. Sie erkannte wohl die Gefahren der militärischen Lage; aber sie schöpfte ihren Trost aus der Erwägung, daß die Verantwortung für alles Unheil allein den Kaiser und dessen unfähige und unwürdige Werkzeuge, sowie die kaiserlichen Institutionen belaste. Bis jetzt sei nur das kaiserthum be- siegt, die kaiserlichen Heere unter der Führung verderbter und unbrauchbarer Generale; Frankreich selbst mit seinen unerschöpflichen Hilfsquellen und seiner kriege- rischen, kampflustigen, patriotischen Bevölkerung stehe noch aufrecht. Die Kräfte zum energischsten Widerstande seien noch vollauf vorhanden; es komme nur darauf an, sie rasch zu sammeln und militärisch zu organisiren, was bei den kriegerischen Neigungen und der Gewandtheit der Bevölkerung und dem anerkannten französischen Organisationstalent keine allzu schwierige Aufgabe schien. GambettaS energischer Terrorismus imponirte den Massen, seine Befehle fanden im Allgemeinen Gehorsam, weil man sich selbst nicht zu helfen wußte und daher das B'bürfniß empfand, einem kräftigen und selbstbewußten Willen zu gehorchen. Auch die Prahlereien und himmelstürmenden Phrasen des Diktators blieben nicht ohne Wirkung. Das republikanische Frankreich stellte in Paris und in den Provinzen eine Anzahl von Heeren auf, die, was ihre numerische Stärke betrifft, den beim Beginne des Krieges von Napoleon ins Feld geschickten Truppen wahrscheinlich nicht unbedeutend überlegen sind, und denen die Ueberreste der alten Armee auch einen gewissen militärischen Halt gaben. Nach einigen Monaten angestrengtester Vorbereitung konnten die republikanischen Heere sich zu einem großen concentrischen Massenangriff in Bewegung setzen, um im Zusammenwirken mit den in Paris eingeschloffenen Truppen den entscheidenden lange geplanten Schlag gegen die deutschen Armeen auszuführen. Dies Unternehmen ist jetzt völlig gescheitert: die Nordarmee ist bei Amiens gesprengt, die Westarmee bei Dreux zurückgeworfen; die massenhaften Ausfälle der Pariser Truppen, die offenbar in engstem Zusammenhänge mit den großen Erwartungen von siegreichen Erfolgen der Loire-Armee standen, sind wiederholt zurück- geschlagen worden; die Loire-Armee aber — und das ist das große entscheidende Ereigniß der letzten Tage — ist in dreitägigem heißen Kampfe völlig geschlagen und, wie die neuesten Nachrichten immer klarer ergeben, mit außerordentlich großen Verlusten an Mannschaften und Geschützen in einen Zustand vollständiger Auflösung und Zerrüttung versetzt worden. Daß die energische Verfolgung seitens der Armee des Prinzen Friedrich Karl diese Resultate noch vervollständigen wird, läßt sich erwarten. So hat denn vor Orleans, an dessen leichte Besitznahme vor wenigen Wochen die bochfliegende Phantasie der Franzosen die kühnsten Hoffnungen knüpfte, die französiiche Republik ihr Sedan gefunden. Der Eindruck wird nur um so er- schlitternder sein, als Gambetta noch vor wenigen Tagen durch unsinnige Prahlereien und Lügen die Hoffnungen auf die Loire-Armee auf's Höchste gespannt hatte. Wie schnell ist das luftige Lügengebäude zusammengestürzt, und welch' ein Abstand zwischen den hochtönenden Proclamationen vom 1. December und der Mittheilnng von der nicht zu verheimlichenden Wiederbesetzung Orleans durch die Deutschen! Nach den Ereignissen vor Orleans erscheint die Hoffnung auf eine baldige Capitulation von Paris gerechtfertigt, weil die Voraussetzung, auf welche hin man sich zu der Vertheidigung der Hauptstadt entschlossen hatte, hinfällig geworden ist Ein Entsatz von Paris ist jetzt eine Unmöglichkeit geworden; denn es existirl gegenwärtig keine französische Armee, die im Stande wäre, das Feld zu halten, geschweige denn irgend eine aggressive Unternehmung auszuführen. Paris ist sich selbst überlassen, und wird sich der furchtbarsten Katastrophe nur durch Ergebung entziehen können. Dann aber, so scheint es, wird die Republik ihre Rolle ausgespielt haben. Denn sie hat eben nicht geleistet, wozu sie sich anheischig gemacht hat. An Anstrengungen hat sie es nicht fehlen lassen; aber alle Anstrengungen sind vergeblich gewesen. Ihr militärischer Bankerott ist so vollständig, wie der des KaiserthumS, und die materiellen Opfer, die sie dem Lande auferlkgt hat, die Zerrüttung, welcher sie die französische Gesellschaft preisgegeben hat, übersteigen bet Weitem das Maß dessen, womit das Kaiserthum Frankreich belastet hat. Die Republik wird sehr bald auf dem Punkte angekommen sein, wo sie sich zu dem Geständn ß bequemen muß, daß sie nicht im Stande sei, den Krieg weiter fortzusühren. Werden die Franzosen ihr das Unheil verzeihen, welches sie über das Land gebracht hat? Wir bezweifeln es. Man hat daher alle Ursache, mit Spannung aus die weitere Entwickelung der Dinge in Frankreich zu blicken, namentlich alD Symptome einer neuen Parteibildung und Parteigruppirung, die bald genug hervortreten werten, mit der größten Aufmerksamkeit zu verfolgen. Damit die Pocken - Epidemie sich unter den französischen Kriegsgefangenen nicht verbreite und das Contagium von ihnen nicht weiter getragen werde, ist an- 13. December 187G. geordnet worden, daß die Kriegsgefangenen insgesammt geimpft oder wieder geimpft werden. — Dem Kriegs-Ministerium ist es im Interesse statistischer Ermit- telung wünschenSwerth erschienen, Feststellungen darüber zu gewinnen, wie viele der französischen Kriegsgefangenen lesen und schreiben können. Das Ergebniß der Ermittelungen soll in einfachen Zahlenangaben dem allgemeinen KriegSdepartement des Ministeriums zugehen. — Die Finanzen der Stadt Berlin werden für nächstes Jahr nicht eben günstig abschließen, vielmehr eine Million Deficit ergeben, so daß die städtische Einkommensteuer im Jahre voll und ganz wird erhoben werden müssen. Es ist ein nicht sehr ausreichender Trost, daß bei einer anderen Wendung des Krieges größere Opfer zu onngen gewesen wären. — Die in Frankreich erbeuteten wichtigeren Gegenstände werden, so weit sie sich dazu eignen, in Berlin aufbcwahrt werden. Von den durch die Friedensschlüsse des Jahres 1866 für Preußen von Bayern u. s. w. in Anspruch genommenen Kunstwerken bat bis jetzt auch noch nichts verlautet, obschon anzunehmen ist, daß die wichtige Angelegenheit nicht in Vergessenheit kommen wird. Durch die bei der Landwehr gegenwärtiig zur Ausführung gebrachte Verstärkung der Regimenter ist der Armee abermals ein neues Truppencontingent von 25,000 Mann zur Reserve gestellt worden. Das österreichische Handelsministerium hat sich an das bayerische Handelsministerium mit der Bitte gewendet, daß das letztere für die schleunigste Zurücksendung der österreichischen Eisenbahnwagen Sorge tragen möchte. Das bayerische Handelsministerium erwiderte, daß die ganze Angelegenheit zu den Agenden der Kriegsverwaltung gehöre und das Kriegsbedürfniß leider diesen unangenehmen Zustand veranlaßt habe. Kriegsnachrichten. lieber die Bedeutung der Einnahme von NoUtN schreibt der Staats-Anzeiger: ..Rouen, die über 100,000 Einwohner zählende Hauptstadt des Departements Seine-Införieure, ist am 6. December vom rheinischen Corps unter General o. Goeben besetzt worden. Abgesehen von der Bedeutung dieser Provincial- Hauptstadt überhaupt, liegt in diesem weiteren Vorgehen deutscher Heerestheile bis in die Nähe der Seinemündung, des Kriegshafens le Havre und des Atlantischen Oceans ein neuer moralischer Erfolg, der sich über die ganzen nördlichen Departements Frankreichs erstreckt und diese, nunmehr völlig von den übrigen Theilen des Landes isolirt. In militärischer Beziehung wird die Reorganisation Der geschlagenen Nordarmee durch die Besetzung der Hauptstadt jener Distrikte nahezu unmöglich, die weitere Aufbietung geordneter Streitkräfte in diesen Gegen- Den unausführbar gemacht. Strategisch fällt in Rouen der fast wichtigste Punct Des Nordens in die Hand dcr Deutschen, der Knotenpunct zweier Bahnen, die zur See — nach le Havre und Dieppe — und einer, die nach dem Innern, nach Paris, führen, so daß durch die Besetzung dieses Vorortes der Normandie Die weitere Zufuhr von Hülfsmitteln zur Fortsetzung des Krieges von der See aus von dieser Seite wohl als zur Zeit vereitelt anzusehen sein dürfte; endlich ist auch die Seine-Schifffahrt vorläufig als unterbrochen zu betrachten. Rouen liegt auf dem rechten Ufer der Seine, welcher hier die Aubette und der Robec zufließen, am Fuße von 4—500 Fuß hohen Hügeln. Von Paris etwa 19 Meilen nordwestlich und 12 Meilen östlich le Havre gelegen, ist Rouen Sitz eines ErzbischofcS, dem die Bischöfe zu Bayeux, Evreuz, S6ez und Coutances unterstellt sind; die Stadt enthält die obersten Civil-, Gerichts- und Militärbehörden, -ine große Zahl von WohlthätigkeitS-Anstalten, höheren Schulen, wissenschaftlichen und Kunstanstalten, unter denen die Bibliothek mit 111,000 Bänden und 2960 Handschriften, die Museen für Kunst und Alterthümer und der botanische Garten nennenswerth sind. Die Stadt war bisher Sitz ter 2. Militär-Division (für die Departements Seine - Ins^rieure, Orne, Calvados, Eure) des ersten Armeecorps (Paris), der 3. Legion der Gendarmerie, 4 solcher Brigaden zu Fuß und deren 2 zu Pferde; außerdem aber ist es in maritimer Beziehung Hauptquartier des SouS-ArrondissementS Havre. Als Handelsstadt war Rouen von je von wesentlicher Bedeutung, was dadurch genügend bewiesen wird, daß fast alle europäischen und viele Staaten selbst anderer Weltthcile durch Consuln daselbst vertreten sind. Rouen ist der Mittelpunct der französischen Baumwollenproduction: 1,800,000 Spindeln arbeiten in der Stadt und Deren nächster Umgebung, und vor der großen Baumwollenkrisis wurden jährlich 30 Millionen Kilogramms in Umsatz gebracht, die 150—200,000 Menschen, größtentheilS vom platten Lande, beschäftigten. Der Hafen von Rouen hat den bemerkenSwerthen Vorzug, daß die Flut in demselben höher steigt und länger währt wie in vielen anderen Hafenorten, ein Resultat, das mit der Anlage des Seine-ConalS in direkter Verbindung steht; jährlich verkehren im Hafen zu Rouen etwa 3000 Fahrzeuge mit 600,000 Tonnen Gehalt, von denen durchschnittlich 230,000 Tonnen auf den Handel mit England kommen. In früherer Zeit wurde Rouen die „Stadt der alten Straßen" genannt; heute ist der Charakter derselben schon ein wesentlich veränderter, nichts desto weniger ist es noch reich an alten Bauwerken. Der Ueberblick über die Stadt mit den sie umgebenden Villa's, dem Seineflusse, den Quais, ihren weit ausgedehnten Vorstädten und doch engen Straßen ist selbst heute noch ein immerhin charakteristischer. Bis zum Jahre 1789 besaß Rouen 37 Kirchen, von Denen zur Zeit noch 14 Dem Cultus geweiht sind: Die nennenswcrtheste derselben ist die Notre-Dame, 1200 zerstört, 1477 wieder vollendet. Von den übrigen Hauptgebäuden der Stadt sind der erzbischöfliche Pallast, das Rathhaus, das Palais De Iustice, sowie mehrere Hospitäler zu erwähnen. Rouen ist reich an öffentlichen Promenaden: die Stadt hat 6 Boulevards, 431 Straßen, 36 Plätze und 3 Brücken, von denen Vie eine steinern, die zweite eine Hängebrücke, die dritte soeben erst vollendet ist. Besonders reich ist die Stadt an Springbrunnen, deren sie 36 zählt, nicht minder an Denkmälern, unter denen die Kaiser Napoleon'ö I., Corneille's und Boieldieu's zu nennen sind, und das Standbild der Ieanne d'Arc, welche 1431 zu Rouen verbrannt wurde." Ein drolliges Ende französischer Kaperlust beschreibt der Steuermann C. Klein in einem Briefe an seine in Stralsund wohnenden Eltern folgender Weise: Fayal auf den Azoren (Ende October), an Bord der preußischen Bark „Rosa Boettcher, Capitän H. Schultz. Vor etwa 14 Tagen kam die Bremer Bark „Schiller" von der Westküste Amerika'» vor dem Hafen an der Quarantaine an, um Pro- viant einzunehmen. Sie wußte vom Kriege nichts, hatte ein Boot ausgesetzt und fuhr zu der im hiesigen Hafen liegenden preußischen KriegScorvette „Arcona". Der Commandant setzte sie von dem Kriege in Kenntniß und wies sie an, so schnell wie möglich umzudrehen und die Bark dicht am Lande zu halten. Er wollte dann die Bark anmclden und sie in den Hafen einholen. Aber im Hafen lag eine französische Fregatte, die von der Bark „Schiller" Wind bekommen halte. Ehe die „Arcona" auslaufen konnte, hatte der Franzose sich schon aufgemacht und die Bark gekapert. Jedoch unrecht Gut gedeihet nicht! Uns traten dieThränen in die Augen, als Deutschlands Flagge an Bord der Bark niederging. Wir knirschten mit den Zähnen und ballten die Fäuste, aber was sollten wir thun? Da kam es plötzlich anders. Der Franzose hatte die Gesetze der Neutralität verletzt und Vie Bark innerhalb Vrei Seemeilen vom Lanve genommen. Darum mußte er sie wiever frei geben und bald wehte unsere liebe Flagge wieder vom -Maste. Damit aber noch nicht genug. Der „Schiller" kam aus fieberkranken Häfen und mußte Quarantaine für 10 Tage halten. Das Zeichen dafür ist eine gelbe Flagge am Vortopp. Weil nun der Franzose auf dem „Schiller" gewesen war, durfte auch er in gleicher Frist nicht wieder an Land. Hurrah, hurrah! schrie es auf allen deutschen Schiffen, als die gelbe Flagge auch an Bord des Franzosen sichtbar wurde, hurrah, hurrah, Deutschland, das liebe, theure Vaterland hoch und tausendmal hoch! Darmstadt, 9. December. Den Verträgen über den Eintritt Hessens in den Deutschen Bund ist ein Separatprotocoll vom 15. Nov. 1870 beigefügt, durch welches eine vorläufige Vereinbarung bezüglich der Militärverhaltnisse des Groß- herzogtbums getroffen wird. Dasselbe lautet: „Nachdem durch das heut unterzeichnete Protokoll über die Feststellung Der Verfassung des Deutschen Bundes vereinbart worden ist, daß die Gemeinschaft der Ausgaben für das Landheer erst mit dem 1. Jan. 1872 beginnen soll, ist von dem unterzeichneten Bevollmächtigten des Norddeutschen Bundes und Hessens anerkannt worden, daß die Mllitärverhältniffe des Großherzogthums während des JabreS 1871 in dem gegenwärtigen, durch die Militärconvention vom 7. April 1867 begründeten Zustande zu verbleiben haben. Vom 1. Januar 1872 ab tritt das gesammte hessische Contingent in den Etat und in die Verwaltung des Bundes- Heeres, und es werden zur Vereinbarung der hierdurch bedingten Anänderungen ver gedachten Convention im Laufe des Jahres 1871 Verhandlungen stattfinden, H welchen der Gesichtspunkt leitend sein wird, daß die hessische Division als ein geschlossener Truppenkörper zu erhalten, ihre Formation aber den für das Bundesheer geltenden allgemeinen Normen anzupassen ist. Was insbesondere die Festung Mainz anlangt, so war man darin einverstanden, daß die Rechte und Pflichten Preußens aus ver Bestimmung unter Nr. 8 VeS Schlußprotocolls zu dem Friedens- vertrag vom 3. Sept. 1866 auf den Bund übergehen." Darmstadt, io. December. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Sich gnädigst bewogen gefunden, unterm 25. August l. I. in Allerhöchster Anerkennung der opferwilligen Hingebung, welche sich bei der Pflege und dem Transporte verwundeter und kranker Krieger im Verlaufe des gegenwärtigen Kriegs überall im Großherzogthum in so rühmlicher Weise bewährt, einen Orden mit der Benennung Militär-Sanitäts-Kreuz zu stiften. Dieser Orden, von nur einer Classe, besteht aus einem zwölfspitzigen Kreuze von vergoldeter Bronce, dessen vier Felder auf der Vorderseite die Worte „Für Pflege der Soldaten 1870" auf der Rückseite die Jahreszahl und den Tag Der Stiftung „den 25. August 1870", auf dem Mittelschild ein L mit der Krone in erhabener gotbischer Schrift enthalten. Er wird an einem ponceaurothen Bande mit schmaler silberner Einfassung auf der linken Brust getragen und solchen Personen jeden Standes und Geschlechts verliehen, welche sich durch verdienstliche Leistungen im Sanitätswesen überhaupt, insbesondere aber bei der Pflege und dem Transporte verwundeter und kranker Krieger ausgezeichnet haben. Weiter haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog geruht, um Aller- höchst Ihrer Armee - Division für die auch im gegenwärtigen Kriege bewiesene Tapferkeit und Ausdauer Die Allerhöchste Anerkennung zu bethätigen, unterm 12. September l. I. einen neuen Orden zu stiften, welcher aus einer Classe besteht und den Namen Militär-Verdienst-Kreuz führt. Dieser Orden, zur Belohnung derjenigen M-litärpersonen bestimmt, welche sich vor dem Feinde durch besondere Einsicht, Tapferkeit und Geistesgegenwart ausgezeichnet haben, besteht aus einem Kreuze von vergoldeter Bronce. Die Vorderseite Der vier Durch einen Lorbeerkranz verbundenen Felder enthält Die Worte „Gott, Ehre, Vaterland", die Rückseite Die Jahreszahl UND Den Tag Der Stiftung „Den 12. September 1870". Auf dem Mittelschilde beider Seiten befindet sich ein L mit der Krone. Das Kreuz wird an einem hellblauen Bande mit ponceaurother Einfassung auf Der linken Brust getragen. Berlin, 7. Dec. Der Musketier Philipp Scherer von Der 6. Compagnie des 1. Hessischen Jnfanterie-Regiments Nr. 81 gehört zu Den beDauernswürDlgsten Opfern des gegenwärtigen Krieges, Da ihm ein Schuß durch beide Augenhöhlen Die Sehkraft geraubt hat. Der vollständig Erblindete wurde gestern in entsprechender Begleitung nach seiner Heimath Marburg in Hessen befördert. Berlin, 10. Dec. Reichstag. Abendsitzung. Das Gesetz, betreffend Die Verfassungsänderungen durch Einfügung Der Worte „Reich unD Kaiser" wird in dritter Lesung mit 188 gegen 6 Stimmen angenommen. (Dagegen Fritzsche, Hasenclever, Liebknecht, Mende, Schweitzer, Bebel.) Darauf wird Lasker's Adresse an den König angenommen. (Dagegen die Socialdemokraten.) Zur Ueber- reichung der Adresse wird eine Deputation von 30 Mitgliedern erloost, darunter auch Rothschild und Rabenau (Oberhessen). Minister Delbrück verkündet darauf Die Schließung des Reichstags. Berlin. In die stark angewachsene Collection wortbrüchiger französischer Offiziere haben wird heut eine neue Nummer einzufügen. Von Dm in Neuwied internsten kriegsgefangenen Offizieren ist Der Capitän Changer heimlich entflohen. Er hat seinen Koffer mitgenommen, dagegen sein gegebenes Ehrenwort und seinen Knebelbart zurückgelassen. Der hinter dem Ehrenmanne erlassene Steckbrief giebt schlaffe Körperhaltung und bleiche Gesichtsfarbe als Erkennungsmerkmale an. Dhorn, 5. Dec. In Der Stadt circulirt seit ein paar Tagen ein auf die diesigen französischen Gefangenen bezügliches Gerücht, das Beachtung verdient. Das Thatsächiiche ist, so weit die „Danz. Ztg." dasselbe hat in Erfahrung brin- gen können, Folgendes: Der Achtsamkeit der betreffenden Militärbehörde ist eS gelungen, einer Verabredung der Besagten auf die Spur zu kommen, welche auf einen Durchbruch aus einem hiesigen Fort und eine Flucht über Die Grenze nach Polen abzielte. In Folge dieser Entdeckung sind Die Ueberwachungsmaßnahmen für Die Gefangenen verschärft worden. Kaiserslautern, 5. Dec. Um Der Durch Die KriegSereigniffe schwer heim- gesuchten Pfalz unter Die Arme zu greifen, steuerten NorDDeutschlanDS Städte aus dem GemeinDebeutel zusammen. Es wurde eine ziemlich bedeutende Summe zusammengebracht, über Deren Vertheilung heute ein Comite berieth. Die Theil- nähme des RegicrungSpräsiDenten Der Pfalz stanD bei Der Sitzung in Aussicht, Der Erwartete erschien jedoch nicht. Trotzdem wurde die Vertheilung vorgenommen. Man erkannte 41 Gemeinden als hülfsbedürftig an und bewilligte für dieselben im Ganzen 26,000 fl., welcher Betrag vorzugsweise zum Frühjahr bei der Bestellung der Felder, zum Theil auch sofort gezahlt werden soll, je nachdem sich dazu ein Bedürfniß einstellen wird. — In der Pfalz sind, nachdem kaum die Rinderpest überwunden ist, Die Blattern ausgebrochen. Wien, 6. Dec. Eine Säbclaffaire in groteskem Style hat Sonntag Abend in der Josefstävter Reiterkaserne gespielt zwischen den dort logirenden Mannschaften der beiden Regimenter, dS seit lange wie zwei feindliche Brüder auf Leben und Tod sich bassen — das 7. Ulanen- und Vas Vitto Husarenregiment. Unter Ven vielfachen früheren Excessen, welche diese Todfeindschaft provocirt hat, w-rd man sich noch des blutigen Scharmützels erinnern, Das vor zwei Jahren in der Cantine der Kaserne vorkam. Das Gefecht vom Sonntag scheint noch viel bedrohlicher gewesen zu sein. An diesem Tage befand sich — wie Die „Presse" Den Hergang erzählt — eine größere Zahl von jedem Regiments in Der Cantine Der Kaserne und zechte daselbst. Balv kam es zu gegenseitigen Sticheleien und schließlich Tätlichkeiten, welchen aber durch eine eiligst herbeigeholte Patrouille des ebenfalls in Der Reiterkaserne liegenden Artillerieregiments ein baldiges Ende gemacht wurde. Kurz darauf, etwa um */29 Uhr, verließen sowohl die Ulanen als auch die Husaren das Wirthshaus und begaben sich anscheinend ruhig nach ihren betreffenden Gebäudetracten. Wenige Minuten später erscholl in beiden Kasernenflügeln ein wüstes Hurrahgeschrei, und als Die Artillenewache, Dadurch allarmirt, aus Der Wachtstube eilte, sah sie, wie vom Husarcntracte sowohl als von Dem Der Ulanen Die SolDaten, beiläufig zwei Escadronen stark, mit blanken Lanzen unD Säbeln in den Hof unD aufeinanDer zustürzten, unD ehe nur an ein Einschreiten zu Denken war, sich in ein erbittertes Gefecht verwickelten. NiemanD konnte sich an Die KämpfenDen heranwagen; schon lagen mehrere derselben ver- wunDet auf Dem BoDen und noch war kein Ende des Kampfes abzusehen. Da faßte der commandirende Artillerieoffizier einen glücklichen Entschluß: Er ließ fofort Das Allarmsignal zum Bespannen und Auffahren der Kanonen geben, und dies wirkte. Ehe Der Befehl noch ausgeführt war, stoben die Kämpfenden nach allen Seiten auseinander. Dabei pafsirte es, daß ein verwundeter Ulane stürzte, und dieser wurde von einem ihm folgenden Hujarcn mit Dem Säbel geraDezu zerstückelt. Im Ganzen blieben zwei Ulanen toDt auf Dem Platze, vier Ulanen unD vier Husaren mußten schwer, zum Theile sogar töDtlich verwunDet, ins Spital geschafft werden. Die Zahl Der Leichtverletzten konnte noch nicht eruirt tverDen, weil Jeder seine Verwundung sorgfältig zu verbergen bemüht ist. Brüssel, 8. Decbr.. Der Ccknstitutionell vom 4. Dec. veröffentlicht folgendes Telegramm: Marseille, 2. Dec. Nachrichten des Büreau Havas aus Japan d. d. 15. Oct. besagen, Die preußische unD französische EscaDre in Den dortigen Gewässern habe im September Die Vereinbarung getroffen, daß kein aus einem japanischen Hafen auslaufenDeS Kriegsschiff vor 24 Stunden verfolgt werden dürfe. Als aber der Steamer „Rhein" auslief, wurde er von Der französischen Eorvette „Linois" verfolgt, worauf ersterer in Den Hafen zurückkehrte und sich beschwerte. Der preußische Minister begab sich darauf nach IeDdo, bedrohte die Stadt mit einem Bombardement und verlangte, daß die vorher erwähnte Sep- tember-Vereinbarung auch auf Handelsschiffe ausgedehnt werden solle. Dagegen protestirte der Admiral Duperrs und rieth es darauf ankommen zu lassen, ob Der preußische MinisterresiDent seine Drohungen auszuführen in Der Lage sein würde. Das diplomatische Corps soll Die Action des deutschen Geschäftsträgers miß- billigt haben. Turin, 8. Dec. Der König von Spanien und Die spanische Deputation sind hier eingetroffen; letztere ward von Der Königin Maria Viktoria empfangen. König Amedeo bleibt EhrenaDmiral Der italienischen Flotte. (Allg. Z.) Florenz, 8. Dec. Der König empfing Den Cortespräsidenten Ruiz Zorilla in Privataudienz, er constatirte Den lebhaften Antheil des GesanDten Montemar an Den Unterhandlungen über Die Krone unD empfahl mit tiefer Rührung seinen Sohn Dem noblen und ritterlichen Gefühle Der spanischen Nation. Zorilla antwortete: sie werde Vas ihr anvertraute Pfand eifersüchtig hüten. König Amedeo will bis Weihnachten in Madrid eintreffen. (Allg. Z.) Madrid, 7. Decbr. Die „Opinion nationale" enthält gerücht-weise die Nachricht, daß Morel beabsichtige, eine zwanzigmonatliche Suspension Der Zinsen Der „Delle Interieure“ im Einvernehmen mit Den Rentenbesitzern Der vornehmsten Elasse unD Der Zinsen Der Tabakshypotheksanleihe, sowie schließlich eine Reduktion des Budgets Der Geistlichkeit um ein Viertel zu beantragen. Telegraphische Depeschen. + Berlin, 9. Dec. Im weiteren Verlaufe Der heutigen Sitzung Des Reichstages wurDe Die auf Der TageSorDnung befinDliche Dritte Lesung Der Bundesver- träge vorgenommen. Die Vertrage mit BaDen unD Hessen werDen mit allen gegen Die Stimmen Der SocialDemokraten und Die WieganD's angenommen. Der Ver- trag mit Württemberg wirD ebenfalls angenommen. Der Vertrag mit Bayern unD Das Schlußprotocoll werden einzeln und hierauf in namentlicher Abstimmung im Ganzen mit 195 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten etwa 40 Abgeordnete, zumeist der Fortschrittspartei unD Den Social-Demokraten angchörend. △ London, 11. Dec. Die „Times" enthalten eine Depesche aus Versailles vom 8. Dec., wonach General Moltke Der Pariser Regierung brieflich freistellte, einen Generalstabsoffizier zur thatsächlichen Kenntnißnahme Der Ereignisse an Der Loire herauSzusende>. General Trochu lehnte das Anerbieten ab. △ Tours, 10. Dec. Die Regierung beschloß, morgen nach Bordeaux zu General von Manteuffel meldet, daß Dieppe von Truppen ^siedeln. Gambetta will bei der Loire-Armee ble.ben. Cremieux, Glais-Bizoin, fp;npr 9 " p q / 7 c Fourichon wollen ohne Zustimmung der Pariser Regierung keine Regierungsacte 'C 011 ’ ' Abends besetzt worden fei. Ein Theil der 3. Felveisenbahn - ferner unterzeichnen. Abtheilung nebst 50 Mann Infanterie sind in Ham überfallen und den 11. Deeember. Corps trafen am 9. bei Montlivaull in feindliche Division, 92% Oberhessen 67 95V4 Amerik. Spanier, neuest. 3% 30 1864r Der Marineminister hat Positionsgeschütze hierher gesammten Einwohnerschaft Braunschweiger 163/. Stadt Madrid *21% Börsennaclirichten. 10. Deeember 1870. Abtheilungen des 9. Armee- der Nähe von Blois auf eine n 41/2% 1jährige 91 Vs „ 40/o % jährige 85 V4 Würtemb. 4'/2% Obi. 90% Baden 4i/z«/g Obi. c. E. L. 91% Oesterr. Silberrente 533 4 „ Papierrente 45% Actien, Oest. Creditact. 2301/2 5% östr. F. St. E. B. 369% Lombard. Bahn 174% Ludwigsh.-Bexbach 163% Maxbahn 107% Bayer. Ostbahn 124 Hess. Ludwigsb.-Act. 135% Alsenzbahn-Actien 86 steuerf. — 1881r 96% 1882r 941/2 1885r 93% 1887r 933/4 50/0 M. . Bonds zur wirksameren Vertheidigung Panzerbatterien und dirigiren lassen. Ein Decret über die Bewaffnung der wird stürmisch begehrt. Gießen, 12. Dee. Einem hier heute angekommenen, vom 6. d. M. (also nach der Schlacht bei Orleans geschrieben) datirten Briefe eines Offiziers vom 2. Hess. Inf.-Regiment zufolge, hat Letzteres bis dahin keine Verluste gehabt. Actien. Frankf. Bank 131% Frankf. Vereins-Kasse 101% Darmst Bankact. 321 Wien Bankactien 702 Galizien 232% Versailles, Officielle militärische Nachrichten. Versailles, 10. Dec. Nach den Kämpfen der letzten Tage sollte den an der Loire befindlichen Truppen für den 10. Ruhe gewährt werden. Der Feind versuchte jedoch am Morgen mit starken Kräften die Offensive wieder zu ergreifen, wurde aber in einem bis zum Abende währenden, vorzugsweise durch Artillerie geführten Gefechte zurückgewiesen. Diesseitige Verluste sehr unbedeutend; einige hundert Gefangene sind in unseren Händen. A Tours, 10. Dec. Steenackers hat regelmäßige Dampferverbindungen zwischen Bordeaux und England und Bordeaux und Havre organifirt. Außer Gambetta sind sämmtliche Minister nach Bordeaux gegangen. Nach Toulon wurde Befehl gegeben, alle disponiblen Kriegsschiffe nach Bordeaux zu schicken. Fourichon wird nächstens noch Cherbourg gehen. Lille, 9. Deeember. Die telegraphische Verbindung mit Havre ist wieder hergeftellt. A Brüssel, 10. Dec. Wie die „Pall Mall Gazette" mittheilt, hängt die Kündigung der Neutralität Luxemburgs mit den Verhandlungen zwischen Preußen und dem Könige von Holland über den Verkauf des Großherzogthums zusammen. Das Blatt erinnert daran, daß Luxemburg im Jahre 1815 nur als Compensation für ehemals deutsche Domänen an das Haus Oranien überlassen wurde. A Brüssel, 11. Dec. Die „Ind. belge" bringt eine osficiöse Eorrespondenz au- dem königlichen Hauptquartier, welche aus unwiderlegbarer Quelle versichert, Preußen werde mit dem gegenwärtigen Gouvernement auf keinerlei, wie immer ■ „ 40/0 „ » 3%% Bayer. 5°/o aufgehoben worden. v. Podbielsky. geartete Verhandlungen mehr eingehen, weil und so lange diese Regierung fortfährt, wortbrüchigen Offizieren Stellen in der Armee anzuvertrauen. A Havre, 7. Dec. Die Verwaltungsbehörden haben Maßregeln getroffen, um die Bevölkerung des ganzen Arrondissements nebst ihrem Viehstande und ihren Getreidevorräthen am hiesigen Platze zu concentriren. ~ ~ Preuss. 4% °0 Oblig. 91 % Frankf. 3%% Obi. 79 Nass. 4%oo Obi. 91% Kurhess. 4% „ 82% Gr. Hess. 5% Obi. — Geldsorteu. Pr. Cassen-Sch. 1 45 Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Pr.Friedrdor 9 58%—59'/2 Pistolen . . 9 47 — 49 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. lOSt. 9 54—56 Ducaten . . 5 37—39 20 Frankenst. 9 32% Engi. Sover. 11 56—12. Russ. Imper. 9 48—50 Dollar in Gold 2 27—28 deren Angriff entschieden abgeschlagen wurde. Der linke Flügel des Corps warf den Feind aus Chambord, wobei ein hessisches Bataillon 5 Geschütze erbeutete. Das 3. Armee-Corps verfolgte am 8. den bei Nevoy geworfenen Feind bis über Briare hinaus. von Podbielsky. „ 109 Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 55% 3°/o öst. s. Lombard 46% 3% Livorneser 31 % 5% Toscaner 49% 5°/o Elisabeth.-Prior. 77 do. II. Emiss. 75% A nlehensloose. Kurh. 40 Tblr. Loose — Nassau 25 fl. 39 40/0 bayr. Präm.-Anl. 106% Ansbacher 7 fl. 11% 4% badische Loose 105% Badische fl. 35 Loose 58 Oestr. fl. 250 v. 1839 — 1858r Prioritätsloose 158% 1860r Loose 76 WecliseL Amsterdam k. S. 100% Augsburg k. S. 99% Berlin k. S. 1O4‘%6 Bremen k. S. 97 Cöln k. S. 104% Hamburg k. S. 88% Leipzig k. S. 10413% London k. S. 119% Lyon k. S. - Paris k. S. — Wien k. 8. 96% ditto m. S. — ditto 1. 8. — Disconto 40/o G. ANgem einer A n z e i g e r. Besondere Bekanntmachungen. Oeffeutliche Aufforderung. 6126) Nachdem der Kaufmann Heinrich Weidig I. dahier (Inhaber einer Tabak-, Cigarren- und Spezereiwaaren- Handlung) mit der Majorität seiner gerichts- bekannten Gläubiger ein Arrangement abgeschlossen hat, dessen Einsicht den Interessenten in der Registratur des unterzeichneten Gerichtes freisteht, werden etwaige unbekannte Gläubiger desselben, — sowohl Privat- als Geschäfts-Gläubiger —, aufgefordert, ihre Forderungen binnen 14 Tagen hier anzuzeigen und etwaige Einwendungen gegen das Arrangement hier vorzubringen, widrigenfalls lediglich nach Lage der Akten verfügt, das Arrangement auch nach Befund bestätigt werden würde. Gießen, den 7. Deeember 1870. Grobherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Scriba, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 6027) Diejenigen hiesigen Einwohner, welche im Laufe des Jahres Hunde an- oder abgeschafft haben, werden hiermit benachrichtigt, daß die desfallsigen Declarationen bis zum 31. Deeember d. I. auf unserem Büreau schriftlich oder mündlich abgegeben werden müssen, wenn solche bei Aufstellung der Hundesteuerliste für 1871 Berücksichtigung finden sollen. Gießen, den 2. Dec. 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. LZ ge«. 6132) Mittwoch den 14. Deeember, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Wohnung des Casernenwär- ters Büttner in der Jnfanteriecaserne dahier die zum Nachlaß des verstorbenen Großherzoglichen Lieutenants Hartmann I. gehörigen Mobilien, bestehend in einem vollständigen Bett mit eherner Bettstelle, 1 Schreibsecretär, 1 Sopha, 1 Commode, 1 Wasch- und 1 Blumentisch, 6 Stühlen, 1 Klappsessel, 1 Spiegel, Vorhängen, Uniformsstücken, Civilkleidern, 1 silberne Taschenuhr und sonstigen Gegenständen, öffentlich gegen gleich baarc Zahlung versteigert. Gießen, den 12. December 1870. Der Erbschaftscurator M. Pilger. Holzversteiqerunq. 6050) Im Licher Stadtwalde, District Großehäuserberg, kommen den 14. und 15. d- Mts. nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: Mittwoch den 14. December: 60 Fichten-, Elsbeer-, Linden- u. Fichten- Stä-nme von 6 bis 25 Zoll Durchmesser und 15 bis 50 Fuß Länge, 300 Buchen- und Eichen - Wagnerstangen, 20 Stecken Eichen-Werkholz. Donnerstag den 15. December: 230 Stecken Buchen-, Eichen-, Weichholz- Prügel, 125 Stecken desgl. Stockholz, 10480 Wellen. Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Häusergericht. Lich, den 5. December 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Helm. KeilgKvotsttes. Gutta-Percha-Firniß, pr. Topf 18 fr., bei Nässe oder Schnee alles Schuhwerk wasserdicht zu machen, M. Lejeune's Frostballenseife, ä 12fr., Accht englisches Gichtpapier, ä 9 fr., Gicht-Watte, ä 14 und 27 fr, Wieler's Gicht- und RheumatiSmus- Wafser, ä 54 fr., Aechtes Klettenwnrzel-Oel, ä 27 fr., Mittel, den Haarwuchs zu befördern und das Ausfallen der Haare zu verhindern, Glycerin, ä 18 fr., bewährt für spröde und aufgesprungene Haut, Weißen flüssigen Leim, ä 14 u. 18 fr., Fleckenwasser, ä 8, 18 und 20 fr., Wiener Putzpulver, ä 4 und 7 fr., (6131) empfiehlt Carl Frech. Mumilmtüms-Mmpchkn (6055) bei Willi. Schmall. 6025) Feinstes Blüthenmehl bei K. Wallenfels, Wettergasse. 6130) Nahmkäse, mit und ohne Sta- niol verpackt, sowie Bückinge zum Roh- essen, sind wieder eingetroffen bei ______________I. A. Busch Söhne. Kalt flüssigen Leim, Mastix, zum Kitten für Porzellan, Glas, Marmor, Alabaster, Meerschaum, Bernstein; zum Leimen für Holz, Korf, Tuch und Leder pr. Glas 12 fr., bei Ernst Hermes, (6057)_____________________Materialist. 6121) Der Lahrcr Hinkende Bote, Hausfreund, Gustav-Adolfs- und Landkalender pro 1871 sind vorräthig bei A. Balser. 6109) Zu Weihnachtsgeschenken sich eignend, empfehle ich eine reiche Auswahl von Blousen, Kragen, Aermeln, Manschetten, Schürzen, Caputzen, Kragen, Seetenwärmern, Echarpv, Cachenez, Barben, Handschuhen, Blumen, Federn, Hutstoffen, sowie fertigen Hüten für Damen, Mädchen und Knaben, und sonstigen Artikeln zu sehr billig herabgesetzten Preisen bestens H. Heß, Lit. A. Nr. 64. Wcihnachts - Anssttllnilg. 6082) Dem geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine Aufstellung eröffnet habe und bitte um geneigten Zuspruch. — Zugleich empfehle ich Blüthenmehl, das Pfund zu 10 fr., Q V V V V V u V Fr. Wilh. Hartmann, Conditorei und Bäckerei (Neustadt.) 4981) Wegen Pelzwaaren wende man sich gefälligst an Unterzeichneten. Größte Auswahl jeder gangbaren Sorte, als: Muffe, Boas, Pelzkragen, Pulswärmer, Pelzröcke, Pelzstiefel, Fußfacke, Fuß- und Reisedecken rc. 2c., beste Qualität, reelle Behandlung und billigste Preise zusichernd. Darmstadt. Georg Graeff, am Markt. 6134) Aechte Wiener Meerschaum - Cigarrenspitzen, Cigarrenetuis und Portemonnaies in reichster, schönster Auswahl empfiehlt Georg Dörr, Cigarrenhandlung, Kirchenplatz. Der Labrer Hinkende Bore in trefflicher Darstellung der neuesten Kriegsereignisse und reichen Illustrationen nebst vollständiger Kriegskarte mit den Plänen von Metz und Paris ist ersckienen und zu haben bei Wilhelm Klee, Marktstraßc. Wicderverkäufer erhalten Rabatt. (6105) | Zuvuckgefetzt für WeihnMebts- Gescherike: Gestreifte Seidenstoffe, circa 300 Kleider, ä fl. 18, fl. 20, fl. 22 und fl. 24 das Kleid, sowie alle sonstigen Seidenstoffe in großer Auswahl, Sammet zu Paletots, zu ungewöhnlich billigen Preisen. Seidenwaarenhandlnng von Theodor Beer, Neue Krame Nr. 32 in Frankfurt a. M. 6068) Die unter dem Hefigen eröffnete Weihnachts-Ausstellung von ,K ö r f TO e n 5 e [ empfiehlt in reicher Auswahl: Kragen, Scelonwärmer, Kaputzen, Baschliks, Herrntücher, Shawls, Damenröcke, Kinderkleidehen, - Röckchen, -Jäckchen und Gamaschen; Flanellhemdcn, Unterjacken, Unterhosen, Socken, Gla^e- und Winterhandschuhe; Weißwaaren,-Taschentücher, Hosenträger, Binden, Brochen und Ohrringe. Die in G i e ß e n 6133) Ferlier'sche empfit hlt zu F e st g e s ch e n f c n ein ausgiwählles Weih- nachtslagcr der deutschen Classiker mit und ohne Illustrationen in «leganten, daiurhasten Cinbändtn von den billigsten Ausgaben an, Werke der frönen Literatur, Geschichte, Geographie, Literaturgeschichte, Aestbctik, Kunstgeschichte, Natur- wiffenschasten; Jugendschriften und Bilderbücher für Knaben und Mädchen: Mahrchen und Sagen, Lebensbeschreibungen hervorragender Männer und Frauen, Darstellungen aus alter, neurer und neuster Geschichte, Länder- und Bölkerknnde, Reisebeschreibnngen und Ro binfonnaden, Atlanten, Karten und Globen. Ferner reich illustrirte Prachtwerke, Stahl- und Kupferstiche, Lithographien, Oeldruckbilder in vollständiger Auswahl. — Alle von andern Buchhandlungen angezeigten Bücher und Kunstwerke werden noch rechtzeitig vor Weihnachten geliefert, auswärtige Bestel lungen werden umgehend effectuirt. 6ioi) Aechte Nürnberger Lebkuchen, aus der Fabrik des fÖnigl. bayer. Hoflieferanten , Herrn H. Haeberlein in Nürnberg, empfiehlt Aug. Noll, im Stern. 6056) Putzpulvcr, chemisch rein, für Messing, Blech, Gold, Silber rc. pr. Packet 4 fr. Alleinige Niederlage für Gießen und Umgegend bei Ernst Hermes, ____________________________Materialist. 6119) Mehrere Harzer Canaricnvögcl (Roller) werden käuflich abgegeben. Wall- thorstraße Lit. A. Nr. 224. Bermiethunge« 6023) Ein großes Familienlogis ist zu vermiethen bei I. Mann berg er. 4933) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet (mit 1 oder 2 Betten) ist zu vermiethen. Seltersweg Lit. C. Nr. 2. 4372) Ein Logis im Nebenhause von drei Zimmern rc. ist an (ine stille Familie zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei _____________________Flick & Kröll. 6065) In Lit. A. Nr. 130 auf dem Asterweg sind zwei ineinandergehende Zimmer zu vermiethen. 6097) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Karl Neuling, Wolkengasse. Vermischte Anzeigen 6127) Ein Pfandschein, Nr. 4775, ist verloren worden. Man bittet, denselben in der Pfandanstalt von K- Grünebaum abzugeben. 6104) Für eine der ersten Bäckereien und Conditoreien in Cässel wird unter sehr günstigen Bedingungen ein Lehrling gesucht, wobei bemerkt wird, daß derselbe bei guter Führung im letzten Lehrjahre auf entsprechende Lohnvergütung, seinen Leistungen angemessen, sicher rechnen darf. Näheres sub Chillre Q. 41 durch die Annoncen- General-Agentur von Rudolf Mosse in Eassel.__________________________(B. 48 XII.) 6128) Ein Paar Schlittschuhe gefunden. Näheres bei der Exved. d. Bltts.__________ 6129) Ech suche einen jungen Gehülfen, welcher alsbald Eintreten kann. ______________Funk, Stadtger.-Actuar. 4344) Unterzeichnete empfiehlt sich im Ausbessern und Verändern von allen Arten Pclzwaarcn, sowie auch tni Waschen von weißen Pelzgegen- ständcn. — Bestellungen auf ganz neue Garnituren werden auf das Geschmackvollste und Billigste ausgesührt. Katharina Beiz, wohnhaft bei Herrn Z'mmermann Schmidt, vis-a-vis dem Sckützcnhof. Kriegsgefangene. Jeder, der im Stande ist, über die Behandlung der Kriegsgefangenen in Frankreich wie in Deutschland Details mitzuthei- len, wird hierdurch gebeten, solche niederzuschreiben und in frankirtem Briefe mit Angabe seines Namens, Standes und Adresse unter dem Motto: Secours poste restance T a llaye (Niederlande) einzuienden. Auf Verlangen wird Discre- tion garantirt. — Alle Journale werden im Namen der Menschlichkeit ersucht, diese Bitte zu inseriren. In den vorderen Localitätcn des Cafe Leib. Montag den 12. und Dienstag den 13. Deceryber: CONCERT, auggeführt von dem berühmten Doppli-Auartett der Emser Cur-CapeNe, unter persönlicher Leitiinq seines Musikmeisters, Herrn Sloming. Anfang halb 8 Uhr. (6122) Pk» I-eib* 6135) Weihnacklsstndungen an unsere im Felde stehenden Truppen bittet man bis zum 16. d. Mts. an den Unterzeichneten gelangen zu lassen. In Auftrag des Eomiles: Emil Pistor. 1 Hülssverein für die Kranke»pflege und Unterstützniig der Soldaten im Felde. Unter Bezugnahme auf unseren Aufruf vom 24. v. M. in Nr. 166 des Gießener Anzeigers machen wir bekannt, daß die Sammel-Listen, deren Aufhellung sich ohne unsere Schuld verzögert hat, in diesen Tagen zur Einzeichnung herumgetragen werden. Wir wiederholen unsere Bitte um tbatkrästige Unterstützung in unserm Liebesweik. .Gießen, den 11. December 1870. Namens des Vorstandes: Dr. Goldmann. 6125) Für Chriftgeschcnke an das im Felde stehende ll. Regiment sind bis heute weiter eingegangen: Von den Herren Louis Möser 1 fl- — H- Spies 18 fr. — Hellwig 3 fl. — Schüler 3 fl. — H. Vogt 3 fl. — P. Herbert 1 fl- — Schmidt & Förster 1 fl- — Georgi & Klingspor 5 fl. — 97. 97. 1 fl. — G- Arnold 1 fl. 45 fr. — A- Meldelsohn 1 fl- — Wittwe Mendelsohn 1 fl. — Müller & Schwager 5 fl. — E. Weidig 1 fl. — Flick & Kröll 5 fl. — Franz Senner 1 fl. 30 fr. — Brummer 30 fr. — Labroisse 1 fl. 10 fr. — Braubach 3 fl. — L- Lenz 1 fl. 45 fr. — Balth. Lenz 3 fl. — Fischbach 1 fl. — M> Heichelheim 1. — Ehr. Lampus 1 fl. — Schwaab & Schomber 1 Kistchen Cigarren. — Gebr. Leng 2 fl. — Fr. Wilh. Löber 42 fr. — C- Lovy 1 fl. — I. Noll 1 fl. — I. Zurbuch 5 fl. — Aug. Hofmann 1 fl. — Buchhalter Rabenau 1 fl- — Ehr. Leo 1 fl. — L- Busch Wittwe 1 fl. 30 fr. — C- Lips 1 fl. — F. Bender 2 fl. — o. Buri 1 fl. — Buff 2 fl. — Dr. Schmidt 2 fl. — C- L. Kirsch 1 fl- 45 fr. — H. Noll 1 fl. — Oßwald 1 fl. — Dr. Dornseiff 7 fl. — Wey- nandt 1 fl. — Heinemann 2 fl. — Fr. Führer 1 fl. 12 fr. — H. Lampus 1 fl- — Worms 30 fr. — L- Gail 1 fl. — C- Schmidt 1 fl. 10 fr. — I Strauß 35 fr. — Wallenfels 1 fl. 45 fr. — Keil Wittwe 2 fl. — B- Vogt 2 fl. — C- Metzger 1 fl. — A. Weidig III. 1 fl. — Loos 24 fr. — I. H- Fuhr 1 fl. 30 fr. — E- Schulze wollene Gegenstände. — L- Kattrein wollene machen-— Dr. Simon 4 fl — I. H. 9?oll 30 fr. — I. Hanstein 1 fl. — G- Echternach 1 fl. — Köster wollene Gegenstände. — C- Münch 1 fl. — Fr. Bieler 1 fl. — Ph- Schlatter wollene Gegenstände. — I. Schreiber 30 fr. — W- Liebrich 2 fl. — Gustav Windecker 2 fl- 30 fr. — M- Holberg durch F. Windecker 2 fl. — N- 97- durch denselben 1 fl- — Ferd. Win- decker 4 fl. — Pf. Daudt 2 fl-— S- Weimersheim 1 fl. — Kaeß 3 Paar Unterhosen.— L. Möller 30 fr. — Hermann 30 fr. — H. Rudolph Wittwe 2 fl. — Ph. Vogt Wittwe 1 fl. Bekanntmachn n g. Nach §. 15 der Telegraphenordnung für die Correspondenz auf den Linien des Telegraphen-Vereins rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht, dieselbe zu recommandiren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Ausnahme mitwirken, vollständig kol- lationirt und die Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegraphisch, unmittelbar nach der Bestellung an den Adressaten oder nach der Abgabe an die Weiterbeförderungsanstalt, eine Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weiterbeförderungsanstalt zugestellt worden ist. Die Einführung der recommaudirten Depeschen hatte den Zweck, dem correspon- direnden Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit einer correcten Ueber- mittelung seiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telegraphischen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren. Erfahrungsmäßig werden recommandirte Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl aufgegeben, muth- maßlich weil die Taxe für die Recommandation gleich derjenigen für die eigentliche Depesche ist. Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten, sich eine correcte Uebermittelung seiner Depesche, — so weit es thunlich und nöthig ist, — ru sichern, soll vom 1. Juli c. an versuchsweise im internen Verkehr das Recht der Recommandirnng, wie solches durch §. 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Aufgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen Telegraphengebietes gerichtet ist, die Vortheile der Recommandation auf einzelne Theile seiner Depesche beschränken kann, ohne verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der Gefammttaxe zu bezahlen. Zu diesem Zweck hat der Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln stehenden Buchstaben oder Buchstaben-Gruppen (cfr. §.14, 6 der Telegraphenordnung), deren correcte Uebermittelung er vorzugsweise für nothwendig hält, damit die Depesche ihren Zweck erfüllen könne, zu unterstreichen. Jedes unterstrichene Wort rc. wird bei der Ermittelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des §. 14, 7 der Telegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei der Beförderung rcsp. Aufnahme der Depesche beteiligten Stationen collationirt werden. Gelangt trotzdem ein solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hände des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können, so werden dem Aufgeber auf desfallsige rechtzeitige Reclamation die für die Depesche gezahlten Gebühren zurückgezahlt werden. Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecom- mandirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet. Berlin, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanzler. Im Auftrage: Delbrück. Wir halten lei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser ([cntraHMiTdu für Inserate bestens empfohlen. Die uns übergebenen Annoncen werden sofort direct an die betr. Zeitungs-Expeditionen befördert und nur zu den Originalprcisen der Zeitungs-Expeditionen berechnet. Kostenvoranschläge gratis und umgehend. Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst günstigen Bedingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rechnung franco. Zaeger'sche Buch-, Papier - und Landkarten-Handlung Frankfurt a. M., Domplatz Nr. 8. Krachtdriese für »te Matn-LLeser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sammtlirhe zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.