Oießemr Anzeiger Mnzeige- und Kmtsbtatt für den Kreis Kießen 1S7O. Mittwoch den 12. Citobci Nr. 123 1(j W-Dsrl Preis vierteljährig 1 fl-12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. (•VOGLER -Expedition. n Main, im I. Stock. !. 50; iirasse. 46: rg, 29; :uer Markt, 11; 7, Königshaus; Ktnse, t ?sse, 1 i rabtiylrasse. 13; Mulird, 2. ------ ♦ . rz, . Ä werden noch f.rtwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch Hilf Ven GieHeNek ANZttgek bei auen PostExpeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. V ö Die bereits erschienenen Nummern werden nach;eliefert. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassens erhalte, denselben pro IV. Quartal 1870 zu 1 fl. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Erpedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Ueber den Fortgang der Organisation des Widerstandes tn Frankreich schreibt die „Köln. Ztg.": Am weitesten zurück mit der Organisation ist Mittel- und Nord-Frankreich. Im Letzteren hat man erst vor einigen Tagen damit begonnen. Die 15 Millionen, welche der Generalrath de- Nord - Departements votirt, werden größtentheils zum Ankauf von Waffen benutzt. Die Kanonen werden in Lille fabricirt, und die Gewehre kauft man in Belgien. Ein gewiffer Bör ot aus Lille ist mit dieser Operation betraut, und eS ist ihm bereits gelungen, eine bedeutende Anzahl von Gewehren aufzutretben. So kaufte er in Antwerpen 15 000 Stück, welche für Süd-Amerika bestimmt waren. Diese Gewehre werden alle in kleinen Partien über Vie Grenze geschmuggelt. Man benutzt dazu die Bauern, die für jedes Stück, welches sie htnüberfchaffen, 5 Frcs. erhalten. Em Theil der Gewehre, welche die französischen Soldaten bei Sedan wegwarfen — man spricht von 40,000 Stück — sollen ebenfalls über Belgien nach dem Norden Frankreichs geschafft worden sein. Man reparirte sie vorher in Belgien. Der- theidigungSanstalten trifft man im Norden auch. Man befestigt nämlich einige Städte, wie z. B. St. Etienne, und legt Verhaue an. Bei dem gegenwärtigen Stand der Dinge in Rom sind die von dort em- treffendcn Nachrichten über die Lage der Dinge, über Stimmungen und Entschlüsse des heil. Vaters und seiner Rathgeber nur mit größter Vorsicht aufzu- nehmen, namentlich wenn dergleichen Mittheilungen den Weg über Florenz ge- nommen haben. Wir geben deshalb die von der „Gazetta del Popolo" gebrachte kommen mögen. . Die „Semaine", ein in Lyon erscheinendes katholisches Blatt, gibt den Franzosen den Rath, „Gebete an die Jungfrau Maria zu richten, damit siehinter- venire und den französischen Armeen die nöthige Kraft verleihe, um die preußischen Ketzer, welche heute die Christenheit bedrohten, wie es vor dreihundert Jahren die Türken gethan, aus Frankreich hinauswerfen zu können". Nach einer getroffenen Bestimmung sollen solchen verwundeten und kranken Ofsicieren und Beamten der Feldarmee, welche auf ärztliche Anordnung zu ihrer Heilung einer außerhalb eines Lazareths vorzunehmenden Cur sich zu umer- riehen genöthigt sind, für den Fall ihrer Bedürftigkeit aus Staatsmitteln Bei- Hilfen bis zu 100 Thalern, außerdem aber den Umständen nach auch noch em Vorschuß von 50 Thalern gewährt werden. Der Generallieutenant Herkt, welchem das Commando der Artillerie der sämmtlichen vor Paris besindlichen Belagerungstruppen übertragen worden, hatte 1866, mit der oberen Leitung der Artillerie des VI. Armeecorps betraut, die Beschießung von Königgrätz mit besonderem Erfolge geleitet. Die Indrp. beige" vom 7. October bringt zwei Correspondenzen aus den französischen" Departements. Die eine aus Poitiers vom 28. September bestätigt, daß die Bauern durchgehends der Republik feindlich feien. Die andere aus Marseille, vom 1. Oktober, sagt, daß die Bewegung der Rothen die Verteidigung lähme, da die Männer der Ordnungspartei nicht geneigt sind, dem Feinde entgegen zu gehen, während sie nicht wissen, was hinter ihrem Rucken etwa pas- Deutsche ohne eine einzige Ausnahme sich eimg sind tn dem Gefühle, daß e- jetzt gilt, unser Volk auf die Stufe zu heben, welche emzunehmen es von der Vorsehung bestimmt ist. Bis heute sinv ungefähr 50,000 preußische Thaler m den La Plata Staaten gezeichnet worden, und wird sich diese Summe mit der 3eit wohl verdoppeln, wobei zu beachten ist, daß laut der Volkszählung im vo- rigen Jahre in der argentinischen Republik kaum 5000 Deutsche leben, zu welcher Zahl etwa noch 2000 in dem uruguayischen Freistaate lebende Landsleute 'fjjeij.Crlt1111*' d gkfW" 16, j* m W111 -t» hiesiger Anstalt sind mehrere Wärterstellen mit einem jährlichen Lohn von 150 fl. bei vollständiger freier Station sofort zu besetzen. GeeKte Lv?rber wollen sich, wo möglich persönlich, baldigst bei uns melden. Alter unter 40 Jahre, lediger Stand und nute Zeugnisse werden vorausgesetzt. , 6 Hosheim am 8. October 1870. Großherzegliche Direktion des Landeshospitals. * Dr. Sehrt. ___________ '"sie. ,bfm uch » ..Meiliin« ,8® s Mn 1 ctoagerin Schn«! ».Mw: ,™e" in ein raftn. u® n ober 1870. 'cn ^internen. Bekanntmachung. , elm Walther IV. von Daubringen ist als Feldschütze für die G-markung Heibertshausen verpflichtet worden. Gießen den 10. October 1870 Großherzogliches Kreisamt Gieien. ' Dr. (Selbmann. Die „N. A. Z. schreibt: October. Endlich eine theilweise Klärung der Situation in Oisterreich. Der böh- l wilcbe Landtag hat gestern einstimmig (die 73 Deutschen hatten vor der Ab. tm- mfl den Saal verlassen) , die neue Adresse an den Kaiser angenommen, tn neltber dir Wahlen in ven Reichsrath nochmals enlfchteeen abgk ehnt und nur . bit Bereitwilligkeit zu weiteren Verhandlungen über dte Rnntegrirung des boh- wischen St^atsrrchte« ausgesprochen wird; daraus hin ha. der Obrrst anom-r cha dr» Landtag aus allerhöchste Anordnung al« vertagt erklärt und h ute bringt die Wiener Jtg." ein noch vom 5., also dem Tage der gestrigen Abstimmung in Prag, datirte« kaiserliches Patent, durch welche» die AuSschrewung dir«lei^Wah- im im Königreiche Böhmen angeordnet wird. Gleichzeitig ist auf Grund em laiserltchen Bestimmung der ReichSrath bi« 7. November vertagt worden. Damit jst also eine Pause in dem parlamentarischen Gezanke eingetreten, da« b-rel« der ganzen Welt zum Ekel zu weiden begann; daß indessen in tm 0=lr°ffenen «nordnuna-n auch -in- Entscheidung liege, wird von b-.den Setten lebhaft . s,ritten Den Verfassungstreuen ist allerding« durch die Deeretirung d recter Wahlen in Böhmen und durch die Vertagung der Session bi« »um Eintreffen Ur deutschböhmischen Abgeordneten - die czechischen Bezirke werden doch »ich wählen, - eine ungemein wichtige Concession gemach worden d bas Uebergewicht in der diesjährigen Delegatton sichert. Aber die ^overau ren ltgen nicht mit Unrecht großes Gewicht auf den Umstand, daß der bohmtsche Landtag nicht aufgelöst, nur vertagt worden ' ^^^r oder später die Der- diese Thatsache mit unerschutterter Zuversicht, daß früher ® JP _-bn ändlungen über da« böhmisch- Sta-.S'-ch. doch wieder ausg-nomm n wurdrn «nb wird im ganzen Reich, kaum einen Menschen geben, welch M hauptung apodiktisch al- unbegründet zuruckweisen konnte. Daß e b g^ - während der bevorstehenden parlamwn*aiflWen f ° P ^ben diesmal ienseit« der L.itha nicht an ausregender Discusston s.b>- Rücktritte de« He ungarischen Blätter gesorgt, indem sie di ch rerinnctunfl brachten. ä,?Ä'ÄS! "J 7 •“ S SÄ SÄÄ iffTÄJÄ Präsident in Kärnthen, zum Landeschef i ,ntlid)cn Sinne des Wortes, von Summer ernannt worden, beide Beamte tm eigentliche b (orflen kat. denen da« Ministerium politisch- Opposition °°"?^Bumo« ApttS, 31. August, v-r ^ieg^wflchen^Dmtschland und Frankreichdi^ großt-^Aus. 'M mäSSSS st Sffi n ehemal. fiet-, f-- im ja^r M! rundkigenthM, 'bezahll und bit1 °er von 25,000ft. I >lbar sind, wirb! nn Kapital Don! ’ o Segen Hhpo-1 lesucht. - Wenn mfln auch lammt: I tn. - EeMge I n die Annoncen- I tein S* Dogler j (43o5) | empfiehlt sich eränietn m : \, lvrvn aui -n Pelzgrgen- i auf gan; neue das Oieschmack- 5 sacs'llhrt. Tel;, Zimmermann cm Lchützenhof. aller j(„ u"9 in. 183, | rDr^ht Angabe, daß dem Papste eine Civilliste von monatlich 52,000 Scudi angewiesen sei und derselbe die erste Zahlung bereits angenommen habe, nur mi Vorbehalt wieder. Allerdings herrscht glaubwürdigen Berichten zufolge am päplichen Hofe großer Geldmangel, aber auf der anderen Seite wird auf nicht miver glaubwürdige Weise versichert und durch die jüngsten Kundgebungen der Crie authentisch bestätigt, daß Pius IX. und die Personen, welche vorzugsweij sein Vertrauen genießen, von einer Transaction mit der italienischen Regieung nichts wissen wollen. So erzählt ein Correspondent der „Köln. Ztg.", dq ihm von einem beständig in der Nähe Sr. Heiligkeit verweilenden Beamten dS Vatikans ganz kürzlich auf die Bemerkung, daß vor der gewaltsamen Einnahm der Sradt gewiß von der italienischen Regierung die weitgehendsten Concessionen zu erlangen gewesen wären, die Antwort zu Theil wurde: „Wir würden die Ächtung der ganzen Christenheit verscherzt haben, wenn wir mit Räubern und Dieben in Unterhandlung getreten wären." Dergleichen Aeußerungen lassen licht eien aus eine versöhnliche Stimmung schließen. Dem Gewährsmann der „Köln. Ztg." zufolge wären mehrere früher über die Vorgänge am päpstlichen Hof gemachte Angaben zu berichtigen. Der heilige Vater, sagt der erwähnte Corrqponoent, hat noch mit keinem Schritte den Vatikan verlassen. Alles, was von feiner Spazierfahrt vor der Porta Cavalleggieri oder seinem Besuche im Hospial St. Spirito in hiesigen Blättern erzählt wurde, ist eitel Erfindung. Zuwilen macht er einen Spaziergang durch die Gärten des Vatikans. Daß der Pcpst Rom bald verlassen wird, ist für die Personen aus seiner gewöhnlichen Ungebung eine ausgemachte Sache, die Schwierigkeit ist nur die, ein passendes Ayl zu finden. Da dem heiligen Vater der Aufenthalt in einem geheizten Zimner unerträglich ist, so ist nicht daran zu denken, daß er eine Zuflucht in einem Lmde mit kälterem Klima, als es in Italien herrscht, suchen werde. Man schritt am meisten Oie Balkarischen Inseln oder Corsica in's Auge gefaßt zu haben. Laß General Cadorna direkt mit Dem heiligen Vater oder auch nur mit AnUnelli verhandelt habe, ist absolut unwahr. Der Ideen-Austausch, wo ein solche- nöthig scheint, geschieht vielmehr durch Vermittelung der Vertreter anderer Mächte. Auch daß Carvinal^Antonelli seiner Staatskanzlerschaft entsagt habe, wird von gut unterrichteter Seite in Abrede gestellt. Das Gesammtresultat der Volksabstimmung über Anschluß des römischen Territoriums an das Königreich Italien ergiebt dasselbe Verhältniß zwischen den zustimmenden und widersprechenden Voten, welches sich gleich bei den ersten An- grben über partielle Ergebnisse herausgestellt hatte. Die Zahl der ersteren beläuft sich beinahe auf das Hundertfache der letzteren, indem 135,291 Personen mit Ja, 1507 mit Nein stimmten. Die Betheiligung an der Abstimmung war eine sehr lebhafte. Florentiner Nachrichten zufolge bestätigt cs sich, daß die Parlamentswahlen in den römischen Provinzen in den nächsten Tagen ausgeschrieben werden sollen, so daß die Abgeordneten derselben an der Berathung über die Frage wegen der Hauptstadt werden Antheil nehmen können. Der König Victor Emanuel wird anläßlich der Uebergabe des Plebiscits eine umfassende Amnestie erlassen. Kriegsnachrichterr. Versailles, 9. Octbr. (Offieiell.) Eine Escadron des 16. Husarenregiments ist in der Nacht vom 7. auf den 8. d durch Verra'therei der Bewohner von Ablis überfallen worden. Der Ort ist zur Strafe nieoergebrannk. Von der Loire vorgegangene größere feindliche Abtheilungen wurden am 9. von preußischen und bayerischen Truppen südlich von EtampeS gesprengt. Die gestobenen Be- wohnec der nördlich von Paris gelegenen Ortschaften kehren in ihre Dörfer zurück. v. Podbielski. Ein Telegramm des commandirenden Generals des 10. ArmeecorpS, von Voigts - Rhetz, an das stellvertretende Generalkommando in Hannover meldet: „Das 10. Corps hat gestern im Verein mit anderen Truppen einen Ausfall sieg- reich zurückgeschlagen. Hauptsächlich betheiligt war die 38. Brigade; sie hat verloren : Oberst Dorsche verwundet, Lieutenant Kalbacher verwundet, Hauptmann Hohenhausen leicht verwundet, Hauptmann Thorbeck verwundet. Verlust an Mannschaften ist nicht zu übersehen. Die übrigen Truppen 10. Corps haben wenig oder gar nicht gelitten." Die „Times" hat folgende Depesche aus Berlin, 8. October: „Mehrere Batterieen von schwerem Belagerungsgeschütz sind auf den Höhen zwischen Sö- vres, Saint-Cloud und Bougival aufgestellt. Zu Saint-Cloud bedroht eine Mörserbatterie die Champs-Elysees, die Avenue de l'Imperatrice und das Quartier Haußmann. Die Redoute Villejuif, die von den Forts vor Bicölre und Fory beherrscht wird, ist deutschersitts verlassen und von den Franzosen wieder besetzt worden. Paris wird wahrscheinlich zur Uebergabe aufgeforvert, bevor das Bomvardement beginnt. Verdun wird belagert. Die Garnison ist 4000 Mann stark." Karlsruhe, 9. Oct. Die französischen Truppen, welchen die badische Brigade unter Generalmajor v. Degenfeld am 6. d. bei Le Menil (Dep. der Vogesen) ein siegreiches Gefecht lieferte, scheinen zu der Lyoner Armee gehört zu haben, welche zwischen Belfort und Lungres bis Epina! vorgeschoben sein sollte. Da diese Armee nach der Mittheilung eines den Franzosen nicht ungünstigen Correspondenten eines Wiener Blattes vor einigen Tagen kaum mehr als 20,000 Mann zählte, so müßte man annehmen, daß es die badische Brigade sogar mit dem beträchtlichsten Theile derselben (circa 14,000 Mann) zu thun gehabt habe. Jedenfalls trat ihr ein organisirtes Corps entgegen. Auffallend ist nach den bis jetzt eingetroffenen Nachrichten über dieses Gefecht der Umstand, daß Vie Mehrzahl der Gefangenen Linie ist. Leider ist der diesseitige Verlust im Verhältniß zu der Zahl unserer Truppen sehr beträchtlich. Als schwer oder gar tödtlich verwundet nennt man den Obersten Müller vom 3. Regiment, das oie Hauptangriffe dcS Feindes ausgehalten und abgewiesen und daher am meisten gelitten bat, während das 1. Leib-Grenadicrregiment durch einen geschickten Flankenmarsch Niederlage und Diroute des Feindes entschieden zu haben scheint. Gefallen ist auch em junger Ritter des eisernen Kreuzes, Lieutenant v. Stipplein, der sich vor Straßburg bei der Wegnahme der drei Kanonen ausgezeichnet hat. Verwundet sind Oberstlieutenant v. Khurn (vom 3. Regiment); ferner ein weiterer Ritter des eisernen Kreuzes, Hauptmann Kappler, und von einem Bataillon fast alle Hauptleute. Bei ihrem Marsche durch die Vogesen scheint die Brigade keinem ernsteren Widerstande begegnet zu sein. Nur am 4. d. wurden bei Plaine, in der Nähe von Senones, einige Mann vom 3. Infanterieregiment verwundet. Da diese Brigade zu dem neugebilveten 14. Armeecorps gehört , so hat sie, wie man steht, die Aufgabe dieses Corps rühmlichst eröffnet. (Fr. I.) Nach dem Correspondenten der Times vor Metz soll Prinz Friedrich Karl । unwohl sein. Die Krankheit wird als ein Ruhranfall bezeichnet. Versailles, 8. Oct. Gestern machte (wie bereits gemeldet) die gesammte Besatzung von Metz, einschließlich der Garde, einen Ausfall nach Norden aus beiden Usern der Mosel. Ihr Angriff auf alle verschanzten Stellungen der deut- eben Truppen wurde abgewiesen und sie kehrten mit einem Verlust von circa 2500 Mann in die Festung zurück. Unser Verlust wird auf 600 Mann ver- anschlagt. Daß mitunter die Ausfälle allerdings eine ziemlich harmlose Veranlassung haben, darüber entnimmt die „Nat. Ztg." einem Officiersbrief vom 1. d. Ä. olgende Mittheilung: „Wenn es nicht so blutig ernst wäre, dann müßte man — heißt es daselbst — über die Veranlassung zu derartigen Kämpfen lachen. , Das 9. Jägerbataillon hat, ans Vorposten liegend, eine Waldspitze besetzt, einige 100 Schritt vis-ä-vis befinden sich die Vorposten der Franzosen, beide von einander durch freies Feld getrennt, so daß unsere Jäger im Walde gedeckt stehen, die Franzosen aber, sobald sie sich aus ihrer Schanze herausrühren, sehr leicht beschossen werden können. Die Vorposten lebten nun eine Zeit lang ganz gemüthlich mit einander und zwar so, daß beide ohne Waffen auf dem dazwischen liegenden Felde Kartoffeln zusammen ausgruben. Da stahl ein Franzose einem Jäger eine Kaffeemaschine und sofort war nun der Krieg erklärt: kein Franzose durfte sich mehr hervorwagen, so traf ihn unfehlbar die Kugel eines Jägers. Da dies den Franzosen unangenehm war und sie auch das Kartoffelfeld mit seinen Früchten nicht missen wollten, so versuchten sie heute früh mit aller Macht, in einem starken Ausfall die Jäger aus der Waldspihe herauszutreiben, was ihnen aber nicht gelang. Indessen war das die Ursache eines fünfstündigen Kampfes mit obligatorischem schwerem Geschützfeuer, in welchem auch andere Truppentheile hineingezogen wurden. Immerhin scheinen diese fortgesetzten Ausfälle doch anzudeuten, daß der Zustand der in Metz eingeschlossenen Armee anfängt, mißlicher zu werden. Altbreisach/ 8. Oct. Gestern Abend halb 9 Uhr hat die Beschießung von Neubreisach, und zwar von Süden, Westen und Norden, begonnen. Um halb 12 Uhr Nachts wurde das Feuer eingestellt, um heute Vormittag halb 8 Uhr wieder zu beginnen. Heute um 11 Uhr haben die Bewohner in großer Anzahl die Stadt verlassen. Das gestern Abend auf die Beschießung ausgebrochene Feuer erstreckt sich auf einen großen Theil des südöstlichen Stadttheils. Brüssel, 8. Oct. Aus den heute in Tours eingegangenen telegraphischen * Depeschcn ist zu entnehmen, daß auch dort seit dem 3. Oktober keinerlei Pariser Mittheilungen eingetroffen sind. Der Cern rungsgürtel um Paris ist undurch- dringbar. Lille, 9. Oct. Der Luftballon, worin Gambetta sich befand, von Radar oirigirt, halte beinahe die preußischen Linien erreicht und wurde von preußischen Geschossen getroffen. Gambetta wurde durch das Platzen einer Granate an der Hand verwundet. Was sich auf die neuzubildende Armee bei Straßburg bezieht, läßt sich folgendermaßen zusammenfaffen: Das badische Corps von 24,000, die zwei preußischen Landwehrdivisionen von 20,000 Mann, welche Truppencorps Straßburg cernirten, das im Anmarsch begriffene Corps Vogel's v. Falckenstein, 54,000 Mann stark, und rin bayrisches Corps von 25,000 Mann geben zusammen 114,000 Mann, wovon 90,000 streitbar. Da von dieser Armee 20,000 Mann Landwehr in Straßburg zurückbleiben und 24,000 Badenser nach Paris marschi- ren sollen, blieben für den Marsch über Belfort nach Lyon 70,000 Mann übrig, die vollständig genügen dürften. Einem Bericht des „Schw. M." aus Straßburg, 6. d., entnehmen wir folgende Notiz: „Die Bank ist von der preußischen Behörde besetzt; man hatte, wie es heißt, Anfangs einen Baarvorrath von nur einigen Millionen angegeben, doch wären gestern mehr als 10 Millionen in den Kellern versteckt gefunden worden." General v. Werder hat am 4. d. den Straßburger Armen 50 Ochsen geschenkt und heute mit der Vertheilung der in den bombenfesten Kellern des Prä- fecturgebäudcs aufgefundenen Vorrathe begonnen; zunächst sind 800 Säcke Reis den Bedürftigen überliefert worden. (H. Z.) Nach der „Karler. Z." sind in Straßburg außer 1070 Kanonen u. A. 12,000 Chaffepotgewehre, 6000 Centner Munition und 50 Eisenbahn-Locomo- tiven gefunden worden. Aus Straßburg hat der bekannte Statistiker Geh. Rath Engel aus Berlin, der in höherem Auftrage dahin ging, um die Verhältnisse zu prüfen, nähere Mittheilungen nach Heidelberg gebracht. Danach sind über 400 Häuser abgebrannt oder gänzlich zerstört, 8000 bis 10,000 Menschen obdachlos, nicht weniger als 1700 todte oder verwundete Civttp rsonen, worunter 56 Mitglieder der Feuerwehr. Der Verlust an liegendem und fahrendem Gut wird auf 180 Mil« Honen Francs geschätzt. Ganz besonders hat auch der protestantische Theil gelitten, der üoerdem seiner deutschen Gesinnung wegen vielfachen Verdächtigungen und Kränkungen ausgesetzt war. Aus Oberhessen. Die Bahnstrecke Alsfeld-Lauterbach soll am 29. d. M. eröffnet werden; dagegen wird die Linie Gießen-Fulda erst im nächsten Jahre vollendet sein, indem bei dem Bahnbau zwischen Lauterbach und Fulda sich unerwartete Schwierigkeiten ergeben haben. Berlin, 8. Oct. Der „Staatsanzelger" bezeichnet die Nachricht, der König habe unterm 8. September einen Brief an den Papst gerichtet, in welchem der Wunsch des Letzter« nach einer Intervention ablehnend beantwortet sei, für dichtet. Seit dem Briefe des Papstes vom 22. Juli und der Antwort des Königs vom 30. Juli hat keinerlei Correspondenz zwischen den beiden Souveränen stattgefunden. Berlin, 9. Oct. Eine Versammlung von Katholiken hat etnstimmig beschlossen, eine Adresse an den König zu richten, welche denselben bittet, dem Papste in seiner jetzigen Bedrängniß zu helfen. Berlin, 9. Oct. Wie man hört, werden von den einzelnen ArmeecorpS Listen der Verwundeten und Erkrankten aus ihren resp. Bezirken, soweit diese t Kranken in Feldlazarethen aufgenommen sind, angesertigt. Die Listen werden außer dem Namen den Truppentheil und Heimathsort des Kranken, die Angaben, ob tr leicht, schwer verwundet, ob innerlich krank ist u. s. w. enthalten. Auch wird Auskunft über den Aufenthalt darin gegeben werden. Berlin, 9. Oct. Die „Grenzboten" schreiben in ihrem jüngsten Kriegs« berichte aus Frankreich: „Die provisorische Regierung hat aus frevelhaftem Ueber- muth den Krieg der Bürger und Bauern gegen die feindlichen Heere procla- lltiti. Land da lö iporDf Pk0v> man W1 Dl Sold Chan Fl", angtj auch M vaß Die lassen Fran binai so m ist ei nW alsec viele zu 9 von suhl' schki vera nach' durch Ami abgtr Naut tigut gleit durc prin theil Kr ans (au jlra; in ' der vin Lot gar wui den und ttho der vor lanc litäi räu! statt R-g abhc Ank Rich Stc Welt besti Hefti fd)lt des hvr such haf Ge spre ofte: T>q| Verl ßche M ton K Fr Vv! Pll Es wurde < $ 24,000, dir zir ipptntcrpi to ildenftein, 54,0). y'otn mtt 20,000 Mll »ch $aril wr|> 0,000 M-N übrii befant, MnUc rtr von prtitjiifc rr Vranalr an lt’ Holl. fl. 10 St. Duoaten 20 Frank enst. 1 M BörsenDachrichten. 10. October 1870. Engi. Souver. 11 51-55 Kuss. Imper. 9 44-46 Doll, in Gold 2 25-27 5 33-35 9 26-28 d., kNlNkdlll! M holte bfjtF, M ligei Millicm Mm velsträl H mitt. Dieser Act hat denn auch in einem Theile Frankreichs zur Bildung von > Banden geführt, welche, halb Patrioten, halb Räuber, unseren Heeren hier und da lästig werden. Es sind einige Feldjäger und einige Postillone abgeschossen : worben, eö sind Wagen mit Verwundeten und Proviant, sogar eine Colonne von Proviantwagen aufgehoben, es sind klein-re Detachements überfallen und gefangen; । man hat aus Häusern und Hecken auf durchziehende oder gar auf kämpfende Truppen geschossen, hat sogar Verwundete und Einquartierte gemeuchelt und einige i Mal scheußlich verstümmelt. Dafür sind durch unser Ober-Kornrnanvo oder unsere . Soldaten den Thätern etwa folgende Strafen aufgelegt worden: Außer 250 Fl. Champagner (für den Schuß beim Eintritt in Reims) in Summa etwa 3,000,000 Frcs. Kontribution, 20—30 einzelne Häuser niedergerissen, 20—30 ganze Dörfer i angezündet und niedergebrannt, 150—200 Bauern erschossen oder verbrannt, dazu < auch Weiber und Kinder, welche sich an Morbthaten betheiligt hatten." Traurige Nothwendigkeitcn des Krieges! Um so gerechtfertigter ist die Sehnsucht der Völker, i daß der Friede endlich der normale Zustand werde. Berlin, 10. Oct. Die Königin reist heule Abend nach Homburg ab. — ■ Die königliche Regierung hat mehreren Kabinetten eine Denkschrift wittheilen lassen, in welcher die Ueberzeugung ausgesprochen wird, daß die Hauptstadt ' Frankreichs über kurz oder lang fallen muß. Wird der Zeitpunkt solange ' hinausgeschoben, bis drohender Mangel der Lebensmittel zur Kapitulation zwingt, so müssen schreckenerregende Konsequenzen entstehen. Der deutschen Armeeführung ist es in diesem Falle unmöglich, eine Bevölkerung von zwei Millionen nur einen einzigen Tag mit Lebensmitteln zu versehen. Die Umgegend von Paris bietet i alsdann, da deren Bestände für die diesseitigen Truppen gebraucht werden, auf viele Tagmärsche eben so wenig HülfSmittel. Es ist daher den Bewohnern nicht zu gestatten, Paris auf Landwegen zu verlassen. Die unausbleibliche Folge hiervon ist, daß Hunderttausenve dem Hungertode verfallen. Der deutschen Armee- führung bleibe nichts übrig, als den Kampf vurchzuführen. Wollen die französischen Machthaber es zu einem Extrem kommen lassen, so sind sie für die Folgen verantwortlich. Essen. Hr. A. Krupp, Besitzer der Gußstahlfabrik bei Essen, hatte, nachdem er schon früher dem Eeütralbepot 10,000 Thlr. zur Verfügung gestellt, durch das Letztere einen Zug mit diversem Werthe von 10,000 Thlr. für die. Armee des Kronprinzen von Preußen expediren lassen, der am 26. «September . adging! Die diesem Zuge beigegebenen Herren Dclegirten telegraphirten von Rauteuil an Hrn. Kr., daß das Gardecorps Roth leide, und baten um Ermach- - tigung, die Sendung dem Garvecorps zu übergeben. Dies ist gern zugestanven, ( gleichzeitig wurde jedoch dem Kentral-Komüe eine Summe von 15,000 Thlrn. durch Hrn. Krupp zugestellt, für eine neue Sendung an die Armee des Kron- . Prinzen von Preußen! Wir vernehmen tiefe im höchsten Grade erfreulichen Mit- . theilungcn mit einer gleichzeitig aus Essen anlangenden Privatmelvung, daß Hr. Krupp daselbst Privat-Lazarethe in splendidester Form errichtete, welche einem ansehnlichen Truppentheile eine willkommene Unterkunft und vortreffliche Pflege (auf Kosten des Hrn. Krupp) gewähren. Stettin, 8. Oct. Seitens des Bundeskanzlers ist bei dem hiesigen Magistrat durch den Ober-Präsidenten die Anfrage eingegangen, wie viel Kontributionen in den Kriegen im Anfänge dieses Jahrhunderts Seitens der Franzosen von der Stadt Stettin erhoben sind. Aehnliche Recherchen werden in allen Provinzen und Städten des preußischen Staates angestellt. (Osts.-Ztg.) Hamburg, 8. Oct. Die Börsenhalle meldet: „Drei Lotsenschiffe, eine Lotsen-Galiote, sowie die zwei äußeren Feuerschiffe, sind nach Cuxhaven abgegangen." Celle, 7. Oct. Der „Z. f. R." schreibt man: „Am 7. März d. I. wurde hier „der Platz im Kreise", auf welchem das Langensalza-Denkmal gestanden hatte, vom Militär in Besitz genommen. Es fanden darauf Exercttien statt und zwei Posten sind auch heute noch dort aufgestellt. Gegen diest Besitznahme erhob der in der Angelegenheit bereits vielfach genannte Kaufmann Winzitt, einer der Anlieger des Platzes, eine Klage beim hiesigen Amtsgerichte. Dieselbe kam vor acht Tagen zur Verhandlung und ging das heute publicirte mehrere Bogen lange Urtheil des Oberamtsrichters v. Bülow dahin, daß der Beklagte (der Ml° ütäifiscus, vertreten durch die Intendantur des 10. Armee-Corps) den Platz räumen und dem Kläger den erwachsenen Schaden, sowie die Proccßkosten, ei- Vermischtes. Dem letzten hier eingetroffenen Pariser „Figaro" entnehmen wir folgenden „Une con- cession aux Prussiens“ überschriebenen, von Hrn. Philipp Gille unterzeichneten Artikel: „Wir haben ein aus ernsthaften Leuten gebildetes Eomite niedergesetzt, welches sich in diesem Augenblick keiner anderen Beschäftigung hingiebt, als der, ein schönes, wohlgelegenes, em wenig ländliches Grundstück ausfindig zu machen, in welchem man die 400.000 Preußen, die unter unseren Mauern ihren Tod finden werden, begraben könne. Allerdings wird die Ausgabe iur diesen Zweck beträchtlich sein; aber wenn unsere Subscribenten bedenken wollen, daß, wenn man zehn Preußen vlatt einen über den andern legt, das Ganze kaum 3 Meter hoch ist (bei einee Dicke von 30 Centime daß ferner die Länge eines Fußsoldaten mit Jnbegiiff der Pickelhaube 2 Meter 8 Centm. beträgt wird man erkennen, daß das Eapital der Auslagen nichts sehr Beunruhigendes hat- Der Wunsch des Comites, das sich bereits mit dem nöthizen Kalk, Chlor und Schwefelsäure versehen hat, geht dahin, daß dies Grundstück sobald als möglich eröffnet werden könne, denn man sat die Bemerkung gemacht, daß der Preuße, kaum verstorben, gebieterisch nach Beerdigung verlangt Das ist übrigens eine ganz zu entschuldigende Neigung, und ist eS nicht unsere Pflicht, unsere Feinde selbst mit ihren Fehlern zu lieben ? Folglich appelliren wir hiermit an den Geschmack aller französischen oder fremden Künstler, welche uns die Skizze emeS Grabdenkmals und des Gitters welches dasselbe umgeben soll, einsenden wollten. Wir wollen kein prunkendes Denkmal. Nein ein einfaches aber dauerndes; keine vergoldeten Stäbe, noch nichtssagende Ornamente — nur das Comfortable! Ohne übrigens den Intentionen der Künstler vorgreifen zu wollen, erlauben wir uns, ihnen zu befehlen, hie und da im Gitter einige zierliche Arabesken nut Jet hübschen preußischen Pickelhaube anbringen zu wollen u. s.w." (F- 3 ) ihrer Mitglieder, sämrntliche religiöse Korporationen aufzuheben. L« — jevoch beschlossen, es sei dieser Act überflüssig, ta in Folge der Volksabstimmung Rom zu Italien komme und damit die dort geltenden Gesetze auch hier in Wirkung träten. Damit ist sohin im Grundsatz die Aufhebung aller Klöster unv geistlchen Genossenschaften in Rom ausgesprochen, ein Act, wodurch der itatienr scheu Regierung viele, viele Millionen an Werth zufließen, denn der Reichthum der ii Rom bestehenden Klöster an Grund und Boden und an Kostbarkeiten ist len 50 LMn i AtllttN M lt 800 Tackt H außevrdentlich. (Aschaffenb. Ztg.) Lucca, 9. Oct. Eine Privatdepesche der „Borsen-Zeitung" meldet: „Der Anklajesenat des Appellhofes hat beschlossen, Mazzini und 114 Komplicen wegen, auf den Umsturz der Regierung und Veränderung der Regierungsform abzieltzider Konspiration in Anklagestand zu versetzen." London, 9. Oct. Glaubhafte französische Berichte melden: Die provisorische Negierung in Paris hat durch Decret vom 1. October, welches von allen Mitgliedern unterzeichnet ist, die Verordnung der Delegation von TourS vom 29. Septembtr, welche die Wahlen zur Konstituante auf den 16. October vorschreibt, als im Widerspruche mit dem Erlasse der Pariser Regierung aufgehoben, alle entgegenflehenden Verordnungen und Unternehmungen für null und nichtig erklärt und bsiimmt, daß die Vertagung der allgemeinen Wahlen aufrecht er* halten bleibe, bis die Wahlen auf dem gesummten Gebiete der Republik unge- hindert vorgeiommen werden können. Londot, 8. Oct. Ein Privattelegramm der Wiener „Presse" bringt folgende Mitthkilung von Friedensverhandlungen: „Die amerikanischen Gesandten stort Lyons, Burnsive und Washburne vermitteln, jedoch nicht gemeinsam, auch letztere nicht im ausdrücklichen Auftrage des Washingtoner Kabinets, zwischen den Kriegfi'hrenven. Die „Regierung der Landesvertheidigung" hat die schwierigste Bedingung, eine Gränzberichtigung, im Prinzip zugelassen, bis jetzt aber nur die Lnie Forbach-Weißenvurg-Hagenau und zwar nur in so weit, als diese Bedingung der Konstituante zur Genehmigung vorgelegt werden soll. Athen, 1. Oct. Die Gränzprovinzen sind durch eingebrochene Näuber- banden wieder unsicher gemacht. Washington, 8. Oct. Kabeltelegramm. Wie es heißt, wird der Staats- secretär Fish demnächst eine Proclamation erlassen, durch welche den Schiffen der kriegführenden Äl!ächte verboten wird, amerikanische Häfen als Observations- vuncte für den Abgang von Schiffen und zur Empfangnahme von Kriegsmaterial zu benutzen. Den betreffenden Schiffen soll nur ein 24 stündiger Aufenthalt in den Häfen gestattet werden, der nur zu verlängern ist, wenn Reparaturen erforderlich sind. L m , ,, Washington, 9. Oct. Kabeltelegramm. Die angekundigte Proclamation des Präsidenten ist erschienen. Dieselbe verbietet den Schiffen der kriegführenden Mächte, in den Häfen der Union Kriegsmaterial zu verladen oder sonstige Kriegszwecke zu verfolgen, und gestattet den betreffenden Schiffen nur einen 24 stündigen Aufenthalt. Telegraphische Depesche. Versailles. 11. Oct. (Officiell.) Ein gemischtes Corps, aus Truppen der Armee des Kronprinzen bestehend, unter General v. d. Tann hat am 10. d. einen Theil der Loirearmee bei Orleans geschlagen. 1000 Gefangene und drei Geschütze erobert. Der Feind in regelloser Flucht. ? Hi* Ä. 600 ? voni l. V x ! LNten ii* W besetz (•? Wen, bki^ n! Zeit lanq aus ^cmt. ,d W ein jk 'sehlbar bie lnb sie and, s Eichten (itK der WM das bie 1]^ Wrnjnirt Leuten, baj J r zu werden >k Äeschiktz^ *;■ goniim. Um b: °'tlag halb 8 t in grotzkr wSgkdrchnk^ i. tuen leltgraM) er keinerlei J«, Paris iß UM: statten solle." « München, 10. Oct. Es verlautet mit Bestimmtheit, daß die diesseitige Regierung den Eintritt in den norddeutschen Bund von einem Separatvettrage abhängig macht, der die Ausnahmestellung Bayerns genau feststellt. ] Wien 9 Oct. Die Morgenblätter wollen wissen, Thiers werde hier die , Ankunft des Generals Uhrich mit Depeschen seiner Regierung abwarten. Die Richtigkeit dieser Meldung wird bezweifelt , da General Uhnch in Folge der Straßburger Kapitulation verhindert ist, für die französische Regierung irgend welche Dienstleistung zu übernehmen. Antwerpen 9. Del. Die hiesige Polizeibehörde hat auf einem nach Havre bestimmten Schiff 22 Kisten mit Munition eonfircirt. 9inm 5 Oct Am Tage »or dem Plebiscit kam es im Batican zu den hestiaften Äcenen. Der Pahst, von den Jesuiten aufgestacheit, hatte dm Ent- schinst g-sastt, am nächsten Tag- Rom zu verlassen, um nicht Zeuge der «chmaq der Pl?d «ci r s-i» zu müssen. Antonelli und Berard, hatten kaum hiervon ge- hört al« sie °f°« zum heiligen Bat.r ell.en und .hm die Sache auSzur.den suchten Nun kam es zwischen Antonelli und den J-su.ten zu einer sehr lebhaften Erörterung. Dtt Papst begab sich an grösztem Zorne in Begleitung zweier G istlichen in den Garten hinab und blieb lange Z-.t dort, ohne e,n Wort zu Die Nacht darauf schloff er kein Auge und weinte bitterlich, mdiß c> öfters wiederholte: Bott strafe ihn, well er sich habe als unfehlbar erklären lassen. Dast er sich schon in den letzten Tagen sehr lebhaft mit dem Gedanken, Rom zu ^rlaffrn beschäftigt habe, kann nicht mehr bezweifelt werden, und " scheint sicher^ daff er sich mit der Anfrage an das Florentiner Cabinet gewendet, ob dasselbe seiner Reift durch das Königreich ein Hinderniff in den Weg legen wurde. W-lchc Antwort von dort, ja ob überhaupt eine solch- erfolgt, ist noch nicht de- fannt. Während man ab d-S Papste» künftigen Wohnsitz bald Antwerpen, bald Malta, bald eine bayrische Stadt nennen hörte, will man setzt wissen, der Kaiser Frani Joseph habe ihm die k. Residenz in Salzburg angeboten, und Pius werd, von diesem Anerbieten Gebrauch machen und nach Salzburg ubersieveln. A. Z ) Nom, 5. Oct. Dieser Tage hat, wie „Gazetta bei popolo" meloet, bie provisorische Regierung eine wichtige Frage verhandelt, nämlich den Antrag eines doppelte 9 42 " •" ' 9 55 Preuse. 41/2u/q 01)1. 90/2 Frankl'. 3V2% Obi. 80 Nasa. 4V2°/o Obi. 901/2 Kurh. 4°/q Obi. 82 V2 Hess. 4O/o Obi. b. Roths. 92 V« „ 372% do- do- 87 Vz Bayer. 5% Obi. 97*/z M 4V2°/o 1jährige 913/t „ 40/o i/gjährige 917/a Wnrtemb. d1/^0/^ Obi. 90 Baden 4-/2°/o Obi. c. E.L. 91 */< Oestr. 5% b. R. 5 3Vs M 5% National 74l/2 H 50/g Metall. Obi. — „ 50/0 M. steuerf. — Axner. 6u/o 1882r Bds. 95 w 6% 1885r 93V4 Actlen. Frankf. Bank 129 O03ter. Bank 674 „ Creditaot 240,/2 Darmst. Bankact. 322 '-> ** * )70 Äanonen 1 !tb 6njii auö M iB piiittii * \ \ 400 raN-niÄl ttßiuMk W [la ßtröüW Prioritäten. 50/g öatr. F. St. E. B. 3613/4 Ludwigsh.-Bexbach 160 Maxbahn 108 Bayer. Ostbahn 121 Hess. Ladwigsbahn 134’/2 3O/o östr. Stsb.-Prior. 55 */4 3% östr. s. Lombard. 453/b 30/0 Livorneser 31 50/g Tosoanor 49 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 50/g Elisabeth-Prior. 76y4 do. II. Emiss. — Anleieeaislooee. Kurh. 40 Thlr. Loose 62*4 Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. - 40/0 bayr. Präui. Anl. 107 4% badische Loose 104 Badische fl. 35 Loose 57V2 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 73?/g 1864r n 1063/4 Wechsel. Amsterd. k. 8. IOOV4 Augsb. k. 8. 993/4 Berlin k. S. 1043/4 Bremen k. 3. 967/s Cöln k. 3. 1041/2 Hamburg k. 8. 88 Leipzig k. 8. IO41/2 London k. 8. 1187/g Lyon k. 8. — Paris k. 8. — Wien k. 8. 95 */g Dis conto 40/g G. Geldsorteu. Pr. Gass. Seh. 1 445/6-7/8 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 57-59 Pistolen . . 9 42 Gld.fehl 4332) Das Garnlager der I. A. Kusch Söhne ist wieder in allen Farben und Qualitäten aufs Vollständigste ausgestattet und empfehlen wir dasselbe zu den billigsten Preisen. ~--—----- ■ ..... —IIII I.......... TTW-Trirr_„-.^. Markt-Anzeige 4358) Einem geehrten Publikum in Gießen und Umgegend zur Nachricht, daß ich den Gießener Jahr-Markt wieder beziehen werde und mache besonders auf neue Sendung feiner Leinwand aufmerksam. Besondere Bekanntmachung. 4375) Der im Kalender irrtümlich auf den 17. und 18. d. Mts. eingetragene Markt zu Grünberg wird nicht an diesen Tagen, sondern Mittwoch den 19. und Donnerstag den 20. d. Mts abgehalten, was wir mit dem Anfügen zur öffentlichen Kennt- niß bringen, daß wegen der Rinderpest in den angrenzenden Kreisen für diesmal keinerlei Viehmarkt abgehalten werden darf, sondern nur Kränrcrmarkt. Grünberg, den 10. Octover 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Arnold. ZZerftsigeDMtHerr. Vergebung von Pflasterarbeit bei der Stadt Gießen. 4311) Mittwoch den 12. October 1870, des Vormittags 9 Uhr, soll die Reparatur des hiesigen Straßenpflasters, veranschlagt zu 300 fl., an den Wenigfordernden vergeben werden. Gießen, den 6. October 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 4370) Samstag den 15. October c., Vormittags 11 Uhr. werden 6 Centner ausrangirter Acten auf meinem Büreau gegen gleich baare Bezahl lun., versteigert. Schmalbach bei Wetzlar, den 8. Oct. 1870. i Der Bürgermeister: Moritz. Heil gebotenes 3798) Für Militärs empfehle« mir wollene Jacken im Preise von 1 fL3 kr , 1 fl. 12 fr., 1 ft. 18 fr. rc rc., 'erner Leibbinden in verschiedenen Sorten. ________________I. A. Busch S o kn e. 4377) Einen Haufen Mist hat zl verkaufen Heinr. Becker, Reue Ailage. 3627) Alten Malaga, Portwein, Tokayer, sowie gute, unverfälschte Rothweine, env pfehlen I. A. Busch Söhne. | Cliocolatfe. Sehr gute und preiswürdi;e Ehocolade (in allen Sorten) empfiehlt testens F. Wilh. Hartmann, _____________________Condtor. 4197) Ich habe eine Partie sehr schönes Kornstroh zu verkaufen. H Becker (Rem Anlage.) 4333) Neue Sardellen, holländische Nollhäringe, immarinirte Häringe, Prima Schweizer- und Limburger Äase empfehlen I. A. Busch Söhne. 4364) Mehrere Canarienvogel (Hähnchen und Weibchen) sind käuflich ^bzugcben in Lit. C. Nr 115._________ 4371) Das Gras aus meinem Garten ist zu vergeben. Prof. Streng, Seltersberg E. 28. (II4952 Z.) Auf ein, im ehcmal. Her- zogthum Nassau gelegenes, im Jahr 1862 zu 50,000 fl. verkauftes Grnndeigcnthum, auf welches 25,00«) fl. anbezahlt und die 5% tragenden Restkaufgelder von 25,000 fl. am 1. Juli 1872 rückzahlbar sind, wird auf diese Restkaufgelder ein Capital von circa 10,000 fl. zu 5U,O gegen hypothekarische Sicherheit gesucht. — Wenn es gewünscht wird, würde man auch sämmt- liche Restkaufgelder cediren. — Gefällige Offerten sub B. S. 907 an die Annoncen- Expedition von Haasenstein Vogler in Frankfurt a. 'M.(4355) 4380) In einem hiesigen Fabrikgeschäft ist eine Commisstelle frei. Näheres bei der Exped. d. Bltts.___ Zue Nachricht. 4362) Samstag den 15. d. Mts. schicke ich wieder Gegenstände zum Färben und Drucken an die Bloch'sche Hofschönfärberei in Darmstadt ab. I. Schlund, Schloßgasse. 9 4366) Es ift wahr! — Die alSk Ufo schön empfohlenen Walzer: „Früh-Z Mingsreigen" von Julius Lammers.kj g— ,/Jugendträume" (Pretscompofi öl Ijtion) voll O. Hübner - Trams —B »„Bnrschentänze" von Iohs. Schon-8 Kdorf sind offenbar bedeutende Eom-> ^Positionen, welche an keinem Piano-n gforte fehlen dürften. — Preis pro« »Opus (4 Bogen stark) nur 12'/2 Sgr.k tzZu beziehen von Nobcrt Apitzsch üiß «Leipzig und durch alle Buch- und^ Musikalienhandlullgen. fj | Dilhcnn | HI Die Nr 2, die neueste Kriegs- nummer, enthält: Der Commandeur des I. bayerischen Armeecorps. Mit Porträt des Generals von der Tann. — Amata. (Forts.) Novelle von Hans Tharau. — Die Porträts des Kronprinzen von Preußen und des Prinzen Friedrich Karl von Preußen. — Die Explosion von Laon. Von Max Allihn. — Kriegsgenrebilder. II. Mit 4 Illustrationen. — Der große Generalstab bei uns nach Tische- Von unserem Berichterstatter Dr. Hans Blum. — Aus Pont-ä-Mousson und Umgegend- Von unserem Specialartisten W. Friedrich. Mit 3 Illustrationen von demselben. — Eine stille Siegesfeier. — Am Familientische: Charpie. Gedicht von H. Uhsc. — Nächtliches Abenteuer eines Ulanen. Von ihm selbst erzählt. — Im Zeltlager der französischen Gefangenen vor Köln. Von H. Loning. — Aus dem Briefe eines Arztes — Brief eines Königsgrcnaofirs. — Der Füsilier Zernicke in der Schlacht bei Mars la Tour. Von Julius Sturm. Preis pro Nummer 212 Sgr. Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhaudlung, E- Heinemann, I. Ricker. 4381) In einigen Tagen eröffne ich hier im großen Saale des Caf^ Leib meine große berühmte Ausstellung von Glaöphotographieen Dieselbe umfaßt 2000 Ansichten aus den verschiedensten Welt- theilen und läßt mich der ungeteilte Beifall, welcher meiner Ausstellung bis jetzt überall geschenkt wurde, auch hier auf zahlreichen Besuch hoffen. Ang. Förster. Leinwand, per Elle 3y2 Sgr. Hausmacher-Leinen, 6/4 breit, 4^—5 Sgr Bettzeug, % breit, ächtfarbig, 3y2—4 Sgr. Bettzeug, in ganz schwer Leinen, 5 Sgr. und noch viele schöne Artikel. Damen, welche Einkäufe zu machen wünschen, belieben sich ge« fälligst Vormittags zu mir zu bemühen, da Nachmittags der Andrang zu groß werden dürste. Der Stand befindet sich, wie immer, auf dem Marktplatze. Adolf Hensel aus Sachsen. Bermiethungen 4008) , Eine neu eingerichtete Wohnung mit 3 Zimmern, Vorplatz, großem Boden, Aussicht in das Freie, ist zu vermiethen. 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Falckeustem'schen Action in Gemeinschaft nut Eommkrztenraty , National den, 100,000 Mobilgarden aus den -hreren Anderen an den Herrn ,B»nd^ ansser eschw-rd^suhren^ f n - Trupp,, um die R-ti-naM». grupPM seiner H^j^öhn?Verhiillung di- Lage von Pari«, und dies- Lage l-gt Euch große Pflichten auf. Di- erste ist, keine ander- Sorge zu haben, al« für 8M.SLTM ää »ää U? ÄT*'®'- gute GroßherzcglicheoDirettion des LandeshoSpilals. Di- Proclamation Gawbelta's an die Bürger der Departement« lautet; Auf Befehl der Regierung der Republik habe ich Pari« verlassen, um Euch mit den Hoffnungen des Pariser Volkes Instructionen und Bese le zul bringen von denen, welche die Mission übernommen haben, Frankreich zu befreien. Pari« wttches s-.t si.b-nzehn Tagen belagert .st, gewahr, das Sw-up.-l oon mehl als zwei Millionen Menschen, die, alle ihre MeinungSversch-b-ndk teil veraeffenv, um sich um da« Banner der Republik zu schaaren, die Berechnung der Eindringe. vereiteln «erden, die auf unsere bürgerlichen Zw'stig ' Die R-oolulion hatte Paris^ ohne Kanonen und ohne ® ' n Bekanntmachung. Ortsvorstände und Lehrer eingeladen werden. ™. f Taaesordnung: 1) Verwendung der dem Vcrem zur Verfügung stehenden Mittel. 3 " 2) Ueber die Bedeutung der Schafhaltung für die Landwtr.hschaft der hiesigeng . Beginn der Ver- Sollten einzelne Mitglieder noch andere Gegenstände zur Berathung msgesetzt wünschen, so wird gebeten, dies vor Beginn »»« «-ni.».m« d-" <»«" «—b— SX J w«»*. ----- «M- NB. Nach der Versammlung findet ein gemeinschaftliches einfaches Mittagessen statt.________________ liebet die bereit« erwähnte Antwort des Bundeskanzlers an den Ober- ... .„monier ffiefcbfe und den Vorsteher der Kaufmannschaft Commerzienrath eS ÄMiS der Ja-obp'sch-n Angelegenheit erhält die „Danz -Ztg." / J nÄhPro Mittbeiluna' Durch den Herrn Oberprasidenten ist die Cnt- solgende nähere ) ^uve^kanrlers über die Vorstellungen gegen die Verhaftung ' Iacobyund^de^t *Jta u fmanerbig , da!irt F.rieres, 28. September, b Oberbürgermeister ^rieschke mitgetheilt wvrcen. Dieser hatte sich bekanntlich dem Odervurgeru e^i Action in Gemeinschaft mit Eommerztenrath SCäääää sssiä Ds-ä «uwä sä«*« s.»"■«* i»,1 ftÄT- ÄS ä« Elftß und Lothringen »ettetzt, da der hiesige und die i:rr Krieasomer an Menschen ic. verursacht wurden. Da sei denn die vr^SvS Sr-ftrs ÄSttrs: s7ssuna de"« Nottdeutschen Bundes auch m Friedenszeiten statuirt, bestände, der- arttae Eingriffe in die staatsbürgerlichen Rechte seitens des Herrn Bundeskanzler« nicht gebilligt noch geduldet werden wurden. Departements, 60,000 Mann regulärer Truppen um o,e Die Werkstäit n gießen Kanonen, die Frauen machen eene Million Patronen täglich, die Nationalgarve hat zwei Mitrailleusen für l-des Bataiüon. f Man fabrizirt für sie Feldkanonen zu Ausfallen gegen die Belager-i. Dre Fort- sind b-se t' durch die Seeleute und mit einer wunderbaren ArUllene »er- Heben, die von den besten Zi-iern der Welt bedient wird. B.S utzt hat ihr i Feuer den Feind verhindert, auch nur das geringste Werk zu errichten. . Die Wälle, welche am 4. September nur von 500 Kanonen vettheid gt > waren, sind es >etzt von 3800 mit Munitionen, He sich auf 400 Schüsse für l - . des Geschütz belaufen. Der Guß der Geschosse wird mit Wuth fottges tzt, J-d-r hat seinen angewiesenen Posten zum Gefecht. Der Wall I I* 8 . curcb die Nationalaarde, welche sich vom Morgen bis zum Abend m t Patr.otts ».ns für den Krieg übt.' Die Tüchtigkeit und die Erfahrung dieser improv.sirten Soldaten wachsen mit jedem Tage. hinter dem Walle besteht eine dritte Umwallung, gebildet aus Barncaven, hinter welchen die Pariser zur Vertheidigung der Republik den GemuS der Straß-nkämpf- wiedergefunden haben. Das alles ist ^geführt worden m. Ruhe und Ordnung durch die Mitwirkung und den Enthusiasmus Aller. Pari« ist nicht zu erobern, es kann weder genommen noch «b- rumpelt werden Zwei andere Mittel blieben den Preußen, um sich der Hauptstadt zu bemächtigen: der Aufruhr und die Hungersnoth. Aber V-r Aufruhr wird mcht kommen und die Hungersnoth auch nicht. Parts, welches sich ji f 8 stand, hat genug, um dem Feinde lange Monate-zu trotzen. Dank de»^ aufge häuften Lebensrnitteln, wird es mit männlicher Ausdauer dre Be chia S Mangels ertragen, um seinen Brüdern in den Departements Zeit zu lasten, zu Krieg. Die zweite ist, brüderlich die Befehle der republikanischen RcgiengSge- walt entgegen zu nehmen, die hervorgegangen ist aus der Nothwenbigt und dem Recht, welche keinem Ehrgeize dienen wird und keine andere Leidensäft hat, als die, Frankreich dem Abgrunde zu entreißen, in den die Monarchie eqestürzt hat. Dies geschehen, wird die Republik gegründet sein, geschützt gegen t Verschwörungen der Reaktionärs. Ich habe den Auftrag, ohne den Schwierigkeiten oder dem Widstande Rechnung zu tragen, den Unzulänglichkeiten und Verzögerungen abzuheln und die fehlende Zeit durch Thätigkeit zu ersetzen. Es fehlt nicht an Männer; was fehlt, ist die entscheidende Entschlossenheit und die Folge in der AuSführlg der Projekte. Was nach der schimpflichen Capitulation von Sedan fehlte, waren Waffen und alle Vorräthe dieser Art, die nach Sedan und Straßburg irigirt worden waren. Man wollte sagen, daß durch eine letzte sträfliche Combration die Urheber unserer Unfälle uns im Falle noch alle Mittel neymen wollte, um unseren Schaden auszubessern. Gegenwärtig werden die abgeschlossenen Sifäufe zur Folge haben, uns alle verfügbaren Gewehre des Erdballes anzuschaffe, und für die Ausstattung und Kleidung der Soldaten fehlt es weder an Arbeiter noch am Gelde. Man muß alle unsere HülfSmittel in Thätigkeit setzen, die unermeßli« sind, man muß die ländliche Schläfrigkeit abschütiela, man muß dem thörichter panischen Schrecken entgegenwirken, den kleinen Krieg vervielfältigen, den Krieslisten Kriegslisten entgegensetzen, dem Feinde keine Ruhe lassen, man muß den natmalcn Krieg eröffnen. Die Republik fordert die Mitwirkung Aller. Sie wird jeden Muth nützlich machen und alle Fähigkeiten anwenden. Ihrer Tradition zemäß wird st? junge Anführer schaffen. Der Himmel wird aufhören, unsere -egner zu begünstigen. Die Herbstregen werden kommen und, zurückgehalten und usam- mengehalten durch die Hauptstadt, werden die Preußen, entfernt von der Himath, beunruhigt und gestört, Stück für Stück durch unsere Waffen, durch den ffunger, durch die Natur decimirt werden. Es ist nicht möglich, daß der Genius von Frankreich stch für imn.r verhülle, daß die große Nation ihren Platz in der Welt sich durch eine Invasion von 500,000 Menschen nehmen lasse. ' f 1 Erbeben wir uns in Masse, sterben wir eher, als daß wir die Schande' einer Gebietszerstückelung ertragen, lieber alle unsere Unfälle hinaus bleit noch das Gefühl der französischen Einheit, der Untheilbarkeit der Republick. Das eingeschlossene Paris behauptet nur noch glorreicher den unstMichen Wahlspruch, welcher der von ganz Frankreich werden wird: Es lebe die Nation! Es lebe die eine und untheilbare Republik!" Die „Corr. Havas" enthält folgende an die ländliche Bevölkerung sich richtende Apostrophe: „Es sind nicht Osfiziere, welche uns im Kampfe führen werden. Es ist ein Weib, ein Weib plebejischer Geburt; aber ein Weib, welches nicht zurückweicht, nicht Verrath übt und niemals kapitulirt, welches die Seinigen, wie die Löwin ihre Jungen vertheidigt; ein Weib schön wie die Morgenröthe und tapfer wie das Schwe-t; welchem Du, o Bauer, es verdankst, daß Du Eigenthümer und nicht mehr Sklave bist; welche Du, Undankbarer, verleugnet hast und noch immer hartnäckig verkennst, welches nichts desto weniger aber an Deinem Glücke zu wirken fortfährt; ein Weib, dessen Blick lächelnd wie das Blau des Himmels, schrecklich w.e der Orkan ist und welches seine Liebe über die Völker ausgießt und den Blitzstrahl gegen die Könige schleudert. vte;.^ ist die Republik!" Die „Times" sagt am Schluffe ihres Krügsanikels vom 7. Oktober: „Unter den vielen unglücklichen Täuschungen dieses Krieges beherrscht noch immer eine das französische Gemütb, daß nämlich die Sterne in ihrem Lauf gegen die Preußen kämpfen, — daß Pestilenz und Hungersnoth das Werk der Vernichtung vollbringen werden. Je eher man diese Idee fallen läßt, desto besser. Es ist nicht der mindeste Grund vorhanden, warum die Deutschen um Paris nicht in völliger Sicherheit überwintern könnten. Kleidungsstücke und Decken für die Armee fbnnen in wenigen Tagen per Eisenbahn gesandt werden, und die immen- sen Wälder um Paris werden endloses Mater al für Hütten und zur Feuerung liefern. Kann die Belrgerung von Paris nicht durch die Bürger von iniun oder die Provinzialbcwohner von außen aufgehoben werden, ist es unnütz, auf die Elemente sich zu verlassen." Bezugnehmend auf die jüngsten Waffen- und Munttionslieferungen Amerikas an Frankreich fragt Vie „Times": „Wo ist die Deutsche Flotte? Gedenkt min wirklich, den Franzosen zu gestatten, sich vom Auslande bewaffnen zu lassen, ohne einen Versuch zu machen, es zu hindern? Die deutsche Armee hat Wunder gtthan; will sich die Flotte damit begnügen, im Hafen zu bleiben? Wenn man bedenkr, was die Conföverirten mit zwei oder Int großen Schiffen gegen die ganze Macht des Nordens thaten, kann man nicht verstehen, wie die deutsche R g-erung die Meere gänzlich ihrem Gegner überlassen kann." Der Papst hat unterm 29. September einen Brief an die Cardinale ge- richtet, in welchem er gegm die Besetzung d-s letzten Restes des Kirchenstaates protestirt und unter Andern sagt: „Da Wir als der Statthalter Christi auf Erden und als oberster Hirte der ganzen Kirche durch die Vergewaltigung derselben nicht mehr im Besitze der Macht sind. Vie Angelegenheiten derselben frei zu leiten, so protestiren Wr gegen einen solchen Gewaltakt unv Wir werden diesen Prot st der ganzen katholischen Welt kundgeben. „Unsere Feinde werden einwenden, daß Wir nach wie vor die volle Freiheit besitzen, die geistlichen Angelegenheiten zu leiten und mit Unseren Gläubigen in permanentem Verkehre zu bleiben. JDem ist aber nicht so. Personen, welche erst kürzlich aus dem Vatikan in die Stadt gingen, wurden von den Sbirren der neuen Regierung genau durchsucht, ob sie nicht Briefe oder Dokumente bei sich hätten. Auf erfolgte Reklamation entschuldigte sich zwar der Regierungscommissar und sprach von Mißverständnissen, wer kunn aber verbürgen, daß sich derlei Per- quisitionen nicht wiederholen werden? „Der römischen Universität, an welcher über eintausend zweihundert Hörer studiren, die von ihren Eltern und Vormündern dahin gesendet wurden, damit sie durch wahre Lehren erleuchtet, durch Irrlehren nicht verdorben werden, droht ein großer schaden durch die Einführung des italienischen StuvienplaneS und die Wahl von Professoren, welche den alten Ruf dieser berühmten Anstalt wahr lich nicht erhöhen werden, ja es unterliegt keinem Zweifel, daß diese Studenten, die stch zumeist dem geistlichen Stande widmen, in Vas Mil'tair eingereiht werden. „Auch die neuestens veröffentlichten Verordnungen und Decrete der Regierung über die Kirchengüter lassen die Absichten der Usurpatoren errathen. „Gegen alle diese bereit« erfolgten und noch erfolgenden Maßregeln protestiren Wir und finden Und veranlaßt, Dich, geliebter Sohn, hiervon zu verständigen, Uns vorbehaltend, diese Verhältnisse in einem anderen Briefe näher auseinander zu setzen. Inzwischen bitten Wir zu Gott, Er möge den Verstand unserer Feinde erleuchten, damit sie nicht kirchliche Strafen gegen sich herauf, bkschnören und Seinen furchtbaren Zorn herausfordern, denn Gott sieht Alles, Ihm kann nichts entgehen." Kriegsnachrichten. Nach Berichten aus Versailles ist die deutsche Reiterei jetzt mit dem Ab. fangen der Ballons betraut, welche von Paris nach Tours abgesandt werben. So oft eine „Luftpost" die Stabt verläßt, jigen die Reiter dem Ballon weit in das nicht von den Deutschen besetzte Land hinein nach, um ihn beim Herab, fallen zu erwischen. Zwei Mal wurde diese Jagd von Erfolg gekrönt, und die Correspondenz der pariser Regierung fiel in Folge dessen den Behörden in Die Hände. Aus derselben soll hervorgehen, daß nicht mehr volle Einheit unter Den Mitgliedern Der Regierung der nationalen Vertheidigung herrscht. — Briefe aus Toulou e metden, daß die Aushebung der Mannschaften von 25 bis 35 Jahren auf'S Eisr gste betrieben wird. Man läßt Niemanden zu Hause und will sogar Die Seminaristen und die Priester, welche ihr 35. Jahr noch nicht erreicht haben, einziehen. Da« GerS-Departement hat Die von ihm gebildete Compagnie Franc- tircurs nach Tours abgesandt. Die Leute haben eine schwarze Fahne und sind mit der Miniebüchsc, welche 1200 Meter weit schießt, bewaffnet. In Toulouse und vi blsetzt knd hier hm, die hiesig!, : HammelsW J rskr, Heu und nicht requinm igtn Magajia» rüg ber Wltnr, nl de la döfense m ttm Wchy . !klprochen, (int n Tage die ch hatte die Zit« vechteÜ/gen |i nbaniul nich/s ’b ». Art 1 Öffiji« une 18 Wann gefallen, 8 Offiziere und 1UU |"nnt«e?SnW worben. Ämmanbeur ber Erpebition, Genera! Abramoneo, würbe lncht tz gjverpooi erfahren wir von einem schrecklichen be? om 11 September an ben Küsten non Nova Scot.a gewuthet hat. Zn Schiffe versanken ober strandeten bei Egg Island Man hat nichts wett« von der Bemannung ders.lben gehört, so batz man den Untergang »teler 2«nrfcben- leben befürchtet. Bei Wolf'S Island würben die Trümmer von vier schiffen aeiunden, doch scheint deren Mannschaft gerettet zu fein. ^ Gestern wurden wieder 10 große Kisten mit Patronen und Revolvern ab- n,f.6t w,lche unter falscher Derlaration nach Boulogne abgehen sollten. 9 6 Das General-Postamt macht bekannt, baß zwar gewöhnliche, aber keine «- commanbirte Briefe nach Paris angenommen werben, ba die französischen Bchorden sich diese letzteren verbeten haben. SÄ’... Ml», P.,„> »" ®‘"n" Petersburg, 8. Oct. Die den Gehorsam verweigernden Bucharenchef« Btirsennacfcricbten. 11. October 1870. Preuss. 472% Obi. 91V1 Frankf. 3V2°/o Obi. 80 Nasa. 41/2% Obi. 901/2 Kurh. 4O/o Obi. 821/2 Hess. 4O/o Obi. b. Roths. 921/4 „ 31/2% do. do. 871/2 Bayer. 5% Obi. 971/4 „ 41/2% 1 jährige 917/e - 4O/o Vzjährige 917/g Würtemb. 41/2% Obi. 903/8 Baden 41/2% Obi. o. E.L. 911/4 Oestr. 50/g b. R. 537g „ 50/g National 74i/2 , 50/g Metall. Obi. — 50/0 M. ateuerf. — Akner. 6"/g 1882r Bds. 951/2 „ 69/o 1885r 94zen des Gießener Anzeigers mltgeth.ilte Depesch d ftlbstverstanllich und Vernichtung seiner Armee französisch » spg st Bemerkung, oeil »WK. '* e»cj«l- 3"' tun €»W HU » ®* tat tu Iri»1’ ttm antwort^ lori fit nach . (rn«ti □»meinen W , Der 9(,i r ß-st«"° •»t (inne« f'»' Prlorit&ten. 50/y östr. F. St. E. B. 362 Ludwigsh.-Bexbach IGl3/^ Maxbahn 108 Bayer. Ostbahn 121 Hess. Ludwigsbahn 135 3% östr. Stsb.-Prior. 55i/4 3% östr. s. Lombard. 453/b 3% Livorneser 31 50/g Toscaner 49 Frankf. Hypoth.-ßank — Frankf. Vereine-Kasse — 50/g Elisabeth-Prior. 76V4 do. II Emise. — Anlehenelooae. Kurh. 40 Thlr. Loose 62‘/2 Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. - 40/o bayr. Präm. Aul. 107 40/g badische Loose 104 Badische fl. 35 Loose 57 Vj 1858t PrioritätslooBe 149V< 1860r Loose 737/s 1864t n 108 |(0In un(«< sch»'r-n Vilug.-unzsg-schützk ttm Ft!ndi bald da« Han.wtt., b» ttrtf.m P ■ - ' ---------------------------------.............. ,M* e?; r D.I «■ »■'«" “ ----- n äs”ä «*55*$* $5»L?eSS— JSÄ"!—tiS! ""n°siein Hau^g^eführt und ihnen unter Verabreichung von Branntwein gesagt ist j?tz,2 Uhr Morgen«. Die meisten von unseren Leuten suchen in dem bürfti0eni)a()en. „Hier könnt 3hr «uf die Preußcn , ii^®^ tcn jU' zwrizähriger Zucht- Stroh einige Ruhe und Erquickung, andere beklagen Kameraden, die noch amBerhandlungen hatien die Verurtheilung g 8 Tage zuvor lustig mit ihnen plauderten. Denn leider büßten wir gestern wteberhgusstrafe zur Folge. ( • ö ) sBrofibenten ber Provinzen Preußen, drei brave Kameraden ein und zwar alle durch Chass-potkugeln. Wir ruckten $ erlitt, 9- Oet. c'e ®lle‘’ ?^b/grmittelunflen angestillt werben nämlich mit unseren Geschützen in die Feuerlinie der Franzvien, welche unglaub^-Pommern, Brandenburg, Sehseflen » ft Franzosen in ben Jahren ljch weit schießen. Einige 10 Pferde sind verwundet oder ge.ödtet Da« Gefechttie per C°'.tribut,°nen welche tortri« 8 «JPeS, dauerte von Mittag« 12'/- Uhr bi« Abend« 8« ffit• au«- der Heftigkeit des Feuer« könnt Ihr Euch vielleicht emen Begriff machen, wenn^ xj^ngen in Betracht kommen. D g t "’g mcnr »o» al« seine ick) Euch sage, daß unsere Batterie allein an 600 Granatin abgab und rm gesogen war" und daß Napoleon - ,,F Ausrufe, den Ganzen wenigsten« 12 Batterien im Feuer waren. . . Die armen 8a"®wtJr'Sriege Preußen iU Grunde richten muß ff fln fein $clE gerichtet hat. leute »om 58. und 59. Regiment haben entsetzlich gelitten, ebenso die 19er unb«^^ Friedrich Wilhelm III. unterm . i „ . son 81er; von einer Compagnie der 58er blieben von 150 Mann nur noch 22 Mann Dresden, H- Ort. Da« „Dresdener Journal sch • ^co®Qtjon unverletzt, die anderen sind tobt oder verwundet. Die Infanterie weiß der «r- 4(cn feat für den König von Preußen eine beso eom ftbnj„ tillerie in diesen Affairen nicht genug zu danken, und die Ansicht, da^ wir 1 militärischen St. Heinrichs-Orders gefsii e , des Königs, General- unserer Artillerie das Beste thun, ist allgemein. Wrr haben gestern, einer g- Preußen getragen werden soll. Der O * l Versailles eem Könige me infam en Schätzung nach, unsererseits wenigstens an 800 Mann Verlusts v.Thielau, hat diese Decora.on am 9^ Oc.. n JMgJ «» Weit« au,sieht, weiß ich nicht. . • . Ich ^n^Äbn™ »on Preußen überreicht , »eltb r barauf .n J a Thielau in Deinem Telegramm 8-«» ,-t d->t. ,,So-ven uverga befontetcn rhrenvollen Aus- Namen ben militärischen HeinrichS.Orden m t e «er c.£ mjt B(sn, schn'Uck-ug.. Empfanse ^rm, me.n| M wic beglückende Er. ... Thpilnnhme der sacvtt- s SS» >» " «— '"VS?,1 rä ää. »Z- »•«'■*- - ä -• «3* ä «•%ÄJSSÄÄ«tr SSSSS»5 bei W halten werd/ii durch Militar-Epeeut-on dazu gezwungen merten. Sie ■ "ft, der Bremer Vorlage, und macht ausführliche Vorschläge Executions-CommanboS Wohnung und Beköstigung zu gewaSren ohne dasur en wog a> tzj^^züglichen FriedenSbedingungen. Ä“ W — 10. oct. Eine von 1500 Personen besuchte^Versam die Kosten bet Exemtion bezahlt sind. Die Truppen sind "'^ ^r ermächtig, sondern sogar verpflichtet, Haussuchungen zu veranstalten und baare« ®elc, fo »i Jebe« andere Werthobjeet bi« auf Höhe der schuldigen Steuern mit Beschlag zi deleaen. Die Maire« sind autorisirt, die Exeeut,onstruppen zunächst bei den widerspenstigen Steuerpflichtigen einzuquartieren. Pünktliche Steuerzahler sollen n'^’1 Brüssel" C10.CUDct‘. Au« Tour« vom 9. Dctober wird gemeldet: PaZ«, nruber E« sind keine politischen Begebenheiten vorgekommen. Von St. Denis haben wir einen RecognoseirungS-Ausfall auf 5000 Mette« vor den^Fort 5;ÄÄ ........ * f** to3S**S Ä? itoW“« «• «M «eterflbur« 8 u«. im ... ...............■ ASM- =a$'=™=s ----- =■---~-= schüft bn weitem nicht Spwlraum l ff . juristischen Grund. ■ Psunder Brandgranaten i«'««»“X *{ ’ anwenriU«0 tarnen. Man scheint die bet ’ saft-" bisher f« 6*'fe‘ausgedehntestem Maße bei der Belagerung SIS ÄS.ÄW Ä »■ - ES »»Ms gehen suche. Een Thetl dieser Offictere ex reer flnterer abcr (tebe jetzt auf und Mobilgarden, in französischen ' . ße Nnzahl Osfieiere cb- dem Punkte, nach Algerien zu gehen, , Frankreich eilen Md zulösen und in ^^m Amte i» Hetzenselbstredend nicht in der Lage, gegen tie Deutschen kämpfen können! Wir mb leivgr diese Nachrichten venfilirrn können, w h darüber werde. Der Vorgang 3 SttÄS äsf-** w erlheilt wird. (K. Ztg ) < Massenankäufe in russischen Schiss- “Sä» mentli<6 und nach allen erheblichen Beziehungen aufgesuhrt. Telegraphische Depesche. Versailles, 11. Oct. (Officielt.) Das bayerische Cors d. Tann, Vie Cavallerie-Diviflonen Prinz Albrecht und Gnf Stolberg schlugen am 10. October eine feindliche Division lei .Artenay und »ahmen ihr drei Geschütze und 2000 Gefanqene. Dis- fettiger Verlust circa 110 Mann. Der Feind floh in voller Afflosung. Die Verfolgung desselben wurde fortgesetzt. Die Einnahme von Orleans ist bevorstehend. Die Cavallerie-Division Rheinbaben trieb am 10. Octobr 4000 Mobilgarden bei Cherisy über die Eure zurück, wobei letztere e- hebliche Verluste erlitten. Vor Paris nichts Neues. v. Podbielsky. Vermischtes. Aus Oberhesiett. Seitdem durch den Abgang des Herrn Dr. $ en fei mann in berg die von demselben gegründete Ackerbauschule eingegangcn ist und sich bedauerlicher Weise n»ch Niemand zur Wiederaufnahme derselben gefunden hat, befindet sich die Provim Oberbessen X! jebe derartige Anstalt und sind diejenigen, die ihren Söhnen eine höhere landw. Ausbildung geben können und wollen, darauf angewiesen, dieselben in außerhalb der Provinz bestehende Ackerbauschulen zu schicken. Cs mochte zu diesem Zweck keine andere Anstalt beffer geeignet sein als dir in Darmstadt bestehende Ackerbauschule, die in den Winterhalbjahren 1866/67 von 1'1 1867/6R »on 18 1868/69 von 11 und 1869/70 von 22 Schülern besucht wurde. Wir machen um ko mehr aus diese UnterrrchtSanftalt aufmerksam, als die an derselben wirkenden Lehrer wie Dvl nomr-rath Dr. Krämer, Dr. Hallwachg, Dr. Thiel, Leisewitz u. s. w. sür 'tüchtige Le,- stungen bürgen, außerdem aber auch gerade die Anforderungen, welche die jetzigen schweren Zeiten an die Leistungen der Landwirthe machen, Eltern um so mehr Veranlassung geben sollten ihren Lohnen eine tüchtige Ausbildung geben zu lassen, damit sie befähigt werd.n, den an sie'heian- tretenden Aufgaben immer mehr genügen zu können. Programme der Anstalt sind bei Ehr. Küchler in Darmstadt zu haben. Allgemeiner Anzeiger. lUKlftr. 39/135/5U-i36 659 39/138'5^-13» 621 und in 26 4384 e n. (4302) 3528 208 178 20 31 49 Eichen-Stämme 148 Nadel- „ Flur Nr. 3/58 349 888 552 392 570 Hotzverfteigerung im Gießener Stadtwalde. 4391) Montag den 17. October d.J., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtmalde, Diftric- ten Wanne, Hochwarte, Faulerboden, Bru- derwmter, Strangswiese, Unterwald und Bannwald, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, und zwar: Vermischte Anzeigen. L387) Ich wohne vorübergehend bet Herrn Carl Metzger itt der Neustadt. Dr. Dornsetff, pract. Arzt. 83/.i „ 470 Wellen 795 1G. HOU-HI Berstsigeeungen. 4198) Donnerstag den 10. November, Vormittags 10 Uhr, '.oll aus dahiesigem Nathhause die Hofraithe des Friedrich Karl Julius Orth und Ehe- frau Friedericke, geb. Helm dahier, wie solche hierunter näher beschrieben ist, versteigert werden, als: alt neu HjKlftr. 13/z7 V1077 6 Hofraithe bei der Kirche. Gießen, den 26. September 1870. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. K. Vogt. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. März 1871 gestattet- Die Gcoßh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 11. October 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. , ^.?8) Ich suche einen Actuariatsgehül- fen II. Classe, welcher bald eintreten kann, zu engagiren. ' Gießen, den 12. October 1870. Funk, Stadtgerichts-Actuar. Mein Tuch- uud Bukskin-Lager in empfehlcnde Erinnerung bringend, Z Clioeoiade. Sehr gute und preiswürdige Chocolade (in allen Sorten) empfiehlt bestens F. Wilh. Hartmann, ________Gonditor. 5 „ Stangen 8 Eichen- „ 39/'2O8 39/314 40 81U-85 4<>/278 4%?oU 320a 4 */61 42/go 4V175U176 41/182U.i83 27/?4 Gießen, 613 565 726 Acker am Schwalbachischm Äcker, Äcker, links des Krofdoi- fer LLegs, Acker an der Lehmkaute, Acker am Wiesecker Weg, rechts, 44/74 «/o 46/60,5 42/130 15/449 37/223 37/227 ,0/56 40- 63U-61 Flur Nr. 3 V15 34/48 26/. 3 2<58 —1 Acker daselbst, 315 Acker daselbst, links, 295 Acker im Wingert, 620 Acker, links in d. Schwarz- 4383) Donnerstag den 20. October, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhause auf fre- wllliges Ansuchen des Gcoßh. Regieiung-- raths Herrn Fall en ins in Büdingen de demselben gehörigen Grundstücke, in dir Gemarkung Gießen und Wieseck gelegen als Eigenthum versteigert werden. — Der hierauf Reflectirenden biene zur Nachrich, feafe mir eine Versteigerung der Grund- stucke abgehalten und bei einem annehmba ren Gebot der Zuschlag sofort ertheilt wer- den wird ; sollte zedoch kein entsprechendes Gebot erfolgen, so sollen solche in dem- lelben Xennnie auf 6 Jahre anderweit verpachtet werden. Kriegsmimmeril der Gartenlanbe. . °'"7r..?ffI"L"detkazug^ Nach d-r Nalur aufgenommen von H. '**■ ””i' k-’ ...... Som Veifass-r Ludwig Lang, Marktstraße Lit. D. Nr. 25, 76 Grabstück auf dem Sand 148 Grabstück daselbst, 28, Acker, auf den Warthweg, -341 über dem Sandfeld, 884 Acker au der Marburger- Straße, 1121 Acker am Rain, hinter der Warthe, W Mr, auf den Flnlhgraben. Acker, »rrs bm Weg, YlN- ter der Steinkaute, 1030 Acker, rechts am grünen Weg, 432 Acker, links am Badenburger Fußpfad, 692 Acker in der Lichtenau, 103o Acker in der Lichtenau, hinter der Steintaute, Wiese, links des Heuchelheimer Wegs, Wiese hinter dem Wall- brunnen, Wiese daselbst, Wiese in der Schwarzlach, Wiese daselbst. Gemarkung Wieseck: lHKlftr. enif.fi l le ich besonders : dunkelgvau Ittelitf u. hefffschqraues Ättmann. — Äu^dH"" - "»5-,, oer ^carur nufge t1*1"?- ersteres von 1 ft. 42 fr. an, graue und blaueArtikels: „Bei dcn Kanouem" - Aus"?igE^°N^°Von W Xtldbc für Wtltlrttr« Itnh __- ^Bl'ch. (Fortsetzung.) — Im Lager unserer fvor«. Von A. v Corvilk Fülffte?Briff' II. von Nachmittags 1 Uhr an den Districten Bruderwinter, Strangs wiese rc.: 33Vx Stecken Nadel-Prügelholz, 9R „ i, Stockholz, Wellen „ Reisholz, Nadel-Stämme mit 5636 Cubikfuß, „ Stangen „ 898 Die Zusammenkunft ist des Vormittaas 9 Uhr auf der Licher Chaussee an der V. «chneiße und des Nachmittags um halb 1 Uhr in Annerod i,n Daubenanger, 381 Wiese an der Oberlach und yO9 om Schafmützchen, 323 Wiese am Morgenweg, 456 Wiele daselbst, 636 Wiese an den Herrnwiesen. den 12. October 1870. öt- Müller, Ortsgerichtsmann. 73/4 „ 280 Wellen L von Vormittags 9 Uhr an in den Districten Wanne, Hochwarte F a u l e r b o b e n : 9 Stecken 9'/4 „ 8*/4 „ 440 Wellen 5 Stecken Buchen-iLcheidholz, „ Prügelholz, ,, Stockholz, Reisholz, Eichen-Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, 33/4 Stecken Nadel: Prügelholz, Stockholz, Reisholz. mit 776 Eubiksiiß, . 1957 «r e.. , 1 I • 1 vv llllv VinilC 'ur Mtlttarrs und Polizei, ordinäre Winter-Düffel für .poppen und FrauenjaiLerr, ä 1 ff. 45 kr. pr. Elle .......... i« n. i-eM e*. «,«ft U-, 4389) Es sind noch mehrere der Frau Block gehörende Grundstücke zu verpachten. Näheres hierüber ist bei ihr selbst oder bei Unterzeichnetem zu erfahren. Gießen, den 12. Oct. 1870. _______________Vogt, Ortsgerichts mann. 3627) Alten Malaga, Portwein, Tokayer, sowie gute, unverfälschte Rothweine, em- pfehleu I. El. Busch Sohne. Feilgebotenes. I _ Ausverkauf von Herrenfilz sowie von Stoffhüten, Knabenhüten und Knaben- muhen. Ich mache darauf aufmerksam, daß in Kopfweite, ena sehr schone Herrnhute in Filz wie Kork, zu haben find. ____________________3- Köhler, Seltersweg. 4380) 3n einem hiesigen Fabrikgeschäft i|t eine Commisstelle frei. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4390) Zur größeren Ausdehnung eines eit längeren Jahren bestehenden nachweis- lich rentablen Fabrik- und Engros-Gcschäf- tes tn Offenbach a. M. wird ein thätiger Theilhaber mit einer Einlage von circa fl. 20,000 gesucht. Franco-Offerten unter D. B. 936 beför- bert bie Amioncen-Expedition von Haa- sentteru S» Vogler in Frankfurt a M. 4333) Neue Sardellen, holländische Nollhäringe, immarinirtc Häringe, Prima Schweizer- und Limburger Käse empfehlen_______I. A. Busch Söhne. 4377) Einen Haufen Mist hat zu verkaufen Heinr. Becker, Reue Anlage. ' ^-Fortsetzung.) — Im Lager unserer Heere. 3798) ^r Militärs empfehlen wir wollene Jacken im Preise von 1 fl. 6 kr , J f 1 18 kr. rc- rc., ferner Hcibbiuben in verschiedenen Sorten- Ä- A- Busch Söhne- VsrMiKthUKgEÄ. ..t386). E/n F-milienlogiz ist zu vermie- then und alsbald zu beziehen bei ____________Frau Wissig, Asterweg. 4378) Einige schöne möblirte Zimmer mit ober ohne Eabinet, sind im Binder’; 'wen Garten zu vermiethen. 3843) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen. Wallthorstraße Lit. A. Nr. 227. : 4245) Zwei freundliche FamiUenwoh- nungen sind in meinem vor zwei Jahren i neu erbauten Hause zusammen oder getrennt ZU vermiethen Gärtner Schaum, 5 vor dem Seltersthor. \ 4274) Zwei freundliche Parterre-Zimmer auf dem Seltersberg, in der Nähe der Eisenbahn, sind mit oder ohne Möbel sogleich zu vermiethen bei K. Heusler, Pfarrer, __im Peppler'schen Hinterhause. 4354) Ein möbUrtes Zimmer mit Eabi- Nr 101 vermiet^cn* Asterweg Lit. A. 4150) Ein Logis von 4 Zimmern, 2 Ca- biueten und allen dazu nöthigen Räumen w durch den Wegzug des letzten Miethers uFrankfurt anderweit zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Ehr. Reiber, am Kreuz. 14332) Das Garnlager dec I. A. Busch Söhne ist wieder in allen Farben und Qualitäten aufs Vollständigste ausgestaltet und empfehlen wir dasselbe zu den billigsten Preisen. Feschtbriefe für die Main-We?er-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, Marktstraße Pa^t gereimt und zwar ein ganz apartes; X. . r .Ulis. Divit-a est Galha in tres partes, ©eit jener Zeit ward viel gemacht, auch viele Staatsstreichs - artes ©ehi”1 bfV ^'^blmshöh' der große Bonapartes, nt ganz wunderschön und darob auch kein hartes, L i? auöev (So^n unb Weib, sein fromm, blond, rothes, zarter ff-nt l^n?irLnn ^bUgierrg Volk oft stundenlang sich schaart es ' Eilt Euch! denn in der Kürz' herrscht Louis en Franke, abwart es' Der Dichter dies, der betf im Ort, der schreibt sich --—--------------- ----------------- Dr. Martes. 4263) Ein rnöblirtes Zimmer ist zu vermieden bei Louis Petri II., _________________ Neuenweg. 4049) Im Cafe Kuhlmann sind möblirte Zimmer an ledige Herren zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Nedaction, Druck und Verlag der Vrühi'schen Univ = 521ueferei lFr. Ehr. Pietsch) in Gießen. in 1 Preis v1 mit Bri N' / ( Nr Be 1. N zeichl auf geft! über Zutu der $ tote ( vbwa Zeit, unser tineir ^gen und i es bi daß Nd nach land gew, sind kann und bltii flut von für müfl bleit die (