er 1 Seflreben Jtben. « Henn Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 40 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Ltt. B Nr. 1. Anzeige- und Amtsktatt für den Kreis Sichen. a Qn dtt Kette ’8er finden bei >ng bei et k ^omp. I ► s? I imü *a> laufenden il I thält: ff ,i lFortf.) %0, 7 Tie Krebs- l dm Bilde ven I "U Port Royal. * iaroby. - $er % d seine Gemah- 1 - Ein Meister I Es. Bon Dr. > les Portrait. - A r|f-) Historischer n sich Buchhhandlung, I iicker. fließen. )ril Christian lg- Jacob Bogt cob Ronstadl in t in Hießen e n ft. )tn 10. April- 'mann. r. Seel. den 11 April. nrann. chmahls.) n 15. April. Seel. eroicar Drescher- • t e. Michael Diehm, 'infanlniercginitntf 'Ur6 Anna fflay chcnck, des Lingns idda, Sari && mit ßubn'lg N Berlin, des <‘t; imanne zu n* unb ßilbdmi" Eloitldr ,c6b cfeßors o« ul " i-gust 6l(tnn' c ttißian ** iitlrr * Sohn, b Schin'dt, MJ Baltic Schn-dt, b b. Ar°'- '■ Ä'Heilditt'er». . verstoß E'1-”' PtierM "b j* 35-7 ' /wenn, „je VoS^"^ •#< ** - ** Dienstag den 12. April Nr. WL 1870» Amtliche Bekanntmachungen. Gießen, am 8. April 1870. Betretend: Vertilgung der Naupennester auf den Obstbäumen. Das Grohhtrrogliche Kreis« in t Gießen an die Äroßherzoglichen Bürqermeistereien des Kreises und Großherzogliche Polizeiverwaltung der Provinzialhanptstadt Gießen. daß sämmtliche Grundeigenthümer, Nutznießer oder Pächter von Grundeigenthum, sowie alle mit der Aufsicht auf öffentliche mit Bäumen oder Sträuchern bepflanzte Wege und Anlagen beauftragte Personen binnen 14 Tagen die Baume, Zaune und Gesträuche auf ihrem Grundbesitz, oder ans dem ihrer Aufsicht untergebenen Gebiete von den darauf beflndlichen Raupennestern zu reinigen haben, bei Vermeidung der durch Art- 80 des Feldstiafgesetzes bestimmten Strafe von zivei Kreuzern für jedes einzelne, bei der demnächstigen Visitation vorgefunden werdende Raupennest. Rach Ablauf der Frist wollen Sie eine Visitation durch die Feldschützen vornehmen lassen und alle Anzeigen in das Feldiuge-Verzeichmß eintragen. ’ l)r. G o l d m a n n. Die Grundbesitzer werden aufgefordert, innerhalb 14 Tagen, bei Vermeidung der im Artikel 80 des Feldstrafgesetzes, ihre Bäume, Sträucher und Hecken von den Raupennestern^^^siiubeni„ inncr^Qlb gleicher Frist ihre Hecken bei Vermeidung der gesetzlichen Strafe zurückschneiden lassen. Gießen, den 7 April 1870. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provmzialhauptstadt Gießen. *97 o v e r» Reisholz. Wellen Julienne CO 146‘A Gießen, den 9. April 1870. meßen, den v. npru io/v. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt-. I 14 Eichen- und Radel-Stämme von 6Vz Stockholz, Reisholz, A. Brennholz: Stecken Eichen-Prügelholz, 95i/4 10350 Wellen 403/< 21 Vz 1750 2Vz IVt 500 Prügelholz, Eichen- und Radel-Stockholz, Buchen-, Eichen- und Nadel- Reisholz, Stecken Eichen-Scheidholz, „ „ Stockholz, Wellen DornenReisholz; Vorbehältlich definitiver Feststellung. Gießen, im April 1870. Der Anfang ist Morgens 10 Uhr am Wege von Oppenrod nach Albach bei dem Schneckewüst. Oppenrod, den 9. April 1870. Grobherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Weis. Besondere Bekanntmachungen Frequenz und Einnahme auf den Ob er hessisch en Eisenbahnen. Theilstrecken: Gießen-Gninberg, Gießen-Hungen. ll’/z Zoll Durchmesser und 20 bis 35 Fuß Länge, sowie 35 Radel-Stangen von 3Vr bis 5 Zoll Durchmesser, versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Credit bis zum 1. November d. I. gestattet. Leihgestern, am 9. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. Holzverkauf in der Königlichen Oberförsterei Krofdorf. 1662) Donnerstag den 28. April er., um 9 Uhr Vormittags, werden zu Krofdorf in der Scheere nachstehend bezeichnete Hölzer öffentlich meistbietend versteigert: District 19 und 21 (Kühbett) Holz-Nr. 1 bis 142, District 30 (Bäuerstedt) Holz-Nr. 1 bis 57, und aus der Totalität der Districte 3ac, 9ad, 12, 22, 31, 32, 36, 43, 57bc, 67b, 71, 73ab, 74ac : 1 sehr starker und 29 geringere Eichenstämme, 24 Erlenstämme, 11 Birkenstangen, 8>/r Klftr. Küfer-, Felgen- u. Erlen- Nutzholz, sowie ca. 500 Klftr. Eichen-, Buchen-, Weich- und Nadelholz-Scheit, Knüppel, Stöcke und Reiser. Krofdorf, den 8. April 1870. Der Königliche Oberförster: gez. v. Meibom. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 1681) Montag den 25. April 1870, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distr'ct Hangelstein, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden. Holzvcrsteigerunq. 1684) Mittwoch den 20. und Donnerstag den 21. April I. I. Zur gef. Beachtung. 1595) Das Mehl aus der Kunstmühle der Herren Franz Peppler 8> Comp. wird bei uns unverfälscht, in derselben Qualität und zu denselben Preisen, wie in der Mühle, verkauft. I. A. Busch Söhne. 2125 Wellen Feilgebotenes 1630) Eine sehr bedeutende Anzahl Tapeten-Reste (fast durchweg Muster von dem vorigen Jahre) zu äußerst billigen Preisen. H. Hochstätter. jedesmal von Morgens 9 Uhr an, soll im Leihgesterner Gemeindewalde nachverzeichnetes Holz, und zwar: 5 Stecken Buchen- u. Eichen-Scheidholz, Eichen- und Nadel- Holzversteigerung im Oppenröder Gemeindewalde. 1683) Künftigen Donnerstag, den 14. April, werden im hiesigen Gemeindewalde, in verschiedenen Districten, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert, als: 658 Fichten-Stangen von IVz bis 3Vr Zoll Durchmesser und bis zu 35 Fuß Länge, IS3/» Stecken Nadel-Prügelholz, Nerfteigerungen. 1687) Mittwoch den 20. April, Vormittags 10 Uhr, sollen auf freiwilliges Ansuchen auf dahiesigem Rathhause die Immobilien, den Erben der Fräulein L- Haft gehörig, als: Flur Nr. D^lftr. i/b24 85 Hofraithe in der Schloßgasse, i/625 58 Grabgarten daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, den 11. April 1870. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. K- Vogt- Arbeitsversteigerung. 1686) Donnerstag den 14. d. Mts-, Nachmittags 1 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei die Plani- rung einer Strecke des Weges nach Dau- bringen, veranschl. zu 2903 fl. 12 fr., öffentlich an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Alten-Buseck, den 8. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Alten-Buseck. Wagend ach. B. Bau-, Werk- und Nutzholz: 2 Eichen-Stämme mit 81 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ist im Hangelstei- ncr Stctnbruch. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird das Holz bis 1 Novbr 1870 verborgt. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. *71 Oberhessische Eisenbahn - Gesell M schäft. Der Verwaltungsrath. (1682) d. Mts. zu Gießen für gemeinschaftliche Rechnung einen Weinhandel unter der Firma: „Zinßer & Schmidt". Jeder derselben ist berechtigt, die Firma zu vertreten und zu zeichnen. Gießen, den 9. April 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter. Oberhessische Eisenbahn - Gesellschaft. Bekanntmachung. 1663) Vom 16. d. Mts. an sind unsere Stationen ermächtigt, Privatdepeschen von und nach sämmtlichen Stationen des norddeutschen Teiegraphengebietes, sowie nach allen nationalen und internationalen Vereinsstationen nach Maßgabe des Reglements vom 1. Juli 1868 zu befördern. Gießen, den 7. April 1870. Der Verwaltungsrath. 1685) Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Adolf Zinßer zu Gießen u. Otto Schmidt von Ober-Ohmen betreiben seit dem 1- Bekanntmachung. 1680) Vom 15. April 1870 ab tritt ein directer Tarif für die Beförderung von Erzen, Brenn-, Bau- und Nutzholz in ^Wagenladungen zwischen den Stationen der Main- Weser-Bahn: Lollar, Butzbach, Friedberg, Vilbel, Bockenheim und Frankfurt und den Stationen Grünberg, Groß-Buscck, Lich und Hungen mit ermäßigten Frachtsätzen in Kraft. Tarif-Exemölare sind auf sämmt- lichen Stationen, sowie auf dem Büreau unserer Central-Verwaltung zu Gießen, gratis zu haben. Gießen, den 8. April 1870. Der Verwaltungsrath. 1661) Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Ludwig Lang zu Gießen betreibt daselbst von heute an ein Ellenwaarengeschäft unter der Firma: „Ludw. Lang." Gießen, den 7. April 1870. Grobherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter. (getrocknete Franzosen-Suppenfräuter) empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg.______ 1561) Einige Wagen voll Mist sind zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl. Fußboden-Anstrich. Fußbodenlack, soson trocknend, Leinölsiccatis zum Einölen, Oelfarben, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt Emil Fischbach, (1692)__Seltersweg. Gewürzkastchen Salz- und Mehlfässer in Holz und Porzellan, Holz-Tischdecken mit in Oel gemalten Bouquets, Landschaften rc., und Sa- latbcstecke in Horn und Holz sind in Auswahl zu haben bei Karl Fuhr, (1620)___________________Kirchenplatz. 1635) Eine Wheeler- L Wilson- Nähmafchine ist billig zu verkaufen bei I. Rothenberger, Lindenplatz. 1629) Das Neueste in Sonnenschirmen, sowie Stoffe rum Ueberziehen derselben, in reichhaltigster Auswahl. H. Hochstätter Wittwe, ______________ Schloßgasse. " 1679) Einige Malter gute Kartoffeln sind zu verkaufen bei Glaser H. Keck. 1594) Holländisches Nothkraut empfehlen I. A. Busch Sohne. 1870. Personen-Verkehr. Güter-Verkehr excl. Materialbeförderung. Extra- Ordi- naria. Gesammt- Ertrag. Total vom Januar bis März incl. Personen. Ertrag. Ctr. Ertrag. März. 8466, fi- kr. 3625 51 25151 fl. 1 kr. 1677 — fl- kr. 47 fl- kr. 5303 38 fl. kr. 13825 29 L. Stohr eo (1696) Mein Lager in 1545) I. &. D- Bapst. Klecsaamen, ich Das Neueste in 00 (1694) 8 1665) Sehr schöner Burbaum ist zu verkaufen bei Chr. Schopbach. Adolf Hensel ans Sachsen. zu Reiskirchen zu verkaufen. bei Emil Pi stör- sich der 00 CQ CD empfiehlt Bettzeug in Leinen, 6/4 breit, 18, 19 u. 20 Kr. Gutes Hausmacherleinen, 6/4 breit, 18, 19 u. 20 Kr. Sehr gutes Halbleinen, 6/4 breit, 14 u. 15 Kr. Taschentücher das Stück um ein Trinkgeld 6 Kr. Damen, welche Einkäufe zu machen wünschen, belieben gefälligst Vormittags zu mir zu bemühen, da Nachmittags Andrang zu groß sein könnte. Der Stand befindet sich, wie immer, auf dem Markt. 1689) Frische He fe bei Carl Heil Aechte Havanna -Cigarren Karl Wenzel ächt amerikanischen Nähmaschinen in allen Sorten und Systemen bringe hiermit in empfehlende Erinnerung. E Eichenberg. 1637) Zu bevorstehender Saison empfehle mein vollständig afiortirtes Lager in Estremadura, ächt englischer, sowie deutscher, einfarbiger Ringel- und melirter Baumwolle. Rechts und links Bein- längen-Strünlpfe, Socken, Sommerjacken und Beinkleider, Herrenhemden, Kragen, Binden, Hosenträger, Glace- und >Dommerhand- schuhe, Taschentücher, Corsetten, Crinolinen und Wnß-Waaren. Karl Wenzel. Damcnjackcn und Paletots, Reise- i|. Promenade-Costüme für Damen, Sammetpiüctots, seideveMletols, Reaemnäiüel für Damen' empfehlen in größter Auswahl Gebrüder Hessel. neue Krame 16, der Börse gegenüber, Frankfurt a. M. Rother! Wann soll's fließen? TgfcQ Selters- und Soda-Wasser etc. aus der Gießener Mineralwasser - Fabrik zu Fabrikpreisen empfiehlt IuliuS Wallach. Markt-Anzeige. 1636) Einem geehrten Publikum in Gießen und Umgegend zur Nachricht, daß ich den bevorstehenden Markt wieder mit einer großen Auswahl aller Arten Bettzeuge und Leinwand beziehen und zu sehr billigen Preisen verkaufen werde. Leinwand, per Elle 12 und 13 Kreuzer, Bettzeug, ächtfacbig, 6/4 breit, 10, 11, 12, 13 u. 14^Kr für Damen, Herren und Kinder in den neuesten Formen und den verschiedensten Qualitäten zu sehr billigen Preisen, sowie Blumen, Federn, Schleier, Band, Ennolmen, Corsetten, Spitzen und Blonden, Krausen, Chemisetts, Manschetten, Negltge-Hauben u. dgl., empfehle ich meinen geehrten Kunden bestens. 0 dem Lrndenplatz gegenüber. Selters- und Soda-Wasser rc. aus der Gießener Mineralwasser-Fabrik zu Fabrikpreise» empfehlen Gebrüder Wenzel. 1364) Gartenmöbeln in Guß- und 1559) Alle Sorten Kleefarnen, foroi'- Saatwicken, bei I. M. Schulhof. 1395) Velocijiedcs für Erwachsene und Kinder empfiehlt I. G. D. Bapst. 1695) Wir beehren uns, die Wiedereröffnung unserer Trinkhalle für diese Saison anzuzeigen Daselbst werden auch Bestellungen auf unsere bekannten Fabrikate entgegengenommen. Gießener Mineralwasser-Fabrik. 1 Ausverkauf einer Partie Sonnenschirme von vorigem Jahre, sowie meines Lagers von Parfü- mcriccn, Seifen und (Solu. Wasser. W Frank. 1604) Zwei Schneidergesellen finden dauernde Beschäftigung auf Stück bei Georg Wilhelm Wagner, Neustadt Ltt. D. Nr. 40. 1626) Zu Verkaufen: bewurzelte junge Weinreben (gute Sorten) und ein neuer Dzierzon'scher Bienenstock Universttätsstraße Lit. E. Nr. 52. 1714) Lattig - Salat bei C- Nah n. fjälionese vorn Ministerium concessionirt u. von Dr. Werner in Breslau Z- chemisch geprüft u empfohlen, entfernt in 14 Tagen alle Hautunreinigkeiten, H. SommeHpiossen, Leberflecken, gelbem Flecken, Falten, Flechten u. Scropheln. = Feytona, amerikanisches Mittel ge- e gen Zahnschmerz, lOOOfach bewährt, - hilft augenblicklich, hohle Zähne heilen, o Wanzentoel, ächt caukafischer, ver- « tilgt die Wmnen u. zerstört ihre Keime. L Sicherstes Mittel gegen dieses Ungeziefer! -5. Insecteiipulwer, ächt perllsches, ® in Originaldosen ; einzig bestes Mittel K gegen Flöhe, Ameisen, Fliegen, Mucken, Schwaben und alle derartige Jnsecten. J=- Alleinige Niederlage in Gießen bei y (553) Carl Frech. empfiehlt to 1591) Ein Haufen guter Mist ist zu verkaufen bei Heinrich Becker, Neue Anlage. 1712) Frische Schellfische, sowie Brat- bückinae, Sardinen, Sardellen rc., zu haben bei Bäcker Bogt, Wallthor. | 1699) Bierhefe, täglich frisch, bei August Plank, Wolkengasse. 1678) Gegen 30 Ctr. gutes Heu hat der Unterzeichnete zu verkaufen. Ruppertsburg bei Laub., den 7. April 1870. _________________ Magnus. 1379) Ein Stückchen Land ist zu verkaufen. Bei wem? sagt die Erped. d. Bl. 1705) Ein Stück Land zum Graben, an Julius Balser's Bleiche gelegen, ist zu verpachten. Adolph Flett. 1700) Meinen Garten bin ich Willens zu verkaufen ober zu verleihen. Polizeidiener Schneider Wittwe. H ..... - -M ----- S <6, Schmiedeeisen, eiserne Bettstellen, Kindcr- etwa 80 Centner, Pnd aus der Pfarrscheuer und Puppenwagen, Flaschen schränke rc. | Sonnenschirme, stets das Neueste, eigenes Fabrikat, in großer Auswahl. Stoffe in allen Gattungen, zum Ueber- ziehen derselben, bei W. Frank. 1394) Portland - Cenrent 1690) Frische Hefe bei Ph. Weller, Wolkengasse. 1709) Eiserne Gartenmöbel, Flafchen- schränke, Bettstellen, Grab-Geländer und -Kreuze empfiehlt I. G. D. Bapst. Vermiethuug w. 1667) Ein Familienlogis von 4 Zimmern ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen Marktplatz Lit. B. Nr. 36. . 1524) Ein kleines, gut möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei H. B- Peppler, Seltersberg. 1544) Gut möblirte Zimmer, mit oder ohne Cabinet, sind für nächstes Semester zu vermiethen bei E. Eich en berg. 1650) Ein Familienlogis im Hinterbau, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Kammer und Zugehör ist zu vermiethen. H. M. Jughardt. Prima-Qualität, empfiehlt Ernst Hermes, Mäusburg. 1711) Rothen, weiften und ewigen Kleesaamen, Wicken, Dunggyps und künstlichen Dünger empfiehlt I. G. D. Bapst. 1649) Ein größeres Familienlogis nebst den nöthigen Räumen ist alsbald zu vermiethen bei L. Busch Wittwe. 1668) Zu vermiethen: ein großes und ein kleines möblirtes Zimmer bei A. Schultheis fim., Seltersweg. Buchbinder und Porteseuiller, empfiehlt sein Lager in Porte - Monnaies, Cigarren-Etuis rc-, besonders seinen Vorrath selbst gearbeiteter Waare, und bemerkt, daß Reparaturen an von ihm gekauften Gegenständen uncntgeldlich gemacht werden. 1566) Portland Ccment, frische Sendung , Stukkatur-GypS bei ___________________Emil Pistor. 1691) Rechte Italien. Macaroni und Eiergcmüscnudcln empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. 1707) Eine Partie Bux ist billig abzugeben bei Böger, _______________________im Gartfeld? 1671) Mehrere große einthürige Kleiderschränke, eine zweischläferige eichene polirte Bettlade, zwei eichene Nachttischchen, sowie tannene Bettladen von 7 fl. an bis zu 11 fl. 30 fr., sind zu verkaufen bei Schreinermeister K> Zimmermann, ____________Neuenböuen B. 84._________ 1710) Gartenspritzen und Rofen- scheeren empfiehlt I. G- D. Bapst. 1688) Feinstes Blüthenmehl zu 7 kr., Vorschuß zu 6 kr. empfiehlt zur gefälligen Abnahme Carl Lony. 1676) Eine große Partie Buxbaum ist zu verkaufen bei Wilhelm Benner, _____________________am Rodtberg.______ 1634) Hiermit die ergebenste Anzeige, daß ick meinen Laden auf das Reichhaltigste mit Oster-Gegenständen ausgestattet habe, nämlich alle Sorten Zucker- und Bisquit- Eier, wie auch Hasen. Besonders mache ich auf die schönen Perspectiv-Eier aufmerksam. Um reckt zahlreichen Besuch bittet höflichst Friederike Apvel Wittwe, Neustadt (Oswald's Garten.) 1708) Eiserne Tragbalken, Säulen, Abtrittsrohre, Kaminausputz-Thüren u. -Schieber, Dachfenster, gebrauchte Eisenbahnschienen und alle aus Eisen darstellbaren Baugegenstände empfiehlt I. G. D. Bapst. 1701) Korn und Waizen-Kleie, sowie Holzkohlen, sind stets zu haben bei Heinr. Plank, Bäcker, _____________________in der Neustadt._______ 1614) Etwa 20 Ctr. gutes Heu liegen in der Schulscheuer zu Mainzlar zu verkaufen. Vermischte Anzeigen. 1658) Getragene Kleider jeder Art kaufe ich und sehe Bestellungen entgegen. Meyer Rothenberger, ____________________Neuenweg._________ 1666) Ein gesitteter Junge kann in die Lehre treten bei Carl Aug. Faber. 1675) Geübte Cigarrenmacher, sowie auch Wickelmacher für Hand- und Formenarbeit, finden bei sehr gutem Lohn auf feine Arbeit dauernde Be» fchäftigung in der Cigarrenfabrik von A. Heft Söhne, in Schotten. 1612) Eine Lehrlingsstelle ist offen bei Franz Peppler & Comp. Beachtenswerth! 76) Unterzeichneter besitzt ein vortreffi liches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie Schwächezustände der Harnblase und Geschlechtsorgane. Spezialarzt Dr. Kirchhoffer, in Kappel bei St. Gallen (Schweiz). 1672) Ein braves Ladenmädchen und ein Houskneckt für einen Gasthof werden gesucht. Nähere Auskunft bei Müller & Schwager, _____________________Selteisweg. 1670) Ein braver Junge kann bei mir in die Lehre treten. Schreinermeister K- Zi». mermann. 1697) Die diesjährige Prüfung der Schüler meiner Lehr-Anstalt findet künftigen Mittwoch den 13. April in dem Locale des Schulhauses in der Schulstraße statt. Der Anfang ist um 9 Uhr morgens und werden die Eltern und Freunde der Anstalt ganz ergedenst hierzu eingeladcn- K- Franz. 8 Geschäfts - Empfehlung. Hiermit beehre ich mich, die ergebene Anzeige zu machen, daß ich an hiesigem Platze ein Tuch- und Bukskrn- Lager errichtet habe. Mich bestens empfehlend, wird es mein Bestreben sein, durch billige Preise, reelle und prompte Bedienung mir das Vertrauen meiner verehrlichen Abnehmer zu erwerben. Ludwig Lang, Marktstraße Lit. D. 25, vis-ä-vis dem Herrn Kaufmann E. Pistor. Von Großherzoglicher Oberstndien-Direction concessionirtes hr- und Handels-Institut |u Cchzelt in der Wetters». 1184) Das Sommersemestcr in unserer Anstalt beginnt den 27. April, terricht in philosophischen und kaufmännischen Fächern durch 6 Lehrer. Man iebe Anmeldungen recht frühzeitig an nns gelangen zu lassen. Prospecte gratis I Bamberger Sf Heidingsfelder. ■ Epileptische Krämpfe (Fallsucht) heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doct- KUIlsch in Berlin, Louiseüstraße 45. — Bereits über Hundert gehellt. (20l)W8MÄ CO (Fortsetzung.) und mit welchem sich befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster Bedienung I. M. Schulhof, am RathhauS. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zn ertheilen. ?. 8. Wechsel für Amerika werden zum Tagescourse baldigst besorgt. Auswanderer nach Amerika der Verbannung. Sittengemälde aus dem 18. Jahrhundert Eduard Gottwald. In Historisches Zeit- und von Z Theater in Gießen. ((Safe Leib.) Mittwoch den 13. April 1870. Letzte Vorstellung vor Ostern. Bei crhöhteii Preisen. Gastspiel der Fräulein Marie Neufeld aus Wien. Zum ersten Male: Die schöne Galathe. Operette in 1 Act, von Soupe. Herr Capellmeister Emil Pohl aus Wien wird die Operette dirigiren. (Fräulein Neufeld ist als Galathä noch von keiner Rivalin in Deutschland übertroffen worden und hat die Parthie in Wien, Hamburg und Berlin über 50 Mal als Gast gesungen.) Vorher: Eine kleine Erzählung ohne Namen. Lustspiel in 1 Act, von Görner. Preise der Plätze: Erster Platz 48 kr. Gallerie 12 kr. Kinder zahlen den vollen Preis- Für den I. Platz sind Billets ä 36 fr. bis 5 Uhr am Tage der Vorstellung bei den Herren Gebr. Wenzel zu haben. Die Direction. 8 Geschäfts-Verlegung. ~ Meinen geehrten Kunden und Geschästsfreunden hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine Werkstätte aus dem Hause des Herrn Geistus m das von m-r cttaustc Loos'sche Haus in der Sandgasse verlegt habe. Indem ich ftir das mir blcher geschenkte Vertrauen aufrichtig danke, bitte ich, dasselbe mir auch fernerhin erhalten zu wollen, und wird cs mein stetes Bestreben sein, alle mir werdenden Auftrage in der gewohnten Weise bestens ,n besorgen. ^'Schreinermeist "' Wie? Du glaubst, er würde in meines Vaters Abwesenheit mich zu "„J tLA wünschen?!" rief Aims, bei dem Gedanken crzitteriid, dem^Mann/ dem stc sich so dankbar verpflichtet fühlte, und mit welchem sich ihr" Phantasie^^stit jener Schreikcnsstunde so lebhast beschäftigt, allein gegenüber ich fühle mich ermutbigt, allen Hindernissen zu trotzen, !die, sich mir in deni Weg stellen sollten, mir Ihre Hand zu erringen. — Kem tröstendes Zeichen . rief Trousier und schlang ftin.n Arm um die immer noch von ihm sich abwendende Jungfrau, die nun, die tiefe freudige Aufregung Nicht langer bewa tigend, ihren feuchten, seelenvollen Blick auf ihn richtete und >n se,ne Arme sank, und durch den ersten feurigen Kutz das Gcständnitz ihrer Liebe aussprach. Es ist kein Traum, Du liebst mich!" rief freudig austubclnd Trousier, und zog von Neuem Aimö wonneirunken an feine Brust. „Nun gilt esi den ersten Schritt, Deinem edlen Vater diese Liebe zu gestehen und ihn um Deine ^antl Ruch nicht," flüsterte Aimä, sich sanft seinen Armen entwindend. „Latz für jetzt uns Beide nur da« sütze Geheimnitz unserer -Liebe theiien, bi« -int günstige ©tunet mir erscheint, wo ich mich an da« Herz meine« guten Vater« wenden kann, der ja so unermüdlich sich sorgt, nur um mich recht glücklich $U f%"Un penn, ich vertraue der Stimme Deine« Herzens, und glücklich im BisitzD-iner Liebe, Du engelreine« Wesen, s-h- id) freudig und vertrauensvoll der nahen, schonen Zukunft enlgegegen, r,e mich zum untrennbaren Lunde in Deine Arme führt," sprach Tiousier, »nd verlietz, noch einmal die GeUebte un beifeen Küssen innig an seine Brust drückend, den Palast de« Grasen. Aimü blickte einer glücklichen Träumenden gleich, mit stillem, seligem Lächew dem Mebten Man'ne nach, der, noch einen Geutz ihr zuwcrsend sich aus sein Pferd schwang und, der Promenade wieder zusprengend, sich unter der lustwandelnden Menge verlor. Zu derselben Zeit, al« Trousier und Aims durch da- Geständnitz gegen- sestiaer Lieb sich unnennbar glücklich fühlten, befand sich die Herzogin von Cha- eauroup die al« Maitr.sse Ludwig XV. zugleich das Ehrenamt der Oberhof. Meisterin der Dauphine, der frommen, tugendhaften Prinzesttn Marte cosepd von Sichsen bekleidete, mit einem Herrn in ihrem mit königlicher Pracht aus- geschmückten Boudoir in geheimem Gespräch. Die stolze Herzogin nn all' dem »auber einer versührerischen Schönheit geschmückt, hatte si« verstimmt ,n einen Sessel geworfen, und ->n- finster- Wolke bitteren Unmuth« lagerte sich auf der blendend weitzen Stirn und warf ihre Schatte» auf die dunkel flammenden Blicke, mit welchen sie den Mann fo.schcnd beobachtete, der vor ihr stand, und, wie e« schien, eine Antwort auf da« erwa-t-t-, was et der Herzogin mitge.he.lt zu Düse" Monn, in einer mit reicher Stickerei übe.ladenen H°sunis°rm, war Herr Le Bel, erster Kammerdiener de« König«, der Vertrante und Unterhändler bei de« Monarchen geheimen Liebeshändeln, mit dessen Hulse die Herzogin die Macht erlangt, mittelst welcher sie den König und die Umgebung dcssi _ herrscht., und der im Stillen schon ost bereut, der herrschsuchtigen Dia e|T,u einem so unheilvollen Einflntz auf den König verhalfen zu haben D-nn ch ihn halte die Herzogin bereit« fühlen lassen, vatz er von ch en l-aun„ °v»an j;. sei unt, fie sich seiner Hülfe nur dann bediene, wenn es einer drUten der nautcn Pirson bedurfte, um au« der Nähe de- Königs zu w-i >hr bedenklich und für ihre Herrschaft von nachtheiltgen Folgen zu werden drohte. (Fortsetzung folgt.) S V wLn ick nicht irre," fuhr Felice fort, und blickte durch das Erkerfenster Wenn ich nicht s , ö Rritknechte da- Pferd und kommt Äne« Mnber b Jetzt spricht er mit dem Stallmeister, welcher ihm Herz. geradeSwegcS h erher I tz w Zeichen, denn Etienne ist nicht gegen N».:l:.k7,UL"-».Li! i«... Si.....»- «.*■ " ut -i» "«> ^Jch"k°mmk's°gleich wieder, rief Felice lachend und enteilte dem Zimmer, in welch--,gleich Gard^apttarn hot. @d)r(u jut^ und suchte J r-k nnf hie 9-tbne eines nahestehenden Sessels zu stutzen. mit ihrer Hand sich aus dl b y bat der Offizier und ergriff die „Verzeihung, ^Verwirrung hocherröthenden vor ihm stehenden zitternde Hand der m ch prange meines Herzens nicht langer wider streben kL'mich Ihnen zu nähern, deren Bild wachend und im Traume ,or meinen Blicken fchw-bt." anfangs verlegen; dann ober, ol« sie "O- “''SuKÄ schaute, der seit jenem Schreck.nSmor- in das treue, ehrliche Auge de« »t n wa sie sich ermuth>gter und Li" ',Auch ich.'H-h Trousier, fühle mich glücklich, den Mann wieder zu f-hen, dem ich ^^.^j^ine'Eomtess"" "bat der Kapltain, die Hand „Sprechen Sie davon nchk, t».u« Bims'« wiederholt an feine V pp durchzitterte. „Hat aber lener in der Nähe beä flthebhn «*«• $ur t^uxx 3,it in Ihre Nahe für mich so lljucklich-i Zius , meln(t wohlwollend gedenken, o, dann bin führtk, dazu brlgetrogen, tz aann dies zu hoffen wagen, und ist den Blick zur Erde. , iheure« Wesen," rief im süßen Wonne- „Dies Gestandn'ß, angebetet , h c^^^eSwort crmutdigt rausch der Kapitain und sank zu A ms S,F tz , „ m'cin Bl'ck aus 3D- wich, Ihnen ,» gestehen,__ttu un.ndlich^ch Sie ^^usier, al- Aimö, rem Engelsantlitz rubte. D, j unD sich erhob. „J b meine cs L-r s Ä - * •** - »*** - s Stnil)l)iitc jutn Waschen und Fa^onniren werden angenommen von , Louis Gail, Mausburg. 1654) Einige gute Sackträger finden bei hohem Lohn dauernde Stellung bei Franz Peppler & Comp. 1715) Ein Laufmädcken wird gesucht- Näheres Neustadt D- 119 im Laden. 1664) Ein ordentlicher Junge kann in die Lehre treten bei ~ Möbelschreiner Schopbach- 1609) Ein Dienstmädchen wird gesucht. Cafe Kuhlmann. 1677) Nr. 79 hat das Bügeleisen gewonnen. Blitz, Polizeidiener. 1572 Ein gesitteter Junge kann in die ; Lehre treten bei Franz Stroh, Schreinermeister. ' 1669) Ein kräftiger Bursche, der auch । ein Pferd zu pflegen weiß, wird gesucht. L- Kauf. 1378) Ein ordentliches Mädchen, welches sogleich eintreten kann, wird in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl- 1565) Ein tüchtiger Hausbursche wird gesucht bei Emil Pistor. AnBtage»krampf,Verdauungs- schwiiche rc. rc. Leidenden wird das fast 50 Jahre segensreich wirkende Dr. med. DoeLlLs'sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Erp- d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. DoeckS, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (1345) 1673) In eine auswärtige feine Bier- wirthschaft wird ein gewandter Kellner gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1674) Für ein größeres Colonialwaaren- Geschäft in Frankfurt a. M. wird ein Lehrling gesucht. Näheres bei der Exped- d. Bl. 8. April. In den Kreisen der italienischen Regierung herrscht, tote eine Florentiner (5orresponeenz der „Neuen Freien Presse" meldet, in Folge der jüngst zu Tage getretenen Unverläßlichkeit der Armee nicht geringe Besorgniß. Eine ganze Brigade, die Brigade Modena, die aus dem 41. und 42. Infanterieregimente besteht, ist revolutionär gesinnt, und dies in einem solchen Grade, daß man an deren Auflösung denkt und zahlreiche Verhaftungen unter ihr vorgenommen werden mußten. Der Commanvant dieses Truppen- corps, General Bonvicini, ist abgesetzt worden, „in Disponibilität versetzt", lautet der amtliche Ausdruck. Ob wohl auch er der. Regierung in Florenz verdächtig vorkam? In Rom fühlt man sich ebenfalls vor den Republikanern nicht sicher. ES ist Thatsache, schreiben clericale Bläktcr, daß diese Partei irgend etwas gegen das Eoncil und den Papst im Schilde führt. An der Grenze befinden sich Ganbaldi'sche Werbe-Bureau'S ein Garibaldianer-Führer Hot sich unlängst in einem päpstlichen Linicnregimente anwerben lassen und circa 30 Revolutionäre aus Umbrien, der Romagna und den Marken sind ganz kürzlich verhaftet worden. Aus Mxko meldet der Correspondent der „Mor- ning Post" vollständige Niederwerfung der Revolution. EScobeda hat das Werk vollbracht und einen Siegeszug gehalten, wie er in der Hauptstadt nach seinem langsamen, vorsichtigen Vormarsche nickt erwartet wurde. Am 6. Februar schlug er zuerst die Rebellen aus's Haupt und am 14. meldete er, daß er ohne Schwertstreich in San Luis Potosi einge- zozen sei. Von hier aus setzte er die Verfolgung fort, hatte am 15. wieder einen Zusammenstoß und machte bei dieser Gelegenheit 500 Kriegsgefangene. Am 21. lieferte er dem Hauptcorps der Aufständischen ein Treffen, und es gelang ihm, dasselbe gänzlich zu sprengen. Gegen 1900 Gefangene und die ganze Artillerie dcs Feindes fiel in seine Hände, und die Führer mußten mit einigen Anhängern ihr Heil in der Flucht suchen. Dieses Ereigniß entschied den Kampf, und da mittlerweile die Waffen der Regierungstruppen auch in anderen Staaten siegreich gewesen waren, manche Banden sich ergeben hatten und die wichtigen Punkte alle von der Regierung behauptet wurden, so gaben die Gegner den Kampf auf. In Vera Cruz, Orizaba, Jalapa, San Luis, Queretaro war bei Abgang der Post am 28. Febr. Alles ruhig, nur in den westlichen Staaten dauerten die Unruhen fort. Escobedo hat sich bei dieser Gelegenheit außergewöhnlich milde benommen und einen großen Theil der Kriegsgefangenen sofort in Freiheit gesetzt. Von Füsiladen hatte man noch nichts vernommen. 9. April. Bekanntlich ist auch der Prager Friedensvertrag, worin die eventuelle Abtretung der nördlichen Distrikte von Sckleswig'"an Dänemark stipulirt ist, „im Namen der allerheiligsten und untheilbarcn Dreieinigkeit" abgeschlossen worden. Der Vertreter des dänischen Wahlbezirks in Nordschleswig, ReichstagSab- geordneter Kryger hat nun zu dem Paragraphen des Strafgesetzbuches gegen Gotteslästerung das nachfolgende Amendement gestellt: „Wer öffentlich Gott lästert, „„oder wer die Achtung vor dem Namen und den Geboten Gottes dadurch untergräbt, daß er die Verletzung eines im Namen der Gottheit geschlossenen Vertrages als eine patriotische That anempfiehlt, sowie wer die Lehren der ReligionSgesell- schaften dadurch herabwürdigt, daß er trotz der Absicht, die Erfüllung vertragsmäßiger Pflichten von den Umständen abhängen zu lassen, den Mißbrauch des Namens Gottes bei Schließung von Verträgen begünstigt"", oder ic. wird mit Gefängniß bis zu drei Jahren bestraft." Außerdem will Herr Kryger, daß „Staatsbeamte, welche im Namen der heiligen Dreieinigkeit geschlossene Verträge verletzen, nicht bloß von der Strafe der Gotteslästerung betroffen, sondern auch für unfähig erklärt werden, ein Staatsamt zu bekleiden." Sollten diese Zusätze nicht angenommen werden, so beantragt Herr Kryger, die Strafbestimmungen gegen Gotteslästerung überhaupt zu streichen. Der „Karlsr. Ztg." wird von Wien geschrieben: Einer hierher gelangten Mittheilung zufolge hat Frankreich seine Stellung zum Eoncil nunmehr definitiv sestgestellt; es wird statt — wie früher beabsichtigt gewesen — irgend welche directe Einmischung zu versuchen, nach dem von Oesterreich gegebenen Beispiel der Kurie einfach die Grundsätze bekannt ma- chen, welche die französische Regierung der Kirche gegenüber sich zur Richtschnur nehme und welche sie unter allen Umständen zu wahren entschlossen sei. Zur Unterstützung des Nachdrucks dieser Kundgebung würde mit der Übermittelung derselben nicht ter — auf unbestimmte Zeit in Paris verbleibende — Botschafter selbst, sondern das ihn vertretende Botschafts- Mitglied beauftragt werden. Vom Kriegsschauplatz in Paraguay berichten die mit ber brasilischen Post eingelaufenen Zeitungen die erklärenden Gründe für die letzten Truppenbewegungen. Wir erfahren daraus, daß nach den von Deserteuren gemachten Mitthe lungen Lopez mit einem Haufen von etwa 1000 Mann, statt sich in Eerro Cora festzusetzen, nach dem verlassenen brasilischen Fort Miranda abgezogen sein sollte, um von dort aus nach Bolivia zw gelangen. Um ihm den Weg dahin zu verlegen, warschirte General Camara mit seinem EorpS nach Dourados in Matto Grosso; das war am 10. Februar, und einige Tage später rückte eine andere Abtheilung ab, um dem Flüchtigen auch einen möglichen Contremarsch abzuschneiden. Die Handlung spielt demnach in abgelegenen, unbewohnten Landstrichen von Matto Grosso, und es wird unter allen Umständen einige Zeit vergehen, bis weitere Nachrichten erwartet werden können. 10. April. In einem Artikel, in welchem die „Kreuzzeitung" die jetzige Krisis im österreichischen Kaiserstaate bespricht, kann sie nicht umhin dem parlamentarischen Regime eines auszuwischen, sie sagt: „ES war ein mehr als klägliches Schauspiel, welches das Ministerium HaSner darbot, nachdem es durch Ausscheidung der dreigliederigen Minorität zu dessen theoretisch bekämpftem Plane seine Zuflucht nahm, aber in der letzten, dem Handeln vergönnten Frist durch nichts Dringenderes zu thun fand, als sich in persönlichen Rivalitäten aufzureiben, so daß schließlich auch noch Dr. Giskra über das Bein stolperte, welches ihm Dr. Herbst gestellt hatte. Das Phrasen- thum und die Phraseurs haben Fiasko gemacht. Die parlamentarische Regierung, welcher man den Wiederaufbau Oesterreichs anvertraute, hat den Dienst versagt; die FreiheitSformeln haben nicht ausgereicht, um die Eoncurrenz der Nationalitäten zu beschwören, von welchen jede den Anspruch auf Selbftregierung macht und in der gemeinsamen Verfassung nur das Joch sieht, das der überwältigenden Majorität der slavifchen Bevölkerung auferlegt werden solle. Die liberale Aera hat das Chaos geschaffen; jetzt soll der Ausgleich helfen. Der Ausgleich ist eine Noth- wendigkeit geworden, nachdem Ungarn ihn gefunden und der Umstand, daß gerade einem Polen, dem Grafen Potocki, der Auftrag geworden ist, die Neubildung des Cabinets zu versuchen, weist darauf hin, daß man es mit dem Ausgleich wirklich versuchen will. Die Dinge sind aber soweit gereift, daß man nicht mehr daran denken kann, bei der Befriedigung nur einer Nationalität, etwa der Polen, stehen zu bleiben. In der CommissionS - Berathung der Lemberger Resolution ist bereits die Forderung geltend gemacht worden, daß mit dem Maß, der den Polen zu machenden Zugeständnisse auch die Forderungen ter anderen Nvtionalitäten gemessen werden müßten. Der Ausgleich, welcher, wie die Berufung Potocki'S ahnen läßt, angestrebt werden soll, wird zunächst auf verfassungsmäßigem Wege versucht werden; dafür bürgt gleichfalls der Name Potocki, da dieser das weiland Minoritäts- Memorandum zugleich mit dem Grasen Taoffe und Dr. Berger mitunterzeichnet hat. Aber der Ausgleich wird nicht vollzogen teerten können, ohne eine Verfassungsrevision, welche sich von einer Verfassungs-Umwälzung wenig unterscheiden wird." Hessen. Darmstadt, 7. April. Die erste Kammer erledigte in ihrer Sitzung von heute eine Reihe von Gegenständen, die ihr zur Beschlußfassung Vorlagen, conform mit der zweiten Kammer. Erwähnung verdient, daß der erste Gegenstand der Tagesordnung, der Vertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde und Baden, die Einführung gegenseitiger militärischer Freizügigkeit betr., Seitens des Grafen Erbach-Erbach auf Widerspruch stieß und für eine Begünstigung der Einführung preußischer Militäreinrichtungen in Süddeutschland erklärt wurde. Prinz Alexander und Domcapitular Mousang stimmten wie der Graf gegen die Annahme des Vertrags. Mainz, 8. April. Der Gemeinderath hat für die Erweiterung der Stadt 4 Millionen Gulden votirt, welche durch eine Prämien-Anleihe von 5 Millionen Gulden beschafft werden sollen. Preußen. Berlin, 3. April. ES liegen jetzt nähere Details über die dem BundeSrath des deutschen Zollvereins gemachte Vorlage, die Aenderung des Vereinstarifs betr., vor. Wir Unterlassen es, die einzelnen Positionen hier aufzuführen, und begnügen uns mit folgender kurzen Skizze deS Inhalts der Vorlage. Vom Eingangszoll befreit werden 50 Nummern. Die Vorlage vom vorigen Jahre zählte 46 Nummern. Die Vermehrung der Nummern selbst bezieht sich auf Nebensächliches. Im Eingangszoll verändert werden 29 Nummern. Die vorjährige Vorlage zählte 27 Nummern. Die Vorschläge bezüglich der Eisenzölle find genau dieselben wie im verflossenen Jahre; die Nachricht eines Hamburgischen DlatteS von einer angeblich beabsichtigten weiteren Herabsetzung deS RoheisenzollS ist also ganz unbegründet. Vorgeschlagen wird, den Kaffe,zoll auf 5 Thlr. 25 Sgr. per Centner zu erhöhen. Dagegen zoll der Zoll auf gebrannten Kaffee, einem im veifloffenen Jahre vom Zollparlament gefaßten Beschlüße entsprechend, auf 7 Thlr. per Cenlner herabgesetzt weiden. Von einer Herabsetzung deS Weinzolls ist, entgegen den fiüheren Vorschlägen, Abstand genommen. DaS ist das Wesentliche, was über die Vorlage mit- zutheilen wäre. Die übrigen Tarifvorschläge find in allem Wesentlichen dcn im verflossenen Jahre gemachten genau entsprechend. Daß man den Vorschlag bezügl ch einer Besteuerung des Petroleums aufgegeben, ist bekannt und braucht nicht nochmals wiederholt zu werden. Auf EpecielllS wird sich gelegentlich zurückkommen lassen. Berlin, 6. April. Wie die „Kreuzzeitung" erfährt, trifft der Kaistr von Rußland Anfangs Mai auf der Reist nach Süddeutschland hür ein. — Wie die „Prov. Corresp." meldet, würden die Dahlen zum Abgrvrdnetenhause keinesfalls vor September ft^tt- finden und voraussichtlich zuerst die Wahlen zum Reichstage vorgenommen werden. — Der Reichstag genehmigte beute in zweiter und dritter Lesung den von dem Frhrn. zur Rabenau eingebrachten GesetzeSantrag, betreffend die Ausdehnung deS Gesetzes über die Braumalzsteuer auf die zum Norddeutschen Bunde gehörigen Gebietstheile des GroßherzogthumS Hessen. Berlin, 8. April. Graf Bismarck ist unpäßlich und hütet feit mehreren Tagen das Zimmer. — Der „EtaalSan- zetger" meldet, daß die Einberufung deS ZoüparlamentS für den 21. d. in Aussicht genommen sei. Oesterreich. Prag, 7. April. Ezechische Blätter melden: Der Kaiser sprach Potocki gegenüber den Wunsch auö, sich in Böhmen kiönen zu lassen; dagegen erklärte er sich gegen den Föderalismus. Frankreich. Paris, 5. April. In Folge der bet dem Vorträge deS Professors Tardieu stattgehabten Demonstrationen beschloß das Dcconat der medicinischen Facultät mit 16 gegen 4 Stimmen die Ecole demeSdecine bis rum 1. Mai l. I. zu schließen. Italien. Florenz, 6. April. Cattaneo's Nachfolger Campamlli ist in Lugo am Hellen Tage auf offenem Markte ermordet worden; der Thater wurde nicht verhaftet. __ Prinz Tomaso wird auS England erwartet; er kehrt nach Ostern zurück. Die Herzogin von Genua begab sich nach London. Spanien. Mad'rid, 8. April. Der Herzog von Mont- pensier wird wegen des Duells mit Don Enrique gerichtlich verfolgt und in seiner Wohnung bewacht. — In Eatalonien ist die Ruhe überall wieder hergestellt, ausgenommen in einigen Ortschaften der Umgegend von Barcelona. Vermischtes. Frankfurt. Bis zu Anfang laufender Woche waren von hier für 132,000 st. österreichische Sechser nach Wien gesandt worden. Diese Münzsorte kommt nur noch sel- s«lir>. im Kleinverkehr vor, dagegen zeigen sich jetzt viele österreichische Sechser älteren Datums mit dem Reichsadler, welche unbeanstandet genommen und gegeben werden. Frankfurt, 8. April. Bei der Pferdemarkt-Lotterie mußte ein Metzgermeister eine arge Enttäuschung erleben. Al- nämlich das große Loos gezogen und der Name des Gewinner-, wenn auch nicht ganz richtig Mannt war, wälzte sich der Menfchcnstrom aus dem Saalbau fort in die Saalgasse zu einem Metzger, der einen ähnlichen Namen, aber nicht da- Glück hatte, trommelte diesen aus dem Bett und brachte seine Gratulation an. Der Ueberraschte eilte zum Saalbau, um sich von seinem Glück zu überzeugen. Hier erfuhr er aber, daß nicht er, sondern sein College in der Mainzergasse den Preis erhalten habe. Der Knecht des Gewinner- deS ersten Preise- gewann bei der vorigen Lotterie den dritten Preis. Darmstadt. Der am 6. d. Abends um 71/2 Uhr von Mainz hier ankommende Eiseubahnzug wäre beinahe verunglückt. In der Nähe von Weiterstadt passirte ein Bauer mit Baumstämmen die Ueberfahrt über den Bahndamm. Der Zug war im Herannahen, als gerade die Achse an dem Wagen deS Bauers brach. Der Bauer behielt Geistesgegenwart genug, dem Zug entgegenzu laufen; der Locomotivfuhrer bemerkte ihn, und cS gelang noch rechtzeitig, den Zug zum Stehen zu bringen. (Wölfe in Südungarn.) Wie aus Merifor geschrieben wird, belagern die Wölfe, welche infolge des jüngst gefallenen tiefen Schnees wieder zudringlfcher geworden, förmlich die menschlichen Wohnungen. Am 21. Marz Nachts — schreibt der Correspondent der „Pr." aus Merisor — machten uns diese Bestien wieder einmal viel zu schaffen, denn gegen halb 3 Uhr Morgens rannten vier Stück davon mit solcher Vehemenz gegen die äußere Gangthür meiner Wohnbaracke, daß sie im Augenblick aus Angel und Schloß gerieth, und vollbrachten dabet ein solches Geheul, daß meine ganze Familie vor Schreck wie gelähmt war; auch im Wirthshaus rannten diese Bestien die Küchenthüre ein, da sich aber nirgends ein geladenes Gewehr befand, konnte auch keine derselben getödtet werden und mußten wir nur dahin ti achten , uns derselben auf irgend eine Weise zu entledigen, waS un- schließlich auch mit Zuhülfenahme von Knitteln gelang, auf wie länge, läßt sich bei den gegenwärtigen WitterungSverhältniffen leider Nicht bestimmen. — (Neue Verwendung deö Papiers.) Die American- Papier Mache.Manufacturing Comv. in Euenpoint L. I. macht jetzt aus einem chem. präparirten Papier: Waffereimer, Waschschüsseln, Pfannen, Spucknäpfe rc. DaS Papier ist so zuberei- tet, daß e- ganz unempfindlich gegen die Wirkung von Wasser i und Saure ist. Die Geräthe können in einen Ofen gestellt i werden bis daS Wasser si-det; die größte Sonnenhitze wie die i größte Kalte hat keinen Einfluß auf sie. Wo Holz reißt und ; Eisen rostet, bleiben die Geräthe aus Papier unversehrt. Die ! Waffereimer auS Papier haben folgende Vortheile über die hölzernen: das Wasser kann keinen Stoff von dem Eimer aufnehmen, die Eimer rinnen nie und fallen bei der Hitze nicht zusammen; sie sind leichter als die von Holz und halten daS Wasser kühler. Die Artikel sind mit einer Composition überzogen, die ihnen ein hübsche; Ansehen gibt; dieselbe hat jedoch nichts mit der Dauerhaftigkeit zu schaffen. Nedaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.