Preis vierteljährig 1 fL 12 h. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Anzeiger Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Grpedition: Canzletberg Lit. B. Nr. 1. 'Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 177, Sonntag den 11. December 187&. 10. December. In allen Kreisen wird die Frage besprochen, wer eintretenden Falls im Namen Frankreichs den Frieden mit Deutschlands Regierungen abzuschließen habe. Wenn zwei deutsche Zeitungen, deren Mittheilungen man einiges Gewicht beizu- legen Ursache hat, die Behauptung aufstellen, der Kaiser Napoleon sei immer noch der einzige Regent in Frankreich, mit welchem ein gültiger Friedensvertrag abgeschlossen werden könne, so mutz man dem mit allem Ernst entgegen treten. Als Napoleon in den Krieg zog, setzte er die Kaiserin Eugenie zwar zur Regentin ein, beschränkte ihre Regierungsgewalt aber doch so, daß er immer noch in wich- tiöen Dingen die entscheidende Stimme behielt. Die Regcntfu,^ war remrvwrgv berechtigt, die wichtigste Handlung in jetziger Zeit, den Friedensschluß, vorzunehmen. Nach der Schlacht bei Sedan hat Napoleon des ihm zustehenden Rechts, über Krieg und Frieden zu beschließen, ausdrücklich wie auch durch die Art seiner Ca- pitulation sich begeben. Denn er hat den Grafen Bismarck geradezu an die Regentschaft gewiesen und seinem Lande den Rucken gekehrt, indem er sich, ohne vorher Frieden zu schließen, in Kriegsgefangenschaft begab. Damit hat er auf. gehört, thatsächlich und rechtlich Regent des Landes zu sein. Die Kaiserin ist mit Palikao und den Ministern vor einer Emeute außer Landes gegangen und hat somit ebenfalls ihre Rechte aufgegeben. Es besteht hiernach rechtlich gar keine Regierung in Frankreich- Die provisorische Regierung des Herrn Jules Favre und Conf. macht selbst keinen Anspruch auf die dem Regenten eines Landes zu- stehende Gewalt, Krieg und Frieden zu beschließen, und sie hat auch hierzu kein Mandat. Zn Frankreich, soweit es nicht als verlornes Land zu betrachten, soweit es also nicht von deutschen Heeren besetzt ist, kann man nur die Gefammtheit des Volkes als den rechten Souverän ansehen, im französischen Volk ruht also die Macht, das Staatsrecht zu wahren. Deßhalb ist c- auch nur correct, daß die Vertreter des Volkes zusammen berufen werden, damit sie den Willen der Nation aussprechcn und die Regierungsgewalt in diejenigen Hände nieterlegen, die ihnen geeignet scheinen, die Zügel zu halten. Zur Berufung der Volks- Vertretung ist die provisorische Regierung, wie jeder andere Franzose, berechtigt, und wenn das Volk seine Vertreter sendet, so ist das Verhalten Vieser provi,o- rischen Regierung legalisirt. Will die constituirende Versammlung den Napoleon wieder einsetzen, ist er ihr gut genug, nun dann mag es geschehen, niemals aber darf diese Einsetzung eine gewaltsame durch deutsche Macht werden. DaS hieße der deutschen Nation Hohn sprechen, die recht gut ihre Feinde kennt und unter diesen vor allen den ränkevollen tückischen Mann weiß, dem man mit allzu großer Liberalität einen Wohnsitz eingeräumt hat, wie ihn kein abgedankter Fürst schöner sich wünschen kann. Die Pflicht unserer Regierungen dürfte es sein, diesen Feind der deutschen Nation, Viesen Unterdrücker und Ververber Frankreichs, diesen Herrn der TurcoS, Spahis, Mitrailleufen, Viesen Brecher ver Genfer Convention unv des Völkerrechts, der und Vie Rheinprovinzen nehmen unv uns in Berlin de- müthigen wollte, mit aller ihnen gewährten Macht von Frankreichs Regierung so lang als möglich auszuschließen. DaS Einzige, was uns von Seiten Frankrnchs einen dauernden Frieden verbürgen kann, ist neben unserer eigenen Kraft und Ein- beit getrogen von der freien Selbstbestimmung ver Nation, ein freier Staat jenseits der Vogesen, das Gefährlichste ist für uns stets ein despotischer Wille, der die Macht hat, die französischen Legionen auf uns zu Hetzen. Der „K. Z." wird aus Berlin, 7. Dec., geschrieben: In Versailles sind die zustimmenden Antworten der sämmtlichen veutschen Fürsten unv der freien Städte auf den Antrag des Königs von Bayern, vem Könige Wilhelm Vie Kaiser, kröne anzutragen, eingegangcn, unv es wird morgen dem Reichstage darüber eine Mittheilung zugehes, die vermuthlich zuvor in irgend welcher Form an den Bun- desrath gelangen wird, obschon eine Sitzung bis zum Abend nicht anberaumt toar. Die PontuSfrage, von welcher auch im Bundesrathe bisher weiter nicht die Rede war, scheint nun nicht mehr an den Reichstag gelangen zu sollen; man wird sich wohl mit der Vorlage der betreffenven Actenstücke begnügen. Inzwischen schwankte die Frage über die alsbaldige Einberufung des Landtages noch hin und her' vorübergehend hatte die Regierung daran gedacht, Vie Berufung für den 12. d. M. auch in dem Falle festhalten zu wollen, daß der Reichstag bis zum letzten Tage dieser Woche sein Pensum nicht würde beenden können. In diesem Falle sollten am nächsten Montag und Dienstag Landtag und Reichstag neben einander arbeiten, und es gab Stimmen genug, welche behaupteten, man konnte den Landtag noch im December los werden, wenn man vom 12. bis 20. täglich etwa mit Hinzunahme der Abende Sitzung hielte. Wie ich mit Bestimmtheit erfahre, hat das Staatsministerium heute in mehrstündiger Sitzung beschlossen, den Landtag zum 14. d. M. zu berufen. Im Norv-Departement von Frankreich ist jetzt die Censur der fremden Blatter, so wie sie unter dem Kaiserreich bestand, wieder eingesührt worden. Alle ausländischen Blätter werden genau durchgesehen und erst 24 Stunden nach ihrer Ankunft aus- gegeben. Der brüsseler Gaulois und das in dieser Stadt erscheinende Drapeau sind gänzlich unterdrückt worden. Gegen ersteres Blatt wurde die Maßregel ergriffen, weil es sich herausnimmt, Gambetta anzugreifen, welches jetzt das Haupt- verbrechen ist, das man in Frankreich begehen kann. Im Nord - Departement herrscht übrigens 'eine große Begeisterung für die Fortsetzung des Krieges. Viele junge Leute haben sich durch die Flucht nach Belgien dem Militärdienste entzogen. Sie sagen, sie wollten sich nicht umsonst todtschießen lassen. Unter den Moblots des Nord-Departements, die nur dienen, weil sie vazu gezwungen werden, herrscht auch keine sehr große Begeisterung. Ein ganze- Bataillon machte bei Amiens, mit seinem Commandanten an der Spitze, Kehrt um und lüf davon. Der Kommandant wurde verhaftet und soll erschossen werten. Daß General Faitherbe, der neue Ober - Commandant der französischen Nord-Armee, mit aller Strenge vorgehen will, beweist folgende amtliche Mittheilung, die am 5. in Lille erschien: „Die Militärbehörde hat vor Allem im Auge, in der Nord-Armee eine scharfe Disciplin aufrecht zu erhalten, und in ihrer ganzen Strenge die Vorschriften gegen die Subordination zu beobachten. Schon unter dem Commanvo de- Generals Bourbaki wurden von den Kriegsgerichten Todesurthkile ausgesprochen und sofort vollstes Tf "if en scheinen aber nicht die genügende Oeffentlich- retr erhalten zu haben. Der Befehl, Vie Kriegsgerichte zu constituiren, um auf die schnellste Weise vorzugehen, wurde in Amiens gegeben. Er ist erneuert worden. Da dem Wortlaut des-Gesetzes gemäß die Kriegsgerichte nur in den Marsch-Colonnen functioniren können, so wird man sie, so oft sich Zeichen der Insubordination kunvgeben, in Marsch setzen, um Vie legale Existenz dieser raschen Justiz darzuthun." Die Proclamation, welche General Ducrot beim Beginn der Ausfälle der Pariser Garnison erließ, lautet wörtlich wie folgt: „Der Augenblick ist gekommen, um Ven eisernen Ring zu durchbrechen, welcher uns seit zu langer Zeit umschließt und der uns in einem langen und schmerzhaften Todeskampf zu ersticken sucht. Euch ist Vte Ehre geworden, dieses große Unternehmen zu versuchen. Ihr werdet Euch dessen würdig zeigen. Ich habe die Gewißheit. Ohne Zweifel werden unsere Anfänge schwierig sein: wir werden ernstliche Hindernisse zu überwinden haben; man muß sie mit Ruhe und Entschlossenheit ins Auge fassen, ohne Ueber- treibung und ohne Schwäche. Die Wahrheit! Hier ist sie: Bei unseren ersten Schritten auf die Vorposten stoßend, werden wir.unerbittliche Feinde finden, welche durch zahlreiche Siege kühn unv vertrauensvoll geworden sind. Eine kräftige Anstrengung muß also dort gemacht werden, aber sie ist nicht über Eure Kräfte; um Eure Action vorzubereiten, hat die Vorsicht desjenigen, welcher den Oberbefehl über Euch führt, über 400 Kanonen angehäuft, von denen zwei Drittel zum wenigsten starken Kalibers sind; fein materielles Hinderniß wirb ihnen widerstehen können, unv um Euch in die Orffnung zu stürzen, werdet Ihr mehr als 150,000 fein, alle wohl bewaffnet, gut equipirt, reichlich mit Munition versehen, und ich hoffe es, beseelt von einem unwiderstehlichen Eifer. Sieger in dieser ersten Periode des Kampfes, ist Euer Erfolg gesichert, denn der Feind hat an die Ufer der Loire seine besten Truppen gesandt; die heroischen und glücklichen Anstrengungen unserer Brüder halten sie dort zurück. Muth also und Vertrauen. Bedenkt, daß in diesem letzten Kampf wir für unsere Ehre, unsere Freiheit, für da- Heil unsere- theuren und unglücklichen Vaterlandes kämpfen, und wenn diese Beweggründe nicht au-reichen, um Eure Herzen zu entflammen, so denkt an Eure verwüsteten Felder, an Eure ruinirten Familien, an Eure trostlosen Schwestern, Frauen und Mütter. Möge dieser Gedanke Euch den Durst nach Rache, die geheime Wuth mittheilen, welche mich beseelen und mir die Verachtung der Gefahr einflößen. Was mich anb^langt, so bin ich entschlossen, und ich schwöre es vor Euch und ver ganzen Nation, entweder todt oder als Sieger nach Paris zurückzukehren; Ihr könnt sehen, daß ich falle, aber nicht, baß ich zurückweiche; aber wenn ich falle, so haltet Euch nicht auf, aber rächt mich. Vorwärts also! Vorwärts! Und möge uns Gott beschützen! Der Obergeneral der zweiten Armee von Paris, A. Ducot. Paris, 28. November." Der Wortlaut ver Proclamation, welche Trochu an diesem Tage erließ, lautet: „Bürger von Paris, Solvaten der Nationalgarde und der Armee! Die Politik des Einfalles und der Eroberung will ihr Werk vollbringen. Sie führt in Europa das Recht der Gewalt ein und will es in Frankreich begründen. Europa mag diese Beschimpfung stillschweigend erdulden, aber Frankreich will kämpfen, und unsere Brüver rufen uns nach Außen für den letzten Kamps! Nach so vielem vergossenem Blut wird vaS Blut von Neuem vergossen werden. Möge die Verantwortlichkeit auf die zurückfallen, deren verabscheuungswürdiger Ehrgeiz die Gesetze ver modernen Civilisation und der Gerechtigkeit mit Füßen tritt. Laßt uns unser Vertrauen in Gott setzen, laßt uns für das Vaterland vorwärts mar- fchiren! Der Gouverneur von Paris, Trochu. Zu dem Besuche der Kaiserin Eugenie in Windsor ist noch nachzutragen, daß deiselbe in der strengsten Förmlichkeit vor sich ging. Mittels Extrazugebegaben sich die Besucher — denn der kaiserliche Prinz war auch mit von der sportie — von Chiselhurst nach Windsor, wo sie an der Station von Lord Charles Fitzroy und der Hon. Miss Phipps als dienstthuendem Kammerherrn unv Hofdame im Auftrage der Königin erwartet wurden. Es hatte sich trotz ver sehr unfreundlichen, feuchtkalten Witterung ein zahlreiches Publicum einge- funden, und als die Kaiserin mit ihrem Sohne vem Wagen entstiegen, wurde sie mit lauten Zurufen begrüßt. Das Gefolge bestand aus den Herzoginnen von Gallisteo und Montoro, der Gräfin Clary, der Baronin Breton-Bourbaki und Frl. Larminade, so wie dem Grafen Clary und dem Baron Duperrö. Was in letzter Zeit vielfach über das gute Aussehen der Kaiserin von Besuchern in Chi- selhurst berichtet wurde, erhielt allgemein die Bestätigung der Zuschauer, welche die ganze Gesellschaft in die bereitstehenden königlichen Hoswagen einsteigen sahen und Gelegenheit hatten, die in Schwarz gekleivete Kaiserin in nächster Nähe zu beobachten. Im Schlosse angekommen, wurden Vie hohen Gäste von der Königin und den anwesenden Mitgliedern der königlichen Familie — Prinzessin Christian war auch zu diesem Zwecke herüber gekommen — begrüßt und bewillkommt. Es wurde ein kleines Gabelfrühstück eingenommen, und nachvem man sich etwa- Über eine Stunde im Ganzen aufgehalten, fuhr die Kaiserin mit ihrem Sohne und Gefolge wieder nach Chiselhurst zurück. Bis zur Station in Windsor gab ihnen bei dieser Gelegenheit Prinz Arthur, der kurz darauf in seine Garnison nach Woolwich zurückkehrte, das Geleit. Die „Wjeb. mo-k." will aus sicherer Quelle wissen, daß Paris in wenigen Lagen ohne Schwertstreich in die Hände der Deutschen gelangen werde. Das Blatt findet darin, daß König Wilhelm die Stadt mit einem Bombardement verschont habe, allerdings ein Verdienst, läßt aber deutlich genug merken, einen wie großen Antheil an diesem Verdienst man dem Kaiser Alexander zuerkennen müsse, der wegen Schonung der Stadt beim König von Preußen sich besonders verwendet habe, ohne jedoch irgend vermittelnd eingetreten zu sein. 3nvem die „Wjeo." diesen Derdienstantheil Rußlands an der Erhaltung der französischen Hauptstadt ans Licht zu ziehen sucht, fügt sie gleichzeitig die Bemerkung hinzu, daß Frankreich einen solchen indirekten Dienst von Seiten Rußlands nicht verdiene, die Humanität des Kaisers aber über solche Rücksichten hinwegsehe. KriegSnachrichten. Eine Depesche aus Tours vom 5. November meldet: „Die Preußen stehen zwischen Orleans und Beaugencp. Der Herzog von Lupnes wurde im gestrigen Kampfe -etödtet." Die neuesten Briefe aus Tours melden: .Die arabische Cavallerie, die an den Gefechte« vor Orleans Theil nahm und sich gut schlug, schnitt den Todten und Verwundeten die Köpfe ab und brachte sie als Trophäen in das verschanzte Lager von Orleans zurück. Mehrere derselben waren im Besitz von fünf bis sechs Todtenköpfen." (K. Z.) Garibaldi ließ am 28. November folgende Depesche abgehen: An meine liebe Tochter, Frau Teresita Garibaldi Canzio. Autun, 28. Nov., 9 Uhr 40 Min. Gestern, 2 Uhr Nachmittags, griff der Feind unsere Stellungen bei Lan. tenoy an. Er wurde von dem ganzen Plateau verjagt und bis Dijon verfolgt. Wir haben Abends 8 Uhr einen Sturm auf Dijon gemacht und zogen uns zurück, da die feindlichen Streitkräfte zu bedeutend waren. Wir sind alle in bester Gesundheit. Amiens, 5. Dec. Bei näherer Durchsuchung der ausgedehnten Gefechtsfelder, auf denen am 27. und 28. November vor Amiens gekämpft wurde, sind jetzt noch 9 Geschütze und über 600 Gewehre gefunden worden, welche die Franzosen bei ihrem eiligen Rückzüge, Der zuletzt in eine unordentliche Flucht ausartete, zurückgelaffen haben. Unsere Caoallerie-Patrouillen bringen noch täglich viele französische Gefangene, die sich in der Umgegend versteckt gehalten haben, ein. Diele Mobilgardisten stellen sich freiwillig, liefern die Waffen ab und bitten, daß man sie nach Hause gehen lasse, da sie nicht mehr gegen uns kämpfen wollen. Nur die Furcht, in Gefangenschaft zu gerathen treibt viele Mobilgardisten jetzt noch zum Kampfe, und ich bin überzeugt, würde man bekannt machen, baß alle Mobilgardlsten, welche sich freiwillig jetzt bei uns stellten und die Waffen ablie- ferten, nach ihrer Heimath zurückkehren dürften, so würden dies Tausende benutzen, so überdrüssig ist die französische Landbevölkerung jetzt des Krieges. — Unter den bei Amiens gefangenen Feinden sollen sich einige Dutzend desertirte belgische Sol- daten und Unterosficiere befinden. Man wird solche wohl an Belgien abliefern. Telegraphische Depeschen. A Frankfurt, 9. Dec. Die „Frankfurter Nachrichten" bringen Folgendes : „Wie verlautet, wird nach Feststellung des neuen Reichsverbandes mit „Kai- fer und Reich" im Reichstage der Antrag gestellt werden, Frankfurt am Main zur Reichsstadt und zum Sitz der Bundesbehördc zu ernennen. Sowohl die historische Erinnerung, als die Lage mitten im Centralpunkte des Reiches, sprechen dafür. Auch die Krönung des Kaisers dürste hier int altehrwürdigen Kaiserbome stattfinden und Frankfurt somit wieder Tage historischen Glanzes erleben. 4- Berlin, 9. Dec. Sitzung des Reichstages. Präsident Simson theilt ein Schreiben, welches vom Bundeskanzler eingegangen ist, mit. Nach demselben hat der Bundesrath tm Einverständniß mit den süddeutschen Staaten beschlossen, überall statt „deutschen Bund", „deutsches Reich" in der Verfassung zu setzen. Ferner den Artikel 11 Der Verfassung des Deutschen Reiches zu fassen: „Das Bundespräsidium steht Dem Könige von Preußen zu, Der den Namen „Deutscher Kaiser" führt. (Lebhafter Beifall.) 4- Berlin, 9. Dec. Am 14, 15. und 16. Dec. finden in London und hier die Zeichnungen auf die neue Bundesanleihe statt; in London im Betrage von 3 Millionen, hier im Betrage von 4^/, Millionen Pfund. Die Wahl zwischen Pfund- und Thalerstücken ist freigestellt. Der Sudscriptionspreis ist hier auf 951/4 festgesetzt. A Lille, 7. Dec. Alle Verbindungen zwischen Havre und dem übrigen Frankreich sind unterbrochen. — Man signalisirt ein Treffen bei Warcy (Aisne.) A Tours, 7. Dec., 11 Uhx Nachts. Der General Ballieres führt das Commando des Centrums der Loirearmee; ein neuer Obercommandanl ist noch nicht ernannt. A Orleans, 8. Dec. Dem von Gambetta abgesandten Parlamentär, Der einen Waffenstillstand zum Zwecke Der Einberufung einer Constituante erbat, wurde freies Geleit nach Vfrsaillcs ohne Unterbrechung Der FeinDseligkeiten ange- boten. Der Parlamentär reiste nach Tours zurück. A Brüssel, 9. Dec. Eine am 6. Dec. in Havre an Der Börse angeschla- gene Proclamation, von dem CommanDanten, dem SouSpräfecten und Dem Maire unterzeichnet, fordert zum Kampfe auf'S Aeußerste auf, um das reiche und brave Havre vor Plünderung und Erniederung zu bewahren. Die Preußen waren noch 20 Kilometer von der Stadt entfernt. A Amsterdam, 9. Dec. Das „Handelsblad" veröffentlicht die Worte der Notifikation des Grafen Bismarck. Sie lauten: „Da Luxemburg trotz mehrfacher ihm von französischer Seite zugefügten Gebietsverletzungen niemals dagegen pro- testirt habe, betrachte sich Preußen an diese Neutralität gleichfalls nicht mehr gebunden." Officielle militärische Nachrichten. Versailles, 9. Dec. Der Königin Augusta in Berlin. Großherzog von Mecklenburg hatte gestern und vorgestern vor Beau- gency ernste Gefechte mit dem verstärkten Reste der Loirearmee aus Tours, die siegreich bekämpft und die Stadt besetzt wurden, dabei 1500 Gefangene und 6 Geschütze. Eben vergleichen Reste verfolgt die 2. Armee in geringerer Stärke auf der Straße nach Bourges. Wilhelm. Versailles, 9. Dec. Nach dem siegreichen Gefechte am 7. Dec. setzte die 17. und 22. Division mit dem 1. bayerischen Corps am 8. den Vormarsch gegen Beaugency fort. Der Feind entwickelte zwischen diesem Orte und dem Walde von Marchenoir außer den am ersten Tage engagirt gewesenen Truppen mindestens noch 2 Armeecorps der nach divergirenden Richtungen von Orleans zurückgewichenen Loirearmee und suchte mit allen Kräften das Vordringen unserer Truppen aufzuhalten. Nichtsdestoweniger gewannen diese stetig Terrain und nahmen successive Cravant, Messas und demnächst auch Beaumont. 6 Geschütze und über 1000 Gefangene fielen dabei in unsere Hände. Am 9. wurden dem Feinde dann weiter die von ihm noch besetzt gebliebenen Ortschaften Bonvalet, Villorceau und Cernby entrissen, wobei abermals viele Gefangene gemacht wurden. Der wichtige Eisenbahnknoten Vierzon ist von diesseitigen Truppen besetzt. v. Podbielsky. Meung, 9. Dec. Heute wieder lebhafter Kampf des Großherzogs, der Feind wurde aus seiner starken Stellung am Foret de Marchenoir geworfen und viele Gefangene gemacht. v. Stosch. Loeal-Notizen. 4 Gießen, 10. Dec. Heute morgen schwörten unsere jungen Rekruten zur Fahne im Os- wald'schen Garten. Tags zuvor räumten ihre rothhoflgen Waffenbrüder den Platz vorn Schnee, damit diese keine naksen Füße bekommen. — Probatum esl. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. a. Evangelische Gemeinde. Getaufte Den 4. December. Dem Bürger und Todtengräber, Jakob Noll, eine Tochter, Helene Mathilde, geboren den 17. October. Denselben. Dem Ortsbürger in Nieder-Asphe und Bahnhofsarbeiter dahier, Johann Heinrich Kahler, eine Tochter, Anna Katharine Eulalia, geboren den 31. October. Denselben. Dem Bürger im Darmstadt und Hautboistcn 1. Classe bei dem Großherszoglichen II. Infanterie-Regimente dahier, Heinrich Klippstein, eine Tochter, Auguste Marie Dorothea Christine, geboren den 15. November. Denselben. Dem Bürger und Bäckermeister, Heinrich Kuhn, ein Sohn, Karl Johann Emil, geboren den 8. October. Denselben. Dem Bürger und Gastwirth, Karl Plank, eine Tochter, Christiane Emilie Elisabeth, geboren den 27. September. Den 7. December. Ein unehelicher Sohn von hier, Karl, geboren den 17. November. Denselben. Dem Bürger und Gastwirth, Wilhelm Mosler, ein Cohn, Rudolph Georg Heinrich Karl, geboren den 4. November. Den 8. December. Dem Bürger und Kaufmann, Johann Georg Adami, ein Sohu, Johann Georg, geboren den 12. Oktober. Beerdigte. Den 1. December. Christian Scherer, Schneider, des verstorbenen Bürgers und Schneiders, Johann Georg Scherer, ehelicher Sohn, alt 45 I. 5 M. 7 T-, gestorben den 30. November. Den 3. December. Anna Margarethe Emilie Zurbuch, des verstorbenen Bürgers und Kaufmanns, Wilhelm Zurbuch, eheliche Tochter, alt 19 I. 11 M. 25 T., gestorben zu Wendelsheim, vrete Alzei, den 28 November. Denselben. Dorothea Elifabethe Stich, geborne Schneller, des Bürgers und Schriftsetzers, Johann Peter Stich, Ehefrau, alt 67 I. 10 M., gestorben den 1. December. Denselben. Jakob Kröll, Heizer an der Köln-Gießener Bahn dahier, des verstorbenen practischen Arztes und Kreisphysikus zu Amöneburg, Dr. Heinrich Kröll, ehelicher Sohn, alt 27 I-, gestorben den 1. December. Den 6. December. Johann Konrad Müller, Bürger und Fuhrmann, alt 62 I. 4 M. 22 T-, gestorben den 5. December. Den 8. December- Johannette Christiane Charlotte Holzapfel, geborne Dietz, des verstorbenen Großherzoglichen Kreisbaumeisters, Johannes Holzapfel, Wittwc, alt 77 I. 9 M. 26 T-, gestorben den 6- December. Denselben. Johann Maximilian Berg, des Bürgers und Lohndieners, Friedrich Berg II., ehelicher Sohn, alt 6 M- 11 T-, gestorben den 6. December. b. Katholische Gemeinde. Nichts angemeldet. Allgem einer Anzeiger. B et#etgeriiugeii. Steinbruch-Verpachtung. 6096) Der mit Ende d. Mts. leihfällig werdende Steinbruch in der Steinrutsche soll Samstag den 17. December er., Vormittags 9 Uhr, im Rathhause öffentlich auf weitere 6 Jahre in Pacht gegeben werden. Gießen, den 9. November 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Holzversteigerung. 6050) Im Licher Stadtwalde, District Großehäuserberg, kommen den 14. und 15. d- Mts. nachoerzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: Mittwoch den 14. December: 60 Fichten-, Elsbeer-, Linden- u. Fichten- Stä "ime von 6 bis 25 Zoll Durchs messer und 15 bis 50 Fuß Länge, 300 Buchen- und Eichen - Wagnerstangen, 20 Stecken Eichen-Werkholz. Donnerstag den 15. December: 230 Stecken Buchest-, Eichen-, Weichholz- Prügel, 125 Stecken desgl. Stockholz, 10480 Wellen. Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Häusergericht. Lich, den 5. December 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. H e l in. 6090) Die auf Montag den 12. December d. I. im Gießener ! Stadtwalde, Districten Strangs- wiefe und Bruderwinter, anbe- raumte Holzversteigerung wird des eingetretenen Schneewelters wegen nicht abgehalten. Gießen, den 9. December 1870. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 8609 Feilgebotenes. Mein in reichster Auswahl, enthaltend: Gesangbücher, Collegmappm, Etuis mit Faberstiften, Modell - Cartons, Portemonnaies, Damen-Necessaires, Modell-Cartons, t SSX&tt, Papeterieen, g ^uwen' Feuerzeuae Schmuckkästchen, Farbekasten, r sowie sämmtliche Schul- und Bureau-Bedürfnisse, erlaube ich mir in empfehlende ^".nerung zu brmgen. ' 1 y t i ii k i ui i3v i v Etuis mit färb. Stiften Lampenschirme, Wilhelm Klee, neben dem Rathhaus. 6068) Die unter dem Heutigen eröffnete von o Nähmaschinenfabrik. (6118) Würfelzucker. fl- 3. - ff ff kr. ff 2. 20 ff 36 48 1. 45 1. 12 1. 24 2. 48 2. 36 3. — Giessen (Seltersweg) empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. en Suisse. 48 kr. bis kr. ff 6040) Wir empfehlen in ganz vorzüglicher Waare: Aechten Cognac, fine Champagne, pr. Flasche Reißzeuge, Schreib- und Zeichnenkästchen, Schulmappen, Zeichnen-Vorlagen, Eiergemüfe- und Eiersuppennudeln. Brieftaschen und Notizbücher, Photographien, Photographie - Rahmen in verschiedenen Sorten, Arrac „ „ Extrait d’Absyntlie Bilderbücher, gemalte u. uugemalte Bilderbogen, Münchener Bilderbogen, Photographie - Albums, Schreib < Albums, Briefmappen, Julienne, T (getrocknete Franzosen- X suppenkräuter). 8 Blockchoeolade. 6125) Die Specerei -, Material- und Farbwurircn - Handlung von Emil Fischbach in (Vtal)r, Buchbinder u. Portefeuillearbeiter, Schloßgafsc B. 5, empfiehlt sein wohlafsortirtes Lager in Portefcuillewaaren, bestehend in Schreibmappen, Brieftaschen, Cigarren-Etuis, Pertemonna.es, Photographie-Albums, Arbeitskorbchen, Nceessa.res, Nottzbuchern Feuerzeugen k. bestens, und bittet um geneigten Zuspruch. Hbt26) tzLager in ächt italienischen X Teigwaaren, als: tzMaccaroni, Vermicellis X und Suppcnteige. Recht amerikanische Nähmaschinen, als: Singer Comp , Grover S» Baker, Wheeler ö» Wilson; _ Handnähmaschinen eignen Fabrikats (System Wtll- cox St Gibbs), mit lackirter Platte und Stahl- platte, empfiehlt Fabrikpreisen I. T h. Haubach II., Kirchenplatz, empfiehlt für bevorstehende Weihnachten sein Lager in . feinen Glas- öl Porzellan - Waar^., broncrrten Figuren, Fischträgern, Tabaksbnchsen, Blnmen- trägern, Cigarrenständern rc.; lackirten Blechwaaren. Portemonnaies und Cigarrenetnrs in reichster Aus- w.hl, Brieftaschen und Notizbücher. Das Einziehen von Stickereien in alle Arten Cttiid wird stets prompt besorgt und in geschmackvoller, solider Arbeit auöge- führt. Muster liegen zur gefälligen Ansicht bereit. (blOd) Wichlige Ersmduiia für B'knmrlhr. 6115) Unterzeichneter empfiehlt unter Garantie di- von Wlty. »Z>aas in a-rankfnrt a. M. zur höchsten Vollkommenheit gebrachte» und m verschwdc- nen Ländern patentirten „chemischen Bierapparate", welche das Bier vermittelst comprimirter Kohlensänre direct aus dem Keller m den Zapf fordern, solches aber auch zugleich conserviren, indem der gnte Geschmack desscl- ben während des Ausschankes erhalten bleibt, selbst wenn mehrere Tage ans dem Fass- gezapft werden sollte.3- Th- Haubach " pr. Flasche fl. 1 45 „ sowie alle Sorten feine Liquenrc nnd Punsch - Efienzc. ' Geb r. Wenzel. X Rosinen, Corinthen, ° Mandeln, Citronen, tz Citronat, Orangeat, tz gestoßenen Zimmet und X gestoßene Raffinade. Reisstärke. Geringere Sorten Cognac pr. Flasche Rum „ ff Chocolade, Arrac, ö Rum, Cognac, x Punschessenze, Malaga,X Madeira, Sherry, tz Kirschwaffer und feinste^ holländische Liquenrc. X Extrafein. Birnengelee.tz Italienische Maronen, tz Champignons, tz Trüffeln, Sardines tz a l’liuile, Caviar, X Mixed-PickleS. X Condensirte Milch vontz der Anglo-Swiss condensedX Milk-Comp. in Cham tz (Schweiz). tz Bade-^ Fenster- und tz Pferdefchwämme- tz Brünellen, tz Tafelmandeln, Tafelrosinen. tz Rum ff ff Arrac h n Extrait d’Absynthe „ „ von Bouvier freres ä Neuchatel 6114) Flanellhemden, Unterjacken, Unterhosen, Herrentücher, Shawls, Handschuhe, Hosenträger, lederne Manschetten, Halsbinden, Shlips, Papierkraaen und - Chem,selten empfiehlt billigst E m t l O r b , g , R-ueuw-g. Wcihnachts-Aussttllung. 6082) Dem geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine Aufstellung eröffnet habe und bitte um geneigten Zuspruch. — Zugleich empfehle ich Blüthenmehl, das Pfund zu 10 kr., , v v ir r ® r Fr. Wilh. H artm ann, Conditorei und Bäckerei (Neustadt.) 6116) Als passende Weihnachtsgeschenke empfehle eine große Auswahl aller Arten Schecren, Taschenmesser und Tafelmeffer zu den billigsten Preisen. I. Th. Haubach II., Universiläts - Instrumentenmacher. Der Lahrer Hinkende Bore in trefflicher Darstellung der neuesten Kriegsercigniffe nnd reichen Illustrationen mit den g« Wiederverkäufer erhalten Rabatt._____* s Aurnckqefetzt für Weihnachts- Geschente: Gestreifte Seidenstoffe, circa 3 0 Kleider, a fl. 18, fl. 20, fl. 22 und fl. 24 das Kleid, sowie alle sonstigen Seidenstoffe in gropcr Answahl, Sammet z Paletots, zu ungewöhnlich billige« Preisen. , Seidenwaarenhandlung von Theodor Peer, Neue K'räme Nr. 32 in Frankfurt a. M. sehr billig herabgesetzten Preisen bestens Regenmäntel empfiehlt zu billigen Preisen Beachtenswerth Der Lahrer Hinkende Kote für 1871 (4823) Karl Fuhr, Kirchenplatz. —. österr. Silber H- Heß, Lit. A. Nr. 64. I. Th. Haubach II., Uttiversttäts-Instrumentenmacher. 6109) Zu Weihnachtsgeschenken sich eignend, empfehle ich eine reiche Auswahl von Blousen, Kragen, Aermeln, Manschetten, Schürzen, Caputzen, Kragen, Seelenwärmern, Echarpe, Cachenez, Barben, Handschuhen, Blumen, Federn, Hutstoffen, sowie fertigen Hüten für Damen, Mädchen und Knaben, und sonstigen Artikeln zu 6107) Zu bevorstehenden Illuminationen empfehle ich dem geehrten Publikum mein reichhaltiges Lager in Laternen uitd Ballons verschiedener Größe. Wilhelm Klee, Marktstraße. 6106) Gustav-Adolph's-Kalender, Landkalendcr und Haussreund bei Wilhelm Klee, Marktstraße. 6065) In Lit. A. Nr. 130 auf dem Asterweg sind zwei ineinandergehende Zimmer zu vermiethen. Auf bevorstehende Weihnachten bringe ich mein auf das Reichhaltigste assortirtes Lager in Zerren-, Damen- und Kiuderhüten, sowie auch Filzschuhen, zu Weihnachtsgeschenken sehr geeignet, in empfehlende Erinnerung. Bemerkt wird, daß jede bei mir gekaufte nicht convenirende Waare nach dem Fest umgetauscht werden kann. Reparaturen in allen in das Fach der Hutmacherei einschlagenden Artikeln werden prompt und billig besorgt. Bitte genau auf meine Firma zu achten. Julins Werner, am Kreuz. Herzogi. Sachsen ■ Mciniiigen’sehes Staats =• Prämien - Anleihen Kohlensäure- und Luftdruck- Apparate zum Verzapfen von Bier rc. liefere zu Fabrikpreisen. Ein Luftdruck-Apparat neuester Construction ist bei mir zur Ansicht ausgestellt in Obligationen von fl. 7. —. — Thlr. 4. —. — st. 6. — Frcs. 15. —. 6103) Ein junger Neufundländer Hund (ächte Race), %Jahr alt, schön gezeichnet, steht zu verkaufen Wo? sagt die Erped. dieses Blattes.______________________________ 6001) Cigarren - Kästchen, zu Weihnachtsgeschenken geeignet, sind vorräthig bei Schreiner Gerhardt. Vermischte Anzeigen. 6111) Ein junger Mann, der seit Jahren bei Advocaten thätig war und dem die besten Zeugnisse zur Seite stehen, sucht an- derweite Stelle. Näheres bei der Erved. dieses Blattes. 6104) Für eine der ersten Wciwreictt und Conditoreien in Caffel wird unter sehr günstigen Bedingungen ein Lehrling gesucht, wobei bemerkt wird, daß derselbe bei guter Führung im letzten Lehrjahre auf entsprechende LohnvergMung, seinen Leistungen angemessen, sicher rechnen darf. Näheres 8ub Chiffre Q. 41 durch die Annoncen- General-Agentur von Rudolf Moffe in Cassel. (ß. 48/X1I.) Kalt flüssigen Leim, Mastix, zum Kitten für Porzellan, Glas, Marmor, Alabaster, Meerschaum, Bernstein; zum Leimen für Holz, Kork. Tuch und Leder pr. Glas 12 kr-, bei Ernst Hermes, (6057) Materialist. 6052) Blüthenmehl, Vorschußmehl, verschiedene Sorten, gestoßenen Zucker, reine gestoßene Gewürze, neue Mandeln ist erschienen und zu haben bei allen Buchhändlern und Buchbindern. 6099) Im Hause des Herrn Sckuhmacher- meister Vetzberg er in der Löwengasse sind sog. Russen-, sowie auch andere Arten Kartoffeln, zu verkaufen. 6121) Der La hier Hinkende Bote, Hausfreund, Gustav-Adolfs- und Land- kalcnder pro 1871 sind vorräthig bei A. Balser. Lahrer Hinkender Bote für 1871 und Landkalender sind zu haben bei H. Sonntag, Buchbinder, (6112) am Kirchenplatz. 6047) Feinstes Blüthenmehl 6095) und feinst gesiebte Raffinade empfiehlt Carl Lony. „Concordia.“ 6102)*Samstag den 10. December, Abends halb 9 Uhr: Generalversammlung. _______________________Der Vorstand. 6026) Ein braves Mädchen, gefetzten Alters, welches die Küche und alle Hausarbeiten gründlich versteht, wird gegen guten Lohn auf Weihnachten in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Für Schuhmacher! 6124) Von einem hiesigen Schuhmacher wird Unterricht ertheilt, wie man am billigsten zu Leisten kommen kann. Wie ein Schuster billig zu Leisten kam, Aus diesem Reimchen könnt ihr's lesen, Leiht sich ein Paar Leisten ohne Scham Treuherzig, um sie nicht wiederzugeben, He, Balser, sag was fiel Dir ein? Ei! bist Du denn von Holz geschnitzt? Niefst Du, wie der Lehrling kam, zur Thür herein. VermiethungKu. 6100) Ein freundliches Logis mit 6 heizbaren Zimmern, Küche, Keller, Mitgebrauch der Waschküche und des Bleichplatzes, wozu auf Wunsch auch ein Stückchen Grabgarten abgegeben werden kann, ist zu vermiethen und kann alsbald, oder auch am 20. Febr. 1871, bezogen werden im Körner'schen Garten ____________________(Neustadter Thor.) 6110) Ein kleines Logis ist zu vermiethen bei Gotthardt Schreiner, an der Schoor. 4921) Bei Wirth Kahl an der Klein- Lindener Chaussee ist ein Familienlogis zu vermiethen und sogleich zu beziehen. 6042) In einem neuerbauten Haus auf dem Seltersberg sind zwei Logis von 4 bis 5 Zimmern, sowie ein Logis von 2 bis 3 Zimmern mit allen dazu gehörigen Räumlichkeiten zu vermiethen und sofort zu beziehen. Näheres bei Herrn August Weidig in dem betreffenden Hause. 6097) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Karl Neuling, Wolkengasse. 4831) Am Seltersberg ist eine Wohnung von 5 bis 6 Zimmern mit llen Bequemlichkeiten zu vermiethen. Näheres bei Polizeidiener Blitz, Neuenweg, 5010) Ein Logis von 4 Zimmern, Küche und 2 (Kabinetten ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Ehr. Reiber, am Kreuz. 6059) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei E Eichenberg, Neuenbäuen. 6032) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen Neuenweg B. 117. Abwechselnd Serien- und Nummernziehungen am: l.März, 1. April, 8 1. Juli, 1. August, 1. November, 1. December. Prämien: Gulden 45,000. —, 40,000. —, 30,000. —, 20,000. —, 15,000.—, 10,000.— 8,000. —, 5,000. —, 4,000. —, 3,500. —, 3,000. —, 2,500. — \ 2,400. —, 2,000. —, rc. rc. — Jede Obligation wird mit einer Prämie gezogen und sind die niedrigsten von 8 bis 16 Gulden. Der Rückempfang des Kaufpreises ist somit gesichert. Original-Obligationen zu haben bei: Moritz Stiebel Söhne, Bank- und Wechselgeschäft in Frankfurt a. M., sowie bei allen Wechsel- und Bankhäusern des In- und Auslandes. (6108) bei______________Carl Hoffmann. 6101) Aechte Nürnberger Lebkuchen, aus der Fabrik des königl. bayer. Hoflieferanten, Herrn H. Haeberlein in Nürnberg, empfiehlt Aug. Noll, im Stern. 5068) Für die Weihnachts-Saison «mpfehle billigst und stets frisch: Citronat, Pommcranzenschaalen, verzuckerte, Ccylon-Zimmct, ganz und gestoßen, Nelken, beste, „ „ „ Anis, gesiebten, Citroncn, Ammonium ober Hirschhornsalz, Mandeln, süße, Corinthen, Rosinen ohne Stiele, Vanille, Häringe und Sardellen. Zucker, weißen, feinst gestoßen, Ernst Hermes, Materialist, ____________ Mäusburg.__________ 6048) Aechte holländische Häringe und Sardellen, feinsten Schweizer und Limburger Käse empfiehlt ________________Carl Lony. 6062) Das Neueste in Pelzgarnituren für Damen und Kinder ist soeben einge- troffen und empfehle außerdem Iaadmuf- fen, Fußtaschen, Pelz- und Winter- Mützen, sowie eine reiche Auswahl in Kindermützen, zu billigen Preisen. ______H. Rübsamen. 6085) Täglich frische Milch bei Conrad Noll, in der Mühlgasse. § Seefische: Frische Egmonter Schellfische treffen, jio lange keine stürmische Witterung, wieder wöchentlich dreimal ein. Für Cabliauen, Zungen und Turbots erbitten wir uns Aufträge mehrere Tage vor Gebrauch. — Heute frische Schellfische NB- Da jetzt wieder größere Parthieen von Schellfischen eintreffen, so haben wir, so lange keine stürmische Witterung eintritt, den Preis auf 12 fr. pr. Pfund festgesetzt. I. A. Busch Söhne. 6120) Lahrer Hinkender Bote, Landkalender, Gustav Adolfs-Kalender, Hausfreund bei______________________H. Kühn. 6071) Schlittschuhe in allen Sorten, größte Auswahl, empfiehlt Louis Senner, Scltersweg. 6119) Mehrere Harzer Canarienvögel (Roller) werden käuflich abgegeben. Wall- thorstraße Lit. A. Nr. 224. Z Gesangbücher zu Weihnachtsgeschenken, fein und ordinär, empfiehlt billigst H. Sonntag, Buchbinder, am Kirchenplatz. 6056) Putzpulver, chemisch rein, für Messing, Blech, Gold, Silber rc. pr. Packet 4 fr. Alleinige Niederlage für Gießen und Umgegend bei Ernst HermeS, Materialist. In dcn vorderen Lokalitäten des Cafe Leib. Montag den 12. und Dienstag den 13. December: CONCERT, susgrführt von dem lieriihmtm Doppcl-Buartrtt der Cmser Lur-Eopelle, unter persönlicher Leitung seines Musikmeisters, Herrn Slomina. Anfang halb 8 Uhr. (6122) Ph. reib. Lony’sclier Bierkeller. 6123) Die Wirthschaft auf demselben ist bis zu Weihnachten geschlossen. — Vom ersten Feiertage an ist dieselbe wieder eröffnet. 3 — 25% Zioflen-ErsjiarniB bei Annoncen. Bekanntmachungen aller Art befördert prompt in sämmtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter und Fach-Zeitschriften mit 5—23% Kosten-Ersparniß die Annoncen - Expedition von E. Schlotte in Bremen. Redaction. Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.