Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen. Freitag den 11. November Nr. 151 ihr. 1 Gießen, den 5. November 1870. k die / 10. November. G Vie Bczichunger. Ves ordnen und gegen jeden renitenten Priester, und wenn er der Waffe des Strafrechts einzuschreiten? ItreiS vierteljährig 1 fL 12 fr. mit Bringerlohn. Durch di« Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. bekannt machen zu lassen. Gießen, den 8. November 1870. rstoffe, Srgoit; Betreffend: Die Aufstellung der Vieh stand stabcllen für das Jahr 1870. in, e Ersten sein I orf a. b Lahn itlbe stehcnben lbunterstühMg O KW --— nein ganz lcnwär: Binder-, n, sowie ,T Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V. d. K.: Kekule, Kreis - Assessor. II ♦ w werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B- 1, als auch UllitflClt auf vttt (^IC^CUCy bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate November und December 1870 zu 40 kr. 1870. ■■EBKÄHÄf’ ÄfW ÄM.di--»» Erscheint täglich, mir Ausnahme Montags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. König und Papst nicht zu Stande kommt, der nach scharfer Grenzscheidung des kirchlichen und weltlichen Gebietes dem höchsten Würdenträger der Kirche Immunität gewährleistet, so wird es sich bald genug als unvermeidlich Herausstellen, die Ausschreitungen der Cardinale vorkommenden Falle- genau nach denselben Grundsätzen zu behandeln, wie die aller anderen Staatsbürger. Die Cardinale müssen als Unterthanen des Staats behandelt werden, wenn nicht ein förmlicher Vertrag sic diesem Verhältnisse enthebt. Und zu diesem ersehnten Vertrage, daran läßt sich kaum zweifeln, wird sich die Curie nicht herbeilassen. Ist es nun aber, vom kirchlichen Standpunkte au- angesehen, ein Eingriff in die Rechte der Kirche, wenn man die unmittelbaren Beamten de-Papstes ohne Weiteres dem bürgerlichen Gesetze unterwirft, so ist eö ganz unmöglich, den Papst anders wie als Souverän zu behandeln. Als Oberhaupt der Kirche steht er zu den Katholiken aller Länder in einem und demselben Verhältnissees wäre ein Widerspruch gegen seine Katholicität, wenn er zu dem italienischen Staate in ein besonderes Pflichtverhältniß treten wollte. Es ist zwar mit dem kirchlichen Princip sehr wohl vereinbar, daß der Papst des weltlichen Besitzes entbehrt; unvereinbar mit diesem Princip würde aber seine Abhängigkeit von einer anderen weltlichen Macht sein, weil dann in Wirklichkeit nicht er, sondern die ihn beherrschende weltliche Macht auch Vic Herrschaft in der Kirche au-üben würde. Es handelt sich also in der römischen Frage um das Problem , dem der weltlichen Herrschaft beraubten Papst eine seine Unabhängigkeit pon ter italienischen Staatsgewalt unbedingt sichernde Stellung zu gewähren. Daß dies der Kern der ganzen Frage ist, erkennt auch die italienische Regierung vollkommen an. Auch ist es unzwei- felhaft, daß r- ihr gelingen wird, die Bedingungen für die Lösung diese- Problem- aus'-Trefflichste zu sormuliren: wenn man nur durch eine Formel die ihrer Natur nach gegeneinander wirkenden lebendigen Kräfte zu versöhnen und auS- . einander zu halt.n vermöchte. Da- wirb aber schwierig sein. Die italienische Regierung wird vom Radikalismus, die Curie vom Jesuiti-mu- vorwärts gc- drangt, und diese kampflustigen Extreme legen b.ide auf Verträge sehr geringen ' Sie werden zunächst sich bemühen, den Abschluß eine- jeden Vertrages 3» tut bittet, fi*» 1 ff OtNier-' ;*-«*"*»* ,ss.< 6 3' 'Vowat%idnmS Semarfungen iigmiffen smd, üno f«r Mefe ««kennte IklerWen a»f|«Men. Dr. Goldman n. Die Annexion Noms und der Ueberrcste des Kirchenstaates an das l Königreich Italien i|t keineswegs gleichbedeutend mit der Lösung der römischen i Fraae. Es war eine leichte Arbeit, Rom militärisch zu besetzen, und auch d.r ' volitischen Organisation des einverleibten Gebiets stellen sich keine anderen ^chwir- 1 rigkeiten entgegen, als die, welche in Italien mit jeder Organisation verbunden sind. Ja es wird wahrscheinlich sogar leichter sein, in Rom, als »n Neapel oder aar auf Sicilien, äußerlich eine erträgliche Ordnung hcrzustellen. L-er Romer ist fügsam und an Abhängigkeit gewöhnt, und wenn man nur die radikalen L e- mente hindern könnte, Rom zum Sammelplätze und zum Mittelpunkte 'd«' Ag». tation zu machen, so würde man dort wahrscheinlich sehr bald Z>. stände Herstellen können, die vom bureaukratischen und polizeilichen Standpunkte aus sehr wenig zu wünschen übrig lassen. Rom behält seine Anziehungskraft a - größtes Kunstmuseum der Welt und für den verminderten Glanz des geistlichen Hofes wird der weltliche Hof Victor Emanuels, die Verlegung ter Centralbehorven, dem römischen Volke einen mehr als genügenden Ersatz bieten. Es wird viel Geld m Umlauf kommen und neben dem verblaßten geistlichen ein mannichfaltiger weltlicher Prunk sich entfalten; panem et circenses rufen die modernen Quirlten, wie die alten sie gefordert haben, und an beitem wird es unter dem neuen Regime nicht fehlen, wenigstens grate in der neuen Hauptstadt nicht, wenn es im Uedrigen mit den italienischen Finanzen auch schlecht genug bestellt ist. Aber mit allem dem ist leider die römische Frage nicht gelost. Mag Victor Emanuel unter dem begeisterten Jubel der Römer seinen Einzug halten, er Vatikan protcstirt. Mag der König Alles aufbieten, um den Papst zu ver oynen, um mit ihm die Grundlagen eines modus vivendi einem friedlichen und freun lichen ZusammiNfein zu vereinbaren, der Papst beharrt bei seinem non po^sumus: mit dem Unrecht, dem Saerilegium, können wir nicht unterhandeln. Was wird da dem Könige schließlich übrig bleiben, als sich entweder dem Papste gegenüber in ein Vasallenverhältniß zu stellen oder den Widerspruch d.r Cune zu ignorlren, Bekanntmachung. Betreffend: Das Kreis-Ersatz-Geschäft für das Jahr 1871. Mit Beuia auf die Bestimmungen der Militär. Ersatz Instruction für den Norddeutschen Bund fordern wir alle rm Jahr 1851 geborncn Militär- Lsticktiaen sowie die in früheren Jahren gebornen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt ober ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder ü^dcmiechen als"Swdeitten, Gymnasiasten und Zögliitge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirthschaftsbeamte Handlung-d.ener, Lehrlinge, Hand- werksaesellen Lehrbnrsche, Dienstboten, Fabrikarbeiter' oder in ähnlicher Eigenschaft sich aufhalten, hiermit auf, sich behufs Eintragung ihrerIcameu ui. die bl ' / ' tinm 1 fatd inm 15 December L I. bei der Bürgermeisterei ihres gesetzlichen Wohnortes, beziehungsweise ihres Jufent- f?«" t* «>«!->"" - »--> >.«"« -ich. u. «««<«8«, i««.»-,»«.«m f’~i ™ »«»<- 10 5TBIr bcleat von der Theilnahme an der Loosung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung :c. verlustig erklärt werden. welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr., Brod- und Fabnkherrn zu diesen Anmel- dungen vAicht-t-h^oglich-^ Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt, Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders anf ortsübliche Weise ifum jur Nach- Geschaft, ver- bnngSstückeu, nit bestens em- udrFlrtt, r«hr Nr. 31. Ainbermbchm i Lohn gesucht. Ms. verlässige Kran- aud) bei Blat- eben bie besten Auskunft ertheilt in werben wie- :önnen Niäbchm leibemacherin, Fabrikant Fürst- ad, Neustadt. serbenzumDüt«- jiei, Asterweg- v an die Grosthersogiicheu Bürgermeistereien. Wir werden Ihnen durch die Post die Formularien für die Aufstellung der Viehstandstabellen zustellen uvch Ordern Sie auf, Uebersichten für das Jahr 1 70, unseren Ausschreiben vom 19. November 1862 und 16. November 1863 (Nr. 13 Amts- blatteü von 1862 und Nr. 10 des Amtsblattes von 1863) entsprechend, am 3. December d. I aufzustellen und bis zum 20. December ^taaleS zur ^17 dem W-g- der Gesetzgebung »«.J «i. “IS'i. eM ÄÄ S«»■ wi/kek suchen, "da'b derse.be -in .°d,r Buchstabe bl-ibe, WWWs unb daß der freie Staat und die freie Kirche trotz aller Verträge ihre Freiheit nur dazu benutzen, um sich gegenseitig so viel Abbruch zu thun, als nur irgend in ihren Kräften steht. E» ist daher nicht zu verwundern, wenn der katholische Clerus in allen Ländern auf die Ereignisse in Rom mit der äußersten Besorgniß blickt und in die Regierungen dringt, einem Zustande Widerstand entgcgenzusetzen, der die Kirche von dem Willen des Königs von Italien abhängig zu machen droht- Es läßt sich indessen wohl bezweifeln, daß die Regierungen, selbst wenn sie den Willen dazu hätten, im Stande sein würden, die vollzogene Thatsache rückgängig zu machen. Ihre Thätigkeit wird sich auf den Versuch beschränken, einen befriedigenden modus vivendi zwischen den beiden feindlichen Mächten herzustellen, was ihnen nach unserer Ueberzeugung nicht gelingen wird, da wir eine Vermittelung zwischen den sich hier gegenüberstehxnden Gegensätzen nicht für möglich halten. Entweder der König beherrscht den Papst, dann hört der Papst auf, eine universale Macht zu sein; oder der König giebt, um das Recht zu haben, in Rom neben dem Papste zu residiren, der Eurie einen wesentlichen Theil seiner Hoheits- rechte Preis; damit würde wohl der katholische CleruS zufrieden sein, nicht aber Italien, das dann in einer Revolution das einzige Mittel sehen würbe, sich von einem unerträglichen Geistesdruck zu befreien. Ein Rückgängigmachen dessen, was in Rom geschehen ist, halten wir für undenkbar; ebenso aber auch eine das bisherige Verhältnis der Kirche zu ihrem O'oerhaupte unangetastet lassende Ausgleichung auf Grund der vollendeten Thatsache. Die einzige wirkliche Lösung würde in der Bildung von Nationalkirckeu bestehen, über die dem römischen Bischöfe höchstens ein Ehrenprimat zustände. Aber eine derartige Lösung kann sich nur langsam und schrittweise vollziehen. Italien aber bedarf einer raschen Lösung. Da aber eine solche unmöglich ist, so wird die Lage Victor Emanuels von Tag zu Tag bedenklicher werden. Den italienischen Staatsmännern ist eine der schwierigsten Aufgaben der Staats kunst zugefallen. Wo ist aber in Italien der Mann, der dieser Aufgabe gewachsen wäre? Bismarck« Organ, die „R. A. Z." schreibt: Die französische provisorische Regierung bat den ihr angebotenen Waffenstillstand abgelehnt. Die Kanonen werden nunmehr dieser Regierung unb demjenigen Theile des Volkes, welcher derselben freiwillig oder unfreiwillig folgt, die Vernunft predigen müssen, welche sich bisher vergeblich Eingang zu verschaffen gesucht hat. Deutscherseits ist das Möglichste geschehen, der unglücklichen Hauptstadt Frankreichs die letzte Katastrophe zu ersparen, — das Blut und der Fluch der Tausende, die unter derselben zu leiden haben werden, komme über das Haupt derer, die sich zu Machthabern Frankreichs aufgeworfen haben, ohne den Muth zu haben, der Situation in's Auge zu sehen unb die Conscquenzen berselben anzunehmen. Der Präfect der Rhone-Mündungen (Marseille), Delpech, hat nach Erhalten der Proclamation Gambetta's über den Fall von Metz ebenfalls eine gewaltige Proklamation zum Besten gegeben. Derselbe drückt sich folgendermaßen aus: „Bürger! Als die Franzosen dieses Namens noch würdig waren, war das Wort Capitulation in ihrer Sprache nicht bekannt. Seit der düstere Mann von Seban über die Nation seinen verpesteten Hauch ausgehaucht hat, ertönt dieses den feigen Stützen des Kaiserreichs vertraute Worte in allen Depeschen. Metz vervollständigt Sedan; der Dieb von Mexico erreicht die Infamie des Mannes des Elisse (so heißt das Palais, wo der Louis Napoleon als Präsident bei der Ausführung des Staatsstreiches resivirte). Wo sind die Elenden, die wagen, sich Bonapartisten zu nennen? Wo sind die Verräther, die von einer Restauration träumen? Eine neue Aera eröffnete-sich in Frankreich; partielle Erfolge sagten große Siege voraus und heiterten den düsteren Horizont auf; aber der Mann von Sedan wachte; infame Mörder lauerten auf den Moment des Verrathes, um dem Enthusiasmus des erwachenden Volkes den Todesstoß zu geben. Bazaine hat die Stunde wahrgenommen; der Elende wartete, bis die Hoffnung nach Frankreich zurückkam; dann stieß er feig und vcrrätherisch den Dolch in das Herz aller Franzosen. Aber die Feiglinge unb die Verräther werben niemals wissen, welchen Widerstand ein männliches Volk leisten kann.... Man wird die unbesiegbare Revolution vorstnben, um jedes Hrnderniß zu beseitigen. Die unbezähmbare französische Nation hat den Abgrund ermessen und wird in sich die nölhige Kraft finden, um über ihn hinüberzukommen. Bürger! Die Nation sieht bei sich zwei Kategorien: Feiglinge unb Tapfere. Wer möchte zu den ersteren gehören? Ich will der zweiten angehören; ich reiche deshalb meine Demission ein und ergreife die Flinte; Ihr werdet Alle mit mir kommen. Wenn die Frauen und die Greise einem kampffähigen Manne begegn?», so werden sie entrüstet aus- rufen: „Das ist ein Feigling!" Der Präfect der Rhone-Mündungen Delpech." Es scheint, daß die Präfecten hinter Gambetta nicht zurückbleiben wollen. Der erste Deutsche, welcher nach der Capitulation in die innere Stadt Metz eindrang, war Oberstabsarzt Dr. Böhm, Vorsteher des hessischen Feldlazareths in Ars an der Mosel, der über seinen gewagten Gang „irr die Höhle des Löwen" einen interessanten Bericht an seine Familie in Offenbach gelangen ließ, den wir nach dem „Fr. I." das Nachstehende entlehnen: „Kaum war die Nachricht, daß die Uebcrgabe am 30. Oktober gegen 1 Uhr stattfindcn sollte, zu ihm gedrungen (unb dieses war erst kurz vor der bezeichneten Stunde geschehen), als sich Dr. Böhm, nur in Begleitung eines freiwilligen Civilarztes, nach Metz auf den Weg machte, um noch vor dem Einzug der deutschen Truppen in der Stadt zu sein. Um 11 Uhr Vormittags ging er von ArS ab und auf dem Eisenbahndamm, worauf bereits eine Lokomotive Probefahrten machte, auf die Festung zu, da auf keiner anderen Straße durch die Vorpostenkette hindurchzukommen war. Auf diesem Wege gesellten sich den beiden Acrztrn noch sieben Sanitatsleute zu, davon sechs aus Köln. Diese Alle, wie auch der Civilarzt, waren zweifelsohne durch die Genfer Binde gleichsam neutralisirt; nur Dr. Böhm war in Uniform. Er wurde denn auch während der ganzen Expedition für einen „Officier prussien“ angesehen. Nachdem Böhm und seine Begleiter mehrfach die Route wechseln mußten, gelang es ihnen endlich, an Schanze (nicht Fort) St. Privat vorbei, durch eine lange Vorstadt in die eigentliche Stadt bereinzukommen, wo ihnen sofort Damen mit abgehärmten Gesichtern und in Trauerkleidern auffielen. Ein buntes Gewühl von Soldaten aller Waffen und Grade erfüllte alle Straßen und Plätze, meist im Begriff, ihre Gewehre zusammenzustellcn. Ueberall erregte die Erscheinung de- „preußischen Offiziers" und seiner Begleiter Sensation in den Gruppen, unb nicht die freundlichsten Blicke und Worte wurde ihnen nachgesandt. Aus einer Gruppe von Offizieren vernahmen sie den Ausruf: „L’imprudent!“ der ganz offenbar Dr. Böhm galt. Auf der Place Royale fiel ihnen die aus Eisenbahnwaggons gebildete Lazarethstabt auf. Al« Ziel ihrer Exkursion hatte sich unser Corpö die Kathedrale gesetzt, bi- zu deren Ps-rten sie jedoch nicht vorzudringen vermochten, da der Platz ringsum völlig mit abgesctztrn Gewehren ver» stellt war. In einem Tabak-laden wurden Cigarren eingekaust, Hunger unb Durst wagte man jedoch durch Einkehr in einen der Gasthöfe nicht zu stillen. Auf andern Wegen und zu einem andern Thor heraus wurde dann der Rückzug angetreten. Beim Heraustreten aus den Werken begegnete man bereits den zur Besetzung des Platzes vorrückenven deutschen Truppen, und bei Frescaty hielt an der Spitze seines Generalstabes und der tapferen Division Kummer Prinz Frie- drich Karl, vor dem die stolze französische Kaisergarde im Drfiliren die Waffen streckte." Ueber den Verbleib der Infanterie der französischen regulären Feldarmee entnehmen wir dem „Milit. Wochenbl." folgende Angaben: 1. Die französische Infanterie bestand bei Ausbruch de- Krieges aus: 8 Garde-Infanterie-Regimentern, 1 Garde^Jägerbataillon, 100 Linien-Hnfanterie. Regimentern, 3 Zuaven-Regimentern, 20 Iägerbataillonen, 3 Bataillonen leichter französischer Infanterie, Fremden-Regiment, 3 Turcos-Regimentern. 2. Davon streckten bis zum 29. October die Waffen: 8 Garde-Infanterie- Regimenter, 1 Garde-Iägerbataillon, 94 Linien-Infanteric-Regimenter, 3 Zuaven- Regimenter, 20 Jägerbalaillone, 3 Turcos-Regimenter. 3. Es verbleiben in Frankreich (rxcl. der mit Hülfe der Depots gebildeten Neuformationen): 6 Linien-Infantcrie-Regimenter (davon waren 4 in Algier, 2 im Kirchenstaat), 3 Bataillone leichter französischer Infanterie, 1 Fremden-Regi- ment, beide in Algier. Die oben erwähnten 4 Regimenter, welche bei Beginn des Krieges in Al- gier waren, befinden sich jetzt bei der Loire-Armee, die beiden Regimenter, ehemals im Kirchenstaat, sind in Paris. Die Streitkräfte, über welche außer den erwähnten Regimentern das Comitä de la döfense nationale an Linientruppen jetzt verfügt, sind gebildet aus den in Marschregimentern rc. zusammengezogenen Depottruppen, in welche zahlreiche junge Mannschaften ausgenommen wurden, sowie die alten Leute, welche nach den früheren Gesetzen ihrer Militairpflicht bereits genügt, nunmehr aber durch ein neues Gesetz wieder zum Kriegsdienst gezwungen werdcn. Kriegsnachrichten. London, 8. Nov. Der „Time«" zufolge wüd das Bombardement von Paris nicht vor vierzehn Taöen beginnen; König Wilhelm zögert, cs anzu- befehlen. Brüssel, 8. Nov. Der „Etoile belge" erhält aus Paris, d. d. 2 Nov., folgende Nachrichten per Ballonpost: Favre erließ am 2. Nov. ein die Wahlen betreffendes Dekret, worin er sagt, die Regierung beharre darauf, sich gegen die Einsetzung einer Commune ou-zusprechen, da eine solche nur zu Zerwürfnissen und Eifersucht unter den Behörden führen könne. — Zahlreiche Deputationen von Offizieren der Nationalgarde haben sich bei der Regierung beschwert, daß sie von Seiten einiger Mitarbeiter des „Journal officiel" fortwährend angegriffen würden. Da« Projekt, an die Stelle des „Journal officiel" ein „Bulletin officiel" zu setzen, welches lediglich die Verordnungen und Erlässe der Regierung enthalten soll, ge- winnt hierdurch an Wahrscheinlichkeit. — Dem Journal „Le TempS" ist von den Erstürmern des Stadthauses eine mit den im Stadthause gefundenen Hülssmitteln gefälschte Depesche zugekommen, welche die Unterschriften des Gouvernements von Tours trug, unb behauptete, General Cambriels habe in den Vogesenpässen 6000 Landwehrmänner vernichtet. Die Regierung erklärt im „Journal officiel", daß sie dem „TempS" keine solche Depesche mitgetheilt habe. — Jule- Favre ermahnt die Wähler, gegen ähnliche falsche Gerüchte auf der Hut zu sein, da die Druckformulare und Siegel der Regierung am 31. Oktober entwendet worden seien. — Rochefort läßt durch den „Rappel" erklären, daß seine Demission ihren Grund in der Vertagung der Municipalwahlen habe, welche ohne sein Wissen unb gegen fein Versprechen an das Volk an den Straßenecken affichirt worden sei. -Der „Rappel ' bemerkt hierzu, daß Rochefort schon wiederholt seine Entlassung gegeben und dieselbe nur auf Bitten seiner Collegen, welche dieses revolutionäre und populäre Element nicht entbehren wollten, widerrufen habe. Diesmal aber habe er sich ihrem Wortbruche nicht beigesellen wollen, sondern seine Abdankung auf den BerathungStisch niedergelegt unb das Stadthaus verlassen, ohne zu sagen, wohin er sich zurückziehe. Genf, 8. Nov. Nachrichten aus Lyon zufolge begann die dortige Filiale der Bank von Frankreich mit der Uebersiedelung der Fonds nach Toulon. — Der Maire von Lyon, Henon, hat in Tours wiederholt um Verstärkung der Besatzung gebeten. Basel, 8. Nov. Das Corps Werder und die 4. Reservediviflon, die jetzt in Verbindung gegen Besanxon und Belfort operiren, bestehen aus etwa 60,000 bis 80,000 Mann. Das Hauptquartier der CernirungSarmee vor Belfort befindet sich im Schlosse des Herrn v. Saglio bei Senenans (südlich von Belfort am Flüßchen Savoureuse gelegen). Die allgemeine Furcht der Landbevölkerung, zu den Schanzarbeiten vor Belfort verwendet zu werden, ist es namentlich, was die Leute zur Flucht nach der Schweiz und in die Wälder und Grenzdörfer treibt. Die deutschen Truppen haben sich bei der Cernirung der günstigsten Position de« Salberts bemächtigt, eines kleinen Berges auf der l'nken Seite der Eisenbahnlinie nach Vesoul und auf dem linken Ufer der Savoureuse, die von Norden nach Süden bei Belfort vorbeifließt. Um 4 Uhr wurde ein Parlamentär gegen die Festung gesandt, um den Commandanten zur Uebergabe aufzufordern, im Ver« Weigerungsfälle würde man Tags darauf da« Bombardement beginnen. Oberst Denfert verweigerte die Uebergabe und ließ sofort die Dörfer VezeloiS und Chevremont (südöstlich von Belfort), wo sich die deutschen Truppen logirt hatten, in Brand stecken. Diese haben indessen das Feuer wieder gelöscht unb die Positionen inne behalten. Am 5. haben die deutschen Truppen fünf Wagen mit Verwundeten durch Montreux-Vieux nach Lachapelle geführt. Vorgestern hörte man in Pruntrut eine Kanonade, sowohl von Montbeliorb als von Belfort her. (F. I.) Aus Altbreisach vom 5. Nov. bringt ter „Oberrh. Kur." folgende Mittheilungen: „Gestern Abend nach 8 Uhr brannte es in Neubreisach nur schwach, um 9 Uhr ging der Brand wieder an und dauerte die ganze Nacht fort und zwar in der Gegend vom Colmarer Thor. Um halb 3 Ubr Morgen« wurden wir in nicht geringeren Schrecken versetzt. Nachdem wir mit dem Brande vom Fort Mortier, welches jetzt noch raucht (3/49 Ubr), Gefahr für uns beseitigt und dasselbe todtgeschwiegen glaubten, kamen um 3/43 Uhr gegen 12 Brandbomben, zum Glück über die Stadt hinaus. Die Besatzung vom Fort hatte hinter demselben 3—4 Geschütze aufgerichtet, bald aber waren sie durch wohlgezielte« Schnell Telegraphische Depeschen. Pr. Cassen-Sch. 1 45 95 Vt Spanier, neuest. 3»/0 305/s 151 1882r 1885r 1887r 9 59—10 9 45G. u.fehl. 2 45G. u.fehl. 94'/- 94'/r Holl. ft. 10 St. 9 55 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankenst. 9 33—34 Engi. Sover. 11 54—58 Kuss. Imper. 9 46—48 Dollar in Gold 2 26 Vz—27 Vr Prioritäten. öster. Stsb.-Prior. 56Vr öst. s. Lombard 47 Livorneser 32 Toscaner — Elisabeth.-Prior. 79 II. Emiss. 753/4 Sachs. „ Div. Gassen.A. Pr. Friedrdor Pistolen . . „ doppelte 3% 3% 30/o 50/o 50/o do. 1858r Prioritätsloose 1860r Loose 78 1864r n H5 Braunschweiger 17 Stadt Madrid 22'/4 Actien. Frankf. Bank 1313/< Frankf. Vereins-Kasse 101 *,4 Darmst. Bankact. 3251/2 Wien Bankactien 707 Galizien 239 V4 servecadre« würden nach den Territorialbezirken gebildet. — Einige Deputirte haben erklärt, auf ihre Mandate zu verzichten. , o v t London, 4. November. Der Norddeutsche Genexal-Consul zu London hat folgende Warnung an die deutschen Consuln der britischen Haupthäfen gesandt: „Ich benachrichtige Sie, daß französische Panzerschiffe jetzt beständig auf der Höhe von Dover kreuzen, die muthmatzlich von den Bewegungen deutscher Fahrzeuge gut unterrichtet sind. Sie werden daher ersucht, Capitänen von norddeutschen Schiffen, die nach jener Gegend gehen, die größte Wachsamkeit anzu- empfehlen, um der Wegnahme zu entgehen." — Es wird berichtet, daß ein französische- Kriegsschiff an der Mündung der Tyne kreuzt. Papierrente 48V« steuerf. - Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 653/4 Nassau 25 fl. — 40/0 bayr. Präm.-Anl. 1O63/4 Ansbacher 7 fl. 125/y 40/g badische Loose 1061/4 Badische fl. 35 Loose 58% Oestr. fl. 250 v. 1839 „ 50/0 M. -------- Amerik. Bonds 1881r 97'/, ftutr .um Schweigen 9ebrad)t. Um diese Zeit brannte e« im Fort noch stark und in Neubreisach sehr stur,. Die Errichtung einer Batterie auf dem Munster- platz will uns Breisachern gar nicht behagen. Haben sie in Neubreisach wett- tragende Geschütze und finden sie Zeit, sich nach allen Punkten zu"rtheivigen, so ist Al,dreifach sehr in Gefahr einer Zerstörung. Soeben habe ich selbst wahr- genommen, daß aus eine Vo'stellung unseres Bürgermeisters die noch Nicht hinter die Schanzen gelegten Kanonen wieder vom Munsterplatz entfernt, aber i Schanzen nicht geebnet wurden. Im Augenblick war auch unser h°ch°"ehrttr Geistl.' Rath Lender beim Commandirenven und dieser gab ihm die beruhigendste Versicherungen, daß ohne die äußerst- Noth nicht vom Munsterplatz °»r geschossen werde. Die Besatzung vorn Fort ist noch nicht beunruhigt genug, V,Uhr schossen dieselben wieder 10 Schüsse ab und e« zeigten sich einige aus dem L In Neubreisach brennt es seit zwei Stunden wieder, aber gegen dem Basler Thor oder ob-rhalb demselben zu, wahrscheinlich von einer südlich gelegenen Ba enc Mück-Sheim, hcrrührend. — Nachmittags Obgleich t>te: »atterte I^etm ®iu1(1 noch nicht ausgeführt ist, wird von Neubreisach h.eher g-sä>°fsk", Eine Kugel ist in den Garten de« Bürgermeisters gefallen und eine beim Rathbrunnen geplatzt, eine ander- beim Kopfthor. In Neubreisach brannte es sehr stark an mehreren Orten, besonders beim Basler Thor. — Abend« 3/d* Ul)r- Nachmittags 31/ Uhr kamen Bomben und Granaten über all- Theile der Stadt, doch zum Gluck platzten alle. Bon 8 Uhr an war der Donner furchtbar, sowohl von un serer Seite, al« von drüben gegen un«. Es ist zu weitläufig, alle Stadtthei e und Hauser zu beschreiben, wo sie einfielen. Nach 10 Uhr traf e« einen Kanonier, “m S ie1, d-7augenblicklich todt war. Nach Va'l Uhr brachte Mir ein Mann von meiner Einguartierung 3 Granatsplitter, welche zusammen 4V25W rooaen Um 8 Uhr war ich auf dem EckhardSberg durch die Reben be8an9 n und nicht weit von mir fielen Splitter nieder. Während ,» schreibe, chw.rrt wieder eine über die Neugaffe. In Neubreisach brennt es immer fur^tbar. Die Neubreisacher haben gegen unsere B-rmuthung doch neuere weittragende G - schütze Kurz vor 12 Uhr Nachts schlug eine Granate unmittelbar b-'M Thor und ^Ochsen und gleich nach Glockenschlag 12 Uhr die zweite in das Großman- nische Haus ein. Zahlreiche „Schlachtenbummler-- treffen 'n der Umgebung von Altbreisach ein und beobachten von den nahen Hohen des Kaiserstuhls das svnders Nachts interessante Schauspiel des Bombardements." Actien. Oest. Creditact. 246 5% östr. F. St. E. B. 371 % Lomb'ard Bahn 174 Lud wigsh.-Bexbach 162 % Maxbahn 108 Bayer. Ostbahn 124 Hess. Ludwigsb.-Act. 135 Alsenzbahn-Actien 86% Oberhessen „ Darmstadt, 7. Nov. Di- „M-in.Ztg." bringt folgende auffallende Mit. «Heilung, für deren Wahrheit wir ihr die Bürgschaft überlasten muffen. „Sonderbare Gerüchte circuliren hier über Sendungen, welche au« dem Lelde hierher gelangten. Kisten auffallenden Inhalt« sollen an die Angehörigen eines i^sfizi s und eines Arztes gelangt fein und ein anderer höherer Offizier soll aus dem Feld nicht weniger ^l- sechs C-ntner Reis und einen Centn-- Kaffee in sieben Ballen hierhergeschickt erhalten haben. Diese Sachen sollen in e.ner Unter- fuchung beim hiesigen Stadtgerichte zur Sprache gekommen sein Berlin 7. Nov. Nachdem vor Kurzem die „Jnstkib. Ztg. die Mittheil ng hatte, daß der in der Feste Bohrn bei Lotzen internirte ^n'sch- Capttan Petersen wahnsinnig geworden sei, entnehmen wir der „Zukunft Folgende». „Schön s t lanaerer Zeit hatten sich bei dem Capttän Spuren einer großen Aufregung de- merklich gemacht, durch welche er seinen Stubengenoffen in Lotzen ^sorgmß ein- flößte. Besonder« die unter den dortigen Umständen so natürliche» Be«rachtungen über Grund und Recht dieser Has, mußten in seiner Gegenwart unt rd.uck wer- den, da ihn diese« Thema zu heftigen^Ausbrüchen' Wiu«tfi'" ?fl9te. 12 Ortober wurde es am ärgsten. Der Capttan drohte zuerst, sich mit einem W meffer den Halt zu durchschneiden, dann warf er mit T-ntenglasern, Nachigesch und dergleichen nach seinen Stubengenoffen, deren einer, Herr Willemo «, dabe eine Verletzung über dem Auge erhielt. Endlich schloß er die Stube, in ter er sich mit dem Ebengenannten und dem Nordschleswiger Schmidt befand, ab un meiaerte sich zu offnen. Selbst die Autorität des Mitgefangenen Abgeordn en Krhger die e/ sonst hochachtete war aus Null gesunken. Seine Landsleute, hatten schon mehrere Tage lang darauf gedrungen, daß °r 's°Urt und ärztlich behänd würde aber man war Darauf nicht eingegangen. Jetzt freilich wurde es ander. Der Capttän, der die Thür hartnäckig verschlossen hielt, forderte der Cornmanda, Oberst v. Schlichting, solle erscheinen, ihm wolle er sich auf Tod und Leben er- aeben. Der Militärarzt Stobbe hatte inzwischen aus Bastion Schwert secy Mann kommen lassen und drang mit diesen in da- mittlerweile geöffnete Zimmer, woer müdem Commando : Greift und b.ndet ihn 'feine Mannschastgegen Wahnsinnigen »orrückrn ließ. Nun erhob sich em mächtiger L-rm. Der Capttmi fchmana oas offene Rasirmesser. Zum Glück konnte Kryger den Arm des Wu chenden fassen und ihn festhaiien, obwohl der Doetor, welcher wahrscheinlich eine Art Meuterei darin vermuthete, wiederholt befahl: Jm Namen de« Gesetzes lassen Sie ihn lo«! Wäre die« geschehen, wahrscheinlich hatte der Gjilan fern Messer an dem nächsten seiner Gegner versucht. Nach Ringen, - che," Krvger eine Schnittwunde in die Hand erhielt, wurde der Capita , ube wältigt, niedergeworsen, in eine Zwangsjacke gesteckt und abge,uhr. <= dem Abgänge der Freigelassenen au« Lotzen bekannt war, befand sich W« Pelersen damals noch in der beilkünstlerischen Pflege de» Hrn. Dr. Stob e Wien, 8. Nov. Au« Konstantinopel wird von einer ungeheuren F n j krise gemeldet. Das dortige osficiöse Blatt,Habik- sagt : D>- Piorte konni-ttdm Angrsts mit 600,000 Mann Soldaten und 12 Panzerschiffen Rückschlägen. Rußland den^e aber nicht an Krieg. - Au- Athen meldet man, aß G°rcha d. di Hellenen zur Unterstützung Frankreich« auffordert, wofür er denselben d,e Beseelung von Thessalien und Epiru« verspricht. ffinttin auf Brüssel, Nov. Bazaine hat an seine lich hier aufhaltende Gattin t lelegraphischem Wege die Mittheilung gelangen lassen, daß er rreußische - aierung um seine Jntemirung in Aachen gebeten habe. Er ersucht seine Gattin, sobalv sein Gesuch genehmigt sein wird, ihm dorthin nachzureisen. Haag, 7. November. Der Finanzminister thettte ,n der ersten.Kammer mit, däß die Minister de« Aeußern, der Colonien (dieser au« Gesundheitsruck sichtens, der Justiz und de« Krieges demifsionirt haben. Die übrigen Mm st haben ihre Portefeuilles zur Verfügung de« Königs gestellt und führe» fchäfte bi« zur königlichen Entscheidung fort. Staate« Prlotenj, 8. Nov. Die Regierung nimmt heute IM Rumen d Besitz vom Quirinal. — Der bisherige Gesandte in Wien, Minghel ,^st einaetroffen: der Zweck seiner Reise sind die bevorstehenden Wahlen. Krttg«minist.r arbeitet eine Reorganisation der Armee, Vie Reserven e r au. Der Zweck derfelbe.. ist, Ersparnisse in den Ausgaben für das Militär und “ine schnellere Einziehung der Truppen zu ermöglichen. Man versichert, die Re- Die „ProwCorr.-- vom 9. Oct. schreibt: „Die Berufung de« Reichstage« behus« Beschlußfassung über die weiteren zur Kriegsführung nöthigen Mittel, sowie den Eintritt der Südstaaten in den norddeutschen Bund erfolgt vermuthlich gegen den 20. November. Der Eintritt Hessens, Badens und Württembergs ist tn aperer Aussicht. Die Beziehungen Bayerns unterliegen noch weiteren Verhäng lungen. Genauere Bestimmungen über die Reichstagssession können nur unter Berücksichtigung der nächsten Aufgaben auf dem Kriegsschauplätze getroffen werden. Bezüglich de« Angriffs auf Paris sagt die „Provinzialcorrespondenz'': „Der Befehl wird gew'tz in dem Augenblick ertheilt werden, wo es unter Berücksichtigung aller betreffenden Verhältnisse, namentlich auch der weiteren inneren Entwicklung in Paris, angemessen erscheint." . Brüssel 9. Nov. Aus Amiens wird gemeldet: Erne erngetroffene englische Ambulanz unter dem Befehl des Obersten Berington wurde stark mißhandelt, weil der Verdacht entstanden war, sie seien Deutsche. — Aus Tour« schreibt man, dass von der 250'Millionenanleihe erst 93,920,000 Fr«, gezeichnet sind. „France und „Liberty" melden, daß das diplomatische Corps demnächst nach einer südlicher gelegenen Stadt abreisen wird. „Liberts" erwähnt des Gerüchtes, daß Picard rum Minister des Innern ernannt sei. Ueber seinen Nachfolger als Fmanznumster ist noch nichts bekannt. E- heißt, Bourbaki habe seine Demission zuruckgezogen. Kaifcrslauicrn, 9. No». In Nanteuil bei Pari« ist am 7. b., Morgens 9 Uhr cer eben vollendete Eisenbahntunnel, ohne daß Menschenleben zu beklagen sind, zusammengestürzt. Man hat Pulverminen entdeckt. Die Verpromanttrung der Armee ist in Folge dessen erschwert. Der Tunnel ist unhaltbar. (Wir geben . diese Nachricht mit aller Reserve, da bi« jetzt keine Derartige ossmelle Nachricht 1 CCrl‘t9A Wicit^ 9. Nov. Di- Verfassungstreuen verhinderten Die heutige Reichs- ' tagssitzung, um'über Den Standpunkt Der Partei, gegenüber Der Regierung, er- ganzende Stipulationen zu treffen. Es findet morgen e,ne Sitzung statt. 8 ‘ A «Briiffel, 9. Nov. General Eosfiniere schreibt au« Hamburg an die Zndep": Ich werde später zur Evidenz beweisen, daß ich meine Pflicht a S 1 Soldat und Bürger erfüllt habe. Unterlassen Sie mittlerweile alle pe-fiden In- flnuutionen^ g Die „Corresp. Hava«'- theilt mit : „Da« Gesetz über da« Massenaufgebot soll nachträglich Modifieationen erletten - Thier« habe »u cerneu gebildeten Loire-Armee von b0,000 Mann vollste« Vertrauen ge- äußert Alle Blätter theilen diesen Ausspruch de« Staatsmannes mit. ® A Vgnra 8. Nov. Laut offiri-ll-r Bekanntmachung wird am i ö^ Nov. ein Prisengericht'zusammentreten, um über alle gekaperten deutschen Schiffe Urthei lU fällen — Die „Corresp Hava«-- erklärt, st- empfange alle Nensilgtiement« von der Negierung und veröffentlicht gleichzeitig ein Communiquö, J^&in Vic Waffenstillstandsunterhandlungen nur angeknupft habe, um Zett zu dem ®or- marsche semer^Arm e D-r^ „Börsenhalle-- wird au« Gurtofen gemeldet, daß 2 englische Dampfer gestern 15 Meilen nordwestlich von Helgoland da« fron- zösische Geschwader mit 8, resp. 5 kleinen, vermuthlich aufgebrachten, Schiffen im Schlepptau gesehen haben. Aus Norderney t-legraphirt man ter ®DrfenDaBe daß dort heute 14 große Schiffe, wahrscheinlich französische Kriegsschiffe, in nord- licher Richtung steuernd, gesehen worden seien. S ch l u ß - C o u r f e. ...... _ , - ÄÄh« De.»l.ich.tt Vie Reserven betreffend, fl. 88000. Wenig Geschäft, aber fest. Börsennachrichten. 9. November 1870. Preuss. 4*/2°,o Oblig. 92 Frankf. S'/g°/o Obi. 793/< Nass. 4'/2° o Obi. 91'/2 Kurhess. 4% „ 83 Gr. Hess. 5% Obi. 101'/2 „ „ 4°/0 „ 92'/, n " 3‘/2°/0 r — Bayer. 5% „ /* „ 4'/2 % 1jährige 92 „ 4% jährige 843/4 Wiirtemb. 4*/2 % Obi. 91'/z Baden 4»/20/0Obl.c. E. L. 913/4 Oester. Silberrente 56»/4 Weclisel. Amsterdam k. S. 100'/r Augsburg k. S. 100 Berlin k. S. 104^8 Bremen k. S. 977/8 Cöln k. S. 1O47/8 Hamburg k. S. 877/ö Leipzig k. S. - London k. S. 1191/8 Lyon k. S. — Paris k. S. — Wien k. 8. 975/g ditto m. S. — ditto 1. S. — Disconto 4% 0 Geldsorten. Allgemeiner Anzeiger. zu 30 48 150 Bütten Kalk, veranschlagt zu . . 375 72 — fen bei Bäcker Kuhn, am Kreuz. gen M- bei 1870. UNd — Alles „ohne guten Nath. (4802) 4791) J’aehete et je vends a tout 24 54 6. 6. 1484 48 324 - 1147 48 Steinhauerarbeit, Zimmerarbeit, Dachdeckerarbeit, Schreinerarbeit, Schlosserarbeit, Glaserarbeit, Weißbinderarbeit, Spenglerarbeit, Pflasterarbeit, Ferner: Lieferung von circa 327 1032 591 253 789 86 62 36. 23 2. 24 Un- und Versteigerungen. Versteigerung von Bauarbeiten. -4788) Mittwoch den 16. Nov. l. I., 4795) Braune Madäpfel, j... ' 28 fr, Mus atäpfel, pro Meste 30 fr. fallene Früh-Borsdorfcr. i Hei L- Hart! ten und Lieferungen, als: Maurerarbeit, veranschlagt veranschlagt zu ..... Beifuhr von circa 394 Cubikmeter Keit geboten es 4790) Mehrere ein- und zweischläferige lackirte Bettladen sind bei mir zu verkaufen. Auch bringe ich meinen Krauthobel zum Verleihen in empfehlende Erinnerung. W- Kratzenberger, Schreiner. mit Goldleisien, Photographie«Rahmen und Spiegeln, und bittet, indem er prompte und reelle Bedienung verspricht, um geneigten Zuspruch. Gießen, den 7. November 1870. Georg Harz, im Bramm'schen Hause in der Neustadt. SardincS in Picles, Sardine* a l’huile, Anchovis, Mixed» PicleS, Caviar, Champignons, Trüffeln, Gothaer Cervelatwurst, Neuen Holland. Dollhäringen, GenueS-Sardellen, Bückingen zum Rohessen, KonigS-Reisstärke empfehlen I. A. Busch Söhne. 4344) Unterzeichnete empfiehlt ftd im AuSbeffern und Verändern von allen Arten Pclzwaarcn, sowie auch im Waschen von weißen Pelzgegen- ständen. — Bestellungen auf ganz neue Garnituren werden auf daS Geschmackvollste und Billigste auSgeführt. Katharina Belz, wohnhaft bei Herrn Zimmermann Schmidt, vi*-a-vi* dem Schützenhof Steine, veranschlagt zu . . 394 — im Locale des Gastwirths Hofmann zu Freienseen öffentlich versteigert. Grünberg, den 8. Novbr. 1870. Großherzopliches Kreisbauamt Grünberg Dr. Di effenbach. Vermischte Anzeigen 4801) Da die am 1. Juli d. I. rückzahlbar gewordene Gesellschafts-Obligation Nr. 55 bis jetzt noch nicht ausgelöst worden ist, so wird wiederholt daran erinnert, daß von jenem Zeitpunkt an keine Zinsen mehr vergütet werden. Gießen, den 10. Nov 1870. Der Rechner: Bieler. in Frankfurt a. Manche Herren erlauben sich, die an die Biertafel gehörigen, anderen verliehenen Ehren. Bezeichnungen: wie Biersch.....und deral. mit Kreide an Thor« und Häuser zu schreiben. In diesem Verfahren spricht sich eine gewiffe Mißachtung deS Publikums aus, da man überall jenen Unanständigkeiten begegnet. Ein Witz liegt nicht darin, er ist wenigstens ungemein wohl, feil, knabenhaft und ohne jede Schärfe. Von einer solchen öffentlichen nebenbei beleidigenden Ungehörigkeit sollten die Biertrinker, welche sich dem „Biercomment" unterworfen, in ihrem eigenen Interesse abfihen; dieß würde wenigstens für einen Fortschritt in ihrer Gesittung sprechen. Der Verwaltungsratl): Baron R. von Erlanger, Ferdinand Fürst zu Menburg, Präsident. Vice-Präsident. Verkäufe und Verpachtungen von Gütern 1 Grundstücken, Fabriken, Gasthäusern ctc., Licitationen, Gesuche und Offerten jeder Art, Familien-Ilachnchten, Engagements etc. betreffende Ankündigungen werden ohne Provision ober Porto-Anrechnung in die für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten erfolgreichsten Zeitungen prompt und exact befördert durch liuötllf Mossk, Annoncen Expedition, 45 Zcil, Frankfurt a. M., Zeil 45, gegenüber der Poft. Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen. Original Preis-Courant und Anschläge gratis und franco. NB. Mcinc Provision beziehe ich als ossieiellcr Agent von den betreffenden Zeitungen. Wer die ausgeschriebene Einzahlung nicht leistet, hat von dem Betrag derselben sechs Procent jährlicher Verzugszinsen vom 19. Decemder 1870 an und eine Conoen- tionalstrafe von fünf Procent zu zahlen und wird unter Angabe der Certisicat-Num- mer während der ersten vier Wochen nach Ablauf des Zahlungstermins durch drei- matige Bekanntmachung aufgefordert, die rückständig gebliebene Einzahlung sammt Verzugszinsen und Conventionalstrafe binnen zwei Monaten nach Ablauf des Zah* lungstermins nachträglich zu leisten. Solche Interims-Eertificate, bezüglich deren dieser Anfforderung vor Ablauf der weiteren zwei Monate nicht vollständig nachgekommen sein wird, verlieren ihre Gültigkeit; die darauf bereits geleisteten Einzahlung aber, sowie alle Anrechte daraus, verfallen zu Gunsten der Gesellschaft. Die Zahlungen haben zu geschehen: Alleinige Jnseraten-Pacht: Fliegende Blätter", „Kladderadatsch," „Figaro desgl. von circa 84,000 Feldbranntsteinen , veranschlagt zu . . . 1176 desgl. von ca 12,000 Lehmsteinen, „ Berlin „ Stuttgart „ Darmstadt „ Gießen Gießen, den 15. October Geschäfts - Eröffnung. 4740) Unterzeichneter hat sich dahier als Glaser niedergelassen empfiehlt sich im Einrahmen nnd Aufspannen von Bildern, sowie Vierte Einzahlung. 4577) In Gemäßheit des $• 4 der Statuten wird hiermit die vierte un tz- letzte Einzahlung auf die zum Bezug von Actien der Oberhessischen Eisenbahn- Gesellschaft berechtigenden Interims^Eertificate im Belaufe von fünfzehn Procent des Nominalbetrags der Actien, also mit 52*/2 Gulden oder 30 Thaler per Stück, auf die Zeit vom 12. bis 19. December 1870 einschließlich festgesetzt. Durch diese Einzahlung werden die Interims-Certificate für Vollzahlung libe- rirt und es erfolgt unter Einziehung derselben die Aushändigung der angefertigten Actien mit Dividende-Coupons. Da sich sonach der Dividende Coupon für das Be- triebsjahr 1870 bei den Actien befindet, so sind die Stückzinsen für die Zeit vom 31. December 1869 bis 19. December 1870 mit st. 11. 52Vz fr- oder Thlr. 6. 23 Sgr. 6 Pf. zu vergüten, wogegen die Zinsen auf die bereits eingezahlten 60 Procent für die Zeit vom 19. April bis 19. December 1870 im Betrage von fl. 4 54 fr. oder Thlr. 2. 24 Sgr. per Stück abgesetzt werden. fl. 64. 22Vr - abzüglich Zinsen auf eingezahlten Betrags 4. 54 = netto „ 59. 28' 2 = Thlr. 33. 29" 67 Mit den Interims-Certificaten sind nach der Reihenfolge der Zahlen geordnete Nummern-Verzeichnisse in doppelter Ausfertigung einzureichen, wozu Formulare bei den Zahlungsstellen ausgegeben werden Frische Egmontcr Schellfische treffen, so lange keine stü,mische Witterung, wieder wüchenilich dreimal ein Für Cabliauen, Zungen und TurbotS erbitten wir uns Aufträge mehrere Tage vor Gebrauch. — Heule frische Schellfische. I. A. Busch Söhne. un .. qm0* ^eftc temps des objects uses Meste 30 kr., ge- r .. J . pro Meste 20 tr., Meyer Rothenberger, in a ii n, Schanz, j rue Neuenweg B. 193. 4775) Dienstag den 15. Novbr., Vormittags 11 Uhr, werden in dem Geschäftszimmer des terzeichneten 3 alte einläufige Flinten 1 Wachtelgarn versteigert. Gießen, den 7. Novbr. 1870. Nachmittags 1 Uhr, werden nachstehende zur Erbauung eines Pfarrhauses zu Freienseen nöthige Arbei- ‘ " fl. fr. Es sind mithin per Stück zu zahlen fl 52. 30 = Thlr. 30. — nebst Actien-Stückzinfen „ 11. 52hr - „ 6. 23 Herren Gebrüder Bethmann, „ von Erlanger und Söhne, Herrn M. ÄönigSwarter, „ Jos. IaqucS, der Württembcrgischen Vereinsbank Herrn M Wolfskehl, unserer Hauptkasse. 4803) Ein französischer Major sucht für sich, seine Frau und ein Kind von 4 Jahren 2 (oder 3) möblirte Zimmer in einem ansprechenden Hause. — Adressen beliebe man in der Exp. d. Bltts. abzugeben. 4799) Ein reinliches Mädchen kann Schlafstelle erhalten. Wo? sag! Ausg. d. Bltts. Treber *et । Dberhesstsche Eisenbahn-itlseUschaft 4610) Frische Sendungen in 4794) Schöne hochstämmige Aepfel-, Birn-, Mirabellen-, Reineclauden-, Eier- zwetschen-, zcirschen-, Weichsel- und Ost- heimer Obstbäumchen, 100 Stück gewöhnliche Zwetschenbäumchen, sehr schön und stark, verkauft L. Hartmann, Schanz. 4684) Ein Haufen Mist ist zu verkau- Wagen-Verkauf. 4632) Ein ganz neuer, noch nicht gebrauchter Rollwagen, massiv gearbeitet, ist wegen Todesfall zu verkaufen. Näheres im Hause der Herren Flick & Kröll. 4793) Süße Zwetschen pro 100 6 fr-, gute Aepfel zu Kuchen, pr. 1/i Meste 15 fr. bei L. Hartmann, Schanz. 4798) Eine Parthie gute Säcke hat preiswürdig abzugeben Albert Lüttringhaus, Seltersweg Lit. C. Nr. 182. Elchenstammholz - Versteigerung. 4787) Den 21. und 22. d. Mts. werden durch Herrn Bürgermeister Hunsath von hier circa 40,000 Cubikfuß Eichenstammholz 1 Qualität, sowie 60 Klafter Prügel- und Reisirholz, aus dem Walddistrict Alte Heege, öffentlich meistbietend versteigert. — Der Schlag liegt l1/« Stunde von der Main - Weser - Bahn - Station Fronhausen, dicht an der Chaussee dahin. Länge der Stämme 30 bis 50 Fuß. Umfang 40 bis 80 Zoll, der Fuß zu 30, der Zoll zu 3 Zentimeter. Zusammenkunft am 21. d. Mts., Morgens 10' 2 Uhr, auf der Bürgermeisterei Lohra — Wegen näherer Auskunft ober Besichtigung des Holzes beliebe man sich an den Unterzeichneten zu wenden. Lohra bei Fronhausen, Provinz Hessen, den 7. November 1870. Rühl, Verwalter. 4800) Künftigen Donnerstag den 17. Nov., Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Gesilsichaftshause dahier abgespielte Whist- und l'Hvmbre-Äarten, sowie alte Zeitungen, gegen gleich baarc Zahlung versteigert. Wermiethungezz. 4753) Ein freundliches, möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei C. Rahn. 4372) Ein Logis im Nebenhaufe von drei Zimmern rc. ist an e ine stille Familie zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei Flick & Kröll. 4789) Eine möblirte Stube mit Cabi- net ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Th. Rautenstrauch, an der Schoor. 4150) Ein Logis von 4 Zimmern, 2 Ca- bineten und allen dazu nöthigen Räumen ist durch den Wegzug des letzten Miethers nach Frankfurt anderweit zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Ehr. Reiber, am Kreuz. 4651) Auf dem Seltersberg, im Neben- Hause von Lit. E. Nr. 4, ist eine möblirte Stube mit Cabinet zu vermiethen. 4797) In der Hintergasse Lit- A- Nr. 34 sind zwei Familienlogis zu vermiethen und zum December d. I. beziehbar. Christoph Barth- 4796) Ein möblirtes Zimmer, wobei auch die Kost abgegeben werden kann, ist auf dem Marktplatze, Lit. A. Nr. 8, zu oer- miethen. 4378) Einige schöne möblirte Zimmer, mit ober ohne Cabinet, sind im Zinßer'- schen Garten zu vermiethen. 4743) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Neuenweg Lit. B. Nr. 194. 4718) Zwei möblirte Zimmer sind auf der Neuen Anlage zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4792) Das von Herrn Simons seither bewohnte Logis ist durch dessen Wegzug alsdalo zu vermietheil. Jacob Reiber, Bachgasse. Großherzogliches Forstamt Gießen D r a u d t. Betr.: Den Concurs des Johann Laucht zu Crumbach. 4786) Montag den 12. December d. I. sollen die zur Concursmasse des Johann Laucht zu Crumbach gehörenden Immobilien auf dem hiesigen Rathhause, unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden, als: Flur I/49, 1466 Hofraithe, Wohnhaus nebst Anbau, Stall, Schoppen u. Scheuer, 11/266» ll/558, n 736» Vgl, * 5?0, 1/158/3» 1/1148» Vl/237» VI 520, VI .267» V1I/78, X/41a, VI/o,t, VI/49,t im Taxationswerth von 886 Thaler. Crumbach, den 7. November 1870. Das Ortsgericht Crumbach. R i e m e n s ch n e i d e r, Vorsteher. Revaction, Druck und Verlag der Brühl scheu Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pi etsck) in Gießen. Preis v^eli' mit S*lc Post bezöge DH sind, liefert Waffenpßa gelänge er e noch nicht g vcr Mehrdei Calcül Die S Wonnen, Den mensltzong n nicht zu Hat den- ko« Es m schen Mäßig die Verbund mit jedem L Solche Unti ten Franzos erspart, Par schenden @lti unsere Bedi fcfyreibtn, tii Nahrung un Grenze angi gebikkt und reich jetzt ni Die! näher, als s Hot langil ei von Anfang lange von „ äußersten Wir könnte. Die von Anderen Europa hat! Weil ganz E 'lkrieg noch [ r ^Un 11 ^egerlrieg j Lyon v ^lr: kein unt ।i treibt »01 ober fein. ... 3» ritii hab 7"> aber ai ein i "n("! ««Itt» ;uf Den, > er au '""»Arme Win,! 6