Ne ,* ttet 8(th(,! N JfrÄ >»..i V-p'h. 11'.!«•« 0(6. > A» Sag* °°°u 'feigen P. $i-rt Nm Taimen An- »amtn, toe Cfr für ein Wen Zsh. ledr Gkfahr üksaillmt 6tr, k. Nachbarn frn mit drin unserer ge. 1 aufrecht zu mit auf fon. feiten durch rn vor ftintt >Ön gerichtete tltichs unter jlvischrv dm ifogtnt Drr. »on ist, da^ 6itr noch m kiese Provinz Nh. Ztg.) Sanleche eine ieter teS fÖ» 'eiligt. As auf geners Reim 24 Lle- ufid, Lüttich, er Slerüalm kas Einver« e Lrtvegung ! bietet rem int. (LZ.) platz. rmee unter :a und des . und 11* . Mabon ^geworfen, ijcne, dar- Unsererseits vom oO' ji/nbatjn , a O'lilT 1 “ , et«'1*;'« -Hafj£tnr rtijUl«* \ ioidiannK” .4 W» - -rtMge» Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr. Erscheint wöchentlich btei' mal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canfleibee; Lit. B Nr. 1. Anzeige- und Umtsölatt für den Kreis Kieken. Nr. 94t. Donnerstag den 11. Angnst 1870. MmtkiehL BekLiNntmsrGttttge«. s"r-!I-nd - Den Schutz Französischer Staatsangehörigen im Großtzerzogthum. ®itfjen’ dm 6- August 1870. Das Großheriogkichr Kreis»mt G i e tz e n a n bie Großher^glichrn Bürgermeistereien und die Grosther^gliche Volireiuermsltuna daliier. Nachstehendes Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 30. v. Mts. theilen wir Ihnen zur Nachricht mit. Or. Goldman n. Betreffend: Wie oben. Darmstadt, Qlll 30. Juli 1870. Das Großherzogli ch e M mm ft e r i u m d c s 3 n n e r n an die Großherzoglicheu Kreisämter. M.ga%a ew ■■ SxsES-Ss?" »sä v. D a l w t g k. Rautenbusch. Kekul6, Kreisassessor. 1) 2) 3) die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen und zur Disposition der Ersatzbehörden entlassenen Soldaten. die mit Berechtigungsscheinen zum einjährig freiwilligen Dienst versehenen Militärpflichtigen, welche im Jahr 1850 oder in vorderen Jahren geboren und ins Militär noch nicht eingetreten sind. D i e n st a g den 16. 21 u g u ft d. I. : Die vorzugsweise und primo loco rangirenden Militärpflichtigen, welche noch nicht eingestellt sind; Alle als brauchbar erkannten Militärpflichtigen aus 1870; die Disponiblen aus 1869 bis zur Ziehungs-Nr. 242. Mittw och den 17. A u g u st d. I.: Die übrigen Disponiblen aus 1869 und die Disponiblen aus 1868 einschließlich der Kleinen. Die wegen augenfälliger Gebrechen für unbrauchbar erklärten und die wegen zeitiger Unbrauchbarkeit (Körperschwäche rc.) zurückgestellten Militärpflichtigen haben nicht zu erscheinen. Die Militärpflichtigen haben ihre Loosungs - und Gestellungsscheine mttzubringen. Den Grobherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden noch besondere Ladungen für die Militärpflichtigen durch die Post f. H. zugehen und sind dieselben den betreffenden Leuten sofort zustellen zu lassen. Die Insinuation der Ladungen ist binnen 8 Tagen anzuzeigen. Sollte eine Vorladung nicht insinuirt werden können, zo ist, unter Rücksendung der Ausfertigung, der Grund berichtlich mitzutheilen und, wenn der Militärpflichtige von seinem bisherigen Wohnsitz weggezogen sein sollte, zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen ist. Die Großherzoglichen Bürgermeister haben an den Tagen, an welchen Militärpflichtige Ihrer Gemeinde zur Vorstellung kommen, anwesend zu sein und sich, um den rechtzeitigen Beginn des Geschäfts nicht zu stören, mit den Militärpflichtigen zur oben bestimmten Stunde — 7 Uhr Vormittags — einzufinden. Gießen, den 1. August 1870. Der Civil-Vorsitzende der Kreis-Ersatz-Commission des Kreises Gießen. B e t a u u t m a ch u n g. Betreffend die Snperrevipon und Aushebung der Militärpflichtigen des Kreises Gieren int tontni6 ÄWUn8 DOni 2& ’• S'tS- 89^ wird hinsichtlich d-kdiesj-hrig-n Depar/em-nt^rsafg-schästs wÄ^Mge^zur Es haben sich cor der Departemenls-Ersatz-Commission zu stellen, und zwar im Raihhaussaale zu Gießen, jedesmal Vormittags 7 Uhr: 1) Die von der Kreis-Ersatz-C-mmissi°n bei der diesjährigen Musterung als dauernd"unbr nutzbar bezeichneten Mlitärnstichtiaen 3) die bet der dtesiahrinen Musterung wegen Dicnstsähiat'>ii ""> .LJ-.-,. • V-r L ---.2. - .......... 3) diejenigen Militärpflichtigen aus 18/0 und 1869, welche von der Kreis-Ersatz-Commission auf Reclamation vorläufig zurückgestellt worden sind, 4) ----v™ *------------ --------' " ~ vC ' 5) Befondere Bet«srntmachungen 3608) Die verehelichen Mitglieder des Spar- und Leihkaffe-Vereins werden zu der Montag den 15. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, in dem Universitäts-Canzleigebäude ftaltfindenden Hauptversammlung eingeladen. Tagesordnung: Erstattung des Rechenschaftsberichts für 1869. Ersatzwahlen des Ausschusses. Gießen, den 9. Angust 1870. Die Direetion des Spar- und Leihkaffe Vereins zu Gießen. H a b e r k o r n. Oeffentliche Aufforderung 3597) Am 14. Mai 1866 verstarb zu Mainzlar der am 29. August 180U außer- thclich von Anna Margaretha Rollshausen von dort, geborene Johann Daniel Karl von Mainzlar, ledigen Ciandes. Erben desselben sind nicht zu ermitteln und werden darum Alle, welche tzibansprüche an dessen Nachlaß zu bilden «senken, hiermit aufgefordert, diese ihre Ansprüche sogewiß binnen drei Monaten ton heute an bei dem un erzeichneten Gerichte anzumelden, als sonsten der Nachlaß * btj Johann Daniel Karl für herrn- lases Gut erklärt und als solches dem ß^oßherzoglichen Fiscus überwiesen werden "öirb- Gießen, am 4. August 1870. Großherzogliches Landgericht Gießen- , Bötticher- ipolzvecsteigerung im Gießener Stadtwaldk'. 3606) Montag den 15. August d. I-, von Vormittags 9 Uhr an, füll in dem Gießener Stadtwalde, Distr.ct K a t h a r i n e n h ü t t e, nachverzeichnetes Holz öffentlich meistbietend versteigert werden, als: 269h4 Stecken Nadel-Prügelholz, 94'/4 „ „ Stockholz, 4480 Wellen „ Reisholz, worunter 200 gesägte Wellen sich befinden, 7 Nadel-Stämme, 86 Cubikfuß enth., 1018 „ Stangen, 1220 „ „ 4 Eichen- „ 19 „ ,, Die Zusammenkunft ist auf dem alten Steinbacher We",. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 10. August 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt. K s r l g e v s t s « e s. 3599) Einmach-Esstgk: Estragon- und Wein-Essige:c. in bekannter Güte empfehlen I. A. Busch Söhne. 3585) Eiserne Bettstellen, sehr stark und dauechafl, zu außergewöhnlich billigen Preisen, empfiehlt I. G. D. Bapst. 3507) Gothaer Servelatwurst empfehlen I. A. Busch Söhne. 3544) Neue Kartoffeln sind täglich zu haben bet Fritz Heß (Löber's Hof.) Holländischen Käse, pr. Pfd. 24 fr., empfiehlt (3530) Ehr. Wallenfels. 3o38) LVollene Hemden, Unterjacken, Unterhosen, Socken, Hosenträger und Handschuhe empfiehlt H. Rübsamen. 3590) Ein neuer -iücheuschrank und ein Tisch sind zu verkaufen bei >Lchreinermeister Träukner 11. Ein gewandter Scribent sucht 3563) 2wei Logis, das eine mit 3 3*™' -P1 ° -1 o Qimmern. nebst ■ 53 3552) Der obere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen- A- K. Worms, Seltersweg. 3602) Zwei Schreinergesellen werden gesucht von Gg- K- Haubach »■ Fr. Flasche 15 Sgr-, nebst G^Echsanweisung und Attesten von den berühmtesten Merzten. In Ästen, a 4—12 Flaschen, zu oe ziehen^urch- Depot von 1 Mng's Sieppkmniich (Kumys) Berlin, Tcltowerstr. a3e. - 3569) Ein gewandter “ %«f”anbM2 3imm«n. nebft Stelle. Das Mh-r- bei de^n-d^ ' . .......• mim formen —----------- *■ ■ * I3523) Liebig 8 I Steppenmitch (Kumys) = heilt = I Brust- und Luugenlelden. 1 sfin» dem Aussprüche der medicmu ■ nnh Darmkatarrh, Tuberkulose, ■ und (Riutlo- 3610) Wäre es nicht sehr geeignet, tocmi man, anstatt nu) bem 6ofe künstliches Wasser zu verabreichen, Schwalhetmer Waffer durch Fuhrleute in Fässer holen ließ, und zur Labung der Verwundeten, mit Zucker SS? verabreichte. Es würden sich gewiß hiesige Pferdebesitzer sindeu, welche cs unentgeldlich herbcischafften. Es dürfte diese Anregung hauptsächlich dazu dienen, di? Verwundeten vor Schaden zu bewahren, da Wein und Bier am Ende mehr schadet als nützt. ____________________ 3609) Die ver ehrlichen Einwohner der Stadt, welche zur Erquickung der durckvassirenden Verwundeten beitragen wollen, sind zum Zwecke einer ge- , , f a\\c verwundeten sich erstreckenden Bertheilung d° ”*£»„ „i,d lim »Id, r-I-I, 61««™ ■«»»* Der Vorstand des S anitatscorps. Lcctmc für Vmvmidcte. gen Einwohner der Stadt, welche mr B erleichtern möchten, das, was und den Verwundeten ihre Lage auch der Verwundeten zur Disposition zu sie entbehren können, dem Bereu für dw^ge der ^erw t, Bigelius Käss $;■&«.” .«- -- *'«" Di- Zurückerstattung kann nicht garantwt werden^ Ausknnsts-Commission: ör. Lange. sofort entsprechend zu einem stazareth eingerichtet werde, da sie ver möge ihrer gesunden Lage sich ganz vorzüglich dazu eignet. Nachricht für Angehörige mobiler Militärs. -E-W-MMM-" “ Für die richtige Adresstrung smd folgende Angaben ersoroecucy. 1) Nummer des Armee-Corps, 2) Nummer der Division, 3) Nummer des Regiments, 4) Nummer des Bataillons, 6) Grad^Charakte^oder Amt bei der Militärverwaltung des . Diese Erfordernissel^Lit vor derMbergabe der Briefe u. s. w. behufs der (»y» tintl ft f)t5 12 M^r^Vormittags und von 2 bis 5 Uhr Nach« 1^R-"gel "g-offn-t' nm 'amKiLch uu§ Samstag bin ich von 8 bi§*12 Uhr Vormittags ->ndfrw-itig tu Anspruch aenontmeti. Gich°n, am 4. August 187°rooWt im MÜU-r'?ch-n Haus- am S-lt-rsb-rg. und Darmkatarrh, Tuborru ° Nronchialkalarrh, Anämie (Blutlo-I S) in allen 'ihren Formen und Maemstanden, Srorbut, Chloro,zs, Mrir Hypochondrie und K°r-I perschwäche. (E i n g e s a n d t.) Angesichts der "n^erordentltchen Z"^°rstm Mm^ausgeboten werden, um den ßsfl K§Bat-rw^dÄdenden BrL-rn die bestnwgiichst- Pfleg.i zv> Theil Eden zu lassem dies All-s"rei^nicht"aus.^D?- JamEtÄ d-7 mieden Bahnzügen durchk°mm-nd-n ,d>aftr ^eianen 28Hennen nur die Anatomie, di- Unioersitats-Aula, den^Clubs°al?den Banketsaal w der Loge, den Saal in Zinher-s Garten, in L-ib's frnffeebau§ Die letzteren sind gewiß gegen mäßige Vergütung zu nnetheu. Btttzeug, und seien -s auch nur Strohsacke mit Kopspolster, werden auf -men entsprechenden M lL„f hirt fi^erfich in nickt geringer Hahl von hiesigen Privaten zur Verfügung ge- «HM eintreten ” Unfete A-rzte welche ihre Hilfe ExSSä-s« »s-e «s ass s hl" fr. B°in?ew?ld und^SchuNnsv-ctor auch hi-n« nicht °^^e^das°Vorstehende der Militärintendantur, dem Gemeinderath, -.....- -................. ,u b,fir,6u,rm- VermrethuKgen gasse zu vermiethen-___ 3545) Ein freundliches Zimmer nebst Ca- biuet ist zu o°rmüthm bet An lobt. Gemeinderath der MM Gießen. A- Jt- ’-US o r m y, 3611) Mehrere Bürger hiesiger Stadl stelle« an lobt Ge- - - e™ÄL Ä. W >- « Vermischte Anzeigen 3605) Ein Heimathschem wurde auf dem Kaufmann Müller auf dem Seltersberg abzugeben.____________ 3568) Ein Laufn-ädchen "wd gesucht- Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 3603"» ^n Lit. C- Nr. 80 wird ein Km- d-rmN>ch-n gesucht, welches auch w-.blich- Arbeiten verrichten kann- Getragene Kleider. 3607) Getragene Kleider kaufe ich und sehe baldigen ^Ü-ri-n ^th^enberger, Neuenweg B. 103. 3604) Mein^ogis ist veränderungshalber anderweit zu vermiethen. Adam Kalbfleisch, Neuenweger Thor, Lit. B. Nr- 150- _ 3592) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen Neustadt Lit. D- Nr- 20a. _ Ä, M>HrmiecherN""cmch können solch- zusammen °bg°gebm w-rdm.^^ ^r—-s^Efs^^V-rwtindeten >md ^ Kranken in den Lazarett)-Baracken. 3601) Die Keierung D°nft®S nad) ieanität^u§f4uffe“ des u7t-r7°ichnettn"V-r7w w« ?ü übernehmen, wollen sich dahm wenden. Gi-b-n, am 9. ät^^ein für die Pflege verwundeter und erkrankter Krieger. 3594) Ein möblirtes Zimmer nebst Schlafcabinet und ein möblirtes Mansardenzimmer sind an ledige Herren«im Cafe Kuhlmann zu vermiethen und sogleich zu beziehen.__-___ 3412) Eine freundliche Familienwohnung ist in vermiethen bei Gärtner Schaum, vor dem Seltcrsthor. 3547) Ein neues Familienlogis, alsbald beriebbar, ist zu vermiethen oejity 2. Todt, Briefträger. । 3228) Die Scheuer im Zinßer'schen Garten ist zu vermiethen. königliches auf einem sah trüber Locken des Aus blutiger Zeit. Historische Novelle von Hermann Hirschfeld. (Fortsetzung.) Unter einem luftigen Baldachin voit grüner «etde, der fein Aistlik vor den Strahlen der Sonne schützte, lag Heinrich Ul. weichgepolsterten Lager im Garten des Louvre. Der Monarch und gelangweilter aus als jemals. Seine Hand spielte mit den Pagen Armand, der vor ihm kniete und durch Erzählungen seinem erhabenen Stimme, betest Du auch fleißig für das Heil Deiner Seele Der Knabe blickte rasch empor, ohne zu antworten. Sieh, fuhr der Monarch fort, es ist Alles eitel. und nichtig auf dieser Erde Eines gibt es, das den Geist des Sterblichen aufzuheltirn vermag: dies ist der Gedanke an das Jenseit. Aber Alle sind wir arge Smi- ber3unb die Last unserer Schuld drückt ims zu Boden. In den Nachten, wo der Schlaf mich floh, kam es über mich, wie ein Blitzstrahl des Himmels und zum erstenmal seit längerer Zeit kam Ruhe und Frieden in mem- Seel Wir werden Prozessionen aufstellen, Armand, um unsere Buße dem Himmel -u bezeige», und unser Fleisch kreuzigen müssen, um den bo,en Samen m »ns zu töteten. Mein königlicher Vorgänger, Ludwig XL, erwarb sich den Name» beei Heilige», wir wollen seinem erlauchten Beispiele folgen. Die Religion sei fortai? unsere einzige Zuflucht und zu der liebevollsten aller Mutter wolle» wir^lliis flüchten aus den Wirren des Lebens, an die Brust der Himmlischen wm lch mich siüchtm, da mir das Herz der Irdischen verschlossen bleibt Er dielt inne denn harmonisch unterbrachen dre Klange einer Harfe feine letzte,, Worte; er' horchte auf und ein Zug tiefer Gefühle glitt über sein nen Erste ich vertrauen. Ach, wohin das Herze lenken, Das mit ungestümem Pochen, Ob auch tausendfach gebrochen, Einem Wesen möcht sich schenken! Ach, für wen die Arme breiten? Keinen darf ich liebend pressen, Ungesehen nnd vergessen Muß ich meine Pfade gleiten. Sprich, wo find ich Dich, o Wesen, Lang' gesucht und nie gefunden, Daß ich, meines Leid's entbunden, Darf an Deiner Brust genesen. D-r Säuger hielt inne, mit einem schrillen Accord abbrechend. Spricht'jme^Sänge/ mir nicht ans der Seele? rief er. ®r ist der . ^der mein Leid versteht, wenn er mir auch nicht Linderung zu schaffen vermag. Geschwind, wer ist er, wer brachte ihn in unsere Nähe? | n®ire, ich kenne den Tronbadoiir nicht, aber ich weiß, daß °r sich Ihre Majestät der Königin-Mutter vorgestellt, die ihm die Thore des Gartens öffne» ließ, das Ohr Ihres erhabene» Sohnes zu zerstreaen. . I U nnd warum bleibt er fern von mir? fragte Heinrich. Der Fürst de > g-. iontc „icht die Augen der irdischen Majestät ^scheiien. Vielleicht taug t er für jenes Amt, o, Arinand, unterbrach er sich, wärest Du alter, Dir durs 11 Antlitz, als er die folgenden, von einer schmelzenden Tenorstimme vorgetrage- Strophe vernahm: neu Sie #uf «*®i« mit g«ld geibe fi< vei®lw De' der eben' er dem ' Äi der K'iai Gut "'Ä der Seh Da reichbar, Stadt zi weint au R' nicht oei ich Au Ve jestät? weilt tr gleichgef Un reichs S demselbl El das zar M D zum H' Kguna mich m freien? fei mv T zu Ar BiSmc Stadt sprach, reichis der M auf bii reich- bleiben sprechet der St eine Ei ^räsidt nommt fällt f aufgeb gen g Antwc spät, Inhal ist die gkgtnr ren A und öj bcab(id aber , selbst v 0 siche ' leichifc linit । uut fc Eprri Ritts »ach der S Honv der ö dcm f habe liefer diese, ersten Laßt meine Liebe meine Jahre ersetzen, mein König, bat der Page, kennen Sie die Herzen Fremder, wie das meine? Der Monarch schüttelte das Haupt. Rufe mir den Troubadour! befahl er, seine Stimme dringt besänftigend an mein Herz. , Der Knabe gehorchte. Er eilte an einen Seitenpfad und winkte. Nach wenigen Augenblicken erschien der Troubadour, sich tief vor dem Könige ver- neigend, der ihn aufmerksam mit sichtbarem Wohlgefallen betrachtete. Die phantastische Tracht, die in einem Wamms von braunem Sammet mit goldenen Knöpfen besetzt, bestand, worüber ein kurzer Mantel von weißer Seide fiel, kleidete Raoul, denn er war der Troubadour, doppelt schön, wenn auch die Blässe der Gefangenschaft noch nicht vollständig aus seinen Zügen verwischt war. , Der König verwandte noch immer keinen Blick von dem jungen Manne, der ebenfalls sein Ange auf ihm haften ließ. Endlich nach einer Pause winkte er dem Pagen, sich zu entfernen. c Wie nennt Ihr Euch, mein Sänger? fragte der König huldreich, sobald der Knabe verschwunden war. , j l . Guiscard de Lopral, entgegnete der Troubadour, der letzte Sproß eines halbverschollenen Geschlechtes. Und was führte Euch hierher nach Paris? Wer lehrte Euch jenes Lied der Sehnsucht, das mein Herz bewegte, da es Eure Leiden theilt? Das Leben, Sire, war mein Führer. Was ich liebe, ist mir ewig unerreichbar, und mein einziger Trost ist, hinzugehen von Land zu Land, von Stadt zu Stadt, mein Leid in Liedern zu verkünden, andere Herzen zu erfreuen, wenn auch das meine bricht. Ihr scheint unglücklich? fragte der Monarch. Wollt Ihr Eurem König nicht vertrauen, was Euch drückt? Meine Macht reicht weit, vielleicht kann ich Euren Kummer lindern. l __ Vermögt Ihr auch Mauern zu sprengen und Pforten zu ostnen, Majestät? fragte der Troubadour. — Weit, weit von hier, im fernen Lande, weilt mein Sehnen. Ach, keine Seele kann ich finden, die mit der meinen gleichgestimmt in sympathetischer Harmonie ertönt. Und wenn nun diese Seele gefunden? fragte Heinrich, wenn nun Frankreichs König selber Dir sein Her; erschließt und Dir einen Platz anweist in demselben, um den Dich die Mächtigsten seines Landes beneiden? Er hatte sich aufgerichtet. Sein Auge überflog die jugendliche Gestalt, das zarte und doch männlich schöne Antlitz des Sängers. Majestät! stammelte Raoul, der seine süßesten Wunsche erfüllt sah. Du gefällst mir, fuhr Heinrich fort, der Ton Deiner Stimme dringt nur rum Herzen und Dein Antlitz thut meinem Auge wohl. War es nicht eine Fügung des Himmels, die Dich mir in demselben Augenblicke sendet, da ich mich mit der Bitte an ihn wandte, mich aus dieser entsetzlichen Leere zu befreien? Guiscard de Lopral, von heute an nehme ich Dich in meine Dienste, sei mir treu und königlich will ich Dir lohnen.___ Politische ' «ya ■JciunuuWftiTuvp VW UUI Vl“ UVTrtv ; das tiefste gerührt die dargebotene Hand des Königs. Dann sprang er auf und in die Saiten seiner Harfe greifend sang er: Wär' mein ganzes Sein ein Tönen, Haiicht ich es in einen Laut, Um sein Dasein zu verschönen, Der in Gnaden auf mich schaut. Dürft in einer Saite Klingen, Die, berührt, tönt und zerspringt, Ich des Herzens Sehnen schwingen, Das nach Offenbarung ringt. Ich berührt mit Macht die Saite, Und ich haucht' mit Macht den Ton, Daß ich seinem Lob mich weih'te, Gilt dem Sterbenden als Lohn. Bravo! Bravo! schallte eine kräftige Frauenstimme, sobald der Troubadour geendet hatte, und hinter einem Bosquet trat die Königin-Mutter hervor, gefolgt von ihrem Secretär, Pater Ignaz. Wirklich, voll Gefühl, wandte sie sich an Heinrich. Ich gratulire Ew. Majestät zu dieser neuen Erwerbung; doch — fügte sie bedeutsam hinzu —• zeigen Sie dem Troubadour doch die seltenen Gewächse, Pater Ignaz, vielleicht bezaubern die Kinder einer fernen Zone seine Seele und sein Herz. Pater Ignaz winkte Raoul und führte ihn, einen Seitenweg einschlagend, hinweg. Mutter und Sohn blieben allein. Eine kurze Pause entstand. Eatharina blickte prüfend in das Antlitz Ich sehe zu meiner Freude, begann sie endlich, daß das königliche Antlitz meines Sohnes heiterer blickt als bisher; mögen die Lieder des schönen Troubadours jede Spur des Trübsinns von der Stirn Ew. Majestät verscheuchen. Ich danke Ew. Majestät für dies wahrhafte Geschenk, erwiederte Hemrick) und dennoch ist meine Seele trübe und die Erinnerung zieht mahnend in mein Herz, jede Spur der Freude in dem Weh der Sehnsucht hinweg schwinden lassend. Und hat dieses Weh, diese Sehnsucht keinen Namen? fragte Catharina, ihren Sohn scharf ins Auge fassend. , Wohl hat sie einen Namen und Majestät kennen ihn zu wohl, erwiederte der König, er heißt Marguerite! — Marguerite, fuhr er lebhafter fort, die wie ein Meteor am sternenbesäeten Himmel vor meinen Blicken auftauchte, um auf ewig zu verschwinden und um so tiefere Nacht in meiner ^eele zu- riickziüassen. O, sprechen Sie, meine Mutter, - brechen Sie endlich Ihr Schweigen, wo verbergen Sie jenes Mädchen, das zum erstenmal mein Herz, nicht meine Sinne ergriff? (Fortsetzung folgt.)_______________________________ R N rr d § O Ä LL. 9 August. Das Innsbrucker „Tagblatt' bringt folgende Enthüllungen: „Als ru Anfang Iuli's 1866 Vie Preußen in Brünn standen, unterhielt sich Graf Bismarck, wie dies öfter geschah, einmal mit dem damaligen Bürgermeister der Stadt, Dr. Giskra, über die politische Lage und äußerte zum Schluffe des Ge- fvräches: Dr. Giskra möchte die vertrauliche Mission übernehmen, der oster- reichischen Regierung preußischerseits die Bereitwilligkeit auszudrucken, auf Grund der Mainlinie FrievenSoerhandlungen zu eröffnen, wobei Oesterreich der Einfluß auf die deutschen Südstaaten unbenommen und die.Frage der Stellung Oesterreich - Süddeutschlands zu Norddeutschland weiterer Verständigung Vorbehalten bleiben sollte. Giskra erklärte, dem Wunsche des Grafen Bismarck nicht ent- sprechen zu können, va ihm seine Pflichten al« Bürgermeister bet ter Besetzung Stadt durch den Feino und bei dem Grasstren der Cholera in derselben eine Entfernung unmöglich machten, und schlug dafür vor, den Handelskammer. Präsidenten Baron Herring mit dieser Mission zu betrauen, was auch ange- nommen wurde. Herring's Ankunft in Wien verzögerte sich durch Zwischen- säg- etwas, während das preußische Hauptquartier bereits nach N. olsburg ausgebrochen worden war. Als Herring in Wien ankam und feine Miitheilun- atn6 gemacht hatte, erhielt ex im Ministerium des Acußern die vorwurfsvolle Antwort: „Warum sind Sie nicht vor 24 Stunden gekommen! J-tz' -st esi »u fpüt, unsere Propositionen sind bereits abgegangen." Mit dem wesentlichen Inhalte dieser Mittheilung übereinstimmend und dieselbe ld-ilweise ergänzend, ist die Aeußerung eines deutschen Fürsten, welcher zu zener Z-.t in Niko «bürg araenwärtiq war und der dem Schreiber dieser Zeilen darüber sagte. „Wir wa ?en Alle hoch überrascht, al« die Propositionen des Wiener Cabiuets ankamen und wir sahen, daß sich Oesterreich selbst von Deutschland ausschließe Preußen beabsichtige nicht, für sich mehr al« die Mainlinie in Anspruch zu nehmen, griff aber natürlich zu, al« ihm die österreichische Regierung mehr anbot, als es selbst Klangt ^^jchjschen und ungarischen Blättern vom 5. liegen mannig- sacke Notizen über militärische Borsichtsmaßregeln vor, die oster- reichischrrs H« getroffen werden. Die wichtigste davon ist der Beschluß, Vie Enns- Unie zu befestigen. Die Fortifieation foll durch 54 Erdwerke hergestellt werden und binnen acht Wochen beendet sein. Ebenso soll beschlossen worden sein, b« Eperie« zum Schutze der Karpathenübergänge Befestigungen auszusubren.. Nach Mi Heilungen °uS Pesth haben die dortigen Wenietruppen bereits Marsch» eh »ach Eperies erhalten. Da« Abendblatt des „Naplo" kündigt die Einberufung der Honvevrekrulen für den 10. ober 12. August an. Urlaub wir Honvektruppen nicht mehr crtheilt- Wie die „N. Fr. Pr." mittheilt, so’ * der österreichischen Waffensabrikgesellschaft 100 Mitrailleusen, tedoch nicht nach dem französischen, sondern nach cem belgischen Systeme, bestellt worden sein. Vom Kriegsschauplatz sind neuere Nachrichten nicht eingetroffen. Die „Berliner Kriegs-Ztg." sagt über den Sieg von Weißenburg. „Mr haben nicht nur e,nen glänzenden taciisch.n Sieg er,ochsen, sondern daS Gefecht liefert den Beweis, daß die deutsche Armee jetzt fertig zur Offensive 'stt u dieselbe ergriffen bat. Ein schöneres Omen für Deutschlands Zukunft als diesen ersten Sieg unter Führung des preußischen Thronerben erfochten durch die Waffen- brüderschaft preußischer und süvveutscher Truppen konnten wir und nicht wünschen. Die nächste Folge des Sieges muß die Räumung Saarbrückens durch die Franzosen sein, da venselben jetzt die kronprinzliche Armee in der rechten Flanke steht; die nächste fernere Folge ist die Unhaltbarkeit Straßburgs." In München sind über die Schlacht bei Wörth, am 6. d., seitens des ersten bayerischen Armeecorps folgende Mittheilungen eingegangen: Früh 6 Uhr mar- schirten die Truppen aus dem Bivouac bei Ingolsheim auf grundlosen Seitenwegen nach Lobsau und LampertSloch. Während des Marsches vernahmen sie bereits Kanonendonner. Die erste Division (Stephan) ging gegen den seind- ltchen linken Flügel, wo die Spitze um 1 Uhr eintraf — um 3 Uhr erfolgte ein concentrischer Angriff gegen die Position des Feindes. Um 4y2 Uhr waren Vie Höhen nach erbittertem Kampfe genommen und der Feind in Unordnung zurückgeworfen. Unsere Cavallerie nahm sofort die Verfolgung auf. Wir haben bedeutende Verluste. Die zweite Division war, als Reserve ausgestellt, an der Schlacht nicht unmittelbar betheiligt. Nähere Details sind nicht festgestellt. Aus Homburg (in der Pfalz) vom 7. August, 11^/4 Uhr Abends, wird gemeldet: Der Feind ging nach der gestrigen Schlacht bei Wörth in größter Aufregung zurück. Bei Niederbronn versuchte die französische Artillerie zu halten, es wurde von den Bayern genommen. Der Feind ging auf der Straße nach Bitsch zurück. Die württembergische Artillerie nahm bei Reichshosen viele Vorräthe und vier Geschütze. Todte und Verwundete bedeckten die Ruckzugö- straße. Heute früh wurde das vom Feinde verlassene Hagenau besetzt. Saar- gemünd ist gleichfalls von den diesseitigen Truppen besetzt worden. Forbach wurde nach leichtem Gefecht besetzt. Ueber die Kämpfe um Saarbrücken am 6. August bringt die „Saarbrücker Zeitung" folgenden Ueberblick: Nachm. 3 Uhr. Der Durchmarsch der Truppen dauert seit heute Morgen 10 Uhr ununterbrochen fort unter dem Jubel und der patriotischsten Aufopferung der Bevölkerung beider Städte. — Nach einer furchtbaren Kanonade zog sich der Feind kämpfend zurück. Seine Stellung auf dem Spicherer Berg ist zum Theil genommen, wie es leider den Anschein hat , nicht ohne bedeutenden Verlust auch von unserer Seite. Immer neue Regimenter ziehen hier durch auf den Kampfplatz unter den Klängen der preußischen Nationalhymne und des deutschen Vaterlandsliedes. Bereits werden Verwundete, meistens der braven Infanterie, eingebracht. Die gan;e Bevölkerung unserer Städte zeigt eine wahrhaft edle Begeisterung. Reiche und Arme, zu Fuß und zu Wagen, eilten auf den Ort des Kriegsschauplatzes mit allem nur Erdenklichen, was zur Linderung der Verwundeten und Ermatteten dienen kann. — 3V2 Uhr Nachm.: In der Gegend von Forbach wüthct der Kampfs in furchtbarer Weise. Immer neue Regimenter ziehen heran, begleitet von den Segenswünschen der Bevölkerung. Aus den Tdürmen des Eisenbahngebäudes weht wieder die seit dem Einzuge der Franzosen entfernte preußische Fahne und auch die Post wird wieder den regel- mäßigen Dienst beginnen. 4 Uhr. Der Kampf um die Spicherer stark verschanzten Höhen dauert fort; von beiden Seiten wird mit Löwenmuth gekämpft, Gott schütze die gerechte Sache! 4i/2 Uhr. Die Spicherer Höhen sind genommen; die Verluste sind groß auf beiden Seiten. - Ueber den Verlauf des Treffens geht uns folgende authentische Mittheilung zu: Nachdem der Corn man- dirende des 8. Corps, General v. Goeben, im Laufe de« Vormittags eine .)!(> cognoscirung vorgenommen hatte, traf er sofort Dispositionen zum Vormarsch greifen; der Feind wurde durch die Divisionen unter den Generallieutcnants von Barnekow und v. Rheinbaben vollständig zurückgeschlagen und unsere Kavallerie ist in seiner Verfolgung begriffen. Immer neue Regimenter und Jägerbataillone treffen ein und setzen, ohne zu rasten, ihren Marsch nach Frankreich fort. Die Zahl der Verwundeten, die hier eingebracht werden, ist sehr groß. Gefangene Franzosen wurden viele hier eingebracht. Dies bis zu dieser Stunde, i/26 Uhr, kurz gefaßt Alles, was wir beim Schluß des Blattes mittheilen können. Ein weiterer Bericht vom 7. August dieses Blattes sagt: Als wir gestern gegen 5 Uhr unsere Zeitung zur Presse gaben, waren die Spicherer Höhen durch die braven preußischen Truppen genommen und zwar, wie uns von Augenzeugen berichtet wird, mit einem Muth, der jeden einzelnen Soldaten zum Helden machte. Der Kampf entspann sich etwa gegen 12 Ubr Mittags und dauerte ununterbrochen bis es Nacht geworden war und ihre Schatten erst einem Siegesringen ein Ende machten, mit dem das blutigste von Köm'ggrätz nach com- petentem Urtheil keinen Vergleich auszuhalten vermag. Die Action zu eröffnen war dem 39. Infanteric-Regiment beschieden und traten nach und nach das 74., 12., 77., 53., 40. und das 48. Jnfanterik'Regiment in dieselbe ein, sowie später noch die brandenburger Jäger und andere Bataillone, die wir mit Gewißheit zu bezeichnen noch nicht im Stande sind. Die Franzosen schlugen sich nicht minder brav als die Unserigen, ihre Schußwaffen sinb.vBl preußischen mindestens gleich und dabei befanden sie sich in verschanzter, schwer zu nehmender Stellung. Dreimal wurden die Preußen von ter mit aufopf