-ijDDg in bat ^iiuna fit bt< it da- >ng bt. Rkchjr 1 (in^ 1'6. Baratt °- Die ntt fl® i'ütt bt, Mililör, in Milj. 60,000 Ql Preis vierteljährlich 36 fr ® ra 1B& 5jjT jwIloSN Ol* jUtt g ÄH mal: Dienstags, Donner- mit Bringerlohn. Durch die M H | IT ■ f 17 1 ■ 17 ■ . II f 17 | | | 17 H stags und Samstags. - Postw^tW llHC||(l wllj( |(I((♦ e£scti$‘tn» WttB Mnzeige- und Mmtsölätt für den Kreis Kielen. Nr. 18. Donnerstag den 10. Februar 1870. — Die Zusammenkunft ist am Steinbacheri Versteigerung von Eichenrinde für den Kreis Wetzlar Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird 540) Am Freitag, den 11. März er., Morgens 10 Uhr beginnend, 9nhfiinn^frift bis 1 c\uni 1870 aeflattet sollen im Schützengarten zu Wetzlar: ~ , Jl 9 L. 1 . t « - « u . .»■» w < 11 miß hrm (^itnnnpf hpr/2 Schock Nadel-Reisholz (Ausputzholz), Eichen - Bau-, Werk- und Nutzholzstämme von 12 bis 22 kurhess. Zoll mittlerem Durchmesser und 18 bis 42 kurhess. Fuß Länge, mit 9757 kurhess. Cubikfuß. Pferdeversteigerung. 508) Dienstag den 15. Februar 1870, Vormittags um 10 Uhr, wird in der Gendarmerie-Caserne zu Gießen ein ausrangirtes Dienstpferd, gegen gleich baare Zahlung, öffentlich versteigert. Gießen, den 5. Februar 1870. Großherzogliches Gendarmerie - Dioisions- Commando Oberhessen. Supp, Nittmeistcr. Hvtkl - Versteigerung. 536) Nächsten Montag, den 14. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, wird das zur Concursmaffe des Gastwirths K- Henkel hier gehörige „H ü t e l Henkel": P. M. B. 1243 = 1 Viertel 29 Rth. Wohnhaus, Speisesaal und Stallungen, nebst Hofraum in der Kurstraße, sowie der Eiskeller: P. M. B- 116 = 39* 3 Rth. in der rothen Heil, auf hiesigem Rathhause zum vierten- und letztenmale öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Kaufliebhaber werden hierzu mit dem Anfügen eingeladen, daß an genanntem Tage die Gläubiger der Henkel'schen Concurs- masse hier zusammentreten, und bei annehmbarem Gebote der Zuschlag sofort ertheilt werden wird. Bad Nauheim, am 7. Februar 1870. Grobherzogliches Ortsgericht Bad Nauheim- Schutt. Oberförsteiei Lich. Künftigen Montag den 14. d. Mts-, Morgens 9 Uhr, District „Rtailbach" an der Licher folgendes Stammholz versteigert Besondere Bekanntmachungen. 554) Im Firmen - Register des unterzeichneten Gerichts sind folgende Einträge vollzogen worden: Am 3. d. Mts.: 1) Die Firma : „Hirschhorn & Comp." ist seit dem 15. September 1869 erloschen, jedoch wird das von deren Inhabern, Louis Treff aus Eckartsberga, seit längerer Zeit in Gießen wohnhaft, und Julius Kellner von Wetzlar, betriebene Geschäft durch diese von dort an unter der Firma : „Louis Treff & Comp." und unter Uebernahme aller Ac- tioen und Passiven weiter geführt. Jeder der beiden Inhaber hat das Recht, die Firma zu vertreten und zu zeichnen. Am 4. d. Mts.: 2) Das unter der Firma: „N. und M- Rosenthal" zu Gießen betriebene Geschäft ist am 23. v. Mts. aufgelöst und Nathan Rosenthal dahier zum Liquidator bestellt worden. 3) Nathan Rosenthal zu Gießen betreibt daselbst unt r der Firma seines Namens einen Handel mit Frucht, Mehl und Branntwein und hat seiner Ehefrau Rosa, gebor- nen Bauer, Procura ertheilt. Am 8. d. Mts.: 4) Moses Rosenthal zu Gießen betreibt daselbst unter der Firma: „M. Rosenthal" seit dem 23. v. Mts. einen Frucht-, Mehl- und Branntweinhandel und hat seiner Ehefrau Jettchen, gebornen Marxsohn, Procura ertheilt. Gießen, den 8. Februar 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter. Holzversteigerung im Steinbacher Gemeindewalde. 542) Mittwoch den 16. Februar d. I., von Vormittags 10 Uhr an, soll im Steinbacher Gemeindewalde, District Enbach, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: Die Zusammenkunft ist in dem District Pitzenlach. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis zum 1. October gestattet- Vollbringen, am 7. Februar 1870. Grobherzogliche Bürgermeisterei Daubringen Hä >nmerle. Versteigerungen. Holzversteigenmg im Gießener Stadtwalde. 516) Montag den 14. Februar 1870, Holzversteigerung in den Rein- Dornanialwaldungen der Oberför- sterei Treis a. d. Lumda. 537) Es werden versteigert: I. Dienstag den 15. Februar d. I. im District Niederseilbach: 1/3 Klftr. Eichen - Scheidholz, IVz Klftr. Zusammenkunft Morgens präcis 8V2 Uhr im Holzschlage auf dem Gießener Weg. II. Mittwoch den 16. Februar d. I. im District Scheid: 21 Vr Klftr. Kiefern-Prügelholz, 2% Klftr. Kiefern - Stockholz und 5Vz Schock Kiefern Neisholz, zu Baumstützen rc. sehr geeignet, 21 Kiefernstämme von 6 bis 7 kurhess. Zoll Durchmesser und 24 bis 36 kurhess. Fuß Länge, mit 92 kurhess. Cubikfuß. Zusamrnenfunft Morgens 9 Uhr im District Scheid. Das Eichenstammholz ist von guter Qualität und befindet sich etwa ’/z Stunde von Treis a. d. Lda. und 1 Stunde von der Eisenbahnstation Lollar entfernt. Treis a. d. Lda., den 5. Februar 1870. Grobherzogliche Oberförsterei Treis a. d. Lda. A m e n d t. Lich, den 7. Februar 1870. Fürstliche Obersörsterei Lich. Eigen brodt. Jagdvei pacht» iiq. 541) Samstag den 19. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll auf dahiesigem Gemeindehause die Gemeinde Wetterseld zustehende Jagd von 1500 Normalmorgen Feld und 1) aus dem Stoppelberg der König!. Oberförsterei Krofdorf pp. 400 Ctr. Spiegelrinde, 2) „ den Gemeindewaldungen.....pp. 3900 „ „ 3) „ „ Fürstlich Solmsischen Waldungen . . pp. 400 „„ von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Bruderwinter, Ameiscnkopf, Strangswiese und Bruch, nachverzeichnetes öffentlich versteigert werden, als: Hierselbst folgendes Brennholz versteigert: Sticken Buchen - Ccheidholz, hierbei Stecken Buchen-Scheidholz, „ „ Prügelholz, „ „ Stockholz, „ Eichen-Scheidholz, „ „ Prügelholz, „ „ Stockholz, Wellen Buchen-Reisholz, „ Eichen- t Weniger ßafftlitrl m Zögern ibrtt. Dir int längere I stßgtsept, 11 Ätihält« 7igam ouS 1 ittflbi'ltf, M'ttm tt nllt ic. utu fiel in ba# Irin Q?tnbtt i btr Pißole tift bit Bt« 1 btn Kepf, otbti, ta- Julutxfänitt 1 die That- btll, worauf jüblrtiitn $hlitinad;l) nod) ftintnt Mayer) tP 1 Achtung, h, tbenfatl» inunbtt, btt Zabr^tdtnblll >lIllngslNtbi- btn gesalM onyniln, a.'t >r Veye at grifft >e. V« 50 fl. [aum glaub« Dimer, 1»- 10 bet. baß/ei rilenwfit keM tJty DE at iß * qiatut ft rot » ' udfrf Halble «riege« * Uritflitnl fut tt Rick'-' m-" TS ,,'f -|w,ri Bemerkt wird, daß sich die Nadel- Stangen zu Gerüststangen für Weißbinder uno Maurer sehr gut eignen- Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen- Gießen, den 5. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4059 Wellen „ Neisholz, 4 Ulmen-Stämme mit 164 Cubikfuß, 3 Eichen- „ „ 23 405 Nadel- „ „ 9053 50 Eichen-Stangen „ 80 1952 Nadel- „ „10143 450 Flchtcn-Nutzgerten mit 7 Der Königliche Landrath: v. Helldorff. ____________________v- Meibom. auf weitere sechs Jahre öffentlich verpachtet werden. Wetterfeld, am 5. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Wetterfeld. Hoffmann. Verkauf von Pferden, Chaisen und Geschirren. 550) Donnerstag den 3. März d. I., Vormittags 10 Uhr, lasse ich in der Gastwirthschaft des Herrn Frohnhäuser zu Ludwigshütte bei Biedenkopf : 1 Victoriawagen mit Glasverdeck, 1 Sommercalesche, 1 Schlitten, 4 Pferdegeschirre, 2 Sättel, eine Anzahl Zäume, Putzgeschirr, 1 Schrotmühle und 2 Pferde (Füchse), öffentlich versteigern. Die Gegenstände, welche sämmtlich gut erhalten sind, können in meiner Wohnung eingesehen werden. Georg Noll, __________auf Ludwigshütte bei Biedenkopf. Holzversteigerung im Daubringer Gemeindewalde. 552) Dienstag den 15. Februar 1870, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Daubringer Gemeindewalde, Districten Pitzenlach, Buchenberg und Hahn, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 114 Eichen-Bau- und Werkbolz-Stämme von 6 bis 22 Zoll Durchmesser und 20 bis 50 Fuß Länge, 3043 Cubikfuß enthaltend, 79 Fichten-Bau- und Werkholz-Stämme von 6 bis 18 Zoll Durchmesser und 40 bis 90 Fuß Länge, 2926 Cubikfuß enthaltend, 97 Eichen-Stangen, 166 Cubikfuß enth., Darmstädter Viehmärkte. 551) Der erste Milch Zucht- und Ar- beits-Viehmarkt in diesem Jahr findet statt Dienstag den 1. März. Wir laden zu fleißigem Zutrieb hiermit ein. Nach bereits vorliegenden Anmeldungen verspricht der Markt ein sehr lebhafter zu werden. Darmstadt, den 5. Februar 1870. Das Viehmarkt-Comits. Fuchs, Präsident. 534) Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Heinrich Heidt und dessen Ehefrau Marie Katharine, geb. Brück, von Burkhardsfelden, wegen verschwenderischen Lebenswandels unter Cu- ratel gestellt worden sind und daß Rechtsgeschäfte mit solchen gültig nur unter Zustimmung des für solche bestellten Curators Philipp Nebeling von Burkhardsfelden abgeschiossen werden können. Gleichzeitig werden Alle, welche Ansprüche an die Heinrich Heidt's Eheleute zu bilden haben, hiermit aufgesordert, solche sogewiß binnen 4 Wochen von heute an bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als sonsten dieselben bei Regulirung deren Vermögens außer Beachtung bleiben müssen. Gießen, am 2. Februar 1870. Grobherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher. FsilgeboLenss. s Julienne IO (getrocknete Franzosen-Suppenkrauter) empfiehlt Emil Fischbach, ________________________Seltersweg.______ 546) Ein noch guter Winterrock und ein Mantel sind billig zu verkaufen bet I. Rothenberger, ____________ Lindenplatz._________ 522) Alle Sorten Ofen- und Herdrohr zu billigen Preisen bei __C Stohr, Neustadt. 548) 130,000 Stück gul gebrannte Backsteine sind im Ganzen, oder auch in Der Anfang ist um die bestimmte Stunde in der Eubach an der ersten Sckmeiße. Steinbach, den 8. Februar 1870. Grobherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. _____________Horn.____________ 538) Der unterzeichnete Liquidator der Handelsgesellschaft „Engels & Elten" zu Mülheim am Rhein lätzt am Samstag den 26. Februar Vormittags 10 Uhr, eine in der Engel'schen Dampfmühle, Düsseldorferstraße zu Mülheim am Rhein, befindliche vollständige Mühlen-Einrichtung für Gersten- Graupen, nach neuestem System, sowie div. Comptoir- Utensilien, öffentlich an den Meistbietenden an Ort und Stelle versteigern. Die Graupenmühle besteht aus 6 Patent- Rollern, 2 Spaltmaschinen, 1 Mehlcylin- der, div. kleineren Geräthen, Transmissionen und Riemen. Zur Einsichtnahme der Sachen wolle man sich an Herrn Franz Elfen in Mülheim wenden, welcher auch Auskunft über Behandlung der Mühlwerke ertheilen wird. Bis zum Verkaufstage können die Gegenstände auch vom Unterzeichneten unter der Hand gekauft werden. Köln, 3. Februar 1870. Jansen I, Advokat-Anwalt. 539) Unmittelbar nach vorangezeigtem Verkaufe läßt der Unterzeichnete in demselben Termine nachfolgende ihm zugehörige Mühleneinrichtungen öffentlich versteigern: 1 Loh- unb Fardholz-Mühlen- Einrichtnnq, 1 Kopfgang, 1 Gewürzmühle, 1 Holzraspel, 1 Loh- und Hackmaschine und die dazu gehörigen Utensilien. Diese Gegenstände können auch vorher eingesehen und unter der Hand erworben werden. Köln, 3. Februar 1870. H. Engels, Domstraße 24a. Jaqdverpachtunq. 535) Die am 16. Februar lcihfällig werdende Wald- und Feldjagd in der Gemarkung Rieder-Bessingen soll Mittwoch den 16. Februar d. I. auf dem hiesigen Bürgermeisterei - Büreau, unter den vor der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf sechs Jahre anderweit verpachtet werden. 9Ueder-Bessingen, am 7. Februar 1870. Grobherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Vessiugen. Notb. Vor Täuschung durch nachgeahmte EttquettS wlrd gewarnt! 3 *6 9* «tt» am Harz <57 Wer sein diese Unterschrift. lO Verloren 569) Zn haben bei Epileptische Krumpfe (Fallsucht) Mgl heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doct. O. Killi*ch in Berlin, Mittelstraße 6. — Bereits über Hundert geheilt. (201)fffigsaSfll Comp - bisherige Lhätigkeit gleichzeitig Mitthcilung Portotarife, in meinem Bureau verabreicht. H. C. Bingmann. Lich, den 25. Januar 1870. zu machen. 'S n & für und B m m o» Neuerwall, 50 ; Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11 ; Markt, 17, Königshaus ; Kronprinzstrasse, 1 B; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; Place du Molard, 2. Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, 8»' S.» 71-9* BAASEKSTEINi VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Bür§;erelub Generalversammlung Donnerstag den 17. Februar 1870. Tagesordnung im Loeal angeschlagen. Der Vorstand. 530) Es wird ein Kindermädchen für einige Stunden des Tages gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Blattes. Danksagung. 571) Allen Denjenigen, insbesondere den Veteranen, dem Turn- und Gesangvereine, welche unseren lieben, unvergeßlichen Vater und Schwager, Schuhmachermeister Ludwig Back zu Lollar, zu seiner letzten Ruhestätte begleitet haben, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Preis pro Paket 5 fr. Jul. Wallach, in Gießen. Norddeutsche Nukel-Besörderungs-Gesellschast Vallette, Iteineckc, Handel A* (Jom 557) Catharina-Pflaumen und Bamberger Zwetschen empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. 526) In Lit. B- Nr. 186, Neuenweg, ist im dritten Stock ein Zimmer zu vermiethcn. Hamburg, Berlin, Leipzig, Frankfurt a. M„ Stuttgart, Wien, Basel, Zürich, Genf und St. Gallen bereits bestehenden Annoncen-Expeditionen errichtet haben. Hamburg, im November 1869. BBansenstein 4" Vogler. 529) Ein guter Arbeiter findet dauernde Beschäftigung bei H. Haßler, Schuhmacher, Wallihorstraße. Englisch - Patent - Waschblau - Papier! Waschanstalten und Haushaltungen ein vorzügliches, billigstes keinen Niederschlag absetzendes Vliiuc-Material. 349) Frankfurt a. M. Noihnagel'lche Fabrik und Handlung. Reichhaltige Auswahl in Tapeten, Bordüren, Goldlcisten und ^ensterronleau^ LilioneMe vom Ministerium coucesfionirt u. von.S Dr. Werner in Breslau chemisch geprsist u. empsohlcn, entfernt in Ui Tagen olle J -- Hautnnreinigkcitett, -= Sommelipl offen, Leberflecken, gelbes Flecken, Falten, Flechten u. 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Politische Rundschau. 7. Februar. In Madrid wurde bekanntlich eine Untersuchung Betreffs der verschwundenen Krondiamanten angeord- Tret. Dieselbe hat folgende Hauptpunkte sestgestellt: i) Am Tage nach der September-Revolution hat eine Comm'ision vor drei Notaren und in Anwesen- heit der Beamten der abgesetzten Dynastie, welche noch im Alcazar waren, ein Inventarium aller Mo- biliargegenstände ausgenommen, welche sich noch in diesem Palaste befanden. 2j Als man das Inven- [ tarium der Kronjuwelen aufnahm, dem außer den genannten Personen noch drei Juweliere anwohnten, constatirte man, daß alle Schmuckkästchen, in welchen die Juwelen Jsabellens II. und ihres Gemahls aufbewahrt wurden, leer waren. Die Bedienten des Palastes erklärten, daß die Exkönigin und ihr Ge- mahl alle zu ihrem Gebrauch bestimmten Juwelen mit sich genommen hätten. 3) Man fand nur vor die dem Prinzen von Asturien angehörenden Juwelen, die der königlichen Kapelle und eine gewisse Anzahl von Silberzeug, welches in allen Appartements des Palastes zerstreut war. 4) Man nahm ein genaues Inventarium aller dieser kostbaren Gegenstände auf, sowie der geistlichen Juwelen, welche in der kleinen Kapelle der Kirche von Atocha und im Eecurial, welche zur Krone gehörten, vorhanden waren. 5) Alle diese Juwelen wurden sofort mit der Beschreibung in der spanischen Bank niedergelegt. 5) Man machte ein spccikllcS Depot von dem Silberzeug und wählte in diesem Augenblicke die kostbarsten Stücke aus, um sie mit den Juwelen des Prinzen von Anurien ebenfalls in der Bank niederzulegen. Oltez de Pinedo, der General-Intendant der Krongüter zieht aus diesen Thatsachen den Schluß, daß die Diamanten entweder von den Beamten der Exkönigin gestohlen, oder von der Königin Isabella mitgenommen, oder von ihr vor ihrer Abteise in Depot gegeben worden sind. — Hierbei ist noch zu bemerken, daß die leeren Schmuckkästchen, von welchen oben die Rede ist, größtentheils schon längst ihrer glänzenden Bewohner beraubt waren. Das Inventarium, welches man nach dem Tode des Königs Ferdinand, des Gemahls der Königin Christine, vornahm, fand sie schon in diesem Zustande. Man konnte seit jener Zeit auf allen Festen, denen die Königin Christine anwohnte, die prachtvollen Diamanten bewundern, die sie zur Schau trug. 8. Februar. Man schreibt dem „Corr. v. u. f. D.": „So viel wir hören, ist die Angelegenheit mit den könig- lichcn Prinzen ausgeglichen und der Friede in der königlichen Familie wieder hergestellt. Dieser Umschwung soll neben den Bemühungen des Herzogs Karl Theodor und des Fürsten Hohenlohe zunächst der Versöhnlichkeit des Königs zuzuschreiben sein, ter es nicht über sich gewinnen konnte, mit seinen hohen Verwandten, nachdem sie seinen Willen und seine Anschauungen in der schwebenden Angelegenheit er- fahren hatten, weiter in Unfrieden zu leben." DaS von der „Allg. Ztg." mitgetheilte weitere Actenstück zum Concil, die in dem neuen dogmatischen Schema vorgeschlagenen „Canones de Ecclesia“, ein Theil res in positive Form gefaßten Syllabus, lautet in feinen wichtigsten Sätzen ^wichtig wegen ihres Verhältniff.s zu staatsrechtlichen Principien, welche heutzutage in vielen Staaten Geltung baden): „Kanon VI. So einer- sagt: jene Unduldsamkeit, mit welcher die katholische Kirche alle von ihrer Gemein- schast geschiedenen religiösen Scctcn ächtet und verdammt, sei durch das göttliche Recht nicht vorgeschrieben, oder: über die Wahrheit der Religion können nur Meinungen, nicht ober Gewißheit herrschen und deswegen feien alle religiösen Seelen von der Kirche zu dulden — der sei verflucht. Kanon X. So einer sagt: die Kirche sei nicht eine vollkommene Gemeinschaft, sondern eine Vereinigung (collegium), oder: sie stehe in der Meise in der bürgerlichen Gesellschaft orer im Sta t, daß sie der weltlichen Herrschaft unterworfen sei— ter sei verpflucht. Kanon XII. So einer sagt: von unserm Herrn und Heiland Christus sei einer Kirche nur die Gewalt übertragen worden: durch Rath und Ueberredung zu leiten, nicht ober auch durch Gesetze zu befehlen, und die Verirrten und Halsstarrigen durch äußeren Uithetlsspruch und heilsame Strafen zu züchtigen und zu zwingen — ter sei verflucht. Kanon XVI So einer sagt: der römische Papst habe nur das Amt der Aussicht oder Leitung, nicht aber die volle und höchste Gewalt ccr Jurisdiction über die ganze Kirche; oder: diese seine Gewalt fei keine regelmäßige und unmittelbar über alle und jegliche Kirchen — der sei verflucht. Kanon XIX. So einer sagt: alle zwischen den Menschen bestehenden Rechte leiten sich von dem politischen Staat ab, oder: es bestehe keine Auiorilät außer der von jener mitgetheilten — der sei verflucht. Kanon XXL So einer sagt: die Gesetze der Kirche haben keine bindende Kraft, außer sofern sie durch die Sanc- tion der bürgerlichen G.walt bestätigt werden; oder: dieser bürgerlichen Gewalt stehe es kraft ihrer obersten Autorität zu, in Sachen der Religion, Urtheil und Entscheidung zu geben — der sei verflucht. Für den Fall, daß das Dogma der Unfehlbarkeit zur Discussion gebracht werden sollte, hat, wie der „Times" unterm 28. Jan. aus Rom gemeldet wird, die gallicanische Partei, die Bischöfe von Paris und Orleans an der Spitze, sowie eine Anzahl von 47 österreichischen und ungarischen Bischöfen sich zu dem Entschluß vereinigt, abzureisen. Dies habe ihnen der mileere Weg geschienen, weil eine Abreise vor der Abstimmung nur mit einem Protest, nach derselben jedoch mit einem Schisma gleichbedeutend sein würde. Die Opposition agire unter Leitung eines internationalen Comils's, zu welchem Darboy, Dupanloup und Ginoulhioc für Frankreich; Rauscher, Schwarzenberg und Stroßmayer für Deutschland; Conolly (Halifax) und Keurick (St. Louis) für Amerika; ferner Clifford, Ullathowne und muthmaßlich auch Errington und Amherst für England und Irland gehören. Der Correspondent macht auf die auffällige Thatsache aufmerksam, daß selbst so entschiedene Ultramontane wie Dr. Manning und Spaalding und der Paderborner Bischof Martin für ein Compromiß in der Dogmafrage Anhänger sammeln. Die „Auslieferung" der vom Vicekönig von Egypten gebauten Panzerschiffe an die Pforte reducirt sich nach dem „Messager du Midi" einfach darauf, daß Ismael Pascha seine Schiffe im Stiche läßt, sie zu übernehmen sich weigert und es der Türker freistellt, dieselben so gut wie jeder Andere den Baumeistern abzukaufcn. Dieses Verfahren dürfte zu zahlreichen Prozessen theils gegen Den Vicekönig, theils gegen Die Pforte Veranlassung geben. 9. Februar. Gegenüber neuerlichen Behauptungen preußischer Blätter, das in letzter Zeit von Prag aus vertrauliche Anfragen wegen einer Aufhebung des Sequesters auf das Vermögen des Kurfürsten von Hessen nach Berlin gelangt seien, wird von kompetenter Seite versichert, daß eine solche Anregung Seitens des Kurfürsten von Hessen weder vor längerer, noch in letzterer Zeit, sondern überhaupt noch nie versucht wurde und auch am wenigsten gerade jetzt versucht werden wird. Die Abg. Edel, Hohenadel, Weigand, Stenglein, Gerstner und v. Hörmann haben folgende Modisica- tionsanträge zum Adreßentwurf eingebracht: ad III. „Ew. k. M. deutscher Sinn und Liede zum bayerischen Volke sind uns Bürgschaft, daß die zum Schutze Ge- sammtdeutschlandS geschlossenen Verträge unverbrüchlich gehalten, im loyalen Sinne und im Interesse Deutschlands und Bayerns verstanden und in der Stunde der Gefahr gehandhabt werden;" ad IV. „so entschieden wir dem Eintritte Bayerns in den norddeutschen Bund widerstreben, so freudig sind wir bereit, die Entwickelung Der nationalen Einigung im Geiste der von Ew. k. M. ausgesprochenen Grundsätze unter Wahrung der Freiheit mit allen Kräften zu unterstützen." Preußen. Berlin, 3. Febr. Der Polizeisergeant Klans in Potsdam hatte einen Osfieier dabei betroffen, als dieser auf dem Trottoir entlang ritt. Der Polizeisergeant hielt den Osfi- cier an, fragte nach dessen Namen, und als jener diesen zu nennen sich weigerte, forderte er ihn auf, ihm zur Wache zu folgen. In diesem Verfahren deS Polizeisergeanten hatte daS Kreisgericht zu Potsdam einen Mißbrauch der Amtsgewalt Seitens deS Klaus gefunden und jenen deßhalb zu vier Wocken Geiängniß verurtbeilt. Gegen dieses Erk.nntniß hat KlauS appellirt und ist am Samstag vor dem Kammergerichte hier- seldst freigesprocheu worde». Berlin. 4. Febr. Die „Krzztg." schreibt: Immer von Neuem, und so auch jetzt wieder, laufen Nachrichten durch die Blatter, daß der König G org von Hietzmg aus und der Kurfürst Friedrich Wilhelm von Prag aus allerlei Anfragen bez. Anerdi.tungen gemacht halten, um die Aufhebung der Sequestration ihrer Güter zu erlangen. Die Herren ZeitungSeorre- spoudenten wissen dann auch immer gleich hinzuzufügen, waS von Seiten der preußischen Regierung geantwortet sei. ES ist daS Alles eitel Gerede. W.der irgend e ne Anfrage der Art ist erfolgt, noch also auch irgend eine „Antwort" ertheilt wo >den. Kassel. Nach der „Tagespost" hat der König die einjährige Festungshaft, zu welch.r der Lieutenant v. V. zu Greben- stein wegen sckl.chter Behandlung eiueS Soldaten, der sich in Ft) ge dessen das Leben nahm, vernrlheilt wurde, um drei Monate erhöht. Ein solcher Entscheid steht bis jetzt Wohl vereinzelt da. Sachsen. Dresden, 4. Febr. Sicherem Vernehmen nach ist für die, durch den Weggang des Dr. Bruckner erledigte Stelle eines Professors der praktischen Theologie, ersten Univer- sttal-Predigers und Directors des PredigercolleginmS zu St. Pauli zu L ipzig der Dr. Gustav Baur, Hauptpastor an St. Jakobi zu H.niiburg. gewonnen wo'den. Bekanntlich war Dr. Baur dis 1861 Professor der praktischen Theologie in Gießen und genießt den Ruf eines ebenso wissenschaftlichen Theologen al- tüchtigen, allgemein geschätzten Predigers. (Dr. I.) Dresden, 4. Febr. Die zweite Kammer hat zum Neubau eines HoflheatcrS 400,000 Tblr. bewilligt. Bremen. Dem Bremer KvmitS sind für die gegenwärtig in den Polargegenden überwinternde zweite deutsche Nvrdpolar- fahrt von Seiten der freien Stadt Hamburg die Summe von 1000 Thlr. Crt., von Seiten der freien Stadt Lübeck 100 Thlr. Ert. und ebenfalls 100 Thlr. von der Lübecker Handelskammer als Beitrag zu den Kosten der Nordpolerpedition zuge- gangen. Der Bremer Senat hat 1000 Thlr. Gold beigetragen. Die Kosten der Ausrüstung belaufen sich einschließlich der Löhnung der Mannschaft auf 80,000 Thlr., zu deren Deckung immer noch 28,060 Thlr. fehlen. Bayern. München, 7. Febr. Dem „Franks Tagbl." wird mitgelheilt: Man fürchte, daß der Versuch einer Thron- cntsetzung des Königs durch eimn Beschluß deS Familienrath» und der Stände gemacht werden könne. (?) Belgien. Brüssel, 1. Febr. Heute Mittag empfingen der König und die Königin, begleitet von dem Grafen und der Gräfin von Flandern, im großen Saale deS Palais Ducal die Deputation der englischen Städtecorporationen. Der Präsident der Deputation, Eolonel Gourley, hielt eine Anrede, worauf der König in englischer Sprache antwortete. Darauf überreichte Eapitän Mercier die silberne Eassette mit der Abschrift der Adresse der englischen Städtecorporationen, weiche bereits bei der letzten Anwesenheit des Königs in London demselben mündlich vorgetragen wurde. Die Eassette ist prachtvoll gearbeitet und die Adresse selbst ein Meisterstück der Buchmalerei. Die Deputation, deren Mitglieder theilS in ihrer Amtstracht, theils in Volontär-Uniformen gekleidet waren, bot einen sehr interessanten Anblick. Der englische Gesandte Sir Savile Lumley stellte die einzelnen Mitglieder der Deputation dem Könige vor. Frankreich. Paris, 6. Febr. Gutem Vernehmen nach hat der Minifterrath heute Morgen die Verhaftung Rochefort- für den Fall beschlossen, daß derselbe sich nicht selbst stelle und die ihm zuerkannte Gesangnißstrafe antrete. Nach der „Patrie" ist die Ernennung des Herrn Provost.Paradol zum Gesandten in Washington höchst wahrscheinlich. Paris, 7. Febr. Rochefort giebt in der heutigen Nummer der „Marseillaise eine Erklärung ab, nach der er sich weigert, der Aufforderung deS Gerichts, sich zur Abbüßung der gegen ihn erkannten Haft zu stellen, nachzukommen und eS darauf ankommen lassen will, daß die Macht ihn zwinge. / Paris, 8. Febr. Der Deputirte Rochefort wurde gestern Abend 8 Uhr zu Billette verhaftet, als derselbe im Begriff war, sich in eine öffentliche Versammlung zu begeben. Dir Verhaftung erfolgte ohne Widerstand von Seiten Rocheforts, der nach dem Gefangniß St. Pelagie abgeführt wurde. G. Flou- renfl zog einen Revolver mit dem Rufe: „Wir müssen Rochefort befreien !" Man versichert, daß G. FlourenS und drei Andere ihre Revolver abfeuerten, ohne Jemand zu verwunden. Gegen 10 Uhr Abends wurden an dem Faubourg du Temple und Belleville Versuche gemacht, Barrikaden zu bauen. Um 1 Uhr Nachts marschirten Truppen nach dem Faubourg Belleville. Die Boulevards waren belebt, doch kam eS nirgends zu Unordnungen. Amerika. Washington, 1. Febr. Die Staatsschulden haben im Januar um 3,933,644 Dollar abgenommen, seit März 1869 um 80.650,971 Dollar; BondS sind in letzterem Zeiträume zum Betrage von 97,082,384 Dollar angekauft worden. Vermischtes. Frankfurt. Der hiesige „Beobachter" erzählt folgende, von anderen Blättern bis jetzt noch nicht gemeldete schrecklich« Begebenheit: Zwölf junge Schlittschuhläufer — wer sie waren, weiß biS jetzt Niemand — liefen auf den ziemlich einsam gebliebenen Eisflächen deS RheineS zwischen Schierstem und Walluf, wagten sich wahrscheinlich zu weit oder nahmen den flimmernden Refler deS Sonnenlichtes auf dem Wasser für feste» EiS — genug, sie verschwanden jählings in dem liefen Strome. Man hörte noch einen Hülferuf, man sah noch die Mützen auf dem Strome schwimmen — dann war s vorbei, R.tiung nicht möglich. Das Schlittschuhlaufen, das Eisvergnügen ging in. zwischen ruhig weiter, wenige Menschen nur hatten den furchtbaren Vorgang wahrgenommen. (? ?) Frankfurt, 5. Jan. VorgeUern wurde hier ein schweizerisches Ehepaar, welches wegen betrügerischen Bankerotts von ihrer Heimalhsbehörde verfolgt war, verhaftet. Die Frau hatte 16,000 fl. in Papier in ihrem watlirten Unterrock eingenäht. Gestern wurde am Fuße deS Lärchesberg dickt bei dem Hahn'schen Gute eine große Anzahl menschlicher Skelette in einem Cteinbruch gesunden. Da im 16, und 17. Jahrhundert in dieser Gegend, namentlich bei der Belagerung Frankfurt- mehrfache Scharmützel stattgefunden, so liegt die Vermuthung nahe, daß man eS hier mit den Ueberresten gebliebener Soldaten zu thun habe. In Gonzenheim bei Mainz ist die Polizeibehörde dieser Tage zur Festnehmung eines etwa 16jährigen Dienstmädchen- geschritten, auf dem der Verdacht von fünf der schwersten Ver. brechen ruht. Am letzten Samstag brannte die Scheune, den folgenden Tag ein Stoß Wellen im Gehöfte eine« dortigen Burger« nieder urb am darauffolgenden Tage brach im Wohn- l.ause desselben ebenfalls F.uer au«. Genügende Gründe boten die Verhaftung de« Dienstmädchens, dessen Mutter in demselben Orte dient. Au« dem Vern.hnien der Letzteren ging hervor, daß ihr kürzlich zwei Kinder so rasch und unter solchen Umständen Halben, daß die Behöide bereit« die Ausgrabung und gerichtliche Lbduclion der Leichen angeordnet hat, als welche die iDiutter nach einer Abwesenheit von wenigen Stunden ihre beiden gesund znrückaelassenen Kinder, von ihrer ältenn Schwester bereits mit Leicheukleidern und Todtenkränzin angethan, wieder fand. St. Petersburg. Jüngst wurde in einem Koffer, der von hier nach Moskau erpedirt worden war, die verstümmelte Leiche eine« Mannes gefunden. Wie man nun erfährt, war j der Ermoid.te der 62 Jahre alte Hofrath v. Sechn von hier. . Derselbe war Nachts in einem öffentlichen Hause bestohlen, und ; als er fein Eigenthum zuiückforderte, mit Eyankali vergiftet, erdrosselt, mit einem Bügeleisen vollend« todtgeschlagen und sodann in den Koffer gerwängt und nach Moskau geschasst worden. Einer der Mitschuldigen hat, von Gewissensbissen ge- I peinigt, der Polizei die Sache verrafben. Redaction, Druck und Verlag der Brühi'schen Uuio.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.