hiiw ""'S° ?«* Suhr, uodes. f 'nen " Preis Viertels ährlick 36 fr mit Bringerlohn Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstags, Donnerstags ' und Samstags. - Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. <»7 Donnerstag den 9. Juni 1870. rk k >rk k r tn9lif4e ©ampjn eans ans ioctmbtr ii. DmM re 'n, Spebition merika. her IN1, - .0» VIS d wn beute an bä mich in allen inj :tv äuftröy m ^e E unb vnntÜiG W0, ntntkibmnadjtr. V lAlsthea rork* / Kampier «3*: -1.^-uskunst ] „ Breme”'I __- 'ampr-- ■ lliOer am RakhhWS. bin it im Staub !ye bMK^gt. nnq. t- ■ alt * iin$ , qutbeilungW»® m m sinroedtt^,— Amtliche Bekanntmachungen Gießen, am 20. Mai 1870. -Zutreffend: Die Ausführung des Gesetzes über die Portofreiheiten im Gebiete des Norddeutschen Bundes. Das G r o lj h e r; o g l i ch e K r e i s a m 1 Gießen an die Grosihcrzogtichen Dürgkrincistereien, sowie die evangelischen und katholischen Kirchen- und Schul- Vorstände des Kreises. Bezüglich der Frage, aus welcher Kasse die in Folge des Bundesgesetzes vom 5. Juni v. I-, betr. die Portofreiheitc» im Gebiete des Norddeutschen Bundes, „ _ , . . ■n zahlenden Portobeträge entrichtet werden müssen, hat Großherzogliches Ministerium des Jmiern entschieden, Latz die Staatskasse zur Ucbernahme des Porto s in allen Fällen verpflichtet ist, in welchen die Behörde als Organ der allgemeinen Staatsverwaltung auftritt, daß dagegen va, wo sie als Ler- treterin der Gemeinde, des Fonds re. handelt, die Gemeindekaffe oder der betreffende Fond zahlungspfl.cht.g ist. Sie wollen sich hiernach bemessen- Dr. G o l d m a n n. ______ zwilch, 63 Zentimeter breit, auf unserem Bürcau, Neuen Bauen Lit- B- Nr. 77 durch Soumission in Accord gegeben werden. Deßfallsige Offerten sind bis zu dem erwähnten Termine verschlossen und mit Aufschrift versehen dortselbst abzugeben, woselbst auch die Lieferungsbedingungen und Muster zur Einsicht bereit liegen- Gießen, den 4. Juni 1870. Die Bekleidungs-Commission des 2. Jnfan- lerie-Neginrents. Kreuter. 2730) werden. 5 Buchen- 23 Ficklen- 70 164 Reisholz. Wellen. 3030 4605 106 Lieferung von Jackenzwilch. 2738) Dienstag den 14. Juni. d. I., Vormittags 11 Uhr, soll die Lieferung von 2847 Ellen Jacken- Die Versteigerung der Kirschen' embte bei der Stadt Gießen. 2731) Samstag den 11. Juni 1870, Nachmittags 3 Uhr, soll die Kirschenerndte im Oswald'schen Garten und auf dem Trieb an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Der Anfang wird im Oswald'schen Garten gemacht- Gießen, den 7. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisterer Gießen. Vogt. 2733) Die zur Herstellung einer Mulde am sog. Morgenweg auf den Wiesen im Stolzenmorgen nöthige Chaussirarbeit, veranschlagt zu 29 fl. 42 fr-, soll Montag den 13. d. Mts-, Vormittags 9 Uhr, im Nathhause öffentlich in Accord gegeben werden. Gießen, den 4. Juni 1870. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt- Ein Freigewicht von 50 Pfund Gepäck wird auf jedes Billet gewährt. Cassel, am 4. Juni 1870- Königliche Direktion der Main Weser-Bahn- Bekanntmachung L^erfteigerrmgen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 2689) Montag den 13. Juni 1870, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distr cten Philosophenwald und Erlenwäldchen, nach- verzeichneteS Holz meistbietend versteigert Main-Weser-Bahn. 2739) Es sollen die Maurerarbeiten zur Vergrößerung des Wasserbassins auf Station Marburg einschließlich der Lieferung sämmtlicher Materialen in öffentlicher Submission verdungen werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Ausführung der Vergrößerung des WasserbassinS auf Station Marburg" bis zum Submissions-Termine am 15. Juni b. I., Mittags 12 Uhr, bei der nnierzeichneten Bettübs-Jnspection einzureichen, woselbst Zeichnung und Bedingungen eingesehen und Submissions- Formulare in Empfang genommen werden können. Gießen, den 31. Mai 1870. Königliche Betriebs-Jnspection. Funk e. Holzverkauf aus dem Genleindewalde von Wismar stndtt Montag den 13. u. Dienstag den 14. d. Mts-, von Morgens 9 Uhr ab, im Schulhause zu Wismar Statt. Es kommen zum Verkaufe' A. Am ersten Tage den 13. d. Mts.: 54 E'chen-Stämmc mit 3150 Cubikfuß, werden, als: Holzart. Prügelholz. Stecken. Eichen — Nadel Von unseren Stationen Cassel, Marburg, Gießen, Bad Nauheim u. Frankfurt a. M. werden vom 1. d. Mts. ab Rundreise-Billets für die Tour über Northeim — Nordhausen — Erfurt — Eisenach — Coburg — Bamberg — Würzburg — Aschaffenburg — Frankfurt a. M. — Gießen — Marburg — Cassel — Göttingen — Northeim zu ermäßigten Fahrpreisen für die 2. und 3. Wagenklasse ausgegeben. Die Benutzung dieser Billets ist für alle fahrplanmäßigen Züge, welche die betreffende Wagenklasse führen, für bie Dauer von 14 Tagen, vom Tage der Abstempelung an, und in beiden Richtungen (der vorbezeichneten »ber umgekehrten) gestattet. Auf allen, in den Billets benannten Cou- pon Stationen kann bie Reise unterbrochen Edictalladung. 2734) Nachbem bie gerichtsbekannten Gläubiger bcr Firma Gebrüder Gossi in Groß-Linden resp. ihres jetzigen Inhabers Christian Gossi daselbst mit dem Letzteren ein Arrangement abgeschlossen haben, dessen Einsicht in der hiesigen Gerichts- Registratur für alle Interessenten frelsteht, so werden -alle etwaige unbekannte Gläubiger jener Firma und ihres Inhabers hiermit aufgefordert, binnen vier Wochen etwaige Einwendungen gegen das erwähnte Erlen 15 . Die Zusammenkunft ist a u f d e m T r i e b- Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird das Holz bis 1 Decbr 1870 verborgt Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 3. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Vogt. 2274) Donnerstag den 23. Juni d. I-, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahicsigem Rathhause die dem Konrad Krauskopf dahier gehörende Alm Dir. jÄlftr. V245 15 Hofraithe am Teufelslust- aarten, gibt 22 fr. Rente, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meistbie- itnb versteigert werden. Gießen, den 10. Mai 1870. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. S e m m l e r,’ Ortsgerichtsmann. Arrangement hier vorzubringen und zugleich ihre Ansprüche nebst allenfallsigen Vorzugsrechten aiizumelden, widrigenfalls das Arrangement bestäligt und sofort in Vollzug gesetzt werde. Gießen, den 3. Juni 1870. Großherzoglichcs Stadtgericht Gießen. Muhl, Becker, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Oberhessische Eisenbahn- Gesellschaft. 2729) Bei Gelegenheit des zu Grünberg stattfindenden Sängerfestes am 19. und 20. Juni wird an den genannten Tagen zwischen 10 und 11 Uhr Nachts ein Extrazug von Grünberg nach Gießen abgehen. Für die Besucher dieses Festes tritt eine Ermäßigung für Hin- und Rückfahrt m der Art ein, daß an diesen Tagen Billets II. Classe zur Hin- und Rückfahrt in HL Classe und Billets I. Classe zur Hin- und Rückfahrt II Classe Gültigkeit haben. Gießen, im Juni 1870. Der Verwaltungsrath der Ober- hefsischen Eifenbahnen. Oeffentliche Aufforderung '2728) Friedrich Fernkorn von Gießen hat mit feinen gerichtsbekannten Gläubigem ein Arrangement abgeschlossen. Etwaige unbekannte Gläubiger werden aufgefordert, binnen 14 Tagen ihre Forderungen hier anzuzeigen, widrigenfalls ohne Rücksicht auf sie das Arrangement bestätigt und vollzogen werden würde. Gießen, den 3. Juni 1870- Grobherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Scriba. Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 2737) Dienstag den 14. d. MtS., Vormittags 11 Uhr, sollen bei dem unterzeichneten Postamte circa 4‘/a Gentner alte Dienstbücher und Dienstpapiere parthienweise öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. — Die Verkaufsbedingungen, wie die zu versteigernden Papiere können bis babin täglich bei ber unterzeichneten Stelle eingesehen werben. . Gießen, ben 5. Juni 1870. Post - Amt. L 0 ch m a n n. 2732) Die Graserndte von ben Schneißen im Gießener Stabtwalbe soll - Dienstag den 14. Juni d. I., Vormittags 9 Uhr, im Rathhaussaale öffentlich versteigert werden- Gießen, den 8. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt- 2724) Bei ber Publication unseres mit bem 1. Juni b. I. beginnenben Sommer- Fahrtenplanes sinb einige Druckfehler unterlaufen, welche dahin zu berichtigen sinb, die Post aus Hungen statt 1020 Vorm. um IO20 Nachmittags nach Laubach abgeht, und die Post aus Laubach nicht um 520 Nachm-, sondern um 520 Vormittags in Hungen eintrifft. Außerdem muß es statt Homburg a. d. O-, Homberg a. d- O- heißen- Gießen, den 2. Juni 1870. Der VerwaltungSrath. 2735) Die HolzVersteigerung in der Oberförfterei Schiffenberg vom 1-, 2. und 3. l- Mts. ist genehnügt worden- Die Abgabe ber Abfuhrscheine kann burd) Großherzogliches Rentamt Gießen vom 14. l. Mts. an erfolgen. Als Termin für Ueber- lieferung bes Holzes, sowie als ersten Ab- sahrtstag, ist Mittwoch ben 15. l. Mts. bestimmt. Gießen, ben 4. Juni 1870. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi. Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Aufforderung. 2582) Georg Großkurth, Sohn bes Karl Daniel Großkurth zu Cassel roirb, ba sein Aufenthalt unbekannt ist, auf btefem Wege benachrichtigt, baß fein Oheim mütterlicher Seits, Andreas Weidig IV. dahier, am 1. Apr-il l. I- mit Hinterlassung eines Testaments, in welchem er übergangen ist, verstorben ist, und aufgefordert, binnen drei Monaten die Rechtsgilttgkett des Testaments dahier im Klagewege anzufechten, widrigenfalls dasselbe vollstreckt und insbesondere auch ber Eintrag ber Mm Nachlaß gehörigen Immobilien auf bie Namen ber eingesetzten Erben im Mutattonsoer- zeichniß verfügt wirb. Gießen, den 25. Mai 18/0. Großherzogliches Stadtgericht Gießen- Muhl, Oppermann, Stadtrichter- Stadtger.-Assessor. Oberhessische Eisenbahnen. Donnerstag den 16. d. Mts. 1000 Pfund- Puppen und Kinderwagen L. Frohnhänser. Gießen, 12. Mai 1870. sicht in's halber zu mit einer umgeben, Lahnthal, ist theilungs- verkaufen. Derselbe ist gut erhaltenen Mauer und würde sich wegen billigst bei 2622) der Nähe der Lahn und Eisenbahn sowohl zum Lurusgarten, wie auch zu jedem industriellen Etablisse- ment eignen. — Franco-Anfragen beliebe man uxter der Chiffre G. II. poste restante Wetzlar einzu- senden. Eisenbahnen. Nies, Gülerinspector. 6 Pfund. 1870. der Oberhessischen zur 2708) En angehender Kellner oder ein Zapfjunge werden gesucht im Darmstädter Haus- 2720) Eine vollständige Färberei mit Oeconomiegebäuden in einem 1500 Ein- wohner zählenden Städtchen Oberhessens, welche mit bestem Erfolge betrieben wird, ist wegen Familienangelegenheiten unter sehr günstigen Verhältnissen zu kaufen- Wo? sagt die Exped. d- Blattes. 2636) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen bei t Jacob Reiber, Wechbmder- Die Ausstellungscommission des Localgewerboereins. 1574) Einzig achtes persisches 3«-- sectenpulver in Vriginaldosen mit Garantie für Wirkung ist in Gießen zu haben bei Carl Frech. Vormittags eingereickt sein. Petroleum Rüböl Raffinirtes Oct Terpentinöl Leinöl Putzleinen Putzbaumwolle Maschinenhanf Kernseife, weiße Harzseife Talg Packtuch Stearinlichter Eylindergläser Dochtgarn Dochtband Soda Bleiweis Menning Salband Sand, weißer Gummi arabic- „ Frucht 2741) Eine frischmelkende junge Fahrkuh, sowie ein großer Leiterwagen, sind zu verkaufen Neuenweg Lit. B- Nr. 179. 2675) Ein kleines Fomilienlogis ist zu vermiethen und am 1. Juli zu beziehen bei Hermann Euler, Mäusburg. Kreide, geschnittene Cement, Casseler Fcnsterpapier Schmeryelpapier Bimssteln Blousaures Kali Kohlenkörbe Reiserbesen Staubbesen Bodenbesen Zündhölzer Drahtstifte Gießen, den 3- Juni Die Betriebs-Inspektion Ziegelsteine, Ofenbrand in vorzüglicher Qualität, feuerfeste Steine zu Puddel-, Schweißöfen- und Kesselmauerung empfiehlt Th. Wurmbach zu Herborn. und Weitersham: 30 Stecken Buchen u- 74 Stecken Eichen- Scheid- und Prügelholz Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der alten Hornberger Straße am District Tränklache. Freitag den 17. d. Mts. in den Districten Pfingstweide, Lichterwald rc. bei Bernsfeld: 120 Eichen-Stämme von 7 bis 20" Durchmesser und 10 bis 50' Länge, 4600 lsd. Fuß enthaltend. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf dem Vicinalweg von Bernsfeld nach Weiters- hain am District Pfingstweide. Grünberg, den 4. Juni 1870. Grobherzogliche Oberförsterei Nieder-Ohmen- Hüter. Graösamen-Versteigerung. 2690) Die diesjährige Grassa- m en ernte in den Domanr a l w a l- dungen der Oberförsterel Schrf- fenberg soll Montag den 13. l. M., Vormittags 10 Uhr, in dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten versteigert werden. _ £ . Steigliedhaber, welche die zur Ernte in Aussicht genommenen Flächen euuusehen wünschen, wollen sich an die Großherzoglichen Forstwarten Schlag und Engelhard wenden. Gießen, den 1. Juni 1870. Grobherzogliche Oberförsterel Schlffenberg. Georgi. Pfarr-Confereuz der Decanate Gießen und Groß-Linden auf dem Schiffenberg: Mittwoch den 15. Juni, Nachmittags um 1 Uhr. L a n d m a n n. Strack. 13 Klafter Buchen-Scheit, 15V« „ . 89 „ „ Stocke; B. Am zweiten Tage den 14. d. Mts.: 6 Klftr. Buchen-, 6 Klstr. Eichen-Scheit, l‘/4 „ Weichholz, 4V< „ Stöcke, 101 „ verschiedene Reiser und 36 „ Ginster. Die Förster Bingel und Guckelsberger zu Wismar geben nähere Auskunft. Krofdorf, den 4. Juni 1870. Der Bürgermeister: Colnot. Zur gkfälligcn Beachtung! 2715) Meinen werthen Kunden und Bekannten diene hiermit Nachricht, daß von heute an mein Geschäft für einige Monate Gewerbe Ausstellung in Giesten im September 1870. 2518) Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 10. März d. I. ersuchen wir alle Herren Industrielle und Gewerbtreibende der Provinz, welche beabsichtigen, die oben genannte Ausstellung zu beschicken, denen aber aus Versehen Programm und Anmeldeformular nicht zugekommen sein sollten, diese bei uns oder dem Vorstände des nächsten Localgcwerbvereins in Empfang zu nehmen. Wir bitten, die Anmeldungen ausgesüllt bis spätestens 1. Juli d. I. an uns zurückzusenden; doch ist es bei den schon jetzt erfolgten zahlreichen Anmeldungen wünschenswerth, nicht den letzten Termin abzuwarten, damit den Wünschen der Herren Aussteller in Beziehung auf den Raum möglichst Rechnung getragen werden kann. Lieferung von Materialien für den Betrieb der Oberhessischen Eisen- 19t. F. Dl»«bitz'scher | Kräuter-Liquenr, fatmckt v°» Apoth. R F. Daubitz in Berlin, dessen Gebrauch sich das Publikum selbst gegenseitig so vielfach empfiehlt, ist allein zu haben bei S Julius Wallach am Markt, | (1449) in Gießen. bahnen. 2727) Auf dem Wege der Soumission soll der nach erzeichnete Materialienbedarf pro 2tes Halbjahr 1870 vergeben werden. Die Bedingungen hierfür liegen auf dem Bureau der Materialien - Verwaltung zu Gießen offen. Offerten müssen bis zum Montag den 20. Juni 1870, ~ -■ " 10 Uhr, ~ k»« 1 r x 2finn SBfrfcr Wasserkalk, Fettkalk, vollkommen gebrannt, Schwemmsteine in de?Distrkten P^serdsbacher Holz, Pfingst- für leichte Wände von 2«'/-, 12'/- und 8 onn oder10) + *>/. und 3" rhld. tmtt B-ck-r weide und Lichterwold, zwischen Bernsfeld Wosserko k unter Prestuug,'w 60-7U 0M Psd da g » llt), 2686) Zwei Familienlogis, wovon das eine aus drei Zimmern und das andere aus Stube und Cabinet besteht, sind zu vermiethen in Lit. D- 9tr- 78, Mühlgasse. 2589) Ein Familienlogis im Hinterbau, bestehend auf 5 Zimmern, Küche und son- tigem Zugehör, ist zu vermiethen bei H. M- JugHardt- Holzversteigeruiig in den Domaiual- waldnngen der Oberförsterei Rieder-Ohmen. 2726) Außer anderem Holze werden versteigert : Montag den 13. d. M t s. in den Districten Hammersloch und Brandholz zwischen Lumda und Geilshausen : 23 Stecken Buchen- u. 32 Stecken Eichen Scheid- und Prügelholz, 8000 Stück Buchen-Durchforstungswellen, 75 Ei chen - Stämme von 7 bis 23" Durchmesser und 20 bis 60' Länge, 3740 lsd. Fuß enthaltend, 90 Nadelholz- Stämme von 7 bis 14" Durchmesser und 20 bis 85' Länge, 3300 lfd. Fuß enthaltend. Die Bnchen-Wellen kommen Nachmittags zur Verwendung. — Zusammenkunft Morgens 9 Uhr an der sog. Rauwiese oberhalb Geilshausen. , , L Dienstag den 14. d. Mts im District Tränkkopf, zwischen Lumda und Weitershain: . 90 Nadelholz - Stamme von 6 bis 14 Durchmesser und 30 bis 70' Länge, 2700 lfd. Fuß enthaltend, 124 Stecken Buchen-Scheidholz und 1500 Fichten- Stangen. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr an der sog. Lämmerwiese auf der alten Gießener Straße. Vermischte Anzeigen f Offene Stellen für Kaufleute, Oeconomen, Beamte, sowie jeden Standes, vermittelt jederzeit prompt das conc. mercantil. Bureau von C. L. Erler in Dresden, Wilsdr. Nr. 13. INB. Geehrten Herrschaften aller Stände werden jederzeit gewünschte Leute gratis beschafft. _________________ 2469) Einem verehelichen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich jede Arbeit im Weißzeugnähen sowohl, als auch im Sticken, übernehme. Meine Wohnung befindet sich im Richt er'schcn Vorderhause in der Wolkengasse. G Lanz. Vermiethungsn. 2743) Eine Wohnung, 5 heizbare Zimmer enthaltend, mit Speisekammer, Küche, -Corridor und sonstigem Zubehör, ist zu vermiethen- Auf Verlangen wird ein 6tes größeres Zimmer, sowie ein Stück Garten zugegeben. Näheres bei der Exped. d. Bl- 2749) Zwei Parterre - Zimmer sind an eine Dame ohne eigenen Haushalt oder an einen älteren Herrn zu vermiethen- Näheres bei der Exped. d. Bltts- 2439) Ein Familienlogis, bestehend aus 2 Stuben, 2 Cabineten, Küche, Keller, Holzplatz und Mitgebrauch der Waschküche, ist zu vermiethen und den 1. Juli beziehbar bei Adam Kalbfleisch, Steinmetz, Neuenweger Thor B- 150. 1870) In meinem Nebcnhause sind 4 große ineinandergehende Zimmer mit Küche und Bodenraum, sofort beziehbar, zu vermiethen. E- Pilthan. 2326) Eine Wohnung ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Alexander Mayer- nach Ems verlegt ist. Bestellungen und Zahlungen können bei meinem Vater, I. H. Fuhr, in der Sonncnstraße abgegeben werden. Gießen, den 4. Juni 1870. Wilhelmine Fuhr, Modes. Concertvemn. 2681) Die Rechnung ü er Einnahme und Ausgabe des Concertvereins vom 1. October 1868 bis zum 1- October 1869 nebst den dazu gehörigen Urkunden liegt für die Mitglieder des Vereins während der nächten drei Wochen in der Ricker'schen Buch- jandlung zur Einsicht offen. Der Vorstand- 2747) 5 Reisende, 2 Magazinier, 4 Buchhalter, 3 Comptoiristen, 6 Commis und 2 Verkäuferinnen werden gleich plackt» durch das mercant. Bureau von C Erlcr in Dresden, Wilsdr- 13._______ 2695) Steinkohlen, reine Stückkohlen, melkt, für Heerd- und Maschinenbrand, Cokes, Braunkohlen in Ladungen und einzelnen Partieen bei ______________Emil Pisto r. 2725) Die Grasnutzung in meinem Gar- ten ist zu verkaufen._____________Röme r. Gartenverkauf in Wetzlar. 2663) Ein dicht an der Stadt reizend gelegener Garten, über zwei Morgen groß, mit einem bewohnbaren steinernen Gartenhaus, edlen Obstbäumen, Wasserleitung, Esplanade, prachtvollen Baumgruppen, englischen Anlagen, herrlicher Aus- ? Turnverein. ^Sonntag den 12. Juni: Stiftungsfest auf dem Schiffenberg. Abmarsch präcis 2 Uhr von der Turnhalle. Eintrittsgeld ür Turner 6 Fr-, für N chtturner 9 Fr. ______________Der Vorstand. 2707) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei Hermann Völker, Weisbinder und Lackirer. 2743) Ein Sonnenschirm wurde am zweiten Pfingstfeiertag auf der Chaussee, unweit der Wellersburg gefunden. Der Eigenthümer kann denselben gegen die Jn- seratgebühr in Empfang nehmen bei Weidig, auf dem Hauptzollamt. 2684) Gründlichen Unterricht im Weißzeugnähen und andern seinen weiblichen Arbeiten ertheilt Mathilde Schneider, Neuenweg. 2745) Ein goldenes Medaillon mit 2 Photographien ist gefunden woiden. Der rechtmäßige Eigenthümer kann solches gegen Erstattung der Jnseratgebühr bei Martin Müller in der Weidengasse Lit. B. Nr. 92 in Empfang nehmen.____________________ 2651) Für ein feineres Detail-Geschäft wird unter günstigen Bedingungen ein junger Mann als Lehrling gesucht. Gewandte Handschrift erwünscht. Näheres im Ex- preß -Büreau.___________________________ 2750) Auf Johanni suche ich ein braves Dienstmädchen. Louis Labroisse. 2213) In ein Schreiner - Geschäft kann ein junger Mensch als Lehrling eintreten bei Adolf Hoß, Sandgasse. 2752) Ein goldener Ubrschlüssel wurde am zweiten Feiertag, Nachmittags, verloren. Der Finder wird gebeten, benielben gegen eine Belohnung bei der Exped. d. Bltts. ab- zugeben._____________________________________ 2655) Ein Dienstmädchen wird auf Johanni gesucht. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bltts._____________________________ Ein Schriftsetzer - Lehrling kann eintreten in die Briihl'sche Univ-Druckerei. Feilgsbstsuss Schutzpocken-LylnphcsiirSchafe, durch Kuh-Lymphe erzeugt, nicht Schafpocken Lymphe, versende ich von jetzt an fortgesetzt so, daß jedesmal 100 Schafe für 1 Thlr. gegen Pocken geschützt werden können. Berlin, Schiffbauerdamm 33. (2742) JDr. Pisfin. 8 Mauersteine, befter und zweiter Qualität, stets vorräthig bei Fr- Textor, _______________________ auf der Hardt. 2691) Die Heerdsabrik von H. Brenner in Heidelberg hat mir den Alleinverkauf ihrer Fabrikate: Heerde für Familien und Restaurationen, Patent-Oesen, transportable Waschkessel rc. für hier übertragen und können Muster und Zeichnungen bei mir eingefehen werden. ____________________ E m i l Pi stör. Früh-Gemüse-Pstanjen, schön und stark gewachsen, als: Römischkohl-, Blumenkohl-, Wirsing-, blaue und weiße Oberkohlrabi-, ächte Erfurter Weißkraut-, Rothkraut-, Rotherüben- und ächte Kopfsalat-Pflanzen verkauft (2700) C- Pipp- 2701) Ein Zimmer ist zu vermiethen bei Jacob Dörr, Mühlgasse. 2266) Ein Familienlogis mit allen Bequemlichkeiten ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2500 500 ff 350 50 100 600 100 150 ff 30 100 20 ff 30 II 12 Dutzend. 4 Pfund. 100 Ellen. 20 Pfund. 50 ff 100 600 Ellen. 30 Metzen. 6 Pfund. 50 20 200 2 Nies. 300 Blatt. 10 Pfund 10 40 Stück. 500 12 12 ff 600 Schachteln Hopfen-Agent CQ Mvilevtisehe Krämpfe (Fallsucht) MK Wohnungs-Gesuch. Kirchliche Anzeige Dr. Seel. iß Z CJ> CD Donnerstag den 9. Juni, Morgens 9 Uhr: ~ 2753) Ein Küchen- oder Hausmädchen wird gegen hohen Lohn gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts- , Circus Renz in Cassel. „ tirnf 'N1 tim'jr ine Fuhr, 2531) Eine kleine stille Familie von auswärts sucht gegen October l- I- em Logis mit etwa 6 Wohnräumen und den nolh'gen anderen Pieren. Freie gesunde Lage, womöglich mit Garten, wird bevorzugt und längerer Aufenthalt beabsichtigt. Adresse giebt die Exped. d. Bltts. Militär-Vorbereitungs- Institut. Cassel. N. Wilhelmsh. Allee 119 Vr- 2251) Gründliche Vorbereitung für d e Gute Pension. - Prospe^a^ Wen. Ritlmeister a. D. t im atter Haus. rüt • ctiitunfisfcft •tmarid) präcis • yinhittigelb mirner 9 fr. r -'»r Hand. iae kann in bit ann Böi/er, idrr und Lackirer. ir n wurde M d.'r Chaussee, pf'unben. Der ■n Argen die 3n; ebmen bei ndig, hauvtMamt. Z Einladung. R n e jn nns 20. ^mü dahier stattfindenden neunten Sängerfeste 500SKÄgS- wttden Mmtt'di^wohuer' mster/r Nachbarstadt WA-re Hoffuuugeu ganz besonders, da die Eiseubahu^beid^ Städte eng v-rbtude^^ ^^omit«. Bremen — Baltimore monatlich 2 Mal. •* uub Preise billigst — Bedienung bekanntlich reell. hnitbt im Weißln weiblichen Ar- k Schneider, -l'wcg. -.r.üiüon mit 2 rn woidcn. Der t^ni solches gegen rühr bei il/artin üc vit. K Nr. 92 Detail-Geschäft irgungtn ein M- nwht. Hewanbte Merck im Ex- uchc ich ein braves ui; Labroisse. ner - Gescheit kann trWing emtrettn Idols fcofc, 2andgasse. chrichlüssel wurde dniitiags, Dtdorffl- ii btmdlwi Men 151-.? t. W- ab- r^r5rTmü> ju ertragen bei der ^hrling^nn^ tt Wohnungsveränderung. Meinen geehrten Kunden und Geschäftsfreunden hlenn, die ergebene Anzeige, daß ich meine seitherlge Wohnung «in CeL ieröweg verlassen und nunmehr in der Wal.thorsiratze, v.s-a-v.s dem Darmstädter Haus, wohne. Wilhelm Heusipers, mw Mst-, Pll-nnrn - und Gemüse-Ausstellung des mitteldeutschen Obst -und Gartenbau - Vereins 2751)» _.......... M.°,.L5A-«UW'««-*- «** - b-,sm •** ■* ...... E1«. ««*- >.;» JÄT’&ÄT WM! 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Mlfigcnnamp^crbmng^ .•ÄÄWÄÄ'1^ LiturgischeHottesdienst zur Feier "ende vr. -n°a. vossUs'scheHerlmittel -m^ Geburtstags Sr. Komgltchcn ESWs •** - »r1,e,r" bU Bremen (srüher Barnstors). (1345) I Havre — Hew-Tork jeden Samstag Pr. Hamburger Dampfer, alle 14 Tage Pr -uglische Dampfer. Ilainlmrs — New-Orleans 3„„ N~ »-» MSfÄ“***** wr um'”™. M....M.« » » tSÄ k-->- Ä.t. d.--k-lb« f” »1 rar,„„. (2755) ______________________—------- s 3m Leib schen kleinen Saale öffentliche Versammlung des internationalen (Sctvcrfvcreind bet ^oljütbcitir. ffiir® crfuchen"bcsmrders "^-^Gero^rksge- Wir ersuch Qntereffe der Versammlung beizumohuen. nosteu, m ihrem eigenen Jnter ss ^ar( Orbig, Bevollmächtigter. Dampfschiff-Expeditionen von Chr. Wallenfels jun. Hamburg — Sew-lork jeden Mittwoch. Hrenieii or k jeden Samstag. Liverpool — Üew-Iork jeden Dienstag und Samstag. 3. Juni. Die Commission zur Ausarbeitung des Entwurfs einer Civilprozcßordnung für den norddeutschen Bund hat im Mal das Verfahren in Ehesachen und Entmündigungssachen erledigt und eine Anzahl von Ergänzungen und Abänderungen der bereits veroffent- lichten Tbeile des Eniwurfs beschlossen. Die Bera- thung über die Lehre von den Schiedsgerichten ist noch nicht beendet. Nach einer osficiosen Mitthcilung hat sich ein großer Theil des mährischen Adels unter Mißbilligung des erfolgten Beitrittes des Feudal-AdelS zur Declaration von dem Feudal-Atel losgesagt. Der „Wehr-Zeitung" geht aus der Militärgrenze die Nachricht zu, daß „von dem Grenz-Truppen- Divifions- und Militärcommando zu Peterwardein der Befehl ergangen fei, in bin Compagnicstationen der diesem Militärcommando unterstehenden Grenz- truppen Locale auszumiltein, in welchen bis zum 1. Juni sämmtliche Gewehre deponirt werden sollen, und es haben die Gemeinden die Mitverantwortung für die sichere Unterbringung und Bewahrung der Gewehre zu tragen." Selbst die „Wcdrzeitung" begleitet diesen Befehl mit folgendem Warnungsruf: „Man möge eS sich in Wien und Pesth wohl überlegen , bevor man auf dem jetzt eingeschlagenen Wege auch nur einen einzigen Schritt weiter vorwärts macht. Die Pläne, die man jetzt Huben und drüben mit der Militärgrenze zu verfolgen scheint, sind gleich gefährlich. ES könnte geschehen, daß sich beide Theile verrechnen und daß man die Grenze gegen ihren Willen schließlich in eine Bahn treibt, die ihren Endpunkt außerhalb der österreichisch-ungarischen Grenzen hat." Es wurde bereits gemeldet, daß die nach Nom gerichtete Note des Grafen Daru nicht von sämmt- lichen katholischen Regierungen unterstützt worden sei; das belgische Cabinet sei aus der von Anfang an beobachteten Zurückhaltung nicht herausgetreten, was äohl aus dem Wunsche zu erklären sei keinen Stoff zu bieten, aus dem ein Kirchenstaat in diesem Lande Nahrung ziehen könne. Hieran knüpft nun die Brüsseler „Independance" folgende anscheinend offiziöse Erklärung: „Um die Zurückhaltung Belgiens in den Angelegenheiten des ökumenischen Concils zu erklären, braucht man nicht zu untersuchen, ob seine Regierung es für nöthig hält, jede religiöse Polemik zu vermeiden. Wenn sie sich nicht mit diesen Angelegenheiten beschäftigt, so geschieht das einfach, weil sie sich nicht damit zu beschäftigen braucht. — Die belgische Regierung ist nicht dc-s Cabinet eines katholischen Hofes; sie ist eben die belgische Regierung, d. h. die Regierung eines konstitutionellen, unabhängigen, neutralen Staates ohne Staatsreligion. Der Grundsatz der Trennung der Kirchen vom Staate ist in der Verfassung niedergel gt. Daher ist Belgien ziemlich unbekümmert um die Ansicht, welche über die Frage der päpstlichen Unfehlbarkeit die Bischöfe haben, die Belgien im Vatikan zu vertreten behaupten, während sie in Wirklichkeit dort nur den Papst vertreten, der sie auf eigene Hand ernannt und eingeführt hat, ohne jede Einmischung unserer Regierung. Mögen sie sich für die Unfehlbarkeit oder gegen dieselbe, oder nur gegen ihre Zeitgemäßheit aussprechen, das kümmert uns wenig. Sollte die Unfehlbarkeit des römischen Pontis x vom Concil erklärt werden, und die belgischen Bischöfe daraus den Anspruch schöpfen, sich in Dinge zu mischen, die sie nichts angehen, so wird die Nation ihren Eingriffen zu begegnen wissen und sie auf die religiösen Angelegenheiten ihrer respektivcn Diözesen verweisen. Der Vicekönig von Egypten hat, mit der ausdrücklichen Erklärung, daß er seine ganze Zuversicht auf das Wohlwollen und die Gnade des Sultans setze, in Konstantinopel osficiell um die Erlaubniß nachgesucht, demselben im Monat Juli persönlich die Versicherung feiner Treue und Ergebenheit zu Füßen legen zu dürfen. 7. Juni. Ueber die Wahlvorbereitungen der Conservativcn schreibt die „Zeidler'sche Correspondenz": Wie man uns mittheilt, sind die Berathungen im Schooße der conservativen Partei wegen Ausstellung eines Programms für die bevorstehenden Neuwahlen noch nicht zu einem definitiven Abschlüsse gelangt, doch hat man sich bereits über die Hauptgrundsätze verständigt. Festhaltung an der bewährten Heeresorganisation, energische Vertretung der nationalen Politik, Geltendmachung der reellen Interessen des Grundbesitzes und der Landwirthschast, und Reform unseres Steuersystemes sind die wesentlichen Grundsätze, um deren Ausführung im Detail es sich handeln wird; wobei es sich von selbst versteht, daß bei den Wahlen für den preußischen Landtag noch die Fragen wegen des Verhält» sses von Kirche und Staat, von Kreisord- N"ng uni? Schule in ihre Rechte treten werden. Unsererseits legen wir einen besonderen Werth auf die Reform unseres Steuersystemes, da diese uns als die unerläßliche Vorbedingung aller sonstigen Reformen erscheint und dieselbe überdies einen wesentlichen Theil der Interessen des Grundbesitzes bildet. Die Interessen des Grundbesitzes ober werden voraussichtlich bei den nächsten Wahlen wenigstens auf dem platten Lande eine hervorragende Rolle spielen, und darf man sich wohl der Hoffnung hingeben, daß Die Regierung in ihrem eigiNen wohlverstandenen Jnteriffe jene Bestrebungen nicht ununterstützt lassen wird. Der Ausschuß des DundesratheS für Handel und Verkehr bat sich in seiner am Mittwoch ftattgefundenen Sitzung auch mit der Enquete über das Münz- weien beschäftigt und beschloss n, beim Bundesrathe folgende Anträge zu stellen: 1) den Ausschuß für Hand.l und Verkehr zur Anstellung der Enquete über die bei der Ordnung des Münzwesens in Betracht kommenden Verhältnisse durch Hessen, Braunschweig und Lübeck zu verstärken. (Der Ausschuß besteht jetzt aus Preußen, Sachsen und Hamburg-Bremen); 2) die einzelnen Bundesregierungen zu ersuchen, daß sie in möglichst kurzer Frist dem Bundeskanzler diejenigen Personen bezeichnen, welche sie für vorzugsweise geeignet erachten, über die hier in Betracht kommenden Verhältnisse Auskunft zu ertheilen und solche zu veranlassen, auf eine von dem Ausschüsse an sie ergehende Aufforderung gegen Vergütung der Reisekosten und Gewährung von Tagegeldern sich Behufs ihrer Befragung nach Berlin zu begeben; 3) den verstärkten Ausschuß zu ermächtigen, die von den Bundesregierungen bezeichneten Personen zu ihrer Vernehmung unter Mittheilunq derjenigen Punkte einzuladen, auf welche diese Vernehmung zu richten sein würde; 4) den Ausschuß zu ermächtigen, außer den von den R gierung^n benannten Personen auch noch solche anzuhören, deren Vermhmung im Lause der Enquete sich als wünschenswerth Herausstellen möchte. Der Ausschuß hat den Anträgen eine Zusammenstellung von Fragen und Erwägungen beigefügt, welche bei Vornahme der Enquete in Betracht zu ziehen fein dürften. Als angebliche telegraphische Nachricht von Paris, 3 Juni, läßt sich die „N. Fr. Pr." melden: „Die wiederholten Begegnungen der Monarchen von Rußland und Preußen machen hier großes Aufsehen. Aus offenbar informirten Kreisen verlautet die Version, daß in Berlin und Ems die Politik Oesterreichs in Angelegenheit seiner polnischen Untirthanen Gegenstand intimer Besprechungen gewesen sei.' Die Prager „Politik" versichert, eine in der sächsischen Festung Königstein garnisonirende preußische Compagnie habe in voller Marschadjustieung auf einem UebungSmarsche die böhmische Grenze am 31. Mai überschritten, in Herrnskretschen vor dem „Herren- Hanse" Exereiiien gemacht und sei hernach auf dem Dampfsch ffe zurückgefahren. Der „N. Fr. Pr." wird von einem ihrer Florentiner Correspondenten geschrieben: „In den italienischen Regierungskreisen — meldet derselbe — gebe man sich der Hoffnung hin, daß, ehe zwei Monate um sind, Rom — die Hauptstadt des Königreichs Italien fein wird. Die Nachricht der „Agcnce Havas", daß die französische Negierung voran denke, noch der Prcclamirung der Unsthiboikeit ihre Truppen aus dem Kirchenstaate zurückzuziehen, fei eine wohlbegründete (nebenher gejagt, ist diese Nachricht von offi- cieller Seite in Paris nicht in Abrede gestellt worden); in Frankreichs Absicht könne es aber nicht liegen, die Ewige Stadt den Republikanern preiszugeben. Vielmehr seien bereits Verhandlungen mit dem Florentiner Cabinete im Zuge, die aus nichts Geringeres hinauelausen, als daß der Kaiser der Franzosen, um das italienische Königthum gegen daö Andringen der republikanischen Fluth neu zu stärken und es in den Augen der Nation zu heben, seine — wenn auch nicht ausdrückliche, so doch stillschweigende — Zustimmung dazu gibt, daß unmittelbar nach dem Abmarsche der Franzosen königlich italienische Truppen den Kirchenstaat besetzen. Und es sei alle Aussicht vorhanden, daß Napoleon 111. — sintemal er nach dem Pieb.scit auf den ClervS nicht mehr so angewiesen ist wie früher — so wie im Jahre 1860 zu den italienischen Generalen sagen werde: „Falles, mais faites vite.“ Bremen, 6. Juni. Heute Nachmittag brach auf dem König sä'cn Holzlager in der Grunstraße ein F.uer auS, welches, die Häichenst.aße überspring.nd, sich nach Wellen fortpflanzte. Mehr.re Häuser, darunter auch Packbäuier, find niedergebrannt. Ab.ndö halb neun Uhr war das Feuer noch nicht gelöscht. Italien. Florenz, 1. Juni. In Palermo kam kS jl! einem großen Straß.nscandal, bei welchem mit Schuß- und anveren Waffen zwischen Volk einerseits und Land- und (get. soldaten andererseits gekämpft und Biele verwundet wurde«. Aus dem Tessin brawen Freischaaren, vorwiegend aus Militär I fluchtigen besiebend, in das Mailändische ein, entwaffneten bu Zollwache in Porlezza und zogen gegen Menaggio. Ein Ba tarllon Infanterie und eine Escadron Lancier« ist gegen b|(; selben abgegangen. Rom, 4. Juni. In der gestrigen Sitzung des Concils I wurde, in Folge eines von mehr als hundert Bischöfen geflelltrri i Antrages, der Schluß der Generaldebatte über die Unfehlbar I kcitsfrage beschlossen. lDer „A. Z." telegraphirt man hierüber aus Rom vom selben Tage: „Nachdem in der heutigen (fon. cilssitzung Maret, Bischof von Eura i. p , vom Cardinal Bilio schmählich unterbrochen worden war, wurde die General debatte gewaltsam geschlossen und übte 40 Rednern das Won entzogen.") Türkei. Konstantinopel, 3. Juni. Der Abfall dkl armen-ich - katholischen Kirche vom Heiligen Stuhle ist definitiv. Auch die Maroniten. Sprier, die griechischen Melchiten und Kopten wollen sich von Rom trennen. — Die türkisch-persische Streitfrage ist zu beiderseitiger Zufriedenheit geschlichtet. - Der Vicekönig von Egypten kommt gewiß nicht nach Konstantinopel , bloS sein ältester Sohn. Konstantinopel, 6. Juni. Gestern Nachmittag 1 Uhr brach bei starkem Winde eine reißend umfichgreifende Feuer«, brunst auS. Das brittische Gesandtschaftshotel, die Consulatr Amerikas, Portugals, das Theater Nasun, mehrere Kircten, mehrere Tausend Häuser, die reichsten Magazine sind vernichtet. Mehrere Todte und Verwundete. Die Flammen züngeln noch jetzt. Der Schaden ist unberechenbar. Rumänien. Bucha re st, 3. Juni. Die Regierung sandte, nachdem sie von dem Judencrawall in Botuschan benachrichtig worden war, sogleich Truppen dahin ab. Die Ruhe ist wiedrr bergestellt. Ein Danktelegramm der Votuschaner Israeliten ist an die Regierung eingelangt. Die Ercesse sollen nicht den gemeldeten Umfang haben, sondern mit den Wahlumtrieben zusammenbängen. Amerika. Washington, 2. Juni. Die Staatsschuld betrug am 1. Juni 2645 Mill. Doll., hat sich mithin seit 1 Mai um 141/.J Mill, verringert. Der Baarbestand des Etaatt- ichatzeö betrug 106% Mill., das Papiergeld 141/4 Mill. Doll. Vermischtes. Cassel, 2. Juni. Die gestern erfolgte Eröffnung drr Allgemeinen Industrie-Ausstellung für das Gefammtgebiet bei Hauswesens war ein hoher Festtag für unsere Stadt. Viele Häuser hatten geflaggt, zahlreiche Fremden belebten die Straßen, überall zeigte sich frobcg Leben. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung erfolgte Mittags 12 Uhr in der prachtvoll geschmückten Rotunde des von blühenden Kastanienalleen einge- schlosseneu AuSstellungSgebäudeS unter Theilnahme der Spitzen der Militär- und Civilbehördrn. Nachdem die ManSfeldt. sche Capelle die Jubclouverture von Weber trefflich vorgetra. gen, hielt Fabrikant Ke erl ..welcher das Unternehmen anregte und trefflich leitete, die Festrede. Mit kurzen herzlichen Worten hieß ec die Versammlung willkommen, schilderte wie das Unternehmen entstanden, wie man die Idee einer „Ausstellung für'i HauS" überall mit Freuden begrüßt und gefördert habe, so daß nun, das Werk schlichter Privatleute, lediglich aus der eigenen Kraft emporgewachsen, prunklos, aber darum doch fruchtbringend dastehe und hoffentlich würdig befunden werde, den vsr- auSgegangenen Ausstellungen zur Seite zu stehen. Der Festrede folgte ein für diesen Zweck componirter Festmarsch, unter dessen Klängen die Versammelten einen Rundgang durch die weit» Räume antraten. Um 3 Uhr begann daS Diner im Orangeritschlosse, an weichem 400 Personen Theil nahmen, Aussteller und Vertreter auS ollen Theilen Deutschlands, aus Norwegen, England rc. Der vom Vorstand erwählte Wirth, Herr Behlendorf aus Leipzig, hatte eine treffliche Küche und ebenso treffliche Weine und Bedienung geliefert. Am Abend vereinigte die tüchtige Capelle von ManSfeldt fast alle Gäste wiedcr. AßmannShausen, 27. Mai. Gestern Vormittag wurde hier eine Gesellschaft aus Mainz per Grira-Dampfboot erwartet. Der Hausknecht des Hotels „Anker" wollte dieselbe mit Böller, schüssen begrüßen- aber schon bet einer des Morgens angestelltev Probe zersprang einer der Böller, und dec mit mehreren Knaben in einer Entfernung von circa 30 Schritten stehende 13jährige Sohn des Hütelbesitzers, Herrn Jung, wurde so am Knie tinfc Unterleibe getroffen. daß derselbe augenblicklich todt auf dew Platze blieb. Das Knie ist total zerschmettert. Der Kneckt, welcher den Schuß abfeuerte, soll nur leicht an der Hand vorletzt sein und hat in dec ersten Verwirrung das Weite gesucht. Säckingen, 30. Mak. Gestern Nachmittag fuhr in d-w benachbarten Murg die von der Beförderung eines Ertragüter- zugeS leer zurückkehrende Maschine „Katzenbuckel", Führer Bir- feltn , mit solcher Heftigkeit auf den Personenzug , daß 3 Wagen zertrümmert, 1 Person getödtet und 13 weitere schwer verwundet wurden. Der betreffende Führer wurde sofort verhaftet Die Professoren Schinzinger und Hecker sind alsbald zur Behandlung der Verunglückten aus Freiburg hier eingetroffen. Pr. Stargardt, 19. Mai. Von hier wird Folgendes geschrieben: Gestern fuhren der Oberföistec aus Pelplin, der Unterförster auö Kochanken und der hiesige Gastwirth <5ober auf einem Waaen in dem Kochanker Forst umher. Da bemerkten sie einen weiblichen Körper liegen, stiegen ab und fanden ein Frauenzimmer, welches dem Tode nabe war, und zwar nicht allein vor Blutverlust, sondern auch vor Hunger, denn sie hatte Moos zu essen versucht und lag in dem Zustande anscheinend drei Tage. Das WaldmooS < auö ihrer Umgebung war auSqe- riffen und von ihr zur Kühlung der Wunden benutzt. Man batte ihr nämlich den Unt-rleib aufgeschlitzt und ihr mehrer« Messerstiche beigebracht. Von einer nicht weit davon weidenden Viehheerde wurde schleunigst Milch geholt, die man ihr einzw flößen versuchte. Sodann holte der Förster auS Kochanken sein Fuhrwerk, man lud die Unglückliche auf und brachte sie nach dem hiesigen Lazaretb. Noch lebt sie, ist aber sprachlos — birtfc daS Work „drei" soll sie auSac-sprochen haben, waS vielleicht auf die Tbäter deuten soll. Man fand sie in der Mitte zwischen Försterei Kochankenberg und Waldbaus EpengowSken. Redaction, Druck und Verlag her Brühl'scben Uuio-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.