Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. I- 45 '■ 12 1.24 3. _ 2.48 2. 36 Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. 2- 20 „ Nr. 174. Donnerstag den 8. December 1870. iel. ger klssor- lifmann mit mein l istadt. Besatz, in men.) iS- 2 unb fi. 24 Lmmet zu or Beer, t a. M. >on Marmor ri^reck- er für Cbrist- elm Orbig, kuenbäuen. )tt Naffinade, il unb andere le der Herren , rmiebien ick Söbne^ während frisch, Sardellen nnd Ae, Mfiebtt äaWorftraße. t ivünicht ''bei der W&. ,r? Jna können iinb^L unter Präclusivtermins nicht in der Lage war, --gedrohten Bruch zu vollziehen, der Stadt. — rung Neve ÄS T„. -.wa Ew. H°h. das St. Gt°rg°nkr,uz 3. Masse ».rU.hm dessen Jnssgni. hierbei dabin lautet- „Nach dem Beitritt Süddeutschlands zum Norddeutschen Bunde erfolgt. Indem tch Sie bitte, dasselbe als einen -beweis meiner hohen Werth- haben die Ew. Mas. übertragenen Prässdialrechte ihre Bestätigung gefunden und jchatzung von mir anzunehmen, erneuere ich die Versicherung der unveränderlichen bab. ick mich zu deren Bereinigung in einer Hand bereit erklärt, in dem Wer- Anhänglichkeit, mit welcher ich den Ew k. Hab.! Me.ne« theuren Ohe,ms - 9 . ... zn-c- h-kaw-ct,« aaa <>nfft\rfm 10. Dctober i870. auter Nesse Alexander. Zarskoje Sselo, 10. October 1870. guter Neffe Alexander." Heber die Schlacht bei Amiens berichtet der dortige Specialcorrespondent der „Daily News" unterm 27. November: „Der Kampf begann heute um unge- ähr 11 Uhr Morgens und dauerte bis gegen 6 Uhr Abends. Er war im Ganzen eine Artillerieaffaire und dehnte sich von Gentellcs, Boves, Dury nach Sains aus. Auf dem südwestlichen Flügel begann bei Le Petit St. Jean ein hitziges Gefecht. Der Bogenschnitt des Kreises, welcher den Kampfplatz bildete, mochte etwa 10 Meilen im Umfang haben, und das Terrain war hügelig. Die Franzosen wagten sich nicht weit aus ihrem verschanzten Lager heraus und der einzige Bayonettangriff fand in Boves statt. Die Theerjacken fochten wie die Löwen und erwiesen sich als vortreffliche Artilleristen. Das Dorf Dury wurde von den Franzosen beschossen, in Folge dessen ein Schloß niederbrannte. Die Linientruppen nahmen wie gewöhnlich zuerst Reißaus. Die Landstraße war mit Ein neuerer Bericht aus Shanghai, vom 4. Oktober, schließt mit der beruhigenden Mittheilung, daß sich die politische Situation wesentlich gebessert habe und die fremden Vertreter in Peking den Entschluß, vor Schluß der Paiho- Schifffahrt nach Shanghai zu übersiedeln, aufgegeben haben. Graf v. Rochechouart zog, Post für Post vergeblich auf Instructionen aus Paris wartend, die Verhandlungen mit dem Tsung-li-yamen hin. Nachdem er in Tientsin die Ueberzeugung gewonnen hatte, zwar nicht, daß der von der öffentlichen Meinung zumeist ange- klagte Gouverneur Chung-Horn, wohl aber drei andere Mandarinen, darunter der General Tsenkwo-jui, als mitschuldig an dem Blutbade vom 21. Juni anzusehen seien, machte er die Hinrichtung dieser drei Mandarinen zur Vorbedingung jeder Verständigung und stellte schließlich in diesem Sinne ein Ultimatum mit dem Prä- clusivtermin bis 21. August. Die chinesische Regierung erklärte ihre entschiedenste Weigerung und Graf Rochechouart bewilligte, da er auch nach dem Ablaufe des Sr. Maj. des Kaisers an den Prinzen lautet: „Mein theurer Oheim! Die militärischen Operationen, welche einen erneuten Glanz über die glorreichen Annalen der tapferen preußischen Armee verbreitet haben, gaben auch Ew. k. Hoh. Gelegenheit, die Sie auszeichnenden militärischen Eigenschaften zu entwickeln. Zum Beweise, wie sehr ich diese schätze, habe ich — nach Tientsin begeben müssen, um dort dem Untersuchungsrichter ad hoc ju-ptyiu. worr.j 7. December. Die Pariser scheinen an den Lektionen vom 30. November und 2. December noch nicht genug zu haben, sie verstärken ihre Truppen vor Vincennes und scheinen demnach noch einmal einen Angriff auf die so rühmlich behaupteten Stellungen der deutschen Truppen zwischen Brie und Champigny unternehmen zu wollen. An einen Erfolg eines solchen neuen Versuches ist aber gewiß um so weniger zu denken, als man im deutschen Lager die Absichten des Feindes durchschauen kann und es demzufolge an dem geeigneten Empfang nicht fehlen lassen wird. Inzwischen werden von französischer Seite über die Vorgänge in den letzten November- und den ersten Decembertagen fortwährend die absurdesten Lügen verbreitet. Es scheint ein förmlicher Wettkampf eröffnet zu sein, wer am unverschämtesten lügen könne. Es liegt in den belgischen und österreichischen Journalen eine Reihe von Depeschen aus Tours vom 2. Dec. vor, die sich wie ein ununterbrochener Siegeshymnus lesen und als würdiger Schlußeffect mit einer Liste von Auszeichnungen endigen, die Herr Gambetta für Auszeichnungen in jenen sieg- reichen Kämpfen zu verleihen geruhte. General Ducrot ist noch nicht darunter, aber diesem hat General Aurelles de Paladine die Genugthuung zu Theil werden lassen, in einem Tagesbefehl an die Loirearmee zu erklären, daß die Pariser Armee unter General Ducrot die feindlichen Linien durchbrochen habe. Zur Revanche wird General Ducrot seinerseits wieder den General Aurelles de Paladine als Sieger bei Beaune la Rolande unv bei Artenay proclamircn lassen. Gambetta war drei Tage in Le Mans und hat diese Gelegenheit benutzt, um durch eine vom 24. November datirte Proklamation den Soldaten Muth zu machen: „Ihr habt energische, ergebene und so weise wie unerschrockene Führer an eurer Spitze!" ruft er ihnen zu. „Ihr steht euren Waffenbrüdern von der Loirearmee nicht nach und ihr vertheidigt an der Sarthe eine eben so wichtige Stellung, als es die Ufer der Loire sind. Ihr wirkt endlich mit zu der rühm- reichen Bewegung Frankreichs nach der Hauptstadt, ihr werdet nicht länger Boden verlieren wollen, denn jeder Fuß Boden, den ihr aufgebt, ist ein Tag schrecklicher Angst mehr, den ihr den Belagerten auferlegt. Leistet euch daher einander den Schwur, wie eure Väter, nicht zurückzuweichen unv alle in gleichem schritt zu Frankreichs Befreiung zu marschiren, damit von euch wie von euren Ahnen gefugt werde: Sie haben sich um das Vaterland und die Republik verdient gemacht. Es lebe Frankreich! Es lebe die eine und unteilbare Republik!" Das Lager von Conlie, fünf Wegstunden von Le Mans, an der Westbahn, liegt auf einem Hügel, auf dem 100,000 Mann Platz finden; auf dem höchsten Punkte ist in einer Meierei das Hauptquartier. Am 22. November, wo Gambetta eintraf, wurden die ersten Waffen vertheilt. In der sechsten Reichstagssitzung am 5. December beantwortete Präsident Delbrück eine Interpellation des Abgeordneten vr. Friedenthal, ob thatsächliche Verhältnisse vorlägen, welche die baldige Herstellung des deutschen Reiches erwarten ließen dahin: „3cb nehme keinen Anstand, auf diese Frage ^u antworten. Se. k. Hob. der Prinz Luitpold von Bayern hat vorgestern ein Schreiben Sr. Maj. . CCCt I n 1'1 V - r.U t e (To v» Kriegsnachrichten. Se. k. Hoh. Prinz Albrecht von Preußen, welcher bereits die 4. Klaffe des St. GeorgenordenS für seine Führung einer Expedition am Flusse Pschecha im Kaukasus besaß, hat, wie die „Spen. Z." berichtet, am 10. October die 3. Klasse dieses höchsten russischen Militärordens erhalten. Das eigenhändige Schreiben Frist um Frist und suchte mündlich und schriftlich den peremtorischen Charakter feiner ursprünglichen Forderung zu mildern. Bis zum 21. Oktober wollte die chinesische Regierung ihre definitive Erklärung abgeben. Gras Rochechouart hatte inzwischen die so ungünstigen Kriegsereignisse in Frankreich erfahren und war, um neuen Complicationen auszuweichen, entschlossen, unter den bestmöglichen Bedingungen zu einer friedlichen Verständigung die Hand zu bieten, ohne weiter auf Instructionen zu warten. Prinz Kung und seine Partei, deren Stellung durch den Einfluß der fremden feindlichen Partei mit dem sogenannten siebenten Prinzen an der Spitze bedroht war, scheinen sich wieder fester zu fühlen. Gras Rochechouart wird von den Gesandten Belgiens und Spaniens, in neuerer Zeit am eifrigsten von dem Charge d’affaires Wade und dem Generalinspector der Seezölle R. Hart unterstützt. Auch der amerikanische Gesandte Low hat sich seinem Standpunkte genähert. Dagegen beobachtet trer russische Gesandte von Butzow die größte Zurückhaltung. Der norddeutsche Gesandte unb Senior des diplomatischen Corps v. Rehsuß hat sich die äußerste Reserve auferlegt. General Tsengkwo-jui hat sich — ein günstiges Zeichen für die nachgiebigen Dispositionen der Regie- M M V V l VV 1 M/ ö -- — v v f trauen daß dadurch den Gefammtinteressen des deutschen Vaterlandes entsprochen wird. ' Ich habe mich deshalb an die deutschen Fürsten gewendet, gemeinschaftlich mit mir bei Ew- Majestät in Anregung zu bringen, daß die Ausübung der Rechte unter dem Titel des deutschen Kaisers geschehe." (Lebh. Beifall.) Ich kann binzufüaen, so erklärt Präs. Delbrück, daß die in Versailles anwesenden Fürsten ihre Zustimmung ausgesprochen haben und die Zustimmung der übrigen Fürsten und freien Städte ist zu erwarten." Unmittelbar nach der Annahme der Bundesverträge im Reichstage sollen ssch die deutschen Fürsten unter Führung des Königs von Bayern nach Versailles beaeben um dem Könige Wilhelm den deutschen Kaisertitel anzutragen. Nach einer Korrespondenz des „Daily Telegraph" wird der vom Könige anzunehmende Titel wahrscheinlich nicht „Kaiser von Deutschland," sondern „Kaiser von Preu- ßen und Schirmherr von Deutschland" sein, so daß jeder Schatten von Besorg- niß entfernt wirb und Preußen als solches nicht verschwindet. ” Auf Schloß Windsor haben die Vorbereitungen für die Vermahlung der PrinreMii Louise mit dem Marquis os Lome, ältestem Sohne des Herzogs von Aravll r.:dcbe wahrscheinlich Anfangs Februar nächsten Jahres Statt finden wird, bereits'beaonnen. Die feierliche Ceremonie wird in der St. George's-Capelle des Schlosses Statt finden, der nämlichen, in welcher die Trauung des Prinzen und der Brinrefsin von Wales vollzogen wurde. — Die Mehrzahl der CabinetSmit- alieder hüben die Hauptstadt verlassen, um erst noch Weihnachten zurückzukommen. Gladstone geht in diesen Tagen nach seinem Landsitze Schloß Hawarden tn cremt bire, der Conseil-Präsident Earl de Grey und Ripon ist bereits nach Norton Park und Der Colonial - Minister Earl os Kimberley nach seiner Besitzung Kim- berlev Hall in Norfolk abgereist. Der Marine - Minister Childers hat sich nach Cautllv Park in Iorkfhire begeben, während der Minister des Innern eine Reihe von Besuchen angetreten hat. KriegS-Minister Cardwell ist nach Godalming in Surrey und Der General - Postmeister Marquis of Hartington nach ChatSworth in Derbyshire gegangen. Vorerst bleiben demnach nur Granville, der Herzog von Argyll, Der ArmenamtS-Präsident Göschen unD Der Unterrichts-Minister Forster in ihren Chassepots wie besäet." Aus Lothringen, 29. Nov. Die beiDen kleinen Bergfestungen Pfalzburg und Bitsch, im deutschen Theile Lothringens gelegen, sind bekanntlich noch immer in französischem Besitz, und wurden von unfern Truppen bisher nur cernirt und niemals ordentlich belagert oder kräftig beschossen. Da durch die Einnahme von Metz, Verdun und Thionville jetzt sehr viel schweres gezogenes preußisches Belagerungsgeschütz, welches bekanntlich mit unübertrefflicher Sicherheit aus der weitesten Entfernung schießt, disponibel geworden ist, so soll nunmehr aus Der- sailles der Befehl gekommen sein, mit der Beschießung auch dieser beiden kleinen Festungen baldigst zu beginnen, und zu diesem Zweck preußische schwere Geschütze anzuwenden. Grade bei einem etwaigen hoffentlich recht baldigen Friedensschluß ist es von Wichtigkeit, daß wir schon im Besitz dieser beiden für immer mit Deutschland zu vereinigenden Festungen sind, und Die Franzosen nicht erst nöthig haben, uns solche abzutreten, wogegen sich ihre Nationaleitelkeit sehr sträuben mürbe. Wenn man nur ernsthaft will unD gute Geschütze anmenDet, können weder Bitsch noch Pfalzburg sich lange Zeit vertheidigen. Aus Der Präfectur des Meurthe-Departements ist am 29. v. M. folgendes Schreiben an Den Maire von Nancy gerichtet worden: „Ich habe die Ehre, Sie zu benachrichtigen, daß auf Befehl Sr. Mas. des König- da- auf die drei Arron- diffement- Nancy, Toul und Luneville beschränkte Departement der Meurthe mit einer (Kontribution von 750,000 Franken belegt worben, zur Deckung der Der» luste, welche den Deutschen durch ihre Ausweisung vom französischen Gebiet und durch die Wegnahme von Schiffen durch die französische Flotte entstanden sind." Telegraphische Depeschen. + Wiesbaden, 6. Dec. Telegramm des Prinzen Karl an die Prinzessin Karl in Wiesbaden. Versailles, 6. Dee. Nachträgliches über Fritz Karl'S Sieg bei Orleans: *1*1 Geschütze, Unzahl Militär Equipagen, 4 armirte Dampfschiffe genommen. 10,000 Gefangene. Loire Armee nach allen Richtungen versprengt. + Schwerin, 6. Dec. Die Großherzogin-Mutter empfing von dem Könige von Preußen (ihrem Bruder) folgendes Telegramm: Dersailes, 5. Dec., Abends. Dein Sohn hat in drei Tagen drei Siege erfochten; am 2. d. bei 23a* zoches, wo er 12 Kanonen genommen, am 3. d. bei Chevilly, wo er 3 Kanonen genommen und am 4. d. nördlich und westlich von Orleans, wo Treskow drei Dörfer stürmte, 22 Geschütze nahm und 5000 Gefangene machte. Am 3. und 4. December fochten gleichzeitig des Großherzogs und Friedrich Karl's Armee am und im Walde von Orleans. Manstein stürmte gestern Abend die Vorstadt St. Jean, besetzte Nachts noch die Stadt. Verluste nicht übermäßig. Hier hatten wir vor Vincennes drei sehr blutige Gefechte mit abwechselndem Nehmen und Verlieren von Dörfern, bis der Feind gestern unangegriffen völlig abzog, nach großen Verlusten bei uns, namentlich des 2. Corps und der Württemberger, die heloenmüthig kämpften und viel verloren. Die Sachsen hatten geringere Verluste. Der beabsichtigte Durchbruch nach Orleans ist vollständig vereitelt. + Die regierende Großherzogin empfing vom Großherzog folgende Depeschen: 1) Orleans, 5. Dec. Gestern Vormittag gegen Orleans bis Chevilly nur leichte Gefechte. An 300 Gefangene, 1 General, 7 Geschütze, 1 Mitrailleuse. Unser Verlust bedeutend, namentlich mecklenburgische Truppen. 2) Orleans, 5. Dec. Gestern Nacht 12 Uhr nach mehrfachen glücklichen Gefechten hier ein- gerückt. Andere Armeekorps erst heute. 18 Geschütze, 4000 Gefangene genommen. Schöne Cavalleriegefechte. Morgen weiter. 4- Stuttgart, 5. Dec. General v. Obernitz meldet telegraphisch an das Kriegsministerium.- Die Verluste der württembergischen Division am 30. Nov., 2. und 3. Dec. stellen sich wie folgt: todt 13 Offiziere, 268 Unteroffiziere und Mannschaften. Verwundet 47 Offiziere, 1345 Unteroffiziere und Mannschaften. Vermißt 1 Offizier, 354 Unteroffiziere und Mannschaften, in Summa 61 Offiziere, 1967 Unteroffiziere und Mannschaften. Der Verlust an Pferden beträgt 148. Seitens der württembergischen Truppen wurden 1400 Gefangene gemacht, darunter 34 Offiziere. ch Stuttgart, 6. Dec. Der „Staatsanzeiger" meldet: „Der König stimmt dem Vorschläge des Königs von Bayern zu, gemeinschaftlich mit den deutschen Fürsten bei dem Könige von Preußen anzuregen, daß mit der Führung des Bundespräsidiums der Kaisertitel verbunden werde. Heute ist der Adjutant des Kö- nias, £Dberft,*,n,*‘’w, um mitu» *pwuvfi5r<’i6f>n b«* VerfallleS abgegangen. + Stuttgart, 5. Dec. Ein Telegramm des „Staatsanzeigers" aus Berlin vom 4. December meldet: Der bayerische Minister Lutz ist hier eingetroffen, um gemeinschaftlich mit dem Bevollmächtigten des norddeutschen Bundes den Beitritt Württembergs, Badens und Hessens zum Vertrage mit Bayern zu vermitteln. Am Sonntag Mittags 1 Uhr findet die diesfallsige Conferenz im Bundeskanzleramt statt. Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht die Antwort des Königs auf die Adresse der städtischen (Kollegien. Dieselbe sagt der Hauptsache nach: Wie bisher werde der König es auch ferner für die höchste Aufgabe betrachten, die Würde und das Ansehen Deutschlands in Gemeinschaft mit seinen Bundesgenossen zu wahren und für die gedeihliche Entwickelung seines geliebten Württemberg« zu sorgen. Berlin, 5. Dec. Die „Kreuzztg." hört, daß die Einberufung des Landtags zu einer kurzen Session für den 12. d. M. in Aussicht genommen ist. Berlin, 5. Dec. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Heute aus Paris eingetroffene militärische Nachrichten drücken Bewunderung aus über den Heldenmuth, welchen die Württemberger gemeinschaftlich mit ihren Waffenbrüdern aus Pommern und dem Königreich Sachsen bei den französischen Ausfällen am 30. Nov. und 2. Dec. bewiesen haben, indem sie sich 80,000 Franzosen entgegenwarfen und sie auf's Haupt schlugen. — Die „Börsenztg." meldet: Das Consortium zahlte am Sonnabend das erste Drittel auf die übernommenen 34 Millionen des neuen Bundesanlehens ein; zugleich erklärte sich das (Konsortium zur Uebernahme von weiteren 17 Millionen bereit. + Tours, 5. Dec. Die hiesige Negierung verbreitet folgende Nachricht: In der Nacht vom 3. zum 4. Dec. erklärte General Aurelles für nöthig, Orleans zu räumen und den Rückzug auf das linke Loire-Ufer anzutreten. Die Negierung war der Ansicht, Orleans zu halten, da aber General Aurelles bei der Nothwendigkeit des Rückzuges verblieb und versicherte, die Truppen würden nicht Stand halten, ließ man ihm volle Freiheit der Action. Am 4. d. M. tele- graphirte General Aurelles, er habe feine Ansicht geändert, er wolle in Orleans Widerstand leisten. Der Kriegsminister fuhr nach Orleans ab, doch mußte der Zug bei La Chapelle halten, da preußische Cavallerie auf den Zug schoß. Der Minister kehrte 3 Uhr Morgens nach TourS zurück, wo er eine Depesche Pallier's fand, welcher mittheilte, daß der Feind die Räumung von Orleans verlangt habe, widrigenfalls die Stadt beschossen würde. Pallier gestand NamcnS Aurelles zu, daß Orleans geräumt werde. Um Mitternacht war die Stadt von den Preußen besetzt. Von Aurelles sind der Negierung keine weiteren Nachrichten zugegangen. £ Brüssel, 6. Dec. Ein mit dem Luftballon hieher gelangter Pariser Brief meldet, daß die Anhänger BlanquiS eine Demonstration der Frauen vorbereiten für den Augenblick, wo die HungerSnoth sich fühlbar machen wird. — Eine An- $abl französiichkr Nationalgarbe aus dem Departement du Nord bat sich auf belgisches Gebiet geflüchtet. △ Brüssel, 6. Dec. Die neuesten Depeschen aus Tours melden, daß dort dte größte Rathlosigkeit herrsche. Die Generale der Westarmee und General d'Aurelles de Palatines gestehen zu, daß Orleans ohne Schwertstreich besetzt wurde. Die Volksstimmung schwankt aus einem Extrem in’« andere. Brüssel, 6. Dec. Ballondepeschen aus Paris vorn 4. d. bestätigen völlig die letzten Angaben aus Versailles und zeichnen sich nur in gewohnter Weise durch Uebertretbungen aus, indem sie die deutschen Verluste auf 20,000 Mann angeben. 4- Bern, 6. Dec. Ein Telegramm des „Bund" aus Pruntrut vom 5. December meldet ein siegreiches Gefecht der Preußen mit Franktireurs bei Mont- beliard. — Delle ist abermals von den Preußen besetzt. Bei Belfort ist lebhafte Kanonade. △ Lille, 6. Dee. Proklamationen des RegierungScommiffärS Testelin und des neuen (Kommandanten der Nordarmee, Faidherbe, beklagen die erwiesene Unfähigkeit der bisherigen Offiziere der Mobilgarde, namentlich in Amiens, und ordnen die Wahl der Offiziere durch die Truppen an. Bezüglich der wachsenden Diöciplinlosigkeit unter den Truppen verfügen sie gleichzeitig, daß im Wiederholungsfälle die Truppen Marschbefehl zum Vorrücken gegen den Feind erhalten würden. ch Florenz, 4. Dec. Bei Entgegennahme der spanischen Krone hielt der Herzog von Aosta an die Mitglieder der (Korted - Deputation eine Ansprache, in welcher er sagte: „Treu den (Überlieferungen seiner Ahnen, verkenne er nicht die Schwierigkeiten feiner neuen Stellung und seine Verantwortlichkeit vor der Geschichte. Er vertraue auf Gott und das spanische Volk, welches bewiesen habe, daß es sich einig wisse in der Achtung der Ordnung, der Religion und der Freiheit. Er werde, um sich der Erwählung würdig zu machen, nur den konstitutionellen Traditionen in Denen er erzogen sei, loyal zu folgen haben. Soldat in Der Armee, werde er vor Den Repräsentanten Der Nation Der erste Bürger fein. Ich bin sicher, Daß Der Spanier von Dem Könige, Den Die Spanier erwählten, stets sagen wird: Seine Loyalität weiß sich über Die Kämpfe Der Parteien erhaben. Er hat keine anderen Gedanken als die Eintracht und das Gluck Der Nation!" Die Rede des Prinzen wurde mit Dem Ruse: „Es lebe Spanien!" aufgenommen. A Havre, 4. Dec. An Der Börse wurde folgender Ausruf angeschlagen: „Citoyens! Die Republik hat Decretirt: Es muß gesiegt werden! Die BefreiungS- stunde hat geschlagen! Der Feind verläßt Die ringsum gewonnenen Positionen. Von uns hängt es ab, feinen Rückzug in Flucht unD Untergang zu verwanDeln. Havre’S Flagge muß, eine Der ersten, auf den Mauern Des befreiten Paris wehen! Erhebt Euch! Schwören wir, nicht zurückzukehren, so lange Frankreich nicht wieDer an Der Spitze Der befreiten Nationen marschirt! ObercommanDant Ballier, SouS- präfect Chamel, Maire GuillemarD." A Paris, 1. Dec. Nachrichten per Ballonpost melDen, Daß MireS am Sterben liegen soll. Offieielle militärische Nachrichten. Versailles., 6. Dec. Der Königin Augusta in Berlin. Bei Orleans sind über 10,000 Gefangene, 77 Geschütze und 4 Kanonenboote genommen worden. Treskow stürmte die Orte Gidy\ Janvry, Pruns, die fortificirte Eisenbahn in Orleans wurde um Mitternacht genommen. Heute hat Manteuffel mit dem 8. Corps Rouen besetzt. Wilhelm. Versailles, 6. December. Am 4. warfen Abtheilungen des 8 Eorps eine von Rouen vorgeschobene französische Brigade, wobei 10 Offiziere, 400 Mann und 1 Geschütz in unsere Hände fielen. Am 5. erneuertes siegreiches Gefecht unseres rechten Flügels, wobei wiederum 1 Geschütz genommen wurde. In Folge dessen verließ das zum Schutze von Rouen zusammengezogene feindliche Corps die Stadt, welche General Göben noch im Laufe des Nachmittags besetzte. In den verlassenen Verschanzungen wurden 8 schwere Geschütze vorgefunden. General-Feldmarschall Prinz Friedrich Karl meldet von Orleans: Jetzt 77 Geschütze und etwa 10,000 unverwundete Gefangene in unfern Händen, ebenso 4 Kanonenboote, jedes mit einem 24-Pfünder armirt. Die Verfolgung wird fortgesetzt. v. Podbielsky. Vermischtes. Karlsruhe. In der hiesigen Schuberg'schen Bierbrauerei geht seit 8 Abenden eine mit der Aufschrift: „Gebt Heerkreuzer!" versehene runde Holzschacktel in den ReichSsarben von Tisch zu Tisch, von Hand zu Hand, und der von einigen Stammgästen ausgedawte Scherz scheint so guten Anklang zu finden, daß zu wünschen wäre, es möchten andere öffentliche Wirtschaften den Vorgang nachahmen. Es dürfte bis Weihnachten oder Neujahr ein Ergebniß damit erzielt werden, das unfern im Felde stehenden wacker» Truppen oder ihren Angehörigen für diese Zeit eine unverhoffte und eben darum um so größere freudige Ueberraschung bereiten würde. Also: Gehet hin und thut desgleichen! Bursennachrichten. 6. December 1870. Preuss. 41/20 g Oblig. 91 ,/2 Frankf. 3%% Obi. 78% Nass. 4%0 0 Obi. 91% Kurhess. 4% „ 83 Gr. Hess. 5% Obi. — » n 4% , 925/6 , n 3V2% n ~ Bayer. 50.0 „ 95% » 4 72% 1jährige 913/Q n 4% % jährige 85 V4 Wiirtemb. 4%% Obi. 9O3/4 Baden 4’/20/0 Obi. c. E. L. 91 Oesterr. Silberrente 54 „ Papierrente 46 >, 4 „ 5% M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881 r 96% „ „ 1882r 941/2 * „ „ 1885r 93% n „ 1887r 933/4 Spanier, neuest. 3% 30 Actieii. Frankf. Bank 131 % Frankf. Vereins-Kasse 1011 4 Darmst. Bankact. 322 Wien Bankactien 700 Galizien 232 Actien. Oest. Creditact. 2373/4 50/o östr. F. St. E. B. 3681/2 Lombard. Bahn 172 */2 Lud wigsh.-Bexbach 162 Maxbahn 108 Bayer. Ostbahn 1243/8 Hess. Ludwigsb.-Act. 135 Alsenzbahn-Actien 86 Oberhessen „ 67 Prioritäten. 3% öster.Stsb.-Prior. 55% 3% öst. s. Lombard 46 30/g Livorneser 311/4 5O/o Toscaner 49 i/s 5O/o Elisabeth.-Prior. 75% do. II. Emiss. 741/2 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 64% Nassau 25 fl. 38% 4% bayr. Präm.-Anl. 106% Ansbacher 7 fl. 11% 4% badische Loose 105% Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v. 1839 — 1858r Prioritätsloose 159 1860r Loose 75% 1864r „ 111% Braunschweiger 16% Stadt Madrid 22 Weelisel. Amsterdam k. S. 1003/8 Augsburg k. S. 99% Berlin k. S. 104% Bremen k. S. 96% Cöln k. s. 104% Hamburg k. s. 88% Leipzig k. s. 104’%g London k. s. 119% Lyon k. s. Paris k. s. — Wien k. s. 96% ditto m. s. ditto 1. s. _ Disconto 4% G. Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 44%—45 Sachs. „ Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58%—59% Pistolen . . 9 47 — 49 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. lOSt. 9 54—56 Ducaten . . 5 37—39 20 Frankenst. 9 33 — 34 Engi. Sover. 11 56 —12. Buss. Imper. 9 48—50 Dollar in Gold 2 27-28 6050), J Moßchaui kW n‘ 60 Fichtt Sta" meße 300 Buch' 20 Steck 2)0iin 230 Stel PM 125 6te< 10480 W-l Der jw 9 llhr «>n Lick, da Ke 6063) S Klicker L pr. Masche 'SH sür Dame! troffen und fen, Fußt Mützen, Aindcrmü Lohr gestoßenes lilat. sind Dl) Km (6055) 60 Damei Palat Sorten empfieh * c Al Gr. 4. < Album ®qj. geb. H »1 Pracht! Hildbnrgh, -Romane.! rasender 9 Ärnd, ( ßtatt fi b's En! nut 45 Nur st. ; A.' Ä Pracht Zbbiir Gold- und 7 nur fi 0' 16. u fett. ! fl ?C| Mifti Z°ldsl ^ante Allgemeiner Anzeiger. Berfieigrrunge«. Holzversteiqcrung. 6050) Im Licher Stadtwalde, District Großehäuserberg, kommen den 14. und 15. d. Mts. nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: Mittwoch den 14. December: 60 Fichten-, Elsbeer-, Linden- u. Fichten- Stä'"me von 6 bis 25 Zoll. Durchmesser und 15 bis 50 Fuß Länge, 300 Buchen- und Eichen - Wagnerstangen, 20 Stecken Eichen-Werkholz. Donnerstag den 15. 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Strauß, für die reifere Jugend, mit 8 Prachtstahlstichen. Eleg. geb. Statt Lanner, Beethoven, Weber 2c. zusammen nur 36 kr.— 20 verschiedene fl. 2. 42 nur fl. 1. vollstärrdiaeu Roman). Eleg. brosch. Statt fl 14 nur fl. 3^. - Claviermustkstücke, als: Ouvertüren (zwei- und vierhändig), Wolfgang von Königswinter, Aschenbrödel. Erzählung mit Potpourris, Rondos, Etüden, Sonaten von Auber, Beet- 6 prachtvollen Compositionen von A. Hendschel. Querfolio. Hoven, Burgmüller, Clement», Haydn, Hunten, Mozart x. Eleg. brosch. Rur 36 fr. - Kimbel, W , Journal für Möbel- in schönen großen Ausgaben statt fl 15 nur fl. 1 45 kr. schreiner und Tapezierer, in Querfolio mit vielen Abbildungen. Statt! --------------------- fl. 4 nur 45 kr. — Kosmos für gebildete Frauen. 2 Bde. Eleg. geb-! ^iiae Umschriften Statt fl. 3. 30 nur fl. 1- — Langbein s humoristische Erzäh-i ll y l U U | UJ1111 C U. lungen u. Schwänke. H Bde., mit 100 feinen Stahlstichen. Statt § Andersen, sämmtliche Märchen. 4 Bde. 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Alter v. 11—14 Jahren, mit 8 fein col. Bildern. Eleg. nebst einem Band Text. Statt fl- 14 nur fl. 3 Dasselbe eleg. geb. fl. 3. 30. geb. Statt fl. 2 nur 42 kr., dessen Erzählungen f. d. reifere Jugend, mit — Schillert sämmtliche Wirke, in 6 Prachtbände gebunden. Nur fl. 3. 8 fein color. Bildern. Eleg. geb. Statt fl. 2 nur 42 kr. — Hauffs, — Schönhuth, die Sagen, Geschichten u. Märchen der Bur- Wilh., sammtl. Märchen. 24 fr. Dessen, Lichtenstein 24 kr. — Henning, gen, Klöster und Kirchen Württembergs. 5 Bde. Statt fl. 5 F., Historische Erzählungen f. d. Jugend. 4 Bändchen m. color. Bildern. Eleg. nur fl. 1. 24. — Alwine Schröder, Kindergebcte. 27 Blatt. Reich geb. 48 kr. (Einzeln pr. Bändchen 12 kr.). — Hoffmann, Franz, Der illustrirt in Gold- und Farbendruch. Nur 36 fr. Dasselbe, größere Ausgabe neue deutsche Jugendfreund, mit vielen sein color. und schwarzen Abbildungen, nur fl. 1. — Schubart (Verfasser der Fürstengruft), sämmliche Gedichte: sehr eleg. geb. Statt fl. 3. 30 nur fl. 2. Dessen, Gefahren der 2Vild- Miniatnr-Ansg. 2 Bde. m. Stahlstichen. Eleg. brosch. Statt fl. 3. 30 nur niß. Erzählung f. d. reifere Jugend, mit 8 fein col. Bildern. Elea geb. Statt 36 fr. Dieselben gebunden 48 fr. — Stolterfoth, A. v., Rhein- fl. 1. 45 nur 48 fr. — Ich möchte bald lesen lernen, neue Bilder- Album. Beschreibung, Geschichte nebst den alten Sagen des Fibel m. 80 fein color. Bildern, hübsch geb. Statt 48 fr. nur 244r. Rheinganes, mit 30 Prachtstahlstichen. Eleg. geb. Statt fl. 4 — Jugend-Album in prachtvoller Ausstattung, mit vielen fein color. nur fl. 1. — Taffo, befreites Jerusalem. Ucbcrseht von Duttcnhoser. Eleg. Bildern. Sehr eleg. geb. Statt fl. 3. 30 nur fl. 2. — Kechnitz, Märbrosch. Nur 36 fr. — Virgils Aeneis, in 60 'feinen Stahlstichen, nebst ^chen für die Jugend, mit color. Bildern. Nur 12 fr. — KieS, Lud., erklärendem Text, von Dr. Schmidt. Eleg. brosch. Statt fl. 3 nur 45 kr. ^indermärchen, mit 8 fein color. Bildern. Eleg. geb. 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Nr. 130 auf dem Aster- roeg sind zwei ineinandergehende Zimmer zu vermiethen.____ 6022) In meinem Hause in der Löwengasse sind zwei Familienwohnungen, die eine im Boi der-, die andere im Hinterhause befindlich, sofort zu vermiethen. ________Markus Engel, am Kreuz. 6041) Ein kleines Logis ist zu vermiethen bei Gebr. Wenzel. 6037) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei S. Goldenberg, Löwengasse. || I IHM III. — ----- - ■ ■ l l----1 ■ ! Vermischte Anzeigen | RoßhlMte greifen* Louis Lotz, Gerber, Reichensand. 6026) Ein braves Mädchen, gesetzten Alters, welches die Küche und alle Hausarbeiten gründlich versteht, wird gegen guten Lohn auf Weihnachten in Dienst ge- sucht diäheres bei der Exped. d. Bltts. 6044) Ein ordentlicher Junge kann in die Lehre treten bei Karl Haas, ________Schuhmacher m Steinbach- 6060) Ein kleiner schwarzer Pinscher- Hund mit weißer Brust und gelben Füßen ist abhanden gekommen. Man ersucht um dessen sofortige Zurückgabe in Lit- D. 204. 6049) Am Montag Abend ist ein Pferdeteppich auf dem Wege von der Mäusburg bis in die Neustadt verloren worden. Der Finder wird gebeten, denselben gegen eine Belohnung bei Herrn Carl Lony abzugeben. Casseler Lotterie. 6054) Um vielseitigen Wünschen entgegen zu kommen, habe ich noch eine Parthie Loose kommen lassen. Ich verkaufe solche ä 1 Thlr. noch bis zum 13. Decbr. Abends 6 Uhr, da um diese Zeit die Vorbereitungen zur Ziehung in Cassel beendet sind und die Ziehung selbst am 15 December d. I., Vormittags 10 Uhr, im Concertsaale des Orangerieschlosses ihren Anfang nimmt. Die Ziehung selbst dauert 6 bis 8 Tage; das Erscheinen der Ziehungslisten ist daher vor der letzten Decemberwoche nicht zu ermöglichen. ____________Karl Fuhr. 6043) Ein Schuhmacher - Lehrling kann in die Lehre treten bei Heinr. Noll VI. 6036) Ein Klavier, zum Gebrauche für Anfänger, wird zu kaufen gesucht. Nähe- res bei der Exped- d. Bltts-_______________ 4344) Unterzeichnete empfiehlt sich im Ausbessern und Verändern von allen Arten Pelzwaaren, sowie auch im Waschen von weißen Pelzgegenständen- — Bestellungen auf ganz neue Garuitnren werden auf das Geschmackvollste und Billigste ausgeführt. Katharina Belz, wohnhaft bei Herrn Zimmermann Schmidt, vis-a-vis dem Scdntzenhof HAASENSTE1N& VOGLER Zeilungs-Annoncen-Expedition^ in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1. im 1. Stock. Hamburg, Neuerwall, 50; Berlin, Leipzigerstrasse, 46 ; Basel, Steinenberg, 29; Wien, Stadt, Neuer Markt, 11 ; Leipzig, Markt, 17, Königshaus ; Stuttgart, Kronprinzstrasse, 1 B ; Zürich, Elsassergasse, 1 ; St. Gallen, Obere Grabenstrasse, 13; Genf, Place du Molard, 2. g II. Vortrag des Herrn Profthor Hocken: Freitag den 9. Dec.: „Der Staatsstreich vom 2- December 1851". Abonnement für die drei letzten Vorträge 1 fl. 30 kr. Karten sind am Eingang des Saales zu haben. 1 Einquartierung nimmt fortwährend an M. Rothenberger s Wittwe, Kaplansgasse. Wir freuen uns, die Mittheilung machen zu können, daß unsere Expedition (Nr. 9) trotz aller fast unüberwindbar scheinenden Schwierigkeiten in Folge der rastlosen Anstrengungen unseres Delegirten, des Herrn Emil Reuter, nunmehr bei unserer Division angekommen sein wird- Seine Großherzogliche Hoheit der Prinz Ludwig sandte von Toury aus einen Divisions-Beamten nach Vitry, der die Sendung daselbst unterm 29. November übernahm und uns den Empfang belcheinigte. Unsere Expedition (Nr. 10), aus circa 500 Eollis bestehend, fügten wir einer am.30. November von hier abgegangenen ärarischen Sendung bei. » Wegen einer an unsere Truppen zu machenden Weihnachtssendung (Expedition Nr. 11) behalten wir uns bis zu eingetroffener Antwort des Divisionscommando'S auf eine von uns deßfalls gestellte Anfrage, weitere Veröffentlichung vor. Darmstadt, Das Comite zur Versorgung der Hessischen Feldtruppen, den 4. Dec. 1870. Ohly. Blumenthal. i i 1*^———MOBM8——MMBBBEMBSMÖMBHMM———MW— Verkäufe und Verpachtungen von (Sutern5 Grundstücken^ Fabriken 1 Gasthäusern etc.-, Llcitationen, Gesuche und Offerten jeder Art, Familien-Rachrichten^ Engagements etc. I betreffende Ankündigungen werden ohne Provision oder Porto-Anrechnung in die für die verschiedenen Zwecke beftgeeigneten erfolgreichsten Zeitungen prompt und exact befördert durch liuöulf Malst, Annoncen-Expedition, 45 Zeil, Frankfurt a. M., Zeit 45, gegenüber der Post. Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen. Original-Preis-Courant und Anschläge gratis und franco. NB. Meine Provision besiehe ich als ossicicller Agent von den betreffenden Zeitungen. Alleinige Inseraten-Pacht: „Fliegeude Blätter", „Kladderadatsch," „Figaro." Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.