PreiS vierteljährig 1 ft 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig I fl. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition. Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Archen. Nr. 122, Samstag den 8. October 187«. ~ w werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch 2ScftCÖltlUlCtt (tut Den bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. ö Die bereits erschienenen Nummern werden nachgeliefert. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben pro IV. Quart«! 187« zu 1 fi. Amtliche r T h e i l. Darmstadt, den 1. October 1870. an die sämmtlichen Großherzoglichen Kreisämter. Geänderte Verhältnisse, weitere Erfahrungen und deßfallsige Vereinbarungen mit den einschläglichen Behörden haben nachstehenden Erlaß nöthig gemacht, und wird hierdurch die Verfügung vom 15. September ten Unteroffiziere und Mannschaften dahier ressortirt von dem Commandanten der Residenz Darmstadt, Die obere LAung der neg^tanß^ WUntersuchung sich eignenden Fällen über dieselben zusteht. , d-m auch die^ d'er^iesigen^Jnfantcric- un'd ReiteLserne, sowie eoentueU in der Feldartillerieeaserne zu Bessungen, nach dm für bte Casernirung der Truppen im Kriege bestehenden Grundsatzes Beziehen non Privatquartieren auf eigene Kosten gestattet werden, wenn sie Kriegsgefangenen Ofstcreren und Beamten °°m OfstcierSttanve rann oas au l bje @r41Q/l£,ni6 ^halten, sich in der Zeit von der Reveille biS zum Zapfenstreich schriftlich ihr Ehrenwort geben, keinen Fluch> versuch-zu vernehmen- Auch ko d b ° auch dies jedoch nur in dem Falle, daß sie schriftlich ihr Ehrenwort ungeh ndert innerhalb der Grenzen -hres Auf nthaltsor s zu b-wes-n^ ,°ww c-1 i. z n“d durch Andere zur Post zu geben, dieselben vielmehr der Kommandantur geben, mit dieser Vergünstigung k-.n-n Mißbrauchzu°uch Eom^^ eine dortige Erlaubniß ertheilt wird, empfängt zu seiner i-d-smaligen Legitima,°ri von i>7r CommäudaMur einen AksweN^darüber Ausgenommen hiervon sind die nut Legitimationskarten versehenen Officiersdrener ,n der Z-it von Vormittags 7 bis Nach- mitia0ä °Lsg-f-ngen- Unteroffcwr- und Mannschaften dürf-n dagegen,d^C°^^mM^B-wachun^n^tnb dasiir Sorge zu tragen, daß kriegsgefangene L°M-^^^LnÄstm,^w khnkLmrisch-^Bewachu'ng lAu lassen, sofort gefänglich an die Kommandantur beziehungsweise an die nächste Garnison abgeliesert werden. . Militärbeamten vom Officiersrang wird das letztere Verfahren auf den Fall beschränkt, daß dieselben nicht im Stande ' Bezüglich ber fn«B« fangen«> Off®«*»* ffiff bÄ«WÄ* ertheilteu Ausweises zu legitimireu, wenn sie m der Zett von dem Zapfen- st?eich'bi?zür R^-veille, oder außerhalb derihnen> zum ^usmthaü angewttsinen Ganzen Darmstadt als Aufenthaltsorte für kriegsgefangene Officiere Entsprechend dem Erlass- Königlich Pr-uhÜ-b-n ^"^s^nMenums vom ru w v Kriegsgefangene Unterosficiere und Soldaten stnd oonrft ferner nod> unkr= Htunmt worben: bie bezüglich ber kriegsgesangenen Officiere, Beamten, Unter°fste,ere unb Solbaten Bekannt m achun g. Nachstehenbes AusschrAben Grobherzoglichen Kriegsministermnttt wirdbwrmtt zur^öffenMchen Kenntniß gebracht. Gießen, den 6. Octoder lö/u. DyDr. G o l d m a n n. qu Nr. K M. 6129. 10 betreffend: Die Beaufsichtigung der Kriegsgefangenen. r , Gießen, den 1. October 1870. Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Gießen für 1871. A f Zf. i p «J Nas Groztierrogllche Krersaml Kleyen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allendors a. d. Lahn, Allendorf a. der Lda, Alt-Buseck, Ettmgshausen, Garbenteich Gießen, Groß-Linden, Grüningen, Hausen, Heucheihenn, Klein-Lmden, Lang-Gonö, Llch, Lollar, MaÄar Münster, Ober-Bessingen, Oppenrod, Rnttershansen, Trais a. d. Lda., Watzenborn und Wreseck. »“S“ »rfi,™, „m 25. s..i 187» .mm» 8 T-9-N ... Rndu», ... 3 f>. Dr. Goldman». Bekanntmachung. D-- s,.,ü. dem ta'MM * r«"°- °»»»«"‘W*. ... H-.-m Ortsvorstände und Lehrer ^"^^^en rverden.^^ Verein zur Verfügung stehenden Mittel. Tagesordnung. ) Bedeutung der Schafhaltung für die Landwirthschaft der hiesigen Gegend. @0„„„ gmtgli«,, noch ------ G-,-»,-».. zur r„--t-»z «"«9*61 »Ms«-», f» »---- 9«»«'", d.-- »»« B-9-»» --- V-I. »-»««««•««". «°» dieser einl«»««« den in ihren Gemeinden wohnenden Mi.«Ii-de-n des Vereins sh-eie« «ennrniß >n «eben. Bezirksverein« f». Kni- Ei,.,» - Gießen, den 4. October 1870. *■' Dr @ 0 I b m a n n. NB. Nach der Versammlung findet ein gemeinschaftliches einfaches Mittagessen statt. Kreuzchen mit Gefundene Gegenstände: - 1ms 1» mdU. »IhH-nfaU» Siel. G-ü-nst-nd, .ui P-N.ng-U an n- ------- iu-0Ug'g-b-n ---- fnflt,r mk@®unfkn bTr armmtäffc werden versteigert werden. Großhcrzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. P Gießen, den 7. October 1870. Nover- 7. October. Die „Provinzial. Correspondenz" äußert sich über die Mission des Herrn Interesse bis jetzt nicht geboten erscheine. , Wie man in London hört, hat Herr ThierS wahrend fernes jüngsten Aufenthaltes daselbst Besprechungen mit mehreren Mitgliedern der Familie Orleans gehabt. Aus Brüssel ist schon vor einiger Zeit das Gerücht mitge- theilt worden, Herr ThierS strebe im geheimen Einverständniß mit der beziehungsweise gemäßigten Gruppe der gegenwärtigen Gewalthaber eine Restauration des Hauses Orleans an; ein Gerücht, welches den Stempel der müßigen Erfindung an sich zu tragen schien. Ganz ohne Feuer war jedoch auch dieser Rauch nicht. Zunächst soll es sich freilich nur um die Präsidentschaft der Republik für Einen der beiden Oheime des Grafen von Paris — den Prinzen von Join- Ville oder den Herzog von Aumale — handeln. Ersterer hatte sich bekanntlich auch schon im Jahre 1848 als Präsident empfohlen; aber er ist heute körperlich völlig gebrochen und stocktaub. Die Wahl ist daher auf seinen Bruder Aumale gefallen, der sich deshalb auch in einem Departement Frankreichs als Candidat zur Constituante hatte anmelden lassen. Unter aller Reserve bringen wir folgenden Bericht, welchen Vie florenttner „Gazzetta d'Jtalia" von ihrem Correspondenten aus Rom erhält: „Es gelang mir gestern, mich in den Besitz des Schreibens zu setzen, nut welchem König Wilhelm von Preußen Pius IX. auf sein Ansuchen um eine Intervention antwortete. Fragen Sie mich nicht, auf welche Art mir eine Abschrift dieses Briefes in Vie Hänve kam. Hier in Rom ist Alles seltsam, unv das ist auch eine jener wunderlichen Geschichten. Sie werden forschen, welchen Charakter der Authenticität überhaupt dieses königliche Schreiben habe; ich mei- nerseits halte es für echt, weil die Person, welche mir eine Copie desselben ein- händigte, kein Interesse hätte, mich hinter'- Licht zu führen. Es ist eine Person, die viel in den Kanzleien unv bet den päpstlichen Ministern herumkommt; eS ist eine Person, die eine gute Spürnase hat und begreift, daß die weltliche Herrschaft des Papstthums todt und begraben ist; es ist endlich eine Person, welche die neue Aera mit Freuden begrüßt. Und dann, ich wiederhole es nochmals, erscheinen zu lassen. Bon dieser Seite her wird die Situation für Oesterreich. Ungarn als eine durchaus beruhigende dargestellt; von Rußland sei nichts zu fürchten, für eine Anlehnung an Preußen, ja selbst für den Versuch einer solchen kein dringender Anlaß, unv damit entfiele denn auch VaS „einzige" Argument, welches für einen Personenwechsel im Ministerium des Aeußern unv für die Be- seitigung veS Grafen Beust sprechen würde. Von anderer Seite hingegen werden die, wenn auch aggressiven Absichten Rußlands als begründet bezeichnet, wenn es auch noch Monate währen könnte, ehe die Gefahr unmittelbar vor uns steht. Von dieser Seite dringt man darauf, rechtzeitig an die Spitze der Politik Oesterreich-Ungarns eine andere Persönlichkeit zu stellen, namentlich eine solche, die auch in Berlin Vertrauen einflößen würde. Ein mehr der konservativen Richtung zuneigender Ungar scheint hiezu am besten geeignet und es wird vielfach Graf Anton Sachen genannt, dessen letzte Rede im ungarischen Ober- Hause in der That von eingeweihten Personen schon damals als Programmreve bezeichnet wurde. Welche Richtung schließlich siegen werde, das Dürfte sich wohl erst nach der Rückkehr des Kaisers nach Wien entscheiden, und bis diese Ent- scheidung fällt, wird wohl von be-den Parteien in der Presse tüchtig agitirt werden. Bezeichnend ist jedenfalls die Mittheilung der „Reform" , wonach Graf Julius Andrüssy demnächst einen — Ferienaufenthalt auf seinem Gute Te- rebes zu nehmen gedenkt. Der Graf war allerdings in den jüngsten Wochen viel in Anspruch genommen, allein vielleicht ist es doch weniger das Bedürfniß nach Erholung, welches den Urlaub des Ministerprästventen veranlaßt, als vielmehr der Wunsch, von den eben erwähnten Kämpfen der nächsten Zeit sich äußerlich ferne zu halten. hier in Rom ist Alles seltsam. Doch folgendermaßen lautet das Schreiben: Hauptquartier der deutschen Armee bei RheimS, 8. Septbr. 1870. Heiligster Vater! Der Herr Bischof von Paderborn hat mir das Schreiben übergeben, mit welchem mir Eure Heiligkeit bekanntgeben, Grund zu der Vermuthung zu haben, es könnte Se. Majestät der König von Italien vielleicht eine Armee in die päpstlichen Staaten und nach Rom einmarschiren lassen. Eure Heiligkeit verlangen von mir, ich solle Se. Majestät den König von Italien an der Ausführung dieses Vorhabens verhindern, und verlangen weiter eine bewaffnete Jnterven- tion meiner Truppen, um im Rothfalle Eurer Heiligkeit beizustehen. Ich bedauere wahrhaftig, daß die von mir und meiner Regierung angenommene Po- litik mir ganz absolut jede Intervention in einer solchen Frage unmöglich macht. Ich stehe andererseits zu meinem Bruder, dem Könige von Italien, in den besten Verhältnissen und könnte die guten Beziehungen, die zwischen Deutschland und Italien bestehen, nicht eines politischen Interesses wegen gefährden , das, wie Eure Heiligkeit zu ignoriren scheint, mit den Interessen Preußens in keinerlei Weise vereinbarlich ist. Ich zweifle weiter nicht, daß Se. Maj. der König von Italien und seine Regierung, wenn es nöthig wäre, in Eurer Heiligkeit Staaten einzurücken, um die Ausschreitungen der revolutionären Partei Europas niederzuhalten, Eurer Heiligkeit jene Garantien geben wollen, welche die freie Ausübung jener geistlichen Autorität sichern, die Eure Heiligkeit im Interesse der Kirche ausüben muß, als deren Haupt Sie anerkannt werden. Mit dem größten Verlangen, es möchte der Friede und die Ordnung in jedem Theile Europas wieder gänzlich herzestellt werden, bitte ich Eure Heiligkeit, mir zu glauben, daß ich bin Ihr aufrichtiger Freund Wilhelm. Das Original dieses Schreibens ist in französischer Sprache und ich habe dasselbe nach der mir vorgelegten Abschrift übersetzt." Man wird sich für die nächsten Tage auf einen großartigen Wirrwarr in den Berichten aus Wien gefaßt machen müssen. Es scheinen dort zwei Strömungen gegen einander zu arbeiten, deren eine dahin gerichtet ist, den Grasen Beust auch für die Zukunft nicht nur als möglich, sondern auch als nothwendig Kriegsnachrichterr. Rach den Gefechtsangaben wird Paris in folgender Ordnung von dem deutschen Heere umlagert: Westen und Südwesten fünftes Corps (v. Kirchbach); Süden Bayern (Hartmann, v.d.Tann); Südosten sechstes Corps (v. Tümpling) und elftes Corps; Osten Württemberger (v. Obernitz) und Dachsen (Prinz Georg); Nordosten GardccorpS (Prinz August von Württemberg); Norden viertes CorpS (Alvensleben); Nordwesten Theile des 13. CorpS (bisher Großherzog von Mecklenburg); zusammen wenigstens 250,000 Mann. (W. St.) Gießen, 7. Oct. lieber die am 30. September stattgefundene Beschießung der Dörfer Vaux und Juffy haben bis jetzt unbegreiflicherweise die uns zu Ge- bote gestandenen Zeitungen noch nichts gebracht, und es gereicht uns daher zu besonderem Vergnügen, unseren Lesern einen Auszug aus einem Briefe über diese Affaire mittheilen zu können: „Vaux und Juffy sind zwei dem Fort St. Quentin gegenüberliegende wunderschöne Dörfer, in denen die Nobilis und höhere Officlere von Metz Villa's besitzen. Juffy sowohl als auch Vaux waren von einigen Compagnien des I. und II. Hess. Infanterie - Regiments besetzt, während etwa 300 Schritte von Vaux unsere Feldwachen standen. — Freitag den 30. September Morgens halb 5 Uhr begann ein starke- Granatfeuer von dem Fort St. Quentin aus auf diese beiden Dörfer, welches bis 6 Uhr anhielt. Trotzdem in beiden Dörfern viele Granaten in Häuser einschlugen, zündete doch nur eine in Juffy. Die Franzosen schienen ihr Ziel gut zu kennen, da sie mehrere Male in die Woh- nung des den Tag vorher abkommandirten Brigadegenerals Granaten warfen. Es sollen nur einige schwache Verwundungen stattgefunden haben." Die „Weim. Jtg." veröffentlicht folgendes Telegramm des Großherzogs v. Weimar: „Lagny, 2. Oktober. Großherzogin von Sachsen. , Ein Theil meines Regiments hat gestern ohne Verlust ein siegreiches Ge- fecht bei Quarrefour Pompadour bestanden. Ridel, Amelung, Rhaden, Kutzleben mit Mannschaften sind heute wohlbehalten und gesund hier eingetroffen. Bin wohl. Carl Alexander. Di/Hoffnung der Republik, bei den europäischen Großmächten irgendwie I Hülfe zu finden, ist inzwischen gleichfalls völlig geschwunden. Der Abgesandte der provisorischen Regierung, ThierS, hat wie in London, so auch in Wien und Petersburg keinen Boden für die gewünschte europäische Vermittelung gefunden. In Petersburg scheint er von eigentlichen Anträgen Abstand genommen zu haben, vermuthlich, weil er sich überzeugte, daß dieselben völlig vergeblich sein würden. Die Regierung des Kaisers hat, abgesehen von den erneuten Zeichen ihrer sympathischen Bewunderung für die deutsche Kriegsführung, ihre eigenen friedlichen Absichten neuerdings nach allen Seiten zu erkennen gegeben. Hoffentlich wird das Scheitern der ThierS'schen Sendung dazu beitragen, das FriedenSbkdürfniß in Frankreich endlich zum Durchbruch gelangen zu laffen. Dies ist freilich in entscheidender Weise nicht früher zu erwarten, als blS auch Paris den Ernst der Belagerung vollauf erfahren haben wird." Wir haben bereits berichtet, daß Herr Thiers durch ein Telegramm die französische Botschaft in Wien in Kenntniß gesetzt, daß er feine Aufgabe in St Petersburg als materiell gescheitert betrachten müsse. In Kreisen, welcye der genannten Botschaft näher stehen, erzählt man, Fürst Gortschakoff habe, bevor er die „Conversation" eröffnete, Herrn ThierS die Frage gestellt, ob er ermächtigt sei, für eine eventuelle Vermittlung Rußlands bestimmte Grund- lagen darzubieten. Herr Thiers erklärte sich angewiesen, eine GebietSab- tretung als absolut unmöglich zu bezeichnen, im Uebngen aber rm Stande, die weitestgehenden Zugeständnisse zu machen. Fürst Gortschakoff glaubte betonen zu sollen, er habe gehofft, in erster Reihe nicht auf eine Unmöglichkeit in stoßen, sondern die Zweckmäßigkeit der Nothwendigkeit viScutiren zu können; unter den gegebenen Umständen sei es für Rußland absolut unmöglich, eine Intervention eintreten zu laffen, die sich ohne Zweifel sofort als fruchtlos erweisen würde und die ihm durch ein allgemein europäisches oder ein speciell russisches Straßburg, 2. Oct. Am 28. Sept, mußte der „Niederrheinische Kurier („Courrier du Bas-Nhiu"), dessen Nummer zum Druck bereit war, zu erscheinen aufhören, in Folge der Anzeige, daß „bis auf Weiteres alle Zeitungen, Journale, Proclamationen, überhaupt alle Drucksachen, mit Ausnahme der vom General-Oberbefehlshaber des Platzes autorisirten Verordnungen, verboten sind. Heute 2. October, schreibt das Blatt, wird dieses Verbot aufgehoben durch nachstehende Mittheilung, die General v. Mertens gestern der Marne von Straßburg gemacht und die uns diesen Morgen zugeschickt wurde: Kommandantur Straßburg. Der Mairie wird in Betreff der Zeitungen welche bisher in hiesiger Stadt erschienen find, mitgetheilt, daß von meiner Seite kein Einwand gegen deren Wiedererscheinen erhoben wird. Ich mache eS aber der Maine zur besonderen 13|W, M fu die Redacteure sämmtlicher Blätter und Zeitschriften darauf Hlnwelst, tou diese Erlaubniß nur unter der Voraussetzung ertheilt werden kann, daß >üW)t 9Ztai'üni!e,?enht* Zeitungen vorkommen. Der Tert sämmtlicher Zeitschriften ist deutsch oder aber deutsch und französisch zu halten. Die Inserate dagegen ganz nach dem Belieben de- Publikums. Vonjeder ZeitungSnuinnrer sind gleichzeitig mit ihrem Erscheinen drei Psilchteremplare hierher emzureichem Von jeder Eensur wird abgesehen. Sollten aber feindselige Artikel gegen Deutschland oder die deutschen Einrichtungen erscheinen, so würde diese Zeitung sofort ohne Verwarnung dauernd unterdrückt werden. Straßburg, den 1. Oktober 1870. Unterzeichnet: ». MertenS. In Erwartung der regelmäßigen Fortsetzung unserer Veröffentlichungen, die wir morgen wieder beginnen zu können glauben, erachten wir es für nützlich, heute die amtlichen Acte, welche seit dem 28. September bis diesen Morgen, 2. October, angeschlagen worden sind, unseren Lesern vor Augen zu legen mid ihrer Aufmerksamkeit zu empfehleu. (Es folgt eine große Anzahl Erlasse.) lö’- -3*) Basel, 4. Oct. Heute glaubte man wieder mit Mühlhausen in ungehindertem Verkehr zu stehen. Die Stadt ist mit 6000 Mann deutscher puppen besetzt, der Verkehr unterbrochen und die Eisenbahnschienen der Ostbahn sinv aufgebrochen. Indessen haben wir heute Morgen noch Blätter und Briefe von dort empfangen. Aus denselben ist zu entnehmen, daß die Arbeiterunruheu noch nicht zum Abschluß gekommen sind. In Folge dieser Störungen had die Muni- cipalität gestern folgende) Proclamation erlassen: „Einwohner von Muhlhausen. Die öffentliche Ordnung ist gestern (Sonntag 2. Oct.) Abend wieder in bedauerlicher Weise gestört worden. Im Augenblicke, wo wir den Schmerz einer neuen Invasion empsinden, wo ein preußisches Truppencorps an die Mmne neue Requisitionen von Lebensmitteln stellt, denen man in einer offenen unv ohne Vertheidigung blosgestellten Stadt sich nicht entziehen kann, wenn man militärische Execution vermeiden will, bilden sich in den verschiedenen Quartieren der Stadt aufrührerische Zusammeuläufe: man plünderte die ^Zagen, ! eine Bande Uebelthäter beging auf der Mairie bedauerliche VerwustiMgen. , Dank der Hülfe muthiger Bürger wurden diese unbegreiflichen unv nicht zu 1063/. 1864r ■ Allgemeiner Anzeiger Versteigerungen. 175 fl. 28 kr. 56 19 27 48 30 BWeßung uns zu m6 daher zu cfe über dch St. Qucnliu hrre Ofjicittk einigen üom- etiva 300 >t Quentin int in W ein dir Weh' taten varsen. Div. Cass.-A, Pr. Friedrdor. Pistolen . . „ doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten 20 Frankenst. SrHrrB )ctober. 9 57-59 9 42-44 9 42 Gld.fehl 9 55 5 32-34 9 26-28 BSrseDnachrichten. 6. October 1870. ig von de« Hircpbad)}| >. Tümpling) linz Georg); iertes LorpS von Mcckleif 4222) Neue Sendungen Dielen und Dachlattcn sind eingetroffen bei ©. Katzenstern (Holzhandlung.) Für Bierwirthe! 4325) Feinstes Frankfurter Lagerbier wird im Faß abgegeben bei H. Schmall, Lmdenplatz. 3627) Allen Malaga, Portwein, Tokayer, sowie gute, nnverfälschie Rothweine, empfehlen I. A. Busch Söhne. Engi. Souver. 11 51-55 Ruse. Imper. 9 44-46 DolL in Gold 2 25-27 193 137 9 18 96 Fri schbacker s u G ir h en. Sonntag den 9. Oct ob er. August Noll auf der Mäusburg, Ernst Wallenfels in der Wallthorstraße und Heinrich Plank in der Neustadt. Wiederholte Ueberzeugung! 4318) Ich ersuche Sie, mir abermals 2 Flaschen Mayerschen weißen Brust-Syrup 1U übersenden, indem ich mich von der Vortrefflichkeit desselben immer mehr überzeuge. , Menningen, den 13. Mai 1870. Hochachtungsvoll C Ruf, Pfarrer. Stets ächt bei Fr. Bieler, am Kreuz. Arbeitsversteigerung. 4327) Die zur Herstellung eines Fuß: pfads nach dem Stationsgebäude erforbcr lichen Arbeiten, 'und zwar: Erdarbeit, veranschlagt zu der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst am 9. Oktober ) Morgens: Pfarrer Dr- Seel, zur Feier des Erndtedankfestes / Nachmittags: Mttpredlgcr Lips. Die Pfarrgeschäfte für diese Woche (vom 9. bis 15. October) besorgt Pfarrer Landmann. eine Gesellschaft gebildet hat, um die Opfer des Bombardements von Straßburg zu unterstützen. Die Municipal-Commission fühlt sich lebhaft berührt durch dieses j Zeugniß der Sympathie, und sie hat mich beauftragt, den edlen Gffchenkgebern im Namen unserer so grausam geprüften Bevölkerung den Ausdruck ihres leb- ' C/ " hasten und tiefen Dankes auszusprechen. Gestatten Sie mir, Sie zu bitten, daß Sie meinen Gefühlen und denen meiner Collegen ein Dolmetscher sein wollen bei den Bewohnern Ihrer Stadt, welche unter diesen peinlichen Umständen eine Handlung einsichtiger Mildthätigkeit ausüben. Genehmigen Sie rc. Der Maire, Küß" ^Berlin, 5. October. Delbrück wird sich zur Vorbereitung erforderlicher weiterer Verhandlungen über die deutsche Frage demnächst ins Hauptquartier begeben. , New-Uork, 4. Oct. Heute ging der Dampfer „Ville de Paris' mit Waffen und Munition nach Frankreich ab. 1 mdl|l tu 7 « die len »ttbtn net' No uns Ml, ’MOe^, lulche, iit ^ativti tvird Diei, ^tn Obei« grümmrete ' !tch wohl Ursi Ent. agilikt onaih i Gute & Wochen Diel ürfnitz nah ls Dielmehk äußerlich Stein- und Sandlieferung, veranschlagt zu • • ■ . 206 fl. 30 kr. AollharniHe, rechtfertigenden Angriffe unterdrückt und befinden sich mehrere der Schuldigen । in den Händen der Justiz. In diesen betrübten Umständen, in denen die Stadt , sich befitidet, richtet die Municipalität einen warmen Aufruf an alle gutgesinnten , Einwohner; sie ersucht die Arbeiter, sich ihren gewohnten Beschäftigungen hinzugeben und verlangt von allen Bürgern die Mitwirkung zur Aufrechthaltung der Ordnung. Diejenigen, welche in Zukunft dieselben zu stören die Absicht haben, werden unnachsichtlich nach den Gesetzen des Belagerungszustandes behandelt werden." Ueber diese Vorfälle haben wir hier noch keine Details, indeffen wird deren Kenntniß nicht auf sich warten lassen. Der Verkehr zwischen Basel und Mühlhausen findet bis zur Herstellung der Eisenbahn mit Postwagen statt. Coblenz, 5. Oct. Gestern wurde der zu guterletzt von der republikanischen Regierung zu Pares zum Präfecten für den Niederrhein ernannte Herr Valentin von Straßburg, sowie einige wohlhabende Bürger von Köniasmachern, letztere wegen eines Angriffs auf eine Proviantcolonne, unter militärischer Begleitung auf den Ehrenbreitstein gebracht. Tours, 5. Oct. Nach Berichten aus Chartres von heute Morgen hat der Feind gestern Abend Epernon besetzt. Karlsruhe, 5. Oct. Aus den bisherigen Straßburger Belagerungsfelv- truppen ist ein besonderes 14. Armeecorps unter General Werder gebildet worden, das heute nach dem Westen aufgebrochen ist. (Wes.-Z.) Brüssel, 6. Oct. Unter den im Lager zu Beverloo internerten franzosi. schen Soldaten zeigen sich Anzeichen von Aufsätzigkeit. Die Negierung hat ein Bataillon Carabiniere dorthin gesandt, um Unordnungen vorzubeugen. Brussel, 6. Oct. Briefen aus Paris zufolge ist die Feuersbrunst, welche die Petroleumvorräthe in den Buttes de Chaumont vernichtet hat, durch Brandstiftung entstanden. Mehrere Verhaftungen ftnfc deßhalb vorgenommen worden. Berlin, 4. Oct. Der officiöse Correspondent der „Karlsr. Zeitung" schreibt von hier: „Wie verlautet, sind die zur Beschießung von Paris erforderlichen Einrichtungen nunmehr vollständig getroffen. In den nächsten Tagen steht die Eröffnung des Bombardements zu erwarten." Am 27. wurden die Württemberger, wie der „Schw. Merk." erfährt, vom König von Preußen inspicirt, dem zu Ehren sie eine Illumination mit Kürbissen veranstalteten. Der König soll ihnen ver- sprochen haben, sie bis zum 18. Oktober nach Paris zu führen. Berlin, 5. Oct. Der Staats-Anzeiger meldet: „Das bisher in Hagenau befindliche General - Gouvernement des Elsasses wird nunmehr seinen Sitz nach Straßburg verlegen." . . Berlin, 6. Oct. Ein Decret der Regierung in Tours verfugt, daß die rurch die Gesetze vom 13. August und 10. September gewahrten Moratorien für Handelseffecten, die nach dem 14. October creditirt sind, nicht anwendbar sind. Aus Kassel wird der „Times" telegraphirt, daß am 2. dort ein Courier t>Dn der Kaiserin Eugenie an Napoleon eintraf und noch im Laufe des Tages «ach London zurückkehrte. KM 5. Oct. Der Maire von Straßburg hat an den Ober-Burger- M.ister von 'Köln ein Dankschreiben gerichtet. Dasselbe ist vom 3». Sept, vanrt, in französischer Sprache geschrieben und tragt an der Spitze den kaiserlichen Adler »wischen den Worten „Empire fran<;ais“. Die Uebersetzung lautet: „Geehrter Herr und College! In ihrer gestrigen Sitzung hat die Commission mumcipa e Mittheilung von einem Telegramm erhalten, welches anzeigt, dass sich in Köln 8 bis 10 Uhr angenommen und ausgeliefert. t c „ 3) Die Frist zur Beladung der den Versendort bereitgestellten Wagen wird auf 12 Stunden — die Nachtzeit von Abends 7 Uhr bis Morgens 7 Uhr nicht mitgerechnet — festgesetzt. . 4) Bahnhof-restant gestellte Guter, sowie Güter derjenigen Empfänger, welche auf die Aoistrung ausdrücklich verzichtet haben, lagern 24 Stunden nach Ankunft auf Kosten und Gefahr der Empfänger. . . _ Für die Entladung der von den Empfängern selbst auszuladenden, hierzu bereitgestellten Wagen wird eine Frist von 8 Stunden bestimmt, die Nachtzeit von Abends 7 Uhr bis Morgens 7 Uhr nicht mitgerechnet. Bei außerhalb des Stationsorts wohnenden Empfängern wird diese Frist auf 24 Stunden rm Maximum festgesetzt. Die zur Abholung der Guter, deren Entladung bahnseitig ohne besondere Kostenberechnung besorgt wird, von den Güterböden oder zur Abführung der von den Empfängern selbst auszuladenden Gütern bestimmten Fristen laufen von dem Zeitpunkte der Abgabe des Avisbriefes in der Behausung des Empfängers, sofern derselbe am Stationsorte, zur Post oder an den Orten, wenn der Empfänger außerhalb des Stationsorts wohnt. Cassel, den 20. September 1870. Königliche Direktion der Main-Weser-Bahn. 4333) Neue Sardellen, holländische Vollhäringe, tmmarinirte Häringe, Prima Schweizer- und Limburger Käse Preuse. 41/2% Obi. 911/4 Frankf. 3V2% Obi. 8(0/4 Nass. 4l/2°/o Obi. 90 Kurh. 4% Obi. 82 Hess. 4o/g Obi. b. Roths. 92 V8 „ 31/30/0 do. do. 88 Bayer. 5% Obi. OG’/z r, 41/2% 1 jährige 85 * 40,0 Vzjährige 917/s Wnrtemb. 4V2°/o Obi. 90 Baden 41/2% Ob), o. E.L. 901/3 Oestr. 50/g b. R. 533/4 „ 50/0 National 74stz » 50/0 Metall. Obi. — w 50/0 M. steuer f. — Amor. 6% 1882r Bds. 95 w 6ü/q 1885r 933/4_______ Actlen. Frankf. Bank 1283/t Oester. Bank 679 „ Creditaot. 2423/4 DarmsL Bankact. — sollen _ Dienstag den 11. b- Mts., Vormittags 10 Uhr, auf der Bürgermeisterei zu Groß - Buseck öffentlich wenigstnehmend in Accord gegeben werden. Groß-Buscck, am 6. October 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck. I- A-: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 363 Ludwigsh.-Bexbaoh — Maxbahn 108 Bayer. Ostbahn 121 Hess. Ludwigsbahn 134i/2 30/0 östr. Stsb.-Prior. 55t/2 3% östr. s. Lombard. 45 !/2 3% Livorneser 31 50/g Toscaner 49 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 75Vz do. II Emiss. — Anleheraslooae. Kurh. 40 Thlr. Loose 613/$ Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. 17*1 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 43 V4 40/g bayr. Präm. Anl. 1053/4 4% badische Loose 103a/4 Badische fl. 35 Loose 57 t/g 1858r Prioritäteloose — 1860r Loose 74Vi ilgtkicbes Gk- tn. Sin wohl, inder. W Kurier' war, zu er- Le Zeimzen, chme der vom verboten fwb. behoben W ,r Mairie von FÄ: ■Ä sei i(l(l ««»6 " Lu le% 3.) sE “Ä SR 1 »«; * *'5 I»lt^ Sag'11 4326) Frankfurter Exportbier in Flaschen bei , c H. Schmall, Lmdenplatz. 4244) Ein gut erhaltener Kochofen mit Aufsatz und 2 Löchern, mit Ringen, für Steinkohlen- und Holzbrand geeignet, steht zu verkaufen bei Th. Roloff, am Wallthor. Wechsel. Amsterd. k. S. lOO1/^ A-Ugsb. k. S. 993/i Berlin k. 8. 1043/4 Bremen k. 8 . 963/< Cöln k. 8. 1041/2 Hamburg k. 8. 88 Leipzig k. 8. 1041/2 London k. 8. lllU/g Lyon k. 8. — Paris k. 8. — Wien k. 8. 95 Diseonto 4% G. Geldsorten. Pr. Cass. Sch. 1 443/4-45 empfehlen_______I- A- Busch Sobne. Illuminntions-Lämpchen zum Aufstellen und Annageln bei Gg- Petri, am Neuenweg, (4258)__________Parfümeriehandlung. 3798) Für Militärs empfehlen wir wollene Jacken im Preise von 1 fl 6 kr-, 1 fl. 12 kr , 1 fl. 18 kr. rc- rc , ferner Leibbinden in verschiedenen Sorten. __I. A- Busch L>öhne. Anerkennungsschreiben. Erpel vis—ä—vis Remagen, 26. Juni 1870. 4330) Ich ersuche Sie, da mein Vorrath Reinigungssalz bereits vergriffen ist, mir umgehend zu senden — folgt Bestellung. Gleichzeitig kann ich Ihnen die erfreuliche Mittheilung machen, daß die Wirkungen den Reinigungssalzes ausgezeichnet sind; mein Schwiegervater, der Jahrelang an der fürchterlichsten Magenschmerzen litt und dem kein Arzt helfen konnte, befindet nch jetzt beim Gebrauch desselben in bester Gesundheit, so daß er alle Speisen ohne jede Beschwerde vertragen kann. Iodocus Weisienfeld. Das von mir fabricirte durch seine ausgezeichneten Wirkungen seit mehr denn 20 Jahren als sicherstes Präservativ gegen Magenleiden aller Art rühmlichst be- i kannte ächte C. W. Bnllnch's ! Universal-Rkinigungkisiih ‘ hält stets vorräthig in Originalpaqueten > per Pfd- 42 Krz. P Fr. Bieler tn Gießen. C. W. Bullrich in Berlin. Maurerarbeit, „ Zimmerarbeit, „ Schlosserarbeit, „ Weißbinderarbeit, „ Chaussirarbeit, „ Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Aufforderung 4328) Nachdem die dahier bestehende Firma: Weidig LRühl (Cigarrenfabrt- kations-Geschäft mit Cigarren-Handlung en eros _ Inhaber: Heinrich Wetdtg und Christian RLhl) mit der Mehrheit ibrer gerichtsbekannten Gläubiger ein Arrangement abgeschlossen hat, dessen Einsicht allen Interessenten auf der Registratur des unterzeichneten Gerichtes freisteht, werden etwaige unbekannte Gläubiger der genannten Firma aufgefordert, ihre Forderungen binnen 14 Tagen hier anzuzeigen und etwaige Einwendungen gegen das Arrangement hier vorzubringen, widrigenfalls nach Ablauf dieser Frist ohne Rücksicht auf sie lediglich nach Lage der Sache verfugt ,eelg- netenfalls auch das Arrangement bestätigt werden würde. Gießen, den 1- October 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Scriba, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Main - Weser - Bahn. B e k a n n t m a ch u n g. 4315) An Stelle des Betriebs-Reglements vom 1. Januar 1869 kommt vom 1- October b. I. an auf der Main-Weser-Bahn das Betriebs-Reglement für die Eisenbahnen im Norddeutschen Bunde in Anwendung, welches auf den Billet- und Güter-Expeditionen zum Preise von 2‘/2 Sgr. zu er- $ Mit Bezug auf §• 11 und 14 des neuen ÄÄ den Güter-Verkehr bringen wir Folgendes zur allgemeinen Kenntmß: 1) Die Expeditions-Locale für den Guter- Verkehr sind dem Publikum im Sommer von 7 Uhr, im Winter von 8 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends, mit Ausnahme der Mittags-Stunde — auf den Stationen Cassel, Marburg, Gießen und Frankfurt von 1 bis 2 Uhr, auf den übrigen Stationen von 12 bis 2 Uhr — geöffnet. 2) Eilgut wird au Sonn- und Festtagen nur in dm Vormittags-Stunden von 4332) Das Garnlager der 3- A. Busch Söhne ist I wieder in allen Farben und Qualitäten aufs Vollständigste aus-1 gestattet und empfehlen wir dasselbe zu den billigsten Preisen. i Ofenkohlen, erster Qualität empfiehlt Gießen. E- Bergmann, Seltersweg Lik. C- 101. Das Lager befindet fich auf dem Bahnhofe. Z1305) Achselklappen, Schärpenbänder und Portepee für die Herren Offiziere empfiehlt _________________________H. R ü b fa m e n. I Berliner Lampen für Petroleum und Ligroine werden unter Garantie verkauft bei _______________________________Carl Frech._____ 01*21» li werden durch mein seit 26 Jahren weltberühmtes Zahnmundmasser für immer sicher vertrieben, welches von den größten Aerzten und höchsten Standespersonen anerkannt ist. Unzählige Atteste liegen zur Ansicht vor. C- Hückstädt, Berlin, Prinzenstr. 37. Zu haben ä Flasche 18 fr. in der alleinigen Niederlage bei (3319) Carl Frech, in Gießen. 4337) Im Besitze meiner sämmtlichen zur Leipziger Messe gekauften Maaren empfehle ich besonders Winterbukskins, worunter eine Parthie unter dem Preise verkaufe, Tuche, Paletotftoffe, Damenkleiderzeuge, Gardinen, alle Sorten Hemdenflanelle, wollene Hemden, Fußteppiche im Stück und abgepaßt, Winter-Damenmäntel in reichhaltiger Auswahl von 7 fl. anfangend, Regenpaletots zu 6 fl. und höher. Moritz Heichelheim, Seltersweg C. 185. Musikwerke und Spieldosen von 2 bis 24 Stücke spielend, mit und ohne Glocken und Trommel, Castagnetten, Himmelsstimmen, Mandolinen zu en-xros-Preisen, empfiehlt (1647) Georg Schäfer, Uhrenhandlung. Mein Tuch- und Bukskin-Lager in empfehlende Erinnernng bringend, empfehle ich besonders: dunkelgrau melirt u. heffiflchgraues Tuch und Satin, ersteres von 1 fl. 42 kr. an, graue und blaue Tuche für Militairs und Polizei, ordinäre Winter-Düffel für Joppen und Frauenjacken, ü 1 fl. 45 kr. pr. Elle. Sommerstoffe für Kinderanzüge von letzter Saison verkaufe ich zu herabgesetzten Preisen. Ludwig Lang, Marktstraße Lit. D. Nr. 25, (4302) vis-ä-vis dem Herrn Kaufmann Emil Pistor. 4335) Ein gut dressirter Hühnerhund zu verkaufen. Näheres bei ____________________Emil Pistor. 4199) Zwei Thorschlöffer nebst Schließkloben und Schlüssel zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. : Herr Pros. I. Moscheles | sagte über dre drei, überall Sen-I sation erregenden Walzer: „Früh-I lingsreigen" von Julius LammerS.A — ^Burschentänze" von Johs- Schon! ,dorf — „Iugendträume" (Preiscom-Z Position) von O. Hübner-TramS:^ l„Diese verdientermaßen anerkannteng Werke, werden sich eine große Popu-Z larität verschaffen, und ich wünsche^ denselben die ausgedehnteste Verbrei-Z tung". Preis pro Opus (4 Bogen» stark) nur 12>/2 Sgr. Zu beziehen» von Robert Apitzsch in Leipzig undZ durch alle Buch- und Musikalien-g Handlungen. (4331) | Vermiethungeu 4098) , Ein Familienlogis im Vorderhause, Mitte Dccember beziehbar, sowie ein Samilienlogis im Nebenhause, Anfangs ctober beziehbar, zu vermiethen bei ___________________ Flick & Kröll. 4317) Zwei möblirte Zimmer mit Cabi- net sind zu vermiethen. __Wittwe Martin. 4319) Durch Wegzug des Herrn Simons ist dessen Logis anderweit zu vermiethen. _______________________I. Reiber. 3843) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen. Wallthorstraße Lit. A. Nr. 227. 4334) Eine Stube mit Cabinet, mit oder ohne Cabinet, ist zu vermiethen bei ________________Julius Wallach. 4130) In dem H ast'schen Hause in der Schloßgasse sind zu vermiethen: eine Familienwohnung im dritten Stock, und ein großer gewölbter Keller. ___________________ Dornseiff. 3219) Der obere Stock meines Hauses, sowie ein großes möblirtes Zimmer, si.ld zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei Heinrich Vogt, Neuenweg. 4316) An eine stille Familie ist eine Wohnung zu vermiethen bei Carl Retter, kleine Löwengasse. 4324) Eine Wohnung, aus 3 Stuben, Küche, Kammer u. s. w. bestehend, ist im Nebenhause Lit. A. Nr. 63 zu vermiethen und bis zum 1. November zu beziehen. 4228) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen bei Heinrich Sauer, _____________________Neuenweg 134. 4133) Ein Laden nebst Logis und zugehörigem Keller ist zu vermiethen in Lit. A. Nr. 100._____________________ 4321) Eine Familienwohnung ist zu vcr- miethen und fogleich zu beziehen. Mühl- gasse Nr. 72.__ 3473) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche rc. und sonstigen Bequemlichkeiten, ist zu vermiethen bei _________Georg Möhl, Reichensand. 3962) Das von Herrn Expediteur Rettig bewohnte Logis ist durch dessen Wegzug anderweit zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Georg Möhl, Reichensand. 4049) Im Cafe Kuhlmann sind möblirte Zimmer an ledige Herren zu vermiethen und sogleich zu beziehen. 3740) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, in einer freundlichen Gartenwohnung, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 4202) Ein unmöblirtes Zimmer vermie- thet__W. Gaquoin. 3707) Das von Herrn Oberlieutenant Winter bewohnte Logis, bestehend aus 4 Zimmern, 1 Mansarde, 2 Kammern, Küche, Keller rc., ist zu vermiethen und den 20. October zu beziehen. _____________Chr. Löber, Fabrikant 4297) Ein freundliches möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei C. Rahn. 4263) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Louis Petri II., _____________________Neuenweg.______ 4150) Ein Logis von 4 Zimmern, 2 Ca- bineten und allen dazu nöthigen Räumen ist durch den Wegzug des letzten Miethers nach Frankfurt anderweit zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Chr. Reiber, am Kreuz. 4274) Zwei freundliche Parterre-Zimmer auf dem Seltersberg, in der Nähe der Eisenbahn, sind mit oder ohne Möbel sogleich zu vermiethen bei K. Hensler, Pfarrer, im Peppler'schen Hinterhause 4245) Zwei freundliche Familienwohnungen sind in meinem vor zwei Jahren neu erbauten Hause zusammen oder getrennt zu vermiethen Gärtner Schaum, vor dem Seltersthor. Vermischte Anzeigen. § C. G. Knacker (Geometer), wohnt bei Herrn B. Katzenstein vor dem _________Wallthor (im (Sorten )__________ 4323) Ein braves Mädchen, welches bürgerlich kochen und alle Hausarbeiten verrichten kann, wird gesucht und kann fogleich eintreten bei PH. Uhl. 4295) Ein braver Junge, der Scribent werden will, findet auf meinem Büreau Beschäftigung. Engelbach II., Hofger.-Advocat. 4320) Professor Dr. Bülow sucht eine binnen 14 Tagen beziehbare Wohnung von 2 bis 3 Zimmern zu miethen. Angebote bittet man abzugeben bei ______________Prof. Regelsb er ger. 4322) Ein williger Junge für leichte Arbeit und Ausgänge zu besorgen, kann sogleich eintreten bei____________PH. Uhl. 4221) Mein Holz-Lager befindet sich vom 1. October an auf dem von mir gekauften Lagerplatz am Riegelpfad. S. Katzenstein (Holzhandlung.) Nadi Queensland in Australien befördern am 25. October und im November Landleute und eine beschränkte Anzahl Handwerker mit Vorschuß der P assa g e. Louis Knorr