'■ÄS iS?**? itlotben, j!" »O.OOO J?k-tzt frlrte «arf ?.t,nt unklug ’dn 5^ ‘«'m 1856 ,^Qn fragt "Mhh. am . Plebl-cit Jnn Documtat . ,^ulrt 8a»tt ?’ 5n °n;n.- 1 kfn ^aal un> rnflk bi Roma» «‘in Coaststo- »btn. tu tz„- ;a9«m, !plrt. tbo- N‘°sali°m «Mer! ,7'Arivgfich ,fr €l&), Har. i“‘i Stzbislhäfr .Witterung gegen Uion matt, iu. H°'kS- b«> !ni“- 'Ü ohne *ma todttifemb 'n P fiiltan. n bit 3nfa0ibj> ® ft zchrochnl, nbrniüttd. Ti $iul IX., btt ififronutig stintr bi< ,3ialit- bt. fehlet begangen, i. Dagegen ist a ter neue ©lau. triftig, baß et Üen Qrnflei, in geheilt teotbtn, eil bekannte! ■ Der Sauber. in'dltn finb bd tiftomo tat t'm do allt Rohpro. gänjliäi nietet, auf 3 Mill. bt. ingi durch einige kaicha Mchert, gebracht werben, ingdommen. Der le Dinge in Ru. b büre, fdbß btt ; Saht in diesem Sune bet Tbront W- 3 ) er Iheb've wirb ben. #<°b t hier erwartet ’j t on TWttn ) firce. unb ein n aller Art nach man vor einigen Bf ein veibilchrs ( eine« e,®“f ,m euljkalbrrho' .. vstaenornwen; /wildem Dcr- LV Liarnung w* ./nrenben N‘n "‘4 6i”' ö*nn; Ä U ** n iO rl **L fein« -LÄ»' •L (47 »,h‘ Psrßanb 8®«a" ' Ä **«£ •>' “»*5W- Pcers vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlick 49 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Lit. D Nr. 1. Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Nr. 79. Donnerstag den 7. Jnli AMtlrcke BekanntmcrshMngen. Kießen. 187V. Betreffend: Die Wahlen zum Reichstag des Norddeutschen Bundes. ' t? - c" - Das Grostherroglichr Kreis« in t Giehrn an die Großhrr?oglichen Bürgermeistereien des Kreises. Behufs Vornahme der Wahlen zum nächsten Reichstag — erste Wahlen und etwaige Ersatzwahlen — sind nachstehende Anordnungen von uns getroffen worden: 1J Jede Bürgermeisterei mit Ausnahme von Gießen bildet einen Wahlbezirk für sich; die Stadt Gießen zerfällt in folgende Wahlbezirke: Erster Wahlbezirk: die Einwohner in Lit. A. 70 Zweiter „ „ „ ,, „ B« Dritter „ „ „ „ „ C. u. E., sowie der Schiffenbera. Vierter > „ „ „ „ „ D. Die selbstständigen Gemarkungen werden für die Reichstagswahl in nachstehender Weise den Bürgermeistereien angeschloffen: Heibertshausen zu Daubringen, Arnsburg zu Eberfiadt, Schiffenberg zu Gießen (dritter Wahlbezirk), Hof Wach, Kolnhausen und Mühlsachsen zu Lich, Friedelhausen zu Staufenberg. 2) Aus folgender Uebersicht ergiebt sich, wer als Wahlvorsteher beziehungsweise Stellvertreter zu fungiren hat, und in welchem Local die Wahl vorzunehmen ist. Sie wollen die Anordnungen sofort in ortsüblicher Weise bekannt machen, und wie geschehen dahier anzetgen. Dr. G o l d m a n n. Ordn.- Nr. Gemeinden. Wahlvorsteher. Stellvertreter. Wahllokale. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 Wach........... Allendorf an der Lahn..... Allendorf an der Lumda..... Alt-Buseck.......... Annerod.......... Bersrod mit Winnerod..... Beuern........... Burkhardsfelden........ Daubringen mit Heibertshausen . . Dorf-Gill.......... Eberstadt mit Arnsburg..... Ettingshausen......... Garbenteich......... * erster Bez. Gießen mit Schiffenberg iwctter ,, ' vierter , Groß-Buseck......... Groß-Linden......... Grüningen.......... Hattenrod.......... Hausen........... Heuchelheim......... Holzheim.......... Klein-Linden......... Lang-Göns......... Leihgestern.......... Lich mit Kolnhausen, Hof Albach und Mühlsachsen........ Lollar ........... Mainzlar.......... Münster........... Nieder-Bessingen........ Ober-Bessingen........ Ober-Hörgern........ Oppenrod.......... Reiskirchen.......... Rödgen........... Ruttershausen mit Kirchberg . . . Staufenberg mit Friedelhausen . . Steinbach.......... Treis an der Lumda...... Trohe............ Watzenborn mit Steinberg .... Wiescck........... Bürgermeister Balser........ Bürgermeister Volk......... Bürgermeister Wagner........ Bürgermeister Wagenbach...... Bürgermeister Groß........ Bürgermeister Bocher........ Bürgermeister Otto......... Bürgermeister Arnold........ Bürgermeister Hämmerle....... Bürgermeister Knövper....... Bürgermeister Görlach........ Bürgermeister Sommer....... Bürgermeister Schwarz....... Bürgermeister Vogt ........ Gemeinderathsmitglied Wilhelm Keller . . Beigeordnete Felsing........ GemeinderathSmitglied Ludwig Bücking . Bürgermeister Wagner....... Bürgermeister Menges....... Bürgermeister Leidich........ Bürgermeister Mengel........ Bürgermeister Dern........ Bürgermeister Jung........ Bürgermeister Jäger........ Bürgermeister Weigel........ Bürgermeister Heinrich ....... Bürgermeister Heß......... Bürgermeister Helm......... Bürgermeister Geißler........ Bürgermei ter Vogel........ Bürgermeister Heß......... Bürgermeister Roth......... Bürgermeister Serth........ Bürgermeister Alles......... Bürgermeister Weitz......... Bürgermeister Jünger........ Bürgermeister Jndcrthal....... Bürgermeister Klinke!........ Bürgermeister Vogel........ Bürgermeister Horn......... Bürgermeister Berghöfer....... Bürgermeister Schwarz....... Bürgermeister Schefer........ Bürgermeister Lang......... Beigeordnete Lenz......... Beigeordnete Gömbel........ Beigeordnete Wallenfels....... Beigeordnete Vogel......... Beigeordnete Engelhardt....... Beigeordnete Klös......... Beigeordnete Schomber....... Beigeordnete Blei......... Beigeordnete Schäfer........ Beigeordnete Weitz......... Beigeordnete Weil......... Beigeordnete Opper......... Beigeordnete Wallbott........ Fabrikant Haustein......... Gemeinderathsmitglied Anton Ricker . . GemeinderathSmitglied Rosenberg.... Gemeinderathsmitglied Karl Nagel . . . Beigeordnete Althaus........ Beigeordnete Zörb......... Beigeordnete Bingel........ Beigeordnete Petry......... Beigeordnete Andermann....... Beigeordnete Kröck......... Beigeordnete Laux......... Beigeordnete Theiß......... Gemcinderathtzmitglied Anton Weil IV. . Beigeordnete Langsdorf....... Beigeordnete Fischer........ Beigeordnete Richm......... Beigeordnete Klingelhöfer...... Beigeordnete Guntrum....... Beigeordnete Weiß......... Beigeordnete Serth VII........ Gemeinderechner HolmeS....... Beigeordnete Weller........ Beigeordnete Stumpf........ Beigeordnete Hahn......... Beigeordnete Schön......... Beigeordnete Fischer........ Beigeordnete Nicolautz........ Beigeordnete Dapper........ Beigeordnete Deubel........ Beigeordnete Jung......... Beigeordnete Müller........ Schulhaus. SchulhauS. Rathhaus. erstes Schulhaus. Gemeindehaus. Schulhaus in Bersrod. Gemeindehaus. Schulhautz. Schulhaus. Gemeindehaus. Gemeindehaus. Gemeindehaus. Gemeindehaus. Rathhautz. Schulhaus in der Schulstraße. Turnhalle. Schulhaus in der Neustadt, erstes Schulhaus. Rathhaus. Rathhaus. Schulhaus. SchulhauS. Gemeindehaus. Rathhaus. Gemeindehaus. Gemeindehaus. Gemeindehaus. Rathhaus. Gemeindehaus. Gemeindehaus. Schulhaus. Gemeindehaus. Gemeindehaus. Gemeindehaus. Schulhautz Gemeindehaus. Schulhaus. SchulhauS. Gemeindehaus. Rathhaus. Rathhaus. Bürgermeisterei-Büreau. Gemeindehaus. Gemeindehaus. Bekanntmachung. Nach dem in Nr. 5 des Bundes-Gesetzblatts des Norddeutschen Bundes verkündigten Gesetze vom 3. März 1870 werden den Militärversonen der vormaligen, im Jahre 1851 aufgelösten Schleswig-Holsteinischen Armee von der Klasse der Unteroffiziere, Gemeinen und Militär-Unter-Beamten, welche bei ihrem Eintritt in diese Armee einem Staate des Norddeutschen Bundes angehört haben oder gegenwärtig einem solchen angehören, ingleichen den Wittwen und Waisen dieser Militärpersonen, vom 1- Juli 1867 ab Pensionen aus der Bundeskasse nach Maßgabe der in oiesem Gesetze bezeichneten Bestimmungen bewilligt, und es finden die Bestimmungen desselben innerhalb der entsprechenden Chargen auch auf die vormalige Schleswig-Holsteinische Marine Anwendung. Zur Ausführung des erwähnten Gesetzes hat das Königlich Preußische Kriegsministerium in Nr. 8 des Armeeoerordnungs-Blattes unterm 3. Mai l. I. nähere Bestimmungen getroffen, denen zufolge die in dem Gesetze bezeichneten Militärpersonen der vormals Schleswig-Holsteinischen Armee den ihnen durch das Gesetz beigelegten Anspruch auf Pension bet dem Landwehr-BezirkS-Commando, in dessen Bezirk sie sich aufhalten, anzumelden haben, welches alsdann nach Maßaabe der gedachten Ausführungs-Bestimmungen das weiter Erforderliche veranlassen wird. Dagegen würden etwaige Ansprüche von Hinterbliebenen der bezeichneten Milttärpersonen auf Bewilligung einer Pension bei den Großherroglichen Kreisämtern anzubringen sein. Wir bringen Vorstehendes mit dem Ansügen zur öffentlichen Kcnntniß, daß diejenigen, welche auf Grund ves erwähnten Gesetzes Pensionsansprüche geltend machen wollen, sich hiernach zu bemessen haben. Gießen, den 1. Juli 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Selbmann. Ke von Neue Ansichten von Giesien. 1. 12 1. 12 Die om des OD der ^uchtvilir i ( t t -18 -30 MzesW um per hä in 319 wir W nung so auch diif selbe bim 311 hier stat auf beid Fahrgel' Rückfahl und Rü fahrt n. NB Rn Zei •mp rate Da VlN Besondere Bekanntmachungen. 3169) Im Firmen - Register des unterzeichneten Gerichts sind heute folgende Ein- träge vollzogen worden: 1) Siegmund Heichelheim zu Gießen setzt die von ihm und seinem verstorbenen Vater Aron Heichelheim von da unter der Firma : „Aron Heichelheim" betriebene Handlung mit Werthpapieren nebst Wechselgeschaft (uneigentlich seither mit Bankgeschäft bezeichnet), unter Uebernahme aller Acttven und Passiven dieser Firma und Beibehaltung deren Namens, vom 29. v. Mts. an für seine alleinige Rechnung fort. Der Name jenes Aron Heichelheim ist im Firmen-Register gelöscht worden. 2) Wilhelm Orbig zu Gießen betreibt daselbst seit 15. September 1869 eine Cigarren- und Spezereiwaaren - Handlung unter der Firma: „Wilhelm Orbig" und hat seinem Bruder August Orbig zu Gießen Procura ertheilt Gießen, den 1. Juli 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter. Vermischte Anzeigen 3177) Zum Aufenthalt für das Laternen- wärter-Perfonal während der Abendstunden suchen wir ein möglichst im Innern der Stadt gelegenes Zimmer ebener Erde zu miethen. Offerten bitten wir bei Herrn Laternenaufseher Schwan in der Sandgasse abzugeben. Gießener Gaswerk. j-VSen -Ä fei!;1 Oberhessische Eisenbahn- Gesellschaft. Bekanntmachung. 2781) Neue Matjes- Häringe empfehlen I. A. Busch Sohne. 3187) Zwei möblirte Zimmer sind zu oermiethen und sogleich zu beziehen Neuen- bäuen B. 73. R. F Daubitz'scher | Kräuter-Lchueur, fatmctrt von | Apoth. R. F. Daubitz in Berlin, V dessen Gebrauch sich das Pnbli- g kum selbst gegenseitig so vielfach P empfiehlt, ist allein zu haben bei H Aulius Wallach am Markt, W (1445) in Gießen. abgelassen werden. Gießen, den 5. Juli 1870. Der DerwaltungSrath. Äethef fenberg, 4°, ä....... • •••••-/ Photographieen von Synagoge und Turnhalle, Markt, Zinßer's Garten, 4°, ä ... . • • • • • • Photographieen in Visit.-Format von Gießen, Gleiberg, Schiffenberg, Staufenberg, Synagoge, Markt, Zinßer's Garten, Aula, Neue Anlage, Bahnhof, Klinik, Caserne, ä . . . . • • • • - - - Stereoscopbilder von sammtlichen Ansichten, » - . 3197) 3 Drittes Concert im Somm er- Ab o nnemen t des Gitsiener Cancert-Vereins Freitag den 8. Juli 1870, Abends 6 ilhr, im Club-Saale, tony'scher BierkeUer 3188) Donnerstag den 7. Juli: Feilgebot eueS. 3030) Drei Eichen-Baustämme, ungefähr 100 Cubikfuß entbaltend, verkauft Gustav Rühl, Spengler. 3191) Bei Gelegenheit zu Lich stattfindenden Turnerfestes am 10. u. 11. Juli d. I. tritt für die Besucher des Festes eine Ermäßigung für Hin- und Rückfahrt in der Art ein, daß an diesen Tagen Billets II. Classe zur Hin- u. Rückfahrt in HL Classe und Billets I. Classe zur Hin- u. Rückfahrt in H. Classe Gültigkeit haben. Die in dieser Art gelösten Billets ermächtigen auch noch zur Rückfahrt am 12. Juli. Am 10. Juli, Abends 11 Uhr, wird außerdem ein Extrazug von Lich nach Gießen Versteigerungen. Versteigerung von Sauarbeiten. 3182) Die bei Pflasterung eines Theils deS Schloßhofer dahier vorkommenden Arbeiten und Lieferungen: 1) Pflaster- und Chausstrarbeit, veranschlagt zu 672 fl. 36 fr., 2) Lieferung von 4,5 Ckftr. Basaltsteinen, 3) „ „ 2,0 „ Lahnkies, 3161) Dienstag den 12. Juli, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des verstorbenen Martin Müller auf dem Rcichensand einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt und bei annehmbarem Gebote der Zuschlag sofort ertheilt werden. Gießen, den 4. Juli 1870. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. K. Vogt. d. 2 e r Bekanntmachung. 3192) Die in unserer Bekanntmachung vom 14. v. M- für jeden Sonnabend angekündigte Beförderung eines Extrazuges von Frankfurt a. M- nach Cassel unterbleibt von jetzt ab. Cassel, den 4. Juli 1870. Königliche Directton der Main-Weser-Bahn. L eröffnet habe Prompte unter gefälliger Mitwirkung Clavierviriuosin Fräulein Minna Brandes aus Schwerin und des akademischen Gesangvereins. Der Eintritt findet nur nach Vorzeigung der ElntrittS- karte statt. Der Vorstand des Concertvererns. Nicht zu übersehen! Sohnes in einer der ersten Schön- und Kunstfärbereien das Farben von Kleid'ern in Seide, Wolle, Halbwolle und Jaconnet in allen Farben, sowie dast Drucken.in Oel, Dampf, Gold, Silber und in den neuesten Brillant-Farben, ferner das Waschen und Färben von Handschuhen und Federn, chemische Fleckenremigung und daS Moinren von seidenen und Moir^-Kleidern, zu übernehmen in den Stand gesetzt bin und halte mich unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung bestens empfohlen. m * Must-r bei Herrn Philipp Best in der Löwengasse zu G.esien zur A^ w« - Aus'ra-e können an Herrn Best ^°uch^r°^°n m.ch M-S°b 3141) Ein möblirtes Zimmer, am liebsten mit Cabinet, möglichst außerhalb der Stadt zwischen Gärten gelegen, wird von einem fremden sehr ruhigen Herrn gesucht. Gefällige Offerten an W. B., Cafe Ebel, einzusenden. am Kreuz. 3194) Eine große Auswahl eleganter und billiger Fantasie- und Strohhüte, sowie das Neueste in Seiden- und Frlzhuten empfiehlt Louis Schild, am Kreuz. p. 8. Filz - und Strohhüte werden schnellstens gefärbt und gewaschen, nach neuester Facon umgeändert und billigst berechnet. Das Ausbügeln der bei mir gekauften Hüte gratis. Die Zinsen des H ast'schen Vermächtnisses. 3178) Wer sich bei der am 26. d. Mts. stattfindenden Vertheilung der Zinsen des H ast'schen Vermächtnisses berücksichtigt zu sehen wünscht, hat sich bis zum 20. Juli bei uns einschreiben zu lassen. Gießen, den 4. Juli 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt- flbcrhenW Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Generalversammlung zu Salzhausen Samstag den 9. Juli, Vormittags 11 Uhr. 3179) Die Mitglieder der Gesellschaft, sowie alle Freunde der Siatur- wissenschafteu sind zur Theilnahme ergebenst eingeladen. Die Herren Mitglieder, welche sich betheiligcn wollen, werden gebeten, sich ans der in Umlauf gesetzten Liste zu unterzeichnen. Schreiblehrer Max Ad. Gander von Mainz erlaubt sich dem verehrlichen, bezw. Publikum anzurelgen, daß er in^nächster Zeit wieder in Giesien eintrifft, um einen Cyclus »on 12 Lehrstunden seiner »Schreib Methode Neuesten Systems" zu beginnen. ß Turnverein. Generalversammlung im Darmstädter Haus, Montag den 11. Juli, 8 Uhr Abends. Tagesordnung: Wahl von Abgeordneten für den rnittelrhein. Turntag zu Wiesbaden. NB. Diejenigen Mitglieder, welche das am 31. Juli und 1. August zu Wiesbaden stattfindende Kreisturnfest besuchen wollen, sind gebeten, sich bis Montag den 11. Juli spätestens in die bei den Herren L. Stohr und Aug. Reyher bereitliegenden Listen einschreiben zu wollen. Der zu entrichtende Festbeitrag beträgt 48 fr. Der Vorstand. Mittwoch den 13. l. Mts-, Vormittags 10 Uhr, in dem Bramm'schen Wirthslokale öffentlich versteigert werden. Plan, Voranschlag und Bedingungen können in diesem Lokale vor der Versteigerung eingesehen werden. Gießen, den 5. Juli 1870. Grobherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel.__________ 3173) Ein Zimmer, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3152) Auf dem Asterweg Lit. A- Nr. 124 ist eine Familienwohnung, bestehend in vier Zimmern, einer Kammer, Küche, Keller rc-, zu vermiethen, welche den 1. October l. I- bezogen werden kann. 3104) Zu vermiethen und alsbald beziehbar eine geräumige Mansarden - Wohnung am Seltersberg Lit- E- Nr. 83. Am liebsten eine kinderlose Familie ober einzelne Dame- Vermisthrrngsn 3153) Im Hast'schen Hause in der Schloßgasse ist der 3. Stock zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Dornseiff. 3156) Ein neues Haus ist zu vermiethen oder auch zu verkaufen- Näheres bei der Exped. d. Bltts. Gefundene Gegenstände: s s sffl» stä» »* später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden- Zugelaufen: Zwei Gänse- Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Gießen, den 6. Juli 1870. N o v e r. Gesang - Saiiree der Gesellschaft Blcchschmidt aus Böhmen. ________Anfang halb 8 Uhr. 3189) Ein gewandter zweiter Hausknecht wird auf sogleich gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. _________________ 3126) Ein geräumiges Zimmer, unmöb- lirt, ist zu vermiethen- Näheres Lit. A- 152 am Kirchenplatz. 2266) Ein Familienlogis mit allen Bequemlichkeiten ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped- d- Bltts. 3108) In Lit- B- Nr. 82 in den Neuen- bäuen ist ein freundliches, möblirtes Zim- merchen zu vermiethen.__ 3116) Ein geräumiger Keller ist in der Universitäts - Engel - Apotheke zu vermiethen von Dr. C. Laubinger. 3172) In einem neuerbauten Hause ist eine große Familien-, sowie Mansardenwohnung mit abgeschlossenem Corridor und Keller, pr. 15. August zu vermiethen. Auf Verlangen kann auch Garten hierzu abgegeben werden. Zu erfragen bei der Exped. dieses Blattes._______________________________ 3174) Eine Scheuer ist zu vermiethen Näheres in Lit- D. Nr. 48. 3118) Bei I- Ricker sind so eben erschienen: Photographieen von Grefien und Umgebung Panorama von Gießen in Folio . - • - • • • - fl. 2. 24 fr. von Gießen, Gleiberg, Schiffenberg, Stau- 3162) Ein Zimmer ist zu vermiethep. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 3175) Ein freundliches möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Ehr. Fillmann, Stadtkirche. Schneidergesellen finden dauernde Beschäftigung bei (3193)___Georg Leib. 3181) In meinem Colonial-, Eisen-, Diehlen- und Manufacturwaaren-Geschäft ist für einen jungen Mann eine Lehrlingsstelle offen. A. Zimmermann, ___________zu Lollar. 3184) Fliegenpapier, rothes pr. Bogen 2 fr-, weißes pr. „ IVi fr- bei H. Sonntag, Buchbinder, am Kirchenplatz.________ 2782) Extra feine Reisstärke, Waschpulver, Waschblau und Fleckenseife empfehlen______I- A. Busch Sohne. 3190) In der Unterzeichneten ist vorräthig : Müller s Lautirbogen. Bei Einführung in Schulen das Erempl- zu 3 fr-, einzeln 4 fr. Ferber'sche Univ.-Buchhandlung (W- Ferber) Gießen. 54«'W« ob« 1 Sitfa. Zeigen. ntalltr. "• Juli: lhe Soiree lchchM en. 8Ubt. —---—. »eiter Hausknecht Näheres bei der rciiiT- ammlung r Haus, 8 Ubr Abends, von Abgeordneten ag zu Wiesbaden, eher, welche das tft zu Mrsdüm | ^ftdyulben wollen, mag den 11. Juli Hmen L- Stohr 'eilliegenden Listen ?er zu entrichtende ( "er Vorstand. gesellen igung bei georg Leib- doloniab, Kfm-, I irmaann - Geschäft | m eint W'.in-s- ,immermann, ' ZU Lollar- ; jinuntr, am lieb* tchft außerhalb der i gelegen, wird von itur-uiii ■n «k 8?Ien,™= Ä*nb(n J1 Innern her ** 6rbt |u fe™ Sternen: ^°udgat,e abzu- cr Gaswerk. msen Ihr. jeunbe der Natur- werden gebeten, von Maint " .m”0d,36t Ein Schriftsetzer - Lehrling kann eintreten in die Brühl'sche Univ.-Druckerei. Militär-Vorbereitungs- Institut. Cassel. N. Wilhelmsh. Allee 119Va» 2251) Gründliche Vorbereitung für die Examen zum Einjährigen, Fähnrich, Seekadetten und Officier in kürzester Zeit. — Gute Pension. — Prospecte auf Verlangen. zu Strohe, Rittmeister a. D. Abgehend: Amerika von Bremen nach New-Aork. 3196) Hierdurch zeigen wir einem verehrten Publikum ergebeust an, daß wir das von unserem fei. Vater betriebene Schreinergeschäft für unsere Rechnung fortführeu werden. Das demselben erwiesene Wohlwollen bitten wir auch auf uns zu übertragen und wird es unser eifrigstes Bestreben sein, dasselbe durch reelle mib prompte Bedienung uns zu erhalten. Hochachtungsvoll G e b r. M e n g e l. Angekommen in Baltimore: Bremer Postdampfschiff Baltimore; Reisedauer 13 Tage. 3186) Heute Abend: Das Ausstellungs-Comitä: £ cf ule. F. Gail. Engi. Souver. 11 Rusa. Imper. 9 Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, Marktstraße. Die Gartenlaube brinat in Nr. 27 folgende Beiträge: Die Thurmschwalbe. Erzählung von Levm 8chj?ckina - Ein Veteran der classischen Musik. Von R. Mtt I. Mosch el es4 DortrÄt. - Das Löwenhaus des Mormonen-Propheten und seine Frauen. Von George Stein in New-York. - Ein klerikaler Industrie-Ritter. - Aus der Wander- mav/e der Gartenlaube Nr. 7. Auf dem Victorraberge beic Remagen am N b?in. Mit Abbildung. Nach einem größeren Bilde des Malers Junghetm tn Dusi ce(horf _ Der Bergwirth. Geschichte aus den baierischen Bergen. 23on«.S6!?01111 Schmid. (Fortsetzung) - Blätter und Blüthen: Literarischer Diebstahl. - Eulen als Bruthennen. Von K- Geschäfts - Eröffnung 3167) Hiermit die ergebene Anzeige, daß kty unter Heutigem ein Telegraphischer Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dretz. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd .Baltimore", Capt. W. Vöckler, welches 15 Juni von Bremen und am 18. Juni von Southampton abgegangen war, ist i cvuli 3 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Baltimore angefonunen. Das Postdamp schiff des Nordd Lloyd „Main", Capitain K. v. Oterendorp, welches am 18 Juni vdn Bremen und am 21. Ium von Southampton abgegangen war ist am 1. Juli, 4 Uhr Morgens, wohlbehalten in New-York angekommen. £r°%rompte unb reelle Bedienung versprechend, halte ich mich bestens empfohlen und bitte um geneigten Zuspruch. ©iefeen, den 1. Juli 1870. B.W^Ür dem vormals Schlosser Beckcr'schen Hause. Den 9. Juli Dampfer „ 12. „ „ „ 13- „ H Gewerbe - Ausftelluug zu Gießen im Jahre 1870. 3166) Die Frist zur Anmeldung ist bis zum 20. Juli d. I- verlängert worden Da von diesem Tage ab mit der definitiven Vertheilung des Raumes begonnen werden muß, ist es fraglich, ob später einlangende Anmeldungen Berücksichtigung sin- AnMagenkramps, Verdauungsschwäche re. rc. Leidenden wird das fast 50 Jahre segensreich wirkende Dr. med. voseks'scheHeilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Erp- d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. DoeckS, Harvstcdt bet Bremen (früher Barnstorf). (1345) ", 5. August „ -..... ... - Wegen Auskünften und Passagen wende man sich gef. an Obigen. Telegraphischer Schifssbericht, mitgetheilt von Chr. Wallenfels Jun. Angekommen in New-York: Bremer Postdampfschiff Donau; Reisedauer 10 Tage 6 Stunden. „ New-York, in Bekanntmachung. 3195) Bei Gelegenheit des am 10. und 11. Juli d. I. dahier stattfindenden Turnfestes tritt für die Besucher dieses Festes auf beiden Linien der Oberhesfischen Bahnen eine Ermäßigung des Fahrgeldes in der Weise ein, daß die Billete I. Klasse zur Hm- und Rückfahrt in II. Wagenkiaffe, und die Billete II. Klasse zur Hin- und Rückfahrt in III. Wagenklasse berechtigen. Auch kann die Rückfahrt noch am 12. Juli er. auf diese Billete stattfinden. NB. Auch geht ein Ertra-Zug Nachts 11 Uhr am Sonntag den 10. d. M. von hier nach Gießen ab. Tripoli „ Liverpool „ „ „ Cimbria „ Hamburg „ „ „ Leipzig w Bremen „ Baltimore. Criterion „ Hamburg „ Rio de Janeiro- Zinßerscher Garten. 3197) Donnerstag den 7. Juli. Bei günstiger Witterung: Abonnements-Concert, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. II. Inf. -1 Reg., unter persönlicher Leitung seines Dirigenten, Herrn D. Reifert. Anfang 6 Uhr. — Entröe für Nichtabonnenten ä Person 12 fr. Die verehrten Abonnenten werden freundlichst ersucht, ihre Karten mitzubringen. Preuss. 4^2°/o Obi. 94 Frankf. 3V2% Obi. 81V» Nass. 4i/20/0 Obi. 923/4 Kurh. 4°/q Obi. 837/g Hess. 4% Obi. b. Roths. n 3i/2o/o do. do. - Bayer. 5% Obi. 101 „ 4V2% 1JähriSe — n 41/2% V 2jährige 933/8 Würtemb. 41/2°/o Obi. 921/! Baden 41/2°/o Obi. 0. E.L. 93 Oeetr. 5% b. R. — „ 5% National — , 50/g Metall. Obi. — „ M. steuerf. — Amer. 6% 1882r Bds. 978/q „ 6°/0 1885r_96________ Aktien. Frankf. Bank 1293/8 Oester. Bank — „ Creditact 261 Va Darmst. Bankact. 325^/g Priorhilten« 50/g Östr. F. St. E. B. 3673/4 , Ludwigsh.-Bexbach 167^ j Maxbahn 1085/g Bayer. Ostbahn 126^2 Hess. Ludwigsbahn 137 30/g östr. Stsb.-Prior. 6O3/8 3% östr. s. Lombard. 493/6 30/g Livorneser 33'/z Toscaner 52l/ij Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 105Vz 50/g Elisabeth-Prior. 783/< do. II. Emiss. 783/4 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 623/4 Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. — 40/g bayr. Präm. Aul. 1077/6 40/g badische Loose 108 Badische fl. 35 Loose^58 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 807/g Wechsele Ajnsterd. k. S. 1003/16 Augsb. k. S. 100 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 97% Cöln k. 3. 105 Hamburg k. 8- 887/ig Leipzig k. S. 105 Loudon k. S. 1198/g Lyon k. S. — Paris k. S. 947/ö Wien k. S. 981/? Disconto 3l/z0/g G. Celdsorten. 3170) Alle noch anwesenden Mitglieder der früheren 2. Compagnie Bürgerwehr (Neustadl), werden auf Samstag den 9. Juli, Abends 8 Uhr, in die Wirthschafts - Localität des Herrn Louis Lony eingeladen. DaS Commando derselben. 3171) Ein tüchtiger Schreinergeselle findet dauernde Arbeit bei Schreinermeister G- Trän kn er II. im Darmstädter Haus. 3142) Aus unserem Stcinbruch und unserer Lehmgrube kann täglich gefahren werden. Abfuhrscheine hierzu verabfolgt Heinrich Frech am Seltersthor. A. Nauheimer & B Strauch. 3135) Ein Mädchen, welches das Kleidermachen erlernt hat und auch im Flicken geübt ist, wünscht in und außer dem Hause Beschäftigung. Näheres zu erfragen bet Frau Frutig, Asterweg. Die Annoiicen-Expedihon Rudolf Müsse, Frankfurt a. M Zeil 45, gegenüber der Post 45 Zeil, empfiehlt «ich zur Beförderung von Inseraten in jedes gewünschte Blatt. Porto- ersparniss. Rabattvortheile. — Prompte Expedition. — (2884) Frucht- und Meblvreif- in veffl^ffene^Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Auf dem lMit.- Markt »preis 8L £5 Juli. 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Ein für die Zwecke der bevorstehenden Wahlen gearbeiteter Artikel ver „Neuen Preuß. Ztg." schließt: „Dem Liberalismus gilt ja im norddeutschen Bunde der König nur als Präsidium, der königliche Kriegs- Herr nur als Bunvesfeldherr, die k. preußische Armee nur als ein Bestandtheil Ver Armee des norddeutschen Bundes, wie Preußen selbst ihm nur gilt als Glied eines „höheren" Gemeinwesens, das im „einheitlichen" Sinne entwickelt werden soll. Es handelt sich für unsere Gegner eben um Beseitigung alles dessen, was der gegebene Staat uns bot, — unter Verdunkelung des lebensvollen, persönlichen Verhältnisses, welches seither in Preußen Fürst und Volk verband und aus der innigen Verbindung beider die unbesiegliche Kraft Preußens erwachsen ließ. Preußen in seinem Charakter als christlichen und monarchischen Staat zu erhalten und gegen den immer weiter nach links gra- vitirenden Llberalismus zu schützen; — Preußen als den wirklichen Staat nicht einer Abstraction aufopfern zu lassen, welche durch Schwächung Preußens am wenigsten zu einem lebenskräftigen Inhalt gelangen kann — das sollte die Aufgabe unserer künftigen Vertreter sein und darnach werden wir unsere Wahl zu treffen haben." Der „KarlSr. Zig-" wird von Wien geschrieben: Die czechischen Blätter haben schon seit längerer Zeit die Absicht der Regierung verkündigt, ein befestigtes Lager in Bödmen zu etabliren, und sie haben es nur unentschieden gelassen, ob dieselbe eine Bedrohung nach außen oder eine Vergewaltigung nach innen in'S Auge fasse. Erlauben sie mir, den Sachverhalt dahin richtig zu stellen, daß das KriegSmi- nisterium, da das UebungSlager von Bruck immer nur von den nächstdislocirten Truppen benutzt werden kann und um die Möglichkeit zu haben, auch die entfernter stehenden Truppen zu größeren Hebungen zusammenzuziehen, in allen bedeutenderen Kronländern ein Terrain zu erwerben bemüht ist, welches für solche Hebungen geeignet erscheint. Wenn die betreffenden Einleitungen vielleicht in Böhmen am weitesten gediehen sind, so wird das einfach darin seinen Grund haben, daß man gerade in Böhmen die meiste Aussicht hat, ein entsprechendes Terrain um einen entsprechenden Preis zu erwerben. Aber dort wie anderswo handelt es sich nicht um irgendwelche Kriegs- zwecke, sondern um Friedensübungen, und an „befestigte Lager" spccicll ist noch niemals gedacht worden, weder in Böhmen noch anderswo. Eine Correspondenz der „Jndep. beige" bestätigt, daß die Frage ver eventuellen Abberufung der französischen Truppen auS dem Kirchenstaate neuerdings wieder angeregt worden sei, und daß der Herzog von Gramont auf die Anfrage mehrerer Deputirten der Rechten, ob die Regierung etwa gesonnen fei, in der Zwischenzeit zwischen zwei gesetzgebenden Sessionen die Truppen zurückzuziehen, erklärt habe, die Regie- rung werde in einer so wichtigen Frage den Kam- mern keinesfalls den auf sie fallenden Antheil der Verantwortlichkeit vorenthalten. Dies ließe also vor- auSsetzen, daß beim Eintreten gewisser Eventualitäten eine außerordentliche Session einberufen würde, welche der Regierung für ihr Vorgehen in der römischen Angelegenheit ein Vertrauensvotum zu ertheilen haben würde. — Der Wiener „Presse" wird von Paris in derselben Angelegenheit gemeldet: Gewissen Ge- rüchten gegenüber kann versichert werden, daß der Herzog von Gramont sich dahin ausgesprochen hat, die Regierung sei entschlossen, eventuell aus ver Fortdauer ver Besetzung von Civitavecchia eine EabinetS- frage zu machen. Der „KarlSr. Ztg." wird aus Wien geschrieben: Es wird mir bestimmt bestätigt, daß der Sohn des Vicekönigs von Egypten plötzlich zurückberufen ist — er wird in Brindisi eine egyptlfche Fregatte besteigen —, weil sich die Hmstände plötzlich so gestaltet haben, daß die Anwesenheit des Vicekönigs in Constantinopel unerläßlich erscheint. Sie ist, wie ich höre, vom Sultan peremptorisch gefordert. 5. Juli. Die Wiener „Abendpost" schreibt: „Die „Köln. Ztg." ließ sich dieser Tage aus Paris schreiben: „Fürst Metternich hat sich sehr dringend beim Herzog von Gramont entschuldigt wegen der Veröffentlichung einer Depesche über die Capitulationen durch das „Mömo- r'al viplomatique", noch ehe Herr v. Gramont davon Kenntniß gehabt. Der Minister der auswärtigen An- gelegenhelten hatte in Wien beim Grafen Beust Klage führen lassen und dieser den Fürsten genöthigt, dem Herzoge Abbitte zu leisten." — Die Meldung ist ungenau. Die in Rebe stehende vorzeitige Veröffentlichung hat allerdings stattgefunden und es ist richtig, daß die französische Regierung Vie Aufmerksamkeit unseres auswärtigen Amtes auf eine in diesem Falle muthmaßlich unterlaufene Jndiscretion gelenkt — nicht über dieselbe Klage geführt — hat, zu dem Ende, damit die Ouelle der Veröffentlichung eruirt werde. In Folge Vieser Anregung aus Paris wurven in ver That Erhebungen gepflogen, welche inveß ergaben, daß der Grund der Jndiscretion ganz außerhalb der französischen und der österreichischen Kreise zu suchen sei. In diesem Sinne ist, wie wir glauben, eine aufklärende Eröffnung — nicht eine Entschuldigung oder Abbitte — an das auswärtige Amt nach Paris entweder bereits abgegangen oder sie wirb demnächst dahin abgehen. Die russischen Emigranten in Genf geben, zur Verbreitung ihrer communistischen Ideen und Grundsätze außer dem neuen „Kolokol" noch ein zweites, für die Gebildeten in Rußland bestimmtes Blatt heraus, das den Titel „Narodnoje djelo" (Nationalsache) führt. Aus dessen jüngster Nummer erfährt man, daß sich in Rußland eine zweite Revolutionspartei zu bilden begonnen hat, welche die sociale Propaganda verwirft und auf die politische Revolution hingearbeitet wissen will. Die Genfer wollen ober darauf nicht eingehen, sondern bleiben dabei, daß die Achilles- ferse des russischen Staatsorganismus nicht nur die von Wenigen empfundene politische Knechtschaft, son- Vern ver vurch Vie auf falsche Principien basirte Bauern-Emancipation herbeigeführte wirthschaftliche Ruin des Landes sei, der in seinen verderblichen Wirkungen immer weiter greife und die Massen der ländlichen Bevölkerung dem Hungertode und der Verzweiflung in die Arme treibe. Auch im westlichen Europa hätten die politischen Revolutionen der Arbeiterbevölkerung kein Heil gebracht, sondern die Lage derselben noch verschlimmert, weßhalb dort Alle, die das Wohl der menschlichen Gesellschaft anzuregen wünschen und erstreben, den Gedanken an vie politische Revolution schon längst aufgegeben und sich zur Organisation der socialen Revolution vereinigt hätten, die auch in Rußland am leichtesten zu organisiren sei und die meiste Aussicht auf Erfolg habe. Ferner erfährt man aus dem „Narodn. djelo", daß die ruf- sifche Communistenportei dem internationalen Arbeiterverein beigetreten ist und eine besondere Section desselben bildet. Nach den jüngsten Berichten aus Orenburg rücken aus dieser Festung fortwährend neue Truppen nach den kirgisischen Steppen und den Flüssen Emba und Hst-Iurk. Der Generalgouverneur von Orenburg ist selbst den ausgezogenen Truppen gefolgt, welche Vie gesetzliche Ordnung unter den durch Chiwa aufgeregten Kirgisen wieder Herstellen — und diesen ihre Ohnmacht beweisen sollen. Es heißt, die in einer Stärke von 10,000 Mann gegen vas Alexander-Fort auf Mangischlak aufgebrochenen Avaewzer Kirgisen sollen im Interesse des Friedens und der Sicherheit der übrigen Bewohner jener Gegenden eine exempla- rische Züchtigung erhalten. Der „Allgem. Ztg." wird von Wien geschrieben: Der Vicekönig von Egypten geht nicht aus freiem Antriebe nach^ Constantinopel, er ist vom Sultan dorthin gerufen worven, in einer Weise gerufen worden, welche eine Weigerung oder auch nur ein Ausweichen ausschloß. Die Pforte dürfte dabei indeß weniger den Austrag irgend einer fpeciellen Frage, als vielmehr die allgemeine Rücksicht in'S Auge gefaxt haben: daß es angezeigt erscheinen müsse, der Welt und speciell der eingeborenen Bevölkerung in Erinnerung zu bringen, daß ver Khevive noch immer feine andere Stellung einnehme als die eines Vasallen zu seinem OberlehenSherrn, und es wird demgemäß Ismail Pascha mit der ausgesuchtesten Höflichkeit, aber mit strenger Festhaltung der Linie ausgenommen und behandelt werden, welches jenes Derhältniß vor aller Augen klar kennzeichnet. Preußen. Berlin, 2. Juli. In wohlunterrichteten Kreisen ist die Nachricht von einem Besuche des Kaisers Napoleon III. bet König Wilhelm in EmS verbreitet, welcher als Gegenbesuch angesehen wird für den Besuch, den König Wilhelm In Gemeinschaft mit dem Kaiser von Rußland im Jahre 1868 in Paris abstattete. (B. B.-Z.) Berlin, 2. Juli. Am 3. August, bei der Errichtung des Standbildes weiland Sr. Maj. des Königs Friedrich Wilhelm III., wird auch die russische Armee durch eine Deputation des Regiments Friedrich Wilhelm III. vertreten sein. (91. Pr. Z.) Nachdem mehrfach der Wunsch ausgedrückt worden ist, auch solche Correspondenzkarten zur Postbesürderung zuzulassen, welche von den Behörden k. zu portofreien Schreiben benutzt werden, so ist jetzt die Anweisung an die Postanstalten ergangen , von jetzt ab derartige Eorre,pondenzkarten zur Beförderung anzunehmen. — Die Berufung des Professors Wagner in Freiburg auf den erledigten Lehrstuhl der StaatSwiffenschaften an der hiesigen Universität ist jetzt entschieden. Derselbe wird zugleich für daö statistische Bureau und die Gewerbe - Academie berufen und dürfte seine Stellung schon am 1. October antreten. Ebenso ist cs den Bemühungen deS CultuS-MinisterS gelungen, alle Hindernisse, welche sich der Berufung des Professors Helmholtz in Heidelberg entgegenstellten, zu beseitigen; doch wird derselbe erst am 1. April k. I. hierher kommen können. Oesterreich. Wien, 2. Juli. Die „Wiener Abendpost" veröffentlicht ein Telegramm auS Warschau vom heutigen Tage, wonach der Erzherzog Albrecht an der österreichisch - russischen Grenze von dem russischen Generaladjutanten Knorring, sowie vielen russischen Ofsizieren empfangen wurde. DaS Telegramm bestätigt ferner: der Erzherzog traf um 10 Uhr in Warschau ein und wurde vom Kaiser in österreichischer GeneralSuniform am Bahnhof, auf welchem eine Compagnie Soldaten aufgestellt war, erwartet. Der Kaiser empfing den Erzherzog, der russische FeldmaischallSuniform trug unter den Klängen der österreichischen Nationalhymne auf's Herzlichste und geleitete denselben zu dessen Absteigequartier dem Schlosse Lazienki, »or welchem eine Schwadron deS UhlanenregimentS, dessen Chef der Erzherzog ist, aufgestellt war. Der Kaiser von Rußland bezeigte dem österreichischen Botschafter, Grafen Chotek, seine Freude über die Ankunft deS Erzherzogs. Hamburg , 1. Juli. Circa 2000 Bürger haben der Regierung den ftrikenden Arbeitern gegenüber ihre Unterstützung als Epecialconftabler angeboten. Die sinkenden Arbeiter, welche sich von Hamburg heute nach Wandsbeck gezogen hatten, wurden von dort von der Polizei und einigen PiquetS Uhlanen vertrieben. Frankreich. Paris, 1. Juli. Der Kaiser ist ganz wieder hergestellt von seinem jüngsten GichtanfaUe. Gr lustwan. delt jeden Tag im Garten von St. Cloud, und die Reise nach ChalonS scheint festgesetzt. Von einer Badereise ist nicht mehr die Rede; der Kaiser und der Prinz werden von ChalonS direct nach St. Cloud zurückkehren, um die Kaiserin abzuholen und mit ihr nach Fontainebleau überzufiedeln. — Heute ist in sonst gut unterrichteten Kreisen von einem bedenklichen Unwohlsein des Papstes die Rede gewesen. Der Nuntius und Herr v. Gramont hätten beide ungünstige Nachrichten über das Befinden des heiligen Vaters bekommen. — Die „France" nennt als bie Personen, die zu Senatoren ernannt werden sollen, vorzugsweise Gmile de Girardin, Laboulaye, Saint Marc Girardin, Anatole Lemercier, Piou, Graf Flavigny, Ortolan, den Herzog von Gramont und einen französischen Prälaten, entweder den Erzbischof von Cambrai oder den Bischof von Orleans. Paris, 2. Juli. Die „Gazette de France" schreibt: „Wir erfahren soeben folgende Neuigkeit: Eine Deputation von Stroh, männern des Marschalls Prim ist nach Sigmaringen (?) geflickt worden, um die spanische Krone dem Prinzen Leopold von Hobenzollern (ältestem Sohn des Fürsten Karl Anton und 1835 geboren), welcher mit einer portugiesischen Prinzessin »er, heiratbet ist, anzubieten. Sobald die Annahme erklärt ist, wird der Marschall Prim mittelst eines Staatsstreiches diesen preußischen Prinzen als König proklamiren. Um die Lösung zu beschleunigen, ist er entschlossen, die CorteS an derselben keinen Antheil nehmen zu lassen." (DieS wäre eine Bestätigung und Erweiterung der Nachricht der „Agence HavaS.") Paris, 2. Juli. In der heutigen Sitzung de» gesetzge- bendkn Körpers fand die DiScusfion über die Petition der Prinzen deS Hauses Orleans statt. Der Großfiegelbewahrer verlangte, daß die Kammer über die Petition zur Tagesordnung übergehe. JuleS Favre bekämpfte diesen Antrag, er bedauerte, 1848 dem Gesetz über die Ausweisung deS HauseS Orleans beigestimmt zu haben. Nachdem noch einige andere Redner gesprochen, wurde die Tagesordnung mit 174 gegen 31 Stimmen angenommen. Italien. Rom, 3 Juli. Das Concil hat gestern den Eingang und die beiden ersten Kapitel des Schemas über den Primat und die Unfehlbarkeit genehmigt. Die DiScusfion über das vierte Kapitel dauert weiter. Die eraltirten Infallibilisten fahren fort, jede vermittelnde Formel abzulehnen und den Schluß der Beratbung zu fordern. Wenn diesem Verlangen nicht Folge geleistet werden sollte, dürfte die DiScusfion erst in einem Mo. nat zum Schluß gelangen. Vermischtes. Frankfurt. Die herrliche Ausstellung der Gartenban- gefellfchaft in den Palmengärten übt eine große Anziehungskraft aus. Jeder geht befriedigt von bannen. Alle find voll Lobes über das von dem Herrn Gartenivspector Heiß ausgeführte Arrangement, dem dafür von den Preisrichtern ein Gesellschaftspreis zuerkannt wurde. — (Eine traurige Episode des Riesenbrande» in Pera) erzählt die „Levant Times" vom 17. Juni. Eine Frau mit einem Bündel in den Armen stürzte durch die brennenden Straßen und in das Häus eines Freundes eintretend, rief sie aus: „Gerettet, gerettet! Gott sei Dank, ich habe mein Kind gerettet! Mein Silbergeschirr ist im Brunnen, da kann ich es herausholen, wenn der Braud vorüber." Plötzlich stößt sie einen durchdringenden Schrei aus, denn einen Blick auf ihre Bürde werfend findet sie, daß dieselbe ihr sorgfältig verpacktes Silbergeschirr enthält, während daS, was sie In ihrer Verwirrung und Eile in den Brunnen geworfen, ihr eigenes Kind gewesen. — Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich am 23. Juni ju Falkenberg auf dem Artillerieschießplätze. Nachdem alle Batterien abgeschoffeu hatten, fand ein 14jähriger Bauernknabe aus Kleuschwitz beim Kugelsuchen eine nicht crepirte Granate und war so unvorsichtig, dieselbe zwischen die Beine zu nehmen und mit einem Steine darauf loSzuschlagen. Leider traf er die Zündschraube, welche den Nadelbolzen berührte, so daß in Folge dessen das Geschoß erplodirte. Von Seiten deS 6. schlesischen Feldartillerieregiments wurden sogleich Mannschaften comman. birt, um sich von der Ursache deS gehörten Knalles zu überzeugen. Dieselben fanden den unglücklichen Knaben im Blute liegend mit abgerissenen Beinen vor. Der tödtlich Verletzte starb noch in derselben Nacht im städtischen Krankenhause, wohin er geschafft worden war. Minden, 24. Juni. Der heute von Hannover um 4 Uhr ankommende Schnellzug war mit 2 Locomotiven bespannt; V< Stunde vom Bahnhofe riß indessen die Verbindungskette, die erste Lvcomotive raste vorwärts, doch schlug die zweite in Folge des furchtbaren Ruckes nebst dem folgenden Verbands- Packwagen um. Der Heizer sprang herunter und erhielt eine unerhebliche Contufion, während der Locomotivführer, ein un- verheiratheter Mann zwar, doch Ernährer eines alten Vater» und von fünf Schwestern, gräßlich verstümmelt wurde und sofort todt war. Von dem übrigen Personale und den Passagieren ist Niemand erheblich verletzt. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Cbr. Pietsch) in Gießen.