LZ >Ks • 7 über tj. Ätzern. * 8‘frty, b';t 5 Hschwch S(t m Aobb ;n w 5 16 blt anbtn •ten. 4434-45 I 57-59 ) 42-44 • 42 Gllfehl I 55 ' 32-34 I 26-28 i 54-55 ) 43-45 2 25-27 rat" loder, Abends tlllNg. Vorstand- itt wird ge- rptbition die- [ jur M' lemtm M stemerM tränte. » mit dcks mit a*Iem in««** ibcrt/ irt ,u Klsaß- $ »--S> L-«'^ Preis vierteljährig 1 fl. 12 Ei. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 Er. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Exvedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1- Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 12V. Donnerstag den 6. Octobcr 187V. (OAL werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch Bestellungen aus den Wregener Muzetge,. bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. 1 ö Die bereits erschienenen Nummern werden nachgeliefert. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben pro IV Quartal 1870 zu 1 fl. Damit unsere geehrten Leser früher als bisher in den Besitz der neuesten Nachrichten gelangen, so haben wir die Einrichtung getroffen, daß der Anzeiger anstatt Morgens schon des *© ■ efi en e r Anzeigers. -- " ' ।'—>« ■ 11 «MMMBMMMteMWHMMBK; ■!! ■■■ ■■ --------------------------- Amtlicher T h e i l. Bekanntmachung. Nach einer Mittheilnna des Königlich Preußischen Landraths zu Biedenkopf ist die Des'.nieelions - Station Rvdheim von Morgens 6 Uhr diö Abends 8 Uhr geöffnet. Denjenigen Personen, welche sich der Desinfection unterziehen, werden Bescheinigungen zum Aus- roetS Gjeße" den 4. October 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ' vr. Goldman«. ________________ gebrochen. Gießen, den 4. October 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen, vr. G o l d m a n u. B e k a n n t m a ch u n g. Nach einer Bekanntmachung des Großherzoglichen Kreisamts Alsfeld ist zu Elbenrod, Kreises Alsfeld, die -ungenseucye aus- Bekanntmachung. Nach einer Mittheilung des Großherzoglicheu Kreisamts Schotten ist mit Rücksicht «»f den Ausbruch der Rinderpest in einzelnen Tbeilen der Provinz Oberheffen die Abhaltung von Viehmärkten im Kreise Schotten bis auf Weiteres untersagt. Gießen den 4. Ockober 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen. vr. G o l h m a n n. - Bekanntmachung. Tser landwiribschaftliche Bezirksverein für den Kreis Gießen wird . Dontterstaq den 13. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, zu Staufenberg m dem Gasthause des ^errn F.nk ein^Generalvers^mmlung halten, zu welcher alle Mitglieder des Vereins und alle Freunde der Landw.rthschaft, insbesondere die Herren ^Drtsvorstände und Lehrer eingeladen werden. ctY_, x , 2-iaeöordnunq: 1) Verwendung der dem Verein zur Verfügung stehenden Mittel. 9 9 21 Ueber die Bedeutung der Schafhaltung für die Landwirthschaft der hiesigen Gegend. Sollten einzelne Mitglieder noch andere Gegenstände zur Berathung ausgesetzt wünschen, so wird gebeten, dies vor Beginn der Ver- «-b-k», «°» »kf« d.» in ihk» G-m-md-n xL f«, kn Netzen, den 4. Stover 10/v- Dl. G 0 l d m a n n. NB Nach der Versammlung findet ein gemeinschaftliches einfaches Mittagessen statt. P 0 tit ischer T h e i l. gestellt wurden, länger hinausschicben taffen, desto mehr liegt es auch nahe, daß das Deficit noch eine Reihe von Jahren hindurch bleiben wird. Mit Steuer- Erhöbringen können wir dasselbe nicht beseitigen wollen; Landwirthschaft, Industrie und Handel werden unter den Nachwehen des Krieges noch lange Zeit zu leiden haben und sind jetzt schon überbürdet genug. Desto dringender aber ist der Mahnruf an eine umfassende Finanz-Reform." Die Verleihung eines hohen Ordens, des L-t. Georg-Ordens 2. Elasse, au General v. Moltke Seitens des Kaisers von Rußland ist ein neuer Beweis, welche Stellung Kaiser Alexander zu dem gegenwärtigen Kriege einnimmt, und fällt selbstverständlich mehr ins Gewicht, als einige Artikel des Journal de St. Petersbourg, die sich über Deutschlands Forderungen im Ganzen zustimmend, wenn auch hier und dort mit Reserven auslassen. Daß Rußlands Haltung wahrend des Krieges keineswegs eine für Frankreich vortheilhafte war, liegt — Trotz des Hin und Her der Nachrichten, Meldungen und theilweise Bench- tigunaen in Sachen der deutschen Frage räth man, daran sestzuhalten, daß das schließliche Ergeoniß der im Zuge begriffenen Verhandlungen befriedigend ern werde. Ein guter Wille scheint auf beiden Seiten vorhanden, unD* die natur- gemäße Entwicklung der Dinge wird eine günstige Lösung fördern helfen. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der General Ducrot, bet Scvan jn deutsche Gefangenschaft gerathen, hatte die Vergünstigung erlangt, in eigenem Wagen und ebne Beaufsichtigung eine Strecke des WegcS nach Deutschland zu- ! rückzulegen. Er hatte zu dem Zwecke sein Ehrenwort gegeben, sich in Pont-u- 5. October. D.e B. B.-Z- schreibt: „Die Rückwirkungen des Krieges werden sich ohne Zweifel auch in Bezug auf unseren StaatshaushalrS-Etat m sehr ^pfindliche'- Weile bemerklich machen. Die Staats-Einnahmen für das laufende Jahr dursten sehr rhbi ch hinter den Voranschlägen Zurückbleiben. Die directen und ind.recten Strmrn werven Mwd-r-Einnahmm z-ig-n; denn es wird z. B. auf veu Ertrag der Elassensteuer von Einfluß sein müssen, daß die im stehenden Heere und in Lanvwehr dienende B-oolk-rung für die Zeit, wo sie wobei gemach, w.rd von der Elassensteuer befreit wird; die Gewerbesteuer und Einkommensteuer, d e Eisen- babnsteuer wird nicht minder'geringere Erträgnisse abwerfen, und namentlich wird sich bei den indirecten Steuern, bei der Mahl- und Schlachtsteuer, Ruoenzu er-, Braumalz-, Tabakssteuer, so wie bei den Eingangszollen in Folge des vcrm n- dcrten Consums, der sechswöchentlichen Hafensperre ein ansehnliches MmuS her - stellen. Dasselbe wird bei den Einnahmen aus verschiedenen Staats ' 3»stitut der Fall sein. Wir bringen hierbei noch gar nicht die außerordentuchen Aus- aaben in Anschlag, welche unser Budget in Betreff des M'litar-Etats, ver an- Ken BeAnsung der Bundesschuld belasten werden. Kuu.n waren wir vor Ausbruch des Krieges glücklicher Weise dahin gelangt, das Deficit, welches uns v. 0. Heydt vorgelegt hatte, verschwinden zu sehen, so muffenwir leider erwarten, daß vaS laufende Finanzjahr mit einem solchen wieder abschließt, und \t weniger in nächster Zeit auf eine Verminderung des Mi'.itär-EtatS zu hoffen ist, ze weniger sich verschiedene vnngenbe nützliche Ausgaben, die in den letzten Jahren zurück- Mouffon einzufinden und dort zur Weiterbeförderung noch Deutschland zu stellen. Er ist, indem er sein Ehrenwort vermuthlich mit jesuitischer Reservatio mentalis gab, zwar nach Pont-ä-Mouffon gereist, dann aber, statt sich hier pflichtmäßig zu stellen, nach Pari- flüchtig geworden. Wenn nun dort, wie wir hören, andere Offiziere neben und unter diesem ehrlosen Subjekte dienen, wenn Niemand in der Armee an solchem Wortbruch Anstoß zu nehmen scheint, so erweckt das sehr wenig günstige Vorstellungen von den Begriffen, die im französischen Heere über Ehre herrschen, und Niemand wird es unnatürlich finden, wenn die Deutschen künftig ihren Gefangenen gegenüber, auch wenn dieselben das Osfizierspatent haben, die Vorsicht vor der Rücksicht walten lassen und Erleichterungen gegen Ehrenworts^ abgabe nicht mehr gewähren. Daß übrigens dem gegen feierliches Versprechen entwichenen General, falls wir ihn wieder fangen, die Kugel auf dem Sandhaufen gewiß ist, versteht sich ganz von selbst. Der schweizerische BundeSrath hat auf Wunsch des Tessiner Staatsraths die Absendung eines eidgenössischen CommiffarS nachdem (Santon Tessin beschlossen, um den TrennungS - Gelüsten einer Partei in der südlichen Hälfte desselben mit Entschiedenheit entgegenzutreten. Im römischen Gebiet ist die Volksabstimmung über den Anschluß an das Königreich Italien vor sich gegangen, den Telegrammen zu Folge überall mit Enthusiasmus. Besondere Schwierigkeit machte die Frage, ob die Bewohner der leoninischen Stadt ebenfalls abstimmen sollten; dieselbe ist, wie cs scheint, dahin entschieden worden, daß die Bevölkerung des dem Papste reservirten Stadttheils in anderen Stadttheilen sich bei der Urne einfinden könne. Die Unruhen in Nizza, welche zur Auflösung der dortigen Nationalgarve und Suspension der Gemeinde-Wahlen führten, haben eine Besprechung zwischen dem französischen Gesandten Senard und Herrn Visconti-Venosta zur Folge gehabt, wobei der Lctz- tere geäußert haben soll, daß die Unordnungen in Nizza seiner Regierung sehr unangenehm seien und keinen Einfluß auf die wechselseitigen Beziehungen von Frankreich und Italien ausüben könnten. Von Garibaldi ist's stille geworden, was zu bestätigen scheint, daß man in Paris für seine Dienste dankte. Die Ereignisse jn Frankreich und mehr noch die neueste Wendung der Dinge in Italien haben bei allen Italienern den Wunsch und die Hoffnung erweckt, ihr an Frankreich abgetretenes Land, Nizza, bei dieser günstigen Gelegenheit wicder- zugewinnen. In Nizza selbst treten die Sympathieen für Italien immer lebhafter und unverhohlener zu Tage, und wären die Nizzarden nicht ein so zahmes und harmloses Völkchen, so würde ihre Abneigung gegen die französische Regierung sich gewiß schon in Thaten kund gegeben haben. Bisher ist es noch bei Reden, Protesten und Maueranschlägen geblieben, doch hat der Präfect sich veranlaßt gesehen, am 25. September den Belagerungszustand in strengster Form zu erklären und einige Tausend Mann französischer Soldaten von Antibes kommen zu lassen. Grund zu diesen Maßregeln gab die Wahl der Offiziere der Nationalgarden, bei welcher alle Franzosen und Franzosenfreunde ausgeschlossen wurden, mehr aber noch die Vorbereitungen zur Wahl des Gemeinderathes, welche am 25. Sept. Statt finden sollte. Dem „Pester Lloyd" zufolge hat Hr. Thiers an die französische Botschaft in Wien ein Telegramm gelangen lassen, worin er meldet, daß er seine Aufgabe in St. Petersburg als materiell erledigt und als gescheitert betrachte. Ein direkt aus Petersburg eingegangenes Telegramm sagt, daß die friedlichen Absichten Rußland- allenthalben hervortreten. Es werden damit die Angaben widerlegt, welche dem russischen Eabinet die Absicht zuschrieben, die gegenwärtige Lage Europa- zu einer Diversion im Orient benutzen zu wollen. Die einzige politische Frage, welche im Orient augenblicklich als eine schwebende bezeichnet werden könnte, ist einem aus Constantinopel datirten Telegramm der Wiener „Presse" zufolge, nunmehr erledigt. Die zur Ablösung der Weideplätze von Vely - Brod bestimmte Summe von 200,000 Frcs., sowie eine von früher her noch abzutra- gendc Restsumme wären darnach zur Verfügung des Fürsten von Montenegro gestellt- Damit wäre jeder Anlaß zu einem Conflict zwischen Türken und Montenegrinern beseitigt. Neben den officiellen Dementis der russischen Regierung laufen die wiederholten Gerüchte von umfassenden Rüstungen der nordischen Großmacht. Ein Petersburger Eorrespondent der „Neuen freien Presse" versichert in positiver Weise die Nichtigkeit der Thatsache, daß Rußland an seiner Südwestgranze an der Ausstellung einer Armee von einer halben Million arbeitet. An die Absicht einer unmittelbaren Action in der orientalischen Frage weigert sich der Eorrespondent zu glauben. Er erklärt die Rüstungen als den Versuch einer Pression zur Zeitigung eine- Projektes, womit das Petersburger Eabinet nach wiederhergestelltem Frieden zwischen Preußen und Frankreich hervorzutreten allen Ernstes entschlossen sei — das Projekt eines europäischen Congreffes, dessen denkbarer Zweck nur die Revision de- letzten Pariser Friedens von 1856 und die Beseitigung der Rußland auferlegten Beschränkungen in den orientalischen Gewässern sein könnten. Da- Wiener Blatt ist der Ansicht, daß nach dem Abschlüsse des jetzigen Krieges „eine von Rußland jetzt schon auf der ganzen Linie diplomatisch und militärisch vor- bereitete Congreszcampagne" in Aussicht steht, welche das deutsche wie das österreichische Interesse in hohem Grade herausfordert. Es sei, meint die „N. fr. Pr.", wohl an der Zeit, daß die Berliner Blätter statt mit Belgien zu zanken, diese veränderte Haltung Rußlands ins Auge fassen. KrLegsnachrichten. Nach der „Main-Ztg." ist die hessische Division am 1. Oktober von Arö- sur-Moselle abmarschirt, und zwar in der Richtung auf Noveant. Ob die 25. Division von Metz abmarschirt, oder nur diSlocirt wird, konnte das genannte Blatt nicht in Erfahrung bringen. Ferneres, 3. Oct. Officiell. Vor Paris nichts Neues. Bei Metz bestand die Division Kummer gestern ein größeres Vorpostengefecht. Der Feind wurde mit starkem Verlust abgcwiesen. Freiburg, L Octbr. Heute früh große Bewegung. Dem Schlagen einer Brücke über den Rhein widersetzten sich die Franzosen; diesseits Verlust 7 Mann; zur Unterstützung unserer deutschen Truppen ruckte heute unerwartet die ganze Freiburger Besatzung aus und dürften heute noch starke Abtheilungen über den Rhein setzen. Zum Brückenbau wird heute hier Material geholt und wohl schon morgen der Uebergang aller Streitkräfte beendet sein. Auf die Bahnzüge aus dem Oberland soll heute aus dem Elsaß geschossen worden sein. (Karlsr. Ztg.) Zweibrücken, 1. Oct. Das „Zweibrücker Wochenblatt" meldet, daß über ein gestern stattgefundenes Ausfallstreffen vor Bitsch zur Zeit noch die näheren Angaben fehlen. Die Besatzung soll, wie uns mündlich berichtet wird, in großer Anzahl ausgefallen sein und zwei Höfe angesteckt haben. Mit unseren Truppen sand ein mehrstündiges Kämpfen statt, welches, da dieselben numerisch zu gering waren, ohne besondere Erfolge für beide Theile blieb. Die Franzosen halten sich jetzt fortwährend wieder in den Wäldern vor Bitsch auf. Aus unserer Seite hat es, sicheren Angaben nach, vier Todte und mehrere Verwundete gegeben, welche in das Lazarett) von Niederbronn verbracht wurden. Kehl, 2. Oct. In stetem Wachsen ist der Zudrang der Fremden nach Straßburg. Die Straßen sind kaum zu begehen und jeder Zug bringt neue Ankömmlinge. Die Schiffbrücke wird gegenwärtig von beiden Usern aus geschlagen, es ist also zu hoffen, daß der Rhein in kürzester Zeit zu passiven ist. Auch an der Eisenbahnbrücke wird eifrigst gearbeitet. — Ein höchst bedauerlicher Unfall ereignete sich heute am Rhein. Ein Nachen, der, um Zeit zu sparen, unter dem Tau, das die fliegende Brücke hält, durchfahren wollte, wurde umgeworfen und es verloren hierbei sieben Personen in den Fluthen ihr Leben. Ein Mann rettete sich, indem er sich an einen großen Pudel anklammerte, bis ein Nach n zu Hülfe kam und beide aufnahm. Straßburg, 29. September. Gestern Abend wurde ein badischer Soldat am Thorposten von einem französischen Unteroffizier erstochen. Der Mörder wurde sofort erschossen. Ein anderer wurde leicht verwundet, der Thäter ist in der Dunkelheit entflohen. — Die preußische Commandantur hat eine Bekanntmachung anschlagen lassen, deren Haupt-Verordnungen folgende sind: Der Kriegs- und Belagerungszustand besteht noch fort. Vergehen und Verbrechen werden standrechtlich bestraft. Alle Waffen sind sofort an die preußische Eommindantur abzuliefern. Alle Zeitungen und Drucksachen bis aus Weitere- verboten. Alles Privateigenthum wird respectirt. Wirth-Häuser um 9 Uhr zu schließen. Nach dieser Stunde muß jeder Civilist eine Laterne tragen. Die Stadtbehörden haben Quartiere ohne Verpflegung für etwa 8000 Mann zu besorgen. Mertens. ^Nachstehend zwei interessante P r oclam a tionen, die in Straßburg an den Straßenecken angeschlagen waren: „Einwohner von Straßburg! Da ich heute erkannt habe, daß die Vertheidigung de- Platzes von Straßburg nicht mehr möglich ist, und da der VcrtheidigungSrath einstimmig meine Ansicht theilte, habe ich zu der traurigen Nothwendigkeit meine Zuflucht nehmen müssen, in Unterhandlungen mit dem Generalcommandanten in der Belagerungsarmee einzugehen. Euere mannhafte Haltung wahrend dieser langen Tage schmerzlicher Prüfungen hat mir erlaubt, den Fall Euerer Stadt so viel wie möglich zu verzögern; die bürgerliche Ehre, die mtlitairische Ehre sind unversehrt, Dank Euch! Dank auch Ihnen, Präfect des Niederrhein- und der StadtvorstLnde, die Sie durch Ihre Thatkraft und durch Ihre Einigkeit mir ein« so kostbare Mitwirkung geleistet, die Sie der unglücklichen Bevölkerung zu Hülfe zu kommen und Ihre Anhänglichkeit an unser gemeinschaftliche- Baterland hoch aufrecht zu halten gewußt haben. Dank Euch, Milltairchrf- und Soldaten! Besonder- Ihnen, Mitglieder meines Vertheidigung-rathes, die Sie immer so einverstanden, so energisch, so ergeben dem großen Berufe waren, den wir zu vollbringen hatten; die Sie mich unterstützt haben in den Augenblicken deS Zauderns, Folge der schweren Verantwortlichkeit, welche auf mir lastete, und des Anblickes der öffentlichen Unglück«, die mich umgaben. Dank Euch, Vertreter unserer Secarmee, die Ihr Euere kleine Anzahl habet vergessen machen durch die Kraft Euere- Wirkens! Dank Euch endlich, Kinder de- Elsasses, Euch Mobilgardisten , Euch Freischü^en und Frei - Compagnie, und auch Euch, Artilleristen der National- garde, die Ihr so edel den Bluttribut unserer großen Sache gezollt habet, welche heute verloren ist, und auch Euch, Zollwächter, die Ihr auch Beweise von Muth und Ergebenheit gegeben habet. Den nämlichen Dank schulde ich der Intendanz für den Eifer, womit Sie den Erfordernisse» einer schwierigen Lage Genüge zu leisten wußte, sowohl hinsichtlich de-Dienste- der Lebensmittel, wie hinsichtlich de- Hospitaldienstes. Wo könnte ich hinreichende Ausdrücke finden, wie sehr ich den Eivtl- und Militairärzten erkenntlich bin, welche fich der Pflege unserer Verwundeten und unserer Kranken gewidmet haben, jenen edlen jungen Leuten der Medicinalschule, welche mit so vieler Begeisterung den gefahrvollen Posten der Ambulanzen in den Vorwerken und an Thoren anaenommen haben? Wie könnte ich den mildthätigen Personen, den geistlichen und öffentlichen Anstalten genug danken, welche ihre Häuser unfern Verwundeten geöffnet, welche ihnen eine so rührende Pflege gewidmet und viele dem Tode entrissen haben? Ich werde bis zu meinem letzten Tage die Erinnerung der beiden verflossenen Monate bewahren, und das Dank- und Bewund«. rungSgefühl, welkes Ihr mir eingeflößt habet, wird nur mit meinem Leben erlöschen. Ihr EuererseitS, erinnert Euch ohne Bitterkeit Eures alten Generals , welcher fich so glücklich geschätzt hätte, Euch die Unglücke, die Leiden und Gefahren zu ersparen, die Euch getroffen, aber welcher sein Herz viese» Gefühlen verschließen mußte, um nur die Pflicht, das Vaterland vor Augen zu haben, welches sein« Kinder betrauert. Drücken wir, wenn wir eS können, bi« Augen zu über die traurige und schmerzliche Gegenwart und wenden wir die Blicke auf die Zukunft; da werden wir die Stütze deS Unglücklichen finden: di« Hoffnung. Es lebe Frankreich immer! Geschehen im Generalquartier, den 27. September 1870. Der DtvisionSgeneral, Obcr-Eommaudat der 6. Militair. Division, Uhrich." „Liebe Mitbürger! Nach einem heldenmüthtgen Widerstand welcher in den militairischen Annalen nur seltene Beispiele zählt, hat der würdige General, welcher den Platz von Straßburg commandirt, im Einvernehmen mit seinem VerthetdigungSrath, mit dem Oberbefehlshaber der belagernden Armee eine Uebereinkunft für Uebergabe der Festung abgeschlossen. Den harten Noth- Wendigkeiten de« Kriege- nachgebend, hat der General diesen Entschluß fassen müssen in Gegen, wart der Bestehung von zwei Breschen , der dräuenden Bevorstehung eines Sturme-, welcher ver- hängnißvoll für uns gewesen wär«, der unersetzlichen Verluste, welche di« Garnison und ihre Chefs erlitten haben. Sein Entschluß, der da- Kriegsgesetz beseitigt, welches einen mit Sturm genommenen Platz den härtesten Behandlungen prei-giebt, bringt der Stadt Straßburg den Vortheil, daß sir keine Kriegssteuer zu bezahlen hat, und daß sie milde behandelt wird. Um 11 Uhr wird die Garnison hinaustreten mit den militärischen Ehren und die deutsche Armee wird heute die Stadt besetzen. Ihr, die Ihr mit Geduld und Ergebung die Gräuel de» Bombardement- ertragen habet, vermeidet jede feindliche Kundgebung gegen das Armee-Corps, welches in unsere Mauern einrücken wird. Erinnert Euch, daß die geringste Angriffshandlung unsere Lage verschlimmern und schieckliche Repressalien auf die gesammte Bevölkerung nach fich ziehen würde. Das Kriegs- gcsetz sagt, daß jede« Haus, au« welchem ein Schuß gefeuert würde, geschleift und die Bewohner deffelbeii niederg,macht werden sollen. Jeder möge fich dessen erinnern, und weun sich u»ter Euch Leute befänden, welche vergesse» könnten, was sie ihren Mitbürgern schulden, um unmächtige Widerstandsversuche zu sinnen, verhindert sie daran. Die Stunde des Widerstandes ist vorüber. Fügen wir uns in da« Unvermeidliche. Ihr lieb, Mitbürger, die Ihr während dieser langen Belagerung «ine Thatkraft entfaltet habt, welche die Geschichte bewundern wird, bleibet würdig Eurer selbst in dieser schmerzlichen Stunde. Ihr hastet das Loo- Straßburgs und das Eurige in Euren Händen. Vergesset e- nicht! Straßburg, 28. September 1870. Der Maire: Küß." Toul, 27. September. Es bürste wohl noch niemals vorgekommen fein, baß eint Armee während eines Krieges in einem feindlichen Lande eine 5 Meilen weite Eifenbahnftrecke vollständig neu anlegt, regelmäßig ausbaut und in Betrieb fetzt. Da die Festung Metz die Eisenbahn von Saarbrücken über Pont d Muffon nach Paris und über Nanzig nach Straßburg sperrte, so ertheilte der General v. Moltke am 20. August den Befehl, daß eine Eisenbahn in der Entfernung von 3 Meilen von Metz erbaut werden solle, welche die Metz-Saarbrücker Linie mit der Metz.Pariser Linie verbinde. Der Chef aller preußischen Staatsbahnen, Geheimer Ober-Bavrath Weißhaupt, übernahm die Oberleitung des Baues, tüchtige Civil- und Militär-Ingenieure wurden ihm zur Verfügung gestellt, 3000 unbeschäftigte Bergleute von den Saarbrücker Kohlengruben in Arbeit genommen und mitten unter Dem Kanonendonner begann der Bau der neuen Linie. Diese führt von Pont ä Mouffon nach Remilly an Die Saarbrücken-Metzer Bahn, hat etwa 5 Meilen Länge, und Der Bau ward bei Tag und bei Nacht so rastlos gefördert, daß trotz Des theilweift sehr schwierigen Terrains die neue Linie schon vor einigen Tagen dem Betrieb übergeben werden konnte, so daß Metz jetzt allen unseren Eisenbahnlinien weiter keine Störungen verursacht. Auch für Den Frieden hitä 2. Oct. Aus yariß nno roiqencc i/caroncyicn vvm uv. v. wu». vitwijvn, .....— ------. ’ ; _ :. Ein Decret ordnet Namens der Nationalvertheidigung die Requisition Woche des Monats October eine Million Gold verkauft und zwei Millionen BondS angekauft werden sollen. 109 1864r k in in am Kreuz. 9 5 9 Mur Nr. V148 V150 y«t 9 57-59 9 42-44 9 42 Gld.fehl Börsennachrichten. 4. October 1870. llS. bürg an Cöln, empfiehlt (4283) Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . ■ „ doppelte Holl. fl. 10 St. Duoaten . . 20 Frankens!. unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meistbietend versteigert werden- Gießen, den 20. September 1870. Großherzogliches Ortsgericht Gießen- Sem ml er, Ortsgerichtsmann. Keilgevoteues 4199) Zwei Thorschlöffer nebst Schließkloben und Schlüssel zu verkaufen- Näheres bei der Exped. d- Bltts. einem Ausfälle ungefähr 500 Gefangene." Newlwrk, 3. Oct. Schatzsecretär Boutwell hat angeordnet, daß tu zeder ' ' _ »X «- rtt < - t Ck .... (TDiffinngn SRrttlhA 4291) Trockenes Buchen- und Tannen- Scheidholz, im Stecken, sowie auch klein- aemachtes tm Centner, empfiehlt b L. Klinkel. 55 32-34 26-28 51-55 43-45 25-27 □Jtlftc. 9 Hofraithe in der Wolkengasse, 11 Hofraum, Scheuer u. Miststätte daselbst, 4 Hofraum (Stall) daselbst, Darmstadt, 4. Octbr. Se. Maj. der König von Preußen haben ferner nachbenannten Angehörigen der Großherzoglichen Armee-Division das eiserne Kreuz 2. Classe zu verleihen geruht: dem Major Westerweller von Anthony, persönlichen Adjutanten Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Ludwig, dem Major von Lyncker, mit der Führung der 2. Fußabtheilung brandenburgischen Feld- Artillerie-Regiments Nr. 3 beauftragt, dem Sergeanten Johann Conrad Spengel vom 1. Infanterieregiment für den inzwischen verstorbenen Sergeanten August Kraft desselben Regiments, den Corporälen Huber vom 2. Inf.-Reg. und Arn et vom 2. Iäzer-Bat., letzterem für den an seinen Wunden erlegenen Feldwebel Eich holz desselben Bataillons; sowie dem Assistenzarzt vr. R ab en a u vom 1. Inf.-Reg. dasselbe Kreuz am weißen, schwarz geränderten Bande. Wie wir gleichzeitig vernehmen, haben Se. Königl. Hoheit der Großherzog dem Königl. Preuß. Generalmajor von Wittich, bei seinem Scheiden aus der Großherzoglichen Division, dos Conynandeurkreuz 1. Cl. des LudewigS-Ordens und dem Hauptmann und Gencralstabsosfizier des IX. Armeecorps Lignitz das Ritterkreuz 1. Cl. des PhilippsordenS zu verleihen geruht. Bad Nauheim, 2. Oct. In den hiesigen Lazarethen kann man täglich einen älteren Herrn mit seiner Gemahlin beobachten, welche schweigend, emsig und bescheiden unseren Verwundeten Cigarren, Wein, Lebensmittel aller Art zutragen. Es sind Engländer, die ihre Kur hier langst beendigt haben und nur zu dem Zweck noch hier blcibcn, um Hülfe zu leisten. Und diese Nachkur scheint ihnen ganz gut zu bekommen, denn sie machen gar vergnügte Augen, wenn sie ihre Gaben glücklich an den Mann gebracht haben. Dank solchen Kurgästen! Berlin, 4. Oct. Der Magistrat beantragt bei den Stadtverordneten, zur Unterstützung Straßburgs 20,000 Thaler aus dem Extraordinarium der Stadt- Hauptcoffe zu bewilligen. — Dem Magistrat ist ein Schreiben der Königin zu- gegangen, in welchem dieselbe ihre Freude über die vom Magistrat angeregte Unterstützung Straßburgs ausspricht und als ersten Beitrag hierfür 1000 Thaler sendet. Berlin, 4 Oct. Die Stadtverordneten beschlossen mit allen gegen Id Stimmen die Bewilligung von 20,000 Thlrn. für Straßburg, sowie den neuer- lichen Erlaß eines Aufrufs zu Beiträgen. Eine während der Sitzung veranstaltete aller Vorräthe an Getreide und Mehl an, mit Ausnahme Der Vorräthe für Die Haushaltung. Die Regierung zeigt an, daß die bisher gezahlten Gehalte und Pensionen in Paris wie in den Departements fortbezahlt werden. — Hier (in Tours) haben Ovationen zu Ehren Uhrich's stattgefunden, wobei der Maire und Cremieux Reden hielten. , Toms, 3. Oct. Meldungen aus Colmar vom 2. d. zufolge hat der Feind in der Höhe von Mühlhausen den Rhein überschritten und nähert sich Mühlhausen wird diese ganz solide gebaute Linie von Bedeutung sein, denn der Weg von Bingen und dem mittleren Rheinlande nach Paris wird dadurch um ungefähr 3 Meilen abgekürzt werden. Hagenau, 29. Sept. Die „Amtlichen Nachrichten für das Generalgou- vernement Elsaß" enthalten folgende Auslassung: „Nach Den in Den letzten Tagen im Hauptquartier gefaßten Entschließungen ist die Frage hinsichtlich Des künftigen Looses Der gegenwärtig zu Dem General- gauvernement Elsaß vereinigten GebietStheile als entschieDen anzusehen: Preußen und die mit ihm verbündeten Staaten werden unter allen UmstänDen darauf bestehen, Diesen Landstrich als Schutzwehr gegen künftige französische Ueberfälle wieder mit Deutschland zu vereinigen. Die Bewohner desselben mögen ihre neue Lage, wenn nicht mit dem Herzen, so doch mit Dem Verstände annehmen; wollen sie sich noch nicht ihrer Stammesgemeinschast mit Deutschland erinnern, so mögen sie sich wenigstens durch ruhige Erwägung der thatsächlichen Verhältnisse Die Ein- sicht verschaffen, daß sie durch ein ihre Kräfte nutzlos verzehrendes Widerstreben nur ihre eigenen Interessen schädigen können. Sie haben in Den Werken des griedens und des Krieges Großes für Frankreich geleistet. Aber auch in Zukunft werden sie Glieder eines großen und mächtigen Staatskörpers bilden, Der ihnen wenigstens Den gleichen Spielraum zur Entwicklung und Verwerthung ihrer Stammesbegabung bieten, zugleich aber ihnen selbst die Ehre ihrer Leistungen in h-herem Grade zugestehen wird, als es Die von Paris beherrschte französische Centralisation zu thun pflegte. Das neue Deutschland ist bereit, zu sühnen, was alte am Elsaß verschulDet hat. Mögen Die Elsässer dieser Gesinnung ent- Engi. Souver. 11 Buss. Imper. 9 Doll, in Gold 2 bigung bei >mig meint n, in Un- ont mann- . den Fall • Tbre finb ttvs.Mbt, >g gtleiött, an unjti: ie immtt s, gen halten; rtn Veranl, t wich um.- id «Wen Such üli.- r National' uh mieten jtbm babet. rörberniüfli ’hntmittd, )it fd)r \8) nbden uni i\6)t mit an Tholtn > i'ütEtiiten hnen eilt so tintx litzln ib 8ewur.it. l'ten. 3hk lid) zeschäht aber welch« ox äugen p igtu ju übtf ‘ba trerien Seschehw rbat bet 6. nilitauiid)« i EstaMiz HUhndtt btt jorltii Nüth» .n m S-ga- welcher ver- it ihre Ehest tunn fltnönv btn L-rthen. 11 llhr wir» jirb beute bi« kbII ertragen njfft Nairin £ai W: >j, Jtwc'bner » unter Euch a 4 ,6 rorübet- kieier W» Ifibet würdig t tat EuNS' 1 halten !r Triii ' tvrlchr na* Mn« Klagen, «uch an r Unfall Urr dem t!rn und rettete Hülfe 1 Toldat kr ©urte in der Nmtg hen unti 'ttutzifche Weitrrez 1 Uhr zu t Stadt- von Franz Stollwerck & Söhne Carl Münch, Versteigerungen. 4-116) Donnerstag den 3. November d. I., Nachmittags 2 Uhr, f.oU auf dahiesigem Nathhause die Hofraithe d>es Verwalters Georg Kuhlmann dahier: Nettig-Bonbons von Joh. PH. Wagner & Comp. 1 Mainz, und Brust - Bonbons Vermischtes. Offenbach, 1 Oct. Ohne voibeti^e öffentliche Bekanntmachung, daß Hunde sich AbendS in den Straßen nicht mehr blicken lassen dürfen, durchwandert der hiesige Wasenmerfter mit noch einem Individuum Abends die Stadt und fängt alle Hunde auf, die ihm vorkommen und Niemand erfahrt, was aus denselben geworden. Anderwärts gehen solchem Verfahren am id)t «u- ietaen voraus, und können die Hunde innerhalb einer gewissen Frist wieder an sich geholt werden. Der Wasenmeister hier geht indessen noch weiter, als oben angedeutet; er fangt sogar die kleinsten Hunde, welche Abends mit ihren Herren nach Hause gehen, vor den Augen der Letzteren weg, was bereits zu öffentlichen ärgerlichen Auftritten zwischen den betreffenden Personen und dem Wasenmeister Veranlassung gegeben hat. In Galgocz in Ungarn ist am 28. September eine Bürgerin von gesunden Vierlin gen, zwei Knaben und zwei Mädchen, entbunden worden, die man noch am nämlichen Tage zur Taufe trug. 3627) Alten Malaga, Portwein, Tokayer, sowie ftiite, unverfälschte Rothweine, em« -fehlen I. A. Busch -söhne. Blaukn Kupfervitriol gegen den Brand des W a i z e n billigst bei Ernst Herme?, (4223) Materialist. lüV , nun« l""' i.5®* in B-w-d nfi>N«« C(t Uftf, * !°1, 300 Tüll »Ah ial Ufr*' i J«'4« Tours, 3. Oct. Admiral Fourichon verbleibt Mitglied Der Regierung. , Der Marineminister tritt Da« Departement des Kriegsministeriums an Den Dele- ' flirten des KriegSministerS, General Lefort, ab. B Trüffel, 2. October, Vormittags. Nach hierher gelangten Berichten aus L ourS vom 29. v. Mts. war daselbst unter den Franctireurs in Folge des Mangels an Lebensmitteln und wegen rückständigen Soldes eine Meuterei ausgebrochen. Die Franktireurs drohten, die Stadt zu plündern und schossen auf ihre Offiziere, a[4 dieselben sie unter Anwenvung der Waffen zur Ruhe ju bnngen suchten, so dciü e« -u einem förmlichen Kampfe zwischen Ofsijieeen und Mannschaften kam. Dian war schließlich g-nöihigk, die Franktireurs abztehen zu lassen; dieselben buben ffch nach Orleans gewandt. . m . Paris. Am 27. Sepd, um 12 Uhr Mittags, war Paris plötzlich IN Rauch einacbiillt. Ein Theil des Petroleums, welches in der Billette — es soll zu militärischen Zwecken verwandt werden — liegt, gerieth nämlich in Brand. Um 2 Uhr war man Herr der Feuer«. - Am 26. ereignete sich tn Pan- ein el9ene« Schauspiel. Ein- Anzahl Soldaten, denen man die Hande aus den Rucken g-. blinden hatte, und di- ihre Mützen und Uniformen aus der Kehrseite trugen, wurden durch zwei Reihen Soldaten geführt. Auf ihrer Brust trugen sie folgende °tnfcbrift: Elender Feigling, der du deinen Posten vor dem Feinde «erlassen hast. Alle ehrlichen Leute werden aufgefordert, dir in'» Gesicht zu spucken. Diese den „„rn,n vor tln Kriegsgericht gestellt werden. Obgleich alle Briefe und Berichte fast ohne Ausnahme fortwährend versichern, daß in der Hauptstadt nicht die geringste Unordnung vorgekommen, so scheint dort doch eine große Erregung zu hiirschen und daß u sogar zu Straßencravallen gekommen, geht deutlich aus einer Proklamation hervor, welche der General Trochu veröffentlicht hat, worin « für unstatthaft erklärt, daß ferner Manifestationen gemacht werden , wie die, welche auf dem Platz vor dem Hotel de Bille Statt sand. Pnvatbr,-fe au« Pari« vom 27. deuten übrigen«, wenn auch in sehr dunkler Weise an, daß e« in der französischen Hauptstadt zu Ruhestörungen gekommen ist. Sammlung ergab 1320 Thlr. Königsberg, 4. Oct. Einem Telegramme Des Grafen Bismarck an das Vorsteheramt Der Kaufmannschaft aus Ferneres vom 3. Oct. zufolge ist Das Verbot der Ausfuhr von Hafer unD Kleie aufgehoben worden. Florenz, 3. Oct. Das Resultat des Plkbiscits ist in Rom: 40,835 Ja, 46 Nein; in Frosinone sämmtliche 2559 Stimmen Ja, Velletri 3156 Ja, 11 Nein. Orte sämmtliche 644 Stimmen Ja. London, 3. Oct. Die Times bringt folgende Depesche aus Versailles vom 2. Oct.: „General Burnside ging gestern nach Paris, um Favre unD Wafhburne Die Franzosen verloren gestern bet gcgenkommen lernen." Lüyelburg, 30. Sept. Seitdem das Oberkommando durch den schlechten Zustand des CernirungScorps wieder auf Pfalzburg aufmerksam geworden, ist a«ch die Angelegenheit bereits in ein antereö Stadium getreten. Das CernirungScorps ist auf vier Bataillone verstärkt worden und gleichzeitig ist schweres Beia- gkrungsgeschütz von Straßburg theils eingetroffen, theils wird es noch heute und morgen erwartet. Es soll mit Der Belagerung nun entschiedener Ernst werden. Man trägt sich beim Belagerungscorps mit Der Zuversicht, daß Die Festung keine besonderen Schwierigkeiten machen wird. Sie wird Durch die umliegenden Höhen beherrscht und soll eine Annäherung bis auf eine ganz kurze Entfernung gestatten. Morgen wird man vielleicht schon die ersten Proben mit Den neuen Geschützen ^eben. Gestern war Der Generalgouverneur Des Elsasses v. Bismarck-Bohlen hi. Zu dem Bilde von E- Hünten- — Richard Wagner im Felde. Von M- Evers. — Paris als Festung. Zu dem Plaue von Elsner. — Die muthigen Ulanen. Gedicht von Franz Koppel. — Den Kläglichen! Gedicht von Georg Hcsekicl. Preis pro Nummer 2' 2 Sgr Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ-Buchhbanblung, E- Heinemann, I. Ricker- .mit W* Po» dk W noch , ’> 8 MM. Ifej! 3 1H—* Mein Tuch ««d Bukskin Lager in empfehlende Erinnerung bringend, empfehle ich besonders: dunkelgrau melirt u. hessischgraues Tuch und Satin, ersteres von 1 fl. 4-2 kr. an, graue und blaue Tuche für Militairs und Polizei, ordinäre Winter-Düffel für Joppen und Frauenjacken, ä 1 fl. 45 kr. pr. Elle. 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Namens des Vorstandes: Dr. Goldmann- b) Für das Magazin in der Aula: Von Marienschloß (2te Sendung). 36 Leibbinden, 1 Betttuch, 18 Paar wollene Socken, 3 Hemden, 2 Flaschen sch en saft und 30 Pfund Dörrobst. Von Watzenborn: 1 Sack Charpre. Von Groß-Buseck (5tc Sendung). 1 Sack Charpie und 2 Töpfe Eingemachtes. Von Bersrod (2te Sendung). 1 Korb Charpie . x Von Hamburg (von den Familten Kammerer und Hartmann). Charpie, Binden, Halstücher, Compressen, Hosen u. s. w. Von Grüningen (2te Sendung). 1 Kistchen Charpie und Gittercharpie. Von Heuchelheim (2te Sendung). 3 Körbe Charpie, 12 Hemden, 6 Betttücher und 1 Korb Leinen- Von Oppenrod (2te Sendung). B) Naturalien. a) Für die Erfrischungsstation auf dem Bahnhof und für die Lazarethe: Von Herrn Emil Noll in der Löwengasse 72 Milchbrode. — Von Franl. Schmidt 12 Eier. — Von Herrn Hermann Costenoble in Jena 180 Bände Bücher. — Von Herrn Kaufmann Weidig getrocknetes Obst. — Von Herrn Fabrikant Bender 3 Flaschen Kirschensaft. — Von Herrn Spengler Faber eine Theeseche und einen Ring zu einem Caffeebeutel. — Von Herrn Kaufmann .Wallenfels 6 ^Paar 5gantoffel- Von Frau Mitprediger Lips 1 Flasche Himbecresstg. — Von H-raul. Habemcht 18 Milchbrode. - Von Fräul. Busch 1 Maas Milch. - Von Frau o. Grolman 6 Paar Pantoffel. — Von den Herren Julius und Wilhelnr Wallenfels 4 Flaschen Punsch- Essenz. — Von Herrll Carl Gail eine große Kiste mit Cigarren. — Von einem Ungenannten vom Lande gedörrtes Obst. — Von Herrn Carl Gatt 80 Eter. — Von Frau Mitprediger Lips 1 Flasche Himbeersaft. — Von Herrn v- Stem 100 Correspondenz- karten. — Von Herrn Gastwirth Zinßer eine Quantität Fleischbrühe. — Von Frau Blumenthal 1 Flasche Milch und 40 Milchbrode. - Von der ®emeint)e Odenhausen 1 Sack gedörrtes Obst- — Von einem Ungenannten 1 Pfund Chocolade unb eine Decke. — Von Herrn Fustizrath Klingelhöffer 1 Flasche eingemachte Kirschen und gedörrtes Ob,t. — Von Herrn Pfarrer Klöpper zu Kirchberg o Flaschen Kirschenaelee - Von Herrn Gebrüder Landauer 1 Flaiche Liqueur, 1 Flasche eingemachtes Obst und 1 Pfund Kaffee. - Von Herrn I. Hanstein ein Schlafrock. — Von F^rrt Blumenthal ein Unterbett mit Federn. — Von Frau Mttpredrger Lips 1 Flasche Milch- — Von Fräul. Schmidt 15 Eier. — Von Herrn Phil- Pfeffer 3 Topfe und 1 Durchschlag. — Von Herrn Professor Hofmann eine große Kiste. — Von Herrn Gebrüder Adann 200 Cigarren. — Von Herrn Kaufmann Dietz 5 Packet Cacaopuloer. — Von den Gemeni- den Launsbach und Wismar eine große Quantität gedorrtes Obst. — Von Herrn Kaufmann Jughardt ein Quantum frisches Obst. — Von Herrn Pfarrer Oeser tn Googel 1 Tops euigemachte Zwctschen, 3 Töpfe Marmelade und 1 Wurst- — Von einem Ungenannten 100 Cigarren. — Von Frau Metzger Sack 3 Pfund gebrannten Kaffee. Von Herrn Carl Kennst zu Rotterdam 1 Kiste Cttronen. — Von Herrn Assessor Gebhard 3 Unterhosen, 6 Hemden und 3 wollene Wämschen. 4006) Eine Türkischrothgarn-Färberci und Handlung des Wupperlhales sucht Vertreter für Süddeutschland und wurde deren Wirkungskreise am Liebsten in nicht zu große Districte eintheilen, es sei denn, daß man den Nachweis führt, daß bei Zuteilung eines größeren Terrains die Bearbeitung der einzelnen Absatzfelder doch mit Erfolg betrieben werden kann. Es wird durchaus nur auf solche Bewerber reflectirt, die in der zu vertretenden Branche bereits tüchtige Erfahrungen Haden. Franco-Offerten mit Angabe von Referenzen nimmt entgegen sub T. B. 763 die Annoncen Expedition von Haascnsteiu & Vogler in Frankfurt a. M- 4301) Ein Regenschirm ist an der Mauer des Herrn Dr. Schüler gefunden worden. Der EigenthÜmer kann denselben gegen Erstattung der Jnseratgebühren Neue Anlage Lit. C. Nr- 31, 4. Stock, in Empfang nehmen. _____________________ 4304) Ein Mädchen, welches etwas häusliche Arbeiten versteht, wird gesucht- Das Nähere bei der Exped. d- Bltts. 4285) Ein geübter Scribent wird gesucht. Das Nähere bei der Expedition die- ses Blattes.__________ 4295) Ein braver Junge, der Scribent werden will, findet auf meinem Bürean Beschäftigung. Engelbach H., Hofger.-Adoocat. —77——------Vollständige Umzüge MÖbelTransport L per Bahn oder auf der Landstraße, einzelne Mödelfuhrcn * über Land, sowie das Abüolcn von Möbeln aus den Eisenbahn-Waggons in Frankfurt a. M., besorge bei Garantie prompt und billigst, mittelst großer, geschlossener Federwagen. Bestellungen oder Frachtbriefe erbitte Brön- xiv nerstraßc 17, Frankfurt a. M.(203) Ein Pack Verbandgegenstände. , r. Von der Main-Weser-Hütte bei Lollar (durch Herrn Bmgel). 12 Armtücher, 50 Wundlappen, 48 Salbenlappen und eine Parthte Charpie. Von Groß-Buscck (6te Sendung). . 21 Pfund Charpie, 6 Binden, HO Stück Gittercharpie, 2 Betttücher, 2 Unterlagen, 3 Hemden, 1 Taschentutt, 25 Compressen und 1 Ueberzug. Von Rödgen (von Frau Pfarrer Oeser). 2 Hemden, 3 Handtücher, 2 Ueberzüge, 2 Jäckchen, 2 Paar Socken, Charpie 3507) Gothaer Eervelatwurst empfeh-i len I A. Busch Söhne. 4292) Stein- und Braunkohlen, erste Qualität, in ganzen und getheilten Wag- aons, sowie im Centner an's Haus geliefert, empfiehlt L. Klinket. 3798) Für Militärs empfehlen wir wollene Jacken im Preise von 1 fL G kr., 1 fl. 12 kr, 1 fl. 18 kr. re. rc , ferner Leibbinden in verschiedenen Sorten. I. A. Busch Söhne. M r w t t b is st & 4274) Zwei freundliche Parterre-Zimmer auf dem Seltersberg, in der Nähe der Eisenbahn, sind mit oder ohne Möbel sogleich zu verrniethen bei K- Hensler, Pfarrer, __________im Peppler'schen Hinterhause. 4296) Der untere Stock meines Hauses ist zu verrniethen und sofort beziehbar bei M arfus Engel, am Kreuz. 4049) Im Cafö Kuhlmann sind möblirte Zimmer an ledige Herren zu ver- miethen und sogleich zu beziehen. 4150) Ein Logis von 4 Zimmern, 2 Ca- birteten und allen dazu nöthigen Räumen ist durch den Wegzug des letzten Miethers nach Frankfurt anderweit zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Ch r. Reiber, am Kreuz. 4282) Ein Familienlagis nebst Zubehör ist zu vermietben und alsbald zu beziehen. H. M. Jughardt. 4300) Eine Familienwohnung und ein möblirtes Zimmer ist zu verrniethen bei P. Herbert, Neuenweg. 3740) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net, in einer freundlichen Gartenwohnung, ist zu verrniethen und sogleich beziehbar. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 3843) Eine kleine möblirte Stube ist zu verrniethen. Wallihorstraße Lit. A. 'Nr. 227. 4297) Ein freundliches möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei C. Rahn. 4263) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bet Louis Petri II., Neuenweg. 4245) Zwei freundliche Familienwohnungen find in meinem vor zwei Jahren neu erbauten Hause zusammen ober getrennt zu vermiethen Gärtner Schaum, __vor dem Seltcrsthor. 4299) Die seither von mir innegehabte Schmiedewerkstätte nebst dazu gehörigem Logis in dem HeUmold'schen Hause in der Löwengasse bin ich Willens vom 1. No vember an zu vermiethen. Auch habe ich zwei fast noch neue ’/4 gewundene rechte Treppen zu verkaufen. Th. Vogt. 4288) Ein Logis, bestehend aus 2 ineinandergehenden Stuben, Gab inet und Küche, ist zu vermiethen bei Gotthard Schreiner,^ in der Nähe von Euler & Köhler. wohnt bei Herrn B. Katz en stein vor dem _________Wallthor (im Garten ) 4303) Ein guter Schuhrnachergcselle kann in Arbeit treten bei Thomag Schneider. 4298) Kleine Kartoffeln kauft C. Vetzberg er, auf dem Rathbaus. Alle äußerli Ilehten Tage Deren Schn siner bloßen P vor Kur orebungen mi kchens Hergei — wir trag! Me in Ver Die Ve iiu München genommen ft Eilens der v rvahrscheinlic! vvird, auch Kon." schrxj ver öffentlich -wnstatiren Wunde- aue Südens an in diese ^jnschlageo ^aden hat