Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzlewerg Lit. V. Nr.'l. Breis vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Bost bezogen vierteljährlich 49 fr. ?9c - öki dem •eben Garten, :m einen Lauscht war- ich |ur Aus- Jwn in die schmoll, oßgoffr. Dcrc 3uö- 9cbtad)t9' 6082) fd)e ogiN, lllee 27,1 fcnjinfl (aux ^tvrtcntcn- Udm Alters °Wn. No- Exerci- ^bereitet stitung. n werden M t der Exped. mg!ann ein-- mv Druckerei. i der Vorstadt eingegaiM: R, F.R. Irl., 1«.,?. Lenz 24 fr.. Herrn 1 ß., Proo.r i fL, Christiane 22 ff. 24 fr. fflffltn @itfe. 8nj. iltnet mir atttichen liarftstrch. ütunben. ro. raßtin. i« gar, ist am 2o. graft, ingen war, H» S Nordenholt, 2 Uhr Nachm't- irt6§ lshr- W dene -llgemem lUrbe durch die T xersainwlung ,x. mcht dirttt .1« (»Ott, dm ü'd fei11"1!- snorKi J#** I,$r^®ur- 0dM«K Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Str. 78^ Dienstag den 5. Juli " Amtliche Bekanntmachungen. --——— Gießen, den 25. Juni 1870. Prtrrssend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Gießen für 1871. Groß herzogliche Das Hreisamt Gießen an Gießen am 29. Juni 1870. die Grosihenogtichm Bürgermeistereien. . . . 3’<™S'S' Ä,tiiSSteSSSSfiUSÄffilÄÄ.*Ä“fÄM«Uw, .°ch Art.°8 des Ls-tzes -om S- Mai 1K8 änrW non 4eil bei Ue§-rschuss-s 1. Klasse zusammensetzt, naml.ch 1) wie sich der nach dem Voranschlag (des zweiworhergeyenven ^jayre ) Götzis bezeichneten Ausgaben bestimmt war, a. welcher Betrag zur Deckung der m Art. 4_P«s. 2 unb 3£?ne«I““e82'timten auSaaben (i- B. ältere Kriegsschulden) vorgesehen war und -- =■ * 1858 w” fnadi der Rechnung) festgestellt haben, und endlich 3) welche Summe als baares Betriebskapital in Aussicht genommen war^ , ________________________________________________ Betreffend: Die Beschaffung des Bedarfs an Pferden bei einer Mobilmachung durch Aushebung. £ia9 . Großherzogliche fireisa m t r‘ J an Gießen Oie «rchhenoglichen Mirgermeiffeeeien des Keeffe«. . Mtt Be,n,nahm. - yWoyrn»», WWSÄ ÄÄÄMÄ ®art«u> zu Sie*..., n» Wo «»f Weil»-- dn-ch nut eine A»nnhm--°mm>A-n d in a n n. I 3161) Dienstag den 12. Juli, Nachmittags 2 Uhr, 1179 fl. ii Wieseck. Neue Ansichten von Gießen. fl fl II 1. 12 1. 12 973 300 49 33 9 9 9 n H -18 -30 zu II Zimmerarbeit, Dachdeckerarbeit, Schreinerarbeit, Schlosserarbeit, Glaserarbeit, ycaaimuiuys * uyi, soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe res verstorbenen Martin Müller auf dem Reichensand einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt und bei annehmbarem Gebote der Zuschlag sofort ertheilt werden. Gießen, den 4. Juli 1870. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. K- V o^t. Vergebung von Wegbauarbeit bei der Stadt Gießen. 3159) Montag den 11. Juki 1870, des Morgens 9 Uhr, sollen die Arbeiten zur Verbesserung des Wegs zwischen Mühlkopf und Hochwarth, veranschlagt zu 205 fl., auf dem Rathhause hier an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen, den 2. Juli 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Versteigerungen. Vergebung von Maurer- und Steinhauerarbeit. 3139) Nächsten Mittwoch den 6. JuU d. I-, Vormittags 10 Uhr, Zollen zur Erbauung einer neuen Scheuer folgende Arbeiten auf dahiesiger Bürgermeisterei versteigert werden. Maurerarbeit, veranschlagt Weibbinderarbeit, „ „ Wagnerarbeit, „ „ Wieseck, den 30. Juni 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Lang. beauftragen Sie, die Pferdebesitzer Ihrer Gemeinde hiernach zu bedeuten. Dr. Q) 0 l 0 Ul u n ii- FeilgeboteneS. 3086) Frische Sendung englischer Bis- quits, als: Nic-Nac — Pearl — Albert — Sponge Rusch’s — Napoleon — ßntanma — werden sowohl in kleinem Quantum, rote auch in ganzen Bücksen abgegeben, ferner ächte Wiener Waffeln empstehlt bestens Ed. Lind, Hoscondttor. 3117) Die bei Verbreiterung des Trottoirs auf der Wieseckbrücke vor dem Seltersthor vorkommende Maurerarbeit und Lieferung von Lungsteinquadern, veranschlagt zu 1613 fl- 3 fr-, soll, in 2 Loose getrennt, auf dem Submissionsroege vergeben werden. Plan, Voranschlag und Bedingungen können v°m ^uli L 3- °n>u unserem Geschäfts-O.al eingesehen und die Offer- len von da an bis zum 6. Juli, Vormit- 1c s 10 Uhr, daselbst eingereicht werden. Dieselben müssen verschlossen und mit der Aufschrift: „Submission sür Maurerarbeit Wieseckbrücke zu Gießen verse- Zur Eröffnung der Submission wird Termir auf „ _ r. r Mittwoch den 6. Juli l. I-, Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäfts-Locale anberaumt, welchem die Interessenten anwohnen können. Gießen den 30. Juni 1870. Großhcrzogliches Kreisbauamt Gießen- Holzapfel. 3123) Dienstag den 5. Juli, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich hinter meinem Hause eine Parthie altes Bauholz, Thüren, Fenster und Läden, alte Fässer re. re. versteigern. Emil P i st o r. — Bek a n n t m a ch u n g. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der seitherige Gutsoerwalter Schuchard zu Selgenhof zum Don.anen- bfnnhmpifter bei dem Rentamte Gießen ernannt worden ist. Meßen dm I Juli 1870. ^^rMliches Kreisamt Greßen. 3151) Feinsten Weinessig empstehlt Carl Hoffmann- 2782) Extra feine Reisstärke, Waschpulver, Waschblau und Fleckenseife , _ „r empfehlen_______I- A- Busch Sohne. 3150) Vollsaftigen !»• Emmenthaler zräse und weißen Herbst-Rübcnsaamen empfiehlt C- W- Dietz, am Markt. 2781) Neue Matjes-Häringe empfehlen I. A. Busch Sohne. 3118) Bei % Nicker sind so eben erschienen: Photographieen von Gießen und Umgebung SPan°;Qma Z ILIen, ®Ä, •®4iffen6erfl, ©iaun Photographiee'n von Synagoge und Turnhalle, Markt, PhMoar7phie^n°M ViN^ 'von Gießen, Gleiberg, * Schisfenberg, Staufenberg, Synagoge, Markt, Zinßer's Garten, Aula, Neue Anlage, Bahnhof, StercoSc'opb/ldcr' von sämmtlichen Ansichten, ä . - 3149) Die fiscalische Fischerei m der Lahnstrecke vom Hoheitsstem Nr. 1 bis zum Einfluß der Salzböde, sodann zwischen den Koppelfischerei-Districten Nr. I- und II. und im Mühlteiche bei Odenhausen, welche der Freiherr Nordeck zur Rabenau auf Friedel- . Hausen bis zum 31. December er. pachtweise in Benutzung hat, soll am Mittwoch den 20. Juli 1870, Vormittags 10 Uhr, bei Ludwig Schadek zu Salzboden öffentlich meistbietend verkauft werden. Krofdorf, den 24. Juni 1870. Der Königliche Oberförster: _____voii Meibom.__ Grundbesitz-Verkauf 3076) Herr I. Fahrenkamp, Zregelstein- Fabrikant zu Marburg, beabsichtigt sein daselbst auf der Ketzerbach gelegenes, zum Betrieb mehrerer Geschäfte geeignetes Haus nebst 22 Ruthen und V« Klftr., 2 Ruthen Garten dahinter, zu verkaufen. Unterzeichneter, mit der Leitung des Verkaufs beauftragt, hat Termin hierzu auf den 1-, 6. und 15. Juli, Nachmittags von 2 bis 3 Uhr, - in seiner Wohnung bestimmt, welches Kaiff- i lustigen mit dem Bemerken zur Nachricht dient, daß das Kaufgeld theilweise stehen bleiben kann. , Q~n Marburg, den 25. Juni 1870. | C. Gesell, Administrator. « Gießen, den 2. Juli 1870. 3165) QO der Epileptische Krämpfe (Fallsucht) MZ heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie ©oct O. HiIlisch H in Berlin, Lomsenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. (201)HEH Temperatur in Gießen, Juni 1870 : BermiethAngSU 3160) Ein Familienlogis ist zu vermie- then bei I. Rothenberger, am Lindenplatz. 3142) Aus unserem Steinbruch und unserer Lehmgrube kann täglich gefahren werden. Abfuhrscheine hierzu verabfolgt Heinrich Frech am Seltersthor. A. Nauheimer & B Strauch. 2797) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen Lindenplatz Lit. A. Nr. 244. Niederschlag: an 12 Tagen...... " im Mittel früherer Jahre: au 14 Tagen . . 3135) Ein Mädchen, welches das Kleidermachen erlernt hat und auch im Flicken ge- “6tr ist', wünscht in und außer dem Hause Beschäftigung. Näheres zu erfragen bei Frau Frutig, Asterweg. Vermischte Anzeigen. 3163) Die Unterzeichnete empfiehlt sich bestens als Hebamme. Marie Franck, wohnhaft in dem Balser'sch-n Hause in den Neuenbäuenr^l- Gewerbebank zu Gießen. Montag den 11. d. Mts., Abends 8 Uhr: Generalversammlung im Leib'schen kleinen Saale. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage pro 1869, 1) Bestimmung der Dividende und des Reservefonds, 3) Ertheilung der Decharge, 4) Jncasso fremder Wechsel, 5) Ausschluß von Mitgliedern aus dem Verein, nach den Bestimmungen des §. 48 der Statuten, m. , , 6) Berichterstattung über den Vereinstag in Marburg. Gießen, am 1. Juli 1870. ©er Vorstand. niederste . . . . mittlere..... Mittel früherer Jahre höchste..... Drittes Coneert imSom mer-Abonnement des Gießener Concert-Ver eins Freitag den 8. Juli 1870, Abends « Uhr, im Club-Saale, Civilingenirure oder Agenten, welche mit Eisenbahnen, Maschinenbesitzern re. ^betten für einen lohnenden Consum-Ärtikel der Maschinenbranche gesucht. Qualitätsreferenzen weltbekannter Etablissements bereits vorhanden. Offerten unter 8. & H Nr. 9, poste restante Düsseldorf. (3081) 3144) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei Daniel Schmal!, Schloßgasse. r.Memen geehrten Kunden zur Nachricht, daß mein Barbier- und Haar- cynetve-Eablnet letzt wieder regelmäßig von 6 Uhr Morgens geöffnet sein wird, uno oatz ich nunmehr auch wieder auswärti e Abonnements, soweit thunlich, annehmen rccrt>c- Christian Frech, Heilgehülfe, Marktplatz B. 15. M97) :: Toiliin ’! Das allerneueste, beste und sicherste Mittel zur Erhaltung und Beförderung des Wachsthums der Kopf- und Barthaare ist unter allen bis jetzt existirenden Haarwuchsmitteln einzig und allein als reell befunden worden, und ist Jedem, der auf die Schönheit des Haares Werth legt, angelegentlichst zu empfehlen. Sie gibt dem ergrauten und roth gewordenen Haupt- oder Barthaare die ursprüngliche Farbe, Glanz und Weichheit, erzeugt und befördert überraschend den Haarwuchs, was durch Zeugnisse bestätigt ist. Preis einer Flasche 1 Rthlr. = 1 fl. 45 fr. HauptdeM in Gießen bei Herrn Carl Frech. Das Ausstellungs-Comit6: St cf ule. F. Gail Geschäfts - Eröffnung 3167) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich unter Heutigem ein eröffnet habe. ' 1 ni^Prompte und reelle Bedienung versprechend, halte ich mich bestens empfohlen und vitte um geneigten Zuspruch. Gießen, den 1. Juli 1870. Wilhelm Stohr, Neuenweg B. 180, in dem vormals Schlosser Becker'schen Hause. Geschäfts - Eröffnung. Einem geehrten Pubirknm mache- hiermit die Anzeige, daß ich niit meiner Kalkbrennerei ein Ziegelei-Geschäft verbunden habe, und bitte um geneigten Zuspruch. Auf vorherige Bestellung werden alle in mein Geschäft einschlagende Artikel angeferligt und schleunigst besorgt. Besonders mache ich auf die bereits in roth und weiß angefertigten Plättchen von 10 Zoll tin Quadrat, welche sich zum Belegen für Hausfluren, Kuchen ti. berg!, eignen, ein geehrtes Publikum aufmerksam D-e Ziegelei ist am Fußweg von Großen-Linden nach Hörnsheim Großen-Sinden, den 28. Juni 1870. (30!,0> Georg Weiß. § Rath und Hülse für Diejenigen, welche an Gesichtsschwäche leiden und namentlich durch angestrengtes Stndiren und angreifende Arbeit den Augen geschadet haben. m hatte auch ich die leidige Gewohnheit, die Still- d-i Nacht wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen. Sowohl hierdurch, als durch viele an- optische und feine mathematische Ausführungen war meine Sehkraft so sehr geschwächt, daß ich um so mehr den völligen Verlust derselben befürchten mußte, als c‘nc fortwährende entzündliche Disposition eingestellt hatte, welche mehrjährigen Verordnungen der geschicktesten Aerzte nicht weichen wollte. Unter diesen betrübenden Umstanden gelang es mir, em Mittel zu finden, welches ich nun schon seit 40 Jahren mit bein ausgezeichnetsten Erfolge gebrauche. Es ist nicht allein jene fortdauernde Entzündung vollständig beseitigt, sondern auch meinen Augen die volle Schärfe und Ä ‘ bah ich j-tzt, wo ich das 75fte Lebensjahr antret-, ohne Brill- me feinste Schrift lese und mich, wie in meiner Jugend, noch der vollkommensten Sehkraft erfreue. Dieselbe günstige Erfahrung habe ich auch bei Andern gemach? unter welchen sich Mehrere befinden, welche früher, selbst mit den fd)ärfften%rinen ihren Geschaffen kaum noch vorzustehen vermochten. Sie haben bei be^am ?"'"els die Brille hinweggeworfen und die frühere natürliche Scharfe ihres Gesichts wieder erlangt Dieses Waschmittel ist eine wohlriechende Essen, deren Bestandtbeile die Fenchelwurzcl ist. Dieselbe enthält weder Drastica noch Nar- cotica, noch metallische oder sonstige schädliche Bestandtheile. Die Bereitung der Essen, Mörder indeffen. nur verwickelte chemische Behandlung, und ich bemerke daher, datz ich dieselbe seit längerer Zeit in vorzüglicher Güte von dem hiesigen Chemiker, Herrn Apotheker Geiß, beziehe; derselbe liefert die Flasche für einen Thaler, und rst gern erbotig, drefclbe ncbfl Gebrauchs-Anweisung auch auswärts ru vev ^,ch rathe daher den Leidenden, die Essenz von hier zu beziehen, indem eine solche Flascye auf lange Zeit zum Gebrauche zureicht, da nur etwas Weniges mit Flußwasser gemischt, eine milchartige Flüssigkeit bildet, womit Morgens und Abends enad) •r219^'C&nben ^^beiten, die Umgebung des Auges befeuchtet wird Die Wirkung ist höchst wohlthätig und erquickend, und erhält und befördert zugleich die Frische der Hautfarbe. ä < Ss wird mich freuen wenn vorzüglich Denen dadurch geholfen wird, welche bei dem rastlosen Streben nach dem Lichte der Wahrheit oft das eigene Licht ihrer Augen gefährden und embutzen müssen. Vielleicht kann auch durch den Gebrauch dieses Mittels das leider m der jungrn Welt so sehr zur Mode gekommene entstellende Brillentragen vermindert werden, da dieses in den meisten Fällen die Augen mehr verdirbt als verbessert. Brillen können nur einer fehlerhaften Organisation Les Auges ur Hül kommen, aber nie gesunde oder geschwächte Augen stärken und verbessern Aken, a. d. Elbe. Romer* Jtausen. unter gefälliger Mitwirkung Claviervirtuosin Fräulein Minna Brandes aus Schwerin und des akademischen Gesangvereins. Der Eintritt findet nur nach Vorzeigung der Eintrittskarte statt. Der Vorstand des ConcertVereins. Gewerbe-Ausstellung zu Gießen im Jahre 1870. Di- Frist zur Anm-ldung ist bis zum 20 Juli b. I. v-rläng-rt w-r m mtt der d-ftnitw-n Vertheilung des Raumes b-gonr-i den^könncn^' * 65 ob fpater einlang-nd- Anmeldungen Berücksichtigung fit? 3'52) Auf dem Asterweg Lit. A. Nr. 124 ist eine Familienwohnung, bestehend in vier Zimmern, einer Kammer, Küche, Keller rc, zu vermieden, welche den 1. October l. I. bezogen werden kann. 3153) Im Hast'schen Hause in der Schloßgasse ist der 3. Stock zu vermiethen und alsbald zu bezieh en. Dornseiff. 3156) Ein neues Haus ist zu vermiethen oder auch zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3116) Ein geräumiger Keller ist in der Universitäts-Engel-Apotheke zu vermiethen 0011 Dr. C- Laubinger. 3030) Drei Eichen-Bauftämme, unge: führ 100 Cubikfuß enthaltend, verkauft Guztav Rühl, Spengler. 3106) Feinsten saftigen Schweizer- und Limburger Käse empfiehlt Carl Lony. 3162) Ein Zimmer ist zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 3126) Ein geräumiges Zimmer, unmöb- lirt, ist zu vermiethen. Näheres Lit. A. 152 am Kirchenplatz.______________________ 3133) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei ____________________Jean Leyerzapf. 3158) Ein Logis, bestehend aus 4 Zimmern nebst den dazu nöthigen Räumlichkeiten, bisher von Herrn Roßmann bewohnt, ist durch dessen Versetzung anderweit zu vermiethen und im September, auf Verlangen auch früher, zu beziehen. Chr. Reiber, am Kreuz. 3110) Ein kleines Mansarden-Logis ist zu vermiethen Wallthorstraße Nr. 199. 3104) Zu vermiethen und alsbald beziehbar eine geräumige Mansarden - Wohnung am Seltersberg Lit. E Nr. 83. Am liebsten eine kinderlose Familie oder ein: zelne Dame.____________________________ 3122) Zwei möblirte Zimmer, das eine mit Cabinet, sind zu vermiethen bei I. Becker Wittwe, Neuenweg B. 195. 3108) In Lit. B. Nr. 82 in den Neuen- bäuen ist ein freundliches, möblirtes Zim- merchen zu vermiethen. 3157) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei Karl Schneider, ___________________vor dem Wallthor. 2749) Zwei Parterre-Zimmer sind an eine Dame ohne eigenen Haushalt ober an einen älteren Herrn zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2326) Eine Wohnung ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei _____________Alexander Mayer. 2845) Möblirte Zimmer zu vermiethen Neuenweg B. 194.___________________ 2266) Ein Familienlogis mit allen Bequemlichkeiten ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3155) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. Das Nähere bei I. Trapp, Briefträger. 3i6y Gefunden ein goldener Ring mit dem Namen C. ß den 22. Aug. 1838. Derselbe kann gegen Entrichtung der Jnsertionsgebühren in Empfang genommen werden bei Georg Noll, Gärtner, ____________wohnhaft neben dem Friedhof. 3141) Ein möblirtes Zimmer, am liebsten mit Cabinet, möglichst außerhalb der Stadt zwischen Gärten gelegen, wird von einem fremden sehr ruhigen Herrn gesucht. Gefällige Offerten an W. B_, (£afc einzusenden. ' l Magenleiden aller Art, selbst die hartnäckigsten, besonders Unverdaulichkeit, Magenkrämpfe, Magendrücken, Uebelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Magensäure, Sodbrennen re., sowie auch Blähungsbeschwerden und Neroenichwäche, überhaupt alle jene Uebel, welche von Schwäche des Magens und von schlechter Verdauung herrühren, werden erfahrungsgemäß sicher und schnell beseitigt durch den Universal - Magen - Liqueur von Franz von Metternich in Mainz. Preis: die ganze Flasche fl. 1. 24 fr., die halbe Flasche 45 fr., die viertel Flasche 24 fr. Niederlage bei Ed. Lind, Hofconditor in Gießen, und Ph. Dan. Kümmich in Friedberg. 2948) Schwemmstein (oder Kalfsand, auch Tuffstein genannt), von 26V2, 12V2 und 8 cm. ober 10, 43/4 und 3" rhld. (mit Bicker Wasserfalf unter 60—70,000 Pfd. dargestellt), sowohl für Ausmauerung von Fachwänden, als zur Aufführung massiver Gebäude dienlich, empfiehlt Th. Wurmbach zu Herborn. 4- 4,3° R. + 12,72 „ 4- 13,15 „ + 25,5 ,, 1,24 Par. Zoll. 2,83 „ „ Feuilleton nach und dem Antlitz ausgeprägt. (5s sei, wie Ew. Majestät befehlen, noch heute werde ich einen Boten Schloß Laudemont senden. Die Königin endigte durch einen Wink mit der Hand dieses Gespräch schritt zu den Guisen vor. Ich grüße Sie, meine Herren, und danke Ihnen für Ihren Eifer, mit Sie schon in früher Stunde die Pflicht der Etiquette erfüllen. Sie sehen bleich und angegriffen aus, kein Wunder, wenn die Nacht schlaflos verstrichen, der arme Abbä, ich habe herzlich über die Erzählung seines Mißgeschicks gelacht, indeß hat er mir treulich die Bestellung Sr. Eminenz ausgerichtet. Aber hü- ten Sie sich, Cardinal, hüten Sie sich, Herzog, auch durch die Mauern und Lhüren dringt der Blick Catharina'S und das Herz bietet sich unverschlossen meinem Auge. Beten Sie, Eminenz, Sie, ein Fels der Kirche, daß jenes Wehe nicht Ihr eignes Haupt treffen möge, das Ihre unkluge Nichte in der verwiche- nen Nacht über ihre Königin rief. Ohne die Erwiederung der Guise abzuwarten, verließ sie die Stelle, sich zu anderen Gruppen begehend. Heinrich hatte unterdessen sich der Montpensier zu nähern gesucht, allein die Herzogin schien ihn vermeiden zu wollen, und ihr Blick verlor nichts von der Eiseskälte von vorhin, wenn die Augen Beider sich begegneten. Catharina hatte ihren Umgang beendet und mit ihm den Empfang. Der Adel zog sich zurück und auch Heinrich beurlaubte sich von seiner Mutter, um sich zu einer Spazierfahrt anklciden zu lassen. Catharina blieb allein. Sie setzte sich unter den Baldachin und versank in tiefes Grübeln. Der Eintritt ihres Secretärs, des Pater Ignaz, erweckte sie- Majestät, meldete der Geistliche, die Minister harren Ihres Erscheinens. Ich komme, erwiederte Catharina, sich erhebend, und die Hand auf die Schulter ihres GünstlingS legend, fragte sie in vertraulichem Tone: Nicht wahr, Ignaz, auch Du nennst den Gärtner verblendet, der einen neuen Auswuchs des Unkrauts auf die gefunden Stämme gepfropft? Auch Du tadelst Deine Königin, die eine Verwandte der Guise an ihren Hof beruft? Sei offen. Ja, ich fände einen Schritt unweise, Ew. Majestät, entgegnete der Pater, wenn nicht die Weisheit meiner Königin bereits selber die Gründe dafür aus- aejprochen hätte. O, daß ich allein für Blinde sehen muß, seufzte Catharina. Wisse denn, daß diese Montpensier die Ankunft ihrer Cousine vom Grunde ihres Herz ens wünscht, daß schon in der vergangenen Nacht ein Courier mit einem eigenhändigen Briese der Herzogin Paris verlassen hat. Und dennoch — Dennoch, siel ihm die Königin in's Wort, dennoch bescheidc ich sie an meinen Hof. Vergissest Du, daß mein Sohn, der König, eines Spielzeugs bedarf. Nun wohl, ich will ihm diese Guise Hinweisen, wie dem Kinde die Puppe, die es zerstreuen soll, was kümmert es mich, wenn er sein Spiel- * UÖ Wie ^fragte der Geistliche fast erschrocken, verstehe ich Ew. Majestät recht? Ha, welcher Triumph für mich, fuhr Catharina fort, wenn diese stolzen Guisen erröthen müssen vor der Schmach ihrer Verwandten, wenn Stadt und Land, Hof und Volk den Namen Marguerite de Daudemont kennen wird, wenn — Und wenn nun die Pläne der Guisen weiter gehen? fragte Pater Ignaz, wenn sie davon träumten, eine ihres Geschlechtes auf den königlichen Thron Frankreichs zu erheben? m _ Noch lebe ich, erwiederte Catharina stolz, und sollte es zum Aeußersten kommen, der Mensch ist sterblich, und über die Tage eines Jeden hängt das Damoklesschwert seines Geschickes, wohl dem, der nicht frevelnd mit eigner Hand jenes Seidenhaar durchfchneivet und sein Geschick herausfordert wider sich. Mit diesen Worten verließ sie, von dem Secretär gefolgt, das Cabinet ihres Sohnes, um, wie sie es täglich zu dieser Stunde zu thun pflegte, die Geschäfte des Reiches vorzunehmen, während der regierende König, von feinem Gefolge begleitet, den warmen Sonnenschein des Tages in bequemer Carosse genoß. Drittes Kapitel. Es war spät am Abend. Ein balsamischer Blumenduft erfüllte den Garten, der sich unabsehbar hinter dem alten grauen Schlosse der VaudemontS ausstreckte, auf dessen Zinnen, von keinem Lüstchen bewegt, eine schwarze Trauerfahne schlaff hernieder hing. Aus keinem Fenster des massiven Gebäudes schimmerte ein Lichtstrahl, ernst und traurig, wie eine versteinerte Klage steht es da inmitten der üppig prangenden Natur. ... . m i Unter einem Hvllunderbusch ruhte auf einer MooSbaiik die zarte Gcsta einer Jungfrau, in ein schwarzes Gewand gehüllt, es war Marguerite de Vau- demont, die Tochter des verstorbenen Schloßherrn. Eugenie hatte ihre Schilderung nicht übertrieben, man konnte sich nichts Reizenderes denken, als die Zartheit des Antlitzes dieses Mädchens , als diesen schlanken, elastischen Bau der Glieder. In ihrer Hand hielt sie ein Schreiben, das sie eifrig zu lesen schien, der Thränen nicht achtend, die sich ab und zu ihrem Auge entstahlen und unter dem Schutz der Dunkelheit unbemerkt auf den duftigen Rasen herniederrollten. , . Das junge Mädchen hatte den Brief beendet und versank in em tiese- Nachdenken, ihre Lippen bewegten sich, als hielte sie Zwiesprache mit sich selber. Plötzlich horchte sie auf. Aus der Ferne her tönte der gestreckte Galopp eines Pferdes und eine hohe Röthe überflog ihr Antlitz. Sollte er es sein? flüsterte sie vor sich hin, sollte ihn mir em günstiges Geschick gesandt haben, daß ich ihn noch einmal sehe, ehe ich auf lange von ihm scheide? Aber nein, still, thöricht Herz, Raoul ist in weiter Ferne, nur unseren Seelen und Gedanken ist es vergönnt, einander zu finden. Und dennoch lauschte sie, und jetzt erhob sie sich lebhaft. Der Reiter kam naher und näher und jetzt hielt er an dicht vor den Mauern der Gartens; mit pochendem Herzen vernahm sie dar Oeffnen einer Pforte und im nächsten Augenblicke lag sie mit einem Ausruf des Jubels an der Brust des cintreten. den Mannes, der feinen Mantel fallen ließ und in der Tracht einer Reiterofsi. ziers im matten Strahl des Mondes dastand. Der junge Soldat war von vollendeter Schönheit. Bon mittelgroßem, schlankem Wuchs, mit leichtgclocktcm, dunkelblondem Haar und großen braunen Augen, in denen sich Intelligenz und Herzensgute spiegelte. Es war Raoul von Saverne, einst der nachbarlich- Gespiele, jetzt der Verlobte Marguenta s. Hand in Hand ließen sich die beiden Siebenten, nachdem da« erste Ent- rücken des Wiedersehens verrauscht war, auf die Rasenbank nieder. Raoul, begann dar junge Mädchen nach einer Weile, ist es nicht Sunde, mein Herz von Freude bewegen zu lassen, während erst vor wenig Tagen mein theürer Vater seine Augen schloß? O, wie gern hätte ich Dich m dieser Stunde des Leidens an meiner Seite gewußt, um an Deiner Brust meinen Schmerz auszuweinen, denn ich habe ja Niemand auf der großen GvtteSwelt, als einmal Dich allein, mein Raoul. Der junge Offizier zog Vas Mädchen an sich. , Gott weiß, wie oft ich die lästige Pflicht des Dienstes «erwünschte, d.e sich unübersteialich zwischen uns stellte. Aber länger litt -S mich Nicht von Dir entfernt, da ich vernahm, welch harter Schlag Dich betroffen, und mein Oberst war großmüthig genug, mir Urlaub zu erlheilen. Ach, nur wenige Stunden ist es mir vergönnt, in Deiner beseligenden Nahe zu weilen, laß uns sie benutzen, um unserer Zukunft zu gedenken; ein Jahr noch und Du bist mem Weio, Marguerite. Meine gränzenlose Liebe mögen Dir jene Erdenschatze ersetzen, hie «di Dir nimmer zu bieten vermag. Das junge Mädchen sah den Geliebten mit einem Blick des Vorwurfs an. Du solltest mich besser kennen, Raoul, sagte sie ernst. Mem Sinn steht nicht nach Ehre und Neichthum. Still ausgewachsen, lernte ich wohl die Liebe, aber nimmer jenen Schein und Prunk kennen, der die Sinne umgaukelt, aber unser Herz kalt läßt und leer. Ein stilles bescheidenes Häuschen, eine schattige Laube, Dich zu umfangen, wenn Du heimkehrst von den Muhen Demes Dienstes das ist Alles, was ich bedarf an Gütern dieser Erde. ' O mehr verdienst Du, Du Engel an Schönheit und Gute! rief Raoul feurig. ' Werth wärst Du einer Krone, würdig zu Slänzen unter den Sternen des Hofes, unter den ersten Namen Frankreichs, und docy willst Du dein Schicksal theilen mit dem unbekannten, schmucklosen Krieger? Und ^doch hän^t cs nur von Dir ab, mein Raoul, Deine Geliebte unter diesen Namen zu wissen. Von Deiner Entscheidung wollte ich die Antwort dieses Briefes meiner Verwandten, der Herzogin von Montpensier, abhang N '"^"Si^r-iLte^b-m Geliebten die eben erhaltenen Zeilen Eugcnie's, aber da» Antlitz Raoul's nahm einen düstern Ausdruck an, als er vollendet hatte. Marguerite, sagte er, so sind wir Menschen einmal. Wir hegen Wunsche, die uns unmöglich scheinen, und doch, tritt die Gewährung an uns ^un , (o ciraut uns fast und gern nähmen wir das rasche Wort zuruck. Ein kalter Hauch weht mir aus diesen Zeilen entgegen. Fast wie eine Warnungöstimme rufen mir diese Buchstaben zu: Folge uns nicht! Und warum nicht, mein Raoul? fragte Marguerite, ^tehe ich doch sonst allein da, ohne Ruhe, ohne Schutz. Unser Caplan »st gestern in das Küster seines Ordens getreten, Dich selber hält Deine Dienstpflicht von uns fern, willst Du, daß ich allein und verlassen weile, ein armes, schutzloses Mädchen m rauher, ^^Der^OWer erwiederte nichts, in starrem Sinnen blickte er vor sich nieder. Uno dann, fuhr Marguerite schmeichelnd fort, dann laß es Dir gestehen, mein Raoul, verleugne ich nicht mein Geschlecht. Nach Parts, um zu schauen jene glänzenden Feste, jene prächtigen Toiletten veö HofcS, )enes Wogen und Drängen ^der berühmten Stadt, von der mir die Herzogin, meine Verwandte Wunderdinge erzählte, o, Raoul, dahin steht mein Sehnen; zürne mir nicht, mein Freund. , Traurig richtete der jung< Offizier fein Auge auf sie. Marguerite! sagte er mit ernster Stimme, vergissest Du, daß zede Meile, die Dich der verführerischsten der Städte näher dringt, Dich von Licmem R^Dich'Einfachen Worte wirkten auf das junge Mädchen. Sie ergriff die Aanh des Freundes und preßte sie innig. Verzeih, verzeih, mein Raoul, flüsterte sie, ich bin ein thörichtes Mädchen. Nein, ich will nicht nach Paris. Hier an dieser Stätte, die Zeuge unserer Iuaend Zeuge unserer reinen Liebe war, da will ich um Erlauvmß bet dem neuen Besitzer des Schlosses meiner Väter bitten, mir eine Hütte bauen zu lasse», klein und gering; dort will ich jenen Tag erwarten tu Demuth und süßer Hoffnung, der uns vereint auf immerdar. Nicht so, Marguerite, erwiederte der Offizier. Du wirst ziehen muffen ch jener Stadt der Ueppigkeit, um Dich anzulehnen an eine verwandte Brust. Aber Leit ich di- Nothwcnvigkcit tiefe« Schrittes cinjehe, cben. m Kann ich den Gedanken ertragen, Dich allein in jener verführerischen Stadt zu wissen wo das Lasier in tausend wechselnden Gestalten ockend vor De Seele trM? Soll 'ich daran denken, Dich die weiche Lust jene« «ofe. em° h. men zu lassen, wo Tugend und Unschuld zum Spott herabsank. (Forts, folgt.) Aus blutiger Zeit. Historische Novelle von Hermann Hirschfeld. (Fortsetzung.) Die Herzogin hatte diese Worte mit großem Eifer gesprochen und ihren fast flehenden Blick dabei auf Catharina gerichtet. Die Königin dachte eine Weile nach, dann schien sie ein Gedanke zu durchblitzen. , Sie schildern Ihre Verwandte schön und geistreich, Herzogin? fragte sie lauernd. Ich fürchte, sie wird manche Verwirrung am galantesten Hofe Europa'S anrichten, Majestät, erwiederte Eugenie lächelnd, und manches schöne Augenpaar wird sich ihrethalben trüben. Die Königin erhob sich lebhaft. Sie sind gefangen, Herzogin, rief sie, da Sie den Wunsch äußerten, die Vaudemont an unserem Hofe zu sehen, flößte Ihnen die Eifersucht die Hoffnung ein daß ich Ihnen Ihre Bitte verweigern würde. Aber es fei, ich lade Sie ein ium Wettkampf der Schönheit, meine Edlen, wandte Sie sich an die Anwesenden. Lassen Sie Ihre Verwandte kommen, Herzogin, Eugenie oder Marguerite sei die Losung. Die Herzogin verbeugte sich, ein Zug geheimen Grolles lag in ihrem d. 2 e c ' < t r l l i