Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen Donnerstag den 5. Mai 1870 Nr. 33 2c der zeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 30 242 l'/4 Stecken ErlemPrügelholz, Buchen- 120 Hainbuchen-Stangen = 20 K- Logt- (Nr. (Nr. 554 1075 Wellen Stecken 88 4 35 Wellen Stecken Schreinerarbeit, „ „ Schlosserarbeit, „ „ Wcißbindorarbeit, „ „ Chaussir- und Pflasterarbeit, veranschl. zu..... A. B Stecken den, 1 73 14 5 19/72,5 19/76 19/77 19/78 19/W,t als: Flu. Nr. 19/71,5 r ennh o lz: Aspcn-Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Nadel-Prügelholz, „ Stockholz, „ Neisholz. Birken-Prügelholz, „ Stockholz, (Nr. cation zum (Nr. Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Ltt. ®. Nr. 1. 23/4 IV» 368 V» 2 369 1 3/4 6560 1150 560 Nadel'Stangen = 1030 „ Die Zusammenkunft ist vor der Jungemark an der Eisenbahn. Lang-Göns, am 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Lang-Göns. A. Henrich. Sodann sollen Mittwoch den 18. Mai d. I. und die folgenden Tage, jedesmal Nachmittags 2 Uhr,. in der Wohnung des Verstorbenen die demselben gehörigen Mobilien, bestehend, in Möbeln, Bettwerk, Weißzeug, Haus- und Küchengeräthen, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 3. Mai 1870. Grobherzogliches Ortsgericht Gießen- z K. Vogt. 2131) Die noch in gutem Zustande befindlichen Oeconomicgeräthschaiten, als: Wagen, Egge, Pflug, Futterbank u. s. w., sowie noch 20 bis 25 Malter Hafer und ein Rest Stroh, sind zu verkaufen bei Marie Noll, an der Schoor, Wallthor. Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr. V» „ 1/ Stockholz, Wellen „ Reisholz, „ Dornen- „ Wellen Buchen-Neisholz, „ Weiden- „ Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 2043) Montag den 9. Mai 1870, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distr cten Wann, Brauhof und Annaberg nachoer- als: Eichen-Stamm = 33 Cubikfuß, Nadel-Stämme = 951 ,, OKlftr. 113 Acker am Gänswinkel und Mittelweg, 103 Acker daselbst, 145 Acker das., gibt 353/4 kr., 142 Acker das., gibt 36 kr., 287 Acker das., gibt 56 kr., 99 Acker unter dem Weiherchen, 1578) Donnerstag den 19. Mai, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause, auf Verfügung Großh. Stadtgerichts, die von der Odei hessischen Acüengesellschaft für Bergbau und Hültenbetrieb angekausten Grundstücke, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 6. April 1870. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Versteinerungen. 2124) Auf freiwilliges Ansuchen der Erben des verstorbenen Großh. Forstmeisters, Freiherrn Karl von Buseck, soll die dem- sclben gehörige Hofraithe, als: Flur Nr. □•Klirr. to/303/7 124 Hofraithe, n/zos,5 213 Grabgarten, Montag den 16. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dahiesigem Rathhause meistbietend versteigert werden. Bekanntmachung. Don Seiten der Kaiserlich Französischen Regierung sind der Großherzoglichen Gesandtschaft zu Paris die Todesscheine der nachstehend verzeichneten, angeblich aus dem Grotzherzogthum Hessen stammenden Personen mitgetheilt worden, deren Identität bis jetzt nicht festgestellt werden konnte. . . Indem wir die Namen zur öffentlichen Kennmiß bringen, fordern wir die etwaigen Angehörigen der Verstorbenen auf, die TodeSscheme bei uns m Empfang zu nebmeu mit dem Ansügen, daß, falls dieselben innerhalb ein-S halben Jahres nicht reclamirt werden, deren Rückgabe an die Kaiterltch Französische Regierung erfolgen wird, Gießen, den 29. April 1870. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. D / l)r. G o l d m a n n. Abschrift. _________________________________________________________________ Arbeitöversteigecung zu Holzheim. 2037) Samstag den 7. Mai, Vormittags um 8 Uhr, sollen in der Feld-Gemarkung Bergheim nachstehende Bauarbeiten an Ort und Stelle durch öffentliche Verstergerung in Accord gegeben werden, als: Planir- und Chaussirarbeit, veranschlagt zu....... 630 fl Maurerarbeit, veranschlagt zu . 40 „ Holzheim, den 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzheim- I- W-: Körner, Bezirksbauaufseher. Arbeitsversteigenmq zu Grüningen- 2038) Samstag den 7- Mai, Vormittags um 11 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 38 fl. 24 kr. S?: I '■’S*-«** **5S?** I 5’S*I “Manbt “ r,Ü unten, 2# k I äs- u?U|6,9,b,n hbt ? behaut fei $'* bnn ®e. 1 I ■ »4: ? m W wird, m ^oirottaint uod . ‘C"?u »ufmerFfanifeit \ hn6t* i ,tar! ben Sin, , -ftfibei $B(rfamwlung 8 154 Nr- (Nr. ß. Bau-, Werk- und Nutzholz: 1 Aspen-Stamm mit 60 Cubiksuß. 107 Nadel-Stangen „ 73 „ 19 Eschen - „ „ 31 „ Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chaussee an der sechsten Schnctße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird das Holz bis 1 Novbr. 1870 verborgt. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht,' dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. April 1870. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen Vogt. Besondere Bekanntmachungen. 2101) Nachdem bie Firma Gebrüder Gossi in Groß-Linden am 23. d. Mts. ihre Zahlungsunfähigkeit angezeigt hat, wird allen Schuldnern dieser Firma und ihres dermaligcn Inhabers Christian Gossi aufgegcben, bei Strafe doppelter Leistung nur noch an den provisorischen Massecurator, Max Pilger dahier, zu zahlen. Gießen, den 30. April 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Becker, - Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 2140) Der zwischen dem Zinßer'schen Garten und der Wortmann'schen Besitzung durchziehende Weg darf nur von den dortigen Grundbesitzern, nämlich von den Herren Gaquoin, Wortmann und Zinßer befahren und von den in der Nähe im Bauen begriffenen Herren Engelbach und Heß zu Fuhren für ihr Bauwesen bis auf Weiteres benutzt werden. Das Befahren des Wegs durch andere Personen ist verboten und werden Zuwiderhandlungen zur Anzeige gebracht und bestraft- Gießen, den 4. Mai 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Nr. 11 des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 19. April 1870, enthält: (Nr. 461.) Vertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde und dem Grotzherzogthum Baden wegen wechselseitiger Gewährung der Rechtshülfe. Vom 14. Januar 1870. (Nr. 462.) Bekanntmachung, betreffend die Ertheilung des Exequatur an den Kaiserlich Französischen Konsul zu Danzig. (Nr. 463.) Bekanntmachung, betreffend die Gtheilung des Exequatur an den Generalkonsul der Republik Nicaragua zu Hamburg. Nr. 11 des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 25. April 1870, enthält: 464 ) Bekanntmachung des dritten Verzeichnisses derjenigen höheren Lehranstalten, welche zur Ausstellung giltiger Zeugnisse über die wissenschaftliche Qualifi- einjährig freiwilligen Militärdienst berechtigt sind. Vom 14. April 1870- 465 ) Bekanntmachung, betreffend diejenigen Gymnasien, welche hinsichtlich ihrer vom Unterrichte in der griechischen Sprache dispensirten Schüler zu den tm uv£ Militärersatz-Jnstruction vom 26. März 1868 bezeichneten Lehranstalten gehören. Vom 14. April 1870. 466 .) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung der Bevollmächtigten zum Bundesrathe des Deutschen Zollvereins. Vom 16. April 1870. 467 .) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Konsuls des Norddeutschen Bundes zu Greytown (Nicaragua.) 468 .) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Konsuls des Norddeutschen Bundes zu Aux Cayes. Nr. 12 des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 26. April 1870, enthält: (Nr 469) ' Additional-Vertrag zu dem unterm 23-/24. Februar 1869 zwischen dem Nordd. Bunde und Schweden abgeschlossenen Postvertrage. Vom 20. März 1870. (Nr. 470.) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Generalkonsuls des Norddeutschen Bundes zu Amsterdam. (Nr. 471.) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung von Vicekonsulen des Norddeutschen Bundes zu Deal, Nottingham, Padstow und Jersey. Gietzen, den 30. April 1870. Großherzogliches Krcisamt Gießen. Dr. G o l d m I n n. I „Mi Linofiw' -3” « - * ' * »• i-; - iw $o[ft oarjtlt, rt Sief«! Znlgniß ab. ■b DtiB in eitlem Za- ; n mann bitjelben wie« . er b«5. so lange eine / - io 3immer befinht, «n eilige alte ffieibet |. 151« r erbt eilen, tag ber fi keyon weite et in r i: u Sicied sich enf» | jEija funten unb Hal weide ben Jungen per» LnkbllrgetBoWfar n Ü im tz ; ‘ai et tvn ’Slal ntn i 3 ML rr $bor wurde ein Lah- < t qebedt Ter anltec | Kb Soraeben, iein rech- ri gug et aud> an bin -einer an bei weitem er r .» '»chL Dieser tt- ;t ibm einig« so derbe l'k.t rer.eüenb, nd) j“« ,t< belehrten 'b° Kt0®- ■! rr: raten. W w»' s ne Snfolgung halt' sib b- u lliaemöhAlich^; ---« , surtwobteib«,^ F ,,cieretbo'"no>"°tl^° I w-l-t" " o (€ieb< bei Feilgebotenes 2135) Gute Dachziegel sind zu haben bei Christian Schwalb. 2137) Einige Wagen voll guter Mist sind zu verkaufen bei Peter Plank, in der Wolkengassez Steinbrechen, Fahren, Setzen und Zerschlagen der Steine/ veranschl. zu.....173 fl. —fr. Grüningen, den 28. April 1870. Großherzogliche Bürgei-meisterei Grüningen. Körner, Bezirksbauaufseher. 2119) Freitag den 6. Mai l. I., des Vormittags 9 Uhr, soll im hiesigen Gemeindewalde, District „Heide", nachstehendes Holz versteigert wer- Nr. Jahr Monat und Tag O r t. Namen. Angeblicher (Se- burt<;nrt Stand. Alter. Bemerkungen. des Ablebens. 1 2 3 4 5 6 7 8 1867 1868 1868 1868 1868 1868 1868 1869 e 9. December 9. Juni 30. Juni 30. Juni 3. October 26. October 1. December »7. April St. Denis Bona in Algerien Paris Paris Paris Gentilly Philipperitte in Algerien Paris Lenhard, Joseph Weinöhl, Johann Post, Catharine. Fuhrmann, David Hofmann, PH. Wilh. Palin, Peter Krieger, August Becker, Heinrich Mainz Eisenstahl (?) bei Mainz Großh. Hessen Heuchelheim St. Johann Mainz Mainz Großh. Hessen Beschließer Schuhmacher Straßenkehrerin Schneider Lumpensammler Koch Grubenausleerer 57 Jahre 42 Jahre 52 Jahre 78 Jahre 55 Jahre 64 Jahre 29 Jahre 23 Jahre Wittwer von Magdalene Serrer, Sohn von Joseph Lenhard und Anna, geb. Richard. Sohn von Christian und Barbara Weinöhl, beide verstorben. Ehefrau des Caspar Eimer. Ehemann der Nannette Houlman. Ehemann der Fran^aise Moral, wohnhaft gewesen zu Paris. Bestes Mittel gegen alles Ungeziefer g © der Exped. d. Bltts. (2143) Gg- Chr. Spruck. gesucht von I. Walther. vermiethen. Der Vorstand. (Wallthor). Rio de Janeiro. 15. Baltimore. Dem deutschen Protestantenverein, der seit 7 Jahre an seinem THeile an Main Aleppo Atalanta Criterion Liverpool Havre Hamburg Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; Place du Molard, 2. Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, ernsten Zeit, wie die jetzige, an das deutsche evangelische Volk ein offene- Wort zu reden. Aechtes persisches Insectenjiiilver Waschblau empfiehlt (2149) Emil Fischbach, Seltersweg. Vermischte Anzeigen. Qohrftnn für ein feineres Detailge- 4-vl/lUllß schäft gesucht. Näheres bei Den 7. Mai w n n 10. „ HAASENSTEIN* VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, 2079) In Lit. D. Nr. 17 (Marktplatz) wird ein braves Dienstmädchen zu sofortigem Eintritt gegen guten Lohn gesucht. Pr-djg, 2151) Das auf Donnerstag den 5. Mai ausgeschriebene 1. Abonnement-Concerl im Zinßer'schen Garten wird der ungünstigen Witterung wegen nicht abgehalten. D. Reifert, Musikmeister. 2146) Ein Logis ist an eine stille Fa- milie zu vermiethen bei Schuhmachermeister I. Benner, in der Neustadt. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Marktstraße. Annonce. 2132) Eine Arbeiterin, die im Schneiden und Einrichten von genähten Corsetten sehr geübt ist, findet in Frankfurt a. M- dauernde Beschäftigung. Näheres durch die Exped. d. Bltts. !! Avis für Herren!! 2150) Patent-Hüte, pr. Stück 1 fl., wasserdicht und tau- schend dem Filz ähnlich, empfiehlt _____________ft- Kattrein. Q allein ächt in Gießen zu haben bei Z-. K (743) Carl Frech. ~ Die Gartenlaube bringt in Nr. 18 folgende Beiträge: Der Fels der Ehrenlegion. Novelle von Berthold Auerbach. (Fortsetzung.) — Ein „Kegelscheiben" für Dirndln im bairischen Gebirge. Mit Abbildung: Ein Kegeltag in Pienzenau. Studie aus dem oberbainschen Gebirge von Ludwig Bechstein in München. — Wie man Nachtigallen in die Garten lockt. Von E. Baldamus in Halle. — Ein Besuch bei Henri Rochefort Von Gustav Rasch. — Bilder aus der kaufmännischen Welt. Die Auctionen '^ fogar von • nopol der firmen für gehen dir 1 yn apoiloh „Siöier d suchen ße Keafl" ihl paßorale t knechiischen an Schad! sallenen P Das Energie de heil eine thum veri aus todd großenthei liehen ®i Me, w Arafl w stabennacl des prote hauptet. Kirchlichke W, M kennensr derblich die fche verleitet ernsterei lotismu des deu ist es e Zukunf Gefahr ist gefic standth, D wenige, hier in welches große tz abspiege Volk je| es fort die Kett rufen tv. Bergen, Katholik herrfchaf nimm oi Hand ui Kirche v lN't heilig einer erb Da ^egellost ^nzuschli haben, es In । iu legen I. 2144) Kinderwagen, Gartenmöbel, Gartenspritzen, verzinnte Drahtwaa- ren, Gläserkörbe, Käsige rc. bei _____________________Emil Pistör. Prima-Kernseife, Königs-Reisstärke, Feinste Waizenstärke, Waschpulver, 2093) Der obere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Juli beziehbar. H. Vogt, Neuenweg. 1976) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen Wallthorstraße A- 227. 2139) Auf der Textor'schen Hardt ist ein Logis von 5 Zimmern rc. zu vermiethen und Anfangs Juni zu beziehen. Bemerkt wird, daß der größte Theil der Haushaltungs-Bedürfnisse im Hause selbst zu crhal- ten ist._________________________________ 1971) Ein Logis für eine einzelne Dame st bis zum 15. Juni zu vermiethen bei ______________H. Rudolph Wittwe. 1970) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Gg. Malkomesius- 2136) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei P. H e r b e r t, Neuenweg. Turnunterricht. 2121) Mein Privat - Turnunterricht für , Knaben und Mädchen beginnt Samstag den 7. Mai.____________L. C- Rübs am en. , 1744) In einer anständigen Familie kann ein junger Mann Kost und Logis erhalten. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl. 1964) Ein gewandter Kellner wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. 2133) In einen kleinen Haushalt wird zu sofortigem Eintritt ein braves Dienstmädchen gesucht. Näheres Lit. B- Nr. 52. Ein Schriftsetzer - Lehrling kann eintreten in die Brühl'sche Univ.-Druckerei. 1957) Gründlicher Unterricht im Lateinischen, Griechischen, Französischen und Englischen, sowie in der Mathematik, wird ertheilt. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. AnMagenkramps, Veröammgs- schwäche 2t. rc. Leidenden wird das fast 50 Jahre segensreich wirkende Dr. med. Dosolrs'sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exp- d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. Doecks, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (1345) | „Heiterkeit " Sonntag den 8. Mai, Nachmittags 2V? Uhr: Unterhaltung durch Musik u. deklamatorische Vorträge auf der Heuchelheimer Mühle (Sälchen.) Karten ä 6 fr. bei Herrn P. Weitzel Mchoden-Anstrich. Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölsiccatif zum Einölen, Oelfarben, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt Emil Fischbach, (2148)__________________Seltersweg. 2110) Ein Sommerwaßen (Breax) und eine gebrauchte Chaise nut Halbverdeck stehen zu verkaufen bei Joseph Möhl, Lackirer. 1917) Im Cafe Ebel ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen._______ 1765) Zwei schön möblirte Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen bei __________________Wittwe Martin. 2128) In Lit- A. Nr. 179 vor dem Wallthor sind zwei ineinandergehende, möhlirte Zim" er zu vermiethen. 2073) In Lit. B. Nr. 114 am Kreuz sind zwei auch drei freundliche Mansarden-Zim- mer zu vermiethen._______________________ 1902) Möblirte Zimmer zu vermiethen Neuenweg B. 194. _______________ 2127) Eine Parterre-Wohnung, bestehend aus zwei geräumigen Zimmern, ist an eine Dame ohne eigenen Haushalt oder an einen älteren Herrn zu vermiethen- Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 2125) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und am 1. Juni beziehbar bei Bäcker Heinrich Kuhn, auf dem Kreuz. Z *>tnil|l)ütc zum Waschen und Fa^onniren werden angenommen von ___________LouiS Gail, Mäusburg. 2046) Guten Mittagstisch, im Abonnement zu 15 und 20 fr., empfiehlt Karl Ludwig, Asterweg. Schuhmacher-Gesuch. 2078) Ein tüchtiger Arbeiter und ein Lehrling kann eintreten bei Fr. Wilh. Löb er, Schäferei. 2114) Ein Mädchen empfiehlt sich im Bügeln in und außer dem Hause. Näheres bei Schuhmacher Walther. Vermiethungen 2112) Ein schön möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Heinrich Burger, __________________ in der Neustadt. 2111) Ein großes Familienlogis ist zu vermiethen und den 15. Juli zu beziehen bei I. Mannberger. 1861) Ein möblirtes Zim- mer, sogleich beziehbar, ist zu vermiethen bei I. A. Busch Söhne. 2072) Im Vorderhause der Herren Flick und Kröll ist ein möblirtes Zimmer zu ”w 18. Leipzig „ Bremen „ Wegen Auskünften und Passagen wende man sich gef. an Obigen. 2141) Das Familienlogis in meinem Nebenhause, bestehend in 3 Stuben, 2 Kammern, Küche u. s. w., ist zu vermiethen und den 15. Juli beziehbar bei ________________Georg Herbert. 2104) Zwei möblirte Zimmer, das eine mit Cabinet, sind zu vermiethen Neustadt Lit. D. Nr. 57.____________________________ 2134) Bei Musiflehrer Geller auf dem Reichensand ist ein neues und freundliches Familienloais mit allem Zugehör zu vermiethen und sogleich zu beziehen. 2142) Einige Gentner Heu find zu ver- faufen bei__________Georg Herbert. 2097) Alle Sorten Früh-Gemüse- und Kopfsalat-Pflanzen, gut abgehärtet, zu haben in der Handelsgärtnerei von Georg Becker, Neuenweger Thor. 2033) 45,000 Stück Feldbrand -Back- steine sind zu verkaufen durch Karl B end er , in Rodheim. 2034) In Gießen ist ein gut gelegenes zu Ladeneinrichtungen und jedem städtischen Geschäftsbetrieb geeignetes HauS aus freier Hand zu verkaufen. Kaufltebhaber wollen sich an Herrn Hofgerichts-Advocaten B a i st wenden, der die nöthige Auskunft erthei- len wird. Gießen, den 25. April 1870. 2126) Eine perfekte Köchin auf dem Markt sucht eine Stelle, wo sie einen ganzen Tag nur einmal Kaffee kochen kann am Markt. 2145) Für eine kleine Familie in einem Badeort wird zum sofortigen Eintritt ein Hausmädchen, sowie ein Mädchen, das kochen kann, gegen hohen Lohn gesucht. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d. Bl. Ne eine non $on Mag -rcr Kajeftät. Was !' MarklKraße. rem jd)h scheu Zukunft. florf ■ kr'Äc ^ndustrit- rwt- GrKlung von »nee. enn, die im Sind-- :n genähten (Forfrtts • in 'rrflnffun a. 5. • Oberes durch iit ii-Äindenn m> ollamtlichei ?iCDcHe von iBerlboIb 1 bairischen Gebirge. •- dem obcrbairischen öfflen in dir Gänrn 1U ’T'äßir protefliren argen jebe Dogmenherrschaft und »erlangen, bafc Die kirchliche Berechtigung nicht von Glaubenssatzungen unb Kirchengebrauchen, son. »T*« >Sii Im Auftrage und Namen deö Ausschusses: Der Präsident: Bluntfchlt. Der Secretär: Honig. dem von ber christlichen Gesinnung abhängig zu machen ist. Wir wollen keine geschichtslose Religiosität, sondern halten fest an dem geschichtlichen Christus, aU Gründer und Haupt der christlichen Kirche. Wir halten fest an den durch die glorreiche Reformation errungenen Gütern des sittlich religiösen Geiste«. Aber wir erklären, daß Jeter, der mit uns an diesen Fundamenten festhalt, sei das nun in der kirchlich hergebrachten, oder in einer dem modernen Bewußtsein entsprechenden Weise, in der evangelischen Kirche vollberechtigt ist unv halten dafür, daß die Erklärung der kirchlichen Gleichberechtigung der verschiedenen dogmatischen Standpunkte innerhalb der christlichen Gesinnung der einzig richtige Anfang aller kirchlichen Reform ist. II. Wir protestiren gegen alle Priesterherrschaft und verlangen Vie Anerkennung des urchristlichen und urprotestantischen GemeinbeprinzipS. Wir warnen in dieser Beziehung mit allem Ernst vor einer großen Gefahr. Die Kirchenregimente haben endlich erkannt, daß daS Recht der Gemeinden auf Mündigkeit und Selbstständigkeit nicht länger verweigert werden kann, aber anstatt das Unrecht der bisherigen Bevormundung zu bekennen und offen und ehrlich in eine neue Bahn einzulenken, suchen sie durch eine scheinbare Nachgiebigkeit die Herrschaft der Consistorien und Pastoren zu befestigen. Wollen Die Gemeinden nicht in eine noch -größere Gebundenheit versinken, so mögen sie eilen, sich gegen dieses höchst gefährliche Trugbild des Gemeindeprinzips zu verwahren. Sie müssen mit entschlossenem Ernste den verlorenen Grundsatz zurückerobern, daß nicht das geistliche Amt, sondern die Gemeinde in allen kirchlichen Angelegenheiten die letzte Instanz ist; sie müssen nachdrücklich fordern, daß die jungen Theologen auf den Gymnasien und Universitäten nicht länger künstlich abgench- tet, sondern zu selbstständigen Persönlichkeiten herangebildet werden; sie müssen das Grundrecht, die freie Pfarrwahl wieder zurückverlangen. III. Wir protestiren gegen allen Staatszwang in religiösen Angelegenheiten unv verlangen, daß die Selbstständigkeit der Kirche endlich zur Wahrheit werde. Wir müssen den Schwerpunkt des Christenthums wieder dahin zuruckverlegen, wohin Ehristus selbst ihn zuerst verlegt hat, nämlich tn das Herz und vas Gewissen der Völker. Freiheit ist das Element der christlichen Religion und aller Zwang tödtet ihren Lebensnerv. Wir verlangen, daß der Staat bei Anstellung seiner Beamten nicht frage nach dem religiösen Bekenntniß, sondern nach der vorliegenden Leistungsfähigkeit; wir verlangen, daß der Staat die Rechtsform der Eheschließung so ordne, daß die kirchliche Einsegnung em Act der religiösen Freiheit werde, wir verlangen, daß auch die Schule von demDrucke befreit werbe, welchen der Staat im Dienste einer engherzigen Kirchlichkeit noch übt. Wenn somit nicht länger die Staatsgewalt für die kirchlichen Zwecke aemißbraucht wird, dann erst bekommt die Kirche Raum, ihre Selbstständigkeit auszubauen, dann erst wird ihre Arbeit die volle Kraft gewinnen und ihre Erscheinung die ächte Schönheit. ~ , Wir erklären feierlich, nicht die Zerstörung des Christenthums, sondern die Bewahrung und Fortpflanzung desselben ist das uns treibende Motiv. Wir bekennen uns zu der Hoffnung, daß der Protestantismus seiner letzigen Fessel entledigt unser ganzes Volksleben aufs Neue und zwar in einer noch nie gesehenen Weise geistig befruchten und sittlich erheben wird. Wir behaupten, datz wenn den kirchlichen Eiferern, welche uns unaufhörlich als Unchristen und Antichristen schmähen, auf ihrem verderblichen Wege nicht Einhalt gethan wird, das Ehristenthum entweder zu einer äußerlichen Gesetzesanstalt verdorben oder zu einer Secte verkrüppelt werde. _ . , Wenn das deutsche Volk sich entschließt mit den Grundsätzen, die wir vertreten, thatsächlich Ernst zu machen, dann wird das Werk der Reformation, welches seit Jahrhunderten durch die Consistorien und Theologen gehemmt ist, weiter geführt werden und seiner großartigen Anlage nach mit Gottes Hulse sich zu einer deutschen Volkskirche gestalten. Und in dem Maaße, als auf dieser Bahn vorgegangen wird, werden unsere katholischen Brüder den Muth gewinnen, endlich die Fessel der römischen Fremdherrschaft abzuwerfen, und so wird der confessionelle Riß, der wie nichts Anderes unser deutsches Volksleben zer- klüstet, sich endlich schließen. Erst dann kann daS deutsche Volk seiner hohen Bestimmung auf geradem Wege entgegengehen, — zum Heil der Menschheit. Denn die religiöse Frage, welche gegenwärtig die ganze civilisirte Welt in ihren Tiefen bewegt, kann ihre befriedigende Antwort nur in der Nation staden, m welcher die Innigkeit des religiösen Gefühls mit der Kraft des reinen Denkens sich zu verschmelzen trachtet. . _. ,. Im Bewußtsein, daß der Genius des deutschen Volkes an einem Scheidewege stehe, haben wir heute den Beschluß gefaßt, an dem nächsten Protestantentage, der im Herbste zu Darmstadt gehalten wird, zu behandeln: 1) Die deutschen Aufgaben gegenüber dem römischen Concil unv dem ' Sohlen Balte "'billige Preisi Abneb- vtuß, y Nn Kllmann. Ä 2^®tltru|), Der Antrieb zur Besinnung würbe. Dann würde man einsehen, datz Die lange Gleichgültigkeit und Sorglosigkeit Der katholischen Bevölkerungen in reli- giöleü Dingen zu Dem Gipfel Der in Rom jetzt siegenden Anmatzungen Die Stufen gezimmert hat. Wir wünschen von ganzem Herzen, daß Der jetzt in einem Theile beä katholischen Klerus und LaienstanDeS erwachte WioerstanD nicht wiederum, wie schon so oft, ermatten möge; können un« aber nur bann einen segensreichen Erfolg Davon versprechen, wenn man enDlich Den Muth fatzt, sich von Dem falschen Grundprinzip der päpstlichen Ansprüche loszusagen. Diesen Wunsch für unsere katholischen Brüder können wir aber nicht ohne Die tiesste Selbstbeschämung aussprechen. Denn unsere protestantische Kirche, welche ihnen aus der Bahn Der Freiheit voranleuchten sollte, liegt selbst verdickt in Den BanDen einer neuen „babplonischen Gefangenschaft." Das Dogma Der Unfehlbarkeit hat zwar noch kein protestantischer Kirchenfnrst zu proelamiren gewagt; aber wie in Der katholischen Kirche Die Praxis Der Unsehl, barteit Dem Dogma Die Bahn gebrochen, so besinden auch wir uns schon lange auf Dem Wege Dieser grunDverderblichen Praxis. Denn ist es nicht eine Anwendung Der UnfehlbarkeitSlehre, wenn man Die Dogmatischen Formeln Des 4. unD 5 JahrhunDerts, wenn man Die symbolischen Satzungen Der Reformationszeit als unantastbare Normen aufrichlet, um nach ihnen Die christliche unD kirchliche WÜrDigkeit abzufchätzen? Und wenn man beachtet, wie Die Kirchenregimente mit Den evangelischen Landeskirchen »erfahren, wie oft sie ohne irgenD genugenDe Begründung und Rechtfertigung gebieten und verordnen, wie oft sie sich über die gewichtigsten Einwendungen und Vorstellungen .hinweg etzen , wie wenig sie sogar von Selbstw.dcrsprüchen zuruckscheuen, ist es nicht, als Hatten sie das Mo- nopol der Weisheit vom Himmel empfangen, und als waren ihnen oie LanbbS- kirchen für ihre infalliblen Experimente zu ihrer Verfügung gestellt? Und wl- achen die Pastoren nicht selten mit ihren Gemeinden um? Wahrlich nicht nach Der apostolischen Vorschrift als „Gehülfen Der FreuDe," sondern vielmehr als Storer des Glaubens" (2. K»r. 4, 24). Was sie lehren, prebigen, befehlen, suchen sie nicht durch Gründe, nicht durch „Beweisung des Geistes unD Der Kraft" ihren Brüdern annehmbar zu machen, sondern sie verlangen für ihre pastorale unD gleichsam göttlich Pri»ilegirte Autorität einen unterwursigen unD knechtischen Gehorsam. Fürwahr, es gibt in Der °-utschen Welt Nichts, was an Schädlichkeit und Verderblichkeit diesem falschen Ehristenthum, diesem abgefallenen Protestantismus gleichkommt! Das ursprüngliche Ehristenthum erscheint in Der Geschichte als bie höchste Energie Des menschlichen Geistes unD Willens, welche Der alternDen Mensch- beit eine neue JugenD verleiht. UnD Die Reinigung Des Durch bas Papst- thum verfälschten Christenthums in Der Reformation ist die große Epoche, aus welcher bie ganze Neuzeit ihre hohen Stele unD il)re geifhgen Kraft großentheils empfangen hat. Es ist bie gefährlichste Fälschung Des offen - Uchen Gewissens, es verräth eine tiefDringenbe Faulmß der »«stigen Zustände, wenn Die gegenwärtige protestantische Orthodoxie, welche Die urchr.st che Kraft verleugnet, welche aus Der Geistesfreiheit Der Reformation in die Buch- stabennacht des Mittelalters zurückgesunken ist, als Die prwilegirte Vertretung Des protestantischen Christenthums ausschlietzliche Geltung beansprucht unb be- ßauptet Wir wollen zwar nicht in Abrebe stellen, datz auch Die herrschende Kirchlichkeit auf einzelne besonberS geartete Seelen nv» h-' samen Einfluß aus- Übt, daß sie auch in einzelnen Zweigen christlicher Lebensthatigkeit noch aner- kennenSwerthe Früchte trägt, aber auf baS Ganze gesehen wirkt sie höchst verderblich: in religiöser Hinsicht treibt sie Die starken Geister in den Unglauben, Die schwächeren Dagegen verführt sie zum Aberglauben; tn moraliftber SinM verleitet sie Die unfertigen Charaktere zur Schlaffheit unD zur Heuchelet, D e ernsteren entmeber zur pietistischen Aengstiichketi ober zum Fanatismus und Ze- lutismus So schädigt dieser unwahre Protestantismus den werthvollsten Schatz des ^deutschen Volles, ^seine geistigen/ religiösen und sittlichen Kräfte Darum ist es eben so unverständig, wie herzlos, wenn Solche, denen doch die deutsch Zukunft am Herzen liegt, es für eine geistige Hohe halten, sich «1 efe r Gefahr nicht zu kümmern. Denn um nur das Eine zu nennen, firne Frecher ist gesichert, so lange nicht die religiöse Gewissensfreiheit ern unantastbarer B - fiandtheil des öffentlichen Lebens geworden ist. , Diese sträfliche Gleichgültigkeit mutz ein Ende haben. Denn noch weit weniger als das katholische Voll ist Das protestantische zu entschulbigen, Datz es hier üi Trägheit unD Schläfrigkeit Das Kleinod der evangelischen Freiheit, für welches Die Väter Gut unD Blut eingesetzt, hat rauben lassen Jetz, wo Das arotze Schauspiel in Rom Das Bild unserer eigenen wirklichen Verkommenheit abfpiegelt, jetzt hat eine große EntscheiDungsstunde geschlagen; hort Da« deutsche Volk fttzt nicht auf Den Hahnenschrei, Der Das schlafende Gewissen wellt, geht es fort in seiner gewohnten Träumerei, bann bars es sich nicht »unDertb baß Dw Ketten Der geistigen Knechtschaft noch fester geschmiedet werden. Darum rufen wir mit lauter Stimme: Schau hin deutsche« Volk nach Den Schweizer Bergen, aus Denen jüngst ein schöne« Morgenroth glühte, als Protestanten unb Katholiken n großer Versammlung einmüthig gegen bie anmafcu„gen Der fPrte(ler- h.rrfAaf feierli* Protest erhoben. Wache auf, Deutsche- protestantisches Volk, n mm D b e Urkunde Deiner Christenfreiheit, nimm Die Deutsche Bibel zur ftTnn un»’ sortiere mit Christi Worten Rechenschaft von Denen, welche Deine fl rebe »e gew t gen Ja, beutscheS Volk, mache Deine protestantische Freiheit Regellosigkeit bewahrt bleibe, bitten wir Euch, protestantische Manner, Euch uns aniufchllltzen Die wir uns zur Erneuerung Der evangelischen Kirche verbunden habem Wir halten uns verpflichtet, bie Hauptgrundsatze, auf Behauptung in dieser entscheibungSvollen Zeit vornamlich ankommt, Euch an« Herz Die Mitglieder des engeren Ausschusses siiid "-4 der letzten WahD Professor vr Holtzmann zu Heidelberg, Prediger Thomas, Schulze- Geheimerath Dr. Bluutschli, Kirchenrath Schenkel Deca» . 3 Hl, JU ^rlm, Prediger Schiff man» zn Stettin, v' Delitzsch, Georg von Bunsen, Prediger Dr. <5 * n L xn mochte. Als das Gebäude schon in Hellen Flammen stand, wurde auf einige Augenblicke in einem Fenster des vierten Stockwerkes ein halb- verbrannter Mann sichtbar, der sich durch dasselbe hinaus- schwingen wollte, aber die veisengten Hände ließen bald daS Fensterkreuz loö und der Unglückliche stürzte fünfzehn Klafter tief in die gräßliche Glut hinunter. Ein anderer Aibciter kann vielleicht für glücklicher gehalten werden, denn eS gelang ihm, durch dasselbe Fenster hinunter in den Hofraum zu springen, von wo man ihn mit gebrochenen Händen und Füßen, aber noch lebend davontrug. Der Gesammtschaden beträgt nach der Aussage Sachverständiger an 260,000 fl. und ist im Ganzen mit 415,000 fl. affekurirt. — Ein Peflher Errrespondcnt schreibt ferner dem „Wand.": Neununddreißig Arbeiter waren tm Kessel- Hause beschäftigt, wovon nur drei halbtodt auS den Flammen gezogen werden konnten, sechszehn bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Arbeiter sind bis jetzt gefunden. Neunzehn werden noch vermißt und dürften bis zur Kohle verbrannt fein. Bei der Auffindung eines Leichnams war ich gegenwärtig. Kopf und Eriremiläten fehlten, der Rumpf war schwarz angcbrannt, doch fand man Herz, Leber und Rippen. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.