flu# CkagiN birchM tw« iser Nafolm Akttoffcv. E- tret Offfjl'ere jfffl UOb ütt: tingtkoffen. mäbttnb btt »vpitüüm. yrrvir^Li in jo .Coivgny' (gr. 3la.) nicht Cfüjiete orte! Ttvlscht in g»l»e brin- fraltn Mätlt litten Sorft^x (M ich bitt fl'lgtr ar 8miet a-x ru'f< tut tzj, ■«*a QBfc ein Bg. s^rrnL y-Ä !W« erregt Sonn «»Mt Hst Skwkldtt, baß fl“ tfnen 'S und Nacht »Öffnet. Dk M, bas ö^njofm in !ft- »i‘bie lbtn ben tzj». (8r. 3tg.) Goutier bu ^ba.- und @f1(ti(fe bei if>tt Eliässrr " ber ßoutitr "ter biejtie/ 1 ^Mdmilttn obnt telegra; < dem Ufbel fei n»ch tiefer fbrangen, unb 1 bei Münch- iDftrburg unb ' «Sine De- l'tm, mtlhf, scheint tä |« i< Hunrrach ronDeihen- jenbutg, unb nb bann ebne : o m a t i i eD ich abjufiotk® onempsehle", jetSuitruu ich aniprechk"- üerbenbe ivfwerksav gt- iblrhm. u"b t, abitlageo, .sabinet sinke" h.n r.:v et**1 W 9r(jW «m t»äl” ,lÄ<» 8«n1. »>' J* llt •■flS s£y •-""Ai ,L." „ i->h> sticken' a 04 i* ____ Preis vierteljährlich 36 kr. ntt Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich toter mal: Dienstagö, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. NI. Donnerstnn den 4. Angust 1870. ........... MIMIIMMIMniMMIIBMIWffMIHfW Wlllll I—UM ............................................ A ii die Armee! Ganz Deutschland steht einmüthig in den Waffen gegen einen Nachbarstaat, der uns überraschend und ohne Grund den Krieg erklärt hat. Es gilt die Bertheidigung des bedrohten Vaterlandes, unsere Ehre, des eigenen Heerdes- Ich übernehme heute das Commaudo über die gesummte Armee und ziehe getrost in einen Kampf, den unsere Väter in gleicher Weise einst ruhmvoll bestanden, mit Mir blickt das ganze Vaterland vertrauensvoll auf Euch! Gott, der Herr, wird mit unserer gerechten Sache sein! Wilhelm. Mainz, den 2 August 1870. WMtiiche Bekannt rNebchungen Bekanntmachung. Betreffend die Superrevision und Aushebung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen im Jahre 1870. Mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 28. v. Mts. (Anzeigeblatt Nr. 89) wird hinsichtlich des diesjährigen Departements-Ersatzgeschäfts weiter Folgendes zur Kenntniß der Betheiligten gebracht. Es haben sich vor der Departements-Ersatz-Commission zu stellen, und zwar im Rathhaussaale zu Gießen, jedesmal Vormittags 7 Uhr: Montag den 15. August: 1) Die von der Kreis-Ersatz-Commission bei der diesjährigen Musterung als dauernd unbrauchbar bezeichneten Militärpflichtigen, 2) die bei der diesjährigen Musterung wegen nicht vollkommener Dienstfähigkeit und wegen häuslicher Verhältnisse zur Ersatz-Reserve I bestimmten Militärpflichtigen, 3) diejenigen Militärpflichtigen aus 1870 und 1869, welche von der Kreis-Erfatz-Commission auf Reclamation vorläufig zurückgestellt worden sind, 4) die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen und zur Disposition der Ersatzbehörden entlassenen Soldaten. 5) die mit Berechtigungsscheinen zum einjährig freiwilligen Dienst versehenen Militärpflichtigen, welche im Jahr 1850 oder in vorderen Jahren geboren und ins Militär noch nicht eingetreten sind. D i e n st a g den 16. A u g u st d. I. : 1) Die vorzugsweise und primo loco rangirenden Militärpflichtigen, welche noch nicht eingestellt sind; 2) Alle als brauchbar erkannten Militärpflichtigen aus 1870; 3) die Disponiblen aus 1869 bis zur Ziehungs-Nr. 242. Mittwoch den 17. August d. I. : Die übrigen Disponiblen aus 1869 und die Disponiblen aus 1868 einschließlich der Kleinen. Die wegen augenfälliger Gebrechen für unbrauchbar erklärten und die wegen zeitiger Unbrauchbarkeit (Körperschwäche rc.) zuruckgestellten Militärpflichtigen haben nicht zu ^ben ihre Loosungs- und Gestellungsscheine mitzubringen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden noch besondere Ladungen für die Militärpflichtigen durch die Post k. H. zugehen und sind dieselben den betreffenden Leuten sofort zustellen zu lassen. Die Insinuation der Ladungen ist binnen 8 Tagen anzuzetgen. Sollte eine Vorladung nicht insinuirt werden können, so ist, unter Rücksendung der Ausfertigung, der Grund berichtlich mitzutheilen und, wenn der Militärpflichtige von seinem bisherigen Wohnsitz weggezogen sein sollte, zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen ist. Die Grobherzoglichen Bürgermeister haben an den Tagen, an welchen Militärpflichtige Ihrer Gemeinde zur Vorstellung kommen, anwesend zu sein und sich, um den rechtzeitigen Beginn des Geschäfts nicht zu stören, mit den Militärpflichtigen zur oben bestimmten Stunde — 7 Uhr Vormittags — einzufinden. Gießen, den 1. August 1870. Der Civil-Vorsitzende der Kreis-Ersatz-Commission des Kreises Gießen. Kekulö, Kreisassessor. L o e a l - R e H l e m e n t. Auf den Antrag der Local-Polizeibehörde, nach Anhörung des Gemeinderaths und mit Ermächtigung Großh. Ministeriums vom 22. Juli l. I. zu Nr. M. d. I. 7106 wird verfugt: Das Reiten, Fahren (auch mit Schubkarren) und Viehtreiben auf dem schmalen Weg, welcher von dem Hause des Herrn Dr. Weber und dem Hause der Wittwe des Barbiers Schmidt bis an das Ende des Schnlhausplatzes (bis an den Jahrmarktsplatz) führt, ist bei 30 kr. bis 2 st. Strafe verboten. Gießen, am 29. Juli 1870. Großherzoglichcs Kreisamt Gießen. Dr. Goldman n. Gießen, am 30. Juli 1870. Betreffend: Die Erhebung der Feldstrafen bei Großh. Rcntamte Gießen von der HL Periode 1870. Das Groß herzogliche Rentamt Gießen 1 an sämmtliche GroscherMUchcn Bürgermeistereien des Rentsmtsbeffrks. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die rubricirten Feldstrafen bis 15. k. M- zu bezahlen sind, widrigenfalls Mahnung erfolgt. 8 y n ck e r. Auf den anonnmen nur Unwahrheiten, ja sogar Lügen enthaltenden Artikel in Nr. 88 dieses Anzeigers, die Verpflegung der durchmarschirenden Truppen betr., schwieg die Etavven-Commandatur absichtlich, weil das Urtheil einzelner unberufener und mit dem Sachverhältniß völlig unbekannter Personen in Nichts zerfällt, gegen die Ansicht ton- Trunnemnah'cn selbst welche sich bis jetzt Über die erhaltene Kost stets dankend und fehr befriedigend ausgesprochen haben. der Trupp II 1 1, U bicfe Angelegenheit in einem anonymen Artikel nochmals behandelt wird, so sieht sich die Etappen- Commandantur veranlaßt dem einsichtsvolleren Publikum gegenüber, welches sich in seinen Urtheilen nicht durch persönliche Ansichten leiten laßt, mitzutheilen, daß die Verpflegung der Truppen unter Aufsicht von zwei Verpflegungs-Bem ten, welche durch die Königliche Jnttndantur zu Cassel dazu ange ellt sind, bereitet wird, daß bis letzt von allen Truppen die Nerriflenilno als aaiiZ vorzüalich bezeichnet worden ist, und die Lieferanten ihre Schuldigkeil nach Möglichkeit thuu. 93crpfIS“ ß6inifl Denkende weiß daß es unter circa 200,000 Mann, welche an die heimathllche Kost gewohnt sind , auch Unzufriedene gibt- Die Vernfleauna mit warmer Kost hat erst am 24. Juli begonnen, die Häute, welche daher bis zum,20 ^illl von den Unternehmern verkauft wurden, berühren die Verpflegung^der ^Truppen nicht. Das Fleisch wird vom hiesigen Fleischb-sch-ner täglich rembtrt und .st btS M stets, für gut besunden worden Suppe und Kaffee ist von den Soldaten wegen Ungenießbarkeit noch nie ausgeschüttet worden; wer mehr als eine Portion verlangte, waS häufig vorkam erhielt diese ppn den Unternehmern nut p-r-uden' der bis jetzt gekochte Kaffee war sehr gut, und wird die «eschulorgung wegen Beinutchiing von Crchonc durch die Lieferanten von den Verpflegungsbeamten als frecke "üne beieicknet Der frauliche Kaffee kam mit Cichorie vermischt im Kochlocale an und wurde vom Beamten nicht angeilommen. f * Ä in einer 9?acht drcc? 11000 ©oIba t en n warmer Kost zu versehen sind, so wird der billig denkende Mann, der Kenntniß von einem solchen Geschäfte hat, env feben daß nickt iebe V o?t o n n a ck Verlangen vertheU^ kann, es daher wohl vorkommen mag, daß ein Soldat, der lieber mageres Fleisch ißt, ein fettes Stück erhält. Schließlich wird beincift daß alle Angriffe gegen die Unternehmer, deren Tendenz mit den Händen zu greifen ist, nicht diese, sondern die beiden angestellten Verpflegnngs- Beamten triffst welche "ihre Schuldigkeit bet Tag und Nacht in gewissenhaftester Weile thun, und es ist wohl zu beklagen, daß m einer fo ernsten Zeit Unwahrheiten verbreitet werden, um dadurch persönlichem Haß gegen die Unternehmer Luit zu machen. '* Gießen, ben 2. August 1870. Königliche Etappen - Commandantur 1 Tafelsalz V e r st e i g e r « n g e n 3532) Mehrfachem Wunsche entsprechend, wird Donnerstag den 4. August, Abends 6 Uhr, der Improvisator A. Kühne, im Chr. Lony'schen BLersaale dahier zum Besten verwundeter und kranker deutscher Krieger einige Vorträge halten, wozu sämmtliche Herren und Damen dahier eingeladen werden. Der Eintrittspreis ist nach Belieben, jedoch nicht unter 12 Kr. Gießen, den 2. August 1870. 3523) Liebig 8 Steppenmilch (Kumys) === heilt = Brust- und Lungenleideiu Nach dem Ausspruche der medicini- schen Autoritäten heilt die Steppenmilch — genannt Kumys — rascher und sicherer, als alle anderen bisher in Deutschland angewandten Mittel: Magen- und Darmkatarrh, Tuberkulose, Brvuchialkatarrh, Anämie (Blutlosigkeit) in allen ihren Formen und «Folgezuständen, Scorbut, Chlorosis, Hysterie, Hypochondrie und Körperschwäche. UM» Pr. Flasche 15 Sgr., nebst Gebrauchsanweisung und Attesten von £ den berühmtesten Aerzten. In Kisten, ä 4—12 Flaschen, zu be-> ziehen durch Das General-Depot von Liebigs Steppenmilch (Kumys) g Berlin, Teltowerstr. 55c. 3528) Freitag den 5. August, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem Boden des Herrn Nathan Rosenthal hier für fremde Rechnung lagernde 200 Centner guter Roggen in Partdieen von 50 Centnern öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Gießen, den 1. August 1870. K. Vogt, Ortsgerichtsmann. Besondere Bekanntmachung. Bekanntmachung wegen der Postsendungen an die mobile Armee. 3529) Für die Dauer der Mobilmachung werden an die mobilen Militairs und Militairbeamten in Privat-Angelegenheiten: . gewöhnliche Briefe und Correspondenzkarten, sowie Geldbriese Mit einem ; Werthinhalte unter und bis 100 Thlr. einschließlich, und zwar frei von Norddeutschem Porto befördert. Correspondenzkarten, welche nicht nut Freimarken beklebt find, und welche b s- her nur in Partieen von wenigstens 100 Stück zu dem Preise von 5 Sgr. veramolgt wurden, können von jetzt ab auch in kleineren Quantitäten, und zwar bis zu 5 Stuck im Preise von 3 Pfennigen bei sämmtlichen Postanstalten entnommen werden Die Adressen der Sendungen an die mobilen Militairs und Mtlitair-Bcam- teil müssen mit dem Vermerk „Feldpostbrief» versehen sein und genau ergeben, ru welchem Armee-Corps, welcher Divlyon, welchem Reglmeute, welchem Bataillon, welcher Compagnie (oder sonstigem Truppen- theile) der Adressat gehört, welchen Grad und Charakter oder welches Amt bei der Militair-Verwaltung derselbe bekleidet. Recommandirte Sendungen können in Privat-Angelegenheiten an die mobilen Militairs und Militair-Beamten nicht befördert werden. Postvorschußsendungen und Postanweisungen sind von der Beförderung nach der mobilen Armee allgemein ausgeschlossen. «n-, Aur Urbermittelung von Geldbeträgen an die mobilen Militairs und Militair- Beamten ist da'er - statt von der Postanweisung - von der portofreien Beriendung des Geldes in förmlichen Geldbriefen bis zu je 100 Thalern einschließlich Gebrauch $ Privat - Päckereien an die mobilen Militairs und Militair-Beamten werden bis auf Weiteres durch die Local-Postanstalten gegen die sonst üblichen Portosätze vermittelt. Zur Förderung des Abgabe-Geschäfts ist es nothwendlg, daß dergleichen Prwat- Päckereien nur fraimrt zur Post gelangen. . , . . ... . Es wird aber schon jetzt darauf aufmerksam gemacht, daß d:e Beförderung von Privat-Päckereien an die mobilen Militairs und Militair-Beamten jeden,alls ausgeschlossen bleiben muß, sobald die größeren Marschbewegungen der Armee beginnen, da eine geregelte Zuführung von Päckereien an die Truppen m solchen Fallen ersah, rungsmäßig nicht zu ermöglichen ist, ja für die openrende Armee selbst sehr lästig w^dbn^au^Termin, von welchem ab die Beförderung von Päckereien an die mobilen Truppen nicht mehr geschehen kann, wird seiner Zeit öffentlich bekannt gemacht werden. Berlin, den 17. Juli 1870. General-Postamt. Stephan. Rechn u n g angeschafft. Nichts charakterisirt übrigens den „Einsender" mehr als seine jetzige Angabe, daß er die mitgetheilten angeblichen „Thatsachcn" „erfahren" habe. Also noch nicht einmal auf eigene Wahrnehmungen will der Einsender seinen eigenen Angaben nach seine gegen uns gerichteten eben so schweren wie injuriösen Angaben gründen! Er entblödet sich nicht, auf Hörensagen hin mit Behauptungen vor die Oeffentlichkeit zu treten, die den Stempel der Unwahrheit an der Stirn tragen und die er jetzt aufrecht zu halten versucht, indem er, der selbst eigene Wahrnehmungen nicht gemacht haben will, einen Angstschrei nach „Augenzeugen" ausstößt, die er indessen zur Bewahrheitung seiner Behauptungen unmöglich finden kann. Auch wir sind der Ansicht, daß mit Schimpfworten Thatsachcn nicht widerlegt werden; uns will es ader bedünken, als habe „Einsender , als er dies schrieb, sein „Eingesandt" in Nr. 88 vor Augen gehabt, in welchem er von „Leuten, die sich außerhalb der deutschen Nation stehend betrachten und deren Geldbeutel ihr Vaterlaud ist", von „schmählichen Vorkommnissen , von Opfern einer nichtswürdigen Speculation" rc. spricht; in unserer Erwiderung vom 28. Juli, deren rein tatsächlicher Inhalt in dem neuesten Eingesandt mit keinem Wort widerlegt ist, können wir ein Schimpfwort nicht entdecken. _ .«_.<«« • k - Auch in diesem Krieg eilen die Israeliten so gut wie die Bekenner )edcr anderen Religion freudig zur Vertheidigung unseres Vaterlandes zu den Wasten und bestreben sich sonst auf alle und jede Weise zur Linderung des bevorstehenden Elendes beizutragen; sie liefern damit wiederholt den Beweis, daß sie sich nicht als außerhalb der deutschen Nation stehend betrachten, daß sie sich als Deutsche fühlen und als solche handeln; und die Worte, mit welchen der „Einsender" in dem in Nr. 88 des Anzeigers erschienenen Eingesandt' cmen Makel auf das ganze Judenthum zu werfen sucht, werden bei dem 4-'U$mmri ihren Zweck sicherlich nicht erreichen, sie sind nur geeignet, ein keineswegs gute« Licht auf die Bildungsstufe, auf welcher der Einsender steht, zu werfen. Gießen, den 2. Angust 1870. A. Sui?» I. Steinberger. Vermischte Anzeigen. Gewerbe-Ausstellung zu Gießen. 3537) Die für den Monat September d. I. in Aussicht genommene Ausstellung von Gewerbeerzeugnisten zu Gies^kann wegen des eingetretenen Krieges nicht stattfinden. MM Gießen, den 1. August 1870. Das Ausstellungs-Comitv. 3540) Da der Einsender des Artikels in Nr. 88 des Anzeigers sich veranlaßt fühlt, neuerdings in Nr. 90 d. Bltts. mit einer Reihe weiterer durchaus unwahren Behauptungen vor das Publikum zu treten, so sehen wir uns veranlaßt, Folgendes zur Beleuchtung dieses neuen Schmähartikels zu erwidern. 1) Wir haben bis jetzt noch nicht eine einzige Haut von dem von uns geschlachteten Vieh verkauft. Zudem haben wir Anfangs nicht selbst geschlachtet, sondern das Fleisch gekauft und ist das Fleisch von Anfang an durch den Fleischbeschauer geprüft und von den controlirenden Jntendanturbeamten für gut erklärt worden. Bemerkenswerth für die Wahrheit und Wahrscheinlichkeit der Behauptungen des Einsenders, der sogar an der leeren Haut die Kühe als „alte" erkennen will, ist der Umstand, daß erst am 24. Juli die Verpflegung mit warmem Esten ihren Anfang nahm, während doch nach der Angabe des Einsenders schon am 20. die Häute von alten Kühen von uns verkauft worden sein sollen. 2) Der von uns verbrauchte Kaffee ist von hiesigen Kaufleuten in gemahlenem Zustand geliefert und bis auf einen einzelnen Fall von den controlirenden Beamten, die jedesmal den Kaffee untersuchen, für sehr gut befunden worden. In diesem einen Fall wurde, als der des Abends von zwei Kaufleuten gelieferte Kaffee in der Nacht angebrochen werden sollte, der von einem derselben gelieferte als mit Cichorie untermischt von den Controlbeamten zurückgewiesen und von uns in Folge dessen am andern Morgen dem Lieferanten zur Verfügung gestellt, während der andere, zu gleicher Zeit angekommene Kaffee des Hrn. Ferd. Hofmann als durchaus gut acceptirt wurde. Wenn es nun auch kaum auffällig erscheinen mag, daß der betreffende Lieferant jetzt behaupten ‘ will, er habe die Cichorie nicht unter den Kaffee gemischt, sie müsse bei uns । „hineingekommen" sein, so hätte man doch billig erwarten dürfen, daß der „Einsender" nicht ohne Weiteres eine solche Lüge zu der seinigen machen würde, 1 zumal die Unwahrscheinlichkeit dieser verläumderischen Behauptung, daß gerade der Kaffee dieses einen Lieferanten von uns gefälscht worden sein soll, so sehr auf der Hand liegt, da der Kaffee in dem stets von vielen Personen, unter Anderen den Controlbeamten frequentirten offenen Raum aufbewahrt wurde - und nicht einzusehen ist, warum wir, hätten wir wirklich Unterschleife treiben l wollen, die Cichorie erst in die Säcke mit Kaffee und nicht gleich in die Kessel hätten practiciren sollen! 3) In der Speisehalle haben nie Knochenreste gelegen und in der Küche | sind dieselben stets, sobald es die Zeit erlaubte, weggeräumt worden, Kaffee und Suppe ist von den Soldaten nicht wcggeschüttet, vielmehr ist gar oft um eine zweite Portion gebeten und solche von uns bereitwillig gegeben worden. Die Eßgeschirre sind'stets so gut wie nur möglich gereinigt worden; .es sind drei Männer angestellt, die nur die Verpflichtung haben, die Eßgcschirre, Tische | und Bänke zu reinigen. Wenn mit einem^Zug über 1000 Mann Truppen § ankommen, die essen und nach einer halben Stunde wieder abfahren sollen und | dann, da nur 500 auf einmal essen können, die eine Hälfte wartet, bis die I andere gegessen hat, um ebenfalls zu essen, so ist es doch wohl nicht möglich, 8 für die letzteren die Eßgeschirre zu reinigen, und es wird dies auch vou den | Soldaten, die diese Unmöglichkeit einsehen, nicht verlangt. Uebrigens haben k-wir, um auch dies zu ermöglichen, alsbald weitere 500 Eßgeschirre für unsere 3449) Ein geräumiges Familien- logis ist zu vermiethen Lit. B. 97v. 81. 3542) Ein ßut möblirtes Zimmer mit Cabinet, sogleich beziehbar, ist zu vermiethen Seltersberg E. 3, im 2. Stock. 3228) Die «Sebener im Zinßer'schen harten ist zu vermiethen. 3533) Die Lieferung des diesjährigen Bedarfes an Braunkohlen für hiesiges Pro- vinzial-Arresthaus soll Freitag den 12. August l. I., Vormittags 11 Uhr, im Vorderhause des fraglichen Arrestlocales an den Wenigstnehmenden vergeben werden; bei annehmbarem Gebote erfolgt sofort der Zuschlag. Gießen, den 30. Juli 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. v. Schmalkalder, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 3531) Nächsten Samstag, den 6. August, Vormittags 11 Uhr, werden bei unserer Mühle zwei große Par- thieen Pferdemist, sowie mehrere Haufen Roll- staub (zu Wiefendünger geeignet) versteigert. Gießen, den 2. August 1870. Franz Peppler & Comp. WsxethirKgerr. 3526) In Lit. B. Nr. 75, Neuenbäuen, ist ein kleines Logis an eine kinderlose Familie, oder auch, gut möbljrt, an einen Herrn zu vermiethen und sogleich zu beziehen. 3473) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche rc. und sonstigen Bequemlichkeiten, ist zu vermiethen bei Georg Mohl, Reichensand. 3536) Für einen Herrn ein möblirtes Zimmer zu vermiethen Lit. B. Nr. 192. 3478) Das seither von Herrn Metzger Löwenstein bewohnte Logis nebst Laden ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. Ludwig Magel. KeilHsbsts « rs. 3507) Gothaer Cervelatwurst empfehlen ________I. A. Busch Söhne. 1 3538) Wollene Hemden, Unterjacken, Unterhosen, Socken, Hosenträger und Handschuhe empfiehlt. H. Rübsamen. Cigarren - Ausverkauf. 3537) Wegen Einführung der Formenarbeit verkaufe ich meine durch Handarbeit gefertigten, von Qualität ausgezeichneten Cigarren, um rasch damit zu räumen, zum Fabrikationspreise. Moriz Wallenfels. Niederlage und Detail-Verkauf bei Herrn Heinr. Rübsamen auf der Mäusburg. | Weinfässer, jum Einmachen von Gurken, Bohnen rc. geeignet, verkauft Carl Ludwig, am Asterweg. Holländischen Käse, pr. Pfd. 24 kr., empfiehlt (3530) Chr. Wallenfels. e n. 3535) Allen Denjenigen, U welche meine liebe Frau zUM ihrer letzlen Ruhestätte be-M 91. Keßler. Temperatur in Gießen, Juli 1870- 7,3- R. 15,34 „ 14,38 25.4 „ 2,82 Par. 3o;L 2.89 „ gleitet haben, sage ich hiermit meinen herzlichsten Dank. st- Vd’ -..jiiijritt 1 jl . f.-ifl 411 l* I Vierteljahr!. 18 Sgr- - 1 Fl. 3 Kr- rhein. Dasselbe wird sich durch interessante und gewichtige Krtegsber»ch.e ausrcichncn und den 186« erworbenen Nuf des Daheim rechtfertigen. I unsere Berichterstatter und Spezial - jartisten befinden sich bei allen nord- >und süddeutschen Armeen ! Einzelverkauf jede Nummer 2>-2 Sgr. = 9 kr. rhein. ’ Das Abonnement kann bet allen I Buchhandlungen und Postämtern ? jederzeit erfolgen. 3467) Bei dem Actuariat Großherzog- lichen Landgerichts Gießen ist die Stelle eines gewandten Scribenten zu besetzen. Bewerber haben ihre Zeugniffe dem Unterzeichneten vorzulegen. Gi-b-n, am 28. Jul, Landgerichts-Actuar. Schneiderarbeit. 3524) Tüchtige und zuverlässige Schneider werden zur Anfertigung von Militär- kleidern gesucht: desgleichen Flauen zu Anfertigung von Hemden, Zwilchhosen, ^Anmeldung hierzu auf unserem Bureau, Neuenbäueii Lit. B , Nr.7T Gießen, den t. August 1870. r)ic Bekleidungs-Commission des 2. te:ie-Ersatzbataillons. v. Bechtold. ________ niederste .............. mittlere................ Mittel früherer Jahre............ höchste............... Aiederlchlag: an 7 Tagen.....‘ im Mittel früherer Jahre: an 15 Tagen . . a N. WaS die süddeutschen Staaten betrifft, deren tector" der Kaiser der Franzosen nach dem „Journal officiell" jetzt spielen mochte, so stehen m unseren Augen diese Staaten viel zu ehrenwerth do, als daß es nothwendig wäre, nur darauf hinzuweisen, wie derselbe Kaiser bereit war, sie ohne Weiteres fallen zu lassen, wenn Preußen an einer solchen Einigung Deutschlands gelegen gewesen wäre. Aber die süddeutschen Staaten werden die beleidigende Anmaßung, deren sich Frankreichs Kaiser gegen sie durch sein osficielles Journal schuldig gemacht hat, hcimzuzahlen wissen am Tage der Schlacht. Zum Herrscher Frankreichs mag Napoleon auch heute noch taugen, wo es erwiesen ist, daß er einen friedlichen und schwachen Nachbarstaat überfallen und erobern wollte, ohne jeden anderen Anlaß, als zur Befriedigung angeborener Eroberungsgelüste gewisser Parteien in Frankreich, die an eine Omnipotenz der französischen Nation glauben. In Deutschland war jede Rolle, die er sich träumen mochte, schon zu Ende gespielt, bevor diese neueste „Achtung bestehender Vertrage be- kannt geworden. Europa aber wird jetzt erkennen, daß es neben der eigenen Haut, der wir uns einem solchen Nachbar gegenüber erwehren, auch im ernt* nentesten Sinne eine europäische Frage ist, welche uns das Schwert in die Hand gezwungen hat. Europa weiß jetzt, wie schwer wir das kaiserliche Frankreich beleidigt haben — nickt durch die unS fremde spanische Candidatur — von der wird hoffentlich nun nirgends mehr die Rede sein nein dadurch, daß wir uns geweigert haben, Frankreichs Mitschuldiger bei einem europäischen Verbrechen zu sein. Die Staaten Europas scheinen instinktiv die Raubgelüste des Kaisers der Franzosen geahnt zu haben, als sie alle seinen Lieb-swerbungen das kalte Wort: „Neutralität" entgegenhielten, aber die Vereinsamung Frankreichs wird, nachdem der belgische Plan enthüllt ist, in bedeutendem Maße sich steigern. Dieses Kaiserthum, welches Jahre lang nach seiner Gründung im Banne der ehrliebenden Leute Frankreichs stand, von nun an wird es im Banne der europäischen Staaten stehen." Au^ dem englischen Blaubuchc dürfte letzt, wo die der französischen Kriegserklärung vorhergrgangenen Momente genügend bekannt und klar gelegt sind, folgende Stelle das meiste Interesse Haven. Zu Erwiderung einer Depesche (vom 12^ Juli) des Lor Lvons an Earl Granville (Nr. 30), worin dre Mitteilung des Herzogs 'von Gramont erhalten war, | paß der Fürst von Hohenzollern die Candidatur feine» 1. August. i Der König hat unterm 3t. Juli folgende Pro- clamation erlassen: „An mein Volk! Indem Ich heute rur Armee gehe, um mit ihr für Deutschlands Ehre unv für t»9e E-Hattunz unserer buchsten Gni-r zu ^uf-n will Id im Hinblick auf ti- enmulb'ge Erhebung Meines Volke« , eine Amnestie für politisch- Zerbrechen und Vergehen ertheüen. Ich habe das L.«m,n>st-rium ocauftragt, Mir einen. Sr a6 u tiefem Sinne zu unterbreiten. Mein Dolk weiß Mir dak ver Frievensbruch und Vie Feindschaft wabrbaftia nicht auf Unserer Seite war, aber her- aus'kfordert, sind wir entschlossen, gleich Unseren Bcitern und in fester Zuversicht aus Goit den Kampf zu bestehen zur Errettung dr« T>et Alla. Z." wirv von Wien unterm 26. Juli geschrieben: I» fürcht- nicht von den Ereignissen, ver nächsten Tag- vementirt zu werden, wenn ich schon heute Vie Behauptung aufstell-: Vast Vee "»"b-waff- nete Neutralität" Oesterreich« bereit« mit vem To ringt. Alle Anzeichen veuien darauf hm, dass man sichln den leiienven Kreisen "nsthaft mit dem ®.- danken ver Aufstellung einer Armee beschäftig ■ So gewiss als Vie Gerüchte von der bereit« abgeschlossenen Allianz zwischen Frankreich, Italien unv Oesterreich, G-rücht/, welche die heutige Börse a armirt haben, unwahr — sagen wir vorsichtigerweise verfrüht Und eben so sehr scheint uns die theilweise Mobil- machung ver Armee eine fest beschlossen- Sache zu (ein Die Antwoit, welch- va« ungarische Mimste- rium auf ein- Interpellation Tisza'« geben wtrd, vurfte näheres Licht verbreiten über ven zukünftigen G g der österreichischen Politik. Die Erwägungen, welch- unsere Regierung zu Vem vielleicht s°>g-n »Wtt-n Schritt einer Armeeaufstellung bestimmt haben rf ten, sind hauptsächlich in vem Umstanve zu suchen, dass fast sämmtliche Staaten rüsten, mobilistren unv Ausstellungen machen, so dass e« für Oesterreich nahezu eine Unmöglichkeit ist, ohne Waff-n in ver Hand dem hereinbrechenden Kriege zuzusehen. Man will wenigsten« -in- Waffe in vie Hanv nehmen, wenn au« vorläufig „Gewehr bei Fuss" behalten werden soll. So soll auch die erste Aufstellung der Armee, um weder nach rechts noch nach links Anstoß zu erregen, ziemlich im Centrum des Reichs erfolgen, etwa an der Grenze von Mähren und Böhmen, oder zwischen Wien und Olmütz. Die ungarische Honvedarmee soll nicht mobilisirt werden, um Rußland nicht zu ver- letzen; übrigens ist dieselbe derart organisier, daß 3525) Ein Pfaumännchen ist auf dem Sckiffenberg zugeflogen und kann solches der Eigen:hümer daselbst abholen.________ SBGEeaE3Z35IZ®afö™g 3534) Eine zweitstillende Amme wird rum sofortigen Eintritt gebucht. Von wem. sagt die Exped. d. Bltts. 3539) Ein Schmiedgeselle und ein Lehrling werden sofort gesucht. Näheres bei 0 PH. Waltber, Schmied. Geschäfts-Empfehlung. 3«1) Eiu-m g°ch^ Ähb8ef«ent!tCrXnbe «XJen stets zu erhalten suchen, und sehe ich g-sallig-n Aufträgen entgegen. Auaust Kramer, Gießen, den 27. Juli be- $^rrn Rothenberger am Lindenplatz. jedes einzelne Bataillon in 4 Tagen (?) nach der Mobilisi runasordre marschiren kann. In ter Sitzung V-« ungarischen Unterhauses vom 28 Juli beantwortet- Gras Anvrassy die In »p- - lation Tisza'« und Mavarasz' über t.e Neutralität«, frag- im W-s-ntlich-n wie folgt: »Vorerst verweise ich^auf da« Rundschreiben vom 20. Juli. Um unsere Stellung zu ch-rakt-rifir-n, bemerke ich, dasse« nicht unsere Ausgabe sein kann, irgend welche Vorkehrungen m treffen, Vie eine auswärtige Macht beunruhigen könnten: andererseits ist e« Pflicht, unfere ®id)er ett elbft zu wahren unv sie nicht von vem Wo^wollen einer fremden Macht abhängig zu machen. Was v.e Frage betrifft, ob Oesterreich seine Stellung in Deutschland miete, erkämpfen wolle, bemerke '»nur.daß in allen maßgeb-nt-n Kreisen t.e Ansicht herrscht, eirt solche« Bestreben wäre nicht nur umnutz, (entern schädlich. Was tie Frage ter Herren Matara«; unv Genossen betrifft, ob wir Ungarns Neutrakttat b - wahren wollen unt können, 1° antworte ich, der Will- wäre schon ta; ties aber im Vorau« zu be- stimmen, vermag kein M-nsch in Europa U-bngenS glaube ich, daß ter Austruck „Ungarn« Neutralität nicht so verstanden ist, tass Ungarn Vie Neutralität allein bewahre; renn unsere Gesetze unt Interessen gebieten uns, stet« vereint mit Oesterreich ”°'WE|>E''- Nach ter sehr beifällig aufg-nornmen-n R-t- de« Minist-rpräsit-uten erklärt sich Csanatp »ufriebeng-. stellt Tisza aber erklärt sich nur mit dem aus Deutsch lant be Ügkich-n Th-il- v-r R-te tes Ministers e,n° »erfianten? Wa« tie Neutralität betrifft, wünscht er zwar keine völlige W-hrlosigk-'t, doch will erAlle« vermeiten, was uns als geinte der geb.ltetften Na tion erscheinen ließ- und uns ausservem noch alle Lasten des Krieges auferlegen wurde, da« h-'ßt. Die bewaffnete Neutralität. „ Dem B-rnehmen nach hat, wie bei »Karlsr. Z g- berietet wirt, Englant die Anfrage nach Wi-n ge- langen lassen, ob O-st-rr-ich bereit sei, noihigenfallS mit ihm für tie durch europäisch- Vertrage verborgte Neutralität Belgien« -inzutr-t-n. . NVAL f ul ti gen * J u" 'fint e'tiefet ist.'famen^Verschwörung sH-ss wr '"'Setretenai 4. ^"Nh'sch,! i "4tt Stitto !'°'E'M«i 12 Kr. ^aa\ den ver ckiedenartigen Gerüchten, die bezüglich der Verköstigung de 7uchvon^r S4 SÄ Tft mWyr.oTl ^ck bÄt-ein-S Taa-s -s fei von einem hiesigen Geschäftsmann ein ganz belli- * is'te BNr«» Ctfc s si'K&Äi. SKSStö SÄftSWJf 5» »Sto SS°i4VS»K ' der Sebingung. basi nur wirklich unb retne ^saare^aeuereri s äs': VSSkäJ*”“ -Ws öS nid,t§ habe ich einiges geliefert, aber auch hierbei wurde gute Waare zur Bedingung gemacht, ahne besondere Rücklicht aus den P^s ff „ | Gießen, den 2. August 1870. • ,__ Geigers sich : ,rcileter durch. wir uh i. 5erwidern, i i ^'n von uns ; Zefchlachtet, I:: lrd) ^en Fleisch: । A'il jilT gut ei: ; Reinlichkeit der j Jut die Kühe | lll tie Lerpjle: " * der Angabe uns verkauft lusleuten in ge- ‘Ni den contre-. r ßnt bi’funben jffci Kaufleuten einem H tznüäzewiesin neu zur Verfi- ntnt Kchee des nn cs nun auch jetzt behaupten müsse bei uns , uifen, daß der ' 'n machen würde, mg, daß gerade in feil, fo jebr Personen, unter ' dnradn müe | schleife treiben tid) in die Kejsel nd in der M worden, Kafi! r iit gar ost m - gegeben woitjn. i DCTtfii; (es sind II ßgeslbim, Tische | Mann Trugen I abren sollen und 1 wartet, bis die | bl uid't möglilb. । a auch von ten; Uebrizens haben um für unsere || 5 seine jetzige An- ihren“ « ,r (Jinfentfr fern« ereu Tie i** di bin nut® rcr Unit^MI ,*t, inte“ er,» flngflschw * itung fei"'1* N dutf-»-""^ . ., als er i r"in weitem «| rJSa Zur gefälligen Beachtung. 3517) Meinen geehrien Kunden und Geschäftsfreunden hiermit die ergebene Anzeige, daß sich mein Geschäft für einige Wochen in dem Hause meines Vaters hsonnenstcaße B. »3) befindet. gniil Loos, Golrarbeiter. Gießen, den 1. August 1870. | Kriegsquarlal des S Bäcker-Gesellen werden mit einem Wochenlohn von 3 bis 6 fl-, nebst freier Station, sofort gesucht. Frankfurt a. M. Meldebüreau: Graubengasse 16. 3527) Ein junger Mann, der in allen Arbeiten bewandert ist, sucht eine stelle in einer Fabrik; derselbe konnte auch als Ausläufer oder zur Verrichtung sonstmcr häuslicher Gefchäfte eintreten. Näheres Hm- tergasse Lit. A- Nr. 43- Hörden anwesend waren, fand statt. erschall enthusiastischer Jubel. (W. T. 23.) hadion, Druck unh Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Bietsch) in (Sieben. beklagt. Lord Granville scheint in oer Thal wevcr d.e Situation noch die Stimmung im eigenen Lande zu verstehen. Nach der jetzt eingegangenen telegraphischen Nachricht hat Lord Granville im Oberhause gesagt: „Die gewissenhafte Neutralität Englands werde am besten dadurch bewiesen, daß beide kneg. führende Thelle über England klagten." Worüber Hal sich denn Frankreich eigentlich beklagt oder zu beklagen? Etwa, daß England Patronen fabr.cirt für seine Infanterie, Kohlenlieferant für dessen Flotte, und Roßkamm für seine Artillerie und Kavallerie ist! Eine directe Unterstützung konnte kaum viel mehr leisten. Mit Recht wird deshalb auch Granville'S Politik in Deutschland allgemein verurtheilt und man fragt nicht ohne Zweck: ob denn England eine zweite Alabama,rage so nothwendig gebrauche! Aus Köln, 1. Aug., Morgens, wird gemeldet: Seit vorgestern ist nichts Besonderes aus Saar- brücken gemeldet, obwohl sich Vie dortige Telegraphen- ftation in Funktion befindet. Französischerseits finden bei Forbach große Truppentransporte statt. Aus Saarbrücken, 1. Aug. 8 Uhr 15 Minuten Dormittags wird der „Köln. Ztg." gemeldet: Es zeigt sich große Bewegung im französischen Lager; lange Bahnzüge nähern sich von Forbach sogar bis gegen den „Drabtzug" bei Saarbrücken. Abo el Kader hat an den französischen Kriegs- Minister folgenden Brief gerichtet: Gott sei gelobt! Dem tapferen Marschall und Kriegsminister von Frankreich! Excellenz, das Gerücht ist zu uns gedrungen, daß Frankreich Pulver mit seinen Feinden, den Preußen (daß Gott sie vertilge!) will sprechen lassen und daß Ihr sehr mächtiger Kaiser Napoleon (daß Gott ihn beschütze für seine Güte!) beschlossen hat, an der Spitze seiner tapferen Soldaten die Söhne Afrikas marschiren zu lassen. Derjenige, der mit den Franzosen gefochten hat, würde der letzte der Gläubigen sein, wenn er in diesem Kriege nicht seine Vermischte«. Darmstadt, 31. Juli. Dem Großherzoglichen Ministerpräsidenten Freiherr» von Dalwigk ist heute folgendes Tele- gramm aus London zugegangen: Wir erlauben uns Eurer Ercellenz Eintausend Pfund Sterling zu Gunsten Hessischer HülfSvereine zur Verfügung zu stellen. Deutsche HülfSvereine in London zur Unterstützung der Verwundeten. Dienste seinem neuen Vatcrlande weihte; sein gefürchteter Säbel begehrt die Ehre, zuerst in's Feuer gegen die Preuße» zu ziehen. Der Emir Abo el Kader bittet Sie also, Excellenz, seine demüthige Bitte zu Füßen des glorreichen Thrones Napoleon IIL (dem Gott den Sieg geben wolle!) niederzulegen. Von Seiten des Dieners Gottes, Abd el Kader Ben Mahi-Eddin. Bruffa, den 6. Rabia el Tsani, im Jahre 1287 der Hedschira." Die „Osts.-Ztg." schreibt: Nach zuverlässigen Nach- richten sollen in Kopenhagen sieben dänische Lootsen mit Sack und Pack bereit sein, um die französische Flotte auf unsre Rheden und, wenn es sein kann, in unsere Häfen zu führen. Wunderliche Neutralität! Buffet und logirte sich tn eine Ecke des Zimmers ein, woselbst sie platzte, Fenster, Decke, Tische, Stühle und einen VogelS- läsig zertrümmernd, während der Vogel glücklich durch das . zerbrochene Fenster entkam. Nach wenigen Sekunden prasselte ' das ganze Haus; eine zweite Granate war durch das Dach auf den Speicher gefallen, ohne jedoch zu zerplatzen. Gleich darauf erhielt die Frontseite des Hauses noch ein drittes Geschoß, welches jedoch nicht durch die Mauer hindurchdrang, sondern ebenfalls, ohne zu platzen , aus der Ocffnung, die cS versuchte, zurück auf den Boden vor dem Hause fiel. Zwei weitere Granaten zerschlugen die eine bad Dach deS Hintergebäudes, die andere riß einige Aeste von einem Baume in dem hinter dem Hause gelegenen Garten. Noch andere Granaten, mit kleinen Bleikugeln gefüllt, flogen über den südwestlichen Theil unserer Stadt dahin und eine oder zwei zerplatzten in der Nähe deS Civilhospitals und warfen Splitter und Bleikugeln bis in die Saarbrücker Vorstadt hinein. Die Granaten wurden von Geschützen auSgewvrfen, die IheilS auf dem Speicherer-Berg, einer französischen Anhöhe, die das ganze vorliegende Terrain und unsere Stadt mit beherrscht, theilS ani Walde hinter der „goldenen Bremm" postirt waren, und eS ist wirklich als ein wahres Glück zu betrachten, daß kein einziger Mensch beschädigt worden ist. Aus München, 31. Juli, wird gemeldet: Nach bei dein KriegSministeriuni eingegangenen Nachrichten plänkelten am 29. Juli bayerische Jäger - Patrouillen gegen (aus Reitern und Douaniers bestehende) französische Patrouillen. Feindlicher SeitS ist ein Mann gefallen: unserer SeitS kein Verlust. Von der Grenze (bei Basel), 25. Juli, schreibt man dem schweizerischen „Bund" : „Es dürfte Sie vielleicht interesfiren, zu vernehmen, daß gestern in Burgfelden, wie in den übrigen, nächsten Grenzdörfern, unter Trommelschlag ein Erlaß der Präfektur von Oberrhein bekannt gemacht wurde, deS Inhalts: Die betreffenden Einwohner hätten sofort ihre Felder zu räumen , indem eine bedeutende Truppenmaffe ein trefft-n werde. Uni mich deS Nähern zu versichern, begab ich mich heute zu dem Maire von Burgfelden und überzeugte mich durch Einsicht in das fragliche Aktenstück, datirt vom 21. d. M., von der Rich- Sohnrs in aller Form zurückgezogen habe, drückte Earl Granville fein Bedauern aus, daß der Rück» tritt des Prinzen nicht als Erledigung der Angelegenheit angenommen worden sei, und stellt in Abrede, daß die englische Regierung — wie Gramont dies im gesetzgebenden Körper angedeutet hatte — die Forderungen Frankreichs für berechtigt (legilimate) anerkannt habe. Tags darauf ersucbtc Granville den Lord Lyons, auf eine bestimmte Erklärung der französischen Regierung zu drängen, was diese denn eigentlich als eine endgültige Beilegung der Angelegenheit zu acceptiren gesonnen sei. Die bezügliche Unterredung von Lord Lyons mit dem Herzog von Gramont ist in der Depesche No. 41 niedergelegt: // • • • Der König von Preußen habe — so wieder» holt Gramont — nichts, absolut nichts gethan .... Alles, was Frankreich jetzt verlange, sei, daß der König von Preußen dem Prinzen verbiete, seinen Entschluß bezüglich Rücktritts von der Throncandidatur in Zukunft zu ändern. Es sei natürlich nur vernünftig, daß Frankreich einige Vorsichtsmaßregeln gegen eine Wiederholung Dessen ergreife, was sich ereignete, als der Bruder des Prinzen Leopold nach Bukarest ging... Wenn der König von Preußen dies thun wollte, so würde die ganze Angelegenheit absolut erledigt sein... Er nahm dann ein Papier und schzieb folgendes Memorandum nieder, welches er mir übergab: „Nous demandons du Hoi de Prusse, de ddfendre au Prince de llohenzollern de re- venir sur sa räsolulion. S’il le fait, tout find- deut est teimine. . . . Schließlich fragte Gramont, ob Frankreich auf die Unterstützung Englands zur Erlangung dieses Verbots vom Könige von Preußen zählen könne. Ich sagte, Nichts könne den Wunsch meiner Regierung, eine Versöhnung zwischen Frankreich und Preußen herbeizuführen, übersteigen, ich könne mich aber natürlich nicht unterfangen, so auf der Stelle, ohne mich zuerst mit der englischen Re- gierung in Beziehung zu setzen, eine so specificirte Frage, zu beantworten. Aber auch hierzu willigte die englische Regierung ein (!), und empfahl dem König von Preußen am 14., seine Zustimmung zum Rücktritte des Prinzen Leopold mitzutheilen. Der Vorschlag wurde abgelehnt, und Granville meldet darüber an Lyons (in Nr. 94): Graf Berndorfs drückte mir sein Bedauern aus, daß die eng» lischt Regierung einen Vorschlag gemacht habe, den er dem Könige unmöglich zur Annahme empfehlen könne. Preußen habe unter einer öffentlichen Drohung von Frankreich eine Ruhe und Mäßigung gezeigt, welche jede weitere Concession als eine Demüthigung erscheinen lassen müßte, ... und die öffentliche Meinung in Deutschland beweise, daß ein Krieg, selbst unter den schwierigsten Verhältnissen, einem Nach- gebcn seitens des Königs vor den ungerechtfertigten Forderungen Frankreichs vorzuziehen sei." Die „Krzztg." schrtibt: Nicht mit Unrecht hat men in Deutschland das Ableben Lord Elarendons Königsberg, 28. Juli. In Folge des Ausrufes zur Bildung einer freiwilligen Seewehr-, hatte die Elbinger Dampfschifffahrts-Gesellschaft ihre sämmtlichen Dampfer, darunter fünf seetüchtige, der königl. Werft in Danzig zur Disposition gestellt. Hannover, 1. August. Sv eben traf Se. Maj. der König hier ein. Große Menschenmaffen find auf dem Bahnhofe versammelt. Ein glänzender Empfang, bei welchem der Generalgouverneur Vogel v. Falkenftein, sowie die Spitzen der Be- hökden anwesend waren, fand statt. Beim Erscheinen deS Königs und des Grafen Bismarck am Fenster des BahnhofS Braunschweig, 1. August. Der königliche Ertrazug ist hier eingetroffen. Der Herzog begab fich zu dem vor der Stadt haltenden Zuge und wurde vom Könige empfangen. Nach einem Aufenthalt von zehn Minuten wurde die Fahrt fortgesetzt. _ „ (W. T. B.) Frankreich. Paris, 1. August. Das „Journal officicl" theut mit, daß von jedem Reisenden, welcher Nationalität er auch immer angehörig sei, bei seinem Eintritt und Austritt aus Frankreich, während des Kriege» die Vorzeigung eines Passes verlangt wird. Reisende aus Preußen und den mit ihm verbündeten Staaten bedürfen einer Specialvollmacht. (W.T. B.) Italien. Florenz, 30. Juli. Die „Opl'nione" meldet, daß die franzöfischen Truppen Civitavecchia zu verlassen beginnen. Turin, 28. Juli. Die officiöse „Turiner Zeitung" sagt: der preußische Gesandte habe die Ersetzung französischer Truppen in Civitavecchia durch italienische als Neutralitätsbruch und Kriegsfall erklärt. Würde die Antwort Italiens nicht entsprechen , so kehre er nicht zurück. (Allg. Ztg.) Verona, 27. Juli. Die Negierung bestellte 10,000 e und 1500 Maulthiere für die Artillerie. Ungeheure Thätigkeit herrscht in den Militärbäckereien. (Allg. Ztg.) Genua, 29. Juli. Das italienische Geschwader ist von Spezzia abgesegelt. Zwischen Corsica und dem Festland find zwei österreichische Kriegsschiffe in Sicht. Frankreich miethete neuerlich mehrere Dampfer zu Transportzwecken. Nach der „Nazione" herrscht zwischen Wien und Florenz das beste Ein- verständniß. (Allg. Ztg.) England. London, 1. Aug. Die „Times" erfährt aus Paris, daß die Pariser Bataillone der Mobilgarde bei ihrer Abfahrt nach Chalonö eine widcrspänstige Haltung einnahmen und riefen: „„Hoch die Republik! Nach Cayenne mit den Ministern! Nieder mit Ollivier!"" Die strengste Disciplinar- behandlung ist gegen diese Bataillone angeordnet worden. London, 2. Aug. Die „TimcS" schreibt: Der Erlaß eines Verbots der Kohlenlieferung an Kriegsschiffe ist unwahrscheinlich. Das an die Arsenale ergangene Verbot wird Deutschland hoffentlich befriedigen. Dock genügt dies nicht. Der Grport von Waffen und Schießbedarf muß ebenfalls verboten werden, nöthigenfallS durch neue Gesetze, wofern die bestehenden unzureichend sein sollten. — Lord Lustus, der britische Botschafter in Berlin, hat eine lithograpbirte Copie der Benedetti'schen Vertragsentwürfe hierher gesandt. Polen. Krakau. Gestern passirten Graniza PferdetranS- Porte aus der Ukraine, und andere sollen nachfolgen. Sie wurden in Myslowitz abgestellt. Russische Ausfuhrverbote nach Preußen sind noch nicht ergangen. — In Warschau sollen gestern Quartiermacher eines St. Petersburger Garderegiments eingetroffen sein. (Wand.) Dom Kriegsschauplatz ist nichts Näheres zu berichten. Die „Trierische Zeitung" bringt folgende Meldungen: Saarbrücken, 30. Juli. Heute früh fand zwischen St. Arnual und Tabaksmühle bet Saarbrücken ein Voipostengefecht statt. Feindlicher Seits sind 14 Chasseurs gefallen. Unser Verlust beträgt: 1 Todter und 3 Verwundete. Auch bei Gers- weiler war heute ein Scharmützel, wobei einer der Unserigen verwundet wurde. Details fehlen. Saarlouis, 28. Juli. Am 26. Nachmittags gegen 2 Uhr stieß die 6. Cvmp. 69. Regiments zwischen Völklingen und Ludweiler unter Führung des Lieutenants v. Reitzenstein auf 3 Compagnien Franzosen und einen Zug Cavallerie. Unterstützt von der 10. Compagnie, machte v. Reitzenstein eine Flankenbewegung, wodurch er, gedeckt durch einen Wald, dem Feinde in die rechte Flanke kam. Es entspann fich ein Gefecht, in dem preußischer SeitS 65 Schüsse, französischer Seits aber 5- bts 600 Schüsse, wie man schätzt, abgegeben wurden. Unsererseits wurde Musketier Walter von der 6. Compagnie schwer verwundet; die Franzosen zogen sich, mit Hinterlassung von 1 Cavallerie-Offizier, 2 Cavalleristen und 6 Infanteristen, zurück Dag „Saari. I." berichtet: Gestern Vormittag drangen, den preußischen Feiertag benutzend, wahrend des Gottesdienstes 200 Mann französischer Infanterie und eine Escadrvn Chasseurs ä cheval in den Ort Gersweiler, um dort auf Vorposten stehende Mannschaften deS 69. Regiments unter dem Lieutenant V. Reitzenstein zu überfallen. Der Offizier sammelte sogleich seine kleine Truppe; die Franzosen gaben eine Salve und wurde dabei ein preußischer Soldat in die Schulter getroffen. DaS Feuer der Preußen war wirksamer; denn eS fielen ein Offizier und acht Mann, worauf sich der Feind eiligst zurückzog. An demselben Vormittag stieß der Premier-Licut. Röfingh vom 7. UHIanen Regiment mit einer kleinen Abtheilung UHIanen bei dem Orte Echrecklingen auf ein Corps französischer Cavallerie. Er commandirte sogleich zum Angriff gegen den Feind, welcher sich eiligst retirirte, bis er sich unter dem Schutze einer bedeutenderen Jnfanteriemasse befand, was natürlich das weitere Verfolgen der Cavalleristen unmöglich machte. Der Specialcorrefpondent des „Fr. Js." berichtet über die Beschießung der Stadt Saarbrücken durch die Franzosen am 28. Juli: „Wie in den vorhergehenden 10 Tagen war auch am gestrigen Tage unser Erercierplatz, das Saarbrücker Observatorium, wie ihn ein Berichterstatter eines auswärtigen Blattes wohl ganz richtig bezeichnet, mit Hunderten Neugieriger besetzt, um mit bewaffneten und unbewaffneten Augen die Bewegungen auf der Vorpostcnlinle zu beobachten. Da zog am Nachmittag um 2 Uhr ein schweres Gewitter am Himmel auf und als gegen 3 Uhr unter Blitzen und Donner die Schleußen des Himmels fich öffneten, suchten so viele Zuschauer, als eben Platz finden konnten, Schutz in den Räumen des am Eingang auf dem Erercierplatz, mit prächtiger Aussicht nach der nahen franzöfischen Gränze, gelegenen WnthshauseS „zur Bellevue." Doch kaum waren die WirthschastSzimmer von Gästen ungefüllt, als eine Chass.Potkugel durch eine Fensterscheibe an der Frontseite deS Hauses eindranq, über den Köpfen der WirthSgäste hinweg und in die Hinteewand deS Zimmers einschlug, worauf begreiflicher Weise sämmtliche Anwesenden das ungastliche Haus verließen und auch der Wirth selbst sich anschickte, seine Habseligkeiten in Sicherheit zu bringen. Noch damit beschäftigt, schlug plötzlich eine Granate durch die Hauptmauer des Gebäudes, zerschlug die im Wirtbsschrank vorhandenen Flaschen mit Spirituosen, sowie daS im Wege stehende Bierfäßchen auf dem tigkeit der gegebenen Ordre. Zugleich erfuhr ich, daß ein Laaer französischer Truppen nächstens zwischen Burgfelden und Häaen- heim bis St. LouiS, und ziemlich viel Artillerie auf der Straßen- hohe zur Bestreichung des gegenüberliegenden badischen Rhein- uferS und (HöhenzugeS) Leopoldshöhe bestimmt erwartet werde' Dee ganze Bevökerung bis gegen Mühlhausen befindet fich einerseits in ziemlich ängstlicher Stimmung, und harrt der Dinae' die da kommen sollen, andererseits zeigt fie einen gewissen Uebermuth." ö Der „Public" erfährt aus Cherbourg, daß im dortigen ^afen der „Cerb.ruS" mit dec Panzerfregatte „l'Jnvincible" zusammengestoßen ,er und dieselbe derart beschädigt habe dak fie sofort in'S Bassin gebracht werd.n mußte. ** Reffen. Friedberg, 1. August. Der Großherzog begab sich heute Vormittag nach Mainz, wie verlautet, zur Veärukuna deS Königs von Preußen. J p 0 Mainz, 2. Aug. Se. Maj. der König ist heute früh hier eingetroffen unv im großherzoglichen Palais abmstieaeu Wäh. rend der Nacht find Rapporte von allen Armeecvrpü emgeaan- gangen. GS hcrrsei t überall Ruhe und Zuversicht. Die „Worms. Ztg." schreibt: Da die Hessische Division alS Glied des 9. Armeecorps nunmehr der Rheinarmee zugehört und unter dem Oberbefehl deS Prinzen Friedrich Karl steht so hat Letzterer in einem Tagesbefehl die Hessische Division begrüßt. Preußen. Berlin, 31. Juli. Se. Majestät der König empfing heute Mittag die Minister, soweit dieselben nicht zur Begleitung befohlen. Die Abreise deS Königs erfolgt um 6 Ubr- (W. T. B.) Berlin. Die dem badischen Staate gehörenden Werthsachen sind unter militärischer Begleitung hier anae.'angt und an einem flcheren Orte aufbcwahrt worden. Bei der Nähe Badens am Kriegsschauplätze ist eine solche Maßregel durchaus gerechtfertigt. Berlin, 31. Juli. Die Abreise Sr. Maj. deS Königs erfolgte um 6 Uhr l0 Minuten mit bekannter Begleitung Ihre Maj die Königin verabschiedete sich vom Könige >m Wartesaal Der Perron war mit Blumen geschmückt. Vor demselben hatten sich zahllose Menschenmaffen versammelt, welche den König mit enthusiastischen Hochrufen begrüßten. (W. P.) Wiesbaden, 30. Juli. Nach einer erlassenen Verfügung sollen konigl. sächsische KassenbillelS von allen königl. Kaffen in Zahlung angenommen werden wie preußisches Papiergeld. sRh.K )