j C((j ■ L-’n" u 2 ?,4le®utt eit StoJ* *®all‘n ÄZL AL'^WM.. 1 provisorische ... ^iout: bb io die ’: ;f”ll9« Altona iÜ “■• 40 tobte W*‘ st.d p.be- ’ ®rtW«, so t8t ” al< 3®eig8(rein Hm Z-vklt »Ablage btS ®t: -Kinach. HrMchn Dulrovg lerfe „ g,4i ua rtm « '..... ««n>l.°gt. «k «..d von stldst £ ?*«*? lf ifllH® '»II*' ", s-edtn - 7'^ i- i^Ärtt.fintn .1 mit 5 '' « Bült- * .. ''-'.N* a||( H'l' -L'< <•’’ rLri ®<'®c 0* 1 |O " a, Preis öttrfcljäbrlid) 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bexoflcn vierteljährlich 49 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich drei mal: Dienstags, Donnrr- stags und Samstags- — Expedition: Canzleideez Lit. D Nr. t. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 32. Dienstag den 3. Mai 1870. AMttishe BekKnntMMchWKgeN. Gießen, den 28. April 1870. Betreffend: Die Ableistung des Verfassungs-Eides. Dss Groß herzogliche Kreisainl Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir erinnern Sie an unverzügliche Einsendung der Berichte wegen der Dienstag den 10. d. Mts. dahier und Montag den 16. d. Mts. zu Lich, jedesmal Vormittags 10 Uhr, stattfindenden Ableistung des Verfassungs-Eides. Dr. G o l d m a n n. Vorlad u n g. Nachdem aeaen den im Bereiche der Königlichen Preußischen 31. Jnsanterik-Brigade für das 3. Rheinische Infanterie-Regiment Nr. 2S ausgehobenen Rekruten Adolph Simon, geboren am 24. April 1848 zu Butzbach im Kreise Friedberg, später in Gi-Hm sich aushaltend - Schirmmacher °°n Professton - das Contumaeml-Venahren wegen Deiertion emgeleitet worden ist. wird derselbe hierdurch aufgefordert, sich spätestens m dem au, Sonnabend den 27. August 1870, Vormittags um 11 Uhr, 'm hiesig n Militär-Arresthause zu seiner Verantwortung anberaumte» Termine cinzustnden, widrigenfalls derselbe nach geschlossener Untersuchung m coniumaciam für einen Deserteur erklärt und zu einer Geldstrafe von fünfzig bis tausend Thaler verurteilt werden wird. Trier, den 21. April 1870. Komgliches Gericht der 16. Division. Besondere Bekanntmachung. 2101) Nachdem die Firma Gebrüder Gossi in Groß-Linden am 23. d. Mts. ihre Zahlungsunfähigkeit angezeigt hat, wird allen Schuldnern dieser Firma und ihres dermaligen Inhabers Christian Gossi ausgegeben, bei Strafe boppdter Leistung nur noch an den provisorischen Massecurator, Max Pilger dahier, zu zahlen- i Gießen, den 30. April 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Becker, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Versteigerungen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 2043) Montag den 9. Mai 1870, von Vormittags 9 Uhr an, , soll in dem Gießener Stadtwalde, Distr cten Wann, Brauhof und Annaberg nachoer- reichnetes Holz öffentlich versteigert werden , als: A. Brennholz: 23/a Stecken Aspen-Prügelholz, l'/r » * Stockholz, 368 Wellen „ Reisholz, i/2 Stecken Nadel-Prügelholz, 2 „ „ Stockholz, 7Z69 Wellen „ Reisholz. 1 Stecken Birken-Prügelholz, 3/4 „ „ Stockholz, 6560 Wellen Buchen-Rersholz, 1150 „ Weiden- „ 1V< Stecken Erlen-Prügelholz, 3/4 „ „ Stockholz, 554 Wellen w Rersholz, 1075 „ Dornen- „ B. Bau-, Werk- und Nutzholz: 1 Aspen-Stamm mit 60 Cubiksuß. 107 Nadel-Stangen „ 73 19 Eschen- „ „ 31 „ Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chaussee an der sechsten Schneiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird das Holz bis 1 Novbr 1870 verborgt- Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt. Bauholz-Versteigerung. 1995) Donnerstag den 5. Mai werden in den Domanialwaldabtheilungen Altgehegt und Rabenpfuhl: 143 Eichenstämme = 3879 Cubikfuß, 227 Nadelstämme -- 12903 „ und 130 Nadelstangen -- 474 „ versteigert. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Altgehegt zunächst den Wiesen. Freitag den 6. Ma Uwerden ferner im Rabenpfuhl versteigert: 36 Eichenstämme = 677 Cubikfuß, 512 Nadelstämme = 18581 „ und 185 Nadelstangen = 197 „ Zusarnmenkunft Morgens 9 Uhr auf der langen Schneiße. Credir für beide Versteigerungen bis 30. September. Gießen, am 26 April 1870. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. In Verh. des Oberförsters: Dr. Draudt, Forstmeister. Arbeitsversteigerung zu Holzheim. 2037) Samstag den 7. Mai, Vormittags um 8 Uhr, sollen in der Feld-Gemarkung Bergheim nachstehende Bauarbeiten an Ort und Stelle durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Planir- und Chaussirarbeit, veranschlagt zu....... 830 fl. Maurerarbeit, veranschlagt zu . 40 „ Holzheim, den 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzheim- I- A.: Körner, Bezirksbauaufseher. Arbr'itsversteiqknmst. 2040) Donnerstag den 5. Mai, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Rathhause *u Treis a. d. Lda- die nachverzeichneten Arbeiten öffentlich an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Schreinerarbeit am Spritzenhause, veranschlagt zu . . 17 fl. 25 fr. Weißbinderarbeit im Schulhause, veranschlagt zu . - 22 „ 24 „ Steinfahren, Aufsetzen und Zerschlagen der Steine zur Unterhaltung der Straßen im Ort, veranschlagt zu . 94 „ 24 Steinfahren, Aufsetzen und Zerschlagen der Steine zur Unterhaltung der Wege, veranschlagt zu.....188 „ 48 „ Aufräumung der Graben daselbst, veranschlagt zu . • 50 „ — „ Zimmerarbeit an der Brücke über den Fluthgraben auf den Wiesen nach Mainzlar hin, veranschlagt zu . - . 17 „ 45 „ Maurerarbeit daselbst, vcran- icylagr zu......„ Treis a. d. Lda-, den 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Tnis a- d. Lda. I- A-: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. 2042) Dienstag den 3. Mai, Nachmittags um 2 Uhr, soll eine Partie altes noch gut erhaltenes Bauholz gegen gleich baare Zahlung bei Peppler's Mühle versteigert werden. Arbeitsversteiizerunq. 2039) Mittwoch den 4. Mai, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Allcndorf a. d. Lda. nachoerzeichnete Arbeiten öffentlich an den Wenigstuchmenden in Accord gegeben werden. A. An den gemeinheitlichen Gebäuden: Maurerarbeit, veranschlagt zu 40 fl- 3 fr. Zimmerarbeit, „ „ 34 „ —- „ Dachdeckerarbeit, „ „ 32 „ — „ Schreinerarbeit, „ „ 5 „ 12 „ Weißbinderarbeit „ „ 3 „ 36 „ B. An d en Schulgebäuden: Maurerarbeit, veranschlagt zu 5 fl. 25 fr.l Schreinerarbeit „ „ 12 „ — „ Weißbinderarbeit „ „ 11 „ 12 „ C. Unterhaltung der Ortsstraßen und Wege: Steinfahren, Aufsetzen und Zerschlagen der Steine an den Ortsstraßen, veranschlagt zu......159 fl. — fr. Pflasterarbeit, veranschlagt zu 30 „ — „ Reinigung zweier Durchlässe, veranschlagt zu .... 6 „ — „ Steinfahren, Aufsetzen und Zerschlagen der Steine an den Wegen, veranschl. zu. 318 „ — „ Reinigung der Graben und Banquets, veranschlagt zu 90 „ — „ Fertigung eines Durchlasses am Treffer Weg, veranschlagt zu ...... 40 , — „ D. Neubau an Wegen: Planjrung des Westerfeldwegs, veranschlagt zu . , 45 fl. — fr Chaussirarbeitdaselbst, veranschlagt zu......127 „ 30 „ Steinfahren und -Aufsetzen daselbst, veranschlagt zu . 72 „ — „ Planirung des Wegs hinter der Kleinmühle, veranschl. zu.........37 „ „ Chaussirarbeit daselbst, veranschlagt zu.....133 „ 12 „ Steinfahren u. -Aufsetzen daselbst, veranschlagt zu . - 135 „ — „ Allcndorf a- d. Lda-, am 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Allcndorf a. d. Lda- I- A.: L- Hahn, Bezirksbauaufseher. Holzversteiqeruuq Montag den 9. Mai und folgende Tage, Morgens 10 Uhr. Revier Nanzenbach, Rothcstcinfeitc a und b : 1478 Fichtenstämme (p. picea) mit 29245 Cubikfuß. Meerbachstannon 1. Thl. a, b und 2. Theil r 318 Fichtenstämme mit 7294 Cubikfuß. Diese Stämme haben gesundes, zartes ;Holz, sind schön schlank gewachsen und fallen nach der Spitze zu wenig ab. Es ko^nmen Stämme jeder Stärke vor, darunter viele von 100 bis 182 Cubikfuß Masse und bis zu 85 (= 102 hessische) Fuß Länge. Das Holz lagert IV2 Stunde vom Bahnhof Dillenburg, oberhalb Nanzenbach, zu beiden Seiten des Wegs, welcher von diesem Orte nach Hirzenhain führt. 173 hessische Cubikf. sind = 100 nassauische. .Creditbewilligung bis 1. September I. I. Dillenburg, den 26, April 1870. Der Königliche Oberförster t (2026) Genth Arbeitsversteigerung zu Lollar. jt)36) Donnerstag den 5. Mai 1870, Vormittags um 9 Uhr, sollen auf dem hiesiaen Rathhause nachstehende Bauarbeitcn durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl- zu 72 fl. —fr. Weißbinderarbeit, „ „ 43 „ 18 „ Schreinerarbeit, „ „ 16 „ 30 „ Planirarbeit, „ „ 559 „ — „ Steinbrechen, Fahren, Setzen und Zerschlagen der Steine, veranschl. zu ... 149 „ — „ Handarbeit, veranschl- zu 38 „ 24 „ Lollar, den 27- April 1870- Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. I- A-: Körner, Bezirksbauaufseher. Holzvcrftciqerunq- 2088) Mittwoch den 4- Mai soll in dem Treffer Mitgebrauchswald folgendes Brennholz an Ort und Stelle versteigert werden. 1) In dem Neuenwald: 30 Schock Bucken-Stammreis. 2) In dem Aspenstrauch, Abth- A : 46 Klftr. Buchen-Scheidholz, 2 „ „ Felgenholz, 8 Schock „ Zopfreis. Der Anfang ist am Neuenwald Morgens 9 Uhr an der Straße nach Climbach. Treis a. d. L-, den 29. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. d. L- B e r g h 0 f e r. Arbeitsversteigerung zu Grüningen. 2038) Samstag den 7. Mai, Vormittags um 11 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ratbhause nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 38 fl. 24 fr. Schreinerarbcit, * „ 88 , — „ Schlosserarbeit, „ „ 4 „ 30 M Weißbinderarbeit, „ „ 35 w B Chaussir- und Pflasterarbeit, veranschl- zu..... 242 „ — „ ein donnernd HARMONIE MUSIK. J Lkibschmrye» Mai, Abends halb 9 Uhr, in das Local 7. I. LI,. Hettcr, Ncihlser. Hoch! E. Pitthan- miethen. I. M annberger- bei Waschpulper, Waschblau empfiehlt (2109) Emil Fischb ach, Seltersweg. Die Bruimen-Direction €)• Oppel 4? Co. frische Füllung zu haben. Friedrichshall bei Hildburghausen. «s 2097) Alle Sorten Früh-Gemüsc- und Kopfsalat-Pflanzen, gut abgehärtet, zu haben in der Handelsgärtnerei von Georg Becker, Neuenweger Thor. des Herrn Jean Schneider in Wieseck eingeladen. Besprechung über die Vermögensverhältnisse und Rechnungsablage. Wieseck. I. A: H einrich Weller. 2077) Ein mit der kaufmännischen Buch- uhrung vertrauter junger Mann kann in einem hiesigen Ladengeschäft placirt werden. Näheres besagt die Exped. d. Bltts. Lilionese entfernt in 14 Tagen alle Unreinigkeiten und Falten der Haut, beseitigt Scropheln, Flechten und gelbe Flecken. Garan- ! ällein ächt in Gießen Carl Frech. (891) gentlich empfohlen. Der Alleinverkauf für Gießen befindet sich bei 2114) Ein Mädchen empfiehlt sich im Bügeln in und außer dem Hause. Näheres bei Schuhmacher Walther. Täglich frische Milch zu haben bei L. Kämmerer, (2003) Seltersweg. Die Lairih'sche WaldwoU-Gichiwattc, das Del, dir Unterkleider, besonders aber daö Extract zur Selbstbereitung der so überaus heilsamen Kiefernadel-Bäder werden alle an Gicht und Rheumatismus Leidenden hierdurch wiederholt angele- Prima-Kernseife, Feinste Reisstärke, „ Waizenstärke, Seltersweg Lit. C. Nr. 195, empfiehlt sein gut assortirtes Lager in Modestoffen, Lüstres und Alpacas, Prques, Hemdenshirtings, ächtfarbigen Kattunen, schwarzen und farbigen Cachemrres, schwarzen Cachemire-Shawls, glatten und gestickten Weißwaaren, Blousen, Hauben, Kragen und Manschetten, Unterchemisetten, Krausen rc., leinenen und Papierkragen für Damen, Herren und Knaben, Hemdeneinsätzen in Bielefelder Leinen, Glac6 und Sommerhandschuhen in anerkannt feinen und guten Qualitäten. L- Kattrein. (2103) 2067) Die Fabrik künstlicher Mineralwasser und nwussirender Getränke von Julius Zeiße in Marburg empfiehlt bei beginnender Saisons Selters- und Sodawasser, Limonade gazeuse, sowie sämmtliche medicinische Heilwaffer, gewissenhaft nach den- bestehenden chemischen Analysen angefertigt. Durch meine bedeutend vergrößerte Einrichtung bin ich in den Stand gesetzt, selbst die größte Bestellung möglichst sofort zu liefern, ebenso suche ich mir sowohl durch feinste Bedienung, als auch durch die anerkannt ausgezeichnete Qualität meines Fabrikats bei billigst gestellten Preisen das Vertrauen meiner geehrten Abnehmer zu gewinnen. — Ich liefere die Wasser franco einer Station der Main-Weser-, Cöln-Gießener und der Oberhessischen Bahnen. L-s Die nächste Rr. 31 des laufenden ZA VI. Jahrganges enthält: = = Eine Eabinetsintrigue. (Forts) Hist. Roman von G. Hiltl. — Der Doppelmord. Ein Votum zur Beurtheilung der Todesstrafe. — Zur Charakteristik der merkwürdigsten Gifte. V. Nicotin. Von Dr. Dyrenfurth. — Aus der Wurzelhütte. Mit Illustration von Mathias Schmid. — Eine Bärenjagd in Norwegen. — Am Familientische : Frühlingslied. Von Emanuel Geißel. — Die Frau mit der eisernen Maske. — Mühlenpoesie. Zu dem Bilde von A. Keßler. Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E- Heinemann, I. Ricker. Feilgebotenes. 2090) Im Forstgarten (am Schiffenberg) liegen circa 600 Stück Fichten- und Klefern- Wellen zum Verkauf. Näheres bei der Direction des Forstmstrtuts. Dr. R- Heß. B 2102) Herzlichen Dank allen Den- Mjenigen, welche unsere unvergeßliche M Gattin und Mutter, Elisabeth M Klinkel, zu ihrer letzten Ruhe- Wz stätte begleitet haben. M Die trauernden Hinter- M bliebenen. g Von natürl. Friedrichshaller Bitterwasser ilt in allen Mineralwasser - Hanrtlwngen und ApolKeken „Concordia.“ 2106) Mittwoch den 4. d. Mts., Abends 9 Uhr: Abstimmung. Samstag den 7. d. Mrs., Abends Vr9 Uhr: Generalversammlung. Tagesordnung: 1) Berichterstattung. 2) Abrechnung. 3) Vorstandswahl. 4) Eintrag der neu angekauften Loose. Der Vorstand. Steinbrechen, Fahren, Setzen und Zerschlagen der Steine, veranschl. zu ..... 173 fl- — rr. Grüningen, den 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. I. A : Körner, Bezirksbauaufseher. Warnung. 2115) Da ich schon mehrmals Holzdiebe in meinem Winkel zwischen der Katz'schen und meiner Scheuer vernommen habe, so warne ich hiermit alle Ortsbürger, hauptsächlich meine Nachbarn; im widrigen Fall ich mit dem Thäter auf frischer That abrechnen werde. Mainzlar. Friedrich Koch, Wirth. 2029) Für eine kleine Familie wird ein Laufmädchen bei gutem Lohn zum sofortigen Eintritt in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. d- Bltts. ___________________________ 1957) Gründlicher Unterricht im Lateinischen, Griechischen, Französischen und Englischen, sowie in der Mathematik, wird ertheilt. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. 1964) Ein gewandter Kellner wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. 1744) In einer anständigen Familie kann ein junger Mann Kost unb Logis erhalten. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl. 2046) Guten Mittagstisch, im Abonnement zu 15 und 20 fr., empfiehlt Karl Ludwig, Asterweg. 2094) Nr. 247 hat das Sophakissen g^- wonnen. Vogel, Polizeidiener. 2076) Zwei Familienwohnungen sind an stille Familien alsbald zu vermiethen; auch ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Georg Vogt, Seltersweg. 2073) In Lit. B. Nr. 114 am Kreuz sind zwei auch drei freundliche Mansarden-Zim- Mer zu vermiethen._______________________ 1917) Im Cafe Ebel ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 1867) Ein möblirtes Zimmer, sogleich beziehbar, ist zu vermiethen bei I. A. Busch Söhne. „1869) In Lit. B. Nr. 101 in den Neuen- bäuen ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 1833) Bei Eduard Ottmann in der Schloßgasse ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.________________________-_________ 2004) Ein möblirtes Zimmer ist Lit. E- Nr. 3 auf dem Seltersberge zu vermiethen. 1765) Zwei schön möblirte Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen bei __________________Wittwe Martin. 1902) Möblirte Zimmer zu vermiethen Neuenweg B- 194.______________ 2104) Zwei möblirte Zimmer, das eine mit Cabinet, sind zu vermiethen Neustadt Lit. D- Nr. 57._____________________________ 1985) Eine Parterre-Stube mit Cabinet, nach der Sonnenseite, ist sofort zu ver- miethen im Dr. Rump fischen Nebenhause in der Maigasse. Schuhmacher-Gesuch. 2118) Zwei tüchtige Arbeiter, sowie ein Lehrjunge, gesucht von ____________Ernst Möser, Hintergasse. 2113) Die Mitglieder des Gesangvereins Concordia werden auf Samstag den Wermiethuugea. 2112) Ein schön möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Heinrich Burger, _________________________in der Neustadt. 2095) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Schwalb, ___________________vor dem Seltersthor. 2111) Ein großes Familienlogis ist zu vermiethen und den 15. Juli zu beziehen 2093) Der obere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Juli beziehbar. H. Vogt, Neuenweg. 2010) Ein Familienlogis im Hinterbau, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Kammer und Zugehör, ist zu vermiethen bei _______________H. M. Jughardt. 1870) In meinem Nebenhause sind 4 große ineinandergehende Zimmer mit Küche und Bodenraum, sofort beziehbar, zu ver- Schuhmacher-Gesuch. 2078) Ein tüchtiger Arbeiter und ein Lehrling kann eintreten bei Fr. Wilh. Löber, Schäferei. 2012) Gymnasiasten und Realschülern wird Privatunterricht zu erthei- len gesucht. Näheres zu erfahren in den Neuen-Bauen im Balser'schen Hause Nr. 83.___________________ 2107) Unserer lieben Bleeh-Clarinette zu ihrem am 5. Mai statt- findenden 21. Geburtstage zu haben 2032) Kinder - Wagen in größter Auswahl zu Fabrikpreisen, Kranken- Wagen für Erwachsene und Kruder empfiehlt Louis Senner, Sattler. Fußboden- Anstrich. Fußbodcnlack, sofort trocknend, Leinölficcatif zum Einölen, Oelfarben, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt Emil Fischbach, (2108)__________________Seltersweg. 2098) Fertige Herren - Hemden, sowie Hemden für Confirmanden (Knaben), Unterröcke und Beinkleider stets vorräthig hei Geschw. Heerz, _____________Neuenweg. 2110) Ein Sommerwagen (Breax) und eine gebrauchte Chaise mit Halbverdeck stehen zu verkaufen bei Joseph Möhl- Zur gefälligen Beachtung! 2045) Das vordere Local (seither Kneipe der Alemannia) ist wieder rum öffentlichen Wirthschaftsbetrieb eingerichtet. Karl Ludwig, am Asterweg. 2085) Rückständige Zahlungen an die Georg Eiff's Erben können noch innerhalb 14 Tagen an Louis Stohr, Buchbinder, ohne Kosten entrichtet werden. Die Erben der Georg Eiff's Eheleute. 1976) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen Wallthorstraße A- 227. 1984) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Lehrer Mayer, ____________________ Neustadt. 1970) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Gg. Malkomesius. 1971) Ein Logis für eine einzelne Dame ist bis zum 15. Juni zu vermiethen bei H. Rudolph Wittwe. 2033) 45,000 Stück Feldbrand-Backsteine sind zu verkaufen durch Karl Bend er, in Rodheim. 2034) In Gießen ist ein gut gelegenes zu Ladeneinrichtungen und jedem städtischen Geschäftsbetrieb geeignetes Haus aus freier Hand zu verkaufen. Kauflrebhaber wollen sich an HerrnHofgerichts-Advocaten Barst wenden, der die nöthige Auskunft erther- len wird. Gießen, den 25. April 1870. Vermischte Anzeigen 2089) Die Besitzer von Actien über den Gleiberger Thurm-Treppenbau werden zur General-Versammlung auf Sonntag den 8. Mai c.,- Morgens 11 Uhr, in das Hofmann'sche Etablissement zu Gleiberg mit dem Ersuchen eingeladen, ihre Actien mitzubringen. Krofdorf, den 27. April 1870. Der Vereins-Vorstand. _____________________________Colnot-___________ 2031) Lehrling gesucht von Louis Senner, Sattler. 2116) Unserem lieben Freunde, Jean Herwig, ein dreifach donnerndes Hoch zu einem heute stattfindenden 21. Wiegenfeste. ________________Seine Freunde. 2100) Gefunden ein goldener Ring. Zu erfragen im Cafä Kuhlmann. 2096) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei Gustav Rügener, _______________________Feilenhauer.______ 2079) In Lit. D. Nr. 17 (Marktplatz) wird ein braves Dienstmädchen zu soforti- gem Eintritt gegen guten Lohn gesucht. 2099) Ein kleiner Hund zugelaufen. Schwarz mit weißer Brust. Zu erfragen im Cafä Kuhlmann. auSgeM unter perföi Stn Die verehr! Ward W Spiels M un» MM eß C N @ium ter Unterzei! (@ sir» »tfS ficherungen und Als G Könige vorg tditlen, und TNÜMN v König, in pitain, uni um Croissy ehe noch S worden »i Chateaurvl schwärzt; l den schon diesen den trotz konigl des Königs jenen schwe Theil nahn Diese, Treuster tr hoher Gun Garderegin los über d sowohl, al der Herzog, die Maitress geneigtes £ sah, was A Als dc von Sehnst in seiner Ve nichtiger Th, »Mein Men, die ‘"„Mn “n toebet um 0 ersetzt zu £ ,/^ag schied ntj Ration, ff »Wei, Grafen ßro ■Epileptische Krämpfe (Fallsucht) gS§| heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie D o ct- O. Killlsch K in Berlin, Louisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. (201)MWKAW Die 2092) Cafe liuliliiiami Temperatur in Gießen, April 1870 : M kO O Es 's — 4,5» K. + 6,52 „ 4- 6,52 „ + 18,6 ,, 0,12 Par. Zoll. 1,31 „ „ Einem verehrlichen Publikum diene hiermit zur Nachricht, daß dec Unterzeichnete das bisher von Herrn Wilhelm Kuhlmann geführte Cafs seit dem 1. April übernommen hat. Dasselbe ist vollständig restaurirt und aufs Geschmackoollste hergerichtet. Das Billard ist mit neuen Bällen versehen, worauf Liebhaber dieses Spiels besonders aufmerksam gemacht werden. Für gute Speisen und Getränke ist aufs Beste gesorgt. Einem zahlreichen Zuspruch entgegensehend, zeichnet Louis Kuhlman. Ha... $h4'' «i-nbj in g, NlUlla. 9 L ng:' niederste mittlere Mittel ftüherer Jahre höchste .......... Niederschlag: an 4 Tagen . . . „ im Mittel früherer Jahre: an 11 Tagen . . NB. Der trockenste April innerhalb 20 Jahren. Sie getrost nach Valbonne und seien Sie überzeugt, Sie werden dem Grafen als ein in Ungnade gefallener Offizier meines Garderegiments ebenso willkommen sein, als wenn Ludwig XV. Sie mit einer königlichen Gnade beglückt hätte. ' Schmerzlich bewegt, seinem gütigen Gönner für dessen Theilnahme dankend, verliest Trousier den Palast des Herzogs und kehrte in seine Wohnung zurück. Sein Entlassungsgesuch aus dem königlichen Garderegiment wurde sofort genehmigt und nur weniger Tage bedurfte es, um seine Angelegenheiten in Versallles zu ordnen und die Vorkehrungen zu seiner Reise zu treffen. Die Offiziere seines Regiments aber liesten, trotz der bekannt gewordenen königlichen Ungnade, welche einen lieben, braven Kameraden getroffen, sich nicht abhalten, vor Trousier's Abreise demselben ein glänzendes Abschiedsbanquett zu geben, wobei ganz offen Verwünschungen über die wieder zur Macht gelangte Maitresse ausgesprochen wurden. . Zwei Tage später reiste Trousier, von seinem treuen Diener begleitet, in seine Heimath, um eine kleine Besitzung in der Grafschaft Artois, in welcher sein ganzes Vermögen bestand, zu verkaufen, und dann, obgleich von heißer, treuer Liebe für AimS erfüllt, vor den Vater derselben hintretcn und ihm fest entschlossen zu erklären, daß er, nachdem ihn des Königs Ungnade so hart betroffen, nun von Neuem wieder um den Besitz der Geliebten zu kämpfen entschlossen sei, und er nun jetzt als der jüngste Sohn eines altadeligen, aber verarmten Hauses, nicht um die Hand der reichen Grafentochter wer- ben könne. Ein neuer Krieg Englands mit Frankreich war im Ausbruch, und Frankreich, welches noch fast die ganzen Antillen und in Nordamerika Neu- schottland, Kanada und Louisiana besaß und in Afrika und Ostindien bedeu» tende Besitzungen zu vertheidigen hatte, bot ihm ein neues Feld für seine militärische Befähigung. Ja, er wollte seinem Vaterlande in den Kolonien dienen, nicht aber als vom König dorthin verwiesen, sondern als Freiwilliger eintreten, und dort sich ein neues Glück gründen oder den Tod suchen. Sechs Tage nach seiner Abreise starb die Herzogin von Chateauroux, und die Nachricht von dem Tode seiner Feindin, welche ihm, so nahe seinem Glücke, all' seine Hoffnungen zerstört, wurde ihm in dem kleinen Städtchen Acincourt in Artois an demselben Tage, an welchem er sein väterliches Erbe verkauft und oie Reise in die Provence antreten wollte, denn schon waren seit seiner Abreise von Versailles über fünf Wochen verflossen, und immer stürmischer verlangte sein Herz nach Aim6's Anblick, um dann für lange — vielleicht für immer wieder von ihr zu scheiden. In einer der lieblichsten Gegenden der Provence, nahe dem alten finstern Städtchen La Grasse, welches von freundlichen Blumengärten umgeben, sich am Fuße der Seealpen erhebt, lag Schloß Valbonne, mit einem prachtvollen Parke und von freundlichen WirthschaftSgebäuden umgeben, eine Besitzung Graf Croissy s, auf welche sich derselbe nach seiner Verbannung vom Hofe zurückgezogen hatte, und wo er in seiner Einsamkeit, so schnell als es die damalige Schwerfälligkeit der Postverbinvungen ermöglichen ließ, in der kürzesten Zeit durch eine Freunde in Versailles von Allem unterrichtet wurde, was den König und seine Umgebung betraf, während Aim<4, die sich hier so heiter und glücklich fühlte, als es bei der Trennung von dem geliebten Manne ihrer Wahl möglich war, mit freudigem Entzücken die Briefe zu wiederholten Malen Durchlaß, die Trousier liebeathmend während des Feldzugs ihr sendete. Aber wahrend ver Ruckkehr des Königs und seiner HauStruppen war keine Nachricht wieder nach Valbonne gelangt, und doch waren seit dieser Rückkehr schon zwei Monate verflossen; der Januar des Jahres 1845 war bald zu Ende und tm November hatte der Ka- pitain, kurz vor des Königs Einzug in Paris, zum tcWc^ I ^Uirimben I -Lue. (Forti ) M | - Ztr Toppel- - Kruribeilung da L ■T ifteriftif der wem V Nicotin- Don Dr- | i Turzelhutte- Mil | , W- - 6« än,»üw imanuel GW' ,! tVctkrncn «»■ | Me von jl I x Hiller. ng. ebrmals Holzdiebe den der Katz'schen lommen habe, so nsbürflcr, baupb im widrigen Fall midier !hat ab- ich «och, Witth. Familie wirb ein ebn zum sofortigen Näheres bei btr nerridn im Latei- ,französischen unb l^udemalik, wirb H die bxveb. b. Bl. r Mner wirb ge- bit Giptb. b. $L ’ianbifttn fymilit tw. MSib V" i t'.t b- Bl- Vaterländische Hagel - Versichcrungs - Gesellschaft in Elberfeld , (Grund-Capital: Eine Million Thaler), versichert gegen billige und feste Prämien, bei welcher nie eine Nachzahlung erfolgen kann, sämmtliche Bodenerzeugnisse, sowie Fensterscheiben und Dachziegel gegen Hagelschaden. Die Versicherung tritt am nächstfolgenden Tage, Mittags 12 Uhr, in Kraft, nachdem der Versicherungs-Antrag bei der General-Agentur Darmstadt eingegangen ist. Nachbenannte Vertreter der Gesellschaft empfehlen sich zur Vermittelung von Versicherungen und ertheilen bereitwilligst nähere Auskunft. F. Hoffmann in Gietzen, Wrttwe Feldbusch in Lich, O. Nicolaus in Steinbach, R. Borbcck in Hungen. Z i n ß e r scher Garte». 2117) Donnerstag den 5. Mai. B e i günstiger Witterung: 1. Abonnements-Concert, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. II. Inf. - Reg., unter persönlicher Leitung seines Dirigenten, Herrn ©♦ Reifert. Anfang 4 Uhr. — Entree für Nichtabonnenten » Person 12 fr. Die verehrten Abonnenten werden freundlichst ersucht, ihre Karten mitzubrmgen^^ In der Verbannung. Historisches Beit = |und Sittengemälde aus dem 18. Jahrhundert von Eduard Gottwald. (Fortsetzung.) Als Graf Croissy nach seiner Gesandtschaftsreise in Versailles sich dem Könige vorgestellt hatte, theilte der Graf auch den Räuberanfall mit, den er erlitten, und wie er seine Rettung nur der Ankunft einer Abtheilung königlicher Dragoner unter dem Befehl des KapitainS Trousier zu verdanken gehabt; der König, in dessen hoher Gunst der Graf damals stand, nahm damals Den Na- toitain, unter Belassung seines Ranges, in eines seiner Garderegimenter auf, um Croissy den Beweis zu geben, wie hoch er ihn schätze. BaU> ledoch, und ebe noch Aims auf so gewaltsame Weise im Angesicht des Hofes entfuhrt worden war, hatten Die Feinde desselben, an deren Spitze Vie Herzogin von Chateauroux stand, Den Grafen auf Die gehässigste Weise beim König ange- schwärzt; es beDurfte nur noch jenes Zornausbruchs Croissy s, Daß Ludwig s . d7n schon für Denselben bereit liegenden I^llre cke eaestel unterzeichne und durch diesen Den Grafen verbannte, Da Luvwig XV. alle Diejenigen haßte, weche, trotz königlicher Gunstbezeugungen, über Die damalige moralische Verdorbenheit des Königs unv dessen Umgebung nicht zu schweigen vermochten, unD von all jenen schwelgerischen und schamlosen Gelagen sich fern hielten, an denen Alles Tbeil nahm, was deS Königs Gunst suchte. , Dieser Haß des Königs unv ver Maitresse sollte aber auch ven Kapitam Trousier treffen, ver als ein braver Offizier allgemeine Achtung S^noß unv in hoher Gunst bet Dem Herzog von Chauline stanv, welcher Oberbefehlshaber Des GarDeregimentS war. Trousier hatte, als Aim6 verschwunven, ebenso r# ' los über Die Sittenlosigkeit Des Hofes sich ausgesprochen, und man ha tD eß sowohl, als Daß er Der begünstigte Geliebte Der entführten Grafentochter s , Der Herzogin unv vem König Durch Le Bel mitgetheilt, und als auch über ihn die Maitresse äußerte, Daß sie ihn nie wieDer sehen wolle, fand sie beim König g-n-igtt- Ohr obwohl er sonst den Offizieren seiner Gnrve so manche- nach, sah, was Anderen nicht unbestraft hingmg. . „ . ’ Als daher Trousier, nachdem der König seinen Einzug ,n Pari- gehalten, »on Sehnsucht nach Aime getrieben, sich um Urlaub meldete, um »en Grafen in seiner Verbannung zu besuchen, sagte der Herzog von Chauline, voll aus- ..... -« machen, die meinem Herzen schwer wird. Auch S,e sind er de- Hasse- dcr Herzogin von Chateauroux, welch- den König wieder von Neemumstr ck, und t-b muk -Ihnen ankündigen, daß Se, Maskstat Ihnen d,e Wahl laßt tnl- wederlim Ihren Abschied einzukommen, oder als Kapitain nach den Kolonien versetzt zu werden." r Das ist unmöglich!" rief erschrocken Trousier. "Uno hoch ist eß so," entgegnete Der Herzog ernst. „Sie muffen Jh fc danach s7viel!^r"eve§n SläSUn Weibes^geopfert worden finv, und ich selbst hoffe, daß diese Ungn s nicht von zu langer Dauer sein wird." f erfdnittert „Diese Ungnade zerstört vaS Gebäude meineß Glucks, rief t f Trousier. Ich habe nichts als mein Schwert und kann nun n ch Grafen Croissy hintreten, der in mir den künftigen Gatten feiner Tochter z ""'^Auch daran habe ich gedacht," tröstete der Herzog und übergab dem mtt Groll und Schmerz kämpfenden Kapitain ein versiegeltes Schreiben. „ I 1' P Tict" !r. nie-__-- ’jreunbc, %nn »ft -/^Likgechstr. SSV* 3“ ^mTinTe a.” Mözener, tiknbflutr. zu iote gejucht. zugelaufen. nt* 3U erfragen Nachstehend theilen wir unfern Lesern einen Auszug aus dem Rechnungsabschluß der Lebensversicherungsgesellschaft Germania pro 1869 mit, welcher für die Solidität und den guten Stand der Gesellschaft einen schlagenden Beweis liefert. — Die Pra- mieneinnahme betrug 2,664,698 fl.; die Einnahme für Zinsen 280,845 fl., für die Sterbefälle des Jahres 1869 waren zu zahlen und zu reserviren 1,005,408 fl., für Provisionen und Verwaltungskosten wurden bei einer Steigerung der Einnahme für Prämien und Zinsen, um 315,935 fl., nur 1,435 mehr als 1868 ausgegeben. — Nach Deckung aller Ausgaben und Verbindlichkeiten der Gesellschaft verbleibt der sehr beträchtliche Ueberfchuß von 191,689 fl. Aus diesem werden 18,807 fl. auf die Hauser der Gesellschaft, die Utensilien, Effecten, Organisationskosten abgeschrieben, 17,588 fl. zur Kapitalreserve zurückgestellt, 101.883 fl. zu den statutenmäßigen Tantiemen verwendet, 105,000 fl., gleich 10 % der Baareinzahlungen als Dididende an die Aktionäre vertheilt und weitere 42,411 fl. auf dem Conto für unvorhergesehene Ausgaben als Extrareserve zurückgestellt. — Die Prämienreserven sind 1869 um 1,085,275 fl. gewachsen und betragen 6,295,929 fl. Die Prämienreserven, die Kapitalreserven und die Cxtrareserven zusammen sind 1869 um 1,145,275 fl. gestiegen und erreichen den Ge- sammtbetrag von 6,461,481 fl. Die Hypotheken der Gesellschaft sind 1869 von 1,026,172 fl. auf 5,453,670 fl. gewachsen. _________________________________________ — Dem „Bund" (Bern) wird aus Berlin geschrieben: In verschiedenen Zeitungen kursirt die Nachricht, daß Zschokke's Stunden der Andacht in einer sehr wohlfeilen Ausgabe in 25 Lieferungen (ä 4 Bogen) erscheinen werden. Thatsache ist, daß allerdings eine hiesige unbekannte Firma einen Nachdruck veranstaltet und bereits die erste Lieferung herausgegeben hat. Schreiber dieses hat sich nun die Muhe genommen, diese Lieferung mit einer der drei Originalausgaben des Wertes zu vergleichen, und hat herausgerechnet, daß die Nachdruckausgabe, wenn sie sämmtliche Betrachtungen der Stunden der Andacht enthalten soll, mindestens 35 bis 40 solcher Lieferungen umfassen, also theurer werden wird, als die billigen Ausgaben des Originalverlegers. Offenbar beabsicht der Berliner Nachdrucker, das Publikum zu täuschen, und ich möchte hiemit aus voller Ueberzeugung meine Landsleute vor dem Ankäufe feiner Ausgabe warnen. 29. April. Der Ausschuß des Protestantenvereins hat von der Wartburg aus, wo er tagte, eine Ansprache „An das deutsche "protestantische Volk" erlassen, welcher wir folgende drei Posttionen entnehmen: „1) Wir pro- teftiren gegen die Dogmenherrschast und verlangen, daß die kirchliche Berechtigung nicht von Glaubens- - satzungen und Kirchengebräuchen, sondern von der christlichen Gesinnung abhängig zu machen ist. 2) Wir protcstiren gegen alle Priesterherrschaft und verlangen die Anerkennung des urchristlichen und urprotestantischen GemeindeprincipS. 3) Wir protcstiren gegen allen Staatszwang in religiösen Angelegenheiten und verlangen, daß die Selbstständigkeit der Kirche endlich zur Wahrheit werde. Wir müssen den Schwerpunkt des Cbristcnthums wieder dahin zurückverlegen, wohin Christus selbst ihn zuerst gelegt hak, nämlich in das Herz und das Gewissen der Volker. Freiheit ist das Element der christlichen Religion und aller Zwang tödtet ihren Lebensnerv. Wir verlangen, daß der Staat bei Anstellung seiner Beamten nicht frage Nach dem religiösen Bekenntniß, sondern nach der vorliegenden Leistungsfähigkeit; toir verlangen, daß der Staat die Rechtsform der Eheschließung so ordne, daß die kirchliche Einsegnung ein Act der religiösen Freiheit werde; wir verlangen, baß auch die Schule von dem Druck befreit werde, welchen der Staat im Dienste einer engherzigen Kirchlichkeit noch übt." 30. April. lieber die Action^des Ministeriums Potocki will der „Dziennik Lwowski" authentische Nachrichten erhalten haben. Hiernach batte sich die Regierung das Programm Rechbauer's über die Wahl- und Parlamentsreform in allen Theilcn zu eigen gemacht. Die Landtage sollen sofort aufgelöst und die Neuwahlen ausgeschrieben werden. Der Reichsrath hingegen soll vorderhand noch nicht aufgelöst, sondern für alle Fälle intact erhalten werden. Erst nach dem Zusammentritte der Neugewählten würde der Reichsrath aufgelöst werden. Den Landtagen soll das Projccl der Wahlresorm vorgelegt und dieselben hierauf auf- gefordert werten, den Reichstag zu beschicken, welchem die Aenderung der Constitution auf Grund einer Re- gierungsvorlage übertragen würde. Bis dahin sollen Privatconferenzen mit einzelnen Parteiführern zur Vorbereitung des Ausgleichs Dienen. Was nun diese Reform im Sinne Direkter Reichsrathöwahlen anbelangt, so sprechen sich die polnischen Blätter und heute spiciell die „Gaz. Nar." mit derselben Entschiedenheit, wie seinerzeit Grocholski Nayiens der Delegation gegen dieselbe aus. Dem Vernehmen nach sind die österreichisch-unga- rischen Bischöfe im Anschluß an eine in der neuesten Zeit an den Grafen TrauttmannStorff gerichteten Depesche enthaltene und auch der römischen Kurie nicht vor- enthaltene Aeußerung — ausdrücklich verständigt worden , daß die Regierung jedem Versuch, einen etwa vom Concil zu fassenden Beschluß, der mit den österreichischen Gesetzen nicht in Einklang zu bringen, praktisch zu machen, mit der vollen Strenge der Gesetze begegnen werde. In den jüngsten Tagen sind hier Berichte von zuverlässiger Seite eingetroffcn, welche geradezu eine neue Katastrophe in Rumänien als fast unabwendbar darstellen. Fürst Karl, noch dazu körperlich leidend, ist gänzlich isolirt, gewissermaßen aufgegeben. In der Tbat findet er auch keine Minister mehr. Die rothc oder Bratiano'sch'e Partei würbe absolut siegreich sein, wenn nicht in neuester Zeit die stets vorhanden gewesene aber schwache Partei der Anhänger des Exsürftcn Cusa auffällig erstarkt wäre. Und diesen kritischen Moment benutzt die Pforte, um dem Fürsten Karl zu notkficiren, taß sie das von ihm in Anspruch genommene Münzrecht nicht anerkenne, ein Recht, welches, wenigstens thatsächlich, bereits erkannt war. Es scheint, daß die Affaire von Marathon von brn Mächten sehr ernst genommen wird. Zwischen England und Italien, den zunächst betroffenen Mächten, wird über einen kategorischen Schritt in Athen verhandelt. Das Wiener Cabinet soll sich, wie mehrere Blätter melden, bereit erklärt haben, sich einem eventuellen Collectivschritte der Mächte anzuschließen. Auch im englischen Unterlaufe ist die Sache bereits zur Sprache gebracht worden und hat die Regierung die darauf bezüglichen Papiere auf den Tifch des Hauses niedergelegt. Die Aufregung in England ist im Steigen begriffen. Seit langer Zeit, so versichert die „Times", fei eine ähnliche Erregung nicht ba- gewescn. „DaS Massacre", bemerkt das Blatt tm Verlaufe eines Leitartikels, „wird sich als ein großes politisches Ereigniß erweisen. Die Geduld Europas ist zu Ende. Die Zeit ist gekommen, die griechische Schandwirthschaft zu beseitigen. Die drei Schutzmächte dachten nicht daran, innerhalb Europas ein Staatchen zu errichten, das sich und die Civilisation in Verruf bringen sollte. Griechenlands Zukunft muß von Staatsmännern controlirt werden, die weiser sind, als Die eigenen griechischen Regenten. Ist die griechische Regierung ohnmächtig gegen Räuber, so muß die Autorität durch eine kräftigere Hand gewahrt werden. 1854 wurde Athen durch französische und englische Streitkräfte occupirt, heute würbe eine solche Occupation nicht minder berechtigt sein. Wir haben neun Millionen Pfund Sterling für die abyssinische Expedition ausgegeben, die auf Grund einer geringeren Beleidigung unternommen wurde. Wir würden bei einer Besetzung Gchriechenlands nicht gleichen Schwierigkeiten begegnen. Drei oder vier Regimenter würben ausreichen, um binnen wenigen Monaten bie Wege Attikas so gefahrlos zu machen, wie die Landstraßen Englands." In sämmtlichen Londoner Blättern erscheint eine Art Erklärung, in welcher folgenve fünf Punkte hcrvorgehobeu werden: 1) Die Expedition nach Marathon wurde Mit Wissen und Zu- stimmung Der griechischen Regierung unter dem formellen Schutze einer Escorte und unter Der Zusicherung unternommen, daß diese Escorte selbst eine überflüssige Vorsichtsmaßregel sei. 2) Die Aufhebung der Gefangenen ereignete sich nur wenige Meilen von Der griechischen Hauptstadt, und das Lösegeld wurde alsbald bis auf den letzten Heller ohne Beimischung der griechischen Regierung zugesichert. 3) Die griechische Regierung empfing klare und bestimmte Warnung, daß Anwendung von Gewalt gegen die Banditen Die Ermordung Der Gefangenen nach sich ziehen würde, unD gab ein feierliches Versprechen, daß Die Räuber nicht belästigt werden sollten, was lttzteren auch mit» getheilt wurde. 4) Ohne sich an dieses Versprechen zu kehren, sandte Die Regierung Truppen oDer gestattete doch deren Absendung, und veranlaßte auf diese Weise mit Vorbedacht die Niedermetzelung der Gefangenen. 5) Wir wissen, daß die Amnestie eine Lebensfrage für die Banditen war und den Gefangenen das Leben gerettet haben würde. Die griechische Regierung schlug dieselbe aus anscheinend nichtigen Gründen ab. Allein angenommen selbst, daß die erhobenen Einwürfe stichhaltig gewesen wären, so ließ sich Die Sache doch immer noch erwägen. Durch den Angriff auf die Räuber vernichtete Die griechische Regierung jede Auesichi auf einen günstigen Ausgang der Verhandlungen, und unter solchen Umständen ist sie vollständig und einzig dem britischen Volke für die Thal verantwortlich. Preußen. Berlin, 27. April. Der Kriegs- und Ma- rineministrr v. Roon hat in diesen Tagen für die Marine ein Grundstück acquirirt, das 300,000 Thaler kostet. Wenn irgend ein anderes Reffort solche Ausgabe machen wollte, so wurde es vom Finanzminister teil Bescheid erhalten, baß nicht ein Groschen disponibel ist. Die Universität Königsberg wollte vor Jahren einem ihrer Docenten zu einem Aufenthalt in Italien eine Subvention auöwirfen und kam beim Cultusminifter um 800 Thlr. ein. Das Resultat war, daß er 200 Thlr. bekam. Fran kfurt, 28. April. Die Gelbsucht des kranken ManneS von Barzin scheint nach dem neuesten Bulletin der „Provtnzial- Correspondenz" in der That überaus „gulartig" gewesen zu sein. Die Halbamtliche meldet bereits seine Wiederherstellung, doch wird derselbe „bebusS weiterer Stärkung" voraussichtlich noch bis Ende der ersten Maiwvche in seinem pommer'schen Tusculum verweilen. (Franks. Journ.) (Sin 6, 26. April. Wir lesen in der „Karlsr. Ztg.": ES steht uns für diesen Sommer viel hoher Besuch bevor. Außer dem Kaiser von Rußland und dem König von Preußen sollen auch die Könige von Bayern und Württemberg, sowie der Großherzog von Hessen, freilich nur auf wenige Tage, hierher zu kommen Willens sein. Für die Prinzessin OSkar von Schweden , Herzogin von Ostgvthland, ist bereits Ouartier gemiethel. Für den Czaaren müssen die Appartements im „Hotel Darmstadt", dessen ersten Stock er bewohnen wird, am 11. Mat vollständig hergerichtet sein. Sein Gefolge (darunter Polizei und 20 Leidkosaken) wird aus etwa 80 Personen bestehen und ist zum Theil schon hier anwesend. Der Besitzer des Hüteis stellt seinem hohen Gaste sieben Equipagen. Italic«. Rom, 21. April. Wie der „Gazetta di Torinv" aus Rom geschrieben wird, begab sich der Bischof von Mainz zu dem Cardinal Antonelli, um gegen den neuen Act polizeilicher Willkür Protest zu erheben, der die Beschlagnahme der sämmtlichen Exemplare eines Werkes zum Gegenstand hat, das ein sehr gelehrter deutscher Theologe gegen das Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit geschrieben und mit der Post an die sämmtlichen Väter vom Concil versendet hatte. Als der päpstliche Slaatssecretär sich Zeit ausbat, damit er sich die Sache überlegen und Maßregeln ergreifen könne, erklärt ihm Frhr. v. Ketteler, daß, wenn man die Beschlagnahme nicht binnen 2 Tagen widerrufe, er selber nach Neapel gehen, daselbst das Werk neu drucken lassen und die Exemplare in Rom eigenhändig austheilen werde. Frankreich. Paris, 28. April. Nachrichten der „Agence HavaS" zufolge soll sich der Papst entschieden geweigert haben, die französische Note dem Concil mitzuthetlen. Privat.Correspondenzen melden auS Rom vom 27. d., daß die Mehrzahl der französischen Bischöfe die Priester ihrer Diöcese ermächtigt haben sollen, sich an der Abstimmung über daS Ple- biScit zu beteiligen und diese Betheiltgung denselben sogar an empfohlen haben. , Paris, 29. April. Die Erzbischöfe von Chambeiy und Cambray und andere Würdenträger der Kirche fordern die ihnen untergebene Diöcesangeistlichkeit auf, bei der Abstimmung über das PlebiScit mit „Ja" zu stimmen und irregeleitete Gewissen auszuklären (eclairer conscienses ögarees). Griechenland. Athen, 28. April. Der Commandant der Garnison von Corfu, BolgariS, ist zum Kriegsminister ernannt.^ Der hiesige Platzcommandant SoutzoS, Bruder deS zurückgetretenen Kriegsministers, erhielt auf fein Nachsuchen Urlaub, Rumänien. Bucharest, 26. April. BedauernSwerthe Erceffe find am letzten Montage in der Stadt Tekutsch gegen die Juden begangen worden. Häuser wurden geplündert und die Synagoge entweiht. Wie man versichert, waren die Unruhen von Fremden angestiftet. Da die Unruhen sich wiederholt Haden, so find gestern Truppen nach Tekutsch abgefanbt worden. Der „Agence HavaS" wird auS Bucharest unter'm 28. d. telegraphisch gemeldet: Die Unordnungen in Tekusch find beendigt. Mehr als 40 Ruhestörer wurden verhaftet. Soweit bis jetzt hat festgestellt werden können, find alle Verhafte Ausländer. Bucharest, 26. April. Ein neues Ministerium hat nicht gebildet werden können. GerücktSweise verlautet, daß auch Go- leSco den Versuch, ein neues Kabinet zu bilden, aufgegeben habe und nun Epureana mit der KabinetSbildung betraut fei. Türkei. Konstantinopel, 29. April. Bei dem Bk: suche, welchen der Sultan der hohen Pforte zur Entgegennahme des Berichtes über die Arbeiten des EtaatSratheS im verflossenen Jahre abfiattete, hielt derselbe eine Rede, in welcher die Verdienste der Beamten anerkannt werden und gesagt wird, daß die Fortschritte der Regierung niemals augenscheinlicher gewesen seien und die Beziehungen zu den Mächten sich immer freundlicher gestalten, wie die Besuche der Souveraine und Fürsten bewiesen. Die Rede lenkt sodann die Aufmerksamkeit der Regierung auf die Errichtung der Eisenbahnen, den Straßen- nnd Hafenbau, die landwiithschaftlichen Banken die Ackerbau- schulen, die Musterwirtschaften und die Reformen in dec Organisation der Marine und der Armee. Amerika. New-Vor k, 28. April. Nachrichten aus Richmond zufolge beträgt die Zahl die Zahl der durch den Einsturz der Decke im Sitzungssaal der gesetzgebenden Versammlung getödteten Personen 59. Vermischtes. / Gießen. Wie groß der Aberglaube noch im Volke wurzelt, davon legt auch unser benachbarter Ort Wieseck Zeugniß ab. Ein Knabe von dort bekam Krämpfe und weiß in viesem Zustande genau Tag und Stunde anzugeben, wann dieselben wiederkehren. Zu allem Ueberfluß gibt er an, daß, so lange eine Person, welche er genau beschreibt, sich im Zimmer befindet, seine Krämpfe andauern. Es haben nun einige alte Weiber nichts Eiligeres zu thun, als die Meinung zu verbreiten, daß der Junge verhext sei und zwar von derselben Person, welche er in feinem Delirium fo genau beschreibt. Ein in Wieseck sich aufhaltender Schreinergeselle will nun den Jungen fuhren und hat herausgebracht, daß diese Persönlichkeit, welche den Jungen verhext haben soll, kein anderer fei, als der Ortsbürger Balthasar Weller. Er gibt sogar weiter an, daß er sich im Walde mit diesem Manne herumgeprügelt habe und daß er ein Mal unter dem Arme trage; gewiß daS günstigste Zeichen, um einen der Hexerei zu beschuldigen? ! Der fragliche Schreinergeselle treibt sogar feine Herenkuren fo weil, daß er in daS benachbarte Lollar gerufen worden fein soll, um dort ein Paar verhexte Kühe zu furiren. — Wäre es unter fo beroanbten Umständen nicht am Platze, daß von Seiten der Behörden solchem x Unfuge gesteuert wird, zumal der intelligente Theil der Bewohner von Wieseck solches Treiben mit Abscheu ansieht. Frankfurt. Vor dem Friedberger Thor wurde ein Lahmer von einem Scklossermeister gründlich geheilt. Der anscheinend gebrechliche Mann bettelte unter dem Vorgeben, sein rechter Arm sei lahm; bei dieser Gelegenheit ging er auch an den dcS Wegs daher kommenden Schlossermeister an, bei welchem er des Tags vorher in der Behausung war und focht. Dieser erkannte den Vogel sofort wieder und gab ihm einige so derbe Ohrfeigen, daß der Bettler seine Krankheit vergessend, sich zur Wehr setzen wollte; einige weitere Hiebe belehrten ihn jedoch, daß er seinen Mann gefunden und sprang davon. Leider war kein Schutzmann in der Nähe, welcher die Verfolgung hätte fortsetzen können. / Heidelberg, 27. April. Daß hie und da noch Heren- verfolgungen vorkommen, ist leider nichts Ungewöhnliches; auch hier sah sich dieser Tage eine vor der Stadt wohnende Frauensperson genöthigt, Schutz zu suchen vor den wiederholten öffentlichen Anschuldigungen von zwei jungen Frauen, welche behaupten, daß ihre Kinder von derselben behext seien (!) (Siehe den Artikel unter Gießen.) — Die „Ostfr. Ztg." erzählt folgendes Curiofum: „In Rhederfeld (Hannover) wurden dem Arbeiter Kampling in vergangener Woche Zwillinge geboren, nach der Angabe der Hebamme ein Knabe und ein Mädchen. Die beiden Kinder wurven dem kath. Ritus gemäß unter Zuziehung der betreffenden Tauf« pathen mit dem Namen Wilhelm und Margaretha getauft. Zu ihrem großen Schrecken entdeckte aber am dritten Tage die Hebamme, daß beide Kinder Mädchen waren, so daß nachträglich der vermeintliche Knabe in eine „Wilhelmine" hat umgetauft werden muffen. (Franks. Journ.) P e st h. Hiesige Blätter bringen folgende launige Geschickte: Vorige Wocke kam ein sehr einfach gekleideter Herr mit grünen Augengläsern auf den Gang des Postgebäudes und bat den dort ff eh en den Postbeamten B. in deutscher Sprache ihm zu sagen, wo daS Posterpedit sei. „Dort unten !" war die brüske Antwort des Beamten, der mit der Feder hinter dem Ohr weiter in's Blaue guckle. Der Herr ging hinab, sah sich um und fragte nochmals nach dem Expedit. „Dort oben!" sagte ein anderer j mißlauuiger Herr und der Fremde wanderte wieder hinauf und | fragte den dort befindlichen Herrn, warum er ihn hinabgeschickt ! habe, wenn daS Expedit hier oben fei. „Ach, schwätzen Sie ' nicht, was weiß ick?" war die höfliche Autwort. Der Fremde sah den Beamten erstaunt an und machte ihn aufmerksam, daß man mit Fremden doch anders umgehen sollte. „Aber wer sind Sie denn, daß Sie mir Vorlesungen über den Anstand halten? Wissen Sie, mit wem Sie sprechen?" „Ich habe nicht die Ehre" erwiederte der Fremde mit den grünen Augengläsern. „Also erfahren Sie nun, daß ick der erste Postbeamte B. bin, verstehen Sie?" sagte stolz dcr Beamte. „Cs freut mich Sie kennen zu lernen, denn ich bin der Handelsminister Stephan ©Drove. Untertäniger Diener." Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.