IUI lb. 'ch itx nt> ri» bit bat rb. Ihr bt: 90 trn •int vtt M, mit ium ibtn iihr itan iinc tete )ftn nan ?bm ium In. acht ’otfe >im vun- llm- iftn. ibra, iests (bju; Ab. löht, man itnl, inbufl Klebe iMItn aartn -iL sTmääs H mit Brtngerlohn. Durch die ■ ■ -W 1 ■ f 17 ■ ■ 17 ■ / M I I 1 I I I I I I stags ,«"d SamstaaS. - ™d,°-.n^-.-Ph'Uch || H| 1||| M| ||I^|« et^ir» ^"ikit,rs ' '..................r- .......r~~n Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. l Nr. IS. Soiiucrflng dm 3. Kdmar 1870. r Amtliche Bekanntmachungen. Gießen, am 31. Januar 1870. Das G r o b h c r ) o g > i ch r K r e i s a in t G i r tz k n i an j ' die (5ro|jl)fqoglid)rn Bürgermristerrien des Kreises. Zur Besprechung dienstlicher Angelegenheiten laden mir Sie auf I || Montag den 7. Februar, Vormittags 10 Ubr, aut das Rathhaus ju G»epen ein. Bei der Wichtigkeit der zu verhandelnden Fragen erwarten wir pünktliches Erscheinen. Sollte Einer oder der Andere von Ihnen verhindert sein, so wollen Sie den Beigeordneten beauftragen, Sie zu vertreten. ______________Dr. Goldman n. ______________________________ ff Gießen, am 1. Februar 1870. ff Dctrtffcnd: Die Erhebung der Feldstrafen von der VI. Periode 1869 bei Grobherzoglichem Ncntamte Gießen. । I 1 Bflö G r o ß h e r) o g t i ch e Rentamt Gießen an v sammtliche Großherzogliche Bürgermeistereien des Nentamtsbezirks Giesten. I Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Bezahlung der Feldstrafen von der \ । VI. Periode 1869 bis zum 15. d. Mts. zu geschehen hat, widrigenfalls Mahnung erfolgt. L y n ck e r. 1300 1 - ir 14 FeilfteboteneÄ zogen Stangen 60 5 Eichen- Qualität 1 r Wellen Stecken 3906 280 19 27 29 47 1740 910 49 Obbornhofen. L e s ch h o r n. Wellen Stecken WeÜen 3‘/4 4'/r 200 9'/. 29V< 50^4 1546 10'/. 11 1200 4 Buchen- „ 231 Nadel-Stämme 450) Die zum Abbruch des ehemals Buchhändler Ferber'schen Hauses nöthigen Die Zusammenkunft ist am Lumpenmanns- brunncn. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juni 1870 gestattet. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dteg in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 24. Januar 1870. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Versteigerungen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Zimmerarbeit, Maurerarbeit, n" s^t' ldllchi'ii 30 Eichen-Werkholz-Stecken; Donnerstag den 10. Februar: 250 Stecken Buchen-, Eicken- und Weick- Holz-Prügel, 160 Stecken desgl. Werkholz, 12500 desgl. Weichholz-Wcllen. Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am alten Häusergericht. Lich, den 31. Januar 1870. Grobherzogliche Bürgermeisterei Lich. Helm. 447) Mittwoch den 9. Februar l. I-, Vormittags 10 Uhr, wird dahier die Lieferung von 80 Stecken Buchen Scheidholz 1. Classe, in Ausgeboten von je 5 Stecken öffentlich versteigert. Marienschloß, den 31. Januar 1870. Grobherzogliche Landeszuchthaus-Directton. Scrtba. orhrr rod-' dar. fontt imilit sitzen, nbtrtr Bor- i alle schon [ rin- npsm- tintl Bad, l Se- tunbtn Co: n ben $ßdb, „Wir Furcht bah tt t Slnt- nn dir inbfk° »tritt tnttab it btt ftstcm otld)tl Dtr it ß>° m bit ,d) bal btt btt haiito 'tigtnb, _ bk lußitv, Ztllttt „ Stockholz, „ Reisholz, Eichen-Scheidholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Nadel - Prügelholz „ Stockholz, u. fl Holzvclstciqerunq. 434) Mittwoch den 9. Februar d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll im Obbornhoser Gemeindcwalde nachstehendes Holz versteigert werden, als: Stecken Buchen- u. Eichcn-Schetdholz, „ „ „ „ Prügelholz, । Hti,' Jl. »»ch if tint® lfln dtt nb -ui n bit- lt. D- it nütz' dtn 38 Eichen-Stangcn, 60 „ „ 13 Fichten- „ 71 „ „ Ferner sollen Dienstag den 8. Februar daselbst versteigert werden: 21 Stecken Buchen-, 64 Stecken Eichen-, 7*/4 Stecken Nadel-, 3 Stecken Birken- und 2* 3 Stecken Erlen-Scketdholz, 23Vz Stecken Buchen-, 203 * Stecken Eichen- und 3 Stecken Nadel-Prügclholz, 11 Stecken Bucken-, 40 Stecken Etchen- und 22 Va Stecken Nadel-Stockholz, Wellen Buchen-, 925 Wellen Eichen- und 950 Wellen Nadel-Reisholz. I Ssttinen-Kochs'ilt in schönster, weißer und grobkörniger s Frische Gemüse: Neuer Blumenkohl und Zkopflattig stet« oorräthig bei I. A. Busch Söhne. Oeffeutliche Aufforderung. 431) Die zum Universalerben des am 20. December 1869 dahier verstorbenen Großherzoglichen Professors Ur. Leopold Schmid eingesetzte Kreis-Schmid-Stiftung zu Scheer im Königreich Würtemberg hat die Erbschaft unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Es werden deshalb alle Diejenigen, welche Ansprüche an den Nachlaß zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche bei unterzeichnetem Gerichte binnen sechzig Tagen anzumelden, widrigenfalls dieselben bei Ordnung des Nachlasses nicht berücksichtigt werden. Zugleich wird der unbekannt wo sich aufhaltende Bruder des Verstorbenen Eduard Schmid hiermit aufgefordcrt, binnen gleicher Frist etwaige Einwendungen gegen die Nechtsgiltigkeit des von dem Verstorbenen hinterlassenen Testaments, in welchem ihm, jedoch erst nach dem Ableben seines älteren Bruders Franz Benedikt Schmid, eine lebenslängliche Rente von hundert Gulden ausgeworfen ist, dahier vorzubringen, widrigenfalls dasselbe vollstreckt werde. Gießen, den 26. Januar 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen- Muhl, Oppermann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor- 88 Fichtcn-Stämme von 6 bis 20 Zoll Durchmesser und bis zu 100 Fuß Länge, 4302 Eubikfutz enthaltend, 4 Birken-Stämme, 55 Cubikf. enthaltend, empfiehlt 1 Sack u 100 Psd. j» fl. 4. 54 fr., a 200 „ „ „ 9- 40 „ incl. Sack, Holz-Verkauf. 433) Aus dem Holzhof zu Laubach kann, oweit der Vorrath reicht, Buchcn-L>cheid- holz neuer Fällung zum Preise von G fl. pr. Stecken gegen gleich baare Zahlung bezogen, bei Abnahme von 10 Stecken und mehr gegen Sicherung der Zahlung durch annehmbare Bürgscheine Zahlungsfrist bis 1. Juni l. I. ertheilt werden. Laubach, den 28. Januar 1870. Die Verwaltung deS Gräflichen Holzversteisterunq. 432) Im Licher Stadtwalde, District Großhäuserberg, kommen den 9. und 10. Februar d. I. folgende Holzsortimente zur Versteigerung. Mittwoch den 9. Februar: 95 Fichten-Bau- und Werkholz-Stämme von 15 bis 40 Zoll Durchmesser und 10 bis 50 Fuß Länge, 18 Fichten- und Linden-Stämme, 320 Eichen- und Buchen-Langwiede, ________ „ Reisholz, 194 Eichen-Stämme mit 6494 Eubikfutz, 109 Besondere Bekanntmachungen. 455) Mit Genehmigung Großh. KretSamtS ist der Preis deS SandcS auS der Grube im Gießener Stadtwalv, wie folgt, bestimmt worden, nämlich r für einen Wagen mit 1 Pferd oder 2 Kühen bespannt auf 18 fr-, ,, „ „ M 2 Ochsen bespannt auf.....24 „ „ „ „ „ 2 Sterben „ „ .....30 „ Zubern wir diesen neuen Tarif zur öffentlichen Kcnntniß bringen, bemerken wir, daß derselbe vom IS. dtcfeS Monats an in ^Wirksamkeit tritt. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 2. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Der jedesmalige Anfang ist Morgens 10 Uhr in der sog. Tiefenbach an der Staatsstraße. Staufenberg, den 1. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. Vogel. Ot-ffnitlid;? Bekanntmachung. 421) Nachdem über das Vermögen des Ackermanns, Johannes Wagner H. von Leidenhofen der förmliche Concurs erkannt worden ist, werden sämmtliche Gläubiger desselben hierdurch öffentlich aufgefordert, ihre Anspiüche unter Vorlegung der Beweisstücke im Termin den 17. März d. I., Morgens 10 Uhr, C Z-, gegenüber dem inmittelst bestellt werdenden Contradictor, beim Rechtsnach- theil der Ausschließung an der Masse anzumelden und zu begründen. Marburg, am 25. Januar 1870- Königliches Amtsgericht Abtheilung HI. Spangenberg. vt. Rumpf. Holzversteiqenniff. 448) Montag den 7. Februar sollen in dem Stausciiberger Gcmeiildewalde, Di stricteii Lahnkopf und Mühlivald, nachvcr zeichnete Holzsortimente meistbietend ver steigert werden, als: 29 Eichcil Bauftännne von 6 bis 34 Zoll Durchmesser und bis zu 35 Fuß Länge, 2178 Eubikfutz enthaltend, „ „ h „ Stockholz, Wellen „ Reisholz, ,, Eichen- „ Eichen - Baustämme von 7 bis 22‘/8 RoU Durchmesser und 25 bis 65 Futz Länge, 3936 Cubtkfuß enthaltend. Obbornhofen, am 31. Januar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei 3 Flachs empfiehlt I G- D- Bapst- Chr. WallenselS. Für ziirückgcflebme leere Säcke wer. ben 13 rcsp. 20 ft. vergütet.__________ 126) Ein Hausen guter Mist , ist zu verkaufen im Darmstädter HauS. sollen Dienstag den 8. Februar d. I., Vormittags 9 Uhr, im Rathhause öffentlich vergeben werden. Gießen, den 2. Februar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt- Arbeiten, als: Dachdeckerarbeit, veranschlagt zu 14 fl., 36 412) Montag den 7. Februar 1870, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, District Fanlerboden, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 7'/r Stecken Buchen-Scheidholz, „ Prügelholz, Vermischte Anzeigen CQ Dor Täuschung durch nachgeahmte Etiquetts wird gewarnt! CM 5* rr 3*' am Harz Wer sein gesucht von Ehr. Wallenfels. x. S- Turnverein. Generalversammlung im Darmstädter Haus Freitag den 4. Februar 1870, präcis 9 Uhr. Tagesordnung: 1) Vorlage des Budgets für 1870 2) Berichterstattung über den Vermögensstand des Vereins; 3) Beschlußfassung über projectirte Ab- lassung von zwei Turnabenden. Der Vorstand. nicht getäuscht will, achte auf diese Unterschrift. 460) Für eine Studenten-Kneipc wird ein Zapfjnnge zu sofortigem Eintritt gesucht. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. Kein Fabrikat der Neuzeit hat in so kurzem Zeitraum einen so großen Erfolg aufzuweisen, wie das Brustbonbons, Arabische Gummi-Kugeln, bereitet von W Stuppel in Alpirsbach. Trotz der in großer Anzahl aufgetauchten Nachahmungen behaupten diese Fabrikate ihren guten Ruf und erobern sich von Tag zu Tag mehr und mehr die Gnnst tn Jedes Packet deS ächten Gesundheits- Kaffee's hat neben stehende Unterschrift r bei I. Wallach. „ «b. C. Bingmann. „ Ernst Krause. des Publikums. Dieses Brustbonbon ist zu haben: in Gießen „ Lich „ Alsfeld „ Büdingen 408) Von einem Studenten wird Nachhulfe in den Gymnasialfächern zu er- theilen gesucht. Näheres zu erfahren Wettergasse Lit. D- Nr. 25. 456) In Lit. A. Nr. 6, Marktplatz, wird gegen hohen Lohn ein Laufmädchen gesucht. H. C. Rullmann. ^Friedberg „ Z. A. Windecker. An Orten, wo sich noch keine Niederlagen befinden, werden solche errichtet durch das Generaldepüt von I (9 Schröder. Darmstadt. Briefe franco. (121) 441) Ein kleine? moblirtes Zimmer ist zu vermiethen Neuenweg Lit. B- Nr. 194. 418) Eine Familienwohnung, bestehend aus 3 Zimmern und den sonst^ nöthigen Räumen, ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1) Ein Familienlogis ist zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 370) Ein Zimmer mit Cabinet, sowie ein kleines Zimmer, sind an einzelne Herren ru vermiethen. Auch kann auf Verlangen die Kost dazu gegeben werden. Friedrich Heß, Löber's Hof, Neustadt. ein kleines, bald beziehbares Familienlogis. Näheres bei Schneider H. Frech. (429) 443) Ein gewandtes anständiges Mädchen findet bei gutem Lohn sogleich oder auf Ostern angenehme Stellung. Nähere Auskunft ertheilt Dienstmann Heil.______ 425) Ein ordentlicher Hausknecht wird auf der Ausstellung in Amsterdam. Unser Gesundheits-Kaffee, — - nach chemischer Untersuchung frei von Cichorien, Eicheln und sonstigen schad- § § lichen Stoffen, ist wohlschmeckend wie indischer Kaffee, jedoch vier Mal billiger o als dieser, und bekommt auch Denen vorzüglich, die an Blutandrang, Augen- s ** Io Übeln, Magen- und Unterleibsbeschwerden leiden. Unser (und kein anderer) n c Gesundheits-Kaffee wird bekanntlich von dem Herrn Sanitätsrath Dr. Lutze und vielen andern ärztlichen Autoritäten empfohlen. -- Wo nicht unzweifelhaft unser ächter Gejundheits-Kaffee zu haben, be- ~ liebe man solchen direct bei uns zu bestellen. Krause «fc Co. in Nordhausen 454) Dec Ausverkauf der Tuch- und Mvdewaarenhandlung von Moritz Heichelheim, Seltersweg C. 185, dauert bis Freitag den 4. Februar, Abends, und wird noch besonders aufmerksam gemacht auf einen Posten Sommer- und Winter-Bnrkins, schwarze Tuche, schwarze Lyoner Seidenzeuge für Kleider, 6/4 schwere HauS- macher Leinen, per Stück von 54 Ellen, 18 fl., G'/z Viertel und i2/4 Crsas- und Bielefelder Leinen !C. Alle vorräthigen Damen-Wintermäntel werden 25 pCt. unter Preis verkauft. _____________________________________________________ Liebig s Fleisch extraet, ächtes, von Fray Bentos, Loestund's Präparate, Liebig's concentr. reines Malzextract, Condensirte Milch (Schweiz), ' empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. (451) 449) Der Unterzeichnete, welche über 17 Jahre in England in den ersten Geschäften thätig war und der englischen Sprache vollkommen mächtig ist, wünscht in einem deutschen Geschäfte als englischer Corre- spondent Anstellung zu finden. — Derselbe würde auch nöthigenfalls in eine Fabrik als Aufseher eintreten, da er sich in englischen Fabriken große Kenntnisse gesammelt hat. Auch würde derselbe Unterricht in der englischen Sprache ertheilen und garantirt für sicheren Erfolg. Schriftliche Offerten wolle man direct an denselben richten. Ludwig Weller, Allendorf an der Lumda. 451) Ein erfahrenes, zuverlässiges und braves Kindermädchen, welches auch die häusliche Arbeit versteht, wird bis zum 25. März zu miethen gesucht bei Adolph Noll, in der neuen Anlage. Avis für Küfer, Bierbrauer etr. 457) Einem tüchtigen Manne, der über 5000 fl. verfügen kann, ist Gelegenheit geboten , ein sehr rentables Geschäft nebst Inventar und Kundschaft in Frankfurt a. M. ru übernehmen. Näheres durch das Büreau von Carl Trauner, Frankfurt a. M., Kaiserhofstraße 7. 446) Ein Paar Kinder-Pelzhandschuhe sind am 31. Januar gefunden worden und können dieselben bei Briefträger Todt gegen Vergütung der Jnseratgebühren in Empfang genommen werden.__ 340) Ein im Kochen erfahrenes Mädchen wird für eine auswärtige kleine Familie auf Ostern zu miethen gesucht. Auskunft ertheilt die Exped. d. Bl. 452) Zwei solide, gewandte Schriftsetzer, Nichtverbandsmitglieder, finden Condition in der C. F. Winter'schen Buchdruckerei in Darmstadt, — bei guten Leistungen auf Dauer. Reflectanten werden gebeten, über ihre bisherige Thätigkeit gleichzeitig Mittheilung zu machen._______________________________ 84) Ein Mädchen vom Lande wird zu alsbaldigem Eintritt in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 445) Eine große Partie Steinkohlen- Schlacken kann jeder Zeit unentgeldlich bei uns abgefahren werden. ____________Gailische Wollenspinnerei. 355) Zwei brave Mädchen, die mit allen häuslichen Arbeiten vertraut sind, werden : bis zum 25. März in Dienst gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 349) Frankfurt a. M. Nothnsgel'jche Fabrik und Handlung. Reichhaltige Auswahl in Tapeten, Bordüren, Goldleisten und Fensterrouleaux. 439) Den Herren Baumeistern und Bauherren empfehle ich Km- Ornamente von gebrannter Steingutmasse; Muster hiervon, sowie auch von Firmenbnchstaben in derselben Masse, liegen zur gefälligen Ansicht bereit. Karl Fuhr, Kirchenplatz. 437) Frische Säumen- und Leinkuchen, Kornklcie, Waizen-Schaalen und Futtermehl stets vorräthig bei I. M. Schulhof, am Rathhaus. 360) Reufchateler und Rahmkäse in Stanniol empfehlen I. A. Busch Söhne. 442) In unserer Fabrik wird Putz- und Zinnlauge, der Zuber voll zu 3 fr., abgegeben ; Seife wird jedoch daselbst nicht en detail verkauft. Gebrüder Kaufmann _______________________(Seifenfabrik.)_______ 1(42) Fertige Bauhölzer in allen Dimensionen, geflößt und ungcflößt, geschnitten oder beschlagen, nr. Cu- vikfuß 21 kr., empfiehlt S. Katzen stein, _________________Holzhandlung. s Seefische: Frische Cabliauen, Schollen u. Schellfische, lebende Seekrcbse, in regelmäßigen Sendungen, empfehlen ______________I. A. Busch Söbne. 438) Ein großer, noch sehr guter Kochofen ist billig zu verkaufen bei Philipp Mootz, Katharinengasse. 419) Wegen Aufgabe der Oeconomie bin ich Willens, meinen Wagen nebst Zubehör zu verkaufen. Conrad Ferber. Rath und Hilfe für Alle, die sich geschwächt haben, bietet in vollkommen reeller Weise das Buch: Dr. Rrtau'g ScllMewahrung mit 27 pathol.-anatom. Abbildungen. Dasselbe ist bereits in ,:w 72. Auflage «9Q erschienen und hat, lt. allen Regierungen vorgelegten Denkschrift, in 4 Jahren über 15,000 Personen ihre Gesundheit verschafft. Verlag von G. Poe- nicke'S Schulbuchhandlung in Leipzig uno dort, sowie in jeder Buchhandlung für 1 fl. 45 kr. zu bekommen. (78) 417) Wegzugshalber bin ich Willens, meinen am Leihgesterner Weg gelegenen Garten nebst Hofraithe zu verkaufen. Georg Ferber. Vermiethungen. 435) Ein Familienlogis, bestehend aus 4 aneinanderstoßenden und 3 Mansarden- Zimmern, ist bis zum 1. April, oder auch früher, zu vermiethen. _______________ L. Busch Wittwe. 436) Ein Laden, mit oder ohne Logis, ist zu vermiethen. Näheres bei Conditor Robert Sattler, Seltersweg. 440) Eine Familienwohnung von 6 Zimmern nebst Zugehör ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei L. Bersch. 99) Ein Logis von 3 Zimmern, wovon zwei nach dem Kirchenplatz, Küche und Zubehör ist sogleich zu vermiethen. W. Ferber, Buchhändler, Kirchenplatz B. 6. 389) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Gg- Jugha rdt Wittwe, Marktplatz. 459) Alle Gartenfreunde laden wir zu der am Freitag den 4. Februar, Abends 6 Uhr, im Cafe Hlosler stattfindenden monatlichen Versammlung des Mitteldeutschen Gsrtenbsuvereius höflichst ein. Tagesordnung: Vortrag über Cultur des Weinstocks uud der Obstbäume. Beantwortung der in das Gartenfach einschlagenden vorgelegten Fragen. Der Vorstand der Section für Obstbau. Carl Deines. 459) Das Getreide- und Landesproducten - Geschäft von M. Rosenthal befindet sich im Hause der Frau Keil in der Neustadt. Mehl-Verkauf en detail. Epileptische Krämpfe (Fallsucht) MM heilt brieflich der Spectalarrt für Epilepsie D oct O. Killiscli in Berlin, Mittelstraße 6- — Bereits über Hundert geheilt. (201)MMDD 325) Für die Vaterländische Feuer - Versicherungs - Actien- Gelelllchsst sti Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billigen und festen Prämien. »F- Hoffmann. _________________________________________Firma: Carl Hoffmann. Telegraphischer Schisfsbericht, mitgetbeilt von Chr. Wallenfels Jun. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „Baltimore", welches am 12. Januar von Bremen abgegangen war, ist am 31. Januar, 8 Uhr Morgens, wohlbehalten in New-Jork angekommen. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „Deutschland", welches am 15. Januar von Bremen abgcgangen war, ist am 29. Januar, 10 Uhr Morgens, wohlbehalten in New-Jork angekommen.______________________________________________________ Telegraphischer Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dietz. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „Deutschland" , welches an/'15. Januar von Bremen abgegangen war, ist am 29. Januar, 10 Uhr Morgens, wohlbehalten in New-Jork angekommen._____________________________________________ Temperatur in Gießen, Januar 1870 : niederste................— 12,0° R. mittlere.................— 0,58 „ Mittel früherer Jahre............— 0,84 „ höchste.................4- 9,5 „ Niederschlag: an 14 Tagen.......... 1,34 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre: an 17 Tagen . . 1,71 „ „ Der ,3d Atrr unv ' 61a Hier kon Sie Z Sie eine ihn tief i Hai wie tztlä ,Ä Sie es: Da 3 MS Sie Sohnes hen, Sie ich nenne Nur A' Her Aus aus der ,34 (• ich Ihne gen in , eine Ahi thüre be am TP Ihnen I D 'öffnende ,/i Sie au ,9i datz die Bille d S Herr ■£ D lungswi tanken, Di Er De 6I< wich nie S- wegt ih er nicht die Sii Di Abendga Sii Hei fluf feine jungen? Jec Alt , »3i N dich 3ta M eisij s D. De " Mai ^nge bQ Als „W Wm mi veunnifi gesucht > ich Meige, Er Die Geheimnisse einer jungen Mamsell. ihn wie Sie der nommen, um Ihren Aufenthalt vor Ihrer unglücklichen Familie zu verbergen, des Ihr Sohn war vor Er zitterte bei dem Ge- Sie aus den Briefen erfahren, lesen Sie, wenn der Sohn sei- ins tirn* nsgefahr p mit nitro das (Fortsetzung folgt.) seine Bewegung. Marktplatz, lujnröbdien hier mir kein iten wirb lern zu er- lhren Wetli 01) Sie der, mein Brod zu verdienen, und Aber die Mutter, die Schwe- sind, leben in einer Noth, die diese Noth ist so groß, daß tmg der in Obstbau. tn-Ge- )Mse der Abendgaste nach oben folgten. Sie traten in sein Zimmer ein. Herr Hantelmann hatte seinem Diener befohlen, der unten vor der Thüre auf seinen Herrn gewartet hatte, die Thüre offen zu lassen und Clara und dem jungen Manne ungehindert Zutritt zu ihm zu verstatten. Jean hatte verwundert den Kopf geschüttelt, aber dem Befehle gehorsamt. Als Herr Hantelmann die Verbündeten vor sich sah, sagte er zu Jean: „Ich erlaube Ihnen, eine halbe Stunde spazieren zu gehen. Ich wünsche diesem Herrn und Mamsell Clara allein zu sein." Jean schüttelte den Kopf noch stärker als vorher: „Es müssen sich unten wunderbare Dinge begeben haben," dachte er, trieb. Ja, mein Herr, r, istraße 7. °ndschuhc rden und 'dt gegen Empfang und meinen armen Schwestern, Ihren Kindern, gehre ich Nichts von Ihnen. Ich habe gelernt, will auf Ihre Hülfe keinen Anspruch machen. unverständlich blieben. Wohl aber hatten Beide die, wenn auch schwache Erschütterung in seinem Gonbition chdruckerri Stiftungen über ihre ittheilung so zweifle ich nicht, daß Sie mein Vater sind. Hier mein Geburtsschein, Ihr und meiner Mutter Trauschein und endlich hier die Briefe, die sie von Dresden aus schrieb. Ueberzeugen Sie sich, mein Herr, daß ich (Fortsetzung.) Abendgast richtete sich stolz empor und erwiederte: heiße nicht Sander, sondern Hantelmann. Wer sind Sie, mein was wollen Sie? Ich kenne Sie nicht, wie Sie mich nicht kennen." >kH Miib- >e kleine *5 tilge; 'tb. b. Bl. Der .Ich ntt§. mkohlen- lentgMch pinnerei. : mit allen b, werben chr. Wo? es wagen, zu behaupten —" Das kühne Mädchen fiel schnell ein: „Ich behaupte nur, was ich beweisen kann, mein Herr. Sie sind nicht, was Sie scheinen. Es thut mir leid, daß ich es Ihnen in Gegenwart Ihres Sohnes sagen muß; aber hier zwingen mich die Verhältnisse, Ihnen zu gestehen, Sie sind kein blühender Mann in den besten Jahren, Herr Sander — ich nenne Sie bei Ihrem wahren Namen — Sie sind beinahe schon ein Greis. Nur Ihrem gewandten Kammerdiener verdanken Sie die Metamorphose." Herr Hantelmann wurde blaß unter der Schminke. Auf seinen Stuhl zurücksinkend, murmelte er zwischen den Zähnen: „Der Schurke hat mich verrathen!" Clara horte Viesen leisen Wuthausbruch nicht, aber sie errieth den Inhalt Betrüger bin." Er breitete die Papiere vor Hantelmann auf dem Tische aus. Wie sehr das Herz dieses eiteln Mannes auch im frivolen Treiben Weltlebens sich nach und nach verhärtet hatte, der Pulsschlug des Gewissens erwachte plötzlich bei ihm, als er einen Blick auf die Schriftzüge seiner so schmählich von ihm verlassenen Gattin warf. Diese Bewegung, die ihn ergriff, zuckte auch in seinem Antlitze. Seine Brauen zogen sich dicht zusammen und sein Kops neigte sich der Brust zu. Sein Mund murmelte einige Worte, die aber Clara und seinem Sohne selbst zu legen. Die Dazwi- auS der verzerrten Geberde dieses Mannes. „Lassen Sie Ihren Zorn nicht an MoSje Jean aus," sagte Sie rasch. ,3$ schwöre Ihnen, daß er unschuldig ist. Offen, wie ich immer bin, sage ich Ihnen, daß ich den armen Menschen überlistet habe. Ich bin diesen Mor- gen in Ihrem Entreezimmer gewesen, ohne daß Jean von meinem Dortsein eine Ahnung hatte. Ich habe Sie durch die verschobene Gardine der Glas- thure belauscht, als Sie den Morgenkaffee tranken. Es war ein Greis, der am Tische saß und den Mocca schlürfte. Warum ich das Alles that, mag Ihnen dieser junge Mann, der sich Ihren Sohn nennt, erklären." Der junge Sander wollte sprechen. Aber der Abcndgast, nach der sich öffnenden Thüre blickend, rief schnell im Flüstertöne: „Um Gottes willen, schweigen Sie! Es kommen Leute!" erlauben Sie, mein Herr," versetzte Sander ebenfalls leise, „daß ich Sie auf Ihr Zimmer begleite." „Natürlich bin ich auch dabei," warf Clara rasch ein. „Wollen Sie nicht, daß die Sache hier vor den Leuten zum Eclat komme, so willigen Sie in die Bitte des jungen Mannes." Sie deutete dabei auf ein paar eintretende Gäste, denen der vermeintliche entfernend." Sein Herr schloß hinter ihm die Thüre zu. Dann setzte Herr Hantelmann sich auf das Sopha. Dem jungen Manne und Clara wies er ein paar Stühle an. „Setzen wir uns, da uns Ihr Herr Papa so höflich dazu einladet, sagte Mädchen zu Sander. „Ich vermuthe, diese Unterredung wird ziemlich Herr und was wollen Sie? Ich kenne 'eu nicht, wle öie mich niQi rennen. Clara, die in der Nähe stand und lauschte, hatte diese Worte gehört. Hier konnte nur eine rasche That entscheiden. Sie trat auf Beide zu und rief: Aber ich kenne Sie, mein Herr. Sie tragen einen falschen Namen, wie eine von der Natur geborgte Jugend tragen. Ihr wahrer Name ist San- so heißt auch dieser junge Mann, und Sie sind sein Vater!" Clara's Worte, der feste Ton, mit dem sie sprach, ihr blitzendes Auge, das tief zu durchdringen schien, frappirte den Abendgast. Hatte er vorher rasch und stolz gesprochen, so war ihm plötzlich die Zunge über -nheit fle: Haft n Frank- Brief wieder auf den Tisch. „Nein, nicht ich," murmelte er dumpf. „Lesen Sie mir den Brief vor. Wenn ich auch nicht zugestehe, Ihr Vater zu sein, so bin ich doch geneigt, für Ihre unglückliche Mutter Etwas zu thun. Lesen Sie." Sander erfaßte rasch das Papier. Er wollte lesen. Aber seine Augen füllten sich plötzlich so mit Thränen, daß ein Schleier darüber lag. Er vermochte kaum einen Buchstaben zu erkennen. Die immer bereite Helferin war aber rasch bei der Hand. „Geben Sie mir den Brief," sagte sie zu Sander. „Ich will ihn diesem Herrn vorlesen." Sander reichte ihr mit zitternder Hand das Papier. „Hier, gute Clara." Das junge Mädchen las laut und mit bewegter Stimme die ganze Schil- derung des Elends, welche Sanber's Mutter in diesen Brief niedergelegt hatte. Aber sie ließ es nicht bei dem ersten Briefe bewenden. Sie ergriff rasch einen zweiten und dann einen dritten, deren Inhalt dem ersten ähnlich war. Sie war einmal im Zuge und Herr Hantelmann sollte Alles hören, was Bezug auf das Unglück seiner Familie hatte. Als Clara den letzten Brief beendet batte, blickte sie nach dem Abendgaste. Er hatte sich mit geschloffenen Augen in das Sopha zurückgelehnt und die Arme gekreuzt. „Nun, mein Herr?" fragte das Mädchen. „Nun, mein Vater, werden Sie sich Ihrer unglücklichen Familie erbarmen?" rief der junge Mann, „oder soll ich knieend vor Ihnen um Hülfe für Ihre Gattin und Kinder betteln?" Ein kurzes Schweigen entstand. Augenblicklich ging in dem schlechten Gatten und lieblosen Vater ein Kampf zwischen dem bösen und guten Prinzip vor. Das letztere, die Stimme des Gewissens, sollte den Sieg erhalten. Hantelmann erhob langsam den Kopf. Seine Blicke ruhten lange auf dem jungen Mann. Ein merkliches Wohlgefallen an dem Jünglinge spiegelte sich in seinen Mienen. Sein Herz drängte ihn dazu, ihm die Hand zu reichen und ihn an seine Brust zu ziehen. Aber es war eine dritte Person zugegen. Die Schaam, vor dieser seine Vaterschaft zu Sander cinzugcstehen, dämpfte gelähmt. .Wie — was unterstehen sie sich, Mamsell?" stammelte er. „Wle können Herr Hantelmann nicht unbekannt war. Der Mann, der die Jugend heuchelte, hatte bei Clara's energischer Hand- Name Hantelmann, den Sie auch in Paris führten, wie meiner armen Mutter von einem Ihrer Bekannten geschrieben wurde, nur von Ihnen ange- Das kluge Mädchen besann sich nicht lange. Sie dachte an die Summe, welche Adolph Stiller an den Bankhalter zahlen sollte. „Ich bin nicht eigennützig, mein Herr," versetzte sie ruhig. „Für mich begehre ich nichts. Wohl aber für Andere, die mir theuer sind. Sie haben dem Sohne dieses Hauses eine große Summe im Spiele abgewonnen. Sie haben auch einen Schein von ihm erpreßt, daß er Ihnen in acht Tagen die Summe bezahlen soll. Der junge Mann ist nun nicht im Stande, das Geld jetzt aus eigenen Mitteln anzuschuffen; und seinen Eltern zu gestehen, daß er gespielt hat, würde den braven Leuten einen harten Stoß in's Herz versetzen. Geben Sie den Schein zurück, und nehmen Sie von dem jungen Stiller einen andern dafür, der ihm gestatiet, die Schuld innerhalb eines Jahres abzutragen. Das ist die erste Bedingung, unter der ich über Ihr Alter zu schweigen verspreche. Die zweite ist, daß Sie diesen jungen Mann, der Sie so traurig an- sieht, als Ihren Sohn anerkennen." Sie wies auf Sander, der mit bewegtem Blicke den Abendgast anstarrte. Herr Hantelmann- warf spöttisch die Lippe aus: „Dieser Mensch mein Sohn, womit will er das beweisen?" Sander griff in die Brusttasche und zog mehrere Papiere heraus. Er entfaltete sie und sagte: „Ich habe die Beweise hier. Ist Ihr wahrer Name wirklich Sander und lungsweise plötzlich seine frühere Keckheit verloren, danken, sich hier vor diesen Gästen völlig entlarvt zu sehen. entsetzliche Verbrechen zu begehen, Hand an sich . „ schenkunst dieses wackeren Mädchens allein hat das Verbrechen verhütet. Ob ich Ursache zu diesem Schritte hatte, mögen die vor Ihnen liegen. Lesen Sie, mein Herr, nen Vater nicht für ein Ungeheuer halten soll! Er nahm einen Brief vom Tische und drückte denselben Hantelmann in die Hand. ' Dieser Mann, der sein Gewissen immer heftiger pochen fühlte, legte den Innern bemerkt. Dieser Moment durfte nicht ungenützt verstreichen. Der junge Sander erhob sich vom Stuhle und trat dicht auf ihn zu. „Mein Herr, sagte er mit erregtem Tone, „wenn Sie der sind, für den wir Sie halten müssen, so beschwöre lch Sie, Mitleid mit meiner guten Mutter zu haben. Für mich selbst be- Diese Gefahr mußte abgewandt werden. Er bedachte sich nur einen Augenblick. Dann sagte er leise: „Es ist gut. Ich gehe nach oben. Sie mögen mir Beide folgen." Er nahm seinen Hut und schritt aus der Thüre. Clara warf ihrem Schützling einen triumphirenden Blick zu: „Wir werden siegen," flüsterte sie. „O, die Ahnung meines Herzens hat mich nicht getäuscht." Sander seufzte: „Noch hat er nicht eingestanden, daß er mein Vater ist." — „Aber er wird es. Die Furcht wird ihn dazu bewegen, vielleicht bewegt ihn aber auch Ihre nähere Bekanntschaft. Mein Gott, jeder Vater, wenn er nicht ein Ungeheuer ist, muß sich ja freuen, einen so wackern jungen Mann, Wie Sie sind, in die Arme zu schließen." Dies kurze Gespräch wurde zwischen Beiden geführt, wahrend sie dem 4) Januar iÄÄO in 15. hlb-h-li" I" lange dauern." Als Beide Herrn Hantelmann gegenüber Platz genommen, sagte dieser: „Wie mir jetzt klar ist, so habt Ihr Beide ein nichtswürdiges Complott gegen mich angesponnen. Sie, Mamsell, haben auf unwürdige Weise das Ge- heimniß, bas ich bezüglich meines Alters bis jetzt bewahrt habe, zu erfahren gesucht. Wahrscheinlich in der Absicht, mich vor der Welt lächerlich zu machen, wenn ich Ihnen nicht mit einer großen Summe den Mund stopfe. Also heraus damit, schließen wir den Handel. Wie viel verlangen Sie, wenn Sie das verschweigen, was Sie ausspionirt haben?" Er hatte sich bei diesen Worten an Clara gewandt, einen Dolchstich auf sie richtend. stern, denen Sie heilige Verpflichtungen schuldig sich mit Worten nicht beschreiben läßt. £), , .. sie mich, da ich den Unglücklichen nicht helfen konnte, zur Verzweiflung ~ ' zwei Tagen im Begriff, das t d milienlogis. f). (429) igti Mö- igltid) ober 1%. Mhne )til.______ knecht wirb lensels. Politische Rundschau. 1. Februar. Die dem Grafen Bismarck näherstehende „Berlin. Revue" bringt in ihrem letzten Hefte unter der Ueberschrist „Cavolleristlsche Studie" mehrere Aufsätze, welche auf die geringen Leistungen der preußischen Kavallerie im Jahre 1866 Hinweisen, wo die Mainarmee die ihr gegenüberstehcnden Truppen fast ausschließlich mit Infanterie besiegte. Es wird daher, gestützt auf die Thatsache, daß die Spitzkugeln der Zündnadelgewehre jeoen Panzer durchdringen, das Eingehen der Cuirassier - Regimenter verlangt, deren Mannschaften und Pferde an einer anderen Stelle besser verwerthet werden könnten. Derselbe Artikel befürwortet die Errichtung von acht stehenden Lagern und das Eingehen ter meisten Festungen, so daß nur Spandau, Posen, Erfurt, Colberg und Ehrenbreitstein fortbesteben sollen. Für die Gegend zwischen Saar und Mosel wird ein verschanztes Lager gefordert, welches für 2—300,000 Mann ausreichenden Raum bittet. Große Städte, wie z. B. Königsberg, Danzig, Stettin, Magdeburg und Köln würden mit großen Opfern den Fall ihrer Wälle erkaufen. Dadurch ständen dann sofort viele Bauflächen, Exercierplätze, nicht mehr brauchbare Mrlitärgebäude dem Milttärfiscus als werthvolle Wr- kaufsobjecte zur Verfügung. Verschanzte Lager aber seien an solchen Orten anzulegen, wo der Werth der Grundstücke noch ein sehr unbedeutender ist. Die „Allg. Ztg." veröffentlicht eine von hervorragenden Mitgliedern der Universität und anderen angesehenen Männern Breslau'S an den StiftSprobst Dr. Döllinger gerichtete Zustimmungsadresse zu dessen Erklärung gegen die InfallibilitätSpetition. Das Pariser „officielle Journal" bringt ein Circular des Justizministers an die Generalprocuratoren über die Anwendung des Gesetzes über die Presse. Die Generalprocuratoren dürfen keine nichtauthentischen Berichte über die Kammerverbandlungen zu- lass.n, noch auch Veröffentlichungen über die Bera- thung'N im Staatsrathe. In dem der Polemik gewidmeten Theile der Journale soll unterschieden werden zwischen Artikeln, welche der Ausdruck von individuellen Theorieen und Doktrinen sind oder welche Kritiken der Handlungen des Ministeriums enthalten und solchen, welche wirklichen Acten gleichkommen. Der Minister will, daß die Procuratoren sich um die ersteren nicht bekümmern sollen, wie verwerflich sie auch scheinen mögen, aber die anderen dürfen sie nicht dulden. In erster Linie unter den Art.keln, welche zu verfolgen sind, stehen diejenigen, welche Beleidigungen gegen den Kaiser, Apo- logieen für Verbrechen oder Vergehen oder direkte Aufforderungen zum Ungehorsam gegen die Gesetze, zur Begehung von Verbrechen oder Vergehen enthalten und besonders auch diejenigen, welche beabsichtigen, die Militäipersonen von ihren Pflichten und dem Gehorsam gegen ihre Oberen abwendig zu machen. Das Circular befiehlt, dieselben Regeln in Bezug auf die öffentlichen Versammlungen anzuwenden. Bis zur Publikation des neuen Gesetzes über die Presse sollen die Generalprocuratoren das bestehende Gesetz anwenden, wenn es nöthig ist. Das Circular schließt: „Ich bin sicher, daß Sie uns mit Eifer behülflich sein werten bei der schwierigen Aufgabe, welche wir übernommen haben; Sie werden dabei ermuthigt werden durch das Bewußtsein Ihrer Verantwortlichkeit, aber auch durch den Gedanken, daß kein Ruhm dem gleichkommt, an ter Befestigung einer freien Regierung mitzuardeiten." Das „Parlament" veröffentlicht ein Petersburger Telegramm, wonach die Conc.ntrirung türkischer Truppen an der montenegrinischen Grenze zu Besprechungen der Großmächte ernsten Anlaß geboten haben soll. Der Alexandriner Berichterstatter des „Gaulois" verbürgt, daß ter Wcekönig von Egypten trotz aller officiösen Beschwichtigungsphrasen ein ArmeecorpS von 40,000 Mann zusammenziehe. 2. Februar. Die Angelegenheit des Prinzen Peter Bonaparte soll am 15. März vor ten hohen Gerichtshof kommen, ter sich definitiv in Bourges versammelt. Die Zahl der Zeugen, welche bis jetzt verhört wurden, beträgt 50, darunter auch d