lot njri8'- b«6 litt ilt 5SÖ "Killet. j D°r "terloo. »ll Bethlc- Holkon. — " Der te Ballernd betrach; ° s zu rhE ulgegensehen fr. Nm freunb: ol)N. ck, des Ar- Ms Wet, Lohn, alt 21 126. Mi. achftm Woche mann. nde. e. in Grämlich, fischen Eism- rs zu Hirsch- sheim, Peter t; unb ^ar- i vastorbencn zu Friedberg, hter. lke, daedier, imeisters, 5°; in berprtuB- r Eohn: und •5 und Schm- M- eheliche M zu Mbl- Rudrer bei der Johann Wer- geboten dm helicher * ilr 3unl* . iraff zu Zeil- Ls ß'li#* ?^l3.6 ?3* l Gießener Anzeiger Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleibeen Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Itmtsötalt für den Kreis Kichen. Nr. 90. Dienstag den 2. Anglist 1870. WMtLiche BekKNntmetzck»Wssgen. Nr. 29 des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 22. Juli 1870, enthält: (Nr. 536.) Gesetz, betr. den außerordentlichen Geldbedarf der Militär- und Marineverwaltung. Vom 21. Juli 1870. (Nr. 537.) Gesetz, betr- die zu Gunsten der Militärpersonen eintretende Einstellung des Civilprozetz - Verfahrens. Vom 21. Juli 1870 (Nr. 538.) Gesetz, betr. die Wirksamkeit der 88- 17 und 20 des Gesetzes über die Erwerbung und den Verlust der Bundes- und Staatsangehörigkeit vom 1. Juni 1870 (Bundesgesetzblatz S- 355.) Vom 21. Juli 1870. (Nr. 539.) Gesetz, betr. eine zusätzliche Bestimmung zum ersten Satz des Art- 24 der Verfassung des Norddeutschen Bundes. Vom 21. Juli 1870. Die besondere Beilage zu Nr. 29 des Bundes-Gesetzblattes enthält: Bekanntmachung, betr. die vom 1. Januar 1872 ab innerhalb des Norddeutschen Bundes unzulässigen ältere« Gewichte. Vom 23. Februar 1870. Nachträge zur Aichordnung für den Norddeutschen Bund vom 16. Juli 1869 (besondere Beilage zu Nr. 32 des Bundes-Gesetzblattes) und zur Aichgebührentaxe für den Norddeutschen Bund vom 12. December 1869 (besondere Beilage zu Nr. 40 des Bundes-Gesetzblattes für 1869.) Vom 30. Juni 1870. Nr. 30 des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 23. Juli 1870, enthält: (Nr. 540.) G esetz, betr. die Gründung öffentlicher Darlehnskassen und die Ausgaben von Darlehnskassenscheinen. Vom 21. Juli 1870. Nr. 31 des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 23. Juni 1870, enthält: (Nr. 541.) Verordnung, betr. die Erklärung des Kriegszustandes in den Bezirken des achten, eilften, zehnten, neunten, zweiten und ersten Armeecorps. Vom 21. Juli 1870. Gießen, den 29. Juli 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Goldmann. Gießen, am 26. Juli 1870. betreffend: Die Wahlen zum Reichstag des Norddeutschen Bundes. Das G r o h h e r r o g l i ch e K r e i s a m l G i c h k » an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Allendorf a. d. Lda., Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Dorf-Gill, Garbenteich, Hausen, Heuchelheim, Lollar, Mainzlar, Nieder-Bessingen, Oppenrod, Steinbach, Trohe,'Watzenborn u. Wieseck. Wir erinnern Sie an Erledigung des im Anzeigeblatt abgedruckten Ausschreibens vom 1. Juli 1870 binnen 8 Tagen. Dr. G o l d m a n n. Gießen, am 30. Juli 1870 Betreffend: Die Erhebung der Feldstrafen bei Großh. Rentamte Gießen von der III. Periode 1870. Das Großherzogliche Rentamt Gießen an sämmtliche Großherzoglichen Bürgermeistereien des RentamtsbeprKs. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die rubricirten Feldstrafen bis 15. k. M. zu bezahlen sind, widrigenfalls Mahnung erfolgt. L y n ck e r. Besondere Bekanntmachungen. 3514) Mit Bezugnahme auf das in Nr. 29 des Bundes-Gesetzblattes abgedruckte Gesetz vom 21. Juli 1870 bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß auf die 5procentige Anleihe des Norddeutschen Bundes vom Jahre 1870 Mittwoch den 3. und Donnerstag den 4. August d. I., von 8 Uhr Vormittags bis 7 Uhr Abends, bei Großherzoglicher Ober-Einnehmerei Gießen subscribirt werden kann. Der Bundeskanzler hat den Subscriptionspreis der 5procentigen Bundesanleihe auf 88 Procent festgesetzt. Gießen, den 1. August 1870. Großherzogliche Ober-Einnehmerei Gießen. S ch u st e r. 3499) Im Firmen - Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: (Moses Katz Wittwe, Johannette, geborne Simon, zu Lang-Göns, betreibt daselbst unter der Firma: „Mosetz Katz Wittwe" seit November 1869 eine Handlung mit Kattun und Baumwollenwaaren. Gießen, den 27. Juli 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter. Oeffentliche Aufforderung. 3498) Die Gläubiger des minderjährigen vormaligen Posteleven. Johannes Seibert von Semd, werden zum Zweck einer gütlichen Verständigung auf Dienstag den 16. August L I., Vormittags 9 Uhr, hierher mit dem Anfügen vorgeladen, daß sie in diesem Termine ihre Forderungen arnzuzeigen und zu begründen haben, als sie sonst bei Regulirung der Vermögens- £ Verhältnisse des Johannes Seibert nicht berücksichtigt würden. Die nicht in Selbstperson erscheinenden oder nicht durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger werden den Beschlüssen der Mehrheit der Erscheinenden als beitretend erachtet. Groß-Umstadt, den 24. Juli 1870. Großherzogliches Landgericht Groß-Umstadt. Eckst orm, Rinck, Landrichter. Landger.-Assessor. Berftsigerurrgen. Die Vergebung von Schreinerar- beiten bei der Stadt Gießen. 3466) Mittwoch den 3. August d. I., Morgens 9 Uhr, werden auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstfordernden vergeben , als: die Anfertigung von 10 Subsellien, veranschlagt zu . . 96 fl. — fr. die Fertigung eines Tisches von Eichenholz, veranschlagt zu 5 „ 30 „ die Fertigung einer Deckplatte von Doppeldielen, veranschl. Gießen, den 28. Juli 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Vergebung von Bauarbeit. 3503) Nachstehende, zur Erbauung von 4 Lazarethbaracken nöthigen Arbeiten sollen in 4 getrennten Loosen im Soumissionswege vergebenwerden und sind schriftliche Offerten bis zum 3. d. Mts., Mittags 12 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen, wo die Pläne und näheren Bedingungen zur Einsicht aufliegen. Jedes Loos enthält: An Maurerarbeit: die Aufführung von circa 2Eub.-Klftr. Fundamentmauer aus hartgebrannten Backsteinen einschl. Materiallieferung, das Ausmauern von circa 60 Quadratklafter Riegelwänden mit Backstein, ebenfalls mit Materiallieferung. An Zimmerarbeit: Bearbeitung und Aufschlagen von circa 800 laufenden Klftrn. Holz ohne Materiallieferung. An Schrcinerarbeit: Fertigen und Legen von 33 Quadrat- Klftrn. Fußboden. Verschalen von circa 50 Ouaorat-Klftrn. Dachfläche mit Materiallieferung. Anfertigung von 9 Thü- ren und 10 Fensterfutter. Gießen, den 1. August 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. IeilgeboteRes. 1 Weinfässer, jum Einmachen von Gurken, Bohnen rc. geeignet, verkauft Carl Ludwig, am Asterweg. 3507) Gothaer (Servelatwurst empfehlen I. A. Busch Söhne. 3509) 15 Malter sehr gutes Korn, sowie 6 Fuder Kornstroh, sind zu verkaufen. Das Nähere bei Bahnmeister Krämer in Groß - Buscck oder Bahnmeister P a t h e in Lich. I Tafelsalz stets vorräthig bei Julius Wallach. 35 Der Vorstand. bil- C. Pietsch I. ist geschloffen. nicht e 12 kr. s. Nachweisen. des 61 Rechn 2 47 gar nii schäften riellen gehaltei geben, i M helft A, Verba Leretni bibet Bestim 8er Dänen vor te dürste franzö! reits j Jnsek mals Frankt vollste Aschen genven daß m die fra Beiß 1 wenn ’ 3500) Thor ist Haus zu theilt I- Ehre ii veetheid er zu ' Pflicht den ul 35 Kochen constati eine rel Unferne erhalten G 1 20. Jul Cichori dem N lich w 3' Mgst I M' als s Beri vorer Vermischte Anzeige». 3502) Auf der Straße beim Hangelstein wurde vor 14 Tagen ein Theil von einem neuen Ofen, sowie ein Kuchenblech, gefunden und an Großh. Bürgermeisterei Daubnn- gen abgeliefert, woselbst diese Gegnstande gegen Entrichtung der Jnsertioiwgebuhren in Empfang genommen werden können. 3474) Ein Bäckergeselle, welcher am Oien bestehen kann, wird gegen hohen Lohn gesucht. L. Kämmerer. 3473) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche rc. und sonstigen Bequemlichkeiten , ist zu vermietben bei Georg Möhl, Reichensand. Vor dem Neuenweger ein schön eingerichtetes vermiethen. Näheres er- E. Eichenberg, in den Neuenbäucn. 3512) Ein braun-seidenes Sonnenschirm- chen ist von Fuhrmann Schleuning gefunden worden und kann solches bei demselben gegen Entrichtung der Einrückungsgebühren in Empfang genommen werden. 166 56 12 44 Mediernrfches. Von allen bisher versuchten Heilmitteln bei Brust- und Lungen-Krankhetten hat sich nur ein Einziges einen enormen Rus als Antiphthisicum erworben, und gerade dieses Mittel ist in Deutschland vom größeren Publikum kaum dem Namen nach gekannt- Es ist dies die Steppenmilch (Kumys), ein von den Völkern der rrststschen und asiatischen Steppen aus Milch bereitetes Getränk von angenehm säuerlichem Geschmack, welches seit alten Zeiten als Volks-Heilmittel in Zehrkrankheilen angewendet wird. — Alle 93eiludie, diese Steppenmilch auch bei uns einzuführen, scheiterten stets an der Schwicngkeit des Transports, bis endlich in Berlin ein Institut gegründet wurde, welches nach dem Urtheile von Autoritäten der Chemie, ein dem russischen Kumys vollkommen identisches Präparat liefert, das bereits von Berliner Aerzten mit gutem Erfolge ordinirt, und nachdrücklich empfohlen worden ist. — . Der Vertrieb der Steppenmilch erfolgt durch das General-Depüt von Liebigs Steppenmilch (Kumys) Berlin, Teltowerstraße 55c, welches dieselbe bereits nach allen Gegenden versendet. — Mfsverem für Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde. 3228) Die Scheuer im Zinßer'schen Garten ist zu vermiethen. Ich mache besonders ein verehrtes Publikum auf eine ganz lige Leinwand als Ersatz für die durch Charpie und Verbandstucke in Anspruch genommene alte Leinwand ausmerksam. Der Stand befindet sich, wie immer, auf dem Markc. Adolf Hensel aus Sachsen. Dbfl-, Gemüse- und Blumen-Ausflellung in Gießen. 3501) Wir setzen hiermit die Betheiligten in Kenntniß, daß, der eingetre- tenen Krieqsereignisse halber, die diesjährige Ausstellung nickt stattfindet. Die Ausstellung^-Commrssron. fl. 21 kr. „ 48 „ „ 24 „ „ 52 „ s Bäcker-Gesellen werden mit einem Wochenlobn von 3 bis 6 fl-, nebst freier Station, sofort gesucht. Frankfurt a. M Meldebüreau: Graubengasse 16. tilicrlli'fflldjc Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. 3516) Die August-Sitzung des Vereins fällt der ernsten Zeit. Ertrag des Vortrags des Herrn Prof Oncken .... in der Gemeinde Treis a. d. Lda. gesammelt .... „ „ Beuern gesammelt........ " „ „ Annerod gesammelt....... durch Vermittelung des Landwehr-Bezirks-Commando dahier von Li e b m a nn H e ß zu Babenhausen, Kr. Schotten aus der nock) nicht abgeschlossenen Sammlung in Gießen . 2579 3149) Ein geräumiacö Familicn- logiS ist zu vermiethen Lit. B. 9tr. 81 zusammen . . . 2862 fl. 12 fr. Aus Allendorf a. d. Lda. wurden uns wöchentliche Geldbeiträge in Aussicht gestellt. , ,, 2) an Materialiens Aus Treis a. d. Lda.: 120 Hemden, eine große Partie Betttücher, Strümpfe, Leinwand re., Charpie; . _ aus Beuern : 55 Hemden und eine große Partie Charpie, Binden, Compressen rc.; aus Annerod: 42 Hemden, 13 Betttücher, eine Partie Binden, Compressen, Charpie re.; aus Rödgen: eine große Partie Hemden, Leinwand, Binden, Charpie re. aus Allendorf a. d. Lda : 36 Hemden, 12 Betttücher, eine sehr große Partie Binden, Compressen, leinene Lappen, Charpie re. Die Hemden, Betttücher re. waren zum großen Theil noch sehr gut, was wir besonders rühmend erwähnen müssen; bezüglich des Verbandzeugs wiederholen wir die Bitte, dasselbe ganz vorschriftsmäßig herzurichten, damit nicht das Material und die Arbeit nutzlos verwendet wird. , r Die aus hiesiger Stadt an uns obgelieferten Naturalien, Hemden, Unterhosen, Strümpfe, Leinwand, Binden, Comvressen, Charpie, können wir nicht aufzählen, wir können nur danken für die aus fast allen Häusern und Familien gespendeten Gaben, welche unter thätigster Mitwirkung der Frauen und Jungfrauen geordnet, verarbeitet und zugerichtet werden. Wir müssen aber bitten, im Geben und Arbeiten nicht nach zu lassen, da unser Vorrath für die in den hiesigen L aza reth en zu erwartendenKranken und Verwundeten bei Leitern nicht ausreicht- Von der Bierbrauerei Georg Heß & Comp. wurden uns für die Lazarethe vierhundert Gentner Eis und zweitausend Flaschen Lagerbier zur Verfügung gestellt, und die Lampenfabrik von Fr. H ab en ich t hat stch zur unentgeldlichen leihweisen Ueberlassung der Lampen, welche zur Beleuchtung der von der Stadt Gießen errichtet werdenden Barackenlazarethe nöthig sind, erboten. Möchten diese dankenswerthen Vorgänge bei den Geschäftsleuten hiesiger Stadt häufige Nachahmung finden. Gießen, den 31. Juli 1870. Namens des Vorstandes: Dr. Goldmann. 8 Borsdorfer Aepfeiwein 01 Den Verkauf dieses von mir mit größter Sorgfalt gepflegten Obstweins übergab ich den Herren I. A Busch Söhne in Gießen. Derselbe ist von ausgezeichneter Güte und dem Traubenwein geringerer Qualität vorzuziehen. Der Verkaufspreis ist per Schoppen 4 fr., in Gebinden billiger. A. Joutz, zum Hessischen Hof, in Butzbach. brauch mit L in P dänist Dekali Monr 3467) Bei dem Actuariat Großherzoglichen Landgerichts Gießen ist die Stelle eines gewandten Scribenten zu besetzen. Bewerber haben ihre Zeugnisse dem Unterzeichneten vorzulegen. Gießen, am 28. Juli 1870. Vorngesser, Landgerichts-Actuar. 3506) In Folge unseres Aufrufs ist bis jetzt bei uns eingegangen: 1) an Geld: Marki-Anzeige. 3515) Einem geehrten Publikum in Gießen und Umgegend zur Nachricht, daß ich den bevorstehende» Markt wieder mit einer großen Auswahl aller Arten Bettzeuge und Leinwand beziehen und des Kriegs wegen sehr billig verkaufen werde. Leinwand, per Elle 3 */2 Sgr. Hausmacher-Leinen, 6/4 breit, 4i/2—5 Sgr. Bettzeug, «/» breit, ächtfarbig, 3y2-4 Sgr. Bettzeug, in ganz schwer Leinen, 5 Sgr. und noch viele schöne Artikel. Geschäfts - Empfehlung. 3461) Einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich mich als Schuhmacher dah er etablirt habe- Durch dauerhafte und geschmackvolle Arbeit werde ich das mir geschenkt werdende Vertrauen stets zu erhalten suchen, und sehe ich gefälligen Aufträgen entgegen. Gießm, den 27. Juli 1870. August Kramer, wohnhaft bet Herrn Rothenberger am Lmdenplatz. ° Karten vom Kriegsschauplatz ” 12 kr 18 kr, 21 kr., 27 kr., 30 kr., 36 kr., 42 kr. und mehr in grosser Auswahl vorräthig’in der Ferber’schen Univ.-Buchhandlung in Giessen. 2948) Schwemmstein (ober Kalksand auch Tuffstein g-n-mnN, °°n 28V-, 19V iinb 8 cm oder 10 43/i und 3" rhld. (mit Bicker Wallerfalk unter 60—70,000 Psd. 5le verb Au fl. (Lithographie mit Farbendruck) enthaltend : Belgien, Luxemburgj, Baiern, Frankreich, Rheinpreussen, Baden, Württemberg, Schweiz mit auf den Rand der Karte gedruckten speciellen kriegsstatistischen 1# -»X Weitere Kriegsschauplätze werden stets auf dem Fusse den 3505) Soeben traf ein und ist zu haben in der F erb er sehen Univ.-Buchhandlung in Giessen : Kriegs-Schauplatz 1870. Mr. i. ereigniffe wegen aus. Gießen, den 30. Juli 1870. 3521) Die Wirtschaft auf dem Truppenbewegungen folgen. Grosse Kriegs-Uebersichts-Karte 1870. 30 kr. s. Karte in 1 Blatt, Litographie mit 7 fach em Kolorit auf’s allergenaueste ausgeführt bis auf die Gegenwart mit Terrain und sämmllichen Eisenbahnen etc., enthaltend : Deutschland, Frankreich, England, Holland. Dänemark, Belgien, Luxemburg, Italien Oesterreich, Schweiz, die Nord- und Ostsee und das adnatische Meer. Die Karte ist doppelt so gross, als die vom Kriegsschauplatz Nr. 1 und eignet sich ganz vorzüglich für Zeitungsleser; sie reicht von Kopenhagen bis Genua, Triest; von 1 ans bis Berlin und Dresden, $£$=* mit auf den Rand der Karte gedruckten speciellen kriegsstatistischen Nachweisen über ___ -—• Land-, Heer- und Kriegs-Marine. --- 3354) Mein neu erbautes Haus nebst Garten auf dem Seltersberg am Riegel- pfad, seither von Herrn Jnspector Rieß bewohnt, ist vom 15. Octobec an ander- weit zu vermiethen. W- Kilbinger. 3412) Eine freundliche Familienmohnung ist zu vermiethen bei Gärtner Schaum, vor dem Selterstbor- Wohnungs - Gesuch. 3441) Durch die eingetrctenen Verhältnisse sehe ich mich veranlaßt, schon so bald als möglich mein Geschäft von Ems wieder hierher zurückzuverlegen und suche zu diesem Zwecke ein Local (Parterre) oder im 1. Stock, möglichst in der Hauptstraße gelegen. Gefällige Adressen bitte ich im Geschäfte meines Bruders, Carl Fuhr an der Schloßgasse, oder bei meinem Vater in der Sonnenstraße abgeben zu wollen. Wilhelmine Fuhr, Modcs. Zur Beachtung. 3520) Die von Katz S» Steinberger" in einer Separat - Beilage zum letzten Gießener Anzeiger abgegebene Erwiederung rührt nicht von mir her. sondern von dem hiesigen Fruchthändler Aron Katz.David Katz, Viehhändler. Msr mieth iuigefö. 3478) Das seither von Herrn Metzger Löwenstein bewohnte Logis nebst Laden ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. __________Ludwig Magel. 3510) Das seither von Herrn Georg Schmidtborn bewohnte Logis ist ander- weit zu vermiethen.________Dr. Felsi n g- 3496) Der mittlere Stock meines Hauses nebst Mansarden, eine recht gemüthliche Familienwohnung, ist zu vermiethen und zum Theil schon im September beziehbar. G- Rügener, Feilenhauermetster. 3463) Das von Herrn Privatdocent Dr. Braun bewohnte Logis, bestehens in einer möblirten Stube mit Cabinet, ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Th. Rauten st rauch , an der Schoor- „CosieorsBia.66 3511) Mittwoch den 3. August: Absti m m u n g. Der Vorsta nd- 3451) Indem ich zur allgemeinen Kenntniß bringe, daß ich mein seitheriges Logis bei Herrn Kaufmann Semmler verlassen und nun bei Herrn JugHardt, am Eck des Eingangs in die Brandgasse, eine Stiege hoch, wohne, empfehle ich mich zu geneigten Aufträgen unter Zusicherung reeller Bedienung. Gießen, den 25. Juli 1870. Marie Bauer, Kleidermacherin. Aufforderung. 3477) Am Freitag, den 22. Juli d- I-, des Abends gegen 10 Uhr, ist einem aus Frankfurt zurückkehrcnden Herrn, der die Main-Weser-Bahn auf der Station Rieder- Wöllstadt verlassen und in einem an dem Bahnhof angrenzenden Gasthof allda Quar* tier genommen, eine mit Kleidungsstücken u. sonstigen Effekten versehene und verschlossene schwarze Reisetasche von amerikanischem Leder von einem Dritten, dem er jene Tasche anvertraut, nicht wieder abgelieiert, sondern wahrscheinlich aus Versehen mitgenommen worden. Dieser Dritte wird hiermit aufgefordert, jene Tasche sammt Inhalt gegen eine angemessene Belohnung an die Exped. d. Bl. sofort abzuliefern. «nfa 3(|t. troeinö übergaj ausae6 „ 48 „ 12 , 24 , 14 , 52 , 2 , - , 9J7-JL- > fl. 12 fr. träge in Aussicht —I «s&A s?s>H ilücher, StrüMst, )tn, Tompresienrr; jiben, bompleslkn, n, rharp't ^ e schr große M iebr gut, TuDtrholtn w> 5 ii/aiertal und W mb«. Unint'!» LZS ‘•ijfÄÄ ÜrfSwo*»* blieb ein Rest, welcher bei der SIS& iE Buchhandlungen und Postämtern» Zeitunffs-Annoncen-Expedition^ H jederzeit erfolgen. j in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Neuerwall, 50; 3452) Die Militär-EffeklemFabrik von a. d. Lda. sucht für Allendorf auf dauernde Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11 ; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13 ; Place du Molard, 2. 3522) Einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich mein Bcttfedern-Reinigungs-Geschäft nach wie vor fortbetreibe und bitte um geneigten Zuspruch. Henriette Tippet, wohnhaft bei Herrn Eonrad Ferber in der Catharinengasse. Berlin. Verlage von Barthol & Comp. in B e r l i n (Friedrichsstr. 77) ist so eben eine Karte des Kriegsschauplatzes vom Nhcin bis Parts tm Maßstab tiäBtoS» 8SyJW3ÄW8,-Ä»? H> siS’.Äwt“ 3518) Nachdem über die für Schleswig-Holstein gesammelten Gelder seiner Zeit Rechnung gestellt worden, ver- — *v * ■’ v**: hiesigen Gewerbe-Bank verzins- 325) Für die Vaterländische Feuer - Versicherungs - Attien- Geselllchaft zu Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billigen und festen Prämien. «offmaltll. Firma: Carl Hoffmann. 3396) Ein hiesiger Kaufmann, der eber keine andere Beschäftigung hat, erbietet sich den Herren Kaufleuten zum Fuhren den Bücher rc. und wird er die ihm übertragenen Arbeiten mit der größten Genussen- yaftigkeit ausführen. Nähere Auskunft bei der Exped. d. Bltts. UNS in einen Krieg zu verwickeln, der wahrscheinlich nicht ohne Rußlands Teilnahme an demselben auf entgegengesetzter Seite endigen wird. Was man aber zu zweifeln berechtigt sein dürfte, ist, daß einer von den jetzigen Ministern schwach und einfältig genug befunden werden sollte, auf irgend eine Weise ein so reichsverderbliches Vorhaben zu unterstützen ober zu bekräftigen." Die Proclamation, mit welcher das Florentiner Comit6 der italienischen Actionspartei zu der mehrfach erwähnten Demonstration aufrief, lautet folgendermaßen : „Italiener! Napoleon IN. hat Preußen den Krieg erklärt, nicht um einen nationalen Kampf ru beginnen, sondern einen Krieg des Ehrgeizes und dynastischer Selbstsucht. Die italienische Negierung bereitet sich vor, mit der französischen eine Allianz einzugehen. Und unser Blut ist es, das für eine ungerechte Sache fließen soll! Unsere Pflicht als Italiener gebietet uns, gegen diesen Handel zu pro- testiren, welcher unermeßliche Uebel über uns heraufbeschwören kann, welcher vielleicht an einem einzigen Tage das ganze Werk einer Generation zu Grunde richtet. Italiener! Die Wahl kann nicht zweifelhaft sein. Napoleon III. hat uns Mentana gebracht; Napoleon III. macht uns seit zwanzig Jahren unsere Hauptstadt streitig; Napoleon III. hat für seme Ehasse- potgcwehre auf der Brust unserer Brüder die Probe gemacht, er kann die Verzeihung und die Hülse wahrer Italiener nicht verdienen; Napoleon III- hat trotz res italienischen Feldzuges, den wir mit bU' Millionen Franken und zwei edlen Provinzen bezahlt Haden, seit zehn Jahren nicht aufgehört, unö zu ernttdrigen. Preußen Hai uns durch den Sieg bei Sadowa da« 28. Juli. Berliner Bläiier schreiben: Obwohl man sich in Dänemark bisher vorsichiig »ezeigi und gehütet hat, vor der Zeit nochmals mit Deutschland anzubinden, rurst- die Maske doch wohl sofort nach Ankunft der französischen Panzerflotte, die von 3li"anv aus be- LJ in Sicht sein soll, abgcworfen werden. Die -bnseldänen hatten di- Leiden des Krieges bisher nie- mals unmittelbar zu tragen und sie werden sich an Frankreichs Seite natürlich auch letzt gegen dieselben vollständig gedeckt fühlen; Jütland wurde stets als Afchenbr/°-l behandelt, da« die Kosten ber W« Eden Kopenhagener Politik ,u tragen hatte, ohne dair man sich dort viel darum kümmerte. Sobalv d?? französiiche Flagge erfd>eint, durfte der bewegliche (Seift der Kopenhagener kaum zu zügeln sein, s I W h I Stenina sich noch einigermaßen dagegen sp^?en sollte. Da Frankreich jeden Mann am Rhem braucht, so dürfte seine Flotte wohl nur sehr spärlich mit Landungstruppen versehen sein. Man rechne in Paris für allerlei kleine Expeditionen wohl aus dänisch Mannschaft und so dürfien wir die -ft n R-kannirn von 1864 hi-r und da wieder zu sehen bekommen. Die ersehnte „Grenzberichtigung" durfte rulküt freilich im umgekehrten Sinne ausfallen, a mau^ sie in Kopenhagen erwartet. Das Kopenhagener Färrelanv" protestirt bereits gegen die Nachricht, als Hab-Dänemark seine Neutralität erklärt und nach Berichten aus Kopenhagen »om 21. v. laßt man cs vorerst weder an verdächtigen Rüstungen noch an Insulten gegen preußische Schiffer fehlen. Auch die Haltung Schwedens ist keine ganz unverdächtige. „Astünblad-t", das Organ der „skan- dinavischen" Partei in Stockholm, beginnt zwar mit folgender A-ußerung: „Die Stimmung ist hier tm höchsten Grade gedrückt. Allgemein wild der Wunsch und die Hoffnung ausgesprochen, daß ber Krieg, dessen blutige Morgenrothe jetzt am Horizonie erscheint, unser Land nicht berühren möge und daß er localisirt werde, damit er nicht zu einem allgemeinen europäischen Brande sich ausdehne." Weiterhin ^aber wird aus- gesprochen, daß Die „allgemeinen Sympathien un- läuqbar auf Frankreichs Seite stehen", daß es sehr schön wäre, wenn dem preußischen „Eroberungs- und UaterdrückungSsystcm" endlich ein Riegel vorgeschoben würde ic. Die Regierung möge dafür sorgen, daß nicht Punkte, wie Gothlanv und Carlserona, in vertheidigungSlolem Zustande bleiben. Was spceie Goihland betreffe, so müsse daran erinnert werden, daß ein russischer Jngenieuroberst, Ad,uiant beim General Berg, der sich kürzlich daselbst, angeblich zum Gebrauch des Bades ausgehalten, den großien Theil seiner Zeit zur genauen Besichtigung sowoh des östlichen wie des westlichen Theiles der Insel verwand, habe u. s. w. Di- sehr »erbr-it-t- Zeitung „Dagens Nyheter" dagegen sagt darüber: „Wenn man sich erinnert, daß - nicht »on S-ii-n der R - I gjerung — einmal Verbindungen mit Friedrich ML von Dänemark beschlossen sind, und daß erst vor etwa neun Monaten — ohne Mmmffcu der Regierung — gestattet worden ist, vor dem Vicekontg von Eaypten compromittirende politische Reden zu halten, so kann man cs zwar für möglich halten, daß cö vielleicht Jemanden gibt, der im Stande ist, zu dem wolkenhohen Leichtsinn, ganz ohne Noth und von Schwedens Interessen nicht aufgrfordcrt, zu versuchen, | 3470) Jeden Mittwoch, Abends 8 Uhr, Iwerden im „Gasthaus zum Löwen" von iConr. Seipp aus Leihgestern Güter 'aUer Art über Butzbach, Friedberg und Vilbel per Fracht nach Frankfurt ge* wissenhaft befördert. 3422) Meine Bohneuschneidmaschine bringe ich in empfehlende Erinnerung, pr. Stunde 6 kr. Adolph Wenzel, Drcihäusergasse. Beschatttgung . 25 tüchtige Saitlergesellen, 2 „ Schlossergefellen, 2 „ Spenglergesellen, 2 „ Schreinergesellen. Zur grsMgen Beachtung. 3517) Meinen geehrten Kunden und Geschäftsfreunden hiermit die ergebene Anzeige, daß sich mein Geschäft für einige W-ch in »em Hause meme« Vatee« (S°»».usi-H- B. 53) bchudes. «MdM. Gießen, den 1. August 18/0. ~ __________________- Dasselbe wird ssch durch interessante und gewichtige Kriegsberichte auszcichncn und den 1866 erworbenen Nus des Daheim rechtfertigen- Unsere Berichterstatter und Spezialartisten befinden fich bei allen uord- und süddeutschen Armeen- Im Einzelverkauf jede Nummer m .«™| HAASENSTEIN & VOGLER -----(Srnfenber des Artikels in Nr- 88 d. Bltts. hat die Genugtbuung, zu Z conftatiren^ba) die V-rpfl°gung KSV« | UnkÄr Me0»om @infenb=r behaupteten Thaftachen werden vollständig aufrecht | Senunb bei bem angedrohten Prozeß durch Zeugen bew.eftn werden. | Mn än v7n*den°^^^^^ b-fanden sich bis r.. r olle übriaen waren von alten Kühen und kleinem Bieh, § E^dem^n hiesigen Ä ° ^°Lchif Lre?ÄuL?/?Verfügung gesteh maren s?l°s°n bi-°bg°f°ll-n°n Knochen m^er Halle, d.e ^Eßgesch.rre waren .oio aui bautinbe und Kaffee theilweise ausschütten mußten. 'ch°"^Hi^^w-rdür TMach- m-ht Zerlegt; «msend», ftdem matt- riellen Interesse au. dieser Art. vo „ 1 ) i . ' ^heilten Vorgänge Ausdruck zu >■"*" zn belien. g Kricgsquartlll des Daheim. Vierteljährl. 18 Sgr. -- 1 Fl. 3 Kr. rhein. lich angelegt wurde. In der steten Erwartung eintretender Ereignisse wurde bisher eiu Vorschlag für dessen Verwendung nicht gemacht. Jetzt, wo Dentschlandö Söhne auögezogen sind, deutsche Ehre und deutsches Land gegen einen übermüthigen Feind zu vertheidigen, kaun wohl fein Zweifel darüber bestehen, wohin ru verwenden sei. Eö erscheint vor nllem nlö eine l-eillste Pflicht, für die Pflege derer zu sorgen, welche verwnndel werden oder erkranken sollten. Wir glauben daher im Srnne sämmtlicher Geber zu handeln, wenn wir fraglichen Rest dem Vereine, welcher sich zu diesem Zwecke in hiesiger Stadt gebildet hat, und zwar nach dem Wnnsche vieler Geber mit der Bestimmung übergeben, daß er dahier zur Verwendung gelange. Sollten dennoch einzelne Geber mit diesem Borichlage nicht einverstanden sein, so wird ihnen sreigestellt, ihre Gaben innerhalb drei Tagen bei dem Rechner, Herrn Carl Nagel, ru reclamiren. , c 1W Nach dem Ablaufe dieser Frist erfolgt mit der Auflösung des Comite's die Ueberweisnng des ganzen Fonds, welcher mit Zinsen und Cassevorrath in 933 fl. 73/4 kr. besteht, an den Rechner des Vereins für Krankenpflege. Gießen, den 30. Juli 1870 Das C o m r t e. Festungs-Viereck gegeben; Preußen hat unsere Unabhängigkeit gewährleistet; Preußen hat die Würde Italiens niemals beleidigt. NicktSvestoweniger sei der einzige Ruf der Italiener: Neutralität! Rom! Wir laden unsere Mitbürger ein, unser Recht durch eine gesetzmäßige, würdige Kundgebung zu bekräftigen. Der Vereinigungspunkt ist der Domplatz beim Dante-Stein, heute den 16. Juli, Abends 7 Uhr. Wer in seinem Herzen die Beleidigung des „Niemals" fühlt, wer nationales Ehrgefühl besitzt, der wird auf diesen Ruf hin nicht fehlen. Das Comitö." 29. Juli. Anknüpfend an die jüngsten Enthüllungen über das französischerseits Preußen angebotene Bündniß bemerkt die „Norbd. Allg. Zt." , daß noch andere Enthüllungen bevorständen. Der Entwurf Benedetti's sei nicht das einzige derartige Aktenstück, auch vom Prinzen Napoleon seien hier ähnliche Verhandlungen angeknüpft, wobei unter andern von der französischen Schweiz die Rede gewesen und die nicht m'ßzuver- stehenbe Andeutung gefallen sei, daß man in Piemont gar nicht wisse, wo das Französische aufhöre und das Italienische anfange. Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht einen telegraphischen Erlaß des Grasen Bismarck an den Botschafter des Norddeutschen Bundes in London, in welchem der Bundeskanzler außer den bereits bekannten Enthüllungen mittheilt, Doy nach 1866 Frankreich nicht aufgehört habe, Preußen durch Anerbietungen auf Kosten Deutschlands und Belgiens in Versuchung zu führen. Bismarck habe im Interesse des Friedens diese Zumuthung geheim gehalten und dilatorisch behandelt. Der Erlaß schließt: Die schließliche Uebcrzeugung, daß mit uns keine Grenzerwei- terung Frankreichs zu erreichen sei, dürfte den Entschluß gereist haben, eine solche gegen uns zu erkämpfen. Ich habe sogar Grund zu glauben, daß, wenn diese Veröffentlichung unterblieben wäre, nach Vollendung der französischen und unseren Rüstungen Frankreich uns angeboten hätte, an der Spitze bewaffneter Heere dem unbewaffneten Europa gegenüber das gemeinsame Benedetti'sche Programm durchzu- führen, d. h. auf Kosten Belgiens Frieden zu schließen. 30. Juli. Die französische Kaiserin hat bei der Revue an Bord des Admiralschiffes „La Sarveillante" in Cherbourg folgende Proklamation vorgelesen, welche ihr Gemahl an die Flotte in der „Baltique" richtete : „Offiziere und Seeleute! Obgleich ich nicht in Eurer Mitte bin, so wird mein Geist Euch auf jenen Meeren folgen, wo Eure Tapferkeit sich entfalten wird. Die französische Marine hat ruhmvolle Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit. Wenn Ihr, fern vom vaterländischen Boden, Euch vor dem Feinde befindet, bedenkt, daß Frankreich mit Euch ist, daß sein Herz mit dem Euren klopft und daß es des Himmels Schutz auf Eure Waffen herabfleht. Während Ihr auf der See kämpfet, werden Eure Brüder vom Landheere mit demselben Eifer für die nämliche Sache kämpfen wie Ihr. Unterstützt gegenseitig Eure Anstrengungen, die derselbe Erfolg krönen wird. Geht, zeigt mit Stolz Eure Nationalsarben. Wenn der Feind die dreifarbige Fahne auf Euren Schiffen wehen sieht, wird er wissen, daß dieselbe allenthalben in ihren Falten die Ehre und das Genie Frankreichs trägt. Palast von St. Cloud, 23. Juli 1870. Napoleo n." „Saturday Review" läßt die neutralen Mächte Revue passiren. Vor allem England. An dem guten Willen Englands neutral zu bleiben, zweifle wohl Niemand, doch wird es unfehlbar am Kampfe theil- nehmen müssen, wenn Belgiens und Hollands Neutralität ernstlich bedroht, oder eine andere neutrale Macht (Rußland) sich in den Krieg mischen würde. Für den Anfang sei die Gefahr, daß solches geschehe, geringe, da es im Wunsche und Interesse beider Kriegführenden liege, den Entscheidungskampf allein auszufechten. Das Weitere hänge von dem Fort- gange tes Krieges ab. Aber auch von den Neu- traten sei vorerst eine Neigung zur Betheiligung nicht zu befürchten. Rußland besitze das entschiedenste Interesse, die steigende Wohlfahrt seines Reiches nicht durch einen Krieg zu gefährden, und woferne eö eine neutrale Haltung, mit freundlicher Neigung zu Preußen, beibehalte, läge darin die beste Bürg- schäft für die Erhaltung des allgemeinen Friedens. Dänemark habe bisher kein Zeichen von sich gegeben, durch eine Allianz mit Frankreich die ihm durch Preußen zugefügte Unbill rächen zu wollen. Es würde von voreiliger That wahrscheinlich durch Englands Vorstellungen und durch die richtige Ansicht serngehalten, daß kleine Staaten durch einen entfernten Bundesgenossen gegen einen mächtigen Nachbar auf die Dauer nimmer geschützt werden können. Spanien würde sich ruhig verhalten und von der Schweiz verstehe sich dies von selbst. Blieben somit Oesterreich und Italien zu berücksichtigen übrig. In jenem würben die Deutschen gewiß einem Kampfe gegen das gemeinsame Vaterland entgegen sein, aber felbst die Böhmen, Ungarn und Polen, denen eine Demüthigung Deutschlands nicht unangenehm wäre, dürften erkennen, daß Oesterreich in der gegenwärti- gen Krise genug zu thun haben werde, um die Neutralität der Donau zu hüten und zu wahren. Was schließlich Italien betreffe, schulde es den Preußen nicht minder Dank, wie den Franzosen, obwohl seine Dankbarkeit wahrscheinlich weniger der Vergangenheit als dem in Zukunft zu Empfangenden gelten dürfte. Nun könne ihm Frankreich durch Räumung Roms allerdings etwas bieten, was nicht in Preußens Macht zu bieten liege; doch frage es sich noch, ob Frankreich zu einem derartigen Angebote bereit sei, wofern es die römischen Besatzungstruppen nicht nöthig habe. Es handle sich nicht um Italien, sondern um Frankreichs Wünsche und Anerbietungen. Aus Altbreisach, 27. Juli wird dem „Fr. I." geschrieben: Mit geringen Unterbrechungen ist seit gestern Vormittag Kanonendonner vernehmbar, der am Nachmittag durch Wendung des Windes oder Nä'herkommen vernehmlicher war. Der Special-Correspondent des „Fr. I." meldet aus St. Johann-Saarbrücken vom 27. Julr : Soeben bringen zuverlässige Personen die Nachricht, daß in der letzten Nacht ein CorpS von 30—36,000 Mann an die Grenze gerückt ist und bei Styring (Hüttenwerk des Hrn. de Wendel, kaum 3/4 Stunden von hier entfernt) steht. Von verläßlicher Seite geht der „N. B. Ldsztg." folgende Privatmittheilung zu: Die ersten Beutestücke und Gefangenen bei Eröffnung des Feldzuges der Südarmee wurden durch Mannschaften des (1.) badischen Leib-Dragoner-Regiments den Franzosen bei Lauterburg abgenommen. Einer von einem Generalstabsoffizier und zwei badischen Dragoner-Osfi- zieren geführten kleinen Patrouille des genannten Re- gtments gelang es, einen Gendarmen und dessen Pferd zu attrapiren, nachdem der Lancier durch einen Sä- belhieb des Generalstabsoffiziers vom Pferde gehauen worden war. — Am 25. überraschte Lieutenant W. mehrere Douaniers, welche gefangen genommen und an das Divisions-Commando abgeliefert wurden. Vom Norden wurde gemeldet, daß am 28. Juli Mittags 123/4 Uhr das französische Geschwader (7 Panzerschiffe und 2 kleinere Dampfer) die Nordspitze Jütlands (Skager) passirt hätte. Nach Berichten aus Kopenhagen war das Geschwader am 29. bereits dort in Sicht. Von London aus wurde vom 26. gemeldet: Vier große Dampfer, muthmaßlich französische Kriegsschiffe, passirten heute früh Wick. Ein französischer Kriegvdampfer ankerte heute in der Sinclairs-Bay. (Die SinclairS-Bap, nördlich von Wick, liegt an der nordöstlichen Spitze von Schottland und gehört zu der Grafschaft Caithness. Es müßte dies ein anderer Theil der franz. Flotte fein.) Preußen. Berlin, 27. Juni. Offizielle Mittheilungen. Am 26. Juli fand ein kleines Gefecht an dec Brücke von Rh-in- heim zwischen preußischen Uhlanen, Pionnieren, bayerischen Jägern und französischer Infanterie statr, letztere wurde zuruck- aeworfen und ließ einen Tobten zurück, diesseits wurden z-vei Pionniere verwundet. — Am 26. Juli sand durch den General- stabsosfizier Grafen Zeppelin und drei badischen Osfizieren nebst vier Dragonern eine Necognoscirung der Gegend um Hagenau statt. Der Zweck des Unternehmens wurde vollständig erreicht, jedoch stieß die Patrouille bei Niederbronn (Frankreich, Eas Rhin, Arrondissement Weiß-ribarg) auf ein französisches Husarenregiment, von welchem sie zersprengt wurde. Bis jetzt ist nur Hauptmann Graf Zeppelin zurückgckehrt. Nach französischen Nachrichten ist von dcn begleitenden Osfizieren Einer getödtet, die beiden Andern sind zu Gefangenen gemacht. Berlin, 27. Juli. Bereits am 24. Juli Vormittag?, ist dem Botschafter Englands die Mittheilung gemacht, daß der von der ihm bekannten Handschrift Benedetti's geschriebene, j.tzt veröffentlichte Vertragsentwurf jederzeit zur Einsicht freistthe. Die amtliche Mittheilung Norddeutschlands an England, betreffs der Aechtheit des französischen Anerbietens in den jetzt veröffentlichten Aktenstücken und den übrigen von Frankreich in der Sache gethanen Schritten ist demnächst zu erwarten. Berlin, 27. Juli. Die „Krzztg." fragt, anknüpfend an die Veröffentlichung des französischen Allianzanerbietens, ob das neutrale England noch jetzt fortfahren wird, seine Schiffe zu französischen Transportfahrzeugen chartern zu lassen und seine Waffenfabriken zu französischen Gewehrlieferungen herzugebcn Wir hoffen, sagt die „Krzztg.", daß England jetzt die Augen aufmacht und die französische Brille abwirft, welche englische Kohlen nicht als KriegScontrebande erscheinen lass.n will. Deutschland erwartet, daß England seine Schuldigkeit thue. Ohne die Newcastler Kohle ist eine französische Flotte in der Ostsee unhaltbar. Berlin, 28. Juli. (Offizielle Mittheilung.) Am 27. d. früh ging ein feindliches Detachement von 3 Compagnien und 80 Pferden aus der Richtung von Forbach gegen Völcklingen vor und griff daselbst einen Zug Infanterie unseres 69. Regiments an, wurde jedoch mit einem Verlust von 1 Offizier und 8 Mann abgewiesen. Diesseits wurde ein Mann verwundet, Sonst fiel im Laufe des TageS nichts Neues vor. Berlin, 28. Juli. Was über die Wahl deS Hauptquartiers in dcn Zeitungen gesagt wird, entspringt aus Willkür« lichen Annahmen. Begreiflicherweise wird über die Wahl größte Verschwiegenheit beobachtet, um nickt vorzeitig die Richtung zu verratbcn, welche unsere Armee nehmen wird. lFr. Tag,bl I Berlin, 30. Juli. (Osficielle Meldung.) Heute Vormittag ist Saarbrücken vom Feinde angegriffen: trotz der sehr bedeutenden Ueberlegenheit deff.lben ist der Angriff stegreich abae- wicsen. Nähere Details sind noch nickt gemeldet. Königsberg. 28. Juli. In Folge d,S Aufrufes zur Bildung einer freiwilligen Seewehr, hatte die Elbinger Dampfschifffahrts-Gesellschaft ihre sämmtlichen Dampfer, darunter fünf seetüchtige, der königl. Werft in Danzig zur Disposition gestellt. Bayern. München, 27. Juli. Di- „Corresp. Hofmann" meldet: In der Nackt vom 25. zum 26. fand ein Vorposten - und Patrouillenzusammeuftoß zwischen deutschen Truppen (bayerischen Jägern und preußischen Dragonern) und den Franzosen statt. Unsererseits unbedeutende Verwundungen, ein Franzose tobt. München, 30. Juli. Allgemein peinliches Aufsehen erregt daS Verbleiben des Kanzlers der französischen Gesandtschaft, Rory, hiersildst, den die brittiscke Gesandtschaft in der Form einer dienstlichen Verwendung unter ihren Schutz gestellt hat. Landau, 26. Juli. Von Weißenburg wird gemeldet, daß von dort bis Bitsch hohe Schanzen errichtet werden, an denen Tausende von Soldaten, Bürgern und Bauern Tag und Nacht arbeiten. Dieselben werden mit Mitrailleusen bewaffnet. Die energische Theilnahme der Südstaaten an der Action hat. daS bestätigt sich immer mehr, den Einmarsch der Franzosen in deutsches Gebiet bedeutend verzögert Man fürchtet, wie die oben gemeldeten Schanzarbeiten beweisen, jetzt drüben' den Einmarsch der Deutschen. (Fr, ) Frankreich. Straßburg, 27. Juli. Der Courier du BaS Rhin meldet, „a»S allen Nachrichten vom Ober- und N ederrheiue gehe einstimmig hervor, daß die Geschicke des Elsaß bei diesem Kriege im Spiele seien und daß jeder Eljässer bereit zu allen Opfern sei." Aus Weißenburg meldet der Eourier du BasNhn, daß an diesem Tage 25 badische Reiter die Telegraphendrähte zwischen Weißenburg und Lauterburg abgeschnitten haben, so daß die Behörden der letzteren Stadt ohne telegra- phssche Mittheilungen waren und durch Estafette dem liebel abhelfen mußten. DaS Gerückt ging, der Feind sei noch tiefer „in'S Innere des Arrondissements Weißenburg eingedrungen, und es wurde in Bischwiller versichert, „daß Preußen bei Münchhausen |?J, einem Dorfe am Rheine zwischen Lauterburq und Seitz, erschienen seien." Der (Sourct fügt hinzu: „Eine Depesche, die wir diesen Morgen aus Bisckwitler erhalten, meldet, dieses Gerücht sei reine Einbildung, aber gewiß scheint eS zu s.in, daß eine Abtheilung badischer Dragoner bis HunSpach vorgcdrungen ist, einer Station auf der Eisenbahn von Weißenburg nach Straßburg, 9 KtlometreS von Weißenburg, und daß sie liier die Telegraphen-Apparate zerstörten und dann ohne andere Schädigungen wi.der abzogen." Paris. In Mühlhausen hat man bei einem passirenden Train, der mit Turcos gefüllt war, ein halbes Dutzend Todte und Verwundete, auch Offiziere, in einem Waggon vorgefunden, die von einem Massacre der Truppen unter sich herrührten. Belgien. Brüssel, 30. Juli. Der Kaiser Napoleon ist Donnerstag Abend um sieben Uhr in Metz eingetroffen. ES hat ein starkes Gewitter stattgefunden, bei dem drei Offiziere und General Lorencey durch einen Blitzstrahl getroffen und verletzt wurden. ES sind diei Bombaidirbatterien eingetroffen. Lamarmora hat die Autorisation erhalten, sich während der Dauer des Feldzugs dem Hauptquartier deS Kaisers anzuschließen. Der Herzog von Cadore, seitheriger Gesandter Frankreichs in München, ist gestern von Cherbourg auf dem Aviso „Colygny" in geheimer Mission abgegangen. (Fr. Zta.) Italien. Rom, 27. Juli. Vierzehn französische Offiziere haben den päpstlichen Dienst verlassen, dreimal soviel Deutsche gehen heim, am meisten beeilen sich die Bayern. (Allg. Ztg.) Türkei. Constantinopel, 28. Juli. In Folge dringender Vorstellungen der Vertreter der drei neutralen Mächte hat die Pforte sich dazu verstanden, ihre militärischen Vorkehrungen außerordentlicher Art zu sistiren. (Pr.) Holland. Amsterdam, 28. Juli. Nach hier eingetroffenen Berichten ist der Kaiser heute Morgen zur Armee abgereist. Dänemark. Kopenhagen, 28. Juli. Aus Skagen wird gemeldet: Heute 12 Uhr 48 Min. passirte Hierselbst eine aus 7 Panzerschiffen und 2 kleinen Dampfern bestehendes französisches Geschwader. Vermischtes. Gießen. Wir hatten Gelegenheit, dem automatischen Cab in et im Oswald'schen Gart.n einen Besuch abzustatten und können einem kunstliebenden Publikum nur anempfehlen, dasselbe ebenfalls anzusthen. Die feine Mechanik, der Ausdruck der Gestalten, müssen Jeden von vornherein gleich ansprechen. Besonders die Scenen: Tell's Apselschuß und der sterbende Grenadier. Eltern seien noch ganz besonders aufmerksam gemacht auf die schöne Gruppe: die Geburt zu Bethlehem, und sie werden gewiß ihren Kleinen daS Vergnügen nicht abschlagen, diese kindliche Scene zu beobachten. Im Ertrakabinet finden wir das einzig dastehende unicum, die siamesischen Zwillinge, in naturgetreuer Weise modellirt, ebenso die famose Schönheit Julia Pastrana. D»n Mörder Traupmaun, eines der größten Scheusale, das je cristirt, zu sehen, ist allein schon das Eintrittsgeld werlh. Aus der Wetterau. Der Herr Graf von SolmS-Laubach hat für die HmfsvereinSzwecke 500 fl. gespendet, den gleichen Betrag bewilligte die Sparkasse zu Laubach. Nauheim. Die Direktoren der Nauheimer Bank, die Herren Vialy und Guntze, haben dem hiesigen HülfSvereine für die Krankenpflege rc. 1000 fl. zu Lazarethzwecken zur Verfügung gestellt. Frankfurt. Die Unterstützung, welcher der Verpflegungsverein sich erfreut, war gestern eine von Stunde zu Stunde sich steigernde. Es gehörte zum Anstand, am Büffet sich ein Glas Bier reichen zu lassen und dafür grohe Münze, ohne etwas zmuckzuverlangen, hinzugeben. Das Glas Bier wurde nicht tinter 5 fl., die meisten mit 10 fl. bis 17 fl. 30 fr., eine» sogar mit 100 ff. bezahlt. Die durchziehenden Truppen erhalten, soweit der Vorrath an Geschenken reicht, Cigarren. Die Zeitungen mit den neuesten Nachrichten werden in die Waggons vertheilt, die neuesten Depeschen an dem Centraldüreau angeschlagen. Bei dem Frankfurter Vereine zur Unterstützung der noth- leidenden Familienangehörigen der Mitglieder deS deutschen HeereS sind an einmaligen, ersten, Monats- und Wochenbeiträgen nach dem ersten Verzeichniß 4179 fl. 45 fr. eingegangen. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.