Prei- vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und SamstagS. — Expedition: Canzleiberg Lit. V Nr. 1. Anzeige- und Amtsötatt für den Kreis Kießen. Nr. ii Dienstag den 1. Februar ls: AMtliche BekanntMÄchungen. Bekanntmachung. daß umlieaenden Orte werden ersucht, dies jedesmal von Vormittags 10 Uhr an, Kl topmpinhpn bekannt macken Ul sollen in den Wißen ®emembei^^^^ in ihren Gemeinden bekannt machen zu IV2 109 tr Stangen 60 n 5 Eichen- „ „ 19 „ Die Zusammenkunft ist am Lumpenmanns- Wellen Stecken 3906 280 5 5 2 293/4 503/4 1546 10V< g, betreffend. 4 Buchen- „ 231 Nabel-Stämme Z SUincn-Klichsaiz in schönster, weißer und grobkörniger pen und eine Ladeneinrichtung öffentlich an den Meistbieteilden versteigert. Die Großh. Bürgermeistereien der steinbrüchen unweit Gießen, von 105 Schachtruthen ober cc. 467,5 Cu- bik-Meter Sanb aus ber Lahn ober Garantie leistet, baß ben Kinbern erster Ehe ein Ueberwanblungsrecht nicht zusteht. Großen-Buseck, ben 28. Januar 1870. Der Massecurator: Balthasar Stephan. s Seefische: Frische Eabliauen, Schollen u. Schellfische, lebende Seckrebse, in regelmäßigen Senbungen, empfehlen I. A. Busch Söhne. 346) Dienstag den 1. Februar d. I-, Vormittags von 10 Uhr an, werden in dem ehemals Buchhändler Ferber'schen Hause am Marktplatz eine Partie Fenster mit Futter und Läden, Thüren, Fußböden, Lamperie, Trep- Versteigerungen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. lassen. Gießen, den 25. Januar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. „ Eichen- „ „ Nabel- „ Buchen-Stockholz, „ Eichen- „ Nabel- „ Wellen Buchen-Reisholz, „ Eichen- „ Nabel- „ 42 Stämme Eichen Bauholz bis zu 17 Zoll Durchmesser, mit 1307 3i/4 „ 47r » 200 Wellen 9V4 Stecken Damm, 3/4 Stunbe von ber Eisenbahn- Station Fronhausen entfernt : 55 Eichen-Stamme von 10 bis 48 ^uß Länge unb 14 bis 20 Zoll mittlerem Durchmesser, öffentlich meistbietenb verkauft werben. Bemerkt wirb, baß sich ein großer Theil ber Stämme besonbers zu Schreiner- unb 129 274 3874 61 47r 674 6050 350 3850 ca. ^^Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wirb Zahlungsfrist bis 1. Juni 1870 gestattet. Die Großh. Bürgermeistereien ber um- liegenben Orte werben ersucht, dies in ihren Gemeinben bekannt machen zu lassen. Gießen, ben 24. Januar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Vogt. Holzversteigerung. 396) Donnerstag ben 3. unb Freitag ben 4. k. Mts., Nackllehende Bekanntmachung bringen wir zur allgemeinen Kenntniß. ^Ließen, den 27. Januar 1870. n n Bekanntmachun Oeffentliche Bekanntmachung. 421) Nachbem über bas Vermögen des Ackermanns, Johannes Wagner H. von Leidenhofen der förmliche Concurs erkannt worden ist, werden sämmtliche Gläubiger desselben hierdurch öffentlich aufgefordert, ihre Ansprüche unter Vorlegung ber Beweisstücke im Termin den 17. März d. I-, Morgens 10 Uhr, C. Z., gegenüber dem inmittelst bestellt werdenden Contradictor, beim Rechtsnach- theil der Ausschließung an der Masse an- rumelden und zu begründen. Marburg, am 25. Januar'1870. Königliches Amtsgericht Abtherlung HL Spangenberg. vt. Rumpf. Pflaster - Arbeit. 423) Zur Neupflasterung ber Strecke ber Wetzlar-Herborner Straße von Wetzlar ber Dill, sowie bie Anfertigung von 210 Ouabrat-Ruthen ober cc. 2979 Quabrat-Meter Pflaster, öffentlich an ben Minbestforbernben ver- bungen werben. , Die Offerten, welche bis zum 12. Februar b. I., Vormittags 10 Uhr, portofrei unb versiegelt unter ber Aufschrift: „Submission auf Pflasterarbeit", an ben Unterzeich- mten einzureichen sind, werden um ide e Stunbe öffentlich m ber Amtsstube bessel- ben, woselbst auch bie Bebingungen unb ber Kosten-Anschlag von heute ab in den Vormittagsstunden einzusehen sind, eröffnet werden. ~ Wetzlar, den 29. Januar 1870. Der Königliche Krelsbaumerster: S ch u p e r s. „ Stockholz, „ Reisholz, Eichen-Scheibholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Nabel-Prügelholz „ Stockholz, Eubikfuß, „ 49 Stämme Nabel-Bauholz bis zu 8 Zoll Durchmesser, mit 588 Cubkf., „ 24 Eichen-Stangen mit HO Cubikf., „ 236 Buchen- „ „ 106 „ „ 10406 Fichten- „ re. von 1-5 Zoll Durchmesser, nut 4846 Eubikfuß Das Bau- unb Werkholz wirb für Baarzahlung versteigert, das Brennholz aber creditirt bis Martini d. I. Die Zusammenkunft ist im Ort, und kommt den ersten Tag das Brennholz zum Ausgebot. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassem Beuern, am 27. Januar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Beuern. Otto. 412) Montag den 7. Februar 1870, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, District Faulerboden, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 71/2 Stecken Buchen-Scheidholz, Prügelholz, empfiehlt ä 100 Psd. zu fl. 4. 54 kr., a 200 „ „ „ 9. 40 „ incl. Sack, Districten Buchberg, Burghain, Lanzenbruch, vorderer Fuchsbau und Neuwiese am Geils- häuser Weg, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden, als: 9474 Stecken Buchen-Scheidholz, Prügelholz, Versteigerungen. 422) Aus ben Vorräthen ber Großherzoglichen Domäne Selgenhof unb bereu Vorwerken kommen auf Selgenhof Dienstag ben 8. Februar 1870: 100 Gentner Heu, i 25 Fuber Langstroh, ä 1080 Psd., 15 „ Wirrstroh,) partieenweise unb gegen Zahlung bet Ver- ^^?ttwoch ben 9. Februar 1870: 8 Stück 27rjährige Stiere, bis zum Bahnhofe soll bie Lieferung ben n. Februar 1870, von 140 Schachtruthen ober cc. 623 Cub k- ) ^Qn vormittags 10 Uhr an, Meter Pflastersteine aus den Basalt- « . bem Brächter Privatwalbe bei npinhritrhfn unwe t Gieflen. r11.. , Qualität 1 Sack 1 „ Besonder- Bekanntmachungen X *2 ’Ä-ÄSfÄ SK ÄtSt» ÄSİ w" - -•*** webcl in Gießen einzuhändigen. H o f f in an n, Oberlieutenant und Adjutant._________ Chr. Wallenfels. Für zurückgegebene leere Sacke wer- den 13 r68p. 20 kr. vergütet-__________ 126) Ein Haufen guter Mist ist zu verkaufen im Darmstäbter Hauo- trächtige Kühe, „ Rinber, (Vogelsb- 2 „ ^jähr. Fasselochsen, s Race, unter den zur Verlesung kommenden Bedingungen, zur öffentlichen Versteigerung, welche an jedem der bezeichneten Tage, Vormittags 10 Uhr, beginnt. Schotten, den 29. Januar 1870. Großherzogliches Rentamt Schotten- S ch l i e p h a k e. 419) Wegen Aufgabe der Oeconomie bin ich Willens, meinen Wagen nebst 3u= bebör zu verkaufen- Conrad Ferber. 344) Sehr schöne Kapaunen zu haben bei Ehr- Lony (Bierbrauerei.) 11 1200 Weilen Reisholz, 194 Eichen-Stämme mit 6494 Eubikfuß, die Organisation der Districtseinnehmereien ■ ) di- seither zur Distrie seuinehmer-i GießenI. 0 ta Gße„'llzg hörigen Gemarkungen Albach und Steinbach der Distrietsein- Äe'SSÄtiÄS: EXt worden find. Darmstadt dm 11. Januar 1870. Großherzoglnhes Ministermu. der Finanzen. Feilgebotenes. s Frische Gemüse: Neuer Blumenkohl und Kopflattig stets vorräthig bei I. A- Busch Söhne. o Ballhandschuhe von 30 kr. an empfiehlt ______________________L- Kattrein- Universal - Magen - Liqueur von Franz von Metternich in Mainz, ein unentbehrliches Hausmittel (nicht zu verwechseln mit gewöhnlichem sog. Magenbitter) 416) Erfahrungsgemäß das einfachste und sicherste Mittel gegen vielfache, selbst hartnäckige Magenleiden, Blähungsbeschwerden und Nervenschwäche, besitzt einen feinen aromatischen Wohlgeschmack, stärkt den Magen und die Verdauungs-Organe, belebt den Appetit unb bewährt überhaupt seine Wirksamkeit in vielen Fällen, wo es erforberlich ist, bie ' gestörten Funktionen bes Magens unb bes i Unterleibes wieber herzustellen. Dieser Liqueur ist zu haben bei ben Herren: Ed. Lind, Hofconbitor in Gießen, i Ph. Dan- Kümmich in Friebberg. Küferholz eignet- Elzemühle, ben 27- Januar 1870. Der Bürgermeister: __Ruth,______ Mühlen - Versteigerung. 414) Mittwoch ben 9. Februar I. I-, Nachmittags um 1 Uhr, soll bie Weißmühle bei Großen-Buseck einer abermaligen unb letzten Versteigerung im Schulsaal mit bem Bemerken ausgesetzt werben, baß die Masse dem Käufer dafür 426) Der Ausverkauf der Tuch- und Modewaarenhandlung von Moritz Heichelheim, Seltersweg C. 185, dauert bis Freitag den 4. Februar, Abends, und wird noch besonders aufmerksam gemacht auf einen Posten Sommer- und Winter-Bnrkins, schwarze Tuche, schwarze Lyoner Seidenzeuge für Kleider, 6/4 schwere Hauö- macher Leinen, per Stück von 54 Ellen, 18 fl., K'/z Viertel und i2/4 Cröas- und Bielefelder Leinen ic. Alle vorräthigen Damen-Wintermäntel werden 25 pCt. unter Preis verkauft. ________________________________________ 360) ddeufchateler und Rahmkäse in Stanniol empfehlen I. A. Busch Söhne. Taubheit ist heilbar! 156) Ein in zahlreichen Fällen bewährtes, durchaus ungefährlichem Mittel, auch das schlechteste Gehör noch bis zur Wahrnehmung selbst schwacher Laute zu kräftigen, welches mich selbst von einer 3Ojähri- gen, bis zum höchsten Stadium gediehenen, Gehörsschwäche schnell und vollständig befreit hat, ist die präparirte Gehörwolle, und versende ich dieselbe nebst genauer Gebrauchsanweisung rc. gegen Einsendung von 3 Thalern. Berlin. L. Oelsner, neue Schönhauserstraße No. 12. Zeugniß für die heilsame Wirkung der L. Oelsner'schen Gehörwolle: „Ich habe mich der Gehörwolle nach Vorschrift bedient: ich befinde mich danach so wohl, daß meine Freunde mir gratuli- ren, mich an Sie gewandt zu haben und meine totale Genesung voraussagen. Gedankt sei es Gott und Ihnen, mein Herr, ich bin in vollem Gange, meine Genesung zu erlangen; ich bitte Sie, dieselbe zu beendigen, indem Sie mir dasjenige schicken, was Sie zu meiner Herstellung für nöthig halten." 29. September 1868. Pfarrer Solgendorff, in Erstorff. WM- Hausverkauf. 398) Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Garten, in freundlicher Lage vor der Stadt, ist aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei der Expedition dieses Blattes. 417) Wegmgshalber bin ich Willens, meinen am Leihgesterner Weg gelegenen Garten nebst Hofraithe zu verkaufen. Georg Ferber. VermiethuRgeW. 418) Eine Familientvohnung, bestehend aus 3 Zimmern und den sonst nöthigen Räumen, ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 389) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Gg. JugHardt Wittwe, _____________________Marktplatz._________ 368) Ein Zimmer für einen oder auch zwei Herren ist sogleich zu vermiethen. — Näheres zu erfragen bei H. B- Peppler, Seltersberg, im Hinterhaus. 381) Eine möblirte Stube ist zu vermiethen in Lit. C- Nr. 8. 1) Ein Familienlogis ist zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Vermischte Anzeigen s Turnverein. Generalversammlung im Darmstädter Haus Freitag den 4. Februar 1870, präcis 9 Uhr. Tagesordnung: 1) Vorlage des Budgets für 1870; . 2) Berichterstattung über den Vermögensstand des Vereins; 3) Beschlußfassung über projectirte Ab- lassung von zwei Turnabenden. ______________Der Vorstand. Ein gewandter zweiter Hausknecht wird gesucht. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. (406) Gesucht wird ein kleines, bald beziehbares Familienlogis. Näheres bei Schneider H. Frech. (429) 341) Auf der Schreibstube des Unterzeichneten ist eine Gehülfenstelle mit 400 fl. Gehalt zu besetzen. Gießen, den 25. Januar 1870. ______________Kehr, Sparkasserechner. 425) Ein ordentlicher Hausknecht wird gesucht von Ehr. Wallenfels. 408) Von einem Studenten wird Nachhülfe in den Gymnasialfächern zu er- theilen gesucht. Näheres zu erfahren Wettergasse Lit. D. Nr. 25. 355) Zwei brave Mädchen, die mit allen häuslichen Arbeiten vertraut sind, werden bis zum 25. März in Dienst gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.___________________ Beachtenowerth! 76) Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie Schwächezustände der Harnblase und Geschlechtsorgane. Spezialarfl Dr. Kirchhoffer, in Kappel bei St. Gallen (Schweiz). 371) In einen kleinen Haushalt wird ein braves Dienstmädchen zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres im „Hötel Kühne." 84) Ein Mädchen vom Lande wird zu alsbaldigem Eintritt in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 7) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, 1 Cabinet, Küche u. s. w., ist zu vermiethen bei M. Weißbäcker. 370) Ein Zimmer mit Cabinet, sowie ein kleines Zimmer, sind an einzelne Herren ru vermiethen. Auch kann auf Verlangen die Kost dazu gegeben werden. Friedrich Heß, Löber's Hof, Neustadt. 378) In meinem Hause in der Wall- thorstraße ist das Geschäftslocal nebst Familienlogis von 3 Zimmern rc. zu vermiethen und Anfangs April beziehbar. Auch würde ich geeigneten Falls mein Haus nebst Zugehör aus freier Hand verkaufen. Joseph Möhl Wittwe. 428) Mein am Asterweg gelegenes Wohnhaus bin ich Willens auf irtehxere Jahre zu vermiethen. Bemerkt wird, daß in demselben seither Wirthschaft und ein sehr frequenter Flaschenbier-Verkauf über die Straße betrieben wurde. E. Pau sch, auf dem Lenz'schen Felsenkeller. 377) Ein schwarzer Dachshund ist mir abhanden gekommen. Vor An- und Verkauf wird gewarnt. F. Schmidt. 415) Nr. 161 hat den Teppich gewonnen. Blitz, Polizeidiener. 382) Alle Sorten Nähmaschinen werden gut und billig reparirt von A. Guntrum, Mechaniker, ________________Sandgasse D. 167.______ HAASENSTEIN& VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Hamburg, Neuerwall, 50 ; Berlin, Leipzigerstrasse, 46 ; Basel, Steinenberg, 29; Wien, Stadt, Neuer Markt, 11 ; Leipzig, Markt, 17, Königshaus ; Stuttgart, Kronprinzstrasse, 1 B ; Zürich, Elsassergasse, 1 ; St. Gallen, Obere Grabenstrasse, 13; Genf, Place du Molard, 2. Geschäfts - Empfehlung. 427) Einem geehrten Publikum zeige ich hierdurch ergebcnst an, daß ich mich dahier als Küfer etablirt habe. Indem ich mich daher in allen in meinem Fach vorkommenden Arbeiten bestens empfehle, verspreche ich prompte und reelle Bedienung, und bitte deßhalb um recht zahlreiche geneigte Aufträge, Heinrich Hewig, Küfermeister, wohnhaft bei Herrn Heinrich Sauer, Neuenweg. Epileptische Krämpfe (Fallsucht) IgS heilt brieflich der Speclalarrt für Epilepsie 2) oct. O. KBIlisch in Berlin, Mittelstraße 6. — Bereits über Hundert geheilt. (201 Cafe Leib. 392) Dienstag den 1. Februar: 2. Abonnements-Concert, ausgeführt vom Musik-Corps des Großh. Hess. II. Inf.-Reg., unter persönlicher Leitung seines Dirigenten, Herrn D. Reifert. Programm. Erste Abtheilung: 1) „Einzug in Böhmen", Marsch (neu) von Parlow. 2) Ouvertüre zur Oper: „Don Juan" von Mozart. 3) „Traum der Rose", Lied von Gustav von Schweden. 4) „Gruß an die Schweiz", Phantasie über Schweizer-Lieder von Held. 5) Arie für Clarinette und Oboe von Mozart. 6) Humoreske (Salmigondes), Charivari von Riede. Zweite Abtheilung: 7) Ouvertüre zur Oper: „Norma" von Bellini. 8) Pizzicato-Polka (ganz neu) von E Strauß. 9) Erinnerung an Auber's „Fra Diavolo", Phantasie von E. Gräfe. 10) Frohsinns-Scepter, Walzer von Jos. Lanner. 11) Cavatine aus der Oper: „Rübezahl" von Flotow 12) Helenen-Quadrille von Joh. Strauß Anfang 7 Uhr. — Entree für Nichtabonnenten & Person 15 fr. Die verehrten Abonnenten werden freundlichst ersucht, ihre Karten mitzubringen. (Es wird höflichst gebeten, nicht zu rauchen.) Norddeutsche Paket-Befürderungs-Gesellschrtst Vallette, -Reinecke, Rändel «fc Comp. CommandLt - Gesellschast auf Aktien. Grund-Capita!-. 500,000 Thaler. 420) Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß Herrn H. C. Bingmann in Lich die Haupt-Agentur für Lich übertragen worden ist. Berlin, am 25. October 1869. Die General - Direction. VaB Bette. Kandel. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich zur Beförderung von Paketen aller Art mit und ohne Werth-Declaration und Nachnahme nach allen Orten Deutschlands und sämmtlichen überseeischen Plätzen. Die Portosätze für Pakete ohne Werth-Declaration und ohne Nachnahme sind im internen Verkehr bis zum Gewicht von 50 Pfund durchschnittlich um 25 pCt. und bei Gewichten über 50 Pfund um 50 pCt. niedriger, als diejenigen der Post. Für Sendungen mit Werth-Declaration und Nachnahme beträgt die Assecuranz-Prämie und resp. die Nachnahme-Provision nur die Hälfte der Postsätze. Die Gesellschaft gewährt in Verlustfällen dieselbe Entschädigung, wie die Post. Ueber jedes Paket, auch ohne Werth-Declaration, wird ein Einlieferungsschein verabfolgt. Zur Ertheilung näherer Auskunft bin ich bereit und werden Reglements, sowie Portotarife, in meinem Büreau verabreicht. Lich, den 25. Januar 1870. H. C. Bingmann. Hierdurch beehren wir uns zur Anzeige zu bringen, dass wir unter der Firma : Haasenstein & Vogler nunmehr auch eine Zweig-Niederlassung in Rreslan, Ring \o. »T neben unseren Hamburg, Berlin, Leipzig, Frankfurt a. M., Stuttgart, Wien, Basel, Zürich, Genf nnd St. Gallen bereits bestehenden Annoncenexpeditionen errichtet haben. Hamburg, im November 1869. Haasemstein Vogler. Frachtbriefe für di? Mam-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie fammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Marktstraße. Telegraphischer Schisfsbericht, mitgetheilt von Chr. Wallenfels jun. Abgehend: Den 5. Februar Dampfer Main von Bremen nach New-York. „ „ „ „ China „ Liverpool „ „ „ „ 9. „ „ Ohio „ Bremen „ Baltimore. „ „ „ „ Silesia „ Hamburg „ New-York. „ 12. „ „ Teutonia von Hamburg nach New-Orleans. „ 16. „ „ Paraguay „ Havre „ New-York. Wegen Auskünften und Passagen wende man sich gef. an Obigen. Börseoachrichten, 29. Januar 1870. Preuss. 4%% Obi. 92% Frankf. 31/2% Obi. 81% Nass. 41/2% Obi. 92 Kurh. 4% Obi. 841/z Hess. 4% Obi. b. Roths. — n 31/2% ÜO. do. — Bayer. 5% Obi. 101 */2 n 41/2o/0 1jährige 913/4 „ 41/2% Valährige 913/4 Wärternb. 4l/2°/o Obi. 91V8 Baden 41/2°/o Obi. c. E.L. 913/4 Oestr. 5% b. R. — „ 5% National — „ 50/0 Metall. Obi. — „ M. steuerf. — Amer. 6% 1882r ßds. 913/4 „ 6% 1885r 91 Aclien. Frankf. Bank 122i/6 Oester. Bank 667 „ Creditaot. 253 Darmst. Bankaot. 320 PrlorHAten. 5°/q östr. F. St. E. B. 3631/2 Ludwigsh.-Bexbach 1671/4 Maxbahn 106 Bayer. Ostbahn 1201/2 Hess. Ludwigebahn 133 V2 3O/o östr. Stsb.-Prior. 58 30/g östr. s. Lombard. 50 3°/o Livorneser 313/4 Toscaner 511/2 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 97 % 50/g Elisabeth-Prior. 75*/4 do. II. Emiss. 73% Anlehen^lootte. Kürh. 40 Thlr. Loose 57 Nassau fl. 25 b. Roth. 39% Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. — •1° 0 baVr. Präm. Anl. 1063/t 4ü/u badische Loose 1051/4 Badische fl. 35 Loose 57i/2 1858r Prioritäisloöse 1531/4 • ^60? Loose 801/16 1864r r II41/4 Wechsel. Ämsterd. k. 8. 100g/8 Augsb. k. 8. 993/4 Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 97% Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 883/lß Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1191/4 Lyon k. 8. — Paris k. S. 94% Wien k. 8. 95% Disconto 4% ti. Geldsorten. Pr. Gass. Sch. 1 44-45% Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 57-58 Pistolen . . 9 45-47 „ doppelte *46-48 Holl. fl. 10 8t. 9 54-56 Ducaten . . 5 35-37 20 Fränkenst. 9 27%-28% Ehgl. äouver. 11 53-57 Russ. Imper. 9 46-48 I)o% in Gold 2 37-28, . Die Geheimnisse einer jungen Mamsell. (Fortsetzung) Clara hörte, wie Herr Hantelmann mit dem Kammerdiener französisch sprach, aber die Worte blieben ihr größtenthcilS unverständlich. Wiewohl das Antlitz dieses Mannes ihr alt und häßlich erschien, bemerkte sie doch, scharf hinblickend, in den Zügen eine auffallende Aehnlichkeit mit dem Gesicht des jungen Sander. Ach, mein feiner Herr," murmelte sie, „jetzt werden wir bald Mittel findens die Dich zur Anerkennung Deines Sohnes und zur Hülfe für Deine arme Familie zwingen werden. Auch sollst Du den Schuldschein des guten Adolph herausgeben. Wir fassen Dich bei Deiner Eitelkeit; da wirst Du schon klein beigeben." Da Clara ihren Zweck erreicht, hatte sie für den Augenblick dort Nichts Sj/erhob sich von den Knieen, drohte mit dem Finger nach der Glas- thüre hin, schloß die Thür, die nach dem Corridor führte, leise auf, und war nun von der Furcht, entdeckt zu werden, befreit. , Mit fröhlichem Herzen hüpfte sie die Treppe hinunter, bet sich denkend: Mosje Jean wird sich höchlichst verwundern, wenn er die Thüre offen findet und sich den Kopf zerbrechen, wie das zugegangen, da er doch den Schlüssel umgedreht hat. In der guten Stimmung, in der sie sich befand, beschloß sie, ihren treuen Helfer in dem so glücklich überstandenen Unternehmen sogleich mit einem guten Trinkgeld zu belohnen. r , „ Sie rief Bork aus dem Keller herauf und in thr Stübchen. Dort drückte sie ihm ein paar Zweidrittelstücke, damals gangbare Münze in Hamburg, lächelnd in die Hand. Der ehrliche Hausknecht wollte sie zurückgeben. „Was ich gethan habe, Mamsell/ sagte er, „habe ich aus Liebe vor Ihnen gethan, aber nicht um's Geld." Clara klopfte ihm auf die Schulter. „Für Ihre Anhänglichkeit danke ich Ihnen mit herzlichen Worten, lieber Bork." Ihre Mühe aber muß klingend belohnt werden. Behalten Sie also das Geld und hören Sie, was ich da oben erfahren habe." Sie vertraute nun dem Manne das ganze Resultat ihres Unternehmens ^„Wenn es uns nun noch gelingt, den alten Patron, der sich Abends wie ein jugendlicher Dandy geberdet und beinahe auch so auösieht, zu zwingen, seine Pflicht gegen seine Familie zu thun, dann, braver Christian, können Sie sich rühmen, einen großen Theil zur Entlarvung des Heuchlers beigetragen zu haben, und der junge Herr Sander wird Sie gewiß reichlich dafür belohnen." Bork schüttelte den Kopf. , „Was habe ich denn gethan," versetzte er. „Ein btschen Komodte gespielt und dem Musche Jean eine Nase gedreht. Davor verlange ich keine Bezahlung." Clara lächelte. , „Aber ohne ihren verstellten Schwindel wäre tch ntcht in das Zimmer gelangt und noch unwissend, wie zuvor. Nein, wackerer Bork, Sie sollen bei dieser Sache, wenn sie einen glücklichen Ausgang nimmt, woran ich jetzt nicht zweifle, nicht leer ausgehen. UebrigenS mache ich Ihnen noch das Kompliment, daß Sie Ihre Ohnmacht recht natürlich gespielt haben." Der Hausknecht verzog schmunzelnd den breiten Mund. „Wenn ich mal wieder den Swindel kriegen soll, befehlen Sie man." — „Schön, ich werde Sie dann benachrichtigen." Christian steckte das Geld ein und ging an seine Arbeit. Dasselbe that auch Clara. r Hatte sie früher ihre Pflicht lachend und singend gethan, an diesem Tage strahlte ihr Antlitz noch von größerer Heiterkeit, als sonst, und eine lustige Me- lodie nach der andern entquoll halblaut ihren seinen Lippen, so daß die Kellner und die Hausmädchen unter einander flüsterten: „Mamsell Clara sieht heute aus, als wenn sie ein Viertel vom großen Loose gewonnen hätte." , Den Vormittag gebrach es ihr an Zeit, den jungen Sander auf feiner Stube aufzusuchen, auch war sie nicht gewiß, ihn zu finden, da er tn dieser Tageszeit in der Stadt umherlief, und sich als Musiklehrer zu empfehlen suchte. Sie wartete, bis die tadle d’höte vorüber war, bei der diesmal Adolph Stiller nicht so traurig dagesessen, weil Clara ihm ermutigende Blicke zuge- werfen hatte. Dann erkundigte sie sich bei dem Portier, ob Herr Sander nach Hause gekommen sei. Der Portier antwortete: „ ,Herr Sander befindet sich schon seit einer halben Stunde auf seiner Stube Clara beschloß keine Minute zu versäumen. Der arme Mensch soll noch heute erfahren, was ich erkundet habe, dachte sie. Auch müssen wir zusammen überlegen, was nun weiter für Schritte *U ^Bald"stand sie dem durch sie vom Tode Geretteten gegenüber. „Nun frisch den Kopf in die Höhe," rief sie, „ich bringe Ihnen gute Nachricht, mein Freund." Sander sah sie erstaunt an. „Und welche?" fragte er. „Wenn mich alle Zeichen nicht trügen, so habe ich ^hren garstigen Papa aufgefunden." Der junge Mann schlug die Hände zusammen. O, mein Gott! wäre das möglich!" Es hat aber auch Mühe gekostet," versetzte da- Mädchen lächelnd, „und war auch nicht ganz ohne Gefahr. Hätte man mich erwischt, ich wäre gewiß von Herrn Hantelmann und seinem Kammerdiener in derber Weise aus der Thüre koinplimentirt worden." Bei dem Namen Hantelmann war das Erstaunen des jungen Mannes auf S Höchste gestiegen. Er ergriff Clara's Hand. „Hantelmünn!" rief er, „Hant'elmann!" „Ja, der junge bübfche Herr Hantelmann — ich spreche natürlich von seiner Abendtoilette — ist weder jung noch hübsch, sondern ein Sechziger und auch ziemlich häßlich, wenn seine Züge auch den Ihrigen gleichen. Seine ganze Abend'Schönbeit ist das Werk seines Kammerdieners, der die Kunst, alte Leute jung erscheinen zu lassen, wahrscheinlich in Paris gelernt hat." — „Halb verstehe ich Sie, Fräulein Clara. Ich bitte, geben Sie volle Klarheit." „Das soll geschehen," sagte sie. Beide setzten sich und Clara erzählte ihrem Schützling nun ausführlich das an diesem Morgen von ihr so kühn und glücklich bestandene Abenteuer. Sander führte Clara's Hand an seine Lippen. Das Gefühl der Dankbarkeit und die Bewunderung, die er ihrer Klugheit und der Energie, die in ihrem Wesen lag, zollte, trieb ihn zu dieser Huldigung. Er sah sie mit inni- gen Blicken an. Welch' ein thatkräftiger Geist belebte diese zarte Gestalt! Welch' ein muthiges, edles Herz schlug in der Brust dieses kleinen Geschöpfes! „Fräulein Clara!" rief er, „in Ihnen hat Gott mir seinen Engel zugesendet! Sie haben mir den Glauben an die Menschheit, das Vertrauen auf eine möglichst glückliche Zukunft wicdergegeben. O, daß ich nicht im Stande bin, Ihnen jemals Ihre Theilnahme, die sich schon zu lebendiger That verkörperte, vergelten zu können!" „Bah," versetzte das Mädchen leicht, „Sie schlagen, was ich bis jetzt für Sie that, viel zu hoch an. Und was Sie von Vergeltung sprechen, so bin ich mit der zufrieden, die ich im Anschauen des Glückes Ihrer Familie haben werde. O, ich habe immer hoffnungsreiche Träume, und gewöhnlich gehen sie in Erfüllung. Ihr reicher Papa muß feine Geldkasten offnen, seine verlassene Gattin mit einem ansehnlichen Iahrgeld bedenken und seine Kinder zu Erben einsetzen. Dazu muß er im Nothfalle, wenn er sich nicht gutwillig dazu herbeilassen will, durch das Gericht gezwungen werden. An unsrer table d’höte speis't ein sehr geschickter und rechtlicher Advokat, der soll Ihre Sache führen. Vorher aber wollen wir es versuchen, den würdigen Herrn Hantelmann in Güte zu seiner Pflicht zurückzuführen," „Wenn er ober läugnet, daß er die betreffende Person ist," warf Sander ein. — „O, da wenden wir uns an unsere hochlöbliche pfiffige Polizei. Auch leben ja gewiß noch viele Leute hier, die Ihren Papa in früheren Zeiten gekannt haben. Sehen Sie ihn, wie ich ihn diesen Morgen erblickt habe, werden Sie ihn schon wiedererkennen. Aber wir wollen nicht lange zögern, sondern rasch zum Werke schreiten. Finden Sie sich gefälligst heule Abend um acht Uhr unten im Speisesaal ein. Etwas später verläßt unser Abendgast seine Zimmer und erscheint unten, um flüchtig die Zeitungen zu durchstöbern. Eh' er kommt, sprechen wir uns noch. Es ist in meinem Kopfe noch nicht recht klar, wie die Sache am besten anzugreifen. Bis dahin aber hoffe ich, eine glückliche Idee gefunden zu haben. Für jetzt adieu, die HauSmamseü wird unten gebraucht. Halten Sie den Gedanken fest, daß Hantelmann Ihr Vater ist. Es thut mir um Ihretwillen leid, daß ich ihn nicht eintn guten, rechtsck'affenen Vater nennen kann — indessen, er ist vielleicht noch zu bekehren. Ein guter Sohn kann auch einen schlechten Vater bessern. Ich denke mir in allen Dingen immer das Beste." Clara verließ, dem jungen Manne noch einen aufmunternden Blick schen- kend, das Zimmer. Sander aber sagte, als er 'allein war: „Werde ich reich und glücklich, Du, herrliches Mädchen, dann gibt es vielleicht ein Mittel, Dir Deine edle Theilnahme zu vergelten, wenn Du dies Mittel nicht verschmähen wirst." Der Ungeduld des jungen Mannes krochen die nächsten Stunden im Schneckengange dahin. Er blieb auf seinem Zimmer, bis die mit Clara verabredete Stunde herankam. Dann schritt er mit klopfendem Herzen nach unten und betrat den Speisesaal. Er fand Clara dort allein. Sie winkte ihm zu sich. Beide traten in eine Ecke des Salons, die von der Thüre am weitesten entfernt war. Kam zufällig ein Gast, oder ein Kellner herein, so konnten sie dort, wenn sie nicht laut sprachen, nicht verstanden werden. Das Gespräch hatte nur einige Minuten gedauert, als die Person des Herrn Hantelmann schon in der Thüre sichtbar wurde. Clara und Sander trennten sich schnell. Sie beschäftigte sich an einem der letzten Tische im Salon. Der junge Mann ließ sich unfern der Stelle, wohin Herr Hantelmann sich begeben, und ein Journal in die Hand genommen, nieder, ergriff ein ZeitungS- blatt, that, als lese er darin, blickte aber verstohlen über das Blatt hinweg, um seinen Vater in spe genau zu betrachten. Er mußte unwillkürlich den Kopf schütteln, so sehr frappirte ihn die Er- scheinung dieses Mannes. Monsieur Jean hatte an diesem Tage wieder Wunder gethan und seinem Herrn anscheinend dreißig Jahre von seinem Dasein weggenommen. Das Haar des Herrn Hantelmann strahlte im glänzendsten Schwarz. Seine frische Gesichtsfarbe deutete nicht im Entferntesten auf ein höheres Alter als fechsunddreißig hin. Seine Haltung war die eines noch jungen Lebemannes. Er war elegant gekleidet. An seiner Brust blitzte eine Brillantnadel, gleiche Ringe schmückten seine Finger. Und doch — Clara konnte ja nicht die Unwahrheit gesprochen haben. Sander blickte nach seiner Verbündeten hin, indem er ihr ein Zeichen gab, das sein Erstaunen über den Anblick dieses Mannes verrieth. Sie bemerkte diese Verwunderung. That, als wenn sie an ihm vorbeiging und flüsterte ihm zu: „Staunen Sie nicht, Freund, sondern handeln Sie. Der entscheidende Augenblick ist da." , Der Abendgast, der so an einem Tische saß, daß er Beiden den Rucken zukehrte, bemerkte Nichts. Er las ruhig weiter. Da faßte der junge Mann sich ein Herz. Er erhob sich vom Stuhle, legte das Zeitungsblatt auf den Tisch, schritt aus Herrn Hantelmann zu und sagte mit lauter, fester Stimme: „Guten Abend, mein werther Herr Sander! Es freut mich unendlich, Sie in Hamburg wieder zu treffen." 'Der Abendgast wandte rasch den Kopf. Der junge Mann sah ein Gesicht, das unläugbar Schrecken und Verlegenheit ausdrückte. Aber es wahrte nicht lange, so hatte Herr Hantelmann seine Fassung wiedergesunden. (Forts, folgt.) 28. Januar. In Petersburg circulirt, wie uns von dorther geschrieben wird, folgendes Gerücht über die entdeckte große rufsiche Verschwörung: Am ThronbesteigungS- tage des Kaisers (den 19. Februar) sollte und soll noch eine Art Bartholomäusnacht oder sicilianische Vesper in Scene gesetzt, die kaiserliche Familie ausgerottet, alle Deutschen ermordet und statt dessen eine „rein slavische" Verwaltung organisirt werden. Man hört nichts Genaueres, wie diese „rein slavische" Verwaltung sich sonst zu Bakunin's Lehren zu ver- halten hätte. Man erzählt, über 700 Personen seien durch die Vorgefundenen Papiere compromittirt. Eine Menge sind ergriffen und spurlos verschwunden. Frauen sind auch bei der Sache betheiligt. Wie viel in diesen Gerüchten genau, lassen wir vorläufig dahingestellt; einige Uebertreibungen sind um so leichter möglich, als von Oben her in solchen Dingen die Geheimnißkrämerei Styl ist. 29. Januar. Ueber den Austritt des Fürsten Auersperg be- merkte der Reichskanzler Beust: Ich habe dieses Er- eigniß tief beklagt, ich habe die äußersten, die anhaltendsten Anstrengungen gemacht, es zu verhindern; ich habe selbst jene Begegnung, die dazu Anlaß gegeben hat, tief bereut; aber ich habe nie zugestehen können und kann es heute nicht zugestehen, daß diese Veranlassung jenes Ereigniß herbeiführen mußte. Das Gespräch, das damals von mir gepflogen wurde, kann ich, was mich betrifft, einfach in folgenden Sätzen hier resumiren und Ihnen mittheilen. „Ich bin nicht hier, um Verhandlungen zu pflegen, weil ich weder den Beruf, noch das Mandat habe. Es ist mir erwünscht, Ihnen (den Czechen) zu sagen, daß ich nicht das bin, wozu Ihre Zeitungen mich machen — ein Slavensreffer. Nachdem ich aber die Verfassung unterschrieben habe, kann ich aus derselben nicht zu Ihnen heraustreten, sondern wenn Sie sich mir nähern und mit mir verkehren wollen, so müssen Sie in die Verfassung eintreten." Der „Pesther Lloyd" bezeichnet die Herstellung der Einigkeit zwischen dem Grafen Beust und der Minister-Majorität als eine äußerliche, welche keine Dauer haben könne. Das Majoritätsprogramm sei Experiment, das, wenn es nicht gelingt, seine Träger unmöglich mache. Beust sei ein Mann der Zukunft, er solle sich deßhalb nicht aufreiben. „Pesti Naplo" sieht in Beust's Rete ein Zeichen aufrichtigen Aecep- tirens der Majori'täispolitck. Beust's Geständniß seiner Sympathie für die Minorität sei keine Kriegserklärung gegen die Majorität. Die „Reform" plai- dirt dafür, Beust möge sein Mandat niederlegen; er sei nicht allein Oesterreich, sondern auch Ungarn verantwortlich. „Ellcnör" sieht in der Rede eine Kriegserklärung gegen das österreichische Ministerium; deßhalb hat sie seine Billigung. Im französischen Kriegsministerium beschäftigt man sich mit einem Plane zur schleunigen Mobilisirung der Armee auf ein gegebenes Zeichen in allen Theilen der Monarchie. Dieser Plan soll gleichsam eine Wiederholung aller der Dispositionen im vergrößerten Maßstabe sein, die mit Bezug hierauf bereits speciell für die Armee von Paris bestehen. Das AusweisungSdecret des rumänischen Ministers Cogolnitscheano liegt uns heute vollständig vor. Der Minister fordert die Präfecten auf, alle Juden, die am letzten St. Georgstage noch nicht aus den Landgemeinden vertrieben worden sind, längstens bis zum Tage des heiligen Demetrius hinauszuschaffcn. Die Beamten, welche dies unterlassen, werden mit Strafe bedroht. Bekanntlich hat die Pariser Alliance isradlite auf Antrag Cremieux' bereits Schritte bei den Schutzmächten Rumäniens eingeleitct, damit die odiöse Maßregel zurückgenommen werde. 30. Januar. Die „Constitutionelle Ztg." schreibt: „Aus der Fi- nanzcommission sind über die heikle Frage der Abschaffung der Sächsischen Specialgesandten nicht weniger als vier Gutachten zu erwarten. Die Abgg. Oehmichen und Heinrich bejahen die Beibehaltung der sächsischen Diplomaten, so lange dieses Recht in der Bundesverfassung gewährleistet ist, unbedingt. Der Adg. Minckwitz will erst dann für die Abschaffung stimmen, wenn ein dem Reichstage verantwortliches Bundesministerium vorhanden ist. Abgg. Fah- nauer und Klemm beantragen, die Gesandten nur so lange noch transitorisch beizubehalten, als die Bun- deödiplomatie ihren anderweiten Eharacter als Organ der preußischen Regierung fortführt. Die Abgg. Rentzsch und Jordan endlich sind für die sofortige und definitive Abschaffung des gesummten Apparates unseres Ministeriums des Aeußern." Gutem Vernehmen nach wirb StiftSprobst Dr. Döllinger in der „Allg. Ztg." eine Erklärung veröffentlichen, im Wesentlichen dahin lautend, daß derselbe das ihm durch den MehrheitSschluß der Münchener Gemeindecollegien zugedachte Ehrenbürgerrecht ablthnen muffe. Motivirt wirb diese Ablehnung damit : er (Döllinger) dürfe nicht geschehen lassen, daß die durchweg religiöse Frage, welche seine Auszeichnung veranlaßte, ihrer naturgemäßen innerkirchlichen Stellung entrückt und in ein ihr fremdes Gebiet hinübergezogen werde. Der Adreßentwurf der Majorität der baierischen Abgeordnetenkammer sagt bezüglich der Verträge mit Preußen: Nie wird eine Lockung zum Vertragsbrüche bei unserem Volke Eingang finden, aber wir leben in einer Zeit, die zu entscheidenden Krisen fuhrt und wo von europäischen RechtSzuständcn kaum die Rede sein kann. Die Verträge mit Preußen sind erfahrungsgemäß der Deutung fähig und die möglichen Deutungen verbreiten Beängstigung im Volke, daraus entspringt unwillkürlich das Verlangen nach einem Leiter der auswärtigen Angelegenheiten, welchem das Vertrauen des Landes entgegengetragen würde. Der „KarlSr. Ztg." wird aus Wien berichtet: Aus Madrid trifft eine interessante Miltheilung ein. Serrano hat es für angezeigt errachtet, nochmals vertraulich zu sonbiren, wie Frankreich die Thron- candidatur eines Prinzen des Hauses Orleans auffasse. „Seien Sie überzeugt — war die sofortige Erklärung des französischen Botschafters — daß für den Kaiser der Franzosen jeder Souverän, den Spanien sich geben möchte, der Erwählte der Nation sein wird. Jeder — ohne eine einzige Ausnahme." Aus Belgrad wirb der „Allg. Ztg." geschrieben: Glaubwürdigen Nachrichten zufolge, welche der „Srbsti Narod" mittheilt, gehen in Bosnien und der Herzegowina große Rüstungen vor sich. Alle Festungen ln diesen zwei Provinzen werden armirt und mit ungewöhnlich starken Garnisonen versehen. An manchen Orlen werden die Artilleriearbeiten durch fremde Offiziere geleitet. In der Herzegowina sind viele neue Forts erbaut worden. Aus Konstantinopel langen große Quantitäten Munition an. Fragt man, welche Ursache dieser auffallenden militärischen Thätigkeit zu Grunde liegt, so erhält man von den osmanischen Offizieren zur Antwort, die Pforte glaube Grund zu Befürchtungen zu haben, daß sie im Frühjahre sich einem ausgebreiteten Aufstand gegenüber befinden werde. Die Rajahs sind übrigens allenthalben von ihren Lebenssorgen so niedergedrückt, daß sie kaum an eine Erhebung denken. Die Geschichte und das Ende des canbischen und des allerneuesten Bocchesen- AufstanbcS, könne zu solchen Unternehmungen auch keinen Muth einflößen. — In der Militärgrenze wachsen die Agitationen von Tag zu Tag mehr. — Die Lage der Dinge wirb daselbst eine wirklich ernste. Preußen. Berlin, 24. Dec. Der „Allg. Ztg." wird berichtet: Zn den weiten Räumen deS königlichen Schlosses herrscht seit gestern ein regeS Leben. Um die Mittagsstunde wurde dort daS alljährlich wiederkehrende Ordensfest gefeiert, zu dem diesmal über 1000 Einladungen an Inhaber von Orden, Ehrenzeichen und Rettungsmedaillen ergangen waren, und Abends 9 Uhr hielt der Erzherzog Karl Ludwig von Oesterreich mit feinem Gefolge daselbst feinen Einzug. Die Ankunst deS Erzherzogs auf dcm Anhalter Bahnhof erfolgte 35 Minuten nach 8 Uhr. In seiner Begleitung befanden sich der ihm beigegebene Generaladjutant Graf v. d. Goltz und der Flügeladjutant v. Alten, welche dem hohen Gast bis Röderau entgegengefahren waren. Auf dem Perron des Bahnhofes war eine Ehrencompagnie deS Kaiser Alerander-Regiments mit der Regimentsmusik aufgestellt, welch letztere die österreichische Nationalhymne anstimmte, als der Erzherzog in den Bahnhof einfuhr. Der Kronprinz und sämmtliche Prinzen des fön. Hauses hatten sich zum Empfang des Erzherzogs auf dem Bahnhof eingefunden, meist in der Uniform ihrer österreichischen Regimenter und geschmückt mit österreichischen Orden und Ordensbändern, während der Erzherzog die Uniform seines preußischen Regiments, deS osipreußischen Uhlanen - Regiments Nr. 8 , trug, bedeckt mit den Insignien preußischer Orden. Die Begrüßung war gegenseitig eine recht freundliche, ohne gerade Herzlich genannt werden zu können. Nach Beendigung der Vorstellungen sühne der Kronprinz den Erzherzog zum Wagen und fuhr mit demselben zum Schloß, von wo aus der letztere sofort dem König und der Königin seinen Besuch machte. Am Bahnhof waren ungefähr 4—5000 Menschen versammelt, die in dem Augenblick, in welchem der Erzherzog und der Kronprinz d.n Wagen bestiegen, in ein wicdeiholteS Hurrahge- schrei auebrachen. Rußland. Peterburg, 18. Jan. Die letzt entdeckte Verschwörung fordert immer neue Opfer. Die Peter-Pauls. Teilung ist mit Verhafteten und in die Affaire Verwickelten überfüllt. Vorzugsweise groß soll die Zahl verhafteter Damen und Polen sein. Die Polizei hat bei dieser Gelegenheit große Umsicht und Energie an den Tag gelegt und man kann froh sein, daß die Regierung noch rechtzeitig der Agitation auf die Spur gekommen, denn sonst wurde die Zahl der Opfer noch eine größere geworden sein, während jetzt manchem Unbedachtsamen die Augen aufgehen und er zur Umkehr von dem gefährlichen Weg, auf welchem er sich befindet, veranlaßt wird. Im Volke selbst findet die ganze Agitation durchaus keinen Anklang, und die Zahl derer, die sie vom Grunde ihre- Herzen- aus verdammen, ist eine überwiegend große. Spanien. An der Universität zu Madrid hat eine Kundgebung der Studenten gegen die Vorschrift stattgesunden, nach welcher derjenige, der zwei Wochen lang ohne genügende Entschuldigung aus den Vorlesungen fortbleibt, von dem akademischen Verzeichnisse zu streichen ist. Der Minister deS Innern hat erklärt, daß er keine Aenderung vornehmen werde, da die Bestimmung mit der Unterrichtsfretheit vollkommen vereinbar sei. Er weide überdies jeden verhaften lassen, welcher Unordnungen anstifte. Vermischtes. Offenbach, 24. Jan. Heute Morgen kurz nach 8 Uhr wollte der in der Wagenfabrik von Dick und Kirschten hier beschäftigte Federnschleifer Erb einen neuen Schleifstein von 90 Eentner Gewicht und 15 Fuß Durchmesser prüfen, der gestern eingelassen und heute zum erstenmal durch die Dampfmaschine in Bewegung gesetzt wurde. Plötzlich flog der Stein in zwei Theile, wovon der eine Erb erfaßte, demselben Schenkel, Brust und Hirnschale zerschmetterte und mit ihm durch das mit Gisenstäben vergitterte Fenster 20 Fuß weit in den Hofraum der Fabrik hinausfuhr. Erb war nach wenigen röchelnden Athemzügen eine Leiche. (Fr. Ztg.) Vom Rhein. In der chemischen Fabrik von Wafferfuhr und Eomp. bei Dunnwalv, IVz Stunden von Köln, wo man Glycerin verarbeitet, hat am Abend des 25. Januar eine Erplofion stattgefunden, deren von starkem Knalle begleitete Erschütterung bis in Köln wahrgenommen wurde. In dem größeren Umkreise, wo daS Unglück sich ereignete, hat man 15 Leichen zusammengetragen. Acht 62 Fuß lange Schuppen find völlig auseinander gerissen und von dem Laboratorium erblickt man nur noch zwei Mühlsteine und ein Dampfkamin. Mühlheim a. Rh., 26. Jan. In der vergangenen Nacht wurde die in der Nähe der hiesigen Stadt, in dem Dorfe Dünwald belegene Sprengpulver.Fabrik durch eine Erplofion zerstört, wobei 15 Personen ihren Tod fanden und 3 verwundet wurden. Die Erschütterung wurde mehrere Meilen im Umkreise verspürt. In England tritt als neueste Mode auf: das Hinken. Bekanntlich geht die schöne Prinzessin von Wales, Alerandra, in Folge von Krankheit noch immer etwa- lahm und diese- traurige Gebrechen beeifern sich die englischen Damen nachzuahmen. Zu diesem Zwecke wird von einer Stiefelette der Absatz gänzlich entfernt, auf der andern dagegen bedeutend erhöht, und das dadurch künstlich hervorgebrachte Hinken nennt man „ä la Alerandra." Zu Rangoon, Hauptstadt deö englischen Hinterindiens, fand am 11. December die Hinrichtung von sechs Hindus Statt, bei welcher Gelegenheit sich wieder einmal zeigte, welche erstaunliche Selbstbeherrschung die Asiaten in solchen Fällen besitzen. Die unglücklichen Opfer diese- traurigen ActeS waren die Rädelsführer einer Emente, welche wenige Wochen vorher im dortigen Eentral-Gefangnisse auSaebrochen war und bet welcher der Gefängniß Vorsteher, Dr. Maingay, fein Leben verlor. Einer der Sechs, Pho Oo, war ein schön gewachsener, kühner Mann, den daS Volk nur unter dem Namen „der Fürst" kannte, weil er seine Abstammung von der königlichen Familie von Burmah herleitet. Er sollte sieben Jahre im Kerker sitzen, in den ihn politische Vergehen geführt hatten. Ein anderer der Verurtheilten nannte sich Phan Zan; er hatte den Vorsteher deS Gefängnisses niedergeschossen. Auch die anderen alle waren sehr verwegene Charactere; zwei derselben hatten schon ihre halbe Strafe erhalten, indem man sie auf der Flucht einfing und dabei sehr schwer verwundete. Die Delinquenten empfingen kurz vor dem Gange zur Richtstätte den Besuch eines buddhistischen Geistlichen, nahmen in aller Ruhe ein Bad, dann ein Mittagessen und erfreuten fich noch einmal deS Genusses, zu rauchen. Als man sie fragte, ob fie ihren Freunden eine Botschaft zuruckzulassen hätten, antwortete Pho Oo : „Gebt meinen Leib den Priestern. — Ich gehe ruhig in den Tod." Phan Zan : „Sagt meine Grüße an mein liebes Weib, meine Kinder, meine Familie." Lay Oung antwortete: „Wir Alle find geboren, einmal zu sterben. Mir ist die Furcht fremd." Gin Anderer bat, den Seinigen mitzutheilen, daß er fich nun erlöst glaube. Die beiden Kranken gaben keine Ant- woit, sie waren zu schwach. Kurz nach 3 Uhr begann die traurige Procesfion nach den Nichtplatze, den die Verwundeten auf Tragbahren erreichten. Namentlich der „Fürst" verlor keinen Augenblick seine Haltung und sprach zu dem General- Jnspector der Gefängnisse, Dr. Donnelly, einige Worte der Vefliedigung, daß nun alles zu Ende gehe. Gr stieg mit festem Schritte auf das Schaffot, von wo er zu dem Volke, welche» in großen Massen erschienen war, einge Worte sprach. Der Scharfrichter, ein Portugiese, versah mit Gewandtheit sein düsteres Amt, und nachdem das Urtheil verlesen, hingen die sechs Hindus alsbald zappelnd am Galgen. Einem brach da» Genick sofort, auch die Kranken waren schnell erlöst, aber der Fürst rang lange mit dem Tode. Nach zehn Minuten hatten Alle ausgehaucht. Die Zuschauermenge verzog sich schweigend, und auch die Gefangenen — dreihundert an der Zahl — die der Erecution unter militärischer Bedeckung anwohnen mußten, um sie durch dieses Beispiel zu„warnen, wurden in ihre Zellen zurückgeführt. (Berichtigung.) Unter dem Titel „Lebendiges Heiz- mat.rial" hatten wir in unserer Zeitung vom 22. d. M. nach englischen Blättern eine Notiz gebracht, nach welcher auf einem von Waterford kommenden englischen Schiffe lebende Schweine verbrannt wurden. Wie nun dem „Globe" von einem der Secretäre der Bristol General Steam Navigation Eompany mitgetheilt wird, war die Geschichte durchaus entstellt, und aus dem Schiffe wohl 18 Schweine verbrannt worden, aber dieselben waren in Folge eines Sturmes erkrankt und crepirt. Da das Fleisch unbrauchbar war, so fand es der Capitän für nützlicher, die „tobten" Körper als Heizmaterial zu verwenden al» sie über Bord zu werfen. Die Bevölkerung der Erde. DaS „Athenäum" sagt, die Bevölkerung der Erde betrage einer unlängst angestellten Schätzung zufolge 1228 Millionen Seelen, wovon 552 Millionen der mongolischen, 360 Millionen der kaukasischen, 190 Millionen der äthiopischen, 176 Millionen der malayischen und 1 Million der indo-amerikanischen angehören. Die jährliche Sterblichkeit Übersteigt 33 Millionen. Nedaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.