ird fnt L," oer tragen Hauses.^ Untei wird rin *NhiifVr ,fi «cschlüsskn. ?L"" dm jwä^ ‘VÄ,** *Nd)t du :' s'^r weiteren cn.,'t-längere ' 2" Pension M ‘ l^ped. d. Bltts. — b- die eine 5uk n arbeiten kann, !" Tienst gesucht. 1 bei der (fjpeb. m Marburg, in "crsk ls ßttoij i|), 'klikitigkS 3ii|tiu* (6 fhn so sicher, Crgtl. hinten besitzt einerseits (tt tCTßtfm(nr ig anjscsien unb ist zu ritzisiriun tcsrr zeichnete rgen, fattit sch tzm Esa- igen hat. ip. in ffhom in der ct sich bereits voll- t ihrer rorzügtichen len, wo die Diutlerr iFj besonders wieder Ter sie einmal otr- ti£hdi0. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. (7359) Vogt. 7325) Dos Fahren der Gießmaschine, und zwar in täglich 10 Stunden soll im Soumissionswcge vergeben werden. — Diejenigen kiesigen Einwohner, welche diese Arbeit übernehmen wollen, werden eingeladen, ihre desfallsigen Anerbietungen mit Bestimmung der Vergütungen binnen drei Tagen verschlossen an uns einzusenden. Gießen, den 27. August 1869. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 7322) Ccfen und Heerde zu Steinkohlen- und Holzbrand, Kochgeschirre, Stein- und Braunkohlen empfiehlt I. G. D. Bapst. 7323) Eiserne Bettstellen, Flafchen- schränke, Gavtcnmvbel, Grabkreuze empfiehlt I- G- D- Bapst. 12 „ 52 „ 25 „ Vermischte Anzeigen. Agenten und Reisende, welche Colonialwaaren- Detailgeschäfte besuchen, können einen praktischen, eleganten, neuen Artikel, dessen jedes dieser Geschäfte bedürftig und wozu nur ein Muster in photographischer Copie nöthig ist, unter hoher Provision in Vertretung erhalten. Nur solide Neflectanten belieben ihre Adresse mit Angabe der Tour unter Chiffre D. II. 704 an die Annoncen - Expedition von Hansenstein «fe Vogler in Leip- Lieferung von Gußwaaren, veranschlagt zu.....33 Schlosserarbeit, veranschl. zu 10 Von gleichem Datum an . Frankfurt abgehende Courierzug in Vilbel In Folge dieser Aendernngen wird ein gegeben, welcher auf den Stationen zu erhalten ist. Cassel, den 26. August 1869. v 6/j , ächtfarbig, V g Lilionese, entfernt in 14Tagen alle Hautunrcinigkciten, ga- rantirt Allein ächt bei Carl Frech, in Gießen. Feiigebotenes. Kupferne WaschKefsel 7320) Gewehre, Jagd- und Scheiben- pulver, Schrot, Kugeln, Zündhütchen, Patronenhülsen und Pfropfen empfiehlt ___________I. G. D- Bavst. 7360) Fichtenstangen von 30 bis 50 Fuß Länge, sowie Buchen-Sckeidholz erster Qualität, sind in allen beliebigen Quantitäten zu verkaufen bei August Bartholomay, wohnhaft in der Mühlgasse bei Herrn __________Küfer Schmoll.__________ 7310) Ein gut erhaltener Flügel ist wegen Mangels an Raum billig abzugeben. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 7312) Eine größere Quantität vortref-f- licher Kochbirnen ist im Ganzen oder mestenweise abzugeben Asterweg Lit. A. Nr. 101. Bettzeug, , „ , >' " L- Bettzeug in Leinen, die Elle zu IS Taschentücher, das Stuck zu <> fr. (Sämmtliche Maaren, eigenes Fabricat, sind von guter Qualität und werden, im ganzen Stuck genommen, noch billiger abgegeben.) Mein Stand befindet sich, wie immer (an der Firma kenntlich), auf dem Marktplatz, und bitte ich um so mehr um geneigten Zuspruch da dieö der letzte Gießener Jahrmarkt sein wird, den ich in diesem Jahre besuchen werde. Adolph Hensel, aus Tanbenheiin bei Bautzen (Königreich Sachsen). Frankfurt und Gießen mit folgenden Cnrszeiten in den Fahrplan vom Abgang in Gießen 6 Uhr 15 M. Vormittags. 42 3 17 29 41 58 26 39 9 32 12 1 1 1 1 1 2 2 3 3 „ „ Ankunft „ Gießen 3 „ 50 „ „ Weiteres und vorbehaltlich jederzeitigen Widerrufs der um 11 Uhr 15 Min. Abends ankalten. (Abgang in Vilbel 11 Uhr 30 Minuten ) neuer Fahrplan für die Main-Weser-Bahn, gültig vom 1. September 1869, aus- 7338) Incarnat-Kleesaamen, ISGÜr, billigst bei Ernst Hermes. 7353) Sehr gute Kochbirnen sind zu verkaufen im Körner'schen Garten. 7319) Ein Mädchen mit guten Zeugnissen kann in ein Colonial- und Leinen- Geschäft eintreten. Näheres in Lit B. Nr. 77 zu erfragen. _ 7346) Ein tüchtiges, gesetztes Laufmad- chen wird gesucht. Von wem? sagt bie Erped. d. Bltts. 7342) C o m iit i o und Reisende werden schnellstens placirt und den Herren Principalen nn ent geldlich nachgewiesen durch Th. Paul jim„ Agent in Mannheim.____________ 7336) Am Sonntag, den 29. August, ist in Heuchelheim ein goldenes Armband gesunden worden und kann abgeholt werden Schloßgasse Lit- A- Nr- 257. 7314) Eine», geehrten Publikum ven Gießen und Umgegend die ergebenste Anzeige, daß ich den bevorstehenden Gießener Jahrmarkt mit einem großen Lager von Bcttzeng nnd Leinwand wieder besuchen werde, und zu nachstehend billigen Preisen^ verkaufe, als: Leinwand, die Elle von 12 bis 15 fr., zu 15 fr-, 6/i breit, von 18 bis 20 fr., 6/4 breit, Photographie. D7361) Ein tüchtiger Gehülfe und ein Laufjunge oder Mädchen gesucht von H. L. Perger, ______________Photograph und Maler. 7324) Ein junger Mann wünscht in seiner freien sZeit sich mit Schreiben zu beschäftigen. Näheres bei der Exped. d- Bl. 7352) Zwei brave, mit guten Zeugnissen versehene Dienstmädchen werden für die Küche des akadem. Hospitals auf Michaeli zu miethcn gesucht. Anmeldungen haben bei der Direction zu geschehen. 7351) Lumpen und Knocken, sowie Makulatur-Bücher, verschriebenes und Zeitungs- Papier kauft Meyer Rothenberger, Neuenweg. in allen Großen bei Airffir-vf Schlessin fjei Markt-Anzeige. 7305) Eine kleine Familiemvohnung ist an eine stille Familie zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7311) Ein möblirtes Zimmer mit (Sabinet ist zu vermiethen bei Krauskopf, Hofgericktsodvoeat. 7313) Im Peppler'schen Nebenhause auf dem Seltersberg ist die Parterrewohnung, bestehend aus 6 Zimmern, nebst allem Zubehör, vom 22. November an, oder auf Verlangen auch früher, zu vermiethen. 7303) Ein neu eingerichtetes Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei M. Weißbäcker. 7304) Zwei Logis sind zu vermietben bei Louis Flett, im Sckwanen. 7317) Ein möblirtes Zimmer ist für nächstes Semester zu vermiethen. Louis Petri U, Neuenweg. 7350) Ein Zimmer, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen bei Hermann Spies, Neuenweg. 7339) Neue holländische Vollhäringe, Prima-Sardellen empfiehlt ___Ernst Hermes. 7321) Kleesamen (Jncarnat, Luzerner und deutschen) und künstlichen Dünger empfiehlt I. G. D. Bapst, 7347) Ein Sopha ist billig zu verkaufen bei I. Köhler, Seltersweg. 7318) Druckzcnge in billiger und ganz schwerer Qualität empfiehlt in schöner Auswahl H- M. Jughardt. Freiwillige Bersteigeruug. 7307) Dienstag den 31. August, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich meinen „Gasthof zum Adler" mit allen dazu gehörigen Grundstücken, zusammen oder getrennt, auf hiesigem Nathhaus meistbietend versteigern. Ernst Pitthan. Die Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. 7326) Mittwoch den 1 September 1869, Vormittags 9 Uhr, werden auf hiesigem Rathhause folgende Arbeiten an den Wenigstnehmenden ver- 7327) Mittivoch den 1. September 1869, des Vormittags 9 Uhr, soll die Aufräumung des Landmehrgrabens, zum Betrage von 60 fl. veranschlagt, auf geben, als: Eine möblirte Stube nebst Cabinet ist zu vermiethen im Brühl'schen Hanse, _____________________am Brand._____ 7331) Das seither von Herrn Heinz bewohnte Mansardeu-Logis im Vorderhaus, bestehend aus 4 Zimmern, Kücke, Magd- unb Bodenkammer, nebst Wasserleitung und allen Bequemlichkeiten, ist durch dessen Wegzug im September zu vermiethen. H. Becker, Neue Anlage. 7316) Mein an der Hardt gelegener Felsenkeller ist anderweit zu verleihen. L. Büsch Wittwe. Vermiethungen. 7344) Ein möblirtes Zimmer ist in der neuen Anlage zu vermiethen. Näheres sagt die Erped. d. Bltts._____________________________ 7343) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei G- H- Balser, Glaser, ___________ Seltersweg. 7332) Neue Anlage, in H. B ecker's Nebenhaus, ist die Mansarden-Wohnung, bestehend aus 7 Pieren, Küche und Bodenkammer, nebst allen Bequemlichkeiten, bis September zu vermiethen. 7337) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei H. Seibe r t- 7354) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Bernhard Pflichter. ,t,unbN41n I Schwa», Anzeigen. 1 September, »2 Uhr, Partie »ach j» fiublitber Fe». «, alte Lieh. -<« W " iinb LelE J Pit ® ntbft Cabinet ist ibl'schen Hause, im ?ranb. J&B1'11* wV1W 1H i Ö . piatirt ___■— ■s • cli'dib»11 ® n Herrn Heinz iö im n, Ruthe, Matzd- Vajjnlritung und i durch dessen Wcg- mniethm. ; Z?eue Anlage. Hardt gelegener zu verleiben. .Pusch Wittwe. Iclailgeschäfte be- ikm'chen, eleganten, dieser GesWt [r tin Muster in nötbift ist. unttr lI?T(tun(i erhallen, .lieben ihre Metz unter bhüste D H. - Expedition w® i 06,er '”t* ^aphie , (-rbülse und etn n ^iucht von iitrfler, -chi.ib-n i« %-JSS ,-L iagt - 15 Admdz "b-r 1869, aus, r ■' ^nhn. iren, " 12' ■ -33, _ hu 10 R> ■ |2 ", 16 ■ 1869.25 ’ 28 ’ nnaiterci Gießen. Grosse garantirte Geldverloosmig. 7333) Am 20. September d. I. beginnt die vom Staate eingerichtete und aarantirte große Geldverloosnng, worin: 25,300 Gewinne mit zusammen 3 Millionen 677,400 Thaler zur Entscheidung kommen. Hierzu kostet ein ganreS Loos 2 Lhlr., „ Kalbes „ 1 ,, .. f „ Viertel „ % „ dtese verwenden wir auf vorherige Einsendung des Betrages mit amtlichem Plan, und nach Entscheidung sofort die betreffende Liste. Gewinngelder zahlen wir gegen Einlieferung der Treffcrloose sofort baar aus, und berufen uns auf unsere bekannte reelle Geschäftsführung. Unter den größeren Gewinnen figuriren folgende: 230,000. 130,000. 100,000. 30,000. 40,000. 23,000. 2 ä 20,000. 3 a 15,000. 3 ä 12,000. 1 a 11,000. 3 ä 10,000 4 ä 8,000. 5 ä 0,000. 11 ä 3,000. 1 ä 4,000. 20 a 3,000 131 a 2,000. 0 ä 1,300. 3 ä 1,200. 156 ä 1,000. 206 a 300 rc. rc. Mit dem Verkaufe dieser Loose sind wir betraut worden und wolle man bei Bestellungen sich direct an uns wenden. Beträge können der Postersparniß halber auf Postanweisungen machen, wobei um deutliche Adresse der Absender bitten. 8. Ä. Behrens & Co.. Bank- und Wechselgeschäft in HaBiiburg;. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Mitglieder-Versammlung Dienstag den 31. August, Abends 8 Uhr, im Promenadehaus. In Auftrag: Hch. Schneider. 7362) Das beite Glas Bier trinkt man eben in der Wirth schäft von C. Pipp. Mehrere Biertrinker. Lehrer. 7330) Es wird ein tüchtiger Lehrer gesucht, welcher in den Realien (besonders Deutsch und auch etwas Latein) Unterricht erthei- len könnte. Näheres mit den Referenzen bei der Direction des Intcrnatioua!- LehrinstitutS zu Bruchsal (Baden.) 7335) Schriftliche Arbeiten, Buchführung, französische und englische Eorrespondenz, auch lateinische Eopien werden pünktlichst besorgt. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7306) Ein Dienstmädchen wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. a Missiongfest in Heuchelheim. 7349) Nachdem von den beiden Decana- ten Gießen und Großen - Linden zum Orte ihres diesjährigen Missionsfestes Heuchelheim bestimmt worden ist, so lädt auf den Verjährungstag des hiesigen Brandes : Donnerstag den 2. September, Morgens 10 Uhr, der unterzeichnete Kirchenvorstand alle Missionsfreunde herzlich dazu ein. Der Kirchenoorstand. Jung. K r ö cf. Hofman n. Reidel. Briegleb. 7230) Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Uhrmacher Scharmann auf dem Kreuz. l>r. Lorenz, pract- Veterinärarzt. 7315) Ein braves, mit guten Zeugnisserr versehenes Dienstmädchen, das gehörig kochen kann, wird gegen einen Lohn von 70 bis 80 st. auf Michaeli oder früher zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. 7308) Ein Kindermädchen wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. Zur Nachricht. 7277) Mittwoch den 1. September schicke ich wieder Gegenstände zum Färben und Drucken an die Bloch'sche Hofschönfärberei in Darin stad t ab. I- Schlund, Schloßgasse. BörsfiiDachrichlcu. 28. August 1869. Pienes. 41/2% Obi. 93 Frankf. 3%% Obi. 80% Nass. 4%% Ubl. 92% Kurh. 4% Obi. 85% Hess. 4% Obi. b. Roths. 91% n 3%% do. do. 87% Bayer. 5% Obi. 101% r 4%% 1jährige 94% n 4%% 1 -Jährige 94% Wärternb. 4%°,o Öbl. 92% Baden 4%% Obi. o. E.L. 93% Oestr. 5% b. R. 59>/g T 5% National 57 „ 5% Metall. Obi. — „ M. steuerf. 52% Amer. 6% 1882r Bels. 88% „ 60/g 1885r 87 Ac-tien. Frankf. Bank 121% Oester. Bank 740 „ Creditact. 294’/2 Darrost. Bankact. 316 Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 393% Ludwigsh.-Bexbach 168 Maxbahn 105% Bayer. Ostbahn 129 Hess. Ludwigsbahn 141% 3% östr. Stsb.-Prior. 58% 3% östr. s. Lombard. 50% 3% Livorneser 33% Toscaner 54% Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 98 5% Elisabeth-Prior. 76% do. II. Emiss. 73% Anlehensloosie. Kurh. 40 Thlr. Loose 57 Nassau fl. 25 b. Roth. 40% Gr. Hess. fl. 50 b. H. 177 Gr. liess, fl. 25 b. R. — 40,o bayr. Präm. Anl. 105% 4O/o badische Loose 103% Badische fl. 35 Loose 57% 1858r Prioritätsloose 157 l860r Loose 83 1864r „ 119 Wechsel. Amsterd. k. S. 100% Augsb. k. 8. 99% Berlin k. L. 105 Bremen k. 8. 97% Cöln k. S. 105 Hamburg k. 8. 88% Leipzig k. S. 105 London k. 8. 120 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95% Wien k. 8. 96% Disconto 3% % Q. Geldsorten. Pr. Gass. Sch. 1 44%-45% Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. 9 58%-59% Pistolen . . 9 50 52 T doppelte 9 51-53 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 33-34 Engi. Souver. 11 56 ä 12 Kuss. Imper. 9 51 53 Doll, in Gold 2 28-29 Feuilleton. D i e U a m e n l 0 s e. Novelle von Theodor König. (Fortsetzung.) „Nun, eine Mißbeirath wäre aUiromßa in der Familie von Bergen etwas ganz Unerhörtes," warf Berthold hin. „Wäre ich meinestheils indessen reich genug, ein armes Märchen zu heirathen, wahrhaftig, ich konnte in Versuchung gerathen, das alte Heirathög'setz unserer Familie zu meinen Gunsten abzuschaffen." Carl verfiel nicht im Entferntesten auf den Gedanken, daß dics-n flüchtig hingeworfcncn Reden irgend ein tieferes Gefühl zu Grunde liegen könne, und das Gespräch brach hier von diesem Gegenstände ab. Der junge Officicr wurde indessen von anderen Augen bewacht, die besser in seinem Innern zu lesen verstanden, und zwar waren eS die des Informators. Mit nur mühsam verhaltener Erbitterung hatte dieser die bei jeder Gelegenheit offen zu Tage tretende Zuneigung der unshuldigen Hyacintha zu dem hübschen jungen Militär und den Eifer, mit welchem dieser ihre Nähe aufzusuchen pflegte, bemerkt. Bei einem Zusammentreffen mit dem älteren Bruder im Parke fragte er diesen nach einigen kurzen, gleichgültegen Gesprächen, wo Berthold sei. „Das weiß ich ni.bt," war die Antwort. „Vielleicht, daß er eben für Hyacintha Rosen pflückt." „Aber so sagen Sie mir doch einmal, Carl, glauben Sie, daß Berthold es ernstlich meintfragte Willcrt sehr bedenklich. „Ernsthaft? Was?" „Run, ich meine, ob Sie glauben, dasz er ernstliche Absichten babe, sich mit Hyacintha zu verbinden?" entgegnete der Informator. „Aber mein Gott, w.lch' ein verwundertes Gesicht Sie auf einmal machen! Sie müssen doch bemerkt haben, daß er sie vom Morgen bis zum Abende mit Aufmerksamkeiten verfolgt. „Welche Thorhcit, mein bester Herr Willcrt, au dergleichen überhaupt auch nur einmal zu denken!" rief Carl, plötzlich die Farbe wechselnd, erstaunt aus. „Hyacintha ist ja noch immer nichts mehr wie ein Kind und außerdem unsere Adoptivschwcster." „Um Vergebung!" warf der Informator rasch ein. „Ein Kind zu sein hat sie aufgehört und daß sie eben die Adoptivtochter des Hauses ist, wird sie schwerlich daran hindern, eine etwas mehr wie schwesterliche Zuneigung zu dem hübschen jungen Cavallerie-Officier fassen zu lernen, der ihr, wie eö ja scheint, mit so vieler Grazie den Hof macht." „Bloße Phantasie von Ihnen, Willcrt, wirklich bloße Phantasie!" sagte Carl nach kurzer Pause. „Berthold ist nicht in der Lage, ein vermögenloses Mädchen zu heirathen, und daß er nie darauf verfallen würde, mit den Gefühlen Hyacintha's ein leichtfertiges Spiel zu treiben, dessen bin ich gewiß." „So müßte er denn mit offenen Augen sehr blind sein," sagte Willert abgebrochen. „Und dennoch, wer möchte es unternehmen, Berthold geistiger Befangenheit oder besonders strenger Lcb.cnSansichten zu zeihen. Bedenken Sie, Carl, daß er lange in der Fremde, vielleicht viel unter leicht denkenden jungen Leuten gelebt hat. Wer weiß, ob er eben in dieser Beziehung so strenge Ansichten hegt wie Sie und ich!" „Nun, ich werde ernstlich mit ihm reden," sagte Charl, „aber ich glaube wirklich, Sie befinden sich im Irrthume, Willcrt. Hyacintha's unschuldige Neigung zu ihm ist sicherlich nicht größer wie die zu unserem Papa und zu mir." "3ch hoffe und wünsche das," murmelte der Informator; „jedenfalls weiß ich die Sache in ihren Händen wohl ausgehoben. I-b hielt es nur für meine Pflicht, Ihnen einen Wink zu geben, weil ich den unbeugsamen WiederwiUcn des Barons gegen die Vcrheirathung eines seiner Söhne mit einem Märchen von unbekannter Geburt nur zu wohl kenne, mag er unsere kleine Cynthia auch immer so zärtlich lieben. Ich fürchte, daß entweder Berthold cs nur auf eigene Kurzweil abgesehen oder daß er über die Reize der schönen Adopdivschwestcr sich selbst und seine Vermögenslosigkeit vergessen habe." „Nein, gewiß, Sie irren sich, Sie müssen im Irrthume sein!" rief Carl sehr bewegt und der Informator sah ihn aus's Neue die Farbe wechseln. Von dem Letzteren gefolgt, begann der junge Mann jetzt plötzlich schneller dem Hause zuzuschreiten. Als sie sich der eisernen Einfriedigung näherten, welche Hyacintha's Blumengarten von den Parkanlagen schied, legte Willert die eine Hand auf Carl'S Arm und deutete mit der anderen nach den Beeten, wo sein vorher geäußerter Argwohn eine nur zu überzeugende Bestätigung zu finden schien. Berthold war beschäftigt, einige Wurzeln zu pflanzen, welche neben ihm im Fußwege lagen, und blickte, das eine Knie auf den Boden nicdergebeugt, in der Linken eine Blume, in der Rechten ein kleines Grabscheit ballend, zu Hyacintha's Gesicht empor, als erwartete er aus ihrem Munde nähere Anweisung zu seiner Arbeit. Da der junge Mann den beiden Ankömmlingen in dieser Stellung den Rücken zukehrte, so vermochten sie fein Gesicht natürlich nicht zu sehen, wohl aber das des jungen Mädchens, welches einen so unverkennbaren Ausdruck schüchterner Freude trug, daß er auf Carl einen tiefschmerzlichen Eindruck machte. Ihre Blicke waren niederwärts auf das Antlitz ihres Gefährten gerichtet und ihre Wangen von hoher Gluth übergossen. Mit einem halb unterdrückten Ausrufe des Erstaunens schritt Carl rasch auf das Paar zu. Hyacintha hob, als sie seinen Fußtritt vernahm, die lächelnden Augen empor, doch wurde sie seiner kaum ansichtig, als ihr ganzes Gesicht den Ausdruck des Schreckens annahm. Um Gottesw.llen, Carl, Carl, wie entsetzlich bleich Du aussiehst!" rief sie aus. „Was fehlt Dir ? Ist Dir unwohl ?" „Ja, ja, ich fühle mich wirklich krank," keuchte der Angeredete mühsam hervor; „aber cS ist nichts wie ein plötzlicher Anfall, der schnell voiuber- gehen wird. „Carl, mein guter lieber Junge, was ist Dir zugestoßen?" rief Berthold, hastig auf die Füße springend. „Es kommt von der Hitze," war die matte Antwort, „gieb mir Deinen Arm, Berthold, und führe mich in's Haus." Berthold genügte dem Wünsche seines ZwillingSbrudcrs augenblicklich, wahrend Huacintha Carl'S andere Hand ergriff und, ängstlich die zarten Finger an seinem Pulse haltend, Beiden zur Seite schritt. Selbst als Berthold den Bruder zum Sopha im Wohnzimmer geführt und veranlaßt hatte, sich in ruhender Lage auf demselben auszustrecken, weigerte sie sich, den Letzteren zu verlassen, sondern kniete an seiner Seite nieder, wusch ihm die Stirn mit kölnischem Wasser und fragte ihn jeden Augenblick, ob er sich noch nicht besser zu fühlen beginne. Berthold, der hinweggeeilt war, um der Frau des Hausmeisters den Auftrag zu geben, ein stärkendes Mittel zu bereiten, hatte sie dem Anscheine nach jetzt gänzlich vergessen. Carl, der sich unter der liebenden Fürsorge der Adoptivschwcster schnell erholte, begann die Richtigkeit der Besürchtungcn des Informators nunmehr wieder zu bezweifeln, zumal ihm Hyacintha auch wahrend des ganzen übrigen Tages die zärtlichste Theilnahme bewies. (Fortsetzung folgt.) a tt Nr. 1 Stlrffl Wir Sctrkfl gegründet. Bctr Redaclion, Dr^ck und Verlag der Lrühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. An m Gieße Aus damit der bmpiehlun Mittel gcw Um b Hessen eine m» «|ntsichert uns höchst naiv, ein Complet, Der ii t J) jun der Malhild, Herzogin zu e der Zugcnd , ... b) bur dedurslig sini Eorvo! ohne Untci Berlin, 27. Aug. Die „Nordd. Allg. Ztg." i erklärt anläßlich der von der „Zeidler'schen Corre- I spontenz" grmachten Bemerkung über eventuelle Ne- ’ gierungsbeschlüffe gegenüber dem Concil: Die Zeiv- ler'sche Corr." sei überhaupt nicht a!S Regierungsorgan zu betrachten, mithin könne aus einer derartigen Acußerung derselben kein Schluß auf die Absichten der Regierung gezogen werden. Berlin, 27. Aug. Durch das Bundesgesetz vom 5. Juni hört die Portofreiheit für amtliche Sendungen vom 1. Januar 1870 ab bekanntlich auf. In Folge dessen ist für die künftige geschäftliche Be- Handlung der Postsendungen der Staatsbehörden Vorsorge zu treffen, und es scheint angemessen, daß ge- meinsame Beschlüsse der vcrsch'edeu.n DepartcmentS- Chcfs zu Stande kommen. Cs sind deßhalb kommissarische Vorbereitungen durch Commissäre der einzelnen Ressorts in Aussicht genommen. — Mit Rücksicht auf den nahm Termin für das Inkrafttreten ter Gewerbeordnung ist auf die Nützlichkeit des baldigen Erscheinens der für die Ausführung derselben noih- wentigen Instruction vielfach hingewiesen worden. ES ist aber für nothwendig erachtet worden, riesen Entwurf speciell der Begutachtung der obersten Ver- waltungSbehördcn in den neuen Provinzen zu unterbreiten, weil darin mancherlei bestehende Einrichtungen zu berücksichtigen sind. Sobald diese Gutachten von dem Oberpräsidenten eingegangen sein werden, wird die Publikation deS Entwurfs erfolgen. — Die liberale Presse ergeht sich in mancherlei Vermuthun- gen darüber, in welcher Weife wohl der evangelische Obcrkirchenraih in Angelegenheit des Protestanten- togeS seine Entscheidung abgcben werde. Cs steht aber zu erwarten, daß derselbe den Beschluß des ConsistoriumS einfach bestätigen wird. Altona, 27. Aug. Die Eröffnung der Lan- des-Industrie-Ausstellung hat heute, den Bestimmun- gen des Programms entsprechend staltgcsunden. CS haben 3687 Aussteller die Ausstellung beschickt, auf welcher sämmtliche europäische Staaten, Nordamerika, Südamerika und Asien reichlich veUreten sind; Deutschland ist durch 345 Städte und Ortschaften repräsentut. Heidelberg, 26. Aug. Der achte deutsche Iurlstentag wapue in seiner ersten Plenarversammlung Hcrrn Geh.-Rath Bluntschli von hier zum Präsidenten und nabm dieser den Stuhl ein. Hierauf bestieg die Rednerbühne Herr Staatsminister Dr. Jolly, welcher den Iuristentag der vollen Theil- nähme Sr. Königs. Hoh. des GroßherzogS versicherte und sich über Ausgabe und Bedeutung des JuristcntagS für Schaffung eines nationalen Rechts verbreitete. Schließlich schlug unter dem Beifall der Versammlung der Präsident den Hrn. Staatsminister zum Ehrenpräsidenten des tießjährigen IuristentagS vor. Hr. Professor Gneist erbat sich die Zustimmung zu der von der ständigen Deputation erlassenen Adresse an den vieljädrigen Präsidenten, Hrn. Geh - Rath Professor v. Wächter aus Leipzig, aus Anlaß von dessen 50jährigem Jubiläum, welche Zustimmung von der Versammlung erthcilt wurde. Von auswärtigen Deputationen wurden angemeldet: eine solche von der Universität Bologna und von dcr Advokaten- Gcnossenschach zu Pcsth. Heidelberg, 27. Aug. Die erste Abthcilung des Jurist.niagea (Vorsitzender Gneist) befürwortete heute clnstimmig die obligatorische Civilede, sowie den Wegfall dcr Eheverbote wegen Religionsverschic- dcnheit; die dritte Abthcilung (Vorsitzender Schwarz) befürwortete einstimmig das Strafmittel der Einzelhaft, jcdoch, nach Wächter's Rede, deren Regclpng durch die Gesetzgebung. Stuttgart, 28. Ang. Ein Artikel des „Staats- anzeig^rs" meldet, daß die Bundtsliquitalionsconfe- reuz das Bundesfestungs - Material für gemeinsam erklärt habe. Die Commission der süddeutschen Festungen soll die Verwaltung von Ulm, Rastalt und Landau überwachen, der norddeutsche Bund das Material der Festung Mainz verwalten. Paris, 26. Aug. Es scheint, als sei es das Schicksal des zweiten Kaiserreichs, seine besten Ein- fälle, seine vcrnünsligst'N Maßnahmen durch ein ärgerliches Aber zu verunstalten, das seinen systematischen Gegnern eine erwünschte Waffe in tu Hand gibt, ihm jeeoch auch nicht einen Schalten von materiellem Voltheile bietet. Die Frage, ob Lcdru- Rollin in der Amnestie vom 15. August niitbegriffen fei oder nicht, ist in den letzten Tagen eifrig vmliiut und von den liberalen Blätt.rn aller Nuancen einstimmig bejaht worden. Die „Pr.sse" halte indcß die Rechnung vlne den Wirlh gemacht. Das Heu- 9) die Bedingungen det Stimmrechts der Genossenschafter und die Form, in welcher dasselbe ausgeübt wird; 10) die Gegenstände , über welche nicht schon durch einfache Stimmenmehrheit der auf Zusammenberufung erschienenen Genossenschafter, sondern nur durch eine größere Stimmenmehrheit oder nach anderen Erfordernissen Beschluß gefaßt werden kann; 11) die Horm, in welcher die von der Genossenschaft ausgehenden Bekanntmachungen »»folgen, sowie die öffentlichen Blätter, in welche dieselben aufzunehmen sind; 12) die Bestimmung, daß alle Genossenschafter für die Verbindlichkeit der Genossenschaft solidarisch und mit ihrem ganzen Vermögen haften. Art. 4. Der Gesellschastsvertrag muß der dem Handelsgerichte, in dessen Bezirk die Genossenschaft ihren Sitz hat, nebst dem Mitgliederverzeichnisse durch den Vorstand eingereicht, vom Gerichte in das Genoffenschaftöregister, welches, wo ein Handelsregister eristirt, einen Theil von diesem bildet, eingetragen und im Auszüge veröffentlicht werden. Der Auszug muß enthalten: 1) das Datum deS GesellschaftSvertrageS; 2) die Firma und den Sitz der Genossenschaft; 3) den Gegenstand des Unternehmens; 4) die Zeitdauer der Genossenschaft, im Falle dieselbe auf eine bestimmte Zeit beschränkt sei» soll; 5) die Namen und den Wohnort der zeitigen Vorstandsmitglieder; 6) die Form, in welcher die von der Genossenschaft ausgehenden Bekanntmachungen erfolgen, sowie die öffentlichen Blätter, in welche dieselben aufzunehmen find. — Zugleich ist bekannt zu machen, daß daö Verzeichniß der Genossenschafter jeder Zeit bei dem Handelsgerichte eingesehen werden könne. — Ist in dem Gesellschaftvertrage eine Form bestimmt, in welcher der Vorstand seine Willenserklärungen kund gibt und für die Genossenschaft zeichnet, so ist auch diese Bestimmung zu veröffentlichen. Art. 5. Vor erfolgter Eintragung in daS GenoffenschaftS- register hat die Genossenschaft die Recht« einer eingetragene» Genossenschaft nicht. Art. 6. Jede Abänderung deS Gesellschaftsvertrages muß schriftlich erfolgen und dem Handelsgerichte unter Ueberreichung ! zweier Abschriften deS Genossenschafts-Beschlusses angemeldet werden. Mit dem Abänderungübeschluffe wird in gleicher Weis« wie mit dem ursprünglichen Vertrage verfahren. Eine Veröffentlichung desselben findet nur insoweit statt, als sich dadurch die in den früheren Bekanntmachungen enthaltenen Punkt« ändern. Der Beschluß hat keine rechtliche Wirkung, bevor derselbe bei dem Handelsgerichte, in dessen Bezirk die Genossenschaft ihren Sitz hat, in daS Genossenschaftsregister eingetragen I worben ist. I Art. 7. Bei jedem Handelsgerichte, in dessen Bezirk die I Genossenschaft eine Zweigniederlassung hat, muß diese Behufs der Eintr. gung in das Genossenschaftsregister angemeldet wer- den, und ist dabei Alles zu beobachten, was die Artikel 4 biS 6 für daS Hauptgeschäft vorschreiben. j Art. 8. DaS Genossenschaftsregister ist öffentlich, und gelten hierbei die im Allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuch in Bezug auf daS Handelsregister gegebenen Bestimmungen. (Schluß folgt.) *** Die Menschenfresser in der Schweiz. Kind- „Aber Papa, tch bitte Dich — wenn wir in die Schweiz ge- I hen, so fahren wir um Gotteswillcn nicht nach Ehamouny! — I Vater: „Ja, warum denn nicht?" — Kind: „Ja weil eö dort Menschenfresser gibt." — Vater: „Menschenfresser? bist du toll?" — Krnd: „Ja, ich habe gerade im BrockhauS gelesen : „Die Bewohner von Ehamouny nähren sich größten- I theilS von Reisenden." Eine Todesanzeige aus dem „Kroffener Wochenblatte" I lautet: „Heute rolh, morgen todt So war's mit meiner I Frau, die noch heute vor acht Tagen über Tische und Bänke I sprang, und gestern schon begraben word.n ist, was an ihr sterblich war. Sie war während ihrer Ehe ein munteres Weib, die sich nicht leicht ein X für ein U vormachen ließ. Darum mag Jeder meinen Schmerz ermessen; so jung und so I lustig, und jetzt schon begraben. WaS ist daS menschliche Leben, sagte ich dieser Tage wiederholt zu mir und auch gestern noch auf dem Kirchhofe, wo ich den Todtengräber bezahlte, weicher auch den Grabhügel in Ordnung halten will. So eine heitere Frau finde ich gewiß nicht wieder. Darum mein Schmerz ein gerechter. Ich wünsche, daß der Himmel Jeder, mann vor ähnlichem traurigem Geschick bewahre und danke I für den Blumenschmuck, sowie dem Herrn Kantor für daS Grablied, welches mir durch und durch ging, aber sehr gut vorgetragen wurde. Ackermann, Schlossermeister." Auch auf einem Schlachtfelde. Den Gefallenen der Arbeit. Der Sense Lied klingt sausend auf und ni«der Durch goldne Gaffen segenschweren KvrnS; Aufathmrstd wähnt das Herz deS Volkes wieder. Es sei geleert die Schale blut gen Zorns. Und wieder durch die Reib'n deS E»ndtetanzeS Hinwandelnd, grüßt die Hoffnung Thal und Flur; Der Frieden kehrt im Schmuck des E»ndt«kranzeS Und neuer Segen blüht auf seiner Spur. Ta zuckt es flammend durch der Erde Glieder, Als rief daS Chaos drohend uns hinab. Ein Donnerschlag! — Im Herzen Deutschlands wieder Steh n wir entsetzt an — einem Riesengrab. Die kleine Wiese deckt dreihundert Bruder, Dreihundert Wack re unsres Vaterland'S'. Ach! und am Himmel jubeln Lerchcnlieder, Und Berg und Halde lacht im Sonnenglanz. Dreihundert'. Wer an eine Sterbekammer Rückblickend denkt, noch bebt sein Herz dabei. Doch hier'. Wer faßt den tausendfachen Jammer? Der Liede tausendfachen Schme-zeneschrei? Ihr, die Ihr heut' im Kreis von bluh'nden Kindern , Euch sonnt im Strahl deS Glückes und des Lichts, - I Was könnt Ihr helfen hier, was trösten, lindern? ; • So Wen ges'. Ach! so wenig mehr als nichts! I j Eins könnt Ihr! Schützt vor Hunger sie und Darben' : : Ja, deutsche Frauen, rechts und links des Mains, ' Ja, deutsche Männer, aller Zeichen, Farben, i In herzlichstem Ei barmen seid heut Eins! Die Väter sanken in dem Kampf der Ehre, - ; Der Arbeit und der Elemente Schlacht; > O, daß daS Herz des deutschen Volkes wäre , Der Kinder HoffnungS-, G o t t eS se g en - S ch » ch t !* ; (Aus der „Zukunft".) welches die Ermordung einer politischen Persönlichkeit zum Zweck habe, gehöre nicht in die Kategorie ter politischen Verbrechen. Die That eincS Brutus fällt fomit für die gouvernementalen Anschauungen unter das gemeine Recht; alle Juristen, Philosophen und Gesch'chtschreiber, welche bisher daS Geg ntheil i annahmen, sind aus dem Sattel gehoben und die bestehenden AuSiiefcrungSverträge sind zu regeneriren. Das „Journal officicl" scheint zu vergessen, daß gerade in dem fraglichen Punkte den internationalen, durch die kaiserliche Regierung sanctionirten Vereinbarungen die entgegengesetzte, heute von ihm bekämpfte Auffassung zu Grunde liegt. Die contra- hirenden Staaten weigern die Auslieferung bei einem politischen Attentat und gewahren dieselbe bei einem gemeinen, aus Privatmotiven entsprungenen. Ein neuer Beweis, daß die Anti-Imperialisten Recht haben, wenn sie das Gouvernement der Doppelzün- | gjgkcit beschuldigen. Aber abgesehen von der streng- I recht! chcn Frage gibt eS einen Grundsatz, der zu allen Zeiten, selbst bei den absolutesten Selbstherr- schern, gegolten hat; der Grundsatz heißt: „Ein Kaiserwort soll man nicht drehen und deuteln I" Sobald eine zwiefache Auslegung dem Wortlaute noch zulässig ist, so erheischt eS die Würde des Souveräns, daß man die liberalere, wohlwollendere vorziehe. Durch die Engherzigkeit, mit welcher man den überließ ohne Zweifel unschuldigen Ledru-Rollin von der Theilhaftigkeit an der Amnestie ausschließt, hat man ihren wesentlichen Charakter getrübt und verfälscht. Sie hört nunmehr auf, eine volle und rückhaltslose zu fein, und unterscheidet sich in nichts mebr von den ängstlich verclausulirten Erlassen der Reacticn. Das Verhalten ter Regierung gegen die gemaßregelten Journale „Reveil" und „Rappel", gegen die Gefangenen von St. Etienne und andere Verurtheilte, die dem Geiste der Amnestie gemäß sofort bäkten in Freiheit gesetzt werden müssen, hatte den günstigen Eindruck des kaiserlichen Actes bereits merklich geschwächt; ihre Position in der Frage Ledru-RolllN hat ihn geradezu vernichtet. Paris, 27. Aug. Der Polizeipräsect arbeitete heute Morgen in St. Cloud mit dem Kaiser. Gegen den „Figaro" wird eine Untersuchung e.ngeleitet werten, um die Ursache ter Behauptungen zu erfahren, nach welchen der Kaiser sich habe chirurgischen Operationen unterziehen müssen und mehrfach in Ohnmacht gefallen sei. ___________ Vermischtes. Darmstadt, 27. Aug. Daö gestern erschienene Regie- runqeblait Nr. 40 enthält: I. Gesetz, die privatrechtliche Stellung der Erwerbs- und WirthschaftS - Genossenschaften betr. Die Einleitung lautet: Ludwig Ul., von Gottes Gnaden, Geoßherzog von Hessen und bei Rhein rc. rc. Nachdem in dem Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bun- dkS _ Nr. 24 — das vom 4. Juli 1868 datirte Gesetz, die privatrechtliche Stellung der Erwerbs- und Wirthschafts-Ge- nossenschaften betreffend, publ-zirt worden ist, haben Wir für die nicht dem Norddeutschen Bunde angehörigen T heile deö GroßherzogthumS mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen wie folgt: Ter Abschnitt 1 handelt von Errichtung der Genossenschaften und lautet: Ait. 1. Gesellschaften von nicht geschlossener Mttglteder. zahl, welche die Förderung deS Er.ditS, de« Erwerbes oder der Wuthschaft ihrer Mitglieder uiittelst gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebes bezwecken (Genoffenschaften) namentlich: ^Vorschuß- und Credltvereine, 2) Rohstoff- und Magazin Vereine, 3, Vereine zur Anfertigung von Gegenständen und zum Ver, kauf der gefertigten Gegenstände auf gemeinschaftliche Rech, nung (.Productiv Genossenichaften), 4) Vereine zum gemein-- )cha,tltchen Einkauf von Lebensbedürfnissen im Großen und Ablaß in kleineren Partien an ihre Mitglieder (Eonsumvererne), 5j Vereine zur Herstellung von Wohnungen für »hre Mttglie- der, erwerben die im gegenwärtigen Gesetze bezeichneten Rechte einer „eingetragenen Genossenschaft" unter den nachstehend angegebenen Bedingungen. Art. 2 Zur Gründung der Genossenschaft bedarf eS: 1) der schriftlichen Abfassung deS Gesellschaftsvertrags (Statuts); 2) der Annahme einer gemeinschaftlichen Firma. Di« Firma der Gerwssen,chast muß vom Gegenstände der Unternehmung entlehnt sein und die zusätzliche Bezerchming „erngetra- gene Genossenschaft" enthalten. Ter Name von Mitgliedern (Geuoss.nscl astern) oder andern Personen darf in dte Ftrma nicht aufgenommen werden. Jede neue Frrma muß sich von allen an demselben Orte oder in derselben Gemeinde bereits bestehenden Firmen eingetragener Genossenschaften deutlich unr terscherden Zum Beitritt der einzelnen Genossenschaften genügt dte schriftliche Erklärung. Art. 3. Der Gesellschaftsvertrag muß enthalten: 1) die Firma und den Sitz der Genossenschaft, im Falle dieselbe auf eine bestimmte Zeit beschränkt sem soll; 4) die Bedingungen Ein - und Austritts der Genoffenschafter ; 5) den Betrag der Gesellschaftsantheile der einzelnen G-nossenschafter und Die Art der Bildung dieser AntheUe; 6) Die Grundsätze, nach welchen Die Bilanz aufzunehmen und der Gewinn zu berechnen ist, und lie Art und Weise, wie Die Prüfung der Bilanz erfolgt; 7) Die Art Der Wahl und Zusammensetzung deS Vor- ftandeS und Die Formen für Die Lrgizzchatlon der MitglieDer des Voistandes und Der Stellvertreter derselben; 8) die Form, in welcher Die Zusammenberulung der Genossenschafter geschieht; ®ffonbci Riffen ®amel SB tl)Qrina ($ heuchel [ • "ach A 4b(,L.bei9tbi( s, SkMnbk Do Katha bjJÄt! Ä* -'N bild? Sitz sei %l, I ®r«>