Sä'*- ’®’*9 bei §UL J*2? * «nbe: J. .e,ntt Ichaurrlichea auf btn M°n- 11 «legen ig, $ 1 l{ äufjinbung btt J“ ®««rtnann aus °?. daNelbe zu (weiL ö benl. Gegen 8 Uhr 4 von l-antm, Herrn schenmenge um btn de-. Jt an ju graben, unb fahren ;um Vorschein, ten Anblick bat: brei • hmtmn rechten Ohr, mb bet 8qf bie Leiche bie eine- Uji^rigtn eie Lunten. Ein wti- nrt vierjährigen kleinen i einem blauen Ältlbe. iS, welche nicht buch i Gesicht herbeigeW ! Kleiber trt KinbeS ic tti Nabel- zwei grch rodbe ausgetreten finb, bas Blut. Die werfe ytau von etwa 35 Iah-- I, jchwarzfeibeneS Äleib. Aesicht mehrere Mesier- eine breite Wunde cet; Wd)id)nitttn Hot. Sin acht worben, doch haben i ihrer gräßlichen Arbeit Leichen wehr ba sinb, da -st eines Knaben. Man rjbnjen Knaben, bellen c" Lchläfe, die Wangen, -roße Wunde. Sin Auge j amifen unb hingt nut ii man Alles beendigt chrecken aller Anwejenben Nenschen auS der Stbe. irlit mit«'* d« * '\jden zwei lange Wun- in feibtne« 6*nubM en geknotet. Allem An- irt Bürgerklasse an. Die n tlI d.i ih- ”einiae ‘ n S «in« r iw» * * Mi®"1 ,jU'i#*, 8il , «n* - 16 Ä',,fort"" ” R-1» ll”‘' r:< « 9»di«, ” j l«f< «n,f‘ ‘Yfi.nl li--' , hi, Srioel- isidHV"Mg »>° * . iii‘ CpirtP”! r." 9^": " 611 . md‘ w< * Aii" »-.ÄVJ i Preis vierteljährlich 36 kr. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr. Gichmer Anzeiger. isrscheint wöchenrucy drei- mal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleidere Lit. B. Nr. 1 Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen. Nr. 118. Donnerstag den 30. September 1869. ©ssr Einladung ;um Abonnement, Mit dem 1 October beginnt ein neues ^jähriges Abonnement auf den Gießener Anzeiger. Derselbe erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet in Gießen vierteljährlich 36 Kreuzer frei in's Hans geliefert. - Für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren können, betragt der ^jährige AbomicmkNtsprcis 49 Kreuzer incl. Postaufschlags. 1 uJO Die answartigeu Abonnenten machen wir daranf aufmerksam, daß nur dann vollzählige Nummern des Blattes geliefert werden können, wenn sie fchon jetzt bei der Poft ihr Abonnement erneuern. Den Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Ouartal 1869 zufeudeu und den ^ibonnementbetrag wie seither durch Ouittung erheben lassen. Die Expedition des Gießener Anzeigers. Amtlrehe Bekanntmachungen. Großh. Landw.-Bez.-Commando Gießen. Gießen, den 20. September 1869. Bekanntmachun g. Die diesjährigen Herbst-Control-Versammlnngeii im Kreise Gießen werden, wie folgt, abgehalten werden: 8. Z u Lollar den 14. October 1869, Vormittags 10 Uhr, auf dem Turnplatz. Hierzu gehören die Orte: Mendorf a. d. Lumda, Alten-Bnseck, Bersrod, Beuern, Danbringen, Großen-Buscck, Lollar, Mainzlar, Rödqen, Ruttersbanscn und Kirchberg, Staufenberg, Treis a. d. Lumda, Trohe, Wieseck. II. Zn Groen Lsnden den 15. October 1869, BormittagS 10 Uhr, am nördlichen Ausgang des Ortes. Hierzu gehören die Orte: Mendorf a. d. Lahn, Eberstadt, Gießen, Großen-Linden, Grüningen, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Leibgestern III. Zu Steinbach den 16. October 1869, Vormittags 10y2 Uhr, auf der sogenannten Weide. Hierzu gehören die Orte: Mach, Annerod, Burkhardsfelden, Dorf-Gill, Hof-Gill, Arnsburg, Ettingshansen, Garbenteich, Hattenrod, Hansen, Lich, Münster Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Oppenrod, Reiskirchen, Ober-Hörgern, Steinbach, Steinberg, Watzenborn, Winnerod. Es haben aus diesen Ortschaften zur bestiiumten Stunde säniuilliche benriaubten Großherzoglich Hessischen Militärs aller Waffen zu erscheinen, welche zur Landwehr iibcrgeireten, zur Reserve gehören, zur Disposition der Truppentheile beurlaubt, oder zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassen sind. Alle dem Königlich Preußischen Militär angehörigen Leute der vorbemerkten Categorien, welche in dem Bezirke wohnen, und nicht besonders dispensirt sind, haben gleichfalls zu erscheinen.. Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben die gesetzliche Strafe zu erwarten. Schließlich sei noch bemerkt, daß die Leute, mit dem Militärpaß und Führnugsattest versehen, in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen haben und vor dem Beginne der Control-Bersammlung Schirme, Stöcke und Pfeifen abzulegen sind. Eine fpeciellere Vorladung wird nicht mehr erfolgen, I. A.: Hoffmann, Oberlieutenant und Bezirks-Adjutant. Polizeiliche B e k a n n t in a ch u ti g. Der wegen vieler Diebstähle verhaftete Johannes Luft von Engelrod hat hier einen kleinen grünseidenen Regenschirm mit weißem Griff verkauft, der höchst wahrscheinlich hier oder in der Umgegend gestohlen worden ist. . Wer Ansprüche an denselben zu machen hat, wolle sich baldigst bei uns anmelden. Zugleich werden Diejenigen, die Sachen von Luft gekauft haben, aufgefordert, Anzeige hiervon zu machen. Gießen, den 28. September 1869. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. N o v er. Besondere Bekanntmachungen. Edictalladuuq. 9134) Nachdem Großherzogliches Hof- gericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des abwesenden Johannes Volk von der Weißmühle bei Großen- Buseck den förmlichen Concurs erkannt hat, werden alle Die enigen, welche Forderungen öder sonstige Ansprüche an denselben zu bilden haben, aufgefordert, solche im Termin Freitag den 26. November d. I., Vormittags 9 Uhr, dahier anzumelden und mit etwaigen Vorzugsrechten zu begründen, widrigenfalls stillschweigender Ausschluß von der Masse erfolgen wird. In diesem Termin soll zugleich ein Arrangement versucht und in dessen Entstehung zur Wahl eines Gläubiger-Ausschusses und Massecurators geschritten werden. Die durch gehörig Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger werden deshalb insoweit als den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger beitretend angesehen werden. Gießen, den 9. September 1869. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, A. Bramm, Landrichter. Landger.-Assessor. 9167) Im Firmenregister des unterzeichneten Gerichts sind heute folgende Einträge vollzogen worden: 1) Georg Carl Gail von Gießen ist am 24. l- M. aus der Gesellschaft unter der Firma „Gail'sche Wollenspinnerei" ausgeschieden und hat die Vertretung derselben nieder^ gelegt. Das Geschäft wird von den übrigen Teilhabern unverändert und unter der seitherigen Firma fortbetrieben und ist Georg Ferdinand Gail von Gießen jetzt der alleinige Vertreter. 2) Georg Ferdinand Gail zu Gießen ist am 24. l. Mts. aus dem unter der Firma „Gg. PH. Gail" daselbst betriebenen Tabaksfabrikationsgeschäft ausgeschieden und Georg Carl Gail von Gießen führt dasselbe vom 25. l. Mts. an für seine alleinige Rechnung unter der seitherigen Firma weiter. Gießen, den 27. September 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter. 9118) Nachdem Johannes Reuhl VI. von Holzheim durch Verfügung Großherzoglichen Hofgerichts Gießen vom 23. August l. I. als ein Verschwender erklärt worden ist, und Heinrich Reu hl V. und Wilhelm Jäger II. von Holzheim als II ■ Pferde- u. Fohlcnmarkt zu Frankfurt a. M am 4», 3 und 6. October 1869. Fußboden- Anstrich. Julius Wallach, in Gießen, Loose hierzu sind oorräthig bei H£ 9126) Wegen Abgangs von hier ersuche 1 jeden, welcher noch eine berechtigte For- Vermischte Anzeigen Professor Dr. Dillmann. Exped. d. Bltts. kostete! tes wh Loos messen) ,Vers< eben Legen RBetr Sschii K test« ■ Leauft. 3nDt flotte, M WiiF i hihi Die 250,0( 170,001 ,150,00 25,00( 3 äh 15 ä 6 3000, 1200, 300,1 100, l I Keir Werth Ge Zieh [Staa llnter Iproi Dun rem Loot reits i die f trefl 187,50 mchrm küri gros jiing wiet Hau Geg( schäft auf 12 bis 18 Jahre zu verpachten. Auch tonnen, wenn der hierauf Reflectt- rende Oeconom ist, 66 bis 70 Morgen Acker, Wiesen und Gärten, bester Qualität, in Pacht, Vieh, Schiff und Geschirr, unter vortheilhaften Bedingungen, mit uber- 9113) Weintrauben auf der Liebigs- höhe täglich frisch zu haben. 9108) Ein Dienstmädchen wird zum sofortigen Eintritt gesucht. £2. ° Feilgebotenss 9131) Neue Vollbückinge jum Rohessen empfehlen I. A. Busch Söhne. 9164) Schönes Weißkraut und Wür- sing bei Ran n ^bgegc °bgeqc °Nkeko °bgego weit (S 91*16) Schöne Winter falat-Pftanzcn verkauft C. Pipp. Wirthschaftsgeräthschaftkn oller Art, als: 6 lange Tische, Bänke, Stühle und dergl.', 200 genichte Schoppengläser, 100 Halbeschoppengläser, Weingläser, 200 verschiedene Teller, Messer und Gabeln, sowie noch verschiedene andere zur Wtrthschaft gehörende Gegenstände; sodann ein schöner Glasschrank, 6 gepolsterte Stühle, 1 Sesselstuhl, 1 spanische Wand, mehrere Rettekoffer, alles im besten Zustande, sind zu verkaufen. (9161) I Rothenberger, Lindenplatz. geben werden. Allendorf a. d. Lda., ben^lS-^Sept 1869. Glu 9112) < uiieii-1 (kaufen ui \ „Gottf j Gross Genii Iverni |Verl( Die Vei i i'ollzi I Beginn < ixiu* 9141) Der nächste Milch -, Zuch t- und Arbeitsvieh-Markt in Darmstadt findet statt Dienstag beit 3. October d. I. , Der Antrieb vorzüglichen Viehs rotro, wie früher, mit Geldprämien ausgezetchnet- Darmstadl, den 28. September 1869. Großherzogliche Burgermetsteret Darmstadt- Fuchs. 9170) Sonntag den 3. October, bei Einweihung des Burg- Saales in Staufenberg- Harmonie- und Tanzmusik, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps der Marburger Jager. Hierzu ladet ganz ergebenst ein: jye*ntt7 ö Wirth auf der Burg. 9153) Neue holl. Häringe, Limbur- aer und Schweizer Käse in bester Qua lität empfiehlt G- Eh. Spruck. 9165) Ui zu seine«» teste cm dl MM lvacte Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölsiccatif zum Einölen, Oelfarbe, fertig zum Anstrtch, rasch und ^U9lvulllti, - . n hart trocknend, . ^ werden, falls ihnen ein größerer Gewinn Mallt, davon — sowie alle sonstigen Jngredtenzten zum An-l'^^ , , . L x ,r ........ streichen und Wichsen der Fußboden, em- fiehlt Emil Fischbach, 9159) Seltersweg. lutiutn, I uuy ii/nvn ------ v ' Telegramm in Kenntniß ^b^Vorsitzende des landwirthschastlichen Vereins: I " 3>r. Georg Haag. 9119) Von einer kleinen Familie in Cöln 9126) Wegen Abgangs von mer nzmx wird ein ordentliches Mädchen gesucht, web ich jeden, welcher, nochteme berechtlgte For- ches die Hausarbeit. WM--c. gründlich d-run- °n,«'» M. hat' * Knaben-LehranstäU von ti. Mahn. 9163) Der Unterricht beginnt wieder Montag den 4. October. 9leu aiif^u- nehmende Schüler können jederzeit bei mir angemeldel werden. ft- Rahn. gefälligen Beachtung. "tsEST 9139) Umzugshalber bleibt am 1. und 2 Oktober die Restauration auf dem Lahnstein (frühelem Rechberg) geschlossen. Moguntia, Versicherungs - Gefellschäst in Manu. 9162) Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden, Blitzschlag und Qx- plosion M ^‘r^erongen5 empfiehlt sich die P^'^u^H^ch^c l heim I Agent der Moguntia. Curatoren für denselben verpflichtet worden find, wird dieses unter dem Anhang bekannt gemacht, daß künftighm alle Rechtsgeschäfte des Johannes Reuhl M ohne Zustimmung seiner Curatoren unverbmdend sind. Lich, den 15. September 1869 Großherzogliches Landgericht Lich- In Beurl- Großh. Landr-: Cellarius, Landger.-Asiessor. am 4., 3 und 6. ^ctover 9137) Die vollständig für 400 Pferde hergerichtetcn, neuen prachtvollen Stallungen, umgeben mit ichönsten Musterplätzen, welche noch durch eine große bedeckt- R-it- bahn vermehrt «urdeu sind ^zur Ansst-llung^emer-r Pierd^b^sEhren-Preisen an PraMllUMg die Besitzer der besten zu Markt gebrachten Pferde u. Fohlen. am 6. October öffentlich vor Notar und Zeugen von 61 der UHQ schönsten Reit- und Wagenpferde, ia, vollständige und einspännige Equipagen, nebst completten Eroschrrren, sowie sonstigen''Nett- u7d FahrkmequisitcL im Werth von ca. 70,000 fL, wenn 411,111 '"Anfiagen^ auf Stallungen, sowie auf Loose, letztere ä 1 Thlr. n ss 45 fr) vr Stück beliebe man franco an den Secret arr deo unterzeichneten Vereins Herrn C. Kappel, zu richten wo auch Uebernehmer erner größeren slnrndl von ^oosen die näheren Bedingungen erfahren können. 31 ’ ’ ®en Aufträgen für Sooft ist der Betrag franco mit deutlicher Angabe der genauen Adresse beizufügen. Falls die Zusendung franco und recommandtrt gewunicht t wta ifnipn pin nröüerer Gewinn zufallt, davon — Wwett thunllch mittelst 1 rotro zum io- cyes ote .pausaroen, ... ■ Wo? sagt die versteht. Näheres zu erfragen m ßtt C. fort bet mir geltend^zu macl^n.^ 9160) Feinstes Haaröl, aus reinem Olivenöl bereitet, empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. 2 Mumen-Zunebeln, ai§: Hyazinthen, Tulpen, Tazettcn, Crorus, m den schönsten Farben, fowohl für Töpfe und auf Gläser, als auch für das freie Land geeignet, empfiehlt die Handelsgärtnerei von Carl Deines, Asterweg, an der Schoor. 9109) Eine freundliche Familienwohnung ist zu vermiethen Neuenweg Lit- B- Nr. 134. 9111) Das von Herrn Oberbau-Secretär Moyat bisher bewohnte Logis im Russischen Hofe ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden.__ 9114) Ein Familienlogis ist zu vermie- then bei M. Weißbäcker. Sstaöt Madrider verzinsliche fr. 1OO 0bligations-foo|e. I.ffauüfftctoiitne: Frs. 250,000, 100,000, 70,000, 50,000, 40,000, 35,000 u. f. f. Istädbfte (Gewinn-Ziehung am 1 Oktober 18<»9. leicncn Einsendung des Betrags itt der Preis eures Obligations-Loofes Rthlr. 16 - fl. 28. I ' Diese 2?nlehenS-Lo°se rentiren zum jetzigen Cours , Zarößeren Gewinne, auf 5 pCt. Zinsen per anno; find mtt lahrltchen Ztns-Coupons Iverschen und spielen in allen Gewinnziehungen so lange Uhl, Photograph. 1--- Rechts und Links! 9144) Die wollenen farbigen Ringellängen zu Kinderstrümpfen, in diverien Größen, sind eingetroffen. I. A- Busch Sohne. 9173) Bei E. Ottmann in der Schloßgasse ist ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.__ _____________ ________ 9166) Das von Frau Pfarrer Rappolt seither bewohnte Logis ist zu vermiethen. Andr. Otto, vor dem Seltersthor. 9127) Ein möblirtes Zimmer ist an einen Gymnasiasten oder Realschüler zu vermiethen; auch kann die Kost dabet abgegeben werden. Näheres bei der Exped. d. Bltts. ______________________________ 9117) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei G g. Malkomesius. Vermiethnngen 9158) Ein Stübchen mit Bett ist zu vermiethen Neuenweg Lit. B- Nr. 187. 9122) Im Brühl'schen Hause auf dem Brand ist im vierten Stock ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.__________________ 9135) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen und Mitte Oktober zu beziehen bei Gg. Scharmann, ____________________im Schützenhof. 9107) Ein freundliches möblirtes Zimmer mit Cabinet ist in der Neustadt Lit. D- Nr. 55 zu vermiethen. 9156) Ein Zimmer ist ru vermiethen bei ____________Frau Advocat Frank. 9121) An 1>er Hauptstraße ist an eine stille Familie ein kleines Logis zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Bei wem? sagt die Exped. d- Bltts-____________________________ 9131) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Lehrer Mayer, Neustadt Lit. D. Nr. 27. 9128) Eine Familienwohnung, bestehend aus 3 Zimmern mit Cabinet, ist zu vermiethen und am 15. October beziehbar. Schmitt, Bauaufseher. 9125) Beste Eß-Kartoffeln, das Müschen zu 3 fr., empfiehlt . Eduard Spter. | 9154) Steinkohlen und Braunkohlen ! empfiehlt_________ G- Ch- Spruck. giss) Ketterschrauben stets vorräthig und nach Maaß in der Maschinenfabrik von , Kleyer 8 Beck, m Darmstadt. 9125) Circa 6 Wagen voll Pferdemist sind zu verkaufen bei Frtedrtch Schwaab- 9168) Die Berpachtunq. [' Strubbtrg'scht Schönfärberei und Druckerei 9116) Durch das Ableben meines Schivie- u 1 . gersohnes, Heinrich Rotenberger, ist in UlOotlbClUl die von demselben in hiesiger Stadt etabliAe geehrten Publikum im Färben und Drucken aller Arten wollener, zugesichert durch Neustadt Lit. D Nn 28. :tn $W/e'cn an -0,000 fl' '°wle n*' wenn c' Altere ä i ,(v ner Mahnen $er Angabe der «. mn,anbl« -MünK öunh$ __ minelst öen Vereins: ck, in Gießen, dl) n. :rt8to' N«, °chu- K> Rahn. ig^d 2. October dberg) geschlossen. niaiiu. Blitzschlag und Ex- imr zu Heuchelheim Lcblcenbcckcr, der Moguittia. WMckch. \W, dah der Untei! y Uhr) wieder beginnt h. Wciffenbach. eige, daß ich dahier mein cfcboft" j Herrn Lchrernermeistn ssrauz Nolte. lii Driickttki ,n aller Anen wollen« d Mustern. Möbelstoffe angenommen und beson- beträgt, zu Ottober186S- ^°'"AoLd°md" irf* 668 ® | II»*,*- W' statte, bitte ich alle Diejenigen, welche die Ausstellung noch nicht besucht haben, den heutigen Tag zu benutzen. Die Gelegenheit kommt sobald nicht wieder. _________________° r e 9 0 r- | General-Agent rur Vertretung einer reellen Vieh-Versicherungs-Gesellschaft für das Groß- herzogthum Hessen sofort gesucht. Nur leistungsfähige und durchaus strebsame Re- flectanten wollen sich unter 6. P. 590 an die Herren Haascnstein 8> Vogler in Frankfurt a. M. wenden. Souderbuud. 9174) Morgen Abend 8 Uhr: Fortsetzung der letzten Sitzung.___________________ 9152) Gestern Abend ist auf dem Wege vom Schiffenberg nach Gießen ein Fernrohr (Doppelfeldstecher) verloren worden. Der redliche Finder, welcher dasselbe in der zweiten Etage Lit. C- Nr. 77 auf dem Seltersweg abliefert, erhält eine gute Belohnung. Gießen, am 27. September 1869. Abonnements-Einladung 9143) New-Jork. Den Hamburg Teutonia Bremen Liverpool Bremen Bremen Hamburg Baltimore. New-Orleans. Rio de Janeiro. New-Orleans. 28. September 2. October Hansa Liberia Berlin Hannover Santos 9147) Einige Kapitalien sind auszuleihen bei Christian 231£/ am Neuenweger Thor. AlU-rnewestK Glücks - Offerte. 9112) Original-Staats-Prä- mieii-lioose sind überall zu 9165) Unserem Freunde Ernst Nhode zu seinem morgen stattsindenden Wiegenfeste ein donnernd Vivat hoch, daß das ganze Wallthor und das Haus feiner lieben Anna wackelt. Mehrere Freund e. „Mainskr An^eigrr," 20. I-chrg. unstreitig das billigste aller Tagesblätter. Ausi.7000. Preis viertelsährlich: Abgeholt 54 kr., in's Haus gebracht 1 st. 6 kr., per Post 1 fl. 9 kr. „ , Der „Mainzer Anzeiger", eine wahrhafte Volkszeitung, erscheint täglich mit den nöthigen Beilagen, Montags ausgenommen uud biete .^lnen Lesern eine fassende politische Ueberficht, Leitartikel von speziell bessischem und allgemeinem Interesse, sttteressante Lokal-Notizen, Handels- und landwirthfchas iche Nachrichten so- wie ein sorgfältig redigirtes Feuilleton, belehrenden und unterhaltenden Inhalts, ^drängte Erörterungen über Kunst und Literatur, Berichte über Oper, Schauzmele Concerte u. s. w. Im lokalen Theil des Blattes wird den Jntereffen der Stadt Mainz sowie deren nächster Umgebung ein besonderes Augenmerk zugewendet. Aus focialnn wie relifliöfem® Gebiete bleibt, «>i° seither, d - Tendenz eme en - schieden freisinnige, fußend auf der Vergangenheit des Blattes, we.che mehr alj jede Anpreisung für den Werth desselben spricht, fatzr man einfach nur den großen B kaufen und zu spielen erlaubt. | „Gottes Segen bei Cohn 1“ | , 8 Grossartige wiederum mit S Gewinnen bedeuten d B vermehrte Capitalien- g Verloosu ng von nahe y -4 Millionen. M Die Verloosung ffteratllirf und gjj W voUeieKt die Sl5,000, 2 ä 20,000, 3 ä 15,000, Z 9 3 ä 12,000, 3 a 10,000, 4 ä 8000, $5 a 6000, 11 ä 5000, 4000, 29 a« »3000, 131 a 2000, 6 ä 1500, 5 ä» 3 1200, 156 ii 1000, 206 a 500, 6 ä 9 300 272 ä 200, 24550 Gewinne ä 110, 3100,' 50, 30. ■ Kein Loos gewinnt weniger als einen ® Werth von 2 Thalern. | Gewinngelder u. amtliche W Ziehungslisten sende unter S Staatsgarantie meinen geehrten ■ Interessenten nach Entscheidung | prompt und verschw iegen zu. B Durch meine von be onde g rem Glück begünstigten W Loose habe meinen Interessenten bereits allein in Beutschland | die allerhöchsten Haupt- | treifer von 300,000, 225,000, || 187,500, 152,500, 150,000, 130,000, g mehrmals 125,000, mehrmals 100,000, H kürzlich schon wieder das g grosse Loos n 127,000, und ■ jüngst am 30. Juli schon » wieder fünf der grössten | Haupt - Gewinne in dieser | Gegend ausbezahlt. g Jede Bestellung auf «b" meine Original Staats jhöjT' Doose kann man der Bequemhch- keit halber auch ohne Brief, einfach auf eine Jetzt ub- liehe Postkarte , machen. Dieses ist gleichzeitig bedeu- jC^tend billiger als Post i'i. vorschuss. Laz. Sams. Colin in Hamburg, Haupt-Comptoir, Bank- und Wechsel - geschäft. ____ " Bavaria „ Hamburg „ und Passagen wende man sich an Obigen. 9157) Ein braves Dienstmädchen wird gesucht Neue Anlage im Becker'schenHause. Höchst wichtig für Bruch- leibr-ibe! 8efertr» wkHameS Anzeig-blatt ist der „Mainzer Anzeiger" besonders zu empfehlen. Inserate werden billigst berechnet. Entgegennahme derselben bei °"en Jns^aten-Bureaus des In- und Auslandes. In Mainz bei der Expedition. Dre Cxpeditton. In demselben Verlage erscheint auch die # „Deutsche Wern-Zeitung," 9138) Bruchleidende, welche in richt i ß Verw^andt^'in^ne^uflag^ E Preis vierteljährlich frankirten Briefen das Leiden .gehörig unddamit Verw em, e^r ' nehmen alle Postämter, Buchhandbeschreiben, erhalten von dem Unterz^chneten 45 kr. Inserate 4 kr- per 45eluzene gratis und franco ein Schristchen mit ________3___________________________ Belehrung und Zeugnissen, woraus der Bruchleidende ersieht, daß die Bruche noch gänzlich geheilt werden können. Krüsi-Althcrr, in Gais, Kt. Appenzell, Schweiz. " O ii *■’ « „ 5. „ " 1g. " " 231 " Wegen Auskünften Telegraphischer Bericht, mitaetheilt von dem Haupt-Agenten C». W» Dietz. angekommen. . Rhein" am 16. September von Newyork I Zum Abonnement aus di- in Darmstadt täglich mit Ausnahme der Sonn- und iertage erscheinende „Main-Zeitung" « 8ffÄ6 fäi'np^'S 8a>^ ®eun«bVÄe Blatt unerschütterlich sur bte.fcete ^^^D°ut,ch^°nds d^rch C..Ur^^ cintrfn< dn,ag erweitert ;lbCnSBei der gleichmäßigen ®^6teitun0 Äe’aj^ dÄ"oett7ste"V-rbrett>'ina° ^Gu“8"b^Ht"riU drei Kreuzer; bei mehr als eimalig r Jnser rung wird entsprechender Rabatt gewahrt. Die Abonnenten in Darmstadt können bei der „Expedition der Ma,n- eitung" oder bei der hiesism Post ab°nmren; Ab iarmstadt's abonniren schriftlich bei der neideten • eruna des eferung vollständiger Exemplare um zeitige Bestellung und Erneuerung üheren Abonnements. tinn Matn-^eituna.^ Die Redactiou und Expedition der „^ain-^cnung. _______________—--- Musikalisches. mer Woa jur Kunstfertigkeit auf dem Pianosorte von G. Damm. lg4 Seiten .... Nre,^2^ale? Commissions-Verlag: Mittler in Leipzig. „Um Nicht einer ^Äiio-n"m„nier Raum zu geben, sagt I. Knorr in seiner Klaviermethode, ist es ut anstatt^aanze Etüdenh ste eines Componisten aus einmal durchzunehmen / Etüden u« neriäiiedenen^Werken durch einander zu studiren." Obiges Werk -nthal n sp te- ratücki-r lkoläc das Weseiitlichstc aus der Gesammtmasie der Etüden unterer Altmeistcr 5chatiirungen lähigm Spiele der Jetztzeit zu gelangen, von E- Keß le r, N- K l e i n- ( u?lb Joachim Raff 42 effectmrende, phantasiereiche Etüden. welche durch i ä8M&s»,es».«s8- - DNM »nen k°tn- ."z Dilf-f«"» mui d^in DckA„ 1J1. lieb und reitragen" __________________________________ 9172) Da sich das Gerücht verbreitet hat, ich habe Diebstahl begangen, so fühle ick) inich veranlaßt, dem hiesigen Publikum anzuzeigen, daß dies eine sd)ändlick)e Luge ist, und setze ich Demjenigen, welcher mir den Vcrläumder so namhaft macht, daß ich ihn gerichtlich belangen kann, eine Belohnung von 10 fl. aus. Johannes Spies, bei Herrn Silbereisen. 9142) Eine leistungsfähige, alte Kornbranntwein-Brennerei in Nordhausen suckft für ihr Fabrikat einen thätigen, soliden Vertreter für Gießen und, wenn möglich, die benachbarten Orte, und bittet um gefällige Abgabe von Adrefsen sub Chiffre 8. & J. an die Exped. dieses Blattes. Telegraphischer Schiffsbericht, mitgetheilt von CHr. Wallenfels Jim. Augekommen In New-Aorkr Das Hamburger Postdampfschiff Cimbria, Reisedauer 11 Tage A b g e h e n d r Dampfer Atalanta von Havre nach 26. September. Ueber das Befinden der Kaiserin von Rußland ist man nicht ganz ohne Sorgen. Schon der Umstand, daß man überhaupt Bulletins zu veröffentlichen sich veranlaßt sah, wird als ein Zeichen angesehen, daß das Unwohlsein der Monarchin kein ganz unbedeutendes gewesen und noch sei; sodann ist die Fassung der Bulletins, die Anfangs nur von einem „Unwohlsein in Folge Erkältung" sprachen, darauf „fieberhafte Symptome" zugaben und »jetzt den Zustand als „Krankheit" qualificiren, durchaus nicht geeignet, Beruhigung einzuflößen. Der letzte deßfallsige Bericht des „Regierungs-Anzeigers" da- tirt aus Livadia vom 18. Sept, und lautet wörtlich: „Ihre Majestät die Kaiserin befindet sich besser; das allgemeine Befinden ist nach dem Gange der Krankheit befriedigend; die Symptome des Fiebers dauern zwar noch fort, aber in geringerem Grade." Nachrichten aus Konstantinopel wissen über die bisherigen Erfolge der Vermittlung der Westmächte der ägyptischen Angelegenheit wenig Tröstliches zu erzählen. Der französische und der englische Botschafter riethen, die Antwort des Licekönigs zu ac- ceptiren, sowie auf die Vorlage des Budgets und der Anleihegenehmigung nicht bestehen zu wollen. Der österreichische und der italienische Gesandte äußerten sich in gleichem Sinne; ter russische und norddeutsche blieben neutral. Die Pforte bleibt allen Vorstellungen gegenüber unzugänglich für die Rathschläge der Mäßigung und beharrt auf völliger De- müthigung des Vicekönigs. Die Großmächte ermüden indeß nicht in der Ertheilung ihrer Admonitio- nen, und die dort beglaubigten Vertreter lassen nicht ab vom Hoffen, daß es denn doch gelingen werde, der Angelegenheit ihren acuten Charakter zu nehmen. Man liest im „Gaulois": „Der Krieg in Cuba hat einen Charakter entsetzlicher Verwüstungen angenommen. Die oberste Junta der Insurgenten hat Befehl gegeben, alle städtischen und ländlichen Besitzungen in Flammen zu legen, und den officiellen kubanischen Blättern zufolge ist von Herrn Miguel Aldama, dem nahen Verwandten einer in der Pariser reichen Welt sehr bekannten Familie, die Weisung crtheilt worden, alle seine Pflanzungen und Immobilien, die eine ungeheure Summe rcpräsenti- ren, in Brand zu stecken. Heer Aldama ist in der That einer der bedeutendsten Grundbesitzer Cuba's und sein Entschluß scheint von dem Wunsche dictirt worden zu sein, zu beweisen, daß die Jnsurrection den Krieg bis aufs Aeußerste fortsetzen wird." 27. September. Ein Pariser Correspondent der „Köln. Zeitung" schreibt: Eine Verständigung zwischen Oesterreich, Rußland und Preußen soll zu Stande gekommen sein. Nach den hier mit vielem Eifer in Umlauf gesetzten Gerüchten sollen England und Frankreich die Hand lm, Spiele haben. Es fehlt nicht viel, und man spricht uns von der bevorstehenden Verwirklichung der alten Lieblingsidee des Kaisers: von dem Zusammentreten eines europäischen Congresses. Lord Clarendon soll es nämlich geglückt fein, sowohl über Süddeutschland als über die orientalische Frage eine Verständigung zwischen den Mächten herbet- zuführen. Ueber die gegenwärtige Haltung der französischen Regierung tn der deutschen Frage macht der „Moniteur" interessante Mittheilungen. Danach soll der Kaiser sich vor einigen Tagen längere Zeit mit Lord Clarendon über innere und äußere Politik unterhalten haben. Aus Vieser Unterhaltung ergebe sich, daß die englische Regierung gegenwärtig die Unificirung Deutschlands durch Preußen als ein unvermeidliches und unabwendbar gewordenes Ereigniß betrachte. Lord Clarendon persönlich, der früher für die Entwürfe des Hrn. v. Bismarck durchaus keine Sym» pathieen gehabt hätte, habe sich schließlich den vollendeten Thatsachen gefügt und in diesem Sinne voriges Jahr gegen den Grafen v. Moltke und dieses Jahr gegen den König von Preußen und den Fürsten v. Gortsckakoff sehr aufrichtig geäußert. Diese Gesinnungen des englischen Cabinetö erscheinen dem „Moniteur" im gegenwärtigen Augenblick um so gewichtiger, als die kaiserliche Regierung mehr und mehr entschlossen sei, sich in ihrer auswärtigen Politik nicht von England zu trennen. Die Regierung lenke darum auch seit drei Jahren bereits in dieser Richtung ein; bis wie weit, das will der „Moniteur" unentschieden bleiben lassen; doch scheine, ! sagt er schließlich, in der gegenwärtigen Lage nichts geeignet, die friedlichen Anschauungen des Kaisers und des Landes zu stören, und diesen allgemeinen Eindruck hätte auch Lord Clarendon von seiner jüng- sten Unterredung mit dem Kaiser mitgenommen. Die Pforte nimmt, dem „P. Ll." zufolge, eine drohende Haltung Montenegro gegenüber ein. Das kaiserl. türkische Cabinet hat eine Note nach Zettinje abgesandt, in welcher die Regierung des Fürsten über den Zweck der Rüstungen befragt wird, die seit 11/3 Jahr in den Schwarzen Bergen anhalten. Diese Note, die Essad Pascha, Gouverneur von Albanien, übermittelte, ist vom Fürsten Nikola noch nicht beantwortet. Die Pforte läßt inzwischen Truppen an der montenegrinischen Grenze concentriren und Kulas (Thürme) bauen. 29. September. Mit Bezug auf die von der „Baier. Lvsztg." veröffentlichte Mittheilung über eine Annäherung Preus- sens an Oesterreich, deren Inhalt theils irrig, theils vollständig unbegründet ist, wird aus Wien von kompetenter Seite versichert, daß Seitens des österreichischen Cabinetö in Betreff des Prager Friedens gar keine anderen Erklärungen als jene abgegeben worden sind, welche in den bereits veröffentlichten, daher allgemein bekannten jüngsten Depeschen des Grafen Beust enthalten sind. Der „Bohemia" wird aus Wien über den Besuch des preußischen Kronprinzen geschrieben: Der Besuch, den der preußische Kronprinz unserer Residenz zugedacht hat, erregt in politischen Kreisen begreiflicher Weise großes Aufsehen. Ueber die Genesis dieses Besuches, dem jedenfalls eine freundschaftliche Annäherung der beiden Höfe vorausgegangen sein muß, erfahre ich Folgendes: Von Berlin aus wurde der preußischen Gesandtschaft in Wien die Anzeige gemacht, der Kronprinz werde auf seiner Tour nach dem Oriente auch die Hauptstadt Oesterreichs berühren. Die Gesandtschaft machte hiervon am 17. d. im Ministerium des Acußern Mittheilung und knüpfte die Frage daran, ob Se. Majestät den Kronprinzen während seines Wiener Aufenthaltes empfangen wollte. Der Kaiser war zur Zeit in Gödöllö. Auf die einfache Anfrage erwiederte Se. Majestät, er werde sich freuen, den Kronprinzen in Wien zu begrüßen, und fügte gleich hinzu, daß er am 7. und 8. des nächsten Monats in Wien weilen werde. Daraufhin wurden denn auch die Reisedispositionen des preußischen Kronprinzen so getroffen, daß er am 6. Oct. in unserer Stadt eintreffen wird. Vermischtes. Gicssrn, 29. Sept. Wie wir soeben vernehmen, wird Hr. Gregor seine Amerikanische W el t - A uS st el ln ng, welche hier, sowie überall, wo dieselbe ausgestellt war, mit so großem Beifall ausgenommen wurde, heute Donnerstag den 30. d. zum letztenmale allhier sehen lasseu. Darmstadt, 25. Sept. 3m Jahre 1849 oder 50 wurde ein hiesiger Einwohner, Namens Fischer, wegen verschiedener Vergehen, insbesondere Widersetzung gegen die Genöddarmerie, zu einer ziemlich bedeutenden Correktionöhausstrafe verurtheilt. Fischer entzog sich der Strafverbüßung durch die Flucht nach Amerika, allwo er sich zu einem wohlhabenden, angesehenen Mann emporschwang. Die Sehnsucht nach seiner Vaterstadt, welche Zeuge mancher seiner muthwilligen und tollen Streiche gewesen, trieb ihn vor wenigen Wochen wieder über den Oceaa. In dem Glauben, daß die Sache längst verjährt und ihn seine Eigenschaft als naturalifirter Amerikaner vor etwaigen Unannehmlichkeiten schützen würde, trat er hier ganz offen auf und lebte etwa 14 Tage völlig unbehelligt in der Mitte seiner zahlreichen Verwandten und Bekannten. Da wurde er plötzlich auf Grund einer erfolgten Denunciativn verhaftet und in hiesigem Arresthaus einstweilen in Gewahrsam gebracht. Ein eingereichtes Gnadengesuch scheint keinen Erfolg gehabt zu haben, denn am 18. d. wurde Fischer behufs Verbüßung der ihm zuerkannten Strafe in das EorrectiouS- Haus abgeführt. Berlin. Bei Drucksachen, welche gegen die ermäßigte Tare versandt werden, ist eS bisher gestaltet gewesen, Anstriche am Rande zu dem Zwecke anzubringcn, um die Aufmerksamkeit deS Lesers auf eine bestimmte Stelle der zur Versendung eingelieferten Druckschrift hmzulenken. Dagegen war cS nicht erlaubt, einzelne Stellen zu unterstreichen. Nach einer heute im „St.-Anz." veröffentlichten Bekanntmachung des Generalpostamts sollen fortan auch Unterstreichungen gestattet sein, sofern nicht ersichtlich ist, daß durch das Unterstreichen einiger Worte der Zweck einer briestichen Mittheilung erreicht werden soll. Ferner soll die Verbesserung von Druckfehlern auch bei fertigen Drucksachen fortan nicht mehr zu den verbotenen Aenderungen gerechnet werden. Diese Vorschriften gelten auch für den Wechselverkehr. Ebenso ist eö, nach der „N. Pr. Ztg.", bei der Versendung von Packelen ohne Werthsdeclaration von jetzt ab gestattet, den Verschluß derselben, statt, wie bisher durch Versiegelung, in der Weise herzustellen, daß die Enden deS Bindfadens, welcher zum Vernähen oder zur Verschnürung des betreffenden PacketeS dient, durch Anlegen einer oder mehrerer Plomben vereinigt und solche Plomben mit dem Stempelabdrucke versehen werden, welcher dem Siegel - rc. Abdrucke auf dem Begleitbriefe nach Form und Inhalt im Wesentlichen entspricht. Bei Packeten mit declarirtem Werthe ist die Anwendung deS Plombenverschlusses, die im Verkehr nach dem Auslande ebenfalls zulässig ist, vorerst nicht gestattet. Dresden, 22. Sept. Der Brand des Hoftheaters ist nicht durch einen Fehler der Gasleitung, sondern dadurch her- beigesührt worden, daß ein BeleuchtungSgehülfe, welcher Leinwand mit Benzin bestrichen hatte, zur Vertreibung des üblen Geruchs ein Räucherkerzchen anzündev wollte. Als das Streichhölzchen sich entzündete, ergriff das Fever sofort die Benzin- genäßten Hände des Gehülfen und die Leinwand, und verbreitete sich durch reißende Schnelligkeit über das ganze Gebäude. In Lausanne in der Schwei; waren dieser Tage die Demokraten Europa'S zum FriedenScongreß versammelt. Die Reden wurden französisch gehalten; denn die Mehrzahl gehörte den Franzosen, Russen und Polen an, Deutscher war em kleines Häuflein. Wie man den Krieg abschaffe, wurde u. a. berathen. Die Fürsten wollen ihn durch Soldaten abschaffen und zwar durch möglichst viele Soldaten, so daß ein Volk sich vor dem andern fürchtet, die Demokraten wollen ihn durch Ideen abschaffen. Damit waren Alle einverstanden, nur über die Reihenfolge gab'S neuen Krieg. Die Demokraten aus Frankreich, die das große Wort führten, riefen, die Deutschen müssen zuerst entwaffnen, dann wollen wir schon dafür sargen, daß Frankreich mit der Entwaffnung nachfolgt. Da stieg der deutsche Demokrat Venedey auf die Rednerbühne und sagte: Quod non! Wenn wir deutschen Demokraten in Deutschland sagen: Entwaffnen wir! so lachen unter Hundert uns 99 brave, gute Deutsche aus und antworten: Sobald Deutschland seine Soldaten heimgeschickt hat, rückt Napoleon mit seiner 'Million Soldaten vor! Wir deutschen verbrannten Kinder scheuen das Feuer. Ihr Franzosen habt uns von jeher den Krieg gebracht. Französische Heere Ludwigs XIV. und anderer Ludwige, Heere der Republik mit den schönsten Versicherungen, daß sie nichts als Freiheit brächten, und endlich die Heere des Kaiserthums haben in Deutschland gehaust, und daS deutsche Volk hat keine Lust, das sich wiederholen zu sehen. Der gesunde Menschenverstand in Deutschland sagt sich: „So lange ein 'Napoleon in Frankreich herrscht und dort Heere, die an die Million reichen, bestehen, wollen wir bewaffnet bleiben." Wir deutschen Demokraten mögen glauben, daß, wenn Deutschland entwaffnete, Frankreich schon folgen würde, folgen müßte; aber die Franzosen haben Unrecht, wenn sie von dem deutschen Volke fordern, zuerst zu entwaffnen. An Frankreich ist eS hier, voranzuschreiten; dann wird das deutsche Volk sicher seine Pflicht thun. Die Rede wurde oft mit Beifall unterbrochen und am Ende von der ganzen Versammlung, auch den Franzosen, applaudirt. Paris. Der Austritt des Paters Hyacinthe aus seinem Kloster und sein Rücktritt von der ersten Kanzel Frankreichs macht ungeheures Aufsehen. Pater Hyacinthe ist ebenso berühmt als Kanzelredner, wie bekannt durch Gelehrsamkeit, Frömmigkeit und duldsame Menschenliebe Im Eingänge seines Briefes an seinen Ordensgeneral in Rom gibt er als Grund seines Austrittes an: „In Folge einer plötzlichen Veränderung, deren Ursache ich in den Umtrieben einer m Rom allmächtigen Partei (der Jesuiten) suche, tadeln Sie, was Sie früher billigten, und verlangen Sie, daß ich eine Sprache führe oder ein -schweigen beobachte, welche nicht mehr die wahren Ausdrücke meines Gewissens wären. Da zögere ich keinen Augenblick. Mit einer durch ein Losungswort gefälschten oder durch Verschweigungen verstümmelten Rede kann ich nicht die Kanzel wieder besteigen." „Die gegenwärtige Stunde ist eine feierliche. Die Kirche durchschreitet eine der heftigsten, dunkelsten und entschiedensten Krisen ihres Bestehens auf Erden. Zum erstenmal seit dreihundert Jahren wird ein öcumcnisches Concil nicht nur einberufen, sondern für nothwendig erklärt; daS ist der Ausdruck des heiligen Vaters selbst. Nicht in einem Augenblicke kann ein Prediger des Evangeliums, und wäre es der letzte von allen, darein willigen, zu schweigen, wie jene „stummen Hunde" Israels, ungetreue Wächter, denen der Prophet vorwirft, daß sie nicht bellen können: Canes nmli, non valentes latrare. Die Heiligen haben niemals geschwiegen. Ich bin nicht Einer von ihnen, aber ich bin doch von ihrem Geschlecht — filii sancloruni sumus — und ich habe immer meinen Ehrgeiz darin gesetzt, mit meinen Schritten, meinen Thränen und, wenn eS sein müßte, meinem Blute in ihren Spuren zu wandeln. Ich erhebe also vor dem heiligen Vater und vor dem Eoncil meinen Protest als Christ und als Priester gegen jene Lehren und jene Praktiken, welche sich römisch nennen, aber nicht christlich sind, und welche in ihrem immer kühneren und verderblicheren Vordringen darnach trachten, die Verfassung der Kirche, Form und Inhalt ihrer Lehre bis auf den Geist ihrer Liebe selbst zu verändern. Ich protesiire gegen die eben so gottlose als unsinnige Scheidung, welche man zu bewerkstelligen sucht zwischen der Kirche, die unsere Mutter in alle Ewigkeit ist, „und der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, deren „Söhne wir in der Zeit sind und gegen die wir auch Pflich- „ten und Anhänglichkeit haben." Ich protestire gegen diesen radicaleren und noch schrecklicheren Widerstreit mit der menschlichen Natur, die von jenen falschen Lehrern in ihren unverwüstlichsten und heiligsten Bestrebungen angegriffen und empört wird. Ich protestire namentlich gegen die kirchenschä'i- derische Fälschung deS Evangeliums des Sohnes Gottes selbst, dessen Geist und Buchstabe in gleicher Weise von dem Pharisäismus des neuen Gesetzes mit Füßen getreten werden. Es ist meine innigste Ueberzeugung, daß, wenn Frankreich insbesondere und die lateinischen Racen überhaupt der socialen, sittlichen und religiösen Anarchie zur Beute werden, der Hauptgrund dafür zwar gewiß nicht in dem KatholiciSmuS selbst, aber in der Art liegt, wie der KatholiciSmuS seit langer Zeit verstanden und geübt wird. Ich appellire an daS Concil, welches zusammentreten wird, um Heilmittel für daS Uebermaß uniecet Leiden zu suchen und um sie ebenso nachdrücklich als sanft in Anwendung zu bringen. Aber wenn Besorgnisse, die ich nicht theilen will, in Erfüllung gehen sollten, wenn die erhabene Versammlung nicht mehr Freiheit in ihren Bera- thungen haben sollte, als sie schon in ihren Vorbereitungen gehabt hat, wenn sie mit einem Wort der wesentlichen Merkmale eines öcumenischen ConcilS entbehrte, so würde ich zu Gott und den Menschen schreien, um ein anderes zu verlangen, welches wirklich im h. Geiste, nicht im Geiste der Parteien zusammentrete, wirklich die ganze Kirche, nicht das Schweigen der Einen und die Bedrückung der Anderen vertrete. „Mich jammert herzlich, daß mein Volk so verderbet ist, ich gräme mich und gehabe mich übel. Ist denn keine Salbe in Gilead? Oder ist denn kein Arzt da? Warum ist denn die Tochter meines Volkes nicht geheilet?" (Ierem. Cap. 8.) Und endlich appellire ich an Dein Gericht, Herr Jesus. Ad tuum, Domine Jesu, tribunal appello. In Deiner Gegenwart schreibe ich diese Zeilen; zu Deinen Füßen, nachdem ich viel gebetet, viel nachgedacht, viel gelitten und viel gewartet habe, unterzeichne ich sie. Wenn die Menschen auf Erden sie verdammen, so vertraue ich, daß Du im Himmel sie billigen wirst. Das genügt mir für Leben und Sterben. Paris, Paffy, 20. Sept. 1869. Fr. Hyacinthe, Oberer der Carmeliter-Barfußler von Paris, zweiter Definitor deS Ordens in der Provinz Avignon." Redaction, Druck und Verlag der Brühl'scben Druckerei (Fr. Ehr. Pi et sch) in Gießen.