41 27. > «ft« 5ä!Ää» , ■ ft ■ »nis,» '»'«'»! 7 ft?"!" ,8'^14 iA» - ^2’M^inSitoi - - f .... 3 Vezq te. :; V »Wn ihJm H'^ich.- - ' 1,4 an- drim ®<° vichkti'g -um "J^^k.^ü-nurVbit ■ ---do Mm haben. ^-!k öoraen um 7 W lvnide - ' 3ib( ,unb Znteniiläl btt Er- P Alox Tnai iü noch immer ■ • lit Erdbeben taaetu immer !' J« ::r!.-mmnib. Seilern Morqe» ■ s,U>n biet unb in Butlel- W ferme derselbe ja brr 3jbl -rtaan bi# jeft hier beobachtet rt< €tcie ernten geilem Mtn^ red Hefti-ttk ktößr kämm heute r.’r. Legerer war mit langer -'. .rfrr bet (jrbe vetbunbtn. r. »t "knecht 3»h. Uhlig von b ü;j her (inen Saaten, b/r von Stea rnillen war, mit Gefahr b er .-cd vom Etifse in den ■ : - ernten unb baburch rtibfi Stäben mit größter An» -ich!-. - Geiem Abend ereignete >.-' rj UnchÄfall. Sm 9ufW ft.nämlich baS Geleise (rft teraifcmmenben Rangir- ■ummclt. in rer fbmilienrater ist, nach Kbm «tiebieb et jetod'. Vlt. «Ue-Am halb 9 Uhr würbe ’ , 1a »er '.’libe deS Ltl^t- aa#gtlraAtnen Snaben ans- Mror; 7”# »* * ** trt «andnngsb^e -er wftsrffnft . . ., .rteitrt. «<«' ; ? ■•••‘-OT**«* ffS?*:#; 1 N» ft. -r- ■'T,a*KL7^«•",,l',’ ■ „.iintn #’im« ft? 0.1.' "Ä i- - e gelang 1 ' ' ,,„4 brrieibf” '/ ^halbtot»# *** .„ eit» .. jbre a". g.trft« («*1' *.« "".ft-* ' 3 jpfli'e n *L*ar . ■ - ui . . na» fiL>/ f"lf6 M*? , tft 7rt, * 4b». ;r LtaP PretS vterteljährNch 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstags, Donner« stag« und Samstag«. — Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. " Samstag den 27. November 1869. Brodpreise vom 27. November bis 3. December 1869, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 16ft2 kr. 2 Pfund gemischtes Brod kr. 4 Pfund Roggenbrod 14 kr. 2 Pfund Roggenbrod 7 kr. Amtliche Bekanntmachungen. Gießen^ am 23. November 1869. Betreffend: Die Feststellung und Erhaltung der inneren Grenzen. Das Groß herzogliche Kreisamt Gießen . an die Grchherpglichen Bürgermeistereien des Kreises. Mit Bema auf unser Ausschreiben Nr. 9 vom 12. August 1867 fordern wir Sie auf, die Grenzbegehungsprotokolle der Feldgeschwornen baldigst an uns einzusenden. n r:^ hiprhfi rualeick nack Bernebmuna Otbrer resv. Gemeinderäthe und — wo es sich um gemeinschaftliche Gemarkungsgrenzsteine handelt nach Benehmen Mit den betreffmden Orts-^, bezw. Gemarkungsvorständen über die Wahl desjenigen Geometers I. Classe äußern, welchem die Wiederherstellung der fehlenden Grenzsteine zu übertragen Jet. $n Verhinderung des Kreisraths: Gros AKreisassessor. ________ Gefundene Gegen st ände : Ein Pferde-Cummet, ein wollener Strumpf, ein brauner Filzhut, ein rothes Blechschild, auf beiden Seiten geschrieben: „Cigarren", ein Messer mit ^ Klingen, ein Kinderhandschühchen, eine braune Schürze, eine Wagenhackc, ein Stubenthürdrücker, ein goldenes Manchettenknopfchen, em goldenes Medaillon mit Brustbild, em bunteJ^T°Ichmtuch^-m binnen 3 Wochen'bei uns ,u melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später , zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Uchen^ den 2®nÄmto 1™ Mutterhuudchen. Großherzogliche Poltzei-Verwaltung der Prooinzialhauptstadt Gießen. Besondere Bekanntmachungen. Nach einer Mittheilung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern sind die mit einem firen Gehalt von 150 fl. nebst den ordnungsmäßigen Gebühren verbundenen Landgerichtsdienerstellen bei den Landgerichten Nauheim und Altenstadt erledigt. Die Bewerber aus dem Stande der versorgungsberechtigten Unteroffiriere und Soldaten, welche der 1. Bczirkscompagnie angehoren, haben ihre des- fallsigen Gesuche spätestens bis zum 2. December er. dem Bezirksftldwebel in Gießen einzuhändigen. Gießen, den 24. November 1869. Großherzoglicheö Bezirks-Commando Gießen. . I. A.: Hoffmann, Oberlieutenant und Adjutant. Die auf den 16. December er. in in Gießen zu versammeln. Gießen, den 25. November 1869. Bekanntmachung. das Landwehr-Bataillonsstabsquartier beorderten Recruten Großherzogliches Landwehr - Bezirks - Commando. Ganden berge r. haben sich auf dem Brandplatz Oeffentliche Bekgmitmachiing. Den Concurs des Kaufmanns Meier Heß zu Gießen betr. 10957) Bei der am 23. d. Mts. abge- haltenen dritten und letzten Versteigerung des zur Concursmasse des Meier Heß gehörigen Hauses ist das von dessen Sohn, Herrn Karl Heß in Frankfurt a. M, eingelegte Gebot von 10500 fl. (Taxationspreis) das Letztgebot geblieben. Nach Maßgabe dieses Resultats wird voraussichtlich die gesammte Concursmasse absorbirt werden. Unter diesen Umständen hat es der Gläubigerausschuß für geboten erachtet, den Chi- rographargläubigern andurch anheim zu geben, entweder selbst angemessene Nachge- bote bei dem Unterzeichneten einzulegen, oder einen besseren Käufer einzustellen. Geschieht dies bis zum 4. nächsten Monats nicht, dann wird der Gläubigerausschuß die Genehmigung beregter Versteigerung bei Gericht beantragen. Gießen, den 25. November 1869. Der Dirigent des Gläubiger-Ausschusses: Wolf, Hofger.-Advocat. Gläubiger-Aufforderung. 10925) Alle Diejenigen, die Ansprüche irgend welcher Art an das Vermögen des verlebten Isaac Stern von Burkhardsfelden zu bilden und ihre bezüglichen Rechnungen bis jetzt noch nicht eingereicht haben, werden aufgefordert, ihre Forderungen bis zum 15. December l. I. vor unterfertigtem Gerichte sogewiß geltend zu machen, als sonst dieselben bei Regulirung des Nachlasses des Isaac Stern nicht werden berücksichtigt werden. Gießen, den 23. November 1869. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher. 10897) Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die Wittwe des Konrad Balser II. von Albach wegen Geistesschwäche unter Curatel gestellt worden ist, und daß Rechtsgeschäfte mit solcher gültig nur unter Zustimmung des für dieselbe bestellten Curators JohannesBal- f er IV. von Steinbach abgeschlossen werden können. Gießen, den 8. November 1869. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher. Die Besetzung der Octroierheber- und Waagenmeisterstelle am Neustädter Thore. 10871) Für vorbemerkte, durch die anderweitige Beförderung des seitherigen Bediensteten in Erledigung gekommene Stellen wird hierdurch Concurrenz mit dem Bemerken eröffnet, daß Anmeldungen um solche <)is einschließlich des 27. d. Mts. bei uns einzureichen sind. Gießen, den 24. November 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 10919) Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leih- kasse angelegten Capitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: 1) Donnerstag den 2. December, 2) Samstag „ 4. „ 3) Dienstag „ 7. „ 4) Mittwoch „ 8. „ 5) Donnerstag „ 9. „ 6) Samstag „ 11. „ 7) Dienstag „ 14. „ 8) Mittwoch „ 15. „ 9) Donnerstag „ 16. „ 10) Samstag „ 18. „ 11) Dienstag „ 21. „ 12) Mittwoch „ 22. 13) . Donnerstag „ 23. „ 14) Dienstag „ 28. „ 15) Mittwoch „ 29. „ 16) Donnerstag „ 30. „ 17) Freitag „ 31. „ Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlung an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die auf Dienstag, Mittwoch und Samstag fallenden Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, am 23. November 1869. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. Versteigerungen. Arbeitsversteigerung bei der Stadt Gießen. 10920) Montag den 29. November, Morgens 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstfordernden vergeben werden, als: Glaserarbeit, veranschl. zu 45 fl. 39V< kr. Schlosserarbeit, „ „ 9 „ 18 „ Gießen, den 25. November 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt._____________ Leder-Lieferung. 19901) Dienstag den 7. December d. I., Vormittags 11 Uhr, soll die Lieferung von 35 Rindshäuten, 30 Sohlhäuten, 150 Pfund Vacheleder für das 2. Infanterie - Regiment mittelst Soumission vergeben werden- Die Lieferungs-Bedingungen liegen auf unserem Büreau, Neue Bäue Lit- B- Nr- 77, zur Einsicht offen. Gießen, den 26. November 1869. Die Bekleidungs - Commission des 2. Infanterie-Regiments. _____________________Kreuter._______________ Petroleum - Lieferung. 10872) Montag den 29. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung des Petroleums auf dad 10880) Von,; (10921) Georg Lüdekiug. Löwengaffe. 10876) Original-Packeten zu haben in Gießen bei (10903) Preise: ä 26 und 28 fl. ä Preise: ä 30 und 32 fl. ä und farbigen Seidenstoffen, sowie eine große Auswahl von schwarzen Grosse Ersparniss für Haushaltungen. Zwei Goldene bringe ich iE I. 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Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.____________ Brod-Lieferung. 10873) Montag den 29. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung des Brodes für das 2. Infanterie-Regiment rc. auf das 1. Quartal 1870 mittelst Soumission vergeben. Die Lieferungs-Bedingungen liegen Nachmittags von 2 bis 5 Uhr auf dem Büreau der Garnison-Verwaltung offen. Gießen, den 20. November 1869. Großherzogliches 2. Infanterie - Regiment. Kraus. 10891) Im Wege her öffentlichen Submission sollen für den Bedarf der Main-Weser- Bahn pro 1870 13000 Stück Stoß- und Mittelschwellen und 606 „ Weichenschwellen von Eichenholz angekauft werden. Termin hierzu wird auf Mittwoch den 15. December d. I-, Vormittags 10 Uhr, in dem Geschäftslocale der unterzeichneten Direction anberaumt. • Die Offerten, deren Eröffnung in Gegenwart der etwa persönlich erschienenen Submittenten stattfindet, müssen vor dem anberaumten Termine frankirt, versiegelt und mit der Aufschrift „Submission auf Lieferung von Schwellen" an die unterzeichnete Direction eingereicht werden. Die weiteren Bedingungen liegen bei unserer Central-Materialien-Controle Hierselbst, sowie bei unseren Betriebs-Jnspectio- nen in Gießen und Frankfurt, zur Einsicht offen; auch können Exemplare derselben bei den genannten Dienststellen, auf portofreies Ansuchen, gegen eine Gebühr von 4 Sgr. bezogen werden. Cassel, den 14. November 1869. Königliche Direction der Main-Wefer-Bahn. 10909) Mittwoch den 1. December, Vormittags 9 Uhr, werden in der.Behausung des Hrn. Christian Löb er I. in der Neustadt dahier die durch den Abzug des Herrn Pachters Anton Schultheis entbehrlich gewordenen Mobiliargegenstände-, nämlich: 5 Pferde, 4 Kühe, 4 Wagen, Pflüge, Eggen, 1 Schlitten mit Schellengeschirr, 1 Walze, Pferdegeschirre, 1 gut erhaltener Brennapparat, 3 Pfauen, 1 Partie alte und junge Hühner, 250 Centner Heu, 50 Centner Grummet, 300 Centner Wai- zenstroh, sowie verschiedene Quantitäten Korn-, Gerste-, Hafer- und Erbsenstroh, 1 Partie Spreu, 140 Malter Kartoffeln, 200 Centner Dickwurzeln und sonstige Oeconomiegeräthschaften freiwillig gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 26. November 1869. In Auftrag: M. Pilger. FeitgeboteneS 10906) Flanellhemden, Unterhosen, Herrentücher, Hosenträger, Hand schuhe, Halsbinden, Papierkragen rc. empfehle ich zu billigen Preisen; auch können meine geehrten Kunden die Kleiderstoffe von mir beziehen. Emil Orbig, Schneidermeister. Große gestrickte Jacken von 2 fl. an, sowie Unterhosen von 36 fr. an, empfiehlt Aug. Haubach, (10905) Mäusburg. 10908) Patent - Schlittschuhe ohne Riemen empfiehlt Emil Pi stör- 10928) Die Materialmaaren - Handlnng von Emil Fischbach, Seltersweg, empfiehlt Batavia-Arrac, Jamaica-Rum, Cognac, Arrac-Punsch-Syrup, Rum-Punsch Syrup, in vorzüglichen Qualitäten. 10902) Ein guter Steinkohlen-Ofen ist billig zu verkaufen bei I. Köhler, Seltersweg. cg Preismedaille Paris 1867. S Ausgezeichnete Chocoladen von Starker & Pobuda, Stuttgart, empfiehlt R. Sattler, Gießen. ■n ®)iM bittet imjot> •• Steinen in i, Pfund ®cbr. Adami, im Ritten llcinrit J^äicn, witba§$ruftboM§, Rubeln, i iT^bacb. ..-r.2tn behaupten diese Fabw ü; n-.fbr unb mehr bit Gunst X Wallack, ?). ts. Bingmann, (nnft Krause, H. (5. RuUmann, j. A. Windecker. - :-bkn solche errichtet durch v franco. (10781) iiiciilliiffc! ) bis 400 Kleider, W: a 26 und 28 st. 4ife: s 30 und 32 ff. Hi .. fjrbiaen Seidenstoffen, Weisen, in ter S->- EXTRACT Kj-Amerika). ttPAGlrtE, WNDON. ■ ie ' - dr‘ lfdnQi8D etc. ai ■ CO- s X fec w «SxiK im Ritter. (10907) 10943) 10776) Der Landkalender, Hess- Haus freund, Gustav-Adolph-, Lahrer Hinkende Bote und Volkskalender pro 1870 sind vor- rätbia. Wiederverkäufer erhalten anqemes- senen Rabatt. A- Balser. | x £ X «3-5 .S2 5 W 8-e ö « aa_ 5^ 5 5. In — d S pH X g Restauration Dalinstein 10942) Sonntag d en 28. November 1869: X--S X er Zu verkauft» Im Kiersaale des Herrn Chr. Lony Sonntag den 2 8. November: S 10876) Meine verschiedenen Sorten Chocolade eigener Fabrication bringe ich hiermit zu nachfolgenden Preisen in empfehlende Erinnerung : ,Q . Gesundheits - Chocolade zu 32 bts 48 kr. pr. Pfund, Gewürz-Chocolade zu 36 bts 54 kr. Vanille-^Chocolade zu 1 fl. 4 kr. bis 1 fl. 45 kr. pr. Pfund. Ed. Lind, Hofcondttor. 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(Es wird höflichst gebeten, nicht zu rauchen.) ausgeführt von einem Theil des Musik-Corps des Marburger Jager- Bataillons, unter persönlicher Leitung seines Musikmeisters, Herrn H. A. Noack. Anfang des ersten Concerts 4 Uhr, Ende 7 Uhr. r , zweiten v 8 Uhr, Ende 11 Uhr. Entrse ä Person 6 kr. 10932) In der früher Katzen st ein & Eichenberg'schen Besitzung ist ein Wohnhaus, bestehend aus 8 Zimmern, Küche und Keller, sowie das Fabrikgebäude, zu Lagerräumen sich eignend, auf mehrere Jahre zu verpachten. Reflectanten wollen sich an mich wenden. B. Katzenstein, Neuenweg Nr. 139. .2 g K 3 g n •> s 'c ** 2 ? “ I Reisende-Gesuch für ein sehr bedeutendes Itter. Unternehmen gegen hohe Provision. Offerten an die Export-Buchhandlung von C. M- Kühn in D a r m st a d t franco einzusenden. (10948) « R 4> •= « § 10911) Neuer Beweis für die sichere und schnelle Wirksamkeit | des weißen Kräuter-Bruft-Syrups I des Herrn F. W. Bockius in Otterberg, n Hierdurch bezeuge ich im Interesse von g Brustleidenden, daß ich Jahre lang an k einem trockenem Husten mit theilweisem 0 Blutspeien litt und dieses liebel durch g Anwendung des Kräuter-Brust-Sy- 8 rupö des Herrn F. W. BockiuS in8 Otterberg gänzlich beseitigt habe. — Hierbei bemerke ich noch, daß ich vorher verschiedene ärztliche Hilfe in Anspruch nahm, die jedoch nie was fruchtete. Neuberg, 2. Februar 1865. Iac. Kurz, Förster. In Flaschen zu 24 kr. und 35 kr. ist dieser Kräuter-Bruft Syrup, welcher laut hoher königl. Ministerial-Entschlie- ßung vom 24. Octbr. 1868 zur Ankündigung gestattet ist, allein zu haben in Gießen bei Ernst Hermes, I M Grünberg bei Geom. Ritter Wttw., | „ Friedberg bei Jean Huber. 10912) Die »neue Post» mit Um- gebung wird von dem Unterzeichneten im Auftrag der Familie Kempfs zum Kauf «»geboten. 10915) Es sind mir 24 Pfund Flachs ,um Verkauf übergeben worden und gebe lch solche billigst ab. Meyer Rothenberger, Neuenweg. 10938) Häckselschneider mit großem und kleinem Schwungrad, 49 und o3/4 Nass. 41/2u,’o Obi. 93 Vs Kurh. 4° q Obi. BU/s Hess. 40/g Obi. b. Roths. 93 „ 31/2% do. do. 88 Bayer. 5°/0 Obi. — „ 41/2% ijährige 92% 7, 4i/2o/o 1/2jährige 92J/8 Wiirtemb. 4t/2°/o öbl. 917/s Baden 41/2% Obi. c. E.L. 923/Z Oestr. 50/0 b. R. — „ 50/g National — » 50/g MetaU. Obi. — „ M. steuerf. — Amer. 6% 1882r Bds. 893/8 „ 60/q 1885r 88y8______ Actlen. Frankf. Bank 1225/8 Oester. Bank 699 „ Creditaot. 232 Darmst. Bankaot. 312 Prioritäten. 50/g östr. F. St. E. B. 363 Lndwigsh.-Bexbach 171 1/2 Maxbahn IO6V2 Bayer. Ostbahn 1243/4 Hess. Ludwigsbahn 1391/4 3u/y östr. Stsb.-Prior. 55 3°/0 östr. s. Lombard. 483/< 3% Livorneser 3iy2 Tosoaner 50y4 Frankf. Hypoth.-ßank — Frankf. Vereins-Kasse 96% 50/g Elisabeth-Prior. 741/4 do. II. Emiss. 72 Anleheiislooee. Kurh. 40 Thlr. Loose 57!/4 Nassau fl. 25 b. Roth. 39*. g Gr. Hess. fl. 50 b. R. 1771/2 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 4O/2 40, g bayr. Präm. Anl. 105 4O/o badische Loose 1027/s Badische fl. 35 Loose 565/8 1858r Prioritatsloose 1513/4 1860r Loose 78y2 1864r„ 114 Wechsel. Amster'd. k. 8. 100 Augsb. k. S. 993/4 Berlin k. 8. 1051/s Bremen k. 8. 973/. Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 88i/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 943/4 Wien k. 8. 955/8 Disconto 40/g G. Geldsorten. Pr. Cass. Sch., 1 447/8-45i/8 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 57i/2-58V2 Pistolen . . 9 46-48 „ doppelte 9 47-49 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-38 20 Frankens!. 9 27i/2-28i/2 Engi. Souver. 11 54-58 Ruse. Imper. 9 47-49 Doll, in Gold 2 27-28 (Hierzu eine Beilage.) ' ni|lcr pkG- in. »Rübezahl" eon ?crn unb Flö,e von Ti,l. Großes Pot- ann. rruceU@alopip von Par- t ja haben. (10955) •dition S Je Co. Hamburg Brüssel >rurr Wall 61 Rue de Pepin 33. greisen Inserate r Länder. ,nd bewilligt bei grösseren ztl>:itD Journale: : jnale. in und bolii-Mludem. amtlichen Fomn- m jtlee, MarMch. C Bote •) . ,„ä .. . „tAIh mtrttn mto ' »(iibmbetlen b» . - . .. ,u haben glaubt- ‘-hfTün ein Hauck von . Arenze kennt, ® 94i/a 49 . 105 L b- Wi 8. 105 8.119 ruher Zeitung- ----------- t S- 100 S L 5. < : rf: Li 105'8 k s. tn/4 9 57'M ü 46'4$ 9 47-49 9 54-56 5 INC Aeikage zu Ar. 140 des Meiner Anzeigers. -frischkücker zu Ließen. Sonntag den 28. November. August Noll auf der Mäusburg- Wilhelm Hartmann in der Neustadt. Carl Löber am Lindenplatz. Kirchliche Anzeige». Evangelische Hemeinde zu Hießen. Gottesdienst. Am 1- Advents-Sonntage den 28. November. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. (Feier des h. Abendmahls.) Nachmittags: Mitprcdiger Lips. (Collecte für die Kirchenkasse.) Advents-Gottesdienst in der Hospital-Kirche. Mittwoch den 1. December, Nachmittags um 3 Uhr: Pfarrer Landmann. H o P u l i r t e. Den 21. November. Georg Martin Jakob Koch, Bürger und Schneidermeister, ein Wittwer; und Juliane Schrodt, des herstorbenen Bürgers und Gärtners, Leon- vard Schrodt zu Kronberg, eheliche Tochter. Denselben. Christian Heil, Bahnhofsarbeiter dahier, aus Rainrod, des verstorbenen dasigen Ortsbürgers und Nagelschmieds, Johannes Jakob Heil, ehelicher Sohn; und Maria Schäfer, geborne Pfifferling, des verstorbenen Orltzbürgers zu Watzenborn und Bergmanns dah'er, Jakob Schäfer, Wittwe. Denselben. Wilhelm du Poel, Telegraphist dahier, aus Insterburg in Ostpreußen, des verstorbenen Bäckermeisters daselbst, Johann Julius du Pool, ehelicher Sohn; und Barbara Leidbeiser aus Geismar, des Ortmüllers daselbst, Heinrich Leidheiser, eheliche Tochter. Den 23. November. Johannes Bau- bei, Kellner dahier, aus Gladenbach, des verstorbenen dasigen Ortsbürgers und Polizeidieners, Johannes Vaubel; und Dorothea May, des hiesigen Bürgers und Fuhrmanns, Philipp May, eheliche Tochter. Den 25. November. Wilhelm Seyd, Gräflich Erbach-Erbachischer Oberförster zu Erbach, des verstorbenen Gräflich Erbach- Fürstenauifchen Forstraths zu Michelstadt, Wilhelm Heinrich Seyd, ehelicher Sohn; und Sophie Christiane Marie Müller, des verstorbenen Bürgers und Gastwirths zum Einhorn, Christian Müller, eheliche Tochter. Denselben. Ludwig Noll, Bürger in Allendorf an der Lumda und Schneider dahier; und Maria Barbara Keil, des Ortsbürgers und Gräflich Erbacb-Erbachi- schcn Kassendieners, sowie auch Kirchendieners zu Reichelsheim, Johann Georg Keil, eheliche Tochter. Getaufte. D en 21. November. Dem Ortsbürger in Sinkershausen bei Gladenbach und Arbeiter dahier, Jost Bork, eine Tochter, Christiane Luise Eleonore Gertrude, geboren den 8. November. Denselben. Dem Ortsbürger in Zwötzen im Fürstenthum Neuß und Musiklehrer dahier, Karl Heinrich Kluge, eine Tochter, Auguste Karoline Wilhelmine, geboren den 27. October Denselben. Dem Ortsbürger in Wildbach und Bahnarbeiter dahier, Peter Schmidt, eine Tochter, Katharine, geboren den 21. October. Denselben. Dem Bürger und Schnh- machermei'ster, Wilhelm Müller, ein Sohn, Heinrich Karl, geboren den 6. October. Beerdigte. Den 19. November. Jakob Claudy aus Neuborn, Kreis Wetzlar, alt 17 I., gestorben den 18. November. Den 21. November. Kathanne Ka- roline Elisabctha Hilgärtner, des Bürgers und Küfers, Heinrich Hilgärtner, eheliche Tochter, alt 4 I. 10 M. 12 T., gestorben den 19. November. Den 22. November. Katharine Margarethe Römer aus Vetzberg, alt 25 I., gestorben den 19. November. Denselben. Elisabeth Rohrbach, ge- borne Wießncr, des Ortsbüraers in Lollar und Arbeiters an der Main-Weserbahn dahier, Gerhard Rohrbach, Ehefrau, alt 32 I. 5 M-, gestorben den 21. November- Denselben. Karl und Franz, uneheliche Zwillingssöhne von hier, alt 1 M 7 und 1 M- 8 T-, gestorben den 19. und 20. November. Die. Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. Feuilleton. Aus drm Leben einer Nonne. Novelle von I. H. (Fortsetzung.) Elisabeth sprach selten ein Wort mit den Nonnen, sie wollte niemals das Gelübde ablegen und fürchtete sich, daß irgend eine Ordensschwester sie dennoch dazu veranlassen wollte. Nur Schwester Martha hatte sich allmählig das Vertrauen der Novize zu erwerben gewußt, und mit ihr sah man EUsabth durch den einsamen Klostergarten streifen. Schwester Martha hatte mit dem ihr eigenen Scharfsinn bald entdeckt, was in diesem jungen Madchenyerzen vorging, und empfand tiefes, inniges Mitleid mit ihr. Hatte sie doch selber einst denselben blttern Kelch an die Lippen gesetzt unb bis auf die Neige gekostet, und ein Schaudern durchflog ihre gebeugte Gestalt, wenn sie daran dachte, daß es in der Welt noch ein Wesen gebe, dem Aehnliches geschehen könne. Der Frühling war wieder zurückgekehrt. .-Elisabeth sah es an den Knospen und Blüthen im Klostergarten, Crocuffe und Marzveilchen reckten ihre Köpfchen aus dcr grünen Blätterhülle, die Vöglein sangen wieder und warme Winde hauchten über die hohen Mauern hinweg in den Garten. Aber in Elisabeth's Herzen erwachte keine neue Hoffnung, keine Lust zum Leben, und mit Entsetzen bemerkte Schwester Martha, daß das arme Geschöpf ihren Willen zu verlieren begann, wie es ihr auch einst gesche- hen war, und nimmer durfte das so kommen. Sie wußte, daß doch eines Tages aufs Neue die Lebenslust in der jungen Brust ihr Recht geltend machen würde, und dann kämen die Kämpfe — die Stürme — Schwester Martha hatte diese nie vergessen. Es war an einem prächtigen Maiabend, als Elisabeth und Schwester Martha Arm in Arm durch die verschlungenen Wege des Klostergartens lustwandelten. Elisabeth sah sehr bleich und leidend au« und Schwester Martha betrachtete mit tiefem Schmerze das feine traurige Gesicht der jungen Novize. „Wie gefällt es Dir hier, Elisabeth? fragte Schwester Martha endlich, nachdem sie vergebens versucht hatte, Elisabeth zum Sprechen zu bringen. „Ich sehe es, daß Du lieber dort draußen wärest, als hier in den engen Kloster- mauern. Sieh mich nicht so verwundert an, Elisabeth," fuhr sie fort, „ich habe einst dieselbe Sehnsucht gekannt, die Dein junges Herz erfüllt. Jetzt freilich liegt jene köstliche Zeit fern, aber ich habe dennoch Verständniß für Deine Schmerzen, armes Kind, trotzdem mein Haar ergraut ist und meine Züge alt geworden sind. O, Elisabeth — Schwester Martha's Stimme bebte — mein Herz hat darum nicht aufgehört, zu hoffen. Elisabeth sah erstaunt in das Gesicht der Nonne, und plötzlich war es ihr, als wenn dieses viel jünger, als das aller übrigen Nonnen aussah. Ein sanftes Roth färbte ihre Wangen, tiefere, schönere blaue Augen konnte man auf der weiten Welt nicht mehr finden, wenigstens glaubte Elisabeth das, und vertrauensvoll legte sie ihren Kopf an Schwester Martha's Brust. Zum ersten Male tauchte der Wunsch nach Mittheilung in ihr auf, heiße Thränen rollten unaufhörlich über ihre bleichen Wangen auf das schwarze Gewand herab und schmerzliche Seufzer entquollen ihren Lippen. „Weine nur, armes Kind," flüsterte Schwester Martha milde, „das erleichtert das Herz und giebt ihm Kraft, neue Leiden zu ertragen. Ich habe eines Tages geweint, viel leidenschaftlicher, viel heftiger als Du — ich habe meinen Kopf an den harten Wänden meiner Zelle zerschlagen, bis es endlich aus war." — „O, so wird es auch mir gehen," stöhnte Elisabeth. Nein, Elisabeth, so wird es Dir nicht gehen," sagte die Nonne sanft, aber bestimmt. „Ich habe es Dir bestimmt angesehen, was es ist, das Dir die öden Klostermauern so verhaßt macht — Du liebst." Elisabeth sah sie erschrocken an. „Fürchte nichts," fuhr Schwester Martha fort, „bei mir ist Dein Geheim - niß so gut aufgehoben, als wäre es tief in der Erde begraben. Ich habe es Deinen Augen angesehen, wenn Du nach dem Himmel emporschautest, ich habe es den Seufzern, die Deiner Brust entstiegen, angehört, daß Du liebst. O, mein Kind, mir bleibt von solchen Dingen nichts verborgen, ich habe das menschliche Herz genugsam studirt, um Alles, was ihn angeht, erforschen zu können, und es wäre nutzlos, wolltest Du es leugnen. Aber ich verdamme Deine Liebe nicht, wem Du sie auch zugewandt hast, sondern sage Dir: halte fest an Deiner Liebe, selbst wenn Dich Kämpfe und Stürme ihretwegen erwarten, Du entgehst dadurch nur größerer. Bleibe Deiner Liebe treu und solltest Du darüber zu Grunde gehen. Man wird nichts unversucht lassen, Dich dem Klosten zu erhalten, aber bleibe standhaft, wenn Du nicht willst, daß Dein Haar ergraut, und Deine Stirn sich in Falten legt." Als Elisabeth jetzt die hellen Thränen in Schwester Martha's Augen sah und den tiefen, schmerzlichen Zug um ihre Lippen, da wurde es ibr plötzlich klar, daß diese alte, ergraute Nonne aus Erfahrung sprach. Elisabeth empfand das Weh, was deren Brust vor langen Jahren durchtobt hatte und vergaß darüber ihr eigenes. „O, mein Gott," murmelte Elisabeth, „auch Du, Schwester Martha? Du, von der ich glaubte, daß eigene Neigung Dich für das Klosterleben bestimmt habe?" Die Nonne lächelte schmerzlich. „Nein, Elisabeth, es war nicht eigene Neigung, es war der Wunsch meiner Mutter," entgegnete sie. Obgleich die junge Novize tiefes Mitleid mit Schwester Martha empfand, so hatte sie doch noch nie so erleichtert aufgeathmet, seit die Klosterpforten sich hinter ihrem Rücken geschlossen, als am heutigen Abend, und zum ersten Male flog etwas wie ein leiser Hoffnungsschimmer durch ihr Herz. Sie konnte nur eins nicht begreifen, warum das Gesicht der Nonne so heiter und ruhig erschien. „Aber, Schwester Martha," sagte sie daher nach einer Pause schüchtern, //sage mir doch, wie hast Du Dich so bald getröstet, und wie kommt es, daß Du jetzt so glücklich bist?" „Glücklich?" flüsterte Schwester Martha gedankenvoll, als wolle sie sich das Wort überlegen-, und dann zog es wie der höchste Ausdruck des Schmerzes über ihr Gesicht, indem sie antwortete: „Bin ich denn das, Elisabeth? O, nein, ich bin es nicht, ich werde nicht eher das Glück kennen lernen, als bis ich Ruhe gefunden habe im Grabe. Wenn Du das Glöcklein läuten hörst und weißt, daß man Schwester Martha in die kühle, stille Erde senkt, dann sage von mir, baß ich glücklich bin. O, es mag wahr sein, baß ich äußerlich ruhig bin, aber in der stillen Stunde des Nachdenkens, dann erwacht die Sehnsucht nach dem Leben und der Freiheit mit doppelter Macht in mir, dann möchte ich wieder, wie vor Jahren, die Mauern meines Kerkers mit dem Kopfe einrennen, bis ich bewußtlos niedersinke. O, das Herz läßt sich nicht so leicht zur Ruhe bringen — weit, weit liegt sie hinter mir, die schöne Zeit der Jugend — aber das Herz ist jung geblieben und hat noch nichts von seiner Leidenschaft, seiner Sehnsucht nach Glück und Liebe verloren. Es mag Dir sonderbar erscheinen, Elisabeth, daß ich so spreche, die strenge Aebtissin würbe es eine Entweihung der Heiligkeit, des Klosters nennen, aber als ich mein Gelübde ablegte, da glaubte ich, baß es anvers in der Welt aussehe, ba — bock) nicht, Elisabeth, Du verstehst mich nicht, es ist bas eine lange, traurige Geschichte. Ich habe noch zu keinem bavon gesprochen, aber Du sollst mein Schicksal kennen lernen, nicht all.in, weil ich davon Erleichterung hoffe, sondern um Dich vor einem ähnlichen Geschick zu bewahren, denn ich sehe daß es seine drohenden Wolken Über Dich ausgebreitet hat." Obgleich Schwester Martha und Elisabeth in ihrer Unterhaltung gestört wurden, so athmete diese doch zum ersten Male leichter auf, als sie den übrigen Nonnen entgegentrat und die Aebtissin machte bei ihrem Anblick ein sehr zufrie- denes Gesicht, denn die Aussicht für das Kloster, die reichen Besitzthümer des Grasen Zeno von FelScck zu gewinnen, war für sie zu verlockend, als daß sie sie leicht aufgegeben hätte. Was sie aber bei Elisabeth für Nachgiebigheit hielt, war nichts, als das Bewußtsein, eine Stütze gefunden zu haben, die ihr ihr größtes Heiligthum, die Liebe, wahren half. Als sie aber des Abends wieder allein in ihrer Zelle faß, da überkam sie abermals jenes Gefühl von Muthlosigkeit und voller Verzweiflung warf sie sich gerade vor dem Muttergottesbilde nieder, als Schwester Martha geräuschlos zu ihr ein trat. (Fortsetzung folgt.) Politische Rundschau 24. November. Die Gerüchte über die Bildung eines neuen Ministeriums treten in Paris in festeren Umrissen auf. Lagueronniöre soll das Auswärtige, Segris das Innere, Forcade wieder die öffentlichen Arbeiten er- halten, Magne Finanzminister bleiben, Talhouet das ; Ministerium des Hauses und der /schönen Künste ■ übernehmen und Ollivier Iustizminister werden und in dieser Stelle zugleich die Aufgabe erhalten, die | allgemeine Vcrtheidigung des RegierungSsvstems vor > dem gesetzgebenden Körper zu führen. Ollivier soll ! jedoch nur eintreten wollen, wenn der Kaiser in die Auflösung des gesetzgebenden Körpers willige, weil nur auf eine feste Majorität zu rechnen sei, wenn das Land sich noch einmal, ungchindert durch den Einfluß der Verwaltung, ausspreche. Man versichert, daß im nächsten Monat eine Zu- sammenkunft des Kaisers Napoleon mit dem Kaiser von Rußland in Nizza stattfinden wird. Die Berliner Officiösen erklären die Nachricht, daß die preußische Negierung mit den Niederlanden wegen Abtretung der im ostasiatischen Archipelagus gelegenen Banda-Inseln an den Norddeutschen Bund in Unterhandlung stche, für vollständig erdichtet. Die „N. fr. Pr." erfährt durch Privattelegramme aus Konstantinopel, daß die Pforte gegen die neuerdings angeregte Neutralisirung des Suez-Canals als einen Eingriff in ihre Souveränitätsrechte in Egypten protestirt habe. 25. November. Wie die Wiener „Presse" aus München meldet, beabsichtigt dem Veruehmen nach Ne ultramontane Partei, falls sie die Majorität hat, beim Zusammentritt des Landtags den Minister des Innern wegen seines inconstitutivnellen Vorgehens bei Octroyirung der neuen Wahlkreis - Eintheilung und wegen Beleidigung der „sogenannten Patriotenpartei" in Anklagezustand zu versetzen. Die italienische CabinetSkrisiS ist diesmal ernst zu nehmen; das Ministerium Menabrea tritt in Folge des Sieges, den die Linke in der Kammer bei Wahl des Präsidenten davongetragen, zurück und Lanza soll mit Rattazzi ein neues Cabinet bilden. Die officiöse „Gazetta d'Jtalia" vom 20. d. schreibt hierüber: „Heute Morgens ereignete sich in der Kammer ein besonderer Vorfall, 169 Deputirte erwählten gegen 129 Herrn Lanza zum Präsidenten. Das Resultat dieser Abstimmung wurde von der Linken mit wahrem Beifallsstürme begrüßt. Es waren die Lobbianisten, welche als einen Triumph ihrer Partei die Wahl eines Mannes feierten, den sie sonst immer mit ungehörigen und ungerechten SarcaSmen verfolgten. Die coalisirte Opposition bat gesiegt und hat damit die Cabinetsfrage gestellt. Heute fragt sich Jedermann, wer soll die Erbschaft Menabrea'S antreten? Man sprach bereits, daß Herr Lanza selbst von der Krone mit der Bildung des neuen CabinetS betraut werden soll. Geschehe dies, so werden gerade Diejenigen, die heute seine Wahl überschwänglich priesen, es sehr zu bedauern haben, wenn Lanza die Verwaltung des Landes übernehmen würde. Der neue Präsident des CabinetS könnte und würde auf keinen Fall sich mit etlichen Namen aus den Reihen jener Männer umgeben, die ihm heute zujauchzten; denn ein Cabinet aus Lobbianisten zusammengesetzt, könnte nur auf die Unterstützung der „Riforma" und anderer „Straßenblättchen" zählen und hätte somit voraussichtlich nur eine sehr kurze Lebensdauer." In einer vorgestern stattgefundenen Versammlung der CorteS-Majorität erklärte Marschall Prim, daß sich die Frage der Königskandidatur noch in demselben Stadium befände; König Victor Emanuel habe seine Candidatur des Herzogs von Genua in Aussicht gestellt. Graf Montemar habe jedoch die betreffenden Unterhandlungen wegen der Krankheit des Königs und der Abwesenheit res Ministers des Aeußern noch nicht einleiten können. Wie verlautet, wurden die Operationen im Kreise Cattaro momentan in Folge der großen Verluste und Ermattung der Truppen sistirt. Wiener Blätter vom 23. melden aus Grahowo eine Ansammlung bedeutender montenegrinischer Streitkräfte und bezeichnen die Lage in Dalmatien als äußerst bedenklich. Die allrussische Partei scheint ihr Streben, alle Provinzen und Theile des Reichs nach Sprache und Consesston zu russificiren, nun auch auf Finnland aus- dehnen zu wollen. Die Finnen, treue Anhänger und Verehrer des Kaisers, ihres Großfürsten, haben bis jetzt nicht nur ihre Rechte bezüglich der Sprache und Religion unbehelligt geübt: sie sind auch stets darin geschützt worden, sobald einer der Gouverneure sich Uebergriffe erlauben wollte. Seit einiger Zeit jedoch versucht man, in den Schulen Aenderungen zu Gunsten der russischen Sprache und Confession einzusühren. Die Lehrstunden für die russische Sprache sollen verdoppelt und an den Bürgerschulen uno Gymnasien sollen für Geschichte, Geographie, Mathematik und Naturwissenschaften ausschließlich russische Lehrer an- gestellt werden; die Universität Helsingfors soll einem russischen (Kuratorium unterstehen und die Dissertationen Behufs Erlangung eines akademischen Grades will man russisch geführt wissen. An mehreren ©teilen versuchen die BezirkS-EhefS, die Finnen, welche allt Gala-Festtage feiern, auch zur Feier der russischen Kirchenfeiertage anzuhalten. In Petersburg ist bereits eine Deputation aus Finnland eingetroffrn, um beim Kaiser Vorstellungen gegen die Russificirungögelüstc zu erheben. Hessen. Darmstadt. Wie verlautet, wird die Stelle eines RegimentScommandeurS deS Großh. 1. Infanterie-Regiments wieder durch einen preußischen Ofsicier besetzt werben. Als solcher wird der Oberst v. Manteuffel genannt. Preußen. Berlins 22. Nov. Nach einem soeben bekannt gewordenen Nescript bestätigt e6 sich, daß der Finanz- Minister Camphausen zum Bevollmächtigten Preußens beim norddeutschen Bunde ernannt ist. Es hat hieser Eintritt des preußischen FinanzministerS in den BundcSrath eine mehr als persönliche Bedeutung, indem hicrvurch der oft ausgesprochene Wunsch sachlich erfüllt wird, der im Reichstage laut geworden ist, daß nämlich der Finanzminister Preußens einen Bestand- theil der Bundesregierung bilden muffe Dieses wird aber um so mehr der Fall fein, da der Finanzminister selbstständig im Ausschüsse des BundeöratheS den Vorsitz führen wird, wodurch alle Gelegenheit gegeben tft, einen Einfluß auf die Gestaltung der Finanzen des Bundes im Zusammenhänge mit der Finanzlage Preußens auözuüben, ein Zusammenhang, der jedenfalls für die Interessen des Bundes und die Preußens wünschens - werth ist. — Dem BundeSrathe ist bekanntlich nach der Gewerbe-Ordnung Vorbehalten zu bestimmen, unter welchen Voraussetzungen Personen wegen wissenschaftlicher erprobter Leistung von der für Aerzte vorgeschriebenen Prüfung disper.firt werden können. 3n Folge dieses Vorbehalts ist von dem Bundeskanzleramte ein Entwurf anSgearbeitet worden, der dem BundeSrathe zur Beschlußnahme vorgelcgt ist. Nach der Bestimmung dieses Entwurfes soll die Dispensation von der Prüfung nur dann zulässig fein, wenn der Nachsuchende na ' weist. daß ihm von Seilen eines StaalS oder einer Gemeinde amlliche Functionen übertragen werden sollen. Die Entscheidung soll obne ein Gutachten der Prüfungs Commission erfolgen, wenn es sich um einen an einer norddeutschen Universität habilitirten Gelehrte» bandelt, in allen anderen Fällen soll das Gutachten der PrüfungS Commission eingeholt werden. — Bei den Ver- haildlungen, welche im Jahre 1868 zwischen dem Nordbunde und dem Großberzogthum Hessen über die Besteuerung deS BrandweinS und deS Biers gepflogen wurden, war von Seiten Hessens darauf hingewiesen worden, daß in Hessen die Steuer für Brandwein erstattet werde, welcher in Alkaloiden Fabriken zur Verwendung gelangte, und daß es daher wünschenSwerth sei, daß eine Bestimmung getroffen werde, die im Allgemeinen die Vergütung der Steuer für Brandwein bei der Verwendung in Alkaloiden-Fabriken gestalte. In Folge dessen hat das Bundeskanzleramt ein Regulativ ausgearbeitet und dem BundeSrathe vorgelegt, welches nach Maßgabe der in denselben enthaltenen Bestimmungen die Steuer für den zur Gewinnung von Alkaloiden verwendeten Brandwein vergütet resp. erläßt. Berlin, 23. Nov. der Abgeordnete Miquel und 117 Genossen aller Fraktionen haben eine ueue Interpellation, die An gelegenheiten deS Celler Denkmals betreffend, im Abgeordneten- Hause eingebracht. Bayern. München, 22. Nov. Die „Correspolüen; Hoffmann" meldet den Abschluß des Vertrages zwischen den suddeutschen Staaten und der Schweiz über den gegenseitigen Schutz der Urheberrechte an literarischen Erzeugnissen und Kunstwerken. Baden. Karlsruhe, 22. Nov. In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer interpellirte der Abg. Bissing wegen eines angeblich vom Kriegsministerium erlassenen Verbots an die Landwehr, sich an feindseligen Agitationen der Opposition zu betheiligen. Der Kriegsminister erklärte in Beantwortung dieser Interpellatirn, daß ein solches Verbot nicht eristire, ein betreffender Erlaß ordne nur eine Belehrung und Mahnung an. Der Abg. Bissing beantragte darauf, die Kammer möge ihre Mißbilligung über diese Belehrung aussprechen, was mit allen gegen 4 Stimmen abgelehnt wurde, doch gab der Gegenstand zu einer sehr gereizten Debatte Anlaß. Oesterreich. Wien, 24. Nov. Ein Privattelegramm der „N. fr. Presse" meldet, daß Fürst Orloff zum russischen Gesandten in Wien ernannt ist. Einem anderen Telegramme derselben Zeitung zufolge, hat der Kaiser der Franzosen feinen Gesandten angewiesen, in Abrede zu stellen, daß General Fleury mit besonderen Aufträgen in der orientalischen Frage betraut se. iDer Kais-r bleibe den Traditionen des Pariser Frledens- vertrageS treu und arbeite jeder Bedrohung des Besitzstandes der Pforte entgegen. — Halil Bey ist designirt, das Ultimatum der Pforte in Kairo zu überreichen. Frankreich. Paris, 22. Nov. Das Resultat der heutigen Pariser Nachwahlen ist folgendes: Im 1. Wahlbezirk wurde Rochefort mit 17051 Stimmen (circa 1800 Stimmen Majorität); im 3. Wahlbezirk Cremieur mit 20489 Stimmen (Ponyer-Quertier erhielt 9676 St ), im 8. Wahlbezirk Arago, mit 22120 St. (Gent 5273 St. , Herold 2462 St., Pyat ca. 1000 St.) Im 4. Wahlbezirk ist zwischen Glais Bizoin (mit 11181 St.), Brisson (mit 6073 St.) und Allon (mit 7552 St.) Ballotage erforderlich. — Die Minister wurden heute Morgen 9 Uhr zu einer Sitzung in die Tuillericn berufen, welche nm die Mittagsstunde noch nicht beendigt war. Der Kaiser wird nächsten Mittwoch nach Compiegne zurückkehren- Paris, 23. Nov. Gestern Abend hatte sich auf den Boule, vards eine beträchtliche Menschenmenge versammelt, auch vor den Bureaur deS „Rappel" in der Faubonrg Montmartre bildeten sich Gruppen, welche das Wahlresultat erwarteten In den benachbarten Straßen wurden einig« Petarden entladen, doch wurde die Ordnung nirgends gestört Paris, 23. Nov. Die Wahlen von Rochefort (mit 17978 Stimmen) von Cremieur (mit 20784 Stimmen) und Arago (mit 18834 Stimmen) werden vfficiell bestätigt. Carnot erhielt im 1. Wahlbezirk (gegen Rochefort) 12900 St., Terme 2900 St. Italien. Florenz, 23. Nov. Der König ist hier an gekommen und wurde von den Ministern, der Muncipalität und den übrigen Spitzen der Behörden begrüßt. An dem Bahnhofe und in den zum Palais führenden Straßen hatte sich «ine große Menschenmenge eingefunden, die den König mit lebhaften Zurnfuiigen empfing. — In der Depntirlenkammer hat der Präsident Lanza eine Rede gehalten, in der er zur Eintracht ermahnt und es als nothwendig hinstellt, dnS Hauptaugenmerk auf die Verwaltung der Finanzen zu richten, damit man den eingegaiigenen Verpflichtungen genügen könne. Türkei. Belgrad, 22. Nov. In Bosnien haben sich in letzter Zeit die Räube'banden. die aber durchaus keinen politischen Anstrich haben, so vermehrt, daß der Vali von Sarajewo im Auftrage der Pforte mit 1200 Mann gegen dieselben auSziehen muß. Vermischtes. Darmstadt. Auf den am Sonntag Abend nach 5 Uhr von Mainz hier ankommenden Bahnzug wurde von schon ziemlich erwachsenen Zungen mit Steinen geworfen, hierdurch mehrere Fenster zertrümmert und dem Vernehmen nach ein Officier am Auge verletzt. Darmstadt, 23. Nov. Die Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landes-Gewerbverein veröffentlicht soeben das Programm für die im Fnihiahr 1870 in Darmstadt zu veranstaltende Ausstellung von selbstverftrtigten Arbeiten der Handwerker und Fabrikarbeiter aus dem G'oßherzogthiim Hessen. Dasselbe ist von einem Erposü, in welchem sich die Großh. Eentralftelle über die Veranlassung, den Zweck und den Plan der Ausstellung ausspricht, begleitet. Wir verweisen die 3nt ressenten auf die beiden Aktenstücke, denen wir Folgendes entnehmen. Di« Veranstaltung der Ausstellung wird zunächst nothwen big durch die bei den Weltausstellungen in den Hintergrund tretenden Interessen der kleinen Handwerker. „Bei den Weitaus stellungen", sagt das Erpose, „handelt es sich in erster Linie um die Vergleichung der Gesammtleistnngen der einzelncu Nationen in den verschiedenen Zweigen der Industrie, der Kunst und Landwirthschaft; die speciellen Leistungen der einzelnen Aussteller treten mehr zurück; auch sollen durch diese Ausstellungen große wirthschaftliche, handelspolitische Fragen entschieden oder ihrer Lösung nahe gebracht werden. Der Aue stellungöraum ist stets, und wird er noch so groß gewählt, zu klein, um die Erzeugnisse der Mehrzahl der Gewerbtreibenden aller Länder auszunehmen; eS muß also eine Auswahl getroffen werden, und diese fällt, im Interesse dieser großen Ausstellungen und der damit beabsichtigten Zwecke, zu Gunsten der Groß- Industrie aus; die kleineren Gewerbe und die Leistungen der einzelnen Arbeiter müssen dabei zurücktreten." Diesem Mangel kann durch Ausstellungen von localem Eharacter am wirksamsten abgeholfen werden. „Durch die im Frühjahr hier zu veranstaltende Ausstellung beabsichtigt man auch den kleineren Handwerksmeistern, den Fabrikarbeitern und Gesellen Gelegenheit zu geben, ihre manuellen Fertigkeiten, ihre Erfindungsgabe, ihre Leistungsfähigkeit in Erzeugung von Jn- dustriegegenftänden, einem größeren Publrkum vorzuführen, ihre eigenen Namen als Verfertiger und Arbeiter bekannt zu geben und dem Arbeiterstand, durch Vergleichung der Einzelleistungen seiner BerufSgenosscn, Gelegenheit zur Belehrung und Anregung zum Wettkampf der technischen Ausbildung zu geben." Auf den Antrag der Großh. Centralstelle hat Großh. Ministerium des Innern einen Beitrag von 1<:00 ff. aus dem Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke zur Bestreitung der Kosten dieser Ausstellung bewilligt, und von einem Ausschußmitglied des LandeSgewcrbvereinS sind meliere 500 ff. zur Verfügung gestellt worden. „Es ist zu hoffen" , sagt die Großh. Centralstelle für die Gewerbe, „daß dieses Beispiel weitere Nachahmung sindet und daß uns zu dem bemerkten Zweck weitere freiwillige Beiträge zugehen werden. Die Leitung des Unternehmens übernimmt der LandeSge- werbverein. An größeren Orten des Landes bilden sich Local- ComitsS, welche in ihren Kreisen die Ausstellungs-Angelegenheiten betreiben und mit der Großh. Eentralftelle in laufendem Verkehr ftehen. Die Local ComitüS werden, soweit sie dieses für nothwendig erachten, durch freiwillige Beiträge die Mittel aufbringen, um einzelne Arbeiter durch Beschaffung der erforderlichen Materialien für die AuSftellugSgegenstände zu unterstützen. Die Verwaltung dieser Fonds ist Sache der Local- ComitöS. Deßgleichen übernehmen diese die Auszahlung der Beträge für verkaufte Gegenstände. Die der Großh. Eentralftelle des LandesgewerbvereinS für die Ausstellung bereits zur Verfügung gestellten und noch gestellt werdenden Fonds werden von dieser Stelle verwaltet und zu allgemeinen Ausstellungszwecken, Herstellung der Ausstellungsräume, Tische, Gestelle, Decorationen, Transportkosten der Maaren, AufftellungS , UeberwachungS-, VerficherungS- und Ginpackungökosten, sowie für etwa zu vergebende Preise und Medaillen verwendet. Auch die Eintrittsgelder für die Aus stellung fließen in diesen Fonds. Verbleibt am Ende der Aus ft.llung ein Ueberschuß, so hat der LandeSgewerbverein über denselben zu verfügen: cS kann derselbe. nach dem Gutachten und Beschluß der AuSstellungS-Commission, zunächst zur Deckung von DeficitS verwendet werden, wenn solche etwa, gegen Erwarten, bei den Local-ComiteS durch Vorschüsse auf Material je., entstanden sein sollten; der Rest soll insbesondere zu Bildungszwecken verwendet werden. Im Anschlüße an diese Ausstellung wird eine Ausstellung von Lehrlingsarbeiten veranstaltet. Alzey. Sicherem Vernehmen nach hat der hiesige Stabt- rath in einer im Laufe dieser Woche abgehaltenen Sitzung beschlossen, die jährlichen Gehalte der Lehrer an der hiesigen Volksschule auf 700 ff. und die der Vikare auf 400 ff. zu erhöhen. Hoffentlich folgen noch recht viele Gemeinden deS Landes diesem schönen Beispiel. Alzey hat kaum 5000 Seelen. Hanau, 12. Nov. Der Apothekergehilfe Martin PenSky der Sohn eines Kaufmanns in Königsberg, welcher durch Verabfolgung falscher Morphiumpulver den Tod eines Kindes veranlaßt hatte, wurde heute zu 4 Mon. Gefängniß verurtheilt. Redactton, Druck und Verlag der Brühl'fchen Druckerei (Fr- Ehr- Pt et sch) in Gießen-