Gießener Anzeiger. PreiS vierteljährlich 36 h. mit Bringcrlohn. Durch dir Post bezogen vierteljäbrlich 49 fr Erscheint wöchentlich drer- mal: Dienstags, Donnerstags und SamstagL. — Expedition: Canzleiberg Ltt. N. Nr. i Mnzeige- und Mmtsötatt für den Kreis Hießen. 9tr. 87. Dienstag den 27. Juli 1869t Amtliche Bekanrttmerchr; rrge u. Polizeiliche Bekannt nl n ch n u g. Ein Windhund — weiß mit gelben Flecken — ist zugelaufen. Der Eigentümer wolle sich innerhalb längstens acht Tagen dahier melden, andernfalls der Hund dem Finder als Eigentum überlassen werde. Gießen, den 26. Juli 1869. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover- Besondere Bekanntmachungen. Deffentliche Aufforderung. 6331) Die nachstehend bemerkten Personen beabsichtigen, die jedem Namen bei- gesügten Parcellen zu veräußern rc. rc., vermögen aber ihr Eigenthum an solchen und beziehungsweise urkundlich nicht darzuthun, daß der Kaufschilling bereits bezahlt ist, nämlich: 1) Philipp Damm VI. von Reiskirchen 1/546 und XXI/92 dasiger Gemarkung. 2) Wilhelm Stein HL von Beuern V/1029 dasiger Gemarkung. 3) Heinrich Reyschmitt I. Wittwe von Steinbach X1II/16 dasiger Gemarkung. 4) Katharine, Johannes Balser's Tochter von Rödgen VIH/51 dasiger Gemarkung. 5) Konrad Käs sen. Erben in Allendorf a. d. Lda. III, 4266, 588, 628 dasiger Gemarkung. 6) Heinrich Hisserich von da HI 265 dasiger Gemarkung. 7) Elisabeth« Margaretha Kimmel von Großen-Buseck XX, 269 und XXVIII,485 dasiger Gemarkung. 8) Elisabetha Kimmel von da XXVIII, 107 dasiger Gemarkung. 9) Kaspar Dietz von Sichertshausen XV,88Ve Staufenberger Gemarkung. 10) Heinrich Schmidt von Nordecken XI1/344 der Gemarkung Allendorf a. d. Lda. 11) Philipp Rohm von Lollar XI/235 dasiger Gemarkung, welche Parcelle Balthasar Nohrbach's Eheleute' von dort verkaufen wollen und von welcher sie behaupten, daß sie solche von Rohm erkauft und schon lange über die Verjährungszeit besessen hätten. 12) Matthäus Becker von Treis C. 1104, D. 2034, L 5926 und J- 5277 dasiger Gemarkung. 13) Eberhard Vogel's Erben von Nordeckcn XII/252, 261 und *262, XIV 43 der Gemarkung Allendorf a. d. Lda. 14) Philipp Zell, resp. Wittwe in Beuern, V/742, X/1091 dasiger Gemarkung. 15) Heinrich Schön Erben von da V/743 dasiger Gemarkung. 16) Johannes Will II., Ph. S-, in Treis B. 831 dasiger Gemarkung. 17) Johannes Krämer III. von Steinbach 1/639.7 und 642,4 dasiger Gemarkung. 18) Johannes Grau Wittwe von Treis B. 405 dasiger Gemarkung, welche Parcelle Kaspar Schick von da verkauft und durch Ersitzung erworben haben will. 19) Wilhelm Hofmann, Müller's Erben von da, G. 4626 und N. 7214 dasiger Gemarkung, und behaupten Wilhelm und Helene Michel von Treis, daß sie diese Parcellen von ihrer Mutter Eleonore, geb. Hofmann, ererbt und über die Verjährungszeit schon besessen hätten. 20) Georg Eberhard Wagenbach von Alten-Buseck IV,385, XXIII/357, XIII/108, X 705, 706 dasiger Gemarkung. 21) Kaspar Rohrbach, G- S-, von Ruttershausen V, 47, 109 dasiger Gemarkung. 22) Johann Philipp Volkmann's Frau von Beuern 1/616 Mainzlarer Gemarkung. 23) Johann Georg Jung von Mainzlar 1,-32 dasiger Gemarkung. NB. Die Parcellen 1,616 und 1/32 haben Kaspar Rein's Eheleute von Mainzlar mittelst Kaufs erworben, die Parcellen stehen aber noch auf der Verkäufer Stamm und müssen den Käufern zum Behufe des Weiterverkaufs zugeschrieben werden. 24) Kaspar Rein von Mainzlar 1/600, VIII/177 dasiger Gemarkung. 25) Heinrich Beck von Reiskirchen 1/358, 594, 656, 669, 11/25, IV/334, V/56, 105, 119, 286, 359, V1/181, VII, 135, 221, VIII, 13, X/368, XI/173, 177, 303, 341, 343, XII/22Y, XVI 32, XX/103, XXII/142, 283, XXIII 87 dasiger Gemarkung. 26) Konrad Sommerlad 111. von Beuern V/325 dasiger Gemarkung. 27) Johannes Ganß I. und Ehefrau, geb. Schmidt, von Großen-Buseck XVIII,59,5, XX 279, XXI, 13, XX/189, 517, XXI/283, XVIII/186, XIX,68, 14 dasiger Gemarkung, 28) Johannes Becker, H. S-, von Staufenberg VI1/402, 406 Mainzlarer Gemarkung. 29) Heinrich Dort II. von Großen-Buseck XI-369 und 429 dasiger Gemarkung. 30) Philipp Brück II. von Burkhardsfelden 11,349, 1V/474, VII/530, XII/94 dasiger Gemarkung. 31) Johannes Wolf, Kd. S-, Müller und Ehefrau Anna Katharine, geb. Rühl, in Treis 1). 2743, E. 3333, D. 2067, N. 7315, M. 6324, N. 7034, D. 2522, B. 848, C. 1061a, M. 6456, C. 1060, B. 852, C. 1002, C. 1141, C. 1150, C. 1152. E. 3202, C. 1294, C. 1286, C. 1183, E. 3267, G. 3212, E. 3221, G. 4195, M. 6779 dasiger Gemarkung. 32) Christoph Wagner von Treis K. 5474 dasiger Gemarkung, und sprechen daran Eigenthum Johannes Wolf's Erben von Treis au, die solches mittelst Verjährung erworben haben wollen- 33) Georg Hisserich Wittwe von Allendorf a. d. Lda. XII/364 und 373 dasiger Gemarkung. 34) Heinrich Schmidt's Wittwe von Treis D. 2804 dasiger Gemarkung, welche Parcelle Philipp Nickel's Erben verkauft und deren Eigenthum sie durch Ersitzung erworben haben wollen. 35) Johannes Fritz von Treis B. 801 dasiger Gemarkung, welche Parcelle Johannes Becker V. Eheleute verkaufen und deren Eigenthum sie durch Ersitzung erworben haben wollen. 36) Johannes Dapper von Treis A. 10, J. 5263, F. 3640 dasiger Gemarkung. 37) Konrad Müller von Treis D. 2030 dasiger Gemarkung, welche Parcelle Johannes Dapper von dort mittelst Eisitzung erworben haben will und weiter veräußert hat. 38) Konrad Wagner IV. von Großen - Buscck 1/145,5, XXT/528, V/384, XI/351, XXVII 4.31 dasiger Gemarkung. ' 39) Wilhelm Harbgch III. von Großen-Buseck XIII/745, XI 250, 1V/242, XVII 262, VI/202, XV 365,2, XXI, 559, XVI11/648, XXVIII/713, XXV11/222 dasiger Gemarkung. 40) Magnus Geißler von Ruttershausen 11,444, 1/110, 276, IV,475, V/129 und 46, 1/541 dasiger, II1/303 Taubringer und XIII,175 Lollarer Gemarkung. 41) Johannes Berghöfer 11., Balth. Enkel, von Treis D. 2098 dasiger Gemarkung, und behauptet Kaspar Schick von dort, diese Parcelle mittelst Ersitzung erworben zu haben, und will solche auch weiter veräußern. 42) Heinrich Will 11. von Treis VI1/24 Mainzlarer Gemarkung. 43) Philipp Kehr's Wittwe von Treis VI 63 und VI1/22 Mainzlarer Gemarkung. NB. Die Johannes Fischer's Kinder haben die Parcellen VI,63, >11/22 und 24 weiter veräußert und behaupten, daß ihre Eltern solche mittelst Ersitzung erworben. 44) Heinrich Philipp Burg von Treis 1 5264 dasiger Gemarkung. 45) Philipp Burg I. von da K. 5602 dasiger Gemarkung. NB. Christoph Deibel II. Eheleute von Lollar haben die Parcellen, Ordn.-Nr. 44 und D, von ihren Eltern ererbt durch Ersitzung erworben und wollen solche nunmehr weiter verkaufen. 46) Johannes Becker II. und Frau, geb.-Römer, von Treis B. 595, 596, 567, 599 dasiger Gemarkung. 47) Johannes Balser II. von Reiskirchen HI 134, 1/54 und 55 dasiger Gemarkung. 48) Ptatthäus Dietz von Treis D- 2500 dasiger Gemarkung, und hat diese Parzelle Matthäus Berghöfer von dort verkauft und behauptet, Eigenthum an solcher mittelst Ersitzung erworben zu haben. 49) Bernhard Wagner in Allendorf a. d. Lda. 111,784, XXVII 269, 270, XXXI134 dasiger Gemarkung. 50) Philipp Henß von Beuern V/863 dasiger Gemarkung. 51) Johannes Nocker von Rödgen XV 47, XVI1/326 Großen -Busccker und 1/152, 153 Rödger Gemarkung. 52) Andreas Düchl's Ehefrau von Steinbach 1,486 dasiger Gemarkung. 53) Johannes Horn, ledig, von da XVII,305,4 dasiger Gemarkung. NB. Heinrich Schneider I. Eheleute von Steinbach haben die Ordn.-Nr. 52 und 53 bemerkten Parcellen von den Besitzern erworben, sie stehen Letzteren aber noch zugeschneben und müssen sie deshalb vordem weiteren Verkaufe erst den Schnei- der's Ehelenten auf den Namm geschrieben werden. 54) Johannes Wagner M. von Großen-Buseck 1/825 und 970 dasiger Gemarkung. 55) Heinrich Rcuschling, Heinr. S- Hl. Wittwe, von Steinbach 111,263, VII 28, VIII 204, XIV/224, XV/24 dasiger Gemarkung. 56) Johann Heinrich Busch im Garten zu Gießen XXII1/56 Wiesccker Gemarkung. 57) Peter Leinweber von Steinbach H, 111, IX/200 dasiger Gemarkung. 58) Johann Heinrich Dapper und 72 Eonsorten des acht Höfe Guts von Treis 0. 2022 dasiger Gemarkung, von welcher Parcelle anerkanntermaßen der ehemalige Kurfürstlich Hessische Fiscus das Eigenthum an der Hälfte durch Ersitzung erworben hat und welche Hälfte nunmehr auf den Großherzoglichen Kameralfiscus als Eigenthum übergegangcn ist und demselben nun in den öffentlichen Büchern zugeschrieben werden soll. 59) Die Gemeinde Trohe 1/145,1, 145,2, 145, 45, 1,1, 9, 47, 62, 113, 6, 140, 201 dasiger und IX/1 Anncröder Gemarkung. 60) Tobias Klein II. und Frau Anna Maria, geb. Seth, von Treis G. 3966 dasiger Gemarkung. 61) Heinrich Wagner und Heinrich Klein, Johs. S-, öou Treis G. 4330 dasiger Gemarkung, wobei bemerkt wird, daß Tobias Klein 11. die dem Heinrich Wagner zustchende Hälfte verkauft hat und solche mittelst Ersitzung erworben haben will, und werden darum Alle, welche Ansprüche an gedachte Parcellen zu bilden gedenken, aufgefordcrt, solche sogewiß binnen einer Frist von vier Wochen bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, widrigenfalls in den betreffenden Fällen die Löschung der Bemerkung „beschränkt" angcordnet, die Eigenthumsurkunden selbst bestätigt und die Einschreibung des neuen Erwerbers in's Mulations-Verzeichniß versügt werden wird. Gießen, am 16. Juli 1869. Großherzoglichcs Landgericht Gießen. Bötticher. 6324) Die Holzversteigerung vom 22. und 23'. Juli ist genehmigt. Die Abfuhrscheine sind vom 31. Juli bis 14. August bei Großh. Rentamt Gießen einzulösen. Die Ueberweisung des Holzes findet am 2. August, Morgens 8 Uhr statt. Gießen, den 24. Juli 1869. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Dr. Draudt. Versteigerungen. 6320) Dienstag den 17. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die Hofraithe, der Ehefrau des Elias Meyer zustehend: Flur Nr. mKlftr. Vb64 18 Hofraithe auf dem Seltersweg öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 10. Juli 1869. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. ______S em m ler, Ortsgerichtsmann. Die Vergebung von Arbeiten und Lieferung von Rohrstühlen bei der Stadt Gießen. 6313) Mittwoch den 28. Juli 1869, Vormittags 9 Uhr, werden auf hiesigem Nathhause folgende Arbeiten an den Wenigstfordernden versteigert, beziehungsweise in Lieferung vergeben: Schreincrarbeit, veranschl. zu 108 fl. 30 fr. Tapezierarbeit, „ „ 7 „ — „ Schlosserarbeit, „ „ 16 „ 24 „ Glaserarbeit, „ „ 28 „ 19 „ Weibbinderarbeit, „ „ 20 „ 1 „ Lieferung von Rohrstühlen, veranschlagt zu .... 31 „ 30 „ Gießen, den 23. Juli 1869. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Culturardeiten. 6327) Freitag den 30. d. Mts., Ntorgens 10 Uhr, sollen die auf 507 Rthlr. veranschlagten Arbeiten zur Cultivirung eines Grundstückes der Gemeinde Launsbach auf meiner Amts stube dahier, wo Plan und Kostenanschlag eingesehen werden können, zur alsbaldigen Ausführung öffentlich verdungen werden. Krofdorf, den 23. Juli 1869. Der Bürgermeister: Colnot. 6321) Donnerstag den 29. Juli, Nachmittags 2 Uhr, läßt Unterzeichneter seine Mobilien, alö: Betten, Weißzeug, Möbel ?c. öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigern. Gießen, den 26. Juli 1869. Cbr. Stier. Düsseldorf. München. Paris. London. Cöln. Dublin. Oporto. Paris. 1852. 18 54. 1855. 1862. 1865. 186d. 1865. 1867. k s ■ y do -L Sr. Maj. des Königs Wilhelm I. Sr. Sr. Sr. Sr. Sr. Kais. Hob. des Prinzen von Japan, do Sr. Maj. des Königs von Bayern, Sr. Königl. Hoheit des Fürsten zu 4» L. - iS - I * von l/4 Quart Zuckervvasser. Derselbe ist in ganzen und halben Flaschen und in Flacons acht zu haben in Giessen bei Gebr. Wenzel, Julius WallAcli und Moritz Wallenfels, in Marburg bei J. J. Scliarcli und Moritz Wallenfels, in Butzbach bei A. Ginibel.______ Hohenzollern - Sigmaringen, Kais. Maj. des Sultans Abdul Aziz, Maj. des Königs Ludwig I. von Portugal, von Preussen, Königl. Hoheit des Prinzen Friedrich von Preussen, Kais. Maj. des Taikuns von Japan, • E<Ü = 1 C .2 ft Filiale für Frankreich: H. Underberg-Albrecht, Nr. 9, Boulevard Poissonniere, Paris. ___ sowie vieler anderen Kaiserl., König!., Prinz!., Fürst!, etc. etc. Höfe. Ein Theelöffel meines Boonekamp of Maag-Bittcr genügt für ein Glas Empfehlenswerth für jede Familie! 6335) Nichts ist so angenehm kühlend und erquickend in der heissen Jahreszeit, auf Reisen und auf Märschen, als Zuckerwasser, Selters- oder Soda-Wasser u. s. w. mit Boonekamp of Haag-Bitter, bekannt unter der Devise: „Occidit, qui non servat“ erfunden und einzig und allein destillirt von H. Underberg-Albrecht am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein, Hoflieferant Feitgebotenes. Phänomene - Pulver. Mineralisches Product. 6247) Dieses Pulver reinigt und polirt alle Sorten Metalle, gemalte und lackirte Holz- und Eisengegenstände j auch gebraucht man es rum schnellen Abreiben, Reinigen und Poliren obiger Gegenstände, ohne daß solche Schaden eiben. Es ist deßhalb Haushaltungen und besonders auch ^mmtlichen Metal^rbettern auf's Beste zu empfehlen. Zu beziehen von E" Settersweg." o 5 8 » *8 Die Kunstfärberei, Seiden- und Wollemvascherei von Frau Marie Pietsch (wohnhaft bei Herrn Fr. Graf, Nahrungsberai empfiehlt sich zum Färben und Waschen seidener und wollener Kleiderstoffe, Shawls, .Halstücher, Halsbinden, Bänder in Seide, Sammet ober Wolle. Federn werden in allen Farben gefärbt, gewaschen und gekräuselt. Weißseiden und Blonden werden blendend weiß gewaschen, Handschuhe in allen Farben gefärbt und gewaschen. Gefällige Aufträge erbittet man bircct ober bei Frau Junker, Asterweg 103 abzugeben. Gießen, im Juli 1869. (6330) Geschäfts - Verlegung. 6338) Die Papier- und Schreibmaterialieu-Hanvlung vor Wilhelm Klee befindet sich jetzt in dem früher Heinrich Ferber'schen Haise am Markt neben dem NathhauS. Concordia« 6339) Morgen Mittwoch den 28. Juli, Abends 9 Uhr: G e n e r a l b c r sa m m l u n g. Der Borstand. gesellschnsk-Verein. 6314) Die aus Mittwoch den 28. d. Mts. anberaumte Tanzgesellschaft kann eingetreteuer Hindernisse halber erst Douuerftag den 29. d. Mts., Abends 6 Uhr, abgehalten werden. Gießen, den 22. Juli 1869. Der Vorstand des Gesellschafts-Vereins. Ehr. Schopbach. (6312) I. A. Busch Söhne. (6329) 1 447/8-45i/8 1l83/4 1864t 9 9 9 9 5 9 581/2-59 V2 50 52 51-53 54-56 37-39 31 Vz-32 V, 57-59 51-53 28-29 Pr. Gass. Sch. Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . . „ doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankenst. 6306) Eine Köchin, bie etwa in 4 Wochen ober zu Michaeli eintreten kann, wirb ge- gesucht. Näheres bei ber Expeb. b. Bltts. Tafel- unb (kinmachessige, französischer l’Estrason, a la ravlgotte, deutscher rother u. weiper Weinessig in bekannter Güte bei Generalversammlung des Kranken-Unterstützungs-, Sterbckasse- unb Wittwcn-Unterstützungs-Lcreins Samstag ben 31. Juli. Abenbs 8 Uhr, im Locale bes Herrn Friedr. Führer. Tagesordnung: 1) Abhör ber Rechnung von 18G9/69. 2) Ergänzungswahl des Vorstandes. 3) Besprechung des S 47. Der Präsident: Ein Schriftsetzer - Lehrling kann eintreten in der Brühl'schen Buchdrnckerei. Frankf. Bank 123 Oester. Bank 724 „ Creditact, 280 Darmst. Bankact. 3151/2 6342) Einkin geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß eine meiner Dreschmaschinen am Neustädter Tvore a. d. Lahn ciufgestellt ist, und daß bei Herrn Th. Sony in der Promenade, sowie auf meinem Comptoir, Bestellungen entgegengenommen werden. G g. Nenzel. Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Form» lare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburq. | Commis gesucht, ”in angehender, in ein Eolonialwaaren- Geschäst. Von wem? sagt die Expeb. d. Bl. Telegraphischer Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dietz. Das Postbampfschiff des Rordd. Lloyd „America", am 7. Juli von Bremen ab- aegangen, ist am 21. Juli. Morgens 10 Uhr, wohlbehalten in New York angekommen. Das Postdampfschiff des Nordo. Lloyd „Donau", am 10. Jull von Bremen abgegangen, ist am 23. Juli, Morgens 5 Uhr, wohlbehalten in New-York angekommen. Engi. Souver. 11 Kuss. Imper. 9 Doll, in Gold 2 6319) Drei Sparherbe, bet eine mit Bratofen, ein Kochofen mit 2 Löchern und Ring unb ein Müller'scher Ofen finb billig zu verkaufen in Lit. B- Nr. 77. 6316) Ein in schonet Lage ber Stabt befiubliches geräumiges Wohnhaus ist aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei Herrn Earl Lony zu erfragen. 6336) Meinen Garten mit einem Häuschen, am Rodt gelegen, bin ich willens zu verkaufen. Käufer wollen sich gefälligst an mich wenden. Augu st Barth olomay. Lehrling gesucht. 6311) Es wird ein junger Mann mit den nothigen Vorkenntnissen in ein Tabaksgeschäft in Frankfurt a.'UL gesucht- Näheres bei ber Expeb. d. Bltts- 63i-2) Ein Frauenzimmer, welches allen häuslichen Arbeiten verstehen kann unb gute Zeugnisse aufzuweisen hat, wirb gegen hohen Lohn sofort in Dienst gesucht von Gg- Sehmehl, am Brand. Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 389 Ludwigsh.-Bexbach — Maxbahn lOb’/i Bayer. Ostbahn 124'/8 Hess. Ludwigsbahn 134 3% östr. Stsb.-Prior. 56 3% östr. s. Lombard. 48*/g 3% Livorneser 337/s Toscaner — Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 97-r' (>ab( hkimlich^ ( foern k* g'I,. ..Du ff £"*» ti, 7 »Mit, ?*»«« ** I«. iS *5*2 6323) Die Königliche Bank-Commandite in Siegen tbeilt uns mit, daß ans deren Antrag das Königliche Hanpt-Bank-Directvrium in Berlin sich babe bereit finden lassen, eine den jetzigen Verhältnissen nicht mehr' entsprechende Beschränkung aufzuheben und demgemäß die Königliche Bank-Commandite in Siegen ermächtigt habe, mit den hiesigen soliden Handlungshäusern in direkten Geschäftsverkehr ebenso zu treten, als wenn Gießen innerhalb des Siegener Geschäftsbezirks gelegen wäre. Auf Wunsch der Königlichen Bank-Commandite in Siegen bringen wir dies zur Kenntniß des hiesigen Haudelöstandes. Gießen, den 26. Juli 1860. Gebr. Ho uberger 8> Söhne. Feuilleton. Der Dsrbone. (Barbone, im ital. Volködialect: der Bärtige.) Novelle von Fr. Büchner. (Verfasser der Preisnovelle.. „Jugendverirrungen.") (Fortsetzung.) Vergeblich rief ihm Johanna nach: „Vater, Vater, bleibe! Nun sagst Du mir erst, ratz er gewiß rettungslos verloren ist. Er muß sterben, wenn Du ihn nicht re'test." Aber Der Vater war verschwunden und Johanna stand allein in dem großen, unheimlichen Gemach. Sie hielt beide Hände auf die Brust gepreßt, als wolle sie einen unsäglichen Schmerz da innen im Herzen stillen. Doch nicht lange blieb sie so stehen. Des Vaters Worte, durch die sie zuerst jede Hoffnung zur Rettung gänzlich niedergeschlagen wähnte, hatten dennoch ihren Gevanken eine wohlthänge Richtung gegeben. Auch der Mansch, der in seinem alltäglichen Leben von der Religion losgelöst ist, klammert sich in Stunden, wo ein schweres Verhängniß ihn zu vernichten droht, an den Glauben einer wunderbaren Hülfe von oben. Des Gc- müthes Johannas aber, die in kindlich frommer Weise täglich in der Religion Trost und Kraft suchte, bemächtigte sich die Hoffnung auf einen wunderbaren Beistand vom Himmel noch stärker. S e mußte diese öde Stube mit ihren kahlen Seitenwänven, ihrer niederen, beängstigend über ihr lastenden Decke verlassen. Draußen im Garten hoffte sie Erleichterung, wo ihr der Aufblick zum reinen, blauen Himmel gewährt war, von dem sie allein noch Rettung des Geliebten hoffen konnte. Sie eilte hinaus in den geräumigen Garten am Haus; sie durchirrte die sich planlos durchkreuzenden Wege, aber Ruhe fand sie nicht. Ihre Gedanken verwirrten sich und sie fühlte an Vie schmerzende Stirn, als wenn sie damit Klarheit in ihr Denken zu bringen vermochte; aber nur eins erkannte sie deutlich, daß sie selbst unfähig war, einen Plan zur Rettung des Geliebten ersinnen zu können. So hatte sie sich dem Ausgang des Gartens genähert, wo ein schweres eisernes Gitter den früher offenen Eintritt verwehrte. Ein Knabe mit roth- wangigem, treuem Gesichte, der sich an dasselbe herangedrängt hatte und nach ihr hinblickte, fesselte einen Augenblick ihre Aufmerksamkeit. Derselbe streckte nun die eine Hand durch das Gitter und bot ihr, wie zum Kaufe, einen kleinen Strauß schöner Alpenblumen dar. Als Johanna nahe zu dem Thor getreten war, flüsterte der Kleine, indem er sich scheu umsah, ob sonst Niemand in der Nähe fei: „Nimm den Strauß und lies, was auf dem Papier darin geschrie- ben ist." Johanna hielt Die Blumen in der Hand und schaute verwundert nach dem kleinen Jungen, der aber bereits in einiger Entfernung mit lustigen Sprüngen davon eilte. Ihre Blicke fielen wieder auf die Blumen, die ihr so freundlich entgegenlachten, nichts wissend von dem Schmerze derer, die sie in Händen hielt. Als sie den Faden gelost, der sie zusammenhielt, gewahrte sie ein Papierstreifchen, das künstlich darinnen verborgen war. Nachdem sie es in ängstlicher Hast auf- gerollt, entzifferte sie mit Mühe die offenbar von ungeübter Hand darauf geschriebenen Worte: „Willst Du Albrecht von Schauenstein retten, so sei heute Abend mit dem Schlage acht Uhr an der eisernen Gartenpforte." Ein Frendenstrahl flog über das Antlitz Johanna's. Wer auch der Schreiber der wenigen Worte fein mochte, — von daher winkte ihr der Himmel Er- hörung ihres heißen Gebetes um Rettung des Geliebten. Langsam schlichen die übrigen Stunden des Tages dahin, endlich brach der Abend an und hüllte Haus und Garten in seinen dunklen Schatten. Als die Uhr des nahen Glockenthurmes die achte Stunde verkündigte, da überstieg ein Mann das eiserne Thor des Gartens, an dessen innerer Seite Johanna in athemloser Spannung harrte. Nun schwang sich die dunkle Gestalt zu ihr nieder und das bebende Mädchen erkannte bei dem spärlichen Lichte, das einzelne Sterne zwischen den zer- rissenen schwarzen Wolken am Himmel niederstrahlen ließen, einen in ein Mönchskleid verhüllten Mann. Der rothe Bart, welcher zum Theil sichtbar wurde, als der Mönch, neben dem Mädchen angelangt, die Kaputze zurück- schlug, ließen dasselbe ahnen, wer es sei, der sie zur Rettung Albrechts aufgefordert habe, und bei dieser Entdeckung fühlte sie sich zu gleicher Zeit von einem heimlichen Grauen in der Nähe dieses furchtbaren Wesens erfüllt, aber auch von sicherer Hoffnung belebt, daß unter dem Beistand desselben die Rettung Albrechts gelingen müsse. „Du kennst mich?" flüsterte der Mönch leise. Das Mädchen nickte zum Zeichen der Bejahung einigemal mit dem Haupt, worauf der Mönch sie bat, ihn an einen verborgenen Ort im Garten zu führen, wo er ihr ungestört seinen N ttungsplan vertrauen könne. Johanna führte ihn zu einem kleinen steinernen Gartenhaus, in dessen Thüre sie Beide verschwanden. Es mochte kaum eine Viertelstunde verflossen fein, da trat das Mädchen allein wieder aus demselben hervor und eilte mit stürmischer Hast dem Eingang des Hauses zu. In der Hausflur, nahe dem Haupteingangstbore von der Straße aus, war die Stube des Pförtners und zugleich Gefangenenwärters des Hauses. Das Gemach war so ziemlich, wie alle Gemächer dieser Art: rauhe, ungetünchte Wände, ein einiges Fenster, zum Ueberfluß mit ein Paar dicken, sich kreuzenden Eisenstangen verwahrt, eine niedere, aus rohem Holz gezimmerte Bettlade, ein schwerfälliger Tisch, ein einziger Stuhl, eine Bank, die längs der einen Wano hinlief, an welcher zur Zierde einige Waffen und ein Paar Dutzend Ketten hingen, die, obschon von Eisen, lebhaft an sogenannte Gnavenketten erinnerten, da sie ebenfalls feit langer Zeit Die Bestimmung hatten, denen angelegt zu werden, welche sich besondere Verdienste um das Wohlergehen der menschlichen Gesellschaft erworben hatten. In der einen Ecke des Zimmers stand ein ziemlich großer und dicker Krug mit engem Halse, den man für einen Tinten- frug hätt halten können, wenn nicht die häufigen Blicke des Gesangenwärters daraus hin ähnlich denen, welche ein Jüngling der nahcn Geliebten zuwirft, unwillkürl ch e ne andere Vorstellung von dem Inhalt dieses einsamen Gefässes hätten erzwecken müssen. Das war der ganze Inhalt des unfreundlichen Gemaches, allein fein Inhaber schien Damit ganz zufrieden zu sein. Man sollte meinen, das Amt eines Schließers sei ein sehr trauriges. Muß er sich nicht in seinem kerkerähnlichen Gemach selbst wie ein Gefangener unter Gefangenen erscheinen und muß das Elend, welches er täglich um sich sieht, ihn nicht fortwährend in eine düstere Gemüthsstirnmung versetzen? Allein man irrt in dieser Voraussetzung. Der Mensch erträgt nichts leichter, als den täglichen Anblick des Elends seiner Mitmenschen ; er wandelt mitten Darin umher, und ein Gefangenwärter denkt bei dem Anblick Der Gefangenen zuletzt nicht mehr, als wie em armer Schulmeister, Der Jahr aus Jahr ein inmitten seiner Schulkinder täglich immer dasselbe Licht seiner Beredsamkeit leuchten läßt, wenn auch alljährlich eine Anzahl der Gesichter der Kleinen verschwindet, urn.wieder ebensoviel neuen Platz zu machen. Er fühlt sich endlich ganz behaglich in der täglich in ein und derselben Form wie- derkehrenden süßen Gewohnheit des Daseins. Und wenn ihn sein schmales Einkommen, seine täglichen Anstrengungen, seine Sorgen bei dem Anblick seiner Kinder, deren Zahl zwischen einem halben und ganzen Dutzend schwankt, oft mit etwis bleichen Wangen, trüben, eingesunkenen Augen erscheinen läßt, so pflegt dieses bei einem Gefangenwärter ganz anders zu fein. Davon zeugte mindestens das Aussehen des Schließers in dem langen, düstern Hause. Treten wir, kurz nachdem Johanna sich aus dem Garten in das väterliche Zimmer begeben hatte, in die bereits beschriebene Schließerstube ein, so finden wir den alleinigen, rechtmäßigen Inhaber derselben auf di. breite Bank hingestreckt und sehen ihn dicke Rauchwolken-aus einer kleinen irdenen Pfeife mit großer Gemächlichkeit unausgesetzt in die Luft blasen. Man würde aber Dem Schließer Veit, wie er allgemein genannt tourDe, großes Unrecht thun, wenn man glauben wollte, daß er sich dabei besonders tiefen Gedanken über- lassen hätte. Daß das nicht feine Sache war, davon legte das liebe, runde, von dunkler Röthe strotzende Gesicht, wie sie Eäsar zu lieben pflegte, und der wohlgenährte Leib des kleinen Mannes ein genügend.s Zeugniß ab. Auch diesen Abend bereitete ihm das Schicktal der gefangenen Tyroler und das Loos ihres Führers, der den kommenden Morgen erschossen werden sollte, nur sehr geringen Kummer. Er hielt das Unheil seiner vorgesetzten Behörde immer für ein streng rechtlich.s und damit beruhigte er sein Gewissen, tote die meisten unteren Diener, welche Der Gerechtigkeit den vollziehenden Arm leihen, das ihrige damit zu beschwichtigen pflegen. Jetzt erhob sich Der dicke Schließer Veit noch einigen vergeblichen Versuchen von seinem harten Lager und bewegte sich nach dem einsam in Der Stubenecke weilenden, seinem Herrn nicht unähnlichen Krug, wenn man sich denselben auf ein Paar kurzen, dicken Beinen ruhend dachte. Er hob ihn an dem Ohre empor und schüttelte ihn einigemal derb; aber vergebens lauschte er; er vernahm auch nicht den geringsten Laut, welcher das Dasein einer etwa darin, wenn auch spärlich vorhandenen. Flülsigkeit verrathen konnte, und mißmuthig stellte er das leere Gefäß, das in Die|cm Augenblick allen Werth für ihn veiloren hatte, wieder iu Die Ecke. , Leer, ganz leer!" seufzte er mit kummervollem Blick. Als er aber eine rückgängige Bewegung machte, vermuthlich um seine alte Stellung in wagrechter Linie aus Der Bank wieder einzunehmen, wuide er Durch ein leises Klopfen an Der Thüre in diesem Vorhaben gestört und als er etwas überrascht von dem ihm zugedachten AbenDbesuch eine steife mililäriiche Haltung eingenommen und in geziemendem Tone „Herein" gerufen hatte, trat zu seiner nicht geringen Verwunderung die Tochter des Oberlten ein und begrüßte ihn mit einem freundlichen „Guten Abend, Veit!" Der Schließer sah einen Augenblick in das schöne Antlitz des Mädchens, das selbst das steinerne Herz erneS alten Gefangenwärters schmelzen mußte; dann ober senkte sich fern Auge tiefer und haftete unverwandt aus einigen Flaschen, Die Johanna in beiden Händen hielt. Nachdem Dieselben längere Zeit seine Aufmerksamkeit in Anspruch genommen, sah er das Mädchen mit fragenden Blicken an. „Heute ist mein Geburtsfest, lieber Veit," sagte dieses erröthend, „und hier sind ein Paar Flaschen guten Weins, daß Ihr dabei auch meiner und des Wohls unseres Hauses gedmkt." Dabei setzte sie die Flaschen auf den Tisch und verschwand dann mit einem nochmaligen freundlichen „Guten Abend", Den Schließer mit ihrer milden Spende allein lassend. Derselbe ging einigemal um Den Tisch herum, w'e wenn er sich n cht recht traue, den köstlichen Inhalt der Flaschen naher zu prüfen. „Sonderbar, sonderbar," murmelte er, und nackdem er mit großer Anstrengung versucht halte, seine Gedanken zufammenzusasstN, Da er sieb tunket erinnerte, einmal gehört zu haben, daß es mit Dem gefangenen Schauenst.in und Der Tochter Des Ober st en eine besondere Bewanetnß habe, sagte er vor sich hin: „Der Teufel versucht Einen manchmal in Der Giftalt eines schönen Weibeö." (Fortsetzung folgt.) Politische Rundschau Berlin, 23. Juli. Das Deficit spielt keine Rolle mehr. Wenn mit jedem Tage weniger davon die Rede ist, so hängt diese Schweigsamkeit mit dem Entschluß des Finanzministers zusammen, vom Landtage neue Steuern nicht zu fordern. Und neue Steuern werden vermieden, weil sich nachgerade übersehen läßt, daß sie doch nicht bewilligt werden wür- den. Auch schon der bloße Gedanke, man müßte sie durch erhebliche Zugeständnisse an das Abgeordneten- Haus erkaufen, widerräth jedwede Steueroperation, sie trage einen Namen, welchen sie wolle. Möglich, daß Hr. v. d. Heyrt eine Revision des Einkommensteuergesetzes versucht, aber er wird auf jedes Plus aus der Einkommensteuer verzichten, die Novelle zum Gesetz also sofort zurückziehcn, falls die Kammer auf das Eapitel der Quotisirung einginge, und die Kammer würde dieß thun. Die Finanzverlegenheiten sind ja wegen des eisernen Militäretats da, und das durch ihn herbeigesührte Deficit ist nicht im Abnehmen, sondern im Wachsen. Allein es kommt, was diesen Punkt betrifft, in erster Reihe darauf an, eine plausible Schiebung ausfindig zu machen, und die wird bereits gefunden sein. Im Weiteren existirt kein Deficit, und weil der Landtag nichts mehr mit der Mllitärfrage zu thun hat, so wird man ihn nicht damit, also auch nicht mit dem Deficit, behelligen. Das Ministerium Heydt hat kein Interesse daran, allzu viel Finanzfragen auszuwerfen. Es würde keine einzige gelöst werden, und weil die nächste Langtagssession die letzte in der gegenwärtigen Legislaturperiode ist, so fielen wahrscheinlich die Wahlen sehr viel ungünstiger für die Regierung aus, wenn sich die Wahlagitation der Steuer- und Deficitfragm bemächtigte. Das Ministerium Heydt wird zck lavi- ren suchen, jede Klippe vorsichtig zu umschiffen bc- müht bleiben, und mit Steuerforderungen erst kommen, wenn es eine gefügigere Majorität als die jetzige auf seiner Seite hat. Das Parteiverhältniß des Abgeordnetenhauses gleicht aus's Haar dem des Reichstages, es ist also mit beiden nichts anzufangen, von der preußischen Kammer gerade so wenig, wie vom norddeutschen Parlament, auch nur der geringste Zuschuß aus Steuerquellen zu erreichen. Herr von der Heydt ist sehr viel ruhiger als Herr von Bismarck. Er rechnet in Finanzsachen kaufmännisch, ohne Optimismus, und darum hat er gar kein Interesse, daß die suchventionirte Presse vom Deficit und von Steuern noch weiter Scandal mache. Wien, 22. Juli. Den Mitgliedern des Eisen- bahn-EongreffeS wurde gestern von der Regierung im großen Redoutensaale der kaiserlichen Hofburg ein Diner gegeben. Die ungarischen Minister Graf Andraffy, Graf FesteticS, Graf Miko und Hr. v. Lonyay nahmen daran Theil. Von den österreichischen Ministern waren Graf Taaffe, Gras Potocki, Hr. v. Plener und Dr. GiSkra anwesend. Auch die „gemeinsamen" Minister Graf Beust, Baron Kuhn und Baron Becke waren erschienen. Der Handelsminister v. Plener brachte einen Toast auf die Souveräne der beim Eisenbahncongroß vertretenen Staaten aus, sowie auf die freien Städte Deutschlands und auf die Bundesregierung der Schweiz. Hr. Mevissen (Rheinische Bahn) hob die Fortschritte hervor, welche Oesterreich und Ungarn in materieller und politischer Beziehung gemacht haben, und schloß mit einem Toast auf die Räthe des Kaisers und Königs, weiche die Bahn des Fortschritts eröffneten. Der Reichskanzler Graf Beust tankte im Namen der Minister. Heute haben sich Die Mitglieder des Eisenbahn-Congresses in einem Scparatzug ter Süv- bahn auf den Semmering begeben, um der feierlichen Enthüllung des Denkmals beizuwohnen, welches dem Erbauer der ersten Alpenbahn Europa's errichtet worden ist. Krakau, 23. Juli, lieber die bereits telegraphisch erwähnte Klostergeschichte entnehmen wir einem Telegramm der Wiener „Presse" nachstehende Details: „In Folge einer anonymen Anzeige drang gestern eine Gerlchtscommission unter geistlicher Assistenz in das hiesige Earmeliterkloster em und fand daselbst eine Nonne, welche seit 21 Jahren in einer fisteren, cloakenähnlichen Zelle eingesperrt war. Dieselbe sah sehr verwildert aus, war ganz nackt und ist überdieß halb wahnsinnig. Bischof Galecki erschien als päpstlicher Delegat im Kloster, überhäufte Aeb- tissin und Nonnen mit den heftigsten Vorwürfen und fragte sie, ob sie Frauen oder Furien seien. Der Bischof dankte dem Untersuchungsrichter für sein tact- volles energisches Benehmen und suependirte den Klo- stcrbeichtvatcr." Die „Presse" spricht ihre Befriedigung darüber aus, daß hier zum erstenmale, trotz aller Concordatsprivil.egien, ein Bischof — Galecki, sonst kein besonderer fügsamer Herr — mit Den weltlichen Behörden bei dieser Affaire Hand in Hand gegangen ist. Freilich hätte in diesem Falle auch eine Parteinahme zu Gunsten der geistlichen Damen jedes menschliche Gefühl empören müssen. Paris, 22. Juli. Seitdem die CabinetSfrage einstweilen ihre Erledigung gefunden hat, tritt Der bevorstehende Senatsbeschluß bedeutsam in den Vordergrund. Man verhehlt sich nicht, daß von den liberalen Resormbestrtbungen einer Körperschaft, zu Deren reaktionären Antecedenzien noch der bedenkliche Umstand hinzukömmt, daß ihre Arbeiten von dem Hauptträger dcö verurtheilten Systems präsidirt werden, nur wenig zu hoffen steht. Es ist eine sonderbare Logik, Hin. Rouher über feine eigenen Angelegenheiten zu Gericht sitzen zu lassen. Wird dieser Staatsmann Die moralische Kraft besitzen, seine bisherigen Grundsätze zu Dcsavouiren? Ist es weise, ihn vor die Alternative zu stellen: unconsequent oder unvernünftig zu handeln? Es verlautet auf das Bestimmteste, die Senatoren seien fest entschlossen, vom Status quo zu retten, was zu retten ist, und so dic dürftigen Versprechungen der kaiserlichen Botschaft noch mehr zu verkümmern. Wenn nicht Der Kaiser selbst, in richtiger Erwägung Der Lage, diesen Velleiläten einen Strich durch die Rechnung macht, — und die optimistische Auffassung gibt sich Dieser Erwartung hin, — so ist das Werk des 12. Juli noch pitoyabler gescheitert, als Die Anläufe des 19. Januar. Die Cunctator-Partei der Kammer wird alsdann die Früchte ihrer Politik geerntet, — und so Gott will, gelernt haben, welche Tactik sie bei einem Dritten Sturm auf Den Absolutismus zu befolgen hat. Daß sich schon jetzt im Schooße des linken Centrums eine Richtung geltend macht, die auf ein wirklich thatkräftiges Handeln abzielt, geht aus Den Beschlüssen hervor, welche in Den jüngsten Reunionen gefaßt wurden. Die Regierung wird sich wundern, wenn sie demnächst die Häupter ihrer Lieben zählt. Mit Recht fordern mehrere liberale Blätter Die Auflösung Der Kammer. Man fragt sich, welche Situation das neue Ministerium, Hrn. For- cade an Der Spitze, Der gegenwärtigen Körperschaft gegenüber einnehmen könne. Die osficiellen Canvi- daturen werden ohne Zweifel aus's Tapet kommen; auf welche Seite soll sich nun Hr. Forcaoe schlagen? Befürwortet er Die Beibehaltung des bisherigen Systems, tritt er für Die aDminiftrativen Manöver :c. in Die Schranken, so ist er bei dieser Kammer unmöglich; desavouirt er feine Schützlinge, so ist feine Stellung gleichfalls compromittirt, und Die Würde Der Volksvertretung kann sich bei diesem pater pec- cavi nicht beruhigen, fonDern muß darauf dringen, Daß man das Sutlrage universal von neuem, und zwar ohne gouvermentale Bevormundung, reden läßt. Es herrscht eben hier, wie in Der gesammten inneren Politik Frankreichs, ein trostloses Chaos. Wann endlich wird Der ordnende Geist Der Nation „über Der Tiefe schweben"? Vermischte s. Auö dem Kreise Gießen. Unerwartet ist in diesen Tagen ein neuer Fahrplan für die Main-Weselbahn, gültig vom 15. Juli bis auf Weiteres, statt des ersten am 1. Juni veröffentlichten erschienen. Dieser neue Plan hat in der Provinz Oberhessen und namentlich im nördlichen Theile derselben nicht geringes Mißfallen erregt, da er bie Interessen der Bewohner, besonders derer, die nicht unmittelbar an der Eisenbahn woh- ucn, außer Acht läßt. Es ist denselben, um nur das Hauptsächliche hervvrzuheben, geradezu unmöglich gemacht, in Einem Tage nach Frantfurt oder Darmstadt zu rei|en, ihre Geschäfte zu besorgen und wieder heimzukehren. Es gehen des Morgens allerdings drei Züge nach Frankfurt. Der eine geht aber schon um 5 Uhr 16 Min. von Gießen' ab und kann demnach von Personen, die von den Stationen entfernt sind, kaum benützt werden. Der zweite Zug, welcher um 8 Uhr 38 Min. in Gießen erpe irt wird, ist ein Eourierzug, mithin für gewöhnliche Leute, denen doch auch die Eisenbahn dienlich und förderlich sein soll, zu theuer, namentlich da keine Retouibillete Geltung haben. Der folgende Zug geht erst um 11 Uhr 31 Min., folglich zu spat, um früh nach Frankfurt oder Darmstadt zu gelangen, dagegen gehen des Abends von 5 Uhr 25 Min bis 8 Uhr drei Zuge rasch hinter einander. Auch für die Richtung nach Marburg sind die Interessen von Gießen und der Umgegend nicht genügend berücksichtigt worden. Lväh- rcnd des Morgens von 8 Uhr bis 11 Uhr 10 Min. vier Zuge gehen, der eine nur 30 Min. nach dem andern, geht von 11 Uhr an bis AbeudS um 5 Uhr 6 Min. fein Zug, und bann kommen wieder zwei Nachtzüge um 11 Uhr 12 und 12 Uhr 42 Min. Einsender dieses wünscht recht sehr, daß er bald die Beseitigung dieser Ueb.lstünde zu berichten im Stande wäre, wie die Hoffnung in Betreff bei Riedbahn theilweise erfüllt worden ist, theilweise auch der Erfüllung entgegensieht. (Darmst. Zeit.) In Berlin ist dieser Tage, wie eine Bekanntmachung an den Anschlagesaulen anzeigt, der Kutscher Johann Böhm aus Kottwitz in Schlesien mit 40,000 ?Haler durchgegangen. Eine Belohnung von 500 Thaler wird für die Ermittelung des Fluchtiaen und bis zu 1000 Thaler für die ganze oder theilweise Wiederherbeischaffung der entwendeten Werthpapiere zugesagt. Die „Boss. Ztg." theilt über diesen Diebstahl folgendes Nähere mit: Böhm war Kutscher bet dem Rittergutsbesitzer v. Gehlsdorf Hierselbst, dessen volles Vertrauen er besaß. ES war ihm bekannt geworden, daß sein Dienstherr in einem eisernen Geldschrank bedeutende Summen in Werthpapieren verwahrte. Um sich in den Besitz derselben zu setzen, hatte er sich auf bisher unerklärliche Weise einen Nachschlüssel zu dem Schranke zu verschaffen gewußt. Nachdem er das Geld her- auSgenommen, wendete er ein sehr schlaues Manöver an, um sich einen Vorsprung zu sichern. Er simulirte eine Krankheit und beurlaubte sich von feinem Herrn, angeblich, um sich in einem hiesigen Krankenhause auskuriren zu lassen. Ein Argwohn konnte auf diese Weise nicht entstehen, v.nb der Diebstahl wurde erst jetzt, 10 bis 11 Tage nachdem er verübt, entdeckt. Wir die „N. A. Z." meldet, sind die gestohlenen Werthpapiere zwar bereits wieder zum Vorschein gekommen, doch bietet sich für den Bestohlenen wenig Aussicht, wieder in ihren Besitz zu gelangen. Denselben Grad von Schlauheit, mit welchem der Dieb fein Entweichen aus dem Hause feine» Dienstherrn zu maskiren wußte, bewies er auch bei dem Verkauf der entwendeten Papiere an einen, in der Krausen- straße wohnenden Courtier. Um den Argwohn desselben nicht zu erregen, miethete er vorher in demselben Hause eine elegante möblirte Wohnung zum Preise von 15 Thaler monatlich, wobei er sich für einen Fabrikanten 5ohn aus der Müllerstraße ausgab. In wenigen Stunden wußte er sich im ganzen Hause bekannt zu machen und ersuchte dann erst den Courtier, ihm die Werthpapiere umzusetzen. Dieß geschah und Böhm verlor an der ganzen Summe nicht mehr als 25 Thaler. Natürlich war er gleich darauf verschwunden. — Von anderer Seite wird der „Voss. Ztg." geschrieben, daß Böhm nur einen Theil der gesammten Summe der gestohlenen Papiere dort umgesetzt habe. Die Art und Weise, in welcher der Diebstahl ausge- fuhrt worden ist, verräth gleichfalls ein gewiegtes Gauner- talent. Böhm befand sich feit zwei Jahren im Dienste des Bestohlenen und hatte sich fo in dessen Vertrauen eiiigefchlichen, daß Niemand etwas Arges darin vermuthete, daß er fein Zimmer stets sorgfältig vor den Hausbewohnern verschlossen hielt, und sich selbst halbe Tage lang darin einschloß. Wie sich her- auSgestellt hat, benutzte er diese Zeit zur Anfertigung von Nachschlüsseln. In seinem Zimmer sind nicht nur Lehmabdrücke von Schlüsseln und Schlüssellöchern, sondern auch ein Schraubstock und vollständiges Schlosserwerkzeug vorgefunden worden. Wie groß seine Geschicklichkeit war, geht daraus hervor, daß er mit den Nachschlüsseln, die er angefertigt, den eifernen Geldschrank, den der Bestohlene erst vor 2 Jahren neu gekauft, nicht nur geöffnet, sondern auch ganz regelrecht wieder zugeschloffen hat. Die Ursache der verspäteten Entdeckung des Diebstahls erklärt sich dadurch, daß Hr. v. Gehlö- dorf sowohl, wie seine Wirthschafterin, zur Zeit der Thal verreist waren. Nach allem, was jetzt über die Ausführung de» Diebstahls, sowie über die Persönlichkeit deS Diebes zur öffentlichen Kenntniß gelangt ist, gewinnt es fast den Anschein, daß Böhm nicht ein schlichter schlesischer Kutscher, für den er gegolten, sondern ein angelernter Jndustriepitter ist, der eine jahrelange Maskirung nicht gescheut hat, um einen Haupteoup augptfübren. Er verrieth einen, für einen Kutscher ungewöhnlichen Bildungsgrad, und soll auch einiger fremden Sprachen mächtig gewesen fein. Biedenkopf. Gegenwärtig herrscht hier eine große Rührigkeit, man rüstet sich zu dem Hauptfeste des VII. land- wirthschaftlichen Bezirks, welches am 25. und 26. August dahier gefeiert werden soll. Dieses Fest wird von nun ab jedes Jabr dahier stattsinden und soll ein Volksfest im wahren Sinne des Wortes werden. Auf dem Festplatze wird ein entsprechendes Gebäude errichtet, eigens für den genannten Zweck bestimmt. Außer der Ausstellung und Prämiirung im Kreise gezüchteter ausgezeichneter Thiere erfolgt eine Preisvertheilung für hervorragende landwirthschaftliche Verdienste, für Baum- und Bienenzucht, an Dienstboten für langjährige, treue Dienste ?c., und füll nebenbei eine Erposition landwirthschaktlicher Geräthe, Maschinen u. bergt stattfinden, zu welch letzterer bereits mehrere Fabrikanten — auch außer dem Kreise — ihre Betheili- gung zugesichert haben. Die zur Verloosung bestimmten Gegenstände sind zahlreich und äußerst praktisch gewählt, mitunter von namhaftem Werthe, die Loole dagegen sehr billig (3 Sgr.). Ist das Wetter günstig, fo steht eine rege Betheiligung auch aus den Nachbarkreifen außer Zweifel. ** ((Sine Bärengefchichte.) Vor etlichen Jahren besuchte ein Tourist die Schweiz, und, eines Tages in einet einsamen Gegend wandelnd, fand er sich einem großen braunen Bären gegenüber. Flucht war unmöglich. Der Tourist zog seinen Revolver hervor und nahm den Bären aufs Korn. Der aber schrie: „Halt! halt! Schießen Sie nickt!" AIS der Reisende Meister Petz menschlich und dazu französisch reden hörte, setzte er fein Mordgewehr ab und bat um Aufklärung. Der Bär kam heran und sagte: Die Sache verhält sich so. Ich war früher Citronenverkäufer — das Geschäft ging nicht. Ich kam hierher und wurde von den Führern bet Umgegend angeworben, gegen 50 Sous täglich im Gebirge die Rolle eines Bären zu spielen. Kommt ein Reisender mit einem Führer daher, so erschrecke ich ihn, der tapfere Führer verjagt mich und erhält dafür vom dankbaren Reisenden ein Trinkgeld, von dem mir die Hälfte zufällt. Dabei läßt sich leben; doch im Winter geht es um so schlimmer." Vor zwei Jahren nahm der falsche Bar durch einen Sturz in einen Abgrund ein klägliches Ende. * (Stenographen für das ökumenische (Soneil.) Als solcke sind 23 junge Priester auserlesen, „welche in der lateinischen Sprache sehr gewandt und zugleich tüchtige Theologen sind." Sie üben fick schon jetzt täglich im Nachschreiben des Lateinischen, in der italienischen, französischen, deutschen, englischen ?c. Aussprache desselben. Der Unterricht für die Eoncil Stenographen wird denselben nach der lateinischen Ueber- tragung eines französischen Systems ertheilt. Jsaakchen und Ncbcckchcn unternahmen in holder Eintracht eine Reise auf der Eisenbahn mit einander. DaS Gespräch unterwegs wollte kein Ende nehmen und die Blicke, die sie gegenseitig wechselten, gaben zu verstehen, daß dieß ein Liebespaar fein müsse. Endlich kam die Station, wo Jsaakchen aussteigen mußte, er ergriff die Hand von Rebeckchen und sagte: „Reise mit Gott, Rebeckchen!" „Jsaakchen, mach' mir keine Sachen, wenn der liebe Gott auf der Eisenbahn führe, so würde er schwerlich in dritter Classe fahren." Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. N Extra können l 6358) ein El Franks Micher Gießen Magi Wi 6W Mete Fraiff Marb Zuges vorher Ät|c ftabrbil Der! unb Ri Persone der betr Die s helrnshi mit Au lüge Nr Abends Rückfah bürg ui bauer ' welchen lungb Wigl Der in Fi „M. unb fo in Ga Ders um ba anhall M Oe 636( richlsh offentli Mgens . In vor Fa der rat Der flef bre im den Zu m bre Der Ve or