Preis vierteljährlich 36 Et. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljäbrlich 49 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich DrcU mal: Dienstags, Donnerstage und Samstags. — Expedition: Cairzleibera Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kießen. Rr Dienstag den 27. April Amtliche Bekernntmach ungen. Gießen, am 8. April 1869. Sctreffend: Die Vollziehung des Reglements vom 5. October 1854 über die Verpflegung der Rekruten, Reservisten rc. bei Einziehungen resp. Entlassungen. Das G r o tz h c r r o g l i ch r K r r i s ; neu gegen frankirte Einsendung -L ® des Betrages oder gegen Post- & '• Vorschuss, selbst nach den ent-$ v, ferntesten Gegenden von mir c: "-■* versandt. Es w erden nur Gewinne v gezogen. << ® Gewinngelder und amtliche 4S Ziehungslisten sende meinen In- @ teressenten nach Entscheidung prompt*«; ltz und verschwiegen. $ Durch meine von befände- | rem Glück begünstigten § A Loose habe meinen Interessenten be- 3. greits allein in lleutschland ® die allerhöchsten Haupt- A tretter von 300,000, «95,000,?; 1S- 5OO, 15®,500, 150,000, g 130,000 , mehrmals 1*55,000, £ mehrmals 100,000 , kürzlich 3<( in , xS: Freiburger I | Staats-Prämien-Anleihe. | A 3754) Der Verkauf der Prämien- % & Obligationen ist von allen Regie-% rungen des In- und Auslandes gestattet, i* v Die Haupt-Gewinne betragen Francs ■■■; 60,000,50,000,45,000,40,000,35,000,6 ® 32,000,30,000,25,000,20,000,18.000, Z v 16,000, 15,000. 6000, 5000, 4000, £ V, 3000, 2000, 1000, 350,000 ä 250, 125, ft W 0('fl wotle tzhisstt^ $S, Durch Ankauf eines Anlehens-Looses des neuen Henoglich Brsunschmkig. Prämien-Anlehens bietet sich die Gelegenheit, einen der Gewinne von Thlr. 80,000, 75,000, 60,000, 55,000, 40,000, 36,000 2c. erlangen zu können, da ein solches Loos in allen statthabenden Ziehungen so lange mitspielt, bis demselben einer der Gewinne, — wovon der geringste schon Thlr. 21 beträgt, — zu Theil geworden ist. . Zur Erleichterung des Ankaufs dieser Staats-Anlehens-Loo)e, deren An- und Verkauf überall gesetzlich gestattet ist, erläßt unterzeichnetes Haus das Original-Prämien-Loos mit II. 3'A Anzahlung, welche pr. Posteinzahlung oder durch Einsendung (oder gegen Postnachnahme) zu entrichten sind, während die weitern Beträge durch monatliche Ratenzahlungen abgetragen werden können. Rach geschehener Anzahlung spielt das Loos schon bei der am 1. Mai stattfindenden ersten Ziehung mit. Verloosungspläne und jede weitere Auskunft gratis. zum 1. Juli, eventuell auch später, gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 3782) Die große von hoher Negierung garantirte Capitalien - Verloosung beginnt am 10. und 11. Mai. Gewinne v. 100,000 £6lr, 60,000 Thlr., 40,000 Thlr., 20,000 Thlr., 10,000 Thlr. 11. s. w. müssen bestimmt zur Entscheidung kommen. Der niedrigste Gewinn deckt den Einsatz. Zu diesem äußerst vortheilhaften Glucks-Spiele werden von der unterzeichneten Staats-Effecten-Handlung nur Original-Loose ansgegeben. Ein ganzes Original-Loos kostet 4 Thlr. Ein halbes Original-Loos kostet 2 Thlr. Ein viertel Original-Loos kostet 1 Thlr. Aufträge werden gegen Nachnahme oder Baarzahlung, am bequemsten durch die jetzt üblichen Posteinzahlungs-Karten prompt ausgeführt. Gewinngelder, wie amtlich attestirte Ziehungslisten, sofort nach Entscheidung. (Pläne gratis). Man beliebe sich nur zu wenden an die Staats-Effecten-Handlung von Annonce. 3785) In einem hiesien Fabrikgeschäfte ist eine Lehrlingsstelle zu besetzen. Näheres bei der Exped. d. Bltts._____________________ 3786) Unserer lieben Freundin I. M . .. in der Kastanien - Allee zu ihrem morgen stattfindenden Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche. Gießen, den 27. April 1869. Mehrere Freunde. 3797) Es wird ein Zimmermädchen in einen hiesigen Gasthof gesucht, das sogleich eintreten kann. Zn erfragen bei der Erped. d. Bl. 3774) Ein Mädchen, das kochen und die übrigen Hausarbeiten verrichten kann, wird auf Ziel Johannis gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts._____________________ 3772) In ein achtbares Handlungshaus zu Gießen sucht man einen jungen Mann, der in Kürz-e die Realschule verläßt, in die Lehre zu bringen. Offenen unter Nr. 3729 besorgt die Exped. d. Bltts.________________ 3795) Ein junger militärfreier Mann, welcher, in einem Manufactur-Waaren-Ge- schäft Westphalens thätig, mit diesem Geschäfte vertraut und bereits mehrere Jahre als Reisender fungirt hat, wünscht eine ähnliche Stelle. Zu erfahren bei der Exped. dieses Blattes.^ 3752) Im Brühl'schen Hause am Canz- leiberg ist ein Familienlogis, bestehend aus drei Zimmern, drei Cabinetten rc., zu ver- miethen._________ 3766) Ein kleines möblirtes Zimmer ist am 1. Mai zu vermiethen ; auch ist ein fast noch neuer Confirmanden-Rock billig zu § 200 100 rc. rc. zur Entscheidung kommen. ' Frankirte Aufträge, werden gegen | I Einsendung des Betrages, oder gegen Postvorschuß, selbst nach den entfern- g A testen Gegenden, prompt und ver-^ >1 schwiegen ausgcführt, und sende nach .>> I vollendeter Ziehung die amtliche Liste K nebst Gewinngelder prompt zu. 2 Man wende sich baldigst direct an A. Goldfarb, Staatseffectcn-Handlung in I (3759) Hamburg. &&&&&&&& & -s Original-StaatS-Prämien-Loose zu I <Ä sämmtlichen von den verschiedenen - H Staaten angekündigten Vcrloosungcn H sind von mir direct zu beziehen und <3 überall gesetzlich zu spieleu erlaubt. | Nur 3 Thlr. Pr. Crt. g . .. kostet ein Original - Loos (nicht mit >> den verbotenen Promessen zu verglei- Hchen) der vom Staate genehmigten^ und garantirten, bedeutend mit Ge- ' Ä winncn vermehrten grossen Meld-Berloosnng, ^welche schon am 12. und 13. Mai4- D 1869 stattfindet, wo nur Gewinne ge-^ zogen werden, g> << worunter Haupttrcster, als event.: -Z- 1350,00 $25,000 2 a 20,000 2 ä 15,000$ H2 a 12,000 11,000 3 ä 10,000,; S2 a 8000 3 ä 6000 5 ä 50005 t 4000 14 ä 3000 «und über 21,000 Gewinne «ä 2000 1500 1200 1000 500 300 r Nrchlg und Rechts. 3767) Beinlängen für Kinder und Mädchen , Sockenlängen für Herren in Naturell, Weiß und in Ningelfarben empfingen in neuer Sendung I A. Busch Söhne. 3750) Ein Stück Land im alten Feld ist zu verkaufen. Näheres bei der Expedition dieses Blattes. 3783) Eine Stube, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen bei Ludwig Friebel, Sandgasse. 3751) (&in schön möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen. Louis Petri II., Neuenweg. 3748) Ein Familienlogis ist zu vermie- then- Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3746) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei ______Wernhard Brück, Flügelsgasse. 3765) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei __Wittwe M artin. 3745) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Eabinct ist zu vermiethen. Neue Anlage. Näheres bei der Exped. d. Bltts. liegen zur Auswahl bereit. _____________H. Hochstätter Wittwe. 3802) Ein Zapfjunge wird gesucht auf dem L enz'schen Felsenkeller. Reiser, öffentlich verkauft werden. Hungen, am 21. April 1869. Fürstliches Rentamt. _____Demme._____ 3771) Mittwoch den 28. April, Morgens 10 Uhr, beabsichtige ich wegen Wegzugs von hier folgende Gegenstände, als: 1 Schrank mit Glasaufsatz, 1 Spiegel, 6 Stühle, 1 Bettlade mit Matratze, 1 Nachtconsole, 1 großen Koffer und sonstiges Hausgeräthe gegen gleich baare Zahlung versteigern zu lassen. G. Holz, Locomotivführer, wohnhaft bei Herrn Postcassier Hoffmann. 3768) Geräucherten Rheinlachs, Caviar, rufsssche Sardinen in Oel und marinirt, Ebristianfander Anchovis (kleine mari- nirte Seefischchen, im Pfund 24 fr.), Ca- pcrit (nonpareilles), englische Bückinge zum Rohessen, neue große, fette nordische Häringe in frischen Sendungen bei ________I. A. Busch Söhne. 3762) Zwölf Stück Gartenbänke ohne Rücklehne, noch in gutem Zustande, sind billig zu verkaufen. _______I. Rothenberger, Lindenplatz. 3769) Salz- und Essiggurken bei _____________ I. A. Busch Söhne. 3726) Corsetten und Crinolinen empfiehlt Ph- Schlatter. 3801) Die Schießhalle auf der Textauschen Hardt ist auf den Abbruch zu verkau- fen. Näheres auf dem Lenz'schenFelsenkeller. 3755) Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend die ergebene Anzeige, daß ich am 1. Juni mein Lager fertiger Berliner Herren- und Knaben-Garderobe, ebenso Lager von Leinen und W asche in das Haus des Herrn C- W. Ferber auf dem Kirchenplatz verlege. Das Lager enthält: _ _ _ . Paletots, Iaqucttes, Pijacks (Sack), Tuchrocke, Fracks, Beinkleider nebst Westen, Schlafröcke, Joppen, Comptoir-, Promenaden-, Con- firmanden-, Knaben- wie auch Arbeits-Anzüge. Das oben angeführte Lager ist in den besten und renommirtesten Fabriken Berlins gearbeitet, und verspreche deshalb jedem Käufer die strengste Reellität bei den billigsten Preisen. Gleichzeitig empfehle: e «netten = und Damen-Wäsche, Leinen, Damast, Dtell ;c. Bestellungen nach Maaß in beiden Branchen werden auf das Prompteste in kürzester Zeit effectuirt S. A. Blumenfeld, im Hause der Herren Gebr. Wenzel, 1. Stock. n hcns iu *116t: ’t,4n«e-3$ate a. W, fraqe. Üch in tut: w f» tnid) ttt. ^"'-nzahinn. btra«il.Sl)igi j^bFchnd aus ® ,lln !>“'«, wird »tST «'E 1 Mer Regierung i?doo|utM Ult tt. $?m. 60,000 -0,000 M • >v. müßen be- kommen. Ter c6t toi tziiW. roxtbtilt)aftcn von der MnM: mndlung nux ?tv i. -i'oo5 kostet 4 Thb :Voo5 kostet 2 Ihll Äv4 kostet 1 Thlr ,m Nachnahme oder nnsten durch die jetzt gsckanen prompt jefter, wie amtlich i, iofort nach tzm- lis). ■ ,u wenden an die Handlung von T. Kaufmann. Hamburg- beten Ziehung hatte ntmen Interessenten )Bitn Hauptgewinne > 3 al 1 . aaa H ;i Prämicn-Loofezu £ ?cn vcrscbicl'eneu lenDcrtoMngen^' et ;u bc;ieiMMd. u fpiclcn erlaubt. -Loos (nicht mr imessen zu Bergler- :aatc genehmigten bcbcutcnß mit Geehrten großen rloofmlg 12. unbl3.®«-| Do nur Gewinne ge- ,000 ffiSi n. ” ob« 8<*‘ vrolnv' bald'Lid, 16 r(t5V. Ufoalfo in einem Zwischenraum von beinahe 6 Stunden, gar kein Zug in dieser Richtung sved rt wird? Sollte es nicht möglich sein, eine Aenderung mx Sommerfahrplan m Wette eintreten zu lassen, daß des Nachmittags um 2 oder 3 Uhr em Zug nach N rbkn abg ^ Jahren - noch in 1865 oba• 1866 - «u» ba Aall war ^ Sicherlich bebarf es nur ber Anregung der betreffenben hiesigen Eisenbahn- Nörde bei der Direction der Main-Weser-Bahn, um dem schon vielfach ausgesprochenen Wunsche der hiesigen Einwohnerschaft, welchem die gegenwärtigen Zeilen Ausdruck neben Gehör und Erfolg zu verschaffen, zumal die Erwartung berechtigt ist, baß namentlich an Sonntagen die Anzahl Derjenigen, welche dte Eisenbahn zum Besuche des StQU enberöf be”, eine beträchtliche fein wird Nicht^unerwahnt mag ubrt^s bleiben daß fast alle an Eisenbahnen gelegenen Städte Deutschlands Ulbst von geringer Bedeutung wie Gießen sich ber günstigsten Einrichtungen zum Besuche bei m ihrer Umgegend gelegenen mit ber Eisenbahn zu erretchenben Vergnugungvorte erfnuen. 1 • - I Gerste. Auf^Mlt^ 34 - 48 — 147? 40 6 — 21 5 636 - Spelz. | Hafer. Markt Ipreis Erbsen. | Linsen. UuffdemlMit^IAuf bem Markt Ipreis Markt 2---- 36--1-- 36|--1-- aJT 25 23; 51 Aüf'bAnMit^ Markt preis .., 8156 76 | 9|34 3794) Ein sog. Rauhpinscher, graufarbig, mit einfachem Halsband, ist mir entlaufen, und bitte ich, mir denselben ruzufichren. in Lollar. 3757) 1000 fl. liegen den 20. Juni d. I. iu 5 pCt. gegen doppelte Sicherheit zum Ausleihen bereit. Näheres bei ber Expeb. d. Bltts.__________________________ 3777) 3000 fl. ftnb gegen gute Sicherheit auszuleihcn. Bei wem ? sagt bte Expeb. d. Bltrs. Auf demlMit.- “■ preis Telegraphischer Schifssdericht, mitgettjeilt von Chr. Wallenfels jun. Angekommcn in New-Pork r Hamburger Postdampfschiff KEatm, Rest-dauer 11 Tage. Bremer ", „. Weser, , 13 „ ■ 9 C von Hamburg nach New-York. schließen. (Fortsetzung folgt). Wallung d°s ausg-breil-t-n Kornhandels für seinen Vater einzutreten als di.fer durch den Verlust der treuen Lebensgefährtin gebeugt, längere Zett zu all n VÄ'Ä«-« - “ -- gesucht, wenn sich sein Gewissen regte. Jeßt stand er allein und verlassen Sein Reichtum entschädigte ihn nicht sür die Qualen, welche das An- hpnfpn an seine Thal in seinem Innern wach rief. Es kam über ihn, als müsse er jetzt noch nach zwölf Jahren, nach Familie ves Verunglückten forschen und ihr Alles geben, was er fein Eigenthum nannte. Kinder, welche zu ihm aufschauten mit all der Liebe und Ehrfurcht, welche sein späterer Wandel verdiente, und die Teilnahme SSÄ dieihn alSden Wohlthä.er der Armen prresen, brachten ^^Er^ätt-bstch"»« ^tlich zum Diebe und Strandräubcr bekennen muffen. Die Liebe seiner Kinder war sein einziger Trost, sein einziger Halt mitten - ....... --- -6 seinen R-ichthum der Beraubung einer Leiche verdankte f Mußten sie sich nicht mit Grauen von ihm abwenden? Um diesen Preis vermochte er nicht, sein Geheimnist zu offenbaren und sein Gewissen von der darauf ruhenden Last zu befreien. ( . f Die Liebe seiner Kinder war das Einzige, was ihn aufrecht erhielt, di s Siebe iu verlieren, erschien ihm härter als die schwerste Strafe. Nur für sie hatte er gearbeitet und sich zum reichen Manne emporge- fd,n)U^cnn Harms nun kingcstand, was den Grundstein zu seinem Vermögen gelegt, wenn er sich selber den weltlichen Gerichten überlieferte, was war das Erbtheil feiner Kinder? Ein entehrter, gebrandmarktcr Name. Bo« dem Gedanken daran erfüllt, verwarf Harms >eden Entschluß, den bie Stunden der Reue ihm auszuvringen suchten. , Er beschloß, mit Ergebung die Bürde zu tragen, mit der er selbst seut Ge- wissen belastet hatte, und war fortan mit ängstlicher Sorge bedacht, seinen Kindern bie geheim- Qual zu verbergen, welche an seinem H-rzen nagte. Was ich gethansagte er sich, „ist nimmer ungeschehen zu machen, ich muß die Folgen tragen, wie es auch kommen möge, jd) allein bin schuldig und mich allein soll die Strafe treffen." . Abc, obschon er sich alle Mühe gab, seinen Kindern ein heiteres Gesicht zu zeigen, so vermochte er doch nicht, sein Inneres vor seiner Tochter Else zu ver- Späte Vergeltung. Criinmalnovelle von Fr. Wilibald Wulff. T>en Nachlaß des Ertrunkenen,^welchen Harms auf uttrechlmäßige Weise an t den Rath seines Weibes behalten hatte, ohne irgend Jes'» Fracht und °u?°»b- den Vorgang mit der Leiche auf der einsamen Fr:ää : ä,mlgben?0a:iatSeft Uhr sammt Kette »erkauft. » U h.« ffilüd bei ihm -inkeh-te und alle seine Unternehmungen be- SsKSSÄasÄ?« SBe,f'y?r‘n'ed) dreizehn Jahren, war sie noch nicht von ihm gewichen und V-' -"'7 SÄ 3Ä die Watte vollendet. . , . . utb bje von ihm beraubte Leiche an bad Ufer »AÄati ofcer irgend einer anderen benachbarten Insel treiben Ab»" sti'ne' Beachtung schwand, denn weder mm D-"r Schlamm hatte den Ertrunkenen in unauflösbarer Umarmung festste- halten. , ffiebeim nachgeforscht, wer der Verunglückte sei, G«n hat ° H-rms n S Gehnm nay ^jch-doch nicht auf. aber da er /'nsah. 6 Berwickelungen zu bringen vermöchte, unter- lSTbkUÄäe unMebCt feinem Wetb-, unverbrüchliches Schweigen zu Iah« vergingen, ohne daß er erfuhr, wen er auf der Watte beraubt ^‘%7ne Unternehmungen schlugen alle zu seinem Vortheile aus, er ward CS&s«Sä53E<$esse im Betriebe waren. Die Zahl der Brennereien, ivalbu Redaction, Druck und ^>erlag der Brüh Aschen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. / V Hchl t $; - 3825} M DO soll in bei ItNSllW sechs, : Wchett 2 Äch W jvicb grd8 v'e kost bez° Tiej mim den: M Die Ausgaben, Beit Geuehmigu Dm Darmstadt, 24. April. Die erste Kammer bewilligte die vom Kriegsminister acceptirte Pauschalsumme von 3,066,918 si. für Militärzwecke unter Ablehnung des Beschlusses der zweiten Kammer, die Berwilligung von der Vereinbarung des Militärpen- sionsgesetzeS abhängig zu machen. Ein vom Regie- rungScommiffär verlesenes Ministerialrescript verspricht des Bundeskanzlers Verwendung beim Bundesfeld- Herrn für den beantragten Aufschub der erhöhten Gagen und Löhne für das zum norddeutschen Bundesheere gehörige hessische (Kontingent bis zum 1. Juli. Berlin, 23. April. Mit Rücksicht darauf, daß die Besteuerung des Tabacks vom Jahre 1869 auf den mit Taback bebauten Grundstücken erfolgt, ist eine Verständigung mit den Südstaaten iibtr den Erhebungszeitpunkt der Urbergangsabgabe nothwen- dig. Der Bundeskanzler hat den 1. Juli als den Zeitpunkt, wo diese Erhebung stattsinden soll, vorge- schlagen, da der 1. October aus mehrfachen Gründen sich nicht empfehlen würde. — In Betreff der Branntweinsteuer liefert eine Zusammenstellung über den Brennereibetrieb in den alten Provinzen interessante Daten. Nach dieser (sie bezieht sich auf die Jahre 1864—1867) zeigt sich eine Abnahme der Brennereien durch diese 4 Jahre und zwar von 7803 aus 7568, von welchen resp. 6276 und 5972 Vermischtes. Bismarck über den Partikularismus. Der Kanzler des noiddeulichen Bundes ist bekannt durch einen starken Zug von Selbstberrlichkeit, die nicht leicht einen Gleichberechtigt.» neben sich duldet, und durch nölhigenkalls rücksichtsloses Dreinfabren. Um so eigenthumlicher ist der Genuß, ihn im Reichstage (16 April) die Berechtigung des PartikularismuS und zwar so verkündigen zu Horen, als ob er seinen politischen Gegnern in Deutschland das Wort von der Zunge nehmen wolle. Gehört doch das spöttische Wort von den kleinstaat- lichen Phäaken ihm an: er verglich seiner Zeit die guten Klein- staatler mit den Bewohnern jener glücklichen Insel, die unter ihrem Häuptling patriarchalisch lebten vom Fang der Fische und dem Gethier deS Waldes, die ihre Mischkrüge füllten und leerten, ihre Rinder schlachteten und brieten, den einen Theit schmauüen und den andern den Göttern opferten, damit er als Brodern zu ihnen aufsteige, die dann sich mischten in Liebe und Freude, von keinem Staate wußten und für alles andere die Göller sorgen ließen. — Unter den Göttern verstand Bismarck die deutschen Großmächte, welche die vielen Soldaten wider Franzosen und Russen aufbringen mußten, um ganz Deutsch and zu schufen und dem deutschen Namen Respekt zu verschaffen. So sei DM W / die Schwäche nach Außen, die Zerriffenhcir im u n, die Hindernisse für freie Entwickelung deS Verkehrs ha d c Bund durchschnitten und sie zu durchschneiden, ist seine Aufgabe." Weiter gedenkt der Bundeskanzler im Centralisiren vorläufig nicht zu gehen, er fragt sich vielmehr: ,WaS muß gemeinsam sein?" und will „dasjenige, was nicht gemeinsam sein muß, der Entwickelung der Einzelstaaten überlassen; dein damit gibt man der Freiheit Raum." (WünschenSwerth wäre nur, daß man den Einzelstaaten auch etwas Geld übrig ließe, um all die nützlichen Dinge zu entwickeln, die nicht Sache des Bundes find.) — Der Bundeskanzler erinnert sogar daran, daß die größten Staaten germanischen Stammes, z. B. früher die Vereinigten Niederlande und in neuer Zeit England und die Vereinigten Staaten von Nordamerika mächtig und blühend dadurch geworden sind, daß sie nicht eine straffe Einheit in allem durchgeführt, sondern den einzelnen Staaten eine gewisse Freiheit und Selbstständigkeit gelassen haben. Was sich für Norddeutschland nicht schicke, die allzustraffe Einheit, das tauge noch viel weniger für Süddeutschland; man dürfe den Süden nicht abstoßen durch Abschließen deS norddeutschen Bun- deS. Der Süddeutsche sei durch seine Natur und Geschichte viel partikularistischer und conservativer als der Norden „wir sind ihm zu national und liberal, mit einem Wort zu nationalliberal." Wir müssen mit Süddeutschland Fühlung behalten. „Der Nordbund ist ihm viel zu eng, nur an einen viel lockeren Bund, welcher die berechtigsten und unberechtigsten Eigenthüm- lichkeiten schonte, würde er sich vielleicht anschließen." — Vielleicht ist diese Betrachtung deS Pudels Kern. Item, fie hat uns Bismarck von einer andern Seite gezeigt, als einen unbefangener» Beobachter der Menschen und Dinge als viele seiner Parteigänger, und als Einen, der mit der erkannten Wahrheit nicht hinter dem Berge hält, wenn sic nicht allzusehr wider das System geht. Mainz, 23. April. Vor dem hiesigen Schwurgerichts- Hofe wurde am 20., 21. und 22. d. M. der Prozeß gegen den Ackersmann Schäfer von Bretzenheim verhandelt. Wie unseren Lesern vielleicht noch erinnerlich ist, wurde int April v. 3. in Bretzenheim die Ehefrau Schäfer in dem Stalle ihre» Wohnhauses erhängt gefunden. Da alle Anzeichen auf einen Selbstmord deuteten, so wurde die Leiche nach vorgängiger Besichtigung durch die Behörde anstandslos beerdigt. Im 3unt v. 3. wurde jedoch der Verdacht rege, daß die Unglückliche sich nicht erhängt habe, sondern vergiftet worden sei. Die Leiche wurde auSgegraben und im Magen derselben fanden sich Spuren von Strychnin. Schäfer war zu jener Zeit bereits nach Amerika auSgewandert, dagegen zogen die Behörden eine Wittwe Klug, von welcher allgemein behauptet wurde, fie wisse um das an der Ehefrau Schäfer begangene Verbrechen, ein. 3n der That legte die Klug umfassende Geständnisse ab und bekannte insbesondere, daß ihr Schäfer mitgetheilt, er habe sowohl den Versuch gemacht, seine Ehefrau zu vergiften, als auch später fie wirklich vergiftet und sodann im Stqlle erhängt. Schäfer wurde bekanntlich auf Requisition der hessischen Gerichte in Paterson verhaftet und hierhergebracht. In der Verhandlung vor den Asfisen räumte der Angeklagte den Vergiftungsversuch ein, stellte jedoch entschieden in Abrede, seine Frau wirklich vergiftet und dann erhängt zu haben. Ala Zeugin trat gegen ihn hauptsächlich die bereits erwähnte Wittwe Klug auf. Das Resultat der dreitättgen Verhandlung war die Verurtheilung Schäfers. Die Geschworenen bejahten sowohl die Frage in Betreff deS Vergiftungsversuchs, wie die in Bezug auf die wirkliche Vergiftung. Der Gerichtshof verurtheiltc den Angeklagten sofort zum Tode. Schäfer hörte das Verdick mit Ruhe an. Marburg, 20. April. Gestern Abend starb hier der Vicekanzler Professor Löbell, 79 Zahre alt. Nothcnburg ob d. T., 20. April. Das Jn Nr. 109 des „Frankf. 3ourn." von Offenbach aus erwähnte Meteor wurde auch hier beobachtet. Am 16. April, 15 Minuten nach 11 Uhr Nachts, zeigte sich über den Häusern mitten in der Stadt der schöngestirnte Himmel von Nordwesten her bis gegen den Zenith intensiv geröthet, so daß man zunächst glaubte, es brenne in der Nähe. Während eines raschen Ganges zu einem 5 Minuten nördlich gelegenen Thore nahm die Röthe auffallend schnell ab. Vor den Thoren zeigte sich der Himmel von einem nordwestlichen Punkte aus durch drei divergtrende, garbenartige Lichtstrahlen, welche die Höhe von circa 60 Graden am Himmelsbogen erreichten, prachtvoll erleuchtet. Obgleich die Feuerkugel selbst, wahrscheinlich wegen zu später Wahrnehmung, hier nicht mehr gesehen wurde, so kann doch der Zeit nach kein Zweifel darüber sein, daß eS sich in Rothenburg wie in Offenbach um dasselbe Meteor handelte. Die Erscheinung war hier, wo man sie irriger Weise für ein Nordlicht hielt, um so merkwürdiger, als die Lichtstrahlen über einer schmalen, den nördlichen Horizont berührenden schwarzen Gewitterwolke hervorkamen, in welcher unablässig Blitze in horizontaler Richtung hin zuckten. Unter den Büchern, die jetzt in Spanien reißenden Absatz finden, steht daS Neue Testament oben an. Man verkauft eS in der spanischen Uebersetzung von Valera. Auch einzelne Bücher deS Neuen Testamentes werden verkauft. So setzte man in einem Tage von dem Evangelium Matthäus 40,000 Eremplare in Madrid ab. * Lieb Kind! sagte die Mutter, eine Frau von Geist und im Augenblicke doppelt interessant, weil du so artig gewesen bist, will ich dir bald ein Brüderchen oder Schwesterchen schenken. — Ach das ist herrlich, Mama'. Weiß eS der Papa schon? , ' 1074 H 565 flitfluja. Slnntroö na wirft. Gegen 00 Zahlungsfti Die ®ro' da umliege in ihren ( laßen. M GrGr; welche 5000 Thüler unv darüber Steuer zahlen, hat sich von 583 auf 564, derjenigen, welche 500 bis 5000 Thlr. Steuer zahlen, von 2587 auf 2510, derjenigen, welche 50—500 Thlr. Steuer zahlen, von 1615 auf 1384 verhindert, dahingegen hat sich die Zahl derjenigen, welche unter 50 Thlr. Steuer zahlen, von 1501 auf 1664 erhöht. Im Jahre 1864 wurden an Dranniweinsteuer 10,421,644 Thlr eingenommen, im Jahre 1865 8,750,000, 1866 10,438,801 und 1867 9,794,874 Thlr. Die zu zahlenden Exportbonificationen nehmen stetig ab und verminderten sich von 2,439,757 Thlr. auf 1,600,731 Thlr.; es stellt sich hiernach die Staatseinnahme aus der Branntweinsteuer am niedrigsten im Jahre 1864 mit 7,981,807 Thaler, am höchsten 1866 mit 8,569,226 Thaler. Die Menge des zur Spiritus» fabrikativn oertvenoeten Getretdes ging von 4,648,238 Scheffel auf 4,032,422 Scheffel herab. Der Steuer- detrag pro Kopf in den vier Jahren betrug 12 Sgr., 12 Sgr. 9 Pfg., 13 Sgr. 4 Pfg. und 12 Sgr. 8 Pfg. Die sogenannten landwirthschaftlichen Bren- nereien trugen zu der Steuer nur 4 Procent bet. Die größten im Betrieb befindlichen Brennereien sind in der Provinz Brandenburg, hieran schließt sich die Provinz Posen, dann folgt Schlesien rc. Die kleinen Brennereien sind schon (eit Jahren mehr und mehr eingegangen. Berlin, 23. April. Die „B. V.-Ztg." schreibt: „Wie man in Reichstagskreisen vernimmt, ist Sei- tens des Zollbundespräsidiums der Zusammentritt des Zvllparlaments für den 1. Juni d. I. in Aus- sicht genommen. Zugleich hört man, daß im Zoll- bundesrath demnächst auch die zu dem allgemeinen Tabackösteuergesetz zu erlassende Vollzugsverordnung berathen werden (oll. Die Bekanntmachung der l.tz- teren wird daher noch so rechtzeitig erfolgen, daß die Bestimmungen des neuen Gesetzes noch für die bießjährige Ernte in Anwendung gebracht werden können. — Bezüglich der EingangSzölle auf Zucker hort dasselbe Blatt, daß Preußen im Zollbundes- eine Herabsetzung der Zölle von Brod- und Hut- zucker um 1% Thlr., von Farm um 1 Thlr., von Rohzucker für inländische Zierereien zum Naffiniren um 17 Sgr. 6 Pf., von Syrup um 1 Tblr. propo- niren will; zugleich soll die Ausfuhrvergütung für Brvdzucker verhältnißmäßig erhöht werden." Berlin, 24. April., Bei Empfang der Mitglieder der internationalen Eonserenz hielt rer König folgende Rede: „Ich habe Mir die Freure nicht versagen können, Sie bei Mir zu versammeln, um Ihnen Meine Anerkennung über den Zweck Ihres Zujammentretens auszusprech.n. Hervvrgegan gen aus den früheren staatlich abgeschlossenen internationalen Verträgen für Neutralisirung der Sarn- tätspflege im Kriege, begrüße ich freudig in Ihnen auch das Hinzutreten der Freiwilligkeit. Ihre jetzigen Berathungen sind mir Bürgschaft ,ür eine vollständigere Regelung dieser hochwichtigen Angelegen- heil, alS dieß bisher möglich war. Ich kann nur wünschen, daß der Fall Ihrer Wirksamkeit, sowohl in einem Kriege als bei Lanvesnothständen im Frieden, noch recht lange, lange nicht eintreten möge. Käme aber solche Heimsuchung, so hoffe ich, Ihre Bemühungen von verdientem Erfolge belohnt ru sehen." Heidelberg, 19. April. Sicherem Vernehmen nach hat unser Gemeinderath vor acht Tagen an das hiesige Oberamt den Antrag gestellt, die Abstimmung für Einführung gemischter Schulen in Heidelberg vornehmen zu wollen, und steht dieselbe in ungefähr 14 Tagen in Aussicht. Das freisinnige Heidelberg wird bei dieser Gelegenheit zeigen, daß es seiner Schwesterstadt Mannheim nicht nachsteht, und wird die Anstrengungen der Gegner des Fortschritts sicherlich zu Schanden machen. Pesth, 24. April. Soeben wurde der Reichstag vom Könige in eigener Person eröffnet. Die Thronrede hebt hervor: für die Grundbedingung einer lchönern Zukunft sei noch Vieles zu geschehen, der größte und dringendste Theil davon laste auf Schultern der gegenwärtigen Legislative. Für das Schicksal der Nation sei die entscheidendste Garantie die innere Entwicklungskraft der Nation selbst; diese sei aber von Reformen im Innern abhängig. Der Beruf des gegenwärtigen Reichstages sei, die ge- fammte Kraft der Nation auf das große Werk der iunern Umgestaltung zu lenken, die Versäumnisse nach- zuholcn und das moralische und materielle Gewicht der Nation zu entwickeln, damit sie ihre Stellung in der Reihe der Staaten würdig ausfülle. Die Thronrede erwähnt der an den Reichstag zu gelangenden Vorlagen, betreffend die Rechtspflege, die Or- ganisatton ter Gerichte, das neue Strafgesetz und die Umgestaltung des municipalen Organismus. Die jüngsten Wahlbewegungen hätten neue Beweise für die Mängel des bestehenden Wahlgesetzes gegeben, diese Mängel seien zu beseitigen; die Wahlfreiheit müsse gegen Ausschreitungen der Parteileidenschaften geschützt werden, der Organismus der Magnaten- tafel fei den gegenwärtigen Verhältnissen des Landes entsprechend umzugestalten; ferner seien die Lücken des bestehenden Preßgesetzes auszufüllen. Unaufschiebbar sei die Regelung des Vereins - und Versammlungsrechts. Die Aufgabe des gegenwärtigen Reichstages sei auch, die noch vorhandenen Rechte der Feudalverhältnisse, unter voller Wahrung der Heiligkeit des Eigenthums, auf Grundlage richtiger volkswirtschaftlicher Principien zu beseitigen. Die höhern Unterrichts-Sphären müssen geregelt werden. Die Thronrede verspricht die Vorlage der mit den ausländischen Staaten abgeschlossenen Verträge; ferner hebt sie die Nothwendigkeit einer Ordnung der industriellen Verhältnisse hervor und empfiehlt eine Reform des Steuerwesens. Die Thronrede schließt mit so genden Sätzen: „Wir stehen allen Schwierigkeiten ein r wichtigten UebergangSperiode entgegen. Von den Traditionen der Vergangenheit ist aufzugeben, toae unhaltbar, und es sind die den neuen Ideen entsprechenden Institutionen zu schaffen. Der richtige Sinn der Nation für Mäßigung wird auch den richtigen Weg treffen, welcher sie den Segnungen einer fa Önern Zeit entgegenführt. Die freundschaftlichen Beziehungen zu den auswärtigen Mächten gewahren die zuverlässige Aussicht, daß Der Friede unv die Ruhe, welche zur Durchführung Der Reformen nöthig, ungestört bleiben werden." Brüssel, 24. April. Die „Etoile beige" schreibt Dir Die^feit gen Regierung Die eventuelle Absicht zu, die Entscheidung des Eonflictes mit Frankreich einem Schiedsgerichte cer europäischen Mächte zu übertrugen. Fröre Orban, Der hier erwartet wird, soll nächsten Dienstag Der Kammer seine Aufklärungen geben. \ J D A | wer Nwimeni A.