'«tok 'ENst. ctober. ’Hbuiflnjt. 'M« von Uljr.) um «4-h b Rainer, beS' tln ZML 8?7?eKor°- bc§ üerr( r('nermei)ters, HM- 1XW Lochten ufte. •i tm Büroer unb Aain-Weser- '^cr-mS-L geboren den 4. tzep- ■ ^cm Bürger und ?'or8 etoljr, eine ^ne Katharine, ge- n Bürger zu Gries- I "en dahier, Philip» . °chier, Elisabeth, ge- , u pmfwnirtai Großh. | Heinrich Köhler, eine | io Rodertme, geboren I n Bürger md Bälker- ghardr III., eine lorfi- I ine, geboren ben 15. I ’• ?cm GroflFM | ir. Ferdinand Wen- f bricb Wilhelw Asm, tember. 1 i fl t e. ’.x. Katharine Marie | -ifircijcr, des Bürgers tt Heizers aui der Köln-1 r, Heinrich Schweihn, ' 1 y 5 M- 6 T-, ff >tx. Fnednch Laue I dahier, alt 70 1.2 R * . 16. October. in der nächsten Woche j tct Landmann. Co. iDrg Brüssel lai|ti2 Rue de Pepe s 33. | Inserate ider. üligt oei grosseren t franco. ^'nnione ^ocionalt J k. S. 99% 1 V ft 5.99’( in k. 8. 1u4,/8 J?k. 8- 97V, , k. S. «H’/i, 1 ‘ k. S. 88% Db"V S. 105 g t S. H9% । J L s' 93!8 | “ k. 8. A ---| 9 58'/,-59V ' friedrdor. » jg51 । V ■^<•53 ")St. 5 37-39 g 30-31 r 601 j) 55-59 | z 50 5? I !itz vierteljährlich 36 kr. Ä ■ ^4» >4|| AjÄ mal^ Dtensta^s^Donner- Bringerlohn. Durch die M W ■ Äz ■ W ®Z ■ ■ Rz ■ /ya W W M Mz ■ ■ ■ Hz ■ stags und Samstags. — ,xjB^XVnlHll lllll♦ ®!“.®.a"tid6"8 "Anzeige- und Mmtsökaü für den Kreis Kielen. Rr. 126 Dienstag den 26. Oktober 186®. BeaaesaittM für IS6!>r Traubenmost, Giessen. zur Auswahl vor. H. Hochstälter Wittwe, Schloßgasse. Flur Nr. 3/ 74 2/74» 19/<.z 798 276 261 603 des Publikums. Dieses Brustbonbon ist zu haben: in 9987) Von heute an Haferspreu, der Malterkorb 15 fr., und Haferstroh, der Centner 1 fl- 6 kr-, bei Gg. Heinr. Lony. 9968) 200 Stück veredelte starke Aepfel- bäume, welche sich zum Anlegen von Baumstücken eignen, sind auf der Liebigshohe zu haben. überlassen werden. Wetzlar, den 22. October 1869- Die Verwaltung des Burgerhospitals. Brettschneider. 19/93 19/94 M/122 26,22S den Erdkauterweg, Acker am Atzelbusch, auf den Weg, Acker das., gibt 15V» kr-, Acker zwischen dem Gru- ninger Pfad und Erdkau- 9978) Die Lieferung von & Werkstatts - Materialien, 2L- als: 9991) Eitlem geehrten Publikum die Anzeige, daß ich zur jetzigen Saison mit einem Lager fertiger Herren- und Kna- ben-Garderobe, Schlafröcke und Joppen aus den geschmackvollsten und besten Stoffen sehr reichhaltig affortirt bin. Das Lager enthält: Ueberzieher in Double, Flaconne, Natine, Eskimo, Velour, Piyecks und Jaqnets in allen Stoffen und Facons, Tuchröcke, Joppen, Hosen und Westen, Schlafröcke in Double, Natine, Velour, Knaben-Anzüge und Knaben-Paletots. Bestellungen nach Maaß werden in der kürzesten Zeit auf das Sorgfältigste effectuirt. Zusicherung reeller und billiger Bedienung. S. A. Blumenfeld, am Kirchenplatz. Auslese aus guter Lage, empfehlen Gebrüder Mayer. Versteigerungen. 9962) Mittwoch den 27. d- Mts-, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die nach- oerzeichneten Grundstücke, den Andreas Plank's Erben gehörig, versteigert werden, als: Gemarkung Greßen: Block-Chocolade mit Vanille, pr. Pfund 28 kr., empfiehlt (9986) Emil Fischbach, Seltersweg. 9966) Westphälischcu Schinken, nn Ganzen genommen pr. Pfd. 32 fr., empfehlen I. A. Busch Söhne. terweg. A Gießen, den 21. October 1869. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. K. Vogt, Ortsgerichtsmann. 208 Acker das-, gibt 20 fr-, 441 Acker das., gibt 48'/2 fr-, Acker auf der Weißerde, auf Nähmaschinen: Leipziger große Nähmaschine vorzüglichster Constructlon, Singe r'sche Patent-Cylinder-Nähmaschine, Wheeler- & Wilson-Nähmaschine und Grover- & B ak er-Nähmaschine, im besten Zustande, schon gebraucht, sind sehr billig, letztere zu verkaufen bei I. Rothenberger, Lindenplatz. Main-Wefer-Bahn nnd I Hessische dtordbahn. »Bekanntmachung. Werkholz, füc die Werkstätten zu Cassel, Gießen und Frankfurt soll nach Verfügung der Königlichen Direclion der Main-Weser-Bahn und der gemeinschaftlichen Magazins-Commission zu Cassel in öffentlicher Submission verdun- Metallwaaren, Kurz-, Eisen- u. Messingwaaren, Droguen, Fettwaaren, Lederwaaren, Seilerwaaren, Posamentirwaaren, Manufaete, Töpferwaaren, Brennmaterialien, Holzwaaren und E Kein Fabrikat her Ucuicit bat in so kurzem Zeitraum einen solchen großen Erfolg aufzuweisen, wie das Brustbonbons, Arabische Gummi-Kugeln, bereitet von W. Stuppel in Alpirsbach. .Trotz der in großer Anzahl aufgetauchten Nachahmungen behaupten diese Fabrikate ihren guten Ruf und erobern sich von Tag zu Tag mehr und mehr die Gunst eine eine eine eine sämmtlich 30 fl., zu OÄlftr. 252 Acker am Krofdorfer Weg, gibt 1 fl. 523/4 fr., 252 Acker das., gibt 1 fl. 53V2 kr-, 304 Acker im Gänswinkel, gibt 56 fr-, 472 Acker das-, gibt l fl- 28^ kr., 540 Acker das-, gibt 1 fl- 4O'/4fr., 308 Acker, auf ben Haasen- ----köppei^weg, 304 Acker am untersten Riegelpfad, bei der Superinten- denten-Wiese, 208 Acker zwischen dem Saud- u. Erdkauterweg, gibt IS'/dfr-, Besondere Bekanntmachung. Oeffentliche Aufforderunq. 9985) Die gerichtsbekannten Gläubiger des überschuldeten Nachlasses des Schäfers Philipp Bellos dahier haben mit der Wittwe zur Abwendung des förmlichen Con- cursverfahrens ein Arrangement dahier abgeschlossen, daß die Masse derselben auf ihre Jllateuforderuug unter der Verpflichtung der Befriedigung der bevorzugten Gläubiger überlassen werde. Es werden deshalb die unbekannten Gläubiger hiermit aufgefordert , unter Anmeldung ihrer Forderungen etwaige Einwendungen bei Meidung Ausschlusses gegen jenes Arrangement binnen 3 Wochen vorzubringen. Gießen, den 19. October 1869. Grobherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Oppermann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. bei I. Wallach, „ H. (?. Bingmann, „ Ernst Krause, gen werden. . Die Offerten sind mit der Aufschrift: „Submission auf Werkstätte-Materialien" frankirt und versiegelt bis zum 18. November d. I. an den Unterzeichneten einzusenden und werden dann im Bürcau desselben in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten eröffnet. . or Die Bedingungen sind auf portofreie Anfrage bei Einsendung von 5 Sgr. vom Unterzeichneten zu beziehen ; dieselben sind auch bei den Vorständen der Werkstätten zu Cassel, Treysa, Marburg, Gießen und Frankfurt einzusehen. Cassel, den 19. October 1869. Der Obermaschinenmeister: Büte. 9992) Mittwoch den 27. d. Mts-, Nachmittags 1 Uhr, sollen die zum Nachlasse der Christian Schäffer Wittwe gehörigen Mobilien, Haus- ; und Küchengeräthschaften, Bettwerk, Weißzeug 2c. im Hause des Herrn Schuhmacher Mootz in der Katharinengasse öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, den 25. October 1869. In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann- Mühlen-Verkauf.— 9972) Die an der Lahn gelegene Badenburger Mühle mit bedeutender Wasserkraft, 3 Mahlgängen und 1 Schlaggana, neuester Einrichtung — Vi Stunde von der Mam- Weser-Bahnstation Lollar und 3/4 Stunden von Gießen entfernt — soll emgetretener Sterbfälle wegen , . » Montag den 8. November d. I-, Mittags 12 Uhr, in der Mühle selbst, unter günstigen Bedingungen, öffentlich versteigert werden. Sämmtliche sehr geräumige Mühl-, Wohn- und Oekonomie-Gebaude sind neu erbaut. Die Mühle läßt bei ihrer großen Wasserkraft noch eine Vergrößerung zu, und es kann in den großen Räumen auch noch em Fabrikgeschäft mit dem besten Erfolge betrieben werden. Außerdem gehören zu der Mühle 25 Morgen Ackerland und Wiesen in guter Lage, welche, falls man darauf reflectiren sollte, ebenfalls käuflich abgegeben werden können. Nähere Auskunft er- theilen jederzeit die Unterzeichneten. Lollar, den 9. October 1869. Heinrich Geißler, Ludwig Frei. 28/180 to/181 2ti/182 29/68 M/so 89/61 31/30 Gießen Lich Alsfeld „ _____ Büdingen „ H. C. Rullmann, „Friedberg „ I. A. Windeckcr. '" An Orten, wo fich noch keine Niederlagen befinden, werden solche errichtet durch das Generaldepüt von I. G. Schröder. Darmstadt. Briefe franco. Hospital-Mühle. 9979) Die dem hiesigen evangelischen Bürgerhospitale „Zum heiligen Geist" gehörige Mahlmühle nebst Stallungen u. f. w-, an der Lahn, mitten in der Stadt Wetzlar belegen, welche sich auch zur Errichtung jedes anderen industriellen Etablissements eignet und mit einer nicht unbedeutenden Wasserkraft versehen ist, soll am Mittwoch den 3. November c., Vormittags 10 Uhr, im hiesigen Nathhause auf 25 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden- Auf Verlangen können dem Pachter auch 40 bis 60 llllorgen Ackerland und Wiesen Feilgebotenes 9988) Holländische Käse^ als: Gouda-, Edamer und Rahmkäse, . letzterer in 1-Pfund-Paqueten, m Stanniol, pr. Pfund 24 fr- . Um diese schmackhaften feinen Käse in hiesiger Gegend einzuführen, .erlasfen wir beide ersteren Sorten zu gleichem Preise, wie den Schweizerfäs und werden dieselben in jedem beliebigen Quantum abgegeben. I. A- Busch Sohne- 9951) Ocfcn und Kochherde zu Steinfohlen- und Holzbrand, Stciiikohlcnkastcii, FeiieriiiigSgeräthschaften, Kochgeschirre aller Art, von Gußeisen, roh und cmatUirt, vevzinutes sog- Gcsiindheitsgclchirr, Petroleum-Kochapparate, Steinkohlen und Braunkohlen empfiehtt Sapft. 9975) Für die Winter-Saison empfehle ich mein Lager in Eapuzcu, Sceleuwar- mern, gestrickten Kiuderiackchcn und Häubchen ic. zu sehr billigen Prosen- 9967) Reue Apfelsinen, französische Brünellen, Salz- und Essiggurken in frischen Sendungen empfingen ______________I. A- Busch Söhne. 9993) Das dem Küfermeister L. Loos gehörende Wohnhaus nebst Werfstätte, Stall und Hofraum, in der Sandgasse gelegen, ist zu verkaufen, und wollen sich Kaufliebhaber an mich roenben. Emil Loos. 9976) Zu billigen Preisen Eorsettcn Crinolincn und englische Kordel-Kin- derleibchcn empfiehlt I. H- Fuhr. 9535) Eine Kaute voll Mist ist zu verkaufen Neuenweg Lit. B- Nr- 194. i Kupsernr WsschKkssrI in alll-n Grösten bei Awgust Schlesstnger. 9996) Mein Lager in fertigen Regenschir m e n ist auf das Neichhaltigfte affortirt; die Preise sind billigst und für Güte und Haltbarkeit wird garanlirt. Das Repariren und Ueberziehen von Schirmen m Seide, Zanella Alpaca ic. wird prompt und billigst besorgt und liegen die Stoffe Johann Löbrich. Herren 1848. fl. 9664) wvre kernen Union Ohio Bellona New-Aork Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11 ; Markt, 17, Königshaus ; Kronprinzstrasse, 1 B ; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13 ; Place du Molard, 2. Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. GaUen, Genf, 5,250,000 1,721,499 508,839 1040,679,740 21,582,827 16,978,553. IIAASENSTEIN & VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, den Arbeiten. Lich, den 21. Oktober 1869. 9990) Einige hundert Stück schönes Weißkraut können abgegeben werden bei Jacob Vogt. Telegraphischer Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dietz. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „Hansa", am 2. October von Bremen abgegangen, ist am 16. October, 10 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. gegründet und bestätigt im Jahre Grund - Capital ........... Prämien- und Zinsen-Einnahme pr. 1868 Reserven Ende 1868 ......... Versichertes Capital Ende 1868 .... Prämien - Einnahme seit Begründung des Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, Ünd zu haben bei Wilhelm Klee, Marktstraße. Spiegelglas - Versicherung. Sie leistet ferner Fluß- und Eisenbahn-Transport-Versicherungen und gewährt durch ihre Abonnements-Policen besondere Vortheile. Prospecte und Antrags-Formulare werden durch die unterzeichneten Agenten gratis ertheilt. I. Böck, in Gießen, PH. Garde, in Friedberg, H. Dietz, in Kestrich bei Alsfeld, E. Ruckelshausen, Gemeinde-Einnehmer in Elpenrod, L. Halberstadt )nn., in Münzenberg, W. Braun, in Grünberg. Ein Dienstmädchen, das kochen kann und gute Zeugnisse besitzt, wird gegen hohen Lohn gesucht- Von wem? sagt die Exped. d- Bltts- (9970) Baltimore. New-Bork. New-Orleans- Moguntia, Versicherungs- Gesellschaft in Main;. 9890) Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden, Blitzschlag und Explosion zu festen, billigst gestellten Prämien. Zur Aufnahme von Versicherungen empfiehlt sich die Agentur zu Großen- Buseck. Balthasar Stephan I., Agent der Moguntia. Abgehend r " ' von Bremen nach New-Aork. 9955) Meine Felsenkeller, worin 1000 bis 1200 Ohm lagern können, sind vom 1. Januar 1870 an zu vermiethen; dieselben liegen in der nächsten Nähe der Bahnhöfe und sind besonders zu einem Commissions-Geschäft geeignet. Gießen, den 18. October 1869. Balth. Lenz. Zur Nachricht. 9997) Montag den 1. November schicke ich wieder Gegenstände zum Färben und Drucken an die Bloch'sche Hofschonfärberei in Darmstadt ab. I. Schlund, Schloßgasse. F. W. Kurz Gcbr. Adami Cour. Wctdig Carl Lony Carl Hoffmann Preis-Medaille, Paris 1867. | Lhorolndcn-Falmir 'von Gebrüder Waldba in MlMItz-EmpMlmg. 9969) Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Herren-Kleidermacher etablirt habe und empfehle ich mich, indem ich prompte und reelle Bedienung verspreche, in allen in dieses Fach einschlagen- Wohnmigs-Beränderiiiig. 9912) Ich wohne gegenwärtig in dem früher Nehmeyer'schcn Hause am Canz- leiberg- C. Fuhr, Hofger.-Advocat. Tiichterin stitnt. 9869) In einer schönen Gegend der franz. Schweiz können auf diesen Winter noch einige Töchter in Pension ausgenommen werden, um in französischer und englischer Sprache gründlich unterrichtet zu werden. Gesunde reine Luft, beschränkte Anzahl Zöglinge, Familienleben, liebevolle Behandlung. Gute Referenzen. Nähere Auskunft ertheilen gefälligst Herr Präsident Doctor Bourckhard und Herr Gymnasialdirector Doctor Rassow in Weimar oder direct: Madame Emma Hubert, chäteau de Sallavaux, prös Avenches, Canton de Vaud, Suisse. , Hofconditor in Gießen, Königlich Württemb. Hoflieferanten in Stuttgart, empfiehlt ihre anerkannt vorzüglichen Chocoladen und Cacaopulver in stets frischer Waare bei den Eduard Lind Den 30. October Dampfer „ 3. November „ » 10- n ii Telegraphischer Schiffsbericht, mitgetheilt von Chr. WallcnfclS Jun. Angekommcn in Ncw-Bork: Das Hamburger Postdampfschiff Holsatia, Reisedauer 10 Tage „ Bremer „ Rhein, „ 10 „ Angekommcn in Baltimore : Das Bremer Postdampfschiff Berlin, Reisedauer 13 Tage. Anaekommen in Havanna: Das Hamburger Postdampfschiff Saxonia, Reisedauer 19 Tage. grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Neuerwall, 50; 5d)lcfUd)c>ucnH*rfid)crmigsgcfcll(d)dfl in Breslau, " 20. ", ", Teutonia Hamburg „ Wegen Auskünften und Passagen wende man sich an Obigen. Geschäfts ........... Bezahlte Schäden seit Begründung des Geschäfts ............. Die Gesellschaft versichert bewegliche und unbewegliche Gegenstände aller Art zu festen und mäßigen Prämien gegen Feuers- und Explosions-Gefahr unter liberalen Bedingungen. 9989) In Lit. C. Nr. 195 am Kreuz ist ein Laufdienst frei. __________________________ 9965) Geübte gute Strickerinnen wer- den gesucht von I. A. Busch Söhne. 9863) Krautschneider Joseph Rüdiger nebst Sohn aus Tyrol sind wieder hier angekommen. Dieselben bitten, Bestellungen zum Krautschneider; gefälligst im „Darmstädter Haus" und „Deutschen Hof" abgeben zu wollen. Veränderungen und Reparaturen an Pelzwaaren werden rasch und billigst durch Unterzeichnete ausgeführt. Langjährige Erfahrungen in einem der ersten Geschäfte Frankfurts stehen derselben zur Seite. Bestellungen wolle man gefälligst bei Wittwe Bclz (Löweugaffe) abgebcn. Gießen, den 23. October 1869. Katharine Belz, (9897) wohnhaft im Schützcnhof. 9858) Die Unterzeichnete, früher Köchin im Zinßer'scken Garten, empfiehlt sich den geehrten Familien in vorkommenden Fällen als Kochfrau. Bestellungen können im Zinßer'schen Garten gemacht werden. Anna Hardt, Nahrungsberg. 9971) Alle Blumenfreunde und Gartenbesitzer erlaube ich mir, bei der für das Verpflanzen nun eingetretenen günstigen Jahreszeit auf die reichen Sortimente der Rosen, Zierbänmc und Sträucher, sowie der Obstbäumc der Knaben-Arbeits- Anstalt dahier, unter Zusicherung billigster Preisansätze, aufmerksam zu machen. Schriftliche Mittheilungen werden franco erbeten. , Darmstadt, den 10. October 1869. K leckt, Verwalter der Anstalt. 9963) Den Ueberfluß von meinem Gemüse, als: Wirsing, Oder- und gelbe Unterkohlraby, Rothkraut, Winterkohl, nach Wunsch mit Wurzeln zum Einschlagen, sowie ganz dunkle Rotherüben, bin ich gesonnen, billig zu verkaufen. PH. Leib, am Philosophenwald. Vermietbunge». 9982) Im Müller'scheu Hause am Seltersberg ist die Mansarden-Wohnung, sogleich beziehbar, zu vermiethen._______ 9961) Ein gut möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei ____________C- W Dietz, am Markt. 9973) Neue Anlage, in H. Becker's Nebenhaus, ist die Mansarden-Wohnung, bestehend aus 7 Pieren, Küche und Bodenkammer, nebst allen Bequemlichkeiten, zu vermiethen und sogleich beziehbar.__________ 9945) Das von Herrn Oberbau-Secretär Moyat bisher bewohnte Logis im Russischen Hofe ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. 9950) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net ist zu vermiethen bei H. Rübsamen, Mäusburg. 9960) Der untere Stock in meinem neu erbauten Hause in der Wolkengasse ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. Philipp Weller. 9949) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen Neuenweg Nr. 186. 9954) In Lit. B Nr. 101 in bin Neuen- bäuen ist ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.____________________________________ 9956) Ein freundliches Familienlogis, bestehend aus 2 Stuben mit Cabinet und Mansardenzimmer, ist an eine stille Familie zu vermiethen und den 1. December d. I. zu beziehen. Auch ist ein Zimmer als GeschäftSlocal mit geräumiger Werkstätte, nebst Kammer rc., auf denselben Termin zu vermiethen. Zu erfragen bei Heinrich Brauburger, Lackirer. 9946) Eine Wohnung von 4 Zimmern, 1 Cabinet, Küche und Zubehör in meinem Nebenhaufe wird bis zum 25. October frei. Pitthan. 9947) Ein Familienlogis ist zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 9957) Ein großer Stall mit Boden ist zu vermiethen. Näheres bei der Expedition dieses Blattes. 9995) Zwei junge Hunde, 4'/r Monate alt, von gleicher Größe, schön weiß und grau gefleckt und stark gewachsen, welche ein fehr schönes Gespann gäbe, sind aus freier Hand zu verkaufen. Johannes Felleri., in Großen-Linden. 9953) Ein mit guten Obstbäumen bepflanzter Garten am Rodt ist zu verkaufen. Näheres bei Frau Dr. Honstein. 9959) Bei meinem Haufe am Selters- thor kann gegen Vergütung Schutt abgeladen werden. Carl Krailmg 9898) Ein gut empfohlener, zuverlässiger Scribent, caulions- fähig, sucht bei bescheideuen Ansprüchen Stellung. Offerten bittet man bei der Erped. d. Bltts. ge« sättigst abgeben zu wollen. 9981) Ein Mädchen vorn Lande, welches im Kochen, sowie auch im Nähen und in allen sonstigen häuslichen Arbeiten erfahren ist, sucht zeitweise Beschäftigung. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 9980) Ich suche einen erfahrenen und tüchtigen Kuh-Schweitzer. G. Schaffner, Pachter der Ludwigshöhe bei Lang-Göns- 9952) Eine tüchtige Haushälterin wird baldigst gewünscht- Von wem? sagt die Exped- d. Bltts. Vermischte Anzeigen 9984) Gefunden wurde am 20. d. Mts. auf dem Wege von Leihgestern nach Gießen, ohnweit der Bergwerkspumpe, ein schwarzer noch in gutem Zustande befindlicher Regenschirm- Der sich legitimirenbe Eigenthümer kann denselben gegen Entrichtung der Jnse- ratgebühren in Empfang nehmen bei Luh, Polizeidiener, in Leihgestern. 9974) In guter Lage der Stadt suchen ivtr, für den Monat März n. I. beziehbar womöglich ebener Erde — zwei ineinandergehendc Zimmer, nebst Hof und Lager - Räumlichkeiten und Keller. — Wir bitten, gefällige Anerbietungen auf unser Comptoir gelangen zu laffcn. Gebrüder Mayer. 9983) Mehrere Wagen voll Dünger werden zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts- Börseimachrlcbten. 20. October 1869. Prioritäten. 50/0 östr. F. St. E. B. 343'.'t Ludwigsh.-Bexbach 169 '/z Wechsel. Amsterd. k. S. 99^/g Augsb. k. S. 993/4 Berlin k. 8. 104’/8 Bremen k. S. 97 V2 Cöln k. 8. 1047/e Hamburg k. 8. 88 y4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119s/g Lyon k. 8- — Paris k. 8. 95i/8 Wien k. 8. 963/8 Dis conto 40/0 G. i Preass. 4*/2% Obi. 927/a । Frankf. 3V2% Obi. 80% Nass. 4‘/20/0 Obi. 94 Kurh. 40/0 Obi. 85% Hess. 4% Obi. b. Roths. 92%. n 31/2% do. do. 871/2 Bayer. 5% Obi. 1011/2 „ 4i/,0/g 1jährige 93 „ 4i/2% i, 2jährige 92% Wiirtemb. 41/2% Öbl. 92‘/4 Baden 4’/j% Obi. c. E.L. 94s/g Oestr. 5% b. R. 49*/a „ 5% National — j , 5% Metall. Obi. — , M. steuerf. — Amer. 60/0 1882r Bds. 88 1 „ 6% 1885r 873,8 Maxbahn lOö'/i Bayer. Ostbahn 1255/s Hess. Ludwigsbahn 137 3% Östr. Stsb.-Prior. 563/6 3% östr. s. Lombard. 48 3% Livorneser 313/< Toscaner 51 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 96*/? 5% Elisabeth-Prior. 743/e do. II. Emiss. 72 Vg Geldaorten. Pr. Cass. Sch. 1 447/8-45*/8 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 58'/r-59'/, Pistolen . . 9 49-51 „ doppelte 9 50-52 HoU. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 30-31 Engi. Souver. 11 55-59 Russ. Imper. 9 50-52 DolL in Gold 2 28-29 Anlehenelooee. Kurh. 40 Thlr. Loose 575/8 Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. 178 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 44*/2 4% bayr. Präm. Anl. 104 40/0 badische Loose 103 */4 Badische fl. 35 Loose 563/t I858r Prioritätsloose 150 1860r Loose 771/4 1864r , 112 Actien. Frankf. Bank 12O5/g । Oester. Bank 688 „ Creditact 234 Darmst. Bankact. — IN. [ W Tage 10 „ ittz- Dctober von Lrm« tn in Ncwyork ongt- crficbcrungcn uni Profpecte und h Nheilt- i. Dich, in MS, chmcr in (Flpenrob, n, in ©rünberg. Am folgenden Tage reiste Felicie nach Stralsund, während Hyacintha au der Pachtung zurückblieb. m Willert wiederholte seinen Besuch und brachte das versprochene Buch mit. Er war noch redseliger und liebenswürdiger wie gewöhnlich und sprach von Dem guten alten von Bergen und dessen ältesten Sohn in so warmen, liebevollen Ausdrücken, daß Cynthia sich tief davon gerührt fühlte. »-250,000 1,7*21,499 »08,849 10,679,740 21,58*2,827 16,978,W. genslände ata Art ofion6:6ttat)t l zagt- 19 lagt. i M-Jork. Mimort. «ort NmDrltaus. Berthold's erwähnte er gar nicht. Er bot seine alleräußerste Brredtsamkeit auf, seine junge Wirthin zu fesseln, und Erinnerung und Gewohnheit trugen mit dazu bei, seine Gegenwart für Hyacintha zu einer wirklich angenehmen zu macken. Er nahm den Thee mit Hyacintba auf ihrem Zimmer. Der kurze Tag näherte sich inzwischen seinem Ende und Felicie war noch immer nicht zurückgekehrt. Sie ließ ihre Blicke so häufig nach dem Fenster wandern, horchte augenscheinlich mit so außerordentlicher Aufmerksamkeit nach jedem Geräusch, das sich draußen Horen ließ, daß dies dem Informator nothwendiger Weise ouffallen mußte. „Aber ich ermüde meine liebe Schülerin, sagte er im vertraulicheren Tone längst verschwundener Zeiten, „ich ermüde Fräulein Hyacintha. Zck werde mein Pferd bringen lassen. Verzeihen Sie mir nur, daß ich über Ihre Nähe den Lauf der Zeit vergessen habe." „Nein, nein, an Sie backte ich eben durchaus gar nicht, Herr Willert," sagte Hyacintha sehr kalt und fremd. „Ich erwarte Felicie, die um verschiedene Einkäufe zu machen, verreist ist, zurück, und es beginnt ungewöhnlich spat zu werben." „Nun, mein Weg ist theilweise auch der zur Stadt. Ich werde sehen, ob ich nicht mit ihr zusammentreffen und ihre Rückkehr beschleunigen kann." „Ick würbe Ihnen dankbar dafür sein," entgegnete Hyacintba. „Es wäre mir unheimlich, hier allein schlafen zu müssen. Ich hoffe, Ihr Vorhaben möge Ihnen gelingen." „Ja, ja, auch ich hoffe es," antwortete der Informator. „Zur Aengstlich- feit haben Sie indessen kcinenfalls auch nur den allergeringsten Grund. Die Leute hier im Hause sind in jeder Beziehung zuverlässig und treu. Ick kenne sie seit einer Reihe von Jahren und kann also für sie hasten. Auch jenes Angstgeschrei des Geistes scheint ja gänzlich verstummt zu sein." Er bot unserer jungen Freundin sodann gute Nacht und gleich darauf hörte sie ihn auch wirklich davonreiten. Auf's Neue vergingen Stunden und keine Felicie kehrte wieder zurück. Vor Besorgniß und Furcht fast außer sich, fortwährend mit der gespann» testen Aufmerksamkeit nach den Fenstern hinüberlauschend, schritt Hyacintha unstät im Damenzimmer auf und nieder. Frau Rusch trug endlich das Abendbrot auf und fragte dabei, ob die französische Mamsell an diesem Abende noch zurückkehren werbe. Hyacintha erwieverte, sie erwartete Felicie jedenfalls. „Es ist für die Reise durch den Wald sehr spät geworden," meinte die Frau. „Der Karren kam schon vor Eintritt der Dunkelheit wieder und Jacob sagt, Mamsell werde zur Rückreise einen MiethSwagen benutzen. Es ist nur gut, daß die Person die Mittel dazu besitzt," fügte sie mit boshaftem Kopfschütteln h'"^Felicie kam indessen nicht und um Mitternacht ließ Hyacintha sich überreden, zu Bette zu gehen, während Frau Rusch, die Abwesende noch eine Stunde lang wachend zu erwarten versprach. „Aber wirklich, Fräulein, Sie können sicher darauf rechnen, daß sie heute Abend nicht mehr kommt," sagte sie dabei. „Es treiben sich um diese Zeit gar zu viel Gauner und Strauchdiebe im Walde umher." Seufzend und mit schwerem Herzen stieg Hyacintha die Treppe zu ihrem Schlafzimmer hinan. . , Zu Bette zu gehen konnte sie sich nicht entschließen, obgleich die Mudigkett der Jugend schwer auf ihr lastete. , Sie gab also dem Feuer neue Nahrung, hüllte sich in einen dicken Shawl, ließ sich in den Armstuhl nieder und begann in dem Buche zu lesen, welches der Informator ihr überbracht hatte. Noch lange Zeit hielt diese Lectüre sie wach, endlich ledoch wurde ihre Müdigkeit ganz unwiderstehlich und sie nickte über ihrem Buche ein. Wie lange sie geschlafen haben mochte, wußte sie nicht, als sie plötzlich durch ein lautes, angstvolles Geschrei nach Hülfe, — einen verzweiflungsvollen Auf. kreisch und durch lautes Wehklagen einer weiblichen Stimme aufgeweckt wurde. Hyacintha war aufgesprungen und kaum noch halb wach zur Thür geeilt, als ein lautes Klopfen an diese sie mit einem Male zur vollen Wirklichkeit emporschreckte. „Wer ist dort?" fragte sie. „Ich bin es, Fräulein," erwiderte die Stimme der Frau Rusch. „Um Gottes willen, öffnen Sie." Hyacintha erschloß die Thür nur mühsam und mit zitternder Hand, denn sie fürchtete, es sei Felicie irgend ein entsetzliches Unglück zugestoßen. „O Gott, Fräulein, aber sind Sie nicht furchtbar erschrocken?" fragte die Frau des Vogtes mit.zitternder Stimme, indem sie hastig die Thür wieder hinter sich zuzog. „Horch, jenes entsetzliche Angstgeschrei beginnt auf's Neue!" „Was meinen Sie denn aber eigentlich, Frau Rusch?" fragte sie die junge Dame. , „Der Geist, Fräulein, es ist der Geist, der so entsetzlich schreit und kreischt!" „Der Geist?" sagte Hyacintha. „Die Stimme, die ich hörte, war ieden° falls die eines lebenden Menschen. Ich glaubte sogar ganz deutlich die Ihrige zu erkennen." „Der letzte Aufschrei rührte allerdings auch von mir her," antwortete Frau Rusch, — „der andere aber, — nein, Fräulein!" Und die würdige Frau begann, nach allen Seiten scheu um sich blickend, an allen Gliedern ihres Körpers in sehr kunstvoller Weise vor Angst zu zittern und zu beben. „Es klang wie ein gewaltsam unterdrückter Schrei nach Hülfe, sagte Hyacintba. m ... „Ganz genau so klingt es immer, Fräulein. O Gott, o Gott im Himmel. Ich habe geglaubt, es sei nun endlich vorüber damit!" Bleich und bebend sank Frau Rusch auf einen Stuhl nieder. „Aber, nein, wahrhaftig, Fräulein, Sie sind noch nicht einmal ausgekleidet," sagte sie nach einer Pause, als machte sie diese Bemerkung erst eben jetzt. „Glücklicher Weise bin ich es noch nicht," antwortete Hyacintha sehr kühl. (Fortsetzung folgt.) Minier 2' Oeidiranfte 1 K Nähere >unb Hm '"'mo Hubert, ahn. itf*U9 «nb ’u Groben- Ä"ni.Cn' ■W^untia. LZ Lvbrich. Aln-Mindener- -en Formu- ,, Marktstraße. 'WeeM®}; rd k. 8. 99’/8 k S. 993. < X s. 105 ! t 8. ii9Vi t 8. 95*8 t B- 9g fl.10 81 5 37-39 » ' , g 30-3] 50-52 2 28-g^J D i e Namenlose. Novelle von Theodor König. (Fortsetzung.) „Sv kann ich ihn also empfangen und ihm sagen, Fräulein dürfte ihr Zimmer jetzt nickt verlassen, weil sie Migräne hätten." „Nein, nein," sagte Cynthia, ..das hieße ja lügen. Nein, ich werbe ihn geradezu bitten, feine Besuche fernerhin nicht zu wiederholen." „Wissen Sie wohl auck, liebes Kind, baß Herr Willert, nachdem er sich von Ihnen beurlaubt, keineswegs sogleich auch bas Haus verlassen hat?" fragte Felicie, währenb sie an jenem Abende damit beschäftigt war, ihrem jungen Fräulein das Haar zu ordnen. Hyacintha wanvte den Kopf um und blickte sie mit dem Ausdrucke des höchsten Erstaunens an. „Nicht? Und wo verweilte er sich denn noch?" „Unten im Holzkeller." „Träumst Du ober wachst Du, Felicie?" „Nein, nein, Fräulein, ich spreche tn völligem Ernste. Als Herr Willert von der Thür des Hauses fortritt, bog er nur eben um die Ecke. Ich ging in Ihr Zimmer hinauf, um etwas Wolle zu holen, und als ich zurückkam, glaubte ich im Corribor eine Maus laufen zu sehen. Ich verfolgte sie unv und sah sie in der leeren Kammer am Ende des Ganges verschwinden. Ich setzte das Licht nieder, trat zum Fenster und blickte hinaus und sah nun — werden Sie es glauben — sah nun diesen Herrn Willert im eifrigen Gespräche mit dem Holzvogt vor der Thür stehen, welche, wie sie ja wissen, von dem Zimmer, welches Rusch bewohnt, direkt in den Hof führt. Rusch hielt eine Laterne in der Hand, aoer ich konnte außervem Beide auch schon beim Mondlichte deutlich erkennen. Nach wenigen Minuten traten sie unter die Colonnade, wo ich Rusch eine Fallthür in die Höhe heben sah, durch welche Beive bann verschwanden." „Das klingt allerdings außerordentlich seltsam," entgegnete Cynthia nach- benklich. Möglich ja aber, daß Rusch wegen baulicher Reparaturen in jenem Keller mit dem Informator zu sprechen wünschte, dem er ja, wie Du wohl weißt, von jeher fast bei Allem zu Rathe zu ziehen gewohnt war." „Das wäre ja nur noch um so viel schlimmer," warf Felicie ein. „Es wäre wohl Zeit, daß der Vogt unv Der Informator auf die Herrschaft hier verzichten." „Und sahst Du sie auch wieder aus dem Keller zurückkehren? fragte Hyacintha." „Nein, liebes Kind, das habe ich nicht gesehen. Ich wartete einige Zeit lang auf sie, dann aber ging der Mond unter. Es wurde unangenehm kalt, ich selbst sehr müoe unv so ging ich mit der Wolle zu Ihnen herab. Ick er- zählte Ihnen dies Alles nicht sogleich, weil ich weiß, daß diese Frau Rusch die Üble Angewohnheit hat, an Den Thüren zu horchen." „Felicie! Aber ich bitte Dich!" rief Hyacintha aus. ',Sie bat Diese Gewohnheit in Der That, Fräulein. Ick sah unv hörte sie sich eilig unv verstohlen entfernen, als ich Dies Zimmer verließ, um auf Ihr Geheiß für Den Herrn Informator Die Hausthür zu offnen. Sie hatte im Corri- Dor vor Ihrer Thür auf Der Lauer gestanDen, — ich bin Dessen ganz voll- kommen gewiß." Cynthia fühlte sich in ihren tiefsten Gefühlen verletzt, suhlte sich unnennbar wehmüthig angeregt. . __ „Ach, Daß ich Die sichere, ruhige, glückliche Heirnath Der vergangenen Tage zurück hätte," seufzte sie. , * „Der GeDanke, im eigenen Hause von Spionen beobachtet zu werDen, ist qar z'u schrecklich, selbst wenn man gar keine Geheimnisse zu bewahren hat. Aber Fräulein könnte Doch möglicher Weise Geheimnisse haben ober bekommen ; nein, noch mehr, Fräulein hat bereits ein solches," sagte Felicie, indem sie einen Brief aus Der Tasche zog und in Hyacintha'S Hanve gab Das in französischer Sprache abgefaßte Schreiben war von Giles Cyncourt Dupont, einem Vetter Felicie's, Dem Kammerviener eines reichen französischen Emigranten, unD erzählte in äußerst vorsichtiger, geheimnißvoller ReDe, Daß Der Schreiber Der Aoressatin Mittheilungen von großer Wichtigkeit zu machen habe, weshalb er sie um einen schnellen persönlichen Besuch bitten lassen müsse „Das kann NiemanDen anders wie nur ihn betreffen, flüsterte Cynthia Du mußt^ohne Verzug sofort nach der Hafenstadt hinüberreisen, Felicie!" "Ganz recht, Fräulein. Wenn mir nur nicht Dieser Herr Willert so große Unruhe verursachte! Warum mußte er geraDe heute kommen? Welcher Art sind Die geheimen Vorrichtungen, Die ihn hier beschäftigen ? Es will mir durchaus nicht in Den Sinn, Sie allein zu lassen. Wollen Sie mich nicht auf Der Reise nach StralsunD begleiten, Fräulein?" „Wir wollen Morgen früh sehen," war Die Antwort; „ich furchte nur, das möchte viel größeres Aufsehen und Gerede verursachen, als wenn Du unter dem Vorwande nothwendiger Einkäufe die Reise allein machte^ Nun, wir wollen sehen Ach, Felicie, es werden doch keine traurige Nachrichten sem? Das nun wohl ganz sicher nicht, Fräulein. In diesem Falle hatte mein Neffe "in dem Briefe seine Worte nicht so außerordentlich vorsichtig unv ängstlich gestellt, sonvern geravezu geschrieben, Monsieur Berthold sei todt. 9 Sie sprachen, wie sie es fast immer thaten, wenn sie allein waren, fran- .tzsisck, jetzt aber trotzvem nur im Flüstertöne. 8 Ein unerklärlicher Argwohn und eine unbestimmte Furcht veranlaßten sie, selbst die Laute der fremden Sprache dem lauschenden Ohr der Frau Des Vogtes zu verbergen. # # jl ", Politische M u n d s ch a u. 22. October. Die „N. fr. Presse" schreibt: „Mehrere Blätter in der Provinz drucken gläubig und ohne Bemerkung folgende ihnen aus Wien zugekommene telegraphische Depesche ab: „Preußen soll zu einer freiwilligen Lösung der mit den deutschen Südstaaten abgeschlossenen Schutz- und Trutzbündnisse bereit sein." Das Unwahrscheinlichste dieser auf Sensation berechneten Nachricht brauchen wir für unsere Leser wohl kaum erst hervorzuheben. Wenn wir auch die Annäherung zwischen den Cabinetten von Wien und Berlin nicht in Zweifel ziehen, wenn wir auch überzeugt sind, daß — momentan wenigstens — die Beziehungen zwischen Berlin und Paris cbensfalls nichts oder nur wenig zu wünschen übrig lassen — so weit sind diese freundschaftlichen Verhältnisse gewiß nicht gediehen, daß Preußen, aus purer Liebe für seine Nachbarn, sich, und noch dazu freiwillig, solcher Rechte und Vortheile entäußern sollte, wie sie die im Jahre 1866 geschlossenen Bündnisse mit Bayern, Württemberg, Baden und Hessen ihm bieten. DaS Aeußerste, was Preußen uns und Frankreich zugesteht, ist für den Augenblick, daß es darauf verzichtet, den Fuß über den Main zu setzen. Mehr erwartet kein vernünftiger Politiker." Die Pariser Straßen. Agitatoren wollen nun den Versuch machen, die Kundgebung vom 26. October auf den 2. November, d. h. den Allerseelentag zu verlegen, weil an diesem Tag, insbesondere in den an die Friedhöfe angrenzenden Stadtvierteln viel Menschen in den Straßen sich Herumtreiben. Sollte man cs am 26. October oder 2. November wirklich auf einen Zusammenstoß mit den Chassepots ankom- men lassen wollen, so ist die Ernennung Bazaine'S, mexikanischen Angedenkens, zum Commandanten ter Garde an Stelle Regnaud's de St. Jean d'Angely, der sich schon am 24. Februar 1848 nicht als zuverlässig der Emeute gegenüber bewiesen, ein sicherer Fingerzeig für das, was die etwa Manifestirenden zu erwarten haben. Siüd es doch hauptsächlich zwei Dinge, mit denen Napoleon III. sich in Compiogne fast ausnahmslos beschäftigt: nämlich einmal philanthropische Ideen zur Bekämpfung des sccialen Gespenstes auf praktischem Gebiete, und die Artikel, welche der hochofficiöse „Peuple Franyais" jetzt dar- über serienweise publicirt, bezeichnen gleichsam die Spur des Weges, den der Kaiser einschlägt, um seine Studien über die Vernichtung des Pauperismus gesellschaftlich nutzbar zu machen. Ferner aber macht Napoleon III. kein Geheimniß aus dem energischen Entschluß, einer bewaffneten Revolution mit allen zu Gebote stehenden Mitteln bis zum letzten Athem- zuge Widerstand zu leisten, und die Voraussicht ist sogar so weit getrieben, daß ein ganzer Plan des Rückzuges aus Paris existirt, für den Fall, daß die Hauptstadt für die Negierung verloren gehen sollte, wonach dann mit Zuhülfenahme der Truppen der Provinz allen Ernstes eine vollständige Operation gegen Paris organisirt werden würde. Das „Pays", das anerkannt intimste imperialistische Organ und Lieblingsblatt des Kaisers und der Kaiserin, veröffentlichte zwei so heftige Artikel gegen den Prinzen Napoleon, baß das „Journal osficiel" beauftragt wrrden mußte, das tiefe Bedauern der Regierung darüber auszudrücken. Die erste Veranlassung zu den Auslassungen des Hrn. Paul de Cassagnac war, daß der Prinz die allerdings nicht verwirklichte Absicht kundgegeben, dem Leichenbegängnisse Saint- Beuve's beizuwohnen. „Wenn Prinz Napoleon", ruft Hr. Paul de Cassagnac, „nur im entferntesten populär wäre, so könnten wir ihm vielleicht schaben, allein glücklicherweise ist bies nicht ber Fall. Jedermann kennt und bcurtheilt ihn. Die Armee hat ihn in der Krim und in Italien gesehen und erinnert sich dessen; die Conservativcn haben seine Rede von Ajaccio und seine letzte Senatsrede nicht vergessen. Die gläubigen Seelen wissen, was sie von einem Prinzen zu halten haben, der sich in einen freien Todtengräber verwandelt, nachdem er ein Freidenker und ein Freischmauser gewesen ist. Welche Sympa- lhien bleiben diesem Mawne noch, der Alles, wofür Frankreich Belehrung empfindet, das kriegerische und das religiöse Gefühl, verletzt hat? Eine weitere Veranlassung gab eine Bemerkung des „Journal de Paris" , das Paul des Cassagnac zu bedenken gab, wie er vereinst möglicherweise dem Prinzen Napoleon doch als dem rechtmäßigen Erben des Kaiserthums zu huldigen haben werde. Cassagnac reclamirt: „Für uns und für kcn größeren Theil der bonapartistischen und conservativen Partei ist Prinz Napoleon schon jetzt vom Kaiserthum ausgeschlossen. Er ein Kaiser, welch bittere Ironie! Man muß mehr gethan haben, als er, um die Hand nach dem Kaiseraar ausstreckcn zu dürfen. Wenn über Frankreich das Unglück käme, von welchem das „Journal de Paris" spricht, so ! würden wir lieber unsere Feder zerbrechen, als einem solchen Herrn dienen. Denn man muß sich in der Frage der Erblichkeit recht verstehen. Für uns ist die Erblichkeit nur dann materiell möglich, nur dann moralisch, wenn diejenigen, welchen sie zu Gute kommt, dem Lande, VaS sie regieren sollen, nicht miß- fallen. . . . Man erbt nicht blos, weil der Andere todt ist: Frankreich muß auch die Erbschaft bestätigen und bas allgemeine Stimmrecht muß entscheiden, ob die regierende Familie sich um das Land verdient gemacht hat ober nicht. Das beruhigt uns hinsichtlich bcs Prinzen Napoleon und seiner Aussichten, unter dem Namen Napoleon IV. den Thron zu besteigen. Möge er doch vor die Franzosen treten und sie befragen! Die Armee wirb zum Zeichen ber Verneinung ihren Gewehrkolben aufheben, Die Geistlichkeit zum Zeichen der Trauer ihre Kirchen schließen unv wir, die Bonapartisten ter ersten Stunde, wir werden uns entschlossen dazwischen werfen, denn wir erinnern und jenes Wortes Napoleon'S I.: „Mein Geist wird nicht mehr mit meiner Nachkommenschaft sein an dem Tage, da sie sich durch etwas Anderes als den Ruhm und das Glück beS französischen Volkes leiten lassen wird." Ueber die in Valencia auf beiten Seiten erlittenen Verluste verlautet noch nichts Näheres; doch find die Truppen in den ersten Tagen des Kampfes, am 11. und 12. d., stark mitgenommen worden. In einem Kampfe um eines ter Thore von Valencia sollen ein Oberst und 160 Mann tobt auf dem Platze geblieben sein, welche Niederlage die Veranlassung war, baß der Generalcapitän die Wiederholung des Angriffes in Erwartung der Verstärkungen um mehrere Tage verschob. Aus Warschau, 15. Oct., wird ter „N. Fr. Pr." telegraphisch gemeldet: Die Eintheilung des Kö- nigreichs Polen in vier Gouvernements tritt mit dem Jahre 1871 in Kraft. Ein Theil des Königreichs wird den angrenzenden russischen Provinzen cinverleibt. Vermischtes. C. Gießen. Am 18. Oct. fand dahier die Generalversammlung des Mitteldeutschen Gartenbauvereins unter dem Vorsitze Sr. Erlaucht des Herrn Grafen Friedrich zu SolmS« Laubach statt. Der Verein wird sich die Aufgabe stellen, die Obst- baumzucht wie die Gartenkultur in allen ihren Zweigen auf’6 Beste zu fördern , und werden zu diesem Zwecke monatlich eine Sitzung in Gießen und zeitweise Zusammenkünite in anderen benachbarten Städten abgehalten werden. In diesen Versammlungen werden Vorträge gehalten, welche Aufklärung über die beste Kulturmethoden geben sollen und welche deßhalb jedem Gartenliebhabcr erwünscht kommen würden. Wunschenswerth wäre eS für den Verein, wenn er rege Theilnahme unter dem Publikum fände, damit die Versammlungen, welche zur Zeit im hiesigen wie in auswärtigen Local, blättern bekannt gemacht werden, recht zahlreich besucht würden. Darmstadt, 22. Oct. DaS heute erschienene Regierungsblatt Nr. 49 enthält: I. Verordnung, den Vollzug des Gesetzes des Norddeutschen Bundes wegen der Rinderpest vom 7. April 1869 und der hierauf bezüglichen Vollzugs-Verordnung vom 26. Mai 1869 betr. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Eirculation der Oest erreichifch en SechS- kreuzerstücke aus 1848 und 1849 betr. Nach der Bekanntmachung vom 21. Novbr. 1863 ist den öffentlichen Kassen die Annahme der St. und K. Oesterreichi- schen Sechskreuzerstücke vom Jahre 1849 allgemein verboten, und nach der Bekanntmachung vom 24. Mai 1866 ist dieses Verbot auch auf die St. und K. Oesterreichischen Sechskreuzer- stücke mit der Jahreszahl 1848 ausgedehnt worden. Inzwischen ist durch Kundmachung des K. und K. Oesterreichischen Finanz-Ministeriums vom 5. September l. I. zum Zwecke der Durchführung des Oesterreichischen Gesetzes vom 1. Juli 1868 angeordnet worden, daß die Sechskreuzerstücke mit den Jahreszahlen 1848 und 1849 bei allen öffentlichen Kassen und Per- ceptionSämtern nur mehr bis Ende des Jahres 1869 und bei den K. und K. LandeShauptkaffcn und dem Steuer- und Sammelamte Krakau nur mehr bis 31. März 1870 an Zah- lungsstalt und i», Wege der Verwechselung angenommen und vom 1. April 1870 anfangend nur mehr bei der K. und K. StaatScentralkasse in Wien eingelöst werden dürfen. In Folge dieser Anordnungen sieht sich das Großherzogliche Ministerium der Finanzen, unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 3. August I. I. veranlaßt, die in den Bekanntmachungen vom 21. Nov. 1863 und vom 24. Mai 1866 getroffenen Bestimmungen zu erneuern und wiederholt zu verfügen, daß die K. und K. Oesterreichischen Sechskreuzerstücke mit den Jahreszahlen 1848 und 1849, welche im Gioßherzogthum keinen gesetzlichen CourS haben und als gesetzliche Zahlungsmittel nicht gelten, bei den öffentlichen Kaffen unter keinen Voraussetzungen angenommen werden dürfen. Zugleich wird das Publikum davon in Kennt- niß gesetzt, daß die Großherzogliche Münze ermächtigt ist, die fraglichen Scheidemünzen nach Gewicht und Silberwerth an- zunehmen. III. Bekanntmachung der Großherzoglichen Commission für Postangelcgenheiten, die Personenpvstcourse (hier die Personengeldsätze) zwischen Altenstadt und Vilbel betr. IV. Bekanntmachung derselben Behörde, die Personenpost' coursr (hier die Personengeldsätze) zwischen Friedberg und Schlitz, sowie zwischen Friedberg und Schotten, betr. V. Bekanntmachung Großherzoglichen KreiSamtS Offenbach, die Nichterhebung einer Umlage bei der israelitischen ReligionSgemeinde zu Weiskirchen in den Jahren 1867 und 1868 betr. VI. Bekanntmachung Großherzoglichen KreiSamtS WormS, die Zahlung der Beiträge, welche die Gemeinden Leiselheim, Mölsheim und Pfifflighcim zur Ausgleichung der Kriegskosten im Jahre 1866 zu leisten haben, betr. VII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 13. Juli den Sergeanten im 4. Jnfanterie-Reg., Müller aus Lampertheim, — den Sergeanten im 2. Jäger-Bataillon, Henkel aus Hattenrod, — den Sergeanten im 2. Infanterie-Regiment, MeideS aus Oberau — und am 14. Sept, dem im Dienst eines ZollaufseherS provisorisch verwendeten August Engelhardt zu Zollaufsehern zu ernennen; — am 7. Oct. die Fi- nanz-Accesfisten Korwan aus Alzey und Ernst Naumann aus Gießen zu Steuer.Controleuren, — am 10. Oct. den Kammerdiener Ihrer Königl. Hoh. der Prinzessin Ludwig von Hessen, Plötzer, zum Hofofsicianten — und am 12. Oct. den Leiblaquaien Blacha zum Hofkammerdiener zu ernennen. Am 29. Sept, wurde der Pfarrverwalter Drescher zum katholischen Pfarrer in Badenheim ernannt. VIII. Charakterertheilustg. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 13. Oct. dem evangelischen Pfarrer zu Groß-Gerau und Dekan des Dekanats Groß Gerau, Heinrich Valentin Clotz, in Anerkennung seiner füngzigjährigen treuen Dienste, den Charakter als „Kirchenrath" zu ertheilen. IX. Dienstentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 8. Oct. den Schullehrer an der zweiten evangelischen Schule zu Ueberau, Kopp, — den Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen, Dr. Naumann, auf sein Nachsuchen, — und an demselben Tage den außerordentlichen Professor bei der philosophischen Facultät der Landes-Universität, Dr. Engelbach, auf sein Nachsuchen — von ihren Dienststellen zu entlassen. X. Conc»rrenz für: die evangelische Schulstelle zu Lor- bach mit einem Gehalt von 300 fl., sowie 4 Stecken Buchen- Scheidholz für Heizung des SchullocalS; dem Herrn Fürsten zu Vsenburg und Büdingen in Büdingen steht das Präsenta- tionSrecht zu dieser Stelle zu. Grimberg. Die Ergebnisse unseres dießjährigen GalluS- markteS auf dem neuerworbenen Marktplatze, der durch seine ausgezeichnet günstige Lage und zweckmäßige Einrichtung die Ansprüche deS Publikums gewiß in jeder Beziehung befriedigt haben wird, waren überaus gut. An Vieh war aufgetrieben 375 Stück Rindvieh und 3610 Stück Schweine; sodann waren in recht zierlicher Weise aufgebaut 240 große und 115 kleine Krämerstände. Käufer hatten sich sehr zahlreich von nah Und fern eingefunden und es wurden in kurzer Zeit sehr viele Geschäfte gemacht. Nach diesen Resultaten zu urtheilen, bietet sich für die Frequenz der künftigen hiesigen Jahrmärkte, welche durch die demnächstige Eröffnung der Eisenbahn von Gießen hierher noch bedeutend gehoben werden wird, eine sehr günstige Aussicht dar. Homburg. Für Liebhaber der Waldjagd ist eben hier fröhliche Zeit. Die Kurhaus-Administration, welch« bekanntlich einen großen Theil des Jagdgebietes gepachtet hat, veranstaltet allwöchentlich mehrere größfre Jagdausflüge und den hier ver- weilenden Fremden ist die Theilnahme mit Vergnügen gestattet. Es geht, wie die Fama berichtet, heiter bei diesen Ausflügen zu. Aber auch die Ausbeute ist geeignet, die großen und kleinen Nimrode in gute Stimmung zu versetzen. Bei den ersten drei Ausflügen sind vier Hirsche gefallen; darunter zwei Achtender, ein Zehnender und ein Vierzehnender. Der Letztere hatte ein Gewicht von 325 Pfund. Es werden anderwärts kaum noch so stacke Hirsche sich vorfinden, als in unserem Taunus und zwar in dem königlichen Jagdgebiet und dem der KurhauS-Administration. Offenbach, 18. Oct. Einer der Ercedenten, welche vor acht Tagen mit Nachtwächtern und der Polizei in Streit ge- riethen und sich der Verhaftung gewaltthätig widersetzten, ist gestern an einer bei dieser Gelegenheit erhaltenen Kopfwunde gestorben. Seligenstadt, 18. Oct. Am hiesigen Landgericht ist eine in pfychologischer Beziehung interessante Untersuchung gegen einen Schornsteinfegergehülfen anhängig. Derselbe ist der Brandstiftung bezüchtigt und soll das Verbrechen begangen haben, um sich im Loschen auSzeichnen zu können und dadurch die Stelle eines Schornsteinfegermeisters zu erhalten. Mainz, 18. Oct. Wir haben in letzter Zeit leider vielfach über Raubanfälle, die auf den Chausseen unserer nächsten Nähe verübt wurden, berichten müssen. — So wurden am Samstag Abend 9 Uhr dem in einer Chais« heimkehrenden Weincommissionär, Hrn. G. von hier, vor Marienborn von drei Kerlen di« Pferde angehalten, und nur dem Umstande, daß sie Hri>. G-, der kutschirte, für den Kutscher hielten, und sie Niemanden beim Durchsuchen in der Chaise fanden, mag es zuzuschreiben sein, daß hl-r ein größeres Verbrechen vereitelt wurde. Im Interesse der öffentlichen Sicherheit sollten diese Vorfälle unserer Gensd'armeri« erneuten Anlaß geben, ihre Aufmerksamkeit zu verdoppeln und namentlich des Abends auf den Landstraßen zu patrouilliren; denn wie wir Horen, sollen sich sehr häufig verdächtige Gestalten dort Herumtreiben und, was deren Zweck, beweisen die vielen Raubanfälle in jüngster Zeit. WormS, 15. Oct. Schon seit geraumer Zeit hat man die Nvlhwendigkeit erkannt, mit dem Saatgute, insbesondere mit dem Saatwaizen zu wechseln, weil der Waizen, einige Jahre lang auf einem und demselben Boden gebaut, leicht auSartet und in seinem quantitativen und qualitativen Ertrage sinkt. Ebenso hat die Einfuhr fremdländischer Waizensorten nicht selten eine bedeutende Ertragssteigerung zur Folge, namentlich wenn Boden- und Klimaverhältniffe der Natur derselben entsprechen. Die englischen Waizensorten haben meistenS nicht befriedigt, weil sie zu sehr bei halbwegS rauhem Winter ausgeworfen wurden. Dagegen hat der ungarische Waizen, der seit mehreren Jahren von Herrn Georg Hildebrand in Osthofen im Großen, im letzten Sommer auf 50 Morgen, gebaut wurde, ganz erstaunliche quantitative und qualitativ» Erträgnisse gebracht. Wir erachten eS noch an der Zeit, die Herren Landwirth« darauf aufmerksam zu machen und sie zu ermuntern, wenigstens versuchsweise jetzt noch diese Waizen- sorte in Anbau zu bringen. Redaction, Druck und Verlag der Briidl'schen Druckerei (Fr. Cbr. Pietsch) in Gießen. K' -i-S N£ 10. Aschafj was h luten i Gi 10027)' «ollen 1002 wohnh SBoltfv Inhal 4ßoi 10042) soll im '«flut lUilß » Gieh Gi 10026) soll auf Nr. 183 Im am Mene Mer b bfnben j Gri Beso D 1001 dks ill Phil' üBiltwi liilsvc geichlo ihreJ tungt H'M die w forbc atu । fcld nm 3 Gies E 10031) sollen j Maffei "ab jtii, ff9 !c 1'100^ N'tbiei Gieße