(ot. SttjÄt 1 u”'« u±;t|umi- ?"' iWMpotuL*,1 **"’-' 1,1 °>°».. °, to|a«ld)t »- Ä’6,,a' iin-n b,r Ztj n‘mn ^ b'tt § ®nwfll,ui>9 einen ijKtS «XfetH »..Ott, B;-S: 3nt vo« 1. £jdük[ ‘ Joljt« ,, i»l< ein« lnl biL '«ainttmmn ,«,nluJ, •fn ■örtanntitn kann bifjtr aniuntl)mtn ift, tai 1 looo fl. 6fra,r « wctbrn. $ fitzt Leiüung toll: Li ;t *iBn o»ib den dch'allz •:;un -rschrhnl: 1) durch ■’ ^«b«; 2) durch, mH fk'?- 3 durch Veßeliunz r; ^"en $?ilrtt|d}luB der c; --«ntum, 4) auf andere ffa t« Sroßherzogl. Ober- : -^'imumi, die Steuer. i 8i« bett. 7 tarn Iti. Mai d. tu n jur oßentlichu Ätnnlois bet 31tuermtfrerjafanj ,iir tm zweiten ätioj tri § l tt Imnibr tut r,n taitM L dem drllrheulkn Mvrr-. !>e Ltm nannntra tm, nut Lwrutunj jintti, wüchri im neuer! werden iü. chr 1*69 genehmigten Umta iniufinnnifle in den Yf- jnscrbtitr, in Gemäßheit der bekannt zu •.Auw i-tvvinjRheinheffen. ■: ennt königliche Hoheit •n anuti am 20. 3anuar ’ »etdßch tot der Höhe zu l h^demen Kamilrennumenr at 4m "26 Mi der Maria aHattev. nait il)«6 bitten ßcr zu fuhren; -)m tcn iu Mainz zu M ,-(t Tjoit künftig der M »kam Schad ju 91* :.,E Mj derjelbe lunch;«»« iS(i Jtlinf führe anb - W L.etbad» -o° :■•■■■' 64-»”! < --o» 30<> l * ^•Sfeps* '"itS** •****» * . ja* e,'“i B<-«( Cl ' >,jt NUN < H ■H« " CKr; H zahn lur» t, Pat-4>rtt « ■ de>» ., .r ubtt »»b ■j , .<> 8«l» - -an Stanek , igr 1,: -- 15' jBÜaa4t|fl?» • $(n der gjz,ser ^ •‘**>*ä . 'J,r L|ti,lfa m |8J*| . d'lqiienai "v 1 „ ir , «tbito- .y 1 L w zeb. ■,3tV^v f. 1 hi" Preis vierteljährlich 36 ft. mit Bringcrlohn. Durch dir Post bezogen vierteljabrlick 49 fr Gicßmer Alyciger. (5tjd>fint wöchentlich breu mal; Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Erpedition: (ianUeibern Lit. B. Nr. 1 Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kiefzen. Nr. 7'i. Samstag den 26. Juni 1869. tfcsr Einladung gim Abonnement. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues ^jähriges Abonnement auf den Gießener Anzeiger. Derselbe erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet in Gießen vierteljährlich 36 Kreuzer frei in's Hans geliefert. — Für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post oder den Landpostbotcn abonniren können, beträgt der '^jährige Abonnementsvreis LN Kreuzer incl. Postaufschlaqs. Die auswärtigen Abonnenten machen wir darauf aufmerksam, daß nur dann vollzählige Nummern des Blattes geliefert werden können, wenn sie fchon jetzt bei der Poft ihr Abonnement erneuern. Den Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im III. Quartal 1M>9 zusenden und den Abonnementbetrag wie seither durch Quittung erheben lassen. Die Expedition deS Gießener Anzeigers. Brodpreife vom 26. Juni bis H. Juli 1869, nach eigener Erklärung der Bäcker; 4 Pfund gemischtes Brod IG fr. 2 Pfund gemischtes Brod 8 fr. 4 Pfund Roggenbrot? 13V2 kr- 2 Pfund Roggenbrod 63/4 fr. Gdictallad u n g. 5518) Am 22. December 1867 verstarb zu Allendorf a. d. Lahn Martin Volk I. von da, mit Hinterlassung eines Testamentes, in welchem er seine Kinder l. aus erster Ehe: 1) Anton Volk 111, 2) Kaspar Volk, 3) Katharine, verehelichte Feiling oder vielmehr deren Nachkommen, 4) Martin Volk; II. aus zweiter Ehe: Ludwig Volk XIV zu Erben eingesetzt, gleichzeitig jedoch angeordnet hatte, daß die Erben unter I, 3 und 4 durch das, was sie schon empfangen, der Erbe unter 11 dagegen durch den Mehrwerth der ihm am 3. December 1866 für 700 fl- angeschlagenen Immobilien, bestehend aus der Hofraithe im Ort, I/209 47 LHKlftr., mit darin befindlichen Gegenständen und dem Acker am Hörweg, X 184 158 lUKlftr-, abgefunden und letzterer zugleich auf den Pflichttheil beschränkt sein solle. Nachdem nun der Nachlaß des Martin Volk > und derjenige seiner Frauen gerichtlich aufge- nomnicn und unter Zuziehung eines für die in Amerika unbekannt wo / abwesenden Erbinteressenten I, 3 und 4 in der Person des Adam Lenz von Allendorf bestellten Kurators in der Art getheilt worden ist, daß Anton Volk HL und Kaspar Volk den ganzen väterlichen 9tachlaß und denjenigen der ersten Frau gegen die Verpflichtung er- lhalten haben, den abwesenden Erben ihren «curatorisch zu verwaltenden Antheil an dem letzteren nach der Taxation des Inventars Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Ladung 5516) lieber den Nachlaß des am 13. März L I. verstorbenen Justin Eberhardt von Gießen ist der förmliche Con- cursprozeß erkannt worden. Es werden deshalb alle Diejenigen, welche Ansprüche an den Nachlaß zu bilden haben, aufgefordert, solche nebst etwaigen Vorzugsrechten bei Meidung Ausschlusses von der Masse und Nichtberücksichtigung der Vorzugsrechte im Termin Montag den 26. Juli d. I., Vormittags 10 Uhr, dahier anzumeldeu und zu begründen. Im Termin soll zugleich die Güte versucht, erforderlichen Falls ein Glüubigerausschuß und Massecurator bestellt, sowie überhaupt wegen weiterer Behandlung der Sache Be- fchluß gefaßt werden und wird in diesen Beziehungen von allen nicht erscheinenden Gläubigern Zustimmung zu den Beschlüssen der Mehrheit angenommen. Gießen, den 26. Mai 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, O p p e r in a n n, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 5521) Die Wittwe des Johannes Engelhardt UI. von Alten-Buseck ist mit der Mehrzahl der Gläubiger ihres verstorbenen Vtannes, über dessen Nachlaß von Großherzoglichem Hofgericht der Provinz Oberhessen der förmliche Concurs erkannt worden ist, ein Arrangement abgeschlossen. Sämmtliche dem Arrangement noch nicht beigetretenen resp. die unbekannten Gläubiger werden unter Gestattung der Einsicht des Protokolls in der Registratur des unterzeichneten Gerichts hiermit aufgefordert, so- gewiß binnen vier Wochen ihre Einwendungen vorzubringen, widrigenfalls dasselbe bestätigt und zum Vollzug gebracht werden wird. Gießen, den 16. Juni 1869. Grobherzogliches Landgericht Gießen Bötticher, A. Bramm, Landrichter. Landger.-Asscssor. Verfteigerungen. 5535) Montag den 28. d. Mts., st^achmittags halb 3 Uhr, sollen in der Wohnung des Louis Kohler- manu dahier die Ntodilien der verstorbenen Louise Rtergott, bestehend in Sopha, Tischen, Bettwerk, Weißzeug, Kleidungsstücken u. s. w., gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 25. Juni 1869. K. Vogt, Ortsgerichtsmann. berechnet, in Geld auszuzahlen, bezüglich des elfteren dagegen diesen Erben für den Fall, daß sie die Erbschaft antreten und ihre im Testament behauptete Abfindung bestreiten sollten, einzustehen; so werden hiermit die abwesenden Erbinteressenten, nämlich Katharine Feiling, geb. Volk, und Martin Volk oder deren 9tachkom- men aufgefordert, binnen drei Monaten so gewiß dahier in eigener Person oder durch einen gehörig Bevollmächtigten zu erklären, ob sie die väterliche Erbschaft antreten und ob sie das Testament, das Inventar, den Antragsvertrag über die Hofraithe und den Acker am Hörweg und die Theilung des väterlichen und mütterlichen Nachlasses anerkennen, als sonst die väterliche Erbschaft als von ihnen ausgeschlagcn, das Testament und Inventar aber, sowie der Anschlagsvertrag und die Theilung als von ihnen anerkannt angesehen und gerichtlich bestätigt resp. vollstreckt, insbesondere die Ueberschreibung der Immobilien nach Maßgabe des Antragsvertrags und der Theil- zettel auf Namen der übrigen Erbinteressen- ten mit der Wirkung des Eigenthumsüber- gangs verfügt werde. Gießen, den 21. April 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter. Die Veigebunsi von Bauarbeiten bei der Stadt Gießen. 5539) Mittwoch den 7. Juli, des Morgens 9 Uhr, werden auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstnehmenden versteigert, als: Zimmerarbeit, veranschl. zu 46 fl. 54 kr. Maurerarbeit. „ „ 35 „ 56 „ Schreinerarbeit, „ „ 176 „ 55 „ Spenglerarbeit, „ „ 50 „ — „ Weibbinderarbeit, „ „ 40 „ — „ Schlosserarbeit, ,, „ 46 „ 30 „ Die Kostenüberschläge liegen offen Gießen, den 24. Juni 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________Vogt._____________ 5533) Dienstag den 29. d. Mts. sollen die Kirschen an den auf der Staatsstraße von Lich nach Butzbach befindlichen Bäumen in mehreren Loosen meistbietend versteigert und der Anfang Morgens 10 Uhr bei Hof-Güll gemacht werden. Sollte an diesem Tage Regenwetter eintreten, so wird die Versteigerung in dem Hause des Wirths Görlach zu Eberstadt abgehalten. Gießen, den 26. Juni 1869. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. ____________Holzapfel.___________ 5177) Montag den 28. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiestgem Nathhause die dem Jacob Braun gehörigen Grundstücke meistbietend versteigert werden, als: Flur Nr. OKlitr. 5/iü5 106 Acker an der Broßbrücke, gibt 29 kr. Grundrente, 5/iot> 52 .Acker daselbst, gibt 14V2 kr- Grundrente, 5/ac2 734 Acker am Krofd'orfer Weg, gibt 1 fl. 38', 2 kr. Grundrente, V/24 494 Acker zwischen dem Stadt- gut und großen Grasweg, 19/g2 74 Acker im Gänswinkel am Mittelweg im Eent, ,9/g3 78 Acker daselbst. Gießen, am 26. Mai 1869. K- Vogt, Ortsgerichtsmann. 5507) Donnerstag den 1. Juli d. I., Nachmittags 5 Uhr, soll die den Emil Sundheim's Erben gehörige Badenburger Mühle, 704 lDKlasier, auf dahiesigem Ortsgerichts - Büreau versteigert werden. Die Aiühle, an der Lahn stehend, mit 3 Mahlgängen und 1 Schlaggang nebst Oeconomie-Gebäuden, befindet sich in gutem Zustande und hat bedeutende Wasserkraft. Wieseck, am 11. Juni 1869. Großherzogliches Ortsgericht Wieseck. L a 11 g. 5532) Nächste Woche, Donnerstag den 1. Juli und die folgenden Tage, läßt der Unterzeichnete nachstehende Gegenstände, als: 11 Pferde, 2 Fahrochsen, 9 Stiere, 8 Kühe, 5 Rinder, 5 Kälber, 9 Schweine, Hühner und Enten, 7 Oeconomie-Wagen, 1 Chaise - Wagen, Erndte-, Holz- und Dungleiter neaft Wagendiele, 3 Kar- tosielkasten, 9 Pflüge, 5 Eggen, 1 Walze, 1 complettes Chaisen - Geschirr, Pferde- und Ochsen-Geschirr, verschiedene Ketten, 1 Fegmühle, Dreschgeräthe, 1 Pfuhlpumpe, 1 Pfuhlfaß, 1 Partie Mist, 1 einfache Dampfbrennerei mit 3 steinernen Maischbütten, 1 Maischpumpe rc. rc., 1 Partie Wagner- und Schreinerwerkholz, 1 Hobelbank, 1 Schnitzbank, Pferchhorten mit Pferchpfählen, Schaafraufen und Schaafkrippen, 2 Schäferhütten, mehrere Wagentücher, 1 Partie Säcke, 1 Partie Backreiser, 2 Kessel, worunter 1 kupferner und 1 gußeiserner, 2 Futterschneidmaschinen, 1 Dickwurzmaschine, Sensen, Rechen, NUsthaken, Heu- und Aliftgabeln, Heustränge, 1 Partie Platt- ziegel und Backsteine, 2 Aexte, 1 Schrotsäge, 1 Handsäge, verschiedene Hacken und Schippen, 2 Waagen, mehrere Tische, Stühle, Schränke und Küchengeräthe, 1 Sopha, mehrere Bettstellen und Betten öffentlich an den Meistbietenden versteigern. Der Anfang ift Morgens 8 Uhr. Storndorf, den 24. Juni 1866. D. Kennel. ' ‘wi«. - —- -rrar»». FeilgebvteuLs Braunkohlen - Verkauf. 5523) Für die gegen Eredit zu beziehenden Braunkohlen beginnt auf dem Großherzoglichen Dorheimer Bergwerk mit dem 1. Juli 1869 eine neue Creditperiode, laufend bis Ende September und verbunden mit einer Zahlungsfrist bis Ende December d. I. Der Preis der Kohlenklötze ist wie seither 12 kr. für den Centner = 14 Stück Klötze. Holzkohlen werden, soweit der Vorrath reicht, der gemessene Centner zu 16 kr. verabfolgt- Im Interesse der Consumenten wird es liegen, wenn sie sich vorher durch Anfrage bei der unterfertigten Stelle vergewissern wollten, ob die gewünschte Koh- lenguantität gerade vorräthig ist. Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, welche ihnen bei Abgabe des Bürgscheins eingehändigt werden, bei jedem Kohlcnbe- zugc mitbringen, damit die einzelnen Bezüge in dem Gegenscheine notirt werden können. Bei Zahlung der Creditsumme an Groß- herzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegenscheins erforderlich. Torhenner Bergwerk, den 23. Juni 1869. Großherzogliches Berg amt Dorheim. Stör ch. 54 seitherige Herrn C toll de «trat theilM. d lassene Hai nonmifi'.1 id) MÄ''' M unb yigarren bestens em sam niad)i 4 -f? cinpr Dasselb, V'ttn vQUbt Mat ^echnuu durch eh gerecht ; Sftelb bihonen b«v« '«tu rechne. aus ! Ausverkauf! 5498) Gut möblirte Zimmer, sofort be- Seltersroeg. (5511) ziehbar, bei E- Eichenberg. | Markt Anzeige die Stück zu 6 fr. das bei Nr. 34. Exped. d. Bltts. Leinwand, Halblein, Leinwand, Bettzeug, V V V 1/ V V Carl Frech, in Gießen. halben Viertel- Emil Fischbach, Scltcrsweg. Niederlage bei (5509) 1 fl. 24 fr., - „ 45 „ - „ 24 „ pfiehlt (5542) 1 engl. I’fd. Topf ä fl. 5.33. Zu liiihen in In Giessen R F. Daubitz'scher Äräu= ter -LiqllkUr, fabrtcirt Dom Apo theker R F. 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I»1 ehtens^ ü<5s® Nechberg. 5551) Die Wirthschast auf dem Rechberg hat keine Unterbrechung erfahren, sie wird in derselben Weife fortgeführt wie bisher, sich auch ferner bestreben, ihre Gäste durch gute Getränke der verschiedensten Art und durch gute Küche zu bedienen. In dieser Weise empfiehlt sie sich einem geehrten Publikum aufs Beste. OVe)$vcXöYe) 5^) Yvoi c\ c)^Vc)i-OVc) Y 5491) ®ie Mlitär-Sltllvkttrttunlzs-Anftalt von Josef Ehrlich, Mainz. 2? empfiehlt sich den Eltern resp. Vormündern von Militärpflichtigen in Ver- X mittlung von Verträgen mit ausgedienten Unteroffizieren und Spielleuten. — YV xQ Stellvertretung durch Nummertausch. <£> Gesehäfts-Empfehlilng 5506) Einem geehrten hiesigen, wie auswärtigen Publikum die ergebene Mit- tbeilung. daß ich das von meinem verstorbenen Schwager, Carl Schasfstädt, hinterlassene Haus nebst dem darin von ihm betriebenen Drechslergefchäft käuflich übernommen' bade, und selbiges in meinem Namen fortsühren werde. Zugleich empfehle ich mich in allen in das Drechslergeschäft einschlagenden Arbeiten mit der Zusicherung reeller und pünktlicher Bedienung. _ , Ferner unterhalte ick stets ein reichhaltiges Lager aller Arten Tabakspfeifen, Eiaarrenspitzen, Spazierstöcken ?c., welches ich einem geehrten Publikum hiermit bestens empfehle und auf die Reichhaltigkeit und Billigkeit desselben besonders aufmerksam mache. Ergebenst Christian Hermes, Drechsler. | Epileptische hräini»Te (Fallsucht) heilt der Specialarzt für Epilepsie l>r. O. Hllliseli in Berlin, jetzt Mittel- strasse Nr. <1. — Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt. Wohmmas - Veränderung. 5497) Meinen verehrlichen Kunden hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine seitherige Wohnung verlassen habe und nunmehr in dem von nur erkauften Hause des Herrn C Caspar in der Katharinengasse wohne. Philipp Mootz, Schuhmacher. Philosophenmaid. 5536) Sonntag den 2 7. Juni: Militär Concert, In den letzten politischen Kämpfen hat es sich gezeigt, wie wichtig eine tüchtige, dem freiheitlichen und einheitlichen Fortschritt dienende Presse ist, wie schädlich dagegen volksfeindliche Zeitungen wirken können. Wir fordern daher unsere Gesinnungsgenossen in Stadt und Land auf, überall auf die für das Wohl des Volkes thätigen Blätter zu abonniren, diese dadurch in ihrer Wirksamkeit zu unterstützen und ihnen den Sieg den Fortschrittspartei herbeiführen zu helfen. Für unser Land und unsere Provinz empfehlen wir insbesondere den: Wrttrraucr Men, der seit langen Jahren in Butzbach 3 mal wöchentlich erscheint und die Interessen unseres Landes und unserer Provinz vom entschieden freisinnigen Standpunkt aus vertritt. Derselbe enthält neben Leitartikeln, Wochenberichten, Verhandlungen des Reichstags und Landtags, Tagesgeschichte, in jeder Nummer eingehende Mittheilungen über die Vorgänge und Ereignisse in Hessen und insbesondere in unserer Provinz und ^bemüht sich, durch reichhaltigen Inhalt, entschieden liberale Gesinnung und volksthümliche Sprache den Lesern ein richtiges Bild von der politischen Lage, den volkswirthschaftlichen Strebungen und geistigen Fortschritten zu geben. Derselbe bringt in einem „Sonntagsblatt" gutgewählten Unterhaltungsstoff und dient durch seinen reichhaltigen Jnseratentheil dem öffentlichen Verkehr unserer Provinz und der angrenzenden Gegend. Man abonnirt bei allen Postanstalten und Postboten vierteljährlich für 54 fr. mit Bringerlohn. Inserate finden weite Verbreitung und wird die Petitzeile oder deren Raum zu 3 fr. berechnet, bei mehrmaligem Einrücken mit entsprechendem Rabatt. (Einlatiunp, ?um Abonnrinntt auf die in Darmstadt erscheinende „M «, i n Z e i t u n g." Zum Abonnement für das bevorstehende dritte Quartal 1869 laden wir hiermit unsere Gesinnungsgenossen ergebenst ein. Der Preis beträgt für Darmstadt 1 fl. 12 fr. und für das übrige ehemalige Taxis'sche Postgebiet einschließlich des Bestellgeldes 1 fl. 42 fr. Die „Main-Zeitung", welche mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage täglich erscheint, kämpft unerschütterlich vor wie nach für die freie Entwicklung unseres Gemeinde- und Staatslebens und für Schaffung eines einigen Deutschlands durch Eintritt der süddeutschen Staaten in den Nordbund. Bei der gleichmäßigen Verbreitung unseres Blattes in allen Kreisen des Groß- herzogthums finden Inserate die weiteste Verbreitung. Die dreispaltige Petitzeile oder deren Raum kostet drei Kreuzer; bei mehr als als dreimaliger Jnserirung werd entsprechender Rabatt gewährt. _ o . Die Abonnenten in Darmstadt können bei der „Expedition der Main - 3«- tuna" oder bei der hiesigen Post abonniren; Abonnenten außerhalb Darmstadts abonniren schriftlich bei ihrer nächsten Poststelle. Wir bitten wegen Lieferung vollständiger Exemplare um zeitige Bestellung und Erneuerung des früheren Abonnements. Die Nedaction und Expedition der „Main-Zeitung". Im Verlage von J. Schneider in Mannheim ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen : Die RheinschiflTfahrts- Acte vom 17 October 1868, nebst der Schifffahrts-, Polizei- und Floss - Ordnung und der Verordnung über den Transport entzündlicher, ätzender und giftiger Stoffe ausgeführt vom Musik-Corps des Großb. Hess. 2. Jufanterie- Regiments, unter Leitung seines Musikmeisters, Herrn V. Reifert. Anfang 4 Uhr. Entree ff Person 6 kr. ,_________ Land - Sängerbund. 5527) Das 7. Fest dieses Bundes wird am 4. Juli l. I. in Leihgestern gefeiert. Freunde des Gesanges^werden hierzu freund- Sichst eingeladen durch_______________ das Fest-Comitv. Auswanderer S7 Mw *° »ach Amerika MM Jü/i Mjstesörderl wöchentlich vermittelst Dampf- Segelschiffen bei reeller und Bedienung I. M. Schulhof, am Rathhans. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. Lens scher Felsenkeller. 5550) Sonntag den 2 7. Juni: C o n e e r t, ausgeführt von einem Theil der hiesigen Regimentsmusik. Anfang 4 Uhr. Entree ä Person >i kr.__________ Einladung nun Abonnement aus das Mainzer Wochenblatt. Mit dem 1 Juli 1869 beginnt ein neues Abonnement auf das täglich erscheinende „Mainzer Wochenblatt." Dasselbe fährt fort wie seither die wichtigsten politischen Nachrichten in^gedrang- ter i?ür« zur Kenntniß seiner Leser zu bringen und widmet den l o k alen An g el eg en. beiten VON Main und Umgegend besondere Beachtung - Den Interessen des k^A-ra Nerkebrs und der Landwirthschaft wird durch besondere Artikel sowohl als durch Mittheilung der genauesten telegraphischen Course und Marktberichte Rechnung getragm^ Wochenblatte" beigcgebene Feuilleton ist fortwährend bemüht, durch eine reiche Auswahl guter Erzählungen :c. dem Verlangen nach Unterhaltung gerecht M werden Abonnementspreis beträgt,,durch die Post bezogen Kn- Bestellgeld bi kr , und ersuchen wir Bestellungen frühzeitig be, den betreffenden Postexpe- ditionen^zu mmhew E°tt» erfreut sich in der Stadt Mainz sowohl, als auf dem Lande der größten Verbreitung, ist Organ der stadtnchen B-h°rd-n und wird vom tpretöamte V?ann iur Veröffentlichung seiner Bekanntmachungen benutzt. Kreisamte^Mamz^zur^ Bercff^ent^ch Wochenblatt" da dieselben «uch als Pla- kat in der Stadt angeschlagen werden, die lohnendste Verbreitung unter billigster Be rechnung. Mainz, im Juni 1869. Die Expedition. auf dem Rheine. Amtliche Ausgabe. 80 .geh. Preis 7 Sgr. = 24 kr. rhein. Gegen Einsendung von ?2/3 Sgr. = 26 kr. rhein. in Briefmarken Franco- Zusendung pr. Post. .frifififiiidir-r zu «fließen. Sonntag den 27. Juni. Louis Kämmerer auf dem Seltersweg. Christian Noll Wittwe in der Neustadt. Christian Jug- hardt in der Wallthorstraße. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Hemeinde zu Hießen. G o t t e s d i e n st. Am 27. Juni. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Mitprediger-Vicar Drescher- Getaufte. Den 20. Juni. Dem Bürger in Chemnitz und Werkführer bei Gebr- Homberyer dahier, Robert Hermann Mehnert, eine Tochter, Karoline Amalie Clara Katharine Elisabeth, geboren den 1. Juni. Denselben. Dem Güterexpedienten an der Köln-Gießester Bahn dahier, Friedrich Wilhelm Erschcll aus Emrich, eint Tochter, Friederike Karoline Albertine, geboren den 22. Mai. Den 24. Juni. Dem Bürger und Kaufmann, Ludwig Bersch, ein Sohn, Hermann Emil Ferdinand, geboren den 16. Mai. B e erdigte. Den 18. Juni. Johann Daniel, ein unehelicher Sohn von auswärts, alt 14 T-, gestorben den 16. Juni. Den 21. Juni. Lisette KarolineAuguste Krebs, des verstorbenen Großh. Rentamtmanns zu Vöhl, Karl Krebs, eheliche Tochter, alt 57 I- 7 M- 25 T-, gestorben den 19. Juni. Den 22. Juni. Katharine Merkhard aus Oberndorf, Kreis Wetzlar, alt 54 I., gestorben den 20. Juni. Denselben. Anna Karoline Auguste Haustein, des Bürgers und Postburcaudie- ners dahier, Franz Haustein, eheliche Tochter, alt 6 M- 29 T-, gestorben den 19. Juni. Denselben. Wilhelmine, eine uneheliche Tochter von auswärts, alt 1 M. 2 T-, gestorben den 21. Juni. Den 24. Juni. Wilhelm Emil Georg Grünewald, des Ortsbürgers zu Nieder- Breideubach und Königl. Preuß. Briefträgers dahier, Christian Grünewald, ehelicher Sohn, alt 1 M- 13 T., gest. den 22. Juni. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. Katholische Hemeinde. Kopulirte. Den 6. Juni. Der Bürger und Schneider dahier, Wilhelm Sturm, des verstorbenen Königl. Baierischen Feldwebels, Johannes Sturm zu Ober-Elsbach, lediger Sohn; und Wilhelmine Haßler, geborne Senger, eine Wittwe. Getaufte. Den 13. Juni. Dem Bürger zu Dörnberg, Preuß. Provinz Nassau, und Schneider dabier, Heinrich Wilhelm Hofmann, eine Tochter, Wilhelmine Katharine, geboren den 24. Mai. Den 3 0. M a i z u S e l i g e n st a d t. Dem Bürger dahier und Rentamts-Gehülfen zu Seligenstadt, Konrad Kreiling , eine Tochter , Eva, geboren den 26. Mai. Den 18. Juni. Dem Bürger zu Hamm und Lademeister - Gehülfen dahier , Peter Kaspar Eduard Vogt, eine Tochter, Marie Clara Henriette, geboren den 4. Juni. Den 19. Juni. Dem Gutsbesitzer dahier, Eugen Victor Hugo Wilhelm Frei- herru von Nordeck zur Rabenau, ein Sohu, Eugen Wilhelm Joseph, geb. den 12; Juni. Den 20. Juni. Dem Bürger zu Asbach und Bremser bei der Cöln - Gießener Eisenbahn, Johann Büllesbach, ein Sohn, Karl Joseph, geboren den 30. Mai. Denselben. Dem Bürger zu Heppenheim und Heizer bei der Main-Weier-Eisen- bahn, Philipp Dambier, eine Tochter, Katharine Elisabeth Georgine, geb. den 6. Juni. Den 2 3. Juni. Dem Großh. Professor der Medicin, Dr. Karl Friedrich Joseph Birnbaum, eine Tochter, Clara Wilhelmine Auguste Marie Ferdinande, geb. den 12. Juni^ Darmstadt, 22. Juni. Der Abgeordnete Edinger hat einen Antrag auf Revision des Schuledicts von 1832 gestellt, da er einen Antrag auf Vorlage eines neuen Schulgesetzes für erfolglos halte, indem sowohl Reglerung als erste Kammer sich schon früher hiergegen erklärt. Als vorzugsweise einer Modifikation bedürftig wurden bezeichnet die zur Leitung der Schulen angeordneten Behörden. Der Art. 16 ves 1832er Edikts gebe allerdings die Möglichkeit, Confessionsschulen in Eommunalschulen zu verwandeln, doch enthalte solche nur den Schein der Freiheit dazu. Die gesetzlichen Bestimmungen über die Bildung des Schulvorstandes und der Bezirkscommission geben den Gemeinde - Elementen nämlich nur scheinbar eine Vertretung. In den Händen der Geistlichen, welche selbstverständlich gegen Com- munalschulen sind, und in den Händen des Kreisra- thes liege fast lediglich die Entscheidung. Der Antragsteller will daher bei der Revision des Edikts eine Wahl des Ortsschulvorstandes und der Krcis- schulcommission, welche von der bisherigen Bevormundung befreit und der Gemeinde eine freie Meinungsäußerung sichere. Berlin, 22. Juni. Heute Mittag ist der Bun- desrath des deutschen Zollvereins zu einer Sitzung zusammengetreten, um über die Gesetzentwürfe wegen der Besteuerung des Zuckers und wegen der Abänderung des Vereinstarifs, wie dieselben in der von dem Zovparlamente in der gestrigen Schlußbera- thung beschlossenen Fassung nunmehr vorliegen, definitiv zu beschließen. Nach dem Resultate der gestrigen Sitzung des Zollparlamcnts konnte diese heutige Sitzung Des Zollbundesrathes natürlich nur noch eine rein formelle Bedeutung haben, da die zu fassenden Beschlüsse ja bereits im Voraus gegeben waren. Die Tarifänderung tritt nicht ein, während die Reform der Zuckerbesteuerung, nachdem das Las- ker'sche Amendement aus dem betreffenden Gesetze entfernt worden, selbstverständlich kein Hinderniß mehr findet. Außerdem wurde noch das Regulativ für die Zollvereins - Niederlage in Bremen genehmigt, worauf noch einige Verwaltungsgegenstände von ganz untergeordneter Bedeutung, die für die Oeffentlich- keit gar kein Interesse Haden, erledigt wurden. Die Tarifrcform soll im nächsten Jahre, natürlich wieder in Verbindung mit der Petroleumsteuer, wieder vorgelegt werden. Graf Bismarck geht von dieser Verbindung des Einen mit dem Andern nun einmal nicht ab. Der Bundesrath, sowohl veS deutschen Zollvereins, als auch des norddeutschen Bundes, werden übrigens, trotz des Schlusses des Zollparlaments und des Reichstags, noch etwa 8—10 Tage versammelt bleiben, um das noch vorliegende Material zu erledigen. — Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz vom 13. d. über den Staatshaushalt des Norddeutschen Bundes für 1870. Hiernach beziffert sich die Ausgabe auf 75,959495 Thaler (J71,752,106 Thaler an laufenden und 4,206,389 Thaler an außerordentlichen Ausgaben), die Einnahmen auf dieselbe Höhe. Die zu den Einnahmen im nächsten Jahre infolge des Gesetzes, betreffend die Portofreihkit im Gebiete des Norddeutschen Bundes, hinzuzutr.teuden Mehrerträge Der Postverwaltung wer- Den auf 1,800,000 Thaler veranschlagt, und sind von den auf 24,858,723 Thaler festgestellten Matriku- larbeiträgen nach einem durch den Bunbcsrath vorläufig und unter Vorbehalt Der Genehmigung des Reichstages festzustellenden VertheilungSmaßstabe in Abzug zu bringen. , Coblerrz, 20. Juli. Die Jgel'sche Affaire bildet hier noch immer Daö Tagesgespräch. Nachträglich erfährt man, Daß am Abende vor dem verhäng- nißvollen Morgen, zwischen 9 und 10 Uhr, Die Gebrüder Igel, beide mit denselben Waffen versehen, welche andern TageS zur Vollendung der blutigen Katastrophe gedient haben, von verschiedenen Zeugen, der eine auf dem dem Publikum unzugänglichen Bahnkörper, Der andere auf Der Straße unweit des Hanfes angetrogen worden sind, und Daß Dieselben erst nach 10 Uhr oahin zuruckkehrten. Zufällig erfolgte Schwan- gen's Rückkehr aus Der Stadt, anstatt wie sonst ge- wohnlich schon um 10, an diesem Abende erst gegen 11 Uhr. Heidelberg, 22. Juni. Die Abstimmung der protestantischen ^cnuinDc über die gemischte Schule ist soeben beendigt. Von etwa 1200 Abstimmungsberechtigten stimmten 909 mit ja und 8 mit nein, zusammen 917. Heidelberg, 23. Juni. Nachmittags. Soeben totre" vom Balkon des RathhauscS verkündet, daß die absolute Majorität der Katholiken sich für^Die gemischte Schule ausgesprochen hat. Von 962 Stimmberechtigten haben 485 mit ja und 145 mit nein gestimmt. Die Zahl der Zustimmenden nimmt immer noch zu. Großer Jubel. Böllerschüsse. Fahnenschmuck. — Nachmittags 4 Uhr 45 Min. Schlußabstimmung der Katholiken. 492 für, 160 gegen die gemischte Schule. Choral. Glvckengeläute. Heute AbenD Fackelzug. Paris, 22. Juni. In Den Hofkreisen macht es viel böses Blut, daß Der „Moniteur", Das ehemalige osficielle Blatt, eine Subskription zu Gunsten der Hinterlassenen Der bei St. Etienne von Den Sol- Daten erschossenen Grubenarbeiter eröffnet hat. Das „Pays" ist ganz wild darüber und sieht darin eine Beleidigung für Die Armee. Die Subskription des „Moniteur" hat bis jetzt 900 Franken eingetragen. In St. Etienne, wo man ebenfalls eine Subsription eröffnet hat, sind bis jetzt 1500 Franken eingegangen. Die Entrüstung über das Auftreten Der Truppen ist in St. Etienne und UmgegenD sehr groß und findet seinen genügenden Ausdruck in Der folgenden Abrisse, welche 15 Mitglieder des Gemeinde- rathcs Der genannten StaDt an Den Maire gerichtet haben. Dieselbe lautet: „An Den Herrn Maire Der StaDt St. Etienne. Herr Maire! Die unterzeichneten Mitglieder Des Gemeinderathes von St. Etienne, durch die unmenschliche Unterdrückung, Die sich das 4. Linienregiment am 16. Juni hat zu Schulden kommen lassen, m größte Aufregung versetzt, bitten Sie inständigst, die sofortige Entfernung des 4. Regiments, das gegenwärtig in St. Etienne Garnison hält, zu verlangen, Damit Die Aufregung verschwinde, welche sich Der Bevölkerung unserer Stadt und der Umgegend bemächtigt hat. Genehmigen rc. Der Maire ging selbstverständlich auf diesen Antrag nicht ein, und das 4. Regiment blieb in St. Etienne. Die Ruhe in dieser Gegend wurde jedoch bis jetzt nicht weiter gestört. Paris, 24. Juni. Das Journal „Le Peuple" veröffentlicht ein Telegramm aus Dem Lager von Chalons von heute Morgen, nach welchem der Kaiser beim Empfange Der Soldaten, welche den Feldzug in Italien mitgemacht haben, Folgences sagte: „Soldaten! Ich bin sehr erfreut, zu sehen, daß Ihr Die große Sacke nicht vergessen habt, um derentwillen wir vor zehn Jahren Krieg geführt haben. Bewahret ewig in Eurem Gedächtnisse die Erinnerung an die Kämpfe Eurer Vorfahren, wie diejenigen, an Denen Ihr selbst Theil genommen habt: Denn Die Geschichte Der von uns geführten Kriege ist auch die Geschichte des Fortschrittes Der Civilisa- tion. Aber ebenso bewahret auch den militärischen Geist, das heißt Den Triumph der edlen Regungen über die gemeinen Leidenschaften; bleibet Der Fahne treu unD Dem Vaterlande ergeben. Fahret fort, wie bisher, und Ihr werdet stets würdige Söhne Euerer großen Nation bleiben!" Vermischtes. Bremen, 19. 3uni. Großes Aufsehen erregte es jüngst, als im Februar die beiden besten und schnellsten englischen Postdampfer, der Eunard-Dampser „Rusfia" und der Jnman- Dampfer „Eity of Paris" eine Wettfahrt über den Ocean von Newyork nach Liverpool antraten. Man war namentlich in England sehr gespannt, welcher der beiden Dampfer den Sieg davon tragen würde. Derselbe wurde dem Jnman-Dampfer „Eity of Paris" zu Theil welcher seinen Rivalen um 42 Minuten überholte, so daß seitdem die „Eity of Paris" als der schnellste Schraubendampfer für den Postverkehr zwischen Liverpool und Newyork galt. Dem Norddeutschen Lloyddam- pfer „Main", Capilän v. Osterendorp, ist jedoch die Ehre zu Theil geworden, diesen Ruhm dem englischen Dampfer streitig gemacht zu haben. Der „Main" verließ Newyork am 5. Juni, am selben Tage mit der „Eity of Paris", welche 4'/2 Stunden früher als der „Main" von der Stadt adgegangen war. Letzterer gelangte 5'/4 Uhr Nachmittags in See, als von dem Jnmandanipfer nichts mehr zu entdecken war. Am folgenden Morgen um 6 Uhr überholte schon der „Main" dre „Eity of Paris", obgleich an Bord derselben anscheinend Alles aufgeboten wurde, dieß zu verhindern. Abends um 7 Uhr war der „Main" dem englischen Dampfer bereits um circa 10 Seemeilen vorausgekommen. Bei Anbruch des folgenden Tage» wurde die „Eity of Paris" circa 15 Seemeilen zurück erblickt, und am Mittag desselben Tages war sie bei schönem Hellen Wetter nicht mehr zu sehen. Der „Main" setzte seine Reise nach dem Eaual fort, ohne von der „Eity of Paris" wieder eingeholt zu werden, und passirte am Dienstag, 15. Juni, II1/4 Uhr BormittagS, die Needles, wahrend die „Eity of Paris" erst am Morgen desselben TageS 15 Minuten nach Mitternacht Queenstown erreicht hotte. Die Distanz von Queenstown nach Southampton betragt 280 Scenieilen, welche einer Reisedauer von 22 Stunden gleich zu rechnen sind. Der „Main" wurde somit, wenn er nach Queenstown gesegelt wäre, dort am 14. Juni, li/4 Nachmittags, mithin 11 Stun- ; den früher als die „Eity of Paris" angekommen sein, und da ! letztere l1/? Stunden früher abgegangen war, die Reise in einer um 12'/2 Stunden kürzeren Zeit zurückgelegt haben. Ein Heirathöbüreau. Hannover, 18. Juni. Die Angelegenheit mit dem im verflossenen Frühjahr hier etablirten Heirathsbrireau kam heute vor der Strafkammer zum Aus- trage. Ueber das Unternehmen wurde durch die Gerichtsverhandlungen Folgendes bekannt: „Der Kaufmann Joseph Gremczinski aus Berlin, 24 Jahre alt, Israelit, verheirathet, siedelte im März nach Hamburg über, in der Absicht, dort ein Goldleistengeschäft zu etabliren. Da es mit dieser Etablirung aber nicht recht gehen wollte, so logirtr sich Gremczinski in einem Gasthause unter dem Namen F. Rahne ein und ließ durch Vermittlung seiner in Berlin zurückgebliebenen Frau folgendes Inserat in öffentliche Blatter rücken: „Zwei junge „Damen, Töchter eines Gutsbesitzers mit Vermögen, wünschen „sich bald zu verheirathen. Reflectirende wollen sich poste „restante Hamburg Melden." — Etwa 20 Offerte gingen ein. — Gremczinski beantwortet die Briefe dahin, daß eine der Damen bereits versagt, ihre Schwester aber noch mit 18,000 Thaler zu haben sei, legte eine beliebige Photographie ein und erbat sich für die gehabte und weitere Bemühungen 2 Thaler. — Die Meisten sandten das Geld. Denen, welche ungeduldig wurden, ließ Gremczinski durch seine Frau schreiben: „Durch „Ihren Antrag fühle ich mich sehr geehrt und erkläre mich „damit einverstanden, daß wir uns an einem noch näher zu „bezeichnenden Tage im April in Berlin treffen mögen. Ich „bitte zu entschuldigen, daß ich bis dahin meine Anonymität „bewahre. Ich verbleibe Ihre Clara B." — Nunmehr schien es aber unserem Industriellen in Hamburg nicht mehr geheuer, und wandte sich derselbe nach hier, wo er am 9. April unter seinem rechten Namen eintraf. — Einige Tage darauf erließ er durch die Hand seiner Frau ein neues Inserat: „Eine junge Dame, Waise, mit 10,000 Thaler Vermögen, „wünscht sich mit einem jungen, ihr convenirenden Manu zu „verheirathen. Adresse poste restante Hannover." — Das Geschäft versprach glänzend zu werden. In kurzer Zeit gingen, gegen 2000 Adressen ein. In dem dadurch entstandenen Briefwechsel spielt wiederum ein von Gremczinski concipirtes Schreiben der Frau eine Rolle: „Geehrter Herr! Ihr geehrtes „Anerbieten ist mir durch Gremczinski zugestellt worden. Ent- „spricht Ihr Wesen und Charakter Ihrem geehrten Schreiben, „entspreche ich Ihnen, dann wird es zwischen uns schon zu „einem Verständniß kommen, und cS kann nicht fehlen, daß „wir unser gegenseitiges Ziel erreichen." rc. rc. — Unterzeichnet wär „Anna Zerf." — Das hiesige Geschäft hat etwas über 80 Thaler eingetragen. Doch wurde dasselbe bald gestört, da die Polizei Wind bekommen hatte und schon am 27. April den Vogel abfing. — Gremczinski war gestern geständig, während seine (nicht erschienene) Frau in der Untersuchung die rechtswidrige Absicht geläugnet hat. — DaS Gericht erkannte gegen Erstern 6 Monate Gefängniß, 150 Thaler Geldbuße, 2 Jahre Ehrverlust und 2 Jahre Stellung unter Polizeiaufsicht ; gegen die Frau 8 Wochen Gefängniß und 50 Thaler Geldbuße. Der „Vierzehnte" als Nahrungszweig. Ein Londoner Blatt meldet den Tod eines Mannes, der seines eigenthüm- lichen Erwerbzweiges wegen einer flüchtigen Erwähnung verdient. John Andrew Malketh, dieß ist sein Name, hat ein Vermögen von 20,00q Pfund hinterlassen, das er dadurch verdiente, daß er während 35 Jahren den Vierzehnten an der Tafel spielte. Dieser Gentleman, der stets sorgsältig gekleidet, stellte sich um die Stunde dec verschiedenen Mahlzeiten beS Tages in denjenigen Häusern vor, wo, wie et wußte, offene Tafel gehalten wurde. Er fragte an, ob man seiner bedürfe, d. h. ob Dreizehn am Tisch säßen und man einen Vierzehnten wünsche. Lautete die Antwort ablehnend, so entfernte er sich würdevoll; nahm man jedoch sein Anerbieten an, so trat Malketh in das Speisezimmer, machte eine grüßende Kopfbewegung gegen den Herrn vom Hause, nahm Platz bei Tisch und aß ruhig. Nach beendigtem Diner schlich er sich so anständig als möglich davon und erhielt beim Herausgehen entweder vom Herrn oder vom Diener ein, manchmal auch zwei Pfund Sterling, je nach der Dauer und der Bedeutung deS Gastmahlö. 35 Jahre hindurch hat Malketh dieses Amt mit Eifer versehen. Nie hat er Anlaß zu Klagen gegeben. An einem und demselben Tage hat er oft zwei- oder dreimal gefrühstückt, reichlich dinirt und an einem Souper Theil genommen ! Ursprünglich war er Buchbindergeselle; er hatte angenehme Manieren und arbeitete in der Nähe eines Banquiers. Dort bediente man sich seiner zwei- oder dreimal, um der Zahl dreizehn bei Tisch zu entgehen. Seit dieser Zeit gab er die Buchbinderei auf und widmete sich ganz dieser Spezialität. Er starb im Alter von 54 Jahren. Eine Königin mit der Blumenkrone. Einer der neuesten Besucher der Sandwich-Jnseln hatte das Glück, der dort herrschenden Königin Emma seine Aufwartung zu machen. Sie empfing ihn in allerhöchst hingegossener Stellung auf einem Lager von Matten und Kiffen zur ebenen Erde. Ueber ihrem Haupte breitete sich eine mächtige Veranda aus Palmenzweigen aus, und im kühlen Schatten derselben mundete dem Fremden der dargebotene Baumsaft, ähnlich unserem Birkenwasser, und die Früchte ganz vortrefflich. Derselbe war von ihrer harmlosen, naiven, mit kindlicher Neugier verbundenen Liebenswürdigkeit ganz entzückt, besonders aber gefiel ihm, daß ihre Krone au« — Blumen bestand und Blumen- und' Beerengewinde ihren Nacken zierten! Als der Reisende ihr erzählte, daß eine civilisirte Königin neuerdings aus Versehen 36 Millionen Staatsgelder in ihre Ehatulle gesteckt habe, soll ihr das höchst spanisch vorgekommen fein. Der befle Beweis, wie allerhöchst ungebildet diese Emma noch sein muß. Genauer und pünktlicher Telegraphcndienft. Ein Kurgast eines benachbarten bedeutenden Badeortes beabsichtigte mit einer befreundeten Dame einen Ausflug nach dem -Niederwald zu machen. Vor Abfahrt bestellte derselbe bei einem re- nomirten Gaflwirth zu Nudesheim per Telegramm: 1 Diner, 2 Couverts — 14 Gänge. Die Reisenden waren früher in Rüdeöheim, als die abgesandte Depesche, verständigten sich leicht mit dem gewandten Wirth über das Diner und saßen gerade bei der Suppe, als die Depesche eintraf. Dieselbe lautete jedoch: 1 Diner, 2 Couverts — 14 Gänse. Wäre die Depesche frühzeitig genug eingetroffen, Wirth und Gäste wären in Verlegenheit gerathen. * Schwere Krankheit. Folgende wahre Geschichte hat sich kürzlich in unserer Nähe zugetragen, schreibt der „Rheinhessische Beobachter": „Ein sehr bekannter Wiesbadener Arzt wurde zu einer adeligen Dame gerufen. „Nun, wie geht eö Ihnen, meine liebe Frau," redete er sie in feiner Gemüthlich- feit an. „Ich bin Baronin," erwiederte die Gnädige gereisi und spitzig. „O, daö thut mir recht leid," versetzte der Arzt; „aber von diesem liebel kann ich Sie nicht befreien." Damit nahm er Stock und Hut und empfahl sich." Redaction. £>rucf und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.