r"'°e»ek- LS» Ms» n ' wkichkv, d„ ^‘offenen i" T-»‘ i». m wrlche L*™ Ann.- ’S'I" -d)kn, ®bW n. r 8811 Ik^'ch später ,f'n- .!• muffen die n« Mta™ Wen. 8 Kimmung des Zeit- L^a‘ 1868 wegen ivlöjugt von 1866 - in Wirksamkeit zu lini'lfrtum? der Fs- Mtn »erfenbeten m Lter.-RechmivgS- in Trld zu berich- u<» betreffend.. PfanffeUr iu ff 39 !r.-. - die i^uem Trdalte von stelle zu Appenheim l 35 ff. für Heizung tig tazendni AWn t leider auch en dm »mzen her,ortr,tende t, nämlich 5 von 11, ltvlbeill der rohesten t wndtinung iß dar den Heburlen. $en 526 unehelich, also inbungSanstalt allein -n-werlh, daß diese mit len veränderten scheinen. — Tegen Zunder IN Nordame- e Arreßbaus eingt^ tynbtim ist die Un- ToppelmordeS durch irr.ti Zuhälterin und ,igk Tal Lerbalten inzwischen soll die bereit« nachgrwirsen Eerdach hat soeden i pa- schamlßsr Treü hivtzer Etnoffen A rrlift de- W^1 per Hannoverschen weist nach, daß der ;a(fct mit erostlitem, ter hannnoverlche in den, Z-°»er sche° che.n m.t dem -erzog dnchworenen Angabe» atm, und gibt .hm ... Herzog vereinbarte Könige verschwiegen >,ung von 'beer U°- ’rt ein sch-rfe- llti. , "'S.* se babeo W ^je be wie st- ? , en U ’r««« ab vo> tor f befördert tintI ' 0 tcnn1,,,lp , «1 ’** L; n* ßreti vierteljährlich 36 kr. ,nit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 49 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal; Dienstags, Donnerstage und Samstag«. — Expedition: Canzleiberv Ltt. B. N,. 1. Mnzeige- und Mmtsölatt für den Kreis Hießen. - -------------------------------------------------------------------------------- Nr. 11. Dienstag den 26. Jannar ist»». A m t l i ct) e Bekanntmachungen. Betreffend : Sterblichkeits-Statistik. Großherzogliche die Großherzoglichen Unser Ersuchen vom 10. December 1868, betr. Erinnerung. Laubach, am 25. Januar 1869. Das Kreismedicinalamt Laubach an / Bürgermeistereien des Medicinalbezirks Laubach. die Einsendung von Sterbelisten Ihrer resp. Gemeinden, bringen wir hiermit in Dr. Kohle r. Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Es ist in weiteren Kreisen eine unserem Landsmann, dem Professor Freiherrn von Liebig zu München wegen seiner Verdienste um die Landwirthschaft zu gewährende nationale Auszeichnung angeregt worden, die in Form eines Geschenkes demselben gewidmet und auö den durch Subscriptton zu erbringende» Mittel» attgekauft werden soll. Es ist zu hoffen, daß die Bewohner unseres, seines ^eimath- landes stck hieran recht zahlreich betheiligen werden. Ans Ersuchen des Herrn Präsidenten des landwirthschastlichen Vereins für die Pro- vinz Oberhessen fordert der Unterzeichnete die Freunde und Verehrer Liebig's, insbesondere die Landwirthe des Bezirks auf, sich hieran zu bethriligen, und ersucht n.mientlich die Herren Bürgermeister und die Herren Mitglieder des landwirthschastlichen Bezirksvereins, sich für zahlreiche Bethetligung zu interessiren und die eingehenden Beträge an den Unterzeichneten einzufenden. Auch auf dem Krelsamts- Bureau liegt eine Snbscripttoiiölisie auf. Man erlaubt sich noch befonders darauf aufmerksam zu machen, daß die Hauptanerkennung Liebig's hauptsächlich in der möglichst zahlreichen Betheiligung liegt, und daß daher auch die kleinsten Beiträge willkommen sind. Gießen) den 23. Januar 1869. Der Director des landw. Bezirksvereins für den Kreis Gießen: Dr. G o l d m a.n n. Holzversteisterung. Stecken w 78 587) 7 218 Versteigerungen Sattlerarbeit. 44 20 9 26 8V2 Bedingungen und Muster liegen auf ge- dachteni Bureau zur Einsicht offen. (Ließen, den 24. Januar 1869 Die Bekleidungs-Commission des 2. Infanterie-Regiments. Kreut er. 36 4 2 . » Nadel- Eichen-Stämme von 5 bis 19 Der Anfang ist im District Buchwald, zunächst im Heegkopf. Reiskirchen, am 21. Januar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Junge r. E d i c t a 1 c i t a t i o n. 579) Nachdem Großherzogliches Hofge- rtcht der Provinz Oberhessen den förmlichen Concursprozeß über das Vermögen der beiden minderjährigen Kinder des verstorbenen hiesigen Bürgers und Bierbrauers Wilhelm Loos erkannt hat, so werden hiermit alle Gläubiger derselben öffentlich aufgefordert, ibre Forderungen und sonstigen Ansprüche an das mit etwa 19664 st. 41 kr. Überschuldete Vermögen genannter Minder- zahngen vor dem unterzeichneten Gerichte int Termin Montag den 1. März d. I., Vormittags 9 Uhr, Brennholz - Bei steigerung. 584) Dienstag den 2. Februar l. I., Vormittags um 9 Uhr, bei Holznummer 1 beginnend, kommen in dem unmittelbar an der Staatsstraße von Lapbach nach Schotten gelegenen Gräflichen Walddistricte „Judcnrain", zwischen Jägerhaus und Fallthorhaus, zur öffentlichen Versteigerung: 150 Stecken Buchen-Scheidholz, 50 „ „ Prügelholz, 45 _ „ „ Stockholz, sowie das hiervon abgefallcne Reisholz in Flächcnabtheilungen. Hiernach werden in dein, dem erstgenannten Districte nahe gelegenen Districte „Röhrenkopf" : 101 Vz Stecken Buchen-Scheidholz, 29i/2, „ „ Prügelholz, sowie das sich hiervon ergeben habende Reisholz abtheilungsweise versteigert werden. Laubach, am 22. Januar 1869. Gräfliche Oberförsterei. Thum. GutSvcrpachtu 11 g. 562) Das Freiherrlich von Nordeck zur Rabenauische Gut zu Rüddingshausen, Kreis Grünberg, welches außer den Wohn- und Oeconomie-Gebäuden in circa 350 Großh. Hess- Normalmorgen Ackerland, Wiesen und Garten und Schäferei - Berechtigung be- teht, wird Montag den 8. Februar d. I., des Vormittags um 10 Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten auf 12 Jahre von Petritag 1869 ab öffentlich meistbietend verpachtet. Das Gut ist von Grünberg 2 und von der Main-Weserbahn-Station Lollar 2'/r Stunden entfernt und mit beiden Orten durch gute Straßen verbunden. Holzverfteisterunq. 570) Donnerstag den 28. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewalde, Diftrie- ten Oeleberg und Oberstruth: 3000 Nadel-Bohnen-Stangen, 6550 Wellen Buchen - Reisholz (Durchforstung), 21 Stecken Nadel-Prügelholz, 4275 Wellen „ Reisholz meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde im District Oeleberg. Großen-Buseck, am 21. Januar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Großcn-Buseck. Wagner. Hopfen - Versteigerung. 568) Dienstag den 26. Januar, Nachmittags 3 Uhr, läßt der Unterzeichnete eine Quantität Hopfen auf hiesigem Rathhause meistbietend versteigern. Kraus köpf, Hofger.-Advocat. Buchen-Scheidholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Nadel- „ Buchen-Stockholz, Eichen- „ 582) Montag den 1. Februar, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Reiskirchener Gemeindewalde, Di- stritten Buchwald und Nonn, nachverzeichnetes Holz, als: . , .. ______________Zoll mittlerem Durchmesser und 15 bis 45 Fuß Länge, 848 Cubikfuß enthaltend, Nadel-Stämme von 5 bis 10 Zoll mittlerem Durchmesser und 20 bis 65; Fuß Länge, 1144 Cubikfuß enthaltend, Buchen-Stämme, 44 Cbkf. enthaltend, Eichen-, Buchen- und Nadel-Stangen, 606 Cubikfuß enthaltend, versteigert werden. Dienstag den 2. Februar d. I., Vormittags um 11 Uhr, soll auf dem Bureau der Garnisonverwaltung dahier die Abänderung von circa 1350 Tornister durch Soumission in Accord gegeben werden. - Holzversteigerung. 583) Samstag den 30. Januar d. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Watzenborner und Steinberger Gemeindewalde, Districten Triesch, Goldkopf und Pohlheimer Wald, nachfolgende Holzsortimente, als: 2 Stecken Eichen-Scheidholz, 15'/2 „ „ Prügelholz, 8 „ „ Stockholz, 1425 Wellen „ Reisholz, 5*/2 Stecken Nadel-Prügelholz, 21'2 „ „ Stockholz, 1475 Wellen „ Reisholz, 19 Eichen-Stämme, 183 Cbkf. enthaltend, 33 „ Stangen, 87 „ ,, 78 Nadel-Stämme, 1671 „ „ 137 „ Stangen, 552 „ „ Die Zusammenkunft ist am Triesch an der Grüninger Straße. Watzenborn, am 23. Januar 1869. GroßherzoglicheBürgermeisterei Watzenborn. Schäfer. entweder in Selbstperson oder durch einen gehörig bevollmächtigten Stellvertreter anzumelden und zu begründen, indem die Ausbleibenden ohne weitere besondere Verfügung mit ihren Ansprüchen an diese Con- cu.rsmasse ausgeschlossen werden. In der angegebenen Tagfahrt soll gleichzeitig die definitive Wahl eines Gläubigerausschusses erfolgen und ein Contradictor bestellt werden, wenn nicht die Verhältnisse die Bestellung des letzteren schon vor dem Termine erheischen. Endlich wird in dem Termine nochmals ernstlichst der Versuch eines gütlichen Arrangements gemacht werden und wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß sowohl hierbei, wie auch bei allen in dem Termin von den anwesenden Gläubigern gefaßt werdenden Beschlüssen die Majorität die Minderheit bindet. Gießen, den 20. Januar 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 580) Die Holzversteigerung voni 21. und 22. Januar ist genehmigt. Die Abfuhrscheine sind vom 30. Januar bis 13. Februar bei Großh. Rentamt Gießen ein: zulösen. Die Ueberweisung des Holzes findet am 1. Februar Vormittags 9 Uhr von der Anfangsstelle der Versteigerungen statt. Gießen, ain 23. Januar 1869. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Dr. Draudt. 9 „ Nadel- ” 2900 Wellen Buchen-Reisholz, 1025 , Eichen- 1050 74 578) Nachdem Großherzogliches Hofgericht über den Nachlaß der verstorbenen Wittwe des Bierbrauers Wilhelm Loos, gebornen Straub, von hier den förmlichen Concursprozeß erkannt hat, so werden hiermit alle Gläubiger, welche Ansprüche an denselben bilden wollen, aufgefordert, dieselben so gewiß im Termine Montag den 1. März l. I., Vormittags 9 Uhr, vor unterzeichnetem Gerichte gehörig anzu- melden und zu begründen, indem von den Ausbleibenden stillschweigend unterstellt wird, sie hätten auf Befriedigung aus dem geringen, um 675 st. 58 kr. überschuldeten Nachlasse verzichtet. Schließlich bemerkt man noch, daß der Vormund der minderjährigen Kinder her Wittwe Loos die Erbschaft ihrer Mutter ausgeschlagen hat und daß in genanntem Termin ein gütliches Arrairgement versucht werden solle, wobei die etwaigen Beschlüsse der Mehrheit der Gläubiger die Minderheit binden. Gießen, den 21. Januar 1869. Großherrogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 581) Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Georg Schäfer, Georgs Sohn, zu Gießen betreibt daselbst seit 1. Juli 1868 unter der Birma: „Georg Schäfer" einen Handel mit ijouteriewaaren, Uhren, Uhrentheilen und mit Werkzeugen für Uhrmacher. Derselbe hat seinem Vater Georg Schäfer in Gießen Procura ertheilt. Gießen, den 21. Januar 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl. Wohnung am Kreuz Nr. 6, bei Herrn Tapezier Reiber. (588) CO Ziehungen am 1. Februar 1869. 505) K. k. österr. 1S60 Staats - Anlehen I Gräfl. St-Genois'sSes Prämien-An- von 200 Millionen Guldeu. I lehcn von L Million 200,000 Gulden. 1 . fl. 5. - . ft 21. - . fl. 30 - 9 9 9 9 5 9 Borsriinachrichteu. 23. Januar 1869. 1 Stück . 5 , • H „ - 443/r43 58-58 49— 50— 54-56 35-37 26'/2-271/2 52-56 49-51 26-27 Pr. Cass. Sch. Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . . „ doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankens!. 564) Mein an der Hardt gelegener Felsenkeller ist anderweit zu verleihen. Louis Busch Wittwe. Action. Frankf. Bank 123 t/g Oester. Bank 673 „ Creditact. 2541/2 Feilgebotenes. 386) Flanellhemden von englischen und französischen Stoffen, Unterjacken, Unterhosen in Wolle und Baumwolle empfiehlt Wenzel. 567) Getragene Herrenkleider sind zu - ' ‘ i K- Grünebaum. 592) Alle Diejenigen, welche Forderungen an den Nachlaß der Kaspar Spies Wittwe zu bilde», oder Zahlungen zu leisten haben, werden aufgefordert, solches binnen 14 Tagen von heute an bei Kaufmann P. Herbert zu bekunden und zu ordnen, widrigenfalls Erstere, nach Verlauf dieser Frist, ihrer Ansprüche verlustig, und Letztere gerichtlich an ihre Pflicht gemahnt werden. Gießen, den 26. Januar 1869. Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbabn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburg. Haasenstein Vogler Zeitungs-Annoncen-Expedition in FRANKFURT AM MAIN. Filialgeschäfte: in Basel, Beilin, Hamburg, Leipzig, Wien. iMnnit man Preise non fl. 300.000, fl. 50.000, fl. 23.000, fl. 10.000, fl. 5000, fl. 1000 2C. rc. gewinnen kann, kosten: 1 Stück . . . . fl. 13. — 5 / . ... ft 70 - Engi. Souver. 11 Ruse. Imper. 9 DolL in Gold 2 LandwirthschMicher Monats - Club z u Frankfurt a. M. am 1. Februar 1869 im Hotel Victoria. Tagesordnung: 10 Uhr Morgens, Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten der Mitglieder. 3 Uhr Nachmittags, Besprechung sachlicher Gegenstände und Zwar: 1) die Bedeutung des Anbaues der Zuckerrüben, und der Rübenzucker- 2) die'küisührung des Verkaufes von Schlachtvieh nach lebendem Ge- 7 dichte. Der Vorstand. Z Epileptische Krämpfe (F allsucht) heilt der Specialarzt für Epilepsie l>r. O. Hllllscli in Berlin, jetzt Mittel- Strasse JVr. K. — Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt. Versammlung der Brennereibesitzer aus der Provinz Hessen-Nassau und dem Großherzogthum Hessen - Darmstadt am 1. Februar 1869, Nachmittags 5 Uhr, im Hotft Victoria zu Frankfurt a. M. u Der Vorsitzende (594) ___________________________________________Pr xl^tet Viertes Abonnements Goneert des Giehener Concert-Uereins Donnerstag den 28. d. Mts., Abends präcis 6 Uhr, im Club-Saale, unter gefälliger Mitwirkung der Frau Wilma Norman - dteruda von Kopenhagen. Nachdem uns gelungen, diese ausgezeichnete und berühmte Virtuosin auf ihrer Durchreise für unser Concert zu gewinnen, bedarf es wohl nicht einer ausdrücklichen Hinweisung auf das ganz besondere Interesse, welches unsere diesmalige Aufführung vieten wird. (590) Die Concertdirection. Preuss. 4V2% Obi. 94'/4 Frankf. 3 ‘/2°/o Obi. 81% Nass. 41/2% Obi. 941,4 Kurh. 4°/o Obi. 86% liess. 4O/o Obi. b. Roths. 102 - 4 „ 31/2% do. do. 915/g Bayer. 5»/g Obi. 102‘/8 „ 41/2% 1jährige 953/a „ 41/2% i/aiährige 96 Würtemb. 41/2°/q Öbl. 94V2 Baden 41/2% Obi. c. E.L. 947/8 | Oestr. 50/0 b. R. 593/4 „ 5% National 52^ „ 50/0 Metall. Obi. 63 „ M. steuerf. 511/4 II Amer. 60/g 1882r Bds. 70 i „ 6% 1885r 777/s Pachtliebhaber, welche im Besitze der erforderlichen Vermögens sind und darüber den verlangten Nachweis liefern, werden hierzu eingeladen und können sich wegen Einsicht der Bedingungen und näherer Auskunft schon vor dem Termin an den Unterzeichneten wenden. Rabenau, am 17. Januar 1869. Der Rentmeister: W- Engel- Amtlich gestempelte und gesetzliche Beth-'iliguugS|cheiue : " ~ womit man Preise von fl. 30.000, fl. 3000, fl. 2000, fl 1000, fl. 300 rc. rc. gewinnen kann, kosten: Prioritäten. 50/0 östr. F. St. E. B. 3051/2 Ludwigsh.-Bexbach 1591/2 Maxbahn 106 Bayer. Ostbahn 127 Hess. Ludwigsbahn 139 30/g östr. Stsb.-Prior. 54y4 3°/0 östr. s. Lombard. 443/4 30/g Livorneser 32*/4 Toscaner 493/ti Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 96 50/0 Elisabeth-Prior. 747/e do. II. Emiss. 74 Anleliensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 551,2 Nassau fl. 25 b. Roth. 373/4 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 16V/2 Gr. Hess. fl. b. R. 44 4% bayr. Präm. Anl. 1031/z 40/0 badische Loose 100 Badische fl. 35 Loose 543/§ 1858r Prioritätsloose 143 1860r Loose 78% 1864r „ — 574) Steinkohlen und Braunkohlen in ganzen und geteilten Waggons, sowie im Einzelnen, empfiehlt Emil Pt stör. 589) Von Patent-Schrauben-Schlitt- sckuhen ist neue Sendung eingetroffen und empfehle ich solche in großer Auswahl. Louis Senner. Wechsel. Amsterd. k. S. 99 Augsb. k. S. 993/g Berlin k. S. 1043/4 Bremen k. S. 963/< Cöln k. S. 105 Hamburg k. S. 873/4 Leipzig k. S. 105 London k. S. 119 Vg Lyon k. S. — Paris k. S. 94Vz Wien k. S. 99?/s Disconto 3*/2% G. Gelds orten. 11 ; . . . . fl. 130 - Gegen Einsendung des Betrages oder Nachnahme zu haben bei Nolltzchild & Ls., lloilQJirc Nr. 14 in Wien. 1. Kosmoqravhische Vorlesunq. Heute Dienstag den 26. Januar, Abends präcis 7 W, in der kleinen Aula der Universität (s. vorige Nr. d. Bltts). Entstehung unserer Welt, besonders unseres SonncnsyttemS. 2 Kosmoaravbische Vorlesung. Mittwoch dcu 27. Januar, Abends präciS 7 Uhr, in der kleinen Aula der Universität. . Vortrag über die gebräuchlichsten astronomischen FlEmd^vorte. Ueber unsere Sonne. Vom Licht- Von der Wärme rc. Tableaux r 1. Schiefe der Ekliptik, Z. Sonnenhüllen nach W- Herschel, 3. Sonnenflecken nach H. Schwabe. B3* Die Vorlesungen sind so eingerichtet, daß zum Dcrstamniß der selben keine besondere» Vorkenntnissc vorausgesetzt werden. Anch erlaube ech mir noch die für Naturwissenschaft sich interessirenden Damen besonders dazu etnzuladcn, da seit den 17 Jahren, wahrend denen ich diese Vorlesungen in 176 Städten Deutschlands und der Schweiz gehalten, sich stets eine große Anzahl gebildeter Damen bei denselben betheiligt hat. Abonnements-Preis für alle acht Vorlesungen: Personen-Billet: 4V2 fl. Familien-Billct: 7 fl. Drei Damen zusammen auch 7 fl., wofür jede der Damen ein Billet, gültig für alle acht Vorlesungen erhalt. Billete für die Univ. - Studirenden 2V2 fl-, Billets zu «ner Vorlesung 1/- fu Billets sind zu haben in der Univ.-Buchhandlung des Herrn I. Rtcker unb tnmemer Wohnung, dort auch Programme mit dem vollständigen Inhalt aller acht Vorlesungen für Interessenten gratis. Eine Kaffe findet nicht statt. "«PG Sprechstunden von 1—3 Uhr. Carl von Heugel, Vermischte Anzeigen. Turnvere u. 596) Die Mitglieder des Vereins, welche sich bei dem am 30. Januar d. I. stattfindenden Balle noch betheiligcn, wollen sich bei L. Stohr bis zum Samstag Mittag 4 Uhr melden. Das Comite. 595) Zwei Pferdeknechte werden zu sofortigem Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__________________ 560) Auf bem Neuenweg oder in dessen Nähe wird ein angenehm möblirtes Zimmer zu miethen gesucht. Offerten bittet man bei der Exped. d. Bltts. niederzulegen. 563) 600 bis 700 fl. sind gegen gute Sicherheit auszuleihen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Vermietbungen. 585) Vor dem Wallthor ist eine Mansarden-Wohnung, bestehend aus 5 bis 6 Zimmern nebst Zubehör, an eine stille Familie zu vermiethen und Mitte April zu beziehen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 591) In Becker's Vorderhaus (neue Anlage) ist eine Mansarden-Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Kammer, Keller, Wasserleitung, nebst Mitgebrauch der Waschküche und des Bleichplatzes, zu vermiethen und den 1. April beziehbar. 573) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche, Kammex und sonstigem Zugehör, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen.________H- M- Jughardt- 572) Eine freundliche Familienwohnung, bestehend aus 5 Preßen nebst Küche, Boden, Keller und Holzstall, ist pr. 1. April oder auch schon früher, zu vermiethen bei Schar mann, im Schützenhof. 566) Ein, auch zwei gut möblirte Zimmer sind sofort zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 576) Eine alle zweischläferige Bettlade steht billig zu verkaufen bei Ehr. Euler, Schreiner. >verkaufen bet 571) Neue Bickel und Hacken mit Stiel, pr. Stück 36 fr., bei __Aug. Schlessinger. 575) Patent-Schlittschuhe ohne Riemen, eiserne Kinder-Schlitten bei Emil Ptstor. 561) Steinkohlen und Braunkohlen erster Qualität empfiehlt Dan. Wirth's Nacyfolger (Th. Geilfus.) 558) Zwei Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 559) Ein Familienlogis, bestehend aus 4 Zimmern, Küche und Zubehör, sowie das im Hinterbau befindliche Sälchezt, ist anders weit zu vermiethen; letzteres lrkße sich auch leicht auf Wunsch in ein Familienlogis umändern. E. Pitthan. 569) Wegen Aufgabe meines Detail-Geschäfts verkaufe ich mein sämmtliches Lager in Stiefeln, Domen- und Kinderschuhen zum Kostenpreis aus.__________K. Grünebau m. a«- Arabische Gummikugel» von W. Stupprl in Alpirsbach. 577) Dieses Universalheilmittel erweist sich nach dem Gutachten der hohen föniöL Obermedicinal-Collegien in München, sowie in Stuttgart, bei Husten, Hefferkett, Brustschmerzen, Verschleimung der Lungen und der Luftröhren als überaus wohlthatig, zumal bei Krampf- und Keuchhusten befördern diese Brust-Bonbons den Aufwurf des zahm, stockenden Schleimes, mildern sofort den Reiz im Kehlkopfe und besetttgen m kurzer Zett den heftigsten Husten. Preis pr. >/, Schachtel 14 kr. und pr. *,2 Schachtel ? fr. Niederlagen hiervon halten die Herren H. C. Brngmann in Ltch, H. Moog in Gedern und Chr. Rullmaim in Büdingen. NB. Gefällige Offerten wegen Niederlagen wolle man franco an Herrn I. G. Schroder, General-Agent in Darmstadt, richten. 565) Nachdem der bisherige Zugang zn der Universitäts-Bibliothek weggesalleu ist, geht der neue durch das Hauvtthor des Klinikgartens links am Bibliothekgebäude hin bis au die Ecke, an welcher eine offene Gckterthüre nach der Eingangs- treppe der' Bibliothek führt. Die Direktion der Großherzoglichen Universitäts-Bibliothek. Schäfer. Feuilleton. Elbe sing an, höher zu gehen. (Fortsetzung folgt.) oak e« auch die Andern wieder mit ihr wurden. Nach wenigen fliickklgea Mit- tbeilungen über seine Schicksale in der Zwischenzeit fass Wilhelm mit ter Fa- milie bei Tische, au der Seite ter würdigen, freundlichen Dame des Hauses, ganz als ob er selbst noch einen Bcstanttheil derselben bildete. Man schwelgte in Erinnerungen an die Kindheit. Die Familie von N., von der ich hier spreche, war im Boigtlande ansässig. Wenige nur kennen diese Ecke Sachsens, die wie ein wildes Stück frischer Waldidylle einsam und abseits von den groben Verkehrsstratzen liegt. Aber wer sich einmal auf seine Berge und Haiden, in seine Wälder und Triften verirrt Hot, der fühlt sich wunderbar ergriffen von der Einfachheit und Natursrische, die ihm aus Volk und Land- choft zuweht. Auf rauhen unwegsamen Bahnen, meist zur Nachtzeit, wo die Pascher auf leisen Socken von der böhmischen Grenze her an dem einsamen W^derer vvrüberhuschen und ihn mit unheimlichen schrillen Pfiffen (ihren Signalen) erschrecken, habe ich es 1849 in irrer Flucht durchmessen. Hinter mir das fürchterliche Bild des Barrtkacenkampies in Dresdens schauerlich wüsten Strassen, wie athmete da meine Seele hoch auf in der kräftig freien Berg- und Waldluft dieser Wildnisse. Es war mir, als ob die Natur selbst ihr herziges Auge aufschlüge aus den klaren Teichen, die mitten durch die Wälder, aus den öden Haiden und den wüsten Bergen zerstreut liegen; wie crguickeuv lachten mich jetzt statt des grauen Pulvernebels die saftig grünen Matten an, deren Rasen, von unzähligen kleinen, wie Himmelsbläue durchsichtigen Bachen und Rinnsalen durchrieselt, in steter Frische prangten) wie kosend traulich trat nicht das fromme Gethicr des Waldes, wie arglos hüpste nicht das gesprenkelte Roth- kehlchen zu mir heran, als wäre der uralte Frieden der Fabelwelt noch über die Schöpfung ausgegossen! Und ebenso treuherzig, ebenso derb und bieder sind auch die Männer und Frauen, die hier wohnen. Die moderne Zeit und was von Berderbniss sich im Gefolge der industriellen und politischen Bewegung em- aeschlicheu hat, hat auch hier manches Herz verfälscht, manchen Charakter verdorben ; aber im Ganzen ist hier der Menschenstamm noch gesund und stark, wie die Stämme seiner Wälder, und an manchem Händedruck habe lch geiuhlt, wie stark die Herzen für Die Freiheit schlagen. Aber herzig vor Allem in ihrer einfachen Naturschvnheit sind die braunen voigiländischen Matchen mit ihren Augen so durchsichtig klar und so tunfelticf wie ihre Waldteiche und Wiesen- rinnen, mit ihren Lippen, roih wie ihre Erdbeeren, ihren Haaren, dunkel ton ihrr Wälder. Welch tiefer, inniger Liebe diese Herzen fähig sind, wird uns diese !"1'afflaüe3i? Tochttr des Herrn von N., war eine voigtländische Waldblume und, ten oberflächlichen Firniß des leichteren Wcltumganges abgerechnet, den höhere Stände wohl Überall annehmen, verleugnete die ganze Familie Den Eha- ratter patriarchalischer Biederkeit nicht, der die Bewohner des Voigtlandes aus- zeichnet und wie eine große Familie zusammenhält. Es hotte sich also ganz natürlich gemacht, daß, als sich Herr von N. vom Militärdienste aus seine Guter zurückzog, um hier Der Erziehung seiner tret Kinder zu leben, Wilhelm^ der Sohn eines armen Jnstrumentenfabrikanten, als Nachbarskind zuerst die Spiele und sodann, Da er Lernbegierde zeigte, den Unterricht ter Kinder auf dem Rittergute th-ilte. Keine Bande sind oft leichter und doch fester gewebt, als Kinverfreundschaften; eine solche innige, obgleich auf Nichts gegründete Neigung mflfiite aus Wilhelm und Marten unjertrehnlicbe Gespielen. Als Der erstere »icnebn Jahre alt war, starb fein Baier und ein Verwandter tm fernen Frei- berg nahm ihn zu sich. Anfangs fand er als Schreiber Beschäftigung, dann drängte ihn bei der nahen Mtlitärpflichtigkeit die Scheu vor Dem Soldatenstande, in die Reqimentsmusik einjutrettn, was ihn vor den Strapazen des gemeinen Dienstes schützte unv ihm zugleich erlaubte, seiner Lieblingsneigung zu folgen, denn die Voigtländer sind fast alle, wie die Böhmen, geborne Musikfreunds So war er nach Dresden gekommen, wo ihn Marie wieder erkannte, deren Bat;r eben feinen ältesten Sohn auf die Militärakademie gebracht hatte, und zugleich den Aufenthalt in der Hauptstadt benutzte, um bedeutende Aerzte über die schwan- Verschwiegene Lieb?. Erzählung von Hermann Scmmig. ES ist eine einfache Geschichte, die ich erzählen will, und ich werde sie ebenso einfach wiedrrgeben, wie sie mir selbst vor vielen Jahren als wahr de- richtet wart, so einfach, wie sie ist. Sie hat sich lange vor unserer Zeit zuge- trauen unv trägt ten Ausdruck der idyllischen Ruhe, die Die Wett in jenen Sa- aenoü. Wenn sie dennoch eint soeiale Bedeutung in sich schließt und unsere modernen Herzen bewegt, so weiß man ja: Die Geschichte des Herzens ist CtVlfl'g6 war in Dresden. Jeder, der nur einmal dieses herrltthe Florenz Der ffilbe gesehen hat, kennt Den prächtigen, schonen Platz vor Dem Schloß, der auf fcte Brücke mündet, rechts von der Brühl'schen Teraffe, links von der katholischen Kirche und dem Theater umziert. Eine italienische Heiterkeit liegt sonnenschei- nend über ihm ausgebreltet. 3» lauen Sommernächten, wenn der Vollmond über dem Brühl'schen Garten aussteigt unv sein magisches Licht über das schlummernde Tbal gießt, träumt sich der bezauberte Sinn leicht hinüber nach Europa s Garten; durch die schönen Bogen der Brücke glaubt man die Wellen des Arno aleiten zu sehen, aus der Ferne leuchtet das Herdfeuer herabschwimmender Schisse, und melancholische Gesänge tönen in weichen Mclodieen immer leiser und ferner berauf, die Nachtluft trägt auf ihren Schwingen den Duft der nahen Orangen unv die mondbeschienenen Statuen der katholischen Kirche scheinen, wie versteinertes Leben, selbst zu träumen. Aber einen fröhlicheren, lebendig heiteren Anblick gewährt der Platz an schönen Sonntagsvormittagen, wenn der Gottesdienst zu Ende ist, und die Wache von Neustadt her über die Brücke aufzieht. Da wimmelt es von genutzten Menschen, fröhlichen Sonntagsgesichtern unv vergnüglichen Fremden, an denen Dresden im Sommer so reich ist; Vas zieht unv wogt, das schwärmt und summt, schwatzt unv lacht, wie an einem sonnenhellen Morgen m einem von Bienen unv Vögeln belebten Blumengarten; zuweilen fliegen gleich bunten Faltern prächtige Karossen durch die wogende Menschenmenge, es ist ein Bilv von lauter Lust und Leben. Und darüber hin ziehen feierlich tftc Schwane Glockentöne, hallend durch die Lust, und verschwimmend dehnen sich die schauenden Blicke aus über die herrliche Landschaft, ven schimmernden, von Kähnen wimmelnden Fluß hinab, hinaus bis zum fernen Horizont, wo der Berge blauer Duft mit dem Himmel zusammenzufließen scheint. Es war an einem solchen Sonntagsvormittag in den zwanziger Jahren. Die Spaziergänger, die einheimischen unv fremven, wogten auf unv ab, als sich plötzlich auf den Ruf „sie kommen," die Menschenmenge theilte, um der unter der Musik heranziehenden Wache Platz zu machen. Schmetternd tonten letzt die kriegerischen Melovieen durch die schwirrende Menge, und Aller Nerven Zitterten bei den prächtigen, brausenden Klängen, als plötzlich laut vernehmlich durch all den Lärm der Menschen und der Musik eine Helle Mävchenstimme wie in kindlicher Freude ausrief: „Vater, der Wilhelm!" Der Ruf klang so naiv und so lieblich, daß sich unwillkürlich unv augenblicklich alle Zuschauer halblachelnv nach der Stelle wanvten, von wo die Stimme kam, unv wer sie mit dem Blicke erhaschen konnte, der konnte wohl sehen, wie sich ein brauner Mävchenkopf, Vas Gesicht von Purpur übergossen, rasch hinter einem älteren, vornehm scheinenden H»rrn verbarg, als schäme es sich, so laut vor aller Welt seine Freude verrathen zu haben. Wäre in diesem Moment nicht Alles Auge gewesen, so hatte ein aufmerksames Ohr wohl bemerken können, daß jener Ruf auch in der Mil.tar- musik eine kleine Verwirrung hervorbrachte, indem einer der Musiker, plötzlich wie in Erinnerung aushorchend, den Takt verlor. Aber Vie Musik zog vorüber unv hinter ihr schlug Vie nachfolgende Menschenwoge, auch über den fluchtigen Augenblick, zusammen. Alle eilten weiter, ihrem Vergnügen nach, wohin die Laune sie führte, und Keiner dachte mehr Daran. Nur dort in jener kleinen Gruppe, vie sich aus Dem wirren Menschenknäuel auflöst, um nach dem Alt- mailt zuzugehen, spinnt sich das kleine unerwartete Abenteuer weiter, eine liebliche Saite war hier berührt worden und klang jetzt in einem herzlichen Ge- spräche fort. „Gewiß, Väterchen," sagte das junge Mädchen, indem es sich an den alten Herrn anschmiegte, dessen Haltung und Äeußeres halb den Landedelmann, halb den Offizier außer Diensten andeutete, „gewiß," sagte es unv schüttelte dabei mit herziger Sicherheit das Köpfchen, „es war Wilhelm, ich habe ihn wohl erkannt." „Wie wäre das möglich, liebe Marie," entgegnete der Vater, „Du irrst • Dich bestimmt. Bedenke doch, es sinv nun fünf Jahre her, daß uns Wilhelm verlassen hat, damals hattest Du kaum elf unv er vierzehn Jahre, seitdem hat er sich gewiß so veränvert, daß er sich gar nicht mehr gleicht/ Thut nichts," meinte Marie; „was meine Augen nicht gesehen, das habe ich errathen, unv übrigens, Dankbarkeit hat ein gutes Gedächtniß; wie oft hat er mich nicht gegen meine Brüder in Schutz genommen, wenn ihre Neckereien zu arg wurden! Nein, nein, er ist es." , Ja, wahrlich," sagte der ungefähr siebzehnlahnge Bruder, der an ihrer Seite"ging, „und wäre es auch nur um der Wärme willen, mit der meine Schwester darauf beharrt, ich glaube selbst, daß sie Recht hat." „Aber wie käm' er hier zur Musik beim Militär?" warf der Vater ein; nun* wir werden das bald sehen, morgen früh werde ich mich erkundigen, da Dir Dein alter Spielkamerad so sehr am Herzen liegt." (Sr hielt Mort, und als er am andern Tage zur Zeit des Mittagessens heimkam, führte er einen schönen schlanken Jüngling mit sich, dessen kecke, heitere Gesichtszüge von einer halb schüchternen, halb schwärmerischen Verlegenheit allerliebst gemildert wurden, einer Verlegenheit, die Marie in kindlicher Offenheit gar nicht bemerkte, denn fröhlich in vie Hände klatschend sprang sie auf ihn zu, faßte ihn bei beiden Hänven und rief: „Hatte ich nicht Recht, nicht wahr, Du bist es, Wilhelm?" r . r Das „Du" war so natürlich aus ihrem Herzen gequollen, sie hatte so gar keine Ahnung von dem Unterschiede zwischen dem vierzehnjährigen Knaben, ihrem Spielgenoffen, und dem schönen Jüngling, Der jetzt vor ibr stand, daß selbst das „Sie", mit dem er ihr trotz aller Herzlichkeit im Tone antwortete, sie nicht aus ihrer glücklichen Träumerei erweckte. Alle Scenen der Kindheit, die sie zusam» men verlebt hatten, standen wieder unmittelbar vor ihrer Seele, sic war ganz das alte unbefangene Kind, unv ihr Glück war so berauschend und ansteckend, kende Gesundheit seiner Gattin zu befragen. In den ersten Jünglingsjahren, wo das Herz von tausend Idealen geschwellt ist und der ganzen Welt begeistert entgegenschlägt, knüpfen sich lose Bande der Kindheit nicht nur rasch wieder zusammen, sie werden sogar um so fester geschlungen, von je reineren Erinnerungen sie gewebt sinv, mit je reinerer Gluth tie wieder aufgenommen werden. So lebten denn die guten Menschen harmlose Tage zusammen, es war eine zweite gesteigerte Kindheit, die sie erlebten, rem und ungetrübt von allen verwirrenden unv beunruhigenden Leidenschaften der reifem Jugend. Wilhelm nahm, wenn er frei war, an den Vpaziergangen der Familie Theil, auf dem Zimmer begleitete er Marien am Klavier mit kunstfer- tigern Flötenspiel, erwies kleine Gefälligkeiten, erhielt sie durch gleiche Dienst- fertigkeiten belohnt unv — doch wer, so lange er glücklich ist, kennt nnv schätzt sie genug alle die Geringfügigkeiten, die das Leben so sehr versüßen. sie scheinen so nichtig als sie flüchtig sind, und nur, wenn sie vorübergerauscht mit dem Walvstrom der Jugend, und wir einsam in dunkler Nacht am o^n User seines vertrockneten Bettes sitzen, fühlt unser Herz in seiner Leere all tue Fülle der Seligkeit, Die sie mit sich führten. Eines Sonntags, als Der älteste Sohn der Familie für den Nachmittag Urlaub hatte, beschlossen die jungen Leute, Marie mit ihnen, einen Spaziergang längs der Elbe zu machen und dann auf das Linke'sche Bav uberzufahren. Die Mutter ward durch Kränklichkeit zurückgehalten, unv der Vater leistete ihr Ge- sellschaft. Es war ein heißer Julitag. Selbst am Ufer des Stromes erquickte kein frisches Lüftchen die drückend schwüle Atmosphäre, und die blauen Berge der sächsischen Schweiz verdunsteten in grauweißlichem Brodem. Von Fendlaters her stiegen über die Berge zackige Gewitterwolken auf, hinter denen die Sonne bald verschwand; eine Zeit lang war jetzt Die Lust erstickend, Dann kündigte der fast nächtliche dunkele Himmel und ein plötzlicher schnell anwachsender ruftzug den nahen Ausbruch des Gewitters an. Die jungen Spaziergänger waren blS zu „Antons" gekommen und hielten es für gerathen, jetzt noch schnell ubcrzu- setzen, um das Linke'sche Bad vor dem Regen erreichen zu können. Ein Kahn war bereit, aber im Augenblick, wo sie eintraten, zuckte schon ein ferner Blitz, und der Donner rollte mit erschütterndem Echo durch das weite Thal; Die norddeutschen Bundes und umgekehrt schon dcßhalb kerne Rede sein kann, weil sowohl die Bewaffnung, wie das Reglement der baierrschen Armee und der Armee des norddeutschen Bundes vollkommen verschieden sind," und sie fügt bei, daß diese Nachricht nur auf einem Mißverstandniß beruhen kann. (Auch bezüglich WürtembergS erkärt der dortige „Staats- anzeigrr", daß an der Berliner Nachricht kein wah- res Wort sei j Wien, 19. Jan. Die telegraphisch signalisirte und von anderer Seite beritte dementirte Mitthei- lung der „N. Fr. Pr." über ein Gespräch, das der auf ter Durchreise von Darmstadt nach Trust hier anwesende Prinz Alexander von Hessen vorgestern mit dem Kaiser und dem Reichskanzler gehabt haben soll, geht dahin, daß der Schwager des Zaren sich in der beruhigendsten und bestimmtesten Weise über die durans friedliche ;und Frieden athmende Politik Rußlands aussprach, indem er ausdrücklich be- tonte, wie sehr es der Wunsch des Petersburger Ca- binets sei, jcve frivole oder gar gewaltsame Störung des Friedens hintanzuhalten, und wie Unrecht man dem .Rai|er Al-xander thue, ihm zuzumuthen, daß er etwa im Geheimen anderen Principten huldige; am allerwenigsten liege es aber in der Absicht Ruß- lands, eine für Oesterreich feindselige Politik zu verfolgen — im Gegenthetle wünsche man nichts mehr, als ein recht gutes Einvernehm.n zu bewahren. Das Blatt bringt damit das Gerücht in Verbindung, M Run and in der letzt n Eonferenzsitzunq sich auf- ter-Birnbaum, das Wort, um mit gehobener Stimme seine persönlichen Erfahrungen über Gebetserhörun- 88. Jan. Nach Privatnachrichten aus Rom haben nun auch die äußeren Vorbereitungen für das Concil begonnen. Es wird in dem großen Querschiff der Basilica St. Peter tagen. Als ersten und vornehmsten Gegenstand scheint man die Misflonsthätigkeit anzusehen. Von den 1200 Millionen Erdenbewohnern ist nur ein Drittheil den christlichen Lehren zugewandt, und auch von dieser Zahl bildet die römische Kirche, welche sich so gern als die herrschende erklärt, noch immer die bemer- kenswe.the Minderheit mit kaum 180 Millionen Katholiken. Ueber 100 Millionen gehören den pro- testantischen Confeisionen, 16 Millionen anderen christlichen Bekenntnissen an, und die griechische Kirche gebietet über 96 Millionen Seelen. Es ist also eine ungeheure Aufgabe, welche des Eoncils Wartet, wenn es die „entfremdeten" Kinder der „wahren Mutter" zuführen will. Wie die Dinge liegen, wird diese Aufgabe das Eoncil überleben, auch wenn die Propaganda der Jesuiten eine noch so große Ausdehnung gewänne. Berlin. Im Abgeordnetenhause ist dieser Abende ein Fall von „Erweckung" vorgekommen. In der Unterrichlecommission ergriff nämlich der Freihr. v. Massenbach, Abgeordneter für den Wahlkreis Sam- Vermischtes. Darmstadt, 20. Jan. Vergangenen Sonntag wurde auf Requisition Preußens aus dem hiesigen Burgerspitale ein russischer Jude gefänglich abgefuhrt, der im Verdacht steht, bei einem auf 1 Vz Millionen Rubel angegebenen Diebstahl in I den russischen Bergwerken behulflich gewesen zu sein. Bei diesem Diebstähle, der schon vor mehreren Jahren statt- I fand, sol'en insbesondere auch hohe russische Beamte beteiligt I sein Der Entführte hatte sich schon seit etwa vier Monaten dahier im Gasthause zum Frankfurter Hof ohne Wissen der Polizei aufgehalten und wurde daselbst vor ungefähr 14 Tagen von einem russischen Staatsrath, der ihn angeblich schon seit zwei Jahren verfolgt, durch Zufall entdeckt. Der ihm bevorstehenden russischen Behandlung wollte der Gefundene durch den Hungertod entgehen, waS ihm jedoch nicht gelang, da ihm, nachdem er zehn Tage lang nichts als Wasser zu sich genommen batte, im hiesigen Spital, wohin er verbracht worden war, Milch und Fleischbrühe mit Nachhülfe eingeflößt wurde. Eine ähnliche Lebenserhaltung steht ihm auch wohl ' "och fernerhin bevor. Allgemein wundert man sich aber darüber, daß diese Auslieferung ohne jegliche Mitwirkung der hiesigen Gerichtsbehörden statthabcn konnte. Darmstadt, 20. Jan. Heute Nachmittag halb 3 Uhr l verspürte man, wie die »Mainzeitung" mittheilt, hier wieder ein Erdbeben, das sich durch einen starken wiederholten Ruck, begleitet von heftigem Getöse, bemerklich machte. (Auch in Frankfurt ist zu derselben Zeit eine ähnliche Beobachtung gemacht worden.) Darmstadt, 22. Jan. Gestern Nachmittag wurde A. Keller von Büttelborn, schon aus dem Proceß Warburg als „Kraulbauer" bekannt, gegen welchen vor einigen Monaten I «ne Anklage wegen Kirchendiebstahls und eines Vergehens ge- I gen die Sittlichkeit vor dem hiesigen Schwurgerichtobof ver- I handelt worden ist, die mit der Freisprechung des Jnculpaten I endigte, abermals unter polizeilicher Escorte hierher verbracht, da dringende Verdachtsgrunde gegen denselb-n vorliegen, daß er der Urheber mehrerer in Weiterstadt, Büttelborn rc. neuer- I d'ngs verübter Entwendungen von Gesang- und Gebetbüchern sowie sonstiger ebenfalls fast werthloser Gegenstände aus den dortigen Kirchen ist. ES gewinnt unter diesen Umstände» die I Ansicht eines der bei der Verhandlung über die erste Anklage I gegen Keller zu Rathe gezogenen Erperten an Wahrscheinlich- I feit, daß Keller an einer partiellen Geistesstörung, einer sog. Manie, leide. Hof führenden Straße („grüner Weg") der 9jährige Knabe Emil Handtke dem Tode nahe gefunden. Er wurde sofort nach dem Krankenhause Bethania gesandt, nachdem man an seinem Halse eine Strangulatioosmarke und Messerstiche und die Verstümmelung eines hier nicht zu nennenden KörpertheilS entdeckt hatte. Der Knabe war, wie sich ferner ergab, iu diebischen Lüsten mißbraucht, dann verwundet und verstümmelt worden. Ein Brauer in Essen ließ einen Keller graben und trieb die Arbeiter zur Eile, weil Winter und Frost nahte, aber die Arbeit wollte nicht vorwärts. Plötzlich änderte sich die Sache die Arbeiter stellten sich vor der Zeit ein, gruben mit merkwürdigem Eifer und waren wie verwandelt; sie wollten selbst mit dem Arbeitgeber nicht mehr plaudern, sondern sagten: Bei der Arbeit muß man Niemand stören. Als der Grund 30 Fuß tief gegraben war, mußten sie fast mit Gewalt zum Einstellen der Arbeit gezwungen werden. Wie kam das? Ein alter irdener von Salz zerfressener Topf hatte das Wunder bewirkt, tiefer Topf war in der Erde gefunden worden und m ,hm ein Pergamentstreifen, auf dem in alter Schrift in lefen war: „Hierunder ligt vill Geld begrawe, - und wer tt sink, der soll et hawe. — Gedenke der Armen." Wer aber den Zaubertvpf dort heimlich vergraben hatte, das war der Brauer. Aus Herrieden, 18. Jan., schreibt man der „Fr.Ztg."- Der letzterwähnte Luftberg hat sich im nordöstlichen Europa Uhb bringt uns durch Abfließen de- sibirischen KaltepaffateS immer tiefere Temperatur, ohne daß die Ver- suche des Ant.passateS, »om atlantischen Meer her durchmdrin- gen, von Erfolg sind. v 1 Butzbach, 18. Jan. In verflossener Nacht wurde ein 71 Jahre alter Mann von Gambach gefänglich dahier eingebracht, der des Verbrechens der Nothzucht, verübt an einem 14jährigen Mädchen, angeklagt ist. Berlin, 19. Jan. Eine neue Schauer- und Schaudergeschichte hat unsere Stadt um so wehr in Schrecken gesetzt als sie an den Mord des Bäckerlehrlings Eorny (dessen Thä- ter noch nicht entdeckt sind) erinnert. Am Sonntag Abend wurde auf dem Bod.n eines Hauses der nach dem OstbahnBerlin. Die Entdeckung des Verbrechers, welcher die cnen te9r berufen, sie davon in Kenniniß fetzen und dw Schluß- konlgl. preußische „Staatsanzeiger Notiz nimmt? Verhandlungen einleiten. B Dle Herren in Wien und sonstwo fühlen sich durch den weifiichen Orden gerade so geehrt, wie der Preußische Graf Stolberg durch den neapolitanischen München, 22. Jan. Wie schon erwähnt, bringen e.nige Berliner Blätter die Angabe, der nächste norddeutsche Reichstag werde sich nicht blos mit dem Anträge Badens wegen Ableistung der Militärpflicht in ter Armee des norddeutschen Bundes und umgekehrt, sondern auch mit analogen An- trägen Baierns und WürtembergS beschäftigen. Wir haben vor einigen Tagen schon mitgethetlt, daß von Baiern wenigstens ein solcher Antrag nicht gestellt worden ist. Die C. Hoffm. bemerkt dazu noch, „daß von einer Ableistung der Militärpflicht baierischer Staatsangehörigen in der Armee des