Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 ft. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal ; Dienstags, Donnerstag- und SamstagS. — Expedition: Canzleiberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amlst'lätt für den Kreis Kielen. Nr. 3». Dienstag den 23. März Amtliche Bekanntmachungen 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9) Einladung nun Abonnement Mit dem 1. April beginnt ein neues Mhrigcs Abonnement auf den 6$ i e ft c it e r Anzeiger. Derselbe erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet in Gies,en vierteljährlich 36 Kreuzer frei in'S Hans geliefert. - Für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren können, beträgt der ^jährige Llbonncmcntsvrcis 4t» Kreuzer incl. Postaufschlags. „ Die auswärtigen Abouneutcn mache» wir darauf aufmerksam, daß nur dan» vollzählige Nummern des Blattes geliefert werden können, wen» sie schon jetzt bei der Post ihr Abonnement crneuern. Den Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im H. Quartal 1869 zusenden und den Abomiemeutbctrag wie seither durch Quittung erbeben lassen. Die Expedition des Gießener Anzeigers. B c k a n n t m a ch u n g. g,„n @citm bcr Kaiserlich Französischen Regierung sind der Graßherzaglichen Gesandtschaft zu Paris die TadeSschcine der nachstehend verzeichneim, angeblech aus dem SSÄÄjÄ«** »äfc PÄ-rb-nen auf, di. Tadesschein. bei uns in Empfang zu nehme^s'^ b,t 8rOni0Md,e Kt8ltrU"8 Crf018m m,rb' kleben, den 13. Marz 1869. In Verhinderung des Kreisraths: Gros, Kreisassessor. Anna Maria Charpentier, geb. Heimiger, aus Mainz, Tochter von Johann Bernhard Heimiger und Katharina, geb. Dorn „alt 39 Jahre, gestorben zu Paris den Sovbie^ Katharina Menu, geb. Fritz, aus Mainz, Brodverkäuferin, alt 44 Jahre, gestorben zu Paris den 19. April 1864. FeUr Gauthier aus Mainz Schuhmacher, Wittwer von Viiginie Viard alt 63 Jahre gestorben zu Parts den 21. April 1864. 8,Heinrich ^aen aus Darmstadt, Straßenkehrer, alt 19 Jahre, gestorben zu Paris den 8. October 1864. ^ermmina Ubria aus dem Großherzogthum Hessen, Portefeuillearbeiterin, alt 23 Jahre, gestorben zu Paris den 26. October 1864. Snb?ll Kovvert aeb. Äsweiler , aus Mainz, Wittwe von Johann Michael Koppert, alt 74 Jahre, gestorben zu Paris den 21. December 1864. Johann Heinrich Nicolmis aus Darmstadt, Straßenkehrer, Sohn des Taglöhners Peter Nicolaus und seiner Ehefrau, geb. Aomng, alt 27 Jahre, gestorben zu Anna Mar?a RÄ^aeb0 Müller, aus Darmstadt, Straßenkehrerin, alt 26 Jahre, gestorben zu Paris den 13- März 1865. Charlotte Locher aus Mainz, Tochter des Bauunternehmers Anton Walther, alt 31 Jahre, gestorben zu Paris den 24. Marz 1865. ^bann Merckel aus dem Großherzogthum Hessen, Schneider, vermählt mit Augustine Busse, alt 71 Jahre, gestorben zu Paris den 31. Marz 186d. h * 3 Msing. alt 37 We, «tata in Oran dm 30. Juli 1865. % ÄÄ alt 51 Jahr., g.starbm zu $ ÄÄM °°b. Span, al. 22 Jahre, 8,ftor= Z KW, 221 ^lHabdhen^koklf °b^rittroeD,' 0e6. Goindron, aus Darmstadt, Taglöhnerin, alt 67 Jahre, gestorben zu Paris den 6. October 1865 231 C ab b Müller geb. Herzberger, aus dem Großherzogthum Hessen, Straßenkehrerin, alt 29 Jahre, gestorben zu Pans den 15. October 1865. 9?{ 8Äooelh Muuer g Großherzogthum Hessen, Straßenkehrer, alt 18 Jahre, gestorben zu Paris den 29. October 1865. nfi A°bann Ochultheis aus d^m Vrovy ^^ufseher, verheirathet mit Margarethe Koch, 24 Jahre alt, gestorben zu Pans den 30. October 1865. orn i Großherzogthum Hessen, Korbflechter, verheirathet mit Katharine Allemand, alt 49 Jahre, gestorben zu Pans den 11. August 1866. 27 Comäd K. ist aus d-m 6*V Tiraill.ur bei d.m franz. Erp-ditions-Carps in M-ri-a, alt 22 Sabre garten zu Orizaba dm ». S.pi. 1866. 28) Gabriel Beter August Lesage aus Mainz, Kais. Franz. Hauptmann, alt 66 Jahre, gestorben zu Pans den 22. Marz 1867. i L »b» bm 6-3uh 1867- ' Htei’SÄT (»««"' « ik7Jahr. g°starbm ,u Gu.lma dm 16. S-pi. 1867. 33) Ma°ii?SchSft? aus d.m Grosthmzog.hum H.ffm, Taglöhn.r, alt 25 Jahre, g.stord-n zu Parw dm 7. D.cm.bm 1867._____ Besondere Bekanntmachungen. Merhefstsche Eifeilbalillge!estfchast. 2422) Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß zu der am ; IO. April 1869, Vormittags 10 Uhr, im Saale des Hotel Kühne in Gießen stattfindenden Generalversammlung die Herren Aktionäre sich bis spätestens zum 27. d. Mts. mittelst Hinterlegung ihrer Actien gegen Empfangscheine und Behändigung der Eintrittskarten auch bei _ Herrn Aron Heichelheim in (siegen legitimiren können. Gießen, den 20. Mörz 1869. Der Verwaltungsrath. 2421) Die Steigerer des Holzes im District Neuhege auf der Eisenbahnlinie werden ausgefordcrt, solches binnen 8 Tagen abzusahren, wenn sie nicht zur Anzeige gebracht werden wollen- Gießen, den 22. März 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt- Versteigerungen. 2389) Mittwoch den 24. März und den folgenden Tag, jedesmal Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Herrn W. Neh- meyer die zuin Nachlasse der Clisabethe Hessig «gehörenden Gegenstände, als: Betten, Weißzeug, Kleider, Möbel, Haus- und Küchengeräthe u. s. w. öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 17. März 1869. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. _________________Ebel._______________ Pferdeversteigerung 2408) Dienstag den 30. März, Vormittags um 10 Uhr, werden in der Gensd'armerie - Caserne zu Gießen vier ausrangirte Dienstpserde gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert. Gießen, den 20. März 1869. Großherzogliches Gensd'armene-Divisions- Commando Oberhessen. ___________Supp, Rittmeister.___________ 2394) Mittwoch den 24. März er., um 10 Uhr Morgens, soll für die Gemeinde Atzbach dahier vergeben werden: 1) Lieferung von Lungsteinen, veranschlagt zu - ... 24z Rthlr. 2) Lieferung von Basaltpflastersteinen , veranschlagt zu 453 „ 3) Lieferung eines eisernen Thores, veranschlagt zu ... 46 „ 4) Anfertigung von Straßenpflaster , veranschlagt zu -103 „ Krofdorf, den 17. März 1869. Das Bürgermeisteramt. 2403) Ein Haus in Krofdorf nebst Scheune und Stallung, welches sich gut zu einem Fabrikgeschäft eignet, sowie 16 Häm- mel, werden Donnerstag den 25. März, Nachmittags 2 Uhr, versteigert. — Die Bedingungen werden bei der Versteigerung vorgelesen. Carl Leib, in Krofdorf. = 1987 39 gemischte 18 Nadelholz- 250 bei 63. GROSSE PREIS-ERMÄSSIGUNG. pfiehlt biet HW s- Stecken Wellen käs empfiehlt Carl Lony. mailt 2430) Frisch gebrannten Kaffee empfiehlt schkim 15 9 1 auch । 66 fl. - fr. Bl 162 30 ui uci ; Hofs nachgewiesen werden, sagt die Expeb. d. Bltts. 230 8 57 49 35 28 te lob 290 123 143 145 Ü>M glanzt kcn lM mit । Weil aflert 2 Haar 6 10 25 1025 2516 750 2276 U 3 62‘/2 Sfanbi spreche l'tz ha iin ga 51 »V = 1110 = 146 Eichen-Scheibholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Buchen- „ Kiefern- „ 2429) Ital. Maccaroni, ächte Eier- nudcln, große und kleine Rosinen, Ci- tronat, überzuckerte Pomeranzenschaa- lcn, Vanille, Thce, Ehocolade empfiehlt Emil Fischbach, Seltcrsweg. 2447) In dem Garten neben meinem Hause vor dem Wallthor kann gegen Vergütung Bauschutt und Gartenerde abgeladen werden. Arnold Müller, _______________ Cigarrenfabrikant. öffentlich verkauft werden. Hungen, am 20. März 1869. Fürstliches Rentamt. Demme. 2397) Einem Steinhaucr, welcher im Fertigen von Grabsteinen, Grabeinfassungen u. s. w. gewandt ist und Lust hat, sich in Gießen, wo dieses Geschäft wegen mangelnder Concurrenz ein reichliches Auskommen sichert, niederzulassen, kann eine gute und billige Gelegenheit zu dem benöthigteu Ge- schäfts-(Bau)-Platz in der Nähe des Kirch- c' • Durch wen? Th. Brummer, Friseur, am Kreuz. Emil Fischbach, Seltersweg. Gräfliche Öberförsterei. ______T hum. Dame, Beitet A A W j! 2377) Caffeler und Hanauer fein gemahlenen Dung- gyps empfiehlt Daniel Wirth's Nachfolger, (Th. Geilfusl. 2398) Geschliffene Hanauer Plättchen, rauhe Sandstein - Platten, Treppen- Tritte, Schleifsteine, Lungstein-Krip- pen und -Tröge empfiehlt Daniel Wirth's Nachfolger (Th. Geilfus.) Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Michaeli d. I. gestattet. Königsberg, am 18. März 1869. Der Bürgermeister: Krauskopf. Steinbrechen, Fahren und Setzen, der Steine, veranschlagt zu...... Steinschlagen, veranschl. zu Planirarbeit, „ „ Pflasterarbeit, „ „ Lieferung von Pflastersteinen Eichen-Bauholz-Versteigerung im Waldgirmefer Gemeindewalde. 2411) Dienstag den 30. d. Mts, des Morgens 9 Uhr, werden im hiesigen Gemeindewalde, in verschiedenen Districten, versteigert: 75 Eichen - Bau - Stämme, 5574 Cubikfuß enthaltend, 12 Tannen-Stämme, von 200 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ist oberhalb der Haustädter Mühle bei Nr. 1 des Holzes. Waldgirmes, am 18. März 1869. Die Bürgermeisterei Waldgirmes. A. S ch m i d t. 8 wtrbto nimi Hntmacher in Gießen am Kreur^ empfichlt sein wohlassortirtes Lager in allen Sorten Seiden-, Filz- Stoff- Ulld StrohhÜteN. (2449) 2276) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei Kürschner Schultheis, Marktstraße. Versteigerung von Obstbäumchen aus der hiesigen Gemeinde-Baumschule. 2440) Donnerstag den 25. März, Mittags 12 Uhr, sollen auf der hiesigen Bürgermeisterei circa 150 Stück veredelte Aepfel- und Birnstämmchen versteigert werden. Die Großherzoglichen Bürgermeister werden um Bekanntmachung dieser Versteigerung ersucht. Steinbach, am 20. März 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. Horn. Holzvcrstciqenmq. 2415) Dienstag den 30. d. Mts, Arabische Gummikugeln von W. Stuppcl in Alpirsbach. 2404) Dieses Universalheilmittel erweist sich nach dem Gutachten der hohen königl. Obermedicinal-Collegien in München, sowie in Stuttgart, bei Husten, Heiserkeit, Brustschmerzen, Verschleimung der Lungen und der Luftröhren als überaus woblthätig, zumal bei Krampf- und Keuchhusten befördern diese Brust-Bonbons den Auswurf des zähen, stockenden Schleimes, mildern sofort den Reiz im Kehlkopfe und beseitigen in kurzer Zeit den heftigsten Husten. Preis pr. ' , Schachtel 14 fr. und pr. > ? Schachtel 7 fr- Niederlagen hiervon halten die Herren H. C. Bingmann in Lieb, 55. Moog in Gedern, Chr. Rull mann in Büdingen u. I. A. Windecker in Friedberg. NB. Gefällige Offerten wegen Niederlagen wolle man lriuico an Herrn I.s G. Schröder, General-Agent in Darmstadt, richten. Mittwoch den 31. d. Mts, Morgens 9 Uhr ebendaselbst: 24 36 Frische.Hefe Carl Heil, Schloßgasse. Geschäfts-Anzeige. 2417) Hiermit beehre ich mich, anzuzeigen, daß ich mich dahier als Mühlenbauer etablirt habe, und empfehle ich mich in der Anlage von neuen Mühlen nach den bewährtesten Systemen, sowie in Reparaturen jeder Art, unter Garantie und billigster Ausführung. Dillenburg, den 20. März 1869. Peter Dähler ______________Mühlenbauer. I. 21.: Körner, Bezirfsbauaufseher. Eichen- und sonstige Nutzholz-Stämme, zusammen 4247 Cubikfuß haltend, 11 Vr Stecken Buchen-Schcidholz, 723A „ „ Prügelholz 43 „ „ Stockholz, 286 „ „ Reiser Holzversteigerung in den Gräflich Solms-Laubach'schen Waldungen. 2414) Donnerstag den 1. April l. I. kommt in den nahe bei Freienseen gelegenen Districten Eichelgarten und Schnellstrauch folgendes Holz zur öffentlichen Versteigerung: 240 Stecken Buchen-Scheidholz, 97 „ „ Prüaelbolz. Morgens 9 Uhr, sollen im Fürstlichen Thiergarten bei Hungen 360 Eichen-Stämme = 8876 Cubikfuß, 56 Buchen- „ = 1987 „ Cubikfuß Eichen-Stammholz, meistbietend verkauft werden. ,,' Prügelholz, Erlen- „ Buchen-Stockholz, " „ Reisholz, Schichten zu Latten und Baumstangen geeignetes Lärchen-Stangenholz, Eichen-Stämme von 6 bis 10 Zoll Durchmesser, Erlen-Stämme von 8 bis 10 Zoll Durchmesser, Holzvkrstciqerung. 2399) Mittwoch den 24. März, des Morgens um 9 Uhr, sollen im hiesigen Gemeinbewalbe, District Buchscheer: und Sand, veranschlagt zu 162 „ Staufenberg, den 16. März 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. Arbeitsversteigerung zu Staufenberg. 2382) Mittwoch den 24. März, Vormittags um 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeiten, veranschl. zu Zimmerarbeiten, „ n Weisbinderarbeit, „ „ 2431) Saaterbsen „ Wicken, 2450) Ein goldenes Medaillon mit zwei Photographien ist verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine gute Belohnung an die Exped. d. Bl. iabzugeben. Birken-Stamm von 8 Zoll Durchmesser und 20 Fuß Länge. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im Eichelgarten bei Holznummer 1. Laubach, am 20. März 1869. 2391) Ein großes möblirtes Zimmer ist in der Neustadt Lit. D. Nr. 55 zu ver- miethen._________________________________ 2393) Eine Familienwohnung ist zu ver- miethen und sogleich beziehbar in Lit. B. Nr. 90, Neuenbäuen.__________________ 2429) Eine große geräumige Scheuer ist zu vermiethen bei Peter Vogl I. Wittwe. 1 William Luez liest in der Aula der Universität Dienstag den 23. März, Abends 7Vr Uhr- Lessing's „Minna von Barnhelm." Tagesbillets für 4 Personen 1 fl. 45 fr., für 1 Person 36 fr. in den Buchhandlungen der Herren Ferber und Nicker und bei den Herren Gebr- Wenzel. 2446) Ein gelbes Foulardtuch ist vor etwa 3 Wochen irgendwo liegen geblieben. Mau bittet um dessen Rückgabe gegen eine Belohnung. Näheres bei der Exped. d. Bl. 2445) Gut erhaltene steinerne Thür- pfosten werden gefnuft Marftstraße D. 181. 2395) Ein gut empfohlener und gewandter Commis sucht Stelle durch C. Pietsch I. ____________________(Dienstm. - Institut.) «ich R mt 5 Wnl LIEBIGS FLEISCH-EXTMCT DER LIEBIG’S FLEISCH-EXTRACT COMPAGNIE, LONDON. Nur ächt wenn jeder Topf mit Unterschrift der Herren Baron J. von LIEBIG und Dr. M. von PETTENKOFER versehen. DETAIL PREISE EUER GANZ DEUTSCHLAND 1 engl. Pfd.-Topf t/2 engl. Pfd.-Topf */4 engl. Pfd.-Topf J/8 engl. Pfd.-Topf ä fl. 5.33. ä fl. 2.54. ä fl. 1.36. ä 54 Krz. Zu haben in allen Handlungen und Apotheken, in Giessen bei (2385) Emil Fischbach . Seltersweg. 2427) Eine Guitarre ist zu verfaufen. Das Nähere bei der Ex- pedition dieses Blattes._____________________ 2437) Feinsten Schweizer- Vermifchte Anzeigen. 2416) Wir machen hierdurch die öffentliche Anzeige, daß unser beabsichtigter Socie- täts-Vertrag nicht zur Ausführung gekommen ist, und daß ich, der mitunterfchriebene Friedrich Textor, das bisherige Brauereigeschäft an der Hardt für alleinige Rechnung fortführe. Gießen, den 20. März 1869. Friedrich Textor. F. W. Heinz. W. Spindler's Färberei in Berlin. 2441) Nächste Absendung: Donnerstag 25. März. Georg Dörr, Kirchenplatz. Annonce. 2448) Tüchtige Mechaniker-Gehülfen gegen guten Verdienst und zum baldigen Eintritt werden gesucht. Meldungen schriftlich an F. W. Breithaupt & Sohn, in Kassel. billigst bei_______________G g. Iughardt. 2436) Feinstes Blüthen- rnehl empfiehlt Carl Lony. 2432) Kleider-, Haar-, Nagel-, Zahn- und Taschenbürstcn, sowie Frisir-, Aufsteck-, Reif- und Taschenkämme, em- Feilgebotenes. 2442) Amerikanische Nähmaschinen in allen Systemen werden unter Garantie billig abgegeben bei @. (Siebenberg. 2439) Broircc und Blattgold in allen Nüancen bei Emil Pisto r. Frische Sämereien empfiehlt bestens ___________Th. Loos, Neuenweg. 2413) Wegen Ventilatoreinrichtung bin ich Willens, meine beiden Blasbälge, wovon einer noch ganz neu, zu verkaufen. ________________Carl Lehr mund. 2428) Fertige Tannen-Bauhölzer in allen Dimensionen werden billigst geliefert, sowie auch Zimmerarbeit übernommen durch S- Katzen st ein _______________________(Holzhandlung.) 2434) Der Unterzeichnete empfiehlt die feinsten Extraits in allen Blumengerüchen, Haarölc, Pomade, Seifen in großer Auswahl, Brillantine zur Verschönerung des Bartes, sowie Eau Athenienne zur Reinigung der Kopfhaut, zu billigen Preisen. Th. Brummer, Friseur, am Kreuz. Vermiethu nge n 2443) Gut möblirte Zimmer, mit der Aussicht nach dem Lindenplatz, sind zu ver- miethen bei___________E. Eichenberg. 2423) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen bei __________Carl Schmall, Neustadt. 2372) Eine Stube mit Cabinet wünscht man an eine einzelne Dame zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__________ 2387) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und am 1. April beziehbar Neuen- weg Nr. 134._____________________________ 2390) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei G. H. Balser, _________________________Seltersweg. 2412) In Lit. D- Nr. 3 ist ein Familienlogis zu vermiethen und sogleich zu beziehen. 2374) Im Brühl'schen Hause (Canzlei- berg) ist eine Stube nebst Cabinet, mit ober ohne Möbel, zu vermiethen. 2378) Ein Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei __________H. Rübsamen, Mäusburg. 2379) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen Wallthorstraße Lit. A. Nr. 227. 2401) Ein großer gewölbter Keller und zwei sehr große, gedielte Speicher sind zu vermiethen bei Emil Pistör. 2409) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei ______________Bäcker Steinberger. 2400) Eine Gartenwohnung (3 Zimmer, Küche, Vorplatz u. s. w ) ist zu vermiethen und baldigst beziehbar bei _________________________Emil Pistor. 2419) Zwei möblirte Zimmer, wovon das eine sogleich und das andere nächstes Semester bezogen werden kann, sind zu vermiethen bei Louis Busch Wittwe. 2375) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist vom 1. April an zu vermiethen. Neue Anlage. Näheres bei der Exped. d. Bltts._______________________ 2376) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei _______SB er nli ar b Brück, Flügelsgasse. (Zu vermiethen.) 2406) Zwei in einanbergehenbe möblirte ' Zimmer, Neue Anlage, britter Stock. Nä- ■ heres bet ber Expeb. b. Bltts.______________ 2373) Der zweite Stock meines Hauses ' ist zu vermiethen. S. Flörsheim, i 2444) Mein Lager in Portefeuillesachen, Schreibmaterialien, Parfümerien, sowie Seife unb Stearinlichter rc., bringe hiermit in empfehlenbe Erinnerung. _______________________E- gi dien berg. 2438) Dunggyps, Graö- unb Klee- samen empfiehlt_________Emil Pistor. 2435) Gutes Heu unb Grummet verkauft PH. Vogt's Wittwe, ______________________Neuenweg.______ 2426) Ein guter Hofhund ist zu ver- kaufen Seltersweg Lit. C. Nr. 61._________ t.2392) Saat-Wicken, Erbsen unb Hafer bei______________N. 's-L°°I- a 16 preutz. Th-l^r fl. 28. (B«Ioofun88pI«n gratis) sind zu beziehen durch Moriz «trebel «-ohne Bank- und Staats-Effecten-Geschäft in Frankfurt a. M. pm An- und Verkauf aller Anlehens-Loose, Staatseffecten, Actien, Cou- pons rc. besorgen wir zum Börsencourse. _______ § Stroh-Hüte iueucniuyiiic vun ui Serben zum Waschen, Färben und Facon- spricht billige und reelle Bedienung. ro.cluul 5 .Ruck tu bl. Zimmern 2386) Nachdem das Spielen aller Anlehensloose gesetzlich überall aestattet ist, beehrt sich unterzeichnetes Handlungshaus zur Betheiligung der schon am 14. k. Mts. stattfindenden großen Gewinnziehung der neuesten von allerhöchster Regierung ausgegebcnen S t a a t s l o o 1 e bMsuladui muß unbedingt einen der entfallenden Gewinne von Mk 250,000 - 150,000 - 100,000 - 50,000 - 30,000 25 000 - 2n.nl 20,000 - 2mal 15,000 - 2n.nl 12,000 - 11 000 — 3n.nl 10,000 — 2n.nl 8,000 — 3n.nl 6,000 — 5n.nl B iö 5 000 - 4,000 - 14n.m 3,000 - 105n.nl 2,000 - 6n.nl 1 500 — 156n.nl 1000 rc. rc. erlangen und durfte überhaupt keine •5 Staatslotterie gleiche Vortheile bieten als hier dem Einleger geboten sind, o Diese Original-Staats-Loose ä sl. SVa — 2 Thaler (anitliche Plane o" unb Listen gratis) versendet hierzu gegen Einsendung, Posteinzahlung oder Nachnahme des Betrages das Bankgeschäft von Gustav Scliwarzschihl, Hamburg. Agenten - Gesuch. 2418) Zilm Absatz eines leicht und überall verkäuflichen Artikels, wozu weder Raum noch kaufmännische Kenntnisse nöthig sind, werden Agenten gegen eine angemessene Provision gesucht. Reflectanten belieben ihre Adresse unter den Buchstaben B. B. 80 an die Exped. d. Bltts. franco einzusenden. RS5 2424) Für ein bedeutendes industrielles Etablissement wird zur Ober Aussichtsführung eine solide sichere Persönlichkeit bei hohem Einkommen dauernd zu engagiren gewünscht. Fachkenntnisse nicht erforderlich. — Näheres franco bei A- Regen in Berlin, Gneisenanstrnße 10. 2430 Ein gesundes Mädchen vom Lande sucht sogleich einen Schenkdienst. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2405) Tüchtige Bau- und Möbel- schreiner erhallen dauernde Beschäftigung; auch kann ein Junge sogleich oder auf Pfingsten in die Lehre treten bei Will». Kratzenberger, Schreinermeister. 2410) Nr. 45 (W- H- Kaufmann) hat die Bücheleisen (Blättchen) gewonnen. E g l y, Polizeidiener. 2383) Ein Garten, in der Nähe des Asterwegs, wird zu pachten gesucht Lit. A. Nr. 131.____________________________________ 2384) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei M- Nagel, Schuhmacher. 2381) 1900 fl. sind auszuleihen. Wo? sagt die Exped. d- Bltts. In den letzten politischen Kämpfen hat es sich gezeigt, wie wichtig eine tüchtige, dem freiheitlichen und einheitlichen Fortschritt dienende Presse ist, wie schädlich dagegen volksfeindliche Zeitungen wirken können. Wir fordern daher unsere Gesinnungsgenossen in Stadt und Land auf, überall auf die für das Wohl des Volkes thätigen Blätter zu obonniren, diese dadurch in ihrer Wirksamkeit zu unterstützen und ihnen den Sieg der Fortschrittspartei herbeiführen zu helfen. Für unser Land und unsere Provinz empfehlen wir insbesondere den Wtcnuicr Mni, ber feit langen Jahren in Butzbach 3mal wöchentlich erscheint unb bie Interessen unseres Laubes unb unserer Provinz vom entschieben freisinnigen Stanbpuncte aus ver- ritt Derselbe enthält neben Leitartikeln, Wochenberichten, Verhandlungen des Reichstags und Landtags, Tagesgeschichte, in jeder Nummer eingehende Mittheilungen über die Vorgänge und Ereignisse in Hessen und insbesondere m unserer Provinz und bemüht sich durch reichhaltigen Inhalt, entschieden liberale Gesinnung und volksthumliche Svracke den Lesern ein richtiges Bild von der politfichen Lage, den volkswirthschaftlichen Strebungen und geistigen Fortschritten m geben ®er|elbe bringt .in eurem „<5onntag§^ blatt" gutgewählten Unterhaltungsstoff und dient durch lernen reichhaltigen Juferaten- theil dem öffentlichen Verkehr unserer Proomz und der angrenzenden Gegend. Man abonnirt bei allen Postanstalten und Postboten viertchahrlich für 54 fr. mit Bnnger- lokm Inserate finden weite Verbreitung und wird die Petitzeile oder deren Raum zu 3 fr berechnet, bei mehrmaligem Einrücken mit entsprechendem Rabatt. Telegraphischer Schiffsbericht, mitgetheilt von Chr. Wallenfels jun. nach New-Aork. von Bremen Baltimore. Liverpool Havre Hamburg Bremen " Bremer „ Herrn Der Hamburger Dampfer Holsatra ist Bellona Hammonia Smidt Baltimore •mann, „ 11 „ 10 „ t, von New - Aork kommend, nach einer Reisedauer von 8 Tagen 17 Stunden eingetroffen. Abgehend: Dampfer Main „ Samaria Angckommen in New-Aork: Das Hamburger Postdampfschiff Cimbria, Reisedauer 11 Tage - Stunden, Germania, „ 10 „ 16 „ Wegen Auskünften und Passagen beliebe man sich an Obigen zu wenden. Am 27. März u 27. „ „ 30. „ „ 31. „ „ 7. April Feuil leio n „Ah, ah!" rief Mr. Noussel lachend. (Fortsetzung folgt). 'die warmherzige Frau sprach manches Wort des Trostes zu ihr, bis sie dieselbe endlich in wirklich beruhigterer Stimmung verließ. Am Morgen darauf erschien ste auf's Neue mit einem Paar Rebhühner. „Mr. Noussel schickt viele freundliche Grüße und läßt Sie bitten, diese Vögel von ihm zum Geschenke anzunehmen. Einer seiner Schüler hat ihm einen ganzen Korb voll Wild zugeschickt und er glaubt, daß diese Rebhühner Ihnen ein kräftigendes Gericht liefern werden. Er erkundigt sich tagtäglich ber mir nach Mrs. Mafon's Befinden." , , Ich bin Mr. Noussel außerordentlich verpflichtet für seine Aufmerksamkeit, antwortete meine Mutter mit bebender Stimme, „doch ich mag keine Geschenke annehmen." . , , m „Thorheit, Thorheit!" rief Mrs. Terrin, „auch mir hat er em Paar an- geboten und ich habe sie angenommen. Warum also, in aller Welt, wollten denn Sie die Vögel zurückweisen? Das würde doch sehr unfreundlich aussehen. Ich will sie Ihnen recht schön braten, nur weisen Sie sie nicht zuruck, MrS. Unfreundlich wünschte meine Mutter keinenfalls zu erscheinen, die Rebhühner wurden also angenommen. Welch' eine köstliche Mahlzeit wir an diesem Tage hielten I Auch meine Mutter schien sich an der ungewohnten, schmackhaften Speise nicht wenig zu erquicken. Es verstrich eine andere Woche, während welcher uns Mr. Noussel auf S Neue mit Rebhühnern versorgte und uns außerdem einen schönen Fasan zu- sandte. DaZmeine Mutter sein erstes Geschenk einmal angenommen hatte, so handelte sie nur csnsequent, wenn sie auch die späteren nicht zurückwieS, und ihr Aussehen begann sich durch die gesunde, kräftige Nahrung wesentlich zu bessern. Gegen das Ende dieser Woche wurde eines Morgens an unsere Thür geklopft und auf das „Herein" meiner Mutter trat Mr. Noussel in's Zimmer. Wenn man bedenkt, daß dies unser einziges Gemach war, so wird man es natürlich finden, daß meine Mutter Verlegenheit empfand, als sie seiner ansichtig wurde, und diese war so auffällig, daß Mr. Noussel sich uns mit großer De- muth näherte. „Ich bevaure sehr, wenn ich Sie belästige, Madame," sagte er, „doch ich wünschte sehr, einige Worte mit Ihnen zu reden." „Ich werde MrS. Terrin bitten, mir zu unserem Gespräch die Benutzung ihres Wohnzimmers zu gestatten," antwortete meine Mutter, hoch erröthend. „Dort werde ich mit Vergnügen anhören, was Sie mir zu sagen haben." Meiner Muller Schicksale. Erzählung von Fanny Herbert. (FortseSung.) Er war ein großer, magerer Mann, mit blassem Gesicht, Hellem Haar und matten grauen Augen. , k , Sein Gesicht sah fast aus, als würde eS niemals gewaschen, dafür aber waren seine Hände fast wunderbar rein und weiß und an einem seiner Finger glänzte ein großer Diamant. ,, p Er trug einen schmutzigen Schlafrock von zweifelhafter Farbe und feine Erscheinung machte auf mich den Eindruck des Sonderbaren. ^ Während ich so mein Auge Über Mr. Roussel'S Persönlichkeit hingleiten IM, bemerkte ich, daß ich selbst »on ihm seh- genau gemustert rourte, bis er mir -nblich ouf'6 Reue °ie Wange streichelte unv dabei, roie zu sich selbst, einige Worte französisch murmelte, welche ich nicht -erstand, obgleich ich in ber Schul- allerdings Französisch gelernt hatte. In der Schule Französisch gelernt haben unb es »erstehen, sind freilich aber auch sehr verschiedene Dinge. , Meine Mutter erlangte endlich die Besinnung wieder und war nun tm Stande, der MrS. Terrin und dem hülsreichen Mr. Noussel ihren Dank auSzu- ^Während sie es that, blieb Mr. Roussel'S Auge unverwandt auf ihrem Antlitz haften, und es schien mir in diesem matten, grauen Auge wahrend dessen ein ganz eigenthümlicheS Licht aufzuleuchten. r, g Meine Mutter war sehr hübsch, obgleich zetzt von sehr bleicher Gesichtsfarbe, ihr Wesen und ganzes Benehmen so ruhig, gracios und voll edlen Selbstbewußtseins, daß sie Jedem, der sich ihr näherte, achtungsvolles Interesse abno- l|,l6te'®3enn -s in meiner Macht liegt, Ihnen irgendwie nützlich zu sein, Ma. dame' so wird es mit besonderem Vergnügen geschehen, sagte Mr. Roussel, welcher zugleich die Rücknahme der Flasche Eau de Cologne verweigerte. Wir wiederholten unseren Dank und er entfernte sich. Während der nächsten Tage fühlte meine Mutter sich unwohl und vermochte md)t Jh/war^der Kopf schwer, ihre Augen schmerzten, Alles schwamm ihr vor den Blicken und sie fürchtete das Herannahen einer schweren Krankheit. Wenn ich allein wäre," sagte sie im Tone der Angst, „so mochte über mich ergehen, was da wollte, ich würde es muthig ertragen; wer aber wird sich meines armen Kindes annehmen, wenn ich sterbe?" Mrs. Terrin, die uns täglich besuchte, trat eines Tages eben in demselben Augenblicke bei uns ein, als sie traurigen Gedanken dieser Art Worte gab, und Politische Rundschau Stichelen Nedaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (F.r. Chr. Pietsch) in Gießen. auch cie Cvnscripti'on die entschlossensten Gegner, und es scheint zto>i ellos, daß ein Demnächstiger Bürgerkrieg vorzugsweise in diesen Theilen der Halbinsel seinen Schauplatz haben wird. Navarra soll ohnehin von den Carlisten in der letzten Zeit etwas vernachlässigt werden. — Die Cortessitzungen drohen immer in.hr und mehr die Candidalurenresp. Verfassungsfrage in unliebsamer Weise zu anticipiren. So gab die AbaScal'iche Interpellation wieder Anlaß zu peinlichen Disputen zwischen den Ministern und den Herren Garrido und Pierrav, die, wie gemeldet, in der großen Volksversammlung vom 14. sehr radikale Reden gehalten hatten. Newyork, 12. März. General Longstreet ist durch den Präsidenten Grant zum Oberaufseher des Zollamtes in Neworleans ernannt worden. — Ge- neral Longstreet war die rechte Hand des Generals Lee, Obercommandirenden der Südlinger. Die „Pall- Mall-Gazette" bemerkt mit Rücksicht darauf: „Es scheint dicß eine Politik auf Seiten des neuen Prä- sidenten anctulen zu wollen, welche die Geduld der extremen Radicalen hart auf die Probe stellen wird. Generals Grant hat allerdings stets einen großmü- tyigen öinn gegen seine ehemaligen Gegner in den consocerirten Armeen bekundet, und wenn der Sü- den sehen kann, daß seine fähigsten Männer nicht länger als politischer Auswurf betrachtet werden, mag er sich mit den Ergebnissen des Krieges eher zufrieden stellen, als bisher. Interessant wird es sein, zu beobachten, was die Radikalen dazu sagen und thun. Johnson hat sich eben durch feine Vcr- söhnungsversuche unmöglich gemacht; aber General Grant kann die Maßregeln, welche Andrew Johnson ruinirten, vi lleicht in aller Sicherheit ausführen." Vermischtes. Gießen, 22. März. Herr Luöz hat durch feine Vorlesung „Ler Kaufmann von Venedig" den Kunstfreunden unserer Stadt wieder einmal einen seltenen Kunstgenuß geschaffen. Das namentlich aus der Elite unserer Damenwelt sehr zahl.- reich anwesende Publikum folgte dem herrlichen Vortrage mit der größten Spannung. Heute wird Herr Luö; auch „Minna von Barnhelm" lesen, worauf wir um so mehr ausmerk>am machen wollen, als Lessing'S Dramen nur selten auf diesem Wege dem Publikum vorgesührt werden. Darmstadt, 15. März. Das provisorische Comitö für Grunvung eines SaalbaueS hat den zwischen der Promenade und Bleichstraße befindlichen großen Bleichgarten angekanft und die Stadl der Gesellschaft einen anderen daran stoßenden Raum ju sehr loyalen Bedingungen überlassen. In der nächsten Montag stattfindenden Generalversammlung wird betreffs der vorbehaltenen Genehmigung des Kaufes definitiv entschieden werden. Holzheim. Auch im hiesigen Orte ist — wie neuerdings in richtiger Einsicht der Nothwendigkeit solcher Institute in vielen Stadl - und Landgemeinden — eine Fortbildungsschule ins Leben getreten. Der Unterricht wird während des Sommers an den Sonntag Nachmittagen zweistündig, im Winter an vier Wochenabenden je zweistündig ertheilt. Die Unterrichtsgegenstände sind: Geschichte in Lebensbildern und Geo graphie, ebenfalls in gedrängten, anschaulichen Schilderungen von Land und Leuten, deutscher Aufsatz und Rechtschreibung, gung hinnehmen zu müssen. Frankreich würde diejenige Regierung stürzen, welche das Land einer solchen Eventualität ausgesetzt hätte. (Beifallsbezeu- gungen.) — Der „Public" sagt: Der Min sterralh sei heute in Folge einer leichten Indisposition Des Kaisers nicht zusammengetreten. Der Kaiser ist seit Mittwoch von Der Grippe befallen. Nächsten Mon- tag toirD der Kaiser dem Ministerrathe präsioiren und darauf Staatsrath gehalten werden. London, 17. März. Die Kön'gin ist in den Besitz mehrerer werthvoller Reliquien der unglück- lichen Maria Stuart gelangt, welche Der verstorbene LorD Belhaven ihr testamentarisch vermacht hat. Dieselben bestehen aus einem schönen Schrank von Ebenholz, welchen die schottische Königin einer En- keim Des Carl of Mar geschenkt hatte, unD von Dieser vor etwa 200 Jahren in Besitz der Belbavens gelangt war, einer von Maria Stuart eigenhänDig gewirkten Börse unD einer Haarlocke von ihr. Madrid, 18. März. Wenn man Dem neuen RevolutionSlournal „El Puente De Alcolea" glauben Darf, so verschlimmern sich Die Zustände im Sü- Den, und namentlich in AnDalusien, von Stunde zu Stunde. Die Bewegung, Die sich, wie alle Symp. tome zu verrathen scheinen, in Dieser Provinz vorbe- reitet, ist eine aus sehr verschieDenen Elementen zusammengesetzte. Für den Fall, Daß Der Herzog von Montpensier durch Jntnguen unD Bestechung siegen Den eigentlichen Gesammtwillen Der Nation den iberischen Thron besteigen sollte, wird AnDalusien eie Basis einer gewaltsamen Gegenoperation bilDen, an der sich nicht nur alle Republikaner, von den gemäßigten Anhängern der Föderativverfassung an bis zu den Ultras und Communisten, sonoeni auch sämmtliche Absolutisten unD Bvurbonisten beteiligen roerDcn. Im Süden finDet unter AnDerm Paris, 20. März. Im gesetzgebenDen Körper nahm heute Der KriegSminister Niel Das Wort über Die neue Militärorganlsation unD sagte, Dieselbe sei nahezu vollendet. Wenn plötzlich eine Gefahr Drohen sollte, so würde Alles rasch bereit sein, aber man nähme sich Zeit, weil Dem n chtS en'gegenstänDe. Niel sagt ferner: es fei jetzt nicht Zeit, zu entwaffnen; weit größeres Unglück würfe es fein, im ZuftanDe Der Entwaffnung eine BeleiDi- fen Bismarck, Der feit Mittwoch wieder leiDenD ist in Folge eines starken Anfalls von Magenkrampf, ist nach Berliner Mittheilungen Der Art, daß er wahrscheinlich in einigen Tagen Den StaatSgeschäfien wieDer wie gewöhnlich wirD obliegen können. — Admiral Jachmann ist zum Chef Des Panzergeschwa- DerS Der NorDDeutschen BunDesflottc ernannt worD'n. — Heber den „vor Dem Forum des zarten christlichen Gewissens" schuldigen, vor Dem Staatsanwälte, wie es scheint, „gerechtfertigten" Sünder bringt Die „Tri- büne" Die Notiz, Daß derselbe Den Ocean noch nicht überschritten und sich wahrscheinlich in Schottland aushalte. Von einem Dortigen Geistlichen, Der früher in Berlin studirt, unD mit Dem Vicentiaten Preuß in vertrautem Verkehr gestanden hat, ist eine — vermutlich von Dein Letzteren selbst verfaßte—Apologie an verschieDene Adressen hierher gelangt. Berti», 20. März. Der Reichstag beanstandet Die Wahl Buff's (Oberhessen) unD fordert Den Reichskanzler auf, eine Untersuchung einzuleiten. Der Antrag Der betreffenden Abtheilung auf Annullirung Der Wahl wurde nicht angenommen. Ferner nahm Der Reichstag folgenDes Amendements zum Wahlgesetze an: 1) Die Staatsbeamten Dürfen nicht Mitglieder Der Wahlbureau'S fein ; 2) Wahlvereine und Wahlversammlungen sinD gestattet. Der Rest des Gesetzes wurde genehmigt. Berlin, 20. März Die zweite Beratung des Wahlgesetzentwurfs ist beendigt. Von Seiten des Bundeskanzlers sind eingegangen: Die Gesetzentwürfe, betreffend die (Kautionen Der BunDesbeamten unD Die Einführung eines allgemeinen deutschen Wech- selrechtS und Handelsgesetzes als BunDeSgesetze. Der Reichstag toirD bis zum 6. April vertagt. Kassel, 16. März. Als eine weitere Folge Des Beschlagnahmegesetzes ist anzusehen, Daß in Beber- beck am 5. April eine Anzahl Zuchtstuten und Stu- tenfohlen aus Dem ehemaligen kurfürstlichen Leibgestüte, ferner in Hanau 15 Stuten, 2 Jsabellen- hengste, 14 Wallache unD 1 Maulthier, welche Dem Kurfürsten überwiesen worDen waren, öffentlich meist- bietenD verkauft toerDen sollen. Kassel, 19. März. Vom hiesigen Amtsgericht I. ist vor Kurzem ein Rechtsstreit zwischen Der Fürstin von Hanau unD Der Haussideicommißverwaltung zu Gunsten Der Ersteren entschieden worden. Das sogenannte Kleine Palais in Der Königsstraße ist nämlich nebst Den HintergebäuDen in Der Kals- straße in den Währschaftsbüchern auf Den Na- men Der Fürstin von Hanau eingetragen. Trotz- dem fand es Hr. v. Heeringen für angemessen, das eine Der GebäuDe in Der KarlSstraße Durch Errichtung einer LattenwanD im Hof vom Kleinen Palais abzutrennen. Hiergegen wurden vom Anwalt Der Fürstin Die nötigen Rechtsmittel ergriffen und Hr. v. Heeringen verurtheilt, Die WanD wegreißen unD die Besitzerin Des GebäuDeS im Besitz Desselben zu belassen. Prag, 20. März. Der CabinetSrath des früheren Kunürsten von Hessen, Schimmelpiennig, erbat Brüssel, 20. März. Herr van Der Stichelen kündigte heute Hrn. v. Lagueronniere Die Annahme des französiichen Vorschlags von Seiten Der belgischen Regierung officiell an. Die GrunDlagen dieses Vorschlags sind: Die Untersuchung Des bconemi- schcn Theils Der Frage, Die Prüfung Der Eisenbahnverträge. Es ist nicht ganz richtig, Daß England seine guten Dienste angeboten hätte. Die Angele- gcnheist ist direkt zwischen Frankreich unD Belgien verbandelt worden. auf erhaltene Nachricht von schwerer Erkrankung seines Vaters in Kassel vom Bundeskanzler Graf Bismark per Telegraph Erlaubniß, feinen Vater zu besuchen. Es wurden ihm zu Dem Zwecke acht Tage bewilligt. landwirthschaftliche Fächer, Rechnen und Gefang. Der Orts- geistliche unlerrichtel in den beiden erstgenannten Lehrfächern der erste Lehrer in Deutsch, der zweit- L-hr-r, welcher dazu durch Besuch de« landwirthschafilichcn LehrcurfuS für VolkS- schuUehrer besonders qualificirt erscheint, in den übrigen Gegenständen. Der Unterricht wird von der Gemeinde, deren Vorstand die Gründung der Schule in hohem Grade gewünscht und gefordert hat, mit 30 fr. für di- Stunde honorirt. - ■em sehr, zufriedenstellender. Denn es haben sich bis letzt 83 junge Männer und Jünglinge zum Unterricht eingestellt. Für die Jünglinge ist der Besuch obligatorisch und wird eine Veriaummß ohne Beurlaubung mit 3 fr. bestraft. 2)it iLtrafgelder, sowie allenfallstge freiwillige Beiträge der .d/suchenden, sollen zur Anlegung einer kleinen Bibliothek nützlicher, namentlich landwirthschaftlicher Schriften verwendet werden. ^fÜtl. •3n der Affaire v. Zastrow will eö noch immer nicht Licht werden, und von verschiedenen Seiten, wo man von der Schuld des Angeklagten überzeugt ist, äußerl sich die Befürchtung, es werd- vor den Asfis-n daS Adläugnungssyst-.u, das v. Zastow nut großer Hartnäckigkeit festhält, feine Früchte tragen und ihn aus Mangel an den nothigen juridischen Beweismitteln der Gerechtigkeit entgehen lassen. Nicht unwichtig .st daher die Mittheil,,ng der „Boss. Ztg." von der endlichen Ermittelung jenes Schauspielers, welcher in der für den un. glücklichen Corny so verhängnißvollen Nacht zwei Männer beobachtet hätte, welche eiligen Laufs vom Grutzmacher her- kamen. Dieser Zeuge befindet sich zur Zeit in Prag; reeog- no«cirt derselbe den v. Zastrow als -inen der beiden Männer die er damals beobachtet, so dürste allerdings die Theilnahme des Letzteren an jener schrecklichen That kaum mehr einem Zweifel unterliegen, da alsdann auch dem neuerding- gefundenen Taschentuch- ein größeres Gewicht als Beweisstück b-iru- messen sein würde. ™. ^ie berichtet aus Geestemünde vom 9. Marz: Bier Nebensonnen erschienen am letzten Freitage, Morgen« kurz vor 9 Uhr, am südöstlichen Himmel. Rechts und links, elwa 100 von der Sonne entfernt und mit derselben in m'Ä? r$Öf)e fianben iwei vollständige Bilder in weißlicher Rebelhulle; die etwa 15» über und unter der Sonne sich zeigenden Bilder waren nur als oberer Nandbogen deutlich und zeigten die prismatischen Farben. Das Ensemble der fünf Sonnen war überaus schön und ist in dieser Erscheinungssulle äußerst selten. DaS Phänomen entsteht nach HuyghenS durch Brechung und Zuruckwerfnng des Lichtes in und v-n den in der Luft schwebenden Eisprismen; Frauenhofer dagegen sucht die Erscheinung durch Beugung deS Lichtes an den Dunstkügelchen zu erklären. Bonn, 17. März. Die „K. Z." meldet: „Diesen Morgen, wenige Minuten vor halb 10, wurde in hiesiger Stadt und der nähern Umgegend eine ziemlich heftige Erderschutte- rung, verbunden mit starkem unterirdischem Rollen wahrge, nommen. Der Stoß schien aus N.-R.-W. zu kommen und |ich nach S.-S.-O. fortzupflanzen. Das Erdbeben war vorzugsweise in den obern Stockwerken der Häuser bemerklich und gab sich durch ein heftiges Erzittern des Fußbodens, durch Klirren der Fenster, Schwingungen der Kronleuchrer und Verschiebung von den auf Tischen stehenden kleineren Gegenständen zu erkennen. Gleichzeitig kommt aus dem benachbarten Siegburg eine ähnliche Nachricht. Hier ist etwa 9>/4 Uhr ein ftarfer Erdstoß verspürt worden, dem ein Nollen vorangina. Di- Gegenstände in den Häusern wurden heftig erschüttert und die Bewohner liefen auf die Straßen. Manche glaubten, ein Theil ihres eigenen Hauses wäre eingestürzt. Der Stoß kam von Süden; das Theimometer stand 4 Grad über 0. Ems, 17. März. Die Besitzer der Kur - und Bade- Etablissements der „König Wilhelms - Felsenquellen", die Herren Balzer und Becker hierselbst. haben kürzlich jn der Nähe derselben, verborgen in einer tiefen Felsenspalte. eine neue und zwar eine „eisenhaltige Quelle" von 16 Grad Wärme entdeckt. Freiburg, 17. März. Gestern hat dieZPolizei dahier einen falschen Capuziuer aufgegriffen. Schon seit einigen Tagen sah man einen stattlichen Capuziuer im brau- nen Habit, mit großem dunklen Bart, ein Brevier in der Hand, in der Stadt umhergehen, welcher bei verschiedenen Personen', auch bei der Geistlichkeit, Besuche gemacht und gebettelt haben soll. Einem Dienstmanne, der ihm die Wohnungen der zu Besuchenden zeigen mußte, sagte dieser Capuzmer. er habe färben einen Brief von d-r Post erhalten, er möge so gut fein, 'hm denselben vorzulesen. Jn diesem Briefe, mit der Adresse ..Aloisius in Freiburg , schrieb nun ein Freund des Adressaten aus München, daß er, der Empiänger des Briefes, zu einer Zuchthausstrafe verurtheilt fei und neuerlich streng auf ihn gefahndet werde, und daß auch der gute Freund, der ihm die Capuzinerkutte gemacht habe, verhaftet worden fei. Er folle daher trachten, so schnell a S möglich über die Grenze zu entkommen. Nachdem der Capuziuer hieraus in ein Haus eingetreten war, begab der Dienstmann sich auf die Polizei und machte von dem Vorgang Anzeige. ES wurde sogleich Fahndung eingeleitet, und eS gelang der Polizei alsbald, des fal- scheu CapiizinerS habhaft zu werden, der nun im hiesigen AmtSgefängiiiß sitzt. Die Antwort auf das an die königlich baierifche Behörde abgegangene Erfuchsschreiben wiid nun ergeben, welchen Verbrecher man in dieser Capuzinerkutte gefangen hat. Berlin, 19. März. Der Reichstag führte Die zweite Berathung Des Wahlgesetzes bis zu §. 8 inclusive. Die wichtigste Der angenommenen AenDe- rungen ist folgenDe : SolDatrn bei Den Fahnen haben kein actives Wahlrecht. (Die Reserve also wählt mit.) Die vierte Abtheilung beschloß, Die I Ungültigkeit Der Wahl Der Wahl Buff'S (Oberhessen) zu beantragen. Berlin, 19. März. Das BefinDen Des Gra- * 3n Vonlandon (Würtemberg) hat, wie der Tiittliii- ger „Gränzbote" schreibt, ein Wagnermeister, ohne Zweifel aus religiösem Fanatismus/ am 13. März sich die link- H nd mit einem Beile aus einem zu diesem Zwecke frisch geputzt?» Block in drei Streichen vom Arme getrennt. Baiern. _ Der Postdieb Becher in München muß ein fabelhaft leichtsinniger Bursche fein. Er suchte über Vorarlberg daS Lt. Galier Gebiet zu erreichen, vermied die Tele- graphensta'ionen, reiste aber mit aller Gemüthlichkeit in einem Hauderei wagen, kehrte überall ein, übernachtete zweimal und zechte gewaltig. Als er auf offener Straße oeihaftet wurde, war er betrunken, sein Wagen war vollgestopft mit Wein' Rum, Aepkeln Backwerk. An baarem Geld und Papieren wurden fast 29,000 st. gefunden, NB. angegeben waren 30,000 fl. Der Herriedener bezeugt, daß der Föhn zwar immer mehr Ver,uche macht, uns über die Alpen her wärmere Temperatur zuzuführen, aber mit dem falt.n Polarstrom zu käm- pfeu bat. Jn Nordamerika ist -s viel wärmer als bei uns. i $r neiden 270 der, eint Cei Bekt Haiti lasse berei fu§ «Nil rechl neu« lich den