L-SKS •T.S-« »utbt. &lrhöttS bit aai anbt» -•itnbtra - °!e bt '"brr ernJ^*« b«°°f Ä? w '"' *"*" 9 m" “ °2ch äurr„ « btt: ÄÄ^1" -LU -"äs f,f^ntn ©arten spaße. 57 LE ‘Reiben. (5lnije jim'”n'r.n 'rt Hauset her des $d;lt)fln: 7“ dikutenanls jod, ' ‘Htlbt brach, nach »ie < büre JU öffnen, 1 "ure war von innen L " 6,1 Karten und sah rLvanzen sedr^ Zimmer-, * 'au^cu, wobei erffe- . .^ntI ho- 6tn Degen uaj $ülft jj rilf(n b^ai '.Ramend Nanninger, -st an U4 M- •-fB ütara, bin 'titultnis/ Bwft rucken jab. Ajm» * SnufttK die noch un ita bet Bruder des heiit- toBaiBitr einen reibe» ?itb et äck an bei jienilich hoch .' eten todtzusch'.agen, btt ei ^.»meiner ffieid'h brachte ! >erbeigc aasen war, in'i 7 er tu im Hanse befind' 7 eibn von Dörtung bei )U ,Kummern Lie ffch : wban-chen rechtBild tamret Lieutenant 3gtl .!,.ern Degen in den Gar- n in I Haut eilte. Willive fSaiben, schloß diese sofort. ;bc barchi jenfin in das 1 er bart den öeitnam bei 1 ?:e rKupe bei bieutenanti .1 ^orsallei bemerken noch, igel naige lagt vorher im _wenn »er Herr W tti'ein Unglück'" - » • Altert, way" V * 8«romttahre IF^ ßgtN u Ttf K- ,-SSx«-- Preis vierteljährlich 36 Fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljäbrlich 49 fr ^rlcheint wöchentlich drer- mal. Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleibera Lit. B. Nr. 1 Anzeige- und Amtsblatt für den Freis Kielen. Nr. 72. Dienstag bcn 22. Jimi ~ Istiö". Einladung pim Adunnement. ■tct Mit dem 1. Inti beginnt ein neues IFrhriges Abonnement auf den G t c sr e 11 e r Anzeiger. Derselbe erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet in Glesien vierteljährlich 36 Kreuzer frei in's Haus geliefert. — Für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post oder den Laudpostbotcn abonniren können, betragt der 1|4}äbri«c Abounementsprcis 49 Kreurer incl. Postanfschlags. ® . -2EK" Die auswärtigen Abonnenten machen wir daranf anfmerksam, daß nur dann vollzählige Nummern des Blattes geliefert werden können, wenn sie schon jetzt bei der Post ihr Abonnement erneuern. Den Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im Hf. Quartal 1^69 zusenden und den Abonnemeutbetrag wie seither durch Quittung erheben lalseu. Die Expedition des Gießener Anzeigers. (Eingesandt.) Was will dies Fest? Zum 22. und 23. Juni 1869. Was will dies Fest? Was soll der Schmuck der Stadl Mit Fahnenprachl und grünen Laubgewindeu? Wem gilt dies Rüsten, das kein Ende hat, Dies Kränzeflechten und dies Blumeulnnden? Wem gilt dec Ehrenpforten dufi'ger Bau, Der Häuser Glanz mit ihren Ornamenten, Der wie die Morgenröthe ans dem Than Hervorquillt heut an allen, allen Enden! Naht wohl der Stadt ein großer Herrscher heut Mit Kron und Schwert auf einem Siegcszuge? Will ihm das Bolk mit neuer Freudigkeit Freiwillig huld'gen im Begeist'rungsfluge? Du hast's getroffen, ahnungsreiches Herz! Es will dein König heut hier Heerschau halten, Der seine Schaaren führet himmelwärts, Wenn sie im Glaubenskampf hier Stand gehalten. Fragst du den ärmsten Bettler im Gewühl, Sowie den Reichsten in den Prachtgebäuden, Die Sängerschaar in ihrem Hochgefühl: Was hat das Alles hier heut zu bedeuten? Ein jeder Bürger der geschmückten Stadt, Der Musensohn, der Kriegsmann, der Gelehrte, Es sagt dir jeder ^,der Messias" naht, Und fühlt's, er naht als heiligender Gefährte. Und hätt'it du dich dem auch wohl abgewandt Und wärst ein Fremdling in der Kirche Hallen, Hält'si treulos ihm entzogen Herz und Hand Und wärst vom Christenglauben abgefallen, Ich hoff's zu Gott, heut findest du gewiß In „dem Messias" deinen Heiland wieder, Kehrst um in das verlor'ne Paradies Und stimmst still ein in die Messiaslieder. Denn die sind doch die Perlen in der Fluth Der Töne an dem Jubelsängerfeste, Zu dem erschienen sind in Jugendglulh Gar viel schon alt und grau geword'ne Gäste, Die einst dem Sängerbund hier angehört In frohen lustigen Studententagen; Auch Rosen viel, die 's Alter Hal berührt Und um die goldner'n Jugendzeiten klagen. Doch willst du seh'n, was Liebe richtet aus, Die ewig unverwelklich ist geboren, Komm Morgen wieder in das Gotteshaus, Deß Hauptfest dir da öffnet seine Thoren, Da wird dir sagen ein beredter Mann, Der Ostern in Jerusalem gestanden, Was Bruderliebe kann, was sie gewann, Was sie gebaut in nah und fernen Landen. Denn einen Zimmermann wirst du auch sehn, Der einen Rresenbau hat helfen machen, Bei dem auch hier treu die Gesellen stehn, Daß freudiger blüh'n der Protestanten Sachen. Das will dies Fest. Nun weißt du, was es sucht, Nun mögst du ihm auch in dir Palmen streuen, Es zeigt, beim Wiedersehn, der Jahre Flucht, Es zeigt des größten Tonstücks Rleienwucht, Es zeigt barmherz'ger Bruderliebe Frucht, Die „der Messias" segnend nun mög^ weihen! Amt l i cfe s* d r k ei 111$ t nt o d? it u <| c $$. Das BundeS-Gesehblatt des Norddeutschen Bundes Nr 20, ausgegeben zu Berlin am 17 Juni 1809, enthält: (Nr. 302.) Postvertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde einerseits und dern Kirchenstaate andererseits. Vout 22. April 1869. Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 21, ausgegeben zu Berlin am 17. Juni 1869 enthält: (Nr. 303.) Gesetz, betreffend die Wechselstempelfteuer im Norddeutschen Bunde Vom 10. Juni 1869. Gießen, den 2J. Juni 1869. Großherzogliches Krcisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths: Kekul6, Kreisassessor. ■ - Gießen, am 19. Juni 1869. A an. 6 T Gießen, am 18. Juni 1869. u1 ist zu ^7 i | 5425) Em noch fast neuer zweithüriger wtdauin s Dor. ' Gustav - Adolphs - Fest. Die vet ehrlichen Festbesucher, sowie Alle, welche sich an dem am 43. d. Ms. stallfindenden Festzuge belheiligen wollen, werden freundlichst ersucht, sich um 8 Uhr Morgens in die neue AnW an ihren betreffenden — durch Schildchen bezeichneten | Kernerbsen, täglich frisch gebrochen, sind zu haben bei Th. Rautenstrauch, zur neuen Bleiche an der Schoor. selbst die hartnäckigsten, besonders Unverdaulichkeit, Magcnkräinpfe, Magendrücken, Uebelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Magensäure, Sodbrennen rc., sowie auch Bla- hungsbeschwerden und Nervenschwäche, überhaupt alle jene Hebel, welche von Schwäche des Magens und von schlechter Verdauung herrühren, werden erfahrungsmäßig sicher und schnell beseitigt durch den Unüicrsal-Magcn-Liqukur von Franz v. Metternich i n M a i n z. Preis: Die ganze Flasche 1 fl. 24 fr., die halbe Flasche 45 fr., die Viertel- Flasche 24 fr. Alleinige Niederlage für Gießen und Um- Detrcffcnd: Listen der vormaligen Soldaten (Veteranen), welche die Feldzüge unter der Regierung Seiner Königlichen Hoheit des Grobherzogs Ludwig I mitgemacht haben. «drefftni.; Die Ausführung des Bundesgesetzes, die Quartierleistung für die bewaffnete Macht während des Friedensstandes betreffend. Das ti9Un0$i*t!Rütff“nbung erwarten wir unfehlbar innerhalb 5 Tagen bei Meidung von Strafverfügungen. Ur. \5) Olv ni u n iu die Grosthenoglichen Bürqcrmeistertien des Beftrks. . n,eaen der Bcleasähiakeit der einzelnen Gemeinden mit Einquartirung gestellten Fragen gänzlich unzureichend 6cant= um' effi- U-b- sicht zu gewinnen welche Einquartirung eine Gemeinde aufnehmen kann und ist zu diesem Zwecke, neben dem Erhebungen über Einwohnerzahl, Häuserzahl, Viehstand -c. bereits gewähren, zu wissen nothig, welche Stallungen und sonstigen bis 42 Fuß Länge = 1250 Cu- biffuß, 500 Cubiffuß diverses Nadel-Stamm- und Stangenholz. Zusammenfunft und Anfang der Versteigerung Morgens 8 Uhr im District Häsels, auf dem von der Kiliansherberge nach Einartshausen führenden Vicinalweg. Wickstadt, den 12. Juni 1869. Der Gräflich Solms-Rödelheim'sche Oberförster: S ch allas. -kranke finden einzig radicale WlU/P Hülfe in dem gediegenen Büchelchen: Hoffmann's zuverlässiger Gichtarzt oder Belehrung über das einzige, sichere, leichte und schnelle Heilverfahren bei Gicht und Rheumatismus, durch einfache, wohlfeile und in allen Fällen wirksame Mittel. Preis i/4 Thlr. Zu beziehen durch jede Buchhandlung. (5429) an dir Großhenoglichen Bürfirrmeiitereien des Kreises. Auf Allerhöchsten B-s-hl Seiner Königlichen Hoheit hat GroßhtrzoglichesKriegs-Ministerium die V°rl°g<^n°s Verzeichnffses über d.e.emgen Leute verlangt, welche - ■*"e ^Umd°s"V°r^chnib aussttllen°u Wunen'b°Ä in Ihrer Gemeinde wohnhaften Personen der sraglichen Kategorie namhaft zu machen und dabei insbesondere anzugeben: 1) Vor- und Zunamen und Stand, 2) Geburts- und Wohnort, .... 3) Tag des Eintritts in den Militärdienst, / 4) Tag der Beabschiedung, f 5) Regiment rc., bei welchem der Betreffende zuletzt gedient hat, 6) Abteilung, bei welcher er gestanden hat und 7) Militär-Charge, welche er zuletzt innegehabt hat. l)r. Goldmann. ______ _____ Besondere Bekanntmachung. Das Feldgerichtspersonal betr. 5436) Von der am 11. Juni 1869 erfolgten Verpflichtung der Ortsgerichtsmitglieder Friedr. Müller und Friedr. Semm- ler als Feldgeschworne der Gemarkung Gießen werden die Stadtangehörigen hiermit in Kenntniß gesetzt. Gießen, den 17. Juni 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. V o g L___ General - Agenten - Gesuch. 5427) Für einen neu erfundenen sehr couranten Artikel sucht unterzeichnete Firma einen thätigen mit den besten Referenzen versehenen General-Agenten für Gießen und Umgegend. Dresden, Wettlnflraße. F. G. Dretrrch Sf Comp. Von der Mehrzahl von Ihnen sind die von wortet worden. Es handelt sich für uns darum Material, welches die bisherigen statistischen Er------«... . ... *äUmTfÄ" und Rind»i°h, nebst d°.n Raum, den sie enthalten, und die Zahl sämmtlichee Scheuern - - - —■ - -- „ „ Prügelholz, „ „ Stockholz, „ „ Reisholz, „ gemischtes „ „ Fichten- und Lärchen-Durchfor- stungs-Reisholz, in Schichten von 10 bis 25 Filß Länge, zum Werf- und Nutzgebrauche, Stück Buchen-Stämme und Stamm- Abschnitte von 12 bis 27 Zoll mittlerem Durchmesser und 9 Das Schießen in ben Orten und das Tödten nützlicher Vögel betreffend. Es ist die Wahrnehmung gem^t woWen' das, in Hausgärten nützliche $ö6d - sogar solche, die ihrer Nützlichkeit wegen h-rangezogen worden stnd, - geschossen «-den. Ä StaXÄ, »«fäOt in eine Strafe von 1 bis 1U fl. und 2) wer nützliche Vögel einfängt oder tobtet, verfällt in eine Strafe von 1 biv o T • Grobberwaliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Gießen, den 18. Juni 1869. 8 0 Nover. 5442) Steile Kartoffeln werden verkauft bei Friedr. WUH. Löber, _______Schuhmacher. 5445) Ein großer Sprungherd ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 5444) Corsettcn u. Crinoliiien, neuester Facon, in großer Auswahl, bei E- Eichenberg. Kindermädchen. 5431) Ein gesetztes Mädchen wird für die Zeit von Nachmittags 1—7 Uhr zur Wartung von Kindern gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________________ 5434) Ein angehender Commis wird gesucht Asterweg Lit. A. Nr. 100. 5424) Ein Mädchen, welches bürgerlich kochen kann, wünscht auf Johanni eine Stelle. Zu erfragen Neuen-Bäuen B- 100. 5428) In Bccker's Hofraithe (Neue Anlage) kann fortwährend gegen entsprechende Vergütung Schutt abgeladen werden. 5415) Ein junger Bursche, 15 bis 16 Jahr alt, wird in eine Restauration gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 5416) Ein ordentlicher Junge kann in die Lehre treten bei G. Tränkner L, Schreinermeister. 5422) Ein tüchtiger, zuverlässiger Buchhalter wird zum baldigen Eintritt in ein Fabrikgeschäft auf dem Lande gesucht. — Kenntniß der doppelten Buchführung erwünscht, doch nicht gerade nothwendig. — Auskunft bei der Exped. d. Bltts.__ 5411) Zwei Schreiner können Beschäftigung erhalten bei C. Seipp. Mal;-Extrakt. 5417) Frische Sendung ist wieder ein- getroffen bei I- A- Busch Söhne, i 5443) Gut möblirte Zimmer, sofort be- ziehbar, bei___________E- Eichenberg. 5449) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei G. H- Balser, Seltersweg. gegend bei (5430) Ed. Lind, Hofconditor. 5440) Die Materialwaarenhandlung von Emil Fischbach, Seltersweg, empfiehlt: feinste Waizenstärke, Prima-Kernseife, Waschpulver, aus schmutzauflosenden, unschädlichen Bestandtheilen zusammengesetzt, Waschblau. Feilgebote »les. Maidens, die reinste und vorzüglichste aller Mehlsorten, empfiehlt Emil Fischbach, (5441) Seltersweg. 5433) Ein kupferner Kessel steht zu verkaufen Asterweg Lit. A- Nr. 100. Bekanntmachung. 5432) Alle bereits vor 3.Monaten verpfändeten Gegenstände bittet man bis zum 1. Juli einlösen oder prolongiren zu wollen, widrigenfalls dieselben zur Versteigerung kommen werden. K- Grünebaum, ____________________________Gießen.______ 5446) Ein ordentliches Kindermädchen wird sogleich gegen hohen Lohn gesucht- Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 5447) Zwei Schreinergesellen finden dauernde Beschäftigung bei Andreas B ä rrn. ” ’9' a“"i 1869. k |l C,aUUn«m M 161 ’ömmtli*« s, w“ «chmirii 'am *8- M 1869. ™llrfe"’ b"6 -m- Seji^ h k \\ n Saite verlangt, welche - legorie namhaft zu machen voiden sind, - geschossen -:a!haupts1adt Hutzen, iiintnifldmq. bereits vor!j.Monaten m enftände bittet man bis zu» r oder prolongiren zu rootter, d-.'elbcn zur KecheigeM r R- Grünebau» Gießen. ordenllickics Kindermär^ • :cn hohen Lohn gesch n da Grptb. d. Bltts. tzchreinergesellen finden ^Tnaunft bei Andreas Lärrn- fl'-lr' °ch jflt, «***[>,„ weil •tX‘tirn b®e neue Sls ^aejo«^ ■ .. s iso* ndermadlbkN. :.-^ies Mädchen wirb für -'^mittags 1-7 Ar zur xindem gesucht- iKuheres d E«lNs.____ - -ehender Commis nM 6<; . - A. Nr. 100. ^Aen, welches bürgeD LEWS! TSÄ^*55 ■ - x®^A’,c > ‘ >”tW* , • -chreiner fojjgeip 5420) Dienstag den 22. Juni, Nachmittags 4 Uhr, in der Stadtkirche zum 50jährigen Stiftungsfeste des akademischen Gesangvereins: Der Messias, Oratorium von Händel, unter Leitung des akademischen Musikdirectors, Herrn Mickler, ausgeführt von dem akademischen Gesangverein mit Unterstützung früherer Mitglieder. Das Orchester ist durch Angehörige der Kasseler Hofcapelle verstärkt. Soli: Sopran: Fräulein Thomae aus Frankfurt; Alt: Fräulein As mann aus Barmen; Tenor: Herr Rüd olph Otto aus Berlin; Baß: Herr Hill aus Schwerin. Eintrittskarten sind in der Ricker'schen und Ferb er'schen Buchhandlung zu haben: 1 nununerirter Platz.............1 fl. 30 fr. 1 nicht nummerirter Platz im Schiff und auf der ersten Emporbühne..... 1 „ — „ 1 Platz auf der zweiten Emporbühne.......— „ 30 „ Der Text ist zu 3 fr. in den genannten Buchhandlungen zu haben. s HändeFs Messias, KlavicrausM mit Text, Preis: 1 fl. 12 fr., ist zu haben in der Musikhandlung von H. Rudolph Wittwe in Gießen- Wohllungs - Veränderung. 5423) Meinen verehrlichen Kunden hiermit die ergebene Anzeige, däh ich meine seitherige Wohnung verlassen habe und nunmehr in dem von mir erkauften Hause des Herrn C- Caspar in der Katharinengasse wohne. Philipp Mootz, Schuhmacher. <8 5354) D i e Militär-SteUvertretungs-AnstaN H von Josef Ehrlich, Mainz, empfiehlt sich den Eltern resp. Vormündern von Militärpflichtigen in Ver- mittlung von Verträgen mit ausgedienten Unteroffizieren und Spielleuten. — Sy Stellvertretung durch Nummertausch. z-L?. Mia . - r.mrun z-xkcx 75 Af?, OAG\ ZDAG't /OA£?\ chul- und Kirchen-Vorstand; cl. Die Offiziere und die Militärbeamten; e. Die Professoren der Universität; f Der Vorstand des Zweigvereins; g. Die fungirenden Geistlichen; Ii. Der Verwaltungsrath und die Abgeordneten der Zweigvereine; i- Die Abgeordneten auswärtiger Vereine; le. Die Geistlichen des Zweigvereins mit den übrigen erschienenen Geistlichen; >. Die fremden Gäste und die Einwohner von Gießen, die sich dem Zuge anschließen wollen. 3) Um 9 Uhr Festgottesdienst in der Stadtkirche, bei welchem Herr Hofdiakonus Ur. Hase aus Weimar predigen wird, und Erstattung des Jahresberichts. 4) Pause bis 11 y2 Uhr. 5) Um 11Vr Uhr Hauptversammlung in der Stadtkirche: a. Gesang; b. Eröffnung durch den Präsidenten; c. Verwendung der Jahreseinnahme; d. Ansprachen; e. Schlußgebet, Segen und Gesang. 6) Um 3 Uhr Mittagessen im Zinßer'schen (vormals Busch'schen Garten). F e u i i D i e Doppelehe. Frei aus dem Französischen, von Emma o. Nindorf. (Fortsetzung.) Also Ringen nach Vielseitigkeit: Warme für die Träume, Kälte für die Wirklichkeit! Entsage nicht dem Ideale, suche eö aber nur in Dir, nicht außen. In Dir gewinnt es inniges Leben und Wahrheit — außer Dir zerstäubt es, wie der Regenbogen, den die Sonne auf den Wasserstrahl malt. Von außen kommt Dir keine bauernde Befriedigung; nur in Dir quillt der nieverstegende Born. Verkennen dieses tiefen Reichthums, innerer Mangel, traurigstes LooS, Ursache aller unserer Irrungen, die, wie seltsam auch durch das Leben gestaltet, meist nur aus wahrem Herzensheißhunger entspringen! Während einem Contretanz, Den Helmina ausgeschlagen hatte, bot ihr der Vicomte, wir wollen ihn künftig wieder Robert heißen, den Arm zu einem Gange durch die blühenden Büsche des Gewächshauses, welches an den Tanzsaal stieß. Hier unter Myrlhen- und Lorbeerbäumen, vom Aroma aller Wlt- theile umvuftet, in der südlichen, würzhaften Luft, die ringsum hin und her treibende Menge vergessend: entspann sich ein längeres Gespräch zwischen dem Paare. Graf Ferraud, der ihnen gefolgt war, wich betroffen zurück und maß den Vicomte mit feindlichen Blicken. Um Die Lippen der Gräfin spielte feines Hohnlächeln. Sie staunte nur weniger über Roberts Gewandtheit, als über das Feuer der Begeisterung, den Ausdruck wahren Gefühls., das sich über ihn ergoß. — ____ Acht Tage nach dem Gespräche, das Derville mit ver Gräfin gehabt hatte, an einem schönen Junimorgen, ging das wunderlich getrennte Ehepaar, von den zwei äußersten Polen der Hauptstavt, unter Segel, um sich bei Dem gemeinschaftlichen Anwälte zu begegnen. Die reichlichen Vorschüsse, welche Derville Dem Obersten Chabert verabfolgt hatte, vergönnten diesem, standesgemäß zu erscheinen. Er kam in einem netten Cabriolet, hatte eine zweckmäßige Perrücke, war in blaues Tuch gekleidet und trug das Großkreuz der Ehrenlegion am Halse. Mit den äußeren anständigen Umgebungen hatte er auch seine ganze militärische Eleganz wieder gewonnen. Er ging hoch aufgerichtet. Glück und Hoffnung schimmerten aus seinen ernsten, räthselhaften Zügen; diese schienen verjüngt, gerundeter. Er sah Dem alten Graumantel so wenig ähnlich, als ein neugeschlagenes Vierzigfrankenstück einem alten Sou. Man mochte in Chabert's Erscheinung gar wohl eines jener edlen Trümmer des alten Heeres erkennen, eine jener Heldengestalten, an denen sich der Vaterlandsruhm in hellen Lichtern bricht; jener Heldengestalten, die ihn vcrgegen- wärtigen, gleich wie ein Stück Spiegelglas, auf das Die Sonne fällt, all ihre Goldstrahlen zurückgibt. Diese alten Krieger sind zugleich GcmälDe und Bücher. Der Graf sprang mit jugendlicher Gewandtheit aus Dem Wagen, und hatte kaum sein Cabriolet umgewenvet, so fuhr ein schönes, wappenverziertes Coupä vor. Die Gräfin stieg aus, sie war einfach aber vortheilhaft gekleidet. Eine hübsche rosagefütterte Capote, eng geschlossen am Gesichte, verrieth die Umrisse nicht und lieh frischeres Aussehen. Derville hatte eben noch Zeit gehabt, den Obersten in's Schlafgemach zu verweisen, ehe die Gräfin eintrat. „Gnädige Frau," sagte Der Erstere, „Da ich nicht wußte, ob es Ihnen angenehm ist, Den Grafen von Chabert zu sehen, empfing ich Sie nicht in einem Zimmer." — „Ich bin Ihnen sehr dankbar für Diese Aufmerksamkeit." — „Ich habe ein Protokoll aufgesetzt, das Sie jetzt gleich l e r s n. Punkt für Punkt erörtern können. Ich gehe von einer Parthei zur Andern, um Ihre beiderseitigen Ansichten zu ermitteln." —„Lassen Sie hören," sagte Die Gräfin ein wenig ungeDuldig. Derville las: „Zwischen Den Unterzeichneten „Herr Hyacinth, Chabert genannt, Graf, Marschall und Großkreuz Der Ehrenlegion, wohnhaft zu Paris in Der Straße Petit banquier einerseits; Und Der Dame Rosa Chapotel, Gemahlin des besagten Grafen Chabert, geborne ..." — „Überschlagen wir das, Herr Derville, ohne Umschweife zu den Bedingungen!" — „Gnädige Frau, Der Eingang erklärt mit wenigen Worten Ihre beiderseitige Stellung. Ferner erkennen Sie, durch den Artikel 1, in Gegenwart von drei Zeugen, zwei Notaren und einem Viehhalter, bei dem Ihr Gemahl wohnte — ich habe Ihnen sämmtlich Ihre Angelegenheit vertreten, Sie werden gewissenhaft schweigen; — Sie erkennen, sage ich, in Dem obengenannten In- DiöiDuum Ihren ersten Gemahl, Den Obersten Chabert." „Durch Den Artikel 2 macht sich Der Graf Chabert, aus Rücksicht für Ihr Glück, verbindlich, von seinen Rechten nur in Den Fällen Gebrauch zu machen, Die das Aktenstück anführt . . . Und diese Fälle," schaltete Derville ein, „beziehen sich einzig und allein auf die Nichterfüllung der in Dieser geheimen Ueber- einkunft enthaltenen Klauseln. Seiner Seits versteht sich Graf Chabert Dazu, Durch vereinte Bemühungen einen Rechtsspruch zu bewirken, Der seinen Tortenschein unD zugleich seine Ehe mit Ihnen null unD nichtig erklärt." — „Das bchagt mir ganz und gar nicht, Herr Derville. Ich will keinen Prozeß — Sie wissen ja, warum!" — „Durch den Artikel 3," fuhr Der Adoocat mit unerschütterlichem Gleich- muthe fort; „verpflichten Sie sich, besagtem Grafen Chabert eine lebenslängliche Rente von 80,000 Franken ..." — „Das ist aber ja viel zu viel." — „Können Sie einen billigeren Vergleich finden? — „Vielleicht." — „Was in aller Welt wollen Sie Denn aber, gnädige Frau?" — „Ich will feinen Prozeß, ich will ..." — „daß er gestorben bleibe!" unterbrach sie Derville lebhaft. „Mein Herr, wenn 80,000 Franken Einkünfte erforderlich sind — Dann lieber vor Gericht! . . ." — „Ja, vor Gericht," rief Der Oberst, Die Thüre öffnenD, mit dumpfem Tone, und stand plötzlich vor seiner Fran, eine Hand in der Weste, Die andere gegen den Boden ausgestreckt, eine Gebärde, der sein Abentheuer schrecklichen Nachdruck verlieh. „Er ist es!" klang es im Innern Der Gräfin. „Viel zu viel!" nahm Der Veteran von Neuem das Wort. „Ich gab Ihnen beinahe eine Million, unD Sie feilschen um mein Unglück! Auch recht! Jetzt will ich Sie, Sie unD Ihr Vermögen. Wir haben Gütergemeinschaft; unsere Ehe ist nicht gelöst. . ." — „Aber dieser Herr Da ist ja nicht Oberst Chabert!" rief Die Gräfin mit erkünsteltem Staunen. „Ah!" entgegnete Der Greis voll tiefer Ironie, „verlangen Sie Beweise? Ich habe Sie aus Dem Palais Royal genommen . . ." Die Gräfin erbleichte unter Der Schminke. Der alte Krieger hielt inne, gerührt von Der Oual einer ehemals glühend geliebten Frau; aber sie warf ihm einen giftigen Blick zu, einen wahren Hyänenblick, so daß jener plötzlich fortfuhr: „sic waren bei der ..." — „Erlauben Sie, mein Herr," sagte die Gräfin zum Anwälte, „daß ich mich zurückziehe. Ich bin nicht gekommen, um solchen Gräuel anzuhoren." — Sie erhob sich und verließ das Gemach. (Fortsetzung folgt.) W I "^ü, it 'M P o I i t i s ch e NuI» d sau Berlin, 17. Juns. Das Zollparlament nahm mit unwesentlichen Modifikationen die Zuckcrbesteue- rungsbill an, nebst einem Zusatzantrag Lasker's, wonach das Zuckersteuergesetz gleichzeitig mit dem Gesetze über Abänderung des Zollvereinstarifs in Kraft tritt. Berlin, 18. Juni. Das Zollparlament wird, weil noch keine Schlußrede zu seiner Entlassung for- mulirt ist, da der König und Bismarck auf Reisen sind, seine Session um ein paar Tage verlängern. Das noch vorliegende Material wäre so bequem und so rasch morgen zu erledigen gewesen, daß unmittelbar darauf die Feierlichkeit im Weißen Saale hätte vor sich gehen können, allein wie gesagt, es ist Keiner da, der die üblichen Formalitäten beschleunigen kann. Die Sitzung endete heute ungewöhnlich früh, schon um 3 Uhr, das hatte aber seinen guten Grund: bei Müller ist heute großes national-liberales Essen, und die Suppe durfte nicht kalt werden. Die Zoll- gesetzgcbung hat ihre ganz eigenthümlichen Geheimnisse. Das Reichstagseffen hat schon vor Beginn der Zollparlamentsscssion stattgefunden, die im norddeutschen Parlament noch in Aussicht stehenden Debatten erfahren also keine Kürzungen. Wer über Parlamentarisches berichten soll, ist schließlich auf derlei Mitihcilungen angeiesen, weil sonst Wichtiges von beiden fungirenden Parlamenten nicht zu berichten ist. Es entspricht aber auch ganz der Situation, auf Dergleichen sich zu beschranken, denn sie ist dürr und mager, wie selten zuvor. Berlin, 18. Juni. Zn der heutigen Zollpar- lamentssitzung wurde der Antrag des Abg. Metz I., der BundeSrath möge dem gleichzeitigen Tagen des Zvllparlaments und der Landtage der einzelnen Staaten entgegenwirken, fast einstimmig angenommen, nachdem auf den Wunsch des Fürsten Hohenlohe die Motivirung des Antrags durch das augenblickliche Tagen der hessischen Standeversammiung weggcfallen war. Der hessische Eommiffar Hoffmann sprach sich entgegenkommend für den Antrag aus. Auch der Antrag des Abg. v. Stauffenberg: die Vorlagen möchten den Mitgliedern des Zollparla- menls zwei Wochen vor der Einberufung des letzteren mitgetheilt werden, wurde angenommen. Präsident Delbrück verhieß das Entgegenkommen Der Bundesregierungen. Berlin, 19. Juni. In der heutigen ReichS- tagesitzung wurde die Wahl des Abgeordneten Buff (Oderhessen) für gültig erklärt. Hierauf folgt die erste und zweite Bcrathung des Etats des Ober- bandelsgerichts. Die laufenden Ausgaben betragen 68,500 Thaler, die einmaligen außerordentlichen Ausgaben 6000 Thaler. Die Ueberweisung des Etats an eine Commission wird abgelchnt. Bei der Specialberathung der Etatspositionen für den Präsidenten, den Vicepräsidenten und zwölf Rathe werden diese Positionen genehmigt, diejenigen der Subalternbeamten und Boten jetoch auf die Hälfte reducirt und hierdurch die fortlaufenden Ausgaben auf 62,000 Thaler ermäßigt. Der Etat wird mit diesen Modificationen in zweiter Lesung angenommen. Heppens, 17. Juni. Bei der heute vollzogenen Einweihung des Jabdekriegshafens taufte der KriegSmlnister v. Roon in Gegenwart des Königs den Hafen „Wilhelmshafen" und bezeichnet denselben als die Morgengabe Preußens an Deutschland. Paris, 17. Juni. Der Brief des Kaisers an Herrn von Mockau beschäftigt alle Blätter. Die „France", „Presse" und „Patrie" sprechen begütigend darüber; aber in der unabhängigen Presse ist die Enttäuschung und Niedergeschlagenheit groß. Die „Opinien nationale" erinnert den Kaiser an einen Ausspruch, den er als Gefangener im Hom gethan, und welcher sich schlecht mit der in dem Briefe an Hrn. v. Mockau niedergelegten Theorie verträgt: „Schreitet an der Spitze der Ideen eurer Zeit," sagte damals der Prinz "ouis Napoleon, „und sie erhalten euch aufrecht; leistet ihnen Widerstand und sie werfen euch um." Paris, 18. Juni. Die heute aus St. Etienne eingctroffenen Zeitungen und Briefe geben näheren Aufschluß über die beklagenswerthen Vorgänge am 16. d. Am Morgen dieses Tages waren in der Grube der Ondaine mehrere Arbeiter beschäftigt, als eine Menge anderer Grubenleute sich auf sie stürzte, um sie an ter Fortsetzung ihres Tagewerks zu Hintern. Die Truppe, welche mit der Uebrrwachung * diese' Schachtes beauftragt war, schritt sogleich ein | und nahm 50 Verhaftungen vor, befreite den Schacht 1 und zerstreute die Aufläufe. Eine Abtherlung von 150 Mann des 4. Regiments unter den Befehlen eines Eapiläns sollte nun die . 50 Gefangenen nach St. Eti.nne transportiren Die Kunde davon verbreitete sich in Montyel und in der Ricamarie. Sogleich machten sich von allen Seiten Banden von Arbeitern, Weibern und Kindern zur Verfolgung des Zuges auf. Um B1/» Uhr war dieser in der Nähe von Montyel angekommen und in eine Schlucht gerückt, welche an seinem Wege log, als die Verfolger in der Stärke von etwa tausend Personen ihn mit Steinwürfcn angriffen. Mehrere Soldaten wurden verletzt, zwei durch Schüsse mit einer Feuerwaffe verwundet. Die Gefangenen suchen sich loszumachen, die Steinwürfe regnen fort, ein Soldat bricht schwer verwundet zusammen. Jetzt dringt die Truppe in ihren Führer, daß er ihr den Befehl gebe, zu feuern, widrigenfalls sie für die Weiterbeförderung der Gefangenen nicht mehr einstehen könnte. Der Befehl erfolgt und drei Dechargen werden gelöst. Der Haufe ist durch das Feuer oder die Furcht wie zerstoben. Der Zug nimmt die Gefangenen, von denen indeß etwa zwanzig die Flucht ergriffen hatten, wieder in die Mitte und setzt, ohne sich weiter um die auf dem Platze Gebliebenen zu kümmern, sogleich feinen Marsch fort. Um 4y2 Uhr traf er in St. Etienne ein. Die Zahl der Opfer wird authentisch auf 14 Todte und 7 bis 8 Verwundete angegeben. Unter den Todten zählte man zwei Weiber und ein Kind, welches seine Mutter zu der traurigen Expedition mitgenommen hatte, wie denn auch die Zahl der Weiber, welche den Zug anführt.n und aushetzten, bedeutend gewesen sein soll. Der Schrecken, den die Kunde von diesem Ereignisse verbreitete, war so groß, daß noch am folgenden Tage Niemand von der Bevölkerung wagte, die Leichen auizuheben, so daß schließlich die Soldaten selbst und ohne jeden Beistand der Angehörigen diesem Geschäfte sich unterziehen mußten. Die Zahl der durch Steinwürfe, Messerstiche und Schüsse verwundeten Soldaten beläuft sich auf 14. St. (Stienne, 19. Juni. Der gestrige Tag und Abend sind ruhig verlaufen, wenn gleich sich in der Stadt eine gewisse Erregung kund gibt. Zehn Bataillone Infanterie und eine Schwadron Kavallerie bewachen die Sreinkohlengrube. Alle Schachte sind militärisch besetzt. Madrid, 18. Juni. Ueber die Bildung des Cabinets Regenten wird gemeldet, daß General Prim zum Präsidenten desselben, Silvela zum Staatsminister und Henera zum Minister der Justiz ernannt wurden. Die andern Minister blieben auf ihren Posten. Vermischtes. Darmstadt, 17. Zum. Das heute erschienene Regierungsblatt Nr. 22 enthält: 1. Die revidirte Nheinschifffahrsacte vom 17. October 1868 sammt Schlußprotokoll. Die Bestimmungen derselben treten in Gemäßheit des Art. 48 der Acte mit dem 1. Zuli 1869 in Wirksamkeit. II. Uebersicht der für das Jahr 1869 genehmigten Umlage zur Bestreitung der Kriegsausgleichungskosten der Gemeinde Wimpfen. 111. Bekanntmachung, die Erhebung einer Umlage in den Gräfllich Görlitz'fchen Waldgemarkungen I—VII bett. IV. Abwesen heitSerklarung. Durch Urtheil Großherzoglich, n Bezirksgerichts Mainz vom 22. Mai 1869 ist zur Eonstatirung der Abwesenheit von Anton Becker VII., Ackersmann aus Gonsenheim, die im Art. 116 des Civilgesetz- bu i S vorgeschriebene Zeugenvernehmung verordnet worden. Darmstadt, 18. Juni. Unterm 15. l. M. ist dem General Aaron Seeley aus Newyork, welcher von dem Präsidenten der Bereinigten Staaten von Amerika mittelst Patents vom 21. April l. I. an Stelle des Eonsuls William Walton Murphy in Frankfurt a. M. zum Eonsul für das Großher- zogthum Hessen und zwar mit dem Sipe in Darmstadt ernannt worden ist. Seitens der Großherzoglichen Regierung das Ere- quatur ertheilt worden. Darmstadt. Der am 6. Juli hier stattfindende Zncht- viebmarkt wird wohl der bedeutendste aller bis jetzt abgehaltenen Märkte werden, da zu gleicher Zeit die hiesige Maschi- nen-AuSstellung abgehalten wirb, zu welcher nicht nur die Landwirthe aus hiesiger Gegend, sondern auch jene aus weiter Ferne erscheinen werden. — In richtiger Würdigung dieses Verhältnisses machen die betreffenden Handelsleute bereits die größten Anstrengungen, um die ausgesuchtesten und aller vollkommensten Thiere jenem Markte zuzusuhren. — Es ist kaum ein Jahr her, daß unsere Zuchtviehmärkte errichtet wurden, und trotzdem gelten dieselben bereits als „Haupt-BezugSort" für ausgezeichnetes Zucht - und Milchvieh. Alle schönen Thiere, die der Odenwald züchtet, werden aber auch ausschließlich hierher zu Markt gebracht. — Bei dem letzten Markt, auf welchem binnen 4 Stunden über 300 Stück des herrlichsten Viehs verkauft wurden, treten besonders viele rheinhessische Landwirthe und Händler als Käufer auf, da aber jetzt die Ruckbahn bis nach Worms läuft, sehen wir bis zum nächsten Markt einem besonders starken Besuch auö Rheinhessen entgegen. Bremen, 15. Juni. In Gegenwart des Königs von Preußen ist heute die deutsche Norbpolerpedition in See gegangen. Herr MoSle, der Präsident des hiesigen Eomitö'S für die Erpeditivn, hielt vor der Abfahrt folgende Anrede: Landsleute! Der Augenblick deS AbsegelnS der zweiten deutschen Nordpolarfahrt ist gekonnnen, Ihr alle werdet es als ein glückliches Vorzeichen betrachten, daß dieselbe in See geht unter den Augen Sr. Maj. des Königs. Das Gedeihen des Werkes hängt ab von (Sud* Theilnehmern der Erpedition, Vertreter deutscher Wissenschaft und deutschen Seewesens. Ihr habt Eurer ganzen Nation gegenüber gelobt, Alles einzusetzen, um das vorgesteckte Ziel zu erreichen. Zur Ebre des Vaterlandes, zur Ehre der jungen deutschen flagge, zur Ehre deutscher Wissenschaft und deutscher Seefahrt soll das nördliche Polarmeer der Kenntniß aller Völker durch Euch erschlossen werden. Das Ziel ist groß, die Gefahren und Entbehrungen, denen ihr entgegen geht, nicht gering, Ihr habt, wenn Euer Werk gelingen sott, auf nie betretenen Wegen gar trotzig» Mächte, GiS und Nacht, zu bekämpfen. Doch aber werdte Ihr bei festem andauerndem Willen aller Schwierigkeiten Herr werden, geht deßhalb getrost an s Werk, murrt aber auch nicht, wenn höhere Mächte Euer Wollen vereiteln. Möge eine gütige Vorsehung Euer steter Begleiter sein und gestatten, daß Ihr wohlbehalten und mit Erfolg gekrönt zur Heimath und den Euren zurückkehrt. Und nun Ihr, die Ihr scheidet, und Ihr, die Ihr zuruckbleibt, vereinigt Euch in diesem feierlichen Augenblicke nach guter alter Sitte zu einem Hoch und aber; mal Hoch auf den uns durch feine Gegenwart hoch beehrenden erhabenen Monarchen, auf unser Vaterland, dessen mächtiger Schutz Er ist, und auch ir vierte N intl. zähl' ilbe das' W werben 5471) *3) 5 [»kn Beso Das 5459) len Al Friedl ler ülj Gießen mit in j Gieße Gros 5478) ; * ich Wnfti 2 seh Daß mit । leich gen, kchp Ürner hchna schlich sollen d Heinrich Flur Nr. ‘/1006 Vioota V1009/3 aut ba() Giften Gieß! Gr ßm Werl Jjun Uiihi Bilde W