i lißl in einem Prag» »och iidiuct bei einet i nuteten Gelten wat :nig itn Hannover, |U lbslb auch Füchnbank i (jullen gesunken fin», et Euer Georg V. bet ii einigen iWiUionen lu JhtglwK bti JN*-' (jtlMnz blesel W lC u iunz polnischet Mt- de: ati,£er Teilnahme . />Hfj* r dtnselinten fU'i» ilrinbenten W nennet. 3" """ eittenmek *®tb t fügt< r» w „iwi 8^?‘“5 ’i 11'1' JltlftlW. Sai' iKnL 7. Je >,le‘ **e6i** v»t fatjet Zeit, «1 Ton sich leben ge- -'kchseta aus lat LÖn- an dec Börse !1'» eilet btfannt ist, emgeienbet mürben, fC- ''lachtheilize Gt- 'PJUie^ gefonimen unb 3miih)te Grtbit tin-- lecepte jurutfiangten, 'ui sofort präsentiü, t Lolvmz achechb man^U tzckl Mä- in< tznst gebeten, unb 'ausei tie Jtunbe von gingen ihm bie Äugen euer Platz sich in einer irecnlflhon jene Grün- itt unb bie kolibität traf hier ein, bie vitt- ; «eichet aut verschie- Aulben an ben Eiie- e HMgmchung liefet nu bei, jene Banken,' len in eine Äelbflemnie [|< ertZlheilte. Tie Un- -fi.ger Znlivibuen hat e nutbrechenle Knse in Pr-ls eierteljibtlld) 36 h. ■ ß I-# MB m-n'Dt-»Ä7" D°nn«> mit ®tingetlobn. Durch die ■ H - 1 ||T|r| III I 'W II 1111111 st°«- und Samstag«. - wb.,.gmvi-rt-Mh.»ch \Wy 11^ m ||| IUIX ♦ Anzeige- und Mmtsöl'att für den Areis Ließen. Nr. All. Dienstag ben 21. September IS«9. "esc Einladung )UM Abonnement. .«5^ Mit dem 1. October beginnt ein neues ^jähriges Abonnement auf den üt*Siheimt*r Weintrtmbett an uns gelangen und empfehlen dieselben zur geneigten Abnahme. Giessen, 20. September 1869. Gebrüder Mayer, 7936) Ein Spinnrad und eine Haspel, noch neu, sind zu verkaufen. Nähe- res bei der Exped. d. Bltts.___ 7987) Ein in der Mitte hiesiger Stadt gelegenes Wohnhaus, nebst geräumiger Werkstätte, ist unter günstigen Bedingungen zil verkaufen. Näheres bei der Nedact. d. Bl. die zum Nachlasse der verstorbenen Bourgeois Eheleute gehörigen Mobilien, bestehend in Bettwerk, Weißzeug, Haus- und Küchenge- räthschaften, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 20. September 1869. __________K. Vogt, Ortsgerichtsmann. 7983) Die zu dem Nachlasse der Ehefrau des Justus Will, geb. Frey, zur Badenburger Mühle gehörigen Mobilien, bestehend in Kleidungsstücken, Weißzeug und verschiedenen Nabeln, sollen nächsten Donnerstag, den 23. d. Mts-, von Vormittags 9 Uhr an, freiwillig öffentlich in der Mühle zu Badenburg gegen gleich baare Zahlung versteigerr werden. Wiescck, den 16. September 1869. Großherzogliches Ortsgencht Wieseck. Lang. Besondere Bekanntmachungen. Okffentliche Aufforderung. 8005) Zu den zur Jntestaterbsolge pe- rufenen nächsten Verwandten des am 12. März 1865 dahier kinderlos verstorbenen Heilgehülsen Friedrich Weber von hier gehören die unbekannt wo? abwesenden Emil Weber von hier und Johannette Weber von hier. Es werden diese genannten beiden Personen hiermit aufgefordert, ihre Erbrechte an dem Nachlasse des Friedrich Weber sogewiß binnen 60 Tagen dahier geltend zu machen, widrigenfalls sie auf ihre Erbrechte verzichtend angesehen werden. Gießen, den 13. September 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. v. Schmalkalder, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Oeffentliche Bekanntmachung. 7980) Die Gläubiger des Karl Horn, Essig- und Brandweinhändlers rn Wieseck (unter der Firma: ^l), werden hiermit davon benachrichtigt,, daß über das Vermögen desselben das prapara- torische Concursverfahren eingeleitet worden ist und gültige Zahlungen nur noch an den provisorischen Massecurator, Großherzoglichen Hofgerichts-Advocaten Dr. Muhl in Gießen, geleistet werden können. Gießen, am 7. September 1869. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher.____________ Scbnoidorarbeit. 7988) Es werden für das 2. Jnfanterie- Reaimeni zur Anfertigung von Monilrungs- stücken einige tüchtige und zuverlässige Schneider gesucht. DehsaUhge Jnterefsen- ten wollen sich bei Oberquartiermeifter Schlosser, Neuenbäuen Lit. B. Nr. /7, anmelden. Gießen, den 16. September 1869. Die Bekleidungs-Commission des 2. Infanterie-Regiments. Kreuter. Sützer Aepfelwein (8008) bei E. Pau sch, Asterweg. 8004) Gereinigten Medicinal-Lcber- thran empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. 8000) Eine Familienwohnung von 6 Zimmern ist zu oermiethen und pr. October zu beziehen. L- Bersch. 7991) Das seither von Herrn Heinz bewohnte Mansarden-Logis im Vorderhaus, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Magd- und Bodenkammer, nebst Wasserleitung und allen Bequemlichkeiten, ist durch dessen Wegzug im September zu oermiethen. ____________H. Becker, Neue Anlage. 7975) Das von Herrn Oberbau-Secretär Moyat bisher bewohnte Logis im Russischen Hofe ist zu oermiethen und kann in 4 Wochen bezogen werden. 7968) Eine kleine Familienwohnung ist an eine stille Familie zu oermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7974) Ein freundliches Familienloais ist zu oermiethen und mit dem 1. Octooer zu beziehen bei A. K. Worms, Seltersweg. 7984) Ein Familienlogis ist zu vermie- lhcn bei, Max Henkel. Vermiethu ngeri. 7992) Neue Anlage, in H. Becker's Nebenhaus, ist die Mansarden - Wohnung, bestehend aus 7 Pie?en, Küche und Bodenkammer, nebst allen Bequemlichkeiten, bis September zu oermiethen- 7978) Ein Familienlogis ist zu vermie- then bei M. Weißbäcker. 7989) In meinem neuerbauten Hause vor dem Neuenweger Thor steht der mittlere Stock, bestehend aus 4 heizbaren Ziminern, Küche, Vorplatz, Magd- und Geräthekam- mer, Holzstall, Keller, Mitgcbrauch der Waschküche, zu oermiethen. Auf Verlangen kann noch ein Mansarden-Zimmer mit Ca- binet und ein Stück Garten dazugegcben werden. Karl Kaspar, Maurermeister. Dl Gesucht 7882) Viertel V« Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, IIAASENSTEIN & VOGLER Zeilungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, Leipzigerstrasse, 46 ; Sleinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11 ; Markt, 17, Königshaus ; Kronprinzstrasse, 1 B ; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabrnstrasse, 13; Place du Molanl, 2. §rs ausivärt^ An M» 7995) Unserem lieben Bruder I. zu seinem morgen stattfindenden 31. Geburtstage ein donnerndes Hoch l Der Sonderbund. Zu dem am Laubhüttenfeste, den 27. d. Mts., stattfindenden Balle im Schntzengarten zu Wetzlar ladet ergebenst ein: das Comite. Statt, wozu ergeben ft cinladet L. Keßler, im Löwen, zu Großen-Linden. wird am Wallthor oder in dessen Nähe ein Familienlogis von 5 bis 6 Pieren. Schriftliche Offerten sind bei der Exped. d. Bllts. abzugeben. 7985) In der Kirchenkasse zu Hausen liegen 585 fl. gegen genügende Sicherheit zum Ausleihen bereit. Gießen, den 13. September 1869. Schäfer, Rechner. 7966) FTW TO als den 27. September, findet in meinem neuerbauten Saale Grosse garantirte Geldvciioosimg. 7990) Am 20. September d. I. beginnt die vom Staate eingerichtete und garantirte große Geldverloosung, worin: 25,300 Gewinne mit zusammen 3 Millionen 677,400 Thaler zur Entscheidung kommen. Hierzu kostet ein ganzes LooS 2 Thlr., „ halbes „ X „ SiM v Ot Allerneueste Glücks - O/jTerte. | 7976) Original-Staats-Prii- | niien-Doose sind überall zu 9 kaufen und zu spielen erlaubt. „Gottes Segen bei Cohn!" | Grossartige wiederum mit s Gewinnen bedeutend | vermehrte Kapitalien-« Verloosung von nahe j 4 Millionen. Die Verloosung gormilirl und I vollzieht die St Hauptgewinne: Fes. 250,000, 100,000, 70,000, 50,000, 40,000, 35,000 it. s. s. Nächste Gewinn-Ziehung am 1. .October 18fi9. Gegen Einsendung des Betrags ist der Preis eines Obligations-Looses Rthlr. 16 = fl. 28.; Diese Anlehens-Loofe rentiren zum jetzigen Cours, ohne die Chance der; größeren Gewinne, auf 5 pCt. Zinsen per anno; sind mit jährlichen Zins-Coupons versehen und spielen in allen Gcwinnziehungen so lange mit, bis ihnen einer der im| ZPlane verzeichneten Gewinne, wovon der geringste schon Frs. 100 — beträgt, zu iTheil geworden ist. — I Gewinne und Zinsen werden in Gold in Paris, Brüssel, Frankfurt rc. bezahlt.; Zur Erleichterung des Ankaufs kann man bei Unterzeichneten dieses Obligations-Loose auch gegen monatliche Ratenzahlungen erwerben, und schon durch eine sofortige Anzahlung von nur uü®" Thaler 2. — oder fl. 3. 30 für jedes Loos spielt solches bereits in obiger Ziehung zu Gunsten des Käufers mit । Die Beträge können durch Post-Einzahlung, Einsendung oder auch gegen Nachnahme berichtigt werden. — Verloosungspläne sowie jede weitere Auskunft gratis. Mach Stiebet Sühne Bank- und St-tats-Effccten-Gcscbäft in Frankfurt a. M. An- und Verkauf aller Aulehens-Loose, Staatseffeeten, Acticn, Coupons rc. besorgen wir zum Börstncourse.(7986) Grste nach Guropa gelangte Amerikanische Weltausstellung, die sich Jeder ansehen mnß, weil sie nur einmal in der Welt existirt,, wird Dienstag den 21. September im Saale des Cafe Leib eröffnet nnd ist täglich von Nachmittags 2 Uhr bis Abends 9 Uhr zu sehen. Die Haupt - Gewinne betragen S* 250,000, 200,000, 190,000, 175,000,1 170,000, 165,000, 160,000, 155,000,8 150,000, 100,000, 50,000, 40,000, S 25,000, 2 a 20,000, 3 ä 15,000, A 3 ä 12,000, 3 ä 10,000, 4 ä 8000,1 5 ä 6000, 11 h 5000, 4000, 29 ä 3000, 131 k 2000, 6 h 1500, 5 ä 1200, 156 h 1000, 206 a 500, 6 a 300, 272 ä 200, 24550 Gewinne ä 110, 100, 50, 30. Kein Loos gewinnt weniger als einen Werth von 2 Thalern. Gewinngelder u. amtliche Ziehungslisten sende unter Staatsgarantie meinen geehrten Interessenten nach Entscheidung prompt und verschwiegen zu. Durch meine von besonderem Glück begünstigten Loose habe meinen Interessenten bereits allein in Deutschland ; die allerhöchsten Haupttreffer von 300,000, 225,000, 187,500, 152.500, 150,000, 130,000, | mehrmals 125,000, mehrmals 100,000, । kürzlich schon w ieder das grosse Loos von 127,000, und Jüngst am 30. Juli schon wieder fünf der grössten Haupt-Gewinne in dieser Gegend ausbezahlt. JCs* Jede Bestellung auf meine Original stwats- Sijr Loose kann man der Bequemlich- keit halber auch ohne Brief, einfach auf eine Jetzt üb- > liehe Postkarte, machen. Dieses ist gleichzeitig bedeu- £^tcnd billiger als Post l.i. vorschuss. Etaz. Sams. Oohn in Hamburg, Haupt-Comptoir, Bank- und Wechselgeschäft. diese versenden wir auf vorherige Einsendung des Betrages mit amtlichem Plan, und nach Entscheidung sofort die betreffende Liste. Gewinngcldcr zahlen wir gegen Einlieferung der Trefferloose sofort baar aus, und berufen uns auf unsere bekannte reelle Geschäftsführung. Unter den größeren Gewinnen figuriren folgende: 250,000. 150,000. £00,000. 50,000. 40,000. 25,000. 2 ä 20,000. 3 ä 15,000. 3 a 12,000. 1 ä 11,000. 3 ä 10,000. 4 a 8,000. 5 ä 6,000. 11 ä 5,000. 1 a 4,000. 29 a 3,000. 131 ä 2,000. 6 ä 1,500. 5 ä 1,200. 156 ä 1,000. 206 ä 500 rc. rc. Mit dem Verkaufe dieser Loose sind wir betraut worden und wolle man bei Ber stellungen fid) d irect an uns wenden. Beträge können der Postersparniß halber auf Postanweisungen machen, wobei um deutliche Adresse der Absender bitten. 8. 1. Behrens & Co., Bank- und Wechsclgeschäft in Hamburg. 8006) Schöne Exemplare von Säuge- thieren und Vögeln, zum Ausbalgen geeignet, kaust A. Schultheis, junior, Seltersweg Lit. C. Nr. 10. 7977) Ein Zimmer zum Aufbewahren von einigen Möbeln wird auf ein halbes Jahr zu miethen gesucht. Das Nähere bet Mitprediger Lips. 7997) Ein braves Mädchen für häusliche Arbeiten wird gegen guten Lohn in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 7971) Ein möblirtes Zimmer ist für nächstes Semester zu vermtethen. _________Louis Petri U, Neuenweg. 7972) Eine freundliche Familienwohnung ist zu vermiethen Neuenweg Lit. B. Nr. 134. 7979) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet ist sofort zu vermiethen bei Gg. Schm eh l, am Brand. 7982) Ein kleines Logis ist zu Dermin then Flügelsgasse Lit. A. Nr. 90.__________ 7998) Bei mir ist ein kleines Stübchen für eine einzelne Person zu vermiethen. Will). Glock Wittwe. 7967) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei H. Seibert. Vermischte Anzeigen. ß Turnverein. Generalversammlung Dienstag den 21. September, präcis 9 Uhr Abends, in der Turnhalle. Tagesordnung: Vertrag mit der Stadt. _________________Der Vorstand. 7969) Ein Dienstmädchen wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.______________________, 8007) Säugethiere und Vögel werden nach neuester 9Nethode ausgebalgt (model- lirt) bei A. Schultheis, junior, _____________Seltersweg Lit. C. Nr. 10. 7970) Ein Kindermädchen wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. eib c QuWellt, womit Cloud, atm. ?K H 4. 3tb(t e ptiiöiilid) ttnn(n llc lntMbiiL " ^>ht mch ,Illdl ,,U1B nun i0 eili" bchhcn, Denn Kohlenlager, nack Europa ■fort in ^tegrojje gelezentliä) einmu/ wollen meine chr i Ttolz (ein. Abeu-s. t nur auf kurze Zeit — 5?rrjf/dj/»'/[e und . zu haben. Frtmulatt von Säuge- ;um Lusbal-en Areig- Luttheiö, junior, ntg L,i- 5 Nr. 10-_ BtT jum Aufbewahren i cirb auf ein fialM ui;. Las Nähere bei -pnbdtn-nii«1® 5 Mädchen für häns- ßcaen ftutcn Wj? [©em? l’a|t die Wed. eben Bruder J-rusu- tenbtn 31. Gevurtstage ^er Sonderbund. (n genüzende 3epttmbcr t(, ftr W-d'b' sl , cen-Expe. ,rt am jrv v i $10* _ i im1 46; Einladung )um Abonnrment auf das Mainzer Wochenblatt. Mit dem 1. October 1869 beginnt ein neues Abonnement auf das täglich erscheinende „Mainzer Wochenblatt." Dasselbe fährt fort wie seither die wichigsten politischen Nachrichten in gedrängter Kürze zur Kenntniß seiner Leser zu bringen und widmet den lokalen Angelegenheiten von Mainz und Umgegend besondere Beachtung. — Den Interessen des Hande l s, Verkehrs und der Landwirthschaft wird durch besondere Artikel sowohl als durch Mittheilung der genauesten telegraphischen Course und Marktberichte Rechnung getragen. Das dem „Mainzer Wochenblatte" beigegebene Feuilleton ist fortwährend bemüht, durch eine reiche Auswahl guter Erzählungen ?c. dem Verlangen nach Unterhaltung gerecht zu werden. Der vierteljährige Abonnementspreis beträgt, durch die Poft bezogen, ohne Bestellgeld 54 fr., und ersuchen wir Bestellungen frühzeitig bei den betreffenden Postexpe- ditionen zu machen. Das „Mainzer Wochenblatt" erfreut sich in der Stadt Mainz sowohl, als auf dem Lande der größten Verbreitung ist Organ der städtischen Behörden und wird vom Kreisamte Mainz zur Veröffentlichung seiner Bekanntmachungen benutzt- Inserate finden durch das „Mainzer Wochenblatt," da dieselben auch als Plakat in der Stadt angeschlagen werden, die lohnendste Verbreitung unter billigster Berechnung. Mainz, im September 1869. Die Expedition. Hessischr Kmdrs-Zcitnng. Organ der demokratischen Partei. Erscheint täglich (mit Ausnahme Montags) und kostet vierteljährig 1 fl., auswärts 1 fl. 27 fr. Anzeigen die 4spaltige Petitzeile 3 fr. Abonnements auf das 4. Quartal werden von allen Postämtern angenommen. Darmstadt, im September 1869. Die Expedition. Für die nothleidenden Israeliten in Rußland sind Wetter eingegangen: l) von Hrn. I. Buch in Gießen . 1 fl — fr. 2) ii „ I Rothschild weiter gesammelt . . . . 1 „ — „ 3) „ „ Aug. Noll .... 1 „ 12 „ 4) „ den Israeliten in Mten-Buseck: Hrn. M. Löwenstein • ■ • 1 „ — „ n I. Klipstein . . . . — „ 36 „ n S. Löb Löber . . . — „ 36 „ „ I. Rothschild . . . 1 „ 45 „ n Löb Löwer . . . . — „ 45 „ „ M. Löwer.....— „45 „ n Gutkind Rothschild . . — „ 18 „ „ Abraham Wallenstein . — „45 „ „ Löb Rothschild . . . — „ 24 „ 5) von Hrn. Philipp Krämer III. von Alten-Buseck . — „ 12 „ 6) „ „ Wilh. Müller V. das. — „ 12 „ 7) „ folgenden Israeliten in Beuern: Hrn. Jacob Edelmuth I. . . 3 „ — „ „ Löb Edelmuth IV. . . — „ 36 „ „ Löb Isenberg . . . . 1 „ 30 „ „ Bär Berlin . . . . — „ 18 „ „ Gottschall Griesheim . 1 „ — „ „ Karoel Edelmuth. . . 1 „ 45 „ „ Bär Maierfeld . . . 1 „ 45 „ „ Sal. Maierfeld's Wittwe 1 „ 6 „ 8) von Ungenannt.....— „ 36 „ 9) „ Frau P...... — „ 30 „ Zusammen 22 fl. 36 kr. Wir sagen hiermit im Namen der Nothleidenden den freundlichen Gebern besten Dank und erklären die Sammlungen hiermit für geschlossen. Alle Diejenigen, welche noch Gaben den noth- lcidenden Israeliten in Rußland spenden wollen, belieben dieselben jetzt direet an das Unter- stützungs-Comitö in Memel einzusenden. Die Exped. d. Gießener Anzeigers. Für die Hinterlassenen der verunglückten Bergleute im Plauen'schen Grunde sind weiter etn- gegangen: 1) durch Hrn. Fabr. Bender von einem Ungenannten i. Steinbach 3 fl. — kr. 2) von einem Ungenannten . . — „ 36 „ 3) durch Hrn. Lehrer Seip in Klein-Linden gesammelt . . 11 „ 56 „ 4) aus der Schule das. . . . 1 „ 10 „ 5) von Frau P. „ 30 „ 6) von Hrn. D......1 „ — „ 7) durch Hrn. Pfarrer Eckstein in der Gemeinde Leihgestern ges. 5 „ — „ 8) aus der ersten Elaste der höheren Töchterschule zu Gießen 5 „ — „ 9) von den Arbeitern des 2. Looses (Steinberg-Watzenborn) . . 2 „ 36 „ 10) durch Hrn. Pfarrer Strack in Großen-Buseck gesammelt. . 22 „ 30 „ 11) von Frau M. K.....1 „ — „ 12) durch Hrn. Pfarrer Welcker in Allendorf a. D. Lahn ges. 5 „ 30 „ 13) durch Hrn. Pfarrer Engel in der Gemeinde Hausen nochmals gesammelt . . . . 3 „ 54 „ 14) von der Gesellschaft „Heiterkeit" in Gießen......4 „ — „ Zusammen 67 fl. 42 kr. Indem wir den freundlichen Gebern im Namen der Nothleidenden besten Dank sagen, verbinden wir hiermit die Anzeige, daß alle ferneren Gaben direet an das Hülfs-Comitä einzusenden sind. Die Exped. d. Gießener Anzeigers. F e uil Die Namenlose. Novelle von Theodor König. (Fortsetzung.) Sie erinnerte sich an die eigene und an die Verwunderung der Frau Berner darüber, daß Berthold so sehr lange gezögert, auch seinerseits den Nachforschungen nach seinem Bruder beizuwohnen, an sein außerordentlich bleiches Gesicht, als er von seinem Zimmer herabkam, und an die jedenfalls außerordentlich auffällige Thatsache, daß, da doch die beiden Brüder zusammen das Haus verlassen, der jüngere allein zurückgekehrt war. Was konnte nur die Veranlassung dazu gewesen sein, daß sie sich von einander getrennt? Dann rief sie sich Hyacintha's Ohnmacht im Walde tn'S Gcdä'chtniß zurück, ihr Entsetzen über Earl's Verschwinden, ihren deutlich ausgesprochenen Argwohn, daß er von seinem Bruder um ihretwillen ermordet worden sei. Felicie mußte zusammenschaudern. Hyacintha's tiefe Ohnmacht mußte zweifelsohne eine entsetzliche Veranlassung gehabt haben I Wie so aber sollte die That gerade um ihretwillen geschehen sein? Schon früher war ein flüchtiger Gedanke in ihr aufgestiegen, als ob ihre junge Schutzbefohlene von dem einen Bruder sowohl wie von dem anderen geliebt werde, jetzt aber gewann er entsetzliche Gewißheit in ihren Augen. „Es ist furchtbar, es ist entsetzlich!" dachte sie bei sich selbst, „und doch sind solche Dinge schon früher geschehen. War denn die Geschichte, welche damals in der Familie von Madame la Comtesse de — passirte und allenthalben ziemlich ungenirt besprochen wurde, eben so sehr viel anders? Nun, wo große Familien im Spiele sind, braucht man dergleichen nicht so ängstlich geheim zu halten, glaube ich. Natürlich ist es in einem Augenblicke lebhaft aufbrausender Leidenschaft geschehen. Berthold war ja schon von seinen Knabenjahren an außerordentlich leicht reizbar und zu Eifersüchtigkeiten geneigt. Außerdem ist er ja jetzt der Ge- winnende! Er ist ja jetzt statt seines Bruders Erbe und, wie Gaspard mir sagt, tief verschuldet. Dies Verbrechen sichert ihm ein schönes Besitzthum und die Stellung des ältesten Sohnes. Barmherziger Gott im Himmel, wenn es wirklich wahr ist — und wenn er ein menschliches Herz in der Brust trägt — was wird später mit ihm werden? Wie aber nun, wenn Gott in seiner ewigen Gerechtigkeit die That an's Licht brächte?" Der Gedanke an diese Möglichkeit machte Felicie aus'S Neue zusammen- schaudern. Die öffentliche Schande eines Mitgliedes der Familie, welcher sie nun schon seit so langen Jahren biente und deren Ehre sie mit der eigenen zu identificircn sich gewöhnt hatte, wäre für sie etwas Entsetzliches gewesen. Eine leichte Bewegung des Kranken unterbrach endlich ihre Betrachtungen, und als sie zu ihm hinüberblickte, sah sie, daß er mit geöffneten Augen dalag. Durch eine Geste mit der einen Hand, welche er zu bewegen vermochte, forderte er sie auf, sich zu ihm niederzubeugen. Sie gehorchte und hörte ihn mit matter, schwerer Stimme den Namen des Informators flüstern. „Gewiß, gewiß, wenn er hier niemals nöthig war, so ist er es jetzt," dachte Felicie bei sich selbst. „Ich werde sogleich nach ihm schicken," antwortete sie dem Baron. „O, sicherlich, Monsieur, wenn Herr Wittert nur erst da ist, so wird noch Alles gut werden!" Sie öffnete die Thür des Zimmers und fragte einen Diener, der vor derselben saß, um etwaige eilige Befehle schnell auszusühren, ob er wisse, ob Capita'n Berthold bereits einen Boten an den Informator abgeschickt habe. I. e r o n. Der Diener entgegnete, daß dies von dem Capi'tan nicht geschehen sei, da er zu eifrig beschäftigt gewesen, die Umgegend nach seinem Bruder zu durchsuchen, um daran zu denken. Der Doctor ober habe sogleich an Wittert geschrieben, weil er ja gewußt, wie sehr sich der Baron an die Nähe desselben gewöhnt habe. „Ich denke auch wohl, Mamsell, er wird in dieser Nacht noch eintreffen," fügte Johann hinzu. „Herr Wittert wird kommen," flüsterte die Französin dem Kranken in'S Ohr, indem sie sich wieder in dem Stuhl neben seinem Bette nieterließ. Das Gesicht des BaronS nahm einen Ausdruck von Befriedigung an. Bald darauf langte der Informator denn auch in der That an, und zwar voll tiefer Trauer und ganz außerordentlich erstaunt über die ihm gewordenen entsetzlichen Nachrichten. Nach einer langen Unterredung mit Berthold fragte er die ganze Dienerschaft des Hauses aufs Allergenaueste aus, bat die Herren, welche sich vom Diner her noch im Hause befanden, um ihren Beistand und forderte den Polizei- Director in der Stadt schriftlich auf, zwei seiner tüchtigsten Leute nach dem Gute hinauszuschicken. Die Nachforschungen nach dem Verschwundenen wurden jetzt unter seiner Leitung nach einem sorgfältiger geregelten Plane fortgesetzt wie bisher. Das Erste indessen, was der Informator nach seiner Ankunft gethan, war gewesen, daß er des Barons Krankenzimmer aufgesucht und diesen durch seine Gegenwart und augesprochene innige Theilnahme Trost gebracht hotte. Der Baron schien durch seine Nähe wirklich wieder neue Lebenskraft zu gewinnen, sein Gesicht nahm wieder den Ausdruck der Intelligenz an, mit einem Worte, fein Zustand besserte sich zusehends. Unmittelbar nach seiner Zusammenkunft mit dem alten Herrn ließ Willert Felicie um eine Unterredung bitten, welche ihm diese, obgleich nur nothgedrungen, zugestand, denn sie fürchtete seine Fragen und hegte die feste innere Ueberzeugung, daß er nur allzu bereit sein würde, gegen Berthold Parthei zu nehmen. Seine erste Frage war indessen nach Hyacintha und sie durste jetzt die Antwort geben, Mademoiselle habe sich von ihrem ersten Schrecken bereits erholt und liege nunmehr schon seit dem Mittage in tiefem Schlafe. Es ist dies eine sehr geheimnißvolle Geschichte, Felicie, sagte er dann, „ge- heimnißvoü sowohl wie entsetzlich. Erzählen Sie mir Alles, was Sie darüber wissen." Die Französin entsprach seiner Aufforderung, ohne jedoch des langen Zögerns Berthold's, sich an den Nachforschungen n ch seinem Bruder zu beteiligen und der Ohnmacht Hyacintha's im Walde zu erwähnen. Er lauschte dem Wenigen, was sie mitzutheilen hatte, mit der größten Aufmerksamkeit und entließ sie dann mit den Worten: „Sagen Sie dem gnädigen Fräulein, ich werde das Aeußcrste ausbieten, dies Geheimniß aufzuklären und Earl lebend oder todt wieder hcrbeizufchaffcn, nur lasse ich sie bitten, mir zu erlauben, sie persönlich zu sehen, sobald es ihr nur irgend gelegen sein mag." Fell'cie versprach, die Botschaft zu bestellen, sobald Mademoiselle erwachen würde, und verließ knixend das Zimmer. Als der Informator sie — nachdem er inzwischen, wie schon gesagt, die ganze Dienerschaft ausgefragt hatte — am nächsten Morgen um eine neue Unterredung bitten ließ, war die gute Französin darüber nicht im Geringsten verwundert, denn sie hatte es ja erwarten müssen, daß er auch von Hyacintha's Ohnmacht im Walde hören und sie darüber befragen würde. Als sie in das Zimmer trat, wo er sie ganz allein erwartete, schien ihr fein Blick strenger und forschender wie sonst an ihrem Gesichte zu haften. „Aber warum machten Sie mir nicht über Nacht sogleich die Mittheilung, daß mein Fräulein Hyacintha in derselben Nacht, wo Earl verschwand, ohnmächtig im Walde aufgefunven?" fragte er mit scharfer Stimme. „Monsieur werden entschuldigen," entgegnete sie, „aber ich glaube nicht, daß Sie mich fragten, was meiner Mademoiselle inzwischen zugestoßen. Meine Meinung war, daß Sie nur von mir zu erfahren wünschten, was mir über das Verschwinden des Monsieur Earl bekannt fei." (Fortsetzung folgt.) Politische Rundschau Nedaclion, Druck und Vertag der Bruhl'ickrrn Lruclcret (Fr. Ehr. VttNch) tn Gießen. roiiü durch das Dekret vom 1. Februar 1858 geregelt ; er besteht danach aus dem geheimen Nathe und den zwei dem minderjährigen Kaiser am nächsten stehenden Prinzen. Der Kaiser hat sich übrigens das Recht Vorbehalten, durch einen öffentlichen Act einen anderen Negcntschastsrath zu constituiren. In diesem Augenblicke besteht der geheime Rath auS zwei activen und vier ehemaligen Ministern, nämlich aus den Herren Magne, Marschall Vaillant, Per- signy, Barsche, Drouyn de L'huis und Lavalette. Kein Mitglied des NegcntschaftSraths darf durch die Kaiserin seiner Functionen enthoben werden. Wenn ein Mitglied seine Entlassung gibt oder stirbt, so erwischte s. Gießen, 18. Sept. Heute Nacht sind auS zwei hiesigen HLuiern sehr viele Kleiber, nämlich : 11 Rocke, 5 Hosen, 5 Westen, sodann 1 grüner Regenschirm, 1 Paar — oben mit Glanzleder besetzte — Stiefel und 1 Paar lederne, mit rothem Sckafleder gefütterte Pantoffeln, ferner 2 silberne Uhren mit Goldrand gestohlen worden. Der Thäter ist noch nicht ermittelt. Darmstadt, 18. Sept. Das heute erschienene Regie- die Erhebung einer Umlage von den zu dem Friedhoftverbande zu Dalsheim gehörigen Israeliten betr. X. Bekanntmachung Großherzoglichen KreiSamt« Lauter, bad), die Niederschlagung des 4. Ziels der Umlagen der israelitischen Religionsgemeinde Erainfeld für 1^69 betr. XI. Berzelchniß rechtskräftig gewordener, in Gemäßheit des Art. 30 des Strafgesetzbuchs im Regierungsblatt bekannt zu machender Straf-Erkenntnisse der Gerichte der Provinz Rheinhessen. (Schluß folgt.) Königsberg, 14. Sept. Ukber das bei dem gestrigen Provinziatseste vorgefallene Unglück erfährt man, daß bis heute 38 Lerchen aus dem Schloßteiche aufgefischt sind. Die Zahl der Verunglückten scheint noch nicht festgestellt. Das Gedränge auf der Brücke war durch den Ruf: „Die Brücke brennt!" veranlaßt worden. In der „Danz. Ztg." meldet darüber eirr Augenzeuge, wie folgt: „Das von dem Provinzialcomitä veranstaltete Fest fand in den vereinigten Logengärten statt, die, wie die übrigen den Schloßteich umgebenden Gärten, auf das Glänzendste illuminirt waren. Das Schauspiel hatte eine große Menge Schaulustiger herbcigezogen, welche theil« in zahlreichen Böten, theils auf der langen Schloßteichbrücke ihren Platz genommeu hatten. Der Zudrang der Menge ver- mehrte sich noch, als der König, die Prinzen und die übrigen Gäste in einer großen, festlich geschmückten Gondel eine Rundfahrt begannen. Da, um 8>/r Uhr Abends, als die königliche Gondel der Brücke eben ziemlich nahe gekommen war, gab ein Theil des hölzernen Brückengeländers dem Andrängen des Publikums nach und unter entsetzlichem Angstgeschrei sturzie eine große Anzahl Menschen ins Wasser oder auf und zwischen die unten befindlichen Böte, welck)e zum Theil auck) durch die in der Todesangst sich Anklammernden umgerissen wurden. Der allgemeine Schreck und die allgemeine Verwirrung waren unbeschreiblich. Die Dunkelheit ließ weder den Umfang beS Unglücks erkennen, noch die zweckmäßigsten Maßregeln zur Rettung ergreifen. Zudem waren vie meisten Böte von Zuschauern dicht besetzt, die erst gelandet werden mußten, ehe man mit denselben zu Hulse kommen konnte. Wie viel Personen inS Wasser gestürzt, wie viel gerettet sind, konnte bis Mitternacht nicht annähernd festgestellt werden. 6—7 bewußtlos HerauSgezogene gelang eS ins Leben zurnckzurufen. 26 Leichen wurden nach und nach herausbefördert und in die nächsten Gärten gebracht, wo sie recogr.oScirt werden konnten. Es befanden sich darunter auch Kinder unter 10 Jahren, sowie Mädchen und Frauen. Man veramthet, daß noch mehrere Todte im Teiche sind Das Fest wurde sofort auf Befehl des Königs eingestellt. Schon kurz vor dieser schrecklichen Katastrophe fand ein Unfall statt, der leicht schlimme Folgen hätte haben können. DaS Zelt der königlichen Gondel wurde durch eine herabfallende Leuchtkugel entzündet, Der; Brand wurde aber sofort erstickt, da Alles — auch ein Theil der hohen Gäste selbst — energisch Hand anlegte." Frankfurt, 18. Sept. Nachdem gestern mit der AuS. Weisung der Frankfurter Burger begonnen, wurde dieselbe heute fortgesetzt. Den AuSgewiesenen wurde unter Hinweis auf das Strafgesetzbuch eröffnet, daß sie bei unerlaubtem Betreten d-S preußischen Gebiets mit 3 Monaten Gefängniß bestraft würden. Baden-Baden, 17. Sept. Der österreichische Reichskanzler Graf Beust til vorgestern Abends von Stuttgart her hier eingetroffen. Es ist nicht unbemerkt geblieben, daß derselbe gestern bei der Königin Auguste von Preußen, welche seit einiger Zeit, wie gewöhnlich im Herbste, hier verweilt, dinirt hat. Graf Beust ist auf einer Reise m> 19. September. Die Frage der Mainüberbrückang kommt nicht zur Ruhe. Eine angeblich gut unterrichtete Correspondenz aus Baden in der „Magdeb. Ztg." will wissen, daff Vie nächste Landtagssrssion in ihrem Verlause den sehnlichsten Wunsch der national-liberalen Partei in Baden befriedigen und auf den Eintritt in den Norddeutschen Bund dringen werde. Die Corre- spondrnz sagt dann weiter: „Wir sollten meinen, Vah die deutschen Interessen gebieterisch genug an den innigen Zusammenschluff deS deutschen Südens mit dem Norden mahnen, und diese Erkcnntniff ist es denn auch, welche Preußen veranlaßt hat, sich Baden gegenüber nicht länger rescrvirt zu verhalten. Preußen wird vielmehr, falls Baden seinen Eintritt in den Norddeutschen Bund jetzt effectuiren will, der Bitte um Ausnahme in den Bund mit Bereitwillig- feit entgegenkommen. Don welchem Einflüsse der Eintritt Badens in den Norddeutschen Bund auf Vie nationale Bewegung in Würlemberg, Nheinbaiern und Hessen sein würde, brauche ich nicht erst aus- einanderzusetzen; Volk und Regierung von Baven werden aber an den Norddeutschen Bund in nächster Zeit die bestimmte Forderung um Aufnahme richten, und die Ausgabe der gesammten Nationalpartei in ganz Deutschland geht dahin, diese Forderung mit dem Aufgebote aller ihr zu Gebote stehenden Mittel zu unterstützen." wird sein Nachfolger nicht von der Kaiserin, sondern I von dem Senat ernannt. Die überaus freie Sprache, welche die französischen I Oppositions-Journale in neuester Zeit führen, be- I rührt in den konservativen Kreisen Berlins sehr un- I angenehm. Man kann, so schreibt die „Kreuzztg.", I ein leises Grauen nicht unterdrücken, wenn man sieht, I mit welcher „Unverfrorenheit" die französischen Blät- I ter nicht nur ganz realistisch die Krankheitszustände des Kaisers und deren Symptome schildern, sondern auch, wie sie völlig rücksichtslos die Themata der Abdankung, der Regentschaft, der Nachfolge, der Präsidentschaft behandeln. — Noch charakteristischer ist der Umstand, daß auch die der Regierung nahestehenden Blätter in Paris letzt Worte in den Mund nehmen, Vie man früher nie und nimmermehr von I ihnen vernommen. So schreibt z. B. der hochosfi- ciöse „Public", das Organ NouherS: „Niemand in unserem Lande kann wissen, ob am nächsten Tage unsere Fahnen den Adler, den gallischen Hahn, die Lilien oder die phrygijche Mütze tragen werden." Die „Times" will als zuverlässig wissen, daß in dem bevorstehenden ökumenischen Eoncil, welches nicht über drei Wochen dauern solle, wirklich folgende drei Dinge geschehen würden: 1) Erklärung ter Jnfalli- bilität des Papstes, worauf der bezügliche Antrag gleich im Beginn der Versammlung durch einen englischen Prälaten gestellt werde; 2) Erhebung deS dogmatisirten Syllabus zum Gesetz; 3) Dogmatisi- rung der leidlichen Himmelfahrt der Jungfrau Ma- । na, nach den apogryphen Schriften des fünften Jahrhunderts. Der „Eonstitutionnel" enthält eine etwas dunkle Notiz über die Zwicke des Besuches, den Fürst Karl von Rumänien demnächst am französischen Hofe abzustatten gev.nkt. Eingezogene Erkundigungen erlauben mir folgende Einzelheiten über diesen Gegenstand zu veröffentlichen: Zuverlässigen Nachrichten zufolge arbeitete hier Johann Bratiano schon seit längerer Zeit mit einigen seiner politischen Glaubensgenossen an einem Dynastiewechsel in Rumänien. In der That hat Bratiano seinen Bruder Demeter als eine Art von permanentem Agenten in Paris gelassen, und dieser setzte alle Hebel in Bewegung, dem ehemaligen rumänischen Miiiisterpräsidenten eine Audienz beim Kaiser zu erwirken, in welcher ersterer die positivsten Engagements für französische Zwecke zu nehmen gedachte; wenigstens soll unter diesem Vorwande jene Audienz nachgesucht worden fein. Heute kann man indeß hinzufügen, daß, ganz abgesehen davon, daß Napoleon III. sich überhaupt auf eine derartige Kombination nicht mehr fo leicht einlassen dürfte, sein Widerwillen gegen Bratiano ein so unüberwindlicher ist, vaß alle Versuche der rothen Partei in Paris als vollkommen gescheitert betrachtet werden könne. die Schweiz begriffen.! Karlsruhe, 17. Sept. Anläßlich der Mittheilung des „Würtemb. StaatSanz.". Graf Beust habe am 15. eine längere Unterredung mit Freihrn. v. Varnbüler gehabt, und fei dann nach Baden weiter gereist, ist eS vielleicht nicht ohne Interesse, zu bemerken, daß die neueste Fremdenliste von Baden den Namen deS Großherzogl. Heffifchen Minister-Präfidcn- ten v. Dalwigk und des k. k. österreichifchen Geschäftsträger» v. Jäger aus Darmstadt enthält. Schweinfurt, 16. Sept. Da» .Schw. Tagbl." schreibt. Eben trifft die Nachricht ein, daß man in höheren Kreisen beabsichtige, im nächsten Jahre zwei Armeecorps von 40,000 Mann, bestehend zur Hälfte aus Baiern, zur Hälfte au» Preußen, auf dem hiesigen Lagerplatze zusammenzuzichen." Der Häring »sang im großen Belte ist, der „Kürsör AviS" zufolge in der verflossenen Woche ungewöhnlich günstig ausgefallen. Jeden Morgen find circa 50 Böte von den benachbarten Inseln alle mit reichem Fang hier eingelaufrn. Die Ankäufer für Kiel, der beste Markt für die Waare, sind in reger Tätigkeit gewesen, Häringe zu verpacken und per Postbampfschiff am selbigen Abend fortzusenden; doch jetzt ist eine Stockung eingetreten, da von Kiel gemeldet wurde, die Räuchereien bei Ellerbeck seien überfüllt und mußt« der vorhandene Vorrath erst beseitigt werden. Es sind nämlich auch per Dampfschiff direct von Kopenhagen Häringe nach Kiel gesandt, da der Fang im Oeresund ebenfalls außerordentlich günstig gewesen sei. Lurern. Am 9. Sept. d. I. wurde der Rigi, von Wegais aus bis zu seiner höchsten Spitze „Rigi-Kulm", welcher bekanntlich die respectable Höhe von 5800 Fuß repräsentirt, v»n einer jungen Dame, einer Madame Sellheick, der Gemahlin eines Hessen-Darmstädters, in der feit Jahren nicht vorgekommenen kurzen Zeit von 2‘/4 Stunden erstiegen. Wer die eminenten Steigungen des Rigi einmal persönlich naher kennen gelernt hat, wird gewiß nicht wenig erstaunen, wenn wir hinzufügen, daß die Dame in derselben kurzen Zeit noch am nämlichen Tage — auch die Rücktour, ohne die geringsten Beschwerden noch Unfälle zu erleiden, nach Luzern auSge- führt hat. 3n Rom h°t d« h. ®«if» mit Hüls, d« 3«(uiten und Eardinäle dem Eoncil schon ein BlSchen vorgearbeitet. Drei Bullen, welche 1) das allgemeine Stimmrecht, 2) d,e Preß, freiheit, 3) die Eultu». (Eultur? ) Freiheit verdammen, sollen schon fir und fettig sein, und die Bischöfe brauchen, wenn fie kommen, fie nur zu unterschreiben. Die Auswanderung nach Amerika will noch immer nicht geringer werden. Obenan stehen die Deutschen, dann kommen die Irländer, die Engländer und endlich die Franzosen. Au» Deutschland sind 1865 über 83,000, 1866 m runder Zahl 106 000, 1867 gegen 117,000 und im vorigen Jahr 100 000 au-gewandert. In diesem Jahr wird die Zahl noch viel höher gehen. Auch die Zahl der au) Schweden Ausgewanderten hat sich von Jahr zu Jahr vermehrt. rungsblatt Nr. 41 enthält: . I Verordnung, da» Bahnpol,zeireglement für die Großher- loglirf) He,fische Strecke der Main-Weser-Elfenbahn betr. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Besteuerung des Zuckers betr. Hl O cffentliche Anerkennung einer edlen That. Am Abend des 7. Juni l. I. badete der Gardist in der 3. Eompagnie deS 1. Infanterie-Regiments, Ehristoph Biel, in offenem Rheine bei WormS unterhalb der dortigen Badeanstalt und gerieth hierbei während des Schwimmens m Folge eint» Krampfanfalls in Gefahr zu ertrinken. Auf den Huiferuf der am Ufer Anwesenden schwamm der Gardist Georg Stroh, der 7. Eompagnie deS 1. Infanterie Regiments, au« Sprendlingen, im Kreise Offenbach, welcher in einer Entfernung von etwa 15 Schritten stromabwärts von Biet badete, rasch an das Ufer, lief eine Strecke stromaufwärts, schwamm sodann auf den Ertrinkenden zu, erfaßte letzteren, der bereits untergesunken und bewußtlos war, und brachte ihn glücklich ans User, wo es gelang, denselben ins Bewußtsein zuruckzurusen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Gardisten Georg Stroh sur diese muthvolie, mit eigener Lebensgefahr verbun- d.me That das allgemeine Ehrenzeichen mit der Jnschnst: „Für In Den Regierungskreisen ereifert man sich gegen die in Umlauf gefetzten Gerüchte von einer bevorstehenden Abdankung des Kaisers Napoleon. Da indeß Oie Frage einer Regentschaft nun einmal auf der Tagesordnung steht, so bringt in Folgendem das „Journal de Pans" die einschlägigen Bestimmungen Oer kaiserlichen Gesetzgebung: Vierzehn Tage nach dem Orsini'schen Attentat übertrug der Kaiser durch Patente vom 1. Febr. 1858 auf die Kaiserin Eu- genie für den Fall, daß ein minderjähriger Kaiser zur Negierung gelangte, den Titel und die Befug' I niste einer Regentin im Sinne des Senatsbeschlusses vom 17. Juli 1856. Nach Artikel 2 dieses Senatsbeschlusses müßten, damit die Regentschaft einer unteren Person zusiele, diese Patente ausdrücklich durch einen vor cem Tode des Kaisers veröffentlichten Act annuüirt werden, nozu für jetzt wahrlich keine Aussicht vorhanden ist. So viel über die eventuellen Ansprüche der Kaiserin Eugenie. Was nun die Natur der Regentschaft stlbst ^betrifft, so wird dieselbe durch den oben genannten Senatsbeschluß und durch das faiferlifdie Decret vom 1. Februar 1858 über Den geheimen Rath Definirt. Der Regent oder die Regentin tritt dann unmittelbar nach dem Tode ins Amt, außer in folgenden zwei Fällen: 1) wenn der Regent durch einen geheimen in den Archiven des Senats niedergelegten Act bezeichnet worden ist; | 2) wenn der Regent Im Augenblicke des Regierungsantrittes des minderjährigen Kaisers von Frankreich abwesend ist. Der erste Fall kommt, nachdem die Regentschaft durch einen öffentlichen Act der Kaiserin übertragen ist, nicht mehr in Betracht. Wenn die zweite Hypothese eintrete, d. h. wenn die Kaiserin- Regentin in dem entscheidenden Augenblicke sich außerhalb des französischen Gebietes befände, so würde die Regierung bis zu ihrer Rückkunft den im Amte stehenden Ministern zukommen^ welche in ein Conseil zusammenzutreten und mit Stimmenmehrheit zu verfügen hätten. Der Kaiserin-Regentin selbst würd ein NegentschaftSrath zur Seite stehen, dessen Befugnisse im Artikel 21 des Senatsbeschlusses vom 17. Juli 1856 aufgezählt sind. Die Mitglieder des Rigentschaftsrathes haben mit absoluter Stimmenmehrheit über folgende Fragen zu entscheiden: 1) über die Verhiirathung des Kaisers; 2) über Kriegserklärungen, Unterzeichnung von Friedens-, Allianz- oder Handelsverträgen; 3) über die Entwürfe von organischen Senatsbelchlüssen. In allen anderen Fragen hätte Der Negentschastörath nur con- sultative Stimme und auch eine solche nur, wenn diese Fragen ihm von der Regentin unterbreitet wür- mit t VUD Mlltp......... den. Die Zusammensetzung des NkgentschaftsratheS Nctiung VON Menschenleben" Allergnadigst zu verleihen geruh. ' 1 v ~ - """ — )n Gemäßheit Allerhöchster Entschließung wird diese« zur Öffentlichen Kenntniß gebracht. - IV. Bekanntmachung Großherzoglichen Oberconsistormm«, die Ergebnisse der Verwaltung der allgemeinen geistlichen Wit twen ka sse vom Jahre 1867 betr. V. Bekanntmachung Großherzoglicher Eomnnssion für Post- Angelegenheiten, dir portopflichtigen Dienstdriefe betr. VI. Bekanntmachung derselben Behörde, wonach seit dem 5 v M., — dem Tage der Eröffnung der Heidelberg-MeckeS- Heim-Jagstselder Eisenbahn — die Personenpost - Verbindung zwischen Rappenau und Jagstfeld über Wimpfen ausge- VlI^u. VIII. Uebersicht der für da« Jahr 1869 geneh- | migten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israel.ti- , sch en ReligionSgemeiuden der Kreise Alzey und WormS. IX. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamt« WormS,