hohler (4311) 4 Uhr. ) M Gwßh. q IW 6amtn 6 h. mergrjckäfl kann m Stabt als Lehrliitß b Hoß. LandM isingmriertage pnbtt lk»sik eben ©arten iört von der Nork- >kUe, unter persön- (iavkllmnstcrs U (Störs Dorfeld. tat älme grau mit tat kleiner M- arbfit. finM $u|: (f. 'Jütten- Ktn n« Wgi( 4 mit M (<'»'« ,id« -»««' W cftn unt liMjM t»ntn :manh WH.# ollen LtMl°G 4wint Pittha n. 4480) In meinem Hause auf dem Seltersberg ist eine kleine Wohnung an eine stille Familie, am 1. Juli beziehbar, zu ^vermiethen. W» C» Ferber Wittwe. 4500) Das seither von Herrn Professor Wetter bewohnte Logis ist sogleich zu ver- miethen. M. Weibbäcker. 4471) Der 3. und 4. Stock in meinem Hause ist zu verrniethen und alsbald zu be- ziehen._____________H. M. Jughardt. 4476) Bei H. Steinberger (Wallthor) ist ein Familienlogis zu verrniethen. 4498) In dem Möhl'schen Hause auf der Mäusburg sind zwei Familienlogis zu verrniethen. Das Nähere ist zu erfragen bei F. Zülch, am Seltersweg. 4502) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen und sogleich zu beziehen bei _______________B- Schmidt, Metzger. 4503) Eine kleine möblirte Stube ist zu verrniethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 4169) Möblirte Zimmer sind zu vcrmie- then Neuenweg Lit. B- Nr. 194. 4501) In dem von mir erkauften K auf- mann'schen Hause ist der mittlere Stock zu verrniethen und bis 1. Juli zu beziehen. __________________________M. Weißbäcker. 4453) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei Wernhard Brück, Flügelsgasse. 4454) Ein FaniilienlogiS wird pr. 1. Juli frei bei S- Weimcrsheim. Vermischte Anzeige» 4497) Ein goldener Ohrring mit schwarzer Emaille ist am Dienstag Abend in der bleuen Anlage, und zwar zwischen dem Selters- und dein Wallthor, verloren gegangen. Dem redlichen Finder eine gute Belohnung bei der Exped. b. Bltts. 4506) Einen Zapfjungen sucht G e o r g SchmehI, am Brand. 4492) Eine Waschbütte, 6 bis 7 Last haltend, wird zu kaufen gesucht von G. Glock Wittwe. 4505) Bei der am 2. Psingstfeiertage in meinem Locale abgehaltenen Tanzunterhaltung ist ein roth- und schwarzgeblümter Shawl verwechselt worden. Die derzeitige, bereits bekannte Besitzerin wird gebeten, denselben bis zum nächsten Sonnrag gegen den ihrigen zurückzugeben, widrigenfalls weitere Hülfe in Anspruch genonnnen werden wird. Wieseck-_______________Georg Lenz. 4483) Unferm lieben Wiener zu seinem heute stattffndeuden Geburtsfeste em dreifach donnerndes Hoch!!! Gießen, nm 20 Mai 1869. Bull. 4491) Ein zuverlässiges Dienstmädchen wird in der Nähe auf das Land sogleich oder auf Johanni gegen hohen Lohn gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts- 4494) Von der Neustadt bis zur Lahnbrücke erschalle dem lieben Fräulein A. F . . . .. rum 18. Wiegenfeste ein' dreifach donnerndes Hoch !!! Ein stiller Verehrer. 4504) Eine Wagenkette ist in hiesiger Stadt gefunden worden und kann dieselbe gegen Bezahlung der Jnsertionsgebühren in Empfang genommen werden bei Susanne Stenger. 4474) Am Montag den 10. d. Mts. ist mir ein schwarzer Dachshund mit gelben Läufen in dein der schmelze bei Salzböden benachbarten Forstdistricte „Lindenschied" abhanden gekommen- Der Wiederbringer des Hundes erhält eine gute Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt. Krofdorf, den 13. Mai 1869. v. Meibom, . König!. Oberförster- 4488) Ein 1/4 Jahr alter, schwarzer Pinscher-Hund mit gestumpften Ohren und Schwanz und vier gelben Pfoten ist abhanden gekommen. Derjenige, welcher den jetzigen Besitzer desselben ermittelt, erhält in Lit- B- Nr. 60 eine gute Belohnung. 4467) Ein Mädchen, welches in häuslichen Arbeiten gründlich erfahren ist, wird auf sogleich gesucht- Näheres bei der Exped. dieses Blattes. 4473) Vom nächsten Mittwoch, den 19. d. Mts. an, können Nussensteine geladen werden bei Gebrüder Schornber (vormals L- Keßler.) 4459) Ein Mädchen, welches die häuslichen Arbeiten versteht, wird alsbald gesucht- Näheres bei der Exped- d. Bltts- 4464) Einen Lehrling (einerlei, welcher Confession), welcher Kost und Logis im Hause findet, sucht__________E- Spier. | Providentia« Versicherungs-Gesellschaft in Frankfurt a M. und Mai»), Geschäftsnachfolgerin der Rhein. Versichkrungs-Gefellfchaft. Sectio» Mainz. Begebenes Grund-Capital: Acht Millionen Gulden fiibb. Währ. Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß b em penfionirten Lehrer, Herrn Rabenau in Steinbach, eine Agentur obiger Gesellschaft übertragen und demselben die gesetzliche Bestätigung ertheilt worden ist. Mainz, den 7. Mai 1869. Die Seetion. Carl Haack. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, halte ich mich zur Entgegennahme von An- kragen auf Versicherungen gegen Fenersgefahr bestens empfohlen und bemerke, daß die Prämien billig und fest sind, so daß die Versicherten unter keinen Umständen Nachschüsse zu leisten haben. Steinbach, den 7. Mai 1869. Der Agent: ________________________ Rabenau. || Epileptische Krämpfe (Fallsucht) heilt der Specialarzt für Epilepsie Dr, O. Hlllisch in Berlin, jetzt Mittel- ® Strasse Nr. O. — Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt. Wohnungs - Veränderung. & x*?con ie6t ln Bci swma*cr ____________Friedrich Weinhardt, Schreinermeister. Die PI) e t o g r a p I) i I" dj r Anstalt von Franz Gerbode in Gießen, Asterweg Lit. A. Nr. 104, empfiehlt firf) dem geehrten Publikum zur gefälligen Benutzung. Bilder werden in jeder Art und Größe angefertigt. Medaillonsbilder, Visitenkarten, größere Bilder in Oel und Aquarell gemalt. Vergrößerungen, selbst ?!e,nftcn -Silbe, in jeder beliebigen Größe ausgeführt und für größte Aehnlichteit garantirt. Gruppenbilder in größtem Format- Aufnahmen zu jeder Tageszeit. Die Negativplatten aus den Geschäften meiner Vorgänger (Herrn Kohl ermann und Schlosser) sind zu Nachbestellungen aufbewahrt. (4371) Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbah», sowie fammtliche zollamtliche« Formu- lare, ,'ind zu habe» bei Wilhelm Klee, Mäusburq. Geschäfts-Empfehlung. ~ 4379) Einern verehrlichen Publikum hiermit zur Nachricht, daß ich mich dahier als Schuhmacher etablkrt habe und empfehle mich daher unter Zusicherung guter und billiger Bedienung bestens. Emil Bärrn, wohul-af t bei Herrn Carl Schmall, vis-a-vis Herrn W. Schmall, Neustadt. 6= - s a- 7TS Zettungs-Annoncen-Expedition von Sachse A Co. Leipzig, Bern, Breslau, Cassel, Cöln & Stuttgart. Dieselbe vermittelt ausschließlich Zeitnngs-, Zeitschriften-, Kalender-, rc. Inserate iu alle Fachblätter und Zeitungen ber fünf Welttheile, — berechnet ohne Aufschlag von Porto, Provision 2C. stets die Originalpreise, — gewährt bei größeren Aufträgen angemessenen Rabatt, — liefert Belegbläiter für jedes Inserat, — beseitigt alle Portoauslagen und sonstigen Nebenkosten, liefert vorherige Kostenanschläge, besorgt Uebersetzungen in alle Sprachen gratis und versendet auf Verlangen'gratis und franco ein vollständiges Zeitungs-Preis-Verzeichniß. Mit sämmtlichen deutschen Zeitungen steht obiges Institut in täglich directem Verkehr. Viehversicherungs-Anstalt für das Großherzogthurn Hessen. Die im Jahre 1846 gegründete und mit dem besten Erfolg thätig gewesene Starkenburger Viehversicherungs-Anstalt ist mit dem 1. Mai l. I. ans das ganze Großher- zogthum Hessen ausgedehnt und sind demgemäß ihre Statliten in Wirksamkeit gesetzt worden. Auf Gegenseitigkeit beruhend, versichert die Anstalt Pferde und Rindvieh, letzteres gegen alle Verluste, oder nur gegen Seuchen oder auch mit Ausschluß dieser Krankheiten gegen alle sonstigen Verluste. Neu zu geh ende M itglied er haben das Beitragsmaximuni, welches für Pferde auf 10 Heller vom Gulden Versichernagscapital (4* 6 Procent), für Versicherung von Rindvieh gegen alle Verluste ouf 5 Heller (2‘/u Procent) und für solche gegen Seuchen allein auf ! Heller (5/iz Procent) festgesetzt ist, voraus zu entrichten; nach dem Semesteralischluß wird den Versicherten der etwa über Bedarf erhobene Bettag zurückvergütet. Größeren nnd guten Viehhaltern, welche der Anstalt längere Zeil angehört haben, wird außerdem eine Prämie von 10 bis 50 Pro- cent ihres Beitrags gewährt. Qrtsversickcrungsvercine sind von der Anstalt keineswegs ausgeschlossen, derselben vielmehr willkommen ; sie können ihren Viehstand gegen Seuchen versichern oder bezüglich des versicherten Viehes Rückversicherungs-Verträge mit der Anstalt abschließen. Außer dem Beitrage, der semesterweise in zwei Zielen erhoben wird, sind weitere Gebühren, wie für Policen rc. nicht zu entrichten. In der Starkenburger Anstalt, aus welcher, wie bemerkt, das neue Institut hervorgegangen, ivaren am 30. September 1868 versichert: 117 Stück Pferde mit 23,779 fl. Capital, 1273 Stück Rindvieh mit 119,571 fl. Capital, zusammen 1390 Thiere mit 143,350 fl Capital. Die Prämieneinnahme bezifferte sich für Pferde auf 699 fl. 50 fr., für Rindvieh auf 2492 fl. 29 fr-, zusammen also auf 3186 fl. 19 fr. Am 31. März 1869 betrug das Versicherungs- Capital für 125 Stück Pferde 25,125 fl. und für 1361 Stück Rindvieh 127,337 fl., zusammen 152,462 fl. Die Prämien-Einnahmc für das laufende Semester ist für Pferde zu 821 fl. 59 fr., für Rindvieh zu 2758 fl. 11 fr-, zusammen zu 3580 fl. 10 fr. veranschlagt. Vom Frühjahre 1846 bis 1. October 1868 kamen 4592 Thiere mit 238,667 fl. 19 fr. zur Entschädigung. — Der Reservefonds der Starfenburger Viehversicherungs- Anstalt im Betrag von ca. 8000 fl. ist aus die neue Anstalt übergegangen. Von dem Nutzen und der Nothwendigkeit der Viehversicherung hat sich das landw. Publicum zur Genüge überzeugt; eines weiteren Hinweises aus die Bedeutung dieses Versicherungszweiges möchte es daher bei dem vorgeschrittenen Bildungsgrade unserer Landwirthe heute faum noch bedürfen. Die Frage wird für letztere vielmehr nur die sein, welcher Anstalt sie diesen so wichtigen Theil ihres Mobiliarvermögens anvertrauen sollen, welches Institut ihnen die größte Sicherheit gegen Unglücksfälle in ihrem Viehstande zu bieten vermag. Indem wir die Entscheidung über diese Frage dem eigenen Ermessen der Landwirthe anheimgeben, empfehlen wir denselben, sich mit den Einrichtungen und dem Inhalte ber Statuten der Landesanstalt vertraut zu machen, dieselben mit den Bestimmungen und Leistungen anderer Viehversicherungs-Anftalten zu vergleichen, zu prüfen und je nach dem Ergebnisse das Beste zu wählen. Telegraphischer Schiffs bericht, mitgetheilt von Chr. Wallenfels juu. Angekommen in Rew-Bork: Das Hamburger Postdampfschiff Cimbria, Reisedauer 10 Tage 8 Stunden, „ „ „ Westphalia, „ 8 „ 23 „ Bremer ,, Hermann, „ 12 „ — „ „ „ „ New-Bork, „ 13 „ — Abgehend: Den 22. Mai Dampfer Saxonia . - • von Hamburg nach New-Bork, 22. Weser „ Bremen II II 25- Bellona „ Havre II 25. Palmyra „ Liverpool II 26. City of Limerick „ Antwerpen II II 2. Juni Baltimore „ Bremen II Baltimore, 15. Santos „ Hamburg Rio de Janeiro. Wegen Ausfünften und Passagen beliebe man sich an Obigen zu wenden. Borseimachrichten. 15. Mai 1869. Preuss. 4 1/2°/q Obi. 933/4 ! Frankf. 3V20/0 Obi. — | Naus. 41/2°/o Obi. 92‘/8 Kurh. 4u,0 Obi. 85 Hess. 40/q Obi. b. Roths. 911/2 „ 3i/2% do. do. 86 Bayer. 5% Obi. 101 '/2 n 41/2°/q 1jährige 94 n 4'/2% ' Jährige 94>/fi Würtemb. 4‘/2o/o Obi. 927/8 Baden 41/2% Obi. c. E.L. — Oestr. 5°/o b. R. 57 „ 5O/o National 54-/4 „ 50/o Metall. Obi. — „ M. steuerf. 5V/8 Amer. 6% 1882r Bds. 85 I „ 60/q 1885r 831/8 Actien. i Frankf. Bank 122 Oester. Bank 712 „ Creditact. 2841/2- | Darmst. Bankae.t. 279 ‘/2 Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 344i/2 Ludwigsh.-Bexbach 163 Maxbahn 1053/4 Bayer. Ostbahn 1271/4 Hess. Ludwigsbahn 1411/4 30/g östr. Stsb.-Prior. 551/4 3% östr. s. Lombard. 465/g 30/g Livorneser 341/4 Toscaner 54', g Frankf. Hypoth.-Bank 96 Frankf. Vereins-Kasse 96 5% Elisabeth-Prior. 741/4 do. II. Emiss. 727/g Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 585/q Nassau fl. 25 b. Roth. 36i,8 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 165 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 42'/2 4% bayr. Präm. Anl. 107 4°/d badische Loose 104 Badische fl. 35 Loose 56 s 4 1858r Prioritätsloose 161 1860r Loose" 833/8 1864r _ — Wechsel. Amsterd. k. S. 99',8 Augsb. k. 8. 100 Vs Berlin k. 8. 1051/2 Bremen k. 8. 97'/g Cöln k. 8. 105 Hamburg k. S. 88i/2 Leipzig k. 8. 1051/2 Loudon k. 8. 12l)i/2 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95i/2 Wien k. 8. 96 */g Disconto 31/2 % G. Geidsorten. Pr. Cass. Sch. 1 447/g-45i/ft Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 58-58 Pistolen . . 9 48-50 „ doppelte 9 49-51 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 31-32 Engi. Souver. 11 57-59 Russ. Imper. 9 49-51 Doll, in Gold 2 28-29 i ö «uter und 4malia "UM Hessen. ,riö gewesene Star- !LL"E?r°bher- »rfHinfat gesetzt und Rindvieh, -lusichluß dieser ued er haben das mt^enniQscapital ÜUI o Heller (2> 12 U'Ni) 'eslgesetzt ist, -N'n der etwa über EMI. welche der 8n 10 bis 50 Pro: .Anstalt keineswegs nand gegen SeiM -W mit her )ln- tlcn traben wirb, der Starkenburger m. warm amK 1273 Ltück Rind- Kapital Tie P» tdvieh auf 24921 das Persicherungs: neh 127,337 fl, p klier ist für Pserdi »30 fl. 10 fr. vem: ikrt mit 238,667 fl. ■ Piehversicherungs: gangen. bat sich bas landiv. t Bedeutung dieses )ungsgrade uniera i oitlmtbr nur die nögens anvettrauen L in ihrem Vich jrüje dem eigenen ch mit den Einrich- u machen, dieselben nftalten zu verglei- i. iae 8 Lmnden, , 23 n b New-York, Baltimore, , Rio bc Janeiro zu wenden. u7h*el. k. S- 99'8 l. S 1E° . 5. WS'/, k. d. 97',8 S 105 iL s- S/‘ k s. 10b'/, L S. 120' - - S- 9b'» U 0- 1'Xr. 9 5*4k frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Fruchtmärkte. Mai Waizen. Korn. Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken. Auf dem Mit.- Markt preis Kartoffeln. Weiß- mem. Roggen mchl. Auf dem Markt Mit-- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mlt-- preis AuZbem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit7- vreis A auf- gef- O fl. fr. i auf; gef- verk 5 ’s I , j verk. fl. fr. auf; gef- verk. fl. fr. auf- ßef. fl. fr. 1 -Ino 1 verk.l i fr. auf- gef. fr. auf: gef- fl. fr. auf. gef. verk. fl. fr. fl. fr. fl. fr. Gießen Alsfeld G r ü n b e v g Lauterbach Mainz 15. 16. IIIIS M- 2N 225 10 52 5 III 1 AI I^M —i— 1 820 M. M. 18 z 7 Z 2<) M. M. 1 1 11Z Illi Illis M- 22} 5 40 M. M. - — I 1 1 1 1 M. M. 1111 1 M. 11 kl § 1 1 II 1 §1111 M. 95! 1 toi 1 1 9 1 1 1 1 1 Mill Illll Illi — 11 — — ö 18 — 8 6 11 — - — — — — — — _ 1 30 - _ Normalgewicht per Malter Warzen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. U § n i L l e t o n. Dir Rache einrg deutschen Mädchens. Ein Ereigniß aus dem Leben. Novelle von N. v. Hof. (Schluß.) Nichts hätte mich in meinen Augen erbärmlicher erscheinen lassen, als von der blinden Wuth dieses, halb dem Wahnsinn verfallenen Menschen Vortheil zu ziehen. Er führte so knabenhaft Den Degen, daß es mir nach kurzem Gefechte gelang, ihn zu entwaffnen. Knirschend vor Zorn, mit schäumender Lippe, erklärte er sich für überwunden. Kaum aber hatte nuch ich Den Degen aus Der HanD gelegt, als er einen an Der WanD hängenden Dolch an sich riß, sein Weib fluchenD mit einem Schlag zu Boden streckte und — während ein Blutquell ihrer Schulter entsprang — sich Den Dolch in Die Brust stieß. Alles war mit Blitzesschnelle vollführt und noch ehe ich einem Der beiden unglückseligen Gatten beispringen konnte, hatte sich schon Die Thür geöffnet, Be- waffnete traten ein unD erklärten mich für ihren Gefangenen. Ohne Widerstand folgte ich ihnen, denn ich erkannte sie als Diener Der Gerechtigkeit, aber ich befeuerte ihnen meine Schuldlosigkeit. Fenicc's Weherufe folgten mir. Vor dem Hause stand ein Italiener in den mittleren Jahren und von edlem Ansehen. Mir war cs beim ersten Anblick, als müsse ich demselben schon einmal im Leben begegnet sein. Er redete mich an: „Signore, ich sah das Duell, als ich am Fenster vorüberschritt, einem Unheil vorzubeugen, benachrichtigte ich die Polizei, ich bin demnach die Ursache Ihrer Gefangennehmung, aber ify werde Ihnen auch ein Zeuge sein, daß ohne Ihr Verschulden hier Blut vergossen wurde. Seien Sie außer Sorgen, Ihre Haft soll nicht lange dauern." Dann reichte er mir seine Karte. Es war der Marquis d'Azeliv *), mit welchem mein Vater einigen geschäftlichen Verkehr gehabt, woher mir seine Physiognomie noch in Erinnerung. Noch an demselben Abend, als ich tief verstimmt über Die Ereignisse nachsann und begann, einen gar bitteren Beigeschmack am Abenteuerlichen zu entdecken, trat eine dicht verschleierte Frau bei mir ein, es war Fenice. Sie brachte mir die Nachricht, daß Paolo noch einige Worte gesprochen, ehe er gänzlich verschieden, und daß er sich selbst als den allein Schuldigen be- fannt habe. — Ferner, daß Rafaele's Wunde nicht von Bedeutung fei und daß sie sich in wenigen Tagen auf das Land zurückzuzieben gedenke, und sie mich anflehe, ihr dahin zu folgen, sei es nur für eine einzige Stunde, sobald ich aus meiner Haft entlassen wäre. Dies geschah schon nach wenigen Tagen; ich eilte auf's Land, um Rafaele meine Teilnahme, mein Bedauern auszusprechen und Abschied von ihr zu nehmen. Diese Begebenheit hatte mir die Stadt Neapel so gänzlich verleidet, daß ich sie möglichst schnell verlassen wollte, um nie mehr dahin zurück zu kehren. War nun Rafaele's Schönheit früher schon bewunderungswürdig, ja, blendend gewesen, so war sie jetzt, von tiefem, schmerzlichem Ernst überschattet, nur um so anziehender; es lag etwas seltsam Rührendes in dieser plötzlichen Ab- Wesenheit jener lebendigen. Frische, die sie früher gekennzeichnet, eine Stille, eine Scheu war an Deren Platz getreten, die mich Kranksein befürchten ließ. Kaum aber hatte uns Fenice, welche bet ihr war, als ich eintrat, verlassen, da — ? Nun, was glaubst Du, was geschehen, Iocelin?" Iocelin sah ihm diesmal mit Dem Ausdruck gespannter Erwartung in das Antlitz, ohne zu sprechen. Albrecht fuhr fort: „Rafael stürzte sich mir zu Füßen und beschwor mich, sie nicht zu verlassen — nicht zu verstoßen. Vor ihrem flehenden Blicke erbebte ich in tiefster Seele! Sie gestand mir, wie sie mich geliebt von dem Momente an, wo sie mich zuerst erblickt. Sie verglich diese Liebe mit einer verzehrenden Flamme, die von Stunde zu Stunde mehr um sich gegriffen, und endlich all' ihr Denken und Fühlen, ja, ihr ganzes Sein in sich verschlungen zu haben scheine. Ein furchtbarer Kampf wogte in meinem Innern, vergebens bemühte ich mich, sie empor zu heben. Sie sah mein Schwanken, mein Zögern; sie glaubte sich verschmäht, da losten sich langsam die Arme, die meine Kniee umfangen hielten, und sie lag vor mir im Staube, bleich, ohne ein Merkmal des Lebens; ein schwerer, starrer, entseelter Körper." Hier machte Albrecht Bernau wieder eine lange Pause. Schnell, mit unhörbaren Schritten, glitten die Freunde gleich Schatten durch die umdärnmerte Allee; Beide athrneten rasch und tief. „Ich hob sie sanft empor," fuhr der Erzähler fort, „und trug sie zu einer Ottomane, welche in demselben Zimmer stanD. Nach einiger Zeit belebte sie sich langsam wieder, als ihr Bewußtsein so weit zurückgekchrt, daß sie mich wieder erkannte, wollte sie fliehen." *) Damaliger Gesandter in London. „Ha, Grausamer," murmelte sie hoch erröthend, und wollte enteilen, „konntest Du mich denn nicht wenigstens in Deiner Nähe dulden?" Ich hielt sie zurück, zog sie an meine Brust, nannte sie zum ersten Male Rafaele, meine Rafaele. „Deine Sclavin!" rief sie. „Mein Weib," sagte ich. — Thra'nen entstürzten ihren Augen. „O, die seligste der Frauen," flüsterte sie. „Erst heute weiß ich es, was Liebe ist. — Noch ein Kino, zwang man mich, Paolo anzugehören, dem meine Seele, ach, nur allzu gram war. Was ich seitdem gelitten, kann nur Der ermessen, Der einem bösen Dämon zur Qual anheimgegeben, in Wahrheit Dem schrecklichsten Der bösen Geister: Dem Dämon der Eifersucht. — Nichtsdestoweniger wird sein Tod meinen Rus, wenn nicht vernichten, doch sehr gefährden, das allgemeine Urtheil ist einmal für die Todten, und Paolo's Familie bat schon jetzt den Versuch gemacht, Dieses Urtheil in jeDer Weise zu meinen Ungunsten zu schärfen. Ich bin verloren, gänzlich verloren, sobald ich hier verweile, so lasse es denn zu, daß ich Dir folge, wohin Du ziehst, als Deine Gattin, als Deine Sclavin, wenn Du willst." Noch einmal machte sie Den Versuch, mir zu Füßen zu sinken, ich fing sie in meinen Armen. Noch an Demselben Abende traute uns Der Priester des kleinen Weilers. Zwei Tage später schifften wir uns ein, nachdem ich zuvor an meine Mutter geschrieben und sie von Allem in Kenntniß gesetzt hatte. Nkir zu Liebe empfing sie uns mit offenen Armen, jetzt liebt sie Rafaele um ihrer selbst willen." „Und Rafaele?" „Ich hoffe, ja, ich wage es zu glauben, daß sie glücklich ist. Gebe Gott, daß sie es bleibe!" — Nach einigem Zögern nahm Iocelin das Wort und fragte zum dritten Male: „Und Clara Lindner? Sie ist doch von dem Allen unterrichtet? Was sagte sie dazu? Wie hat sie es erfahren und wie ausgenommen?" Statt eine dieser Fragen zu beantworten, lenkte Albrecht plötzlich um und wendete seine Schritte wieder Der Allee zu. Iocelin hatte eine Vorahnung, Daß jetzt endlich Die Erklärung folgen werde, aber er war zu gespannt, dieselbe mit Ruhe erwarten zu können. Alle seine Pulse schlugen höher. Albrecht stand ihm nicht mehr im Wege, was hatte er jetzt für sich selbst zu hoffen, Clara war ihm za immer gut gewesen, wenn sie auch Bernau den Vorzug gegeben. In seiner Erregung warf er abermals eine Frage hin: „Sie hat sich wohl vorgesetzt, nun Niemanden ihre Hand zu schenken, sich — statt an dem einen Treulosen — nun an der ganzen Männerwelt zu rächen und ihren Stolz darin zu suchen, gleich Lady Hallford möglichst viele Körbe aus- zutheilen?" „Wäre sie eine Engländerin," seufzte Albrecht. Sie hatten indessen das Ende Der Allee erreicht und er öffnete das Eisen- thor im Gitterwerk. Indem er hindurch schritt, zog er den Freund sachte nach. Jetzt standen sie Beide am kleinen Rosengärtchen. Bernau bog sich über dessen zierliche Einfassung hin, theilte das Gebüsch mit seinem Arm auseinander und — die sinkende Sonne schien auf ein Grab, welches mit einem niedrigen Kreuze von weißem Marmor geschmückt war. ES trug in goldenen Lettern die Inschrift „Clara". Lange starrte Iocelin wie im Traume daraus hin. Endlich lösten sich Thra'nen, schwere Thränen aus seinen dunklen Augen. Ueber Albrecht's Züge zitterte ein wildes Weh. — Iocelin pflückte mechanisch eine Der weißen Rosen, Deren schweres, müDeS Haupt sich beinahe bis zum fammetnen Rasen hinab gesenkt, währenD er leise bemerkte: „beinahe verwelkt." — „Man hat vergessen, sie heute zu begießen," bemerkte Bernau eben so mechanisch. „Je meurs si l’on m'oublie,“ flüsterte Iocelin, als wolle er Der Blume feine Stimme leihen. Bernau aber wehte es an wie eine Stimme aus Dem stillen, kühlen Grabe, an Dem sie standen. „S o rächte sich das das Deu tsche Mädchen," sagte er unwillkürlich. „Und wahrlich, diese unfreiwillige und unbewußte Rache war die bitterste, die sie nehmen konnte. Als sie von meiner Verbindung mit Rafaele plötzlich und so ganz unerwartet durch eine Bekannte unterrichtet wurde, sank sic zurück und erbleichte. Wenige Stunden später war sie des Todes Beute. — Ihr Vater ließ sie hier in ihr blumiges Grab legen und floh Dann den Ort, wo sie gelebt. — Als ich zurückkehrte, war sie nicht mehr. — Das ist Der Wurm, Der an meinem Herzen nagt unD Der nicht schläft bet Tag, noch bei Nacht." Politische R n n a u Darmstadt, 14. Mai. Die neuesten Mittheilungen der Centralstelle für die Landesstatistik bringen das Ergebniß der Einwanderung und Auswanderung im Großherzogthum im vorletzten Jahre. Die Zahl der mit Aufgebung des JndigenatS aus- gewanderten Personen beziffert sich auf 2391, die Zahl der mit Erwerbung des JndigenatS Eingewanderten auf 1000, so daß — abgesehen von der großen Anzahl junger Leute, welche ohne Aufgebung des JndigenatS auswandern, — 1391 Personen mehr ausgewandert als eingewandert sind. Arn stärksten war die Auswanderung in Oberhessen, und zwar vorzugsweise in den Kreisen Friedberg und Lauterbach. Darmstadt, 15. Mai. Der Großherzog hat für die zweite Nordpolexpevition einen Beitrag von 300 fl. aus dem Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke bewilligt. — Die Schienenverbindung auf der Strecke Gernsheim-Worms (Rosengarten) der Riedbahn wird unmittelbar nach den Feiertagen geschlossen und alsdann von den technischen Behörden geprüft werden. Am 28. !. M. wird dann die Riedbahn in ihrer ganzen Länge dem öffentlichen Verkehr übergeben, so daß der Besuch des am 31. Mai zu Worms stattfindenden Protestantentags für Festtheilnehnrer aus der Provinz Starkenburg, aus Frankfurt und dessen nächster Umgebung bedeutend erleichtert sein wird. Berlin, 16. Mai. Der Zug der deutschen Lehrer zur achtzehnten allgemeinen deutschen Lehrerversammlung hat gestern schon in Masse begonnen, tzs sind bis jetzt über 3000 Teilnehmer angemeldet, und wird voraussichtlich bei Eröffnung der Sitzungen die Zahl sich über 4000 erhöhen. Der König hat befohlen, daß für die Lehrerversammlung zwei Festvorstellungen je eine im Opern- und Schauspielhaus gegeben werden, und ist hierzu „Oberon" und „Minna von Barnhelm" ausgewählt. Es ist doch von Interesse, wie diese deutsche Lehrervcr- sammlung, die im vorigen Jahrzehnt nur noch von wenigen deutschen Kleinstaaten tolerirt wurde, jetzt zu Ehren gekommen, so daß ihr selbst Berlin gastlich ihre Pforten geöffnet und für die Theilnehmer bestens gesorgt hat. Berlin, 18. Mai. Graf Bismarck spielt nach allen Seiten den Liebenswürdigen. Er ist liebens- würdig gegen die Collegen im BundeSrathe, weil er, wie er gestern bei der Debatte über die Mecklenburger Petitionen sagte, glauben würde, es an Achtung gegen sie und ihre Regierungen fehlen zu lassen, wenn er nicht ihre Ansichten, die sie zur Sache haben, in einer DiScussion im Schooße des Buntes- rathcs aus sich wirken ließe. Er ist liebenswürdig gegen den Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, weil er sich berufen fühlt, der Dankbarkeit Ausdruck zu geben für die patriotische Bereitwilligkeit, mit welcher dieser die nationale Entwickelung des Bundes ausgenommen hat. Es lst liebenswürdig gegen den Reichstag, weil er aufrichtig an der constitulio- nellen Entwicklung und ihrer Stetigkeit im gesamm- ten Vaterlande hängt. Nichts mehr von jener ner- vösen Reizbarkeit, die zu Anfang der Sejsion noch mehrere Male hervorbrach. Woher diese constitutio- nclle Umwandlung des Mannes, der vor 1866 so ost nur Spott und Hohn gegen alles constitutionelle Wesen zeigte? Das Räthsel löst sich leicht aus der Situation, in der Graf Bismarck sich b.findet. Dor 1866 war der preußische Staatshaushalt geordnet, die Regierung hatte die Mittel hinter der Harrd, auch trotz der Kammern zu regieren, trotz der Kammern die Militärreorganisation vurchzusctzeu, sogar trotz der Kammern Krieg zu führen. Das Werk von 1866 hat die Sachlage geändert. Deficit im Bundesetat, ein noch größeres Deficit im preußischen Etat. Die Einnahmen aus den indirecten und namentlich den Consumtionesteuern werten geringer, das Steuerbedürfniß für das vom Grasen Bismarck geschaffene Werk wird größer, und das Schlimmste, was einem Menschen passiren kann, sind Gelccala- mitäten. Diese vermögen selbst den Sultan und den Vicekönig von Aegypten zu constitutionellen Fürsten zu machen. So geht es jetzt auch dem Grafen Bismarck. Trotz der Kammern laßt sich wohl regieren, wenn die Kassen gefüllt, die Finanzen geordnet sind; anders steht die Sache, wenn nicht blos ein Deficit vorhanden ist, sondern sogar an den vorhandenen Beständen gezehrt wird. München, 15. Mai. Die „Correspodenz Hoffmann" meldet, daß ein großes Lager unter dem Oberbefehl des Generals Hartmann vom 1. bis 17. September bei Schweinfurt e>richtet werde. Es wird aus 20 Infanterie -, 5 Jägerbataillonen, 4 Cavalle- riercgimentern und 8 Batterien gebildet werden. An den Herbstübungen der Landwehr werden 66 Mann per Compagnie Theil nehmen. Paris, 14. Mai. Die gestern stattgehabten Wählerversammlungen, in denen RaSpail und Roche- fort als Candidaten aufgestellt wurden, veranlaßten einen Volksauflauf, wobei die Marseillaise gesungen wurde. Die Volksmassen wurden von der Mu- nicipalgarde zerstreut, wobei einige Verwundungen vorfielcn. Paris, 15. Mai, Morgens. Anläßlich der letzten Manifestationen bei Wahlmanifesten verbietet eine Verordnung des Polizeipräfekten das Stehenbleiben auf der Straße an Zugängen von Dersamm- lungslocalen. Paris, 16. Mai. Der nichtamtliche Theil des officlkllen Journals bringt noch folgenden „Avis" der Polizeipräsektur: „Paris, 15. Mai. An verfehle- denen Punkten von Paris sind in der Umgebung der Lokalitäten der Wahlversammlungen Unordnungen vorgekommen. Mehrere Stadt-Sergeanten sind mit Steinwürfen angegriffen und verwundet worden; sie haben mit Energie diese beklagenswerthen Angriffe zurückgewiesen. Eine Ordonnanz unter gestrigem Datum hat die nöthigen Maßregeln vorgeschrieben, um auf öffentlicher Straße die freie Circulation zu sichern. Neue Unordnungen können nicht geduldet werden. Wenn es nöthig ist, muß das Gesetz über die VolkSzusammenrottungen zur Anwendung gebracht werden. Der Polizeipräfekt fordert die guten Bür- ger auf, sich nicht unter die Unruhestifter zu mischen; sie werden so die Aufrechthaltung des öffentlichen Friedens erleichtern und werden nicht ausgesetzt sein, die Folgen der Maßregeln zu leiden, die ergriffen werten müssen. Der Polizeipräfekt I. M. Pietri." Paris, 17. Mai. Gestern und heute ist keine weitere Ruhestörung vorgekommen. Die Periode der Versammlungen endet heute. Es sind deren für heute Abend viele zusammenberufen. Madrid, 16. Mai. Die Cortes haben den Art. 32 des Verfassungsentwurses angenommen. Derselbe sagt: Die^ Souveränetät wohnt der Nation inne, von welcher alle Macht ihren Ausfluß nimmt. — Der Antrag, daß der Monarch ein geborner Spanier sein müsse, wurde verworfen.— Ein Amendement, welches vorschlug, die Frage der künftigen Rcgierungoform und eventuell die Wahl eines Monarchen einer Volksabstimmung zu unterbreiten, wurde von den Cortes mit 156 gegen 73 Stimmen verworfen. Die Discussion über die Art. 33 und 34, betreffend die Form der Regierung und die gesetzgebende Gewalt, beginnt nun. Vermischtes. Giessen. Vor einigen Wochen wurde in diesem Blatte eine Operation deS Herrn Profeffor Roser von Marburg erwähnt. Derselbe hatte nämlich bei einem Kinde, welchem ein fremder Körper in die Luftröhre gekommen war, diesen durch einen glücklich ausgesuhrten Luftröhrenschnitt wieder entfernt. Auch aus die hiesige Klinik wurde in der vergangenen Woche ein Kind gebracht, welchem beim Epielen eine große Bohne in die Luftröhre gekommen war Das Kind hatte schon einige Stunden heftige Athemnoth gehabt und wurde unzweifelhaft erstickt sein, wenn nicht Herr Profeffor Wern her sofort den Luftröhrenschnitt ausgeführt und mit gewohnter Geschicklichkeit die Bohne entfernt hätte. Das Kind befindet sich jetzt wieder ganz wohl. Darmstadt, 15. Mai. DaS heute erschienene Regierungsblatt 9tt. 16 enthält: J. Publication der genehmigten Statuten der Actien-Ge- sellsckaft: „Rheinische Bierbrauerei in Mainz". II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Bestäiigung von Schenkungen an das Diakonissen- hauS „Elis.chethenstift" in Darmstadt belr. 111. Bekanntmachung der Großherzoglichen Commission für Post-Angelegenheiten, die Correspvndenz nach dem Königreich Italien nach Gemäßheit der zwischen dem norddeutschen Bunde und Italien unterm 10. November v. I. abgeschlossenen und am 1. v. M. in Wirksamkeit getretenen PostvertragS betr. IV. Bekanntmachung derselben-Behörde, die Herstellung einer zweiten Personenpost zwischen Gernsheim und DibliS betr. V. u VI. Ueberficht der für das Jahr 1869 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Ne, ligionsgemeinden der Kreise Friedberg und Büdingen. VH. Ueberficht der für das Jahr 1869 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communaldedürfniffen iy den Gemeinden des Kreises WormS. VIII. Abwesenheitserklärung Durch Urtheil Großherzoglich n Bezirksgerichts Mainz vom 24. April 1869 ist zur Constatirung der Abwesenheit des Anton Schneider, früher Mulleibursche in Zahlbach wohnhaft gewesen, die im Art. 116 deS Crvilgesetzbuchs vorgeschriebene Zeugenvernehmung verordnet worden. IX. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst zu verleihen geruht: am 3. März dem Geucral-Consul, Ernst Carl v. Angelrodt in St. Louis, das Commandeurkreuz 1. Classe des PhilippS-Or- denS; — 20. Mär; dem General - Consul Friedrich Ritter Schey Edler v. Koromla, das Comthurkreuz 1. Classe desselben Ordens; — an demselben Tage dem Canzleidiener an dem Obergericht der Provinz Rheinhessen, Wilhelm Rausch, in Anerkennung seiner langjährige» treuen Dienste das silberne Kreuz dieses ÖrdenS; — 7. April dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Castel, Jacob Fischer III. das Ritterkreuz 2. Classe deS PhilippSordenS; — 10. April dem ersten evangelischen Schullehrer, Jacob Christian Gruner zu Rodheim vor der Höhe, in Anerkennung seiner vieljährigen treu geleisteten Dienste, daS silberne Kreuz dieses Ordens — und am 20. April dem evangelischen Schullehrer, Wilhelm Hager in Derheim, in Anerkennung der von ihm geleisteten vieljährigen treuen Dienste, das silberne Kreuz dieses Ordens. X. Ermächt igung zur Annahme eines fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 8. Mai dem Territorial-Commissär bei der Festung Mainz, Provinzial-Director der Provinz Rheinhessen und Bevollmächtigten bei der RheinschifffahrtS-Central- Commission, Geheimenrath Schmitt in Mainz, die nachgesuchte Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Königlichen Hobeit dem Großherzog vo,> Baden verliehenen CommandeurkreuzeS 1. Classe des Zähringer Löwen-Ordens — zu ertheilen. XI. Namensveränderung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 28. April der Elisabethe Katharina Schäfer zu Laudenau zu gestatten, daß dieselbe statt den bisherigen den Familiennamen Krich« bäum führe. XII. Dienstnachrichten: am 21. Januar wurde dem Pfarrer Ludewig zu Kempten die katholische Pfarrstelle zu Lorsch übertragen — und am 12. Februar der Dompräbendat Erl er, Rector des bischöflichen Convicts in Mainz, zum Dom- capitular ernannt. Dar mstadt, 12. Mai. Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 1. Mai den Präsidenten der Obermedicinal-Direction, Großh. Geheimcrath Dr. Goldmann, daS Commandeurkreuz 2 Classe des Ludewigs Ordens zu verleihen. — Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 8. l. M. allergnädigst geruht, den Kreisbaumeister des Kreisbauamtes Darmstadt, Baurath Christian Stockhausen, und den Revisor bei der Calculatur Großh. Obeibau-Direction, Johannes Best, auf Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen, und die provisorischen Erpeditionsgehülfen, Carl Andreas aus Darmstadt und Heinrich Heppenheimer aus Stockstadt zu Erpeditionsgehülfen bei der Station Darmstadt der Main - Neckar - Eisenbahn zu ernennen. Heidelberg. Die ersten Kirschen sind dahier auf dem Markte und verspricht man sich eine sehr reiche Erndte, da die Bäume in hiesiger Gegend außerordentlich voll hängen. Die Fremden in Paris. Gibt es Pariser in Paris? Diese Frage ist oft scherzhaft aufgeworfen worden; der Seine- Präfekt hat sie im vollen Ernste beantwortet. Er sagte, nur Spuren einer heimischen Stockbevölkerung seien wahrzunehmen, das Gros der Bewohner von Paris fei aus stetigen Allusionen der Departements hervorgegangen. Die Anzahl der Provinzialen, welche in der Metropole ihren Wohnsitz aufgeschla- gen, wird mit der colossalen Ziffer von 1,295,258 Seelen berechnet. Schlägt man die Ziffer der in Paris stetig lebenden Ausländer, mindestens 200,000 Seelen, hinzu, so bleiben nur etwa noch 25 Procent der Gefammlbevölkerung für reine un- vermischte Pariser Kinder übrig. Ein Blatt, welches neulich diese intereffanten Daten brachte, specifizirle die Ausländer nach Rubriken; bezüglich der Engländer, erwähnte es. daß dieselben nur selten in Paris Wurzel fassen, obwohl sie auf der Durchreise nach London sehr gerne das Boulevardpflaster treten, daß es jedoch keine eigentlich britische Colonie in Paris gebe. Die Ursache davon sei das Streben der Briten nach dem raschen Erwerbe großer Reichthümer; dennoch lasse sich nicht leugnen, daß England einen zwar stillen, aber stetigen Einfluß auf die Sitten und Moden Frankreichs übe. Nicht blos den Sport und den Waterproof habe man den Briten abgelauscht, sondern sogar der monströse Plumpudding habe sich einen Platz in der so delicaten Küche Frankreichs erobert! — Sechs bis sieben Kapellen, die für die hervorragendsten Glaubensbekenntnisse des britischen Volkes bestimmt sind, bilden ebenso viele Vereinigungöpunkte für die in Paris weilenden Engländer. Einer der vorzüglichsten Centralpunkte ist jedoch in dieser Beziehung das Grand Hotel. In diesem unermeßlichen, mit einem fabelhaften Lurus auSgestatteten Etablissement herrscht vorzugsweise Albion. Die Conversation an der Table d höte ist englisch, sie wird zumeist so flüsternd geführt, daß man nicht viel davon vernimmt. Man empfängt sofort den Eindruck einer stillen Gesellschaft und ein Blick auf die indifferenten, mitunter steinernen Gesichter läßt keinen Zweifel übrig, daß man blanke Angelsachsen vor sich hat. Darunter gibt eS nun freilich sehr zahlreiche Nordamerikaner, die sich durch eine ungleich lebhaftere Gesticulation hervorthun. Von diesem Hotel ergießt sich von Woche zu Woche ein Vach von Ansiedlern, die/wenn nicht Jahre, doch Monate in Paris zubringen, nach den zahllosen Hötels garnis und Maisons meublces. Die Zahl der permanent ansässigen Engländer erreicht nach officiellen Aufschreibungen kaum die Zahl von 6000 Seelen. — Die Nordamerikaner, und zwar sowohl die durchreisenden, welche dem Bedürfnisse, die alte Welt kennen zu lernen, folgen, als die 4000 stabil ansässigen, stehen in beständigem Verkehre mit ihrem Gesandten. Sie betrachten ihn eben als ihren Geschäftsträger ; sowie der Amerikaner überhaupt fein tobte» StaatSabstractum kennt, sondern sich selbst für ein Stück deS lebendigen Staates hält, fo erblickt er auch in dem Gesandten feiner Union fein höheres überragendes Wesen, sondern einen Landsmann, dessen Hülfe und Mitwirkung er umsomehr in Anspruch nimmt, als die Negierung ihn hauptsächlich zu diesem Zwecke bestellt. — Anders verhält sich die Sache mit den Südamerikanern; ein Theil derselben ist kolossal reich. Nicht ohne Grund sind die steinreichen Brasilianer die Lieblinge gewisser Damen geworden. Sie bezahlen nicht nur mit Gold, sondern mit Smaragden, ja Diamanten. Aber sehr viele süd- amerikanische Familien haben sich hier angesiedelt, um ihre Söhne studieren, ihre Töchter bilden zu lassen, und daher kommt es, daß viele daS Quartier Latin bewohnen, das überhaupt eine außerordentliche Anziehungskraft auf die Fremden übt, Egypter und Araber nicht ausgenommen. (Schluß folgt.) — Dem „Pfälzer Kurier" wird geschrieben: „Am Mittwoch, 5. Mai, Abends 6‘ 2 Uhr Abends, vernahm man in der Gegend von Zweibrücken ein wie von einem entfernten Kanonenschuß herrührendes Getöse, wobei in unmittelbarer Nähe deS 2i/z Stunden von Zweibrücken entfernten Dorfes Krähenberg ein Meteorit (Meteorstein) zur Erde fiel; derselbe schlug etwa li/z Fuß tief in die Erde ein, war beim HcrauSgraben noch heiß und wiegt 31V2 Pfund." Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. «s (7 Ak. 5' Messen 1 bit GrH ArmiGi Die Di H W Die v Ein $ Tie ( zu Guchen ( Wer lS26> M«, foHiu6»« Beson-e Ed 4565) Fo Art on das 5 von Großen: d. Mts. der ■ dm ist, sind einfrrtenben nebst etwaig dm Vorzüge Mon J563) 3 Keversuo Eernianw bei Einögeii Mmuliche 55Ä lm Termir den 26. 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