b "ßer dem er. ""Skjogen, |0, 1 var, aui der Deutscher, ^"vtrthe Brief ,^r neue M. Eizeulhümn del tlni9ttn Staaten, 'M* Srntnaung °"d die interejsan- $ Hetzen werden, Ernennung kt verbietet, daß m PrivatgeschLst ucht, beantragte, nicht zujumuihen mfjugeben. Ete- ser, fein Geschäft 'N ju lassen und l>« 5 Millionen ladt Nrwyork ju dbft Peabody in dir iLMrrr aut g nicht antworten, »en, um nicht mit anjufangtn, uni »'?■ (tat 64c« 50,$U; C4® «» Shi, fc »ch f r Hntmachec 47-. m " ‘ ^«Jbent wurde " Ma eine« em » die 91ot( 1 *WK und *dbtl « bei uns, nach fia. Tage Aeyuatoriai- 1 Tag« Polarssrom hrrnrnet, und die Stetigieit, welche mnb der Erfahrung Regel» knüpfen sich -andwann da mehr Iheils, weil ßch dir- nnprägen: ma» muß enz an diesen Tagen nachher alt gleich' ß (2. Februar) und j seinen Bau geht ij er noch vier Wo- ju Lichtmeß heiterer aberi wir Polarltwui impfen v»n minderer I,ch nach dem Dove- irom über, der mit ankommt, also bt- bringt, bil «r. Arthur Lutze, Sanitäsratb in Cöthen. Nachdem ich von dem Geschmacke und den rein nährenden, absolut unarzneilichen Beftandtheilen des von den Herren Krause tX Comp. in Nordhaujeu ÜM Harz nach den diätetischen Grundsätzen Hahnrnann's bereiteten sogenannten homöopathischen Gesundheits-Kaffee genaue Kenntniß genommen, kann ich denselben mit dem besten Wissen und Gewissen als ein eben so angenehmes und nahrhaftes, wie auch durchaus gesundes und mit einer homöopathischen Cur in ledcr Hinsicht vollkommen verträgliches Getränk anempfehlen, von dem nur zu wünschen ist, daß es immer allgemeiner werden und den für die Nerven so schädlichen Bohnen-Kaffee, sowie nicht minder die den Augen und dem Magen so nachtheilige Cichoric je mehr und mehr verdrängen möge. Paris, 1866. Ä«hr. Mit innerster Ucberzeugung kann ich der allgemeinen Einführung Ihres Gesundheits-Kaffces das Wort retten. Derselbe ist ein vortreffliches Surrogat des indischen Kaffees, dabei nahrhaft und den Nerven unschädlich. Als Zusatz benimmt er dem indischen Kaffee viel von seiner aufregenden Wirkung und unterstützt bie Verdauung. Herren Krause # Comp. in NordhlNlseN lUN Harz. I>r. Sack, Curarzt zu Wiesbaden. Vermiethn ngen. 3536) In dem Peppler'schen Hinterhause auf dem Seltersberg ist ein möblir- tes freundliches Zimmer zu vermiethen und alsbald zu beziehen._________________________ 3509) Im Hause des Herrn Dr. Felsing ist ein gut möblirtes Zimmer zu vermiethen. 3517) Gut möblirte Zimmer, sofort be- ziehbar bei______________E. Eichenberg. 3490) Zwei freundlich möblirte Zimmer, das eine mit Cabinet, sind zu vermiethen bei_________H. Brauburger, Lackirer. 3489) Im Seipp'schen Hause am Sel tersweg ist ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet zu vermiethen._________________________ 3508) Ein möblirtes Zimmer ist in der Neustadt Lit. D- Nr. 57 zu vermiethen. 3480) Zwei Familienlogis sind zu ver- miethen. "Näheres bei der Expcd- d. BItts. 3484) Ein Familienlogis wird pr. 1. Juli frei bei S- Weimersheim. 3497) In Lit. B- Nr. 1 am Canzleiberg ist ein Familienlogis, bestehend aus drei Zimmern, drei Cabinetten re., zu vermiethen. 3477) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet Ist zu vermiethen. Nene Anlage. Näheres bei der Expcd. d. BlttS._______________________________ 3523) Ein möblirtes freundliches Zimmer für einen einzelnen Herrn, nach der Hauptstraße zu, kann wegen plötzlicher Abreise sogleich oder später auf 1. Mai sehr billig vermiethet werden. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d. BlttS- 3482) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei __________Hofger.-Advocat Krausk0 pf. 3478) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei Wern Hard Brück, Flügelsgasse. 3504) Eine Scheuer, welche als Lagerraum benutzt werden kann, ist zu vermiethen bei Conditor Sattler, Seltersweg. 34S7) Gin schön möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen. Louis Petri II, ___________Neuenweg. 3485) Zwei gut möblirte Zimmer mit Cabinetten, sowie ein Mansardm-Zimmer, sind zu vermiethen bei Wittwe Martin. 3498) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und sogleich beziehbar Neuenweg Nr. 134.__ Vermischte Anzeigen Turnunterricht. 3521) Mein Privat - Turnunterricht für Knaben und Mädchen beginnt Mittwoch den 21. April und sind die Stunden für Mädchen um 2, und die der Knaben um 3 Uhr Nachmittags. L. C. RÜbsamen. 3479) Einen kräftigen Hausburschen sucht Fritz Fürst. Geschäfts-Verleguug. 3520) Einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß meine Werkstätte sich jetzt bei Herrn C. Metzger in der Neustadt befindet. Gießen, den 19. April 1869. L. Geißler, Wagner. 3545) Demjenigen, welcher sich erlaubte, zu sagen, ich sei mit der von E. Eichenberg hier gekauften Nähmaschine schlecht angekommen und existire ein Proceß darüber, eröffne ich hiermit, daß dieses aus der Luft gegriffen ist; ich besitze vielmehr eine Grover & Baker Maschine, mit der ich sehr zufrieden bin und Jedem empfehlen kann. G. H. Ledermann, Herrenkleidermacher. Buchbinder-Gesuch 3515) Zwei tüchtige Arbeiter können dauernde Kondition erhalten und sofort eintreten bei Louis Vogelsberger, Hofbuchbinder (Darmstadt). 0 ff. rtl ^ung^ f Viel §32,00' «16,00l I Die | Aufs1'1'! 9 NiDfl pur $ kostet SSt»»1 « botenc ? üri« 9 ne» i «des Bf ? vor^t gfer» X versand i Es ' «fieW gund ve 3 Durch ? rem |lOO8< S reits ftl ’i die al xtrelkei $130,0 § mehrtna' S gehör | Loo# |am l den I g Ä VS1 » KT I •i’s fn, ^uir Mit der t Scho: * Siu 5lur Er As MWle er Dir tmn dir Di war mii Hl! Don der Dei ton slim totr der Tri fu 8rot|m Di in H-i Mm, 1 ”«litt i<01lll8 f,j E Ri, W fein > Zug Er Die ®tik von fe Or f, JUjtUf sondern ein aukn am Harz sich Dr Preußendors, i in Großröhrsdorf, chal, banlon Bern. Men, Zr» " u. f7n: ;e st.. ' *”■ m 'Kartoffeln, Salat ttigpsianzen, 4—50. rfauft m, in der Schanz. **cs: ^^Uöburq. MF tahren. -ua5 H^verkMft Ä Schmidt ^au^burg. ' Verhältnissen ist m Hint!^ ?Le Qbt ?u öer: ! nehmen Jahren '^Mgcschäst mit J und welches weh einer Bäcke- i'uugen sind oor: größte Tbeil des ivranco--Offerten ,hie -Herren Haa- ^ünksurt o. M :VX xm ^Wchen Tcln w verkaufen, uenbau tin niöbliv Wnallich zu Der.- mb Ausbr«m r von mir beausiub' es die einzige Fabi/- W'chung! > in Eochen. hau|en am beniclbcn mit b« ch! Doltommcn w mi- nicht mmb-rb« ti. Ä-Kr. jrrogat bei «id«-» ,dVsi-rd°"u»a iS? nrt ew r-j aus ’ öa^ b ,(mebr eik > b6^ ich I* er-G^M-t" VW L-5KK NTNTGCASS S®® 0 c>: 8 Q 5 ® ® $ K LS i K Aufsicht. S£ Beginn der Ziehung am 3. k. MtS. g Äur 4 Thar, oder T Tlilr oder 1 Th Br. liehe Postkarte, machen. Taz. Sams. Colin in Hamburg, Bank- und Wechselgeschäft. g kostet ein wirkliches Original _ Staats - KiOOS (nicht von den ver- 0$ W botenen Promessen), und werden diese A ® Original-Staats-Obligatio- y neu gegen 1‘ranklrte Einsendung t?.‘ ® des Betrages oder gegen Post- g ® Vorschuss, selbst nach den ent-| y ferntesten Gegenden von mir *<) ® versandt. g Es werden nur Gewinne g V gezogen. & Ä Gewinngelder und amtliche ® & Ziehungslisten sende meinen In- $ g teressenten nach Entscheidung prompt & @ und verschwiegen. | Durch meine von besonde- | rem Glück begünstigten § K Loose habe meinen Interessenten be- C-1' ® reits allein in Deutschland ® I die allerhöchsten Haupt- A : treSfer von 300,000, TTL OOO, > @181,500, 159,500, 150,000, & 130,000 , mehrmals 195,000, y @ mehrmals 100,000, kürzlich ® schon wieder das grosse £ |Loos von 191,000 und jüngst | am 3 März schon w ieder y, /■: den allergrössten Haupt- ® Gewinn ausbezahlt. § - Jede Bestellung auf @ meine Original-Staats- © Loose kann man der Bequemlich-® L-Lgx^ keit halber auch ohne Brief, G einfach auf eine jetzt üb qLTL®ASNÄTVNKGKGTTTGEÄVHW Freiburger Z $ Slaats-Prämien-Ankihc. | K 3538) Der Verkauf der Prämien- ® fc? Obligationen ist von allen Regie- & rungen des In- und Auslandes gestattet. A Die Haupt-Gewinne betragen Francs y ® 60,000,50,000,45,000,40,000,35,000,N ® 32,000,30,000,25,000,20,000,18,000, Z 116,000, 15,000, 6000, 5000, 4000, g y, 3000, 2000, 1000, 350,000 ä 250, 125, n G 75, 50, 30, 20 Francs. . ® Die Verloosung geschieht unter Staats- 3512) Bei Unterzeichnetem können Zimmergefellen gegen guten Lohn Beschäftigung haben. I. Alker. 3514) Eine Schenkamme sucht einen Dienst auf sogleich. Näheres bei der Exped. d. Bl- 3544) Eine Lauffrau oder Mädchen wird zum sofortigen Eintritt oder bis zum 1. Mai gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3548) Ein Laufmädchen wird gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Lehrling gesucht. 3518) Für ein Fabrikgeschäft in der Nähe wird sogleich oder nach Pfingsten ein Lehrling mit den nöthigen Vorkenntnissen und guter Bildung gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3507) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei G- H. Ledermann, Herrenkleidermacher, Asterweg A- 105. 3491) Ein braver Junge kann bei mir in (die Lehre treten. Fr. Willd st rümpf, Spengler. 3481) Feine Wasche zum Bügeln wird schnell und gut besorgt Neuenweg B- 117, Parterre. Wohnungöveränderung. 3374) Einem geehrten Publikum zeige ich ergebenst an, daß ich von jetzt an in der Wallthorstraße, vis-ä-vis dem Cafe Leib, wohne. Zugleich empfehle ich mich in allen in mein Fach einschlagenden Artikeln hiermit bestens. Fr. Willdstrümpf, Spengler. 3383) Meine Wohnung befindet fich von heute an in dem Hause des Herrn Hofger.- Advocaten Krauskopf, par- terre^ (Seltersthor). Gießen, den 12. April 1869. G. W. Koch, Zahnarzt. 3535) 1000 fl. liegen den 20. Juni d. I. zu 5 pCt. gegen doppelte Sicherheit zum Ausleihen bereit. Näheres bei der Exped-! d. Bltts. 3513) Meine geehrten Kunden und Freunde benachrichtige ich hiermit, daß ich mein Geschäftslocal in das Haus des Herrn Schreinermeisters Schopba'ch verlegt habe. Es können aber stets Bestellungen auch bei Herrn W- Dietz abgegeben werden ______Gießen, den 16. April 1869._____________Wilhelm Euler, Schuhmacher. Generalversammlung. 3543) Die Mitglieder der Leichenkaffe-Gesellschaft werden auf Donnerstag den 22. d. Mts., Abends 8 Uhr, zu einer Generalversammlung in das Wirthslocal des Herrn Louis Bramm in der Neustadt mit dem Wunsche eingeladen, sich um die bestimmte Stunde recht zahlreich einfinden zu wollen. Tagesordnung: Besprechung über einen neuen Anbau an das Leichenwagenhaus. Gießen, am 19. April 1869. Zn Auftrag des Vorstandes: _____________________________Georg Schmitt. I Geschäfts-Empfehlung. Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Schreiner etablirt habe und empfehle mich in allen in mein Fach einschlagenden Arbeiten unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung. Meine Wohnung befindet sich im Hinterhause von Daniel Wirth's Nachfolger, Neustadt Nr. 38. Carl Stückrath. (C i n g e s a n d t.) Zu den unangenehmsten Erscheinungen neuerer Zeit gehört gewiß auch das zwecklose Umherlaufen großer Hunde. Das sollte nicht gestattet sein. Es ist schon unangenehm, bald hier bald dort von kleinen Hunden angebellt und zuweilen verfolgt zu werden, ängstlich und gefährlich aber ist es, von großen Hunden angefallen zu werden. Erst vor einigen Tagen ereignete es sich, daß ein Mädchen von einem großen Hunde förmlich umgeworfen wurde. Hierher gehört auch die große Unsitte des Mitbringens von kleinen und großen Hunden in die geringen wie besseren Wirthschaftslo- cale ohne Unterschied, wo sie durch Umherlaufen, Herumlungern und ekelhafte Beschmutzung Jedermann rur Last fallen und zu gerechter Klage Veranlassung geben. — Kann unsere Polizeibehörde diesem Unfuge steuern, dann möge sie solches sofort thun. Telegraphischer Schiffs bericht, mitgetheilt von Chr. Wallenfels jun. Angekommen in New-Bork r Das Hamburger Postdampfschiff Cimbria, Reisedauer 10 Tage. „ Bremer „ America, „ 12 „ Abgehend : Den 24. April Dampfer Union von Bremen nach New-Aork. 27. „ Atalanta „ Havre 28. „ 28. „ Westphalia „ New Bork „ Hamburg Bremen 4. Mai Samaria „ Liverpool 5- „ 5. „ n Hammonia „ Leipzig Hamburg Bremen „ Baltimore. Wegen Auskünften und Passagen beliebe man sich an Obigen zu wenden. Feuilleton. Späte Vergeltung. Criminalnovelle von Fr. Wilibald Wulff. (Fortsetzung.) Er erschrack, als er näher kam. — Vor ihm lag die Leiche eines Mannes. Als der Schlickläufer an die Seite des leblosen Körpers gekommen war, blickte er in ein von Todesqual verzerrtes, anscheinend noch jugendliches Angesicht. Der Körper mußte jedoch schon mehrere Tage im Wasser gelegen haben, denn die Verwesung hatte ihr grauenhaftes Geschäft schon begonnen. Die verglasten Augen des Todten standen offen, das lange braune Haar war mit Schilf verflochten. Hiernach mußte die Leiche auf dem Grunde des Meeres geruht haben, und von der Fluth auf der Watte zurückgelassen sein. Der Ertrunkene trug Matrosenkleivung, aber, wie Harms bald bemerkte, von feinerem Tuche, als dies ein gewöhnlicher Schiffer der schleswig'schen Küste oder der Nordsee-Inseln zu tragen pflegt. Seine Züge waren noch nicht so entstellt, um nicht gewahren zu lassen, daß sie bei Lebzeiten des Unglücklichen auffallend regelmäßig und wohlgestaltet gewesen waren. Dem Schlickläufer war der Todte unbekannt, vergeblich suchte er in dem Gesichte desselben nach der Aehnlichkeit mit einem Bewohner von Nordstrand oder den Nachbarinseln. Harms hatte eine ausgebreitete Bekanntschaft unter den Capitänen und Matrosen, welche auf den Inseln oder an der Küste entlang ansässig waren und von hier aus ihre Reisen unternahmen, aber er erinnerte sich nicht, dem Todten jemals früher begegnet zu sein. Mit innerem Grauen prüfte Harms die Gestalt des jungen Mannes, da fiel sein Blick auf die Hand desselben. Zugleich gewahrte er einen kostbaren Ring. — Er war allein mit dem Toden, allein auf der einsamen Watte. Die Begierde nach dem Ringe und die sich daran knüpfende Hoffnung, sein Weib vom Tode zu erretten, seinen Kindern die heißersehnte Hülfe zu bringen, machten sein Herz lauter schlagen. Er konnte den Blick nicht losreißen von den blitzenden Steinen, die mehr als hinreichend waren, um die Noth seiner Familie zu bannen. Kaum wissend, was er that, neigte er sich Über den Ertrunkenen und versuchte der erstarrten Hand das Kleinod zu entreißen. Schon verkündete in der Ferne ein langanhaltender Donner die heranstürmende Fluth und trieb ihn zur Eile an. Nur seiner verzweifelten Anstrengung gelang es, sich in den Besitz des Ringes zu setzen. Nachdem dies geschehen, durchsuchte er mit bebenden Händen die Taschen des Verunglückten, er fand darin eine silberne Uhr mit einer kleinen goldenen Kette und eine gewirkte Geldbörse, welche etwa fünf Thaler in Silbergeld enthielt. Den Raub an sich nehmen und an seinem Leibe verbergen, war das Werk eines Augenblickes. Dann eilte er, mit einem scheuen Blick auf den Toden, davon, als würde er von Furien gejagt. Er wagte keinen Blick mehr hinter sich zu werfen und erst als er so weit von der Leiche entfernt war, daß er sie unmöglich mehr sehen konnte, hielt er erschöpft, mit keuchendem Athem inne. Hatte er eine Schuld auf sich geladen, als er den Todten beraubt? Harms wagte nicht, sich darüber Rechenschaft zu geben, das Blut stürmte durch alle seine Adern, als wolle es sie zersprengen. Er mußte sich auf seinen Stock stützen, um nicht umzusinken. Noch lag es ja in seiner Hand, die genommenen Schätze dem Kirchspielvogte abzuliefern und der Familie des Todten, sobald diese durch öffentliche Bekanntmachung aufgefunden war, das ihr rechtmäßig gehörende Erbe zukommen zu lassen. Zu Harm's Ehre wollen wir nicht verhehlen, daß er lange schwankte, was er thun sollte. Wenn ihn auch sein einsames Leben, die Noth seiner Familie und die Unbarmherzigkeit, mit welcher man sein Flehen um Hülfe zurückgestoßen, verbissen und menschenscheu gemacht hatte, so wiederstrebte doch sein gerader Sinn der unrechtmäßigen Bereicherung durch die Hinterlassenschaft des Ertrunkenen, und mit jedem Schritt, der ihn dem Ufer seiner heimathlichen Insel näher brachte, wuchs die Ueberzeugung in seiner Brust, daß er eine schwere Schuld auf sich nehme, wenn er die bei dem Toden gefundenen Gegenstände nicht sogleich dem Kirchspielsvogte ausliefere. Aber der Gedanke an die hülflose Lage, in welcher er sich befand, und daß er wieder mit leeren Händen heimkehren sollte zu seinem kranken Weibe, zu seinen hungernden Kindern, rot Der (tritt seinem Rechtsgefühl auf die härteste Weise. Er beschloß, um dem Kampfe in seinem Innern ein Ende zu machen, seine Frau als Schiedsrichterin zu wählen. Was sie ihm rathen würde, wollte er thun. Schon donnerte ihm die Fluth auf den Fersen, schon bildeten sich vor ihm zu beiden Seiten Wasserlachen, welche von Augenblick zu Augenblick sich mehr ausdehnten. Jetzt durfte nur ein Gedanke noch seine Brust erfüllen, wenn er nicht von den heranstürmenden Wogen verschlungen werden wollte, der Gedanke an schnelle Rettung aus der drohenden Gefahr. Zu seinem Schrecken wurde er inne, daß er zu lange bei dem Todten verweilt habe, denn das Wasser überschwemmte schon den Weg, der zum Ufer der Insel führte. Jetzt galt es Geistesgegenwart und kalte Entschlossenheit, um nicht im Angesichte des Landes ein Opfer der Meeresfluth zu werden. Bisher hatte Harms langsam und in gebückter Haltung, als ob ibn das Gewicht der begangenen That niederdrückte, seine Wanderung fortgesetzt, jetzt richtete er fich empor, faßte seinen Stock mit kräftiger Hand und eilte, so schnell es ihm der schon fußhoch vom Wasser überschwemmte Grund gestattete, bald laufend, bald mit Hülfe seines Stockes sich über einen größeren Waffertümrnel schwingend, dem Rettung verheißenden Jnseldamme zu. (Forts, folgt.) Darmstadt, 15. April. Die durch die preußi- ^chen und Die mit denselben verbündeten Truppen während ihres Aufenthaltes tm Großherzogthurn in 1866 verursachten Kriegekosten beziffern sied nach der jetzt veröffentlichten Ausstellung auf 651,290 fl. Durch Gesetz vom 12. Mai v. I. ist jedoch der in einzelnen Provinzen und einzelnen Starten unter dem Druck der Verhältnisse damals auserlegte austerordentliche Aufwand dadurch auszugleichen, daß sämmt- liche zur Anmeldung gekommenen Kosten auf die Steuercapitalien jeder einzelnen Gemeinde repartirt werden. Die St al-kaffe übernimmt vor!agSweise Die Auszahlung, und ist eS den einzelnen Gemeinden gegen Zinsvergütung ermöglicht, die Herauszahlung refp. Nachzahlung im Laufe ter nächsten Jahre ab« zutragen. Auster Darmstadt, welches den höchsten Betrag (70,903 fl.) anzusprechen hat, haben Mainz über 31,000 fl., Offenbach beiläufig 13,000 fl. und selbst kleinere Orte der Orte der Piovinz Starkenburg Beiträge bis zu 10,000 fl. zurückzuerhalten. Anerkennenswerth ist auch, daß die verbältnistmästig sehr schwere und umfangreiche Arbeit in kaum neun Monaten von der Commission bewäliigt wurde. Berlin, 16. April. Auf der Tgesordnung der heutigen Sitzung des Reichstages steht d-r Twesten- Münster'sche Antrag auf Schaffung verantwoitlicher Bundesministerien. Der sachsiiche Staatsminister Frhr. v. Friesen bekämpt in längerer Rede den Anirag, welcher die einzelnen Staaten beeinträchtige und Corn« petenzconflicte heraufbeschwöre. Der Bundeskanzler, Graf Bismarck, sieht in dem Anträge ein Mißtrauensvotum gegen Die bestehenden Zustande des Bundes. Der Antrag würde die Ausschüsse des BundesratbS wie das Bundeskanzleramt beseitigen, welche gegen- wärtig in bester Ordnung die Functionen von Bun« Desministern versehen. Der Antrag wolle die Organe des Bundes schmälern, ein gleicher Antrag auf Schmälerung der Befugnisse des Reichstags würde einen Sturm Hervorrufen. „Der Antrag", fahrt Der Bundeskanzler fort, „richtet aber auch ein Mißtrauen gegen Süddeutschland, auf welches man nicht zu rechnen scheint, und schälst den Gegensatz zwischen Dem Norden und dem Süden, wo der Zug nach dem Einheitsstaate sehr schwach ist. Ich h^be das Bundeskanzleramt, wie es ist, übernommen, ein Ministercollegium müßte mein Nachfolger übernehmen. Die Centralisation des teutichen Staates ist ohne einen tiefen, alle Verhältnisse schädigenden Bruch nicht möglich; lasse man der Bundesverfassung Zeit, sich zu entro ck0n, decentralistre nun, statt mitraLfücn zu wollen! Unser Ziel — „Deutschlands Größe" — ist dasselbe, unsere Wege aber sind verschieden, erschweren Sie uns Die Ausgabe nicht durch die Forderung des Unerreichbaren." (Beifall rechts.) £er Abg. Lasker erklärt darauf in Innerer Ausführung, Der Antrag wolle nicht dem Bundeskanzler Collegen an Die Seite stellen, sondern der Bundeskanzler soll Die Fachminister ernennen und Darüber wachen, daß sich Keiner dem hitenDcn Geiste des Ministeriums entgegenstelle. Nach dieser Rede eiflart Der Bundeskanzler, Graf Bismarck, daß ihn diese Auffassung dem Anträge bedeutend näher bringe, dtcß würde mit den Verhältnissen des jetzigen Bundeskanzleramtes übereintreffen, es fehle nur an einigen Minister- titeln, auf die es nicht anfommen werde. Der An- trag wird Darauf bei namentlicher Abstimmung mit 111 argen 100 Stimmen angenommen. Wien, 14. April. Die Fieude über Die freisinnige, ächt constitutiomlle Abschiedsrede des Fcldzeug- meisters Baron Maroicc in Graz bat nicht lange gedauert. Vorahnend sprach derselbe von dem „heiklen Terrain" in Wien, wohin er sich nun beg be, weil der oberste Kriegsherr ihn rufe. Man erzählt sich, Dem Feldzeugmeister sei gleich nach seiner Ankunst in der kaiserlichen Residenz bedeutet worden, daß Se. Majestät jede politische Demonstration von militärischer Seite als unstatthaft betrachte. Baron Ma- roicic, nunmehr General - Commandant in Nieder- österreich, hat augenscheinlich nicht den moral.sch.n Muth gehabt, seine Grazer Acußerungen auch in Wien zu vertreten, Denn in seiner Ansprache an das Offiz'ercorps der hiesigen Garnison klagte er da,über, Daß die Journale, indem sie sich ,,fiiner Worte bemächtigten", Denselben eine falsche Auslegung unterschöben ; man wolle ihn „zum Manne der Mode machen", aber man möge überzeugt sein, daß die Journale ihn in keine andre Bahn drängen wür- Den, als Die Dem Soldaten gezieme. Uebrigens, fügte er hinzu, fei Der Soldat heutzutage em öffentlicher Charakter und müsse sich, ivie jeder andere Staatsbürger, gefallen lassen, daß man über ihn spreche und schreibe. In Bezug auf Die e «jährigen Freiwilligen bemerkte der Feldzeugmeister, es sei gut, daß durch die Jünger der Kunst und Wissenschaft mehr Intelligenz in die Armee komme, doch müsse denselben „der rechte Begriff von der militärischen Stundesehre" beigebracht werden. Wien, 17. April. Die morgen erscheinende „Wiener Ztg" veröffentlicht ein Handschreiben deS Kaisers an den Grasen Taaffe, wodurch derselbe unter Belassung als LandeSvertheidigungsminister zum Ministerpräsidenten ernannt wird. Die „Wien. Ztg." theilt mit, daß dieser Ernennung eingehende Erörterungen aller obschwebenden politischen Fragen mit sämmtlichen CabinctSmitgliedern vorausgingen, welche eine vollständige Uebereinftimmung des CabinetS herausstellte Florenz, 17. April. In Der Deputirtenkarn- mer wurde heute der Gesetzentwurf über die Aufhebung der Gesetzesbestimmungen, wonach die für das Priesteramt Der katholischen Kirche und anderer ReligionsgeseUschasten bestimmten Jünglinge militär- frei sind, berathen. Lamarmora widersprach Dem Gesetzentwürfe, als Den Jnter-ssen der Religion, welche die Haup stütze des Staates bilde, schädlich. Mena- brea sagte, der Gesetzentwurf sei nicht durch die Feindschaft gegen den Clerus veranlaßt, sondern das einzige Motiv desselben sei die Durchführung des Grundsatzes der bürgerlichen und staatlichen Freiheit und Gleichheit. Den angestrengten Bemühungen des Finanzministers soll der Abschluß der Kirchengüter-Ope- rauon insoweit gelungen fein, daß er mit Dem Ertrage derselben Die dringendsten Bedürfnisse des Staates zu decken im Stande fein wird. Zwei Gruppen französischer Capitalisten, von denen die eine dieselbe ist, welche unter Aegide des „Credit foncier" das Tabacksmonopol gepachtet hat, die andere, an deren Sp tze die Häuser Fould und Joubert stehen, bereits früher mit der Regierung weg.n Der Uebcrnahme des Verkaufes Der Kirchengüter in Unterhandlung stand, bätt-n sich bereit erklärt, der Regierung auf Die Kir- cbengüter einen Vorschuß von 300 Mill. Francs zu zah en und Dann Den Verkauf Der Kirchengüter aus- zuführcn. Diese 300 Mill, würden vom Finanzminister dazu verwendet werden, das Oeficis pro 1869 und 1870 zu decken und Den übrigen Bedürfnissen des Staates zu genügen, d. h. sich einen entsprechenden Reservefonds zu gründen. Madrid, 12. April. Cortes. Marschall Ser- rano eitlan, indem er auf eine Interpellation des Hrn. GaiUa Lopez antwortet, daß er osficielle Kennt- Nlß von einer £ epesche habe, Die ankündigt, daß Die Situation ans Cuba bedenklicher wird. Der Cano- nicus Manterole greift die individuellen Rechte und Die Freiheit Der Pnffe an, die er gefährlich findet. Er ve>theidigt die Einheit Der Religion und verlangt d»e katholische Religion als Staatsreligion mit Aus- schloß aller andern. Er verlangt die WieDcrerstat- tung der Güter der Geistlichkeit, Die verkauft worden sind, oder einen Schadenersatz. — In der gestern abgehaltenen Versammlung der Progressisten hat General Prim wiederholt, er werde nie einer carli- stischen oder bourbonlstischen Restauratian dienen. Er forderte die Anhänger der Revolution auf, einig zu- sammenzuhalten und Die Freiheit zu retten. Vermischtes. Darmstadt, 14. April. Das heute erschienene Regie- rungsblau Wr. 11 enthält: 1. Gesetz, die Ausdehnung der über das Pfandrecht und andere Vorzüchsrechte der Gläubiger in den Provinzen Start'n bürg und Over Hessen bestehenden Gesetze auf die durch Frte- densverirag vom 3. September 1866 erworbenen Gebictstheile betressend. 11 Verordnung, die Loralabtheilungeu der Werth- und Cchavensersatz-Tarue bei Forstireveln betreffend. 111. Verordnung, die polizeiliche Aufsicht über die Riedbahn betreffend. IV. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums d>S Innern. die Unterstützung der beduritigcn Familien zum Dienste ernberuiener Reserve- und Landwehrmannschaften belr. V. O efsenil iche Anerkennung einer edlen That. Am 2u7 Januar d. Z. Hai sich der einjährig Freiwillige, Gefreite einrich Sch reger ans Darmstadt, bei Gelegenheit der Rettung e.neö Knaben, welcher auf dem großen Wooge durch das Cis gebiochen war, durch muihvolles und entschlossenes Benehmen ausgezeichnet. VI. Bekanntmuki ung Großherzoglicher Provinzial-Directivn Ober Hessen, d.e Wahl der Geschwornen in der Provinz Ober- Hessen für 1870 betr. \ 11 Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial-Direction Rbeiirbessen. die Wahl der Ge|chworenen in der Provinz Rhein- Hessen für 1870 betr. \ in. Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Post Angelegenheiten, die Korrespondenz nach S ch w e b e n betr. IX Uebersicht der für daö Fahr 1869 genehmigten Umla- lag.u zur Bestreitung der B.duoniffe der israeliUschen Reli- alonsgerneinden des Kreises Mainz. X. Uebersicht der für das Jahr 1869 von Großherzoglich m Min.sterinm des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Comiuunalbeburfniffen in den Gemeinden des Kreises Gießen. . XI. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 26. März dem Commerzienrath Franz Schott zu Mainz die Crlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestät dem König von Baiern verliehenen Ritterkreuzes erster Klaffe des Verdienstordens vom heiligen Michael zu ertheilen. XII. Namensveränderungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 20. März dem Andreas und Peter Weber zu Balkhausen zu gestatten, daß dieselben statt ihres bisherigen, den Familiennamen 3 ä h r- 1 in g führen; — am 23. März dem Conrad Schiller von Oppenheim und der Balthasar Schiller Wittwe von da zu gestatten, daß dieselben statt ihres bisherigen Familiennamens Schiller künftighin den Familiennamen C ich Horn führen. XIII. Crtheilung von Crfinduugspatenlen. XIV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 20. März dem Schullehrer an der evangelischen Schule zu Hartmannshausen, Rambaud, die erledigte evangelische Schulstelle zu EckardS- boru, — dem Schulamts-Aspiranten Bernhard aus Mu- schenheim die erledigte evangelische Schulstelle zu Burkhardsfelden zu übertragen — und den von dem Herrn Fürsten zu SolmS Braunfels auf die erledigte evangelische Schulstelle zu Bellersheim präfentirten Schulamts-Aspiranten Bangel auS Wölfersheim für diese Stelle *ju bestätigen; — an demselben Tage den Schulamts-Aspiranten Schopp aus Wonsheim die erledigte evangelische Schulstelle zu Undenheim zu übertragen; — am 23. März dem Pfarramtscandidaten Fischer aus Gundernhausen die evangelische Pfarr - und Schulstelle zu Busenborn zu übertragen; — an demselben Tage den Professor an der Königlich Preuß schen Gewerbe-Akademie zu Berlin, Rudolf Werner, zum ordentlichen Professor an der polytechnischen Schule, insbesondere für das Lehrfach der Maschinen- Baukunde — und am 25. März den Lehrer an der Königlich Preußischen Gewelbe Akademie zu Berlin, Dr. Otto Roquette, zum ordentlichen Professor an der polytechnischen Schule, ins- besvn ere für das Lehrfach der Geschichte, der deutschen Sprache und Literatur zu ernennen; — am 27. März dem Schulamtö- Aspiranten Greb aus Flaschenbach die evangelische Schulstelle zu Holzmühl zu übertragen; — an demselben Tage dem evangelischen Pfarrer zu Horrnweiler, Georg Fuchs, die evangelische Pfarrstelle zu Appenheim zu übertragen; — am 3. April den Ministerialsecretär 1. Klaffe, Ottmar Göring, zum Mitglied der Prüfungs-Commission für das Finanz - und technische Fach zu ernennen. XV. Charakter ertheilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht : am 23. März dem Lehrer an dem evangelischen Schullehrer-Seminar zu Friedberg, Carl Thurn, den Charakter als Professor der Musik zu verleihen. XVI. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Königliche Hoheit der Grvßherzog haben allergnädigst geruht: am 17. März den Schullehrer an der dritten evangelischen Schulstelle zu Wimpfen am Berg, Ludwig U fing er, — am 20. März den Kanzleidiener bei dem Obergerichte der Provinz Rheinhessen, Wilhelm Rausch, auf deren Nachsuchen, — den Bibliothekar an der städtischen Bibliothek zu Mainz, Dr. phil. Philipp Hedwig Külb, — am 27. März den Schullehrer an der ersten Elementarschule zu Schlitz, Johannes Konrad Bechtold, unter Anerkennung seiner mehr als fünfzigjährigen treu geleisteten Dienste, auf sein Nachsuchen — und den Schullehrer an der zweiten Klasse der Stadtmädchenschule zu Gießen, Friedrich Carl Beck, unter Anerkennung seiner vieljährigen treuen Dienste, — am 31. März den Locvmotivführer bei der Main-Neckar-Eisenbahn, Nicolaus Dieter, auf sein Nach- suchen bis zur Wiederherstellung seiner angegriffenen Gesundheit, — am 3. April den OrtSeinnehmer 2. Klaffe, Georg Wilhelm Leo zu Neu Isenburg, unter Anerkennung seiner vieljährigen treuen Dienste — und am 7. April die LändgerichtS- Assessoreü Emil Weber in Schotten und Hermann LangS- dvrff in Offenbach, Letzteren auf Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit bis zu seiner Wiederherstellung, in den Ruhestand zu versetzen. XVII. Concurrenz für: die erledigte Pfarrstelle zu Grebenau mit einem Gehalte von 581 st 45 fr. XVIII. Gestorben sind: am 26. Februar der Schullehrer Buri zu Crainfeld; — am 15. März der Schullehrer Ringelshäuser zu Reinheim; — am 25. März der Großherzogliche Ober-Rechnungörevisor der 2. Justificatur-Abtheilung d-r Großherzogllchen Ober Rechnungskammer, Gerhard, zu Darmstadl; — am 27. März der Großherzogliche Oberförster Baltz zu Darmstadt; — am 11. April der Großherzogliche Hauptzollarnts-Reubant HiSgen zu Offenbach. Darmstadt, 16. April. Vor den Afstsen der Provinz Starkenburg stand gestern Philipp Grunert. 21 Jahre alt, Schreinergeselle aus Rumpenheim, beschuldigt der Tödtung deS 25jährtgen Schreiners Adolph Booß, Sohnes des Schreinermeisters Caspar Booß zu Offenbach. In Folge verschiedener sehr gravirender Thatsachen, welche die Verhandlung ergab, erhob die Staatsanwaltschaft die Anklage deS Mordes, und wurde der Angeklagte dieses Verbrechens von den Geschwornen für schuldig erkannt und vom Assisenhofe zum Tode verurtheilt. Mainz. Der am 13. um 1 Uhr 13 Minuten von WvrmS kouiniende Ersenbahnzug überführ zwischen Osthofen und Mettenheim einen auf das Schienengeleise gerathenen kleinen Knaben. Der Kopf wurde dem unglücklichen Kinde gerade vom Rumpfe getrennt, so daß der Tod augenblicklich erfolgte. Friedberg, 16. April. Heute Morgen früh wurde von dem Wächter im hiesigen Bahnhof ein kleines, dem Anschein nach einige Wochen alteS lebendes Mädchen gefunden, welche- in ein Kissen eingewickelt im Gebüsch lag. Es wurde vorerst ins hiesige Hospital gebracht. Das Kind ist wahrscheinlich in der Nacht ausgesetzt worden, von wem, darüber fehlen noch jede Spuren. Bürstadt, 5. April. Gestern Abend gegen 10 Uhr wurde ein unbescholtener junger Mann von hier, Familienhaupt und Vater zweier Kinder, vor seiner Wohnung von ruchloser Hand durch einen Stich inS Herz getödtek. Derselbe kam kurz zuvor nach Hause und ging auf die Straße, um einem daselbst ent- sponnenen Streite abzuwehren. Als iNörder soll ein hiesiger junger Maurer angeklagt und beschuldigt sein, dessen Habhaft- werdung leider dis zum Augenblicke noch nicht gelungen ist. Dagegen find zwei seiner Commilitonen heute gefänglich nach Lorsch avgesubrt worden. Redaction, Druck und Qierlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.