PreiS vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Pott bezogen vierteljährlich 49 kr. Oitßtmr Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal Dienstags, Donner- stags und SamstagS. — Expedition: Canzleibcrg Ltt. B. Nr. 1 Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Achen. Nx. «8. ' ~ Dienstag den 17. Angnst_________________ ^8«. Amtliche Bekanntmachrrugen. Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 32, ausgegeben zu Berlin am 12. August 1869, enthält: (332.) Gesetz, bett, die Emsührlmg der allgem. deutschen Wechsel-Ordnung, der Nürnberger Wechsel-Novellen nnd des ollgem. deutschen Handelsgesetzbuchs als $un= ^^^Beson^e" ^Eichordnung für den Norddeutschen Bund. Vom 16. Juli 1869. Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 33, ausgegeben zu Berlin am 10. August 1869, enthalt; (g?r zzzss H^-lz- und Zolloertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde und den zu diesem Bunde nicht gehörenden Mitgliedern des Zolloercms einerseits und der Schwei^°ndmrscit^beV°m^13. Norddeutschen Bunde und der Schweiz wegen gegenseitigen Schutzes an literarischen Erzeugnissen und Werken der Kunst. Vom 13. Mai 1869. f . betr. die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Buudesrathe des Norddeutschen Bundes und des deutschen Zollvereins. Vom 5. August 1869. Spfn«ntmnrf una betr die Ertbeiluna des Exequatur Namens des Norddeutschen Bundes an den Generalkon ul der Veremlgten Staaten von Columbien. Nr' 337 Bekanntmachung', betr! die En—g eines Konsuls des Norddeutsche,: Bundes zu St Thom. (Portugiesische Besitzung an der Westküste von Afrika.) suudlLTLwN^s. (gtt!°339tz ' BckanMmach^brtt.^ di?Ecnm>n,^°°°u VicttoI"^ Bund-s^l Krawall, Birmingham, Cork, Londond-rry und aus den Scilly-Jns-ln. sml 311) Bekanntmachung' betr'. die Ittheilung bet Eoquattn Nmneus des Norddeutsche Bundes an den Konsul der Verein,"gttn Staaten von Am^ika für Stettin. Gicheu, den 12. August 1869. ____________________________Grobherzogliches Kreisamt Gietzen.__________________________________________________________________ B eka n n t m a ch u n g. Betreffend: Den Bau der Oberhessischen Eisenbahnen. Antoni- des Babnbofs der Oberhessischen Eisenbahnen in Gießen ist die nachträgliche Erwerbung von Gelände in der Gemarkung Gießen erforderlich geworden. 5” Hebst dem Nachweise des abzu retenden Geländes wird vom 18. bis zum 25. d. MtS. einschließlich wahrend der gewöhnlichen Geschaftsstunden aus dem Bureau der Gr?ßh. Bürgermeisters Gieß"n offen liegen und wird am 26. d. Mts., Vormittags 8 bis 12 Uhr, die Loealeomm.fston zur Entgegennahme von Einwendungen gegen d,e Rothwendigkett der Adttetung re. im "im Anschlüsse an die Bekanntmachung vom 24. October v. I. wird dieß hiermit unter dem Ansügen $-=ä! «'S"®* “*""" “•** ließen, oen io. ^uöu|i o • Verhinderung des Kreisraths: K e k u l v, Kreisassessor. Jaqdverpachtnng. 6946) Freitag den 20. August d. I., Vormittags 10 Uhr, soll die Jagd in der Gemarkung Dors-Gill auf dahiesigem Nathhaus auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Dorf-Gill, den 12. August 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Dorf-Gill. Knöpper. Jaqdverpachtung. 6945) Samstag den 28. August d. I., Vormittags 10 Uhr, wird auf hiesigem Rathhause die Jagd der Feldgemarkung Bergheim au Besondere Bekanntmachung. Viehmärkte in Darmstadt. 6958) Am ersten Dienstag jeden Monats von März bis November finden Märkte für Milch- und Zuchtvieh, Schweine, Schafe, Arbeitsochsen und Pferde auf dem seitherigen V,eh- marktplatz, nahe den Bahnhöfen, und von diesen aus zugänglich, statt. (Fällt auf einen der ersten Dienstage des Monats em israelitischer Feiertag, so wird der Markt um 8 Tage verschoben.) Die Fettviehmärkte finden auch m diesem Jahre unverändertjedenMitt- woch statt. Darmstadt, den 16. Januar 1869. Comite für die Viehmärkte in Darmstadt. Der Präsident: Fuchs, Großberzogllcher Bürgermeister. Versteigerungen. Vergebung von Bauarbeiten. 6919) Nachstehende, bei Reparatur der Oberförsterwohnung zu Treis a. d. Sba. vorkommende Bauarbeiten, und zwar : Maurerarbeit, veranschl. zu 221 fl. 32 kr. Zimmerarbeit, „ „ 59 „ 24 „ '. Schreinerarbeit, „ M 291 „ 20 „ Schlosserarbeit, „ „ 123 „ 22 „ Weißbinderarbeit, „ „ 449 „ 38 „ Spenglerarbeit, „ „ 157 „ 36 „ ollen auf dem Submissionswege vergeben werden. „„ Voranschläge und Bedingungen können vom 16. l. Mts. an in unserem Geschafts- büreau eingesehen und die Offerten von da an bis zum 18. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, eingereicht werden. Dieselben müssen wohl verschlossen und mit der Aufschrift: „Submission für die Oberförsterswohnung zu Treis a. d. Lda.", unter, Bezeichnung der betreffenden Arbeit, versehen sein. Zur Eröffnung der Submissionen wird Termin auf ~ Mittwoch den 18. I- Mts.,, Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftsbüreau anberaumt, welchem die Interessenten beiwohnen können. Gießen, den 12. August 1869. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. Flur Nr. oKlftr. 1/584 18 Hofraithe auf dem Sel- , tersweg öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 10. Juli 1869. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler, Ortsgerichtsmann. Jaqdverpachtuug. 6944) Samstag den 28. August d. I., Vormittags 10 Uhr, wird auf hiesigem Rathhause die der Gemeinde Holzheim zugehörige Feld- und Waldjagd auf weitere sechs Jahre an die Meistbietenden verpachtet. Holzheim, den 14. August 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzheim. ___________ Jäger._____________ Jagdvei Pachtung. 6933) Samstag den 21. August d. I. soll auf dahiesigem Bürgermeisterei-Büreau die der hiesigen Gemeinde zustehende Feldjagd, unter den bei der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. . Auch wird in demselben Termine die Waldjagd in dem Grüninger und Dorf - Giller Markwalde ebenfalls auf weitere 6 Jahre verpachtet. Grüningen, den 10. August 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. Leidich. Freiwillige Versteigerung. 6947) Dienstag den 31. August, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich meinen „Gasthof zum Adler" mit allen dazu gehörigen Grundstücken, zusammen oder getrennt, auf hiesigem Rathhaus meistbietend versteigern. Ernst Pitthan. 6937) Dienstag den 17. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhaus die Hofraithe, der Ehefrau des Elias Meyer zustehend: weitere sechs Jahre an die Meistbietenden verpachtet. Holzheim, den 14. August 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzheim. Jäger- Feilgebotenes. 6911) Wcstphälischer Schinken, Gothaer Cervelatwurst und feinstes Schweineschmalz, sowie täglich abgekochter Schinken und Ranchfleisch, bei I. A. Busch Söhne. 6950) Blnmcn-Bicncnhonig und Honig- Rosen verkauft , _ PH. Erb, in Wieseck. 6959) Gut gebrannte Backsteine bei 6956) Schöne Relkenpflanzen, das Dutzend 30 kr-, sowie schön gesülltblühende Malvapflanzcn, das Dutzend 30 kr., bei Gärtner Schaum. 6936) Ein Haus mit Werkstätte, im Mit- telpunkt der Stadt gelegen, ist zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. Nene holländische Vollharrnge sind eingetroffen bei (6931) I. A. Busch Söhne. 6928) Zn verkaufen: ein Haufen Mist, zwei noch neue Treppen, mehrere Stuben- und Haus-Thüren mit Bekleidung, sowie mehrere Fenster von verschiedener Größe, bei Max Henkel, Tiefenweg. 6909) Deutsche und englische wollene Strickgarne in frischen Sendungen der verschiedensten Sorten zu herabgesetzten, dem Wollwerthe angemessenen Preisen, empfehlen I. A. Büsch Söhne. 6913) Um aufzuräumen, verkaufe ich zu bedeutend herabgesetzten Preisen mein Lager in Stroh- und Stoffhüten. Gießen. Louis Schild, am Kreuz. 6904) Ein in schöner Lage der Stadt befindliches geräumiges Wohnhaus ist aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei Herrn Carl Lony zu erfragen. 20 pCt. unter dem Fabrikpreise habe ich eine Partie zurückgesetzte feinere Tapeten zn verkaufen. (6939) Carl Frech. 694t) D i e Asphalt-Dachpappen-Fabrik von Hoffmann fc Comp. in Offenbach a. M. empfiehlt ihre Dachpappe in Rollen und Tafeln und werden unter Garantie Eindeckungen von Dächern übernommen. Gleichzeitig offeriren dieselben ihr Fabrikat in Wagenfett, sowie Schuhmacher-, Brauer- und Bürstenmacher-Pech, zu den billigsten Preisen. 6914) Einem geehrten Publikum hiermit die Anzeige, daß von heute an mein Schuh- und Stiefel-Lager wieder troff, net ist und befindet sich dasselbe im Hause des Herrn Buchbinder C. Orth am Kirchenplatz. Gleichzeitig empfehle ich mein reichhaltiges Lager von allen Sorten Schuhe» und Stiefeln zu den billigsten Preisen. Gießen, den 12. August 1869. K. Grünebaum. fijl! I 'Bt Die von H. Hochstätter, Eck von Brand und Schloßgaste unterhält nur Verbindungen mit den anerkannt ersten Fabriken und ein Lager, welches die besten Produkte derselben in reicher Auswahl vereinigt; sie liefert stets die neuesten und geschmackvollsten Muster von deutschen und englischen Tapeten auf g u t e s Papier und mit frischen, haltbaren und giftfreien Farben. Die Preise sind fest; jedoch so billig, als wie diese in Anbetracht der Waare nur gestellt werden können. (6951) i Geschäftsbücher aus der Fabrik von König & Ebharvt in Hannover: Caffabücher, Hauptbücher, Journale, Wechsel- und Seiden- Copierbücher, Reisehauptbücher, Lohnbücher, Haushaltsbücher rc. empfiehlt zu Fabrikpreisen Ph. Lüdeking. Rath und Hülfe für Diejenigen, welche an Gesichtöfchwäche leiden nnd namentlich durch angestrengtes Stndiren nnd angreifende Arbeit den Augen geschadet haben. 6943) Seit meinen Jugendfahren hatte auch ich die leidige Gewohnheit, die Stille der Nacht wissenschaftlichen Arbeiten zu wibmcn. Sowohl hierdurch, als durch viele angreifende optische und feine mathematische Ausführungen war meine Sehkraft so sehr geschwächt, das; ich um so mehr den völligen Verlust derselben befürchten mußte, als sich eint fortwährende entzündliche Disposition eingestellt hatte, welche mehrjährigen Verordnungen der geschicktesten Aerzte nicht weichen wollte. Unter diesen betrübenden Umständen gelang cs mir, ein Mittel zu finden, welches ich nun schon seit 40 Jahren mit dem ausgezeichnetsten Erfolge gebrauche. Es ist nicht allein jene fortdauernde Ent- zünduug vollständig beseitigt, sondern auch meinen Augen die volle Schärfe und Kraft wiedcrgegeben, so daß ich jetzt, wo ich das 75ste Lebensjahr antrete, ohne Brille die feinste Schrift lese und mich, wie in meiner Jugend, noch der vollkommensten Sehkraft erfreue. Dieselbe günstige Erfahrung habe ich auch bei Andern gemacht, unter welchen sich Mehrere befinden, welche früher, selbst mit den schärfsten Brillen bewaffnet, ihren Geschäften kaum noch vorzustehen vermochten. Sie haben bei beharrlichen! Gebrauche dieses Mittels die Brille hinweggeworfen und die frühere natürliche Schärfe ihres Gesichts wieder erlangt. Dieses Waschmittel ist eine wohlriechende Essenz, deren Be- standtheile die Fenchelpflanze ist. Dieselbe enthält weder Drastica und Narcotica, noch metallische oder sonstige schädliche Bestandtheilc. Die Bereitung der Essenz erfordert indessen eine verwickelte chemische Behandlung, und ich bemerke daher, daß ich dieselbe seit längerer Zeit in vorzüglicher Güte von dem hiesigen Chemiker, Herrn Apotheker Geiß, beziehe; derselbe liefert die Flasche für einen Thaler, und ist gern erbötig, dieselbe nebst Gebrauchs - Anweisung auch auswärts zu versenden. Ich rathe daher den Leidendell, die Essenz von hier zu beziehen, indem eine solche Flasche auf lange Zeit zum Gebrauche zureicht, da nur Weniges, mit Flußwasser gemischt, eine milchartigc Flüssigkeit bildet, womit Morgens und Abends, wie auch nach angreifcnden Arbeiten, die Umgebung des Auges befeuchtet wird. Die Wirkung ist höchst wohlthätig und erquickend, und erhält und befördert zugleich die Frische der Hautfarbe. Es wird mich freuen, wenn vorzüglich Denen dadurch geholfen wird, welche bei dein rastlosen Streben nach dem Lichte der Wahrheit oft das eigene Licht ihrer Augen gefährden und einbüßen müssen. Vielleicht kann auch durch den Gebrauch dieses Mittels das leider in der jungen Welt so sehr zur Mode gekommene, entstellende Brillentragen vermindert werden, da dieses in den meisten Fällen die Augeu mehr verdirbt als verbessert. Brillen können nur einer fehlerhaften Organisation des Auges zur Hülfe kommen, aber nie gesunde oder geschwächte Augen stärken und verbessern. Aken, a. d. Elbe. Mr. RvmerShausen. Depät der ächten Dr. Romersh ause n'schen Augen-Essenz bei Herren Muller S? Schwager in Gießen. Verrniethung n 6957) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei Gärtner Schaum. 6958) In meinem neuerbauten Hause ist ein Familienlogis von 3 bis 4 Zimmern, Küche re. bis zum 1. October d. I. zu ver- miethen. H. Keck. Eine möblirte Stube nebst Cabinet ist zu vermiethen im Brühl'schen Hause, am Brand. 6927) IN Lit. C Nr. 144, Tiefenweg, ist ein Familienlogis zu vermiethen und am 1. October zu beziehen. 6930) Eine freundliche Familienwohnung zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei Fr. Koch, am Nahrungsberg. 6822) Eine anständige Familie wünscht ein Zimmer nebst Cabinet, mit oder ohne Möbel, an eine einzelne Dame zu vermic- then. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 6925) Das seither von Frau Lehrer Braun bewohnte Mansarden-Logis ist anderweit zu vermiethen. Gg. Malkomesius. 6960) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer sind an einen oder zwei Herren zu vermiethen. Näheres bei der Expedition d. Bltts 6935) Neue Anlage, in H. Becker's Nebenhaus, ist die Mansarden - Wohnung, bestehend aus 7 Piecen, Küche und Bodenkammer, nebst allen Bequemlichkeiten, bis September zu vermiethen. 6912) Ein neu eingerichtetes Familienlogis mit drei incinandergehendcn Zimmern ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen in Lit. D. Nr. 78, Mühlgasse. 6658) Ein. möblirtes Zimmer mit Cabinet ist in einer freundlichen Gartenwohnung zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 6910) Zwei Logis sind zu vermiethen bei Louis Flett, im Schwanen. 6934) Das seither von Herrn Heinz bewohnte Mansarden-Logis int Vorderhaus, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Magd- und Bodenkammer, nebst Wasserleitung und allen Bequemlichkeiten, ist durch dessen Wegzug im September zu vermiethen. £). Becker, Nelle Anlage. 6916) Am Seltcrsberg, im Nebenhause des Herrn Prof. Dr. v. Klip st ein, ist eine Stube mit Cabinet zu vermiethen. 6921) Zwei ineinandergehendc möblirte Zimmer auf der Neuen Anlage sind zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 6915) Eine kleine Familienwohnung ist an eine stille Familie zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Vermischte Anzeige» 6955) Für ein mit kommendem 1. Octooer am hiesigen Platze in's Leben tretendes Baugeschäft, welches hauptsächlich mittelst Maschinen die Fabrikation aller in's Baufach einschlagender Holzarbeiten, als : Thü- rell, Thore, Fenster, Treppen, Parqucts zum Zwecke hat, und dessen Rentabilität nach- aewiesen werden kann, wird Umstände halber von dem Unterzeichneten ein Associe, am liebsten ein tüchtiger Kaufmann mit einer Einlage von 8 bis 10 nulle Thaler, gesucht. G. Steiulrauen, Privat-Baumeister, z. Zeit Director der Actiengesellschaft für Bauwesen in Gotha. Wnller-Ackerlumschute des lanbw. Vereins für die Provinz Starkenburg zu Darmstadt. 6940) Der Unterricht an der Winter-Ackerbauschule zu Darmstadt beginnt für das nächste Winterhalbjahr in beiden Cursen am 1. November. — Derselbe wird von 12 Lehrern ertheilt, erstreckt sich auf die Fortbildungsfächer, die verschiedenen Zweige der Naturkunde und die Landwirthschaftslehre, und wird durch Excursionen und Demonstrationen unterstützt. — Aufnahmsfähig sind solche junge Männer, welche das 14. Lebensjahr überschritten haben und in der Landwirthschaft bereits praktisch thätig waren. — Neu Aufzunehmende treten, sofern sie nicht durch eine vorherige Prüfung den Besitz der Kenntnisse Nachweisen, welche in der oberen Abtheilung verlangt werden, in den unteren Cursus ein. Diejenigen Schüler, welche diesen bereits mit Erfolg besuchten, rücken in dem zweiten Winterhalbjahre in den oberen Cursus ans. — Die Anstalt ist mit Lehr-Hülfsmitteln reichlich ausgestattel. — Die Schüler nehmen Wohnung und Kost in Privathäusern zu Darmstadt. — Das Verhalten der Schüler in und außer der Schule wird strenge überwacht. — Das Schulgeld beträgt für das ganze Winterhalbjahr im oberen Cursus 15, im unteren 25 ff. und ist beim Eintritte in die Anstalt an die Vcreinskasse zu entrichten. — Anmeldungen zur Aufnahme sind an das Büreau des landwirthschaftlichen Vereins zu richten, durch welches auch auf desfallsige Anfragen nähere Auskunft ertheilt wird. Darmstadt, am 3. August 1869. Der Präsident des landw. Vereins für die Provinz Starkenburg: von Bechtol d. i W e i; t a r. Cafe, Billard und Restauration, bestens empfehlen. C. Waldschmidt, a. d. Lahnbrücke Turnverein. 6926) Dienstag den 17. August, Abends präcis 9 Uhr: Generalversammlung im Darmstädter Haus. Tagesordnung: 1) Berichterstattung. 2) Wahl zweier weitern Vertreter bei'm mittclrheinifchcn Turntag. 3) Mittheilungen über das Wormser Turnfest. Der Vorstand. 6929) Für einige Stunden des Tages wird ein zuverlässiges Laufmädchen gesucht. Näheres Neustadt Lit. D. Nr. 28. 6961) Wer geneigt ist, jede Woche vorläufig circa 100 Pfund Butter und mehrere Hundert Stück Eier in frischem Zustande auf die Dauer zu möglichst billigem Preise zu liefern, beliebe feine Offerte unter C. D. Nr. 8 an die Exped. d. Bltts. einzureichen. 6923) Eine gebildete Dame wünscht ein junges Mädchen, welches seiner weiteren Ausbildung wegen gesonnen ist, sich längere Zeit dahier aufzuhalten, in Pension zu nehmen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 6924) Ein Dachdeckergeselle findet gegen hohen Lohn dauernde Beschäftigung bei Christian Schwalb, Dachdeckermeister. 6953) Es wird auf Michaeli ein braves Dienstmädchen gesucht. Von wem? sagt die Erped. d. Bltts. 6962) Zwei bis drei Bau-Schreinerge- fetten finden dauernde Beschäftigung bei Schreinermeister Arnold, in Steinbach. 6903) Ein Frauenzimmer, welches allen häuslichen Arbeiten vorstehen kann und gute Zeugnisse aufzuweisen hat, wird gegen hohen Lohn sofort in Dienst gesucht von Gg. Sch mehl, am Brand. 6920) Ich suche einen braven Bierjungen, welcher zugleich die Küferprofession erlernen kann. E- Pausch, Asterweg. 6952) Ein Kindermädchen wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 6917) Für eine stille Familie nach auswärts wird gegen hohen Lohn ein braves Dienstmädchen gesucht. Näheres bei der Exped. d. BlttS. 6918) Ein Dienstmädchen wird sofort gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 6932) Ein .tüchtiges Flickmädchen wird gesucht. Näheres in Lit. B- Nr. 77 in den Ncuen-Bäuen- 6948) Mehrere Schreinergesellen werden gesucht von Melchior Römer, Schreiner in Wiesest. 6907) Es werden bis zum 1. October zwei unmöblirte Zimmer, womöglich parterre, auf dcm Seltcrsberg oder Neuen Anlage gelegen, zu micthen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 6905) Ein Kindermädchen wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 6963) Ein Mädchen, das mit allen häuslichen Arbeiten umzugehen weiß, wird auf Michaeli gesucht. Zu erfragen bei der Exped. dieses Blattes. 6906) Ein gewandter Zapfjungc wird aus Michaeli gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. 6864) Ein Mädchen wünscht in und außer dem Hause zu bügeln. Das Nähere bei B- Walther, Schuhmacher. Pariser Handschuhsarberei. 6889) Nächste Absendung: Mittwoch den 18. August. L. Kattrcin. Allerneueste Glucks - Offerte. | 6908) Das Spiel der Freihurftet* Staats-Prä Biiien-Obligatio- A Bien ist von der Grossherzog- IH lieb Hessischen RegieruBig fj gestattet. „Gottes Segen bei Cohn!" | Grossartige wiederum niit|| Gewinnen bedeutend jj vermehrte Capitalien-ij Verl oosu Big von ühertt »l/2 Millionen. Die Verlousung garantirt und vollzieht M die Staats - Regierung. Beginn der Ziehung am «O. d. Mts. U Sflir B Thlr. oder t Thür«, oder 15 SftT. , kostet ein vobii Staate garaaitir- tes wirkliches Original-Staats- Loos (nicht von den verbotenen Promessen) aus meinem Debit und yverden die e wirklichen Original Staats-Loose gegen fraaikirte Einsendung des Betrages oder gegen U Postvorschuss, selbst nach den I icBitferntesteBi Gegenden von mir versandt. Es werden nur Gewinne j gezogeBi. NH Die Haugit - Gewinne betragen A $ 250,000, 150,000, 100,000, 50,000, B K 40,000, 25,000, 2 ä 20,000, 3 a g @ 15,000, 3 ä 12,000, 3 ä 10,000, 4 kl | .8000, 5 a 6000, 11 k 5000, 4000, H M 29 ä 3000, 131 ä 2000, 6 a 1500,® »5 ä 1200, 156 k 1000, 206 a 500,8 K 6 ä 300, 272 ä 200, 24550 Gewinne B Ea 110, 100, 50, 30. | Gewinngelder u amtliche M Rj ZiehuBigslistCBi sende meinen In- jH teressenten nach Entscheidung prompt M und verschwiegen. | Durch meine von besoBide- A rem Glück begünstigten IjOOBC habe meinen Interessenten be- ffircits allein In »Deutschland | die allerhöchsten Haupt- Z trelFer von 300,000, 225,000, i 187,500, 152,500, 150,000, 130,000, m mehrmals 125,000, mehrmals 100,000, yj kürzlich schon wieder das grosse Loos von 127,000, und erst vor acht l agen schon w ieder den allergrössten A Haupt Gewinn in UaraiB- h'I stadt ausbezahlt. M Jede Bestellung auf R meine Original Staats A Loose kann man der Beesem lieh- keit halber auch ohne Brief, einfach auf eine jetzt üb gf liehe Postkarte , machen. Jci.» Dieses ist gleichzeitig bedeu- Artend billiger als Post vorschuss. I>az. Sanis. Colm in Hamburg, Haupt-Comptoir, Bank- und Wechsel- geschäft. «Bge 6951) bei 6823) tmpfw1 (pr. 6799) auf Micb Exped- b. üis Zeitun ini gru Hambi Berlin, Basel, Wien, Leipzig 1 Stuttga Zürich. 81 Ga' Genf, "" Otl Ballone, tonn V6 dki 8'ölfti h dch N nid; bi tote en lungen t ,,Un ivohnea? Ein, der Wj Alle '/Seil de und auf N, J d'Wnd, .. ,,'Df W ü galten/« .. W t, fiut Die $ 8en,n ”*'3 n . An h- ”6 di, ® L"'"» ft »i. ( "'dindea s 6964) f. Hamburger 20 Abgehendr nach Nerv-York. von September Hamburg Der r/ 45 d 1 ♦ 18 24 24 1 2 1 Liberia Holsatia Leipzig Donau Smidt Frankfurt Santos Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, Baltimore. New-Z)ork. New-Orleans. Rio de Janeiro. 45 50 Börsennachricbten. 14. August 1869. Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 396 Ludwigsh.-Bexbach 1621/2 Maxbahn 1053/4 Bayer. Ostbahn 129 -fr. 24 „ 45 45 „ zus. 26 fl. 20 fr. Weiteren Gaben sehen wir entgegen. 1 Die Erped. d. Gieß. Anz j h Rentamtm Lyncker einer Gesellsch. bei Wirth Schmandt gesammelt . Liverpool Hamburg Bremen u Wechsel. Amsterd. k. 8. 100‘/4 Augsb. k. S. 993/4 Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 975/fl CÖln k. S. 105% Hamburg k. S. 883/8 Leipzig k. S. 1047/b London k. S. 120 Lyon k. S. — Paris k. 8. 951/4 Wien k. 8. 96 % Disconto 3i/2 0/0 G. HAASENSTEIN dc VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition., in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Neuerwall, 50 ; Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11 ; Markt, 17, Königshaus ; Kronprinzstrasse, 1 B ; Eisassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13 ; Place du Molard, 2. Hess. Ludwigsbahn 95 3% östr. Stsb.-Prior. 59% 3% östr. s. Lombard. 49% SiiißcrTdjer garten. Dielistlii, den 17. August: Grotzes Telegraphischer Schiffsbericht, mitgetheilt von Chr. Wallenfels Jun. 1 " i: 1 „ 1 „ 3 „ „ M. R..... „ G. E..... „ N. N..... „ I. Br..... „ K. & P. . . . Ungenannt . . . . Hrn. F. Holberg . . „ Prof. Dr. Schmi! Ungenannt .... Hrn. I. L..... Frau Pfarrer Keil . Hrn. Balth. Lenz . . „ S...... Für die Hinterlassenen der verunglückten Bergleute im Plauen'schen Grunde sind weiter eingegangen: von Hrn. z” ' Geldnorten. Pr. Gass. Sch. 1 44%-45i/° Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 581/2-59% Pistolen . . 9 48-50 7, doppelte 9 49-51 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankens!. 9 311/2-32% Engi. Souver. 11 56-12 Russ. Imper. 9 49-51 Doll, in Gold 2 28-29 Den 24. August Dampfer „ 25. Militär-Concert. auögesührt von der Capelle (40 Mann) des Großh. Leib- Garde-Regiments ans Worms, unter Leitung deö Capellmeifters, Herrn Th. Adam. Anfang halb 6 Uhr. Entree ä Person 12 fr. Angekommcn in New-Bork: Bremer Postdampfschiff Union, Reisedauer 10 Tage — Stunden. " Hamburger „ Westphalia, „ 9 er den Führer, wie lange sich der Weg noch hindehne, der mit seinen vielen Krümmungen endlos schien. „Wie heiß! der Herr de« Schlosses da oben?" fragte er dann, als ibn die Antwort des Führers wenig befriedigt hatte. Vl?n Arste'" >" antwortete der Führer in einem Tone, der verrietb, wie oft Redende schon diese Frage an ihn gerichtet hatten. „Ist er noch ein junger Mann?" fragte der Reisende weiter. „Er mag schon in Eurem Alter sein," erwiederte der Führer, wenn ich nach dem einen Mal, da ich ihn gesehen, urtheilen kann. Das ist ein"qar sonderbarer Mensch, seit sein Vater todt ist." M . «®ein Sätet?" rief der junge Mann schmerzlich. „O dann wird auch diese letzte Hoffnung tauschen!» w „3a,* fuhr zuversichtlich der Führer fort, „feit der todt ist, hat man den Sohn nicht mehr gesehen. Er vergrabt sich in die innersten Gemächer seines Schul' und keins von den Fremden, die das Schloß und die herrliche neue Kapelle besehen, bekommen ihn \e zu Gesicht." . der junge Mann fort, „habt Ihr nicht vernommen, daß in den letzten Tagen etn Priester aus Tyrol bei ihm war?" B th,m «zählt," sagte der Führer, „ein Mann mit langem ro- them Bart, er soll etn Anführer im Tyrolerkrieg gewesen sein." „Das ist er," rief der Fremde freudig, und nun trieb er zu rascherem Gang nach dem nahen Oertchen an. * w m ^"dlich war man an dem kleinen, aber reinlichen Gasthofe des Dörfchens angekommen, und bald faßen die Reisenden in einem behaglichen ßimmer um mnhhh"rn ',auf Vln Cn6 sp'udelnve Wasser einer Theekaune alsbald den wohlthatigen Trank zu spenden versprach. . . .Ce" iungen Mann hielt es nicht lange hier. Nachdem er unruhig etntöemal in dem Zemmer auf- und abgegangen, sagte er: „Ich will noch heute Abend h nauf auf das Schloß gehen; nun ich weiß, daß wir den Priester'hier finden, laßt es mich nicht länger hier weilen." 9 „Und Du hoffest noch einmal," sagte das bleiche Mädchen, fragend in dem Manne aufschauend, „nachdem wir bis jetzt stets enttäuscht worden? . L . ®'rD Unt ?ueFunft »eben können," erwiederte dieser. „Sie waren in- n 0e Freunde, gewiß kennt er seinen Aufenthalt, wenn er noch lebt" Bei den letzten Worten bebte das Mädchen sichtlich zusammen und eint» ausgeprägt tcutlid,er tae innm Leiden in ihren edlen Zügen uns gitmeSHnS"^'' W 3*U sMte M Du fanb %r 6crj!*nße ®i0"n Cen st^en Schloßweg hinangeeilt, und er be. Em Ar"', Men' re‘4’ m,t Ethischen Arbeiten verzierten Portale, an mnn" ?.°l'nCr ß"Pfiü0' Cer a'sbald »ach seiner gewöhnlichen Ansprache - 'nem g-wichttgen Sch.üsse.L/in „3st der Priester aus Tyrol noch hier?" fragte der Fremde. ,,, "^bute Morgen abgereist," antwortete der Pförtner. Abermals vcraeb. lrche -offnung," sagte der Fremde mißmuthig vor sich hin. " (Schluß folgt.) 25. 28. 1. 15. 15. E - V ..." Saxonia, „ ~ New-Orwans. -Ocimpjer Smtdt hat folgende erinäftiate Bassaaevreise • 1. Caiüte 90 Rthlr Jajütr 50 Ä 45 Rthlr. W-ll-n Auskünften Telegraphischer Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dietz ..H.Sä.TirBÄÄS SÄi.s.,» troffen und hat um 12 Uhr Mittags die Reise nach Bremen fo?tgefetzt ® 8 Im Pippscheu Garten. 6954) Heute Abend; Brillante Gartenbeleuchtunn bei einem guten Glas I. B. Moritz- und Heß'schem Bier. 6823) Meine Bohnenschneidmaschine empfehle ich zur leihweise« Benutzung (pr. Stunde 6 fr.) A. Wenzel, Feldschütze. 6799) Ein braves Dienstmädchen wird auf Michaeli gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. [Frankf. Hypoth.-Bank — Frankl. Vereins-Kasse 98 5% Elisabeth-Prior. 75 '-/° do. II. Emiss. 733/4 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 57 Nassau fl. 25 b. Roth. 40 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 178% Gr. Hess. fl. 25 b. R. — 4% bayr. Präm. Anl. 105% 4% badische Loose 103% Badische fl. 35 Loose 56% 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 83% 118% 1 Preuss. 4%0/0 Obi. 93% i Frankf. 3%% Obi. 80% Nass. 4%o/o Obi. 92% || Kurh. 4% Obi. 85% Hess. 40/0 Obi. b. Roths. 91% _ _______ I « 3V2°/o » 4%% 1jährige 93% n 41/2o/o %iährige 93% Würtemb. 4%<% Öbl. 92% Baden 4V2% Obi. e. E.L. 93% Oestr. 5% b. R. 59% n 5% National 563/4 » 5% Metall. Obi. — n M. steuerf. 523/4 Amer. 6% 1882r Bd^. 88% „ 6% 1885r 873/8 Actlen. Frankf. Bank 121% Oester. Bank 737 „ Creditaoi. 297% Darmst. Bankact. 314 Der B srb o n r. (Barbone, im ital. Dolksdialect: der Bärtige.) Novelle von Fr. Büchner. (Fortsetzung.) „Nein," erwiederte Albrecht von Schauenstein sanft, aber bestimmt. Nein, Barbonc, jetzt nicht, vielleicht später. Ich kann nicht in das Land zurückkehren B°Ik verrieth, nur um von dem Feind einen größeren N Re-wes za erhalten. Wenn ich noch die Zeit sehe, wo Herrscher ihre hoher schätzen, wo sich cm Ge-st Bahn gebrochen, der nicht mehr duldet, datz Volker beliebig vertauscht, verschenkt, verrathen werden, — je nachdem der Eigennutz dazu antreibt, — dann kehre ich vielleicht wieder in die Heimath iu- rutf; bis dahrn aber will ich in diesem Lande weilen, das mir als die Geburts- statte meiner Mutter lieb und werth und mir durch seine bürgerlichen Einrichtungen theuer geworden ist." wohnen^?" ^mmer allein mit Veronica dieses einsame Schloß be» Qine tiefe Schwermvth lagerte sich über das Antlitz des jungen Mannes. . 7 ^u^r^cr Mönch fort, „hast Du noch immer keine Nachricht von der Familie des Obersten?" Alle Nachforschungen blieben vergeblich," erwiederte Albrecht schwermüthia „Seit dem Feldzuge nach Rußland, an dem Vater und Sohn theilgenommen, und auf dem Johanna sie wenigstens gewiß einen Theil des Weges begleitet hat, — ist mir keine Kunde mehr geworden. Ich habe jede Hoffnung, sie wie- derzufinden, verloren." „Der Mensch soll nicht verzagen, Albrecht," sagte der Mönch feierlich. „Es ist nicht wahrscheinlich, daß sic todt sind, sonst hätten wir gewiß Kunde davon erhalten." „In wenigen Tagen will ich mit Veronica noch einmal nach Deutschland reifen," emittierte Albrecht; „Gott gebe dann, daß wir endlich eine Spur von ihnen finden!" Die Männer gingen wieder zurück in das Schloß, wo der Mönch Abschied von Veronica nahm, um dann, eine Strecke weit von Albrecht begleitet, den Heimweg nach Tyrol anzutreten. — An dem Abend desselben Tages sah man eine kleine Gesellschaft Reisender lu* bcr Bandstraße dem freundlichen Oertchen zuziehen, das sich rings um den Kutz des Berges hinzog, auf dem sich das Schlößchen Arstein erhob. Es war em alter Mann, dessen Haupt mit'schneeweißem Haar geschmückt war, welches aber noch in reichen Locken fast bis zur Schulter herunterwallte. Ihm zur £ufrcincm Jaumroß eine jugendliche Dame, tief in Schwarz gehüllt nb wie feyr sie die Trauer in der Seele trug, zeigte das edle, feine Antlitz, Itibenben 91" VT' ausgegossen lag, die dem Antlitz des Mädchens einen Schönheit aber zugleich mehr zu l)eben, denn atefentfÄfeTt mita- 9McnJtr ^ritt ei« noch jugendlicher Mann, dessen Dies r BC6 Gr-ifts den Sohn desselben in ihm vermuthen ließ, kleine Oertchen »or iU 60,0 8'et ihrer Wanderung, das 0 '^nen' ä“ erreichen, denn einmal über das anderewal fragte , Druck und Verla» der Brübl'schm Druckerei (Fr. Cbr. Pl-Nch) in Gießen. Redaction Worms. Die an die landwirthsckaftliche Lehranstalt in WormS aus den verschiedenen Landern gekommenen Nachrichten über den Ausfall der Erndten weisen nicht allgemein die Befriedigung nach, die man erwartet hatte. Während man sich in Lberitalien und im südlichen Frankreich große Versprechungen hinsichtlich des Ausfalls der Walzen- und Roggenerndle gemacht hatte, ist dieselbe doch unter mittel ausgefallen; denn so überaus üppig auch das Wachsthum der Halmfrüchte war, hatte der Körneransatz doch durch die Ungunst der Witterung während der Blüthezeit erheblich Noty gelitten, in Folge dessen denn die Aehren kaum halb gefüllt finb. — UeberauS günstig dagegen lauten alle Nachrichten au« den südlichen und südwestlichen Theilen Deutschlands, nicht nur, daß der Steps einen weit über alle Erwartungen gehenden Ertrag brachte, auch die Winterhalmfrüchte und insbesondere d,e Gerste geben eine vortrefflich« Schüttung. Fast alle Erndte- berichte sprechen sich dahin auS, daß, was wir schon in un>e- rem letzten Berichte andeuteten, die frühgesäete Gerste gegen die spät zur Aussaat gekommene entschieden im Vortheile ist. Auch aus England und Belgien lauten die Berichte sehr gut, j doch wird darüber Klag« geführt, daß der Waizen stark vom Brande heimgesucht gewesen sei, waS, wiewohl er sich gut mahle, doch seine Quantität immerhin beeinträchtige. S-ehr lobend sprechen sich die belgischen Berichte über die Gerste aus. Die Schüttung derselben ist stärker als man sie m den letzten Jahren beobachtet hat. - AuS den östlichen Gegenden lauten im Allgemeinen die Nachrichten weniger günstig. L-chon in den österreichischen Landen erachtet man den Kornerertrag kaum über mittel und die Qualität befriedigt auch nicht m der gehofften Weise. In Ungarn ist die Trndte besser auSge- I fallen, als man eS erwarten zu dürfen glaubte; allein fie bleibt | doch unter mittel, und es wird daher dort der Erport nicht die Lebhaftigkeit gewinnen, die man in den letzten Jahren I beobachtete. Insbesondere gilt dieses für den Waizen, der nicht allein in seiner ganzen Entwicklung gering war sondern I auch in der Blüthe gestört worden ist; in Folge dessen erwel- Eisenbahn zu ernennen. . ,,, VII. Versetzung in den Ruhestand. Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 24. Juli den Registrator bei der Registratur der Ober-Steuer-Di- rection, Steuerrath W ey lan d, unter Anerkennung seiner langjährigen treugeleisteten Dienste, aus sein Nachsuchen, ib den Ruhestand zu versetzen. VIII. Eoncurrenz für die evangelische Pfarrstelle zu Rum- ^Hamburg, 12. Aug. Es ist -ine sehr uncr- treuliche Botschaft, welche uns Per Kabel den Un- teraana des Hamburger Auswanderung« - Dampfers „Germania" meltet. Es war feine« der neuesten Dampfer der Hamburg-Newyorker Linie; aber dennoch ein prächtiges stolzes Fahrzeug, welches gar manche« Wal den Weg über den Oeean zuruckgelegt bat. Eine sehr sonderbare Berühmtheit bat da« Schiff auch dadurch erlangt, daß König Wilhelm bei seinem letztsährigen Besuch in Hamburg dasselbe iu einer Ercursion auf der Elbe benutzte und spat Abend« aus emtT Sandbarre fest g-rieth. Nähere« über den Unfall ist noch nicht bekannt; doch ,st e« besonder« peinlich, daß diverse, für unsere beiden was zur Erzielung einer schönen Marktfrucht ein sehr fargfäU ligeS Sortiren nothwendig macht. — 3n den nördlichen Gebenden Deutschlands sind die Erndten im Allgemeinen gut auSacfallen; aus Hannover lauten die Berichte besonders gun- stiq, namentlich in Hinsicht auf den Waizen- und Gerflen- ertraa. Der Letztere ist seit einer Reihe von Jahren nicht vollkommener gewesen. - In den nordöstlichen Provinzen Deutschlands und in den deutsch-russischen Distrikten ist man weniger zufrieden. Nach den bis jetzt gewonnenen Urtheilen dürfte der Massenertrag .mittel" nicht übersteigen und die Qualität zeichnet sich auch nicht aus. Vermischtes. Darmstadt, 7. Aug. Das heute erschienene Regie- runaSblatt Nr. 36 enthält. , „ , I I Gesetz die Ausgleichung und Vergütung der im Jahre I 1866 durch'die Königlich Preußischen und die mit denselben verbündeten Truppen während ibreS Aufenthalts rn dem Groß- berroatbum verursachten Kriegslasten, insbesondere die Gestattung von Fristen für die von den Gemeinden herauSzuzahIendeu Bettäge und die Verzinsung derselben bete. Dasselbe bestimmt: Der letzte Satz der im Art. 10 deS Gesetzes vom 12. Mai | 1868 wird aufgehoben und tritt an dessen Stelle folgende I B $ Cubn »erlangen. Gin Herr au« (Senf fand dm trassh-s-n Man» am Ufer hinrennend und führte ihn nach Grmdelwaid »uruck. Samstag um 4 Uhr war die Leiche de« Knaben, Sonntag um 11 Uhr die der Frau aufgefunden. Berde Lerchen werden, Dresden jurückgeführt. - Leider ist dem Bundesrat,, 1°-^ afficicll die Nachricht non einem, bei Sevelen im Eantrir, . ©allen abermals erfolgten Rheindammbruche jugegangen. Ba» unglückliche Barcheran, welche« b°i der grairen Ueberschwem- mung im letzten Jahre so arg gelitten hat, stehtseit gester" Morgen muerdinqS mehrere Fuß unter Wasser und die do tige Eisenbahnbrücke ist unfahrbar; der Berkehist ledoch, wenn auch etwas verzögert, nicht ganz unterbrochen. Hoffet lich werden nickt noch weitere Hiobsposten folgen. Ausstellungen bestimmte Gegenstände, als: Pflanzen, Maschinen rc. mit verunglückt sind. Auf diese Sachen waren hier theilweise hohe Versicherungen geschloffen. Seit 6 Jahren, dem Untergange der „Austria", ist kein ernstlicher Unfall auf diesen Schiffen vorgekommcn; wahrscheinlich hat dießmal der Nebel, der an den neufundländischen Banken permanent ist, seine böse Wirkung ausgeübt. Frankfurt, 12. Aug. Der Polizeipräsident Hr. v. Madai hat an diejenigen Burger, welche Söhne vor deren 17. Lebensjahre aus dem dreßset- tigen Unterthanenverbande haben auswandern lassen, die nachstehende Verfügung erlassen : „Auf W. Wohlgeboren Antrag ist mittels Urkunde (folgt das Datum) Ihr Sohn - - zum Zwecke seiner Auswanderung aus dem dleßsettigen Unterthaner^ verbände entlassen worden, ohne daß derselbe zedoch bis zur Auswanderung geschritten ist. Nach Uge der Sache muß angenommen werden, daß die Ent- I lassunq Ihres Sohnes zu dem Zwecke erwirkt wor- den ist, ihn der Erfüllung der allgemeinen Wehr- v .. .. pflicht zu entziehen. Für diesen Fall ist höheren p^heim, mit einem Gehalt« von 723 fl. 57 fr. Orts die Ausweisung der Entlassenen angeordnet worden, und indem ich diese hiermit gegen Ihren I Sohn ausspreche, fordere Ew. Wohlgeboren rch ergebenst auf, gefälligst zu veranlassen, daß dcr elbe binnen längstens 6 Wochen die Stadt Frankfurt und den preußischen Staat verlasse, widrigenfalls ich zu meinem Bedauern genöthigt sein würde, zu den gesetzlichen Zwangsmaßregeln zu schreiten, gez. v. Madai." (Wenn man zugleich im „Fr. I. uefr, daß es seither üblich war, daß die Entlassenen bis zu ihrer Volljährigkeit, d. h. dem 21. Lebensjahre, I ungenirt in ihrem elterlichen Hause bleiben konnten, beziehungsweise nicht gezwungen waren, die Aus- Wanderung factisch zu vollziehen, so wird man die Verfügung, welche eine offenbare Umgehung des Gisctzcs abstcllt, für durchaus gerechtfertigt crllären Darmstadt, 14- Aug. In der Anklag-sach- ! «egen Rudolph Fendt, angeklagt der V-rlaumdung und Ehrenkränkung de« HofgenchtSadvokaten August Metz I. wurde heute das Urtheil Großh. Bezirks* strafgerichtS verkündigt. Der Staatsanwalt hatte mit Rücksicht darauf, daß bei Fendt von wissentlich falschen Vorwürfen wohl nicht geredet werden könne, nur eine Gefängnißstrafe von drei Wochen und eine Geldstrafe von achtzig Gulden beantragt. Das! Bezirkstrafgericht erkannte, daß Fendt von der Anschuldigung der Verläumdung freizusprcchen sei indem bezüglich des dem Kläger vorgeworfenen Ehebruchs und Ehrenwortbruchs der Beweis ter Wahrheit er» bracht sei; es sei durch Zeugenaussagen scstgestellt, daß zwischen dem Kläger und der Ehefrau des Fa- brikanten H. ein ehebrecherisches Verhaltniß bestanden habe. Ebenso sei für den Vorwurf des Selbstlobes in der Presse der Beweis der Wahrheit erbracht. I Dagegen wurde Fendt des Vergehens der Ehren- kränkung für schuldig erkannt, und mit Rücksicht darauf, daß die incrimirten, in dem „Deutschen Wochenblatt" veröffentlichten vier Artikel ein zusammenhängendes Ganze bildeten, mithin eine fortge-. setzte Ehrenkränkung vorliege, zu 14 Tagen Gefang- mß und dreißig Gulden Geldstrafe verurtheilt. Berlin, 13. Aug. Wenn der „PublicisD recht berichtet ist, so wäre die Einleitung der gerichtlichen Untersuchung gegen Fournier auf directe Weisung des Königs erfolgt. Das Blatt meldet nämlich: „Als der König von einschlägiger Seite bestürmt wurde, die Angelegenheit des Oderconsistorialraths Dr. Fournier der Disciplinarcompetenz des Consistoriums zu überweisen, was namentlich von Seiten des Gene- ralsuperintendenten Dr. Hoffmann, beziehungsweise , durch den Cultutminister, geschehen sein soll, hat der König erwiedert: „Wenn Fournier zugestanden hatte, die Handlung begangen zu haben, die ihm schuldgegeben wird, so würde sich die Sache für em Dis- ciplinarperfahren eignen; da cr -brr die Handlung geläugnet hat, so muß dir Thalbestanv gertrtotlu^ festgesteUt werden nnv deßhalb ist der Untersuchung b^Berlin, 814" Aug. Die „Spener'sche Ztg." veröffentlicht die Note de« Unterstaatsserretar«, Hrn. v Thile, an den preußischen Gesandten in Wien, Frhru. v. Wcrther, vatirt 4. Aug. Dieselbe betont, ueaenuder der Aeußcrung de« Grafen Beust, daß Preußen durch Allianzen mit den Sudstaaten dem Prager Frieden gegenüber Oesterreich pon vornherein alterirt habe, wie dcr Prager Frieden die souverankn Südstaatcn und Norddeutschlands, ihnen beidersetltg »usaaende Verträge abzuschlleßen, keineswegs beein. trächtige, sondern sogar die Aufforderung enthalte, eine nationale Verbindung dcr Südstaatcn mit Norb- deutschlanb herzustellcn. Die Note halt cs sur noth- wcncig, die Behauptung des Grasen Beust, daß etc Allianivcrträge dem Prager Frieden widersprachen, formell zurückzuweisen, wa« voraussichtlich durch den preußischen Gesandten in Wien bereits persönlich ge- schcben sei. Bezüglich der weiteren Behauptung des Grafen Beust, daß seine versöhnlichen Ben>ubungen von Preußen unerwiedert geblieben seien, heb. die Note hervor, daß auch nicht die leiseste Andeutung eine« Seitens de« kaiserlichen Eabinct« beabsichtigten Entaeaenkommens bekannt wurde, und weist in die- ser Beziehung auf die auffallende Zurückhaltung Oesterreich« hin. Graf ». Wimpfen, der °st°-r"chstch- Gesandte in Berlin, habe seit dem Fruhiahr 1868 mit dem Grafen Bismarck nicht verkehrt, was doch wohl auf einer ausdrücklichen Weisung seines Hofes beruhen muffe. Auch in den diplomatischen Der- offentlichungen Oesterreichs liege keine Preußen ent- acaenkommende Acußerung vor. Die Note hofft, Graf Beust werde gern den Anlaß ergreifen, um entttrter den bisher nicht bekannt gewordenen Aus- druck wohlwollenden Entgegenkommens nachträglich iu übermitteln, oder die Veröffentlichung seiner Aeuße. rungcn 'n den Delegationen als unrichtig zu be- müssen.) Paris, 14. Aug. Der Kriegsminister Marschall Niel ist heute Nacht um 12 Uhr gestorben. Man versichert, daß der Kaiser nach dem Tode de« Mar. schalls Niel cs vorziehen wird, den militärischen Festlichkeiten im Lager von Chalons nicht beizuwohnen. Paris, 15. Aug. Der Kaiser hat unter dem «estrigen Datum folgendes Secret erlassen: „Indem wir durch einen Act, der unseren Gefühlen entspricht, das hundertjährige GeburtSsest Napoleons I. feiern wollen, verordnen wir eine vollständige und unbc. dingte Amnestie aller Verurtheilungen sur Verbrechen m..rnPben volitischer Art, Vergehen der Preffe, , auch in der Amry« geiwn roviocu h»; i" w »‘"“"7; ter öffenLcn^ersammlungcn und Vereine." Ein | se. sich »an..«» die Körner in ihr»,Große anderes Decret gewährt den Deserteuren des Heere- und Der Marine Amnestie. - Das „Journal ofsic.el saat, der Kaiser, der die Absicht gehabt, gestern ms Laaer von Chalons zu reisen, habe seines rheumatischen Leidens wegen die Abreise verschieben muffen. pert — un* am 24. Juli dem Philipp Streb von Neu- Isenburg zu gestatten, daß derselbe künftig statt de« bisherigen den Familiennamen Chandre führe. VI. Dien ft nachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 19. Juli dem Schulamts-Aspiranten Fran; Schaber au« Hofheim die erledigte dritte katholische Schulstelle ;u Bodenheim zu ubertra- fltn. am 23. Juli den von dem Herrn Grafen zu Stol- bera-Roßla und Ortenberg auf die erledigte zweite evangelische Echulftelle zu Lber-Seemen präsentirten SchulamtS-AsPiran- ten Friedrich Spitznagel au« Selter« für diese Stelle zu bestätigen; — am 24. Juli den Oberförster der Oberförsterei Mörfelden, Klip st ein, in gleicher Diensteigenschaft m die Oberfürsterei Mönchbruch zu versetzen; — am 27. Julr dem Schaffner bei der Maich Weser - Eisenbahn, Huber II., und dem Bremter bei dieser Eisenbahn, Metzger, die Stelle von Condueteuren bei der Main-Neckar-Eisenbahn zu übertra- tzen, — und den Ersatz-Bahnwärter bei der Main-Neckar-El- senb'ahn, Huba, zum Portier auf der Station Eberftadt dieser